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V/0958/2014

Umbau und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes Rösnerstraße 10

Vorlagen 03.12.2014

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Nächste Beratung: Haupt- und Finanzausschuss, Sitzung am 18.03.2015, TOP 2.2

Anlagen 1 - 3

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Ansehen

Beschlussvorlage

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Anlage 5

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Anlage 6

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Ansehen

Anlage 4

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Ansehen

Anlagen 1 - 3

247 Zeichen

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Beschlussvorlage

16757 Zeichen

V/0958/2014 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Abfallwirtschaftsbetriebe Münster 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Umbau und Erweiterung des Verwaltungsgebäudes Rösnerstraße 10 
- Baubeschluss 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
20.01.2015 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 
27.01.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 
29.01.2015 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Vorberatung 
04.02.2015 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Umbau und die Erweiterung des Verwaltungsgebäudes Rösnerstraße 10 wird nach den 
Plänen des Architekten BDA Klaus Grahl ausgeführt (Anlage 1 bis 4).  
 
2.  Die Checkliste zur Berücksichtigung bauökologischer Kriterien wird zur Kenntnis genommen 
(Anlage 5). 
 
3.  Die Erläuterungen zur Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Behinderungen werden 
zur Kenntnis genommen (Anlage 6).  
 
4.  Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster werden beauftragt, die entsprechenden Bauleistungen 
auszuschreiben. 
 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
 
Die ursprünglich vorgesehenen Mittel  in Höhe  2.000.000 € incl. MwSt . sind im Wirtschaftsplan 
2014 der AWM enthalten.  
Die nach Überplanung vorgesehenen zusätzlichen Mittel in Höhe 500.000 € incl. MwSt. sind im 
Wirtschaftsplan 2015 der AWM enthalten.  
 
Kostenschätzung: 2.500.000,- € 
 
 
 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0958/2014 
Auskunft erteilt: 
Herr Hasenkamp 
Ruf: 
60 52 10 
E-Mail: 
Hasenkamp@awm.stadt-
muenster.de  
Datum: 
12.01.2015 
Öffentliche Beschlussvorlage

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Begründung: 
 
In den 1960er Jahren entstand auf dem ehemaligen Flugpla tzgelände Loddenheide das Verwa l-
tungsgebäude der heutigen AWM, welches zunächst nur mit 2 Obergeschossen errichtet worden 
war.  
 
In den 1990er Jahren wurde das Gebäude um eine weitere Etage aufgestockt und das Treppe n-
haus im Zuge der Umbauarbeiten erneuert . Dieser massive Eingriff in die Gebäudestruktur war 
seinerzeit erforderlich, um die Lasten der Aufstockung in den Baugrund abzuleiten. Im Zuge dieser 
Umbaumaßnahme entstand die Rampe auf der westlichen Seite. Für das Dach und für die Fass a-
de wurden leichte Bauelemente aus Stahl und Holz verwendet.  
 
In den 90er Jahren wurde noch kein Schwerpunkt auf Integration von Menschen mit Behind erung  
gelegt. Auch waren die Bestimmungen des Gesundheitsschutzes und des Brandschutzes noch 
nicht so eng gefasst.  
 
1. Derzeitiger Gebäudezustand / Sanierungsbedarf 
 
Seitens des Bauordnungsamtes/Vorbeugender Brandschutz der Berufsfeuerwehr wird das Fehlen 
eines gesicherten zweiten Rettungswegs beanstandet und lediglich geduldet.  
 
Abhilfe:  Ein Treppenturm aus Stahl vor dem Ostgiebel inkl. Fundamente  
Ausbau der Fenster, Abbruch der Brüstungen und Einbau neuer Rettung s-
wegtüren   
 
  Kosten ca.  65.000 € inkl. Mehrwertsteuer  
 
Alle oberen Etagen sind für Menschen mit Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer nicht erreichbar. 
Lediglich das Erdgeschoss ist über die Rampe an der Westseite erschlossen.  
Ein behindertengerechtes WC wurde anstelle der Damentoilette im Erdgeschoss eingerichtet. Ein 
Aufzug ist in dem Gebäude nicht vorhanden.  
 
