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AN/0445/2026

Häusliche Gewalt verhindern - bevor sie entsteht

Gem. Anfrage nach § 4 (Rat) 09.03.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern, Sitzung am 29.06.2026, TOP 1.3

Gem. Anfrage nach § 4 (Rat)

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Gem. Anfrage nach § 4 (Rat)

3022 Zeichen

Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
 
 
An den Vorsitzenden des Rates 
Herr Oberbürgermeister Torsten Burmester 
 
An die Vorsitzende des  
Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern 
Jasna Ibric 
 
 
 
 
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 09.03.2026 
 
AN/0445/2026 
 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 16.03.2026 
 
Häusliche Gewalt verhindern - bevor sie entsteht 
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, 
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
 
die o.g. Fraktionen bitten darum, folgende Anfrage auf die Tagesordnung des Ausschusses 
für die Gleichstellung von Frauen und Männern am 16.03.2026 zu setzen. 
 
Die Kampagne „Reden kann retten“, hervorgegangen aus dem Beschluss des 
Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern „Gewaltprävention: 
Angebote für Täter*innenarbeit sichtbar machen“ (AN/0937/2024) vom 24. Juli 2024, 
leistete wichtige Öffentlichkeitsarbeit in der Ansprache von Täter*innen. 
Um wirksam gegen häusliche Gewalt vorzugehen, braucht es neben Angeboten, die 
sich auf den Schutz und die Unterstützung von Betroffenen konzentrieren (z. B. 
EDELGARD), und der Täter*innenarbeit auch präventive Ansätze, die sich gezielt mit 
gewaltfördernden Rollenbildern von Männlichkeit („toxische Maskulinität“) befassen. 
Denn zahlreiche Studien zeigen, dass Gewalt – insbesondere im häuslichen und 
sexualisierten Kontext – überwiegend von Männern ausgeht. Diese präventiven 
Ansätze sind in der kommunalen Praxis bislang wenig sichtbar. 
Vor diesem Hintergrund bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. Setzt die Stadt Köln eigenständig oder in Kooperation mit freien Trägern Pro-
gramme oder Projekte um, die sich präventiv mit gewaltfördernden Männlichkeits-
bildern auseinandersetzen? Falls ja, in welchem Kontext finden diese Programme 
statt und an welche Zielgruppe richten sie sich? 
 
2. Liegen der Verwaltung Erkenntnisse oder fachliche Einschätzungen vor, welchen 
präventiven Einfluss eine gezielte Ansprache von Männern in männerdominierten 
Kontexten (z. B. Betriebe, Sportvereine, Jugendhilfe, Justizvollzug) haben kann?

- 2 - 
 
3. Unter der Kampagnen-Homepage „Reden kann retten“ werden zwei Angebote 
der Täter*innenarbeit aufgeführt. Gibt es darüber hinaus weitere bestehenden An-
gebote der Täter*innenarbeit oder Therapie für Gewalttäter in Köln? Inwiefern the-
matisieren die Angebote der Täter*innenarbeit explizit geschlechtsspezifische 
Rollenbilder und Verhaltensmuster? 
 
4. Welche rechtlichen und fachlichen Möglichkeiten bestehen auf kommunaler 
Ebene, Täter im Rahmen bestehender gesetzlicher Regelungen zu therapeuti-
schen oder beratenden Maßnahmen zu verpflichten oder diese 
verbindlich zu empfehlen – insbesondere bei geschlechtsspezifischer Gewalt? 
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. gez. 
Lino Hammer 
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer 
Lucas Sickmöller 
Volt-Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

29.06.2026 Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 1.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: vertagt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0445/2026
Typ
Gem. Anfrage nach § 4 (Rat)
Datum
09.03.2026
Erstellt
09.03.2026 10:01