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V/0699/2010

Konzernabschluss 2009 der Stadtwerke Münster GmbH

Vorlagen 14.09.2010

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Nächste Beratung: Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, Sitzung am 28.09.2010, TOP 5.1

Konzernanhang 2009

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Beschlussvorlage

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Konzernbilanz_2009

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Konzern-GuV_2009

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Konzernlagebericht 2009

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Konzernanhang 2009

24153 Zeichen

Anhang zum Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2009 (1.1.-31.12.)

l. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften einbezogen. Die Angaben erfolgen
zum 31.12.2009:

Name/Sitz Kapitalanteil in %

Als verbundene Unternehmen wurden in die Vollkonsolidierung einbezogen:

Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 100
Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 100
Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 100
Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 99

Abweichend vom Vorjahresstichtag wurde die items GmbH, Münster, nicht mehr als vollkonsoli-
diertes Tochterunternehmen sondern als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in
den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster einbezogen. Die zum 01.01.2009 erfolgte Ände-
rung von Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethode resultiert aus einer Kapitalerhöhung
der items, an der die Stadtwerke Münster nur unterproportional teilgenommen haben und in deren
Folge sich die auf die Stadtwerke Münster entfallende Anteilsquote von 52,22% auf 32,19% redu-
ziert hat.

Mit dem Ausscheiden der items aus dem Konsolidierungskreis infolge der Kapitalerhöhung war die
Endkonsolidierung der mittelbaren Beteiligung der Stadtwerke Münster an der items project
GmbH, Berlin, per 01.01.2009 verbunden.

Als Gemeinschaftsunternehmen wurde anteilsgerecht einbezogen:
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 50

Als assoziierte Unternehmen wurden „at equity“ einbezogen:

smart OPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 50
Smart OPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 50
Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 28
FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven 35
items GmbH, Münster 32
Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Enschede, Niederlande 50

Seite 1 von9

Darüber hinaus sind die Stadtwerke Münster GmbH an folgenden Unternehmen beteiligt:
Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum *) 49,9
Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH & Co KG, Münster *) 25

Diese Gesellschaften (*) wurden gemäß $ 311 Abs. 2 HGB nicht einbezogen, weil deren Einfluss -
auch zusammengefasst - auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von unter-
geordneter Bedeutung ist. Die Beurteilung erfolgte in Berücksichtigung der jeweiligen Jahresab-
schlüsse und der nur sehr gering ausgeprägten Konzernverflechtungen.

N. Konsolidierungsmethoden

Die im Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung eines Konzernabschlusses als Tochtergesellschaft
einbezogene Westfälische Bauindustrie GmbH, die als Gemeinschaftsunternehmen anteilmäßig
konsolidierte Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH sowie die als assoziiertes Unternehmen
einbezogene FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH wurden mit dem 31.12.1997 einheitlich
auf den ersten Konzernabschlussstichtag konsolidiert. Bei Gesellschaften, die später erworben
oder gegründet wurden, erfolgt die Verrechnung auf den Erwerbs- oder Gründungszeitpunkt.

Die Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH wurde zum 31.12.2005 erstmals in den Konzern-
abschluss der Stadtwerke Münster GmbH einbezogen. Der Beteiligungsbuchwert und das darauf
entfallende Eigenkapital wurden auf der Grundlage der Wertansätze zum Gründungszeitpunkt der
Tochtergesellschaft, den 24.09.2005, nach der Neubewertungsmethode miteinander verrechnet.
Hierbei entsprachen die Zeitwerte den Buchwerten in der Eröffnungsbilanz des Tochterunterneh-
mens.

Die Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH wurde ebenso wie die items project GmbH zum
31.12.2007 in den Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH einbezogen. Die Kapitalkon-
solidierung erfolgte für beide Gesellschaften ebenfalls nach der Neubewertungsmethode. Die Ver-
rechnung von Beteiligungsbuchwert und anteiligem Eigenkapital erfolgte dabei auf der Grundlage
der Wertansätze zum Zeitpunkt der Gesellschaftsgründung. Die Zeitwerte der in den Eröffnungsbi-
lanzen ausgewiesenen Vermögensgegenstände entsprach dabei den Buchwerten.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 23. Dezember 2008 wurde die smart Optimo GmbH & Co. KG mit
Sitz in Osnabrück als Gemeinschaftsunternehmen der Stadtwerke Münster GmbH und der Stadt-
werke Osnabrück AG gegründet. Vor dem Hintergrund der beabsichtigten Beteiligung weiterer
kommunaler Gesellschaften wurde die Kommanditgesellschaft als assoziiertes Unternehmen in
den Konzern Stadtwerke Münster GmbH einbezogen.

Gleiches gilt für die 50%ige Beteiligung am Kapital der smart Optimo Verwaltungs-GmbH, Sitzort
Osnabrück, die Komplementärin und Geschäftsführung der smart Optimo GmbH & Co. KG. Diese
Beteiligung wurde ebenfalls nach den Grundsätzen über die Einbeziehung assoziierter Unterneh-
men in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Für diese assoziierten Unternehmen wurden die
Beteiligungen jeweils mit dem Buchwert im Zeitpunkt der Gründung der KG angesetzt. Unter-
schiedsbeträge aus der Differenz von Buchwert und anteiligem Eigenkapital waren nicht zu be-
rücksichtigen.

Die Equity-Bilanzierung wurde für den Kreis der assoziierten Unternehmen nach der Buchwert-
mehtode vorgenommen. Für negative Equity-Werte erfolgte eine statistische Wertfortschreibung
in Höhe von -218 T€.

Seite2 von9

im Rahmen des für die items durchgeführten Methodenwechsels und der für die items project er-
folgten Endkonsolidierung sind die auf diese beiden Gesellschaften entfallenden Vermögensge-
genstände und Schulden zu Restbuchwerten per 01.01.2009 aus dem Konzern abgegangen. Die
Abgänge verteilten sich auf die Aktiva und Passiva wie folgt: Anlagevermögen 2.014 T€, Vorräte
145 TE, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.602 T€, Liquide Mittel 4.366 TE,
aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 371 T€, Rückstellungen 5.145 TE, Verbindlichkeiten 1.409
TE. Aus dem Eigenkapital ist ein Betrag in Höhe von 2.273 TE abgegangen. Auf den Ausgleichs-
posten für Anteile anderer Gesellschafter entfallen hiervon 1.490 T€.

Unter der Position Beteiligungen an assozilerten Unternehmen war für die items ein Zugang in
Höhe des anteiligen Eigenkapitals per 01.01.2009 in Höhe von insgesamt 1.828 T€ zu erfassen.
Bereinigt um Effekte aus der Kapitalerhöhung entfielen hiervon 1.420 T€ aus der Konsolidierungs-
kreisänderung. Der aus der Übergangskonsolidierung resultierte Ertrag in Höhe von 137 TE ist in
den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Von den Erlösen, Aufwendungen und Erträgen des Konzerns entfielen im Vorjahr auf die zum
01.01.2009 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen Gesellschaften items und items pro-
ject im Wesentlichen 12,9 Mio. € Umsatzerlöse, 0,7 Mio. € sonstige betriebliche Erträge, 5,3 Mio.
€ Materialaufwand, 11,1 Mio. € Personalaufwand, 0,6 Mio. € Abschreibungen, 1,2 Mio. € sonstige
betriebliche Aufwendungen, 0,2 Mio. € sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 0,5 Mio. € Steuern
vom Einkommen und vom Ertrag.

