1331/2017
Leitprojekt: Strategisches Stadtentwicklungskonzept "Kölner Perspektiven 2030" Beschluss zur Erarbeitung der "Kölner Perspektiven 2030" auf Grundlage des vorgeschlagenen Verfahrens (siehe Anlage 1) Beschluss zur Vergabe und Beauftragung der notwendig
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Anlage 1_ Prozessgrafik Kölner Perspektiven 2030
1237 Zeichen
WORKSHOP AUSWERTUNG FORUM 1 WORKSHOP AUSWERTUNG FORUM 2 WORKSHOP AUSWERTUNG FORUM 3 WORKSHOP AUSWERTUNG FORUM 4 FORUM 1 FORUM 2 FORUM 3 FORUM 4 EXPERTENPOOL POLITIK VERWAL TUNGS- VORSTAND PRODUKTE ÖFFENTLICHE BETEILIGUNG INHAL TLICHE BEARBEITUNG STEUERUNG STADTENTWICKLUNGSTEAM EXTERN 2017 EINSTIEG BEARBEITUNG BÜRO XY ZUSAMMEN- FÜHRUNG ZUKUNFTSRÄUME 4 TEIL- STRATEGIEN ENTWURF KP 2030 DOKU FORUM 1 AUSSCHREIBUNG STANDORT- BESTIMMUNG DOKU FORUM 2 DOKU FORUM 3 DOKU FORUM 4 KP 2030 ZielstellungGrundlagen ENTWICKLUNG PROZESS SCHLÜSSEL - PROJEKTE TEILGEBIETS- PLANUNGEN THEMATISCHE WORKSHOPS ENTWICKLUNG THEMENFELDER Strategie Projekte & Maßnahmen SYNTHESE2018 2019 2020 IIIOB III IV V VI VII VIII KLAUSUR 02.05.17 ABSTIMMUNG PROZESS MAI AUFTAKT VERWALTUNG URBANES KÖLN PRODUKTIVES KÖLN VERNETZTES KÖLN OFFENES KÖLN 11.07. 28.01.17 STADTGESPRÄCHE TEAM A TEAM B TEAM C TEAM D WORKSHOP FINALISIERUNG STEK WORKSHOP ZUKUNFTSRÄUME VORBEREITUNG FORUM 1 VORBEREITUNG FORUM 2 EMPFEHLUNGEN EMPFEHLUNGEN EMPFEHLUNGEN VORBEREITUNG FORUM 2 VORBEREITUNG FORUM 2 RATSBESCHLUSS RATSBESCHLUSS KP 2030 PRÄSENTATIONEN KP 2030 STANDORTBESTIMMUNG ENTWURF 19.04.2017 / URBAN CATALYST STUDIO & SCHEUVENS+WACHTEN plus KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030 / PROZESS
Beschlussvorlage Rat
7891 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VI/15/151
151
Vorlagen-Nummer
1331/2017
Freigabedatum
28.06.2017
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Leitprojekt: Strategisches Stadtentwicklungskonzept "Kölner Perspektiven 2030"
Beschluss zur Erarbeitung der "Kölner Perspektiven 2030" auf Grundlage des
vorgeschlagenen Verfahrens (siehe Anlage 1)
Beschluss zur Vergabe und Beauftragung der notwendigen externen Unterstützung
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rat beschließt das Verfahren zur Erstellung des Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes
„Kölner Perspektiven 2030“ (siehe Anlagen 1 und 2) und beauftragt die Verwaltung mit der Um-
setzung.
2. Der Rat beauftragt die Verwaltung die für das Verfahren notwendigen externen Unterstützungs-
leistungen zu vergeben und zu beauftragen.
Alternative
Der Rat verzichtet auf die Erarbeitung des Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes „Kölner Per-
spektiven 2030“.
Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 03.07.2017
Stadtentwicklungsausschuss 06.07.2017
Finanzausschuss 10.07.2017
Rat 11.07.2017
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Haushaltsmäßige Auswirkungen
Nein
Ja, investiv Investitionsauszahlungen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme siehe Begründung
über 4. Finanzen €
Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja %
Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
c) bilanzielle Abschreibungen €
Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr:
a) Erträge €
b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten €
Einsparungen: ab Haushaltsjahr:
a) Personalaufwendungen €
b) Sachaufwendungen etc. €
Beginn, Dauer
Begründung
1. Ausgangslage
Die Stadt Köln steht in den kommenden Jahren vor vielfältigen Veränderungen: Ein starkes Bevölke-
rungswachstum und Veränderungen in der Altersstruktur, Klimawandel und Klimaschutz, veränderte
Mobilitätsbedürfnisse, Digitalisierung und wirtschaftlicher Wandel sind nur einige Herausforderungen,
die sich für die Stadtentwicklung ergeben. Um die damit verbundenen Chancen frühzeitig einzuschät-
zen, für Köln zu nutzen und die Wechselwirkungen mit anderen Entwicklungstrends in ihren Konse-
quenzen für das städtische Handeln aufzuzeigen, soll als Leitprojekt ein integriertes Strategisches
Stadtentwicklungskonzept unter dem Titel „Kölner Perspektiven 2030“ mit einem konsistenten Ziel-
system und einem räumlichen Leitbild erarbeitet werden. Das Leitprojekt „Kölner Perspektiven 2030“
ist eng mit der Verwaltungsreform verbunden und bildet die Grundlage für die strategische Ausrich-
tung der Stadt Köln.
2. Ziel und Inhalt der „Kölner Perspektiven 2030“
Das Leitprojekt „Kölner Perspektiven 2030“ bildet für die Stadt Köln die zentrale Grundlage für eine
zukunftsgerichtete, strategische und nachhaltige Stadtentwicklung. Für die gesamtstädtische Ebene
werden integrierte Ziele, Leitlinien und Handlungsschwerpunkte unter Beachtung von Wirkungszu-
sammenhängen und regionalen Verflechtungen erarbeitet. Bislang weitgehend sektoral angelegte
Zielsetzungen, Konzepte und Leitlinien der Dezernate und Fachämter werden aufeinander abge-
stimmt und um gesamtstädtische Strategien ergänzt; Leitprojekte und Maßnahmen zur Umsetzung
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der Ziele mit einer Zielpriorisierung harmonisiert.
Teil des Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes „Kölner Perspektiven 2030“ ist ein räumliches
Leitbild, dessen Aufgabe die Identifizierung von Entwicklungsschwerpunkten (sogenannte Zukunfts-
räume) und von konkreten Leitprojekten in Abstimmung mit der regionalen Entwicklung ist.
Die „Kölner Perspektiven 2030“ bauen dabei auf den Ratsbeschlüssen zum „Leitbild 2020“ (aus
2003), zur „Nachhaltigen Stadtentwicklung1“ (aus 2011) sowie zur „wachsenden Stadt“ (aus 2015) auf
und entwickeln diese im Hinblick auf eine konkrete Handlungsorientierung weiter.
Für die Erstellung und eine kontinuierliche Evaluierung ist ein umfassendes Datenangebot über alle
relevanten Themen notwendig. Das beim Amt für Stadtentwicklung und Statistik betriebene Data Wa-
rehouse und das auf dieser Basis entwickelte Monitoring Stadtentwicklung sollen hierzu ebenso wie
die Ergebnisse des Projektes „Optimierung und Fortentwicklung des Datenmanagements“ verwendet
werden.
Die „Kölner Perspektiven 2030“ stellen einen Handlungsrahmen für alle an der Stadtentwicklung in-
tern und extern beteiligten Akteure dar. Für die intern beteiligten Akteure aus Stadtverwaltung und
Politik hat das Konzept einen verbindlichen Charakter. Es bildet somit ein wichtiges Planungsinstru-
ment und wird zunehmend Voraussetzung für die Haushaltsplanung, für die Einwerbung von Förder-
mitteln und die Koordination stadtentwicklungsbedeutsamer Projekte.
