V/0298/2009
Bericht über die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und schwerbehinderten Menschen Gleichgestellte bei der Stadt Münster
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Daten2008_Anlage zur Vorlage
8938 Zeichen
Anlagen zur Vorlage V/0298/2009
Anlage 1:
1. Beschäftigungsquote der schwerbehinderten Beschä ftigten
5,16 % im Jahr 2004 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.392*
5,34 % im Jahr 2005 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.350*
5,24 % im Jahr 2006 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.232*
5,14 % im Jahr 2007 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.230*
5,14 % im Jahr 2008 – bezogen auf eine Beschäftigungszahl von 4.246*
*) Die Quote kommt zustande aufgrund von Mehrfachanrechnungen einzelner schwerbehinderter Mitarbeiter/innen
In den letzten fünf Jahren waren durchschnittlich
, daher keine geschlechtsspezifischen An-
gaben möglich, wie folgt schwerbehinderte Menschen beschäftigt:
2004 = 227 Schwerbehinderte
2005 = 233 Schwerbehinderte
2006 = 223 Schwerbehinderte
2007 = 218 Schwerbehinderte
2008 = 218 Schwerbehinderte
2. stichtagsbezogene
Struktur der schwerbehinderten Beschäftigten nach Geschlecht
Jahr Gesamtzahl Männer Frauen Quote Frauen
2004 217 117 100 46,0 %
2005 216 119 97 44,9 %
2006 216 117 99 45,8 %
2007 201 111 90 44,8 %
2008 217 118 99 45,6 %
3. stichtagsbezogene
Altersstruktur
Bis 39. Lebens-
jahr
40. - 49. Lebens-
jahr
50. – 59. Lebens-
jahr
60. – 65. Lebens-
jahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Gesamt 29 27 26 57 54 57 120 107 117 10 13 17
Davon
Frauen
17
16
15
32
26
26
47
41
50
3
7
8
2
4. stichtagsbezogene
Struktur nach Laufbahngruppen
Laufbahngruppe 2006 2007 2008
Gesamt Frauen Gesamt Frauen Gesamt Frauen
Einfacher/mittlerer Dienst 152 73 137 60 150 67
Gehobener Dienst 55 24 52 27 58 28
Höherer Dienst 9 2 12 3 9 4
5. Auftragsvergaben Stadt Münster
Jahr Betrag in €
Bemerkungen
2004 * 60.839,24
2005 * 68.462,49
2006 * 69.849,83
2007 * 72.859,26
2008 108.540,21 ohne die Auftragssumme von rd. 36.900 € an
die Westfalenfleiß gGmbH zur Anmietung
von Stellplätzen auf dem Hindenburgplatz in
der Zeit der Weihnachtsmärkte lägen die
Vergaben für das Jahr 2008 bei rd. 71.630 €.
* Auch In den Vorjahren sind entsprechende Mietkosten an die Westfalenfleiß gGmbH gezahlt
worden (2007 = rd. 30.750 €).
6. Präventive Maßnahmen
Ausstattung Ar-
beitsplätze
Ausgaben Zuschüsse
(Zuweisungen aus der
Ausgleichsabgabe)
2006 2007 2008 2006
(€)
2007
(€)
2008
(€)
2006
(€)
2007
(€)
2008
(€)
Schwerbehin-
derte
Menschen
5
11
16
4.520
15.415
32.366
3.900
6.335
3.637
Sonstige
40
30
45
37.980
17.560
32.366
0
0
0
Gesamt
45
41
61
42.500
32.975
64.732
3.900
6.335
3.637
3
Anlage 2 :
1. Wohn- und Stadtbau GmbH
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 56 55 55 59 59,25
Anzahl der sb Beschäftigten * 2 2 2 1,66 2,91
Anzahl männliche sb Beschäftigte ** 1 1 1 2 2
Anzahl weibliche sb Beschäftigte ** 1 1 1 0 1
Quote (Jahresschnitt) erfüllt erfüllt erfüllt Nicht
erfüllt
erfüllt***
* Jahresdurchschnitt / ** Stichtagsbezogen
***Bei Arbeitgebern mit jahresdurchschnittlich 40 b is weniger als 60 Arbeitsplätzen sind
gem. § 71 Absatz 1 in Verbindung mit § 74 Abs. 2 SG B IX zwei Pflichtarbeitsplätze
zur Er-
füllung der Quote ausreichend/erforderlich.
