0940/2026
Bürgereingabe nach § 24 GO – Gefahrenstelle Pflasterhofweg, Köln-Weiß, Aktenzeichen 173/25
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Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung
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Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung Die Anlage Öffentlichkeitsbeteiligung ist allen Beschlussvorlagen der Verwaltung beizufügen. Kreuzen Sie bitte eine der folgenden drei Varianten an und machen Sie entsprechende Angaben dazu. Eine freiwillige Öffentlichkeitsbeteiligung wird nicht vorgeschlagen. Warum wird keine Öffentlichkeitsbeteiligung vorgeschlagen? - Sonstiges Bitte begründen Sie Ihre Entscheidung (Begründung zwingend erforderlich): Die beengten Platzverhältnisse vor Ort und die Vorgaben aus den straßenplanerischen Richtlinien lassen bei einer Umgestaltung des Pflasterhofwegs keinen ausreichenden Gestaltungsspielraum zu. Zudem kann der Zeitpunkt der Planerstellung derzeit nicht in Aussicht gestellt werden.
Anlage 2 Eingabe
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Sehr geehrte Damen und Herren, seit einigen Wochen wird hier in meiner Straße „Pflasterhofweg“ der Gehweg im Bereich der Kleingartensiedlung erneuert. Nachdem die eine Seite nun fertiggestellt wurde, beginnt jetzt die Erneuerung der Gehwegplatten auf der anderen Seite. Es erschließt sich wirklich keinem einzigen Bewohner, weshalb diese Maßnahmen überhaupt vorgenommen wurden. Der Gehweg war völlig intakt und es gab keine einzige Stelle, an welcher man auch nur erahnen konnte, dass hier ein neuer Belag in diesem Umfang hätte aufgebracht werden müssen. Es erinnert geradezu an einen Schildbürgerstreich oder (noch schlimmer) an eine in Köln nicht unbekannte Klüngelei. Wie konnte diese Baumaßnahme überhaupt genehmigt werden, wenn man bei der Stadt Köln seit ca. 8 Jahren eigentlich wissen müsste, dass auf dieser Straße eine derart gefährliche Engstelle besteht, an welcher lediglich auf einer Seite ein einziger Gehweg von nicht einmal 90 Zentimetern vorhanden ist. Hier hat kein Rollstuhl, kein Rollator, kein Kinderwagen, kein Kleinkind mit Rädchen, kein Hundehalter mit Hund, keine zwei Personen nebeneinander Platz zum Gehen, ohne auf die Fahrbahn ausweichen zu müssen, wo eine Armlänge entfernt die Autos mit meist überhöhter Geschwindigkeit an den Menschen vorbeifahren Dieser Straßenabschnitt wurde bereits vor 8 Jahren von den Vertretern aller Parteien nach Besuch vor Ort als höchst gefährlich für Fußgänger eingestuft und das Problem wurde damals auch in der Bezirksvertretung Rodenkirchen als Tagesordnungspunkt behandelt. Es wurde ein Beschluss gefasst, den man als betroffener Bürger nur verstehen kann, wenn man jeglichen gesunden Menschenverstand verloren hat. Es sollten unter anderem mehr Kontrollen (Parken und Geschwindigkeit) durchgeführt werden, weil die PKW nicht nur innerhalb der markierten Stellflächen, sondern vornehmlich außerhalb geparkt wurden. Das führt dazu, dass nicht nur die Sicht massiv eingeschränkt und der Gegenverkehr behindert wird, sondern auch die Ein- und Ausfahrt aus Garagen und einer Stichstraße oft unmöglich wird. Die einzigen Maßnahmen, die aus dem Beschluss umgesetzt wurden, war zum einen die Entfernung eines alten Stromkastens, welcher auf dem viel zu engen Gehweg stand und es wurde für eine Woche lang eine mobile Geschwindigkeitskontrolle eingerichtet, danach war absolute Funkstille. Bis heute ist die Situation für Fußgänger und besonders