1 Die “Kölner Perspektiven 2030“ berücksichtigen Ergebnisse verschiedener, derzeit noch nicht abgeschlosse-
ner Arbeiten zur Nachhaltigkeit (Kölner Nachhaltigkeitsziele, Kölner Indikatorenset zur qualitativen Analyse von
Nachhaltigkeitsprozessen und die ab 2017 stattfindenden Nachhaltigkeitskonferenz der Oberbürgermeisterin).
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3. Prozess
Die Ergebnisse einer Klausurtagung des Verwaltungsvorstand Ende Januar 2017 bilden die Grundla-
ge für den hier vorliegenden Verfahrensvorschlag der Büros Urban Catalyst Studio und scheuvens +
wachten plus.
Das Verfahren sieht vier interdisziplinär besetzte Teams vor, die in den Themenfeldern Urbanes Köln,
Produktives Köln, Vernetztes Köln und Offenes Köln arbeiten. Sie erarbeiten Grundlagen, Zielstellun-
gen, Strategien sowie Projekte und Maßnahmen und verantworten die vier Teilkonzepte. In dieser
Phase werden die Öffentlichkeit, Akteure und Politik über unterschiedliche Beteiligungsformate akti-
viert und eingebunden. In der Synthese entstehen aus den vier thematischen Teilkonzepten das Stra-
tegische Stadtentwicklungskonzept „Kölner Perspektiven 2030“ mit einem räumlichen Leitbild.
Für die Umsetzung des geplanten Verfahrens benötigt die Verwaltung die Unterstützung eines exter-
nen Büros. Es berät die Verwaltung in fachlichen Fragen und übernimmt planerische, moderierende
und prozessnavigierende sowie bündelnde Aufgaben. Es bildet die Klammer über den Gesamtpro-
zess. Das externe Büro muss über umfassende Kenntnisse zu stadtentwicklungspolitischen und
stadträumlichen Entwicklungen und Trends sowie über Erfahrungen in der Umsetzung komplexer
Prozesse mit einer vielschichtigen Akteurslandschaft verfügen. Es gibt mit Blick von außen wichtige
Impulse in den Prozess.
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4. Finanzen
Für das dargestellte Vorgehen wurden Sachkosten in Höhe von rund 620.000,00 € kalkuliert. Diese
fallen für die Beauftragung externer Experten, des koordinierenden externen Büros, die interdiszipli-
nären Teams und für weitere Kosten (Druck, Catering, Grafik, Raummieten, etc.) an.
Es ist folgende Verteilung vorgesehen:
2017: 200.000 €
2018: 200.000 €
2019: 100.000 €
2020: 60.000 €
2021: 60.000 €
Für die Umsetzung der Maßnahmen wurden im Vorgriff auf den Stellenplan 2018 zwei Stellen einge-
richtet (1,0 Stelle EG 13 und 1,0 Stelle EG 11). Für die zwei Stellen entstehen jährliche Personalkos-
ten in Höhe von 154.600 €.
Die Finanzierung der Maßnahmen erfolgt aus Teilergebnisplan, 0902, Stadtentwicklung, Teilplanzeile
13 – Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen (Sachkosten) sowie Teilplanzeile 11 – Personal-
aufwendungen. Die im Haushaltsjahr 2017 für das Projekt „Strategische Stadtentwicklung“ veran-
schlagten konsumtiven Aufwandsermächtigungen und die Anmeldungen zum Haushaltsplan 2018
inklusive mittelfristiger Finanzplanung bis 2021 decken die kalkulierten Gesamtkosten ab.
Anlagen
Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
907 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
IX/15/151
151
Vorlagen-Nummer
1331/2017
Stand: 10.07.2023
Sachstandsbericht
Leitprojekt: Strategisches Stadtentwicklungskonzept "Kölner Perspektiven 2030"
Beschluss zur Erarbeitung der "Kölner Perspektiven 2030" auf Grundlage des
vorgeschlagenen Verfahrens (siehe Anlage 1)
Beschluss zur Vergabe und Beauftragung der notwendigen externen Unterstützung
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wurde gemäß Ratsbeschluss mit externer Un-
terstützung erarbeitet. Der Rat der Stadt Köln hat am 14.12.2021 die Stadtstrategie beschlos-
sen.