Die für Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen aufgrund von Gewinnthesaurierungen vor Erst-
konsolidierung entstandenen passiven Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden
unter dem Passivposten B. ausgewiesen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendun-
gen und Erträge zwischen den konsolidierten Unternehmen wurden verrechnet.

Die in den Konzernabschluss zu übernehmenden Vermögensgegenstände, die auf Lieferungen
oder Leistungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen beruhen,
wurden um enthaltene Zwischengewinne bereinigt.

Ill. Angaben zur Form der Darstellung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Entsprechend 8 265 Abs. 5 HGB über die weitere Untergliederung der Posten wurde

die Darstellung der Sachanlagen um die Posten

- Verteilungsanlagen,

- Fahrzeuge für Personenverkehr,

die Darstellung der Vorräte wurde um den Posten

- Emissionsrechte,

die Darstellung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um den Posten
- Forderungen gegen den Gesellschafter,

die Darstellung der Verbindlichkeiten um den Posten

- Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter

erweitert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009 (1.1. - 31.12.) wurde nach dem Ge-
samtkostenverfahren aufgestellt.

Seite 3 von 9

IV. Erläuterungen zu Posten von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Soweit Ansatzwahlrechte ausgeübt wurden, sind diese bei den Angaben zu Posten der Bilanz er-
läutert.

Für die at-equity einbezogene N-Dix wurde der nach niederländischem Recht aufgestellte und
geprüfte Jahresabschlusses unverändert übernommen.

Die at-equity einbezogene FMO Flughafen Münster-Osnabrück GmbH hat in dem von ihr aufge-
stellten und geprüften Jahresabschluss teilweise abweichende Bewertungsmethoden angewandt.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden linear abgeschrieben. Bei
der Ermittlung der Pensionsrückstellungen wurde ein Zinssatz von 6% angewendet. Eine Rück-
stellung für die mittelbare Verpflichtung aus der Unterdeckung von Versorgungsansprüchen der
Mitarbeiter gegenüber der ZKW wurde nicht gebildet. Auf eine Umstellung der Bewertungen im
Konzernabschluss wurde in Anwendung des 8 312 Abs. 5 HGB verzichtet, da die Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Her-
stellungskosten bewertet worden. Eigene Leistungen sind entsprechend der steuerlichen Aktivie-
rungspflicht in den Wertansatz einbezogen. Zuschüsse werden von den Anschaffungs- und Her-
stellungskosten abgesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die in den steuerlichen Ab-
schreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern zugrunde, wobei alle Anlagegüter — soweit
steuerlich zulässig —- zunächst degressiv abgeschrieben werden mit Übergang zur linearen Metho-
de. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 150 € wurden als Aufwand
gebucht. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 150 € bis zu
1.000 € wurde ein Jahressammelposten angesetzt, der im Jahr der Bildung und den folgenden
vier Jahren mit jeweils einem Fünftel abgeschrieben wird. Hiervon abweichend wurden Geringwer-
tige Wirtschaftsgüter mit einer Nutzungsdauer von weniger als fünf Jahren linear abgeschrieben.
Von den Finanzanlagen wurden die sonstigen Ausleihungen, bei denen es sich um unverzinsliche
oder niedrigverzinsliche Darlehn handelt, gemäß BFH-Urteil vom 30.11.1988 und dem BMF-
Schreiben vom 17.01.1990 zum Nennwert bewertet. Die übrigen Finanzanlagen werden zu An-
schaffungskosten abzüglich vorgenommener Wertberichtigungen ausgewiesen. Soweit die Grün-
de für die Wertberichtigungen zum Bilanzstichtag nicht mehr bestehen, ist entsprechend $ 280
Abs. 1 HGB zugeschrieben worden.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind unter Berücksichtigung von Abschreibungen gemäß $ 253
Abs. 3 HGB zu fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren
Börsen- oder Marktpreis am Abschlussstichtag bewertet. Die Bewertung der unfertigen Leistungen
entspricht der der selbsterstellten Anlagen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren
Ausfallrisikos bewertet.

Die bis einschließlich 2002 empfangenen Ertragszuschüsse (Baukostenzuschüsse Netz) werden
auf den Altbestand mit 5 % des Ursprungswertes aufgelöst. Im 20. Jahr nach Zugang wird der
Abgang unterstellt und der verbliebene Ursprungswert vollständig aufgelöst. Die Zugänge werden
ab dem 01.01.2003 direkt gegen die Positionen des Anlagevermögens verrechnet und wirken sich
entsprechend den dort geltenden Nutzungsdauern abschreibungsmindernd aus. Für Anschlüsse
an die der Regulierung nach Energiewirtschaftsrecht unterliegenden Netze der Strom- und Gas-
versorgung von den Anschlussnehmern an den Netzbetreiber gezahlte Ertragszuschüsse werden
als Netzentgeltvorauszahlungen betrachtet und in einen passiven Rechnungsabgrenzungsposten
eingestellt, der über 20 Jahre aufgelöst wird.

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Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen einschließlich der aus Altersteil-
zeitvereinbarungen folgenden sind aufgrund der neuen Richttafeln 2005 G zum versicherungsma-
thematisch ermittelten Barwert angesetzt. Der Berechnung des Verpflichtungsumfanges wurde ein
Rechnungszinsfuß von 4 % zugrunde gelegt. Für die Ermittlung des Verpflichtungsumfanges nach
steuerlichen Vorschriften blieb der Rechnungszinsfuß unverändert. Ergänzend wurden die vom
BFH (Revisionsverfahren vom 30. November 2004) bestätigten Wertansätze des Finanzgerichts
Hessen angewandt. Die Rückstellung zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der
ZKW resultierenden Verpflichtungen wurde auf Basis eines versicherungsmathematischen Gut-
achtens bewertet. Unter Berücksichtigung der durchschnittlich noch zu leistenden Arbeitszeiten bis
zum Eintritt der Verpflichtung wird die Rückstellung anteilig dotiert. Bei den übrigen Rückstellun-
gen sind alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Für die im Rahmen der Konsolidierung zu berücksichtigenden latenten Steuern konnte aufgrund
des regionalen Schwerpunkts des Konzerns ein einheitlicher Ertragsteuersatz zugrunde gelegt
werden.

Die Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag ausgewiesen.

2. Angaben zu Posten der Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens wird in der Anlage gezeigt. Es wurden außerplanmäßige
Abschreibungen nach $ 253 Abs. 2 Satz 3 HGB in Höhe von 59 T€ auf die Beteiligung der Stadt-
werke Münster GmbH an der WLE, Westfälische Landeseisenbahn GmbH, vorgenommen. Den
von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der Fernwärmenetze der Stadtwerke Münster und
der Westfälischen Fernwärmeversorgung abzusetzenden Zuschüssen waren aufgrund eines ge-
richtlichen Vergleichs die in die Rückstellung für das Risiko einer Rückforderung eingestellten Be-
träge wieder zuzuschreiben. In der Folge mindern sich die Abschreibungen des Fernwärmenetzes
und haben sich Erträge aus der Zuschreibung der in den vergangenen Jahren erhöhten Abschrei-
bungen ergeben.