für Schul-und Kitakinder an dieser in Stoßzeiten viel befahrenen Engstelle lebensgefährlich, bei Dunkelheit noch einmal mehr. Und die Stadt Köln hat nun nichts Wichtigeres zu tun, als auf dieser Straße im weiter hinten gelegenen und mit zwei breiten Gehwegen ausgestatteten Bereich die völlig intakten Gehwege komplett zu erneuern und eine wochenlange Baustelle einzurichten. Wie soll das ein vernünftiger Bürger dieser Stadt noch verstehen? Wer hat hierzu die Genehmigung erteilt und wer trägt für diese sinnlose Geldverschwendung die Verantwortung???Und sollte hier die berühmte Verkehrssicherungspflicht der Stadt Köln als Rechtfertigungsgrund vorgeschoben werden, so wird diese ja eindeutig ad absurdum geführt, wenn man die von mir geschilderte Gefahrensituation an der Engstelle der Straße betrachtet. Es muss und kann ja nicht jede theoretisch mögliche Gefährdung vermieden werden (z.B. Stolpern über Gehwegplatten), sondern nur nahe liegende Gefahren. Grundsätzlich gilt: je höher das geschaffene Gefahrenpotential, desto hochwertiger müssen die Sicherungsmaßnahmen sein. Und wenn es von der Gefahrenquelle zu einer Gefährdung von Kindern kommen kann, so ist besondere Vorsicht geboten. Und hier hat die Stadt Köln bereits seit 8 Jahren eindeutig ihre gebotene Verkehrssicherungspflicht grob verletzt und dies ist eindeutig rechtswidrig. Sie trifft keine erforderlichen Vorkehrungen, damit sich aus der ihr seit langem bekannten Gefahrenquelle keine Gefahren ergeben. Stattdessen werden auf dieser Straße (wahrscheinlich mit Hinweis auf die Verkehrssicherungspflicht) zwei intakte Gehwege mit neuen Platten belegt, während weiter vorne Fußgänger und Kinder täglich auf einem verkehrswidrigen, viel zu schmalen Gehweg von vorbeifahrenden PKW erheblichen Gefahren ausgesetzt sind. Ich fordere die Stadt hiermit nochmals eindringlich auf, endlich ihrer gebotenen Pflicht nachzukommen und auf diesem Straßenabschnitt entsprechende Sicherungsmaßnahmen zu ergreifen. Es müssen nicht umfangreiche und teuere Umgestaltungs-Projekte der ganzen Straße sein, es reichen kleine, kostengünstige, aber effektive Maßnahmen, welche die Verkehrssituation schnell entschärfen und die Gefahr für die Fußgänger drastisch minimieren würden. Welcher kluge Mensch hat in der Verwaltung den Mut, die Verantwortung und das nötige Engagement für innovative Ideen und bürgernahe Anordnungen? Ich habe mittlerweile die Hoffnung auf eine bürgerfreundliche, hilfsbereite und unterstützende Verwaltung leider komplett verloren, weil ich seit Jahren in dieser Angelegenheit keinerlei Unterstützung erfahren habe. Ich bin darüber sehr frustriert, enttäuscht und vor allen Dingen sehr, sehr wütend. Muss ich erst ein Bürgerbegehren oder eine Demo anmelden, um von der Stadt Köln gehört zu werden? Es geht hier ja nicht um mich, sondern um die Sicherheit von Menschen und vor allem von Kindern und auch nicht nur um die meiner eigenen Enkel. Trotz allem hoffe ich immer noch auf Ihr Verständnis und Ihre tatkräftige Unterstützung in dieser Angelegenheit und verbleibe mit freundlichen Grüßen
Beschlussvorlage Bezirksvertretung