Nächste Schritte:
Die Stadtstrategie „Kölner Perspektiven 2030+“ wird durch so genannte Schlüsselprojekte
fortlaufend umgesetzt.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Es sind zu dieser Vorlage keine weiteren Statusberichte geplant.
Anlage 0 Dringlichkeitsbegründung
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Anlage 0 Dringlichkeitsbegründung zur Ratsvorlage „Kölner Perspektiven 2030“ Mit der Vorlage beabsichtigt die Verwaltung den Beschluss zur Erarbeitung der Kölner Per- spektiven 2030 auf Grundlage des vorgeschlagenen Verfahrens sowie den Beschluss zur Vergabe und Beauftragung der notwendigen externen Unterstützung durch den Rat zu erwir- ken. Mit dem Ratsbeschluss wird die Verwaltung in die Lage versetzt, das Verfahren zur Entwicklung der Kölner Perspektiven 2030 zu starten. Am 13.09.2016 wurde im Verwaltungsvorstand die Vorlage zur Entwicklung einer gesamt- städtischen Strategie beschlossen. Dezernat VI / 15 wurde mit der Bearbeitung einer „Pro- jektskizze zur Entwicklung einer umfassend angelegten Stadtstrategie“ (Kölner Perspektiven 2030) beauftragt. Diese Projektskizze wurde dem Verwaltungsvorstand am 02.05.2017 vor- gestellt. Der Verwaltungsvorstand hat den Prozess zur Kenntnis genommen und die Verwal- . tung um Änderungen in der Vorlage gebeten. Eine fristgerechte Einreichung der Ratsvorlage durch die Verwaltung konnte aufgrund der im Verwaltungsvorstand am 02.05.2017 getätigten Änderungen nicht erfolgen.
Anlage 2_Prozessbeschreibung
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1 KÖLNER PERSPEKTIVEN 2030 PROZESSGESTALTUNG FÜR DAS STRATEGISCHE STADTENTWICKLUNGSKONZEPT Klaus Overmeyer, Kunibert Wachten WARUM BENÖTIGT KÖLN EIN STRATEGISCHES STADTENTWICKLUNGSKONZEPT? Städte sind derzeit einer Vielfalt von Herausforderungen und Transformationen ausgesetzt. Dazu zählen zum Beispiel das Bevölkerungswachstum und der Demographische Wandel, der Klimawandel, der ökonomische Strukturwandel und die Digitalisierung. Die besondere Herausforderung für die großen Städte und die Universitätsstädte besteht in der Be- wältigung des Bevölkerungswachstums. Auch wenn dies keine spezifische Kölner Note besitzt, so ist das erwartete Wachstum für Köln im Vergleich zu anderen Großstädten schon sehr markant. Bis 2030 ist ein Einwohnerzuwachs von rund 15 % und bis 2040 gar von 20% zu erwarten. Vergegenwär- tigt man sich, dass dies bedeutet, dass in den nächsten 20 Jahren zum heutigen Köln eine Stadt in der Größenordnung wie Mainz oder Rostock hinzukommt, dann lässt sich die besondere Herausforde- rung ermessen. Dann wird auch prägnant anschaulich, dass diese Herausforderung nicht nur Baulandmobilisierung und Schaffung von neuem Wohnraum zur Folge hat. Sondern dieses Wachstum schlägt sich in allen Daseinsbereichen nieder, im Angebot von Kindergärten und Schulen, von Arbeitsplätzen, von sozia- len und kulturellen Einrichtungen, in der Sicherstellung von Frei- und Erholungsräumen, in der tech- nischen Infrastruktur und in der Organisation der Mobilität. Um bei diesen Herausforderungen die Zukunftsfähigkeit und Attraktivität Kölns sicherzustellen, gilt es diese Transformationen integriert, kooperativ und wettbewerbsorientiert zugleich zu steuern und sich zu positionieren. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie wollen wir in Köln in 2030 leben? Wie positionieren wir uns im regionalen und internationalen Kontext? Aufgabe eines Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes ist es, der Stadtgesellschaft und der Politik eine sichere Zukunftsperspektive zu geben und sektorale Sichten stärker zusammenzubringen. Mit Hilfe eines Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes werden politische Handlungsfelder verknüpft sowie eine Priorisierung langfristiger, strategischer Ziele und Umsetzungsstrategien vorgenommen. Dazu zählen auch die Befassung mit räumlichen Schwerpunkten und die Identifizierung sogenannter Zukunftsräume. INHALTLICHE AUSRICHTUNG Die vorgeschlagene inhaltliche Ausrichtung des Strategischen Stadtentwicklungskonzeptes „Kölner Perspektiven 2030“ nimmt die Ergebnisse einer Stadtvorstandklausur Ende Januar dieses Jahres auf und verdichtet sie zu vier Themen- und Handlungsfeldern: Urbanes Köln, Produktives Köln, Vernetztes Köln und Offenes Köln Die Konzentration auf wenige Handlungsfelder soll eine interdisziplinäre, integrierte Betrachtung der Aufgaben der Stadtentwicklung und eine ressortübergreifende Erarbeitung des Stadtentwicklungs- konzeptes bewirken. Überdies hilft eine thematische Fokussierung bei der Einbindung von Schlüssel- akteuren und der Stadtgesellschaft und erleichtert die Vermittlung. Die Umsetzung der vier Handlungsfelder verlangt eine weitsichtige, effiziente und kooperative Steue- rung der Stadtentwicklung: Dafür sind ein gesicherter Finanzrahmen, effizientes Verwaltungshandeln sowie Dialog- und Kooperationsfähigkeit der Stadt Köln das Fundament. Das Themenfeld Urbanes Köln geht der Frage nach einem zukunftssicheren Raum- und Funktionsge- füge Kölns nach und spricht das Verhältnis der Gesamtstadt zu ihrer City, zu ihren Bezirken und zu 2 ihren Quartieren sowie zu ihrem Umland an. Es fragt beispielsweise nach den unverwechselbaren Prägungen und zukunftsorientierten räumlich-funktionalen Akzentsetzungen. Das Themenfeld Produktives Köln stellt die Frage, was neue Arbeits- und Schaffenswelten ausmacht und thematisiert beispielsweise das Zusammenwirken der Themenfelder Urbane Produktion, Kultur und Kreatives, Wissenschaft und Bildung, Sport- und Freizeitwelten und Digitalisierung. Das Themenfeld Vernetztes Köln spricht die Fragen einer zukunftssicheren „Infrastruktur“ im umfas- senden Sinne an und setzt sich beispielsweise vom Klima, über die biologische Vielfalt, die Grünver- sorgung, Mobilität und Stadttechnik bis hin zur Digitalisierung mit allen wichtigen Themen der natür- lichen und technischen Daseinsvorsorge auseinander. Das Themenfeld Offenes Köln geht den lebensweltlich bedeutsamen Gerechtigkeitsfragen nach und spricht die sozialen Erfordernisse von Teilhabe- und Zugangsmöglichkeiten an, beispielsweise die Wohnungsversorgung, die alltägliche und medizinische Versorgung, Bildungszugang, Integration und Sicherheit. PROZESSEINSTIEG Zu diesen vier Themenfeldern liegen in den Dezernaten und Fachdienststellen umfangreiche Mate- rialien mit Ziel- und Maßnahmenaussagen vor. Diese gilt es zu sammeln, zu sichten und zusammen- zuführen und schließlich vor dem Hintergrund der künftigen Herausforderungen der Stadtentwick- lung Kölns mit notwendigen Aktualisierungen und neuen Akzentsetzungen zu versehen. In einer Einstiegsphase 2017 gilt es, die Feinjustierung des Prozesses mit all seinen Arbeitsschritten und Informations- und Beteiligungsformaten vorzunehmen. In einem weitgehend verwaltungsinter- nen Prozess erfolgen