Die den Stadtwerke Münster GmbH und der Westfälischen Fernwärmeversorgung GmbH unent-
geltlich zugeteilten Emissionsrechte nach $ 9 TE HG i.V. mit 8$ 7 und 14 ZuG sind mit dem Wert
von 1 €, im übrigen zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist auch der abgegrenzte Verbrauch zwi-
schen Ablese- und Bilanzstichtag enthalten, der mit den aufgelaufenen Abschlagszahlungen sal-
diert wurde.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter wurden mit Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesell-
schafter zum Bilanzausweis zusammengefasst, soweit dieses von der Art und Laufzeit zulässig ist.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten als wesentliche Posten Forderungen aus Über-
zahlungen von Steuern.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bestehen nicht. Von den sonstigen
Vermögensgegenständen haben 500 T€ eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Das gezeichnete Kapital der Stadtwerke Münster GmbH beträgt unverändert 51.200.000 €. Der
Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung hat eigenkapitalähnlichen Charakter.

Der Kapitalrücklage sind aus Gesellschaftermitteln 26 T€ zugeführt worden. Durch die Entkonsoli-
dierung der items GmbH mindert sich die Kapitalrücklage um 21 T€.

In den Steuerrückstellungen sind die latenten Steuern gemäß $ 306 HGB mit 2,8 Mio. € berück-
sichtigt.

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Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere Rückstellungen für Netz- und Rohr-
netzsanierung, die Rückstellung für die Mehrerlösabschöpfung, für Urlaubsansprüche und
Gleitzeitguthaben der Mitarbeiter, für Entsorgungsverpflichtungen, für bestehende Al-
tersteilzeitverpflichtungen, für ungewisse Verbindlichkeiten des Verkehrsbetriebes, für be-
triebliche Umstrukturierungen sowie für rechtliche Risiken bei einzelnen Energieprodukten
sowie Mengenrisiken in der Energiebeschaffung.

Das Genussscheinkapital ist zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Es wurde mit 8% verzinst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Steuern, erhaltene Sicherheitsleistun-
gen sowie Überzahlungen aus der Leistungsabrechnung.

Restlaufzeitenübersicht Verbindlichkeiten per 31.12.2009

Davon mit einer Restlauf-

eit Restlaufzeit
Konzernbilanz
31.12.2009 bis 11 bis 5mehr alsbis 1 Jahr]
Bilanzpositionen in TE Jahr \ahre 5 Jahre Vorjahr
Genussscheinkapital 200 F,- H,- 200 F-
erbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.235 16.774 120.605 135.856 18.811
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 174 174 H,- F,- p31
erbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26.410 124.075 2.314 1 20.770
erbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter |360 360 F,- F 1.298
erbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit
jenen ein Beteillgungsverhältnis besteht 9.008 9.008 - I. 18.398
(Sonstige Verbindlichkeiten 15.975 4,- 6.121
| 105.362 3.669 136.077 f5-629

Durch Grundpfandrechte gesicherte Verbindlichkeiten bestehen nicht.

3. Angaben zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen (ohne Ökosteuer) entfallen 411,2 Mio. € auf den Versorgungsbereich,
29,0 Mio. € auf den Verkehrsbereich und 2,0 Mio. € auf andere Bereiche. IT-Leistungen sind nicht
mehr in den konsolidierten Umsatzerlösen enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten u.a. Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
(20,0 Mio. €), Pacht- und Mieteinnahmen, Entgelte für die Vergärung von Bio-Abfällen, weitere
periodenfremde Erträge (2,1 Mio. €), verschiedene Kostenerstattungen sowie Erträge aus der Auf-
lösung von Sonderposten mit Rücklageanteil (0,3 Mio. €). Die periodenfremden Erträge enthalten
im wesentlichen KWK-Erstattungen des Übertragungsnetzbetreibers (0,9 Mio. €), verschiedene
Fahrgelderstattungen (0,6 Mio. €) des Verkehrsbetriebes und Schadensersatzleistungen (0,2 Mio.
€).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten neben der Konzessionsabgabe (17,5 Mio. €)
die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen (1,2 Mio. €) und verschiedene periodenfremde
Aufwendungen. Die wesentlichen periodenfremden Aufwendungen waren Schadensersatzleistun-

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gen an Vorlieferanten (1,2 Mio. €) und nachberechnete Netznutzungen durch andere Netzbetrei-
ber (0,3Mio. €).

V. Angaben zum Jahresergebnis

Die Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung schließt ab mit einem Jahresüberschuss von 11,1
Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 2,2 Mio. €, der Veränderung der
Gewinnrücklagen von 3,3 Mio. € und der Vorabgewinnausschüttung von 6,0 Mio. € ergibt sich ein
Konzernbilanzgewinn von 4,0 Mio. €.

VI. Vermerke

Der Bilanzvermerk betrifft fünfzehn Bürgschaften zugunsten der FMO Flughafen Münster-
Osnabrück GmbH, zwei Patronatserklärungen und zwei Bürgschaften zugunsten der Energiehan-
delsgesellschaft West mbH sowie eine Bürgschaft zugunsten der Windkraft Nordseeheilbad Bor-
kum GmbH. Der Bilanzvermerk berücksichtigt die Höhe der Bürgschaftsvaluta per 31.12.2009.

VII. Ergänzende Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Bestellverpflichtungen im Investitionsbereich beliefen sich zum 31.12.2009 auf 4,4 Mio. €. Aus
Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 5 Jahren resultieren jährli-
che Verpflichtungen von 1,7 Mio. €.

Bei einer assoziierten Gesellschaft (at-equity) bestehen gegenüber Dritten Entschädigungsver-
pflichtungen aus Erbbaurechtsverträgen in Höhe von 20,1 Mio. €.

Zur Absicherung von Lieferverpflichtungen aus bestehenden Verträgen mit Sondervertrags- und
Tarifkunden des Versorgungsbereichs sind in verantwortungsvoller unternehmerischer Risikovor-
sorge in die Zukunft gerichtete Verträge über den Bezug von Energie und Wasser geschlossen
worden.

Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus den bestehenden Bezugsverträgen Erdgas sind
Rohwarentermingeschäfte (sogenannte Festpreis-SWAPS) abgeschlossen worden. Im Ergebnis
ist das Risiko von Preissteigerungen durch diese Geschäfte begrenzt worden.

Oberster Grundsatz des Einsatzes von Finanzderivaten — wie den oben beschriebenen Rohwaren-
termingeschäften — ist die Absicherung von Risiken aus dem Grundgeschäft. Eine Verwendung
aus spekulativen Motiven ist ausgeschlossen.

Die Bilanzierung des Rohwarentermingeschäfts erfolgt zusammen mit dem Grundgeschäft, dem
abgesicherten Gasbezug, in einer Bewertungseinheit. Die auf den Festpreis-SWAP entfallenden
geleisteten Zahlungen für den Bezug nach dem 31.12.2009 (666 T€) sind in den Rechnungsab-
grenzungsposten eingestellt. Der beizulegende Wert der zukünftigen Verpflichtungen zum diskon-
tierten Barwert bei einem Rechnungszinssatz von 4% ergibt sich mit 483 T€.

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2. Zusammensetzung der Organe, Aufwendungen für Organe
Die Geschäftsführung besteht aus:

Dr. Henning Müller-Tengelmann

Dr.-Ing. Norbert Ohims(bis zum 30.11.2009)

Dr. Andreas Hoffknecht (seit dem 01.12.2009)

Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind in der Anlage genannt.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen 366 TE.