Abhilfe:  Einbau eines Aufzuges im Auge des Treppenhauses mit 5 Haltestellen  
  Umrüsten der Treppenhaustüren mit automatischen Türöffnern 
Hinweis:  Aufgrund der Platzverhältnisse kann  kein behindertengerechter, son-
dern nur ein behindertenfreundlicher Aufzug eingebaut werden.  
Hinweis:  Die Zugangstüren z um Treppenhaus sind noch nicht behinderteng e-
recht. Ggf. ist je Etage mindestens eine Tür mit einem automatischen 
Türöffner nachzurüsten.  
 
  Kosten ca.  120.000 € inkl. Mehrwertsteuer  
 
Die vorhandenen sanitären Anlagen sind zum einen beengt und für die An zahl der Beschäftigten 
nicht ausreichend. Mit dem Einbau eines Aufzuges bietet sich an, auch in den oberen Etagen j e-
weils eine WC-Anlage für Behinderte einzurichten.   
 
Abhilfe:  Kernsanierung aller sanitären Anlagen. Der Raum zwischen den Fluren auf der 
Ostseite (Teeküchen) muss für die WC -Räume mit e inbezogen werden. Eine 
Teeküche/Pausenraum kann dann in einem noch zu bestimmenden Bür oraum 
installiert werden.   
 
Hinweis:  Durch diese Maßnahme entfällt Bürofläche mit der Folge, dass Bür o-
raum für 8 -10 Mitarbeiter wegfällt.  
 
  Kosten ca.  65.000 € inkl. Mehrwertsteuer

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Kosten für allgemeine Arbeiten insgesamt     250.000 €  
Nebenkosten         35.000 € 
 
Kosten für allgemeine Arbeiten inkl. Nebenkosten 285.000 € 
 
 
2. Besondere Problematik im 3. Obergeschoss 
 
Im dritten Obergeschoss durchstoßen die Kragarmstützen die Fassade. Die Stützen aus verzin k-
tem Stahl tragen zum einen die Dachkonstruktion, zum zweiten den starren Sonnenschutz und 
zum dritten die Fensterelemente. Die Kragarmstützen stehen ca. 50 cm nach  innen versetzt, 
wodurch eine breite, umlaufende Fensterbank notwendig wurde. 
 
Im Bereich des dritten Obergeschosses traten in immer wiederkehrenden Zeitabständen Undic h-
tigkeiten im Bereich der breiten Fensterbank auf. Aufgrund der starken Temperaturdifferenzen wird 
man das Problem nicht nachhaltig in den Griff bekommen, da die Blechverkleidung sich durch 
Temperaturschwankungen ausdehnt und zusammenzieht. Fugen reißen wieder auf und eindri n-
gende Feuchtigkeit kann das Mauerwerk in den darunterliegenden Etage n durchfeuchten und zu 
Schimmelbefall führen.  
 
Die Fugen zwischen Fenster und Fassadenkragstützen wurden immer wieder abgedichtet und 
verkleidet. Die ungedämmten Stahlelemente transportieren nicht gewünschte Temperaturen nach 
innen. Gerade in den kalten W intermonaten schlägt sich an den Stahlstützen Tauwasser niede r 
und tropft ab. Eine funktionstüchtige Dampfsperre fehlt.  
  
Die Lichtgitterelemente auf den Kragstützen dienen als architektonisches Element und dem So n-
nenschutz. Es muss dringend geprüft werden, ob im Bereich der Befestigung dieser Elemente Kor-
rosionsschäden vorhanden sind. Es ist zu befürchten, dass korrodierte Verschraubungen reißen 
und Elemente abstürzen könnten.  
 
Die vorhandenen Fenster erfüllen nicht mehr die  aktuellen Anforderungen. 
Der Bereich der Dachdämmung wäre noch zu prüfen, jedoch kann auch angenommen werden, 
dass diese die aktuellen Anforderungen hinsichtlich Qualität und Dampfsperre nicht erfüllt. Die 
Dach-/ Wandanschlüsse an den Treppenhauskern sind in der Vergangenheit häufig undicht ge-
worden und mussten nachgedichtet werden.  
 
 
Abhilfe:  Ausbau der Fensterelemente, Demontage des starren Sonnenschutzes, 
 Kürzen der Stahlkragarme, Freilegen der umlaufenden Attika 
 
 Liefern und montieren neuer Fenster - und Fassadenelemente mit So nnen-
schutz, Dämmung und Verkleidung mit Alu -Profilen (Sinuswelle) waag erecht, 
liefern und montieren einer neuen Innenfensterbank 
  
Verlängerung der Dachsparren 
  
 Demontage der Dachabdichtung einschließlich der Rinnen. Einbau der Dä m-
mung zwischen den Sparren einschließlich Dampfsperre und Aufdoppelung.  
 
