Mandari Insight

3580/2019

Kinderfreundliche Kommune Köln

Mitteilung Ausschuss 13.02.2020

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Nächste Beratung: Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales, Sitzung am 08.06.2020, TOP 4.3

Anlage 3 ,,mayors_declaration_final"

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 ,,child_and_youth_manifesto_final"

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Anlage 2 Aktionsplan Kinder- und jugendfreundliches Köln Zwischenbericht

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Anlage 3 ,,mayors_declaration_final"

3443 Zeichen

Cities and communities are increasingly taking centre stage in advancing child rights 
and are crucial drivers in building the sustainable, child-friendly cities of tomorrow.
We, mayors and city leaders from around the globe, gathered at the first Child Friendly 
Cities Summit in Cologne, Germany, on 17–18 October 2019 to celebrate the 30th 
anniversary of the Convention on the Rights of the Child and the growing commitment 
to improving the lives, opportunities and well-being of every child through the Child 
Friendly Cities Initiative.
We welcome the Child Friendly Cities Manifesto, presented by child and youth 
representatives from child-friendly cities and beyond at the Summit.
We recognize that the Convention on the Rights of the Child and the Sustainable 
Development Goals (SDGs) go hand in hand and that children’s rights cannot be 
realized without the successful implementation of the SDGs and vice versa.
We declare our commitment to implementing the Convention on the Rights of the 
Child for every child together with all relevant stakeholders within our cities and 
communities to ensure comprehensive solutions and fulfilment of the Convention.
We commit to implementing the Child Friendly Cities Initiative and ensuring that every 
child and young person enjoys their full potential through equal realization of their 
rights within their cities and communities, by reaching the following goals:
1. Every child and young person is valued, respected and treated fairly within their 
communities and by local authorities;
2. Every child and young person has their voice, needs and priorities heard and 
considered in public laws, policies, budgets and decisions affecting them;
3. Every child and young person has access to quality essential services (including 
health care, education, nutrition support, early childhood development, justice and 
family support); 
4. Every child and young person lives in a safe, healthy and clean environment;
5. Every child and young person has opportunities to enjoy family life, play and 
leisure.
The Cologne Child Friendly Cities 
Mayors’ Declaration

To realize these goals, we are particularly committed to:
• Demonstrating concrete, sustainable and measurable results for children;
• Advancing meaningful and inclusive child participation;
• Eliminating discrimination against children and young people in policies and 
actions. 
We call on national and sub-national authorities to support cities and communities in 
their commitment to becoming child-friendly by ensuring that every child and young 
person reaches their full potential through equal realization of their rights within their 
cities and communities.
We call on all stakeholders that directly and indirectly have an impact on the lives of 
children and young people, including the United Nations family, the private sector, civil 
society organizations, unions, academia and the media, to respect and support the 
rights and well-being of children in fulfilling their respective roles and mandates.
Adopted unanimously on 18 October 2019 in Cologne, Germany, and declared by the 
Mayor of Cologne, Henriette Reker, and mayors and leaders of the following cities and 
communities:
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Henriette Reker, Mayor of Cologne
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Mitteilung Ausschuss

9977 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
IV/51/512 
 
Vorlagen-Nummer  25.10.2019 
 3580/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Jugendhilfeausschuss 29.10.2019 
Sportausschuss 23.01.2020 
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 27.01.2020 
Finanzausschuss 03.02.2020 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 17.02.2020 
Integrationsrat 03.03.2020 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.03.2020 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 09.03.2020 
Verkehrsausschuss 12.03.2020 
Stadtentwicklungsausschuss 19.03.2020 
Ausschuss Kunst und Kultur 28.04.2020 
Ausschuss für Umwelt und Grün 30.04.2020 
Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 03.03.2020 
 
Kinderfreundliche Kommune Köln 
Erster internationaler Child Friendly Cities Summit in Köln, veranstaltet durch UNICEF und der 
Stadt Köln / Halbzeitbilanz "Kinderfreundliche Kommune" 
 
1. Erster internationaler Child Friendly Cities Summit in Köln 
 
Vom 15. bis zum 18. Oktober 2019 fand in Köln das erste internationale Gipfeltreffen 
Kinderfreundlicher Kommunen statt (Child Friendly Cities Summit)- ein internationaler Höhepunkt im 
Kinderrechtsjahr 2019. Die mit dem Siegel "Kinderfreundliche Kommune" (Child Friendly Cities) 
ausgestatteten Kommunen verfolgen weltweit das Ziel, die Lebensrealität von Kindern und 
Jugendlichen zu verbessern und das Lebensumfeld kinderfreundlicher zu gestalten. 
Der Einladung von UNICEF und der Stadt Köln sind mehr als 550 internationale Gäste gefolgt, um am 
ersten internationalen Child Friendly Cities Summit teilzunehmen. Bürgermeisterinnen und 
Bürgermeister, Fachleute sowie Kinder und Jugendliche aus Städten und Gemeinden aus mehr als 
50 Ländern im Kölner „Gürzenich“ zusammen. Im Mittelpunkt des Gipfels standen mehr als 60 Kinder 
und Jugendliche aus Ländern wie Brasilien, Guinea, China und Spanien, die sich im Rahmen von

2 
 
Vorbereitungstreffen in verschiedenen Arbeitsgruppen auf den ersten internationalen Child friendly 
Cities Summit über ihre Forderungen austauschten. Diese wurden in einem Manifest 
zusammengefasst, in das auch die Botschaften von rund 120.000 jungen Menschen einflossen, die 
sich im Vorfeld des Gipfels an weltweiten Umfragen und Diskussionsrunden zum Aufwachsen in 
Städten beteiligten. Das Manifest wurde im Rahmen des Jugendprogramms von den teilnehmenden 
Jugendlichen auf dem Child Friendly Cities Summit finalisiert.  
 
Die jungen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in der Freizeit an verschiedenen 
Freizeitaktivitäten teilnehmen, u.a. einen Abend in den Abenteuerhallen Kalk, in dem ein erstes 
Kennenlernen der Jugendlichen sowie diverse sportliche und kreative Workshops angeboten wurden. 
Das Freizeithighlight der Woche bestand in einer Abendveranstaltung, die die Stadt Köln gemeinsam 
mit dem Theaterpädagogischen Zentrums Köln e.V. (TPZAK) durchführte. Zirkuspädagogische 
Workshops wie Feuerakrobatik, Luftakrobatik und Jonglage mündeten in eine gemeinsame Party, in 
der alle  teilnehmenden Jugendlichen zusammen gefeiert haben. 
Auch die Repräsentanten und Fachkräfte des Gipfels hatten zudem die Möglichkeit an verschieden 
Exkursionen in Köln teilzunehmen und sich somit einen Einblick in die Praxis der Jugendhilfe in Köln 
zu erhalten. So konnten Jugendeinrichtungen besucht werden, Bürgerzentren standen auf dem 
Programm, Kitas sowie Spiel- und Bolzplätze im öffentlichen Raum. Einzelpersonen und einige 
Gruppen informierten sich über die Arbeit der „Kinderfreundlichen Kommune Köln“ im Jugendbüro. 
Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Es kam zu interessanten Gesprächen in zahlreichen 
Begegnungen. 
 
Die teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Städten wie z.B. Lima, Montpellier, 
Recife, Surayaba und Kölns Partnerstadt Barcelona suchten im Rahmen des Gipfels gemeinsam 
nach Wegen, die UN-Kinderrechtskonvention in ihren Alltag umzusetzen und die Kinderrechte auf 
lokaler Ebene zu stärken. Die Teilnehmenden diskutierten in verschiedenen Veranstaltungen und 
Workshops Erfahrungen, Strategien und die Umsetzung innovativer Konzepte auf lokaler Ebene. Von 
dem „Child Friendly Cities Summit“ ging ein wichtiges internationales Startsignal für die Stärkung von 
Kinderfreundlichkeit in Kommunen auf der ganzen Welt aus. 
 
Mehr als 100 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus über 40 Ländern weltweit haben beim 
ersten Gipfeltreffen Child Friendly Cities eine Kölner-Erklärung für mehr Kinderfreundlichkeit 
veröffentlicht. In der Kölner Erklärung verpflichten sich die Stadtoberhäupter dazu, konkrete, 
nachhaltige und messbare Resultate für Kinder zu erzielen, die Beteiligung von Kindern und jungen 
Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern sowie die Meinung von Mädchen 
und Jungen in politischen Prozessen zu berücksichtigen. 
 
Zum Abschluss des Gipfels präsentierten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ihre 
Forderungen in einem Manifest unter dem Namen "Our cities. Our lives. Our future". Das Manifest 
beinhaltet Eckpunkte, um die Kinderrechte zum Maßstab kommunaler Politik zu machen. 
Der Kölner Gipfel brachte erstmalig weltweit Städte und Kommunen zusammen, um die Umsetzung 
der UN-Kinderrechtskonvention weiter voranzutreiben.  
 
 
 
2. Halbzeitbilanz „Kinderfreundliche Kommune“  
 
Im Februar 2018 hat sich die Stadt Köln erfolgreich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ 
beworben, nachdem die Verwaltung einen umfassenden und mit allen Ämtern abgestimmten 
Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ vorgelegt hat. Der Verein Kinderfreundliche 
Kommunen zeichnet die Stadt mit diesem Siegel zunächst für drei Jahre aus. 
 
Im September 2019 konnte nun nach eineinhalb Jahren der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- 
und jugendfreundliches Köln“ eine erste Bilanz gezogen werden. Diesbezüglich fand am 19.09.2019 
ein Halbzeitgespräch im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro mit dem Verein Kinderfreundliche 
Kommunen statt. Hierzu lud Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Kölner Jugendliche, Träger 
der freien Jugendhilfe, Vertreterinnen und Vertreter der Jugendpolitik und der Jugendverbände sowie 
Akteurinnen und Akteure der Verwaltung ein. Die detaillierten Ergebnisse zur Halbzeitbilanz des

3 
 
Vorhabens liegen nun in Form eines Zwischenberichts vor. 
 
 
In Bezug auf den bisherigen Umsetzungszeitraum zur Realisierung des Vorhabens „Kinderfreundliche 
Kommune“ wurde eine Vielzahl von Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt. Weitere Maßnahmen, 
insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Integration, Umwelt und Sport, konnten initiiert, 
verstetigt oder ausgebaut werden  
Ein wesentlicher Meilenstein ist die Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit unter §12b in die 
Hauptsatzung der Stadt Köln: „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt 
im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin. 
In den Bezirken werden geeignete Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche eingerichtet.“  
 
Ende 2018 konnte das Stellenbesetzungsverfahren sowie die Anmietung einer Immobilie für das 
Kooperative Kinder- und Jugendbüro erfolgreich abgeschlossen werden. Im März 2019 eröffnete die 
Stadt Köln gemeinsam mit dem Kölner Jugendring e.V. das Kooperative Kinder- und Jugendbüro am 
Alter Markt 62 – 64. 
 
Im Rahmen der Qualitätsoffensive der städtischen Kindertageseinrichtungen  ist die Beteiligung von 
Kindern, aber auch Eltern und Fachkräften,  aktiv in Angriff genommen worden.  
 
In den Handlungsleitlinien im Bereich der Spielraumplanung ist die Partizipation von Kindern und 
Jugendlichen fest verankert. Sämtliche Projekte zur Gestaltung von Spiel- Bolz- und 
Bewegungsflächen werden mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt. 
 
Im Feld der stationären Hilfen ist durch das Etablieren eines Beschwerdemanagements bzw. einer 
Einrichtung einer Ombudsstelle ein wichtiger Meilenstein für die Partizipation von Kindern und 
Jugendlichen im stationären Setting gesetzt worden. 
 
Die Ergebnisse der breit angelegten Kölner Jugendbefragung geben wichtige Impulse für die weitere 
Schwerpunktsetzung im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“. 
 
Im September 2019 tagte erstmals eine Steuerungsgruppe zur Gesamtkoordination des Vorhabens 
Kinderfreundliche Kommune. Die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe wird im zukünftigen 
Verlauf der Umsetzung des Aktionsplans weiter entwickelt. Als ersten zukünftigen 
Themenschwerpunkt setzte die Steuerungsgruppe die Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in 
das Verkehrskonzept. Hierzu wird sich eine Arbeitsgruppe bilden. 
 
Die Träger der freien Jugendhilfe, die in der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen zusammen 
geschlossen sind, haben sich mit Partizipation in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit auseinandergesetzt und laden am 26.11.2019 zu einem Fachtag ein: „Wenn nicht jetzt, 
wann dann!“ – Partizipation in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. 
 
Somit wurde Partizipation als Querschnitt nicht nur durch die Wirksamkeitsdialoge diskutiert und 
vorangebracht sondern auch durch die intensive Bearbeitung im gesamten Trägerzusammenverbund. 
Die Partizipation in den Bezirken wird zudem in der zweiten Umsetzungsphase weiter unterstützt.  
 
Auf der strukturellen Ebene werden im nächsten Jahr ein Kinderrechteworkshop für die 
Steuerungsgruppe sowie eine Zukunftswerkstatt zur Entwicklung eines Verwaltungsleitfadens 
umgesetzt. Schulungen für Fach- und Verwaltungskräfte zum Thema „Kinderrechte im 
Verwaltungshandeln“ sowie Workshops für die Auszubildenden der Stadt Köln werden weiter 
verstärkt durchgeführt. 
 
Es muss gemeinsam geschaut werden wie der Aktionsplan weiter mit Leben gefüllt werden kann und 
neue Schwerpunkte sind zu entwickeln. So ist das Feld der Partizipation weiter ausbaufähig, um hier 
auch gute Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche für alle Bereich zu finden. 
 
 
Gez. Voigtsberger

Anlage 1 ,,child_and_youth_manifesto_final"

12466 Zeichen

Our cities. Our lives. Our future.
Child Friendly Cities Child & Youth Manifesto
Children and young people are valued, respected and treated fairly 
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• All people respect each other and the rights and 
dignity of children and young people.
• Inclusion, diversity, solidarity and hospitality are 
fundamental values.
• Politicians, teachers, adults, young people and 
children trust, listen to and try to understand each 
other.
• Children and young people do not have to face 
danger, violence or discrimination. We are all 
equal.
• Children have concrete opportunities to enjoy their 
rights, develop and grow without worrying about 
their health being ruined by pollution or hazards 
caused by climate change.
What would child-friendly cities look like, if children were mayors? Over the course of the 
nine months leading up to the Child Friendly Cities Summit in Cologne in October 2019, more 
than 120,000 children and young people from 167 countries shared their perspective on this 
question. The Child Friendly Cities Initiative (CFCI) Child and Y outh Advisory Board, consisting 
of almost 70 children and young people from around the world, shared this Manifesto and their 
recommendations with mayors and local leaders at the Summit on 18 October 2019.
This Child Friendly Cities Manifesto reflects the words and expressions of the children and young 
people. The children also guided the design of the Manifesto. This is what they have to say to 
mayors and local leaders.

55 per cent of young 
people have experienced 
discrimination and feeling 
excluded in their city. 
 
Child Friendly Cities U-Report poll, 
June 2019
“If I were a mayor, I would emphasize children’s 
needs, because they cannot influence their own 
or their guardians’ financial situation. ”
• People work together to create economic opportunities and security for all children, young people 
and their families.
• Children, young people and their families are offered good education and health services.
• It is safe to play and walk outside.
• Child labour is forbidden and children are protected from dangerous work environments.
• The 2030 Agenda is incorporated into municipal policies and the Sustainable Development Goals 
are promoted.
• There is peace, love, respect and fun. 
 
All children are included
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: 
• All children and young people can participate in all 
activities and access all services without discrimination. 
Particular attention should be paid to children with 
disabilities, migrant and refugee children, sexual and 
gender minorities, homeless people, etc.
• Migrant and refugee children and their families are 
included in all ways of life in the city or community, 
receive protection and reception services and are 
assisted with communication (interpretation, translation, 
mediation).                                                          
• Children and young people with disabilities are included in all ways of life in the city of 
community. Public transport must be accessible, architectural barriers removed, parks, squares 
and sidewalks adapted for wheelchair users, and more services and aid are available for children 
with disabilities and their families. There is sound at each traffic light.
• No children live in poverty. The city offers social housing, affordable food and canteens, free 
activities for children, free school materials and meals and increased and allocated budgets for 
children and young people.
• Girls and boys are treated as equals and gender equality is promoted through awareness-raising 
campaigns on gender equality and respect for gender diversity, also addressing the role of 
media. 
 
Children have a voice and are listened to 
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• Adults have positive attitudes to children’s participation and take children and young people 
seriously.

24 per cent of young people 
identified the lack of good 
education as the issue they are 
most worried about in their city. 
Child Friendly Cities U-Report poll,July 
2019
 “Decision-makers never seem to listen to young 
people. They promise young people not to cut funding 
from education but cut anyway. When young people 
participate in school strikes for climate, they are told to 
‘plant trees to save the world’ instead. ”
48 per cent of young people don’t 
believe decision-makers in their 
city or community listen to young 
people’s opinions. 
 
Child Friendly Cities U-Report poll, July 
2019
“I can’t vote, so it’s hard for me to make my voice heard. I 
feel that young people are often pushed to the sidelines in 
decision making. ”
• Adults listen to children and young people and use 
words that they can understand.
• Adults don’t make empty promises. 
• There are school and youth councils to establish 
more fluid and frequent communication between 
children, school boards and politicians. 
• Children and young people can give feedback 
and express their views and concerns (through 
complaints mechanisms) and receive feedback on 
how the activities and projects they have proposed are developed.
• Technological and other less traditional platforms are used for communication with children and 
young people. 
• Engagement with children and young people is more proactive.
• Children and young people receive all necessary information to make decisions on all matters that 
affect them.
• Children and young people have the right to vote in schools and local elections.
• Children and young people have meeting points to organize their own initiatives.
• Children and young people have the opportunity to participate in the evaluation and assessment 
of laws, projects and programmes affecting them. 
 
Children have good education
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: 
• The quality of education is improved.
• Education is free and inclusive for all.
• Children and young people can influence decisions 
that affect them in schools, together with teachers 
and their families.
• Learning and life skills are promoted through 
creative learning and play, and school curricula are 
related to job opportunities.

