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2025/0002

Dienstanweisung für die Überwachung, Behandlung und Schutz des städtischen Baumbestandes vom 01.01.1984; Fällung von elf Roßkastanien, im Zuge der Herstellung und Pflanzmaßnahmen auf dem Karl-Plagge-Platz im Ludwigshöhviertel

Magistratsvorlage 17.12.2024

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2025/0002

5940 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.01.2025 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2025/0002 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Dienstanweisung für die Überwachung, Behandlung und Schutz des städtischen  
Baumbestandes vom 01.01.1984;  
Fällung von elf Roßkastanien, im Zuge der Herstellung und Pflanzmaßnahmen auf 
dem Karl-Plagge-Platz im Ludwigshöhviertel  
 
Vorlage vom: 17.12.2024  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Magistrat stimmt der Fällung der elf genannten  Roßkastanien im Ludwigshöhviertel unter 
Beachtung der Dienstanweisung für die Überwachung, Behandlung und Schutz des städtischen 
Baumbestandes zu.  
 
 
Anlagen: Anlage 1: Rodungsplan mit Baumnr.  
Anlage 2: Tabelle Vitalit äten 
Anlage 3: Tabelle Maßnahmenempfehlung  
Anlage 4: Stellungnahme Baumkontrolle, 09.12.2024

- 2 - 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 17.12.2024 
 
Auf Grundlage des städtebaulichen Vertrages und des Erschließungsvertrages mit der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelt die BVD New Living & Co KG, kurz BVD, derzeit das 
Ludwigshöhviertel (LHV) in Darmstadt.  
Im Zuge der Erschließungsarbeiten wird derzeit auch der zentrale Karl-Plagge-Platz ausgebaut. 
Das Büro Palm ist seitens der BVD mit der Planung der ergänzenden Pflanzarbeiten 
beauftragt, die Umsetzung (Pflanzung) ist für das Frühjahr 2025 geplant.  
 
Im Zuge der Bauleitplanung wurde der Baumbestand auf dem Karl-Plagge-Platz durch die 
Planungsgesellschaft Natur und Umwelt (PGNU) in den Monaten Mai, September und 
Dezember 2024 begutachtet und erhaltenswerte Bäume festgelegt. Als erhaltenswert wurden 
der prägende Baumrahmen im Norden, Süden und Osten sowie die mittigen Bauminseln 
eingestuft. 
 
Im Rahmen des laufenden Planungsprozesses wurde der aktuelle Gesundheitszustand der 
Bestandsbäume überprüft. Die Begutachtung erfolgte durch Frau Daniela Antoni, FLL -
zertifizierte Baumkontrolleurin und personifizierte Sachverständige für Umweltbaubegleitung. 
Ihr Bericht vom 09.12.2024 ist als Anlage beigefügt. Nachfolgend werden die wesentlichen 
Ergebnisse zusammengefasst: 
 
1. Vitalitätszustand: Der Baumbestand weist deutliche Vitalitätsverluste auf, die auf die 
vergangenen trockenen und warmen Jahre zurückzuführen sind. 
2. Schadensbild: Viele Bäume zeigen erhebliche Schäden wie Totholz, Rücktrocknung, 
reduzierte Blattmasse und Wipfeldürre, was einen dauerhaften Erhalt erschwert.  
3. Schädlinge: Ein starker Befall durch die Kastanienminiermotte beeinträchtigt die 
Bäume zusätzlich, da er die Photosynthese-Leistung ab Juni erheblich verringert. 
 
Die fortlaufenden Belastungen verschlechtern die ohnehin kritische Prognose für den 
langfristigen Erhalt der betroffenen Bäume. 
Um zu vermeiden, dass der rahmende Baumbestand des Platzes in wenigen Jahren vollständig 
gefällt und neu angelegt werden muss, wird empfohlen, elf der insgesamt 23 Roßkastanien 
bereits jetzt zu entfernen und durch Neupflanzungen zu ersetzen. Zwölf Bäume sollen e rhalten 
bleiben. 
Im Rahmen der Planung wird ein Pflanzkonzept entwickelt, das bei weiteren Ausfällen in den 
kommenden Jahren genutzt werden kann. Dieses Konzept sieht die Verwendung verschiedener 
robuster und klimastabiler Baumarten vor, um die Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit 
des Baumbestands langfristig zu sichern. 
 
Die elf zu fällenden Bäume sind in Tabelle 1 erfasst.

- 4 - 
 
Tabelle 1 – Die Liste der zu fällenden Roßkastanien (Aesculus hippocastanum) inkl. 
Baumnummern und Geometrie; Reihenfolge gemäß Gutachten (siehe Anlage) 
Baum-
Nr. Baumhöhe (m) Kronendurchmesser 
(m) 
Stammdurchmesser 
(cm) 
Bemerkung 
269 12 10 173 Standsicherheit 
abgängig 
272 11 10 141 Nicht zukunftsträchtig 
273 9 7 126 Abgängig 
281 5 3 110 Nicht zukunftsträchtig 
282 6 4 94 Nicht zukunftsträchtig 
283 6 5 88 Nicht zukunftsträchtig 
284 6 5 88 Nicht zukunftsträchtig 
286 10 11 141 Nicht zukunftsträchtig 
287 8 6 104 abgängig 
288 9 10 141 Nicht zukunftsträchtig 
289 7 4 126 Nicht zukunftsträchtig 
 
 
Hinweis: 
 
Die elf Bäume sind im Bebauungsplan als „zu erhalten“ festgesetzt. Kommt es zu einer 
Fällung, werden laut Bebauungsplan Anforderungen an die Ersatzpflanzungen gestellt:  
 
- Abgänge sind durch Anpflanzungen von Bäumen 1. oder 2. Ordnung gemäß Pflanzliste 
Vorschlagliste A1 oder A2 (siehe Ziff. V 21.1, 21.2) zu ersetzen 
- Mindeststammumfang 25-30 cm (mind. 3x verpflanzt) 
 
Eine Ersatzpflanzung wird in gleicher Anzahl vor Ort erfolgen, um das Gesamtbild dauerhaft zu 
erhalten.  
Alle Ersatzpflanzungen erfolgen nach den Vorgaben der Wissenschaftsstadt Darmstadt, eine 
fünfjährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege ist durch den Erschließungsvertrag mit der 
BVD New Living GmbH & Co KG sichergestellt. 
 
