0225/2023
Zuschuss an anyway e.V. zur Strukturförderung, Sicherstellung und Stärkung von LSBTI-Jugendarbeit in Köln
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Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/161/3 Vorlagen-Nummer 0225/2023 Freigabedatum 17.03.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Zuschuss an den anyway e.V. zur Strukturförderung, Sicherstellung und Stärkung von LSBTI-Jugendarbeit in Köln hier: Mittelfreigabe für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 Beschlussorgan Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren beschließt die Freigabe der Mittel in Höhe von jeweils 60.000 € für die Haushaltsjahre 2023 und 2024 für die Maßnahme „Anyway (Strukturförderung)“. Die Mittel wurden im Rahmen des politischen Veränderungsnachweises zum Haushaltsplan 2023/2024 im Teilergebnisplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15 – Transferaufwendungen in den Haushaltsjahren 2023/2024 inklusive Mittelfristplanung zur Verfügung gestellt. Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 20.04.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 60.000 € in 2023, 60.000 € in 2024 Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Zusammenfassung in einfacher Sprache: Die Stadt Köln möchte das Jugendzentrum anyway e.V. in den Jahren 2023 und 2024 mit jeweils 60.000 € zusätzlich fördern. Das Jugendzentrum macht Angebote für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Jugendliche. Der Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren muss die Auszahlung des Geldes be- schließen. Begründung: Über den politischen Veränderungsnachweis zum Haushaltsplan 2023/2024 inklusive Mittel- fristplanung wurden Mittel in Höhe von 60.000 € pro Jahr zur Förderung des anyway e.V. (Strukturförderung) zur Verfügung gestellt. Die Mittel stehen unter dem Freigabevorbehalt des Fachausschusses. Aus fachlicher Sicht ist eine Förderung des anyway e.V. aus folgenden Gründen notwendig: zur Sicherung der hauptamtlichen Strukturen zur Sicherung der Kontinuität und Qualität der projektbezogenen Arbeit des Vereins sowie 3 zur Sicherung der Beteiligung von Expert*innen der queeren Jugendarbeit in zahlrei- che Gremien, in denen diese sich auf den unterschiedlichsten Ebenen für die Akzep- tanz und Teilhabechancen von LSBTI-Jugendlichen und jungen Erwachsenen einset- zen. Die Jugendeinrichtung anyway war 1998 das erste Jugendzentrum für lesbische, schwule, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Jugendliche (kurz „LSBTI“ oder „queer“) in Europa. Begonnen als Jugendzentrum, entwickelte anyway e.V. über die Jahre vielfältige Angebote in den Bereichen Antidiskriminierungsarbeit, Jugendberatung, Medienpädagogik, Fachberatung und Mentoring und ist bis heute das größte queere Jugendzentrum Europas. Queeren Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden heutzutage neben Beratung und offenen Treffen zahlreiche Gruppenaktivitäten und Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung geboten, in denen kulturelle, politische und digitale Bildung im Mittelpunkt stehen. Vor allem aber bietet der anyway e.V. jungen LSBTI im Alter von 14 bis 27 Jahren einen geschützten Raum, um ihre sexuelle und/oder geschlechtliche Identität zu entwickeln und zu leben. Aufgrund des vielfältigen Angebots und der damit verbundenen Zunahme an Aufgaben, hat sich auch die Anzahl der hauptamtlichen pädagogischen Mitarbeitenden auf mittlerweile 15 Personen erhöht, welche bei Bedarf durch Honorarkräfte, Übungsleitende und Prakti- kant*innen ergänzt werden. Neben den wachsenden Aufgaben, welche anyway e.V. für die Kommune und Zivilgesell- schaft, z.B. durch die Beteiligung in verschieden städtischen Gremien, übernimmt, haben sich in den letzten Jahren auch die administrativen Aufgaben und damit verbunden Kosten enorm erhöht. Die Förderung ist strukturerhaltend, denn ein Ausbleiben der Strukturförderung würde bei den bereits bestehenden Strukturen unweigerlich zu Rückschritten führen. Mit der Förderung wird Maßnahme Nr. 1.11 des LSBTI-Aktionsplans „Selbstverständlich un- terschiedlich: Aktionsplan der Stadt Köln zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt“ umgesetzt, welcher am 14.12.2021 durch den Rat beschlossen wurde (Vorlage 2314/2021). Dort heißt es unter dem Punkt „Sicherung und Ausbau der LSBTI-Jugendarbeit“: „Die Stadt Köln setzt sich fortlaufend für den Erhalt und die finanzielle Absicherung eines LSBTI-Jugendzentrums und anderer bestehender Jugendarbeit ein und baut diese bedarfsge- recht aus.“ Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung steht im Teilergebnis- plan des Amtes für Integration und Vielfalt in der Produktgruppe 0504 Freiwillige Sozialleis- tungen und Diversity, in der Teilplanzeile 15- Transferaufwendungen in den Haushaltsjahren 2023 und 2024 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0225/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 17.03.2023
- Erstellt
- 17.01.2023 10:14