Im Berichtsjahr 2008 erfolgten Auftragsvergaben in Höhe von 93.796,75 €
an Werkstätten
für behinderte Menschen und Blindenwerkstätten. Ein e Ausgleichsabgabe ist aufgrund die-
ser hohen Auftragsvergaben nicht zu zahlen.
2. Stadtwerke Münster
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 1.232 1.091 1.081,3 3 1.057,41 1.033,66
Anzahl der sb Beschäftigten * 75,0 77,6 70,2 67,2 62,1
Anzahl männliche sb Beschäftigte ** 66,75 74 70 69 62
Anzahl weibliche sb Beschäftigte ** 8,25 8 8 6 6
Quote (Jahresschnitt) 6,40 7,11 6,48 6,35 6,0
* Jahresdurchschnitt / ** Stichtagsbezogen
Alters-
struk-
tur
Bis 30. Lebensjahr 31. – 40. Lebensjahr
41. – 50. Lebens-
jahr
Über 50. Lebensjahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
0 0 2 8 6 5 28 33 29 42 36 32
Davon
Frauen
0 0 1 2 2 1 4 4 3 2 0 1
6 Mitarbeiter sind besonders betroffene schwer behi nderte Mitarbeiter im Sinne des § 72
Abs. 1 SGB IX. Im Jahr 2008 waren zwischen 26 und 3 6 Auszubildende beschäftigt. Darun-
ter befand sich eine Person mit Schwerbehinderung.
Im Berichtsjahr 2008 erfolgten Auftragsvergaben in Höhe von 5.303,80 €
an Werkstätten für
behinderte Menschen und Blindenwerkstätten.
4
3. Items GmbH
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 127,5 139,5 139,83 142,58 150,75
Anzahl der sb Beschäftigten * 3,92 6 5 3,33 3,17
Anzahl männliche sb Beschäftigte ** 3,92 6 5 4 4
Anzahl weibliche sb Beschäftigte ** 0 0 0 0 0
Quote (Jahresschnitt) 3,17 3,58 3,51 2,33 2,10
(nicht
erfüllt)
* Jahresschnitt / ** Stichtagsbezogen
Alters-
struk-
tur
Bis 30. Lebensjahr 31. – 40. Lebens-
jahr
41. – 50. Lebens-
jahr
Über 50. Lebensjahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
0 0 0 1 1 0 3 2 2 1 1 2
Im Jahr 2008 waren zwischen 5 und 9 Auszubildende
beschäftigt. Personen mit Schwerbe-
hinderung waren nicht darunter. Aufträge an anerkan nte Werkstätten wurden nicht verge-
ben.
4. Allwetterzoo Münster
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 82,67 84,08 83,0 82 81,83
Anzahl der sb Beschäftigten * 3,5 3,25 4,0 6 6
Anzahl männliche sb Beschäftigte ** 2,5 2,0 2,0 4 4
Anzahl weibliche sb Beschäftigte ** 1 1,25 2,0 2 2
Quote (Jahresschnitt) 4,23 3,86 4,82 7,32 7,33
* Jahresschnitt / ** Stichtagsbezogen
Alters-
struk-
tur
Bis 30. Lebensjahr 31. – 39. Lebens-
jahr
40. – 50. Lebens-
jahr
Über 50. Lebens-
jahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
0 0 0 0 0 0 1 1 0 3 5 6
Davon
Frauen
0 0 0 0 0 0 1 0 0 3 2 2
Aufträge an anerkannte Werkstätten wurden nicht ve rgeben.
5
5. FMO GmbH
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 286 288 295 296 294
Anzahl der sb Beschäftigten ** 8 8 15 13 13
Anzahl männliche sb Beschäftigte ** 5 5 10 8 8
Anzahl weibliche sb Beschäftigte ** 3 3 5 5 5
Quote (Jahresschnitt) 2,79 2,77 5,09 4,39 4,42
(nicht
erfüllt)
* Jahresschnitt / ** Stichtagsbezogen
Aufträge an anerkannte Werkstätten wurden nicht vergeben.
