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V/0626/2007

Antrag der Fraktionsgemeinschaft UWG/ödp Nr. A-R/0014/2007 "Ausreichende Über-Mittag-Betreuung

Vorlagen 08.08.2007

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 29.08.2007, TOP 2.4

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

7308 Zeichen

V/0626/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Schule und Weiterbildung 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Antrag der Fraktionsgemeinschaft UWG/ödp Nr. A-R/0014/2007 "Ausreichende Über-Mittag-
Betreuung in weiterführenden Schulen sichern", 
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0017/2007 "Schulessen für alle Kinder",
Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0018/2007 "Schulen in Münster 
entwickeln ein ganzheitliches Ernährungskonzept" 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
29.08.2007 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, die Teilaspekte des Antrages der Fraktionsgemeinschaft 
UWG/ödp Nr. A-R/0014/2007 „Ausreichende Über-Mittag-Betreuung in weiterführenden Schulen 
sichern“ sowie der Anträge der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0017/2007 „Schules-
sen für alle Kinder“ und Nr. A-R/0018/2007 „Schulen in Münster entwickeln ein ganzheitliches Er-
nährungskonzept“ aufzubereiten und den jeweils zuständigen Gremien einen Verfahrensvorschlag 
zu unterbreiten.  
 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
keine 
 
 
 
 
Begründung: 
Antragsanliegen
 
 
Sowohl der Antrag der Fraktionsgemeinschaft UWG/ödp als auch die Anträge der Fraktion Bünd-
nis 90/Die Grünen/GAL verfolgen das Ziel, Schülerinnen und Schüler, deren Unterrichtszeit erst 
am Nachmittag endet, die Möglichkeit zu bieten, in der Schule eine mittägliche Mahlzeit einzuneh-
men. Die Verwaltung soll dazu beauftragt werden, gemeinsam mit den Schulen entsprechende 
Konzepte für die personelle, sächliche und räumliche Ausstattung zu erarbeiten. 
 
Vorlagen-Nr.: 
V/0626/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Mörchen 
Ruf: 
492 40 50 
E-Mail: 
Moerchen@stadt-muenster.de  
Datum: 
06.08.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

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V/0626/2007 
Darüber hinaus soll nach den Anträgen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Kin-
dern/Jugendlichen aus finanzschwachen Familien eine Gratismahlzeit gewährt werden, um zu 
vermeiden, dass diese Schüler/innen aus Kostengründen dem Ganztag fernbleiben. Ergänzend 
soll ein Rahmenkonzept für ein ausgewogenes, nach ernährungsphysiologischen und ernährungs-
pädagogischen Grundsätzen ausgerichtetes Nahrungsangebot erarbeitet und die zur Umsetzung 
nötigen Mittel bereitgestellt werden.  
 
Stellungnahme der Verwaltung und weiteres Verfahren 
 
Durch die V
erkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre und der zunehmenden Zahl von Ganztagsschu-
len bzw. ganztägigen schulischen Angeboten verlängert sich die Verweildauer der Schülerinnen 
und Schüler in der Schule bis in den Nachmittag hinein.  
 
In der Stadt Münster wird zurzeit an 42 städtischen Grundschulen, fünf städtischen Förderschulen, 
fünf städtischen Hauptschulen, einer städtischen Realschule und einem städtischen Gymnasium 
ein Ganztagsangebot vorgehalten. Mit der Umwandlung dieser Schulen in gebundene oder offene 
Ganztagsschulen sind gleichzeitig die räumlich en, sächlichen und personellen Voraussetzungen 
dafür geschaffen worden, dass Schüler/innen eine warme Mittagsmahlzeit einnehmen können.  
 
Ergänzend dazu hat der Rat der Stadt Münster 300.000,00 €  für notwendige bauliche Maßnah-
men und Beschaffungen an den städtischen weiterführenden Schulen bereitgestellt, damit Schü-
ler/innen, deren Unterrichtszeit erst am Nachmittag endet, zumindest die Möglichkeit erhalten, ei-
nen Imbiss in der Schule einzunehmen, Für di e Umsetzung der Maßnahmen hat die Verwaltung 
gemeinsam mit den Schulen Konzepte entwickelt, die zum Teil bereits umgesetzt worden sind.  
 
