AH/0002/2020
Eine Mobilitätsflatrate für Münster aus einer Hand – Carsharing, Bikesharing und ÖPNV, Eine Mobilitätsflatrate fu¨r Münster – smarte Mobilität für eine Smart City
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A-H-0002-2020-Antrag Mobilitätsflatrate
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Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss Nr.: AH/0002/2020 Münster, 05. Mai 2020 Gemeinsamer Antrag von CDU und Grünen an den Haupt- und Finanzausschuss Eine Mobilitätsflatrate für Münster – Carsharing, Bikesharing und ÖPNV aus einer Hand Eine Mobilitätsflatrate für Münster – smarte Mobilität für eine Smart City Der HFA möge beschließen: Die Verwaltung und die Stadtwerke erarbeiten ein Konzept zur Einführung einer Mobilitätsflatrate für den öffentlichen Nahverkehr einschließlich Carsharing und des zur Einführung vorgesehenen Fahrradverleihsystems. Begründung: Der Mobilitätssektor spielt für eine funktionierende lebenswerte Stadt eine zentrale Rolle. Trotz seiner essenziellen Funktion für unser tägliches Leben stehen Bewohner und Pendler zu oft im Stau, beherrschen Autos immer noch das Stadtbild, sind öffentliche Verkehrsbe- triebe oft überlastet – oder nicht ausgelastet. Ein neues Mobilitätssystem stellt daher eine Kernanforderung dar und ist Triebfeder für die Entwicklung einer intelligenten, klimafreundlichen und nachhaltigen Stadt. Das zu entwickelnde Konzept einer Mobilitätsflatrate zielt darauf, mit seiner Attraktivität für das urbane Zentrum mehr Menschen zur Nutzung von verschiedenen Verkehrsmitteln jenseits des eigenen Autos zu begeistern. Die Bürgerinnen und Bürger brauchen eine sinnvolle Alternative, um ihren privaten Wagen stehen zu lassen. Ein schneller und unkomplizierter Wechsel vom öffentlichen Nahverkehr auf das Carsharing-Auto, das Leihrad oder andere Mobilitätsformen kann somit ermöglicht werden. Die Stadt Augsburg hat beispielgebend am 1. November 2019 eine neuartige Mobilitätsflatrate für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gestartet. Damit können Bewohner der bayerischen Großstadt für einen Fixpreis Bus, Tram, Carsharing-Autos und Leihräder aus einer Hand nutzen. Nach einer einjährigen Testphase wurden zwei Paketpreise entwickelt. Zu einem festen Preis im Monat können die Kundinnen und Kunden der Stadtwerke Augsburg sowohl beliebig oft mit Bus und Straßenbahn fahren als auch – je nach Modell - auf Leihräder und Carsharing zurückgreifen. Für 79 Euro im Monat kann der Kunde beispielsweise im Tarifgebiet Innenraum den ÖPNV so oft und viel nutzen, wie er will. Die Leihräder der SWA kann er jeweils bis zu 30 Minuten kostenlos fahren, auch mehrmals am Tag. Die Carsharing- Fahrzeuge darf er bis zu 15 Stunden oder bis zu 150 Kilometer weit nutzen. Im zweiten Paket für 109 Euro im Monat ist eine Carsharing-Nutzung bis zu 30 Stunden und ohne Kilometerbeschränkung enthalten. Alle in der Flatrate enthaltenen Verkehrsmittel bieten die Stadtwerke aus einer Hand an. In Finnland hat das Start-up MaaS Global bereits im November 2017 einen vergleichbaren Service namens Whim eingeführt. Ähnliche Angebote gibt es bereits in Antwerpen, Birmingham – und in Berlin. Für den Erfolg der Flatrate ist – neben einem „guten“ Preis – die Kombination aller Mobilitätsangebote in einer einzigen App (Mobilitätsplattform) ausschlaggebend. Das ist Grundlage einer aufeinander abgestimmten Nutzung der unterschiedlichen Verkehrsmittel „in Echtzeit“. Nur so kann die Kombination unterschiedlicher Mobilitätsformen erfolgreich organisiert werden. Beispiele: Whim in Helsinki Jelbi in Berlin Die Mobilitätsflatrate entspricht auch den Empfehlungen des Deutschen Städtetages. Der Kommunalverband hatte Mitte 2018 ein Positionspapier beschlossen, wie im Jahr 2030 die Fortbewegung in den Städten aussehen soll. Nach dieser Vision soll in zehn Jahren der Individualverkehr in den Ballungsräumen "ganz überwiegend auf Sharing-Angeboten" basieren. Auch die bisherigen politischen Initiativen aus dem Rat fordern entsprechend eine Einführung des Leihradsystems (zuletzt der Antrag „Fahrradverleihsystem jetzt starten“ vom Dezember 2019), mehr Carsharing und eine neue Struktur im ÖPNV (Antrag „Masterplan für eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur: Mobilität und Verkehr für eine wachsende Stadt weiterentwickeln durch Vernetzung“ von Juli 2017). Dies soll zum Anlass genommen werden, alle vorhandenen Verkehrsmittel miteinander zu verbinden und diese in einem Paket anzubieten. Dabei sollten die ersten Ergebnisse von Smart City miteingebunden werden, mit dem eine kundenfreundliche Buchungs-App zur Verfügung gestellt wird. gez. gez. Stefan Weber Otto Reiners und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: verwiesen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AH/0002/2020
- Typ
- Antrag an den Hauptausschuss
- Datum
- 05.05.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37