 
Dezernat III 
 
 
 
Michael Kolmer 
Stadtrat

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Baumkataster Daniela Antoni Maßnahmenübersicht - Seite 1
Objekt Baumnummer Gattung/Art Art der Maßnahme Art der Maßnahme
(Kürzel)
Festgelegt von Bemerkung Wichtung Ausführung am
Karl-Plagge-Platz 269 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni | Standsicherheit,
abgängig
3 innerhalb von 6
Monaten
Karl-Plagge-Platz 272 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Fällung F Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 273 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni abgängig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 281 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Fällung F Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 282 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Fällung F Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 283 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 284 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 285 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 286 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni abgängig, Totholz 3 innerhalb von 6
Monaten
Karl-Plagge-Platz 287 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni abgängig 3 innerhalb von 6
Monaten
Karl-Plagge-Platz 288 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 289 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni nicht zukunftsträchtig 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 295 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni Wegebau, Straßenbahn 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 296 Aesculus
hippocastanum,
Roßkastanie
Baumfällung BA3 Daniela Antoni Wegebau, Straßenbahn 4 Pflegevorschlag 
Karl-Plagge-Platz 303 Acer campestre,
Feldahorn
Kronenpflege KR1 Daniela Antoni 4 Pflegevorschlag 
© Datenbankgesellschaft mbH Erstellt : 08.12.2024 13:44:20v2.45.244.5065

Baumkataster Daniela Antoni Maßnahmenübersicht - Seite 2
Objekt Baumnummer Gattung/Art Art der Maßnahme Art der Maßnahme
(Kürzel)
Festgelegt von Bemerkung Wichtung Ausführung am
Karl-Plagge-Platz 304 Acer campestre,
Feldahorn
Baumfällung BA3 Daniela Antoni abgängig 4 Pflegevorschlag 
© Datenbankgesellschaft mbH Erstellt : 08.12.2024 13:44:20v2.45.244.5065

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29278 Zeichen

1 
 
 
 
Karl-Plagge-Platz im „Ludwigshöhviertel“ 
Schriftliche Stellungnahme 
Sachverständige Beurteilung Baumbestand 
 
               
 
     
Datum der ersten Begehung:                                                         Datum Dokument:  
31.05.2023                                                                                          09.12.2024                
Datum der zweiten Begehung: 
13.09.2024 
Datum der dritten Begehung: 
04.12.2024                                          
                               
Sachverständige:  
Daniela Antoni, B.Sc. Forstwissenschaften und Waldökologie, 
FLL zertifizierte Baumkontrolleurin, personenzertifizierte Sachverständige Umweltbaubegleitung 
 
Auftraggeber: 
 
BVD New Living GmbH & Co. KG 
Siemensstrasse 20 
64289 Darmstadt

2 
 
1. Gegenstand der Stellungnahme  
 
1.1 Vor-Ort-Termin 
Die vorliegende Stellungnahme bezieht sich auf eine aktuelle Begutachtung von 29 
Bestandsbäumen auf dem Karl-Plagge-Platz. Ziel der Untersuchung war es, den Zustand der 
Bäume fachlich zu bewerten und eine fundierte Einschätzung zur Erhaltungswürdigkeit und 
Erhaltungsfähigkeit jedes Baumes vorzunehmen. Zudem sollte geprüft werden, inwiefern die 
Bäume im Falle von geplanten Umgestaltungen verpflanzt werden könnten. 
1.2 Zielsetzung 
Im Fokus der Bewertung standen wichtige Basisparameter wie der Vitalitätszustand der 
Bäume, vorhandene Vorschädigungen sowie die langfristige Prognose hinsichtlich ihres 
Verbleibs am Standort. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen als Grundlage für zukünftige 
Maßnahmen dienen, einschließlich der Entscheidung über die Fällung oder den Erhalt der 
Bäume sowie mögliche Nachpflanzungen mit klimaresilienten Baumarten. 
1.3 Kontext 
Die Untersuchung erfolgt zusätzlich vor dem Hintergrund sich verändernder klimatischer 
Bedingungen und der steigenden Bedeutung klimaangepasster Baumarten in urbanen 
Räumen. Die Notwendigkeit, eine nachhaltige und zukunftsorientierte Baumplanung 
sicherzustellen spielt dabei eine zentrale Rolle. Für den Standort werden zudem 
Empfehlungen vorgenommen, die den Standort für die Zukunft stabilisieren. 
Allgemeiner Teil: Vitalitätsstufen, Erhaltungswürdigkeit und 
Erhaltungsfähigkeit 
Vitalitätsstufen 
Die Bewertung der Vitalität erfolgt in Anlehnung an die Einteilung nach Roloff, welche die 
Wuchspotenz eines Baumes anhand von Trieblängen und Kronenstruktur definiert. Die 
Vitalität wird in vier Stufen unterteilt: 
 VS 0 – Explorationsphase 
In dieser Phase zeigt der Baum eine Kronenverzweigung aus Langtrieben mit einem 
gleichmäßigen, netzartigen Kronenbild. Die Krone ist harmonisch geschlossen und die 
Belaubung ist dicht. 
 VS 1 – Degenerationsphase 
Der Baum bildet kürzere Langtriebe, während sich seitliche Verzweigungen 
zunehmend durch Kurztriebe (Spießstrukturen) auszeichnen. Das Kronenbild wirkt 
etwas lückenhafter. 
 VS 2 – Stagnationsphase 
Die Verzweigung wird überwiegend durch Kurztriebe dominiert. Wipfeltriebe zeigen 
Rücktrocknungen, und die Krone lichtet sich von oben her auf. Das Kronenbild lässt 
größere Lücken erkennen.

