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220033

Internationale Konferenzen, Veranstaltungen und Projekte im Jahr 2022 unter Mitwirkung des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit

Mitteilungsvorlage 06.01.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit, Sitzung am 25.01.2022, TOP 9.7

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Mitteilungsvorlage 
öffentlich 
220033 
 
 
 
  
Die Oberbürgermeisterin 
——
 
Federführung: 
02 Amt für Internationals und globale Nachhaltigkeit 
Dezernat: 
Dez. OB 
 
 
 
 
 
Internationale Konferenzen, Veranstaltungen und 
Projekte im Jahr 2022 unter Mitwirkung des Amtes 
für Internationales und globale Nachhaltigkeit 
 
Beratungsfolge 
Ausschuss für Europa, Internationales, 
Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit 
25.01.2022 Kenntnisnahme 
 
Mitteilung: 
  
Nachfolgend informiert die Verwaltung über ausgewählte Konferenzen, 
Veranstaltungen und Projekte des Amtes für Internationales und globale Nachhaltigkeit 
im Jahr 2022. Alle Aktivitäten stehen unter dem Vorbehalt der Durchführung mit Blick 
auf die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie und der jeweils gültigen 
Durchführungsbestimmungen. 
  
1.   Veranstaltungen und Konferenzen im Bereich Internationales und globale 
Nachhaltigkeit 
Jahrespartnerschaft mit FEMNET e. V. (ganzjährig) 
Auf Beschluss des AEIWWA vom 30.11. ist die Stadt Bonn für das Jahr 2022 eine 
Jahrespartnerschaft mit FEMNET e.V. eingegangen (siehe DS-Nr.: 212104). Am 23. 
Juni findet im Alten Rathaus der Stadt Bonn die Feier zum 15jährigen Jubiläum der 
gemeinnützigen Frauenrechtsorganisation statt. Weitere Veranstaltungen und 
Maßnahmen im Rahmen der Jahrespartnerschaft befinden sich gegenwärtig in 
Planung. 
Internationale Tagung zur Waldpolitik (27.-29. April, GSI) 
Vom 27.-29. April veranstaltet das in Bonn ansässige Europäische Forstinstitut (EFI) 
das 41. International Forest Policy Meeting (IFPM) in Bonn. Das alle zwei Jahre 
stattfindende Fachforum ist als hybride Veranstaltung geplant. Die Stadt Bonn lädt die 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ersten Konferenztag zu einem Abendempfang. 
Darüber hinaus wurde die Oberbürgermeisterin um ein Grußwort zur 
Konferenzeröffnung angefragt. 
Dialogveranstaltung zur kommunalen Entwicklungspolitik (5./6. Mai, WCCB) 
Unter dem Titel „Dialog 2030 – Kommunale Entwicklungspolitik für das Jahrzehnt 
des Handelns“ veranstaltet die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von 
Engagement Global in Kooperation mit der Stadt Bonn vom 5. bis 6. Mai 2022 eine 
Konferenz im WCCB. Die Konferenz ist als Austauschplattform für kommunale 
Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und kommunalen Unternehmen 
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——
sowie der Zivilgesellschaft geplant. Thematisch baut sie auf den Ergebnissen der 15. 
Bundeskonferenz der Kommunalen Entwicklungspolitik 2021 in Bonn auf. Im Rahmen 
der Bundeskonferenz haben zahlreiche Kommunen gemeinsam den Bonn-Pakt 
Agenda 2030 kommunal (DS-Nr. 211213) erarbeitet, mit dem die Kommunen ihr 
Engagement für die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele auf der lokalen Ebene 
bekräftigen. 
Ziel der Dialogkonferenz im Mai 2022 ist es, noch mehr Kommunen bundesweit für ein 
entwicklungspolitisches Engagement und die Umsetzung der Agenda 2030 zu 
gewinnen. Dabei werden zentrale Fragen für eine akteursübergreifende 