die Erarbeitung einer Standortbestimmung an den vier Themenfeldern sowie die Vorbereitung einer europaweiten Ausschreibung für die Beauftragung einer externen Unterstüt- zung. STEUERUNG UND BETEILIGUNG Ziel muss es sein, die Kölner Perspektiven 2030 gut begründet, nachvollziehbar und eingängig mit einem deutlichen Blick nach vorne darzustellen. Der dafür notwendige Arbeitsprozess sieht die erforderliche Mischung aus verwaltungsinternem Wissen und Know-how und externem Sachverstand vor. Verwaltungsvorstandvorstand und Politik übernehmen die Aufgaben der strategischen Steuerung und der Entscheidung. In regelmäßig stattfindenden Beteiligungsformaten wird die Öffentlichkeit aktiv in den Prozess eingebunden. Für die Verwaltung bietet der Prozess die große Chance, durch aktive Beteiligung eine ressortübergreifende Handlungspraxis weiter zu entwickeln. PROZESSGESTALTUNG Der Vorschlag für die Prozessgestaltung geht bis Ende des Jahres 2019 von zwei unterschiedlich an- gelegten Arbeitsphasen aus: Bearbeitungs- und Synthesephase. Der Prozess ist kompakt und flexibel organisiert. Er kann um inhaltliche und kommunikative Komponenten ergänzt werden. Den Kern des Prozesses bildet die Bearbeitungsphase. In dieser Kernphase ist der Prozess von vor- neherein dialogorientiert angelegt und bindet die Öffentlichkeit intensiv ein. Die inhaltliche Arbeit orientiert sich an den zuvor definierten vier Themenfeldern und durchläuft die Etappen „Schaffung der Grundlagen, „Formulierung der Zielstellungen“, „Erarbeitung von Strategien“ und „Herausstellen von Leitprojekten, Projekten und Maßnahmen“. Diese Etappen strukturieren den Gesamtprozess und sind jeweils Gegenstand eines öffentlichen Forums, bei dem querschnittsorientiert die Arbeitsergeb- 3 nisse der vier Themenfelder präsentiert, zur Diskussion und auf den Prüfstand gestellt werden. Die Auswertung der jeweiligen Foren erfolgt im Rahmen von Workshops mit Politik und Verwaltungsvor- stand. Hier werden auch die Empfehlungen für die kommende Arbeitsetappe in jedem der vier The- menfelder formuliert. So lässt der Prozess auch Zwischenbilanzen, Korrekturen und Weichenstellun- gen zu. Dieses Vorgehen ermöglicht es auch, gegebenenfalls schon einzelne Ziele, Strategien und Projekte mit „erhöhter Geschwindigkeit“ voranzutreiben. Jedes Forum wird dokumentiert und kann so auch Nährboden für weitere Verfahren, Beteiligungs- und auch zivilgesellschaftliche Prozesse sein. In der Synthesephase werden die Arbeitsergebnisse der vier Themenfelder als Teilstrategien zu ei- nem stimmigen Gesamtkonzept zusammengeführt, zu einem Entwurf für die Kölner Perspektiven 2030. Dieser ist Grundlage für einen Workshop, der zum Ziel hat, thematische und räumliche Schwerpunkte als „Zukunftsräume“ zu definieren, um eine Konzentration der Stadtentwicklungsakti- vitäten zu erreichen. Der Entwurf des strategischen Stadtentwicklungskonzeptes und der Vorschlag für die Zukunftsräume wird sowohl mit Verwaltungsvorstand und Politik als auch mit der Öffentlich- keit diskutiert, bevor die Kölner Perspektiven 2030 im Rat der Stadt Köln beschlossen werden sollen. Ziel des Beschlusses ist die Umsetzung von konkreten Maßnahmen in Form von Schlüsselprojekten und Teilgebietsplanungen.
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1331/2017
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 29.06.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27