Erziehungsberechtigte, deren Kind ein Förder- oder Betreuungsangebot einer Schule besucht, 
können einen Antrag auf Erlass oder Teilerlass des Elternbeitrages stellen, wenn den Eltern die 
notwendige Zahlung des Entgeltes nicht zugemutet werden kann. Darüber hinaus gewährt die 
Stadt Münster Eltern mit geringem Einkommen, deren Kinder an einem ganztägigen Betreuungs-
angebot teilnehmen, nach Prüfung der Einkommensver hältnisse freiwillig Zuschüsse zu den Kos-
ten des Mittagessens.  
 
Darüber hinausgehende Angebote und die daraus resultierenden Konsequenzen zu den Themen 
„Schulessen für alle Kinder“ und „Ausreichende Über-Mittag-Betreuung in weiterführenden Schulen 
sichern“ werden in einer weiteren Vorlage den Fachausschüssen dargelegt. 
 
Zur nachhaltigen Verbesserung der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch lebensraum-
orientierte Gesundheitsförderung in Familien, Kindertageseinrichtungen, Schulen und Freizeit gibt 
es in der Stadt Münster unterschiedliche Aktivitäten und Projekte zu den Themenbereichen „Be-
wegung“, „Ernährung“, „Gesundheitsbildung“, „Stärkung von Lebenskompetenzen“. Diese sind 
unter dem Dach „Gesund aufwachsen in Münster“ gebündelt und werden durch die Kommunale 
Gesundheitskonferenz begleitet. 
 
Dazu gehört z. B. das Projekt „Kitas und Schulen bewegen... in Münster“, das in dieser Form erst-
mals in der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wird. Träger des Projektes sind die Bertels-
mann-Stiftung, der Gemeindeunfallversicherungsverband, das Land NRW und die Stadt Münster. 
Konzeption und Durchführung liegen u. a. bei dem Amt für Schule und Weiterbildung, der Volks-
hochschule, dem Amt für Kinder, Jugendliche und Familien und dem Gesundheitsamt, die sich für 
eine nachhaltige Gesundheit in Kitas und Schulen einsetzen. Übergeordnetes Ziel ist es, Schul- 
und Bildungsqualität durch Gesundheit nachhaltig zu verbessern. 
 
Darüber hinaus ist die Stadt Münster unter der Federführung des Gesundheitsamtes eine von 24 
bundesweiten Standorten, in denen der Wettbewerb „Besser essen. Mehr bewegen“ des Bundes-
ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz durchgeführt wird. Weitere

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V/0626/2007 
städtische Projekte wie z. B. das Prävention skonzept Coerde des Amtes für Kinder, Jugendliche 
und Familien ergänzen die vorgenannten Angebote.  
 
Die beschriebenen Projekte zur lebensraumorientierten Gesundheitsförderung laufen derzeit vor-
wiegend modellhaft in einigen Stadtteilen und Einrichtungen. Aufbauend darauf bietet es sich an, 
unter Berücksichtigung der aus den Modellp rojekten gewonnenen Erfahrungen ein für Münster 
flächendeckendes Konzept Gesundheitsförderung u. a. zum Themenbereich „Ernährung in Kinder-
tageseinrichtungen und Schulen“ zu erstellen, das sich an ernährungsphysiologischen und päda-
gogischen Grundsätzen orientiert.  
 
Das Gesundheitsamt arbeitet derzeit im Rahmen des  Modellprojektes „Besser Essen. Mehr bewe-
gen“ eng mit dem Fachbereich Ökotrophologie der Fachhochschule Münster zusammen. In Ko-
operation mit weiteren Bildungsträgern, koordiniert über den Arbeitskreis „Gesund aufwachsen in 
Münster“ der Gesundheitskonferenz könnte ein solches flächendeckendes Konzept entwickelt und 
schrittweise in Münster umgesetzt werden. Die notwendigen Arbeitsschritte werden den parlamen-
tarischen Gremien in einer Berichtsvorlage vorgestellt. 
 
 
 
I. V.  
gez. 
 
 
Paal 
Stadtrat 
 
 
Anlagen: 
 
- Antrag der Fraktionsgemeinschaft UWG/ödp Nr. A-R/0014/2007 „Ausreichende Über-Mittag-
Betreuung in weiterführenden Schulen sichern“ 
 
- Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0017/2007 „Schulessen für alle Kin-
der“ 
 
- Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen/GAL Nr. A-R/0018/2007 „Schulen in Münster ent-
wickeln ein ganzheitliches Ernährungskonzept“

Beratungsverlauf (1)

29.08.2007 Hauptausschuss
TOP 2.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0626/2007
Typ
Vorlagen
Datum
08.08.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37