3 
 
 VS 3 – Resignationsphase 
In dieser Phase zeigt der Baum einen deutlichen Kronenzerfall mit Wipfeldürre, 
Sekundärkronenbildung und Rücksterbeerscheinungen. 
Erhaltungsfähigkeit 
Erhaltungsfähig ist ein Baum, wenn er nach dem aktuellen Stand des Wissens und der 
Technik mit baumpflegerischen Mitteln erhalten werden kann.  
Monetäre Aspekte werden nicht berücksichtigt und stehen dem Baumeigentümer zur 
Entscheidung an. Erhaltungsfähig ist ein Baum durch Schnittmaßnahmen und Kürzungen der 
Krone in der Praxis mehrheitlich kurzfristig, jedoch oft zum Nachteil weiterer Aspekte, seiner 
Ökosystemdienstleistungen oder auch mit Blick auf hohe Pflegekosten für die Zukunft.  
Die Bewertung richtet sich aus sachverständiger Sicht somit hin zur mittel,- bis langfristigen 
Erhaltungsfähigkeit.  
 
Erhaltungswürdigkeit 
Die Erhaltungswürdigkeit versteht eine sachverständige Abwägung der Baumfunktion, der 
Bedeutung des Baumes im Hinblick auf die Baumart, das Baumalter sowie die Stand- und 
Wuchsform. Die Erhaltungswürdigkeit wird neutral anhand der Vor-Ort-Situation 
eingeschätzt. Weitergehende Interessen und emotionale Bindungen an einen Baumbestand 
sind auf diese Weise nicht greifbar.  
Die Erhaltungswürdigkeit kann durch die Interessenparteien differenziert eingestuft werden. 
Das Erscheinungsbild und Baumfunktionen (Ökosystemdienstleisungen) fließen in der 
sachverständigen Abwägung in die Bewertung ein. Biodiversitätswert ist hier bereits 
berücksichtigt. 
Dringlichkeitsstufen und Maßnahmenempfehlungen 
Im Rahmen der Begutachtung werden Maßnahmenempfehlungen formuliert, die sich an den 
Standards der ZTV-Baumpflege orientieren und die Verkehrssicherheit betreffen, bzw. 
Vorschläge für die Umsetzung enthalten, die sich auf das jeweilige Projekt vor Ort beziehen. 
Die zeitliche Dringlichkeit für die Umsetzung dieser Maßnahmen wird in folgende Kategorien 
unterteilt: 
 Keine Festlegung: Keine Maßnahmen erforderlich. 
 Stufe 1 – Sofort: Maßnahmen sind ohne schuldhafte Verzögerung durchzuführen - 
nicht vergeben im aktuellen Projekt 
 Stufe 2 – Innerhalb von 2 Monaten: Dringliche Maßnahmen - nicht vergeben im 
aktuellen Projekt 
 Stufe 3 – Innerhalb von 6 Monaten: Maßnahmen mit geringerem, aber nötigem 
Handlungsbedarf in Bezug auf die Verkehrssicherheit. 
 Stufe 4 – Pflegevorschlag: Maßnahmen sind optional in Bezug auf die 
Verkehrssicherheit.

4 
 
2. Methodik 
Allgemeiner Teil zur Erstaufnahme  
 
Beurteilung des Baumbestandes (Dokumentation) 
Um den Bestand in den beauftragten Bereichen zu untersuchen und Aussagen über den 
Gesundheitszustand zu treffen, wird eine Baumbeurteilung durchgeführt.  
Die visuelle Baumkontrolle nach der FLL-Richtlinie ist ein Verfahren zur Überprüfung des 
Zustands von Bäumen. Dabei werden verschiedene Merkmale wie der Kronenaufbau, der 
Stamm und die Wurzeln des Baumes begutachtet. Ziel ist es, mögliche Schäden, schlechte 
Prognosen oder anderweitige Merkmale frühzeitig zu erkennen und entsprechende 
Maßnahmen einzuleiten. 
Die FLL-Richtlinie gibt dabei genaue Vorgaben zur Durchführung der Baumkontrolle und zur 
Bewertung der Ergebnisse. Auf Basis der Ergebnisse können dann gezielte Pflegemaßnahmen 
oder auch Fällungen von Bäumen veranlasst werden, um die Sicherheit im öffentlichen Raum 
zu gewährleisten. 
Auch die Standortbedingungen und Umwelteinflüsse werden berücksichtigt. Festgestellte 
Defizite können zu baumpflegerischen Maßnahmen führen. 
 
2.1 Protokoll zur Baumkontrolle 
Die Untersuchung der 29 Bestandsbäume auf dem Karl-Plagge-Platz wurde auf Basis einer 
systematischen Erstaufnahme durchgeführt. Hierbei erfolgte eine visuelle Baumkontrolle 
gemäß der FLL-Richtlinie für Baumkontrollen, die den anerkannten Stand der Technik für 
die fachliche Beurteilung von Bäumen darstellt. Ziel war es, den Zustand der Bäume objektiv 
zu bewerten, Vorschädigungen zu erkennen und fundierte Aussagen über deren 
Verkehrssicherheit, Erhaltungsfähigkeit, Erhaltungswürdigkeit und Vitalität zu treffen. 
2.2 Verfahren zur Beurteilung des Baumbestandes 
Die Baumbeurteilung umfasst die Begutachtung aller relevanten Baumteile nach den 
Vorgaben der FLL-Baumkontrollrichtlinie: 
 Kronenaufbau: Überprüfung auf Absterbeerscheinungen, Lichtdurchlässigkeit und 
Schädlingsbefall. 
 Stamm: Untersuchung auf Fäule, Risse, Schädigungen. 
 Wurzelbereich und Baumumfeld: Analyse auf mögliche Schäden durch 
Bodenverdichtung, mechanische Einwirkungen oder Pilzbefall. 
Die visuellen Kontrollen können unterirdische Defizite von Bäumen, wie mangelnde 
Nährstoffversorgung, Wassermangel, Wurzelverletzungen oder Wurzelrisse nicht offenlegen. 
2.3 Anwendung der FLL-Richtlinie 
Die FLL-Richtlinie diente als Grundlage, um alle Bäume nach einem einheitlichen und 
praxisbewährten Standard zu untersuchen. Sie liefert klare Vorgaben für: 
 Durchführung der Baumkontrolle: Festgelegte Prüfparameter wie Kronenzustand, 
Stamm- und Wurzelschäden und die Bewertung des Baumumfeldes.

