2016/0421
Gewässersanierung Großer Woog Mittelanpassung
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2016/0421
4803 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
10.10.2016
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Dezernat I
Amt: Sportamt
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2016/0421
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 10600 Investitionsnummer: 09106-0001
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Gewässersanierung Großer Woog
Mittelanpassung
Vorlage vom: 06.10.2016
Beschlussvorschlag :
1. Nach der Submission d er geplanten Maßnahmen ergeben sich bei der Kostenstelle 10600
(Großer Woog) Mehrkosten bei der Investitionsnummer 09106 -0001 (Vorsperre) in Höhe von
471.000 Euro und Einsparungen bei der Investitionsnummer 09106 -0001 (Entschlammung) in
Höhe von 61.000 Euro.
2. Die Finanzierung der Mehrkosten erfolgt im MIP des Wirtschaftsplanes 2017 für den
Eigenbetrieb Bäder über die Schwebeliste in den Etatberatungen.
3. Die Betriebskommission Bäder hat der Mittelanpassung in ihrer Sitzung am 6. Oktob er 2016
zugestimmt.
4. Nach Beschlussfassung des Magistrats kann die Baumaßnahme beauftragt und u mgesetzt
werden.
- 2 -
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 6. Oktober 2016
Die Submissionen für die Maßnahmen zur Gewässersanierung des Großen Woogs schließen
mit Netto-Gesamtkosten für den Bau der Vorsperre mit 931. T€ und Netto-Gesamtkosten für
die Entschlammung von 1.109 T€ ab und liegen damit insgesamt um 410 T€ über den etati-
sierten Kostenberechnungen, die der Magistratsvorlage 0193/2014 zugrunde lagen.
Die Mehrkosten für die Vorsperre sind zurückzuführen auf stark steigende Baupreise, die auch
bei diversen Tiefbaumaßnamen in den letzten Monaten zu beobachten waren (z. B. Hochwas-
ser-Schutzmaßnahmen Großer Woog, Umbau Regenüberlauf in DA-Eberstadt, beides Maß-
nahmen des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes).
Die aktuell sehr gute Konjunkturlage bedingt eine gewisse Marktsättigung: 10 Firmen bekunde-
ten ihr Interesse am Bau der Vorsperre, von 8 ausgewählten gaben lediglich 2 ein Angebot ab.
Bei der Maßnahme Entschlammung gab es 8 ausgewählte Bieter, von denen ebenfalls nur 2
ein Angebot abgaben.
Die Konjunkturaussichten lassen perspektivisch keine besseren Bedingungen erwarten, da di-
verse Investitionsprojekte (z. B. Sanierung Bundesfernstraßen und Brücken) anlaufen und der
gleiche Kreis von Baufirmen im Wettbewerb vertreten ist.
Auch der Zeitpunkt der Ausschreibung im Sommer sowie das enge Zeitfenster für die bauliche
Umsetzung (10 Wochen) führten zu höheren Preisen.
In der Kostengegenüberstellung werden die Mehrkosten wie folgt beziffert:
Etatisiert Submissionsergebnis Differenz
Vorsperre 460 T€ 931 T€ + 471 T€
Entschlammung 1.170 T€ 1.109 T€ - 61 T€
Gesamtmaßnahme 1.630 T€ 2.040 T€ + 410 T€
Trotz der stark erhöhten Kosten für die Vorsperre soll die Maßnahme auf Grundlage des Au s-
schreibungsergebnisses im geplanten Zeitrahmen als Gesamtpaket ausgeführt werden. Eine
Aufhebung und Neuausschreibung lässt kein wirtschaftlicheres Ergebnis erwarten. Diese Ei n-
schätzung wird von der Vergabe- und Beschaffungsstelle und dem Straßenverkehrs- und Tief-
bauamt geteilt.
Aufgrund der Zielvorgabe des Gesamtpaketes und der technisch-funktional bestehenden Zu-
sammenhänge soll der Darmbach nach der Entschlammung zunächst in die Vorsperre geleitet
werden. Dadurch wird der Eintrag des mit Schweb- und Trübstoffen versehenden Darmbaches
(mitverantwortlich für den Phosphoreintrag) in den Woog reduziert. Die Absetzfunktion durch
die Vorsperre ist dadurch in ihrer Wirkung von Anfang an gegeben. Der spätere Bau der Vo r-
sperre ist nicht sinnvoll und zu empfehlen, da eine erneute Teilentleerung des Großen Woogs
(Grundwasserstände) erforderlich wäre, verbunden mit nochmaligem Absammeln der Teich-
muscheln und einer erneuten Abstimmung mit allen Behörden bezüglich der Naturschutzbe-
lange.
…
- 4 -
Zur Finanzierung der Mehrkosten sind die erforderlichen Anpassungen im Wirtschaftsplan des
Eigenbetriebes Bäder über die Schwebeliste zu etatisieren.
Darmstadt, den 6. Oktober 2016
Dezernat II Dezernat III Dezernat IV
i. V.
Rafael Reißer Jochen Partsch André Schellenberg
Bürgermeister Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (6)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2016/0421
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 06.10.2016
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00