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2013/0204

Protokoll 6. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 21.06.2013

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2013/0204

2413 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
03.07.2013 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat III  an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss-        
fassung Fachausschuss 
 
Amt: Stadtplanungsamt 
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
Internetfähig     
Verteiler: 
 
 
Vorlage-Nr. 2013/0204 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
  
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:       Investitionsnummer:       
Kostenträger:       Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 6. Sitzung Gestaltungsbeirat 
 
Vorlage vom: 21.06.2013 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Das Protokoll der 6. Sitzung wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
 
Anlagen: Protokoll 6. Sitzung 
 
Datenschutzrelevante Anlage:  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.07.2013   
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung eines 
Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl.-Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 6. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 07.06.2013 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die zuständige Dezernentin, der 
Oberbürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter 
der Verwaltung sowie die Geschäftsstelle teil. 
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren die direkten 
Anlieger des Friedensplatz sowie Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
Zunächst berichtete die Dezernentin über den Stand des Projekts Friedensplatz.  
 
Das Stadtplanungsamt und das von der Wissenschaftsstadt Darmstadt beauftragte Büro WerkStadt 
stellten dann das Projekt dem Gremium und der Öffentlichkeit vor.  
 
Im Anschluss wurde in einem nicht öffentlichen Sitzungsteil das Vorhaben mit der Bauherrschaft und 
dem Architekten diskutiert und besprochen.  
 
Der Stellungnahme des Beirates zum Projekt ist im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
 
Das Protokoll sowie die Vorträge des Stadtplanungsamtes und des Büros WerkStadt werden im 
Internet veröffentlicht.  
 
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Brigitte Lindscheid  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 02.07.2013  
61.1.0 mi Nst. 2590

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P R O T O K O L L 
 
GE
STALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
1 
Sitzungstag:   07.06.2013 
 
Beginn:   12.30 Uhr 
 
Ende:    17.00 Uhr 
 
Ort:    Justus-Liebig-Haus, Große Bachgasse 2, Darmstadt 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des   Prof. Christa Reicher 
Gestaltungsbeirats  Prof. Rolf Westerheide 
    U l r i k e  K i r c h n e r  
    S u s a n n e  W a r t z e c k  
 
Magistrat   Jochen Partsch, Oberbürgermeister (tw.) 
Brigitte Lindscheid, Stadträtin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Referent Dez. III 
    Ingrid Leist, Kulturamt, Abt. Denkmalschutz 
Wolfgang Langner, Kulturamt, Abt. Denkmalschutz 
    Andrea Milosic, Bauaufsichtsamt 
    Dirk Stumpf, Straße nverkehrs- und Tiefbauamt 
    R e n e  K u t s c h e r a ,  S t r a ßenverkehrs- und Tiefbauamt 
    Ingrid Pilz, Grünflächenamt 
    Christoph Beck, Stadtplanungsamt (tw.) 
    Dr. Sigrid Dreiseitel, Pressestelle (tw.) 
    Dieter von Mackensen, Stadtplanungsamt 
    Eva Thompson, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat 
 
Politik    Ctirad Kotoucek, CDU 
    Hildegard Förster-Heldmann, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Sabine Heilmann, SPD 
    Georg Hang, Uffbasse 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
    Bernhard Schubach, Piraten 
    Daniel Bauer, Uwiga 
 
Entschuldigt   Cornelia Zuschke, Mitglied Gestaltungsbeirat 
 
 
Projekt Friedensplatz Werner Hochrein, Planungsbüro WerkStadt, Architekt, 
Planungsbüro  Darmstadt

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
2 
 
Nicht-öffentlicher Teil (12.30 Uhr – 13.00 Uhr) 
 
Vorbesprechung 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – 15.30 Uhr)  
 
Die Veranstaltung wurde mit zwei Einführungsvorträgen eingeleitet: 
 
 Bedeutung des Friedensplatzes/ Historie/ Nutzungsspektrum 
durch Dieter von Mackensen, Stadtplanungsamt 
 
 Vorstellung der aktuellen Planung sowie der technischen Rahmenbedingungen 
durch Werner Hochrein, Planungsbüro WerkStadt 
 
Im Anschluss hatten die Bürgerinnen und Bürger, die Anlieger des Friedensplatzes 
sowie Interessengruppen die Möglichkeit, ein Statement abzugeben und ihre Erwar-
tungen an den Friedensplatz zu formulieren.  
Eine offene Fragestunde schloss diesen Teil der Veranstaltung ab. 
 
