2012/0393
Einführung einer kombinierten Wertstofftonne in der Wissenschaftsstadt Darmstadt
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2012/0393
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Magistratsvorlage Eingang Magistrats- geschäftsstelle: 30.10.2012 an den Magistrat zur Kenntnis zur Beschlussfassung Beteiligt vor Magistratsbeschlussfassung: Dezernat III Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung OBW zur Befassung zur Kenntnis zur Beschlussfassung zur abschließenden Beschluss- fassung Fachausschuss Amt: EAD Behandlung in öffentl. Sitzung Ja Nein OBW bei abschl. Beschlussfassung Magistrat Ja Nein Internetfähig Verteiler: Vorlage-Nr. 2012/0393 Magistratsbeschluss-Nr. Produkt-Nr.: Kostenstelle: Wirtschaftsplan EAD Investitionsnummer: Kostenträger: Sachkonto: Betreff: Einführung einer kombinierten Wertstofftonne in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Vorlage vom: 18.10.2012 Beschlussvorschlag: Der Magistrat stimmt der Einführung einer kombinierten Wertstoffstonne in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu. Mit der Wertstofftonne wird das bisherige Erfass ungssystem (Gelbe Säcke) abgelöst und die kommunalen stoffgleichen-Nichtverpackungen mit erfasst. Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage: - 2 - Folgekosten: Ja Nein Beschluss des Magistrats vom - 3 - Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.10.2012: Der EAD beobachtet und analysiert seit längerem die bundesweiten Diskussionen und Aktivitäten rund um die Einführung einer sogenannten „Wertstofftonne“. Bereits mehrere Kommunen haben in ihrem Gebiet eine Wertstofftonne eingeführt (z.B. Heidelberg, Hamburg, Rhein-Sieg-Kreis). Zahlreiche weitere Kommunen planen zumindest die Einführung einer solchen. Im Hinblick auf die Gesetzeslage besteht hier nun auch in der Wissenschaftsstadt Darmstadt Handlungsbedarf. Nach einem langwierigen Gesetzgebungs- und Vermittlungsverfahren wurde am 29. Februar 2012 die Novellierung des Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetzes verkündet, das am 1. Juni 2012 in Kraft trat. Diese fördert ein Wertstoffgesetz, welches voraussichtlich im Jahr 2013 erarbeitet wird. Ferner sieht das einvernehmlich beschlossene Abfallwirtschaftskonzept der Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Wertstofferfassung vor. Auf Antrag hat die Stadtverordnetenversammlung am 11.10.2012/28/17 beschlossen, dieses in Form einer Wertstofftonne durchzuführen. Wenngleich die Wissenschaftsstadt Darmstadt derzeit ein sehr gutes Sammel- und Erfassungs- system für Wertstoffe aufweist, wird mit der Miterfassung von stoffgleichen Nichtverpackungen in einer Wertstofftonne die Erfassung optimiert. So werden in der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu Beginn die Inhalte des „Gelben Sackes“ und die stoffgleichen Nichtverpackungen erfasst. Die so aufgebaute „Infrastruktur“ ermöglicht es dann in einem zweiten Schritt, dieses Sammelsystem auf andere Wertstoffe, z.B. Elektroschrott, Alttextilien etc. auszudehnen. Die Erfassung von Verpackungen und stoffgleichen Nichtverpackungen in einer kombinierten Wertstofftonne ist durch die Stoffgleichheit der Materialien, der gemeinsamen Sortierung und Verwertungsmöglichkeit als ökologisch und ökonomisch vorteilhaft zu bewerten. Auch ent-spricht dies dem derzeitigen Verbraucherverhalten, wonach bereits heute schon festzustellen ist, dass Verbraucherinnen und Verbraucher zum Teil ihre stoffgleichen Nichtverpackungen in die Gelben Säcke geben, was die ebenfalls im Jahr 2011 durchgeführte LVP-Sortieranalyse deutlich zeigt. Eine Erfassung der stoffgleichen Nichtverpackungen zusammen mit lizenzierten Verpackungen hat für die Bürgerinnen und Bürger der Wissenschaftsstadt Darmstadt ferner den Vorteil, dass zu den bereits vorhandenen Restmüll-, Bioabfall-, und Papiertonnen nun eine weitere Tonne hinzu kommt, die jedoch den Gelben Sack mit allen leidigen Randerscheinungen der Ver-gangenheit ein für allemal aus dem Stadtbild der Wissenschaftsstadt Darmstadt verbannt. Es ist geplant, die Wertstofftonnen im Rahmen einer Versuchsphase in Abstimmung mit mehreren Gebietskörperschaften in Südhessen in einzelnen Strukturgebieten im ersten Quartal 2013 zu erproben und zügig im Verlauf des Jahres 2013 auch die restlichen Stadtteile der Wissenschaftsstadt Darmstadt auszustatten. Auf der Kostenseite fallen einmalige Kosten für die flächendeckende Bestückung mit Tonnen in Höhe von circa 450.000 Euro im gewerblichen Betriebszweig an. Im Gegenzug entfallen dann schrittweise die Einkaufskosten für die Gelben Säcke und deren Verteilung. In Bezug auf die laufenden Sammelkosten gehen wir davon aus, dass hierfür keine oder nur in vernachlässigbarer Größenordnung Mehrkosten anfallen, da sich bereits ein Großteil der Mengen an stoffgleichen Nichtverpackungen im Gelben Sack befindet. Bei der Erfassung von stoffgleichen Nichtverpackungen gehen wir von einer Menge von 7 kg je Einwohner/ Einwohnerin und Jahr aus. Es ist zu erwarten, dass die Sortierkosten sich durch die Einsparung der Verbrennungskosten dieser Menge decken. Nach der Verpackungsverordnung sind für die Verpackungsabfälle die 10 Dualen Systeme produktverantwortlich; die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist hier als Vertragspartner mit der Einsammlung der Verpackungsabfälle des Gelben Sackes bis zum 31.12.2013 beauftragt. Die Zuständigkeit für die stoffgleichen Nichtverpackungen liegt hingegen bei den Kommunen. Um die stoffgleichen Nichtverpackungen künftig zusammen mit den Verkaufsverpackungen - 4 - einzusammeln, ist es erforderlich, dies mit den 10 Dualen Systemen zu verhandeln und zu vereinbaren. Auch im Hinblick auf das Auslaufen der derzeitigen Verträge zum Ende 2013 und die voraussichtliche Ausschreibung der Verpackungsmaterialien durch die Dualen Systeme im Frühjahr 2013 wird zeitnah mit dem Ausschreibungsführer kommuniziert. Die Betriebskommission hat der Vorlage am 02. Oktober 2012 zugestimmt. Darmstadt, 18. Oktober 2012 Die Dezernentin III Brigitte Lindscheid Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2012/0393
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.10.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00