A-R/0050/2007
Entwicklung der Situation von Flüchtlingen in Münster
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Originalantrag
4732 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0050/2007 1 Der Rat möge beschließen: 1. Die Verwaltung berichtet zeitnah über die Situat ion von Flüchtlingen in Münster. Der Bericht umfasst insbesondere den Stand der Umsetzung des Konzepts zur Integration und Unterbringung von Flüchtlingen in Münster und zum Betreuungskonzept der Stadt (Ratsbe schluss vom Dezember 2000 und darauf aufbauende Beschlüsse und Vorlagen), aber auch den Stand der Umsetzung der neuen Bleiberechts regelung (IMK und bundesgesetzliche Regelungen) und weitere Aspekte. Sie legt diesen Bericht der Kommission zur Unterbringung von Aussie dlern, Asylbewerbern und ausländischen Flüchtlingen, dem A usländerbeirat sowie den zuständigen Fachausschüssen und Bezirksvertretungen vor. 2. Die Verwaltung beschreibt und bewertet die berei ts realisierten wie die noch nicht durchgeführten Aktivitäten im Hinblick a uf die angestrebten Integrationswirkungen. Dabei sollten quantitative ( z.B. wie viele Flüchtlinge, Männer/ Frauen/ Jugendliche, welcher F lüchtlingsstatus) als auch qualitative Aussagen gemacht werden (z.B.: Hab en sich die inhaltlichen und methodischen Schwerpunktsetzungen der Ratsbeschlüsse bewährt? Können die Planungen umgese tzt werden? Wie greifen Betreuungskonzepte? Wie funktioniert die Zu sammenarbeit unterschiedlicher Träger?). 3. Die Verwaltung beobachtet den Integrationsprozes s laufend (Monitoring) und berät regelmäßig die Umsetzung der im Rat verab schiedeten Beschlüsse hinsichtlich Integration und Betreuung z usammen mit den Wohlfahrtsverbänden, den Flüchtlings- und Migration sorganisationen und anderen fachlich zuständigen Gruppen. Begründung Die Stadt Münster hat Anfang dieses Jahrzehnts eine Reihe von Beschlüssen zur Integration und Unterbringung von Flüchtlingen sowie zur Betreuung von Flüchtlingen unabhängig von ihrem Flüchtlingsstatus gefasst (siehe Beschlüsse des Rates vom 13.12.2000 bis zum 31.03.2 004). In diesen Entscheidungen hat sich Münster als weltoffen und d emokratisch gezeigt. Mit Recht sind viele Bürgerinnen und Bürger Münsters st olz auf das Flüchtlingskonzept ihrer Stadt. Doch müssen Erfolge kommunaler Integrationspolitik feststellbar und bewertbar sein . Auch das Flüchtlingskonzept der Stadt Münster muss in regelm äßigen Abständen evaluiert werden. So kann sich zeigen, welche Umset zungsstrategien sich bewährt haben und welche nachgebessert werden müssen. Bündnis 90/Die Grünen/GAL Ratsfraktion Münster Bremer Str. 54 48155 Münster Fon: 0251 / 8 99 58 10 Fax: 0251 / 8 99 58 15 gruene.ratsfraktion@muenster.de www.gruene -muenster.de Antrag „Entwicklung der Situation von Flüchtlingen in Münster“ 30.11.2007 2 Deshalb ist die Verwaltung aufgefordert, regelmäßig über den Stand der Umsetzung des Unterbringungs- und Betreuungskonzept s der Stadt Münster detailliert zu berichten, ein umfassender Zwischenb ericht ist überfällig. Doch soll darüber hinaus auch umfassend a) über die Situ ation der verschiedenen Flüchtlingsgruppen im Hinblick auf ihre Möglichkeit en der Bildungsbeteiligung und der Erwerbsarbeit und b) über die (quantitative wie qualitative) Umsetzung der Bleiberechtsregelung für Alleinstehen de und Familien im Vergleich zu anderen Kommunen in NRW berichtet werden (Punkt 1). Die begleitende Evaluation der kommunalen Aktivität en (Standortsuche für neue Einrichtungen, Umsetzung der Standorte, Entwic klung und Umsetzung von Standards und Regelungen u.a.) sollte auch Wide rstände (durch unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen, neue od er veränderte Planungsvoraussetzungen u.a.) deutlich machen sowie die Wirkungen dieser Aktivitäten für die betroffenen Flüchtlinge und and ere Personen (z.B.: In wie weit kann die Bildungsbeteiligung von Flüchtlingen erhöht werden? Führt das Konzept zu Veränderungen des Bewusstseins oder des Verhaltens von Menschen) (Punkt 2). Solche und andere qualitativen Aspekte der Integrat ionsprozesse müssen systematisch entlang von Indikatoren laufend beobac htet werden (Monitoring). Es ist sinnvoll, dass die Umsetzung d es Flüchtlingskonzepts auch in regelmäßigen Abständen durch am Prozess be teiligte Monitoring- Partner (Wohlfahrtsverbände, Flüchtlingsorganisatio nen, Migrantenvereine, Kirchen, Religionsgemeinschaften und zivilgesellsch aftlich engagierte Personen und Gruppen) begleitet und beraten wird (Punkt 3). gez. Brigitte Hasenjürgen gez. Maria Klein-Schmeink gez. Helga Bennink gez. Wilhelm Breitenbach gez. Manfred Kehr gez. Christof Hoffmann gez. Hery Klas gez. Jutta Möllers gez. Jörn Möltgen gez. Carsten Peters gez. Tim Rohleder gez. Ilse Schleef gez. Dr. Rita Stein-Redent gez. Brigitte von Schoenebeck
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Bremer Straße 54
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0050/2007
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 04.12.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37