Diskussion des Projekts im nicht-öffentl ichen Teil (15.45 Uhr – 17.00 Uhr) 
 
Organisatorisches 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: 
 
Fr, 20.09.2013 10.00 – 17.00 Uhr 
Fr, 24.01.2014 10.00 – 17.00 Uhr 
 
Endgültige Zeiten können der jeweiligen Einladung zur Sitzung bzw. der Tagesordnung 
entnommen werden. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Stefanie Michels 
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Darmstadt, 26.06.2013   
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat 
Dortmund/ Aachen 
freigegeben am 26.06.2013 
 
Anlage:
 
 
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates zum Projekt Friedensplatz

Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
6. Sitzung – 07.06.2013 
  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Empfehlung des Gestaltungsbeirates 
 
 
Projekt  
 
 
Neugestaltung Friedensplatz

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  07.06.2013 
 
 
 
 
Entwurfsverfasser:  
Büro  WerkStadt, Architekten Stadtplaner, Werner Hochrein, Darmstadt 
 
Beschreibung 
Der Friedensplatz liegt auf der Westseite des Schlosses und erstreckt sich in Nord-Süd-
Richtung zwischen Landesmuseum im Norden und Ernst-Ludwig-Platz im Süden. Historisch 
bildete er die Fläche zwischen der mittelalterlichen Stadt und der aufs Schloß ausgerichteten 
Neuen Vorstadt. Als Rest einer Schmuckgestaltung des südlichen Platzendes aus der 
Gründerzeit mit Beeten und Mauern ist heute nur noch das Reiterstandbild im südlichen 
Platzbereich erhalten. Dieses ist gegenüber dem alten Standort jedoch bereits etwas nach 
Osten versetzt.  
Der ursprüngliche, großzügige Paradeplatz der vorigen Jahrhundertwende bildet in seiner 
heutigen Ausformung aus den sechziger Jahren das Dach einer Tiefgarage und ist mit 
Betonhochbeeten kleinteilig untergliedert. Eine Wahrnehmung des großzügigen Platzes als 
solchem ist damit nicht mehr möglich.  
Die Platzflächen dienen heute einem breiten Nutzungsspektrum für vielfältige Veranstaltungen. 
Sie übernehmen Verbindungsfunktionen im stadträumlichen Gefüge und im Schnittpunkt 
unterschiedlicher Nutzungen. Die Flächen dienen mit entsprechneden Angeboten auch dem 
innenstadtnahen Kinderspiel.  
Die vorgestellte Planung zur Umgestaltung basiert auf Erkenntnissen eines Gutachter-
verfahrens von Anfang 2001, auf deren Basis 2006 ein neuer Anlauf unternommen und der 
vorliegende Entwurf ausgearbeitet wurde. In 2008 wurde hierzu zwar ein Magistratsbeschluß 
gefasst, das Projekt ruhte jedoch in der Folge und wird nun neu aufgegriffen.   
 
Empfehlung
 
Der Gestaltungsbeirat sieht in dem vorgestellten Konzept für die künftige Gestaltung des 
Platzes eine große Chance zur Umsetzung eines qualitätvollen öffentlichen Raumes. Der 
Friedensplatz ist als Bestandteil der, das Schloss umgebenden Platzfolge zu sehen und sollte 
sich hier in Gestaltung und Materialität so einfügen, dass der stadträumliche Zusammenhang 
erkennbar ist. 
Der vorliegende Entwurf greift dies in seiner räumlichen Klarheit und der ruhigen Gestaltung 
auf. In seiner gestalterischen Offenheit bietet der Platzentwurf Raum für die unterschiedlichen 
Nutzungen, als alltäglicher Verbindungsweg, für Aufenthalt und für besondere 
Veranstaltungen. Die Sichtbezüge zu den Rändern und den umgebenden Bauten sind 
grundsätzlich sicher gestellt. Auch der Blickbezug nach Norden zum Landesmuseum als 
Platzabschluss / Blickende ist frei gehalten. Eine raumfunktionale Einbeziehung des 
Landesmuseums in den Platz ist aber aufgrund der verkehrlichen Situation nicht möglich.  
Die räumliche Begrenzung nach Westen – zur Fahrbahn – mit einer 2-3 Stufen höher liegenden 
Ebene ist nachvollziehbar. Sie ermöglicht Baumpflanzungen auf dem Tiefgaragendach und 
unterstützt die Zonierung des Platzes. Diese erhöhte Fläche bildet einen Aufenthaltsbereich 
mit Bänken und Spielangeboten, die Stufen zum Platz und Mäuerchen zur Fahrbahn können 
gleichzeitig zum Sitzen genutzt werden. Entsprechende Unterbrechungen / Querungen 
nehmen Bezug zu Straßen, sodass die Fläche keine Barrierewirkung hat. Das Ecke 
Friedensplatz / Zeughausstraße neu geplante Museumsprojekt, das jenseits der bestehenden 
Erschliessungsstraße (mit Straßenbahn) liegt, ist durch die Platzgestaltung zwar nicht 
beeinträchtigt, könnte bei der weiteren Planung aber einbezogen werden.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  07.06.2013 
 
