2012/0465
Antrag in der Stadtverordnetenversammlung vom 7.2.2012 Strategie für digitale Verwaltungsmodernisierung und eGovernment
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E-Government-Projekte der Wissenschaftsstadt Darmstadt Hauptamt – IT Abteilung Definition von E-Government Die Vereinfachung und Durchführung von Prozessen zur Information, Kommunikation und Transaktion innerhalb und zwischen Institutionen der Exekutive (Behörden) sowie zwischen diesen Institutionen und den Bürgern, Unternehmen und weiteren staatlichen Institutionen durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie. Folgende Verfahren werden zurzeit bei der Stadt Darmstadt eingesetzt: Amt für Wohnungswesen/Wohngeld Datenaustausch mit der HzD Datenpflege mittels HewogWeb Online Die Leitung der ekom21 wurde an das Hostverfahren angeschlossen. Bürgerservice Virtuelles Rathaus im Internet Das virtuelle Rathaus informiert über den größten Teil der städtischen Dienstleistungen im Internet und bildet die komplette Struktur der Stadtverwaltung ab. Der Bürger findet einfach und schnell Dienstgebäude, Ansprechpartner und entsprechende Formulare. Der Formular-Pool wird ständig erweitert und aktualisiert. Auch Lebenslagen werden berücksichtigt. Im Beispiel der Lebenslage Heirat bekommt der Bürger anschaulich dargestellt, welche Formulare er benötigt und wo er seine entsprechenden Ansprechpartner findet. BZR- Abfrage des Bundeszentralregister im Waffenwesen Automatische Abfragen im Waffenwesen über bereits eingesetztes Verfahren „Condition- Workoffice“ CMS Barrierefreien Webseiten Barrierefreier Internetauftritt Dezentrale Aktualisierung der Inhalte: Pressemeldungen Stellenausschreibungen Ausschreibungen CMS "Typo3" Open Source CMS Ablösung der derzeit verwendeten Systeme. Betroffene Systeme: CMS Imperia Bürgerservice / ProBürger Veranstaltungskalender Vereinsregister Datenaustausch mit anderen Einwohnermeldeämtern X-Meld Amt12 Medienbruchfreie Ummeldung auch für Bürger die nicht aus dem Einzugsgebiet des Datenpools von Südhessen kommen Datenaustausch mit dem Kraftfahr-Bundes amt (KBA) bei der KfZ-Zulassungsstelle Zum Zweck der Ausfüllung von Zulassungs-bescheinigungen ruft die Kfz-Zulassungsstelle technische Fahrzeugdaten direkt beim KBA ab. Der Zugriff erfolgt über die Rechnersysteme der eKom21 (XML-Schnittstelle) Dienstleistungsrichtlinie Umsetzung der IT-Anforderungen für die europäische Dienstleistungsrichtlinie (RL 2006/123/EG). Angebot von Genehmigungsprozessen über das Internet Digitales Einbürgerungssystem in He ssen „e-Einbürgerung“ Ordnungsamt, Ausländerbehörde Zugriff auf Ausländerdaten des Landes Hessen EAD Leerungstermin Online bestellbare Infomail zur Erinnerung an Leerungstermin in der Straße EGVP Kassen- und Steueramt Elektronische Mahnbescheid-anträge beim AG Hünfeld mit Signaturkarte Einwohnermelderegister Webbasierende Fachauskunft aus dem Melderegister Elektronisches Archiv- und Dokumenten-Management-System (DMS) Bisher eingesetzt bei: Kassen- und Steueramt Revisionsamt Bürger- & Ordnungsamt-Zulassungsbehörde Bürger- & Ordnungsamt-Führerscheinbehörde Bürger- & Ordnungsamt-Passwesen Das zentral eingesetzte DMS-System wird zur Abwicklung der ständig wachsenden Anforderung im Bereich der revisionssicheren Speicherung und Verwaltung von Anwendungsdaten sowie des Dokumentenmanagements eingesetzt. Das System gewährleistet eine schnelle Verarbeitung und Verfügbarkeit der Archivdaten. Elektronisches Personenstandsregister (Autista) Signaturkarten D-Trust Standesamt Rechtsverbindlicher elektronischer Geschäftsverkehr ELSTER Elektronische Steuervoranmeldung beim FA Dst (Kassen- und Steueramt, WfB) eReiseausweise (DIGANT) Erstellung von Reisepässen für ausländische Mitbürger eVergabe (E-Procurement) Elektronische Vergabeabwicklung und der Verwaltung von Leistungsverzeichnissen Lösung wir durch externe Firma ABC Connect bereitgestellt. Formularserver Formulare und interaktive Formulare im Internet über einen Formularserver bereitstellen Fundbüro Online(FundInfo) Internetbasiertes Auskunftssystem des Fundbüros Meldung und Verwaltung von Fund- und Verlustsachen GEKOS-Online mit „DIGANT@FS“ Ord nungsamt, Fahrerlaubnisbehörde Erstbeantragung von Führerscheinen v. zu Hause/Fahrschule aus (via Internet) Tele-Heimarbeit für die gesamte Stadtverwaltung Verbindung zum städtischen Netz über Standard DSL Anschlüsse Auskunftssystem für raumbezogene Daten (RPI) für die gesamte Stadtverwaltung An jedem Arbeitsplatz verfügbar Einbindung in andere Fachsysteme wie z.B. Baugenehmigungsverfahren Auskunft über Fachdaten wie z.B.: Katasterkarte, Topografie, Bebauungspläne, Luftbilder, Umweltschutz, Grünobjekte, Verkehrsdaten und weiterer Daten • Auskunft über Grundstückseigentümer • Erfassung von raumbezogenen Fachdaten wie z.B. das Kabelnetz der Stadt Interaktiver Stadtplan der Stadt Darmstadt Barrierefreier und Interaktiver Stadtplan mit Luftbildern, Bebauungsplanübersicht, Bodenrichtwerte, Fahrradverkehrsnetz. Intranet Webserver / Intranet Erweiterung mit interaktiven Programmen für die Mitarbeiter der Stadtverwaltung z. B.: „Schwarzes Brett“, Biete Suche, Bereitstellen von Informationen, Dokumenten und Anwendungen für die Stadtverwaltung Kassen- und Steueramt Multicash Datentransfer (Zahlungsverkehr, Kontoauszüge) von/zu den Banken KfZ- Wunschkennzeichen Online Recherche innerhalb der freien noch nicht vergebenen Kennzeichen und Reservierung Kommunales Finanzwesen Komplettes kommunales Finanzmanagement Haushaltsplan (intern), Steuern, Gebühren und Beiträge (Bürgerschaft), sämtliche daraus resultierenden Zahlungsvorgänge Liegenschaftsinformationssystem Verwaltung aller städtischen Grundstücke und vermieteten Gebäude incl. Abrechnung von Miete, Nebenkosten, Pacht, Erbbauzins u. a. Melderegisterauskunft ZEMA, sowie einer Medienbruchfreien Abwicklung des Geschäftsprozesses vom Frontend des Users bis Backend- System der Verwaltung Mobiler Stadtplan der Stadt Darmstadt CityGuide Mobile ist ein interaktives Fußgänger- Navigationssystem für mobile Endgeräte wie zum Beispiel Java-fähige Handys, Smartphones und Handheld-Computer. Nachrichten Journal aktuelles Aktuelle Nachrichten aus dem Rathaus zum Thema Kultur, Politik, Wirtschaft und Umwelt Nationales Waffenregister Anschluss an das zentrale Waffenregister für die Bundesrepublik Deutschland Parlamentsinformationssystem Einsatzbereiche: • Magistratsgeschäftsstelle • Büro der Stadtverordnetenversammlung • Dezernatsbüros • Ämter- und Verwaltungsstellen Das Parlamentsinformationssystem wird zur Abwicklung folgender Aufgabenbereiche eingesetzt: • Vorlagenbearbeitung • Sitzungsplanung • Niederschrift • Verwaltungsinformationssystem (VIS) • Internet-Infosystem Mit dem Einsatz des Internetinfosystems stehen sowohl für den öffentlichen als auch den nichtöffentlichen Bereich des Parlamentsinformationssystems entsprechende Recherchemöglichkeiten für den Bürger und die Politik zur Verfügung. Personalabteilung