5 
 
 Bewertung der Ergebnisse: Auffällige Kriterien, um Erhaltungsmaßnahmen oder - 
falls erforderlich - Maßnahmen, die sich ableiten. 
Diese methodische Herangehensweise gewährleistet eine nachvollziehbare und rechtssichere 
Beurteilung, insbesondere in Hinblick auf die Verkehrssicherheit der Bäume im öffentlichen 
Raum. 
2.4 Dokumentation der Ergebnisse 
Die Ergebnisse der Baumkontrollen wurden systematisch erfasst und in einem Baumkataster 
mit der Software d.b.g. dokumentiert, die am Ende des Dokumentes angehängt sind. 
Zusätzlich wurden Bilder im belaubten und unbelaubten Zustand verwendet zur 
Visualisierung der Ergebnisse: 
 Fotodokumentation: Vorher-Nachher-Bilder (belaubter und unbelaubter Zustand), 
um den Zustand der Bäume transparent darzustellen (dort wo Bilder vorhanden 
waren). 
2.5 Übersicht der Baustelle 
Zur Veranschaulichung der örtlichen Gegebenheiten und des genauen Standorts der 
begutachteten Bäume dient die folgende Übersicht des Karl-Plagge-Platzes im 
Bauplan. Sie bietet eine Grundlage, um die räumlichen Zusammenhänge sowie die 
jeweilige Baumposition besser nachzuvollziehen.

6 
 
 
 
Abb. 2: Karl-Plagge-Platz Übersicht 
 
3. Ergebnisse der Baumkontrollen 
 
Bilddokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern nach östlich, nördlich, Platzmitte und 
südlich des Platzes gegliedert:
 
 
3.1. Bilddokumentation östliche Reihe Karl-Plagge-Platz Nr. 281 – 289

7 
 
 
Abb. 3: Zufahrt Karl-Plagge-Platz Baum 281,282 und Baum 283 31.06.2023 
 
 
Abb. 4: Baumreihe zum östlichen Bereich hin 31.06.2023

8 
 
     
Abb. 5: Baumreihe Vergleich am 13.09.2024                                       Abb. 6: Baum 284 
 
 
Abb. 7: Baumreihe Vergleich am 04.12.2024 
 
 
3.1.2. Fazit östlicher Bereich: 
Beurteilung der Bäume östlich des Karl-Plagge-Platzes (Nr. 281–289) 
Die Bäume entlang der östlichen Seite des Karl-Plagge-Platzes (Nr. 281–289) weisen einen 
insgesamt abnehmenden Vitalitätszustand auf, der durchschnittlich mit der Vitalitätsstufe 2 
nach Roloff bewertet wurde. Diese Stufe signalisiert eine bereits eingeschränkte Vitalität, die 
sich durch eine geringere Blattmasse, absterbende Äste und Stresssymptome bemerkbar 
macht. Die Bäume wirken insgesamt weniger kräftig und gesund als solche in höheren 
Vitalitätsstufen.

9 
 
 
Abb. 8: Baum 286 
Besonders auffällig ist Baum Nr. 286, der sich bereits im beginnenden Übergang zur 
Vitalitätsstufe 3 befindet. Dieser Baum zeigt in der Kronenperipherie deutliche Anzeichen 
von Stress (vgl. Abb. 7). Die Symptome lassen auf Wurzelschäden schließen, die entweder 
durch Absterben oder Verlust von Wurzelmasse verursacht wurden. Auch andere Faktoren 
wie Trockenstress oder Bodenverdichtung könnten hierzu beigetragen haben.  
Schäden und Prognose 
Viele der Bäume in diesem Bereich zeigen Schäden, die einen dauerhaften Erhalt erschweren. 
Die eingeschränkte Vitalität ist oft mit äußerlich sichtbaren Symptomen verbunden, wie: 
 Totholz, Rücktrocknungserscheinungen 
 Deutlich reduzierte Blattmasse 
 Wipfeldürre 
Die Kastanienminiermotte stellt einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Der starke Befall 
führt zu einer frühzeitigen Unterbrechung der Photosyntheseleistung bereits im Juni, was die

10 
 
Vitalität weiter schwächt. Diese kontinuierliche Beeinträchtigung durch die Motte verschärft 
die ohnehin schlechte Prognose für die betroffenen Bäume erheblich. 
Eingeschränkte Erhaltungswürdigkeit und -fähigkeit 
Zwar wäre es theoretisch möglich, die Bäume mit aufwendigen Maßnahmen wie 
Bodenbelüftung, Substrataustausch und regelmäßigen Wassergaben zu stabilisieren, jedoch ist 
die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ungewiss, da die genauen Ursachen des 
Vitalitätsrückgangs nicht abschließend geklärt sind. Derartige Eingriffe wären zudem mit 
hohen Folgekosten verbunden, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, da die 
Reststandzeit der Bäume stark reduziert ist. Die Erhaltungswürdigkeit der Bäume ist nur 
kurzfristig möglich, mittel- bis langfristig aus sachverständiger Sicht jedoch tendenziell nicht. 
Erfahrungsgemäß lässt sich feststellen, dass sich der Zustand von gewöhnlichen 
Rosskastanien in dieser Vitalitätsstufe mit dem zusätzlichen Schädlingsbefall und den 
Bodenbedingungen nicht verbessert, sondern eher weiter verschlechtert.  
Verpflanzbarkeit Baum 285 
Baum Nr. 285 ist ein junger Baum mit einem geschätzten Alter von etwa 10 Jahren, der im 
Vergleich zu den anderen Bäumen auf der östlichen Seite des Platzes durch eine deutlich 
bessere Vitalitätsstufe hervorsticht. Der Baum zeigt aktuell eine gute Blattmasse und eine 
insgesamt ausgeglichene Kronenstruktur. 
Jedoch ist auch Baum Nr. 285 stark von der Kastanienminiermotte betroffen. Der 
wiederkehrende Befall beeinträchtigt die Photosyntheseleistung des Baumes massiv, da der 
Blattapparat bereits im Frühsommer geschädigt wird. Ohne ausreichend gespeicherte Energie 
ist der Baum langfristig nicht in der Lage, seine Vitalität aufrechtzuerhalten. Dieser 
schädigende Einfluss lässt sich gegenwärtig nicht wirksam bekämpfen, da es derzeit keine 
verlässlichen Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Kastanienminiermotte gibt. 
Die Verpflanzung an einen neuen Standort würde den Baum zusätzlich erheblich belasten, da 
solche Maßnahmen immer mit Wurzelverlusten und einer Übergangsphase von Stress 
verbunden sind. In Kombination mit dem anhaltenden Schädlingsdruck wäre auch an einem 
neuen Standort keine Verbesserung der Prognose zu erwarten.