 
 
 
Weiteres Vorgehen 
Der Planungsprozess ist nach Ansicht des Beirats noch nicht am Ende und bedarf folgender 
Überprüfungen:  
Gestaltung:  
Der Beirat empfiehlt den Bau eines Modells zur Überprüfung der Höhen, sowie der 
Übergangsbereiche und Platzränder, der barrierefreien Erschließung und Zugänglichkeit, der 
Stufen und Mauern. Die Höhenentwicklung und die Art der Bäume (lichte Krone, spät 
austreibend) sind zu prüfen. Eine Überarbeitung im Detail im Hinblick auf die materielle 
Ausgestaltung der Flächen mit Bezug zu den Rändern ist erforderlich. Dabei ist insbesondere 
für die Platzintarsie eine Minimierung des Farbkontrastes wünschenswert (Platz im Platz). 
Insbesondere sollte auch die Positionierung des Reiterdenkmals überdacht werden und eine 
mögliche Verschiebung aus der inneren Platzfläche geprüft werden. Die bestehenden 
Vorschläge sollten im Hinblick auf die Aufenthaltsqualität, sowie mögliche Lösungen für 
Konflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern weiter entwickelt werden. Der Eingang in die 
Tiefgarage bedarf einer funktionsgerechten, geordneten und möglichst transparenten 
Ausbildung.  
Nutzung: 
Es bedarf noch mal einer Überprüfung der Erwartungen und  der künftig vorgesehenen 
Nutzungen. In diesem Zusammenhang wird aus der Diskussion die Empfehlung aufgegriffen, 
das städtebauliche Gesamtkonzept weiterzubearbeiten und ein kulturelles Gesamtkonzept zu 
erstellen.   
Prozess:  
Im Sinne des Dialogs sollten sowohl die aktiven Initiativen, interessierte Bürgerinnen und 
Bürger als auch die Anlieger in den weiteren Prozess einbezogen und ihre Ideen 
zusammengebracht werden, insbesondere in die Entwicklung eines kulturellen Konzeptes.  
Es ist über temporäre Nutzungen und die Gestaltung der Bauphase nachzudenken, bei der die 
Einbeziehung der Bürgerschaft und insbesondere auch der Anlieger wichtig wird.  
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:  
Der Beirat empfiehlt eine zügige weitere Konkretisierung der Planung und der Realisierung der 
Platzgestaltung. Der vorgestellte Plan stellt eine gute Grundlage da, für die Prüfaufträge 
formuliert wurden. Der Überprüfungsprozess sollte im Dialog mit der Bürgerschaft erfolgen. 
Materialbemusterungen von Belägen und Ausstattungsgegenständen sollen im Beirat 
vorgestellt werden. In diesem Zusammenhang wird auch zur Überprüfung und ggf. Erweiterung 
des Beleuchtungskonzeptes geraten.  
 
 
Votum:  
Das Votum des Gestaltunsbeirates ist einstimmig. 
 
 
 
Ulrike Kirchner

Beratungsverlauf (1)

TOP 261

Orte (3)

  • Große Bachgasse 2
  • Zeughausstraße
  • Friedensplatz

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Details

Vorlagen-Nr.
2013/0204
Typ
Magistratsvorlage
Datum
21.06.2013
Erstellt
29.09.2026 00:00