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4192/2019

Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Babywald für Köln

Beschlussvorlage Ausschuss 10.12.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 21.01.2021, TOP 4.1.5

Anlage 1 Babywald

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Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift 23.06.2020

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Beschlussvorlage Ausschuss

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Anlage 1 Babywald

1492 Zeichen

61 Poststelle Stadtplanungsamt 
Von: 
Gesendet: 
An: 
Betreff: 
Mittwoch, 20. November 2019 13:06 
02-1 /4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden
Anregung nach §24 GO NRW - Zukünftige Nutzung des
Verkehrsübungsplatz in Poil
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Thelen, 
sehr geehrte Damen und Herren im Ausschuss für Anregunßen und Bes.chwerden, 
wie jüngst der Kölner Presse zu entnehmen war, wird für das im städtischen Besitz befindliche 
Gelände des Verkehrsübungsplatz in Kölln-Poll eine Folgenutzung eruiert/gesucht. 
Im Rahmen des in Köln ausgerufenen Klimanotstands, möchte ich daher an dieser Stelle 
anregen, dass das dortige Areal als.sogenannter "Babywald" entwickelt wird. 
Die Idee des "Babywalds" wird heute schton in vielen anderen deutschen Kommunen umgesetzt. 
Hierbei gibt es unterschiedliche Umsetzungsoptionen, z.B.: 
* seitens der Stadt wird für jedes im Stadtgebiet geborene Kind ein Baum im "Babywald" gepflanzt
* parallel dazu besteht auch die Möglichkeit, dass durch eine -kostenpflichtige- Baumpatenschaft
eine Patenschaftsinformation am Baum angebracht wird.
Durch gemeinsame Pflanzaktionen etc. wird die Verbundenheit zum eigenen Baum und der
Stadtnatur im Allgemeinen gestärkt. Ansatzweise Erfahrungen dazu liegen in Köln durch die drei
Projekte "Ein Wald für Köln" ja bereits voir.
Einen gepflanzten Baum im Babywald sehe ich als ein starkes Symbol für die ökologische 
nachhaltige Gestaltung unserer Stadt für die kommenden Generationen an. 
, .-
1 
1 
Anlage 1

Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift 23.06.2020

3255 Zeichen

Geschäftsführung  
Ausschuss für Anregungen und 
Beschwerden 
Frau Dederichs 
Telefon:  (0221) 221-26144  
E-Mail:  Andrea.Dederichs@stadt-koeln.de 
Datum: 03.07.2020 
Auszug 
aus der Niederschrift der 39. Sitzung des Ausschusse s für 
Anregungen und Beschwerden  vom 23.06.2020  
öffentlich 
1.9 Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Baby-
wald für Köln 
4192/2019 
Frau Müssigmann, Stadtplanungsamt, erklärt, dass die Fläche des Verkehrsübungs-
platzes in Köln-Poll auf der alten Deponie Colonia, einem hochgradig belasteten Bo-
den, nach den Vorgaben der Aufsichtsbehörde versiegelt werden müsse. Man könn-
te das Areal auch auskoffern, um es für einen Babywald zu nutzen. Dem stünden 
aber die außerordentlich hohen Kosten für die Auskofferung des Areals gegenüber. 
Daher sei die Fläche für eine Aufforstung nicht geeignet. Zudem gebe es bereits heu-
te in Köln vielfältige Möglichkeiten Bäume aus Anlass der Geburt eines Kindes zu 
pflanzen. Daher schlage die Verwaltung vor, keinen gesonderten Babywald anzule-
gen. 
 
Herr Schneider, SPD, stimmt zu, dass der Verkehrsübungsplatz für einen Babywald 
nicht geeignet sei und fragt nach den Planungen für den Verkehrsübungsplatz. 
 
Herr Fischer, Grüne, bestätigt dies, dennoch finde er die Grundidee eines Babywal-
des sehr charmant und stellt daher folgenden Änderungsantrag:  
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine 
Eingabe und begrüßt die Grundidee des Babywaldes. Zur Prüfung alternativer Flä-
chen verweist der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden diese Eingabe in 
den Ausschuss für Umwelt und Grün. 
 
Frau Akbayir, Linke, begrüßt die Eingabe des Petenten und regt an zu prüfen, auf 
welchen bisher versiegelten Flächen ein Babywald geschaffen werden könne. 
 
Herr Dr. Bauer, Amt für Grünflächen und Landschaftspflege, weist darauf hin, dass 
es die Konzepte „Ein Wald für Köln“ und „1000 Bäume für Köln“ gebe, um den unter-
schiedlichen Ansprüchen, wie zum Beispiel Babywald, Hochzeitswald, Firmenjubilä-
enwald, entgegen zu kommen. Man erhalte keine neuen Flächen für ein weiteres

Projekt. Für „Ein Wald für Köln“ sei die Nachfrage so immens, dass bereits die vierte 
Fläche ausgewiesen werden konnte. 
 
Frau Müssigmann, Stadtplanungsamt, antwortet, dass für den Verkehrsübungsplatz 
aufgrund der Vorbelastung eine gewerbliche Nutzung favorisiert werde. Es gebe be-
reits intensive Gespräche mit einem Gewerbeansiedler aus der Baubranche, der 
heute schon in Köln ansässig und über mehrere Standorte verteilt sei, weiter expan-
diere und die Standorte am Verkehrsübungsplatz zusammenziehen möchte. Bei Be-
stätigung werde in nächster Zeit ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet.  
 
Herr Fischer, Grüne, begrüßt die Maßnahmen des Amtes für Grünflächen und Land-
schaftspflege, weist aber auf den Symbolcharakter hin, den ein Babywald habe, ge-
rade auch in Zeiten des Klimawandels. 
 
