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0904/2026

Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM Jüde und RM Dr. Bell zur Mitteilung Kreuzfeld/ Olympia 0500/2026

Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.) 20.04.2026

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Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit, Sitzung am 07.05.2026, TOP 1.1

Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

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Beantwortung einer mündl. Anfrage Ausschuss

9869 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VI/612 
 
Vorlagen-Nummer 20.04.2026 
 0904/2026 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage aus einer früheren Sitzung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit 07.05.2026 
 
Beantwortung einer mündlichen Anfrage von RM Jüde und RM Dr. Bell zur Mitteilung 
Kreuzfeld/ Olympia 0500/2026: 
Entwicklung des neuen Stadtteils Kreuzfeld - hier: Mitteilung zum Sachstand der 
Technischen Masterplanung und zum weiteren Vorgehen in Bezug auf die Bewerbung 
um die Olympischen und Paralympischen Spiele 
 
RM Jüde (beratendes Mitglied der Ratsgruppe KLIMA FREUNDE und GUT Köln)  
führt mündlich an, dass in der Ausgabe des Kölner Stadtanzeigers vom 13.3.2026 folgende 
Aussagen von Oberbürgermeister Burmester zum Planungsstand von Kreuzfeld veröffentlicht 
worden sind und zitiert diese wie folgt: 
 
„Wir haben Kreuzfeld 30 Jahre lang nicht angepackt. Wir haben es nicht geschafft, die Ver-
kehrsinfrastruktur zu regeln. Bund und Land müssen das Projekt priorisieren: Wir brauchen 
den Anschluss zur A57 und wir müssen die S-Bahn mit der Deutschen Bahn ausbauen. Mit 
Olympischen und Paralympischen Spielen schaffen wir diese Anbindung, wir schaffen es 
schneller, solche Projekte zu entwickeln. Deswegen müssen wir den Katalysator nutzen. 
Wenn wir es nicht schaffen, den Realismus hab ich auch, dass wir in einem Wettbewerb sind, 
müssen wir Kreuzfeld trotzdem entwickeln.“  
„Aber wir müssen bauen. Mit Kreuzfeld und Olympischen Spielen hätten wir den Effekt, ein 
Viertel für 10.000 Menschen auf einmal zu schaffen.“  
„Die Stadt hofft jetzt auf höhere Priorisierung der Kreuzfelder Infrastruktur durch Land und 
Bund. Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester sagte am Mittwoch: „Ohne Olympia wer-
den wir das nicht schaffen.“  
 
Das sind Informationen, die in der vorliegenden Mitteilung nicht thematisiert werden. Deshalb 
ergeben sich für mich drei Fragen: 
1.  
In der „Mitteilung Kreuzfeld - Sachstand Technische Masterplanung, weiteres Vorgehen 
und Zeitplanung“ aus September 2024 (Vorlagen Nr.1977/2024, https://ratsinforma-
tion.stadt-koeln.de/getfile.asp?id=999598&type=do) wurde mit der “Fertigstellung des 
neuen Landestraßenbedarfsplans […] frühestens Ende 2025 / Anfang 2026 gerechnet“ 
und über laufende Abstimmungen mit der DB berichtet. Wie steht dieser, der Politik 
mitgeteilte und bisher nicht aktualisierte, Sachstand im Verhältnis zu der öffentlichen 
Aussage: „Wir haben es nicht geschafft, die Verkehrsinfrastruktur zu regeln.“?  
 
Antwort der Verwaltung zu 1. 
 
Die aus verschiedenen Presseausgaben zitierten Aussagen wurden im Rahmen von Pres-
seterminen zur Bewerbung um Olympische/ Paralympische Spiele getätigt. Sie beziehen sich

2 
 
auf übergeordnete Verkehrsinfrastrukturen im Kölner Norden, die in einem zeitlichen Einklang 
mit der Entwicklung des Stadtteils Köln-Kreuzfeld realisiert werden sollen. Die Ertüchtigungen 
dieser übergeordneten verkehrsinfrastrukturellen Bedarfe (z.B. S-Bahn-Station Blumenberg, 
Ausbau des Blumenbergswegs mit Anschluss an Bundesautobahn 57) liegen in der Verant-
wortung unterschiedlicher Träger und damit nicht unmittelbar im Einflussbereich der Stadtver-
waltung. 
 