Für die frühere Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen wurden 159 TE an Pensionen aufge-
wendet. Für sie bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 2.232 T€.

Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen 660 €.

Arbeitnehmer können nach den in einer Betriebsvereinbarung festgelegten Kriterien Darlehn er-
halten. Arbeitnehmervertreter haben vor oder während Ihrer Tätigkeit als Mitglieder des Aufsichts-
rates aufgrund dieser Betriebsvereinbarung Darlehn erhalten; deren Wert betrug zum 31.12.2009
36.166,19 € bei Zinssätzen von 0,5 % bis 2,5 %. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Darlehn
gewährt; von den bestehenden wurden 4.076,15 € getilgt. Lohn- und Gehaltsvorschüsse wurden
in Höhe von 2.600 € gewährt und mit 520 € zurückgezahlt. Somit waren zum 31.12.2009 2.080 €
zu bilanzieren.

3. Belegschaft

Im Jahresdurchschnitt waren 1.012 Arbeitnehmer bei den Unternehmen des Konsolidierungskrei-
ses beschäftigt sowie zusätzlich bei dem anteilig konsolidierten Gemeinschaftsunternehmen
Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH 7 Arbeitnehmer.

Die Gesellschaft ist Mitglied der Kommunalen Zusatzversorgungskasse Westfalen-Lippe (ZKW).
Zweck der Anstalt ist es, den Arbeitnehmern im Wege privatrechtlicher Versicherung eine zusätz-
liche Alters- und Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Die Gesellschaft hat sich bei Begrün-
dung der Mitgliedschaft verpflichtet, alle Arbeitnehmer zu versichern, die nach dem Tarifvertrag
über die Versorgung der Arbeitnehmer kommunaler Verwaltungen und Betriebe (Vers. TV-G) zu
versichern sind. Der derzeitige Umlagesatz beträgt 4,5 % + 3% Sanierungsgeld und wird von der
Gesellschaft allein getragen. Die Summe der versicherungspflichtigen Löhne und Gehälter für das
Jahr 2009 beträgt 40,0 Mio.€. Zur Abdeckung der aus einer möglichen Unterdeckung der ZKW
folgenden Verpflichtungen hat die Gesellschaft eine Rückstellung von 14,7 Mio. € gebildet.

4. Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt 56 T€. Es
entfällt auf die Abschlussprüfungsleistungen für die Jahresabschlussprüfung und die Konzernab-
schlussprüfung.

5. Geschäfte mit nahestehenden Personen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zu-
stande gekommen sind
Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahe stehenden Unter-
nehmen und Personen bestehen nicht.

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6. Angaben zur Kapitalflussrechnung

Der Gesamtbetrag der Zinszahlungen beläuft sich im Berichtsjahr auf 4.199 T€.

Für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden im gleichen Zeitraum 6.401 T€ gezahlt.
An Minderheitsgesellschafter wurden im Berichtszeitraum 19 T€ ausgeschüttet.

7. Auf Gemeinschaftsunternehmen entfallende Vermögenswerte und Schulden sowie Auf-
wendungen und Erträge

Auf das Gemeinschaftsunternehmen Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster, entfal-
len kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von 1,6 Mio. €, langfristige Vermögenswerte in Höhe von
0,7 Mio. € und kurzfristige Schulden in Höhe von 0,4 Mio. €. Von den Aufwendungen und Erträgen
im Konzern entfallen auf das Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen Umsatzerlöse in Höhe
von 4,0 Mio. €, Materialaufwand in Höhe von 0,4 Mio. €, Personalaufwand in Höhe von 0,2 Mio. €
und Abschreibungen in Höhe von 0,1 Mio. €.

Münster, am 26.07.2010

Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Müller-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht

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AR-Vorlage Konzernabschluss Stadtwerke

4295 Zeichen

D

Stadtwerke Münster

Münster, 16.08.2010
Vorlage an den Aufsichtsrat Nr. 20/2010
Betreff

Konzernabschluss 2009 der Stadtwerke Münster GmbH

Berichterstatter

Herr Dr. Müller-Tengelmann
Herr Dr. Hoffknecht

Anlagen

Konzernbilanz zum 31.12.2009

Konzerngewinn- und -verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009
Konzernanhang und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009
Konzern-Kapitalflussrechnung

Konzern- Eigenkapitalspiegel

Prüfungsbericht einschließlich Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Antrag
Der Aufsichtsrat wolle beschließen:

Der Gesellschafterversammlung wird folgender Beschluss zur Annahme empfoh-
len:

Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2009 sowie der
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in der vorliegenden, vom Jahres-
abschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand AG, Wirtschaftsprüfungsgesell-
schaft, Düsseldorf, mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom
26.07.2010 testierten Fassung, wird von der Stadt Münster als alleiniger Gesell-
schafterin der Stadtwerke Münster GmbH festgestellt.

Begründung

Die Stadtwerke Münster GmbH als Mutterunternehmen i. S. von $ 290 HGB hat für das
Geschäftsjahr 2009 einen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen.

Die gemäß $$ 294 HGB (Konsolidierungskreis) vom Mutterunternehmen einbezogenen
Tochterunternehmen sind verbundene Unternehmen i. S. von $ 271 Abs. 2 HGB.

DD

Stadtwerke Münster

Davon wurden gemäß 88 300 ff. HGB voll konsolidiert: Eigenkapitalam Höhe des An-
31.12.2009 teils am Kapital

am 31.12.2009

Vollkonsolidierter Unternehmen Te %
« Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH, Münster 00 710
« Stadtwerke Münster Neue Energie GmbH, Münster 175 100
e Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH, Münster 595 100
« Westfälische Bauindustrie GmbH, Münster 31.966 99
Als Gemeinschaftsunternehmen gemäß $ 310 Abs. 1 HGB
wurde anteilmäßig konsolidiert:
« Westfälische Fernwärmeversorgung GmbH, Münster 2.539 50
Als assoziierte Unternehmen gemäß $ 311 Abs. 1 HGB
im Konzernabschluss berücksichtigt:
« smartOPTIMO GmbH & Co. KG, Osnabrück 5.144 50
e smartOPTIMO Verwaltungs-GmbH, Osnabrück 27 50
« Energiehandelsgesellschaft West mbH, Münster 7.747 28
« FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven

(Teilkonzernabschluss) 27.740 35
e items GmbH, Münster 3.099 32
« items project GmbH, Münster 66 32
« Nederlands-Duitse Internet Exchange B. V., Jd. 437 50

Enschede/Niederlande

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahres- und Konzernabschlüsse folgen bis
auf die at-equity einbezogenen Nederlands-Duitse Internet Exchange B.V., Ensche-
de/Niederlande, und die FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH, Greven, in Bilan-
zierung und Bewertung grundsätzlich den von der Stadtwerke Münster GmbH ange-

nn

Stadtwerke Münster
wandten Methoden und sind von den jeweiligen Abschlussprüfern geprüft und uneinge-
schränkt bestätigt worden.