Hinweis:  Durch diese Maßnahme entfällt für die Dauer der Umbauarbeiten die 
Bürofläche im 3. Obergeschoss mit der Folge, dass Büroraum für die 
dort beschäftigten Mitarbeiter in einem Behelfsbüro angemietet wer-
den muss.

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Hinweis:  Im Anschluss an die Umbauarbeiten werden Maler - und Bodenb e-
lagsarbeiten in allen Büroräumen notwendig 
Hinweis:  Für die Umbauarbeiten wird ein Zeitfenster von 3 - 4 Monate benötigt. 
Auch muss der Witterungsschutz einkalkuliert werden.  
 
 
Kosten für den Rückbau Fassade und Dach    ca.  40.000 €  
Kosten für Staub und Witterungsschutz     ca.  10.000 €  
Kosten für neue Fensterfassade      ca.  70.000 € 
Kosten für Dachflächenerneuerung        ca.  85.000 € 
Kosten für Renovierung nach Fertigstellung    ca.  40.000 € 
Kosten für die Anmietung von Bürocontainern   ca.  50.000 € 
Nebenkosten        ca.  55.000 € 
 
Kosten nur für das 3. Obergeschoss    ca. 350.000 €   
zzgl. Kosten für allgemeine Arbeiten (siehe oben)  ca. 285.000 € 
 
Insgesamt aufgerundet:      ca. 650.000 €  inkl. MwSt.  
 
Die vorgenannten Kosten fallen an, wenn auf eine Erweiterung des Verwaltungsgebäudes verzich-
tet wird. 
 
 
3. Abwägung zwischen Sanierung und Umbau / Neubau 
 
Eine Sanierung des vorhandenen Verwaltungsgebäudes löst nicht die vorhandene Gesamtprobl e-
matik. Durch die zwingend notwendige Kernsanierung aller sanitären Anlagen  im Altbestand wür-
den 8 - 10 Büroarbeitsplätze entfallen. Da derzeit alle Büros genutzt sind und weitere Möglichke i-
ten der Telearbeit bei den AWM kaum bestehen, würde sich eine erhebliche Verschlechterung der 
räumlichen Situation ergeben. 
 
Für den Kundenservice/Empfangsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe werden aufgrund räuml i-
cher Engpässe einhergehend mit Lärmschutz-/Gesundheitsaspekten sowie mit Blick auf Arbeitsef-
fizienz und Repräsentationsfunktion dringend neue Räumlichkeiten benötigt.  
 
Räumlicher Engpass: Aus Sicherheitsgründen werden Besucher nur dann zu den entspreche nden 
Mitarbeitenden im Verwaltungsgebäude gelassen, wenn sie sich vorab bei diesen Mitarbe itenden 
angemeldet haben. Aus der Fachabteilung w ird dann die Information über den Zeitpunkt des B e-
suchs an die Mitarbeitenden des Servicecenters weitergegeben. Haben sich Besucher nicht a n-
gemeldet, müssen sie zunächst im Eingangsbereich warten. Der Einlass erfolgt erst nach Bestät i-
gung durch den Mitarbeiter aus der Fachabteilung. Häufig warten so mehrere Personen gleichze i-
tig im sehr eng bemessenen Eingangsbereich  und behindern so den Durchgangsverkehr für Mitar-
beitende und Gäste, die das Gebäude verlassen oder betreten möchten. Als Wartezone wird de s-
halb dringend ein separater Aufenthaltsbereich mit ausreichend Sit zmöglichkeiten benötigt. Aktuell 
bietet der Eingangsbereich lediglich Platz für zwei dicht aneinandergestellte Stühle.  
 