“If we were mayors, we would invest more in 
education and not in war – invest more in pencils 
instead of guns and bullets. " 
“I believe that health should improve in many 
areas and not only for children  
but also in general. ”
“I would make sure that everyone feels comfortable at school. ”
• Schools offer quality, healthy and sustainable school meals. 
• School facilities are improved and maintained. Children and young people have access to a space 
where they can study, read and access computers to encourage learning.
• Schools are kept open in the afternoon so they can be used for social, creative and sports 
activities.
• Schools offer information on social issues, such as bullying, racism or gender discrimination.
• Children and young people have fair and adequate duties. 
 
Children grow up healthy
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• Everyone has access to good quality health centres close to where they live.
• Addictions among children and young people (tobacco, alcohol, cannabis, technologies) are 
prevented through campaigns, group discussions and recreational activities with people that 
have experienced addictions. The sale of alcohol to children under the age of 18 should be more 
vigilant.
• Healthy eating is promoted through information campaigns and school meals, and there is access 
to affordable, healthy and local food. 
• Children and young people are protected from the health effects of air pollution. 
 
Children are safe and protected
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• There is peace. War and conflicts are avoided based on learning from good practices of non-
violent behaviour. Children and young people are protected from the impact of armed conflict.
• Children and young people are protected from all forms of violence, including domestic and 
sexual violence.
• Vulnerable populations and minorities are protected, and attention is paid to hate crimes. 
• Public spaces, such as schools, streets and parks, are safe and well-lit.

• Safe school pathways and awareness of the role that businesses should play are promoted: 
businesses should offer help to children in case of need, and let them use the toilet and the 
telephone in case of an emergency. 
• The police are close by and trained in childhood issues and how to engage with children and 
young people. 
 
Children can move around easily
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• Public transport is safe, affordable and adapted to the schedules and needs of children and young 
people, including to schools, sports, social and cultural activities. Streetlamps, safe crossings and 
wide sidewalks are important.
• Public transport is adapted for people with disabilities.
• The volume and circulation of vehicles in the city is controlled.
• There are bicycle lanes and parking lots for bikes to facilitate transport and protect the 
environment. 
 
Children grow up in a clean environment
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• There is more green space such as parks and school gardens. 
• Public buildings and public spaces are taken care of and renewed with urban art, murals, graffiti 
and paintings.
• People respect and care for the environment. We want campaigns to take care of and keep our 
neighbourhoods, beaches and mountains clean, and we contribute our small grain of sand to 
make a better world.
• Public spaces are cared for and respected. Everyone understands that the city is home for 
everyone. 
• Garbage is removed from the streets.
• Harmful gases emitted into the atmosphere are reduced.
• International Day against Climate Change (24 October) and the World Environment Day (5 June) 
are commemorated.
• The Sustainable Development Goals, especially those related to the environment and the fight 
against climate change, are promoted.
• Hydraulic and solar energy are promoted, and nuclear power plants eliminated.
• Everyone recycles and reuses materials, especially earplugs and batteries. There are more bins 
and colored bags to identify what should be recycled.
• Schools hold competitions and reward those who recycle the most.

On the 30th Anniversary of the Convention on the Rights of the Child, we are calling for mayors 
and local leaders to create cities and communities where every child can reach their full potential. 
Children and young people are counting on you.
86  per cent of young people 
would want to spend more 
time with their parents. 
Child Friendly Cities U-Report poll, 
July 2019
38 per cent of young people 
feel they don’t have enough 
time or places to play and 
hang around with friends. 
Child Friendly Cities U-Report poll, 
July 2019
• No plastic bags are sold or used, only paper ones. 
• The treatment of animals is improved, and there are more resources to care for abandoned pets.  
 
 
Children can play and have fun
 
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• There are more opportunities to play and socialize in parks, sports courts, shopping centres, 
outdoor cinemas, libraries and more spaces for socializing.
• There are excursions for all ages.
• There are storytelling activities and spaces to play in 
libraries.
• There are improved outdoor leisure areas and inclusive 
playgrounds for all of us to play together. 
• There are sporting events and greater variety of sports, 
with more sports activities in schools and more multi-
sport and football parks, for tennis, football, water polo, 
acrobatics, bicycling; all are adapted for people with 
disabilities. 
 
Children have time with their families
If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where:
• Children and young people can spend more time with 
their parents.
• Intergenerational relationships are built and strengthened.
• Money is raised for grandparents to pay for residency if 
they need it and for children to visit them.
• There are social venues with activities for all ages.
• Grandparents’ Day is celebrated, with activities for the 
whole family.

Anlage 2 Aktionsplan Kinder- und jugendfreundliches Köln Zwischenbericht

107595 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin
KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln
Aktionsplan  
Kinder- und jugend-
freundliches Köln  
Zwischenbericht

KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln
Aktionsplan  
Kinder- und jugend-
freundliches Köln  
Zwischenbericht

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 4
Mit der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und 
jugendfreundliches Köln“ und der Aufnahme der Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt 
Köln, haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht, 
die Rechte von Kindern und Jugendlichen gemäß der 
UN-Kinderrechtskonvention gesamtstädtisch weiter zu 
stärken. 
Die Teilnahme an dem Vorhaben „Kinderfreundliche 
Kommune“ eröffnet für die Stadt Köln neue Möglichkei-
ten, verwaltungsinterne Strukturen nachhaltig kinder- 
und jugendfreundlicher zu gestalten und alle Beteiligten 
intensiver für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendli -
chen zu sensibilisieren.
Eineinhalb Jahre nach der Siegelübergabe „Kinder-
freundliche Kommune“ können wir selbstbewusst 
sagen: die Verleihung des Siegels war mehr als eine An-
erkennung des Status Quo. Sondern auch Anspruch für 
die Zukunft. Seitdem haben wir zahlreiche, erfolgreiche 
Maßnahmen für die Kinder- und Jugendfreundlichkeit 
unserer Stadt weiterentwickelt. 
So konnte im Rahmen der Kinder- und Jugendförder-
planung erstmals eine breit angelegte Jugendbefra -
gung zu den Themenbereichen „Perspektiven auf und 
für die Stadt“, „Partizipation und Engagement“ sowie 
„Freizeitverhalten und Freizeitinteressen“ durchgeführt 
werden, an der sich über 5000 Kölner Jugendliche aktiv 
beteiligten. Die Erkenntnisse, die wir aus der Kölner 
Jugendbefragung ziehen können, sind für unsere weitere 
Arbeit als „Kinderfreundliche Kommune“ von hoher 
Bedeutung. 
Mit der Eröffnung des Kooperativen Kinder- und Jugend-
büros – als zentrales Kernstück des Aktionsplans – er-
hielten die Rechte und Interessen junger Kölnerinnen 
und Kölner ihren Platz im Herzen der Stadt: Kinder und 
Jugendliche motivieren wir so, sich für ihre Belange ein-
zusetzen und aktiv bei der Gestaltung ihres kommunalen 
Lebensbereiches mitzuwirken.
Im Oktober 2019 findet in Köln der erste internationale 
Kongress kinderfreundlicher Kommunen statt, den die 
Stadt Köln gemeinsam mit UNICEF ausrichtet. Bürger-
meisterinnen und Bürgermeister, Expertinnen und 
Experten sowie Kinder und Jugendliche aus 40 Ländern 
finden sich in unserer Stadt zusammen, um gemeinsam 
innovative Ansätze zur Umsetzung der Rechte von  
Kindern und Jugendlichen in ihrer Stadt oder Gemeinde  
zu diskutieren, Netzwerke aufzubauen und neue Ideen 
zu entwickeln. Als Mitausrichter des Gipfels setzt die 
Stadt Köln ein wichtiges Signal für mehr Kinderfreund -
lichkeit in Kommunen. Und hierauf bin ich sehr stolz!
Ich wünsche mir, dass den Interessen von Kindern und 
Jugendlichen bei allen Entscheidungen der Verwaltung, 
die einen Einfluss auf ihr Leben nehmen, stets Vorrang 
im Abwägungsprozess eingeräumt wird. 
Wir können in der ersten Halbzeitbilanz bereits jetzt 
festhalten: Wir sind auf einem guten Weg, dass die 
Kinder- und Jugendfreundlichkeit ein wichtiger Stand -
ortfaktor für die Stadt Köln wird.
Ich bedanke mich bei den zahlreichen Akteuren – vor 
allem auch bei den Kindern und Jugendlichen – die mit 
ihrem großen Engagement zum Gelingen des Vorhabens 
 „Kinderfreundliche Kommune“ beitragen.
  
 
Henriette Reker 
Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
Köln, August 2019 
Liebe Leserin,  
lieber Leser,

Seite 5Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Im Jahr 2012 startete unser deutschlandweites  
Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ mit dem 
Anliegen, die UN-Kinderrechtskonvention konkret 
auf lokaler Ebene umzusetzen. Wir setzen damit die 
Standards der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF , 
die Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dazu 
auffordert, ihre Angebote, Planungen und Strukturen 
auf die Kinderrechte auszurichten, in Deutschland um. 
Diesem ambitionierten Ziel schlossen sich in Deutsch -
land zunächst sechs Pilotkommunen an – so auch die 
Stadt Köln, die bis heute größte Kommune in unserem 
Programm. Auf der Grundlage einer ausführlichen 
Bestandsaufnahme und der Befragung von über 740 
Kindern und Jugendlichen, entwickelte Köln einen 
ambitionierten Aktionsplan, der 58 Einzelmaßnahmen 
umfasst. Für die Selbstverpflichtung, die dieser Aktions -
plan darstellt, erhielt Köln im Jahr 2018 das Siegel 
„Kinderfreundliche Kommune“. Nach zwei Jahren der 
Umsetzung ziehen wir nun eine erste positive Bilanz und 
sind der Meinung: Köln hat bereits viel getan. 
Kinderrechte ämterübergreifend umzusetzen und die 
Kinderinteressen in allen Belangen mitzudenken, stellt 
in einer Verwaltung, die rund 17.000 Mitarbeitende um-
fasst, eine besondere Herausforderung dar. Doch mit 
der Eröffnung eines neuen, kooperativen Kinder- und 
Jugendbüros ist ein großer wichtiger Schritt getan. Es ist 
ein sichtbares Zeichen in zentraler Lage dafür, dass die 
Stimmen junger Kölnerinnen und Kölner in ihrer Stadt 
Gehör finden. Es bietet eine niedrigschwellige Anlauf -
stelle für ihre Belange und baut eine Brücke zwischen 
Kindern und Jugendlichen und der Verwaltungsspitze. 
Schon 2018 befragte die Stadt über 5.000 Jugendlichen 
zwischen 14 und 21 Jahren in einer Jugendumfrage. 
Weiterhin erarbeitete die Kinder- und Jugendpädago -
gische Einrichtung der Stadt (KidS) eine ansprechende 
Orientierungshilfe, die Kinder und Jugendlichen über 
Beschwerdeverfahren und Partizipationsmöglichkeiten 
informiert.
Anne Lütkes
Vorstandsvorsitzende des Vereins  
„Kinderfreundliche Kommunen“
Köln, August 2019 
Liebe Leserin,  
lieber Leser,
In diesem Jahr führt die Stadt Köln eine umfangreiche 
Kinderrechtekampagne mit Plakataktionen und Veranstal-
tungen durch. Der regelmäßig durchgeführte Weltkinder-
tag steht 2019 unter dem Schwerpunkt Kinderrechte. In 
der zweiten Hälfte der Siegellaufzeit werden in Köln – wie 
auch in der Zeit davor – wieder viele Baumaßnahmen auf  
öffentlichen Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen durch-
geführt, bei denen selbstverständlich Kinder und Jugend-
liche sowie Eltern beteiligt werden. Insbesondere in den 
Programmgebieten „Soziale Stadt“ und „Starke Veedel –  
Starkes Köln“ erwarten wir als Verein, dass Köln die Interes-
senvertretung von Kindern und Jugendlichen weiter stärkt, 
das Instrument des Verfügungsfonds ausbaut und junge 
Menschen bei der Quartiersentwicklung aktiv beteiligt.
Mit alldem ist die Stadt ein gutes Beispiel einer Kinder-
freundlichen Kommune. Wir freuen uns, dass Köln im 
Oktober diesen Jahres mit UNICEF zusammen den Child 
Friendly Cities Summit ausrichtet. Auf dem internatio -
nalen Gipfel treffen sich sowohl Kinder und Jugendliche 
als auch Stadtoberhäupter und Verwaltungsakteurin -
nen und Verwaltungsakteure aus aller Welt, um sich 
über die Erfolge und Herausforderungen in der lokalen 
Umsetzung der Kinderrechte auszutauschen. Damit 
bekommt die Stadt Köln die Möglichkeit, gute Metho -
den und Maßnahmen mit einem weltweiten Netzwerk 
zu teilen und eigene Erfolge zu zeigen.
Wir wünschen der Stadt Köln, dass sie aus diesem  
Ereignis zusätzliche Kraft und Intuition schöpft, um  
den weiteren Weg des Programmes „Kinderfreundliche 
Kommunen“ erfolgreich zu absolvieren. Der Verein  
Kinderfreundliche Kommunen steht Köln bei allen 
Schritten weiterhin gerne zur Seite.

Seite 6Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
1. Ausgangssituation  ............................................................................. 7
1.1.  Begründung der Teilnahme am Projekt  ............................................................. 7
1.2.  Ausgangssituation zu Beginn des Vorhabens anhand der Bestandsaufnahme  ........................... 7
1.3.  Erwartungen an das Vorhaben  .................................................................... 8
2.  Stand der Umsetzung  .......................................................................... 9
2.1.  Vorrang des Kindeswohls  ........................................................................ 10
2.1.1.  Leitziel: Bildung und Gesundheit fördern  .......................................................... 10
2.1.2.  Leitziel: Ausbau von Sporteinrichtungen und –angeboten  ........................................... 14
2.1.3.  Leitziel: Vermittlung von Medienkompetenz  ....................................................... 17
2.1.4.  Leitziel: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher ........................................... 18
2.1.5.  Leitziel: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume  ............................................... 20
2.2.  Kinderfreundliche Rahmengebung  ............................................................... 21
2.2.1.  Leitziel Abbau Kinderarmut  ...................................................................... 21
2.2.2.  Leitziel: Kinderrechte im Verwaltungshandeln ...................................................... 22
2.2.3.  Leitziel: Kinder- und Jugendrechte in Aus- und Fortbildung ........................................... 25
2.3.  Partizipation von Kindern und Jugendlichen  ........................................................ 26
2.3.1.  Leitziel: Partizipation langfristig etablieren und stärken  ............................................. 26
2.3.2.  Leitziel: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung  .............................. 33
2.4.  Informationen über Kinder- und Jugendrechte  ..................................................... 38
2.4.1.  Leitziel: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren  .......................................... 38
3.  Fazit ......................................................................................... 44
3.1.  Grundsätzliche Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs  ........................................ 44
3.2.  Einschätzung der Instrumente des Vorhabens  ...................................................... 44
3.3.  Einschätzung der Zusammenarbeit mit dem Verein, den Sachverständigen und weiteren Mitwirkenden  .... 44
3.4.  Hinweise und Empfehlungen für die weitere Zusammenarbeit  ....................................... 45
3.5.  Zusammenfassende Bemerkungen  ............................................................... 45
 Kontakt/Impressum ........................................................................... 47
Inhalt

Seite 7
1.1. Begründung der Teilnahme am Projekt
Kinder und Jugendliche finden in der weiterhin wach -
senden Großstadt Köln sehr unterschiedliche Lebens -
bedingungen und Lebenswelten vor. Sie bringen ganz 
unterschiedliche Ressourcen, Potentiale und Ideen für 
die Prozesse der Alltagsbewältigung, der sozialen, poli -
tischen und persönlichen Lebensgestaltung mit.
In den großstädtischen Stadtbezirken und kleinräumi -
geren „Veedeln“ Kölns hat sich seit vielen Jahren eine 
erfolgreiche Beteiligungskultur etabliert, die in zahlrei -
chen kinder-, jugend- und familienfreundlichen Projek-
ten, Initiativen und Maßnahmen Ausdruck findet.
Auf der Basis politischer Willensentscheidungen machte 
sich die die Stadt Köln auf den Weg, die UN-Kinder-
rechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen und 
„Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ als Querschnitts -
thema in allen Verwaltungs- und Planungsbereichen 
mit Bezug auf das Aufwachsen der Kölner Kinder und 
Jugendlichen zu verankern.
Die Stadt Köln möchte den Vorrang des Kindeswohls in 
allen Verwaltungsentscheidungen wahren, generatio -
nenübergreifend über die Kinderrechte informieren und 
die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fördern, 
indem sie hierzu die geeigneten Rahmenbedingungen 
schafft.
Durch die Teilnahme am Projekt „Kinderfreundliche 
Kommune“ kann die Kinder- und Jugendfreundlichkeit 
in der Stadt Köln systematisch evaluiert und bedarfsge -
recht weiterentwickelt werden. Um die Bedeutung des 
Vorhabens weiter zu kräftigen, erhob die Stadt Köln die 
„Kinderfreundliche Kommune“ im Kölner Strategiepro -
zess „Köln 2030“ zu einem der Leitprojekte in der Frage 
„Wie wollen wir in Köln leben?“. 
Die Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommu -
ne“ und die damit verbundene gesamtstädtische Umset-
zung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches 
Köln“ sollte stadtweit alle Akteure der Stadtgesellschaft 
noch stärker sensibilisieren und motivieren, kinder- und 
jugendgerechte Strukturen partizipativ gemeinsam 
weiter zu entwickeln und neu zu denken. 
1.2.  Ausgangssituation zu Beginn des  
Vorhabens anhand der Bestandsaufnahme
Mit der Stadt Köln hat sich erstmals eine Großstadt mit 
über einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern, 
über 17 .000 Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwal-
tungsmitarbeitern sowie einer Vielzahl engagierter 
Akteure, die sich für die Belange von Kindern und 
Jugendlichen einsetzen, der konsequenten Umsetzung 
der UN-Kinderrechtskonvention im Verfahren „Kinder -
freundliche Kommune“ gestellt.
Die Analyse der Ausgangssituation für die Stadt Köln 
ist in Verbindung mit den Umsetzungsstrategien zur 
UN-Kinderrechtskonvention mit großen Aufgaben aber 
auch vielfältigen Chancen behaftet.
Aus diesem Grunde setzten sich die Stadt Köln und der 
Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ das Ziel, inner-
halb des Auszeichnungsverfahrens Standards für Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit zu entwickeln, die zukünftig 
auch für andere Großstädte nutzbar sein können.
Zu Beginn des Zertifizierungsprozesses führte der 
Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ eine Kinder-
befragung sowie eine Befragung von Verwaltungsmit -
arbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern durch. 
Die Ergebnisse dieser Befragungen mündeten in eine 
Standortbestimmung des Vereins „Kinderfreundliche 
Kommunen“. Diese besagte, dass die Stadt Köln in den 
Bereichen „Vorrang des Kindeswohls“, „Kinderfreund-
liche Rahmengebung“, „Partizipation von Kindern und 
Jugendlichen“ und „Information über Kinderrechte“  
zur lokalen Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte 
gut aufgestellt ist. 
Kinderrechte haben bereits Eingang in das tägliche Ver-
waltungshandeln im Amt für Kinder, Jugend und Familie 
gefunden. Eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz 
und zur Förderung von Kindern und ihren Rechten exis -
tieren bereits in den neun Stadtbezirken Kölns. Ebenso 
bestehen stadtweite Konzepte u.a. zu den Themen der 
Inklusion, der Integration, der Gewaltprävention, der 
Jugendhilfe und Schulentwicklung sowie zur Spielplatz -
entwicklung. Zudem werden Jugendliche beim Über -
gang von der Schule in den Beruf unterstützt. 
1. Ausgangssituation
Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht

Seite 8
Aus diesem Grunde erzielte die Stadt Köln in der Bewer-
tung des Themengebiets „Vorrang des Kindeswohls“  
im Rahmen der Standortanalyse einen Wert von 76%.
Im Themenfeld „Kinderfreundliche Rahmengebung“ 
bestand bereits eine gute Basis, einen verbindlichen 
Rahmen für die Umsetzung der Kinderrechte in Köln 
zu schaffen. Hier erreichte die Stadt Köln 67%. Für den 
Themenbereich „Partizipation von Kindern und Ju -
gendlichen“ erzielte die Stadt Köln, aufgrund ihrer sehr 
vielfältigen Beteiligungslandschaft 79%.
Zur lokalen Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte 
ist eine umfassende Information von Verwaltung und 
Öffentlichkeit erforderlich. Kinder und Jugendliche sol -
len wissen, welche Rechte sie haben, wie sie mitwirken, 
sich informieren oder sich gegen Rechtsverletzungen 
wehren können. Die Stadt Köln informiert bereits auf 
verschiedenen Wegen zu Kinderrechten, Hilfsmög -
lichkeiten und Freizeitangeboten und verbreitet diese 
Informationen. Aufgrund der Vielfalt der Angebote auf 
diesem Gebiet, erreichte sie hier 81%.
Im Juli 2017 wurde die Verwaltung durch den Rat der 
Stadt Köln mit der Aufstellung eines Aktionsplans be -
auftragt. Eine vorläufige Steuerungseinheit diskutierte 
die Empfehlungen der Sachverständigenkommission. 
Unter Abwägung der realistischen Möglichkeiten einer 
Kommune in dieser Größenordnung stellte das Amt für 
Kinder, Jugend und Familie den umfangreichen Akti-
onsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ mit 58 
abgeleiteten Maßnahmen auf. Die Maßnahmen sind 
erste Schritte, Antworten auf die Fragen zu finden, wie 
die vier kardinalen Themenfelder im Sinne von Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit unter gesamtstädtischen 
Gesichtspunkten umgesetzt werden können.
Dabei waren mehrere Fragestellungen bei der Erstel -
lung des Aktionsplans handlungsleitend:
–  Wie kann die Kinder- und Jugendinteressenver-
tretung in einer Großstadt in ihrer Bedeutung so 
ausgestaltet und angebunden werden, dass sie 
gesamtstädtisch wie auch in den Stadtbezirken er -
folgreich agieren kann und Zugänge für alle Kinder 
und Jugendliche ermöglicht? 
–  Wie können auch begleitende, ressortübergreifende 
Strukturen einer Steuerungsgruppe an die Anforde -
rungen in den Stadtbezirken angepasst werden?
–  Wie kann es gelingen, aus bewährten und erfolg -
reichen Maßnahmen und Strukturen in einzelnen 
Stadtbezirken, übertragbare Formate zu entwickeln, 
die auch in anderen Stadtbezirken bzw. stadtweit 
anwendbar werden?
Der Aktionsplan wurde vom Rat der Stadt Köln im  
Dezember 2017 verabschiedet. Im Februar 2018 erfolgte 
die feierliche Übergabe des Siegels „Kinderfreundliche 
Kommune“.
1.3. Erwartungen an das Vorhaben
Seit über 30 Jahren wird die Kinder- und Jugendbetei -
ligung aktiv in einigen Ressorts der Stadtverwaltung, 
insbesondere im Amt für Kinder, Jugend und Familie, 
gelebt. Die Teilnahme an dem Vorhaben „Kinder-
freundliche Kommune“ eröffnet für die Stadt Köln neue 
Möglichkeiten, verwaltungsinterne Strukturen nachhal -
tig kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und alle 
Beteiligten intensiver für die Bedürfnisse von Kindern 
und Jugendlichen zu sensibilisieren. Ebenso sollen 
Kinder und Jugendliche motiviert werden, sich für ihre 
Belange einzusetzen und aktiv bei der Gestaltung ihres 
kommunalen Lebensbereiches mitzuwirken. 
Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
v.l.n.r.: Stephan Glaremin, Anne Lütkes, Oberbürgermeisterin Henriette Reker,  
Dr. Agnes Klein, Marvin Stutzer

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 9
Die Stadt Köln hat sich für den Aktionsplan „Kinder- und 
jugendfreundliche Kommune Köln“ elf Leitziele gesetzt. 
Zum Erreichen der Leitziele werden insgesamt 58 Maß -
nahmen verfolgt. Seit Februar 2018 wird der Aktions-
plan aktiv umgesetzt. Die bisher erreichten Fortschritte 
und Ziele, aber auch die Herausforderungen bei der 
Durchführung der Maßnahmen, werden auf den folgen -
den Seiten beschrieben.
2.  Stand der Umsetzung

2.1.1.  Bildung und Gesundheit fördern
Maßnahme 1: Entwicklung von Projekten  
zur Gesundheitsprävention
Die GoJa-Qualitätsstandards sollen zur Optimierung der 
Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) 
weiterentwickelt werden.
Gesundheitsorientierte Jugendarbeit (GoJa) ist ein 
Programm zur Gesundheitsförderung in Kölner Ju -
gendeinrichtungen. Seit dem Jahr 2006 folgt GoJa den 
Standards der Bundeszentrale für gesundheitliche 
Aufklärung (BZgA) gemäß dem „GUT DRAUF“-Zertifi -
zierungs- und Schulungsverfahren. Gesunde Ernährung, 
ausreichende Bewegung und gezielte Entspannung 
wirken wechselseitig und werden in den beteiligten 
Jugendeinrichtungen nachhaltig umgesetzt. 
Gesunde Ernährung im Jugendzentrum Glashütte Köln-Porz
Seite 10Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Leitziel
2.1.   
Vorrang des  
Kindeswohls

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 11
oben: Mädchenkulturtage mit gesundem Snack im Take Five, 
unten: Kölner Jugendwerkzentrum Geisselstraße in Köln-Ehrenfeld
Jugendzentrum Klingelpütz in Köln-Altstadt-Nord
Zusätzlich bietet das Amt für Kinder, Jugend und Familie 
vertiefende Fortbildungen zu der oben erwähnten 
Trilogie an. Auch die Beratungskompetenz wird durch 
Schulungen verstärkt.
Die Nachhaltigkeit konnte einerseits durch die Umset-
zung der Standards und andererseits durch Netzwerk -
arbeit mit einer festen Kontaktperson erreicht werden. 
Viermal jährlich finden Netzwerktreffen der beteiligten 
Jugendeinrichtungen statt, so dass auf die jeweiligen 
Bedarfe eingegangen werden kann. Der Prozess der 
Gesundheitsförderung entwickelt sich weiter im Feld 
der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Qualitäts -
standards von GoJa sollen auf das Feld der Jugendwerk-
stätten übertragen werden.
Maßnahme 2: Professionalisierung situationsbezogener 
Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen
Die Professionalisierung der situationsbezogener Gesund-
heitsförderung von Kindern und Jugendlichen soll durch  
die Qualifizierung der Beschäftigten und einer Qualitäts-
sicherung angesichts einer umfangreichen Projektland-
schaft erfolgen.
Die Maßnahme ist in der Verantwortung des Dezernats 
für Bildung, Jugend und Sport, dem Amt für Kinder, Ju -
gend und Familie mit den beteiligten Fachämtern sowie 
der Lernenden Region Netzwerk Köln e.V. gestartet. 
Zur Professionalisierung der Suchtprävention wurden 
u.a. Methodenkoffer entwickelt, die von Multiplikato -
rinnen und Multiplikatoren, Schulsozialarbeiterinnen 
und Schulsozialarbeitern, Lehrerinnen und Lehrern

und anderen Fachkräften in Schulen und Jugendein -
richtungen sowie im Rahmen von Fortbildungen und 
Schulungen beim Sozialdienst Katholischer Männer e.V. 
eingesetzt werden.
Maßnahme 3: Umwelt und Natur nachhaltig schützen 
und bewahren
Projekte der ökologischen Bildung zum Umwelt- und  
Naturschutz, sollen partizipativ mit Kindern und Jugend -
lichen umgesetzt werden. 
In Kooperation mit 17 Real-, Haupt- und Förderschulen 
konnten verschiedene Projekte zur ökologischen Bil -
dung mit der Zielgruppe von Schülerinnen und Schülern 
von 14 - 17 Jahren realisiert werden. Beispielhaft zu er-
wähnen sind hier die 20 Kochevents mit fast 300 Schüle-
rinnen und Schülern zum Thema „Nachhaltiger Umgang 
mit Lebensmitteln und gesunde Ernährung“ sowie 
„Wertschätzung von Lebensmitteln – Sternekochen an 
Kölner Schulen“, die filmisch begleitet und dokumen-
tiert wurden. An einer Befragung zum Thema „Essen“ 
haben 180 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. 
Aufgrund der positiven Resonanz, sollen weiterhin Pro -
jekte der ökologischen Bildung durchgeführt werden. 
Eine jugendliche Teilnehmerin am Projekt „Wertschät-
zung von Lebensmitteln – Sternekochen an Kölner 
Schulen“ erzählt: 
„Gut gefallen hat mir heute, dass wir selber 
ausprobieren konnten!“
Projekt „Sternekochen an Kölner Schulen – Wertschätzung von Lebensmitteln“
Seite 12Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 13
Projekt „Sternekochen an Kölner Schulen – Wertschätzung von Lebensmitteln“
Laura benennt: 
„Beim Kochen waren die Kinder happy.  
Das zu dürfen, mit Köchen zu kochen, war 
für viele etwas Tolles. Es war toll, dass man 
[alles] selber machen durfte. “
Eine Lehrerin berichtet: 
„Die Einbindung der Kinder“ hat uns gut 
gefallen. „Sie fühlten sich geachtet!“ 
Maßnahme 4: LeseMentor Köln 
Durch die Teilnahme am Projekt „LeseMentor“ soll die 
gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen 
aus eher bildungsfernen Familien ermöglicht und einem 
drohenden Analphabetismus vorgebeugt werden. 
Das Projekt „LeseMentor Köln“ ist erfolgreich gestartet 
und findet in der Verantwortung der Volkshochschule 
kontinuierlich in enger Abstimmung mit dem Netzwerk 
Lernende Region e.V., der Arbeiterwohlfahrt und der 
Sparkasse KölnBonn-Stiftung Kultur statt. 
Aktuell sind ca. 620 ehrenamtliche Lesementoren im 
Einsatz, die an 103 Schulen in allen Kölner Stadtbezirken 
ca. 700 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen  
erreichen. Die gemeinsamen wöchentlichen  
Lese stunden dauern zwischen 45 und 60 Minuten.  
Die Qualifizierung und professionelle Begleitung der

Lesementoren erfolgt durch die Volkshochschule. Das 
Projekt wird aufgrund der positiven Resonanz fortge -
führt werden.
Maßnahme 5: Verbesserung der Situation von Alleiner-
ziehenden und deren Kindern
Die Situation Alleinerziehender und deren Kinder soll  
verbessert werden. Eine berufliche Wiedereingliederung  
soll erfolgen. 
Unter der Federführung der Volkshochschule wurden 
die beiden Maßnahmen „Erziehende im Aufbruch“ 
sowie die Maßnahme „Betriebliche Einzelumschu -
lung für Alleinerziehende“ durchgeführt. Zum ersten 
Durchführungszeitraum der Maßnahme „Erziehende im 
Aufbruch“ vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 mit 216 
Teilnehmenden liegen folgende Ergebnisse vor: 14% der 
Teilnehmenden, die im o.g. Zeitraum das Projekt been-
det haben, konnten in Arbeit oder Ausbildung vermit-
telt werden. Für weitere 48% konnte eine weiterführen -
de Perspektive gefunden werden, z.B. die Teilnahme  
an einem Sprachkurs, der Besuch der Tages- und Abend-
schule Köln zur Erlangung eines Schulabschlusses, die 
Teilnahme an einer Maßnahme wie „Gut vorbereitet 
in die betriebliche Einzelumschulung“. Laut Jobcenter 
Köln ist dies angesichts der vorhandenen Vermitt-
lungshemmnisse ein sehr gutes Ergebnis, sodass die 
Maßnahme um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Die 
Maßnahme „Betriebliche Einzelumschulung für Alleiner-
ziehende“ nahmen sieben Teilnehmende in Anspruch.
2.1.2.  Ausbau von Sporteinrichtungen  
und –angeboten
Maßnahme 1: Sportorientierte Jugendarbeit
Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 27 Jahren sollen, 
angelehnt an die Kriterien der gesundheitsorientierten 
Jugendarbeit, vereins- bzw. gruppenfähig gemacht werden.
Seit 2017 wird die das ergänzende und eigenständige Pro-
jekt „Sportorientierte Jugendarbeit“ in Kooperation mit 
dem Sportamt, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 
sowie dem Träger „Körbe für Köln e.V.“ in den Stadtteilen 
Mülheim und Kalk umgesetzt. Die Maßnahme wird ab dem 
30. September 2019 auf die Stadtteile Chorweiler, Nippes 
und Ehrenfeld in Kooperation mit dem Sportamt und dem 
Träger „Sportjugend e.V.“ ausgeweitet. Das Projekt „Spor-
torientierte Jugendarbeit“ soll insbesondere Einrichtungen 
der gesundheitsorientierten Jugendarbeit unterstützen, 
Kinder- und Jugendliche vereinsfähig zu machen. Der 
Fokus dieser Maßnahme liegt auf Bewegung und berück-
sichtigt den integrativen Ansatz. Das angebotene Sport-
konzept ist dabei keine konkurrierende Alternative zum 
Vereinssport, vielmehr hat es zum Ziel, sich zu verstetigen. 
Maßnahme 2: Einrichtung eines Sportnetzwerkes 
„Sport in Metropolen“
Durch die Einrichtung eines Sportnetzwerkes soll die Sport -
aktivität von Kindern und Jugendlichen erhöht werden.
Das Projekt „Sport in Metropolen“ agiert aktuell im 
rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk sowie im linksrheini-
schen Stadtbezirk Chorweiler. Hier sei beispielhaft die 
Kinder-Olympiade in Kalk genannt, die vom Bürgerverein 
Kalk in Zusammenarbeit mit einer Grundschule durchge-
führt wird. Zudem werden Seniorensport-Angebote, der 
Aufbau einer Bambini-Fußball-Liga für Kindertagesstät-
ten, ein offenes Behindertensport-Angebot, Sportange-
bote von Jugendzentren sowie ein Sportaktionstag in Kalk 
geplant, unterstützt und gefördert. Im Stadtbezirk Chor-
weiler wird seit Anfang 2019 ein Streetball-Angebot einer 
Jugendeinrichtung unterstützt. Zudem wird derzeit ein 
Schwimm-Lern-Angebot für Frauen mit Migrationshinter-
grund und deren Kinder an einen Verein angegliedert, um 
das Angebot nachhaltig sicherstellen zu können.
Seite 14Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Leitziel

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 15
Maßnahme 3: Sportförderprojekte  
im „Pro Veedel Programm“
Stadtweit sollen neue Sportförderprojekte initiiert oder un -
terstützt werden sowie mehr attraktive Bewegungsanreize 
zum freien Sportausüben angeboten werden.
Die Stadt Köln bezuschusst pädagogisch betreute 
„Sportförderprojekte“. Das stadtweite Sportförderpro -
jekt „Pro Veedel“ existiert seit ca. 20 Jahren und wird 
ausgebaut. 
Im Förderprogramm „Pro Veedel“ wurde beispielweise 
eine Kooperation zwischen zwei Schulen im Rahmen 
eines Partnerstadtaustausches gefördert. Ein Ausbau 
der Zusammenarbeit mit den Schulen wird durch das 
Sportamt begrüßt.
Die Anspruchsvoraussetzungen des „Pro Veedel“  
Programms werden derzeit neu ausgerichtet. Ziel ist  
es, die Angebote noch attraktiver und zeitgemäßer  
für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren 
zu gestalten.
Maßnahme 4: „Kids in die Clubs“
Durch das Projekt „Kids in die Clubs“ soll Kindern aus sozial 
benachteiligten Familien die Teilnahme an einem Freizeit-
Gruppenangebot ermöglicht werden. 
Das Projekt „Kids in die Clubs“ ist unter der Federfüh -
rung des Sportamtes gestartet. Sozial benachteiligte 
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Besitz 
eines gültigen KölnPasses sind und keinen Anspruch auf 
Leistungen des Bildungspakets haben, werden in Bezug 
auf die Mitgliedschaft in einem Kölner Sportverein 
gefördert. Der Sportverein erhält 100,- € pro Jahr und 
führt das Kind, den Jugendlichen, den jungen Erwach -
senen in dieser Zeit als kostenfreies Mitglied. Im Jahr 
2018 konnten 65 Kinder durch das Projekt „Kids in die 
Clubs“ gefördert werden. Das Projekt wird im Jahr 2019 
fortgeführt, erweitert um die Altersgruppen der jungen 
Erwachsenen und Senioren. 
Maßnahme 5: Spiel und Sport in der Freizeit
In jedem Bezirk der Stadt Köln soll mindestens ein offenes 
Sport- und Bewegungsangebot pro Woche auf einer Freiflä-
che angeboten werden. 
Unter Federführung des Sportamtes konnte im Jahr 
2018 in drei Bezirken mindestens ein offenes Sport- und 
Bewegungsangebot wöchentlich durchgeführt werden. 
Für 2019 ist die Finanzierung gewährleistet, sodass 
das Projekt auf weitere Bezirke ausgeweitet werden 
konnte. Bolz- und Streetballangebote finden aktuell in 
Chorweiler, Innenstadt Nord, Nippes, Bilderstöckchen, 
Mülheim und Deutz/Kalk sowie ab Herbst 2019 zusätz-
lich in Meschenich/Kölnberg statt. Im Jahr 2020 werden 
in Rückkopplung mit dem Sportamt die verbleibenden 
Bezirke Porz, Lindenthal und Ehrenfeld anvisiert. 
Maßnahme 6: Eltern-Kind-Turnen
In jedem Bezirk der Stadt Köln soll mindestens ein offenes 
Sport- und Bewegungsangebot pro Woche für Eltern mit 
ihrem noch nicht im Kindergarten betreuten Kind angebo -
ten werden. 
Das federführende Sportamt verfolgt einen Vernet -
zungsansatz, der 2018 in den Bezirken Bilderstöckchen, 
Mülheim, Nippes und Innenstadt Nord gestartet wurde. 
Kindertagesstätten, Familienzentren und Flüchtlingsun -
terkünfte werden als beständige Partner eingebunden. 
Bis Ende des Jahres 2020 soll das Eltern-Kind-Turnen in 
allen Bezirken angeboten werden.

