A-R/0032/2019
Subvention gezuckerter Milchprodukte stoppen
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a-r-0032-2019-Subvention gezuckerte Milchprodukte stoppen
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0032/2019 AfD -Ratsgruppe Münster Mitglieder Leostraße 16 B 48153 Münster Marrtin Schiller (Sprecher) Richard Frederik Mol +49(251) 60688623 martin.schiller@afd-muenster.de www. afd -muenster.de Subvention gezuckerter Milchprodukte stoppen Subvention gezuckerter Milchprodukte stoppen AfD-Ratsgruppe im Rat der Stadt Münster Leostr. 16-B 48153 Münster Tel. (0251) 60688623 martin.schiller@afd-muenster.de Antrag an den Rat der Stadt Münster Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Das Schulmilchprogramm für die städtischen Schulen dahin zu ändern, dass eine gesunde Schulverpflegung für die Schülerinnen und Schüler an den städtischen Schulen gewährleistet wird. Deshalb wird das Schulmilchprogramm angepasst mit dem Ziel ab dem nächsten Schuljahr an den städtischen Schulen auf den Verkauf von gezuckerten Milchprodukten zu verzichten. Hintergrund: Kinder und Jugendliche sollen gesund aufwachsen. Hier sind eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sowie ausreichend Bewegung die maßgeblichen Komponenten. Deshalb fördert die Europäische Union unter anderem Milch und Milchprodukte an Schulen, Kindergärten und anderen Bildungseinrichtungen mit Steuergeldern, da diese ernährungsphysiologisch als wert- voll gelten. Die Rede ist hier vom „Europäischen Schulmilchprogramm“. Mit diesem Programm stellt die Europäische Union Schulen und anderen Bildungseinrichtun gen Zuschüsse bereit, damit den Schülern Milch und ausgewählte Milchprodukte angeboten werden können. Im Schuljahr 2007/2008 verteilte das Schulmilchprogramm knapp 300.000 Tonnen Milch an Schulen in 27 Mitgliedstaaten. Die Europäische Union stellte über 55 Millio nen Euro an Zuschüssen bereit Die Mitgliedstaaten sind berechtigt, das Schulmilchprogramm anzupassen. Damit entscheidet jeder Mitgliedstaat selbst darüber, welche Produkte aus der EU-Liste in seinem Land über das Programm wo und wie bezuschusst werden. Möglich sind auch weitere Beschränkungen im Hinblick auf die Inhaltsstoffe der Milch oder der Milchprodukte, die im Rahmen des Subventionsprogramms angeboten werden – zum Beispiel eine Begrenzung des zulässigen Fett- oder Zuckergehalts. Darüber hinaus können die EU-Fördermittel in jedem Mitgliedstaat durch zusätzliche Gelder aufgestockt werden. Jedoch stehen gezuckerte Getränke schon lange in der Kritik, insbesondere vor dem Hinter- grund der stetig zunehmenden Fälle von Übergewicht und Adipositas vor allem im Kindesalter, sodass im Jahre 2017 das Schulmilchprogramm überdacht und angepasst wurde. Die Euro- päische Union strich die Förderung von gezuckerten Milchprodukten. Nur erlaubt die EU-Vorgabe eine Ausnahme auf Grundlage der nationalen Regelungen. Auf diese beriefen sich bis vor kurzem noch drei Bundesländer, die weiterhin gezuckerte Milchpro- dukte subventioniert anbieten wollten: Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die Be- gründung dieser Bundesländer: Kakao und gezuckerte Milchmischgetränke seien erforderlich, um das Angebot für Schulen und Lieferanten attraktiv zu halten. Zwar erklärten Vertreter der Landesregierung, das Programm würde überprüft 4, jedoch ist der Zeitplan der Überprüfung bereits hinfällig; zudem wurde n weder Maßstab noch Kriterien dieser „Überprüfung“ genannt. Ziel ist es sicherzustellen, dass jedes Kind durch die Unterstützung täglich einen viertel Liter Schulmilch trinken kann. Doch in Berlin, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen haben die Landesregierungen entschieden, dass mit dem Geld auch gezuckerte Milchprodukte wie Kakao subventioniert werden. Das verstößt unter anderem gegen die freiwilligen Richtlinien zur Schulverpflegung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, das an der Subventionierung gezuckerter Milch- und Milchmischgetränke festhält. Zwar hat die Landesregierung inzwischen ihre Richtlinien dahingehend geändert, dass weniger Kakao gefördert werden soll, ein Ende der staatlichen Förderung gezuckerter Milchprodukte ist jedoch noch nicht in Sicht. Basierend auf dem von „Foodwatch“ veröffentlichten Schulmilchreport „Im Kakao-Sumpf“ ap- pellieren unter dem Motto: „Keinen gezuckerten Kakao mehr im NRW-Schulmilchprogramm“ Ärzte, Wisse nschaftler, Lehrer- und Elternvertreter an die Landesregierung. Sie kritisieren, dass Schüler mit einer 0,25-Liter-Packung Kakao fast so viel zugesetzten Zucker konsumieren, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für einen ganzen Tag empfiehlt. Außerdem sollten sich Kinder und Jugendliche „nicht daran gewöhnen, ständig gesüßte Lebensmittel zu sich zu nehmen.“ Die NRW-Landesregierung wird ihrer Verantwortung hier nicht gerecht. Die Gesundheit der Kinder in den staatlichen Schulen zu garantieren. Daher setzt Münster hie n Zeichen. Und verzichtet darauf an den staatlichen Schulen gezuckerte Milchgetränke für die Schüler anzubieten. Mit freundlichem Gruß Martin Schiller Richard Mol
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- Leostraße 16B
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0032/2019
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 13.05.2019
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37