In einem Austausch mit dem zuständigen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr 
NRW im Februar 2026 konnte zur Neuaufstellung des Landesstraßenbedarfsplans (u.a. erfor-
derlich zur Priorisierung eines Ausbaus des Blumenbergswegs - L43) Folgendes mitgeteilt 
werden: Erforderliche Untersuchungen sind weitgehend abgeschlossen. Im Laufe des Jahres 
2026 soll der Entwurf zum Landesstraßenbedarfsplan zuerst den regionalen Planungsträgern 
und anschließend dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Ergebnisse sind 
vorab noch nicht bekannt. 
 
Die Stadt Köln befindet sich in Abstimmungen mit den beteiligten Akteuren von Deutscher 
Bahn und go.Rheinland zur Ertüchtigung der S-Bahn-Station Blumenberg. Zur Ertüchtigung 
des für die Olympischen und Paralympischen Spiele sowie Kreuzfeld und Blumenberg ent-
scheidenden Mobilitätsknotenpunktes ist eine gemeinsame Qualifizierung vorgesehen.  
 
Eine Olympia-Bewerbung würde insgesamt Katalysator der Entwicklungsbedarfe sein, vor al-
lem zur Priorisierung, Finanzierung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit übergeordneter 
Verkehrsinfrastrukturen in Abstimmung mit beteiligten Akteuren von Bund (Autobahn GmbH), 
Land NRW (Straßenbau.NRW) und Deutscher Bahn sowie go.Rheinland. Die Olympia-Umset-
zung hätte den maßgeblichen Vorteil, die Ertüchtigung des erforderlichen Infrastrukturpaketes 
auf Straße und Schiene auf übergeordneter Ebene zu priorisieren. 
 
Insgesamt zeigen zahlreiche ehemalige Austragungsorte, dass Olympische Spiele Planungs-
beschleuniger für die Stadtentwicklung sein können. Die Stadt Köln möchte diese Chance nut-
zen. 
 
2.  
Da auch in der heute vorliegenden Mitteilung nicht darauf eingegangen wurde: Was ist 
die Basis für die Zeitungs-Aussagen: „Wir werden Kreuzfeld nicht schaffen“?  
 
Antwort der Verwaltung zu 2. 
 
Die Planung zu Kreuzfeld wurde in der längeren Vergangenheit bereits mit einer von der aktu-
ellen Planung deutlich abweichenden baulichen Struktur vorgeschlagen. Kurz vor Satzungs-
beschluss im Jahr 2005 wurde die weit fortgeschrittene Planung kritisch hinterfragt und im Er-
gebnis nicht weiterverfolgt. 
 
Im Rahmen einer Siedlungspotenzialanalyse wurde das Areal Kreuzfeld im Jahr 2016 wieder 
für eine städtebauliche Entwicklung als Großprojekt in Betracht gezogen. Der aktuell bekannte 
und durch Beschluss zur Integrierten Planung (V 1979/2023) politisch legitimierte Entwurf zur 
Entwicklung des neuen Stadtteils Köln-Kreuzfeld fußt auf einem Planungsprozess, der mit 
dem Leitbildprozess in 2018/19 initiiert wurde. Unter breiter Beteiligung von Öffentlichkeit 
und Politik wurde mit Vision des Leitbildes ‚für Gesundheit sorgen‘, ‚Bildung fördern‘ und 
‚nachhaltig vernetzen‘ ein wettbewerbliches Dialogverfahren in 2020/21 für ein städtebauli-
ches Konzept durchgeführt. An diesem haben verschiedene Planungsteams in einer zweipha-
sigen Struktur teilgenommen. Als Sieger ging der Entwurf „The Woodhood Gartenstadt 2.0“ 
von ADEPT Aps, Karres en Brands und Argus Studio hervor. Im Rahmen der Integrierten 
Planung wurde dieser Entwurf in 2022/23 weiter qualifiziert und detaillierter zum vorliegenden 
städtebaulichen Grundgerüst ausgearbeitet. 
 