Alters-
struk-
tur
Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens-
jahr
50. – 59. Lebens-
jahr
Über 60. Lebensjahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
2 1 1 5 5 4 6 5 6 2 2 2
Davon
Frauen
1 1 1 2 2 1 2 2 3 0 0 0
6. Halle Münsterland
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 42,33 Bis 59 Bis 59 Bis 59 51,58
Anzahl der sb Beschäftigten 1 1 2 2 0
Anzahl der männlichen sb Beschäftigten 1 1 2 2 0
Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 0 0 0 0 0
Quote (Jahresschnitt) Nicht er-
füllt*
Nicht er-
füllt*
erfüllt* erfüllt* Nicht
erfüllt *
*Bei Arbeitgebern mit jahresdurchschnittlich 40 bis weniger als 60 Arbeitsplätzen sind gem.
§ 71 Absatz 1 in Verbindung mit § 74 Abs. 2 SGB IX zwei Pflichtarbeitsplätze zur Erfüllung
der Quote erforderlich. Die zwei bislang beschäfti gten Schwerbehinderten sind im Laufe
des Jahres 2007 ausgeschieden. Neueinstellungen sind nicht erfolgt.
Aufgrund der im Berichtsjahr 2008 erfolgten Auftrag svergaben in Höhe von 7.924,74 € an
Werkstätten für behinderte Menschen und Blindenwerk stätten wurde eine Ausgleichsabga-
be in Höhe von 357,63 € gezahlt.
Alters-
struk-
tur
Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens-
jahr
50. – 59. Lebensjahr 60. – 64. Lebens-
jahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
0 0 0 1 1 0 1 1 0 0 0 0
6
7. Verkehrsservice Gesellschaft Münster mbH
2004 2005 2006 2007 2008
Anrechenbare Arbeitsplatzzahl * 76,67 96,08 97,58 9 0,66 88,58
Anzahl der sb Beschäftigten * 0,42 1 1 1,66 2,33
Anzahl der männlichen sb Beschäftigten * 0,42 1 1 1 ,66 2,33
Anzahl der weiblichen sb Beschäftigten 0 0 0 0 0
Quote (Jahresschnitt) Nicht
erfüllt
nicht
erfüllt
Nicht
erfüllt
1,83
(nicht
erfüllt)
2,63
(nicht
erfüllt)
* Jahresschnitt.
Im Laufe des Jahres 2008 sind 2 Schwerbehinderte au sgeschieden, so dass aktuell nur
noch 1 Schwerbehinderter beschäftigt ist.
Aufträge an anerkannte Werkstätten wurden nicht ver geben, dafür wurde eine Ausgleichs-
abgabe in Höhe von 4.500 € gezahlt.
Alters-
struk-
tur
Bis 39. Lebensjahr 40. – 49. Lebens-
jahr
50. – 59. Lebens-
jahr
60. – 64. Lebens-
jahr
2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008 2006 2007 2008
Ge-
samt
1 1 1 0 0 0 0 1 1 0 1 1
Auszubildende waren im Jahr 2008 nicht beschäftigt.
