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Kinderfreundliche Kommune Köln

Mitteilung Ausschuss 3580/2019 vom 13.02.2020

Stand: Am 08.06.2020 im Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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  • Anlage 3 ,,mayors_declaration_final"

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    Cities and communities are increasingly taking centre stage in advancing child rights and are crucial drivers in building the sustainable, child-friendly cities of tomorrow. We, mayors and city leaders from around the globe, gathered at the first Child Friendly Cities Summit in Cologne, Germany, on 17–18 October 2019 to celebrate the 30th anniversary of the Convention on the Rights of the Child and the growing commitment to improving the lives, opportunities and well-being of every child through the Child Friendly Cities Initiative. We welcome the Child Friendly Cities Manifesto, presented by child and youth representatives from child-friendly cities and beyond at the Summit. We recognize that the Convention on the Rights of the Child and the Sustainable Development Goals (SDGs) go hand in hand and that children’s rights cannot be realized without the successful implementation of the SDGs and vice versa. We declare our commitment to implementing the Convention on the Rights of the Child for every child together with all relevant stakeholders within our cities and communities to ensure comprehensive solutions and fulfilment of the Convention. We commit to implementing the Child Friendly Cities Initiative and ensuring that every child and young person enjoys their full potential through equal realization of their rights within their cities and communities, by reaching the following goals: 1. Every child and young person is valued, respected and treated fairly within their communities and by local authorities; 2. Every child and young person has their voice, needs and priorities heard and considered in public laws, policies, budgets and decisions affecting them; 3. Every child and young person has access to quality essential services (including health care, education, nutrition support, early childhood development, justice and family support); 4. Every child and young person lives in a safe, healthy and clean environment; 5. Every child and young person has opportunities to enjoy family life, play and leisure. The Cologne Child Friendly Cities Mayors’ Declaration To realize these goals, we are particularly committed to: • Demonstrating concrete, sustainable and measurable results for children; • Advancing meaningful and inclusive child participation; • Eliminating discrimination against children and young people in policies and actions. We call on national and sub-national authorities to support cities and communities in their commitment to becoming child-friendly by ensuring that every child and young person reaches their full potential through equal realization of their rights within their cities and communities. We call on all stakeholders that directly and indirectly have an impact on the lives of children and young people, including the United Nations family, the private sector, civil society organizations, unions, academia and the media, to respect and support the rights and well-being of children in fulfilling their respective roles and mandates. Adopted unanimously on 18 October 2019 in Cologne, Germany, and declared by the Mayor of Cologne, Henriette Reker, and mayors and leaders of the following cities and communities: Lorem Ipsum, Dolor sit amit Lorem Ipsum, Dolor sit amit Lorem Ipsum, Dolor sit amit Lorem Ipsum, Dolor sit amit Henriette Reker, Mayor of Cologne Lorem Ipsum, Dolor sit amit Lorem Ipsum, Dolor sit amit Lorem Ipsum, Dolor sit amit
  • Mitteilung Ausschuss

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51/512 Vorlagen-Nummer 25.10.2019 3580/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 29.10.2019 Sportausschuss 23.01.2020 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 27.01.2020 Finanzausschuss 03.02.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 17.02.2020 Integrationsrat 03.03.2020 Ausschuss Soziales und Senioren 05.03.2020 Ausschuss Schule und Weiterbildung 09.03.2020 Verkehrsausschuss 12.03.2020 Stadtentwicklungsausschuss 19.03.2020 Ausschuss Kunst und Kultur 28.04.2020 Ausschuss für Umwelt und Grün 30.04.2020 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 03.03.2020 Kinderfreundliche Kommune Köln Erster internationaler Child Friendly Cities Summit in Köln, veranstaltet durch UNICEF und der Stadt Köln / Halbzeitbilanz "Kinderfreundliche Kommune" 1. Erster internationaler Child Friendly Cities Summit in Köln Vom 15. bis zum 18. Oktober 2019 fand in Köln das erste internationale Gipfeltreffen Kinderfreundlicher Kommunen statt (Child Friendly Cities Summit)- ein internationaler Höhepunkt im Kinderrechtsjahr 2019. Die mit dem Siegel "Kinderfreundliche Kommune" (Child Friendly Cities) ausgestatteten Kommunen verfolgen weltweit das Ziel, die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und das Lebensumfeld kinderfreundlicher zu gestalten. Der Einladung von UNICEF und der Stadt Köln sind mehr als 550 internationale Gäste gefolgt, um am ersten internationalen Child Friendly Cities Summit teilzunehmen. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Fachleute sowie Kinder und Jugendliche aus Städten und Gemeinden aus mehr als 50 Ländern im Kölner „Gürzenich“ zusammen. Im Mittelpunkt des Gipfels standen mehr als 60 Kinder und Jugendliche aus Ländern wie Brasilien, Guinea, China und Spanien, die sich im Rahmen von 2 Vorbereitungstreffen in verschiedenen Arbeitsgruppen auf den ersten internationalen Child friendly Cities Summit über ihre Forderungen austauschten. Diese wurden in einem Manifest zusammengefasst, in das auch die Botschaften von rund 120.000 jungen Menschen einflossen, die sich im Vorfeld des Gipfels an weltweiten Umfragen und Diskussionsrunden zum Aufwachsen in Städten beteiligten. Das Manifest wurde im Rahmen des Jugendprogramms von den teilnehmenden Jugendlichen auf dem Child Friendly Cities Summit finalisiert. Die jungen internationalen Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten in der Freizeit an verschiedenen Freizeitaktivitäten teilnehmen, u.a. einen Abend in den Abenteuerhallen Kalk, in dem ein erstes Kennenlernen der Jugendlichen sowie diverse sportliche und kreative Workshops angeboten wurden. Das Freizeithighlight der Woche bestand in einer Abendveranstaltung, die die Stadt Köln gemeinsam mit dem Theaterpädagogischen Zentrums Köln e.V. (TPZAK) durchführte. Zirkuspädagogische Workshops wie Feuerakrobatik, Luftakrobatik und Jonglage mündeten in eine gemeinsame Party, in der alle teilnehmenden Jugendlichen zusammen gefeiert haben. Auch die Repräsentanten und Fachkräfte des Gipfels hatten zudem die Möglichkeit an verschieden Exkursionen in Köln teilzunehmen und sich somit einen Einblick in die Praxis der Jugendhilfe in Köln zu erhalten. So konnten Jugendeinrichtungen besucht werden, Bürgerzentren standen auf dem Programm, Kitas sowie Spiel- und Bolzplätze im öffentlichen Raum. Einzelpersonen und einige Gruppen informierten sich über die Arbeit der „Kinderfreundlichen Kommune Köln“ im Jugendbüro. Die Rückmeldungen waren durchweg positiv. Es kam zu interessanten Gesprächen in zahlreichen Begegnungen. Die teilnehmenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Städten wie z.B. Lima, Montpellier, Recife, Surayaba und Kölns Partnerstadt Barcelona suchten im Rahmen des Gipfels gemeinsam nach Wegen, die UN-Kinderrechtskonvention in ihren Alltag umzusetzen und die Kinderrechte auf lokaler Ebene zu stärken. Die Teilnehmenden diskutierten in verschiedenen Veranstaltungen und Workshops Erfahrungen, Strategien und die Umsetzung innovativer Konzepte auf lokaler Ebene. Von dem „Child Friendly Cities Summit“ ging ein wichtiges internationales Startsignal für die Stärkung von Kinderfreundlichkeit in Kommunen auf der ganzen Welt aus. Mehr als 100 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus über 40 Ländern weltweit haben beim ersten Gipfeltreffen Child Friendly Cities eine Kölner-Erklärung für mehr Kinderfreundlichkeit veröffentlicht. In der Kölner Erklärung verpflichten sich die Stadtoberhäupter dazu, konkrete, nachhaltige und messbare Resultate für Kinder zu erzielen, die Beteiligung von Kindern und jungen Menschen am gesellschaftlichen und politischen Leben zu fördern sowie die Meinung von Mädchen und Jungen in politischen Prozessen zu berücksichtigen. Zum Abschluss des Gipfels präsentierten die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen ihre Forderungen in einem Manifest unter dem Namen "Our cities. Our lives. Our future". Das Manifest beinhaltet Eckpunkte, um die Kinderrechte zum Maßstab kommunaler Politik zu machen. Der Kölner Gipfel brachte erstmalig weltweit Städte und Kommunen zusammen, um die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention weiter voranzutreiben. 2. Halbzeitbilanz „Kinderfreundliche Kommune“ Im Februar 2018 hat sich die Stadt Köln erfolgreich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ beworben, nachdem die Verwaltung einen umfassenden und mit allen Ämtern abgestimmten Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ vorgelegt hat. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen zeichnet die Stadt mit diesem Siegel zunächst für drei Jahre aus. Im September 2019 konnte nun nach eineinhalb Jahren der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ eine erste Bilanz gezogen werden. Diesbezüglich fand am 19.09.2019 ein Halbzeitgespräch im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen statt. Hierzu lud Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Kölner Jugendliche, Träger der freien Jugendhilfe, Vertreterinnen und Vertreter der Jugendpolitik und der Jugendverbände sowie Akteurinnen und Akteure der Verwaltung ein. Die detaillierten Ergebnisse zur Halbzeitbilanz des 3 Vorhabens liegen nun in Form eines Zwischenberichts vor. In Bezug auf den bisherigen Umsetzungszeitraum zur Realisierung des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommune“ wurde eine Vielzahl von Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt. Weitere Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Bildung, Integration, Umwelt und Sport, konnten initiiert, verstetigt oder ausgebaut werden Ein wesentlicher Meilenstein ist die Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit unter §12b in die Hauptsatzung der Stadt Köln: „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden geeignete Beteiligungsforen für Kinder und Jugendliche eingerichtet.“ Ende 2018 konnte das Stellenbesetzungsverfahren sowie die Anmietung einer Immobilie für das Kooperative Kinder- und Jugendbüro erfolgreich abgeschlossen werden. Im März 2019 eröffnete die Stadt Köln gemeinsam mit dem Kölner Jugendring e.V. das Kooperative Kinder- und Jugendbüro am Alter Markt 62 – 64. Im Rahmen der Qualitätsoffensive der städtischen Kindertageseinrichtungen ist die Beteiligung von Kindern, aber auch Eltern und Fachkräften, aktiv in Angriff genommen worden. In den Handlungsleitlinien im Bereich der Spielraumplanung ist die Partizipation von Kindern und Jugendlichen fest verankert. Sämtliche Projekte zur Gestaltung von Spiel- Bolz- und Bewegungsflächen werden mit Beteiligung von Kindern und Jugendlichen umgesetzt. Im Feld der stationären Hilfen ist durch das Etablieren eines Beschwerdemanagements bzw. einer Einrichtung einer Ombudsstelle ein wichtiger Meilenstein für die Partizipation von Kindern und Jugendlichen im stationären Setting gesetzt worden. Die Ergebnisse der breit angelegten Kölner Jugendbefragung geben wichtige Impulse für die weitere Schwerpunktsetzung im Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“. Im September 2019 tagte erstmals eine Steuerungsgruppe zur Gesamtkoordination des Vorhabens Kinderfreundliche Kommune. Die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe wird im zukünftigen Verlauf der Umsetzung des Aktionsplans weiter entwickelt. Als ersten zukünftigen Themenschwerpunkt setzte die Steuerungsgruppe die Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept. Hierzu wird sich eine Arbeitsgruppe bilden. Die Träger der freien Jugendhilfe, die in der Arbeitsgemeinschaft Offene Türen zusammen geschlossen sind, haben sich mit Partizipation in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit auseinandergesetzt und laden am 26.11.2019 zu einem Fachtag ein: „Wenn nicht jetzt, wann dann!“ – Partizipation in den Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Somit wurde Partizipation als Querschnitt nicht nur durch die Wirksamkeitsdialoge diskutiert und vorangebracht sondern auch durch die intensive Bearbeitung im gesamten Trägerzusammenverbund. Die Partizipation in den Bezirken wird zudem in der zweiten Umsetzungsphase weiter unterstützt. Auf der strukturellen Ebene werden im nächsten Jahr ein Kinderrechteworkshop für die Steuerungsgruppe sowie eine Zukunftswerkstatt zur Entwicklung eines Verwaltungsleitfadens umgesetzt. Schulungen für Fach- und Verwaltungskräfte zum Thema „Kinderrechte im Verwaltungshandeln“ sowie Workshops für die Auszubildenden der Stadt Köln werden weiter verstärkt durchgeführt. Es muss gemeinsam geschaut werden wie der Aktionsplan weiter mit Leben gefüllt werden kann und neue Schwerpunkte sind zu entwickeln. So ist das Feld der Partizipation weiter ausbaufähig, um hier auch gute Beteiligungsformate für Kinder und Jugendliche für alle Bereich zu finden. Gez. Voigtsberger
  • Anlage 1 ,,child_and_youth_manifesto_final"

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    Our cities. Our lives. Our future. Child Friendly Cities Child & Youth Manifesto Children and young people are valued, respected and treated fairly If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • All people respect each other and the rights and dignity of children and young people. • Inclusion, diversity, solidarity and hospitality are fundamental values. • Politicians, teachers, adults, young people and children trust, listen to and try to understand each other. • Children and young people do not have to face danger, violence or discrimination. We are all equal. • Children have concrete opportunities to enjoy their rights, develop and grow without worrying about their health being ruined by pollution or hazards caused by climate change. What would child-friendly cities look like, if children were mayors? Over the course of the nine months leading up to the Child Friendly Cities Summit in Cologne in October 2019, more than 120,000 children and young people from 167 countries shared their perspective on this question. The Child Friendly Cities Initiative (CFCI) Child and Y outh Advisory Board, consisting of almost 70 children and young people from around the world, shared this Manifesto and their recommendations with mayors and local leaders at the Summit on 18 October 2019. This Child Friendly Cities Manifesto reflects the words and expressions of the children and young people. The children also guided the design of the Manifesto. This is what they have to say to mayors and local leaders. 55 per cent of young people have experienced discrimination and feeling excluded in their city. Child Friendly Cities U-Report poll, June 2019 “If I were a mayor, I would emphasize children’s needs, because they cannot influence their own or their guardians’ financial situation. ” • People work together to create economic opportunities and security for all children, young people and their families. • Children, young people and their families are offered good education and health services. • It is safe to play and walk outside. • Child labour is forbidden and children are protected from dangerous work environments. • The 2030 Agenda is incorporated into municipal policies and the Sustainable Development Goals are promoted. • There is peace, love, respect and fun. All children are included If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • All children and young people can participate in all activities and access all services without discrimination. Particular attention should be paid to children with disabilities, migrant and refugee children, sexual and gender minorities, homeless people, etc. • Migrant and refugee children and their families are included in all ways of life in the city or community, receive protection and reception services and are assisted with communication (interpretation, translation, mediation). • Children and young people with disabilities are included in all ways of life in the city of community. Public transport must be accessible, architectural barriers removed, parks, squares and sidewalks adapted for wheelchair users, and more services and aid are available for children with disabilities and their families. There is sound at each traffic light. • No children live in poverty. The city offers social housing, affordable food and canteens, free activities for children, free school materials and meals and increased and allocated budgets for children and young people. • Girls and boys are treated as equals and gender equality is promoted through awareness-raising campaigns on gender equality and respect for gender diversity, also addressing the role of media. Children have a voice and are listened to If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • Adults have positive attitudes to children’s participation and take children and young people seriously. 24 per cent of young people identified the lack of good education as the issue they are most worried about in their city. Child Friendly Cities U-Report poll,July 2019 “Decision-makers never seem to listen to young people. They promise young people not to cut funding from education but cut anyway. When young people participate in school strikes for climate, they are told to ‘plant trees to save the world’ instead. ” 48 per cent of young people don’t believe decision-makers in their city or community listen to young people’s opinions. Child Friendly Cities U-Report poll, July 2019 “I can’t vote, so it’s hard for me to make my voice heard. I feel that young people are often pushed to the sidelines in decision making. ” • Adults listen to children and young people and use words that they can understand. • Adults don’t make empty promises. • There are school and youth councils to establish more fluid and frequent communication between children, school boards and politicians. • Children and young people can give feedback and express their views and concerns (through complaints mechanisms) and receive feedback on how the activities and projects they have proposed are developed. • Technological and other less traditional platforms are used for communication with children and young people. • Engagement with children and young people is more proactive. • Children and young people receive all necessary information to make decisions on all matters that affect them. • Children and young people have the right to vote in schools and local elections. • Children and young people have meeting points to organize their own initiatives. • Children and young people have the opportunity to participate in the evaluation and assessment of laws, projects and programmes affecting them. Children have good education If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • The quality of education is improved. • Education is free and inclusive for all. • Children and young people can influence decisions that affect them in schools, together with teachers and their families. • Learning and life skills are promoted through creative learning and play, and school curricula are related to job opportunities. “If we were mayors, we would invest more in education and not in war – invest more in pencils instead of guns and bullets. " “I believe that health should improve in many areas and not only for children but also in general. ” “I would make sure that everyone feels comfortable at school. ” • Schools offer quality, healthy and sustainable school meals. • School facilities are improved and maintained. Children and young people have access to a space where they can study, read and access computers to encourage learning. • Schools are kept open in the afternoon so they can be used for social, creative and sports activities. • Schools offer information on social issues, such as bullying, racism or gender discrimination. • Children and young people have fair and adequate duties. Children grow up healthy If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • Everyone has access to good quality health centres close to where they live. • Addictions among children and young people (tobacco, alcohol, cannabis, technologies) are prevented through campaigns, group discussions and recreational activities with people that have experienced addictions. The sale of alcohol to children under the age of 18 should be more vigilant. • Healthy eating is promoted through information campaigns and school meals, and there is access to affordable, healthy and local food. • Children and young people are protected from the health effects of air pollution. Children are safe and protected If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • There is peace. War and conflicts are avoided based on learning from good practices of non- violent behaviour. Children and young people are protected from the impact of armed conflict. • Children and young people are protected from all forms of violence, including domestic and sexual violence. • Vulnerable populations and minorities are protected, and attention is paid to hate crimes. • Public spaces, such as schools, streets and parks, are safe and well-lit. • Safe school pathways and awareness of the role that businesses should play are promoted: businesses should offer help to children in case of need, and let them use the toilet and the telephone in case of an emergency. • The police are close by and trained in childhood issues and how to engage with children and young people. Children can move around easily If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • Public transport is safe, affordable and adapted to the schedules and needs of children and young people, including to schools, sports, social and cultural activities. Streetlamps, safe crossings and wide sidewalks are important. • Public transport is adapted for people with disabilities. • The volume and circulation of vehicles in the city is controlled. • There are bicycle lanes and parking lots for bikes to facilitate transport and protect the environment. Children grow up in a clean environment If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • There is more green space such as parks and school gardens. • Public buildings and public spaces are taken care of and renewed with urban art, murals, graffiti and paintings. • People respect and care for the environment. We want campaigns to take care of and keep our neighbourhoods, beaches and mountains clean, and we contribute our small grain of sand to make a better world. • Public spaces are cared for and respected. Everyone understands that the city is home for everyone. • Garbage is removed from the streets. • Harmful gases emitted into the atmosphere are reduced. • International Day against Climate Change (24 October) and the World Environment Day (5 June) are commemorated. • The Sustainable Development Goals, especially those related to the environment and the fight against climate change, are promoted. • Hydraulic and solar energy are promoted, and nuclear power plants eliminated. • Everyone recycles and reuses materials, especially earplugs and batteries. There are more bins and colored bags to identify what should be recycled. • Schools hold competitions and reward those who recycle the most. On the 30th Anniversary of the Convention on the Rights of the Child, we are calling for mayors and local leaders to create cities and communities where every child can reach their full potential. Children and young people are counting on you. 86 per cent of young people would want to spend more time with their parents. Child Friendly Cities U-Report poll, July 2019 38 per cent of young people feel they don’t have enough time or places to play and hang around with friends. Child Friendly Cities U-Report poll, July 2019 • No plastic bags are sold or used, only paper ones. • The treatment of animals is improved, and there are more resources to care for abandoned pets. Children can play and have fun If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • There are more opportunities to play and socialize in parks, sports courts, shopping centres, outdoor cinemas, libraries and more spaces for socializing. • There are excursions for all ages. • There are storytelling activities and spaces to play in libraries. • There are improved outdoor leisure areas and inclusive playgrounds for all of us to play together. • There are sporting events and greater variety of sports, with more sports activities in schools and more multi- sport and football parks, for tennis, football, water polo, acrobatics, bicycling; all are adapted for people with disabilities. Children have time with their families If we were mayors, we would create child-friendly cities or communities where: • Children and young people can spend more time with their parents. • Intergenerational relationships are built and strengthened. • Money is raised for grandparents to pay for residency if they need it and for children to visit them. • There are social venues with activities for all ages. • Grandparents’ Day is celebrated, with activities for the whole family.
  • Anlage 2 Aktionsplan Kinder- und jugendfreundliches Köln Zwischenbericht