Maßnahme 7: Kölner Kindersportfest 
Durch die Teilnahme am Kölner Kindersportfest soll das 
Interesse an sportlicher Bewegung geweckt, Kontakt  
zu möglichen Sportanbietern hergestellt sowie inklusives 
Miteinander und inklusiver Sport gefördert werden. 
Das Kölner Kindersportfest fand in der Verantwortung 
des Sportamtes im Jahr 2018 als inklusives Fest mit  
ca. 4500 Kindern statt. Davon nahmen ca. 800 Kinder  
an einem Wettkampf teil. Über 60 Kinder wurden 
zudem als Sporthelfer ausgebildet und konnten aktiv in 
die Veranstaltung integriert werden. Im Jahr 2019 wurde 
das Kölner Kindersportfest, erweitert um die Teilnahme 
von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, zum  
10. Mal durchgeführt. Auch im kommenden Jahr wird 
das Kindersportfest stattfinden.
Maßnahme 8: Baumaßnahmen Sportstätten
In der Zuständigkeit des Sportamtes werden kleinere  
Baumaßnahmen im vom Verein ungebundenem Freizeit- 
und Breitensport gefördert. 
Der Bolzplatz in Köln-Meschenich wurde fertiggestellt 
und eröffnet. Im Jahr 2018 konnte zudem unter Beteili-
gung von Kindern und Jugendlichen der Außenbereich 
auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpädagogischen 
Einrichtung der Stadt Köln (KidS) neugestaltet werden. 
Das Förderprogramm wird weitergeführt.
Seite 16Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
 Plakat Kindersportfest 2019

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 17
2.1.3.  Vermittlung von Medienkompetenz
Maßnahme 1: Medienbildung als Voraussetzung für ein 
erfolgreiches Aufwachsen - Sicherheit im Umgang mit 
Medien erlangen
Kinder und Jugendliche sollen Souveränität und Sicherheit 
im Umgang mit dem Internet erlangen. 
In Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und 
Familien werden in Kooperation mit dem Computerpro -
jekt Köln regelmäßig medienpädagogische Veranstal -
tungen und Projekte in Jugendeinrichtungen bedürfni -
sorientiert geplant und niedrigschwellig durchgeführt. 
Durch die unterschiedlichen Maßnahmen sollen im 
Jahr 2019 und im Jahr 2020 jeweils 300 Teilnehmende 
erreicht werden.
Maßnahme 2: Schutz vor Gefahren im Umgang  
mit Medien
Um den Gefahren im Umgang mit Medien angemessen 
begegnen zu können, soll das Thema Medienbildung  
und Prävention als attraktives Angebot umgesetzt und  
auf spannende Konzepte zurückgegriffen werden. 
In Köln wird das Spektrum an Angeboten zum Jugend -
medienschutz in der Verantwortung des Amts für Kin -
der, Jugend und Familie gemeinsam mit den Trägern der 
Medienpädagogik u.a. auf der Gamescom, der weltweit 
größten Messe für Computer- und Videospiele vorge -
stellt. Von der Gamescom berichten eine Jugendredak-
tion und die jugendlichen Spieletester täglich in media -
len Foren für jugendliche Nutzer. An die Teilnehmenden 
des Medienprojekts Jugendredaktion werden außer 
Leitziel
Gamer

dem Interesse an Redaktions- und Öffentlichkeitsarbeit 
und dem Mindestalter 14 Jahre keine speziellen Anfor-
derungen gestellt.
Thema der Gamescom 2019 ist „Create your world – 
create your reality“. Über Erlebnis- und Mitmachange -
bote für Kinder und Jugendliche sollen Kompetenzen 
gefördert werden, die über die originäre Mediennut -
zung hinausgehen. Durch Informations- und Beratungs -
angebote sollen Eltern und pädagogische Fachkräfte 
bestärkt und befähigt werden, Kinder zu unterstützen 
und für mögliche Gefahren zu sensibilisieren. Am 
Messestand sollen so nicht ausschließlich die Gefahren, 
z.B. von Sucht und Beeinflussung, aufgezeigt werden. 
Insbesondere die medienpädagogischen Möglichkeiten 
sollen zur Stärkung von Kompetenzen beitragen, z.B. 
die Förderung von Kreativität durch Programmieren, 
Roboting, Filme machen und Spiele entwickeln. 
Maßnahme 3: Entwicklung eines Konzepts  
„Medienpädagogik“ für Köln
Im Rahmen des Arbeitskreises Medienarbeit soll eine Hand-
lungsempfehlung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit 
(OKJA) in Köln erarbeitet werden. 
Die Handlungsempfehlung „Medienpädagogik in der 
Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ befindet sich aktuell 
in der Überarbeitung.
Seite 18Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
2.1.4.  Einbezug zugewanderter  
Kinder und Jugendlicher
Maßnahme 1: Angebote zur Integration  
für zugewanderte Kinder- und Jugendliche
Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshin-
tergrund sollen in das Regelsystem der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit (OKJA) gezielt eingebunden werden. 
Seit dem Jahr 2015 werden in der Verantwortung des 
Amts für Kinder, Jugend und Familie jährlich ca. 100 
Mikroprojekte für zugewanderte Kinder und Jugendliche 
durchgeführt, die von 74 Einrichtungen, schwerpunkt -
mäßig aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), 
in allen neun Stadtbezirken angeboten werden. In Ko -
operation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) 
und unter Mitwirkung von vier Fachstellen und mehreren 
Jugendzentren startete Anfang 2018 das Projekt „Gender 
Fair Play – Stärkung der geschlechtersensiblen sexual -
pädagogischen Arbeit / sexuellen Bildungsarbeit“ im 
Rahmen des Landesprogramms „Wertevermittlung und 
Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendhilfe“.
Im Jahr 2019 werden 96 Mikroprojekte durch die Träger 
der freien Jugendhilfe durchgeführt. Beispiele sind: das 
Projekt „Refugees Welcome – Abenteuer Deutschland“ 
– Angebote zur Teilhabe von geflüchteten Kindern und 
Jugendlichen in den Abenteuerhallen Kalk, das Projekt 
„Aus Vielfalt wird Gemeinsamkeit“ sowie das mobile 
Angebot „HOPEmobil/ Cage Tour“ in den Stadtbezirken 
Rodenkirchen, Lindenthal, Nippes und Chorweiler.
Zur Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals im 
Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wurden 
zwei Fachtagungen zum Thema Integration von zuge -
wanderten Kindern und Jugendlichen mit jeweils ca. 
100 Teilnehmenden durchgeführt. Im Jahr 2018 fanden 
insgesamt vier Supervisions- / Coaching-Gruppen mit 
jeweils zehn pädagogischen Fachkräften statt. Die 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer können hier relevante 
Themen sowie konkrete berufliche Alltagssituationen 
reflektieren, damit sie mehr Handlungssicherheit und 
Impulse für die Integrationsarbeit gewinnen können. 
Die Coaching- und Supervisionsgruppen werden im Jahr 
2019 fortgesetzt.
Leitziel

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 19
Maßnahme 2: Integrationshilfen für Kinder und Eltern  
in Gemeinschaftsunterkünften
Integrationshilfen sollen die Erziehungskompetenzen  
von Eltern fördern.
Die zehn Einrichtungen der Familienbildung haben 
ihre Angebote, wie z.B. Eltern-Kind-Kurse, offene 
Eltern-Kind-Angebote, Familienwochenenden als auch 
Bürgercafés, in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen 
Integrationszentrum der Stadt Köln in den Flüchtlingsun -
terkünften bzw. in ihren Häusern erfolgreich gestartet. 
Im Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimi -
scher Frauen e.V. wurden exemplarisch zwei Veranstal-
tungen zum Elternkurs des Deutschen Kinderschutz -
bundes „Starke Eltern – Starke Kinder“ durchgeführt. 
An der 39-stündigen Unterrichtseinheit „Starke Eltern 
– Starke Kinder“ nahmen sechs Teilnehmerinnen und 
Teilnehmer teil. An der 25-stündigen Unterrichtseinheit 
für geflüchtete Frauen nahmen 25 Teilnehmerinnen teil. 
Die Angebote werden weiter initiiert.
Maßnahme 3: Interkulturelle Suchtprävention – Neue 
Aufgaben durch Zuwanderung von minderjährigen 
unbegleiteten Flüchtlingen
Um den neuen Aufgaben durch die Zuwanderung von min-
derjährigen unbegleiteten Flüchtlingen im Bereich Sucht 
gewachsen zu sein, sollen Fachkräfte in den Flüchtlingshei-
men, das Wachpersonal sowie die ehrenamtlichen Helfer 
geschult und qualifiziert werden. 
Die Träger der Suchtprävention begannen im Jahr 2018 
mit der gezielten Präventionsarbeit. Zur interkulturellen 
Suchtprävention vernetzten sich Fachkräfte, Kurzzeit -
schulungen für das Personal und ehrenamtliche Helfer 
fanden statt. Präventionsmaterial in fünf Sprachen wurde 
entwickelt sowie Angebote für Flüchtlingseinrichtungen 
durchgeführt. Für das Jahr 2020 ist ein traumapädago-
gisches Projekt mit Kindern und Jugendlichen geplant.
Maßnahme 4: Sport und Bewegung für geflüchtete 
Kinder und Jugendliche
Unter der Federführung des Sportamtes sollen sportpäda -
gogische Angebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche 
in verschiedenen Sportarten initiiert werden. 
Im Jahr 2018 wurden 15 Maßnahmen für geflüchtete 
Kinder- und Jugendliche stadtweit erfolgreich initiiert. Die 
Weiterführung bzw. Neuentwicklung der Angebote er-
folgte im Jahr 2019, sodass aktuell ca. 30 Sport- und Bewe-
gungsangebote für geflüchtete Kinder- und Jugend liche 
unterschiedlicher Ausrichtung in den Bezirken stattfinden. 
Maßnahme 5: TalentCAMPus „Kultur macht stark“
Kinder und Jugendliche sollen unabhängig von ihren Her-
kunftsländern zusammengeführt werden sowie an Empo -
werment–Programmen teilhaben, damit ihre Potenziale 
frühzeitig erkannt und gezielt gefördert werden können. 
Das 14-tägige Ferienangebot TalentCAMPus „Kultur 
macht stark“ richtet sich an Kinder und Jugendliche aus 
Zuwanderungsfamilien zwischen zehn und 18 Jahren. Im 
Jahr 2018 fand in den ersten beiden Sommerferien wochen 
in der Gesamtschule am Rendsburger Platz in Köln-Mül-
heim zum sechsten Mal der TalentCAMPus „Kultur macht 
stark“ unter Federführung der Volkshochschule Köln in Ko-
operation mit dem Netzwerk „Lernende Region Köln e.V.“, 
dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln, 
dem Museumsdienst und der Stadtbibliothek Köln statt. 
Es nahmen 230 Kinder und Jugendliche aus insgesamt  
39 Ländern an Angeboten wie Comic Zeichnen und Stop-
Motion-Film, Band-Workshop und Rappen, Schneidern, 
Kochen, Töpfern, Medienkompetenz, Roboter bauen und 
programmieren, Community Reporting, Parcouring, Aus-
druckstanz und Tanztheater bis hin zur Fahrradwerkstatt 
teil. Die Erweiterung und Vertiefung der sprachlichen, 
sozia len und interkulturellen Kompetenzen wurde in den 
„Werkstätten der Talente“ und den kreativen Deutsch-
kursen gefördert. Hierzu gehörten auch Besuche der 
Museen, der Stadtbibliothek oder des „Cöln-Comic- 
Hauses“. Auch in diesem Jahr wurde der TalentCAMPus 
von städtischen Auszubildenden unterstützt. Im Jahr 
2019 wird das Projekt fortgeführt.

2.1.5.  Gestaltung kinderfreundlicher  
Lebensräume
Maßnahme 1: Abbau von Angsträumen  
im öffentlichen Raum
Im Themenfeld Spiel, Freizeit und Erholung bietet Köln 
als Großstadt stadtweit betrachtet eine große Vielfalt an 
Angeboten und Trägerstrukturen an. Trotz einer mittleren 
Spielplatzversorgung, sind der Abbau von Angsträumen 
und der Ausbau sicherer Wegevernetzung der Spielräume 
bedeutsame Themen.
Das Thema „Abbau von Angsträumen im öffentlichen 
Raum“ wird im Jahr 2020 initiiert. 
Maßnahme 2:  
Gute Schule 2020 – Schulgeländegestaltung
Durch Maßnahmen zur Aufwertung des Schulgeländes  
soll eine schnell erlebbare Verbesserung des Schulalltags 
der Schülerinnen und Schüler erfolgen. 
Bis zum Ende des Jahres 2018 wurden im Rahmen des 
Förderprogramms „Gute Schule 2020“ ca. 50 Maßnah-
men zur Aufwertung, Verbesserung und Verschöne -
rung auf den Kölner Schulhöfen durchgeführt. Weitere 
Maßnahmen befinden sich in der Planungs- und Umset-
zungsphase.
Neben Materialcontainern, Sitzgelegenheiten, Fahr-
rad- und Rollerständern, Tischtennisplatten, Basket -
ballkörben und Fußballtoren, erfolgte die Beschaffung 
und Montage größerer Spiel- und Klettergeräte. Eine 
Erneuerung oder Modernisierung der Fallschutzflächen 
erfolgte. Neben einer Schulhofbegrünung entstehen 
zudem „Grüne Klassenzimmer“.
Häufig werden „Schülerparlamente“ sowie „Klassen- 
und Schulpflegschaften“ mit in den Planungsprozess 
einbezogen. Bis zum Ende des Förderzeitraums (31. 
Dezember 2020) sollen bis zu 120 Maßnahmen auf den 
Kölner Schulhöfen umgesetzt werden. 
Maßnahme 3: Einarbeitung der Kinder- und  
Jugendrechte in das Verkehrskonzept
Das Verkehrskonzept Köln mobil 2025 soll um den Einbe-
zug der Umsetzung der Kinderrechte erweitert werden. 
Neue Qualitätsstandards sollen vor allem dann festgelegt 
werden, wenn es um die Neuplanung kinderfreundlicher 
Wohnsiedlungen und um kommunale Verkehrsvorhaben 
geht. 
Es wurde noch nicht mit der Erarbeitung von Quali -
tätsstandards begonnen. Ab dem Jahr 2020 wird mit 
der Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das 
Verkehrskonzept begonnen. 
Seite 20Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Leitziel

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 21
2.2.1. Abbau Kinderarmut
Maßnahme 1: Kinderarmutsberichterstattung und  
sozialräumliches Präventionsmonitoring
Ein Präventionsmonitoring inklusive wirkungsorientierter 
Steuerung soll etabliert werden.
Seit Januar 2017 nimmt die Stadt Köln am Landespro-
gramm „Kommunale Präventionsketten“ („Kein Kind 
zurücklassen!“) teil und fördert damit Teilhabe- und Ver-
wirklichungschancen von Kindern und Jugendlichen in 
Köln. Das Präventionsleitbild ist unter der Federführung 
der Dienstelle „Integrierte Jugendhilfe- und Schulent -
wicklungsplanung“ und des Amts für Kinder, Jugend und 
Familie fertiggestellt worden, eine regelmäßig arbeiten -
de Steuerungsgruppe wurde ebenso gebildet. 
Die Themen Armutsberichterstattung und sozialräum -
liches Präventionsmonitoring sind im Kontext der Strate -
gie der „Kommunalen Präventionsketten“ zu betrachten. 
Mit Start des Programms in Köln fanden verwaltungsin-
terne Workshops mit fünf Dezernaten und städtischen 
Dienststellen statt. Sie wurden von der Landeskoordinie -
rungsstelle des Ministeriums für Kinder, Familie, Flücht-
linge und Integration des Landes NRW in Trägerschaft des 
Instituts für soziale Arbeit e.V. (ISA Münster) begleitet. 
Die Beschlussvorlage zur Gesamtstrategie der „Kommu -
nalen Präventionsketten“ befindet sich in Bearbeitung. 
Sie soll ab Herbst 2019 in die politischen Gremien ein-
gebracht werden. Das „Teilhabemonitoring“ „Bildungs- 
und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ 
in Anlehnung an das „Gelsenkirchener Teilhabemonito-
ring“ befindet sich im Aufbau. 
In Abstimmung mit dem Steuerungskreis nimmt die 
Stadt Köln in einem ersten Schritt strategisch die Al -
tersgruppe der drei- bis zehnjährigen in den Fokus und 
schließt damit die Verbindungslinie zu dem gut aufge-
bauten Hilfesystem der „Frühen Hilfen“. Als strategische 
Ziele der „Kommunalen Präventionsketten“ in Köln wur-
den „Bildungsgerechtigkeit“, „Gesundheitsförderung“, 
„Stärkung der Regeleinrichtungen“ und „Integriertes 
Denken, Planen und Handeln“ herausgearbeitet. 
Leitziel2.2.  
Kinderfreundliche  
Rahmengebung