Sonstige Beteiligungen

Die Stadtwerke Münster GmbH hält ferner Anteile an Höhe des An-

. teils am Kapital
folgenden Unternehmen: am 31.12.2009

%

Windkraft Nordseeheilbad Borkum GmbH, Borkum* 49,9

Lokalradio Münster Betriebsgesellschaft mbH und Co. KG, Münster* 25

Auf Grund des maßgeblichen Einflusses der Stadtwerke Münster GmbH wären diese
Unternehmen nach 8 311 Abs. 1 HGB als assoziierte Unternehmen (Beteiligung > 20 %)
in den Konzernabschluss einzubeziehen. In Ausübung des Wahlrechts gemäß 8 311
Abs. 2 HGB ist die Einbeziehung unterblieben, da die Unternehmen sowohl im Einzelfall
als auch zusammen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entspre-
chenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von unterge-
ordneter Bedeutung sind.

Nähere Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung des Konzerns im Jahr 2009 sind dem
beigefügten Konzernlagebericht zu entnehmen.

Der Konzernabschluss 2009 ist von der BDO Deutsche Warentreuhand AG, Wirt-
schaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Beanstandungen haben sich
nicht ergeben. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk wurde erteilt.

Die Vorlage des Konzernabschlusses und Konzernlageberichtes an den Aufsichtsrat
ergibt sich aus $ 52 GmbHG in Verbindung mit $ 171 AktG, die Vorlage an die Gesell-
schafterversammlung erfolgt nach $ 46 GmbHG.

Stadtwerke Münster GmbH
gez. Dr. Müller-Tengelmann gez. Dr. Hoffknecht

Beschlussvorlage

2205 Zeichen

V/0699/2010 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Finanzen und Beteiligungen 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Konzernabschluss 2009 der Stadtwerke Münster GmbH 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
28.09.2010 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Der Vertreter der Stadt Münster in der Gesells chafterversammlung der Stadtwerke Münster GmbH 
wird ermächtigt folgenden Beschluss zu fassen: 
 
Der Konzernabschluss der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2009, der 
 
a)  in der Konzernbilanz 
  mit Aktiva und Passiva von 475.569.158,34 € 
 
b) in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung 
bei Umsatzerlösen von  442.138.902,49 € 
mit einem Bilanzgewinn von 4.018.346,95 € 
 
abschließt, sowie der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 in der vorliegenden, vom 
Jahresabschlussprüfer BDO Deutsche Warentreuhand AG mit einem Bestätigungsvermerk vom 
26.07.2010 testierten Fassung, werden von der Stadt Münster als alleiniger Gesellschafterin der 
Stadtwerke Münster GmbH festgestellt. 
 
 
Begründung: 
Die Stadt Münster ist Alleingesellschafterin der Stadtwerke Münster GmbH. Gemäß § 12 des Ge-
sellschaftervertrages der Stadtwerke Münster GmbH unterliegen der Beschlussfassung der Ge-
sellschafterversammlung u. a. die Feststellung des Jahresabschlusses und die Verwendung des 
Ergebnisses.  
Die Stadtwerke Münster GmbH ist als Mutterunternehmen i. S. von § 290 HGB verpflichtet, für das 
Geschäftsjahr 2009 einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen. Der Wirt-
schaftsprüfer hat einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.  
Einzelheiten zum Konzernabschluss 2009 können der als Anlage beigefügten Aufsichtsratsvorlage 
Nr. 20/2010 der Stadtwerke Münster GmbH entnommen werden. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0699/2010 
Auskunft erteilt: 
Herr Deppe 
Ruf: 
492 20 20 
E-Mail: 
Deppe@stadt-muenster.de  
Datum: 
14.09.2010 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0699/2010 
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster GmbH hat am 08.09.2010 über den Konzernabschluß 
2009 beraten und hat den o. g. Beschlussvorschlag beschlossen. 
 
 
I. V. 
 
gez. Bickeböller 
Stadtkämmerin 
 
Anlagen: 
Vorlage des Aufsichtsrates Nr. 20/2009

Konzernbilanz_2009

3988 Zeichen

Konzernbilanz der Stadtwerke Münster GmbH zum 31.12.2009 
Stand Stand Stand Stand Stand Stand 
31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2009 31.12.2008 
Aktivseite € € € Passivseite € € €
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital 
I. Immaterielle Vermögensgegenstände I. Gezeichnetes Kapital 51.200.000,00 51.200.000,00 
Konzessionen und ähnliche Rechte 1.449.557,74 1.655.448,73 II. Kapitalrücklage 72.944.329,23 72.938.850,12 
III. Gewinnrücklagen 
II. Sachanlagen andere Gewinnrücklagen 41.298.565,63 38.795.940,71 
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten IV. Konzernbilanzgewinn 4.018.346,95 3.044.266,80 
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 100. 321.333,52 101.332.927,25 V. Ausgleichsposten für Antei le anderer Gesellschafter 326.527,71 1.817.736,95 
2. Verteilungsanlagen 76.097.774,90 84.176.231,33 169.787.769,52 167.796.794,58 
3. sonstige technische Anlagen und Maschinen 58.487.2 29,72 67.990.847,00 
4. Fahrzeuge für Personenverkehr 6.531.380,00 6.431.481,00
5. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8. 998.418,31 10.607.465,02 B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 3.780.384,80 3.789.462,78 
6. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.632.62 0,73 7.404.892,99 
260.068.757,18 277.943.844,59 
III. Finanzanlagen C. Empfangene Ertragszuschüsse 28.342.223,78 32.487.941,33 
1. Beteiligungen 1.099.193,65 1.124.943,64 
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.368.901, 53 1.738.481,76 
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein 
Beteiligungsverhältnis besteht 21.512.771,09 10.068.145,94 
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 903.366,67 4.075.000,0 0 
5. sonstige Ausleihungen 2.082.023,90 2.343.815,66 1. Rückstellungen für Pension en und 
33.966.256,84 19.350.387,00 ähnliche Verpflichtungen 21 .544.723,00 20.938.076,00 
2. Steuerrückstellungen 9.316.881,63 3.204.855,08 
295.484.571,76 298.949.680,32 3. sonstige Rückstellung en 126.331.069,68 121.791.767,90 
157.192.674,31 145.934.698,98 
B. Umlaufvermögen E. Verbindlichkeiten 
I. Vorräte 1. Genussscheinkapital 200.000,00 100.000,00 
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.362.950,87 3.127.790 ,53 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.23 5.017,77 71.583.122,48 
2. unfertige Leistungen 1.379.176,71 999.208,41 3. erhaltene Anzahlungen auf Be stellungen 174.086,65 230.731,50 
3. Waren 3.645,29 3.050,81 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen u nd Leistungen 26.410.028,92 23.284.944,51 
4. Emissionsrechte 8.487,90 1,50 5. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 3 59.515,55 1.297.921,73 
6.754.260,77 4.130.051,25 6. Verbindlichkeiten gegenübe r Unternehmen, mit denen 
ein Beteiligungsverhältnis besteht 9.007.711,79 8.398. 541,11 
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 7. sonstige Verbindlichkeiten 5.975.362,08 6.120.897,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 32.930.646 ,20 50.520.086,29 - davon aus Steuern   €  3.890.880,23
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 3.226.312,11 1.1 27.893,53                      ( i. Vj.  €  4.334.913 ,47 ) 
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein - davon im Rahmen der 
Beteiligungsverhältnis besteht 19.179.617,75 5.112.737 ,59   sozialen Sicherheit  €  16.689,00 
4. sonstige Vermögensgegenstände 6.696.381,77 10.723.41 6,51                         ( i. Vj. €  1.193,02 ) 
62.032.957,83 67.484.133,92 105.361.722,76 111.016.158,96 
III. Wertpapiere 
sonstige Wertpapiere 86.908.000,00 64.978.100,00 
86.908.000,00 64.978.100,00 
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 22.200.047,83 29.430.037,40 
177.895.266,43 166.022.322,57 
Rechnungsabgrenzungsposten 2.189.320,15 3.744.651,24 
475.569.158,34 468.716.654,13 F. Rechnungsabgrenzungsposten 11.104.383,17 7.691.597,50 
475.569.158,34 468.716.654,13 
Vermerk: Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Patronatserklärun gen 47.236.789,23 46.667.630,28 
Münster, am 26.07.2010 
Stadtwerke Münster GmbH 
Dr. Henning Müller-Tengelmann                               Dr. Andreas Hoffknecht 
D. Rückstellungen