REHADAT Ausgleichsabgabe – Meldung nach dem Schwerbehindertengesetz an das Arbeitsamt Stadtbibliothek Online Onlinerecherche im Medienbestand der Stadtbibliothek über die Vormerkung und Reservierung von Medien bis hin zur Verlängerung Stadtbibliothek Selbstverbuchungsanlage Buchausleihe durch den Bürger Anbindung Standesamt zum Hess. Stat. Landesamt Statistik über alle in Darmstadt erfolgten Geburten, Sterbefälle und Eheschließungen /via Internet VEMAGS – Online Genehmigungsverfahren für Schwertransporte (bundesweit) Online Beantragung und Genehmigung von Schwertransporten sowie der Stellungnahmen der zuständigen Behörden online Verfahren „eAntrag“ Versicherungsamt Elektronischer Datenaustausch von Rentenversicherungsträgern der Bürger mit den Bundesversicherungsanstalt in Berlin Verfahren „PC-Wahl“ Amt12 Sofortige Einstellung der Wahlergebnisse bei Wahlen im Internet und Übermittlung der Wahlergebnisse an den Kreiswahlleiter Verfahren „POLITESS“ Austausch der täglich anfallenden Verkehrsverwarnungen des ruhenden Verkehrs via ekom21 nach Reg.Präs. Kassel VHS-Online Online Anmeldung mit Recherche VHS-Online SSL Online-Buchung der Kurse mit einer SSL verschlüsselten Datenübertragung Virtueller Veranstaltungskalender Abfrage der aktuellen Veranstaltungen in Darmstadt Virtuelles Vereinsregister Abfrage der aktuellen Veranstaltungen in Darmstadt VITRONIC-Verfahren Austausch der täglich anfallenden Verkehrsverwarnungen der Blitzkameras via ekom21 an alle erforderlichen Behörden VZR (Verkehrszentralregister) Abfrage desZFER (Zentr. Fahrerlaubnisregister) in Flensburg via ekom21 und TESTA-Netz Wahlschein Online Onlineantrag für Briefwahlunterlagen Zugriff auf das „Ausländerzentralregister“ Datenaustausch mit dem Bundesverwaltungsamt in Köln über das Verfahren „LaDiVA“ via ekom21 und TESTA-Netz sowie dem Ordnungsamt, Ausländerbehörde
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
11.12.2012
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Hauptamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2012/0465
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Antrag in der Stadtverordnetenversammlung vom 7.2.2012
Strategie für digitale Verwaltungsmodernisierung und eGovernment
Vorlage vom: 23.11.2012
Beschlussvorschlag:
Der Magistrat nimmt den Bericht zur Kenntnis und empfiehlt die Zuständigkeit für Fragen zu eGo-
vernment, OpenData Angeboten und elektronische Bürgerbeteiligung dem Ausschuss für Wirt-
schaftsförderung und Wissenschaft zu übertragen.
Anlagen: E-Government Projekte der Stadt Darmstadt
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 23.11.2012
Bericht zum Antrag – Strategie für digitale Verwaltungsmodernisierung und eGovernment –
in der Stadtverordnetenversammlung vom 15.12.2011.
Wachsende Anforderungen bei knappen Budgets werden der Wissenschaftsstadt Darmstadt,
wie der gesamten öffentlichen Verwaltung in Zukunft noch mehr Leistungsfähigkeit abverlan-
gen.
Die Möglichkeiten moderner IT-Lösungen bieten für viele Bereiche wichtige Unterstützungs-
leistungen, mit denen diese Anforderungen erfolgreich bewältigt werden können.
EGovernment zur Vereinfachung und Durchführung von Prozessen zur Information, Kom-
munikation und Transaktion innerhalb und zwischen Behörden sowie zwischen diesen Insti-
tutionen und den Bürgern und Unternehmen wurden in vielen verschiedenen Projekten be-
reits umgesetzt. Ausführliche Auskunft dazu gibt die als Anlage beigefügte Projektliste der
eGovernment Verfahren.
