4192/2019
Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Babywald für Köln
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Anlage 1 Babywald
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61 Poststelle Stadtplanungsamt Von: Gesendet: An: Betreff: Mittwoch, 20. November 2019 13:06 02-1 /4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden Anregung nach §24 GO NRW - Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatz in Poil Sehr geehrter Herr Vorsitzender Thelen, sehr geehrte Damen und Herren im Ausschuss für Anregunßen und Bes.chwerden, wie jüngst der Kölner Presse zu entnehmen war, wird für das im städtischen Besitz befindliche Gelände des Verkehrsübungsplatz in Kölln-Poll eine Folgenutzung eruiert/gesucht. Im Rahmen des in Köln ausgerufenen Klimanotstands, möchte ich daher an dieser Stelle anregen, dass das dortige Areal als.sogenannter "Babywald" entwickelt wird. Die Idee des "Babywalds" wird heute schton in vielen anderen deutschen Kommunen umgesetzt. Hierbei gibt es unterschiedliche Umsetzungsoptionen, z.B.: * seitens der Stadt wird für jedes im Stadtgebiet geborene Kind ein Baum im "Babywald" gepflanzt * parallel dazu besteht auch die Möglichkeit, dass durch eine -kostenpflichtige- Baumpatenschaft eine Patenschaftsinformation am Baum angebracht wird. Durch gemeinsame Pflanzaktionen etc. wird die Verbundenheit zum eigenen Baum und der Stadtnatur im Allgemeinen gestärkt. Ansatzweise Erfahrungen dazu liegen in Köln durch die drei Projekte "Ein Wald für Köln" ja bereits voir. Einen gepflanzten Baum im Babywald sehe ich als ein starkes Symbol für die ökologische nachhaltige Gestaltung unserer Stadt für die kommenden Generationen an. , .- 1 1 Anlage 1
Anlage 2 Auszug aus der Niederschrift 23.06.2020
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Geschäftsführung Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Frau Dederichs Telefon: (0221) 221-26144 E-Mail: Andrea.Dederichs@stadt-koeln.de Datum: 03.07.2020 Auszug aus der Niederschrift der 39. Sitzung des Ausschusse s für Anregungen und Beschwerden vom 23.06.2020 öffentlich 1.9 Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Baby- wald für Köln 4192/2019 Frau Müssigmann, Stadtplanungsamt, erklärt, dass die Fläche des Verkehrsübungs- platzes in Köln-Poll auf der alten Deponie Colonia, einem hochgradig belasteten Bo- den, nach den Vorgaben der Aufsichtsbehörde versiegelt werden müsse. Man könn- te das Areal auch auskoffern, um es für einen Babywald zu nutzen. Dem stünden aber die außerordentlich hohen Kosten für die Auskofferung des Areals gegenüber. Daher sei die Fläche für eine Aufforstung nicht geeignet. Zudem gebe es bereits heu- te in Köln vielfältige Möglichkeiten Bäume aus Anlass der Geburt eines Kindes zu pflanzen. Daher schlage die Verwaltung vor, keinen gesonderten Babywald anzule- gen. Herr Schneider, SPD, stimmt zu, dass der Verkehrsübungsplatz für einen Babywald nicht geeignet sei und fragt nach den Planungen für den Verkehrsübungsplatz. Herr Fischer, Grüne, bestätigt dies, dennoch finde er die Grundidee eines Babywal- des sehr charmant und stellt daher folgenden Änderungsantrag: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe und begrüßt die Grundidee des Babywaldes. Zur Prüfung alternativer Flä- chen verweist der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden diese Eingabe in den Ausschuss für Umwelt und Grün. Frau Akbayir, Linke, begrüßt die Eingabe des Petenten und regt an zu prüfen, auf welchen bisher versiegelten Flächen ein Babywald geschaffen werden könne. Herr Dr. Bauer, Amt für Grünflächen und Landschaftspflege, weist darauf hin, dass es die Konzepte „Ein Wald für Köln“ und „1000 Bäume für Köln“ gebe, um den unter- schiedlichen Ansprüchen, wie zum Beispiel Babywald, Hochzeitswald, Firmenjubilä- enwald, entgegen zu kommen. Man erhalte keine neuen Flächen für ein weiteres Projekt. Für „Ein Wald für Köln“ sei die Nachfrage so immens, dass bereits die vierte Fläche ausgewiesen werden konnte. Frau Müssigmann, Stadtplanungsamt, antwortet, dass für den Verkehrsübungsplatz aufgrund der Vorbelastung eine gewerbliche Nutzung favorisiert werde. Es gebe be- reits intensive Gespräche mit einem Gewerbeansiedler aus der Baubranche, der heute schon in Köln ansässig und über mehrere Standorte verteilt sei, weiter expan- diere und die Standorte am Verkehrsübungsplatz zusammenziehen möchte. Bei Be- stätigung werde in nächster Zeit ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Herr Fischer, Grüne, begrüßt die Maßnahmen des Amtes für Grünflächen und Land- schaftspflege, weist aber auf den Symbolcharakter hin, den ein Babywald habe, ge- rade auch in Zeiten des Klimawandels. Geänderter Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe und begrüßt die Grundidee des Babywaldes. Zur Prüfung alternativer Flächen verweist der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden diese Ein- gabe in den Ausschuss für Umwelt und Grün. Abstimmungsergebnis: Einstimmig zugestimmt.