Zusammenarbeit auf der lokalen Ebene diskutiert. Themen wie Klimawandel und 
Pandemieursachen, fairer Handel und faire Beschaffung sowie die Einbindung globaler 
Perspektiven in lokale Entscheidungsprozesse stehen auf der Tagesordnung. 
Die Konferenz wird mit einem Grußwort der Bonner Oberbürgermeisterin offiziell 
eröffnet. Geplant ist auch eine hochrangige Beteiligung der neuen BMZ-Spitze. Die 
Stadt Bonn gestaltet für alle interessierten Teilnehmenden ein Vorprogramm mit 
Nachhaltigkeitstouren im Stadtgebiet Bonn. Im Anschluss an die 
Eröffnungsveranstaltung am 5. Mai findet auf Einladung der Stadt Bonn abends zudem 
ein Netzwerkempfang statt. Zu der Konferenz werden etwa 400 Teilnehmende erwartet. 
Europatag/Europawoche (7. Mai 2022, Altes Rathaus/Markt) 
Sofern es die pandemische Lage zulässt, soll 2022 wieder ein Europatag in und vor 
dem Alten Rathaus sowie ggf. an weiteren Orten in Bonn durchgeführt werden. Hierfür 
ist der 7. Mai 2022 vorgemerkt. Aktuell finden erste Gespräche mit der Regionalen 
Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn und weiteren Partnern statt. Im 
Rahmen der Europawoche ist darüber hinaus am 3. Mai 2022 eine 
Vortragsveranstaltung mit Herrn Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des 
Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V., im Rahmen der Reihe 
„Europa im Rathaus“ geplant, die gemeinsam von der VHS Bonn und dem Amt für 
Internationales und globale Nachhaltigkeit veranstaltet wird. Eine weitere 
Vortragsveranstaltung im Rahmen dieser Reihe soll im Herbst stattfinden. 
Zwischenverhandlungen (Subsidiary  Bodies) der Klimarahmenkonvention der VN (6.-
16. Juni, WCCB) 
Die jährlich stattfindenden Zwischenverhandlungen der Klimarahmenkonvention der 
Vereinten Nationen sind für den 6.-16. Juni in Bonn terminiert. Ob die Konferenz 
tatsächlich stattfinden kann, wurde vom Klimasekretariat der VN noch nicht final 
bestätigt. Traditionell richtet die Stadt Bonn gemeinsam mit dem 
Bundesumweltministerium am ersten Konferenztag einen Empfang für die Delegierten 
aus. 
DW Global Media Forum (20./21. Juni 2022) 
Unter dem Motto „Shaping tomorrow, now!“ findet am 20. und 21. Juni das 15.  DW 
Global Media Forum in Bonn sowie online statt.  Das DW GMF richtet seinen Blick 
dabei auf die Bedeutung des Journalismus in Krisenzeiten und die Stärkung der 
Zivilgesellschaft und richtet sich an Medienschaffende aus aller Welt. Traditionell laden 
die Stadt Bonn und die DW am Abend des ersten Konferenztages zu einem 
gemeinsamen Abendempfang. Darüber hinaus wird die Bonner Oberbürgermeisterin 
ein Grußwort im Rahmen der Verleihung des „Freedom of Speech-Awards“ halten. 
9. Plenartagung IPBES (2.-9. Juli, WCCB) 
Vom 2. bis 9. Juli findet die 9. Vollversammlung des in Bonn ansässigen 
Weltbiodiversitätsrats IPBES (Intergovernmental Panel on Biodiversity and Ecosystem-
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——
Services) statt. Die Stadt Bonn steht in Kontakt mit dem IPBES-Sekretariat hinsichtlich 
logistischer und protokollarischer Unterstützung. 
Bonner SDG-Tage (September/Oktober 2022, Friedrichstr./Innenstadt) 
Die Bonner SDG-Tage 2022 finden erneut von Ende September bis Mitte Oktober statt, 
als ein Beitrag zu den Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit und der Global Week 
Act4SDGs. Aufgrund der guten Resonanz wird die Friedrichstraße während der Bonner 
SDG-Tage 2022 erneut zur 17-Ziele-Aktionszone - symbolisiert durch ein 
Regenschirmdach in den Farben der Nachhaltigkeitsziele.  Die Aktion wird in 