Nach über 2 Jahren wurde zum 01.11.2012 die Stelle in der IT-Abteilung mit dem Aufgaben-
schwerpunkt eGoverment-Verfahren wiederbesetzt. Hier soll nun die aktualisierte Projektliste
zu einem „Masterplan“ erweitert und ein schrittweiser Ausbau geplant und gesteuert werden
kann. Eine Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft und Wissenschaft erfolgt jetzt schon
und soll im Rahmen der Projekte noch intensiviert werden.
Konkrete Projekte:
– eBürgerbeteiligung
Mit dem darmstädter Startup-Unternehmen „Wer|denkt|was?“ wurde in diesem Jahr das Pro-
jekt „Bürgerhaushalt“ durchgeführt. Zu den Themen „Neues Rathaus für die Wissenschafts-
stadt“, „Bezirksverwaltungen in den Stadtteilen“, „Ehrenamtliches Engagement“ und „Online-
Bürgerhaushalt 2013“ wurde von Ende Juni an Vorschläge gesammelt und Online diskutiert.
Danach erfolgte eine 2-wöchige Abstimmungsphase in der die Bürgerinnen und Bürger über
die Vorschläge abstimmen und entscheiden können. Die Top-5 der Vorschläge zu den ein-
zelnen Themen werden von der Verwaltung auf Ihre Umsetzbarkeit und ihre Auswirkungen
geprüft.
Im Oktober fasste der Abschlussbericht die Ergebnisse zusammen und dokumentiert, was
aus den Vorschlägen geworden ist. Dieser Bericht wird selbstverständlich veröffentlich und
den einzelnen politischen Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zur Verfügung ge-
stellt.
Derzeit finden Abstimmungsgespräche für eine überarbeitete Version des Bürgerhaushaltes
2013 statt. Die Verbesserungsvorschläge aus der Bürgerschaft fließen in die Überlegungen
ein.
- elektronische Verwaltungsprozesse
Elektronische Vorgangsbearbeitung ist der Überbegriff, mit dem die kommunale Verwal-
tung in ganz erheblicher Weise seine Prozesse innerhalb ihrer Organisation aber auch zum
Kunden, sprich dem Bürger beschleunigen und vereinfachen kann.
Ein Beispiel ist das Projekt D115 (Einheitliche Behördenrufnummer). Es bezeichnet eine
bundeseinheitliche Rufnummer, die den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Auskünf-
ten über Leistungen der öffentlichen Verwaltung erleichtern soll.
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Hierzu sollen auf kommunaler Ebene regionale Service-Center eingerichtet werden, die un-
abhängig von der betroffenen Verwaltungsebene die Fragen der Anrufer kompetent und ab-
schließend beantworten.
Das Projekt D115 trägt damit zur Erhöhung der Bürgerfreundlichkeit und -nähe bei und
orientiert sich an den Bedürfnissen von Bürgerinnen, Bürgern und der Wirtschaft, die zu
Recht von der öffentlichen Verwaltung eine schnelle, einfache und serviceorientierte Erle-
digung ihrer Anliegen erwarten. Sie wollen eine Verwaltung, die sie unterstützt:
- Die Suche nach Zuständigkeiten und einzelnen Telefonnummern entfällt.
- Der Service im D115-Verbund bietet hohe Qualität und Verlässlichkeit.
- D115 ist nachfrageorientiert strukturiert und konzentriert sich darauf, oft nachge-
fragte Dienstleistungen schnell, präzise und in hohem Maße fallabschließend zu
beantworten.
- Der D115-Verbund steht zu einheitlichen Servicezeiten zur Verfügung.
- Im Sinne der EU-Dienstleistungsrichtlinie erleichtert D115 Wirtschaft, Bürgerin-
nen und Bürgern den Zugang zu einem kompetenten (einheitlichen) Ansprech-
partner.
