BV1/142/2025/1
Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen im Stadtbezirk 1, Liste B) - Haushalt 2025
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Beschlussvorlage_BV
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BV1/142/2025/1 X öffentlich nicht öffentlich Beschlussvorlage Betrifft: Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen im Stadtbezirk 1, Liste B) - Haushalt 2025 Amt / Institut: Bezirksverwaltungsstelle 1 Beratungsfolge: Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität Bezirksvertretung 1 27.06.2025 Entscheidung Beschlussdarstellung: Die Bezirksvertretung 1 beschließt gemäß § 3 Abs. 2 der Bezirkssatzung folgende Maßnahmen der Instandhaltung und Instandsetzung beziehungsweise der Um -und Erweiterungsbauten. Liste B) städtische Gebäude 1.10.11.111.05.001 52415100 Ansatz: 359.605,- EUR Derzeitige Restmittel: 313.085,- EUR Amt Standort Maßnahme Beschlusssumme 41 Oederallee, Tonhallenbrunnen Erneuerung der 4 Schieber im Erdreich zum Einstellen der Düsen, Schachtdeckel erneuern mit Treppe und Belüftung 50.000,- € 41 Burgplatz, Radschlägerbrunnen Beschichtung 4.000,- € 41 Hofgarten Ananasberg, Märchenbrunnen Kanalsanierung 25.000,- € 41 Ehrenhof, Brunnen Pumpe überprüfen / Schacht erneuern 45.000,- € 41 Thyssenhaus, Gröne Jong, Schalenbrunnen, Tritonenbrunnen Erneuerung Stromanschluss Pumpen 43.000,- € Seite 2 41 Joseph-Beuys-Ufer 27, Nubierin Brunnen Nach Abdichtung und Neubeschichtung wieder in Betrieb nehmen, Verbesserung Schachtsituation, Technik prüfen 15.000,- € 41 Schloss Jägerhof, Brunnen Brunnensanierung 48.000,- € 41 Platz der Deutschen Einheit, Segelbrunnen Erhöhte Reinigungskosten Segel durch notwendiges geändertes Reinigungskonzept, Demontage, Transport und Wiederaufstellung 130.000,- € 68 Hofgarten, Napoleonsberg Bodenplatte als Erinnerungszeichen 1.500,- € Beschlusssumme 361.500,- EUR Restmittel nach Beschluss -48.415,- EUR Sachdarstellung: 1. Tonhallen Brunnen -Erneuerung der 4 Schieber im Erdreich zum Einstellen der Düsen, Schachtdeckel erneuern mit Treppe und Belüftung – ca. 50.000 EUR Aktuell sind die Düsen für den Wasseraustritt nur schwer regelbar, was auf den maroden Zustand der Schieber zurückzuführen ist. Des Weiteren besteht die Notwendigkeit, den Schachtdeckel zu erneuern, da dieser nur mit schwerem Gerät geöffnet werden kann. Dies entspricht nicht den aktuellen Anforderungen an die Arbeitssicherheit gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG). Die zeitnahe Umsetzung dieser Maßnahmen ist dringend erforderlich, um den reibungslosen Betrieb des Brunnens während der Saison zu gewährleisten. 2. Erneuerung der Beschichtung des Radschlägerbrunnens – ca. 4.000 EUR Die Beschichtung des Radschlägerbrunnens ist porös und löst sich an einigen Stellen. Durch die prominente Lage des Radschlägerbrunnens kommen häufiger Bürgeranfragen, die die Optik des Brunnens bemängeln. Die blaue Beschichtung dient über den Schutz und als Dichtung hinaus auch der Optik. 3. Kanalsanierung des Märchenbrunnens im Hofgarten – ca. 25.000 EUR Der Abfluss des Märchenbrunnens ist regelmäßig verstopft, da der Kanal von Wurzeln durchzogen ist. Bislang werden diese wiederkehrend von einer Fachfirma ausgefräst. Diese Vorgehensweise ist jedoch langfristig nicht mehr umsetzbar. Ein Austausch der Leitungen ist notwendig. Um den weiteren Betrieb des Brunnens in 2026 ff. zu gewährleisten, sollten die Arbeiten in der Wintersaison 2025/2026 erfolgen. 4. Überprüfung der Pumpen und Erneuerung des Schachtes für den Brunnen am Ehrenhof – ca. 45.000 EUR Die Pumpe benötigt eine umfassende Überholung. Zusätzlich ist der Austausch des Schiebers zur Wasserregulierung notwendig. Des Weiteren besteht die Notwendigkeit, den Schachtdeckel zu erneuern, da dieser nur mit schwerem Gerät geöffnet werden kann. Dies entspricht nicht den aktuellen Anforderungen an die Arbeitssicherheit gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG). Die zeitnahe Seite 3 Umsetzung dieser Maßnahmen ist dringend erforderlich, um den reibungslosen Betrieb des Brunnens während der Saison zu gewährleisten. 5. Erneuerung des Stromanschlusses für die Pumpen des Schalenbrunnens, des Gröne Jong und des Tritonenbrunnens – ca. 43.000 EUR Der Netzanschluss der Brunnen liegt im Dreischeibenhaus. Die Versorgung wurde bisher vom Eigentümer getragen. Nach dem Eigentümerwechsel wird nun die Rechtslage geprüft. Sollte der aktuelle Eigentümer die Versorgung nicht übernehmen, muss eine neue Zählersäule außerhalb des Gebäudes errichtet werden. Außerdem werden Tiefbauarbeiten bis zu den Brunnen erforderlich. 