Seite 22Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
2.2.2.  Kinderrechte im Verwaltungshandeln
Maßnahme 1: Aufnahme des Themas  
in die Hauptsatzung der Stadt Köln
Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit soll unter §12 b  
in die Hauptsatzung der Stadt Köln mit folgendem Text 
aufgenommen werden: „Die Stadt Köln ist eine kinder- 
und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer 
Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern 
und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden Kinder- und 
Jugendforen gebildet, um die Beteiligung von Kindern  
und Jugendlichen zu gewährleisten.“ 
Der Rat der Stadt Köln hat die Aufnahme der Kinder-
rechte unter §12 b in die Hauptsatzung der Stadt Köln 
im Juni 2018 beschlossen. Die mit dem Beschluss 
verbundenen Inhalte und Regelungen wurden in den 
folgenden Monaten vom Amt für Kinder, Jugend und 
Familie in den Bezirksvertretungen und Ausschüssen 
vorgestellt und bekannt gemacht.
Maßnahme 2: Einrichtung einer Steuerungsgruppe zur 
Umsetzung des Aktionsplans
Eine Steuerungsgruppe zur Begleitung der Umsetzung des 
Aktionsplans soll eingerichtet werden.
Eine Steuerungsgruppe wird eingerichtet und sich aus 
den vier Schwerpunktbereichen Stadtverwaltung, Ju -
gendhilfe, Politik sowie Kinder und Jugendliche zusam -
mensetzen.
Dezernat für Jugend, Bildung und Sport
– Dezernent
– Referentin des Amt der Oberbürgermeisterin 
–  Leitung der Integrierte Jugendhilfe- und Schulent -
wicklungsplanung
–  Leitung des Amts für Kinder, Jugend und Familie 
sowie vier Vertreter
Jugendhilfe
– Vorstandsvorsitzende des Kölner Jugendrings e.V.
–  Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Offene Tür 
– Vertreterin der Jugendzentren Köln gGmbH
– Vertreterin und Vertreter Die Liga
– Vertreter des Jugendamtselternbeirat
Politik
–  Jugendpolitische Sprecherin oder Sprecher der SPD, 
der CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP sowie Die Linke
–  Vertreterin der Stadtarbeitsgemeinschaft  
Behindertenpolitik
Jugendliche 
–  drei Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksschüler -
vertretung
–  drei Vertreterinnen und Vertreter der Jugendforen
–  drei Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises 
Partizipation 
Die Geschäftsführung der Steuerungsgruppe obliegt 
der städtischen Mitarbeiterin und dem städtischen Mit -
arbeiter des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros.
Die Steuerungsgruppe tagt am 2. September 2019 zum 
ersten Mal im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro. 
Daraufhin werden halbjährliche Steuerungstreffen 
veranlasst. Zudem bilden sich Unterarbeitsgruppen zur 
Bearbeitung abgeleiteter Fragestellungen.
Dem Verwaltungsvorstand wird regelmäßig berichtet. 
Leitziel

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 23
Maßnahme 3: Entwicklung von Qualitätskriterien zur 
Überprüfung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit
Die Steuerungsgruppe soll Standards, Qualitätskriterien 
sowie eine Handlungsempfehlung und Prüfmatrix zur 
Überprüfung von Beschlussvorlagen auf ihre Kinder- und 
Jugendfreundlichkeit erarbeiten. 
Die Steuerungsgruppe nimmt im September 2019 ihre 
Arbeit auf. Die Entwicklung von Standards, Qualitätskri -
terien, einer Prüfmatrix sowie Handlungsempfehlungen 
zur Überprüfung von Beschlussvorlagen auf ihre Kinder- 
und Jugendfreundlichkeit erfolgt daraufhin. Die Steue -
rungsgruppe berichtet in den Verwaltungsvorstand. 
 
Maßnahme 4: Einrichtung eines Kooperativen Kinder- 
und Jugendbüros und schnelle Besetzung neuer Stellen
Ein Kooperatives Kinder- und Jugendbüro soll eingerichtet 
werden. Zwei Personalstellen sollen bei der Stadtverwal-
tung Köln, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung 
Kinderinteressen und Jugendförderung und eine halbe 
Personalstelle beim Kölner Jugendring besetzt werden.
Ende des Jahres 2018 konnten in der Federführung des 
Amts für Kinder, Jugend und Familie Räumlichkeiten zur 
Einrichtung des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros 
in unmittelbarer Nähe zum Rathaus angemietet werden. 
Die Stadt Köln eröffnete gemeinsam mit dem Kölner Ju -
gendring e.V. als Kooperationspartner am 19. März 2019 
das Kooperative Kinder- und Jugendbüro. Die Stellen 
konnten erfolgreich besetzt werden. 
Plakat und Flyer des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros
 oben: Kooperatives Kinder- und Jugendbüro 
unten: Treffen der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung

Seite 24Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Die Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung 
nutzt als wertvoller Partner und Multiplikator in die 
Schülerschaft die Räumlichkeiten ebenso.
Vorstandsmitglied der Bezirksschülervertretung:
„Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro ist 
für mich wichtig, weil Kinder- und Jugend -
liche einen Großteil der Bewohner von Köln 
darstellen. Im Kooperativen Kinder- und 
Jugendbüro können sie sich über ihre Rechte 
informieren, Anliegen anbringen und wichti -
ge Projekte besprechen, um Köln kinder- und 
jugendfreundlicher zu gestalten. “
Maßnahme 5: Fortschreibung des Aktionsplans
Dem Kooperativen Kinder- und Jugendbüro obliegt auch  
die Umsetzung der Maßnahmen, die Berichterstattung 
sowie die Fortschreibung des Aktionsplans.
Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro setzt den 
Aktionsplan um. Es legt einen ersten Schwerpunkt 
auf Angebote und Strukturen, die die Beteiligung von 
Kindern und Jugendlichen und deren Interessenvertre -
tung fördern. Anliegen von unterschiedlichen Akteuren, 
insbesondere von Kindern und Jugendlichen, wurden 
aufgenommen. Die Mitarbeitenden des Kooperativen 
Kinder- und Jugendbüros führten im Rahmen des Zerti -
fizierungsprozesses ein Monitoring zur Umsetzung des 
Aktionsplans durch und verfassten den Zwischenbericht 
zur Halbzeitbilanz zum Aktionsplan.
 
Eine Fokussierung nachhaltiger Maßnahmen, wie die 
langfristige Etablierung von Fortbildungen als auch 
der Ausbau der Bürgerbeteiligung, wird zukünftig in 
Absprache mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommu -
nen“ angestrebt. 
Maßnahme 6: Kinderrechte werden 2018  
das Schwerpunktthema der Familienbildung
Im Jahr 2018 sollen die Einrichtungen der Familienbildung 
die UN-Kinderrechtskonvention zu ihrem Schwerpunktthe -
ma berufen sowie Angebote zur Information und Diskussi-
on mit den teilnehmenden Eltern und Kindern initiieren. 
Die zehn Einrichtungen der Familienbildung erklärten 
die UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 2018 zum 
Schwerpunktthema. Das Logo „Kinderfreundliche 
Kommune Köln“ wird seit dem Jahr 2019 in ihren 
Programmheften eingesetzt. Die Einrichtungen der Fa -
milienbildung entwickeln fortlaufend Weiterbildungs-, 
Informations- und Diskussionsangebote für die teil -
nehmenden Eltern und Kinder und beteiligen sich auch 
weiterhin aktiv an der Umsetzung des Aktionsplans 
„Kinder- und jugendfreundliches Köln“.
Maßnahme 7: Die Kölner kultur- und medienpädago-
gischen Facheinrichtungen entwickeln Projekte zum 
Thema Kinder- und Jugendrechte
Durch die Kölner kultur- und medienpädagogischen Fach-
einrichtungen sollen sechs Projekte zum Thema Kinder- und 
Jugendrechte entwickelt werden. 
Die Maßnahme ist unter der Federführung des Amts 
für Kinder, Jugend und Familie gestartet. Im Jahr 2019 
werden Angebote und Projekte, in denen die Inhalte der 
UN-Kinderrechtskonvention künstlerisch dargestellt 
werden, in den Sparten Theater, Musik, Bildende Kunst, 
Fotografie, Tanz und Neue Medien durchgeführt. Die 
beschriebenen Angebote und Projekte werden sukzes -
sive in weiteren Einrichtungen ausgebaut.

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 25
2.2.3.  Kinder- und Jugendrechte  
in Aus- und Fortbildung
Maßnahme 1: Schulung des Personals in allen  
betroffenen Dezernaten
Im Rahmen von Fortbildungen sollen die Mitarbeiter in 
den unterschiedlichen Dezernaten und Ämtern befähigt 
werden, die Interessen von Kindern und Jugendlichen im 
allgemeinen Verwaltungshandeln stets mitzudenken und 
zu berücksichtigen.
Zur Umsetzung des Zielvorhabens bildete sich im Jahr 
2018 in der Federführung des Amts für Kinder, Jugend 
und Familie eine Arbeitsgruppe, die sich mit Kriterien, 
Zielgruppen, Inhalten, Fortbildungsformaten sowie me -
thodisch und didaktischen Grundlagen beschäftigt hat. 
Basierend auf den Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe 
wurden für das Jahr 2020 erste Mitarbeiterfortbildun -
gen für Fach- und Verwaltungskräfte des Amts für 
Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem 
Deutschen Kinderhilfswerk initiiert. Diese Fortbildun -
gen sollen perspektivisch auf weitere Dezernate und 
Ämter ausgeweitet werden sowie fester Bestandteil des 
Fortbildungskatalogs der Stadt Köln werden. 
Maßnahme 2: Aufnahme des Themas in die Ausbildung 
in Verwaltungsbereichen 
In der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und 
Familie, des Amts für Personal, Organisation und Innovati-
on und der Ausbildungsleitung soll das Thema „Vorrang des 
Kindeswohls“ als Zusatzangebot in die Ausbildung aufge-
nommen werden. 
Zwei Workshops zum Thema „Kinderrechte“/„Vorrang 
des Kindeswohls“ wurden im Jahr 2018 durchgeführt. 
Weitere Workshops für die Auszubildenden zur  
Verwaltungsfachangestellten und zum Verwaltungs -
fachangestellten der Stadt Stadt werden im Herbst 2019 
stattfinden. 
Die Schulung der Auszubildenden der Stadt Köln wurde 
ebenso wie die Aufnahme der Kinderrechte in den 
Fortbildungskalender des Amts für Kinder, Jugend und 
Familie für das Jahr 2020 mit in die Leitziele des Leitpro-
jekts der Verwaltungsreform aufgenommen. 
Leitziel

Kampagne zur Jugendbefragung 2018
Seite 26Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
2.3.1.  Partizipation langfristig  
etablieren und stärken
Maßnahme 1: Durchführung einer Jugendbefragung
Im Rahmen der Kinder- und Jugendförderplanung soll eine 
Jugendbefragung durchgeführt werden. 
Unter der Federführung der integrierten Jugendhilfe- 
und Schulentwicklungsplanung konnte die Zielsetzung 
erreicht werden. Im Zeitraum vom 9. April bis zum 1. 
Juli 2018 konnten sich erstmals alle rund 70.000 Kölner 
Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 
bis einschließlich 20 Jahren an einer freiwilligen, anony-
misierten Jugendbefragung beteiligen. Die 27 Fragen 
bezogen sich auf Themenbereiche wie „Perspektiven 
auf und für die Stadt“, „Partizipation und Engagement“ 
sowie „Freizeitverhalten und Freizeitinteressen“.
Im gesamten Prozess waren die Jugendlichen über die 
Kooperation mit der Bezirksschülerinnen- und Bezirks -
schülervertretung sowie mit dem Kölner Jugendring e.V. 
im Beirat zur Befragung vertreten und in das Befragungs -
vorhaben eingebunden. Der Beirat tagte regelmäßig, 
um alle Schritte des Projektes zu begleiten. Zusätzlich 
fanden vorab Workshops mit Jugendlichen statt, inner -
halb derer die Themenfelder und wichtige Fragen für 
den Fragebogen sowie das Design und das Vorgehen der 
Werbekampagne besprochen wurden. Vor dem Start der 
Befragung wurden Pre-Tests mit Jugendlichen durch-
geführt, während der Befragung fand ein qualitativer 
Workshop statt und nach der Befragung ein Ergebnisin -
terpretationsworkshop.
Um auch bildungsfernere Jugendliche zu aktivieren, 
wurde neben der klassischen Werbung in Kooperation 
mit der Rheinischen Fachhochschule eine Social-Media-
Kampagne initiiert. Zusätzlich zu dem Onlinefragebogen 
wurden ergänzende Papierfragebögen in Jugendeinrich -
tungen und Schulen verteilt. Auch in der Jugendszene 
prominente Befragungspatinnen und -paten teilten mit 
Online-Posts den Link zur Jugendbefragung und riefen 
ihre jugendlichen Follower zur Beteiligung auf. 
Leitziel2.3.  
Partizipation von Kindern 
und Jugendlichen

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 27
Kampagne zur Jugendbefragung 2018
Die am 19. März 2019 im Jugendhilfeausschuss präsen-
tierten Ergebnisse sind zudem auf der Webseite der 
Befragung einsehbar: www.jugendbefragung.koeln
Im letzten Abschnitt des Befragungsberichtes werden 
Prüfempfehlungen aufgerufen, die nun an entscheiden -
de Akteure aus der Stadtgesellschaft mit der Bitte um 
Prüfung und Rückmeldung verschickt werden. Gleichzei -
tig werden diese Empfehlungen verwaltungsintern auf 
ihre Umsetzbarkeit geprüft.
Im nächsten Kinder- und Jugendförderplan wird eine 
Zwischenbilanz gezogen, welche Prüfempfehlungen aus 
dem Bericht umgesetzt werden konnten. Die Veröffent-
lichung ist für 2020 geplant. Die weiteren Fortschritte 
werden auf der Webseite der Jugendbefragung veröf-
fentlicht.
Vorstandsmitglied der Bezirksschülerinnen und Bezirks -
schülervertretung: 
„Die Durchführung einer Jugendbefragung  
in Köln war sehr wichtig, da man so auf 
einen Blick sieht, was die Kinder und Jugend -
lichen in Köln wollen, wie sie ihre Freizeit 
gestalten und was nötig ist, dass Köln zu 
einer kinder- und jugendfreundlichen Kom -
mune wird. Mein großer Wunsch ist, dass die 
Anliegen aufgenommen werden und auch 
auf die Verbesserungsvorschläge angemes -
sen reagiert wird“.