11 
 
      
Abb. 9: Baum 285 am 13.09.2024                                  Abb. 10: Baum am 04.12.2024 
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren wird daher für Baum 285, als auch für die anderen 
Bäume im östlichen Bereich von einer Verpflanzung abgeraten. Stattdessen empfiehlt sich 
der Ersatz durch einen Mix an klimaresilienten Baumarten, die sich besser an die gegebenen 
Standortbedingungen anpassen können und langfristig eine Prognose bieten und hohe 
Ökosystemdienstleistungen bieten, die für die östliche Reihe aktuell gering ist durch den 
schlechten Vitalitätszustand. 
Empfehlung 
Unter Berücksichtigung aller Faktoren – des abnehmenden Gesundheitszustands, der Schäden 
durch die Kastanienminiermotte, der ungewissen Erfolgsaussichten aufwendiger 
Pflegemaßnahmen und der aktuell niedrigen Ökosystemdientstleistungen durch die 
nachlassende Vitalität – wird empfohlen, die wenig zukunftsträchtigen Rosskastanien durch 
mehrere verschiedene, klimaangepasste Baumarten zu ersetzen. Diese Neupflanzungen 
können besser auf die veränderten Umweltbedingungen reagieren und langfristig Mehrwert 
bieten. 
Auch wenn die Bäume in ihrem aktuellen Zustand als erhaltungsfähig eingestuft werden 
können, sind sie aus sachverständiger Sicht nicht erhaltungswürdig.

12 
 
 
3.2. Bilddokumentation nördliche Reihe Karl-Plagge-Platz Nr. 291 – 294 
 
 
Abb. 11: nördliche Baumreihe am 31.06.2023 
 
 
Abb. 12: nördliche Baumreihe am 04.12.2024

13 
 
3.2.1. Beurteilung der Bäume nördlich d. Karl-Plagge-Platzes (Nr. 291–294) 
Die Bäume entlang der nördlichen Seite des Karl-Plagge-Platzes (Nr. 291–294) befinden sich 
in einem insgesamt guten Zustand. Sie wurden nach der Vitalitätsstufen-Bewertung nach 
Roloff in die Stufe 1 eingestuft, was eine sehr hohe Vitalität signalisiert. Die Gewöhnlichen 
Rosskastanien in diesem Bereich wurden zudem kürzlich einer professionellen Baumpflege 
unterzogen. Dabei wurde sämtliches Totholz entfernt, wodurch die Verkehrssicherheit 
gewährleistet ist und die Bäume insgesamt einen gepflegten Eindruck hinterlassen. 
Pflegezustand und Prognose 
Die Kronen der Rosskastanien sind gut ausgebildet und zeigen aktuell keine Anzeichen von 
Wipfeldürre oder kritischem Vitaliätsverlust. Aufgrund des momentanen Pflegezustands und 
der aktuell guten Vitalität wird für die Bäume eine langfristig positive Entwicklung 
prognostiziert. Diese Bäume bieten sowohl ökologisch als auch gestalterisch einen hohen 
Wert und tragen wesentlich zum Erscheinungsbild des Platzes bei. Auch die anderen 
Ökosystemdienstleistungen wie Schattenwurf, C02-Speicherleistung, Schadstofffilterung, 
Kühlwirkung, etc. sind in hohem Maße erfüllt von den Bestandsbäumen. 
Empfehlung 
Für den nördlichen Bereich des Platzes wird keine weitere Maßnahme empfohlen, da die 
Bäume in einem vitalen und gepflegten Zustand sind. Eine regelmäßige Überprüfung der 
Vitalität sowie die Fortsetzung gezielter Pflegearbeiten sichern den langfristigen Erhalt dieser 
Bäume. Sowohl die Erhaltungswürdigkeit als auch die Erhaltungsfähigkeit sind bei den 
Bäumen gegeben. 
Die Bäume 294 und 295 können aufgrund der Planung nicht erhalten werden, eignen 
sich aber aufgrund ihres Alters, der Größe, der Flachwurzeldynamik bei Rosskastanie und der 
Vorschädigung mit der Kastanienminiermotte auch nicht zur Großbaumverpflanzung. 
 
3.3. Beurteilung der Bäume Mitte Karl-Plagge-Platz nördlich Nr. 297, 298 und 310 sowie 
südlich Nr. 303 und 304 
Die Bäume 297 Feld-Ahorn (Acer campestre), 298 Feld-Ahorn (Acer campestre) und 310 
Hainbuche (Carpinus betulus) in der nördlichen Mitte des Karl-Plagge-Platzes und die Bäume 
303 Feld-Ahorn (Acer campestre) und 304 Feld-Ahorn (Acer campestre) am südlichen Ende 
des Karl-Plagge-Platzes sind einzeln zu bewerten. 
Bilddokumentation:

14 
 
 
 
Abb. 13: Baum-Nr. 297, 298 und 310 
 
Abb. 14: Baum-Nr. 304 und 303

15 
 
    
Abb. 15: Baum 304 im Sommer 2023                              Abb. 16: Baum 304 am 04.12.2024 
 