6. Nubierin Brunnen nach Abdichtung und Neubeschichtung wieder in Betrieb nehmen, Verbesserung der Schachtsituation, Technikprüfung – ca. 15.000 EUR In ihrem Beschluss BV1/018/2021 hatte die Bezirksvertretung am 29.01.2021 die Bereitstellung von 25.000 EUR für die Sanierung/Neubeschichtung des Wasserbeckens am Nubierin Brunnen beschlossen. Ein eventuell entstehender Mehrbedarf wird aktuell noch konkretisiert und gegebenenfalls im Laufe des Jahres nochmal an die BV herangetragen. 7. Schloss Jägerhof, Brunnensanierung – ca. 48.000 EUR Der Brunnen im Garten des Schlosses Jägerhof ist bereits seit einigen Jahren nicht mehr wasserdicht und verliert große Mengen an Wasser, da sich im Putz der Brunnenschale Risse und Schadstellen gebildet haben. Außerdem haben sich Teile der oberen Basaltabdeckung gelöst. Es sind folgende Sanierungsmaßnahmen erforderlich: Der gesamte Putz innerhalb der Brunnenschale muss saniert bzw. aufgearbeitet und teilweise erneuert werden. Die äußere Brunnenabdeckung aus Basaltsteinen muss demontiert bzw. neu verlegt werden. Nach der Sanierung muss das Becken mittels einer hochwertigen und langlebigen Beschichtung auf den Flächen und an den Rohrdurchdringungen abgedichtet werden. Sämtliche Arbeiten werden mit der unteren Denkmalbehörde abgestimmt. 8. Erhöhte Reinigungskosten für das Segel des Segelbrunnens von Prof. Mack am Platz der Deutschen Einheit – ca. 130.000 EUR Am 28. Februar 2020 wurden im Rahmen eines Beschlusses der BV01 aus Liste B 18.000 EUR für den Segelbrunnen bewilligt, die auf ein Angebot einer Restaurierungsfirma zur Reinigung der Kalkablagerungen auf den Edelstahlblechen mittels Trockeneisstrahl-Verfahren abzielten. Die Durchführung der beauftragten Arbeiten musste jedoch unverzüglich wieder eingestellt werden, da es aufgrund der hohen Lärmbelastung zu Beschwerden aus der Nachbarschaft kam. Infolgedessen wurde in Zusammenarbeit mit der Restaurierungsfirma ein neues Reinigungskonzept entwickelt. Ein chemisches Verfahren mit Säure zur Entfernung der Kalkkrusten vor Ort wurde ausgeschlossen, da dies die Marmorsteinplatten im Sockelbereich beschädigen könnte. Auch die Anwendung von Säure in Form von Gelen erwies sich in Reinigungsproben als zu zeitaufwendig. Daher bleibt als Alternative nur die chemische Reinigung in der Werkstatt. Diese ist zwar sehr effektiv, jedoch aufgrund der notwendigen Demontage und des Wiedereinbaus der Edelstahlbleche auch sehr zeitintensiv und logistisch aufwändig. Dies führt zu einer Erhöhung der Kosten. Im Jahr 2024 wurde ein neues Reinigungsangebot in Höhe von 134.500 EUR beauftragt. Die Arbeiten werden derzeit abschnittsweise für jedes Segel durchgeführt. Aufgrund begleitend notwendiger Arbeiten am Steinsockel, wie dem Lösen und Remontieren der Natursteinreihen direkt an den Segeln sowie der Seite 4 Reinigung des Natursteinsockels von Algen, beläuft sich die Gesamtsumme der Reinigungsmaßnahme derzeit auf 165.000 EUR. Die Reinigung des Segelbrunnens ist ein Bestandteil der im Jahr 2024 im Kulturausschuss präsentierten Restaurierungsarbeiten, die im Rahmen des Aktionsplans Kunst im öffentlichen Raum als dringend notwendig erachtet werden. 9. Bodenplatte als Erinnerungszeichen am Napoleonsberg im Hofgarten – ca. 1.500 EUR Im Herbst, passend zum 30.Todestag von Siegfried Strukmeier, soll im Hofgarten als Erinnerungszeichen ein Ahorn am Napoleonsberg gepflanzt werden. Der Baum ist von der Familie des Opfers gemeinsam mit dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt ausgesucht worden. Der Baum passt ins Parkpflegwerk und wird vom Garten-, Friedhofs- und Forstamt finanziert. Darunter soll es eine kleine Bodenplatte mit dem Namen und einem QR-Code geben. Der QR-Code führt dann auf eine Seite mit weiterführenden Informationen. Hintergrund: Am Abend des 2. November 1995 war Siegfried Strukmeier auf dem Heimweg von seiner Arbeitsstätte in einem Einrichtungshaus auf der Heinrich-Heine- Allee. Dieses Mal machte Sigi, wie seine Freunde ihn nannten, noch einen Umweg durch den Hofgarten. Das Areal rund um den Napoleonsberg war und ist ein bekannter Treffpunkt für schwule Männer. Hierhin zog es auch eine Gruppe von vier jungen Männern mit der Absicht „Schwule zu klatschen“. Sigi Strukmeier wurde brutal zusammengeschlagen und von einem der jungen Männer schließlich mit zahlreichen Messerstichen tödlich verletzt. Er starb noch am Tatort.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: abweichend beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- BV1/142/2025/1
- Typ
- Bezirksvertretung Beschlussvorlage
- Datum
- 24.06.2025
- Erstellt
- 24.06.2025 08:42