Seite 28Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Maßnahme 2: Ausbau der Kinder- und Jugendforen in 
allen neun Stadtbezirken
In allen neun Stadtbezirken wird ein Verfahren zur örtlichen 
Partizipation aller Kinder und Jugendlichen entwickelt, an 
dem sich die Bezirksjugendpflegen, die Bezirksvertretun -
gen, im Bezirk aktive Träger der freien Jugendhilfe, Street-
work und die Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülerver-
tretung beteiligen.
Laut einer ersten Bestandsaufnahme existieren insge -
samt 13 städtisch geförderte Jugendforen in allen neun 
Stadtbezirken. Eckwerte zu einem Konzept für die 
politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen im 
Rahmen der städtisch geförderten Jugendforen werden 
gemeinsam bis Ende des Jahres 2019 entwickelt.
Maßnahme 3: Vorhaben „Geld in die  
Hand von Jugendlichen“
Jedem Bezirk stehen jährlich 5.000 € zur Verfügung, die 
nach dem Motto „Geld in die Hand von Jugendlichen“  
den Jugendlichen möglichst formlos und unbürokratisch für 
die Durchführung von selbstverwalteten Projekten über -
antwortet werden.
Das Konzept „Geld in die Hand von Kindern und Jugend-
lichen“ wurde unter der Federführung des Amts für Kin -
der, Jugend und Familie fertig gestellt. Vergabekriterien 
sowie ein niedrigschwelliges Antragstellungsverfahren 
wurden mit dem AK § 80 SGB VIII Integrative Jugendarbeit 
entwickelt.
Zur Umsetzung von struktureller Partizipation im Rah -
men des Aktionsplans fand am 05. Juli 2019 ein Fachtag 
mit den Fachkräften des Kooperativen Kinder- und 
Jugendbüros und den bezirklichen Jugendpflegen statt. 
Jugendbefragung 2018

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 29
Maßnahme 4: Konzeptionelle Weiterentwicklung  
der Rathausschule
Um zukünftig noch mehr Kinder und Jugendliche zu  
erreichen, soll das Konzept der Rathausschule weiterent-
wickelt werden. 
Seit 1992 existiert die Rathausschule mit der Zielsetzung, 
Interesse für politische Zusammenhänge bei Kindern und 
Jugendlichen zu wecken, kommunalpolitische Entschei -
dungsprozesse transparent zu machen und Handwerks -
zeug für demokratisches Handeln zu vermitteln. Die  
Rathausschule erreicht im Jahresschnitt ca. 800 Kinder 
und Jugendliche. Der nächste „Tag der Jugend“ im Rat-
haus findet am 06. Dezember 2019 statt. 
Die konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung 
der Rathausschule erfolgt durch das federführende Amt 
für Kinder, Jugend und Familie. Die Rathausschule ist per-
sonell mit einer Vollzeitstelle hinterlegt und wird künftig 
im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro angesiedelt. 
Maßnahme 5: Demokratieführerschein – Lerne Deine 
Beteiligungsmöglichkeiten kennen!
Der Demokratieführerschein ist ein außerschulisches 
Konzept, mit dem junge Menschen – in einer Gruppe und 
fachkundig betreut – ein von ihnen selbstgewähltes Pro-
jekt/Anliegen aktiv kommunalpolitisch verfolgen.
Die Weiterführung des Projekts „Demokratieführer -
schein - Lerne Deine Beteiligungsmöglichkeiten  
kennen“ wurde seit dem Jahr 2016 aus organisatorischen 
Gründen zugunsten anderer jugendpolitischer Formate 
ausgesetzt. Unter anderem werden in politischen Speed-
Datings mit kandidierenden Politikerinnen und Politikern 
sowie Workshops zu (Cyber-)Mobbing oder im HipHop-
Herbstferienprojekt „FutureMusic Kids“ junge Menschen 
angesprochen, ihre Anliegen, Gedanken und Gefühle zu 
persönlichen und gesellschaftlichen Themen unter pro -
fessioneller Begleitung zu formulieren und auszudrücken.
Maßnahme 6: Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens 
für stationäre Einrichtungen in der Kinder- und Jugend -
pädagogischen Einrichtung der Stadt Köln (KidS) am 
Beispiel des KidS-Plakatwettbewerbs
Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt 
Köln richtete ein Beschwerdeverfahren für stationäre Ein-
richtungen ein. Die Zielsetzung bestand darin, die von KidS 
betreuten Kinder und Jugendlichen nachhaltig und alters-
gemäß über das Beschwerdeverfahren und die Gremien der 
Partizipation zu informieren und die Kinder- und Jugendli-
chen für eine aktive Teilnahme zu gewinnen. 
Der hierzu ausgerufene Plakatwettbewerb „Beschweren 
erwünscht“ fand unter großer Beteiligung der Kinder 
und Jugendlichen statt. Eine Jury, bestehend aus Kindern, 
Jugendlichen und Fachkräften, prämierte die Gewinner -
plakate. Aus den grafischen Elementen der Gewinner-
plakate wurde ein Gesamtplakat gestaltet, welches 
seit Juli 2018 in allen Standorten und Gruppen von KidS 
sichtbar aushängt.
M., 1 1 Jahre: „Ich finde gut, dass alle Kinder 
sehen, dass sie sich bei allen beschweren 
können. Nicht nur bei den Erziehern aus ihrer 
Gr u p p e.“
Im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren und 
zur langfristigen Etablierung von Partizipation bei KidS, 
wurde ein Partizipationsgremium, bestehend aus Kin -
dern und Jugendlichen, implementiert. Seit November 
2018 tagt das KidS-Parlament mindestens zweimal jähr-
lich. In diesem Gremium wird Kindern und Jugendlichen 
die Möglichkeit gegeben, ihre Beschwerden vorzutragen 
sowie sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteili -
gen. Das KidS-Parlament setzt sich aktuell aus 24 Kindern 
und Jugendlichen zusammen, die in der Funktion des 
Sprechers ihrer jeweiligen Gruppe stellvertretend die 
Anliegen und Beschwerden der Kinder und Jugendlichen 
einbringen können.

Seite 30Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Die Weitergabe und Transparenz der Ergebnisse des 
KidS-Parlaments erfolgt zum einen im Rahmen der 
Kinderteams durch die jeweiligen Gruppensprecher, 
zum anderen über die am KidS-Parlament teilnehmende 
Einrichtungsleitung in Leitungsgremien. 
Als Unterstützung für die Umsetzung vereinbarter 
Verfahren, sowie zur stetigen Weiterentwicklung wurde 
im Jahr 2018 die Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteili-
gung bei KidS eingerichtet. Die Fachstelle Kinder- und Ju-
gendbeteiligung ist Ansprechpartner für alle grundsätz -
lichen Anliegen im Zusammenhang mit Kinderrechten, 
Beteiligung und Beschwerden sowie u.a. verantwortlich 
für die Durchführung des KidS-Parlaments. 
Ergänzend dazu, wurde ein breit aufgestellter Beirat für 
Kinder- und Jugendbeteiligung einberufen, welcher die 
Arbeit der Fachstelle unterstützt und gezielt Prozesse 
und Aktionen in Bezug auf Kinderrechte, Beteiligung und 
Beschwerden in die Wege leitet, plant und umsetzt.
M., 1 1 Jahre: „Ich find das gut, dass wir am 
Ende immer sagen können, wie wir das 
fanden. Ich finde die Themen gut, die wir da 
machen. Ändern möchte ich daran nichts. “
KidS-Parlament KidS-Beschwerdeplaket

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 31
Maßnahme 7: Selbstorganisierte Zeltlager
Die Zeltlager werden von jungen Menschen mit einer  
JuLei Ca-Ausbildung (Jugendleitercard) vorbereitet, durchge-
führt und nachbereitet. Die jungen Menschen übernehmen 
Verantwortung als Gruppenhelferinnen und Gruppenhelfer 
und in der Lagerleitung, die auch Finanzentscheidungen trifft.
Jährlich führen Mitgliedsorganisationen des Kölner 
Jugendrings e.V. selbstorganisierte Zeltlager durch. 
In den Sommerferien 2018 wurde hierbei das Thema 
„Kinderrechte“ aufgegriffen. Die jährlich stattfindenden 
selbstorganisierten Zeltlager sind fester Bestandteil der 
Aktivitäten in den Jugendverbänden. Durch die Form der 
Selbstorganisation erleben die Kinder und Jugendlichen 
ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit.
Maßnahme 8: Partizipation als Strukturmerkmal im  
Amt für Kinder, Jugend und Familie und als Schwer-
punktthema in Fachgesprächen in der Offenen Kinder- 
und Jugendarbeit (OKJA)
Partizipation soll als Strukturmerkmal im Amt für Kinder, 
Jugend und Familie und als Schwerpunktthema in Fachge-
sprächen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) 
festgeschrieben werden.
Der Leistungskatalog ist die Grundlage für die jährlichen 
Fachgespräche in den Einrichtungen zur Reflexion der 
Kinder- und Jugendarbeit. Das Thema Partizipation ist 
als Querschnittsaufgabe Bestandteil des Leistungska -
talogs und findet im Rahmen des Wirksamkeitsdialogs 
Eingang in die jährlichen Fachgespräche, mit dem Ziel, 
Partizipation als Standard zu verankern. In den Jahren 
2018 und 2019 legte die Arbeitsgemeinschaft Offene 
Tür (AGOT) ein Schulungsprogramm zur Partizipation 
für 56 Jugendeinrichtungen auf.
Maßnahme 9: Vernetzung der Kinder- und Jugendinter-
essen mit dem aktuellen Prozess zur Bürgerbeteiligung 
der Oberbürgermeisterin
Die Belange von Kindern und Jugendlichen sollen vom 
Dezernat für Bildung, Jugend und Sport in den aktuellen 
Prozess zur Entwicklung von Leitlinien und Regeln für die 
Bürgerbeteiligung in Köln transportiert werden. 
Einmal im Jahr werden Kinder und Jugendliche durch die  
Oberbürgermeisterin zu einem Gespräch über ihre Wün-
sche, Anliegen, Sorgen und Veränderungsvorschläge in Be-
zug auf ihre Lebenswelt eingeladen. Das nächste Gespräch 
mit der Oberbürgermeisterin und Jugendlichen ist für den
 
13. Februar 2020 im Kooperativen Kinder- und Jugend-
büro geplant. Diesbezüglich hat eine Planungskonferenz 
stattgefunden. Ein erster Konzeptentwurf zur Vorberei-
tung wird durch die Mitarbeitenden des Kooperativen 
Kinder- und Jugendbüros im September 2019 vorbereitet. 
Im Referat für Strategische Steuerung des Büros für Öf-
fentlichkeitsbeteiligung wird aktuell eine Pilotstudie zum 
Thema „Köln kann… Stadt im Dialog gestalten“ durch-
geführt. Zur Vernetzung der Kinder- und Jugendinter -
essen mit dem aktuellen Prozess zur Bürgerbeteiligung 
der Oberbürgermeisterin hat ein erster Austausch des 
Kooperativen Kinder- und Jugendbüros mit den Mitar-
beitenden des Referats für Strategische Steuerung des 
Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung im Juni 2019 stattge -
funden. Eine weitere Zusammenarbeit ist vorgesehen.
Maßnahme 10: Partizipation und Beteiligungskultur im 
„Kita-Alltag“ leben und gestalten
In der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und 
Familien werden regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen 
zum Thema „Partizipation im Alltag leben“ für Mitarbeiten-
de in Kindertageseinrichtungen angeboten.
Die Abteilung „Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung 
für Kinder“ bietet regelmäßig Fortbildungsveranstaltun-
gen zum Thema „Partizipation im Alltag leben“ für die 
Mitarbeitenden in Kindertageseinrichtungen der Stadt 
Köln an. In diesen Seminaren werden gemeinsame Schrit-
te zur Entwicklung einer Partizipationskultur im „Kita-
Alltag“ erarbeitet. Sie sind fester Bestandteil des Fortbil-

Seite 32Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
dungsprogramms für die Mitarbeitenden der städtischen 
Kindertageseinrichtungen. Im Zeitraum von Dezember 
2017 bis Mai 2019 haben sechs mehrtägige Fortbildungen 
für insgesamt 78 Teilzeit- bzw. Vollzeitkräfte sowie für 38 
Leitungskräfte der Stadt Köln zum Themenbereich Parti-
zipation stattgefunden. Die Titel lauteten „Partizipation: 
Beteiligungskultur im Kita-Alltag leben und gestalten“, 
„Wer ist hier der Boss? Macht, Ohnmacht und Mitbestim-
mung im Kindergarten“. Zudem werden von Februar 2019 
bis Juli 2019 fünf Teamfortbildungen für insgesamt 70 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt. Ein Fach-
tag zum Thema „Kinderrechte“ findet am 18. November 
2019 statt.
Im September 2018 begann zudem eine Qualitätsoffen-
sive u.a. zum Themenkomplex „Partizipation und 
Kinderrechte“ für die Mitarbeitenden der Kindertages -
einrichtungen der Stadt Köln. Neben einer Kinderbe -
fragung in zehn Kindertageseinrichtungen wurde eine 
Steuerungsgruppe eingerichtet. Es wurden Beteili -
gungsforen für Fachkräfte durchgeführt, in denen man 
313 Fachkräfte aus 174 Kitas (77% der Kitas) erreichte. 
Zudem wurde ein Leitungsforum durchgeführt. Hier be -
teiligten sich 181 Kitas, (80 % der Kitas). An den angebo-
tenen Elternforen nahmen 153 Elternvertreterinnen und 
-vertreter aus 1 17 Kitas, (65 % der Kitas) teil. Auch in den 
Sachgebieten „Fachberatung“, „Pädagogischer Grund-
satz“ und „Verwaltung“ fanden Foren für die Mitarbei-
tenden statt. Im Rahmen der Qualitätsoffensive wurden 
fünf Qualitätszirkel zur Entwicklung von Qualitätsan -
sprüchen und Qualitätskriterien durchgeführt. Auf die -
ser Basis wurden verbindliche Leitlinien unter dem Titel 
„Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ 
für die Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln einge -
führt. Die Einführung der Leitlinien wird durch die regel -
mäßige Veröffentlichung eines Newsletters flankiert. 
Neben der Fortführung der Eltern- und Mitarbeiterforen 
mit dem Ziel der Weiterent wicklung und Vereinfachung 
der alltäglichen betrieblichen Abläufe in einem internen 
Prozess, wurden Schulungen zur internen Evaluation 
durch Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenkurse in 
24 Pilotkindertagesstätten durchgeführt. 
Live-Chat zwischen Jugendlichen und der Oberbürgermeisterin

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 33
Die Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln bieten 
zudem themenbezogene Entwicklungswerkstätten für 
Teammitglieder an, u.a. zum Thema „Kinder bestimmen 
mit – Partizipation und Kinderrechte im Alltag umset -
zen“. Ziel all dieser Maßnahmen ist die Entwicklung 
eines Qualitätshandbuches, welches schrittweise bis 
2023 in allen städtischen Kitas eingeführt werden soll. 
Ab dem Jahr 2020 sollen so pro Jahr 45 Kitas nach den 
Maßgaben des Qualitätshandbuchs geführt werden. 
Maßnahme 1 1: Partizipation in der Offenen Kinder- und 
Jugendarbeit
Für den Themenbereich „Partizipation in der Offenen Kin-
der- und Jugendarbeit“ sollen flankierend praxisorientierte 
Fortbildungen in Kooperation mit dem Lernenden Region 
Netzwerk Köln e.V. angeboten werden. 
Das Projekt startete und wird mit dem Kooperations -
partner durchgeführt. Im Jahr 2018 fanden drei Schu-
lungen mit jeweils 20 Teilnehmenden aus Einrichtungen 
der Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt. 
Maßnahme 12: „Ferien mit der Guilleaume  
Stiftung“- aktive Programmgestaltung mit Kindern  
und Jugend lichen
Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen 
im Rahmen des Programms „Ferien mit der Guilleaume 
Stiftung“ Kenntnisse über die Kinderrechte erlangen und 
lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen zu formu-
lieren und in Gruppen zu vertreten. 
Die Ferien mit der Guilleaume-Stiftung waren auch im 
Jahr 2018 ein voller Erfolg. Die Kinder und Jugendlichen 
haben entsprechend ihrer kommunikativen Fähigkeiten 
anhand von Piktogrammen und Bildtafeln an Diskussio -
nen teilgenommen und gelernt, ihre Wünsche, Bedürf -
nisse und Anliegen zu formulieren und in Gruppen 
offensiv zu vertreten. Dabei wurden Kenntnisse über die 
Kinderrechte vermittelt und von den Teilnehmenden 
aktiv eingefordert, wenn sie diese eingeschränkt sahen. 
Auch im Jahr 2019 finden die Ferien mit der Guilleaume-
Stiftung statt.
2.3.2.  Einbezug der Kinder- und  
Jugendinteressen in die Stadtplanung
Maßnahme 1: Berücksichtigung von Kinder- und 
Jugendinteressen bei der Umsetzung von Projekten 
„Soziale Stadt“
Um die Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung bei 
der Umsetzung von Projekten „Soziale Stadt“ einzubeziehen, 
wurde durch den Rat der Stadt Köln beschlossen, dass bei 
jeder quartiersbezogenen Städtebauförderung für die Dauer 
der Projektförderung ein Partizipationsprojekt für Kinder 
und Jugendliche im Veedel durchgeführt wird. Dabei sind 
20% der Mittel aus den jeweiligen Verfügungsfonds zur Ver-
wendung durch Kinder und Jugendliche selbst vorzusehen. 
Eine Planungskonferenz der Mitarbeiter des Kinder- und 
Jugendbüros mit den Jugendpflegen der Stadt Köln 
zum Thema „Verfügungsfonds“ hat stattgefunden, um 
alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Sachstand zu 
bringen und einen geregelten Informationsfluss herzu -
stellen. 
 