3.3.1. 
Beurteilung der Bäume in der Platzmitte (Nr. 297, 298, 303, 310 und 304) 
Bäume Nr. 297, 298, 303 und 310 
Die Bäume Nr. 297, 298 und 310 sowie der südlich gelegene Baum Nr. 303 zeigen eine gute 
bis sehr gute Vitalität, die nach der Bewertung nach Roloff in die Stufen 0 bis 1 eingeordnet 
wurden. Sie verfügen über eine intakte Kronenstruktur, eine relativ dichte Blattmasse und 
keine erheblichen zukunftsmindernden Symptome. Die Bäume sind verkehrssicher und tragen 
zur gestalterischen Qualität des Platzes bei. 
Baum Nr. 304 
Baum Nr. 304 weist hingegen einen eingeschränkten Vitalitätszustand auf und wurde in die 
Vitalitätsstufe 2 eingestuft. Der Baum zeigt deutliche Probleme in der Kronenperipherie wie 
man schon im Sommer 2023 erkennen kann (Vgl. Abb. 14). Rücktrocknungserscheinungen 
mit Totholzbildung und einer insgesamt reduzierten Vitalität waren damals schon existent. 
Der Zustand hat sich tendenziell noch etwas verschlechtert, wenn auch nur in Nuancen.  
Pflegezustand und Prognose 
Die Bäume Nr. 297, 298, 303 und 310 sind verkehrssicher und benötigen aktuell keine 
weiteren Maßnahmen. Die aktuelle Vitalität der Bäume deutet auf eine mittel-langfristige 
positive Entwicklung hin. 
Baum Nr. 304 zeigt eine stagnierende bzw. leicht rückläufige Vitalität. Aufgrund der bereits 
sichtbaren Schäden und der vermutlich starken Einwirkungen im Wurzelraum ist davon 
auszugehen, dass sich sein Zustand eher verschlechtert als verbessert. Der Erhalt des Baumes

16 
 
wäre mit erhöhten Pflegemaßnahmen und Kosten verbunden, ohne dass eine langfristig 
positive Entwicklung realistisch wäre aus sachverständiger Sicht.  
Empfehlung 
 Für Bäume Nr. 297, 298, 303 und 310 wird empfohlen, diese am Standort zu 
belassen. Eine regelmäßige Kontrolle und Pflege sichert die Vitalität und 
Verkehrssicherheit der Bäume und ermöglicht eine langfristige Nutzung als 
ökologische, ökosystemdienstleistende und gestalterische Elemente des Platzes. 
 Für Baum Nr. 304 wird empfohlen, diesen zu ersetzen. Trotz seiner 
Erhaltungsfähigkeit ist der Baum aufgrund seines reduzierten Gesundheitszustands 
und der schlechten Prognose aus sachverständiger Sicht nicht erhaltungswürdig. Ein 
Ersatz durch eine klimaresiliente Baumart, die besser an die Standortbedingungen 
angepasst ist, wird empfohlen, um langfristig hohe Ökosystemdienstleistungen 
sicherzustellen. 
 
 
3.4. Beurteilung der Bäume südlich des Karl-Plagge-Platzes Nr. 269-277 
Bilddokumentation 
 
 
Abb. 17: Baum 277 und Baum 276 im Sommer 2023

17 
 
 
Abb. 18: Zufahrt Karl-Plagge-Platz südlich Baum 276 und 275 im Sommer 2023 
 
Abb. 19: Zufahrt Karl-Plagge-Platz Baum Nr. 277-274 im Juni 2023

18 
 
 
Abb. 20: südlich Karl-Plagge-Platz Baumnr. 272-269 
 
3.4.1. Beurteilung der Bäume südlich d. Karl-Plagge-Platzes (Nr. 269–277) 
Die Bäume entlang der südlichen Seite des Karl-Plagge-Platzes (Nr. 269-277) befinden sich 
in einen unterschiedlichen Vitalitätszustand. Sie wurden nach der Vitalitätsstufen-Bewertung 
nach Roloff in die Stufe 1 oder 2 eingestuft. Die Gewöhnlichen Rosskastanien in diesem 
Bereich wurden kürzlich einer professionellen Baumpflege unterzogen. Der Totholzanteil, der 
zur Beurteilung des Gesundheitszustandes hier sinnvoll gewesen wäre, kann somit nicht 
berücksichtigt werden. Bäume, die mit einer 1 bewertet sind, können auch zur 2 gehören.   
Der Baum 269 kann aufgrund der Planung nicht erhalten werden. Da die Eingriffe in den 
Wurzelraum des Baumes fast direkt an den Stammfuß des Baumes heranreichen, kann die 
Standsicherheit beeinträchtigt sein. Zudem existiert ein Astbruch, der die 
Verkehrssicherheit des Baumes betrifft. Maßnahmen sollten hier rasch durchgeführt 
werden (Fällung). Eine Verpflanzbarkeit ist aufgrund der enormen Vorschädigung nicht 
möglich. 
Beurteilung der Bäume Nr. 272 und 273 
Die Bäume entlang der südlichen Seite des Karl-Plagge-Platzes weisen einen insgesamt 
abnehmenden Vitalitätszustand auf, der mit der Vitalitätsstufe 2 nach Roloff bewertet wurde. 
Diese Stufe signalisiert eine bereits eingeschränkte Vitalität, die sich durch eine geringere

19 
 
Blattmasse, absterbende Äste und Stresssymptome bemerkbar macht. Die Bäume wirken 
insgesamt weniger kräftig und gesund als solche in höheren Vitalitätsstufen. 
Die Bäume 272 und 273 zeigten bei der Begehung im September bereits einen schlechteren 
Allgemeinzustand als ihre Bestandsnachbarn, der jetzt mit der Einteilung in die Vitalitätsstufe 
2 bestätigt wurde. 
 