Kooperation mit der Eine Welt-Promotorin für Bonn und das südliche NRW, dem 
Bonner Netzwerk für Entwicklung und mit Unterstützung der Immobilien- und 
Standortgemeinschaft Friedrichstraße durchgeführt. Unter dem Motto „Bonn hat 
Nachhaltigkeit auf dem Schirm“ wird mit Plakaten und einem breiten Veranstaltungs- 
und Aktivitätsprogramm in der Friedrichstraße und andernorts über die SDGs informiert 
und um Unterstützung ihrer Umsetzung in Bonn geworben. Die Beteiligung an den 
Bonner SDG-Tagen steht prinzipiell allen Interessierten offen. 
Tag der Vereinten Nationen (22. Oktober 2022, Altes Rathaus/Markt) 
Nach zweijähriger Unterbrechung aufgrund der Corona-Pandemie plant die Stadt Bonn 
am 22. Oktober die Wiederausrichtung des Bonner UNO-Tages auf dem Marktplatz. 
Am UNO-Tag beteiligen sich neben den mittlerweile 25 in Bonn ansässigen 
Organisationen der Vereinten Nationen zahlreiche weitere Institutionen, Initiativen und 
Gesellschaften aus dem internationalen und entwicklungspolitischen Kontext. Darüber 
hinaus finden über das ganze Jahr hinweg in Kooperation mit den UN Bonn 
Veranstaltungen zu aktuellen Themen sowie anlässlich von Jahrestagen (u.a. Tag der 
Artenvielfalt, Tag des Ehrenamtlichen Engagements, Weltzugvogeltag etc.) statt. 
ICLEI Daring Cities (voraus. Oktober 2022)  
Nach dem Erfolg der Daring Cities-Konferenzen in den Jahren 2020 und 2021 als 
virtuelles Format ist 2022 eine weitere Ausgabe dieser Konferenzreihe als hybride 
Veranstaltung geplant. Daring Cities ist das Forum der Städte, die dem Klimanotstand 
mit ambitioniertem Handeln entgegentreten und gemeinsam den Weg zur 
Klimaneutralität gehen. 2021 haben über 1.500 Teilnehmer und Teilnehmerinnen von 
290 Kommunen aus 100 Ländern an der virtuellen Konferenz teilgenommen, die 
gemeinsam von ICLEI und der Stadt Bonn mit finanzieller Unterstützung durch BMZ 
und Land NRW durchgeführt wurde. Die Abschlusserklärung der Konferenz („Call for 
Transformation“) wurde auch in die Klimaverhandlungen der Vereinten Nationen in 
Glasgow (COP 26 UNFCCC) eingebracht. Weitere Informationen unter 
www.daringcities.org. 
Jubiläen 
70 Jahre Institut français  
Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums des Institut français im Jahr 2022 sowie des 60. 
Jubiläums des Élysée-Vertrages (Januar 2023) und des 60. Jubiläums des Besuchs 
von Charles de Gaulle in Bonn (September 2022) findet im Februar auf Einladung der 
Stadt Bonn ein Gespräch mit Vertreterinnen und Vertretern von deutsch-französischen 
Vereinigungen und Initiativen statt. Ziel des Gedankenaustausches ist es, gemeinsam 
Ideen zu entwickeln, wie diese Anlässe in Bonn wirkungsvoll umgesetzt werden 
können. 
60 Jahre Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) 
2022 feiert die Deutsche Welthungerhilfe ihr 60jähriges Bestehen. Gegenwärtig finden 
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——
Gespräche zwischen DWHH und der Stadt Bonn über gemeinsame Veranstaltungen 
bzw. Aktivitäten im Rahmen des Jubiläumsjahres statt. 
50 Jahre IFOAM 
Der internationale Dachverband der biologischen Landbaubewegungen (International 
Federation of Organic Agricultural Movements, IFOAM) feiert 2022 sein 50jähriges 
Jubiläum. Der Verband hat seinen Sitz in Bonn und gehört gemeinsam mit weiteren 
internationalen Nichtregierungsorganisationen zum BINGO-Net (Bonn International 
NGOs). Auch mit IFOAM gibt es Gespräche über gemeinsame Aktivitäten im 
Jubiläumsjahr.   
  