Es zeigte sich eine hohe Bereitschaft, das Thema „Ver-
fügungsfonds“ aktiv in die Planungen einzubeziehen. 
Der Verfügungsfonds wird von den sogenannten 
Quartiersmanagerinnen und -managern betreut. Sie 
übernehmen die Akquise und beraten Interessierte bei 
der Verwirklichung ihrer Projektideen und arbeiten u. a. 
eng mit der Bezirksjugendpflege zusammen. In diesem 
Zusammenhang wurden die Quartiersmanagerinnen 
und -manager über das Leitziel 2.3.2 des Aktionsplans 
„Kinder- und jugendfreundliches Köln“ informiert.
Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ 
befindet sich seit wenigen Wochen in den Sozialräumen 
„Buchheim, Buchforst und Mülheim-Nord, Keupstraße“ 
sowie „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ in 
der Umsetzung. Für den Sozialraum „Meschenich“ läuft 
derzeit die europaweite Ausschreibung. Weitere zwei 
Anträge für die Sozialräume „Humboldt/Gremberg und 
Kalk“ und „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und 
Eil“ wurden zum Stadterneuerungsprogramm 2019 ge-
stellt. Sollten Bewilligungen erfolgen, werden die Maß -
nahmen voraussichtlich im Jahr 2020 starten können. 
Leitziel

Seite 34Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Maßnahme 2: Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren 
in der Stadtplanung
Seit der Änderung von §3 des Baugesetzbuchs ist eine Betei li-
gung von Kindern und Jugendlichen in der Bauleitplanung 
ver pflichtend geregelt. Beispielhaft werden hier sinnvolle 
Metho den, Ziele, Kooperationswege und Evaluationskriterien 
als zukünftige Standards festgelegt, um einen frühzeitigen, 
kontinuierlichen und langfristigen Beteiligungsprozess in der 
Stadtentwicklungsplanung zu implementieren sowie verbind-
liche Schnittstellen festzulegen. 
Die vom Amt für Kinder, Jugend und Familie im Jahr 2018 
initiierten Modellprojekte im Rahmen des Projektes „Stadt 
mit Zukunft“ werden im Jahr 2019 weiterentwickelt. Die 
politischen Beschlüsse liegen vor, Fördergelder zur Finan-
zierung der Maßnahmen wurden beantragt. Die Planungs-
phase für die Projekte „Grünfläche Butzweiler Hof“ in 
Ossendorf, „Fußgängerzone mit Spielplatz St. Adelheid“ in 
Neubrück sowie „Grünzug Westerwaldstraße“ in Hum-
boldt/Gremberg ist abgeschlossen. Kinder und Jugendliche 
haben sich mit Ideen und Wünschen zur Umsetzung der 
Projekte aktiv beteiligt.
Maßnahme 3: Beteiligung von Kindern und  
Jugendlichen an der Planung einer Grünfläche  
am Beispiel „Butzweiler Hof“
Unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und 
Familien sollte im Stadtteil Ossendorf eine etwa 17 .000 
Quadratmeter große öffentliche, quartiersbezogene 
Freifläche mit integriertem Spielplatz (etwa 4.000 Quadrat-
meter) für Kinder und Jugendliche an der neu entstehenden 
Butzweilerhof-Allee geplant werden.
Die Maßnahme wurde erfolgreich umgesetzt. Ein inten -
sives Beteiligungsverfahren begleitete den Planungs -
prozess. Bei einem Workshop im August 2016 konnten 
Erwachsene Konzepte zur Gestaltung der öffentlichen 
Grünfläche erarbeiten und Ideen-Skizzen anfertigen. 
Ende September 2016 erhielten Kinder und Jugendli-
che die Gelegenheit, ihre Wünsche in Wort und Bild zu 
äußern. Die Ergebnisse der Workshops flossen in die Er -
arbeitung von drei unterschiedlichen Vorentwürfen ein. 
Diese wurden im November 2016 in einer öffentlichen 
Veranstaltung präsentiert und zur Diskussion gestellt. 
Das Konzept „Grünbögen“ ging bei diesem Prozess als 
eindeutiger Favorit hervor und fand im weiteren Verlauf 
nähere Detaillierung und Ausarbeitung. Im Frühjahr 
2017 stellten die beteiligten Ämter den Bürgerinnen und 
Bürgern aller Altersgruppen den endgültigen Planungs -
stand vor. Auf der etwa 17000 m² großen öffentlichen 
quartiersbezogenen Freifläche wurden u.a. ein Spielplatz 
und ein Bolzplatz auf etwa 4000 m² fertiggestellt und 
am 03. Mai 2019 eingeweiht. 
Maßnahme 4: Spielraumplanung im öffentlichen Raum
Seit rund 30 Jahren werden in Köln bei allen Baumaßnah-
men auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen Kinder und 
Jugendliche in der Verantwortung des Amts für Kinder, 
Jugend und Familie beteiligt. 
Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hat im Jahr 2018 
insgesamt 1 12 Baumaßnahmen auf öffentlichen Spiel-, 
Bolz- und Bewegungsflächen mit zahlreichen Kindern 
partizipativ durchgeführt, wobei Art und Umfang der 
einzelnen Maßnahmen stark variieren. Es handelt sich 
sowohl um Neu- und Umgestaltungsmaßnahmen als 
auch um klassische Ersatzbeschaffungen und Erweite -
rungs- bzw. Aufwertungsmaßnahmen, beispielsweise 
auf dem Spielplatz Brehmstraße in Köln-Nippes.
Spielplatz Brehmstraße

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 35
Weitere Beispiele für partizipativ durchgeführte Bau -
maßnahmen sind die Neugestaltung des Bolzplatzes 
Holzmarkt im Kölner Stadtteil Altstadt/Süd, die auf der 
Grundlage von Anregungen und Wünschen der im Bür-
gerhaus Stollwerk betreuten Kinder und Jugendlichen 
erstellt wurde sowie die Neugestaltung des Spielplatzes 
Am Pistorhof in Ehrenfeld/Ossendorf. Hier waren die 
Spielgeräte veraltet und mussten abgebaut werden. 
Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Grund -
schule haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht und 
dem Amt für Kinder, Jugend und Familie übergegeben. 
Ein erster Entwurf wurde entwickelt. Nun begann ein 
Aushandlungsprozess, um die endgültige Planung abzu-
stimmen. Dazu wurden auch die täglichen Besucherin -
nen und Besucher des Spielplatzes eingebunden. Hier 
war die neue Spielplatzpatin mit großen Engagement 
sehr aktiv und hat vielen Kindern vor Ort ermöglicht, 
sich an der Planung zu beteiligen. So konnten ganz 
individuell auch viele Details bedarfsgerecht umgesetzt 
werden, wie die Farbgestaltung – hier 
mit roten Akzen-
ten in der ansonsten aus Holz gebauten Kletterkombi -
nation – oder eine kleine Küche. Seit Oktober 2018 steht 
der Spielplatz den Kindern wieder zur Verfügung. Eine 
Holzkombination mit zwei Türmen und verschiedenen 
Auf- und Abstiegen ermöglicht vielseitiges Klettern. Auf 
besonderen Wunsch ist hier unter einer Plattform die 
kleine Kücheneinrichtung eingebaut. Eine Wippe, ein 
Stufenreck, ein Spielhäuschen und zwei verschiedene 
Schaukel ergänzen das Spielangebot. Neue Sitzauflagen 
auf den vorhandenen Betoneinfassungen verbessern die 
Aufenthaltsqualität deutlich. Der Spielplatz wird seit der 
Umgestaltung intensiv genutzt. Auf dem vielbesuchten 
Spielplatzfest am 28. Oktober 2018 haben Kinder und 
Eltern weitere Ideen zur Verbesserung der Spielsituation 
rund um den Spielplatz eingebracht, die demnächst in 
Teilen umgesetzt werden können.
Spielplatz Brehmstraße

Seite 36Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Maßnahme 5: Aktualisierung der  
Spielplatzbedarfsplanung
In den Stadtteilen besteht teilweise ein erheblicher Nachholbe-
darf hinsichtlich der Bereitstellung von Spiel- und Aufenthalts-
flächen für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum. 
Aus diesem Grunde sollte in der Verantwortung der integ-
rierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in enger 
Abstimmung mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie eine 
Aktualisierung der Spielplatzbedarfsplanung erfolgen.
Die derzeit gültige Spielplatzbedarfsplanung der Stadt 
Köln ist am 18. Dezember 2018 vom Rat unter Beteili-
gung aller Bezirksvertretungen beschlossen worden. 
Hier wurden Richtwerte, pädagogische Leitlinien und 
Qualitätsstandards als Rahmenplanung zu Spiel-, Bewe -
gungs- und Aktionsflächen für Kinder und Jugendliche 
im öffentlichen Raum zugrunde gelegt. Da aufgrund der 
Raumknappheit bzw. der Verdichtung in der Großstadt 
der minimale Richtwert von 2 m² Spielflächenbedarf je 
Einwohner in Köln nicht erreicht werden kann, werden 
zudem Spielwertanalysen als weiteres Qualitätskriteri -
um in die Spielplatzbedarfsplanung einbezogen. 
Hier werden die Faktoren „Standort“, „Zustand der 
Spielgeräte und Gesamteindruck des Platzes“, „Multi-
funktionalität der Spielgeräte“, „Erlebniswert für Kinder 
und Jugendliche“ sowie „Aufenthaltsqualität für alle  
Altersgruppen“ zusätzlich zum Faktor „Versorgungs-
quote“ bewertet. Am Beispiel Köln-Ehrenfeld wird deut -
lich, dass sich trotz einer sinkenden Versorgungsquote 
in den letzten Jahren der Spielwert nicht reduziert hat. 
Spiel- und Bolzplatz Holzmarkt

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 37
12 6
Vogelsang
Bickendorf
Bocklemünd/Mengenich
Ehrenfeld Ossendorf
60 70403020100
Spielwert niedrig
Spielwert hoch Versorgungsquote
100%
50
2
4
5
6
1
0
80 90 100
Neuehrenfeld
11
11
23
10
Versorgungsquote 
niedrig
Legende: Auf der Hochachse sind die Stadtteile nach dem durchschnittlichen qualitativen Spielwert der Spielplätze sortiert, auf der Horizontalachse nach  
dem quantitativen Versorgungsgrad mit Spielflächen (Ziel: 2 qm je Einwohnerin/Einwohner). In den Stadtteilpunkten ist die Anzahl der Spielplätze angegeben. 
Stadtteile mit Spielplätzen und  
Bolz- und Basketballflächen Spielplätze Skatemöglichkeiten
Versorgungsquote und Spielwert

Seite 38Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
2.4.1.  Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit 
informieren
Maßnahme 1: Aufbau einer Website mit Informationen
Um Beteiligungsmöglichkeiten durch mediale Angebote  
zu erweitern, soll das Kooperative Kinder- und Jugendbüro 
mit den medienpädagogischen Einrichtungen der Stadt und  
mit Beteiligung von Jugendlichen unter der Federführung  
des Amts für Kinder, Jugend und Familie, des Amt für 
Informationsverarbeitung sowie der Steuerungsgruppe ein 
entsprechendes Konzept entwickeln.
Das Konzept zum Aufbau einer Website mit Informationen 
zu den Kinderrechten wird nach der Vervollständigung  
des Teams des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros  
in einem Abstimmungsprozess mit den medienpädago-
gischen Einrichtungen erarbeitet. Daraufhin wird gemein-
sam mit Jugendlichen eine Website entwickelt werden. 
Dieser Prozess wird im Herbst 2019 initiiert.
 
Leitziel2.4.  
Informationen über  
Kinder- und Jugendrechte

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 39
Um zielgruppenspezifische Beteiligungsmöglichkeiten  
durch mediale Angebote zu erweitern, wurden im Bereich 
Social-Media zwei Kanäle entwickelt (Instagram-Kanal, 
Facebook-Seite), die sowohl allgemein über das Koopera-
tive Kinder- und Jugendbüro als auch über Kinderrechte 
informieren. Die Inhalte werden durch den offenen  
Arbeitskreis Partizipation, der sich aus Jugend lichen, 
unter anderem der Bezirksschülervertretung, den Ju-
gendverbänden als auch unorganisierten Jugendlichen 
zusammensetzt, monatlich unter Federführung des 
Kölner Jugendrings e.V. abgestimmt. Unter dem Slogan 
„YOUR VOICE, YOUR CHOICE“ werden Kinder und Jugend-
liche dazu aufgerufen, ihre Anliegen über den Social-
Media-Kanal zu streuen und diesem Gehör zu verschaf-
fen. Langfristiges Ziel soll es sein, dass die Betreuung der 
Social-Media-Kanäle durch Jugendliche erfolgt.
Teilnehmer des Arbeitskreises Partizipation: 
„Es ist wichtig, dass das Kooperative Kinder- 
und Jugendbüro mit der Zeit geht. Social-
Media ist da ein wichtiges Format, um  
möglichst viele Jugendliche zu erreichen. “
Maßnahme 2: Entwicklung einer Kinderrechtskampagne
Unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und 
Familie in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe 
soll eine breit angelegte Kampagne zur UN-Kinderrechts-
konvention durchgeführt werden, um stadtweit über die 
UN-Kinderrechtskonvention zu informieren.
Unter Beteiligung verschiedener Ämter, Dienststellen, 
der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung,  
der Stadtschulpflegschaft sowie Trägern der freien 
Jugendhilfe bildeten sich im Verlauf des Umsetzungs-
prozesses vier Arbeitsgruppen, die den Prozess zur 
Entwicklung einer Kinderrechtskampagne begleiten 
werden.
Zum Auftakt der Kampagne war vom 30. April 2019  
bis zum 06. Mai 2019 eine Citylight-Plakataktion zur 
Sensibilisierung der Kölner Bürgerinnen und Bürger 
für die Kinderrechte im Kölner Stadtbild zu sehen. Die 
Plakate wurden partizipativ mit Kindern und Jugend -
lichen der Jugendeinrichtung Luckys Haus, SKM Köln, in 
einem Workshop erarbeitet. Mehrere themenorientier -
te Informationsveranstaltungen fanden diesbezüglich 
im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro statt. Allen 
städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Kitas und 
Schulen werden die Kampagnenplakate ausgehändigt. 
Zudem können sich Bürgerinnen und Bürger auf der städt-
ischen Internetseite unter dem Link kinderrechte.koeln über 
die Kinderrechte, die Geschichte der UN-Kinderrechts-
konvention sowie die Kampagne informieren. Ebenso 
wurde ein interaktiver Veranstaltungskalender einge -
richtet, in dem alle Träger der freien Jugendhilfe die 
Möglichkeit erhielten, Veranstaltungen und Aktio  nen 
zum Thema „Kinderrechte“ zu veröffentlichen  
(www.bildung.koeln.de/Kinderrechte). Um insbesondere 
Jugendliche für das Thema Kinderrechte zu sensibili -
sieren, richtete das JfC-Medienzentrum in Zusammen-
arbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 
einen Instagram-Kanal zum Thema „30 Jahre Kinder -
rechte in Köln“ ein. Die Gestaltung und Pflege des 
Instagram-Kanals wird federführend von einem Jugend -
lichen in Zusammenarbeit mit dem JfC-Medienzentrum 
übernommen.
Instagram-Aufruf "YOUR VOICE, YOUR CHOICE"

Seite 40Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
kinderrechte.koeln
 KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln
kinderrechte.koeln
 KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln
kinderrechte.koeln
 KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln
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 KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE
       Köln

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 41
Zudem entwickelte ROOTS & ROUTES Cologne e.V. 
gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie 
sowie mit der städtischen Kindertageseinrichtung Je -
suitengasse einen Filmclip zum Thema „Kinder erklären 
Kinderrechte“. Im Mai 2019 wurde dem Jugendhilfe-
ausschuss der Filmclip erstmals präsentiert. Ende Juni 
fand bereits eine Premierenveranstaltung vor über 300 
kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauern im 
Kölner Kino Cinedom statt. Daraufhin wird der Filmclip 
bis Ende 2019 als Vorspann vor allen Filmen im Cinedom 
zu sehen sein. Der Filmclip „Kinder erklären Kinder -
rechte“ wird ebenfalls auf der Website der Stadt Köln 
erscheinen. 
Maßnahme 3: Weltkindertag in Köln
Die Veranstaltung ist ein fester Bestandteil des Engage-
ments für Kinder und ihre Rechte in Köln und Umgebung. 
Veranstaltet wird das Fest von dem Kinderhilfswerk der 
Vereinten Nationen (UNICEF), der Bundeszentrale für ge-
sundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Amt für Kinder, 
Jugend und Familie der Stadt Köln. 
Mit einem großen Familienfest feiert Köln am 22. Sep-
tember 2019 zum 28. Mal den Weltkindertag unter dem 
Motto „Wir Kinder haben Rechte“. In der Verantwor-
tung des Amts für Kinder, Jugend und Familien ist der 
Weltkindertag in Köln ein fester Bestandteil des Enga -
gements für Kinder und ihre Rechte in Köln und Umge -
bung. Zur Vorbereitung des Weltkindertages fanden 
mehrere Arbeitsgruppentreffen statt. Kinder aus dem 
Sozialen Zentrum Lino-Club e.V. aus Köln-Lindweiler 
brachten in diesem Jahr aktiv Wünsche und Ideen bei 
einem Arbeitsgruppentreffen ein. Alle Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer berichteten von einem positiven Aus-
tausch. Die Kinder werden sowohl die Pressekonferenz 
als auch die Eröffnung des Weltkindertag-Festes ge -
stalten. Bestandteil des Weltkindertages in Köln ist die 
große Spiel- und Informationsstraße. Sie wird regelmä -
ßig von mehr als 70 Trägern, Vereinen und städtischen 
Dienststellen gestaltet. Unter Berücksichtigung des 
Mottos stellen die Akteure ihre Arbeit vor und laden die 
kleinen Gäste zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Unter 
großem, teils ehrenamtlichem, Engagement bereiten 
sich die Organisationen intensiv auf ihre Aktionen und 
Weltkindertag in Köln

Seite 42Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Präsentationen vor. Ein Flyer informiert über die Ange -
bote. Darüber hinaus haben lokale Medien zugesagt, 
über den Weltkindertag in Köln zu berichten. Alles Wis -
senswerte finden interessierte Kinder und Erwachsene 
auch unter der Internetadresse. Darüber hinaus ist eine 
Werbeaktion mit bunten City-Light-Plakaten geplant.
Maßnahme 4: Erstellung eines Leitfadens für Kinder  
und Jugendliche zur Nutzung unterschiedlicher Partizi -
pationsmöglichkeiten
Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der 
Stadt Köln (KidS) hat sich die Entwicklung einer graphische 
ansprechend aufbereiteten Orientierungshilfe zur Aufgabe 
gemacht, welche die Kinder und Jugendlichen über das 
Beschwerdeverfahren informieren soll. 
Durch die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung 
der Stadt Köln (KidS) konnte der Prozess im Juni 2018 
durch Fertigstellung einer Orientierungshilfe abge -
schlossen werden. Darüber hinaus wurde ein Einlege -
blatt angefertigt, welches die Kinder und Jugendlichen 
individuell über ihre Ansprechpartner sowie die Be -
schwerdemöglichkeiten aufklärt. Die Orientierungshilfe 
wird den Kindern und Jugendlichen jeweils bei Einzug 
gemeinsam mit dem von KidS entwickelten Kinderrech -
tekatalog „Ich habe Rechte“ ausgehändigt.
Maßnahme 5: Verbreitung des bereits erstellten Kinder-
rechtekatalogs und der „Verhaltensampel“ als Basis für 
soziales Miteinander
Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt 
Köln (KidS) soll den Kinderrechtekatalog und die „Verhalten-
sampel“ als Basis für soziales Miteinander allen Kindern und 
Jugendlichen bei KidS zur Verfügung stellen. 
Die Maßnahme konnte erfolgreich durch KidS abge -
schlos sen werden. Die „Verhaltensampel“ wurde 
grafisch analog des Kinderrechtekatalogs durch KidS 
gestaltet und fest etabliert. Jedes Kind und jeder Jugend -
liche erhält einen Kinderrechtekatalog sowie eine „Ver-
haltensampel“ gemeinsam mit einem Flyer zum Thema 
„Beschweren erwünscht“. Offene Diskussionen sowie 
intensive Auseinandersetzungen mit den Kinderrechten 
und der Verhaltensampel werden auch weiterhin regel -
mäßig sowohl mit den pädagogischen Mitarbeitern  
als auch mit den Kindern und Jugendlichen stattfinden. 
Zum Kinderrechtekatalog:  
S., 10 Jahre, äußert sich zum Kinderrechtekatalog: 
„Ich finde gut, dass Kinder an  
Medien dürfen. Und dass alle Kinder  
gleich behandelt werden.“
Zum Flyer „Beschweren erwünscht!“  
sagt T., 12 Jahre:
„Ich weiß nur ein paar Sachen die da stehen, 
wie dass die Erzieher nicht schlagen dürfen. 
Aber ich kann ja nachgucken. “
Weltkindertag in Köln