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    Die Oberbürgermeisterin KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Aktionsplan Kinder- und jugend- freundliches Köln Zwischenbericht KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Aktionsplan Kinder- und jugend- freundliches Köln Zwischenbericht Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 4 Mit der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ und der Aufnahme der Kinder- und Jugendfreundlichkeit in die Hauptsatzung der Stadt Köln, haben wir uns gemeinsam auf den Weg gemacht, die Rechte von Kindern und Jugendlichen gemäß der UN-Kinderrechtskonvention gesamtstädtisch weiter zu stärken. Die Teilnahme an dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ eröffnet für die Stadt Köln neue Möglichkei- ten, verwaltungsinterne Strukturen nachhaltig kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und alle Beteiligten intensiver für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendli - chen zu sensibilisieren. Eineinhalb Jahre nach der Siegelübergabe „Kinder- freundliche Kommune“ können wir selbstbewusst sagen: die Verleihung des Siegels war mehr als eine An- erkennung des Status Quo. Sondern auch Anspruch für die Zukunft. Seitdem haben wir zahlreiche, erfolgreiche Maßnahmen für die Kinder- und Jugendfreundlichkeit unserer Stadt weiterentwickelt. So konnte im Rahmen der Kinder- und Jugendförder- planung erstmals eine breit angelegte Jugendbefra - gung zu den Themenbereichen „Perspektiven auf und für die Stadt“, „Partizipation und Engagement“ sowie „Freizeitverhalten und Freizeitinteressen“ durchgeführt werden, an der sich über 5000 Kölner Jugendliche aktiv beteiligten. Die Erkenntnisse, die wir aus der Kölner Jugendbefragung ziehen können, sind für unsere weitere Arbeit als „Kinderfreundliche Kommune“ von hoher Bedeutung. Mit der Eröffnung des Kooperativen Kinder- und Jugend- büros – als zentrales Kernstück des Aktionsplans – er- hielten die Rechte und Interessen junger Kölnerinnen und Kölner ihren Platz im Herzen der Stadt: Kinder und Jugendliche motivieren wir so, sich für ihre Belange ein- zusetzen und aktiv bei der Gestaltung ihres kommunalen Lebensbereiches mitzuwirken. Im Oktober 2019 findet in Köln der erste internationale Kongress kinderfreundlicher Kommunen statt, den die Stadt Köln gemeinsam mit UNICEF ausrichtet. Bürger- meisterinnen und Bürgermeister, Expertinnen und Experten sowie Kinder und Jugendliche aus 40 Ländern finden sich in unserer Stadt zusammen, um gemeinsam innovative Ansätze zur Umsetzung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in ihrer Stadt oder Gemeinde zu diskutieren, Netzwerke aufzubauen und neue Ideen zu entwickeln. Als Mitausrichter des Gipfels setzt die Stadt Köln ein wichtiges Signal für mehr Kinderfreund - lichkeit in Kommunen. Und hierauf bin ich sehr stolz! Ich wünsche mir, dass den Interessen von Kindern und Jugendlichen bei allen Entscheidungen der Verwaltung, die einen Einfluss auf ihr Leben nehmen, stets Vorrang im Abwägungsprozess eingeräumt wird. Wir können in der ersten Halbzeitbilanz bereits jetzt festhalten: Wir sind auf einem guten Weg, dass die Kinder- und Jugendfreundlichkeit ein wichtiger Stand - ortfaktor für die Stadt Köln wird. Ich bedanke mich bei den zahlreichen Akteuren – vor allem auch bei den Kindern und Jugendlichen – die mit ihrem großen Engagement zum Gelingen des Vorhabens „Kinderfreundliche Kommune“ beitragen. Henriette Reker Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Köln, August 2019 Liebe Leserin, lieber Leser, Seite 5Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Im Jahr 2012 startete unser deutschlandweites Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ mit dem Anliegen, die UN-Kinderrechtskonvention konkret auf lokaler Ebene umzusetzen. Wir setzen damit die Standards der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF , die Städte und Gemeinden auf der ganzen Welt dazu auffordert, ihre Angebote, Planungen und Strukturen auf die Kinderrechte auszurichten, in Deutschland um. Diesem ambitionierten Ziel schlossen sich in Deutsch - land zunächst sechs Pilotkommunen an – so auch die Stadt Köln, die bis heute größte Kommune in unserem Programm. Auf der Grundlage einer ausführlichen Bestandsaufnahme und der Befragung von über 740 Kindern und Jugendlichen, entwickelte Köln einen ambitionierten Aktionsplan, der 58 Einzelmaßnahmen umfasst. Für die Selbstverpflichtung, die dieser Aktions - plan darstellt, erhielt Köln im Jahr 2018 das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Nach zwei Jahren der Umsetzung ziehen wir nun eine erste positive Bilanz und sind der Meinung: Köln hat bereits viel getan. Kinderrechte ämterübergreifend umzusetzen und die Kinderinteressen in allen Belangen mitzudenken, stellt in einer Verwaltung, die rund 17.000 Mitarbeitende um- fasst, eine besondere Herausforderung dar. Doch mit der Eröffnung eines neuen, kooperativen Kinder- und Jugendbüros ist ein großer wichtiger Schritt getan. Es ist ein sichtbares Zeichen in zentraler Lage dafür, dass die Stimmen junger Kölnerinnen und Kölner in ihrer Stadt Gehör finden. Es bietet eine niedrigschwellige Anlauf - stelle für ihre Belange und baut eine Brücke zwischen Kindern und Jugendlichen und der Verwaltungsspitze. Schon 2018 befragte die Stadt über 5.000 Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren in einer Jugendumfrage. Weiterhin erarbeitete die Kinder- und Jugendpädago - gische Einrichtung der Stadt (KidS) eine ansprechende Orientierungshilfe, die Kinder und Jugendlichen über Beschwerdeverfahren und Partizipationsmöglichkeiten informiert. Anne Lütkes Vorstandsvorsitzende des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ Köln, August 2019 Liebe Leserin, lieber Leser, In diesem Jahr führt die Stadt Köln eine umfangreiche Kinderrechtekampagne mit Plakataktionen und Veranstal- tungen durch. Der regelmäßig durchgeführte Weltkinder- tag steht 2019 unter dem Schwerpunkt Kinderrechte. In der zweiten Hälfte der Siegellaufzeit werden in Köln – wie auch in der Zeit davor – wieder viele Baumaßnahmen auf öffentlichen Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen durch- geführt, bei denen selbstverständlich Kinder und Jugend- liche sowie Eltern beteiligt werden. Insbesondere in den Programmgebieten „Soziale Stadt“ und „Starke Veedel – Starkes Köln“ erwarten wir als Verein, dass Köln die Interes- senvertretung von Kindern und Jugendlichen weiter stärkt, das Instrument des Verfügungsfonds ausbaut und junge Menschen bei der Quartiersentwicklung aktiv beteiligt. Mit alldem ist die Stadt ein gutes Beispiel einer Kinder- freundlichen Kommune. Wir freuen uns, dass Köln im Oktober diesen Jahres mit UNICEF zusammen den Child Friendly Cities Summit ausrichtet. Auf dem internatio - nalen Gipfel treffen sich sowohl Kinder und Jugendliche als auch Stadtoberhäupter und Verwaltungsakteurin - nen und Verwaltungsakteure aus aller Welt, um sich über die Erfolge und Herausforderungen in der lokalen Umsetzung der Kinderrechte auszutauschen. Damit bekommt die Stadt Köln die Möglichkeit, gute Metho - den und Maßnahmen mit einem weltweiten Netzwerk zu teilen und eigene Erfolge zu zeigen. Wir wünschen der Stadt Köln, dass sie aus diesem Ereignis zusätzliche Kraft und Intuition schöpft, um den weiteren Weg des Programmes „Kinderfreundliche Kommunen“ erfolgreich zu absolvieren. Der Verein Kinderfreundliche Kommunen steht Köln bei allen Schritten weiterhin gerne zur Seite. Seite 6Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 1. Ausgangssituation ............................................................................. 7 1.1. Begründung der Teilnahme am Projekt ............................................................. 7 1.2. Ausgangssituation zu Beginn des Vorhabens anhand der Bestandsaufnahme ........................... 7 1.3. Erwartungen an das Vorhaben .................................................................... 8 2. Stand der Umsetzung .......................................................................... 9 2.1. Vorrang des Kindeswohls ........................................................................ 10 2.1.1. Leitziel: Bildung und Gesundheit fördern .......................................................... 10 2.1.2. Leitziel: Ausbau von Sporteinrichtungen und –angeboten ........................................... 14 2.1.3. Leitziel: Vermittlung von Medienkompetenz ....................................................... 17 2.1.4. Leitziel: Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher ........................................... 18 2.1.5. Leitziel: Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume ............................................... 20 2.2. Kinderfreundliche Rahmengebung ............................................................... 21 2.2.1. Leitziel Abbau Kinderarmut ...................................................................... 21 2.2.2. Leitziel: Kinderrechte im Verwaltungshandeln ...................................................... 22 2.2.3. Leitziel: Kinder- und Jugendrechte in Aus- und Fortbildung ........................................... 25 2.3. Partizipation von Kindern und Jugendlichen ........................................................ 26 2.3.1. Leitziel: Partizipation langfristig etablieren und stärken ............................................. 26 2.3.2. Leitziel: Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung .............................. 33 2.4. Informationen über Kinder- und Jugendrechte ..................................................... 38 2.4.1. Leitziel: Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren .......................................... 38 3. Fazit ......................................................................................... 44 3.1. Grundsätzliche Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs ........................................ 44 3.2. Einschätzung der Instrumente des Vorhabens ...................................................... 44 3.3. Einschätzung der Zusammenarbeit mit dem Verein, den Sachverständigen und weiteren Mitwirkenden .... 44 3.4. Hinweise und Empfehlungen für die weitere Zusammenarbeit ....................................... 45 3.5. Zusammenfassende Bemerkungen ............................................................... 45 Kontakt/Impressum ........................................................................... 47 Inhalt Seite 7 1.1. Begründung der Teilnahme am Projekt Kinder und Jugendliche finden in der weiterhin wach - senden Großstadt Köln sehr unterschiedliche Lebens - bedingungen und Lebenswelten vor. Sie bringen ganz unterschiedliche Ressourcen, Potentiale und Ideen für die Prozesse der Alltagsbewältigung, der sozialen, poli - tischen und persönlichen Lebensgestaltung mit. In den großstädtischen Stadtbezirken und kleinräumi - geren „Veedeln“ Kölns hat sich seit vielen Jahren eine erfolgreiche Beteiligungskultur etabliert, die in zahlrei - chen kinder-, jugend- und familienfreundlichen Projek- ten, Initiativen und Maßnahmen Ausdruck findet. Auf der Basis politischer Willensentscheidungen machte sich die die Stadt Köln auf den Weg, die UN-Kinder- rechtskonvention auf lokaler Ebene umzusetzen und „Kinder- und Jugendfreundlichkeit“ als Querschnitts - thema in allen Verwaltungs- und Planungsbereichen mit Bezug auf das Aufwachsen der Kölner Kinder und Jugendlichen zu verankern. Die Stadt Köln möchte den Vorrang des Kindeswohls in allen Verwaltungsentscheidungen wahren, generatio - nenübergreifend über die Kinderrechte informieren und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fördern, indem sie hierzu die geeigneten Rahmenbedingungen schafft. Durch die Teilnahme am Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ kann die Kinder- und Jugendfreundlichkeit in der Stadt Köln systematisch evaluiert und bedarfsge - recht weiterentwickelt werden. Um die Bedeutung des Vorhabens weiter zu kräftigen, erhob die Stadt Köln die „Kinderfreundliche Kommune“ im Kölner Strategiepro - zess „Köln 2030“ zu einem der Leitprojekte in der Frage „Wie wollen wir in Köln leben?“. Die Verleihung des Siegels „Kinderfreundliche Kommu - ne“ und die damit verbundene gesamtstädtische Umset- zung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ sollte stadtweit alle Akteure der Stadtgesellschaft noch stärker sensibilisieren und motivieren, kinder- und jugendgerechte Strukturen partizipativ gemeinsam weiter zu entwickeln und neu zu denken. 1.2. Ausgangssituation zu Beginn des Vorhabens anhand der Bestandsaufnahme Mit der Stadt Köln hat sich erstmals eine Großstadt mit über einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern, über 17 .000 Verwaltungsmitarbeiterinnen und Verwal- tungsmitarbeitern sowie einer Vielzahl engagierter Akteure, die sich für die Belange von Kindern und Jugendlichen einsetzen, der konsequenten Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention im Verfahren „Kinder - freundliche Kommune“ gestellt. Die Analyse der Ausgangssituation für die Stadt Köln ist in Verbindung mit den Umsetzungsstrategien zur UN-Kinderrechtskonvention mit großen Aufgaben aber auch vielfältigen Chancen behaftet. Aus diesem Grunde setzten sich die Stadt Köln und der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ das Ziel, inner- halb des Auszeichnungsverfahrens Standards für Kinder- und Jugendfreundlichkeit zu entwickeln, die zukünftig auch für andere Großstädte nutzbar sein können. Zu Beginn des Zertifizierungsprozesses führte der Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ eine Kinder- befragung sowie eine Befragung von Verwaltungsmit - arbeiterinnen und Verwaltungsmitarbeitern durch. Die Ergebnisse dieser Befragungen mündeten in eine Standortbestimmung des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“. Diese besagte, dass die Stadt Köln in den Bereichen „Vorrang des Kindeswohls“, „Kinderfreund- liche Rahmengebung“, „Partizipation von Kindern und Jugendlichen“ und „Information über Kinderrechte“ zur lokalen Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte gut aufgestellt ist. Kinderrechte haben bereits Eingang in das tägliche Ver- waltungshandeln im Amt für Kinder, Jugend und Familie gefunden. Eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung von Kindern und ihren Rechten exis - tieren bereits in den neun Stadtbezirken Kölns. Ebenso bestehen stadtweite Konzepte u.a. zu den Themen der Inklusion, der Integration, der Gewaltprävention, der Jugendhilfe und Schulentwicklung sowie zur Spielplatz - entwicklung. Zudem werden Jugendliche beim Über - gang von der Schule in den Beruf unterstützt. 