2.   Projekte und Maßnahmen zur Umsetzung der Agenda 2030/SDGs 
Umsetzung der Bonner Nachhaltigkeitsstrategie/Berichtsrahmen nachhaltige Kommune 
(BNK) 
Die Stadt Bonn beteiligt sich im Rahmen der weiteren Umsetzung der Bonner 
Nachhaltigkeitsstrategie an der dritten Phase des NRW-Projektes „Global 
Nachhaltige Kommune“. In der ersten Phase hat die Stadt Bonn die 2019 
verabschiedete Nachhaltigkeitsstrategie erarbeitet.   
Während der aktuellen Projektperiode erstellt die Stadt Bonn einen 
Nachhaltigkeitsbericht, der erstmals entlang des vom Rat für Nachhaltige Entwicklung 
(RNE) entwickelten neuen „Berichtsrahmens Nachhaltige Kommune“ (BNK) 
strukturiert wird. Dabei werden neben quantitativen Indikatoren auch qualitative 
Aspekte betrachtet, um über die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele in Bonn zu 
informieren. Mit dem Nachhaltigkeitsbericht nach dem BNK-Format wird auch über die 
bisherige Umsetzung der Bonner Nachhaltigkeitsstrategie informiert. 
Auf Basis des Berichts soll außerdem das zweite Mal für Bonn ein sogenannter 
Voluntary Local Review (kurz VLR) erstellt werden, der sich im globalen Kontext als 
kommunales Berichtsformat zu den nachhaltigen Entwicklungszielen etabliert hat. Es 
ist geplant, den VLR-Bericht im Juli beim hochrangigen politischen Forum (HLPF) der 
Vereinten Nationen zu den SDGs zu präsentieren. 
Bei der Umsetzung wird die Stadt Bonn von der LAG 21 NRW begleitet, die das Projekt 
zusammen mit der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von 
Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche 
Zusammenarbeit und Entwicklung umsetzt. 
Learning Cities Bonn 
Als dritte deutsche Stadt im UNESCO Global Network of Learning Cities (GNLC) gehört 
Bonn seit September 2020 zu einem Netzwerk mit aktuell rund 230 Städten aus 64 
Ländern, das mit innovativen Konzepten zu lebenslangem Lernen auch zur Umsetzung 
der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen beitragen möchte. Die 
Learning City Bonn baut auf der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie auf und steht 
unter dem Motto: „Building Sustainability in Bonn on Books, Bytes and People!“. Über 
Bildung und lebenslanges Lernen soll das in Bonn bereits vorhandene Potenzial und 
Engagement von Menschen und Institutionen noch stärker genutzt werden, um 
Lösungen für eine nachhaltige Stadt zu finden. Im Fokus stehen zunächst die 
Themenkomplexe: klimafreundliches Handeln, wirtschaftliche Nachhaltigkeit sowie 
kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe. Bei der Auftaktveranstaltung im September 
2021 wurde das Netzwerk öffentlich bekannt gemacht und gute Beispiele im Bereich 
des nachhaltigen Lernens vorgestellt. 2022 steht das Thema Klimaneutralität im 
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Mittelpunkt. Ein Fachforum am 4. Februar soll Impulse geben, wie Bonner 
Bildungsanbieter ihre transformative Rolle wahrnehmen und zur Klimaneutralität in der 
Stadt beitragen können. Des Weiteren ist ein jährliches Lernfest Nachhaltigkeit im 
Haus der Bildung geplant sowie die Einführung eines Bürgerzertifikats Nachhaltigkeit 
angedacht. 
Förderung von Maßnahmen zur Stärkung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit 
und zur Umsetzung der Agenda 2030 
Der Rat der Stadt Bonn stellt in Bonn ansässigen Organisationen, Vereinen und 
Initiativen auch im Jahr 2022 Fördermittel in Höhe von insgesamt 40.000 € für 
entwicklungspolitische Bildungsarbeit und die Stärkung der Bonner 
Projektpartnerschaften sowie für die Umsetzung der Agenda 2030 zur Verfügung. Eine 
Ausschreibung hierfür soll in Kürze erfolgen. Die Verwaltung der Fördermittel erfolgt 
durch das Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit.  
  