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 43
Maßnahme 6: Entwicklung und Bereitstellung altersge -
rechter Informationen über Kinderrechte
Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro soll allen Trägern 
der freien Jugendhilfe, Schulen, Kindertageseinrichtungen 
und Interessierten Informationsmaterialien zu Kinder-
rechten und Partizipation, z.B. den Kinderrechtekoffer des 
Deutschen Kinderhilfswerks e.V., bereit stellen.. 
Zum aktuellen Umsetzungsstand kann festgehalten 
werden, dass das Kooperative Kinder- und Jugendbüro 
über vielfältige Infomaterialien zum Thema Kinder -
rechte, z.B. Plakate, Bücher, Broschüren, ein mit dem 
Kölner Jugendring und einer Jugendeinrichtung entwor -
fenes jugendgerechtes Comic zum Thema „Deine 10 
wichtigsten Grundrechte“ sowie weiteres Material von 
UNICEF verfügt. Die Ausstattung eines eigenen Materi -
albestandes wird für das Jahr 2020 in einem partizipati -
ven Prozess angestrebt.
Maßnahme 7: Regelmäßige Berichterstattung  
über die Lage von Kindern und Jugendlichen sowie 
Pressekonferenz
Einmal jährlich soll das Kooperative Kinder- und Jugendbüro 
einen Bericht über seine Arbeit für den Rat der Stadt Köln, 
die Fachausschüsse sowie die Bezirksvertretungen erstellen 
und lädt zu einer Pressekonferenz ein.
Das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport hat das 
Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ im Rahmen 
der Verwaltungsreform zu seinem Leitprojekt für 2018ff 
erklärt. Daher wird über Fortschritte im Vorhaben zwei 
Mal jährlich in der Beratung der Oberbürgermeisterin mit 
dem Verwaltungsvorstand berichtet. Nach Besetzung 
der Steuerungsgruppe wird dem Rat der Stadt Köln, den 
Fachausschüssen sowie den Bezirksvertretungen 2020 
ein aktueller Sachstandsbericht erteilt werden.
Infomaterial im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro

Seite 44Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
3.1.  Grundsätzliche Einschätzung  
des bisherigen Gesamtverlaufs
Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ bildet in 
der Stadt Köln den passgenauen Rahmen, um Verbes-
serungen und Veränderungen für die Lebenswelt von 
Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit der Ziel -
gruppe zu erzielen. In Bezug auf den bisherigen Umset -
zungszeitraum zur Realisierung des Vorhabens „Kinder-
freundliche Kommune“ kann festgehalten werden, dass 
eine Vielzahl der beschriebenen Maßnahmen bereits 
erfolgreich umgesetzt wurde. Weitere Maßnahmen 
wurden initiiert, ausgebaut oder verstetigt, ebenso wie 
vielfältige Herausforderungen durch das tatkräftige und 
engagierte Zusammenwirken vieler Akteure - insbeson -
dere durch die Unterstützung von Kindern und Jugendli -
chen – bewältigt wurden.
 
Die UN-Kinderrechtskonvention hat Eingang in das 
tägliche Verwaltungshandeln im Amt für Kinder, Jugend 
und Familie gefunden. Insgesamt zeigt sich in der Stadt-
gemeinschaft ein hohes Engagement, die UN-Kinder -
rechtskonvention auf lokaler Ebene ressortübergreifend 
umsetzen zu wollen. 
Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention erfor -
dert von den jeweiligen Verantwortlichen ein hohes 
Maß an Kooperationsbereitschaft, Austausch und 
gegenseitiger Information. Zu diesem Zweck wurde 
eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus Vertre -
tern der Jugendverwaltung, der Jugendhilfe, der Politik 
sowie Kindern und Jugendlichen zusammensetzt. Mit 
Unterstützung der Steuerungsgruppe wird die Berück -
sichtigung von Kinder- und Jugendinteressen sowie die 
Klärung von Schnittstellen und Abstimmungsprozessen 
im kommenden Umsetzungszeitraum auch in weite -
ren Ressorts - wie z.B. der Verkehrsplanung - forciert 
werden. 
Die Eröffnung des Kooperativen Kinder- und Jugendbü -
ros und die Schaffung personeller Ressourcen durch die 
Besetzung der entsprechenden Stellen sind in diesem 
Prozess wesentliche Meilensteine, um das Vorhaben 
„Kinderfreundliche Kommune“ weiter vorantreiben und 
evaluieren zu können. 
3.  Fazit
3.2.  Einschätzung der Instrumente  
des Vorhabens
Die vom Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ zur 
Verfügung gestellten Instrumente bilden eine praktika -
ble Arbeitsgrundlage. Dabei war die durch den Verein 
durchgeführte Standortbestimmung mittels einer 
Stärken-Schwächen-Analyse eines der bedeutsamsten 
und umfangreichsten Instrumente. Diese ausführliche 
Analyse des Ist-Zustandes ermöglichte eine bestmög -
liche Argumentationshilfe und bot wichtige Bausteine 
für die Ausarbeitung des Aktionsplans „Kinder- und ju -
gendfreundliches Köln“. Auf dieser Grundlage entstand 
ein solides Maßnahmenpaket, das sich in der Praxis als 
umsetzungsfähig erweist.
3.3.  Einschätzung der Zusammenarbeit  
mit dem Verein, den Sachverständigen  
und weiteren Mitwirkenden
Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreund -
liche Kommunen“ sowie mit den Sachverständigen ge -
staltete sich stets positiv und konstruktiv. Insbesondere 
in der Phase der Erstellung des Aktionsplans wurde eine 
sehr engagierte Unterstützung seitens der Mitarbeiten -
den des Vereins geboten.
Der Austausch im Rahmen der halbjährlich stattfinden -
den Dialogforen bot eine Vielzahl an Anregungen für 
die eigene Tätigkeit. Insbesondere der interkommunale 
Austausch, die hohe fachliche Expertise als auch die 
Vielzahl an Diskussionen am Rande erwiesen sich als 
sehr wertvoll. Für Anregungen seitens der Vertreter der 
teilnehmenden Kommunen zeigte sich der Verein stets 
offen, Möglichkeiten der Umsetzung wurden diskutiert 
und „Schritte“ modifiziert. 
Der regelmäßig stattfindende intensive Austausch mit 
den Mitarbeitenden des Vereins „Kinderfreundliche 
Kommunen“ war stets durch eine wertschätzende Hal -
tung getragen, in der auch die Herausforderungen zur 
Umsetzung des Vorhabens offen kommuniziert werden 
konnten. Dabei wurden individuelle Problemfragen  
mit einer professionellen Sensibilität wahrgenommen 
und begleitet.

Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht Seite 45
Die Anregungen zum halbjährlichen Monitoring bezüglich 
der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und Jugend-
freundliches Köln“ boten wertvolle Hinweise zur Optimie-
rung einzelner Maßnahmen. Auch in Zeiten des Wechsels 
der Zuständigkeiten innerhalb des Amts für Kinder,  
Jugend und Familien waren die Mitarbeitenden des 
Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ stets verlässliche 
und kompetente Ansprechpartner, die mit viel Engage-
ment der Stadt Köln unterstützend zur Seite standen.
3.4.  Hinweise und Empfehlungen  
für die weitere Zusammenarbeit
Perspektivisch ist die Stadt Köln daran interessiert, 
einen intensiveren Austausch mit den Sachverständigen 
zu führen, um die Fachexpertise für die weitere Umset -
zung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches 
Köln“ insbesondere in Bezug auf die Erarbeitung eines 
verbindlichen, ressortübergreifenden Verwaltungsleit -
fadens zum Vorrang des Kindeswohls verstärkt nutzen 
zu können.
3.5. Zusammenfassende Bemerkungen
Durch die Umsetzung des Vorhabens „Kinderfreund -
liche Kommune“ wurde eine Vielzahl von wichtigen 
Maßnahmen und Initiativen angestoßen, die Köln kin -
der- und jugendfreundlicher machen sollen. 
Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit der Stadt Köln im 
unmittelbaren Lebensumfeld von Kindern und Jugend -
lichen ist für das Aufwachsen und die Entwicklungs -
chancen von Kindern und Jugendlichen von besonderer 
Bedeutung. Hier konnten bereits jetzt konkrete Verbes -
serungen erzielt werden, welche durch die konsequente 
Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen erfolgten. 
So wurde ein Stadtratsbeschluss zur Anerkennung und 
Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Köln für 
ihre Berücksichtigung im Verwaltungshandeln herbei -
geführt und in die Hauptsatzung der Stadt Köln aufge -
nommen. Mit der Umsetzung des Aktionsplans „Kin -
der- und jugendfreundliches Köln“ erkennt die Stadt 
Köln Kinder und Jugendliche als eigenständige Persön -
lichkeiten an und macht deutlich, dass der Schutz und 
die Förderung aller Kinder und Jugendlichen in Köln ein 
zentrales Anliegen ist. Erstmals konnten sich alle rund 
70.000 Kölner Jugendlichen und junge Erwachsene an 
einer freiwilligen und anonymisierten Umfrage zu den 
Themenbereichen wie „Perspektiven auf und für die 
Stadt“, „Partizipation und Engagement“ sowie „Freizeit-
verhalten und Freizeitinteressen“ beteiligen.
Im März 2019 wurde das Kooperative Kinder- und Ju-
gendbüro als Kernstück kinder- und jugendfreundlicher 
Rahmengebung eröffnet. Jugendliche, vertreten durch 
den Kölner Jugendring e.V., sowie die Bezirksschülerver-
tretung Köln arbeiten als wertvolle Multiplikatoren in 
die freien Jugendverbände und in die Schülerschaft im 
Kooperativen Kinder- und Jugendbüro mit der Stadtver -
waltung zusammen. Die Interessen und Rechte junger 
Kölnerinnen und Kölner bekommen somit eine nach-
haltige institutionelle Verankerung mitten in der Stadt 
gegenüber des Rathauses.
Im Rahmen des Landesprogramms „Kommunale 
Präventionsketten“ befindet sich das „Teilhabemonito-
ring“ „Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und 
Jugendlichen“ in Anlehnung an das „Gelsenkirchener 
Teilhabemonitoring“ bereits im Aufbau. Als strategische 
Ziele der „Kommunalen Präventionsketten“ in Köln wur-
den „Bildungsgerechtigkeit“, „Gesundheitsförderung“, 
„Stärkung der Regeleinrichtungen“ und „Integriertes 
Denken, Planen und Handeln“ herausgearbeitet.
Eine weitere Zielsetzung besteht darin, nachhaltig für die 
Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler 
Ebene zu sensibilisieren und zu motivieren, kinder- und 
jugendgerechte Strukturen partizipativ gemeinsam wei -
terzuentwickeln und neu zu denken. Die UN-Kinderrech -
te haben stadtweit in der Bevölkerung Gehör gefunden. 
Nicht nur durch die Vielzahl an Angeboten zum Thema 
Kinderrechte aus der Trägerlandschaft, sondern auch 
durch die Entwicklung einer breit angelegten Kinder -
rechtekampagne, die unter Beteiligung verschiedener 
Ämter und Dienststellen, der Bezirksschülerinnen- und 
Bezirksschülervertretung, der Stadtschulpflegschaft 
sowie Trägern der freien Jugendhilfe umgesetzt werden 
konnte. Die diesjährige Kinderrechtekampagne hat ihren 
Höhepunkt im ersten weltweiten „Child friendly Cities 
Summit“, den UNICEF gemeinsam mit der Stadt Köln im 
Herbst 2019 ausrichtet.

Seite 46Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
Auch in der Kindertagesbetreuung ist die Beteiligung 
von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden 
Bereichen in vielfältigen Themenbereichen aktiv in 
Angriff genommen worden. So wurde eine Qualitätsof -
fensive im Kita-Bereich eingeleitet, in der die Verwirkli -
chung der Kinderrechte aktiv in den Fokus rückt. Für das 
Jahr 2020 werden Mitarbeiterfortbildungen zum Thema 
„Vorrang des Kindeswohl“ als feste Fortbildungsbaustei-
ne im Fortbildungskalender des Amts für Kinder, Jugend 
und Familie etabliert. Dieses Thema soll im Verlauf 
auf weitere Dezernate ausgeweitet werden. Auch im 
Ausbildungsbereich werden im Herbst 2019 Workshops 
zum Thema „Vorrang des Kindeswohls“ durchgeführt, 
sodass bereits zukünftige Verwaltungsmitarbeiter für 
das Thema Kinderrechte sensibilisiert werden können. 
Im Bereich der Spielplatzgestaltung zeigt sich die  
Stadt Köln weiterhin gut aufgestellt. Im Jahr 2019 stellte 
die Stadt Köln zusätzlich drei Landschaftsarchitekten 
und zwei Sachbearbeiter für den Spielplatzbereich 
ein. Eine der grundlegenden Handlungslinien in der 
Spielraumplanung ist das Prinzip der Partizipation von 
Kindern und Jugendlichen und öffnet somit vielfältige 
Mitwirkungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsräume 
für junge Menschen.
Unter hoher Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, die 
in den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen 
der Stadt Köln (KidS) wohnen, wurde ein Beschwerdever-
fahren für stationäre Einrichtungen entwickelt, woraus 
sich mit dem KidS-Parlament ein Leuchtturmprojekt 
für die Stadt Köln entwickelte. Die gute Zusammenar-
beit sowie der Wille aller, die Anliegen, die Meinungen, 
Wünsche und Bedürfnisse der beteiligten Kinder und 
Jugendlichen bei allen sie betreffenden Entscheidungen 
berücksichtigen zu wollen, ist die Grundvoraussetzung 
für das anerkennenswerte Ergebnis. 
Viele Maßnahmen wurden bereits erfolgreich umge -
setzt, verstetigen sich und konnten fest implementiert 
werden. Einige Maßnahmen werden nun auch durch die 
neu geschaffenen Stellen im Kooperativen Kinder- und 
Jugendbüro weiter forciert. Mit der Einrichtung der 
Steuerungsgruppe zur Begleitung der Umsetzung des 
Aktionsplans konnte ebenso ein Meilenstein beschritten 
werden, um das Vorhaben gesamtstädtisch und unter 
hoher Beteiligung von Kindern und Jugendlichen voran -
bringen zu können. 
Insbesondere der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, 
die Schaffung von mehr Sicherheit im Straßenver-
kehr und im öffentlichen Raum ist den Kölner Kindern 
und Jugendlichen gemäß den Ergebnissen der Kölner 
Jugendbefragung ein großes Anliegen. Diese Themen 
müssen im weiteren Umsetzungsprozess des Aktions -
plans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ ebenso 
wie die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit besondere 
Berücksichtigung finden.
Zukünftig möchte sich die Stadt Köln auf nachhaltige 
Maßnahmen konzentrieren. Die Verzahnung der Kinder- 
und Jugendbeteiligung mit der Bürgerinnen- und Bür -
gerbeteiligung wäre ein großer Erfolg. Dabei wäre nicht 
nur Öffnung der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung 
für Kinder und Jugendliche erstrebenswert, sondern vor 
allem auch eine Erweiterung der Beteiligungsmethoden 
zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen. Zudem soll 
die Schulung des Personals in allen betroffenen Dezer -
naten weiter verfolgt werden.
Insbesondere in den Programmgebieten „Soziale Stadt“ 
und „Starke Veedel – Starkes Köln“ möchte die Stadt 
Köln die Interessenvertretung von Kindern und Jugend -
lichen weiter stärken, das Instrument des Verfügungs -
fonds ausbauen und junge Menschen bei der Quar-
tiersentwicklung aktiv beteiligen.
Mit dem bisherigen Umsetzungsstand der Maßnahmen 
des Aktionsplans ist ein erstes Zwischenziel markiert 
worden, auf dem Weg, unter gesamtstädtischen 
Gesichtspunkten sowie mit Blick auf die neun Stadt -
bezirke und die elf definierten Sozialräume, Standards 
für die vier kardinalen Themenfelder „Vorrang des 
Kindeswohls“, „Kinder- und Jugendfreundliche Rahmen-
gebung“, „Partizipation von Kindern und Jugendlichen 
in allen sie betreffenden Bereichen“ und „Information 
über die Rechte von Kindern und Jugendlichen“, setzen 
zu können. 
Aufgrund der zu verzeichnenden Erfolge, strebt  
die Stadt Köln Ende des Jahres 2020 eine Rezertifizie-
rung an.

Seite 47Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“
Zwischenbericht
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Kinderinteressen und Jugendförderung
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zentrum Take Five, S. 11 unten: Jugendwerkzentrum Geisselstraße Köln-
Ehrenfeld, S. 11 rechts: Jugendzentrum Klingelpütz Köln Altstadt-Nord,  
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Jugendring e.V., S. 26 unten: Moritz Jansen, S. 28: Tim Sieck, S. 30: KidS: 
Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln
Druck 
Druckhaus Süd Medien GmbH
 
13-Si/51/500/09.2019

Beratungsverlauf (13)

29.10.2019 Jugendhilfeausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung
23.01.2020 Sportausschuss
Entscheidung Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.02.2020 Finanzausschuss
TOP 2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
17.02.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 3.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.03.2020 Integrationsrat
TOP 5.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
03.03.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender
TOP 8.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
05.03.2020 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 15.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
09.03.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 5.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.03.2020 Verkehrsausschuss
TOP 7.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.04.2020 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
07.05.2020 Stadtentwicklungsausschuss
TOP 17.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
04.06.2020 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.06.2020 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales
TOP 4.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (12)

  • Keupstraße
  • Rendsburger Platz
  • Am Pistorhof
  • Westerwaldstraße
  • Ottmar-Pohl-Platz 1
  • Geisselstraße
  • Brehmstraße
  • Klingelpütz
  • Alter Markt 62
  • Holzmarkt
  • Im Feld
  • Am Rande

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Details

Aktenzeichen
3580/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
13.02.2020
Erstellt
14.10.2019 11:45