Darüber hinaus sollen folgende Ziele erreicht werden:
- Wirtschaftlichere Aufgabenerledigung in den Fachämtern durch Verlagerung der ein-
gehenden Anrufe auf die Telefonzentrale. Durch das Ausbleiben von Störungen im
Arbeitsablauf ergibt sich außerdem eine Verbesserung der Arbeitsqualität für die Mit-
arbeiter.
- Optimierung der zu erteilenden Auskünfte durch den Aufbau einer zentralen Wis-
sensdatenbank.
- Angebot bzw. Nutzung von interkommunaler Zusammenarbeit im Rahmen des Pro-
jekts
Voraussetzung dafür ist die Einhaltung mindestens folgender Serviceversprechen für die
Bürgerinnen und Bürger:
- Servicezeiten: Die Service Rufnummer ist mindestens von Montag bis Freitag von
8:00 bis 18:00 Uhr erreichbar.
- Erreichbarkeit: 75 Prozent der 115-Anrufe werden innerhalb von 30 Sekunden durch
eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter angenommen.
- Rückmeldefrist: Wenn ein Anruf weitergeleitet wird, erhalten AnruferInnen innerhalb
von 24 Stunden innerhalb der Servicezeiten eine Rückmeldung je nach Wunsch per
Mail, Fax oder Rückruf.
- Erledigung der Anliegen: 55 % der Anliegen werden im Erstkontakt erledigt; d.h.
Standardfragen und Auskünfte werden direkt beim ersten Anruf erledigt
(keine Vermittlung).
Die Verwaltung wurde beauftragt eine wirtschaftliche Umsetzung des Projekts für die Stadt
zu prüfen und eine entsprechende Beschlussvorlage zu erarbeiten.
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DE-Mail bzw. E-Postbrief sind Möglichkeiten weitere digitale Kanäle für den Bürger zu öff-
nen und zukünftig stärker medienbruchfrei Arbeiten zu können. Gegenüber einer E-Mail er-
höht die DE-Mail erheblich das Niveau an Rechtssicherheit, Vertraulichkeit und Verbindlich-
keit in der elektronischen Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürger. Der E-Postbrief
bietet durch seine Hybrid-Funktion zusätzlich die Verbindung von elektronischer Kommunika-
tion und klassischer Briefpost.
Die Stadtverwaltung wird als Pilotanwender des kommunalen Rechenzentrums Ekom21
mögliche Einsatzfelder prüfen und erste Erfahrungen mit der technischen Umsetzung und
der Verbreitung des Dienstes sammeln. Das gemeinsame Projekt wird durch das Bundesin-
nenministerium gefördert.
Die Abbildung von weiteren Verwaltungsprozessen in elektronischer Form setzt zunächst die
organisatorische Untersuchung dieser Prozesse und die Beschreibung in einem Soll-
Konzept voraus. Dies wurde zum Beispiel im Bereich Finanzwesen „Belegloser Zahlungs-
verkehr“ projektiert. Durch fehlende Ressourcen muss hier aber zurzeit sukzessive vorge-
gangen werden.
Im Rahmen des Projekts „zentrales Rathaus“ werden weitere Schritte angegangen, die auch
zu elektronischen Verwaltungsprozessen führen werden. Insbesondere sind Dokumenten-
management Prozesse zu nennen, die zumindest in Teilbereichen die Umsetzung der „eAk-
te“ ermöglichen sollen.
- OpenData Angebote
Offene Verwaltungsdaten sind jene Datenbestände des öffentlichen Sektors, die von Staat
und Verwaltung im Interesse der Allgemeinheit ohne jedwede Einschränkung zur freien Nut-
zung, zur Weiterverbreitung und zur freien Weiterverwendung zugänglich gemacht werden.
Dies können z.Bsp. Statistiken, Raumordnungspläne, Geodaten, Karten, Pläne, Verkehrsda-
ten, Umwelt- und Wetterdaten, Materialien der Parlamente, Volkszählungsergebnisse, Haus-
haltsdaten oder Satzungen sein.