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Dezernat, Dienststelle III/66/664/2 Vorlagen-Nummer 0940/2026 Freigabedatum Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bürgereingabe nach § 24 GO – Gefahrenstelle Pflasterhofweg, Köln-Weiß, Aktenzeichen 173/25 Beschlussorgan Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) Gremium Datum Beschluss: Die Bezirksvertretung Rodenkirchen dankt der Petentin für ihre Eingabe, spricht sich aber ge- gen eine Maßnahme aus. Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 27.04.2026 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Auf dem Pflasterhofweg wurde der Gehweg im Bereich zwischen Ensener Weg und Am Ha- gelkreuz im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht instand gesetzt. Zuvor wurden Schäden sowohl vom Straßenkontrolldienst als auch vom zuständigen Mitarbeiter festgestellt. Die angesprochene Engstelle auf den Gehwegen befindet sich außerhalb dieses Bereichs westlich der Einmündung Am Hagelkreuz. In diesem Bereich sind keine Arbeiten im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht erforderlich. Die Engstelle kann nur behoben werden, wenn die Gehwege gemäß dem Beschluss AN/0835/2021 auf einer oder beiden Straßenseiten baulich verbreitert werden. Dies kommt einer vollumfänglichen Umgestaltung des Pflasterhofwegs gleich und erfordert eine umfas- sende planerische Betrachtung. Die Planung befindet sich aufgrund der angespannten finan- ziellen Situation sowie prioritätenmäßig anderer zu bearbeitender Aufgaben und Maßnahmen im langfristigen Arbeitsprogramm. Die Verwaltung kann derzeit keinen konkreten Zeitpunkt be- nennen, zu dem mit der Planungsbearbeitung begonnen wird. Anlagen Anlage 1 Öffentlichkeitsbeteiligung Anlage 2 Eingabe
Anlage 3 Mail der Petentin
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Von: An: Betreff: Datum: Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte Sie hiermit bitten, die oben angegebene Bürgereingabe in der Bezirksvertretung Rodenkirchen zur Beratung zu stellen. Es geht bei der Engstelle am Pflasterhofweg mitnichten um eine „umfassende planerische Betrachtung“, wie es in dem Schreiben der Stadt Köln irreführend heißt, sondern lediglich um eine dringend nötige Verkehrssicherungspflicht, welcher die Stadt seit mehr als 8 Jahren einfach nicht nachkommen will . Der Gehweg muss auch überhaupt nicht umfangreich erweitert werden, sondern zur Sicherheit der Fußgänger und der vielen Schulkinder in diesem Abschnitt würden einfache, kostengünstige und schnell umzusetzende Maßnahmen völlig ausreichen. Hätten die Damen und Herren vom Schadenkontrolldienst statt im hinteren Straßenteil, doch einfach einmal deutlicher und intensiver den vorderen, engen Straßenabschnitt betrachtet, so hätten sie feststellen müssen, dass hier ein gravierender Mangel in Bezug auf die Verkehrssicherungspflicht besteht. Es sind zweifellos keine Stolperfallen auf dem Gehweg zu sehen, aber er ist einfach derart schmal, dass er für Fußgänger keinerlei Sicherheit bietet. Die in Stoßzeiten zahlreichen PKW fahren mehrheitlich mit erhöhtem Tempo eine Armlänge entfernt an Erwachsenen und kleinen Kindern vorbei, die oft mit Kinderwagen, kleinen Rädchen und Rollatoren unterwegs sind. Wo bleibt hier die viel zitierte Verkehrssicherungspflicht der Stadt Köln??? Es würden ganz einfache Maßnahmen ausreichen, die die Autofahrer zum langsamen Vorbeifahren zwingen würden. In sehr vielen Straßen sieht man Aufpflasterungen, runde Metallplatten, Bodenschwellen etc., die den Verkehr drastisch verlangsamen würden. Markierte Parktaschen, die auf jeder Seite versetzt sind und die zum langsamen „Slalomfahren“ zwingen, mehr deutlich sichtbare Beschilderung, effektive Kontrollen und vieles mehr. Es braucht also nicht die riesige umfassende Planung und Umgestaltung. Aber derart einfache, normale Ideen, die dem