1. Ausgangssituation Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 8 Aus diesem Grunde erzielte die Stadt Köln in der Bewer- tung des Themengebiets „Vorrang des Kindeswohls“ im Rahmen der Standortanalyse einen Wert von 76%. Im Themenfeld „Kinderfreundliche Rahmengebung“ bestand bereits eine gute Basis, einen verbindlichen Rahmen für die Umsetzung der Kinderrechte in Köln zu schaffen. Hier erreichte die Stadt Köln 67%. Für den Themenbereich „Partizipation von Kindern und Ju - gendlichen“ erzielte die Stadt Köln, aufgrund ihrer sehr vielfältigen Beteiligungslandschaft 79%. Zur lokalen Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte ist eine umfassende Information von Verwaltung und Öffentlichkeit erforderlich. Kinder und Jugendliche sol - len wissen, welche Rechte sie haben, wie sie mitwirken, sich informieren oder sich gegen Rechtsverletzungen wehren können. Die Stadt Köln informiert bereits auf verschiedenen Wegen zu Kinderrechten, Hilfsmög - lichkeiten und Freizeitangeboten und verbreitet diese Informationen. Aufgrund der Vielfalt der Angebote auf diesem Gebiet, erreichte sie hier 81%. Im Juli 2017 wurde die Verwaltung durch den Rat der Stadt Köln mit der Aufstellung eines Aktionsplans be - auftragt. Eine vorläufige Steuerungseinheit diskutierte die Empfehlungen der Sachverständigenkommission. Unter Abwägung der realistischen Möglichkeiten einer Kommune in dieser Größenordnung stellte das Amt für Kinder, Jugend und Familie den umfangreichen Akti- onsplan „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ mit 58 abgeleiteten Maßnahmen auf. Die Maßnahmen sind erste Schritte, Antworten auf die Fragen zu finden, wie die vier kardinalen Themenfelder im Sinne von Kinder- und Jugendfreundlichkeit unter gesamtstädtischen Gesichtspunkten umgesetzt werden können. Dabei waren mehrere Fragestellungen bei der Erstel - lung des Aktionsplans handlungsleitend: – Wie kann die Kinder- und Jugendinteressenver- tretung in einer Großstadt in ihrer Bedeutung so ausgestaltet und angebunden werden, dass sie gesamtstädtisch wie auch in den Stadtbezirken er - folgreich agieren kann und Zugänge für alle Kinder und Jugendliche ermöglicht? – Wie können auch begleitende, ressortübergreifende Strukturen einer Steuerungsgruppe an die Anforde - rungen in den Stadtbezirken angepasst werden? – Wie kann es gelingen, aus bewährten und erfolg - reichen Maßnahmen und Strukturen in einzelnen Stadtbezirken, übertragbare Formate zu entwickeln, die auch in anderen Stadtbezirken bzw. stadtweit anwendbar werden? Der Aktionsplan wurde vom Rat der Stadt Köln im Dezember 2017 verabschiedet. Im Februar 2018 erfolgte die feierliche Übergabe des Siegels „Kinderfreundliche Kommune“. 1.3. Erwartungen an das Vorhaben Seit über 30 Jahren wird die Kinder- und Jugendbetei - ligung aktiv in einigen Ressorts der Stadtverwaltung, insbesondere im Amt für Kinder, Jugend und Familie, gelebt. Die Teilnahme an dem Vorhaben „Kinder- freundliche Kommune“ eröffnet für die Stadt Köln neue Möglichkeiten, verwaltungsinterne Strukturen nachhal - tig kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten und alle Beteiligten intensiver für die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen zu sensibilisieren. Ebenso sollen Kinder und Jugendliche motiviert werden, sich für ihre Belange einzusetzen und aktiv bei der Gestaltung ihres kommunalen Lebensbereiches mitzuwirken. Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht v.l.n.r.: Stephan Glaremin, Anne Lütkes, Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Dr. Agnes Klein, Marvin Stutzer Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 9 Die Stadt Köln hat sich für den Aktionsplan „Kinder- und jugendfreundliche Kommune Köln“ elf Leitziele gesetzt. Zum Erreichen der Leitziele werden insgesamt 58 Maß - nahmen verfolgt. Seit Februar 2018 wird der Aktions- plan aktiv umgesetzt. Die bisher erreichten Fortschritte und Ziele, aber auch die Herausforderungen bei der Durchführung der Maßnahmen, werden auf den folgen - den Seiten beschrieben. 2. Stand der Umsetzung 2.1.1. Bildung und Gesundheit fördern Maßnahme 1: Entwicklung von Projekten zur Gesundheitsprävention Die GoJa-Qualitätsstandards sollen zur Optimierung der Angebote in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) weiterentwickelt werden. Gesundheitsorientierte Jugendarbeit (GoJa) ist ein Programm zur Gesundheitsförderung in Kölner Ju - gendeinrichtungen. Seit dem Jahr 2006 folgt GoJa den Standards der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gemäß dem „GUT DRAUF“-Zertifi - zierungs- und Schulungsverfahren. Gesunde Ernährung, ausreichende Bewegung und gezielte Entspannung wirken wechselseitig und werden in den beteiligten Jugendeinrichtungen nachhaltig umgesetzt. Gesunde Ernährung im Jugendzentrum Glashütte Köln-Porz Seite 10Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Leitziel 2.1. Vorrang des Kindeswohls Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 11 oben: Mädchenkulturtage mit gesundem Snack im Take Five, unten: Kölner Jugendwerkzentrum Geisselstraße in Köln-Ehrenfeld Jugendzentrum Klingelpütz in Köln-Altstadt-Nord Zusätzlich bietet das Amt für Kinder, Jugend und Familie vertiefende Fortbildungen zu der oben erwähnten Trilogie an. Auch die Beratungskompetenz wird durch Schulungen verstärkt. Die Nachhaltigkeit konnte einerseits durch die Umset- zung der Standards und andererseits durch Netzwerk - arbeit mit einer festen Kontaktperson erreicht werden. Viermal jährlich finden Netzwerktreffen der beteiligten Jugendeinrichtungen statt, so dass auf die jeweiligen Bedarfe eingegangen werden kann. Der Prozess der Gesundheitsförderung entwickelt sich weiter im Feld der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Die Qualitäts - standards von GoJa sollen auf das Feld der Jugendwerk- stätten übertragen werden. Maßnahme 2: Professionalisierung situationsbezogener Gesundheitsförderung mit Kindern und Jugendlichen Die Professionalisierung der situationsbezogener Gesund- heitsförderung von Kindern und Jugendlichen soll durch die Qualifizierung der Beschäftigten und einer Qualitäts- sicherung angesichts einer umfangreichen Projektland- schaft erfolgen. Die Maßnahme ist in der Verantwortung des Dezernats für Bildung, Jugend und Sport, dem Amt für Kinder, Ju - gend und Familie mit den beteiligten Fachämtern sowie der Lernenden Region Netzwerk Köln e.V. gestartet. Zur Professionalisierung der Suchtprävention wurden u.a. Methodenkoffer entwickelt, die von Multiplikato - rinnen und Multiplikatoren, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeitern, Lehrerinnen und Lehrern und anderen Fachkräften in Schulen und Jugendein - richtungen sowie im Rahmen von Fortbildungen und Schulungen beim Sozialdienst Katholischer Männer e.V. eingesetzt werden. Maßnahme 3: Umwelt und Natur nachhaltig schützen und bewahren Projekte der ökologischen Bildung zum Umwelt- und Naturschutz, sollen partizipativ mit Kindern und Jugend - lichen umgesetzt werden. In Kooperation mit 17 Real-, Haupt- und Förderschulen konnten verschiedene Projekte zur ökologischen Bil - dung mit der Zielgruppe von Schülerinnen und Schülern von 14 - 17 Jahren realisiert werden. Beispielhaft zu er- wähnen sind hier die 20 Kochevents mit fast 300 Schüle- rinnen und Schülern zum Thema „Nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln und gesunde Ernährung“ sowie „Wertschätzung von Lebensmitteln – Sternekochen an Kölner Schulen“, die filmisch begleitet und dokumen- tiert wurden. An einer Befragung zum Thema „Essen“ haben 180 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. Aufgrund der positiven Resonanz, sollen weiterhin Pro - jekte der ökologischen Bildung durchgeführt werden. Eine jugendliche Teilnehmerin am Projekt „Wertschät- zung von Lebensmitteln – Sternekochen an Kölner Schulen“ erzählt: „Gut gefallen hat mir heute, dass wir selber ausprobieren konnten!“ Projekt „Sternekochen an Kölner Schulen – Wertschätzung von Lebensmitteln“ Seite 12Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 13 Projekt „Sternekochen an Kölner Schulen – Wertschätzung von Lebensmitteln“ Laura benennt: „Beim Kochen waren die Kinder happy. Das zu dürfen, mit Köchen zu kochen, war für viele etwas Tolles. Es war toll, dass man [alles] selber machen durfte. “ Eine Lehrerin berichtet: „Die Einbindung der Kinder“ hat uns gut gefallen. „Sie fühlten sich geachtet!“ Maßnahme 4: LeseMentor Köln Durch die Teilnahme am Projekt „LeseMentor“ soll die gesellschaftliche Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus eher bildungsfernen Familien ermöglicht und einem drohenden Analphabetismus vorgebeugt werden. Das Projekt „LeseMentor Köln“ ist erfolgreich gestartet und findet in der Verantwortung der Volkshochschule kontinuierlich in enger Abstimmung mit dem Netzwerk Lernende Region e.V., der Arbeiterwohlfahrt und der Sparkasse KölnBonn-Stiftung Kultur statt. Aktuell sind ca. 620 ehrenamtliche Lesementoren im Einsatz, die an 103 Schulen in allen Kölner Stadtbezirken ca. 700 Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen erreichen. Die gemeinsamen wöchentlichen Lese stunden dauern zwischen 45 und 60 Minuten. Die Qualifizierung und professionelle Begleitung der Lesementoren erfolgt durch die Volkshochschule. Das Projekt wird aufgrund der positiven Resonanz fortge - führt werden. Maßnahme 5: Verbesserung der Situation von Alleiner- ziehenden und deren Kindern Die Situation Alleinerziehender und deren Kinder soll verbessert werden. Eine berufliche Wiedereingliederung soll erfolgen. Unter der Federführung der Volkshochschule wurden die beiden Maßnahmen „Erziehende im Aufbruch“ sowie die Maßnahme „Betriebliche Einzelumschu - lung für Alleinerziehende“ durchgeführt. Zum ersten Durchführungszeitraum der Maßnahme „Erziehende im Aufbruch“ vom 1. April 2018 bis 31. März 2019 mit 216 Teilnehmenden liegen folgende Ergebnisse vor: 14% der Teilnehmenden, die im o.g. Zeitraum das Projekt been- det haben, konnten in Arbeit oder Ausbildung vermit- telt werden. Für weitere 48% konnte eine weiterführen - de Perspektive gefunden werden, z.B. die Teilnahme an einem Sprachkurs, der Besuch der Tages- und Abend- schule Köln zur Erlangung eines Schulabschlusses, die Teilnahme an einer Maßnahme wie „Gut vorbereitet in die betriebliche Einzelumschulung“. Laut Jobcenter Köln ist dies angesichts der vorhandenen Vermitt- lungshemmnisse ein sehr gutes Ergebnis, sodass die Maßnahme um ein weiteres Jahr verlängert wurde. Die Maßnahme „Betriebliche Einzelumschulung für Alleiner- ziehende“ nahmen sieben Teilnehmende in Anspruch. 2.1.2. Ausbau von Sporteinrichtungen und –angeboten Maßnahme 1: Sportorientierte Jugendarbeit Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 27 Jahren sollen, angelehnt an die Kriterien der gesundheitsorientierten Jugendarbeit, vereins- bzw. gruppenfähig gemacht werden. Seit 2017 wird die das ergänzende und eigenständige Pro- jekt „Sportorientierte Jugendarbeit“ in Kooperation mit dem Sportamt, dem Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie dem Träger „Körbe für Köln e.V.“ in den Stadtteilen Mülheim und Kalk umgesetzt. Die Maßnahme wird ab dem 30. September 2019 auf die Stadtteile Chorweiler, Nippes und Ehrenfeld in Kooperation mit dem Sportamt und dem Träger „Sportjugend e.V.“ ausgeweitet. Das Projekt „Spor- torientierte Jugendarbeit“ soll insbesondere Einrichtungen der gesundheitsorientierten Jugendarbeit unterstützen, Kinder- und Jugendliche vereinsfähig zu machen. Der Fokus dieser Maßnahme liegt auf Bewegung und berück- sichtigt den integrativen Ansatz. Das angebotene Sport- konzept ist dabei keine konkurrierende Alternative zum Vereinssport, vielmehr hat es zum Ziel, sich zu verstetigen. Maßnahme 2: Einrichtung eines Sportnetzwerkes „Sport in Metropolen“ Durch die Einrichtung eines Sportnetzwerkes soll die Sport - aktivität von Kindern und Jugendlichen erhöht werden. Das Projekt „Sport in Metropolen“ agiert aktuell im rechtsrheinischen Stadtbezirk Kalk sowie im linksrheini- schen Stadtbezirk Chorweiler. Hier sei beispielhaft die Kinder-Olympiade in Kalk genannt, die vom Bürgerverein Kalk in Zusammenarbeit mit einer Grundschule durchge- führt wird. Zudem werden Seniorensport-Angebote, der Aufbau einer Bambini-Fußball-Liga für Kindertagesstät- ten, ein offenes Behindertensport-Angebot, Sportange- bote von Jugendzentren sowie ein Sportaktionstag in Kalk geplant, unterstützt und gefördert. Im Stadtbezirk Chor- weiler wird seit Anfang 2019 ein Streetball-Angebot einer Jugendeinrichtung unterstützt. Zudem wird derzeit ein Schwimm-Lern-Angebot für Frauen mit Migrationshinter- grund und deren Kinder an einen Verein angegliedert, um das Angebot nachhaltig sicherstellen zu können. Seite 14Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Leitziel Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 15 Maßnahme 3: Sportförderprojekte im „Pro Veedel Programm“ Stadtweit sollen neue Sportförderprojekte initiiert oder un - terstützt werden sowie mehr attraktive Bewegungsanreize zum freien Sportausüben angeboten werden. Die Stadt Köln bezuschusst pädagogisch betreute „Sportförderprojekte“. Das stadtweite Sportförderpro - jekt „Pro Veedel“ existiert seit ca. 20 Jahren und wird ausgebaut. Im Förderprogramm „Pro Veedel“ wurde beispielweise eine Kooperation zwischen zwei Schulen im Rahmen eines Partnerstadtaustausches gefördert. Ein Ausbau der Zusammenarbeit mit den Schulen wird durch das Sportamt begrüßt. Die Anspruchsvoraussetzungen des „Pro Veedel“ Programms werden derzeit neu ausgerichtet. Ziel ist es, die Angebote noch attraktiver und zeitgemäßer für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 14 Jahren zu gestalten. Maßnahme 4: „Kids in die Clubs“ Durch das Projekt „Kids in die Clubs“ soll Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Teilnahme an einem Freizeit- Gruppenangebot ermöglicht werden. Das Projekt „Kids in die Clubs“ ist unter der Federfüh - rung des Sportamtes gestartet. Sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die im Besitz eines gültigen KölnPasses sind und keinen Anspruch auf Leistungen des Bildungspakets haben, werden in Bezug auf die Mitgliedschaft in einem Kölner Sportverein gefördert. Der Sportverein erhält 100,- € pro Jahr und führt das Kind, den Jugendlichen, den jungen Erwach - senen in dieser Zeit als kostenfreies Mitglied. Im Jahr 2018 konnten 65 Kinder durch das Projekt „Kids in die Clubs“ gefördert werden. Das Projekt wird im Jahr 2019 fortgeführt, erweitert um die Altersgruppen der jungen Erwachsenen und Senioren. Maßnahme 5: Spiel und Sport in der Freizeit In jedem Bezirk der Stadt Köln soll mindestens ein offenes Sport- und Bewegungsangebot pro Woche auf einer Freiflä- che angeboten werden. Unter Federführung des Sportamtes konnte im Jahr 2018 in drei Bezirken mindestens ein offenes Sport- und Bewegungsangebot wöchentlich durchgeführt werden. Für 2019 ist die Finanzierung gewährleistet, sodass das Projekt auf weitere Bezirke ausgeweitet werden konnte. Bolz- und Streetballangebote finden aktuell in Chorweiler, Innenstadt Nord, Nippes, Bilderstöckchen, Mülheim und Deutz/Kalk sowie ab Herbst 2019 zusätz- lich in Meschenich/Kölnberg statt. Im Jahr 2020 werden in Rückkopplung mit dem Sportamt die verbleibenden Bezirke Porz, Lindenthal und Ehrenfeld anvisiert. Maßnahme 6: Eltern-Kind-Turnen In jedem Bezirk der Stadt Köln soll mindestens ein offenes Sport- und Bewegungsangebot pro Woche für Eltern mit ihrem noch nicht im Kindergarten betreuten Kind angebo - ten werden. Das federführende Sportamt verfolgt einen Vernet - zungsansatz, der 2018 in den Bezirken Bilderstöckchen, Mülheim, Nippes und Innenstadt Nord gestartet wurde. Kindertagesstätten, Familienzentren und Flüchtlingsun - terkünfte werden als beständige Partner eingebunden. Bis Ende des Jahres 2020 soll das Eltern-Kind-Turnen in allen Bezirken angeboten werden. Maßnahme 7: Kölner Kindersportfest Durch die Teilnahme am Kölner Kindersportfest soll das Interesse an sportlicher Bewegung geweckt, Kontakt zu möglichen Sportanbietern hergestellt sowie inklusives Miteinander und inklusiver Sport gefördert werden. Das Kölner Kindersportfest fand in der Verantwortung des Sportamtes im Jahr 2018 als inklusives Fest mit ca. 4500 Kindern statt. Davon nahmen ca. 800 Kinder an einem Wettkampf teil. Über 60 Kinder wurden zudem als Sporthelfer ausgebildet und konnten aktiv in die Veranstaltung integriert werden. Im Jahr 