Konzern-GuV_2009

2686 Zeichen

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Stadtwerke Münster GmbH 
für das Geschäftsjahr 2009 (01.01. - 31.12.) 
2009 2009 2008 
€ € €
1. Umsatzerlöse 475.026.101,17 470.519.715,43 
abzüglich darin enthaltene Energiesteuer -32.887.198,68 -35.131.200,59 
442.138.902,49 435.388.514,84 
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen 525.273,54 64.904,80 
3. andere aktivierte Eigenleistungen 2.886.965,99 3.328.663,00 
4. sonstige betriebliche Erträge 54.140.045,69 30.029.506,92 
5. Materialaufwand 
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für 
bezogene Waren 267.816.583,63 249.146.816,20 
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 58.263.082,38 56.581.855,53 
326.079.666,01 305.728.671,73 
6. Personalaufwand 
a) Löhne und Gehälter 49.707.399,86 55.585.249,42 
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversor gung und für 
Unterstützung 15.397.259,20 17.310.240,56 
davon für Altersversorgung  €  6.089.481,85 65.104.659,06 72.895.489,98 
                                   ( i.Vj. €  6.628.672,46) 
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstä nde des 
Anlagevermögens und Sachanlagen 29.751.559,54 35.242.973,68 
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 
a) Konzessionsabgaben 17.540.135,02 17.171.187,49 
b) übrige betriebliche Aufwendungen 31.206.013,13 27.739.512,82 
48.746.148,15 44.910.700,31 
9. Erträge aus Beteiligungen 521.796,60 188.477,24 
10. Erträge aus anderen Wertpapieren 
und  Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 173.878,38 685.993,48 
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.427.028,58 4.724.057,16 
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpap iere des Umlaufvermögens 152.721,00 48.459,00 
13. Aufwendungen  aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 388.668,38 -,- 
14. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Untern ehmen 1.429.609,85 185.459,12 
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.667.686,92 3.708.983,23 
16. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.084.795,97 407.991,08 
17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 28.267.596,09 11.652.307,55 
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 16.045.795,48 7.753.200,01 
19. sonstige Steuern 1.115.133,56 1.923.427,25 
20. Konzernjahresüberschuss 11.106.667,05 1.975.680,29 
21. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 17.836,83 444.689,10 
22. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 2.276.016,73 1.513.275,61 
23. Vorabgewinnausschüttung 6.000.000,00 -,- 
24. Einstellung in andere Gewinnrücklagen 3.346.500,00 -44.749,85 
25. Entnahme aus Rücklage für eigene Anteile -,- 44.749,85 
26. Konzernbilanzgewinn 4.018.346,95 3.044.266,80 
Münster, am 26.07.2010 
Stadtwerke Münster GmbH 
Dr. Henning Müller-Tengelmann                                 Dr. Andreas Hoffknecht

Konzernlagebericht 2009

15377 Zeichen

Konzernlagebericht der Stadtwerke Münster GmbH
für das Geschäftsjahr 2009 (01.01.-31.12.)

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise waren 2009 in der wirtschaftlichen
Entwicklung auch unserer Region spürbar.

Zusätzlich hat das auf den internationalen Energiemärkten in 2008 herrschende hohe
Preisniveau die Beschaffungssituation und die Absatzpolitik unseres Unternehmens bis
weit in das Geschäftsjahr 2009 hinein beeinflusst und damit unsere Kunden, aber auch
unser Unternehmen vor starke Belastungsproben gestellt.

Die Stadtwerke haben auf diese Herausforderungen mit einer moderaten Preispolitik
reagiert und absehbare Entlastungen auf den Beschaffungsmärkten frühzeitig an die Kun-
den weitergegeben. Mit der Einführung neuer Produkte, wie z.B. Festpreisangeboten,
wurde den Kunden die Möglichkeit gegeben, sich von hektischen Preissprüngen abzukop-
peln. Die im zweiten Halbjahr 2009 erkennbaren Preisvorteile in der Energiebeschaffung
wurden genutzt, um den Kunden für Folgeperioden günstige Preise anbieten zu können.

Der zukünftige Ausbau der klimaschonenden Energieerzeugung stand auch im Berichts-
jahr im Fokus. Ende 2009 wurde die Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen mit
weiteren Stadtwerken und RWE unter dem Namen „Green Gecco“ beschlossen. Dieses
Unternehmen wird ab 2010 den Ausbau regenerativer Erzeugungsanlagen in Deutsch-
land und Europa forcieren.

Die Investitionen in das Anlagevermögen im Konzern lagen mit 37,8 Mio. € auf einem an-
gemessenen Niveau und galten dem Ausbau der Erzeugungskapazitäten und daneben im
Wesentlichen dem Ausbau und die Verdichtung der Energie- und Wassernetze.

Der Kapitalfluss aus laufender Tätigkeit konnte deutlich um 35,9 Mio. € auf 55,0 Mio. €
gesteigert werden. Dazu haben wesentlich der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferun-
gen und Leistungen, die Verbesserung des Jahresüberschusses sowie die Zunahme der
Rückstellungen beigetragen.

Demgegenüber ist der Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit um 22,0 Mio. € zurück ge-
gangen, wesentlich bedingt durch stark gesunkenen Einzahlungen aus Abgängen von Fi-
nanzanlagen. Trotzdem standen Mittel für die Investitionen in die Sachanlagen sowie die
Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zur Verfügung.

Der Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist um 3,0 Mio. € gesunken. Hierzu haben
neben den Auszahlungen an den Gesellschafter (Vorabgewinnausschüttung) die Tilgun-
gen von Krediten beigetragen.

Der Finanzmittelfonds hat sich zum Ende des Geschäftsjahres 2009 weiter um 14,7 Mio. €
auf nunmehr 109,1 Mio. € erhöht.

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Die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2009 weist mit 28,3 Mio. € ein um
18,6 Mio. € gestiegenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit aus. Damit ist der
wesentlich durch Sondereffekte begründete Ergebnisrückgang des Vorjahres mehr als
ausgeglichen worden. Die in 2008 bei der Stadtwerke Münster Netzgesellschaft mbH ge-
bildete Rückstellung für Mehrerlösabschöpfung konnte nach erfolgreichem Abschluss der
Gespräche mit der BNetzA anteilig ergebniswirksam aufgelöst werden.