Berichtsvorlage
15341 Zeichen
V/0298/2009 DER OBERBÜRGERMEISTER Personal- und Organisationsamt Betrifft Bericht über die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen und schwerbehinderten Menschen Gleichgestellte bei der Stadt Münster Beratungsfolge 09.06.2009 Kommission zur Förderung der Integration von Menschen mit Behinderungen Bericht 17.06.2009 Ausschuss für Personal, Recht und Ordnung Bericht 24.06.2009 Hauptausschuss Bericht Bericht: 1. Einleitung Der Haupt- und Finanzausschuss hat mit Beschluss vom 10.12.2003 die Verwaltung beauf- tragt einen jährlichen Bericht über die Beschäftigungssituation der schwerbehinderten Men- schen bei der Stadt Münster und ihrer Beteiligungen zu erstellen. 2. Beschäftigungsquote und Struktur der schwerbehinderten Beschäftigten / Auftrags- vergaben Die Stadt Münster hat im Jahr 2008 die gesetzlich geforderte Beschäftigungsquote in Höhe von 5,14 % erfüllt (siehe Anlage 1 ). Eine Ausgleichsabgabe ist daher für das Jahr 2008 nicht zu entrichten. Im Laufe des Jahres 2008 sind 16 schwerbehinderte Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen aus dem Dienst der Stadt Münster ausgeschieden. In sieben Fällen wurde entweder der Ausweis nicht verlängert, die Wochenstunden reduziert oder es verringerte sich der Grad der Schwerbe- hinderung auf unter 50 %. Dem gegenüber stehen zehn Zugänge durch Erhöhung der Wo- chenstunden, Steigerung des Grades der Schwerbehinderung auf über 50 % sowie durch Neueinstellungen (hierbei sind auch die vier schwerbehinderten Beamten/Beamtinnen be- rücksichtigt, die im Zuge der Verlagerung der ehemaligen Versorgungsverwaltung sowie der Kommunalisierung von Aufgaben des Umweltrechts zur Stadt Münster gewechselt sind). In 18 Fällen wurde ein Schwerbehindertenausweis neu ausgestellt. Die Auftragsvergaben an anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen beziehungswei- se an Blindenwerkstätten sind dem Grunde nach strukturell gleichgeblieben. Sie betrugen Vorlagen-Nr.: V/0298/2009 Auskunft erteilt: Herr Goerke Ruf: 492 11 00 E-Mail: Goerke@stadt-muenster.de Datum: 27.04.2009 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0298/2009 im Jahr 2008 insgesamt 108.540,21 €. Erstmalig enthält diese Summe auch die Anmie- tungskosten für die Busstellplätze auf dem Hindenburgplatz zu den Weihnachtsmärkten. Irr- tümlich wurde dieser Betrag in den Vorjahren nicht gemeldet. Die Auftragsvergaben der Stadt Münster bewegen sich damit seit Jahren auf einem vergleichbaren Niveau. Hinsichtlich der strukturellen Verteilung der schwerbehinderten Beschäftigten sowie der An- gaben zu den Auftragsvergaben wird auf die Anlage 1 verwiesen. 3. Maßnahmen zur Förderung, Integration, Fortbildung und Einstellung von schwer be- hinderten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen • Innerhalb der Stadtverwaltung ist die Integration und Förderung schwerbehinderter Mitar- beiter und Mitarbeiterinnen sowie von Behinderung Bedrohter weiterhin gelebter Alltag. Das spiegelt sich wider in: ¾ den finanziellen Aufwendungen für die behindertengerechte Ausstattung von Ar- beitsplätzen, die im Jahr 2008 um knapp 100 % gestiegen sind ( siehe Ziffer 6 der Anlage 1). ¾ den bewilligten Anträgen von Menschen mit Behinderung auf Teilzeitarbeit. Im Berichtsjahr sind 17 Mitarbeiter/innen mit der von ihnen gewünschten reduzierten Arbeitszeit eingesetzt. ¾ den bewilligten Anträgen von Menschen mit Behinderung auf Altersteilzeit. Im Berichtsjahr nehmen 6 Mitarbeiter/innen Altersteilzeit in Anspruch. ¾ der weiterhin erfolgreichen Arbeit des Integrationsteams • Die Stadtverwaltung sowie die Vertrauensfrau der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter veröffentlichen weiterhin aktuelle Informationen in