2019 wurde das Kölner Kindersportfest, erweitert um die Teilnahme von benachteiligten Kindern und Jugendlichen, zum 10. Mal durchgeführt. Auch im kommenden Jahr wird das Kindersportfest stattfinden. Maßnahme 8: Baumaßnahmen Sportstätten In der Zuständigkeit des Sportamtes werden kleinere Baumaßnahmen im vom Verein ungebundenem Freizeit- und Breitensport gefördert. Der Bolzplatz in Köln-Meschenich wurde fertiggestellt und eröffnet. Im Jahr 2018 konnte zudem unter Beteili- gung von Kindern und Jugendlichen der Außenbereich auf dem Gelände der Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln (KidS) neugestaltet werden. Das Förderprogramm wird weitergeführt. Seite 16Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Plakat Kindersportfest 2019 Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 17 2.1.3. Vermittlung von Medienkompetenz Maßnahme 1: Medienbildung als Voraussetzung für ein erfolgreiches Aufwachsen - Sicherheit im Umgang mit Medien erlangen Kinder und Jugendliche sollen Souveränität und Sicherheit im Umgang mit dem Internet erlangen. In Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und Familien werden in Kooperation mit dem Computerpro - jekt Köln regelmäßig medienpädagogische Veranstal - tungen und Projekte in Jugendeinrichtungen bedürfni - sorientiert geplant und niedrigschwellig durchgeführt. Durch die unterschiedlichen Maßnahmen sollen im Jahr 2019 und im Jahr 2020 jeweils 300 Teilnehmende erreicht werden. Maßnahme 2: Schutz vor Gefahren im Umgang mit Medien Um den Gefahren im Umgang mit Medien angemessen begegnen zu können, soll das Thema Medienbildung und Prävention als attraktives Angebot umgesetzt und auf spannende Konzepte zurückgegriffen werden. In Köln wird das Spektrum an Angeboten zum Jugend - medienschutz in der Verantwortung des Amts für Kin - der, Jugend und Familie gemeinsam mit den Trägern der Medienpädagogik u.a. auf der Gamescom, der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele vorge - stellt. Von der Gamescom berichten eine Jugendredak- tion und die jugendlichen Spieletester täglich in media - len Foren für jugendliche Nutzer. An die Teilnehmenden des Medienprojekts Jugendredaktion werden außer Leitziel Gamer dem Interesse an Redaktions- und Öffentlichkeitsarbeit und dem Mindestalter 14 Jahre keine speziellen Anfor- derungen gestellt. Thema der Gamescom 2019 ist „Create your world – create your reality“. Über Erlebnis- und Mitmachange - bote für Kinder und Jugendliche sollen Kompetenzen gefördert werden, die über die originäre Mediennut - zung hinausgehen. Durch Informations- und Beratungs - angebote sollen Eltern und pädagogische Fachkräfte bestärkt und befähigt werden, Kinder zu unterstützen und für mögliche Gefahren zu sensibilisieren. Am Messestand sollen so nicht ausschließlich die Gefahren, z.B. von Sucht und Beeinflussung, aufgezeigt werden. Insbesondere die medienpädagogischen Möglichkeiten sollen zur Stärkung von Kompetenzen beitragen, z.B. die Förderung von Kreativität durch Programmieren, Roboting, Filme machen und Spiele entwickeln. Maßnahme 3: Entwicklung eines Konzepts „Medienpädagogik“ für Köln Im Rahmen des Arbeitskreises Medienarbeit soll eine Hand- lungsempfehlung für die Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) in Köln erarbeitet werden. Die Handlungsempfehlung „Medienpädagogik in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ befindet sich aktuell in der Überarbeitung. Seite 18Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 2.1.4. Einbezug zugewanderter Kinder und Jugendlicher Maßnahme 1: Angebote zur Integration für zugewanderte Kinder- und Jugendliche Kinder und Jugendliche mit Flucht- und Zuwanderungshin- tergrund sollen in das Regelsystem der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) gezielt eingebunden werden. Seit dem Jahr 2015 werden in der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und Familie jährlich ca. 100 Mikroprojekte für zugewanderte Kinder und Jugendliche durchgeführt, die von 74 Einrichtungen, schwerpunkt - mäßig aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA), in allen neun Stadtbezirken angeboten werden. In Ko - operation mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) und unter Mitwirkung von vier Fachstellen und mehreren Jugendzentren startete Anfang 2018 das Projekt „Gender Fair Play – Stärkung der geschlechtersensiblen sexual - pädagogischen Arbeit / sexuellen Bildungsarbeit“ im Rahmen des Landesprogramms „Wertevermittlung und Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendhilfe“. Im Jahr 2019 werden 96 Mikroprojekte durch die Träger der freien Jugendhilfe durchgeführt. Beispiele sind: das Projekt „Refugees Welcome – Abenteuer Deutschland“ – Angebote zur Teilhabe von geflüchteten Kindern und Jugendlichen in den Abenteuerhallen Kalk, das Projekt „Aus Vielfalt wird Gemeinsamkeit“ sowie das mobile Angebot „HOPEmobil/ Cage Tour“ in den Stadtbezirken Rodenkirchen, Lindenthal, Nippes und Chorweiler. Zur Fort- und Weiterbildung des Fachpersonals im Bereich der Offenen Kinder- und Jugendarbeit wurden zwei Fachtagungen zum Thema Integration von zuge - wanderten Kindern und Jugendlichen mit jeweils ca. 100 Teilnehmenden durchgeführt. Im Jahr 2018 fanden insgesamt vier Supervisions- / Coaching-Gruppen mit jeweils zehn pädagogischen Fachkräften statt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können hier relevante Themen sowie konkrete berufliche Alltagssituationen reflektieren, damit sie mehr Handlungssicherheit und Impulse für die Integrationsarbeit gewinnen können. Die Coaching- und Supervisionsgruppen werden im Jahr 2019 fortgesetzt. Leitziel Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 19 Maßnahme 2: Integrationshilfen für Kinder und Eltern in Gemeinschaftsunterkünften Integrationshilfen sollen die Erziehungskompetenzen von Eltern fördern. Die zehn Einrichtungen der Familienbildung haben ihre Angebote, wie z.B. Eltern-Kind-Kurse, offene Eltern-Kind-Angebote, Familienwochenenden als auch Bürgercafés, in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln in den Flüchtlingsun - terkünften bzw. in ihren Häusern erfolgreich gestartet. Im Begegnungs- und Fortbildungszentrum muslimi - scher Frauen e.V. wurden exemplarisch zwei Veranstal- tungen zum Elternkurs des Deutschen Kinderschutz - bundes „Starke Eltern – Starke Kinder“ durchgeführt. An der 39-stündigen Unterrichtseinheit „Starke Eltern – Starke Kinder“ nahmen sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer teil. An der 25-stündigen Unterrichtseinheit für geflüchtete Frauen nahmen 25 Teilnehmerinnen teil. Die Angebote werden weiter initiiert. Maßnahme 3: Interkulturelle Suchtprävention – Neue Aufgaben durch Zuwanderung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen Um den neuen Aufgaben durch die Zuwanderung von min- derjährigen unbegleiteten Flüchtlingen im Bereich Sucht gewachsen zu sein, sollen Fachkräfte in den Flüchtlingshei- men, das Wachpersonal sowie die ehrenamtlichen Helfer geschult und qualifiziert werden. Die Träger der Suchtprävention begannen im Jahr 2018 mit der gezielten Präventionsarbeit. Zur interkulturellen Suchtprävention vernetzten sich Fachkräfte, Kurzzeit - schulungen für das Personal und ehrenamtliche Helfer fanden statt. Präventionsmaterial in fünf Sprachen wurde entwickelt sowie Angebote für Flüchtlingseinrichtungen durchgeführt. Für das Jahr 2020 ist ein traumapädago- gisches Projekt mit Kindern und Jugendlichen geplant. Maßnahme 4: Sport und Bewegung für geflüchtete Kinder und Jugendliche Unter der Federführung des Sportamtes sollen sportpäda - gogische Angebote für geflüchtete Kinder und Jugendliche in verschiedenen Sportarten initiiert werden. Im Jahr 2018 wurden 15 Maßnahmen für geflüchtete Kinder- und Jugendliche stadtweit erfolgreich initiiert. Die Weiterführung bzw. Neuentwicklung der Angebote er- folgte im Jahr 2019, sodass aktuell ca. 30 Sport- und Bewe- gungsangebote für geflüchtete Kinder- und Jugend liche unterschiedlicher Ausrichtung in den Bezirken stattfinden. Maßnahme 5: TalentCAMPus „Kultur macht stark“ Kinder und Jugendliche sollen unabhängig von ihren Her- kunftsländern zusammengeführt werden sowie an Empo - werment–Programmen teilhaben, damit ihre Potenziale frühzeitig erkannt und gezielt gefördert werden können. Das 14-tägige Ferienangebot TalentCAMPus „Kultur macht stark“ richtet sich an Kinder und Jugendliche aus Zuwanderungsfamilien zwischen zehn und 18 Jahren. Im Jahr 2018 fand in den ersten beiden Sommerferien wochen in der Gesamtschule am Rendsburger Platz in Köln-Mül- heim zum sechsten Mal der TalentCAMPus „Kultur macht stark“ unter Federführung der Volkshochschule Köln in Ko- operation mit dem Netzwerk „Lernende Region Köln e.V.“, dem Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Köln, dem Museumsdienst und der Stadtbibliothek Köln statt. Es nahmen 230 Kinder und Jugendliche aus insgesamt 39 Ländern an Angeboten wie Comic Zeichnen und Stop- Motion-Film, Band-Workshop und Rappen, Schneidern, Kochen, Töpfern, Medienkompetenz, Roboter bauen und programmieren, Community Reporting, Parcouring, Aus- druckstanz und Tanztheater bis hin zur Fahrradwerkstatt teil. Die Erweiterung und Vertiefung der sprachlichen, sozia len und interkulturellen Kompetenzen wurde in den „Werkstätten der Talente“ und den kreativen Deutsch- kursen gefördert. Hierzu gehörten auch Besuche der Museen, der Stadtbibliothek oder des „Cöln-Comic- Hauses“. Auch in diesem Jahr wurde der TalentCAMPus von städtischen Auszubildenden unterstützt. Im Jahr 2019 wird das Projekt fortgeführt. 2.1.5. Gestaltung kinderfreundlicher Lebensräume Maßnahme 1: Abbau von Angsträumen im öffentlichen Raum Im Themenfeld Spiel, Freizeit und Erholung bietet Köln als Großstadt stadtweit betrachtet eine große Vielfalt an Angeboten und Trägerstrukturen an. Trotz einer mittleren Spielplatzversorgung, sind der Abbau von Angsträumen und der Ausbau sicherer Wegevernetzung der Spielräume bedeutsame Themen. Das Thema „Abbau von Angsträumen im öffentlichen Raum“ wird im Jahr 2020 initiiert. Maßnahme 2: Gute Schule 2020 – Schulgeländegestaltung Durch Maßnahmen zur Aufwertung des Schulgeländes soll eine schnell erlebbare Verbesserung des Schulalltags der Schülerinnen und Schüler erfolgen. Bis zum Ende des Jahres 2018 wurden im Rahmen des Förderprogramms „Gute Schule 2020“ ca. 50 Maßnah- men zur Aufwertung, Verbesserung und Verschöne - rung auf den Kölner Schulhöfen durchgeführt. Weitere Maßnahmen befinden sich in der Planungs- und Umset- zungsphase. Neben Materialcontainern, Sitzgelegenheiten, Fahr- rad- und Rollerständern, Tischtennisplatten, Basket - ballkörben und Fußballtoren, erfolgte die Beschaffung und Montage größerer Spiel- und Klettergeräte. Eine Erneuerung oder Modernisierung der Fallschutzflächen erfolgte. Neben einer Schulhofbegrünung entstehen zudem „Grüne Klassenzimmer“. Häufig werden „Schülerparlamente“ sowie „Klassen- und Schulpflegschaften“ mit in den Planungsprozess einbezogen. Bis zum Ende des Förderzeitraums (31. Dezember 2020) sollen bis zu 120 Maßnahmen auf den Kölner Schulhöfen umgesetzt werden. Maßnahme 3: Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept Das Verkehrskonzept Köln mobil 2025 soll um den Einbe- zug der Umsetzung der Kinderrechte erweitert werden. Neue Qualitätsstandards sollen vor allem dann festgelegt werden, wenn es um die Neuplanung kinderfreundlicher Wohnsiedlungen und um kommunale Verkehrsvorhaben geht. Es wurde noch nicht mit der Erarbeitung von Quali - tätsstandards begonnen. Ab dem Jahr 2020 wird mit der Einarbeitung der Kinder- und Jugendrechte in das Verkehrskonzept begonnen. Seite 20Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Leitziel Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 21 2.2.1. Abbau Kinderarmut Maßnahme 1: Kinderarmutsberichterstattung und sozialräumliches Präventionsmonitoring Ein Präventionsmonitoring inklusive wirkungsorientierter Steuerung soll etabliert werden. Seit Januar 2017 nimmt die Stadt Köln am Landespro- gramm „Kommunale Präventionsketten“ („Kein Kind zurücklassen!“) teil und fördert damit Teilhabe- und Ver- wirklichungschancen von Kindern und Jugendlichen in Köln. Das Präventionsleitbild ist unter der Federführung der Dienstelle „Integrierte Jugendhilfe- und Schulent - wicklungsplanung“ und des Amts für Kinder, Jugend und Familie fertiggestellt worden, eine regelmäßig arbeiten - de Steuerungsgruppe wurde ebenso gebildet. Die Themen Armutsberichterstattung und sozialräum - liches Präventionsmonitoring sind im Kontext der Strate - gie der „Kommunalen Präventionsketten“ zu betrachten. Mit Start des Programms in Köln fanden verwaltungsin- terne Workshops mit fünf Dezernaten und städtischen Dienststellen statt. Sie wurden von der Landeskoordinie - rungsstelle des Ministeriums für Kinder, Familie, Flücht- linge und Integration des Landes NRW in Trägerschaft des Instituts für soziale Arbeit e.V. (ISA Münster) begleitet. Die Beschlussvorlage zur Gesamtstrategie der „Kommu - nalen Präventionsketten“ befindet sich in Bearbeitung. Sie soll ab Herbst 2019 in die politischen Gremien ein- gebracht werden. Das „Teilhabemonitoring“ „Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ in Anlehnung an das „Gelsenkirchener Teilhabemonito- ring“ befindet sich im Aufbau. In Abstimmung mit dem Steuerungskreis nimmt die Stadt Köln in einem ersten Schritt strategisch die Al - tersgruppe der drei- bis zehnjährigen in den Fokus und schließt damit die Verbindungslinie zu dem gut aufge- bauten Hilfesystem der „Frühen Hilfen“. Als strategische Ziele der „Kommunalen Präventionsketten“ in Köln wur- den „Bildungsgerechtigkeit“, „Gesundheitsförderung“, „Stärkung der Regeleinrichtungen“ und „Integriertes Denken, Planen und Handeln“ herausgearbeitet. Leitziel2.2. Kinderfreundliche Rahmengebung Seite 22Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 2.2.2. Kinderrechte im Verwaltungshandeln Maßnahme 1: Aufnahme des Themas in die Hauptsatzung der Stadt Köln Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit soll unter §12 b in die Hauptsatzung der Stadt Köln mit folgendem Text aufgenommen werden: „Die Stadt Köln ist eine kinder- und jugendfreundliche Stadt. Sie wirkt im Rahmen ihrer Befugnisse auf die Berücksichtigung der Rechte von Kindern und Jugendlichen hin. In den Bezirken werden Kinder- und Jugendforen gebildet, um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten.“ Der Rat der Stadt Köln hat die Aufnahme der Kinder- rechte unter §12 b in die Hauptsatzung der Stadt Köln im Juni 2018 beschlossen. Die mit dem Beschluss verbundenen Inhalte und Regelungen wurden in den folgenden Monaten vom Amt für Kinder, Jugend und Familie in den Bezirksvertretungen und Ausschüssen vorgestellt und bekannt gemacht. Maßnahme 2: Einrichtung einer Steuerungsgruppe zur Umsetzung des Aktionsplans Eine Steuerungsgruppe zur Begleitung der Umsetzung des Aktionsplans soll eingerichtet werden. Eine Steuerungsgruppe wird eingerichtet und sich aus den vier Schwerpunktbereichen Stadtverwaltung, Ju - gendhilfe, Politik sowie Kinder und Jugendliche zusam - mensetzen. Dezernat für Jugend, Bildung und Sport – Dezernent – Referentin des Amt der Oberbürgermeisterin – Leitung der Integrierte Jugendhilfe- und Schulent - wicklungsplanung – Leitung des Amts für Kinder, Jugend und Familie sowie vier Vertreter Jugendhilfe – Vorstandsvorsitzende des Kölner Jugendrings e.V. – Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft Offene Tür – Vertreterin der Jugendzentren Köln gGmbH – Vertreterin und Vertreter Die Liga – Vertreter des Jugendamtselternbeirat Politik – Jugendpolitische Sprecherin oder Sprecher der SPD, der CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP sowie Die Linke – Vertreterin der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik Jugendliche – drei Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksschüler - vertretung – drei Vertreterinnen und Vertreter der Jugendforen – drei Vertreterinnen und Vertreter des Arbeitskreises Partizipation Die Geschäftsführung der Steuerungsgruppe obliegt der städtischen Mitarbeiterin und dem städtischen Mit - arbeiter des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros. Die Steuerungsgruppe tagt am 2. September 2019 zum ersten Mal im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro. Daraufhin werden halbjährliche Steuerungstreffen veranlasst. Zudem bilden sich Unterarbeitsgruppen zur Bearbeitung abgeleiteter Fragestellungen. Dem Verwaltungsvorstand wird regelmäßig berichtet. Leitziel Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 23 Maßnahme 3: Entwicklung von Qualitätskriterien zur Überprüfung der Kinder- und Jugendfreundlichkeit Die Steuerungsgruppe soll Standards, Qualitätskriterien sowie eine Handlungsempfehlung und Prüfmatrix zur Überprüfung von Beschlussvorlagen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit erarbeiten. Die Steuerungsgruppe nimmt im September 2019 ihre Arbeit auf. Die Entwicklung von Standards, Qualitätskri - terien, einer Prüfmatrix sowie Handlungsempfehlungen zur Überprüfung von Beschlussvorlagen auf ihre Kinder- und Jugendfreundlichkeit erfolgt daraufhin. Die Steue - rungsgruppe berichtet in den Verwaltungsvorstand. Maßnahme 4: Einrichtung eines Kooperativen Kinder- und Jugendbüros und schnelle Besetzung neuer Stellen Ein Kooperatives Kinder- und Jugendbüro soll eingerichtet werden. Zwei Personalstellen sollen bei der Stadtverwal- tung Köln, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Abteilung Kinderinteressen und Jugendförderung und eine halbe Personalstelle beim Kölner Jugendring besetzt werden. Ende des Jahres 2018 konnten in der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie Räumlichkeiten zur Einrichtung des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros in unmittelbarer Nähe zum Rathaus angemietet werden. Die Stadt Köln eröffnete gemeinsam mit dem Kölner Ju - gendring e.V. als Kooperationspartner am 19. März 2019 das Kooperative Kinder- und Jugendbüro. Die Stellen konnten erfolgreich besetzt werden. Plakat und Flyer des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros oben: Kooperatives Kinder- und Jugendbüro unten: Treffen der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung Seite 24Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Die Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung nutzt als wertvoller Partner und Multiplikator in die Schülerschaft die Räumlichkeiten ebenso. Vorstandsmitglied der Bezirksschülervertretung: „Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro ist für mich wichtig, weil Kinder- und Jugend - liche einen Großteil der Bewohner von Köln darstellen. Im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro können sie sich über ihre Rechte informieren, Anliegen anbringen und wichti - ge Projekte besprechen, um Köln kinder- und jugendfreundlicher zu gestalten. “ Maßnahme 5: Fortschreibung des Aktionsplans Dem Kooperativen Kinder- und Jugendbüro obliegt auch die Umsetzung der Maßnahmen, die Berichterstattung sowie die Fortschreibung des Aktionsplans. Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro setzt den Aktionsplan um. Es legt einen ersten Schwerpunkt auf Angebote und Strukturen, die die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und deren Interessenvertre - tung fördern. Anliegen von unterschiedlichen Akteuren, insbesondere von Kindern und Jugendlichen, wurden aufgenommen. Die Mitarbeitenden des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros führten im Rahmen des Zerti - fizierungsprozesses ein Monitoring zur Umsetzung des Aktionsplans durch und verfassten den Zwischenbericht zur Halbzeitbilanz zum Aktionsplan. Eine Fokussierung nachhaltiger Maßnahmen, wie die langfristige Etablierung von Fortbildungen als auch der Ausbau der Bürgerbeteiligung, wird zukünftig in Absprache mit dem Verein „Kinderfreundliche Kommu - nen“ angestrebt. Maßnahme 6: Kinderrechte werden 2018 das Schwerpunktthema der Familienbildung Im Jahr 2018 sollen die Einrichtungen der Familienbildung die UN-Kinderrechtskonvention zu ihrem Schwerpunktthe - ma berufen sowie Angebote zur Information und Diskussi- on mit den teilnehmenden Eltern und Kindern initiieren. Die zehn Einrichtungen der Familienbildung erklärten die UN-Kinderrechtskonvention im Jahr 2018 zum Schwerpunktthema. Das Logo „Kinderfreundliche Kommune Köln“ wird seit dem Jahr 2019 in ihren Programmheften eingesetzt. Die Einrichtungen der Fa - milienbildung entwickeln fortlaufend Weiterbildungs-, Informations- und Diskussionsangebote für die teil - nehmenden Eltern und Kinder und beteiligen sich auch weiterhin aktiv an der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“. Maßnahme 7: Die Kölner kultur- und medienpädago- gischen Facheinrichtungen entwickeln Projekte zum Thema Kinder- und Jugendrechte Durch die Kölner kultur- und medienpädagogischen Fach- einrichtungen sollen sechs Projekte zum Thema Kinder- und Jugendrechte entwickelt werden. Die Maßnahme ist unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie gestartet. Im Jahr 2019 werden Angebote und Projekte, in denen die Inhalte der UN-Kinderrechtskonvention künstlerisch dargestellt werden, in den Sparten Theater, Musik, Bildende Kunst, Fotografie, Tanz und Neue Medien durchgeführt. Die beschriebenen Angebote und Projekte werden sukzes - sive in weiteren Einrichtungen ausgebaut. Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 25 2.2.3. Kinder- und Jugendrechte in Aus- und Fortbildung Maßnahme 1: Schulung des Personals in allen betroffenen Dezernaten Im Rahmen von Fortbildungen sollen die Mitarbeiter in den unterschiedlichen Dezernaten und Ämtern befähigt werden, die Interessen von Kindern und Jugendlichen im allgemeinen Verwaltungshandeln stets mitzudenken und zu berücksichtigen. Zur Umsetzung des Zielvorhabens bildete sich im Jahr 2018 in der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie eine Arbeitsgruppe, die sich mit Kriterien, Zielgruppen, Inhalten, Fortbildungsformaten sowie me - thodisch und didaktischen Grundlagen beschäftigt hat. Basierend auf den Empfehlungen dieser Arbeitsgruppe wurden für das Jahr 2020 erste Mitarbeiterfortbildun - gen für Fach- und Verwaltungskräfte des Amts für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk initiiert. Diese Fortbildun - gen sollen perspektivisch auf weitere Dezernate und Ämter ausgeweitet werden sowie fester Bestandteil des Fortbildungskatalogs der Stadt Köln werden. Maßnahme 2: Aufnahme des Themas in die Ausbildung in Verwaltungsbereichen In der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und Familie, des Amts für Personal, Organisation und Innovati- on und der Ausbildungsleitung soll das Thema „Vorrang des Kindeswohls“ als Zusatzangebot in die Ausbildung aufge- nommen werden. Zwei Workshops zum Thema „Kinderrechte“/„Vorrang des Kindeswohls“ wurden im Jahr 2018 durchgeführt. Weitere Workshops für die Auszubildenden zur Verwaltungsfachangestellten und zum Verwaltungs - fachangestellten der Stadt Stadt werden im Herbst 2019 stattfinden. Die Schulung der Auszubildenden der Stadt Köln wurde ebenso wie die Aufnahme der Kinderrechte in den Fortbildungskalender des Amts für Kinder, Jugend und Familie für das Jahr 2020 mit in die Leitziele des Leitpro- jekts der Verwaltungsreform aufgenommen. Leitziel Kampagne zur Jugendbefragung 2018 Seite 26Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 2.3.1. Partizipation langfristig etablieren und stärken Maßnahme 1: Durchführung einer Jugendbefragung Im Rahmen der Kinder- und Jugendförderplanung soll eine Jugendbefragung durchgeführt werden. Unter der Federführung der integrierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung konnte die Zielsetzung erreicht werden. Im Zeitraum vom 9. April bis zum 1. Juli 2018 konnten sich erstmals alle rund 70.000 Kölner Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 14 bis einschließlich 20 Jahren an einer freiwilligen, anony- misierten Jugendbefragung beteiligen. Die 27 Fragen bezogen sich auf Themenbereiche wie „Perspektiven auf und für die Stadt“, „Partizipation und Engagement“ sowie „Freizeitverhalten und Freizeitinteressen“. Im gesamten Prozess waren die Jugendlichen über die Kooperation mit der Bezirksschülerinnen- und Bezirks - schülervertretung sowie mit dem Kölner Jugendring e.V. im Beirat zur Befragung vertreten und in das Befragungs - vorhaben eingebunden. Der Beirat tagte regelmäßig, um alle Schritte des Projektes zu begleiten. Zusätzlich fanden vorab Workshops mit Jugendlichen statt, inner - halb derer die Themenfelder und wichtige Fragen für den Fragebogen sowie das Design und das Vorgehen der Werbekampagne besprochen wurden. Vor dem Start der Befragung wurden Pre-Tests mit Jugendlichen durch- geführt, während der Befragung fand ein qualitativer Workshop statt und nach der Befragung ein Ergebnisin - terpretationsworkshop. Um auch bildungsfernere Jugendliche zu aktivieren, wurde neben der klassischen Werbung in Kooperation mit der Rheinischen Fachhochschule eine Social-Media- Kampagne initiiert. Zusätzlich zu dem Onlinefragebogen wurden ergänzende Papierfragebögen in Jugendeinrich - tungen und Schulen verteilt. Auch in der Jugendszene prominente Befragungspatinnen und -paten teilten mit Online-Posts den Link zur Jugendbefragung und riefen ihre jugendlichen Follower zur Beteiligung auf. Leitziel2.3. Partizipation von Kindern und Jugendlichen Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 27 Kampagne zur Jugendbefragung 2018 Die am 19. März 2019 im Jugendhilfeausschuss präsen- tierten Ergebnisse sind zudem auf der Webseite der Befragung einsehbar: www.jugendbefragung.koeln Im letzten Abschnitt des Befragungsberichtes werden Prüfempfehlungen aufgerufen, die nun an entscheiden - de Akteure aus der Stadtgesellschaft mit der Bitte um Prüfung und Rückmeldung verschickt werden. Gleichzei - tig werden diese Empfehlungen verwaltungsintern auf ihre Umsetzbarkeit geprüft. Im nächsten Kinder- und Jugendförderplan wird eine Zwischenbilanz gezogen, welche Prüfempfehlungen aus dem Bericht umgesetzt werden konnten. Die Veröffent- lichung ist für 2020 geplant. Die weiteren Fortschritte werden auf der Webseite der Jugendbefragung veröf- fentlicht. Vorstandsmitglied der Bezirksschülerinnen und Bezirks - schülervertretung: „Die Durchführung einer Jugendbefragung in Köln war sehr wichtig, da man so auf einen Blick sieht, was die Kinder und Jugend - lichen in Köln wollen, wie sie ihre Freizeit gestalten und was nötig ist, dass Köln zu einer kinder- und jugendfreundlichen Kom - mune wird. Mein großer Wunsch ist, dass die Anliegen aufgenommen werden und auch auf die Verbesserungsvorschläge angemes - sen reagiert wird“. Seite 28Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Maßnahme 2: Ausbau der Kinder- und Jugendforen in allen neun Stadtbezirken In allen neun Stadtbezirken wird ein Verfahren zur örtlichen Partizipation aller Kinder und Jugendlichen entwickelt, an dem sich die Bezirksjugendpflegen, die Bezirksvertretun - gen, im Bezirk aktive Träger der freien Jugendhilfe, Street- work und die Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülerver- tretung beteiligen. Laut einer ersten Bestandsaufnahme existieren insge - samt 13 städtisch geförderte Jugendforen in allen neun Stadtbezirken. Eckwerte zu einem Konzept für die politische Partizipation von Kindern und Jugendlichen im Rahmen der städtisch geförderten Jugendforen werden gemeinsam bis Ende des Jahres 2019 entwickelt. Maßnahme 3: Vorhaben „Geld in die Hand von Jugendlichen“ Jedem Bezirk stehen jährlich 5.000 € zur Verfügung, die nach dem Motto „Geld in die Hand von Jugendlichen“ den Jugendlichen möglichst formlos und unbürokratisch für die Durchführung von selbstverwalteten Projekten über - antwortet werden. Das Konzept „Geld in die Hand von Kindern und Jugend- lichen“ wurde unter der Federführung des Amts für Kin - der, Jugend und Familie fertig gestellt. Vergabekriterien sowie ein niedrigschwelliges Antragstellungsverfahren wurden mit dem AK § 80 SGB VIII Integrative Jugendarbeit entwickelt. Zur Umsetzung von struktureller Partizipation im Rah - men des Aktionsplans fand am 05. Juli 2019 ein Fachtag mit den Fachkräften des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros und den bezirklichen Jugendpflegen statt. Jugendbefragung 2018 Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 29 Maßnahme 4: Konzeptionelle Weiterentwicklung der Rathausschule Um zukünftig noch mehr Kinder und Jugendliche zu erreichen, soll das Konzept der Rathausschule weiterent- wickelt werden. Seit 1992 existiert die Rathausschule mit der Zielsetzung, Interesse für politische Zusammenhänge bei Kindern und Jugendlichen zu wecken, kommunalpolitische Entschei - dungsprozesse transparent zu machen und Handwerks - zeug für demokratisches Handeln zu vermitteln. Die Rathausschule erreicht im Jahresschnitt ca. 800 Kinder und Jugendliche. Der nächste „Tag der Jugend“ im Rat- haus findet am 06. Dezember 2019 statt. Die konzeptionelle und inhaltliche Weiterentwicklung der Rathausschule erfolgt durch das federführende Amt für Kinder, Jugend und Familie. Die Rathausschule ist per- sonell mit einer Vollzeitstelle hinterlegt und wird künftig im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro angesiedelt. Maßnahme 5: Demokratieführerschein – Lerne Deine Beteiligungsmöglichkeiten kennen! Der Demokratieführerschein ist ein außerschulisches Konzept, mit dem junge Menschen – in einer Gruppe und fachkundig betreut – ein von ihnen selbstgewähltes Pro- jekt/Anliegen aktiv kommunalpolitisch verfolgen. Die Weiterführung des Projekts „Demokratieführer - schein - Lerne Deine Beteiligungsmöglichkeiten kennen“ wurde seit dem Jahr 2016 aus organisatorischen Gründen zugunsten anderer jugendpolitischer Formate ausgesetzt. Unter anderem werden in politischen Speed- Datings mit kandidierenden Politikerinnen und Politikern sowie Workshops zu (Cyber-)Mobbing oder im HipHop- Herbstferienprojekt „FutureMusic Kids“ junge Menschen angesprochen, ihre Anliegen, Gedanken und Gefühle zu persönlichen und gesellschaftlichen Themen unter pro - fessioneller Begleitung zu formulieren und auszudrücken. Maßnahme 6: Entwicklung eines Beschwerdeverfahrens für stationäre Einrichtungen in der Kinder- und Jugend - pädagogischen Einrichtung der Stadt Köln (KidS) am Beispiel des KidS-Plakatwettbewerbs Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln richtete ein Beschwerdeverfahren für stationäre Ein- richtungen ein. Die Zielsetzung bestand darin, die von KidS betreuten Kinder und Jugendlichen nachhaltig und alters- gemäß über das Beschwerdeverfahren und die Gremien der Partizipation zu informieren und die Kinder- und Jugendli- chen für eine aktive Teilnahme zu gewinnen. Der hierzu ausgerufene Plakatwettbewerb „Beschweren erwünscht“ fand unter großer Beteiligung der Kinder und Jugendlichen statt. Eine Jury, bestehend aus Kindern, Jugendlichen und Fachkräften, prämierte die Gewinner - plakate. Aus den grafischen Elementen der Gewinner- plakate wurde ein Gesamtplakat gestaltet, welches seit Juli 2018 in allen Standorten und Gruppen von KidS sichtbar aushängt. M., 1 1 Jahre: „Ich finde gut, dass alle Kinder sehen, dass sie sich bei allen beschweren können. Nicht nur bei den Erziehern aus ihrer Gr u p p e.