Zu der positiven Entwicklung haben neben der Stabilisierung der Margen in Teilen des
Versorgungsgeschäfts die Ergebnisse von Tochtergesellschaften beigetragen.
Insgesamt kann das Ergebnis als befriedigend bezeichnet werden.

Die Umsatzerlöse des Jahres 2009 stiegen preisbedingt bei in einigen Bereichen konjunk-
turbedingt rückläufigen Absatzmengen um 6,8 Mio. € (1%) gegenüber dem Vorjahr an.
Hauptträger dieser Entwicklung war der Versorgungsbereich mit um 18,4 Mio. € gestiege-
nen Umsatzerlösen. Im Verkehrsbereich konnten die Umsatzerlöse um 0,8 Mio. gesteigert
werden. Die IT-Leistungen sind nicht mehr in den konsolidierten Umsatzerlösen des Kon-
zerns enthalten.

Das Finanzergebnis ging um 3,4 Mio. € auf -1,7 Mio. € zurück, wesentlich bedingt durch
den um 3,3 Mio. € rückläufigen Zinssaldo.

Der Konzernjahresüberschuss verbesserte sich um 9,1 Mio. € auf 11,1 Mio. €.

Die Entwicklung der Liquidität des Konzern ist in der als Anlage beigefügten Kapitalfluss-
rechnung dargestellt. Die Fähigkeit des Konzerns, seine Zahlungsverpflichtung zu erfüllen,
war jederzeit gegeben. Die Eigenkapitalquote sank aufgrund der um 6,9 Mio. € (1,5%) auf
475,6 Mio. € gestiegenen Bilanzsumme um 0,1%-Punkte auf 35,7 %. Der Anlagende-
ckungsgrad (Anteil des durch Eigenkapital finanzierten Anlagevermögens) ist bedingt
durch das leicht um 3,5 Mio. € (1,2 %) geminderte Anlagevermögen bei gleichzeitig leicht
um 2,0 Mio. € (1,2 %) verbessertem Eigenkapital nochmals angestiegen auf 57,5%. Die
weiterhin gute Bonität spiegelt sich auch in der Einstufung der Kreditwürdigkeit des Mut-
terunternehmens in unabhängigen Ratings.

Demgegenüber stieg das Umlaufvermögen um 11,9 Mio. € (7,2 %) insbesondere durch
um 21,9 Mio. € (33,7 %) gestiegene Wertpapiere bei gleichzeitig um 7,2 Mio. € (24,6 %)
gesunkenen liquiden Mitteln und ebenfalls um 5,5 Mio. € (8,1 %) rückläufigen Forderungen
und sonstigen Vermögensgegenständen. Die Rückstellungen von 157,2 Mio. € decken
kurz- und mittelfristige Risiken. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten
um weitere 8,3 Mio. € auf 63,2 Mio. € reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen stiegen in Folge der Preise auf den Beschaffungsmärkten für
Energie um 3,1 Mio. € auf 26,4 Mio. €.

Der Personalbestand ist im Konzern rückläufig. Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich um 244
auf 1.012 Personen verringert. Ursache war — neben der geringeren Anzahl von Mitarbei-
tern der Muttergesellschaft - vor allem die Endkonsolidierung der items und der items pro-
ject. Die geringere Anzahl von Mitarbeitern der Stadtwerke Münster ergibt sich vor allem
aus der Ausgliederung des Teilbetriebs „Zählen, Messen“. Kurz gefasst lässt sich feststel-
len, dass die Arbeitsplätze weiterhin vor Ort in Münster bestehen, aber die jeweiligen
Tochtergesellschaften nicht - mehr — konsolidiert werden. Dementsprechend ist der Per-
sonalaufwand im Konzern um 7,8 Mio. € auf 65,1 Mio. € zurückgegangen.

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Unter Berücksichtigung der schwierigen wirtschaftlichen Situation des Berichtsjahres, ins-
besondere der Finanzwirtschaft, kann die Vermögens- und Finanzlage als solide bezeich-
net werden.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres 2009, die eine
maßgebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- oder Vermögenslage des Konzerns
gehabt hätten, waren nicht zu verzeichnen.

Chancen und Risiken

Im Rahmen des bei der Konzernmutter angesiedelten Beteiligungscontrollings werden die
Risikoaspekte der Beteiligungsunternehmen erfasst und angemessen berücksichtigt. Die
verantwortlichen Vertreter der Stadtwerke Münster GmbH in den zuständigen Organen der
Beteiligungsgesellschaften (Gesellschafterversammlungen, Beiräte und Aufsichtsräte) er-
örtern regelmäßig in den vorgenannten Gremien die wesentlichen Aspekte des Risikoma-
nagements für das betroffene Unternehmen und ihre Auswirkungen auf andere Konzern-
gesellschaften. Die Ergebnisse dieser Erörterungen werden regelmäßig in den Sitzungen
des Aufsichtsrates der Muttergesellschaft Stadtwerke Münster GmbH in zusammengefass-
ter Form im laufenden Risikobericht der Geschäftsführung dargestellt.

Das gesamte Risikomanagement wird durch die interne Revision der Stadtwerke auf
Funktionsfähigkeit und Angemessenheit überprüft. Bei den operativen Beteiligungsgesell-
schaften wurde die interne Revision der Stadtwerke Münster GmbH beauftragt, ein Risiko-
controlling durchzuführen.

Entwicklungen, die bestandsgefährdend sein könnten oder geeignet sind, die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsunternehmen oder der Muttergesellschaft we-
sentlich zu beeinträchtigen, sind nach unserer Einschätzung derzeit nicht zu erkennen.
Bestehenden Risiken wird durch bilanzielle Vorsorge oder durch den Abschluss entspre-
chender Versicherungen begegnet.

Die von den nationalen und internationalen Energiemärkten hereinbrechenden Kostenver-
änderungen in der Energiebeschaffung zum Jahreswechsel 2009/2010 führten zu diffe-
renzierten Preisbewegungen. Die Stadtwerke haben mit Festpreisprodukten in der Strom-
und Gasversorgung ihren Kunden eine Versorgung unabhängig von den Marktschwan-
kungen angeboten.

Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken aus den bestehenden Bezugsverträgen Erd-
gas sind Rohwarentermingeschäfte (sogenannte Festpreis-SWAPS) abgeschlossen wor-
den. Im Ergebnis ist das Risiko von Preissteigerungen durch diese Geschäfte begrenzt
worden. Oberster Grundsatz des Einsatzes von Finanzderivaten — wie den oben beschrie-
benen Rohwarentermingeschäften — ist die Absicherung von Risiken aus dem Grundge-
schäft. Eine Verwendung aus spekulativen Motiven ist ausgeschlossen.

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Die Stadtwerke sehen in den Aktivitäten der Regulierungsbehörden zur nachhaltigen Sen-
kung der Netzentgelte und damit der Energiepreise weiterhin Chancen im Wettbewerb,
aber auch erhebliche Risiken, die sich durch preisaggressive Wettbewerber ergeben kön-
nen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass durch den extremen Kostendruck, insbesondere
durch die bereits begonnene Anreizregulierung, die bewährten föderalen Versorgungs-
strukturen, aber auch die Versorgungsqualität der Netze und Anlagen in der Energiever-
sorgung gefährdet werden.

