A-R/0063/2020
Für gelebte Bürgerbeteiligung - bei Roteinfärbung von Fahrradstraßen Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig einbinden, ein verträgliches Nebeneinander schaffen
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a-r-0063-2020-Antrag Verfahren Roteinfärbung Fahrradstraßen
5435 Zeichen
Antrag an den Rat A-R/0063/2020
Antrag zur sofortigen Beschlussfassung
Für gelebte Bürgerbeteiligung - bei Roteinfärbung
von Fahrradstraßen Bürgerinnen und Bürger
rechtzeitig einbinden, ein verträgliches
Nebeneinander schaffen
Münster, 18. August 2020
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. Die Verwaltung wird einen Erfahrungsbericht zu den bisher durchgeführten
Roteinfärbungen von Fahrradstraßen vorlegen. Besonders ist dabei auf
Verbesserungen gegenüber dem bisherigen Verfahren, wie z.B. bei der
Bürgerbeteiligung, zu achten.
2. Zukünftig wird die Bürgerschaft bei der Roteinfärbung von Fahrradstraßen durch die
Verwaltung frühzeitig durch Informationsveranstaltungen beteiligt. Die Veranstaltungen
sind mindestens drei Monate vor der geplanten Maßnahme als Begehung vor Ort
durchzuführen.
3. Unter Beachtung des Erfahrungsberichtes wird die Verwaltung der Politik eine Planung
der noch ausstehenden Roteinfärbungen vorlegen. Dabei ist zu beachten, dass für
jede einzelne Maßnahme eine Entscheidungsvorlage den verantwortlichen Gremien
vorzulegen ist.
4. Bei den derzeit noch laufenden Maßnahmen sind die folgenden Punkte zu beachten:
4.1 Zur Max-Winkelmann-Straße:
Die Verwaltung wird der Politik bis zum Ende des Jahres eine Analyse der
Parksituation rund um die Max-Winkelmann-Straße vorlegen. In dieser Analyse sind
Lösungsmöglichkeiten der Parkprobleme, die im Zusammenhang mit der Rotfärbung
der Fahrradstraße aufgetreten sind, darzulegen. Hierbei sind auch die Einrichtungen
einer Bewohnerparkzone und eines nur einseitigen Halteverbotes sowie die
Möglichkeit des aufgesattelten Parkens zu prüfen. Auch die Belange von besonderen
Institutionen (z.B. Arztpraxen und Physiotherapeuten) sowie von Menschen mit
eingeschränkter Mobilität sind zu berücksichtigen.
Die Analyse der Parksituation sowie die Lösungsmöglichkeiten sind nicht nur der Politik
sondern auch den betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern der Max-Winkelmann-
Antrag an den Rat A-R/0063/2020
Straße, ggf. durch Vor-Ort-Gespräche, hinreichend zu erläutern. Dabei ist auf eine
rechtzeitige Einladung der Anwohner zwingend zu achten.
Bis zur Vorstellung des Analyseberichtes in den zuständigen politischen Gremien,
unter vorheriger Einbeziehung der Anwohner, wird das Kfz-Halteverbot nicht
umgesetzt.
4.2 Zur Hittorfstraße:
Die Roteinfärbung der Hittorfstraße wird nicht nach den ursprünglichen Planungen
umgesetzt; das gilt insbesondere für das einseitige Kfz-Parkverbot.
Die Verwaltung legt eine Neuaufteilung des Fahrradstreifens unter Berücksichtigung
des Anwohnervorschlags vor.
Nachgelagert wird geprüft, ob die Einrichtung einer Einbahnstraße für den Kfz-Verkehr
von der Hüfferstraße in Richtung Einsteinstraße möglich ist. Diese Maßnahme könnte
helfen, den Schleichverkehr im Viertel zu unterbinden.
Die Einrichtung einer Anwohnerparkzone im Viertel um die Hittorfstraße wird geprüft,
um den Parkdruck aufgrund der Nähe zur Universität zu vermindern.
Abschließend soll die Querungssituation für Radfahrende an der Kreuzung
Hittorfstraße / Einsteinstraße geprüft werden. Hier kommt es aus Sicht der
Radfahrenden verstärkt zu langen Wartezeiten bei der Querung. Darüber hinaus wird
die Querung als nicht komfortabel und sicher empfunden.
4.3 Zum Lindberghweg:
In Höhe der Hausnummer 132 - 138 werden öffentliche Parkplätze mit
Kostenübernahme durch die Stadt eingerichtet.
Weitere Parkmöglichkeiten werden entlang des Lindberghweges in individueller
Abstimmung mit den dortigen Anliegern eingerichtet.
Es wird geprüft, welche Parkmöglichkeiten erhalten bleiben können.
Regelmäßige und soweit es geht engmaschige Geschwindigkeitskontrollen werden
durchgeführt.
Die Ordnungspartnerschaft „Sicher durch Münster“ führt eine
Informationsveranstaltung vor Ort durch. Das Ziel dieser Veranstaltung ist der direkte
Austausch zur Verkehrssicherheit an dieser Stelle, um an eine wechselseitige
Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer zu appellieren.
Begründung:
Die Roteinfärbung von Fahrradstraßen ist ein notwendiger Bestandteil der Verbesserung der
Sicherheit für Radfahrende in Münster. Es kann dabei zum Wegfall von Kfz-Parkplätzen auf
der Straße kommen. Dieser Wegfall hat jedoch auch die Belange der Anwohnerinnen und
Anwohner zu berücksichtigen. Eine umfassende und frühzeitige Information der
Anwohnerinnen und Anwohner muss daher erfolgen. Für die CDU-Ratsfraktion ist es sehr
wichtig, dass bei der Durchführung einer solchen Maßnahme die besondere Situation jeder
Fahrradstraße für sich allein betrachtet wird.
Die CDU-Ratsfraktion hält die hier unterbreiteten Vorschläge aus der Perspektive der
Mitnahme aller Bürgerinnen und Bürger, der Sicherheit und des guten Miteinanders aller
Antrag an den Rat A-R/0063/2020
Verkehrsteilnehmer für umsetzbar. Wir sehen diese Vorschläge auch im Einklang mit dem
Grundsatzbeschluss zur Roteinfärbung von Fahrradstraßen.
gez.
Stefan Weber und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Orte (5)
- Max-Winkelmann-Straße
- Hüfferstraße
- Hittorfstraße
- Einsteinstraße
- Lindberghweg
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0063/2020
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 18.08.2020
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37