“ Im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren und zur langfristigen Etablierung von Partizipation bei KidS, wurde ein Partizipationsgremium, bestehend aus Kin - dern und Jugendlichen, implementiert. Seit November 2018 tagt das KidS-Parlament mindestens zweimal jähr- lich. In diesem Gremium wird Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, ihre Beschwerden vorzutragen sowie sich aktiv an Entscheidungsprozessen zu beteili - gen. Das KidS-Parlament setzt sich aktuell aus 24 Kindern und Jugendlichen zusammen, die in der Funktion des Sprechers ihrer jeweiligen Gruppe stellvertretend die Anliegen und Beschwerden der Kinder und Jugendlichen einbringen können. Seite 30Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Die Weitergabe und Transparenz der Ergebnisse des KidS-Parlaments erfolgt zum einen im Rahmen der Kinderteams durch die jeweiligen Gruppensprecher, zum anderen über die am KidS-Parlament teilnehmende Einrichtungsleitung in Leitungsgremien. Als Unterstützung für die Umsetzung vereinbarter Verfahren, sowie zur stetigen Weiterentwicklung wurde im Jahr 2018 die Fachstelle für Kinder- und Jugendbeteili- gung bei KidS eingerichtet. Die Fachstelle Kinder- und Ju- gendbeteiligung ist Ansprechpartner für alle grundsätz - lichen Anliegen im Zusammenhang mit Kinderrechten, Beteiligung und Beschwerden sowie u.a. verantwortlich für die Durchführung des KidS-Parlaments. Ergänzend dazu, wurde ein breit aufgestellter Beirat für Kinder- und Jugendbeteiligung einberufen, welcher die Arbeit der Fachstelle unterstützt und gezielt Prozesse und Aktionen in Bezug auf Kinderrechte, Beteiligung und Beschwerden in die Wege leitet, plant und umsetzt. M., 1 1 Jahre: „Ich find das gut, dass wir am Ende immer sagen können, wie wir das fanden. Ich finde die Themen gut, die wir da machen. Ändern möchte ich daran nichts. “ KidS-Parlament KidS-Beschwerdeplaket Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 31 Maßnahme 7: Selbstorganisierte Zeltlager Die Zeltlager werden von jungen Menschen mit einer JuLei Ca-Ausbildung (Jugendleitercard) vorbereitet, durchge- führt und nachbereitet. Die jungen Menschen übernehmen Verantwortung als Gruppenhelferinnen und Gruppenhelfer und in der Lagerleitung, die auch Finanzentscheidungen trifft. Jährlich führen Mitgliedsorganisationen des Kölner Jugendrings e.V. selbstorganisierte Zeltlager durch. In den Sommerferien 2018 wurde hierbei das Thema „Kinderrechte“ aufgegriffen. Die jährlich stattfindenden selbstorganisierten Zeltlager sind fester Bestandteil der Aktivitäten in den Jugendverbänden. Durch die Form der Selbstorganisation erleben die Kinder und Jugendlichen ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit. Maßnahme 8: Partizipation als Strukturmerkmal im Amt für Kinder, Jugend und Familie und als Schwer- punktthema in Fachgesprächen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) Partizipation soll als Strukturmerkmal im Amt für Kinder, Jugend und Familie und als Schwerpunktthema in Fachge- sprächen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) festgeschrieben werden. Der Leistungskatalog ist die Grundlage für die jährlichen Fachgespräche in den Einrichtungen zur Reflexion der Kinder- und Jugendarbeit. Das Thema Partizipation ist als Querschnittsaufgabe Bestandteil des Leistungska - talogs und findet im Rahmen des Wirksamkeitsdialogs Eingang in die jährlichen Fachgespräche, mit dem Ziel, Partizipation als Standard zu verankern. In den Jahren 2018 und 2019 legte die Arbeitsgemeinschaft Offene Tür (AGOT) ein Schulungsprogramm zur Partizipation für 56 Jugendeinrichtungen auf. Maßnahme 9: Vernetzung der Kinder- und Jugendinter- essen mit dem aktuellen Prozess zur Bürgerbeteiligung der Oberbürgermeisterin Die Belange von Kindern und Jugendlichen sollen vom Dezernat für Bildung, Jugend und Sport in den aktuellen Prozess zur Entwicklung von Leitlinien und Regeln für die Bürgerbeteiligung in Köln transportiert werden. Einmal im Jahr werden Kinder und Jugendliche durch die Oberbürgermeisterin zu einem Gespräch über ihre Wün- sche, Anliegen, Sorgen und Veränderungsvorschläge in Be- zug auf ihre Lebenswelt eingeladen. Das nächste Gespräch mit der Oberbürgermeisterin und Jugendlichen ist für den 13. Februar 2020 im Kooperativen Kinder- und Jugend- büro geplant. Diesbezüglich hat eine Planungskonferenz stattgefunden. Ein erster Konzeptentwurf zur Vorberei- tung wird durch die Mitarbeitenden des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros im September 2019 vorbereitet. Im Referat für Strategische Steuerung des Büros für Öf- fentlichkeitsbeteiligung wird aktuell eine Pilotstudie zum Thema „Köln kann… Stadt im Dialog gestalten“ durch- geführt. Zur Vernetzung der Kinder- und Jugendinter - essen mit dem aktuellen Prozess zur Bürgerbeteiligung der Oberbürgermeisterin hat ein erster Austausch des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros mit den Mitar- beitenden des Referats für Strategische Steuerung des Büros für Öffentlichkeitsbeteiligung im Juni 2019 stattge - funden. Eine weitere Zusammenarbeit ist vorgesehen. Maßnahme 10: Partizipation und Beteiligungskultur im „Kita-Alltag“ leben und gestalten In der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und Familien werden regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen zum Thema „Partizipation im Alltag leben“ für Mitarbeiten- de in Kindertageseinrichtungen angeboten. Die Abteilung „Tageseinrichtungen und Tagesbetreuung für Kinder“ bietet regelmäßig Fortbildungsveranstaltun- gen zum Thema „Partizipation im Alltag leben“ für die Mitarbeitenden in Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln an. In diesen Seminaren werden gemeinsame Schrit- te zur Entwicklung einer Partizipationskultur im „Kita- Alltag“ erarbeitet. Sie sind fester Bestandteil des Fortbil- Seite 32Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht dungsprogramms für die Mitarbeitenden der städtischen Kindertageseinrichtungen. Im Zeitraum von Dezember 2017 bis Mai 2019 haben sechs mehrtägige Fortbildungen für insgesamt 78 Teilzeit- bzw. Vollzeitkräfte sowie für 38 Leitungskräfte der Stadt Köln zum Themenbereich Parti- zipation stattgefunden. Die Titel lauteten „Partizipation: Beteiligungskultur im Kita-Alltag leben und gestalten“, „Wer ist hier der Boss? Macht, Ohnmacht und Mitbestim- mung im Kindergarten“. Zudem werden von Februar 2019 bis Juli 2019 fünf Teamfortbildungen für insgesamt 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchgeführt. Ein Fach- tag zum Thema „Kinderrechte“ findet am 18. November 2019 statt. Im September 2018 begann zudem eine Qualitätsoffen- sive u.a. zum Themenkomplex „Partizipation und Kinderrechte“ für die Mitarbeitenden der Kindertages - einrichtungen der Stadt Köln. Neben einer Kinderbe - fragung in zehn Kindertageseinrichtungen wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Es wurden Beteili - gungsforen für Fachkräfte durchgeführt, in denen man 313 Fachkräfte aus 174 Kitas (77% der Kitas) erreichte. Zudem wurde ein Leitungsforum durchgeführt. Hier be - teiligten sich 181 Kitas, (80 % der Kitas). An den angebo- tenen Elternforen nahmen 153 Elternvertreterinnen und -vertreter aus 1 17 Kitas, (65 % der Kitas) teil. Auch in den Sachgebieten „Fachberatung“, „Pädagogischer Grund- satz“ und „Verwaltung“ fanden Foren für die Mitarbei- tenden statt. Im Rahmen der Qualitätsoffensive wurden fünf Qualitätszirkel zur Entwicklung von Qualitätsan - sprüchen und Qualitätskriterien durchgeführt. Auf die - ser Basis wurden verbindliche Leitlinien unter dem Titel „Bilden, Betreuen und Erziehen mit Herz und Verstand“ für die Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln einge - führt. Die Einführung der Leitlinien wird durch die regel - mäßige Veröffentlichung eines Newsletters flankiert. Neben der Fortführung der Eltern- und Mitarbeiterforen mit dem Ziel der Weiterent wicklung und Vereinfachung der alltäglichen betrieblichen Abläufe in einem internen Prozess, wurden Schulungen zur internen Evaluation durch Multiplikatorinnen- und Multiplikatorenkurse in 24 Pilotkindertagesstätten durchgeführt. Live-Chat zwischen Jugendlichen und der Oberbürgermeisterin Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 33 Die Kindertageseinrichtungen der Stadt Köln bieten zudem themenbezogene Entwicklungswerkstätten für Teammitglieder an, u.a. zum Thema „Kinder bestimmen mit – Partizipation und Kinderrechte im Alltag umset - zen“. Ziel all dieser Maßnahmen ist die Entwicklung eines Qualitätshandbuches, welches schrittweise bis 2023 in allen städtischen Kitas eingeführt werden soll. Ab dem Jahr 2020 sollen so pro Jahr 45 Kitas nach den Maßgaben des Qualitätshandbuchs geführt werden. Maßnahme 1 1: Partizipation in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Für den Themenbereich „Partizipation in der Offenen Kin- der- und Jugendarbeit“ sollen flankierend praxisorientierte Fortbildungen in Kooperation mit dem Lernenden Region Netzwerk Köln e.V. angeboten werden. Das Projekt startete und wird mit dem Kooperations - partner durchgeführt. Im Jahr 2018 fanden drei Schu- lungen mit jeweils 20 Teilnehmenden aus Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit statt. Maßnahme 12: „Ferien mit der Guilleaume Stiftung“- aktive Programmgestaltung mit Kindern und Jugend lichen Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung sollen im Rahmen des Programms „Ferien mit der Guilleaume Stiftung“ Kenntnisse über die Kinderrechte erlangen und lernen, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen zu formu- lieren und in Gruppen zu vertreten. Die Ferien mit der Guilleaume-Stiftung waren auch im Jahr 2018 ein voller Erfolg. Die Kinder und Jugendlichen haben entsprechend ihrer kommunikativen Fähigkeiten anhand von Piktogrammen und Bildtafeln an Diskussio - nen teilgenommen und gelernt, ihre Wünsche, Bedürf - nisse und Anliegen zu formulieren und in Gruppen offensiv zu vertreten. Dabei wurden Kenntnisse über die Kinderrechte vermittelt und von den Teilnehmenden aktiv eingefordert, wenn sie diese eingeschränkt sahen. Auch im Jahr 2019 finden die Ferien mit der Guilleaume- Stiftung statt. 2.3.2. Einbezug der Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung Maßnahme 1: Berücksichtigung von Kinder- und Jugendinteressen bei der Umsetzung von Projekten „Soziale Stadt“ Um die Kinder- und Jugendinteressen in die Stadtplanung bei der Umsetzung von Projekten „Soziale Stadt“ einzubeziehen, wurde durch den Rat der Stadt Köln beschlossen, dass bei jeder quartiersbezogenen Städtebauförderung für die Dauer der Projektförderung ein Partizipationsprojekt für Kinder und Jugendliche im Veedel durchgeführt wird. Dabei sind 20% der Mittel aus den jeweiligen Verfügungsfonds zur Ver- wendung durch Kinder und Jugendliche selbst vorzusehen. Eine Planungskonferenz der Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros mit den Jugendpflegen der Stadt Köln zum Thema „Verfügungsfonds“ hat stattgefunden, um alle Beteiligten auf einen gemeinsamen Sachstand zu bringen und einen geregelten Informationsfluss herzu - stellen. Es zeigte sich eine hohe Bereitschaft, das Thema „Ver- fügungsfonds“ aktiv in die Planungen einzubeziehen. Der Verfügungsfonds wird von den sogenannten Quartiersmanagerinnen und -managern betreut. Sie übernehmen die Akquise und beraten Interessierte bei der Verwirklichung ihrer Projektideen und arbeiten u. a. eng mit der Bezirksjugendpflege zusammen. In diesem Zusammenhang wurden die Quartiersmanagerinnen und -manager über das Leitziel 2.3.2 des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ informiert. Das „Büro für Quartiersmanagement und Aktivierung“ befindet sich seit wenigen Wochen in den Sozialräumen „Buchheim, Buchforst und Mülheim-Nord, Keupstraße“ sowie „Blumenberg, Chorweiler und Seeberg-Nord“ in der Umsetzung. Für den Sozialraum „Meschenich“ läuft derzeit die europaweite Ausschreibung. Weitere zwei Anträge für die Sozialräume „Humboldt/Gremberg und Kalk“ und „Porz-Ost, Finkenberg, Gremberghoven und Eil“ wurden zum Stadterneuerungsprogramm 2019 ge- stellt. Sollten Bewilligungen erfolgen, werden die Maß - nahmen voraussichtlich im Jahr 2020 starten können. Leitziel Seite 34Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Maßnahme 2: Kinder- und Jugendbeteiligungsverfahren in der Stadtplanung Seit der Änderung von §3 des Baugesetzbuchs ist eine Betei li- gung von Kindern und Jugendlichen in der Bauleitplanung ver pflichtend geregelt. Beispielhaft werden hier sinnvolle Metho den, Ziele, Kooperationswege und Evaluationskriterien als zukünftige Standards festgelegt, um einen frühzeitigen, kontinuierlichen und langfristigen Beteiligungsprozess in der Stadtentwicklungsplanung zu implementieren sowie verbind- liche Schnittstellen festzulegen. Die vom Amt für Kinder, Jugend und Familie im Jahr 2018 initiierten Modellprojekte im Rahmen des Projektes „Stadt mit Zukunft“ werden im Jahr 2019 weiterentwickelt. Die politischen Beschlüsse liegen vor, Fördergelder zur Finan- zierung der Maßnahmen wurden beantragt. Die Planungs- phase für die Projekte „Grünfläche Butzweiler Hof“ in Ossendorf, „Fußgängerzone mit Spielplatz St. Adelheid“ in Neubrück sowie „Grünzug Westerwaldstraße“ in Hum- boldt/Gremberg ist abgeschlossen. Kinder und Jugendliche haben sich mit Ideen und Wünschen zur Umsetzung der Projekte aktiv beteiligt. Maßnahme 3: Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Planung einer Grünfläche am Beispiel „Butzweiler Hof“ Unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familien sollte im Stadtteil Ossendorf eine etwa 17 .000 Quadratmeter große öffentliche, quartiersbezogene Freifläche mit integriertem Spielplatz (etwa 4.000 Quadrat- meter) für Kinder und Jugendliche an der neu entstehenden Butzweilerhof-Allee geplant werden. Die Maßnahme wurde erfolgreich umgesetzt. Ein inten - sives Beteiligungsverfahren begleitete den Planungs - prozess. Bei einem Workshop im August 2016 konnten Erwachsene Konzepte zur Gestaltung der öffentlichen Grünfläche erarbeiten und Ideen-Skizzen anfertigen. Ende September 2016 erhielten Kinder und Jugendli- che die Gelegenheit, ihre Wünsche in Wort und Bild zu äußern. Die Ergebnisse der Workshops flossen in die Er - arbeitung von drei unterschiedlichen Vorentwürfen ein. Diese wurden im November 2016 in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und zur Diskussion gestellt. Das Konzept „Grünbögen“ ging bei diesem Prozess als eindeutiger Favorit hervor und fand im weiteren Verlauf nähere Detaillierung und Ausarbeitung. Im Frühjahr 2017 stellten die beteiligten Ämter den Bürgerinnen und Bürgern aller Altersgruppen den endgültigen Planungs - stand vor. Auf der etwa 17000 m² großen öffentlichen quartiersbezogenen Freifläche wurden u.a. ein Spielplatz und ein Bolzplatz auf etwa 4000 m² fertiggestellt und am 03. Mai 2019 eingeweiht. Maßnahme 4: Spielraumplanung im öffentlichen Raum Seit rund 30 Jahren werden in Köln bei allen Baumaßnah- men auf öffentlichen Spiel- und Bolzplätzen Kinder und Jugendliche in der Verantwortung des Amts für Kinder, Jugend und Familie beteiligt. Das Amt für Kinder, Jugend und Familie hat im Jahr 2018 insgesamt 1 12 Baumaßnahmen auf öffentlichen Spiel-, Bolz- und Bewegungsflächen mit zahlreichen Kindern partizipativ durchgeführt, wobei Art und Umfang der einzelnen Maßnahmen stark variieren. Es handelt sich sowohl um Neu- und Umgestaltungsmaßnahmen