gesunden Menschenverstand entsprechen und nicht sehr teuer sind, scheinen wohl nicht im Denken der verantwortlichen Köpfe vorzukommen. Der Bürgersteig auf dem hinteren Straßenabschnitt, der letztes Jahr umfangreich und teuer erneuert wurde, hatte definitiv überhaupt keine gravierenden Schäden aufzuweisen (dies bestätigen sämtliche Anlieger), wurde aber trotzdem für alle völlig überraschend und umfangreich saniert und die Stadt begründet diese teure Maßnahme mit der nötigen Verkehrssicherungspflicht. Diese Maßnahme war definitiv und auf jeden Fall völlig unnötig. Aber : Die von mir seit 8 Jahren beanstandete Engstelle ist als Gefahr für Fußgänger mehr als deutlich zu erkennen und wird seit Jahren total ignoriert. Wie kann das sein??? Warum können hier keine pragmatischen, kostengünstigen Lösungen gefunden werden??? Warum wird hier mit zweierlei Maß gemessen??? Ich kann nicht nachvollziehen, mit welcher Hartnäckigkeit in diesem Fall die berechtigten Bürgeranfragen ignoriert bzw. immer wieder mit zweifelhaften Begründungen abgewehrt werden. Und wenn es ein Argument für die berühmte „Verkehrssicherungspflicht“, gibt, dann wäre es doch in diesem Falle gegeben. Wenn (wie letztes Jahr geschehen) ein völlig intakter Gehweg wochenlang komplett neu saniert wird und kein einziger Anwohner auch nicht ansatzweise die Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme (wegen nicht vorhandener Schäden) verstehen kann, aber andererseits eine seit 8 Jahren zigmal beantragte Beseitigung einer offensichtlichen Gefahrenstelle einfach ignoriert und mit nicht nachvollziehbaren Argumenten immer wieder abgelehnt wird, dann muss man sich schon fragen, ob diese Stadtverwaltung eigentlich noch für ihre Bürger da ist oder ob es hier nur um bürokratische Prinzipienreiterei geht und darum, mit fragwürdigen Paragrafen und Verordnungen die Belange der Bürger abwiegeln zu können. Ich fühle mich als sorgende und engagierte Bürgerin dieser Stadt total vor den Kopf gestoßen und ich nenne es einmal im etwas derben Sprachgebrauch: ich fühle mich total verarscht! Vor Jahren kamen etliche Bezirksvertreter aller Parteien zur Ortsbesichtigung hier in den Pflasterhofweg und bestätigten sämtlich die Notwendigkeit einer Behebung dieser Gefahrenstelle. Ein Stromkasten wurde entfernt, eine mobile Geschwindigkeitskontrolle stand eine Woche hier und ansonsten ist nichts passiert. Und dann wundern sich alle über Politikverdrossenheit, ich wundere mich nicht mehr. Ich warte jetzt nur noch auf den Tag, wo sich vielleicht eine Platte auf dem 90 cm Bürgersteig leicht anhebt und dann die Stadt Köln wegen ihrer Verkehrssicherungspflicht eine Arbeitskolonne beauftragt, die diesen leicht defekten, aber viel zu schmalen Bürgersteig wochenlang neu pflastert, damit auch niemand auf diesem netten, kleinen, schmalen Gehweg stolpert. Und wenn dann trotzdem nachher mal ein Fußgänger aus Versehen stolpert und auf die Fahrbahn gerät, auf welcher gerade ein PKW mit erhöhter Geschwindigkeit in Armlänge an ihm vorbeifährt, dann hat dieser arme Verkehrsteilnehmer (oder dieses arme Kind) eben leider verdammtes Pech gehabt. Ich kann das alles nur noch mit Sarkasmus ertragen und bin einfach fassungslos über soviel bürokratische Ignoranz und Untätigkeit. Eine politikverdrossene, zutiefst empörte und wütende Bürgerin dieser Stadt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0940/2026
- Typ
- Beschlussvorlage Bezirksvertretung
- Datum
- 02.04.2026
- Erstellt
- 31.03.2026 12:01