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2012/0330

Satzung zur Erhebung einer Kulturförderabgabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 11.09.2012

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Vom  .....


Aufgrund des § 5 der Hessischen Gemeindeordnung (HGO) i.d.F. vom 07.03.2005 (GVBl. I S. 142), zuletzt geändert durch Gesetz vom 16.12.2011 (GVBl. I S.786), sowie der §§ 1, 2 und 7 des Gesetzes über kommunale Abgaben (KAG) vom 17.03.1970 (GVBl. I S. 225), zuletzt geändert durch Gesetz vom 31.01.2005 (GVBl. I S. 54), wird  gemäß Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom ..... folgende Satzung erlassen:



Artikel I

Die Satzung zur Erhebung einer Kulturförderabgabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 25.11.2010 wird mit Wirkung zum 03.12.2010 aufgehoben.



Artikel II

Diese Satzung tritt am Tage nach der Bekanntmachung in Kraft. 



Darmstadt, den ................





André Schellenberg
Stadtkämmerer
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2012/0330

3404 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
12.09.2012 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat IV  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Finanzverwaltung 
Abt. Steuern, Gebühren, 
Beiträge 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2012/0330 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle: 910-010-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 6110-11 Sachkonto: 5591300 
 
Betreff: Satzung zur Erhebung einer Kulturförderabgabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 
Vorlage vom: 11.09.2012 
 
Beschlussvorschlag: 
1. Die Satzung zur Erhebung einer Kulturförderabgabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt vom 
25.11.2010 wird aufgehoben. 
2. Von einer zukünftigen Steuererhebung bei aus privatem Anlass in Darmstadt übernachtenden Per-
sonen wird abgesehen. 
3. Die Beschlussfassung der Stadtverordnetenversammlung ist herbeizuführen. 
 
 
Anlagen: Aufhebungssatzung Kulturförderabgabe 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 11.09.2012  
 
Mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 04.11.2010 wurde in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt die Erhebung einer Kulturförderabgabe (Übernachtungssteuer) eingeführt. In 
der Begründung zur Beschlussvorlage wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Rechtslage 
zur Zulässigkeit der Erhebung einer solchen Abgabe offen sei. 
 
Das Bundesverwaltungsgericht hat nunmehr mit seiner Entscheidung (9 CN 1.11 und 2.11) vom 
11.07.2012 zwei Satzungen zur Erhebung einer Übernachtungssteuer für teilweise verfas-
sungswidrig erklärt, weil diese nicht zwischen privaten und berufsbedingten Übernachtungen 
unterscheiden. Eine Steuererhebung für berufsbedingte Übernachtungen sei nicht möglich. 
 
Zwar betrifft die Gerichtsentscheidung nicht unmittelbar die „Satzung zur Erhebung einer Kultur-
förderabgabe in der Wissenschaftsstadt Darmstadt“, aber auch diese Satzung, die die Über-
nachtung in Darmstadt besteuert, differenziert nicht zwischen privaten und berufsbedingten Ü-
bernachtungen und ist deshalb ebenfalls als verfassungswidrig anzusehen. Sie muss aufgeho-
ben oder an die jüngste Rechtsprechung angepasst werden. Zur städtischen Satzung, liegt be-
reits ein Normenkontrollantrag beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel vor.  
 
Eine zukünftige Besteuerung auf Übernachtungen aus privatem Anlass auf der Grundlage eines 
neuen noch zu schaffenden Satzungsrechts steht in keinem Verhältnis zwischen Aufwand und 
Ertrag, da einerseits nur ca. 17 % aller Übernachtungen in Darmstadt aus privatem Anlass erfol-
gen und andererseits die Feststellung der Unterscheidung der beiden Übernachtungsgründe 
sich im Einzelfall nur sehr aufwendig durchführen ließe. 
 
Da zu erwarten ist, dass der Verwaltungsgerichtshof in Anlehnung an die Bundesverwaltungsge-
richtsentscheidung die städtische Satzung für nichtig erklären wird, ist es geboten, diese umge-
hend aufzuheben. 
 
 
 
Darmstadt, 11.09.2012 
20.3 bm-lu 
 
 
 
Der Dezernent IV: 
 
 
 
André Schellenberg 
Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (3)

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Details

Vorlagen-Nr.
2012/0330
Typ
Magistratsvorlage
Datum
11.09.2012
Erstellt
29.09.2026 00:00