3.   Kommunale Projektpartnerschaften / Kommunale 
Entwicklungszusammenarbeit 
Trotz der weiterhin spürbaren Einschränkungen durch die Corona-Pandemie finden 
derzeit Gespräche mit den Projektpartnern hinsichtlich einer künftigen Ausgestaltung 
der Partnerschaften statt. 
Für die Zusammenarbeit mit Buchara (Usbekistan) wurde seitens Bucharas 
vorgeschlagen, ein gemeinsames Projekt zur Radikalisierungsprävention 
(Aufklärungsarbeit mit Jugendlichen) durchzuführen. Die Stadt Bonn soll hier - 
idealerweise unter Einbeziehung von freien Trägern der Jugendhilfe - im Rahmen von 
Fach- und Erfahrungsaustauschen beratend tätig werden. Derzeit finden Gespräche mit 
möglichen Partnern in Bonn und Buchara statt. 
Gemeinsam mit Cape Coast (Ghana) beteiligt sich Bonn an der Waste Wise Cities 
Initiative von UN Habitat, die zum Ziel hat, insbesondere afrikanische Städte bei der 
Bewältigung des Abfallaufkommens zu unterstützen. 2021 wurde in diesem Kontext 
eine Erhebung zum Festmüllaufkommen in Cape Coast gestartet. Dies wurde durch 
eine Finanzierung der japanischen Entwicklungsagentur ermöglicht. 2022 werden erste 
Analyseergebnisse erwartet. Auf dieser Basis sollen wirkungsvolle weitere 
Kooperationsprojekte entwickelt werden. 
Für 2022 steht außerdem die Fortführung des ICLEI-Projekts zu „Urban Natural Assets“ 
in Cape Coast an. Bonn hatte dabei 2021 den Kontakt zwischen ICLEI und der Stadt 
Cape Coast hergestellt, da ICLEI für die dritte Phase des Projekts eine weitere 
afrikanische Stadt suchte. Ziel des Projektes ist es, die Klimaanpassungsfähigkeit von 
Städten insbesondere durch naturbasierte Lösungen zu stärken und damit Biodiversität 
im urbanen Raum zu schützen. Das Projekt läuft bis 2024. Für 2022 ist die 
Durchführung von Lernlaboren gemeinsam mit der regionalen und nationalen Ebene 
geplant, um erste Pilotprojekte zu entwickeln. Bei diesen Aktivitäten können die beiden 
Partnerstädte an die bisherigen Kooperationen im Rahmen des Projekts zur 
Renaturierung der Biodiversität anknüpfen. 
Die Zusammenarbeit mit La Paz (Bolivien) war 2021 durch die schwierige angespannte 
Situation und die Neuwahlen auf kommunaler Ebene im Mai sehr erschwert. Aktuell 
stehen erste Gespräche mit den neuen Zuständigen für die internationale Arbeit in La 
Paz an. Für das erste Quartal ist auch ein Gespräch der beiden 
Oberbürgermeister*innen zum gegenseitigen Kennenlernen geplant. Bei den weiteren 
Kooperationen soll auf den Schwerpunkten der bisherigen Zusammenarbeit zu den 
Themen erneuerbare Energien, Abfallmanagement und Recycling sowie Umweltbildung 
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aufgebaut werden. 
Mit Minsk (Belarus) wird das bereits seit April 2020 laufende und vom Internationalen 
Bildungs- und Begegnungswerk Dortmund gGmbH (IBB Dortmund) geförderte, 
gemeinsame Projekt mit dem Roten Kreuz Minsk fortgesetzt. Das Projekt, in dem die 
Bundesstadt Bonn eine beratende Funktion hat, hat zum Ziel, 
Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung auf dem offenen 
Arbeitsmarkt zu schaffen. Mit Eröffnung der ersten Werkstatt für Menschen mit 
Behinderung in Minsk im Juli 2021 ist ein erster Schritt zur Erreichung dieses Ziels 
getan.  In Kürze wird im Rahmen des Projektes in Minsk ein Kurs zum Thema 
Diagnostik beruflicher Potenziale angeboten; nicht nur für das Projekt, sondern auch für 
andere Akteure aus Behindertenorganisationen / Sozialzentren. Eine Expertin aus 
München konnte über Kontakte aus Bonn für diesen Kurs vermittelt werden. 
Mit Ramallah (Palästina) wurde im Juli 2021 ein neuer Kooperationsvertrag mit 
Laufzeit bis zum 31.12.2023 abgeschlossen. Ziel des im Rahmen des 2015 gestarteten 
Projektes „Deutsch-palästinensische kommunale Partnerschaften“ abgeschlossenen 
Kooperationsvertrages ist es, durch kommunalen Fachaustausch zwischen deutschen 
und palästinensischen Kommunen einen Beitrag zur wirtschaftlichen und 
gesellschaftlichen Entwicklung und somit zur Verbesserung der Lebensbedingungen 
der palästinensischen Bevölkerung zu leisten. Im ersten Quartal 2022 soll ein virtueller 
Fachaustausch zum Thema Abwasserbehandlung und Frischwasserversorgung sowie 
Abfallentsorgung stattfinden.   
Mit Ulan Bator (Mongolei) finden derzeit Gespräche hinsichtlich eines gemeinsamen 
Projektes zur nachhaltigen Stadtplanung statt. Im ersten Quartal 2022 ist ein erster 
virtueller Fachaustausch zu diesem Thema vorgesehen.   
Es ist außerdem geplant, dass sich die Projektpartnerschaften und die Bonner 
Partnerschaftsvereine im Juni am Bonner Begegnungsfest „Vielfalt“ beteiligen. 
  