als auch um klassische Ersatzbeschaffungen und Erweite - rungs- bzw. Aufwertungsmaßnahmen, beispielsweise auf dem Spielplatz Brehmstraße in Köln-Nippes. Spielplatz Brehmstraße Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 35 Weitere Beispiele für partizipativ durchgeführte Bau - maßnahmen sind die Neugestaltung des Bolzplatzes Holzmarkt im Kölner Stadtteil Altstadt/Süd, die auf der Grundlage von Anregungen und Wünschen der im Bür- gerhaus Stollwerk betreuten Kinder und Jugendlichen erstellt wurde sowie die Neugestaltung des Spielplatzes Am Pistorhof in Ehrenfeld/Ossendorf. Hier waren die Spielgeräte veraltet und mussten abgebaut werden. Schülerinnen und Schüler der nahegelegenen Grund - schule haben ihre Ideen und Wünsche eingebracht und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie übergegeben. Ein erster Entwurf wurde entwickelt. Nun begann ein Aushandlungsprozess, um die endgültige Planung abzu- stimmen. Dazu wurden auch die täglichen Besucherin - nen und Besucher des Spielplatzes eingebunden. Hier war die neue Spielplatzpatin mit großen Engagement sehr aktiv und hat vielen Kindern vor Ort ermöglicht, sich an der Planung zu beteiligen. So konnten ganz individuell auch viele Details bedarfsgerecht umgesetzt werden, wie die Farbgestaltung – hier mit roten Akzen- ten in der ansonsten aus Holz gebauten Kletterkombi - nation – oder eine kleine Küche. Seit Oktober 2018 steht der Spielplatz den Kindern wieder zur Verfügung. Eine Holzkombination mit zwei Türmen und verschiedenen Auf- und Abstiegen ermöglicht vielseitiges Klettern. Auf besonderen Wunsch ist hier unter einer Plattform die kleine Kücheneinrichtung eingebaut. Eine Wippe, ein Stufenreck, ein Spielhäuschen und zwei verschiedene Schaukel ergänzen das Spielangebot. Neue Sitzauflagen auf den vorhandenen Betoneinfassungen verbessern die Aufenthaltsqualität deutlich. Der Spielplatz wird seit der Umgestaltung intensiv genutzt. Auf dem vielbesuchten Spielplatzfest am 28. Oktober 2018 haben Kinder und Eltern weitere Ideen zur Verbesserung der Spielsituation rund um den Spielplatz eingebracht, die demnächst in Teilen umgesetzt werden können. Spielplatz Brehmstraße Seite 36Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Maßnahme 5: Aktualisierung der Spielplatzbedarfsplanung In den Stadtteilen besteht teilweise ein erheblicher Nachholbe- darf hinsichtlich der Bereitstellung von Spiel- und Aufenthalts- flächen für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum. Aus diesem Grunde sollte in der Verantwortung der integ- rierten Jugendhilfe- und Schulentwicklungsplanung in enger Abstimmung mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie eine Aktualisierung der Spielplatzbedarfsplanung erfolgen. Die derzeit gültige Spielplatzbedarfsplanung der Stadt Köln ist am 18. Dezember 2018 vom Rat unter Beteili- gung aller Bezirksvertretungen beschlossen worden. Hier wurden Richtwerte, pädagogische Leitlinien und Qualitätsstandards als Rahmenplanung zu Spiel-, Bewe - gungs- und Aktionsflächen für Kinder und Jugendliche im öffentlichen Raum zugrunde gelegt. Da aufgrund der Raumknappheit bzw. der Verdichtung in der Großstadt der minimale Richtwert von 2 m² Spielflächenbedarf je Einwohner in Köln nicht erreicht werden kann, werden zudem Spielwertanalysen als weiteres Qualitätskriteri - um in die Spielplatzbedarfsplanung einbezogen. Hier werden die Faktoren „Standort“, „Zustand der Spielgeräte und Gesamteindruck des Platzes“, „Multi- funktionalität der Spielgeräte“, „Erlebniswert für Kinder und Jugendliche“ sowie „Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen“ zusätzlich zum Faktor „Versorgungs- quote“ bewertet. Am Beispiel Köln-Ehrenfeld wird deut - lich, dass sich trotz einer sinkenden Versorgungsquote in den letzten Jahren der Spielwert nicht reduziert hat. Spiel- und Bolzplatz Holzmarkt Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 37 12 6 Vogelsang Bickendorf Bocklemünd/Mengenich Ehrenfeld Ossendorf 60 70403020100 Spielwert niedrig Spielwert hoch Versorgungsquote 100% 50 2 4 5 6 1 0 80 90 100 Neuehrenfeld 11 11 23 10 Versorgungsquote niedrig Legende: Auf der Hochachse sind die Stadtteile nach dem durchschnittlichen qualitativen Spielwert der Spielplätze sortiert, auf der Horizontalachse nach dem quantitativen Versorgungsgrad mit Spielflächen (Ziel: 2 qm je Einwohnerin/Einwohner). In den Stadtteilpunkten ist die Anzahl der Spielplätze angegeben. Stadtteile mit Spielplätzen und Bolz- und Basketballflächen Spielplätze Skatemöglichkeiten Versorgungsquote und Spielwert Seite 38Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 2.4.1. Kinder, Jugendliche und Öffentlichkeit informieren Maßnahme 1: Aufbau einer Website mit Informationen Um Beteiligungsmöglichkeiten durch mediale Angebote zu erweitern, soll das Kooperative Kinder- und Jugendbüro mit den medienpädagogischen Einrichtungen der Stadt und mit Beteiligung von Jugendlichen unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie, des Amt für Informationsverarbeitung sowie der Steuerungsgruppe ein entsprechendes Konzept entwickeln. Das Konzept zum Aufbau einer Website mit Informationen zu den Kinderrechten wird nach der Vervollständigung des Teams des Kooperativen Kinder- und Jugendbüros in einem Abstimmungsprozess mit den medienpädago- gischen Einrichtungen erarbeitet. Daraufhin wird gemein- sam mit Jugendlichen eine Website entwickelt werden. Dieser Prozess wird im Herbst 2019 initiiert. Leitziel2.4. Informationen über Kinder- und Jugendrechte Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 39 Um zielgruppenspezifische Beteiligungsmöglichkeiten durch mediale Angebote zu erweitern, wurden im Bereich Social-Media zwei Kanäle entwickelt (Instagram-Kanal, Facebook-Seite), die sowohl allgemein über das Koopera- tive Kinder- und Jugendbüro als auch über Kinderrechte informieren. Die Inhalte werden durch den offenen Arbeitskreis Partizipation, der sich aus Jugend lichen, unter anderem der Bezirksschülervertretung, den Ju- gendverbänden als auch unorganisierten Jugendlichen zusammensetzt, monatlich unter Federführung des Kölner Jugendrings e.V. abgestimmt. Unter dem Slogan „YOUR VOICE, YOUR CHOICE“ werden Kinder und Jugend- liche dazu aufgerufen, ihre Anliegen über den Social- Media-Kanal zu streuen und diesem Gehör zu verschaf- fen. Langfristiges Ziel soll es sein, dass die Betreuung der Social-Media-Kanäle durch Jugendliche erfolgt. Teilnehmer des Arbeitskreises Partizipation: „Es ist wichtig, dass das Kooperative Kinder- und Jugendbüro mit der Zeit geht. Social- Media ist da ein wichtiges Format, um möglichst viele Jugendliche zu erreichen. “ Maßnahme 2: Entwicklung einer Kinderrechtskampagne Unter der Federführung des Amts für Kinder, Jugend und Familie in Kooperation mit Trägern der freien Jugendhilfe soll eine breit angelegte Kampagne zur UN-Kinderrechts- konvention durchgeführt werden, um stadtweit über die UN-Kinderrechtskonvention zu informieren. Unter Beteiligung verschiedener Ämter, Dienststellen, der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung, der Stadtschulpflegschaft sowie Trägern der freien Jugendhilfe bildeten sich im Verlauf des Umsetzungs- prozesses vier Arbeitsgruppen, die den Prozess zur Entwicklung einer Kinderrechtskampagne begleiten werden. Zum Auftakt der Kampagne war vom 30. April 2019 bis zum 06. Mai 2019 eine Citylight-Plakataktion zur Sensibilisierung der Kölner Bürgerinnen und Bürger für die Kinderrechte im Kölner Stadtbild zu sehen. Die Plakate wurden partizipativ mit Kindern und Jugend - lichen der Jugendeinrichtung Luckys Haus, SKM Köln, in einem Workshop erarbeitet. Mehrere themenorientier - te Informationsveranstaltungen fanden diesbezüglich im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro statt. Allen städtischen Kinder- und Jugendeinrichtungen, Kitas und Schulen werden die Kampagnenplakate ausgehändigt. Zudem können sich Bürgerinnen und Bürger auf der städt- ischen Internetseite unter dem Link kinderrechte.koeln über die Kinderrechte, die Geschichte der UN-Kinderrechts- konvention sowie die Kampagne informieren. Ebenso wurde ein interaktiver Veranstaltungskalender einge - richtet, in dem alle Träger der freien Jugendhilfe die Möglichkeit erhielten, Veranstaltungen und Aktio nen zum Thema „Kinderrechte“ zu veröffentlichen (www.bildung.koeln.de/Kinderrechte). Um insbesondere Jugendliche für das Thema Kinderrechte zu sensibili - sieren, richtete das JfC-Medienzentrum in Zusammen- arbeit mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie einen Instagram-Kanal zum Thema „30 Jahre Kinder - rechte in Köln“ ein. Die Gestaltung und Pflege des Instagram-Kanals wird federführend von einem Jugend - lichen in Zusammenarbeit mit dem JfC-Medienzentrum übernommen. Instagram-Aufruf "YOUR VOICE, YOUR CHOICE" Seite 40Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht kinderrechte.koeln KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln kinderrechte.koeln KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln kinderrechte.koeln KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln kinderrechte.koeln KINDERFREUNDLICHE KOMMUNE Köln Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 41 Zudem entwickelte ROOTS & ROUTES Cologne e.V. gemeinsam mit dem Amt für Kinder, Jugend und Familie sowie mit der städtischen Kindertageseinrichtung Je - suitengasse einen Filmclip zum Thema „Kinder erklären Kinderrechte“. Im Mai 2019 wurde dem Jugendhilfe- ausschuss der Filmclip erstmals präsentiert. Ende Juni fand bereits eine Premierenveranstaltung vor über 300 kleinen und großen Zuschauerinnen und Zuschauern im Kölner Kino Cinedom statt. Daraufhin wird der Filmclip bis Ende 2019 als Vorspann vor allen Filmen im Cinedom zu sehen sein. Der Filmclip „Kinder erklären Kinder - rechte“ wird ebenfalls auf der Website der Stadt Köln erscheinen. Maßnahme 3: Weltkindertag in Köln Die Veranstaltung ist ein fester Bestandteil des Engage- ments für Kinder und ihre Rechte in Köln und Umgebung. Veranstaltet wird das Fest von dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF), der Bundeszentrale für ge- sundheitliche Aufklärung (BZgA) und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln. Mit einem großen Familienfest feiert Köln am 22. Sep- tember 2019 zum 28. Mal den Weltkindertag unter dem Motto „Wir Kinder haben Rechte“. In der Verantwor- tung des Amts für Kinder, Jugend und Familien ist der Weltkindertag in Köln ein fester Bestandteil des Enga - gements für Kinder und ihre Rechte in Köln und Umge - bung. Zur Vorbereitung des Weltkindertages fanden mehrere Arbeitsgruppentreffen statt. Kinder aus dem Sozialen Zentrum Lino-Club e.V. aus Köln-Lindweiler brachten in diesem Jahr aktiv Wünsche und Ideen bei einem Arbeitsgruppentreffen ein. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichteten von einem positiven Aus- tausch. Die Kinder werden sowohl die Pressekonferenz als auch die Eröffnung des Weltkindertag-Festes ge - stalten. Bestandteil des Weltkindertages in Köln ist die große Spiel- und Informationsstraße. Sie wird regelmä - ßig von mehr als 70 Trägern, Vereinen und städtischen Dienststellen gestaltet. Unter Berücksichtigung des Mottos stellen die Akteure ihre Arbeit vor und laden die kleinen Gäste zu gemeinsamen Aktivitäten ein. Unter großem, teils ehrenamtlichem, Engagement bereiten sich die Organisationen intensiv auf ihre Aktionen und Weltkindertag in Köln Seite 42Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Präsentationen vor. Ein Flyer informiert über die Ange - bote. Darüber hinaus haben lokale Medien zugesagt, über den Weltkindertag in Köln zu berichten. Alles Wis - senswerte finden interessierte Kinder und Erwachsene auch unter der Internetadresse. Darüber hinaus ist eine Werbeaktion mit bunten City-Light-Plakaten geplant. Maßnahme 4: Erstellung eines Leitfadens für Kinder und Jugendliche zur Nutzung unterschiedlicher Partizi - pationsmöglichkeiten Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln (KidS) hat sich die Entwicklung einer graphische ansprechend aufbereiteten Orientierungshilfe zur Aufgabe gemacht, welche die Kinder und Jugendlichen über das Beschwerdeverfahren informieren soll. Durch die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln (KidS) konnte der Prozess im Juni 2018 durch Fertigstellung einer Orientierungshilfe abge - schlossen werden. Darüber hinaus wurde ein Einlege - blatt angefertigt, welches die Kinder und Jugendlichen individuell über ihre Ansprechpartner sowie die Be - schwerdemöglichkeiten aufklärt. Die Orientierungshilfe wird den Kindern und Jugendlichen jeweils bei Einzug gemeinsam mit dem von KidS entwickelten Kinderrech - tekatalog „Ich habe Rechte“ ausgehändigt. Maßnahme 5: Verbreitung des bereits erstellten Kinder- rechtekatalogs und der „Verhaltensampel“ als Basis für soziales Miteinander Die Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln (KidS) soll den Kinderrechtekatalog und die „Verhalten- sampel“ als Basis für soziales Miteinander allen Kindern und Jugendlichen bei KidS zur Verfügung stellen. Die Maßnahme konnte erfolgreich durch KidS abge - schlos sen werden. Die „Verhaltensampel“ wurde grafisch analog des Kinderrechtekatalogs durch KidS gestaltet und fest etabliert. Jedes Kind und jeder Jugend - liche erhält einen Kinderrechtekatalog sowie eine „Ver- haltensampel“ gemeinsam mit einem Flyer zum Thema „Beschweren erwünscht“. Offene Diskussionen sowie intensive Auseinandersetzungen mit den Kinderrechten und der Verhaltensampel werden auch weiterhin regel - mäßig sowohl mit den pädagogischen Mitarbeitern als auch mit den Kindern und Jugendlichen stattfinden. Zum Kinderrechtekatalog: S., 10 Jahre, äußert sich zum Kinderrechtekatalog: „Ich finde gut, dass Kinder an Medien dürfen. Und dass alle Kinder gleich behandelt werden.“ Zum Flyer „Beschweren erwünscht!“ sagt T., 12 Jahre: „Ich weiß nur ein paar Sachen die da stehen, wie dass die Erzieher nicht schlagen dürfen. Aber ich kann ja nachgucken. “ Weltkindertag in Köln Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 43 Maßnahme 6: Entwicklung und Bereitstellung altersge - rechter Informationen über Kinderrechte Das Kooperative Kinder- und Jugendbüro soll allen Trägern der freien Jugendhilfe, Schulen, Kindertageseinrichtungen und Interessierten Informationsmaterialien zu Kinder- rechten und Partizipation, z.B. den Kinderrechtekoffer des Deutschen Kinderhilfswerks e.V., bereit stellen.. Zum aktuellen Umsetzungsstand kann festgehalten werden, dass das Kooperative Kinder- und Jugendbüro über vielfältige Infomaterialien zum Thema Kinder - rechte, z.B. Plakate, Bücher, Broschüren, ein mit dem Kölner Jugendring und einer Jugendeinrichtung entwor - fenes jugendgerechtes Comic zum Thema „Deine 10 wichtigsten Grundrechte“ sowie weiteres Material von UNICEF verfügt. Die Ausstattung eines eigenen Materi - albestandes wird für das Jahr 2020 in einem partizipati - ven Prozess angestrebt. Maßnahme 7: Regelmäßige Berichterstattung über die Lage von Kindern und Jugendlichen sowie Pressekonferenz Einmal jährlich soll das Kooperative Kinder- und Jugendbüro einen Bericht über seine Arbeit für den Rat der Stadt Köln, die Fachausschüsse sowie die Bezirksvertretungen erstellen und lädt zu einer Pressekonferenz ein. Das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport hat das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ im Rahmen der Verwaltungsreform zu seinem Leitprojekt für 2018ff erklärt. Daher wird über Fortschritte im Vorhaben zwei Mal jährlich in der Beratung der Oberbürgermeisterin mit dem Verwaltungsvorstand berichtet. Nach Besetzung der Steuerungsgruppe wird dem Rat der Stadt Köln, den Fachausschüssen sowie den Bezirksvertretungen 2020 ein aktueller Sachstandsbericht erteilt werden. Infomaterial im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro Seite 44Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht 3.1. Grundsätzliche Einschätzung des bisherigen Gesamtverlaufs Das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ bildet in der Stadt Köln den passgenauen Rahmen, um Verbes- serungen und Veränderungen für die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen gemeinsam mit der Ziel - gruppe zu erzielen. In Bezug auf den bisherigen Umset - zungszeitraum zur Realisierung des Vorhabens „Kinder- freundliche Kommune“ kann festgehalten werden, dass eine Vielzahl der beschriebenen Maßnahmen bereits erfolgreich umgesetzt wurde. Weitere Maßnahmen wurden initiiert, ausgebaut oder verstetigt, ebenso wie vielfältige Herausforderungen durch das tatkräftige und engagierte Zusammenwirken vieler Akteure - insbeson - dere durch die Unterstützung von Kindern und Jugendli - chen – bewältigt wurden. Die UN-Kinderrechtskonvention hat Eingang in das tägliche Verwaltungshandeln im Amt für Kinder, Jugend und Familie gefunden. Insgesamt zeigt sich in der Stadt- gemeinschaft ein hohes Engagement, die UN-Kinder - rechtskonvention auf lokaler Ebene ressortübergreifend umsetzen zu wollen. Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention erfor - dert von den jeweiligen Verantwortlichen ein hohes Maß an Kooperationsbereitschaft, Austausch und gegenseitiger Information. Zu diesem Zweck wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, die sich aus Vertre - tern der Jugendverwaltung, der Jugendhilfe, der Politik sowie Kindern und Jugendlichen zusammensetzt. Mit Unterstützung der Steuerungsgruppe wird die Berück - sichtigung von Kinder- und Jugendinteressen sowie die Klärung von Schnittstellen und Abstimmungsprozessen im kommenden Umsetzungszeitraum auch in weite - ren Ressorts - wie z.B. der Verkehrsplanung - forciert werden. Die Eröffnung des Kooperativen Kinder- und Jugendbü - ros und die Schaffung personeller Ressourcen durch die Besetzung der entsprechenden Stellen sind in diesem Prozess wesentliche Meilensteine, um das Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ weiter vorantreiben und evaluieren zu können. 3. Fazit 3.2. Einschätzung der Instrumente des Vorhabens Die vom Verein „Kinderfreundliche Kommunen“ zur Verfügung gestellten Instrumente bilden eine praktika - ble Arbeitsgrundlage. Dabei war die durch den Verein durchgeführte Standortbestimmung mittels einer Stärken-Schwächen-Analyse eines der bedeutsamsten und umfangreichsten Instrumente. Diese ausführliche Analyse des Ist-Zustandes ermöglichte eine bestmög - liche Argumentationshilfe und bot wichtige Bausteine für die Ausarbeitung des Aktionsplans „Kinder- und ju - gendfreundliches Köln“. Auf dieser Grundlage entstand ein solides Maßnahmenpaket, das sich in der Praxis als umsetzungsfähig erweist. 3.3. Einschätzung der Zusammenarbeit mit dem Verein, den Sachverständigen und weiteren Mitwirkenden Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Kinderfreund - liche Kommunen“ sowie mit den Sachverständigen ge - staltete sich stets positiv und konstruktiv. Insbesondere in der Phase der Erstellung des Aktionsplans wurde eine sehr engagierte Unterstützung seitens der Mitarbeiten - den des Vereins geboten. Der Austausch im Rahmen der halbjährlich stattfinden - den Dialogforen bot eine Vielzahl an Anregungen für die eigene Tätigkeit. Insbesondere der interkommunale Austausch, die hohe fachliche Expertise als auch die Vielzahl an Diskussionen am Rande erwiesen sich als sehr wertvoll. Für Anregungen seitens der Vertreter der teilnehmenden Kommunen zeigte sich der Verein stets offen, Möglichkeiten der Umsetzung wurden diskutiert und „Schritte“ modifiziert. Der regelmäßig stattfindende intensive Austausch mit den Mitarbeitenden des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ war stets durch eine wertschätzende Hal - tung getragen, in der auch die Herausforderungen zur Umsetzung des Vorhabens offen kommuniziert werden konnten. Dabei wurden individuelle Problemfragen mit einer professionellen Sensibilität wahrgenommen und begleitet. Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Seite 45 Die Anregungen zum halbjährlichen Monitoring bezüglich der Umsetzung des Aktionsplans „Kinder- und Jugend- freundliches Köln“ boten wertvolle Hinweise zur Optimie- rung einzelner Maßnahmen. Auch in Zeiten des Wechsels der Zuständigkeiten innerhalb des Amts für Kinder, Jugend und Familien waren die Mitarbeitenden des Vereins „Kinderfreundliche Kommunen“ stets verlässliche und kompetente Ansprechpartner, die mit viel Engage- ment der Stadt Köln unterstützend zur Seite standen. 3.4. Hinweise und Empfehlungen für die weitere Zusammenarbeit Perspektivisch ist die Stadt Köln daran interessiert, einen intensiveren Austausch mit den Sachverständigen zu führen, um die Fachexpertise für die weitere Umset - zung des Aktionsplans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ insbesondere in Bezug auf die Erarbeitung eines verbindlichen, ressortübergreifenden Verwaltungsleit - fadens zum Vorrang des Kindeswohls verstärkt nutzen zu können. 3.5. Zusammenfassende Bemerkungen Durch die Umsetzung des Vorhabens „Kinderfreund - liche Kommune“ wurde eine Vielzahl von wichtigen Maßnahmen und Initiativen angestoßen, die Köln kin - der- und jugendfreundlicher machen sollen. Die Kinder- und Jugendfreundlichkeit der Stadt Köln im unmittelbaren Lebensumfeld von Kindern und Jugend - lichen ist für das Aufwachsen und die Entwicklungs - chancen von Kindern und Jugendlichen von besonderer Bedeutung. Hier konnten bereits jetzt konkrete Verbes - serungen erzielt werden, welche durch die konsequente Umsetzung der beschriebenen Maßnahmen erfolgten. So wurde ein Stadtratsbeschluss zur Anerkennung und Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Köln für ihre Berücksichtigung im Verwaltungshandeln herbei - geführt und in die Hauptsatzung der Stadt Köln aufge - nommen. Mit der Umsetzung des Aktionsplans „Kin - der- und jugendfreundliches Köln“ erkennt die Stadt Köln Kinder und Jugendliche als eigenständige Persön - lichkeiten an und macht deutlich, dass der Schutz und die Förderung aller Kinder und Jugendlichen in Köln ein zentrales Anliegen ist. Erstmals konnten sich alle rund 70.000 Kölner Jugendlichen und junge Erwachsene an einer freiwilligen und anonymisierten Umfrage zu den Themenbereichen wie „Perspektiven auf und für die Stadt“, „Partizipation und Engagement“ sowie „Freizeit- verhalten und Freizeitinteressen“ beteiligen. Im März 2019 wurde das Kooperative Kinder- und Ju- gendbüro als Kernstück kinder- und jugendfreundlicher Rahmengebung eröffnet. Jugendliche, vertreten durch den Kölner Jugendring e.V., sowie die Bezirksschülerver- tretung Köln arbeiten als wertvolle Multiplikatoren in die freien Jugendverbände und in die Schülerschaft im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro mit der Stadtver - waltung zusammen. Die Interessen und Rechte junger Kölnerinnen und Kölner bekommen somit eine nach- haltige institutionelle Verankerung mitten in der Stadt gegenüber des Rathauses. Im Rahmen des Landesprogramms „Kommunale Präventionsketten“ befindet sich das „Teilhabemonito- ring“ „Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen“ in Anlehnung an das „Gelsenkirchener Teilhabemonitoring“ bereits im Aufbau. Als strategische Ziele der „Kommunalen Präventionsketten“ in Köln wur- den „Bildungsgerechtigkeit“, „Gesundheitsförderung“, „Stärkung der Regeleinrichtungen“ und „Integriertes Denken, Planen und Handeln“ herausgearbeitet. Eine weitere Zielsetzung besteht darin, nachhaltig für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention auf lokaler Ebene zu sensibilisieren und zu motivieren, kinder- und jugendgerechte Strukturen partizipativ gemeinsam wei - terzuentwickeln und neu zu denken. Die UN-Kinderrech - te haben stadtweit in der Bevölkerung Gehör gefunden. Nicht nur durch die Vielzahl an Angeboten zum Thema Kinderrechte aus der Trägerlandschaft, sondern auch durch die Entwicklung einer breit angelegten Kinder - rechtekampagne, die unter Beteiligung verschiedener Ämter und Dienststellen, der Bezirksschülerinnen- und Bezirksschülervertretung, der Stadtschulpflegschaft sowie Trägern der freien Jugendhilfe umgesetzt werden konnte. Die diesjährige Kinderrechtekampagne hat ihren Höhepunkt im ersten weltweiten „Child friendly Cities Summit“, den UNICEF gemeinsam mit der Stadt Köln im Herbst 2019 ausrichtet. Seite 46Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Auch in der Kindertagesbetreuung ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden Bereichen in vielfältigen Themenbereichen aktiv in Angriff genommen worden. So wurde eine Qualitätsof - fensive im Kita-Bereich eingeleitet, in der die Verwirkli - chung der Kinderrechte aktiv in den Fokus rückt. Für das Jahr 2020 werden Mitarbeiterfortbildungen zum Thema „Vorrang des Kindeswohl“ als feste Fortbildungsbaustei- ne im Fortbildungskalender des Amts für Kinder, Jugend und Familie etabliert. Dieses Thema soll im Verlauf auf weitere Dezernate ausgeweitet werden. Auch im Ausbildungsbereich werden im Herbst 2019 Workshops zum Thema „Vorrang des Kindeswohls“ durchgeführt, sodass bereits zukünftige Verwaltungsmitarbeiter für das Thema Kinderrechte sensibilisiert werden können. Im Bereich der Spielplatzgestaltung zeigt sich die Stadt Köln weiterhin gut aufgestellt. Im Jahr 2019 stellte die Stadt Köln zusätzlich drei Landschaftsarchitekten und zwei Sachbearbeiter für den Spielplatzbereich ein. Eine der grundlegenden Handlungslinien in der Spielraumplanung ist das Prinzip der Partizipation von Kindern und Jugendlichen und öffnet somit vielfältige Mitwirkungs-, Gestaltungs- und Entscheidungsräume für junge Menschen. Unter hoher Beteiligung der Kinder und Jugendlichen, die in den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt Köln (KidS) wohnen, wurde ein Beschwerdever- fahren für stationäre Einrichtungen entwickelt, woraus sich mit dem KidS-Parlament ein Leuchtturmprojekt für die Stadt Köln entwickelte. Die gute Zusammenar- beit sowie der Wille aller, die Anliegen, die Meinungen, Wünsche und Bedürfnisse der beteiligten Kinder und Jugendlichen bei allen sie betreffenden Entscheidungen berücksichtigen zu wollen, ist die Grundvoraussetzung für das anerkennenswerte Ergebnis. Viele Maßnahmen wurden bereits erfolgreich umge - setzt, verstetigen sich und konnten fest implementiert werden. Einige Maßnahmen werden nun auch durch die neu geschaffenen Stellen im Kooperativen Kinder- und Jugendbüro weiter forciert. Mit der Einrichtung der Steuerungsgruppe zur Begleitung der Umsetzung des Aktionsplans konnte ebenso ein Meilenstein beschritten werden, um das Vorhaben gesamtstädtisch und unter hoher Beteiligung von Kindern und Jugendlichen voran - bringen zu können. Insbesondere der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Schaffung von mehr Sicherheit im Straßenver- kehr und im öffentlichen Raum ist den Kölner Kindern und Jugendlichen gemäß den Ergebnissen der Kölner Jugendbefragung ein großes Anliegen. Diese Themen müssen im weiteren Umsetzungsprozess des Aktions - plans „Kinder- und jugendfreundliches Köln“ ebenso wie die Themen Umwelt und Nachhaltigkeit besondere Berücksichtigung finden. Zukünftig möchte sich die Stadt Köln auf nachhaltige Maßnahmen konzentrieren. Die Verzahnung der Kinder- und Jugendbeteiligung mit der Bürgerinnen- und Bür - gerbeteiligung wäre ein großer Erfolg. Dabei wäre nicht nur Öffnung der Bürgerinnen- und Bürgerbeteiligung für Kinder und Jugendliche erstrebenswert, sondern vor allem auch eine Erweiterung der Beteiligungsmethoden zu Gunsten von Kindern und Jugendlichen. Zudem soll die Schulung des Personals in allen betroffenen Dezer - naten weiter verfolgt werden. Insbesondere in den Programmgebieten „Soziale Stadt“ und „Starke Veedel – Starkes Köln“ möchte die Stadt Köln die Interessenvertretung von Kindern und Jugend - lichen weiter stärken, das Instrument des Verfügungs - fonds ausbauen und junge Menschen bei der Quar- tiersentwicklung aktiv beteiligen. Mit dem bisherigen Umsetzungsstand der Maßnahmen des Aktionsplans ist ein erstes Zwischenziel markiert worden, auf dem Weg, unter gesamtstädtischen Gesichtspunkten sowie mit Blick auf die neun Stadt - bezirke und die elf definierten Sozialräume, Standards für die vier kardinalen Themenfelder „Vorrang des Kindeswohls“, „Kinder- und Jugendfreundliche Rahmen- gebung“, „Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen sie betreffenden Bereichen“ und „Information über die Rechte von Kindern und Jugendlichen“, setzen zu können. Aufgrund der zu verzeichnenden Erfolge, strebt die Stadt Köln Ende des Jahres 2020 eine Rezertifizie- rung an. Seite 47Aktionsplan „Kinder- und Jugendfreundliches Köln“ Zwischenbericht Kontakt/Impressum Stadt Köln Amt für Kinder, Jugend und Familie Kinderinteressen und Jugendförderung Ottmar-Pohl-Platz 1 51 103 Köln Die Oberbürgermeisterin Amt für Kinder, Jugend und Familie Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Grafik Zimmer, Büro für Corporate Design und Visuelle Kommunikation Bildnachweis Titelbild und S.9: getty images, Maria Fuchs, S. 4, 8, 12, 13, 16, 23, 27, 32, 34, 35, 36, 40, 41, 42, 43: Stadt Köln, S. 5: Kinderfreundliche Kommunen e.V., S. 10: Jugendzentrum Glashütte Köln-Porz, S. 11 oben: Jugend- zentrum Take Five, S. 11 unten: Jugendwerkzentrum Geisselstraße Köln- Ehrenfeld, S. 11 rechts: Jugendzentrum Klingelpütz Köln Altstadt-Nord, S. 17: iStockphoto LP , gorodenkoff, S. 26 oben, S. 38, S. 39: Kölner Jugendring e.V., S. 26 unten: Moritz Jansen, S. 28: Tim Sieck, S. 30: KidS: Kinder- und Jugendpädagogische Einrichtung der Stadt Köln Druck Druckhaus Süd Medien GmbH 13-Si/51/500/09.2019

Beratungsverlauf

  1. 29.10.2019

    Jugendhilfeausschuss

    Kenntnisnahme (Mitteilung).
  2. 23.01.2020

    Sportausschuss

    Entscheidung. Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 03.02.2020

    Finanzausschuss

    TOP 2.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 17.02.2020

    Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik

    TOP 3.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  5. 03.03.2020

    Integrationsrat

    TOP 5.2, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  6. 03.03.2020

    Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender

    TOP 8.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  7. 05.03.2020

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 15.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  8. 09.03.2020

    Ausschuss Schule und Weiterbildung

    TOP 5.6, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  9. 12.03.2020

    Verkehrsausschuss

    TOP 7.2.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  10. 28.04.2020

    Ausschuss Kunst und Kultur

    TOP 8.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  11. 07.05.2020

    Stadtentwicklungsausschuss

    TOP 17.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  12. 04.06.2020

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 7.1, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  13. 08.06.2020 zuletzt

    Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales

    TOP 4.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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