Nach einem Beschluss des Bundesgerichtshofes im Februar 2010 zur kartellrechtlichen
Missbrauchskontrolle von Wasserpreisen stehen auch die Kosten- und Erlösstrukturen in
der bisher nicht von der Regulierung betroffenen Wasserwirtschaft in der Diskussion.

Diese Risiken werden jedoch sowohl einzeln als auch kumulativ als nicht bestandsgefähr-
dend eingeschätzt.

Im Rahmen der Quartalsberichterstattung wurde dem Aufsichtsrat und der Gesellschafte-
rin der Stadtwerke Münster GmbH regelmäßig berichtet.

Die Städte Münster und Osnabrück sowie die Stadtwerke Münster GmbH und die Stadt-
werke Osnabrück AG haben eine Absichtserklärung zur engen Kooperation im operativen
Bereich abgeschlossen.

Ziel dieser Kooperation unter dem Titel KOSMOS 2020 ist die bestmögliche Vorbereitung
auf die weitreichenden Veränderungen in den Kerngeschäften der Unternehmen durch die
Intensivierung des Wettbewerbs und die zunehmende Regulierungsdichte.

Die zum 31.12.2008 gemeinsam zwischen den Stadtwerken Münster und den Stadtwer-
ken Osnabrück gegründete smartOPTIMO GmbH & Co. KG mit Sitz in Osnabrück hat mit
handelsrechtlicher Wirkung zum 01.01.2009 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen. Am
Stammkapital der smartOPTIMO Verwaltungs- GmbH in Höhe von 25 T€ halten die Stadt-
werke Münster und die Stadtwerke Osnabrück je 12.500 €, am Kommanditkapital in Höhe
von 400 T€ halten beide Stadtwerke als beschränkt haftende Gesellschafter (Kommandi-
tisten) jeweils eine Einlage von 200 TE.

Ziel der Gesellschaft ist es, im zukünftig deregulierten Bereich des Mess- und Zählerwe-
sens die sich aus der Marktöffnung ergebenen Chancen gemeinsam und effizient zu nut-
zen. Ziel der Aktivitäten ist ebenfalls, die Klimaschutzziele der Bundesregierung sowie der
kommunalen Gesellschafter durch Einsatz von intelligenten Zählern zu unterstützen sowie
durch Einsatz neuester Technik beim Kunden die Möglichkeit zur Energieeinsparung zu
fördern.

Die Stadtwerke Münster haben ebenfalls wie die Stadtwerke Osnabrück ihre Betriebsbe-
reiche „Zähler- und Messwesen“ im Wege eines Teilbetriebsüberganges auf die smartOP-
TIMO GmbH & Co. KG zum 01.01.2009 zu Buchwerten der Bilanz zum 31.12.2008 über-
tragen. Das operative Geschäft ist handelsrechtlich ebenfalls zum 01.01.2009 aufgenom-
men worden. Mit dem Betriebsübergang sind seitens der Stadtwerke Münster 44 Mitarbei-
ter auf die smartOPTIMO GmbH & Co. KG übergegangen. Diese Mitarbeiter arbeiten
überwiegend in der Betriebsstätte Münster der Gesellschaft.

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In einem weiteren Gemeinschaftsprojekt mit den Stadtwerken Osnabrück haben die
Stadtwerke Münster die Implementierung eines geografischen Informationssystems beauf-
tragt. Ziel dieses Projektes ist die Ablösung der jeweiligen Altsysteme beider Häuser und
die zukünftige Nutzung einer gemeinsamen IT-Plattform. Die Software umfasst die Netz-
dokumentation für sämtliche Versorgungsnetze einschließlich TK-Netze und ist eines der
Kernsysteme des Netzbetriebs.

Synergieeffekte durch verstärkte Kooperationen werden auch bei der Umsetzung weiterer
kostentreibender Vorgaben der Regulierungsbehörden erwartet. Die von der Bundesnetz-
agentur in 2008 endgültig vorgegebenen Festlegungen zur Einführung eines Zweimandan-
tensystems werden mit Kooperationspartnern in einem Projekt gemeinsam umgesetzt. Die
Stadtwerke kooperieren in diesem Projekt unter dem Namen ‚Billing 4 us“ unter der Feder-
führung der Beteiligungsgesellschaft items GmbH gemeinsam mit den Partnern Kasseler
Verkehrs- und Versorgungs GmbH, Stadtwerke Lübeck Holding GmbH und den Stadtwer-
ken Osnabrück AG. Ziel des Projektes ist, SAP-IS-U Systeme getrennt nach Netz und Lie-
feranten aufzubauen, innerhalb dieser zwei Systeme werden jeweils eigenständige IS-U-
Mandanten für jeden Partner geführt.

Ausblick
Die Anlageninvestitionen werden weiter auf einem angemessen hohen Niveau liegen.

Bei der FMO Flughafen Münster / Osnabrück GmbH ist nach dem erwarteten positiven
Beschluss zum Ausbau der Start- und Landebahn eine weitere Eigenkapitalzuführung der
Gesellschafter vorgesehen. Sollte der Ausbau aufgrund der gerichtlichen Entscheidung
nicht durchgeführt werden können, wären entsprechende bilanzielle Wertberichtigungen
vorzunehmen.

Bei der Kraftwerksbeteiligungsgesellschaft Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle Hamm
GmbH & Co. KG ist die weitere Finanzierung über Gesellschafterdarlehn entsprechend
Baufortschritt vorgesehen. Die Beteiligung der Stadtwerke Münster an dieser Gesellschaft
wird unter Hinweis auf die geforderte Reduktion der CO2-Emissionen aus Kraftwerken in
den politischen Gremien der Stadt Münster kontrovers diskutiert.

Die Ende 2009 mit Zustimmung der Aufsichtsgremien der Stadtwerke Münster beschlos-
sene Neugründung der Green Gecco GmbH & Co. KG wurde inzwischen vollzogen. Mit 25
weiteren kommunalen Partnern besteht hier eine Beteiligung an einem Gemeinschaftsun-
ternehmen mit RWE, die hier 51% hält. Ziel ist der gemeinsame Bau von umweltfreundli-
chen Erzeugungsanlagen in Deutschland und Europa, insbesondere bei Windenergie,
Biomasse und Solarthermie. Neben dieser Beteiligung wird der Bau und Betrieb eigener
Anlagen vorangetrieben, um das Beschaffungsportfolio mit Strom und Gas aus regenerati-
ven Erzeugungsanlagen zu stärken.

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Die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr 2010 wird annähernd stabil erwar-
tet. Die konjunkturelle Entwicklung und damit die Nachfrage nach unseren Produkten ist
zurzeit schwer einzuschätzen. Die Stadtwerke Münster werden die in den Vorjahren be-
gonnenen Kostensenkungsprogramme bei gleichzeitiger Erhaltung der Leistungsqualität
konsequent fortführen. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird das Planergebnis des
laufenden Geschäftsjahres 2010 voraussichtlich erreicht werden können.

Für das Geschäftsjahr 2011 wird angesichts der relativ gesunden Wirtschaftstruktur des
Großraums Münster mit einer stabilen Entwicklung des Konzerns gerechnet.

Münster, am 26.07.2010
Stadtwerke Münster GmbH

Dr. Henning Müller-Tengelmann Dr. Andreas Hoffknecht

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Beratungsverlauf (1)

28.09.2010 Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften
TOP 5.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0699/2010
Typ
Vorlagen
Datum
14.09.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37