A-R/0033/2011
Sozial, ökologisch und wirtschaftlich vernünftig: Von britischen Militärflächen zu neuen Stadtquartieren in Gremmendorf und Gievenbeck
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Originalantrag
5495 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0033/2011
Antrag
05.05.2011
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Münster
Sozial, ökologisch und wirtschaftlich vernünftig: V on britischen
Militärflächen zu neuen Stadtquartieren in Gremmend orf und
Gievenbeck
Entsprechend der Beschlüsse der britischen Regierun g werden die in Münster
stationierten Militäreinheiten bis 2019 endgültig d en Standort verlassen. Die SPD-
Ratsfraktion hat bereits am 14.08.2006 nach Abzugse rklärungen der britischen
Vorgängerregierung mit ihrem Ratsantrag „Abzug der britischen Streitkräfte aus
Münster: Folgen mildern – Konversionschancen nutzen – Perspektiven
entwickeln“ ein vorbereitendes Handeln der Verwaltung gefordert.
Mit dem Abzug der britischen Militäreinheiten werde n erhebliche innenstadtnahe
Flächen in den Stadtteilen Gremmendorf und Gievenbe ck frei, sie liegen in direkter
Nachbarschaft zu Stadtbereichszentren. Dabei handel t es sich um Kasernengelände
mit Unterkunftsgebäuden für die Mannschaften, Funkt ionsgebäude und weitläufige
Frei- und Sportflächen. Eigentümerin dieser Flächen ist die Bundesanstalt für
Immobilienaufgaben (BImA).
Eine Neuentwicklung der Flächen birgt große Möglich keiten für die Zukunftsfähigkeit
der Stadtteile. Es dürfen deshalb keine „Insellösun gen“ erfolgen, sondern die
Neunutzung ist im Rahmen einer integrierten Stadtteilentwicklung zu erarbeiten.
Die Fachtagung der Stadt zu „Zukunftsperspektiven d es Wohnstandortes Münster“
am 12.4.2011 zeigte auf, dass es aktuell einen Wohn ungsmangel gibt. Besonders
betroffen sind dabei Familien mit mittleren und ger ingen Einkommen. Nach den
Erkenntnissen der Fachleute benötigt Münster zusätz lich bis zu 1.900 Wohnungen
jährlich. Um die aktuelle Unterversorgung mit bezah lbarem Wohnraum abzubauen,
sind daher alle Möglichkeiten einer bedarfsgerechte n Wohnraumbereitstellung
auszuschöpfen. Bei der Stadtteilentwicklung in Giev enbeck und Gremmendorf kann
dabei die voraussichtliche demographische Entwicklung in unserer Stadt aufgegriffen
und eine stadtteilbezogene bauliche Antwort gegeben werden. In Fortschreibung
des Einzelhandelskonzeptes können die neuen Quartie re zudem für eine Stärkung
der Versorgungsangebote in den Stadtteilen genutzt werden.
Teile der vorhandenen Baulichkeiten und auch die Fr eiflächen bieten darüber hinaus
Möglichkeiten, das Gewerbeangebot in den Stadtteilen zu stärken.
Vor dem Hintergrund des nunmehr endgültig beschloss enen Abzugs der
britischen Streitkräfte möge der Rat der Stadt Münster daher beschließen:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, zeitnah einen B ericht über die von den
britischen Militäreinheiten genutzten Liegenschafte n, Wohnungsanlagen
und Gebäude für Familienangehörige der Militäreinhe iten sowie sonstige
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Münzstraße 15 . 48143 Münster
Telefon: (0251) 45 314 . Fax : (0251) 511 750
Mail: fraktion@spd-muenster.de
www.spd-muenster.de
2
relevante Einrichtungen und die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen
Aspekte bei einem Abzug der Militäreinheiten in Münster vorzulegen.
2. Für die Stadtteile Gievenbeck und Gremmendorf si nd stadtteilspezifische
Handlungskonzepte zu erarbeiten.
Die Bürgerschaft ist an dem Entwicklungsprozess zu beteiligen (u.a. über
Bürgerforen). Umgehend sollten mit der BImA und den sonstigen Stellen
auf Bundes- und Landesebene vorbereitende Gespräche zur Übernahme
der Liegenschaften geführt werden.
Die Vorsetzungen und Möglichkeiten einer Entwicklu ngsgesellschaft sind
zu prüfen und dem Rat entsprechende Vorschläge zu unterbreiten.
Mit einer Wohnungsmarktanalyse ist die Wohnungsnac hfrage zu ermitteln
und ein Konzept für eine ausgewogene Zusammensetzung der zukünftigen
BewohnerInnen zu entwickeln.
3. Zur Umsetzung der Handlungskonzepte sind Lenkung sgruppen für die
Standorte vorzuschlagen. Diesen sollten alle am Um setzungsprozess
beteiligten Einrichtungen und Betroffenengruppen der Stadtteile angehören.
Begründung:
Die frei werdenden Militärflächen in Gremmendorf un d Gievenbeck bieten
hervorragende Voraussetzungen für eine zukunftsorie ntierte, integrierte
Stadtteilentwicklung in beiden Bereichen. Hier zeig en sich Möglichkeiten zur
Erweiterung des Stadtbereichszentrums wie in Gieven beck oder gar zu einem
wirklichen Zentrum in Gremmendorf, das die Schwäche n der vorhandenen
Bandstruktur längs des Albersloher Weges ausgleicht . Selbst zu der beklagten
Zerteilung Gremmendorfs durch den Albersloher Weg i m Zentrumsbereich bieten
sich möglicherweise Alternativen. Selbstverständlic h sollten beide Standorte sich
auch als energetisch vorbildliche Quartiere entwick eln. Zu prüfen ist – insbesondere
für den Standort Gievenbeck - ob auch neuer Wohnrau m für Studierende geschaffen
werden kann.
Um die ambitionierten Ziele einer nachhaltigen Stad tteilentwicklung erreichen zu
können, ist die Gründung einer Entwicklungsgesellsc haft zu prüfen, die den
gesamten Umsetzungsprozess steuert und eine Konzentration der Mittel ermöglichen
würde.
Karl-Heinz Winter Dr. Michael Jung Anne Schu lze Wintzler
Wolfgang Heuer Marianne Koch Petra Seyffert h
Dr. Fritz Baur Dr. Thorsten Kornblum Beate V ilhjalmsson
Thomas Fastermann Gaby Kubig-Steltig Holger W igger
Philipp Gabriel Thomas Marquardt Lars Wienek e
Beanka Ganser Robert von Olberg Maria Winkel
Anne Hakenes Kurt Pölling
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Münzstraße 15
- Albersloher Weg
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0033/2011
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 11.05.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37