Schäden und Prognose 
Die beiden Bäume in diesem Bereich zeigen Schäden, die einen dauerhaften Erhalt 
erschweren. Die eingeschränkte Vitalität ist oft mit äußerlich sichtbaren Symptomen 
verbunden, wie: 
 Deutlich reduzierte Blattmasse 
 Wipfeldürre 
 Reduzierte Ökosystemdienstleistungen 
Die Kastanienminiermotte stellt einen zusätzlichen Belastungsfaktor dar. Der starke Befall 
führt zu einer frühzeitigen Unterbrechung der Photosyntheseleistung bereits im Juni, was die 
Vitalität weiter schwächt. Diese kontinuierliche Beeinträchtigung durch die Motte verschärft 
die ohnehin schlechte Prognose für die betroffenen Bäume erheblich. 
Eingeschränkte Erhaltungswürdigkeit und -fähigkeit 
Zwar wäre es theoretisch möglich, die Bäume mit aufwendigen Maßnahmen wie 
Bodenbelüftung, Substrataustausch und regelmäßigen Wassergaben zu stabilisieren, jedoch ist 
die Wirksamkeit solcher Maßnahmen ungewiss, da die genauen Ursachen des 
Vitalitätsrückgangs nicht abschließend geklärt sind. Derartige Eingriffe wären zudem mit 
hohen Folgekosten verbunden, die in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, da die 
Reststandzeit der Bäume stark reduziert ist. Die Erhaltungswürdigkeit der Bäume ist nur 
kurzfristig möglich, mittel- bis langfristig aus sachverständiger Sicht jedoch tendenziell nicht. 
Erfahrungsgemäß lässt sich feststellen, dass sich der Zustand von Gewöhnlichen 
Rosskastanien in dieser Vitalitätsstufe mit dem zusätzlichen Schädlingsbefall und den 
Bodenbedingungen nicht verbessert, sondern eher weiter verschlechtert.  
Verpflanzbarkeit 
Die 2 Rosskastanien eigenen sich aufgrund ihres Alters, der Größe, der Flachwurzeldynamik 
bei Rosskastanie und der Vorschädigung mit der Kastanienminiermotte sowie der 
Vitalitätsstufe nicht zur Großbaumverpflanzung. 
Empfehlung 
Unter Berücksichtigung aller Faktoren – des abnehmenden Gesundheitszustands, der Schäden 
durch die Kastanienminiermotte, der ungewissen Erfolgsaussichten aufwendiger 
Pflegemaßnahmen und der aktuell niedrigen Ökosystemdientstleistungen durch die 
nachlassende Vitalität – wird empfohlen, die wenig zukunftsträchtigen Rosskastanien durch 
zwei klimaangepasste Baumarten zu ersetzen. Diese Neupflanzungen können besser auf die 
veränderten Umweltbedingungen reagieren und langfristig Mehrwert bieten.

20 
 
Auch wenn die Bäume in ihrem aktuellen Zustand als erhaltungsfähig eingestuft werden 
können, sind sie aus sachverständiger Sicht nicht erhaltungswürdig. 
 
Beurteilung der Bäume Nr. 270, 271, 274 – 277 
Die restlichen Bestandsbäume entlang der südlichen Seite des Karl-Plagge-Platzes bis hin zur 
südöstlichen Zufahrt, befinden sich in einem insgesamt guten Zustand. Sie wurden nach der 
Vitalitätsstufen-Bewertung nach Roloff in die Stufe 1 eingestuft. Die Gewöhnlichen 
Rosskastanien in diesem Bereich wurden zudem kürzlich einer professionellen Baumpflege 
unterzogen. Dabei wurde sämtliches Totholz entfernt, wodurch die Verkehrssicherheit 
gewährleistet ist und die Bäume insgesamt einen gepflegten Eindruck hinterlassen. 
Pflegezustand und Prognose 
Die Kronen der Rosskastanien zeigen aktuell keine Anzeichen von Wipfeldürre oder 
kritischem Vitaliätsverlust. Aufgrund des momentanen Pflegezustands und der aktuell guten 
Vitalität wird für die Bäume eine langfristig positive Entwicklung prognostiziert. Diese 
Bäume bieten sowohl ökologisch als auch gestalterisch einen hohen Wert und tragen 
wesentlich zum Erscheinungsbild des Platzes bei. Auch die anderen 
Ökosystemdienstleistungen wie Schattenwurf, C02-Speicherleistung, Schadstofffilterung, 
Kühlwirkung, etc. sind in hohem Maße erfüllt von den Bestandsbäumen. 
Empfehlung 
Für den südlichen Bereich des Platzes wird keine weitere baumpflegerische Maßnahme 
empfohlen, da die Bäume in einem vitalen und gepflegten Zustand sind. Eine regelmäßige 
Überprüfung der Vitalität sowie die Fortsetzung gezielter Pflegearbeiten sichern den 
langfristigen Erhalt dieser Bäume. Sowohl die Erhaltungswürdigkeit als auch die 
Erhaltungsfähigkeit sind bei den Bäumen gegeben. 
4. Revitalisierungsmaßnahmen und Standortstabilisierung 
Der Bereich ist durch die Baustellentätigkeit und die Entsiegelung erheblichen 
Veränderungen ausgesetzt, die neue Dynamiken im Wasserhaushalt der Bäume geschaffen 
haben. Faktoren wie erhöhte Verdunstung, direkte Sonneneinstrahlung auf den Boden und 
eine damit einhergehende Erhitzung beeinflussen die Bodenverhältnisse maßgeblich. 
Als Sachverständige kann ich aufgrund fehlender Bodenanalysen für den Standort keine 
fundierte Empfehlung zur Revitalisierung der Bäume geben, da keine belastbaren Daten zum 
Ist-Zustand, wie zum Beispiel Verdichtung oder Nährstoffgehalt, vorliegen. Besonders die 
Einschätzung der Bodenverdichtung wäre essenziell, um Maßnahmen wie eine gezielte 
Bodenbelüftung oder -lockerung zu beurteilen. 
Eine allgemeine Anreicherung des Bodens mit organischen Materialien oder 
Bodenverbesserungsmitteln könnte potenziell sinnvoll sein, doch diese Einschätzung basiert 
lediglich auf Vermutungen. Ohne eine detaillierte Analyse der Bodenparameter bleibt jede 
Empfehlung unspezifisch und mit Unsicherheiten behaftet.

21 
 
Es wird daher dringend empfohlen, vor weiteren Maßnahmen eine Bodenuntersuchung 
durchzuführen, um den Zustand des Substrats zu bewerten und darauf aufbauend gezielte 
Revitalisierungsmaßnahmen ableiten zu können. 
5. Bewertung von Mikrohabitaten, hier „Höhlenbäume“ 
Im Zuge der Beurteilung sollten auch eine Bewertung von „Höhlenbäumen“ vorgenommen 
werden. Als studierte Ökologin möchte ich anmerken, dass Höhlen – wie etwa Spechthöhlen 
– nur eine von insgesamt 47 bekannten Mikrohabitatstrukturen in Bäumen darstellen. Diese 
Mikrohabitate spielen eine wesentliche Rolle für die Biodiversität, da sie unterschiedlichsten 
Tier-, Pflanzen- und Pilzarten Lebensraum bieten. 
Eine fachlich fundierte Beurteilung von Bäumen im Hinblick auf ihre Bedeutung für den 
Artenschutz sollte daher nicht allein auf das Vorhandensein von Höhlen beschränkt bleiben. 
Vielmehr müssten auch andere, teilweise sogar relevantere Aspekte der Mikrohabitate 
berücksichtigt werden, wie beispielsweise Rindenstrukturen, aber insbesondere das Alter 
eines Baumes. 
In der vorliegenden Untersuchung wurde dieser Zusammenhang bereits indirekt im Rahmen 
der Bewertung der Erhaltungswürdigkeit berücksichtigt. Keiner der untersuchten Bäume hat 
ein Alter erreicht, das typischerweise mit einer hohen Mikrohabitatausbildung einhergeht. Es 
sind keine Bäume enthalten, die im Hinblick auf den Artenschutz besonders hervorzuheben 
wären. Es sind keine Spechthöhlen an den untersuchten Bäumen festgestellt worden.  
Sollte eine weitergehende Prüfung auf spezifische Mikrohabitate erforderlich sein, wäre eine 
zusätzliche, umfassendere Habitatstrukturanalyse zu empfehlen, um das gesamte ökologische 
Potenzial der Bäume zu bewerten. 
________________________________________________________________________ 
 