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 613 Müss Sa Vorlagen-Nummer 4192/2019 Freigabedatum 02.01.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zukünftige Nutzung des Verkehrsübungsplatzes in Köln-Poll - Babywald für Köln Beschlussorgan Ausschuss für Anregungen und Beschwerden Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Anregungen und Beschwerden dankt dem Petenten für seine Eingabe, die jedoch aufgrund der in der Begründung genannten Aspekte nicht weiter verfolgt wird. Bezirksvertretung 7 (Porz) 30.01.2020 Ausschuss für Anregungen und Beschwerden 17.03.2020 Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün 21.01.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Begründung: Mit der als Anlage 1 beigefügten Bürgereingabe begehrt der Antragsteller die Entwicklung des Ver- kehrsübungsplatzes in Köln-Poll zu einem Babywald. Die Verwaltung vertritt hierzu die folgende Auffassung: Insgesamt 6.000 Hektar - das sind 15 Prozent - des Kölner Stadtgebietes sind bereits Wald. Davon wurden insgesamt 520 Hektar, das entspricht 16 Prozent der städtischen Waldfläche, als Naturwald- entwicklungsflächen ausgewiesen. Nähere Informationen hierzu sind zu finden unter folgendem Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/naturwaldentwicklungsflaechen-im- staedtischen-wald Wie vom Petenten erwähnt, gibt es das Projekt „Ein Wald für Köln“, das im September 2009 der Öf- fentlichkeit vorgestellt wurde. Der erste aus Spenden finanzierte Wald für Köln in Junkersdorf war bereits 2012 fertig gestellt. Der zweite Wald für Köln wurde anschließend in Merheim angelegt. Zur- zeit werden bereits Spenden für den dritten Wald für Köln in Lindweiler gesammelt, siehe folgenden Link: https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/freizeit-natur-sport/wald/baum-statt-brautstrauss Wie dort zu entnehmen, gibt es für diese Projekt auch Hinweisschilder, auf denen die Namen der Spender ersichtlich sind. Wer 150 Euro für 25 Quadratmeter Wald oder mehr spendet, erhält zusätzlich ein Schild mit seinem Namen, dem Anlass für die Spende und der Größe des gesponserten Waldstücks. Grund der Spende kann selbstverständlich auch die Geburt eines Kindes sein. Es ist im Moment fraglich, ob aufgrund der zahlreichen divergierenden Flächenansprüche noch eine geeignete vierte Fläche für einen Wald gefunden werden kann. Für die unbebauten Flächen gibt es unterschiedliche Nutzungskonkurrenzen – bauliche Nutzung / Erholung / Landwirtschaft / naturnahe Gestaltung – die die Verortung eines vierten Waldes unwahrscheinlich erscheinen lassen. Für eine Baumpflanzung gibt es des Weiteren noch die Möglichkeit, einen Straßenbaum zu spenden. Die Kölner Grünstiftung hat auf Ihrer Internetseite eine Liste, wo es noch neu zu bepflanzende Baum- standorte gibt, siehe folgenden Link: http://www.koelner-gruen.de/baumliste. Alle weiteren Informatio- nen sind zu finden unter: http://www.koelner-gruen.de/1000-baeume-fuer-koeln. Danac h können sich die Spender mit individuellem Text auf einem Spenderschild am Baum verewigen. Für das konkret vorgeschlagene Grundstück „Verkehrsübungsplatz Poll“ gestaltet sich der Sachver- halt wie folgt: Der Verkehrsübungsplatz ist eine Teilfläche der ehemaligen städtischen Abfalldeponie „Colonia“, wel- che bis Ende der 70iger Jahre mit Hausmüll, Gewerbeabfälle, Verpackungen, Boden und Bauschutt verfüllt wurde. Abfallrechtliche Maßnahmen zur Versiegelung, Entwässerung und Entgasung der ehemaligen Depo- niefläche sind erforderlich und sollen mit der Umnutzung umgesetzt werden. Diese Maßnahmen be- inhalten u.a. eine horizontale Abdichtung der Fläche, um den Austritt von Deponiegas und den Eintritt von Niederschlagswasser zu unterbinden. Eine Bepflanzung mit tiefwurzelnden Bäumen oder Sträuchern ist zum Schutz des Abdichtungssys- tems nicht möglich. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, den Deponiekörper vollständig auszukof- fern und das Areal mit natürlich gewachsenem Boden aufzufüllen. Damit wären die Voraussetzungen für die Anlage eines Waldes gegeben. Die mit dieser Variante einhergehenden exorbitanten Kosten sind allerdings nicht darzustellen. Aufgrund der vorgenannten Ausführungen und Restriktionen für das Gelände des Verkehrsübungs- platzes in Poll und den aufgezeigten anderweitigen Möglichkeiten zur Pflanzung eines Baumes (z.B. anlässlich der Geburt eines Kindes) empfiehlt die Verwaltung, die Anregung des Petenten nicht weiter zu verfolgen. Anlage
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: zurückgestellt
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4192/2019
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 10.12.2020
- Erstellt
- 02.12.2019 10:45