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Smartphone-basiertes Ersthelfer-Alarmierungs-System
Gem. Antrag nach § 3 (Volt) AN/1962/2023 vom 09.11.2023
Stand: Am 21.11.2023 im Gesundheitsausschuss ungeändert beschlossen.
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Gem. Antrag nach § 3 (Volt)
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Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Unna An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 09.11.2023 AN/1962/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 21.11.2023 Smartphone-basiertes Ersthelfer-Alarmierungs-System Sehr geehrter Herr Dr. Unna, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragstellenden bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sit- zung des Gesundheitsausschusses am 21.11.2023 zu setzen: Beschluss: Der Gesundheitsausschuss beschließt für das Haushaltsjahr 2024 die Freigabe der über den politischen Veränderungsnachweis zugesetzten Mittel zur Umsetzung eines Smartphone-ba- sierten Ersthelfer-Alarmierungs-Systems in Höhe von 250.000 € an das Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz. Die Verwaltung wird beauftragt, die Mittel in Höhe von 250.000€ für Beschaffungs- und Inves- titionskosten im Rahmen der Implementierung eines Smartphone -basierten Ersthelfer-Alar- mierungs-Systems für die Stadt Köln einzusetzen und ggf. eine Finanzierungslücke aus Haus- haltsmitteln zu schließen. Die Finanzierung erfolgt aus der Produktgruppe 0701 – Teilergebnisplan Zeile 13 (Aufwen- dungen für Sach- und Dienstleistungen) für "Umsetzung Ersthelfer-App auf städtischer Ebene”. Begründung: - 2 - Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand nimmt das Hirn bereits nach 3-5 Minuten irreversibel Scha- den1. In deutschen Großstädten trifft der Rettungsdienst nach 7-8 Minuten ein, in ländlichen Gebieten kann sich diese Zeit noch weiter verzögern. In diesen wichtigen, ersten Minuten kön- nen Ersthelfer*innen durch das Beginnen einer Kardiopulmonalen Reanimation (CPR) das Le- ben des/der Patient*in retten. Durch Smartphone-basierten Ersthelfer-Alarmierungs-Systems (SbEAS) können zudem qua- lifizierte Helfer*innen alarmiert werden, die noch vor dem Rettungsdienst eintreffen und eine qualitativ hochwertige CPR beginnen. Durch diese früher eintreffende Hilfe kann das Überle- ben der Patient*innen weiter verbessert werden2. In Deutschland konnte die Laienreanimationsquote in den letzten Jahrzehnten auf 40% geho- ben werden. In anderen europäischen Ländern liegt diese Rate jedoch immer noch deutlich höher (z.B. Niederlande mit 70%)3. Länder wie Dänemark konnten durch die Einführung von Wiederbelebungsunterricht in Schulen und breit angelegten Informationskampagnen ihre Quo- ten deutlich erhöhen und eine signifikante Steigerung der Überlebensrate erreichen4. In Köln gibt es kein solches SbEAS. In der Beantwortung der Anfrage (AN/0133/2023, 0314/2023) ist durch die Verwaltung mitgeteilt worden, dass die Stadt Köln jedoch seit 2020 an der Umsetzung eines solchen Konzeptes arbeite. Bis jetzt verzögerte sich die Umsetzung jedoch durch die Corona-Pandemie und durch andere vorrangig bearbeitete Projekte. Nach Rücksprache mit Vertreter*innen der Verwaltung möchte das Bündnis Volt, Bündnis 90/Die Grünen und CDU durch diesen Antrag jetzt die Umsetzung eines SbEAS in Köln beschleuni- gen und bis Ende des Jahres 2024 umsetzen. Mit freundlichen Grüßen gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Fraktionsgeschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Volt-Fraktionsgeschäftsführer (1) 1 Breckwoldt, J., et al., Perceptions of collapse and assessment of cardiac arrest by bystanders of out-of-hospital cardiac arrest (OOHCA), in Resuscitation, S. Schloes- ser, Editor. 2009. p. 1108-1113 (2) 2 Perkins GD, Handley AJ, Koster RW, Castrén M, Smyth MA, Olasveengen T, et al. European resuscitation council guidelines for resuscitation 2015: section 2. Adult ba- sic life support and automated external defibrillation. Resuscitation. 2015;95:81–99. (3) 3 Gräsner, J.T., et al., Epidemiology and management of cardiac arrest: what regist- ries are revealing. Best Pract Res Clin Anaesthesiol, 2013. 27(3): p. 293-306. (4) 4 Wissenberg, M., et al., Association of national initiatives to improve cardiac arrest management with rates of bystander intervention and patient survival after out-of-hos- pital cardiac arrest. JAMA, 2013. 310(13): p. 1377-1384.
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