AN/0074/2023
Keine Vermietung öffentlicher Räume an die AFD im Stadtbezirk Nippes!
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Gem. Antrag nach § 3 (Die Linke BV5)
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DIE LINKE Die Grünen GUT & Klima Freunde FDP Frau Bezirksbürgermeisterin Dr. Diana Siebert Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin: AN/0074/2023 Antrag gem. §§ 3 und 38 der Geschäftsordnung des Ratesund der Bezirksvertretungen Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 5 (Nippes) 02.02.2023 Keine Vermietung öffentlicher Räume an die AFD im Stadtbezirk Nippes! Gemeinsamer Antrag von DIE LINKE, Die Grünen, Gut & Klima Freunde und FDP Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung der Bezirksvertretung Nippes am 02.02.2023 zu setzen. Beschluss: Die Bezirksvertretung Nippes missbilligt die Vermietung von Räumen durch die stadtnahe Koelncongress GmbH im Stadtbezirk Nippes an die AFD am 05.01.2023 in der Flora. Die Bezirksvertretung Nippes unterstreicht die Grundwerte einer vielfältigen und tole- ranten Stadtgesellschaft. Meinungsfreiheit ist ein Prinzip der Rechtsstaatlichkeit, das es zu bekräftigen und zu stärken gilt. Volksverhetzung, Diffamierungen und Aufruf zu Gewalt und gesellschaftlicher Spaltung widersprechen jedoch den Grundwerten und Grundrechten unserer Demokratie. Daher lehnen wir die Überlassung von Räumen, die zur Durchführung von Veranstal- tungen genutzt werden sollen, in denen rassistisches, antisemitisches, salafistisches, antidemokratisches, sexistisches, gewaltverherrlichendes, oder anderes menschen- feindliches Gedankengut dargestellt oder verbreitet werden soll, ab. - 2 - Die Verwaltung wird gebeten, den Ratsbeschluss AN/1865/2018 vom 18.12.2018 umzusetzen. Auch die Stadt Köln braucht dringend einen Leitfaden nach Münchener Vorbild („Anmietung durch Rechtsextreme- Schutz für Kommunen und Vermieter). Dieser Leitfaden soll zeitnah erstellt werden, damit er in Zukunft auch in unserem Stadtbezirk angewendet werden kann. Begründung: Seit vielen Jahren gilt die AFD nicht nur unter Verfassungsschützern und politisch engagierten Bürger*innen als rechtsextremistische Partei. Die Ideologie der AFD stellt das Demokratie und Rechtsstaatprinzip in Frage sowie die Menschenwürde. Als wäre das alles nicht schon schlimm genug, ist die Partei auch noch sehr eng mit der Reichsbürgerszene vernetzt. Vor wenigen Wochen wurden Pläne bekannt, die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik Deutschland zu untergraben. So sollte Heinrich XIII. Prinz Reuß als neues Staatsoberhaupt des Fürstentums Deutschland inthronisiert werden. Als Justizministerin war die ehemalige AFD Bundestagsabgeordnete und Richte- rin Birgit Malsack-Winkelman vorgesehen. Frau Malsack-Winkelman ist mutmaß- lich eine Hauptverantwortliche dieser Verschwörung gegen die Demokratie. Dies ist kein Einzelfall, sondern zeigt die enge Verbindung der AFD zu Reichsbürgern, „freien Kameradschaften “ und anderen rechtsextremen Gruppen. Die AFD ist in gro- ßen Teilen stark rechtsradikal geprägt und verfolgt Ziele, die die demokratische Grundordnung ablehnen. Die Stadtverwaltung Köln ist verantwortlich, demokratische Entscheidungsprozes- se umzusetzen und darf deshalb nicht aktiv antidemokatische Bestrebungen fördern, indem Sie es zulässt, dass öffentliche Räume der demokratiefeindlichen AFD zur Verfügung gestellt werden. Mit freundlichen Grüßen gez. Markus W. Frank DIE LINKE gez. Max Beckhaus Fraktionsvorsitzender Die Grünen Gez. Inga Feuser Klima Freunde Gez. Bela Schlieper GUT Gez. Marc Urmetzer FDP
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0074/2023
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 BV5 (Die Linke)
- Datum
- 27.02.2023
- Erstellt
- 17.01.2023 11:54