Gesundheits-/Lärmschutzaspekte: Aktuell befindet sich das Servicecenter in einer extrem lärmb e-
lasteten Zone. Der oben g enannte Durchgangsverkehr (Besucher, Mitarbeitende) ist dafür nur ein 
Grund. Hinzu kommt der Lärm, der durch vorbeifahrende schwere Fahrzeuge (Müllfahrzeuge, 
Straßenkehrmaschinen, LKW) verursacht wird. Unmitte lbar vor dem Servicecenter / Eingangsb e-
reich befindet sich die Schranke, die diese Fahrzeuge passieren müssen, um auf das Werksgelän-
de zu kommen. Die hohe Lärmbelastung führt dazu, dass Kundengespräche am Tel efon und im 
Eingangsbereich nicht ungestört und konzentriert geführt werden können. Der Stres sfaktor, dem 
die Mitarbeitenden insbesondere im Rahmen des Beschwerdemanag ements ohnehin ausgesetzt 
sind, wird so zusätzlich erhöht.

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In den beiden engen Büros des Servicecenters direkt am Eingangsbereich sind v ier Mitarbeitende 
untergebracht. Die räumliche Enge begrenzt die Bewegungsfreiheit stark und bewirkt so auch Ei n-
schränkungen aus gesundheitsergonomischer Sicht.  
 
Arbeitseffizienz: Der  Kundenservice der Abfallwirtschaftsbetriebe ist zum Teil im direkten Ei n-
gangsbereich des Verwaltungsgebäudes, zum anderen Teil in der ersten Etage untergebracht. Die 
Kommunikation zwischen den Mitarbeitenden wird so erschwert. Viele Informationen müssen u n-
mittelbar untereinander ausgetauscht werden, um zeiteffizient und gleic hzeitig im Sinne einer 
hochwertigen Kundenberatung arbeiten zu können. Diese Möglichkeit kann ein Großrau mbüro 
bieten, das zur individuellen Abfallberatung und Hintergrundarbeit abgetrennte, lärmg eschützte 
Arbeitszonen bietet.  
 
Repräsentationsfunktion: Da sich das Servicecenter direkt im Eingangsbereich des Verwaltung s-
gebäudes befindet, hat es den Charakter einer „Pforte“, nicht aber die repräsentative Funktion e i-
nes Empfangsbereichs, wie sie dem Kundenverständnis der Abfallwirtschaftsbetriebe entspricht. 
 
Die Büroarbeitsplätze der Disposition Abfallabfuhr und der Stadtreinigung sind für die stetig wac h-
senden Aufgaben und der steigenden Belegschaft in beiden Bereichen nicht mehr tragbar, so dass 
auch hier Bürofläche benötigt wird. Kundengespräche und Mitarb eitergespräche müssen in einem 
nicht zumutbaren Raum stattfinden. Darüber hinaus fehlen für regelmäßig anfallende Weiterbi l-
dungsmaßnahmen/Unterweisungen und gesetzlich vorgeschriebene Inhouse-Schulungen geeigne-
te Schulungsräume. Dienstbesprechungen mit grö ßeren Mitarbeitergruppen, die Sitzungen des 
Betriebsausschusses und der Empfang von Besuchergruppen  müssen im improvisierten Kant i-
nenbereich stattfinden, in dem für derartige Veranstaltungen keine zeitg emäße Einrichtung und 
auch keine sanitären Anlagen zur Verfügung stehen. 
 
All diese Aspekte wären trotz des erheblichen finanziellen Aufwandes von ca. 650.000 € auch 
nach erfolgter Sanierung (Reduktionsvariante im Sinne des Handlungsprogramms 2012 – 
2017 / Nachhaltige kommunale Haushaltspolitik) ungelöst. Aus Sicht der Verwaltun g ist daher n e-
ben Umbaumaßnahmen im Altbau eine Erweiterung des Gebäudes erforderlich. Trotz des höheren 
finanziellen Aufwandes ist die Maßnahme langfristig wirtschaftlicher. 
 
 
4. Geplante und überarbeitete Baumaßnahme 
 
Die Verwaltung schlägt vor, das star k sanierungsbedürftige 3. Obergeschoss (siehe Ziff. 2.) grö ß-
tenteils zurückzubauen. Die dadurch wegfallenden Flächen sowie weitere Büroflächen, Multifunkt i-
onsräume, behindertengerechte Sanitärräume sowie ein behindertengerechter Aufzug sollen in 
einem neuen Anbau untergebracht werden. 
 
Mit den Planungsarbeiten wurde zunächst ein externes Ingenieurbüro beauftragt. 
 