4.   Internationale Netzwerke und Partnerschaften; Gremienarbeit; Lobbying 
Das Amt für Internationales und globale Nachhaltigkeit betreut die Mitgliedschaft der 
Stadt in verschiedenen internationalen Städtenetzwerken, darunter: 
ICLEI – Städte für Nachhaltigkeit 
ICLEI – Local Governments for Sustainability ist ein internationales Netzwerk von über 
2500 lokalen und regionalen Gebietskörperschaften aus über 125 Ländern. Das 
Netzwerk setzt sich ein für Nachhaltigkeit weltweit und fördert den Fach- und 
Erfahrungsaustausch zu Umwelt-/Klima- und Nachhaltigkeitsthemen. Es zählt zu den 
stärksten und einflussreichsten kommunalen Interessensverbänden zu globalen 
Nachhaltigkeitsfragen und -prozessen. Seit 2010 hat das Weltsekretariat von ICLEI 
seinen Sitz in Bonn. 
Bonn ist seit vielen Jahren aktives Mitglied von ICLEI. Die Bonner Oberbürgermeisterin 
ist Mitglied des Weltvorstandes (GexCom) und betreut dort das Portfolio „Klima“. Hierzu 
gehört auch die Pflege der Kontakte zum Klimasekretariat der Vereinten Nationen. 
Bonn ist außerdem Mitglied des Beirats der Städte im Globalen Aktionsbündnis der 
Städte und Regionen für Biodiversität. Bonner Oberbürgermeisterinnen und 
Oberbürgermeister haben in den vergangenen Jahren regelmäßig an internationalen 
Konferenzen (insbesondere Weltklimakonferenzen) und Netzwerkveranstaltungen von 
ICLEI teilgenommen und sich dort u.a. für eine stärkere Einbeziehung von Kommunen 
in internationale Klimaprozesse stark gemacht. 
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Im Jahr 2022 finden Vertragsstaatenkonferenzen aller drei Rio-Konventionen 
(Klimarahmenkonvention, Übereinkommen zur Bekämpfung der Wüstenbildung, 
Biodiversitätskonvention) statt, darüber hinaus das World Urban Forum (WUF) von 
UN Habitat und das High Level Political Forum für die SDGs. Vom 11.-13. Mai 2022 
findet außerdem der ICLEI Weltkongress in Malmö (Schweden) statt. Wie und in 
welchen Formaten sich Bonn und die Oberbürgermeisterin hier einbringen werden, wird 
zu einem späteren Zeitpunkt und mit Blick auf die pandemische Lage entschieden. 
Kommunales Begleitgremium zur deutschen G7-Präsidentschaft 
Im Kontext der deutschen G7-Präsidentschaft 2022 setzt sich der Deutsche Städtetag 
gemeinsam mit ICLEI, EUROCITIES und dem Global Parliament of Mayors für die 
Einrichtung eines kommunalen Begleitgremiums, eines „U7“-Formats, ein. Ziel ist die 
frühzeitige und strukturierte Einbindung der urbanen Perspektive in die Beratungen und 
Abschlusskommuniqués der G7-Staaten. Als Mitglied des Deutschen Städtetages ist 
die Stadt Bonn aktiv an den vorbereitenden Gesprächen und Planungen beteiligt. 
EUROCITIES 
EUROCITIES ist ein Netzwerk europäischer Großstädte zur Zusammenarbeit und zum 