der Mitarbeiterzeitung „Forum intern“ sowie im Intranet der Stadt Münster. Nach wie vor erweist sich dabei ins- besondere das Intranet als sehr effektiv. • Die Zahl der externen Ausschreibungen konnte gegenüber 2007 erneut gesteigert wer- den. Im Jahr 2008 wurden insgesamt 90 Stellen – davon 14 unbefristet – besetzt. Dem- entsprechend stieg auch die Zahl der Bewerbungen auf 1.740 an. Von diesen 1.740 Be- werbungen stammten jedoch nur 16 von schwerbehinderten Menschen . Mit einer Anzahl von drei Neueinstellungen liegt die Einstellungsquote deutlich höher als bei den nicht schwerbehinderten Personen. Die drei Ei nstellungen der schwerbehinderten Menschen erfolgten für den Verwaltungsbereich (2 Frauen) sowie für den Erziehungsdienst (1 Frau). Die Vertrauensfrau der Schwerbehinderten wird in alle Auswahlverfahren einbezogen, bei denen Bewerbungen von Menschen mit Behinderungen vorliegen. Sämtliche Entschei- dungen im Laufe eines Verfahrens werden nur nach Absprache mit ihr getroffen. Auch so ist sichergestellt, dass in unseren Auswahlverfahren Menschen mit Behinderungen nicht benachteiligt werden. Nach wie vor gilt: Alle Ausschreibungstext e werden seit Ende des Jahres 2001 mit folgen- dem Hinweis versehen: „Bewerbungen geeigneter schwerbehinderter Frauen und Männer sind ebenfalls ausdrücklich erwünscht.“ Schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern wird Gelegenheit zur persönlichen Vorstellung gegeben, auch wenn Teile des Anforderungspro- fils auf Grund der Behinderung nicht erfüllt werden. Ob und ggf. durch welche organisatorischen und/oder technischen Maßnahmen auf die Er- füllung dieses Anforderungsprofils verzichtet werden kann, wird bereits im Vorfeld der Bewerbung geprüft. 3 V/0298/2009 Stellenausschreibungen werden seit 2003 elektronisch der Arbeitsagentur übermittelt und stehen dort über das Inte rnetportal der Bundesagentur für Arbeit bundesweit Bewerberinnen und Bewerbern zur Verfügung. Zusätz- lich werden die städtischen Sonderschulen über zu besetzende Ausbil- dungsstellen informiert. • Im Jahr 2008 sind insgesamt 36 Anwärter/innen bzw. Auszubildende in 14 verschiedenen Berufen / Ausbildungsgängen eingestellt worden. Dazu gehören: ¾ Bauzeichner/in ¾ Brandmeisteranwärter/in ¾ Ausbildungskräfte nach dem Coesfelder Modell * ¾ Diplom-Verwaltungswirt/in bzw. Diplom-Verwaltungsbetriebswirt/in * ¾ Fachangestellte/r für Bäderbetriebe ¾ Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste * ¾ Fachinformatiker/in * ¾ Informatikkauffrau/mann ¾ Kfz-Mechatroniker/in ¾ Lebensmittelkontrolleur/in ¾ Maskenbildner/in ¾ Straßenbauer/in ¾ Vermessungstechniker/in *) Für diese Ausbildungsbereiche lagen Bewerbungen von Schwerbehinderten bzw. Gleichgestellten vor. Insgesamt gingen für den Ausbildungsbereich 1.449 Bewerbungen ein, nur 17 davon wa- ren von Schwerbehinderten bzw. Gleichgestellten. Von diesen 17 Bewerber/innen haben drei während des Auswahlverfahrens ihre Bewerbung zurück gezogen. Es konnten leider keine schwerbehinderten Ausbildungskräfte eingestellt werden. Einer der eingestellten Ausbildungskräfte hätte die Schwerbehinderteneigenschaft beantragen können (Diabe- tes), hat dies jedoch bisher abgelehnt. Alle Förderschulen des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe, die Integrationsfach- dienste sowie das Berufsförderungswerk Maria Veen werden über die Ausschreibungen informiert. Die Ausbildungsleiterin der Stadt Münster bietet regelmäßig und ausdrücklich allen Münsteraner Schulen an, persönlich in die Schule zu kommen, um die Schüler/innen direkt zu informieren. Das Angebot wird jedoch kaum wahrgenommen. Nach wie vor gilt: Bei Einstellungen zu Ausbildungszwecken wird bei schwerbehinderten Bewerberinnen und Bewerbern jeweils