Sachverständigenbüro Daniela Antoni 
Daniela Antoni, B.Sc. Forstwissenschaften und Waldökologie, 
FLL zertifizierte Baumkontrolleurin, personenzertifizierte Sachverständige 
Umweltbaubegleitung 
 
 
Stockstadt, 09.12.2024                                                           
Dokument enthält 21 Seiten 
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anlage 1

1565 Zeichen

MobilitätszentraleBike-SharingCar-Sharing
Haltestelle
Nahversorger
Tram-Trasse  (Planung durch Schüßler-Plan)
Familienzentrum
Achse 1
Achse 1
Haltestelle
Tram-Trasse(Planung durch Schüßler-Plan)
Mulde
Karl-Plagge-Platz 359
374
E KE KE K
E K E K
E K
E K
78
76
77
73
1 2
3
46
8
7
9
269 272273 281282
283
284
286
287
288
289
295296
Kastanie umpflanzen(Landschafts- Treppe)
285
GeprüftArt Nr.Datum BearbeitetÄnderungenZur Ausführung freigegebenPlanung abgeschlossen
Datum: 
M.  =  
gezeichnet:
Plan-Nr.:
Anlage:
Planart:
SB SGLABL
WissenschaftsstadtDarmstadtder MagistratMobilitätsamt
Mobilitätsamt
Projekt:
Planinhalt:
Dipl. Ing. Freier Garten- und Landschaftsarchitekt 69469 Weinheim
Michael PalmKarrillonstraße 20
Planverfasser:Bauherr:
Weinheim, 11 - 12 - 2024
gez. Stumpf
Tel.: 062 01 - 18 10 30Fax.: 062 01 - 18 10 11
bvd new living64289 DarmstadtSiemensstraße 20Tel.: +49 6151 2815 - 463Fax.: +49 7231 583 250landschaftsarchitekt@m-palm.de
BVD New Living GmbH & Co. KGErschließung "Ludwigshöhviertel"Fällplan
[2401_LHV_DA]AUSFÜHRUNG1:500
12.12.2024
FREIGABE:................................................................................................ORT DATUM UNTERSCHRIFT................................................................................................ORT DATUM UNTERSCHRIFT................................................................................................ORT DATUM UNTERSCHRIFT
Legende:
Planmaße: 420 x 297 mm
0 10 20 30 40 50
Fällende Bäume
H:\2024\2401_LHV_DA\Zeichnungen\3_EP\2401_241212_EP.dwg 3_Fällplan_M500
Bäume Bestand

anlage 2

2578 Zeichen

Baumkataster Daniela Antoni  
DA Ludwigshöhviertel, Karl-Plagge-PIatz  
  
Nr. Vitalität/ 
Erhaltungszustand 
Ga%ung/Art  Baumhöhe Kronendurchm. Stammdurchm. Stammumfang 
269 2 
3 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
Standsicherheit, 
abgängig 
12 10 55 173 
270 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  12 13  55 173 
271 2 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  12 10 55 173 
272 2 
4 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Fällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
11  10 45 141  
273 2 
4 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
abgängig 
9 7 40 126 
274 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  10 8 45 141  
275 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  10 10 50 157 
276 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  12 9 55 173 
277 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  12 11  63 198 
281 4 Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Fällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
5 3 35 110 
282 2 
4 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Fällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
6 4 30 94 
283 1 
4 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
6 
5 28 88 
284 1 
4 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
6 5 28 88 
285 0 
4
 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
Nicht 
zukun7sträch8g 
4 2 12 38

286 2-3 
3 
Aesculus hippocastanum, 
Roßkastanie 4122024 DAN 
Baumfällung 
Abgängig, Totholz 10 
11  45 141

287 2 
3 
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie 
4122024 DAN Baumfällung 
abgängig 8 6 33 104 
288 2 
4 
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie 
4122024 DAN Baumfällung 
Nicht zukun7sträch8g 
9 10 45 141  
289 1 
4 
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie 
4122024 DAN Baumfällung 
Nicht zuku7sträch8g 7 4 40 126 
291 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  11  11  67 211 
292 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  10 8 45 141  
293 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  11  13  46 145 
294 1 Aesculus hippocastanum, Roßkastanie  12 11  55 173 
295 1 
4 
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie 
4122024 DAN Baumfällung 
Wegebau, 
Straßenbau 
12 10 45 
141  
296 1 
4 
Aesculus hippocastanum, Roßkastanie 
4122024 DAN Baumfällung 
Wegebau, 
Straßenbau 
8 8 30 94 
297 1 Acer campestre, Feldahorn  6 5 24 75 
298 1 Acer campestre, Feldahorn  8 9 35 110 
303 1 
4 
Acer campestre, Feldahorn 
4122024 DAN Kronenpflege 
 12  10 49 154 
304 2 
4 
Acer campestre, Feldahorn 
4122024 DAN Baumfällung 
abgängig 7 6 26 82 
310 1 Carpinus betulus, Hainbuche  16  16  53 167 
Anzahl der Datensätze : 29 
Erstellt : 08.12.2024 12:12:32

Beratungsverlauf (1)

TOP 15

Orte (1)

  • Siemensstraße 20

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2025/0002
Typ
Magistratsvorlage
Datum
17.12.2024
Erstellt
29.09.2026 00:00