Dieser Entwurf wurde vom Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen aus funktionalen, gestalte-
rischen und technischen Gründen jedoch abgelehnt. 
 
Daraufhin wurde in einer 2. Phase der Architekt BDA Klaus Grahl (s. Vorlage V/0832/2014) beauf-
tragt einen neuen Entwurf zu erstellen, der in der Anlage dargestellt ist. Dabei wurden wesentliche 
Elemente anders gelöst:  
 
1. Der Erweiterungsbau wurde in einem Abst and von ca. 8 m neben dem Altbau geplant. Die 
Zone zwischen den Baukörpern ist als Foyer mit Treppenhaus, Aufzug und Wartezone vor 
dem Empfang ausgebildet. Von hier aus werden die bestehenden und die neuen Bürorä u-
me erschlossen. Von der Gebäuderückseite ist auch die Anlieferung möglich und damit ein 
kurzer Weg zum Aufzug. Die Eingangshalle ist verglast und im vorderen Bereich durch eine 
Galerie mit einem zweigeschossigen Luftraum ausgebildet.

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2. Die Bürogrößen entsprechen denen des Bestandsgebäudes und bieten mit ca. 6  m eine 
ausreichende Belichtungstiefe. Die Büros sind in einer zweibündigen Fluranlage erschlo s-
sen. Im Altentwurf waren diese Büros größer und hatten zudem eine Belichtungstiefe von  
ca. 8 m, was als ungünstig zu bewerten ist. Aus dem Grund wurde die zweibündige Flura n-
lage mit Achsmaßen von 2 m ausgeführt. Dies führt insgesamt zu einem Baukörper der 
länger und weniger tief ist. 
 
3. Das Treppenhaus wurde in den Schnittpunkt zwischen Alt - und Neubau gelegt und ermög-
licht so kurze Wege, während bei dem Altentwurf die Treppe am Gebäudeende zu finden 
war und sich somit weit entfernt vom Eingang befindet. 
 
4. Beide Gebäude erhalten geneigte Dächer in Form von Pultdächer n. Im Bestandsgebäude 
soll dann die Lüftungsanlage für den Neubau angeordnet werden. Aufgrund der Ausric h-
tung des Pultdaches  ist es möglich, diese Dächer als großflächige Photovoltaikanlagen 
auszubilden. Im Zuge der weiteren Planung wird hierüber noch zu entscheiden sein. 
 
5. Im Dachgeschoss kann dann auch der variabel zu nutzende Sitzungssaal angeordnet we r-
den, dessen lichte Höhe das Raumangebot des Neigungsdaches voll ausnutzt und damit 
ein angenehmes Raumvolumen für den Sitzungsbereich schafft.  
 
6. Die Fassade wurde dem Altbau angelehnt  als Wärmdämmverbundsystem gestaltet. Dabei 
sind die Fenster rhythmisiert und bodentief angelegt. Der Foyerbereich und das Staffelg e-
schoss bilden durch die geplante Pfostenriegelphase ein leichtes Verbindungselement zw i-
schen dem Alt- und Neubau. 
 
7. Die Gebäudeleitlinien der Stadt Münster werden berücksichtigt. Weitergehende Erläuteru n-
gen zur Barrierefreiheit und zu ökologischen Maßnahmen sind den beigefügten Anlagen 5 
und 6 zu entnehmen. 
 
 
5. Zeitplan / Sonstiges 
 
Unmittelbar nach Vorliegen des Baubeschlusses  und der Baugenehmigung werden die erforderl i-
chen Ausschreibungen vorbereitet. Es wird angestrebt, die Umbau - und Neubaurealisierung vor 
Beginn des Winters 2015/2016 zu erreichen. 
 
Liegenschaftliche Regelungen sind nicht erforderlich; das Grundstück befindet sich in städt. Eigen-
tum bzw. im Anlagevermögen der AWM. 
 
 
I. V. 
 
gez. 
 