Die Stadtverwaltung Darmstadt stellt schon jetzt eine Reihe von Daten über den Internet-
auftritt zur Verfügung. Dazu zählen Parlamentsinformationen, statistische Daten (statisti-
sches Jahrbuch), Stadtplan mit vielen Detai linformationen, Bodenrichtwerte, Radwegenetz,
Bebauungspläne, Haushaltsdaten und vieles mehr.
Ein Portal in dem diese Daten zusammengeführt werden existiert zurzeit noch nicht. Au-
ßerdem ist zu klären in welchen Dateiformaten die Daten zur Verfügung gestellt werden
sollen. Hier gibt es verschiedene Gesetzesinitiativen, wie für die Geodaten das Geoinfor-
mationszugangsgesetz, das zukünftig diese Fragen regeln sollen.
Zur Realisierung eines solchen Angebots, ist die Integration der Fachämter notwendig, um
hier die nötige Sensibilität und Bereitschaft für solche Angebote zu wecken. Erste Gesprä-
che hierzu sind erfolgt.
Wenn die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Open Data Angebot bereitstellt, muss für die
einzelnen Daten entschieden werden, ob diese frei zugänglich sein sollen oder nur ein
Zugriff mit Einschränkungen (Zugriff nur für bestimmten Personenkreis z.B. Architekten)
oder wenn diese Daten zur kommerziellen Datenverarbeitung herangezogen werden, die
Daten nur gegen Gebühr abgegeben werden.
Die Belange des Datenschutzes sind zu wahren.
Es wird hier zurzeit empfohlen die Gesetzesinitiativen abzuwarten, um auf einer rechtlich
abgesicherten Grundlage eine Entscheidung treffen zu können.
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- Anliegenmanagement
Auch hier bietet die Firma „Wer|denkt|was“ ein entsprechendes Softwaremodul, das im
Rahmen eines Pilotprojekts schon Ende 2010 eingeführt werden sollte. Aufgrund von ander-
weitigen Überlegungen in den Fachämtern wurde das Projekt zunächst zurückgestellt.
Seit 15.08.2012 hat die neue Bürgerbeauftragte ihre Arbeit aufgenommen. Bürgeranfragen,
Beschwerden und Wünsche werden per Telefon, Fax, Brief und persönlich von der Bürger-
beauftragten entgegengenommen. Die Anliegen werden zeitnah geprüft und mit Unterstüt-
zung der Fachämter beantwortet. Darüber hinaus wird das Online-Projekt „Anliegenmana-
gement“ 2013 erneut aufgegriffen.
- Elektronische Parlamentsarbeit und Livestreaming
„Parlis“ wird als Produkt von der Entwicklerfirma ständig weiterentwickelt und wird mit der
neuen Version auch um eine Reihe von neuen Funktionalitäten erweitert. So zum Beispiel
den „Webkalender für Funktionsträger“, Newsfeed-Funktionalität, Favoritenfunktion und an-
deres mehr. Eine eingehende Stellungsnahme zur Anfrage Parlamentinformationssystem
erfolgt gesondert.
Zur Nutzung von Smartphone und Tablet-Computern befindet sich der Hersteller des Parla-
mentsinformationssystems schon seit geraumer Zeit in der Planungsphase. Die Umsetzung
ist für das laufende Jahr geplant.
In Planung ist folgende Vorgehensweise:
- Smartphones:
An eine App-Entwicklung ist hier nicht gedacht, da diese Geräte über keine ausreichende
Displaygröße verfügen. Geplant ist aber eine verbesserte Informationsdarstellung im Brow-
ser des jeweiligen Smartphones.
- iPad und andere Tablet-Computer mit Android-Betriebssystem
Das iPad bietet aus der Sicht des Herstellers die besten Möglichkeiten zur Unterstützung der
digitalen und papierlosen Gremienarbeit. Die Fa. more! Software GmbH & Co. KG befindet
sich zurzeit in der Projektierung für die Entwicklung einer App, die dem Mandatsträger auch
ein Offline-Arbeiten ermöglichen soll.