Geänderter Beschluss: 
 
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine 
Eingabe und begrüßt die Grundidee des Babywaldes. Zur Prüfung alternativer 
Flächen verweist der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden diese Ein-
gabe in den Ausschuss für Umwelt und Grün. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt.

Beschlussvorlage Ausschuss

4491 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/61/1 
613 Müss Sa 
Vorlagen-Nummer 
 4192/2019 
Freigabedatum 
02.01.2020  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Babywald für Köln 
Beschlussorgan 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, die jedoch 
aufgrund der in der Begründung genannten Aspekte nicht weiter verfolgt wird. 
 
 
Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2020 
Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 17.03.2020 
Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün 21.01.2021

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
 
Begründung: 
Mit der als Anlage 1 beigefügten Bürgereingabe begehrt der Antragsteller die Entwicklung des Ver-
kehrsübungsplatzes in Köln-Poll zu einem Babywald.  
Die Verwaltung vertritt hierzu die folgende Auffassung: 
Insgesamt 6.000 Hektar - das sind 15 Prozent - des Kölner Stadtgebietes sind bereits Wald. Davon 
wurden insgesamt 520 Hektar, das entspricht 16 Prozent der städtischen Waldfläche, als Naturwald-
entwicklungsflächen ausgewiesen. Nähere Informationen hierzu sind zu finden unter folgendem Link: 
https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/naturwaldentwicklungsflaechen-im-
staedtischen-wald  
Wie vom Petenten erwähnt, gibt es das Projekt „Ein Wald für Köln“, das im September 2009 der Öf-
fentlichkeit vorgestellt wurde. Der erste aus Spenden finanzierte Wald für Köln in Junkersdorf war 
bereits 2012 fertig gestellt. Der zweite Wald für Köln wurde anschließend in Merheim angelegt. Zur-
zeit werden bereits Spenden für den dritten Wald für Köln in Lindweiler gesammelt, siehe folgenden 
Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/baum-statt-brautstrauss Wie 
dort zu entnehmen, gibt es für diese Projekt auch Hinweisschilder, auf denen die Namen der Spender 
ersichtlich sind. Wer 150 Euro für 25 Quadratmeter Wald oder mehr spendet, erhält zusätzlich ein 
Schild mit seinem Namen, dem Anlass für die Spende und der Größe des gesponserten Waldstücks. 
Grund der Spende kann selbstverständlich auch die Geburt eines Kindes sein. 
Es ist im Moment fraglich, ob aufgrund der zahlreichen divergierenden Flächenansprüche noch eine 
geeignete vierte Fläche für einen Wald gefunden werden kann. Für die unbebauten Flächen gibt es 
unterschiedliche Nutzungskonkurrenzen – bauliche Nutzung / Erholung / Landwirtschaft / naturnahe 
Gestaltung – die die Verortung eines vierten Waldes unwahrscheinlich erscheinen lassen. 
Für eine Baumpflanzung gibt es des Weiteren noch die Möglichkeit, einen Straßenbaum zu spenden. 
Die Kölner Grünstiftung hat auf Ihrer Internetseite eine Liste, wo es noch neu zu bepflanzende Baum-
standorte gibt, siehe folgenden Link: http://www.koelner-gruen.de/baumliste. Alle weiteren Informatio-
nen sind zu finden unter: http://www.koelner-gruen.de/1000-baeume-fuer-koeln. Danac h können sich 
die Spender mit individuellem Text auf einem Spenderschild am Baum verewigen. 
Für das konkret vorgeschlagene Grundstück „Verkehrsübungsplatz Poll“ gestaltet sich der Sachver-
halt wie folgt: 
Der Verkehrsübungsplatz ist eine Teilfläche der ehemaligen städtischen Abfalldeponie „Colonia“, wel-
che bis Ende der 70iger Jahre mit Hausmüll, Gewerbeabfälle, Verpackungen, Boden und Bauschutt 
verfüllt wurde. 
Abfallrechtliche Maßnahmen zur Versiegelung, Entwässerung und Entgasung der ehemaligen Depo-
niefläche sind erforderlich und sollen mit der Umnutzung umgesetzt werden. Diese Maßnahmen be-
inhalten u.a. eine horizontale Abdichtung der Fläche, um den Austritt von Deponiegas und den Eintritt 
von Niederschlagswasser zu unterbinden.  
Eine Bepflanzung mit tiefwurzelnden Bäumen oder Sträuchern ist zum Schutz des Abdichtungssys-
tems nicht möglich. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, den Deponiekörper vollständig auszukof-
fern und das Areal mit natürlich gewachsenem Boden aufzufüllen. Damit wären die Voraussetzungen 
für die Anlage eines Waldes gegeben. Die mit dieser Variante einhergehenden exorbitanten Kosten 
sind allerdings nicht darzustellen. 
Aufgrund der vorgenannten Ausführungen und Restriktionen für das Gelände des Verkehrsübungs-
platzes in Poll und den aufgezeigten anderweitigen Möglichkeiten zur Pflanzung eines Baumes (z.B. 
anlässlich der Geburt eines Kindes) empfiehlt die Verwaltung, die Anregung des Petenten nicht weiter 
zu verfolgen. 
 
Anlage

Beratungsverlauf (3)

30.01.2020 Bezirksvertretung 7 (Porz)
TOP 2.2 Anhörung (BV) Entscheidung

Beschluss: ungeändert empfohlen

Zur Sitzung
17.03.2020 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden
TOP 1.5 Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung
21.01.2021 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.1.5 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4192/2019
Typ
Beschlussvorlage Ausschuss
Datum
10.12.2020
Erstellt
02.12.2019 10:45