die 1. Stufe des Auswahlverfah- rens übersprungen. Beispielhaft erfolgen so Einladungen für ein Vorstel- lungsgespräch unabhängig vom Noten durchschnitt. Notwendige Hilfsmit- tel werden im Auswahlverfahren und im weiteren Verlauf der Ausbildung selbstverständlich zur Verfügung gestellt. Auch im Ausbildungsbereich wird die Vertrauensfrau der schwerbehinder- ten Menschen in alle Verfahren, in denen Bewerbungen von schwerbe- hinderten Menschen vorliegen, einbezogen. Alle Entscheidungen erfolgen auch hier nur mit ihrem Einverständnis. Zwei schwerbehinderte Auszubildende haben in 2008 ihre Ausbildung beendet. Eine Kraft hat einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum 31.12.2010 erhalten. Die andere Kraft ist zu einem anderen Dienstherrn gewechselt. 4 V/0298/2009 • Im Gegensatz zum Jahr 2007 konnte die Anzahl der mit schwerbehinderten Menschen besetzten Praktikumsplätze im Jahr 2008 von 5 auf 8 erhöht werden. Insgesamt lagen 11 Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen vor, zwei der Bewerber/innen haben den zugesagten Praktikumsplatz nicht angetreten und ihre Bewerbung zurück gezogen. Es musste erfreulicherweise nur eine Absage von Seiten der Verwaltung ausgesprochen werden. Diese Absage war darin begründet, dass im gewünschten Einsatzbereich bereits ein Praktikant sowie Ausbildungskräfte angeleitet wurden und damit die Betreuungskapa- zitäten in dem Bereich erschöpft waren. In nahezu allen Bereichen der Verwaltung - vom Amt für Bürgerangelegenheiten über das Amt für Finanzen, Beteiligungen und Liegen- schaften, das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, das Tiefbauamt bis zu den Ab- fallwirtschaftsbetrieben - wurden Praktikumsplätze besetzt. 4. Beschäftigungssituation schwerbehinderter Menschen bei den städtischen Beteili- gungen / Auftragsvergaben Bei 7 Beteiligungen wurden - wie schon in den vergangenen Jahren - die Angaben zur Be- schäftigungssituation der schwerbehinderten Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erfragt. Das sind die Beteiligungen, bei denen die Stadt Münster ganz oder überwiegend beteiligt ist bzw. die für die Stadt Münster von besonderer Bedeutung sind. An den übrigen Beteiligun- gen ist die Stadt Münster geringfügiger, teilweise nur mit 1 % beteiligt. Auch gibt es Beteili- gungen - wie zum Beispiel die Westfälische Bauindustrie (WBI) -, die weniger als 20 Arbeit- nehmer/innen beschäftigen, so dass eine Pflicht zur Beschäftigung Schwerbehinderter nach dem SGB IX gar nicht besteht. Unabhängig davon ist einer der 14 dort beschäftigten Kräfte schwerbehindert. Die sieben relevanten Beteiligungen sind nach wie vor: ¾ Wohn- und Stadtbau GmbH ¾ Stadtwerke Münster GmbH ¾ Gesellschaft für Informationstechnologie, Kommunikation und Organisation Münster mbH (items GmbH) ¾ Westf. Zoologischer Garten Münster GmbH (Allwetterzoo Münster) ¾ FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH (einschließlich Tochtergesellschaften) ¾ Halle Münsterland GmbH ¾ Verkehrsservice Gesellschaft mbH Die Ergebnisse sind in der Anlage 2 aufgeführt. Die Auftragsvergaben an staatlich anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen belau- fen sich bei diesen städtischen Beteiligungen auf insgesamt 107.025,29 €. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Auftragsvergaben um rd. 20.000 € zurück. Nach wie vor gilt: Die Stadtverwaltung Münster hat bei den städtischen Beteiligungen keinen direkten Einfluss auf die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen beziehungsweise auf die Höhe der Auftragsvergaben. Hier besteht allein die Möglichkeit, die Thematik von Seiten der KIB in die entsprechenden Aufsichtsräte einzubringen. 