Informationsaustausch über kommunale Themen sowie zur Lobbyarbeit gegenüber der 
EU. Ihm gehören über 200 Städte aus 38 Ländern an. 
Die Stadt Bonn ist als Mitglied von EUROCITIES in verschiedenen Arbeitsgruppen 
aktiv. Die Bonner Oberbürgermeisterin ist außerdem Mitglied der EUROCITIES 
„Mayors Alliance for the European Green Deal“, einer Initiative von 30 europäischen 
Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, die sich für eine stärkere Einbeziehung der 
Kommunen bei der Umsetzung des Europäischen Green Deal stark machen. 
Das europäische Städtenetzwerk bietet der Stadt Bonn viele Möglichkeiten, sich in 
Facharbeitsgruppen und Themenforen mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen 
europäischen Großstädten auszutauschen. Hierzu hat im Dezember eine virtuelle 
Infoveranstaltung für interessierte Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der 
Stadt Bonn stattgefunden. Dieses Netzwerk soll 2022 weiter ausgebaut werden. 
Im Juni 2022 findet die jährliche EUROCITIES-Konferenz in Verbindung mit der 
Jahreshauptversammlung im finnischen Espoo statt. 
Deutsche Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) 
Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) ist der größte und 
leistungsstärkste europäische Kommunalverband. In ihm sind 42 nationale 
Kommunalverbände mit über 100.000 kommunalen und regionalen 
Gebietskörperschaften zusammengeschlossen. Die Deutsche Sektion des Rates der 
Gemeinden und Regionen Europas besteht seit 1955 als eingetragener Verein. 
Mitglieder sind deutsche Städte, Gemeinden und Landkreise sowie die kommunalen 
Spitzenverbände. Die wichtigsten Ziele des RGRE/Deutsche Sektion umfassen die 
Mitgestaltung der Zukunft Europas, die Mitwirkung an der europäischen Gesetzgebung, 
die Unterstützung von kommunalen Partnerschaften sowie die Stärkung der 
Kommunen auf globaler Ebene. 
Bonn ist Fördermitglied im RGRE und aktuell im Präsidium sowie in den drei 
Fachausschüssen vertreten. 
Am 24. und 25. März 2022 finden im Rahmen der Delegiertenversammlung der 
Deutschen Sektion des Rates der Gemeinden und Regionen (RGRE) in Hannover 
auch die Neuwahlen für die Führungspositionen, Gremien und Fachausschüsse des 
RGRE statt.  
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Anlage/n 
Keine 
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Beratungsverlauf (1)

25.01.2022 Ausschuss für Europa, Internationales, Wissenschaft, Wirtschaft und Arbeit
TOP 9.7 Kenntnisnahme

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Friedrichstraße
  • Marktplatz
  • Markt

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Details

Vorlagen-Nr.
220033
Typ
Mitteilungsvorlage
Datum
06.01.2022
Erstellt
18.01.2026 04:40