Reinkemeier 
Stadtkämmerer 
 
 
Anlagen: 1. Lageplan 
  2. Ansichten, Gebäudeschnitt 
  3. Übersicht der Büroflächen 
  4. Kostenermittlung 
5. Checkliste Bauökologie 
6. Checkliste Barrierefreiheit

Anlage 5

2584 Zeichen

Checkliste zur Berücksichtigung bauökologischer Kriterien |

Energetische Standards

1: Darstellung des Energiesparkonzeptes

Das Gebäude wird als Niedrigstenergiehaus konzipiert. Die Fassade erhält ein
Wärmedämmverbundsystem. Die Fenster werden 3 Scheiben isolier verglast. Das Gebäude
erhält eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Die Planung des Energiestandards durch einen Sonderingenieur ist noch nicht beauftragt. Das
Anforderungsniveau des sommerlichen Wärmeschutzes ist in der DIN 4108- 2013 deutlich
gestiegen. Die Bewertung des Gebäudes soll in einem Handrechenverfahren sowie mittels
Simulation erfolgen.

2. Die Anforderungen des Gesetzes zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmebereich
in der Fassung 2011 werden über nachstehende Kriterien erfüllt:

Wärmeschutz
Jahres-Heizwärmebedarf gem. Rechenverfahren PHPP 2014

Geplant: qh =< 20 kWh /( m?) bezogen auf Bruttogrundfläche (BGF)
Auf Grundlage des Gebäudeleitlinien beschlossen mit Vorlage 812/2011

Berechnet: kWh /( m?)
Erläuterung:
3. Luftdichtigkeit des Gebäudes (gem. DIN 4108 T2 und T7)
n50 =< 1,0” D] n50 =< 0,6 *
Wärmeerzeugung

mit
[] Gas, [] Oel, [] Strom , m Biomasse, [] Geothermie, [] Sonstiges

sonstige Wärmelieferung

KWK-Nahwärmesystem
X GUD-Fernwärmesystem
X bestehende Anlage

4. Solarenergienutzung, aktiv

RX] Sonnenkollektoren 336 m?

zur

[] Warmwassererzeugung

[|] Beheizung
X Stromerzeugung optional in der Planung angedacht

FB23-04_04-11_Oeko-Checkliste.dot// 12.06.13// Änd. 03 Seite 1 von2

5. Wärmeübertragende Bauteile:

Fassade
1. Wärmedämmverbundsystem U-Wert: 0,15 W/m? K
2. U-Wert: W/m?K
Dach
Pultdach U-Wert: 0,15 W/m? K
Fenster
Holz oder Alufenster Gesamt U,-Wert: 0,9 W/m? K
Glas: Us-Wert: W/m? K
Rahmen: U--Wert: W/m?K

Sonstige ökologische Kriterien

1. Einsatz von durch Ratsbeschlüsse indizierte Baustoffe
PVC

[J Tropenholz

Begründung für Einsatz:
Wird beides nicht verwendet.

2: Haustechnik / Technische Gebäudeausrüstung
(Es sind jeweils die Kenndaten Beleuchtung, Lüftung, Kühlung, Bürogeräte und Heizungspumpe
aufzuführen.)

Wesentliche Komponenten des Heizsystems
Bestehende Heizungsanlage

Lüftungsanlagen
Mit Wärmerückgewinnung

Einsparungsmaßnahmen in der Elektro- und Beleuchtungstechnik
Tageslichtabhängige Steuerung der Beleuchtung

Wasserspartechniken
Wassersparamrmatuteren.

3; sonstige Erläuterungen: (z.B. Regenwassernutzung, Recyclingbaustoffe etc.)

er AA. A, g| 5 geprüft:

! Kla aus Mu,
An nat Hr I 50)
Architekt ı Art 4 is N Münster Amt für Immobilienmanagement

RS Ford

FB23-04_04-11_Oeko-Checkliste.dot// 12.06.13// Änd. 03 Seite 2 von 2

Anlage 6

1921 Zeichen

Anlage zur Vorlage V/958/2014

„Barrierefreiheit / Design für alle“

Mit der Realisierung der Baumaßnahme erhält das Gebäude folgende barrierefreie
Erschließung/Ausstattung:

Behindertenstellplätze

X

x

ii)

DO R

ja, Anzahl: 1

Gebäudezugang

ebenerdig schwellenfrei
Automatiktür
Sonstiges:

Erreichbarkeit der Geschosse

alle Etagen barrierefrei erreichbar

Aufzüge
X] Aufzug/Aufzüge (Gestaltung entspricht den Vorgaben der DIN 18040)

Insbesondere:
X Sprachausgabe der Etagen
IX] Notrufsystem auch für Menschen mit
Hörbehinderung nutzbar
nein, Erläuterung:

Toilettenanlagen

nach Geschlecht getrennte barrierefreie
Toilette in jeder Sanitäranlage
Gestaltung entspricht den Vorgaben der
DIN 18040

Liege / Wandklappliege vorhanden
nein, Erläuterung:

Orientieren - Informieren - Leiten - Warnen

X

Ü
J

tetes Leitsystem für blinde und sehbehin-
derte Menschen vom Eingang zu wichtigen
Bereichen im Gebäude

Orientierungstafeln in großer Schrift und in
gut verständlicher Sprache (vgl. DIN
32975)

Notrufsystem / Alarmsystem für hörbehin-
derte Menschen

nein, Erläuterung:

Technik für schwerhörige Menschen

nein, Erläuterung:

Rampe
Bewegungsfläche vor der Tür
Maße: 2,9m x 5,3m

RI]

Oo

Etagen teilweise barrierefrei erreichbar
Erläuterung:

IX] Spiegel an der Wand gegenüber der Tür

X separate geschlechtsneutrale barrierefreie
Toilette in jeder Sanitäranlage

X Wickelmöglichkeit für Kinder in einer
Sanitäranlage

[] Taktil erfassbares und kontrastreich gestal- X] Beschriftung von Türschildern in ausrei-

chend großer Schrift sowie taktil erfassbar
in Profilschrift und Braille

X kontrastreiche Gestaltung der Bodenbeläge

[] Induktionsschleife (vgl. DIN 18040), Raumbezeichnung:

[_] Raumakustische Maßnahmen (vgl. DIN 18041), Erläuterung:

Ggf. Erläuterungen zur sonstigen Ausstattung, zu speziellen Räumen und Details:

FB23-04_04-55_Barrierefreiheit-Checkliste.dot// 09.11.11// Änd. 01

Seite 1 von 1

Anlage 4

1130 Zeichen

Ermittlung des Kostenrahmens nach DIN 276

Bürogebäude allgemein BKI Standart 2014

100

200

300
400

300
400

500

600

700

Grundstück

0 m? 0,0 €/m?
Herrichten und Erschließen

0 m? 0,0 €/m?

Vergleichrechnung BKI
einfacher Standart
BRI Bauwerk + Techn. Ausrüstung m?

4677,81 300,0 €/m®
BGF %
1423,2 m? 960,0 €/m?
NF Bauwerk + Techn. Ausrüstung m? %
987,99 m? 1370,0 €/m?

Mittelwert aus BRI,BGF,NF 300 + 400
Unsere Schätzung

BRI Bauwerk + Techn. Ausrüstung m?

4677,81 350,0 €/m®
BGF %
1423,2 m? 1250,0 €/m?
NF Bauwerk + Techn. Ausrüstung m? %
978,6 m? 1750,0 €/m?

Mittelwert aus BRI,BGF,NF 300 + 400
Umbauarbeiten pauschal

Dacherneuerung Altbau siehe Anlage

Außenanlagen 3,0%
Einrichtung

Baunebenkosten 18,0 %
Zwischensumme

Zur Rundung

Geschätzte Gesamtkosten

1.403.343,00 €
1.366.272,00 €
1.353.546,30 €

1.374.387,10 €

1.637.233,50 €
1.779.000,00 €
1.712.550,00 €

1.709.594,50 €

Dipl.-l

Grahl & Partner
Architekten BDA
Annette-Allee 50
48149 Münster
Tel98108-0
Fax98108-4

1.709.594,50 €
117.500,00 €
285.000,00 €
51.287,84 €

- €
316.958,82 €
2.480.341,16 €
19.658,84 €

2.500.000,00 €

-Grahl, Architekt BDA

Beratungsverlauf (4)

17.02.2015 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 3.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
03.03.2015 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen
TOP 5.9 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: entfällt

Zur Sitzung
10.03.2015 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe
TOP 4 Vorberatung Entscheidung

Beschluss: entfällt

Zur Sitzung
18.03.2015 Haupt- und Finanzausschuss
TOP 2.2 Entscheidung
Zur Sitzung

Orte (3)

  • Annette-Allee 50
  • Rösnerstraße 10
  • Loddenheide

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0958/2014
Typ
Vorlagen
Datum
03.12.2014
Erstellt
06.10.2020 14:37