In der Technischen Masterplanung sind Entwurfsdetails in 2024/25 überprüft worden, zu-
dem haben begleitende gutachterliche Untersuchungen stattgefunden. Neben der inhaltlich-
technischen Qualifizierung werden parallel auch wirtschaftliche Umsetzungsszenarien für die 
Projektentwicklung vorbereitet. An der Stadtteilentwicklung Köln-Kreuzfeld wird stetig gearbei-
tet (s. auch Köln-Kreuzfeld – ein neuer Stadtteil).

3 
 
 
Olympische/ paralympische Anforderungen sollen fortan bestmöglich mit dem aktuellen Ent-
wurfsansatz Kreuzfelds übereingebracht werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, im An-
schluss an eine temporäre sportinfrastrukturelle Nutzung, langfristige stadt-, freiraum- und 
siedlungsinfrastrukturelle Mehrwerte im Kölner Norden und für die Gesamtstadt zu etablieren. 
Gleichzeitig soll dringend benötigter Wohnraum in verschiedenen Segmenten geschaffen wer-
den. 
 
Für den Fall, dass eine Bewerbung um Olympische/ Paralympische Spiele keinen Zuschlag 
erhält, wird die langfristig qualifizierte Planung Kreuzfelds weiterverfolgt. Köln-Kreuzfeld bleibt 
damit - auch unabhängig von Olympischen/ Paralympischen Spielen - ein wichtiges Großpro-
jekt für eine langfristige Stadtentwicklung sowie Bereitstellung zusätzlicher Wohnraumange-
bote in Köln. 
 
3.  
Die bisher vorliegenden Planungen für Kreuzfeld sehen ca. 3.500 Wohneinheiten für 
max. 8.000 Bewohner*innen vor. Worauf beruht die Aussage im Stadtanzeiger, dass im 
Falle der Ausrichtung der Olympischen Spiele Wohnungen für 10.000 Menschen errich-
tet werden können? 
 
Antwort der Verwaltung zu 3. 
 
Zu Kreuzfeld wurden im Rahmen der Integrierten Planung folgende Zahlen kommuniziert: 
- ca. 3.580 Wohneinheiten und ca. 8.230 Einwohner*innen 
(nach Anforderungen des kooperativen Baulandmodells) 
 
In der Technischen Masterplanung wurde mit politischem Auftrag moderat nachverdichtet. Die 
zugrunde liegenden Zahlen werden mit Veröffentlichung der Technischen Masterplanung 
kommuniziert. 
 
Sozialer Wohnungsbau ist nach kooperativem Baulandmodell zu min. 30% vorzusehen. Dies 
sind ca. 1.075 Wohneinheiten (Integrierte Planung). 
 
Im Kontext der Bewerbung um Olympische/ Paralympische Spiele wird von mittel- und lang-
fristigem Wohnraum für überschläglich 10.000 Menschen gesprochen. Die Zahl 10.000 be-
schreibt ein erreichbares Potenzial bei konsequenter Nachnutzung zu planender Strukturen, 
jedoch noch keine fixierte Planung. Weitere Detaillierungen (bezüglich baulicher Dichte, be-
zahlbarem Wohnraum etc.) werden im weiteren Verfahren vorgeschlagen und vom Rat bzw. 
zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit verabschiedet. 
 
Das Olympische/Paralympische Dorf (mit ca. 16.000 Betten) und das temporäre Stadion sol-
len nach den Spielen entsprechend in ein Stadtquartier mit Wohnnutzung und begleitenden 
Infrastrukturen überführt werden. So kann das Quartier langfristig und nachhaltig für ca. 
10.000 Menschen ausgerichtet werden. 
 
RM Dr. Bell (Die LINKE) möchte zudem wissen, wann die Technische Masterplanung 
abgeschlossen ist und im Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenar-
beit vorgestellt wird. 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Die Inhalte der Technischen Masterplanung wurden im Herbst 2025 finalisiert. In Abstimmung 
mit den weiteren Bewerbungsschritten um die Olympischen/ Paralympischen Spiele in 
2036/40/44 werden Ergebnisse veröffentlicht. Aktuell liegt der Fokus auf den Olympischen Be-
werbungsschritten. 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

07.05.2026 Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit
TOP 1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0904/2026
Typ
Beantwortung e. mündl. Anfrage (Auss.)
Datum
20.04.2026
Erstellt
26.03.2026 10:20