Zunächst wird die App-Entwicklung auf der Plattform des iPad (IOS-Betriebssystem) stattfin-
den. Sollte sich am Markt eine Nachfrage auf Basis von Geräten mit Android-Betriebssystem
ergeben wird der Hersteller entsprechend reagieren.
Die Einrichtung einer Internet-Live-Übertragung (LiveStream) während der Stadtverordne-
tenversammlungen ist aus technischer Sicht grundsätzlich möglich.
Diese Dienstleistung kann nicht durch städtisches Personal erbracht werden. Hierzu fehlen
die notwendige Personalkapazität, die entsprechende Fachkenntnis und die nötige techni-
sche Ausstattung.
Für die Realisierung der Internet-Live-Übertragung kann die Wissenschaftsstadt Darmstadt
zwei Alternativen nutzen:
1. In Zusammenarbeit mit der TU Darmstadt, kann im Rahmen einer Projektarbeit mit
Studenten eine Internet-Live-Übertragung durchgeführt werden. Die Kosten hierfür sind
noch nicht bekannt. Die TU hat aber ihr grundsätzliches Interesse an einem solchen Pi-
lotprojekt signalisiert.
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2. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beauftragt einen privaten Dienstleister mit der
Durchführung einer Internet-Live-Übertragung.
Näheres dazu erfolgt in einer gesonderten Vorlage zum Thema „LiveStream“.
- Städtische Webseite
Die Weiterentwicklung der städtischen Webseite ist seit Jahren ein kontinuierlicher Prozess
zwischen dem Redaktionsteam und den beteiligten Fachämtern und muss aufgrund der dy-
namischen Entwicklung der Internetangebote entsprechend fortgeführt werden. Das als Con-
tent Management System eingesetzte Produkt Typo3 lässt sich modular ausbauen, so dass
neue Angebote und Erweiterungen eingebunden werden können.
- Social Media Strategie
Erste Umsetzungen im Social Media Bereich (facebook, Twitter) haben bereits stattgefun-
den. Darmstadt Marketing hat darüber hinaus für sich eine Social Media Strategie entworfen.
Dies ist für den gesamtstädtischen Bereich wesentlich komplexer wird aber auch angestrebt.
- Fortschreibung von Schutzbedarfsfeststellungen
Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie) hat umfangreiche Emp-
fehlungen für die Einrichtung von Sicherheitsstandards in der Verwaltung veröffentlicht. Zur-
zeit sind Sicherheitsregelungen über Dienstvereinbarungen und Rundverfügungen geregelt.
Anhand der BSI Empfehlungen entwickelt die Verwaltung zurzeit eine Sicherheitsleitlinie.
Soweit bei den Projekten personenbezogene Daten verarbeitet werden, wird die städtische
Datenschutzbeauftragte einbezogen.
- Allgemeiner Softwareeinsatz
Softwareentwicklungen speziell für die Wissenschaftsstadt Darmstadt sind aufgrund der er-
heblichen Kosten solcher Projekte kaum umgesetzt worden. Grundsätzlich sind die meisten
Anforderungen durch am Markt verfügbare Produkte abzudecken. Sollten im Einzelfall spe-
zielle Entwicklungen angestrebt werden, ist es möglich im Rahmen der Vertragsgestaltung
den Einsatz von OpenSource Software zu vereinbaren. Es sind die entsprechenden Ver-
tragsmodelle und die Regelungen für den Einsatz von OpenSource Software zu beachten.
Grundsätzlich soll aber verstärkt Open Source Software eingesetzt werden.
Beim Einsatz von Standardsoftware werden in aller Regel die Schnittstellen zum Datenzugriff
für die Stadt offen gelegt. Bei der Vielfalt an Produkten in den unterschiedlichsten Teilberei-
chen der Verwaltung ist aber keine pauschale Aussage zu treffen.
Die Stadt Darmstadt bleibt aber bei den von ihr eingesetzten Verfahren immer Eigner der
Daten. Sollte dies bei Projekten im Rahmen einer Kooperation nicht eindeutig sein wird dies
vertraglich vereinbart.
Darmstadt, den 23.11.2012
Jochen Partsch
Oberbürgermeister
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2012/0465
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 23.11.2012
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00