5. Ausblick Die Zahl der schwerbehinderten Beschäftigten bleibt annähernd stabil. Die Integration in den Arbeitsalltag gelingt weiterhin auch unter den schwierigeren Bedingungen, die sich in den 5 V/0298/2009 letzten Jahren im Rahmen der Haushaltskonsolidierung in allen Bereichen ergeben haben. Die Zahl der externen Ausschreibungen konnte erneut gesteigert werden. Entsprechend dem Auftrag des Hauptausschusses aus dem Jahr 2006 hat die Verwaltung die Ämter als auch die städtischen Beteiligungen gebeten, bei Auftragsvergaben verstärkt die Werkstätten für behinderte Menschen einzubeziehen. Dazu ist ein Rundschreiben an alle Ämter aufgelegt worden. Ebenso wurden im März 2008 erneut die städtischen Beteiligungen angeschrieben und für die Auftragsvergaben an Werkstätten sensibilisiert. Auf Anregung der Kommission zur Förderung der Menschen mit Behinderungen wurden im Sommer 2008 nochmals alle Ämter und Einrichtungen angeschrieben und darüber informiert, welche aner- kannten Werkstätten grundsätzlich für Auftragsvergaben zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wurde dabei auf die Web-Seite „www.werkstaetten-im-netz.de verwiesen, die einen vollstän- digen Nachweis aller staatlich anerkannten Werkstätten beinhaltet. Trotz dieser Maßnahmen konnte eine Steigerung der Vergaben nicht realisiert werden. Dies liegt - wie in den Vorjah- ren schon berichtet - auch darin begründet, dass die Werkstätten immer wieder auch Aufträ- ge ablehnen müssen, da sie an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Diese Rückmeldungen lie- gen weiterhin von verschiedenen Ämtern/Beteiligungen vor. Aktuell sind die internen Ausschreibungs- und Vergaberichtlinien der Stadt Münster geändert worden. Unter anderen ist die folgende Ziffer 7.5 eingefügt worden, die entsprechend zu be- achten ist: „7.5 Bevorzugte Berücksichtigung von anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und Blindenwerkstätten bei der Vergabe öffentlicher Aufträge ( § 141 SGB IX) Die Stadtverwaltung Münster hat sich der Förderung von Menschen mit Behinderun- gen verpflichtet. Gem. § 141 Sozialgesetzbuch, 9. Buch (SGB IX) sind Aufträge der öffentlichen Hand, die von anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) oder Blindenwerkstätten ausgeführt werden können, diesen bevorzugt anzubieten. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie hat in der „Richtlinie für die Berücksichtigung von Werkstätten für Behinderte und Blindenwerkstätten bei der Ver- gabe öffentlicher Aufträge“ festgelegt, wie dies erfolgen kann. Ist das Angebot einer der anerkannten Einrichtungen ebenso wirtschaftlich wie das eines nicht aus anderen Gründen zu bevorzugenden Bieters/Bieterin, so ist der Ein- richtung der Zuschlag zu erteilen. Dies gilt auch dann, wenn der Angebotspreis der Einrichtung das des Mitbewerbers um nicht mehr als 15 % übersteigt. Die Bieter/-innen sind bei Ausschreibungen durch entsprechende Textpassagen auf dieses Verfahren hinzuweisen.“ Es besteht die begründete Hoffnung, dass sich die Änderung positiv auf die Vergaben der Stadt Münster auswirken wird. Die Arbeitsplätze der Schwerbehinderten werden im Rahmen der begleitenden Hilfen im Arbeitsleben nach dem SGB IX behindertenger echt ausgestattet. Als präventive Maßnahme werden auch die Arbeitsplätze der Mitarbeiter/innen ohne anerkannte Schwerbehinderung ausgestattet, wobei im Rahmen der Bedarfsprüfung für diesen Personenkreis die Arbeitsme- diziner des Gesundheitsamtes mit einbezogen werden. Die Leistungen der Stadt Münster bewegen sich damit weit über dem gesetzlichen Pflichtrahmen. 6 V/0298/2009 Trotz der gestiegenen Anzahl von externen Ausschreibungen kann eine nachhaltige und erhebliche Steigerung der Beschäftigungszahlen schwerbehinderter Menschen nur im Rah- men von gezielten Beschäftigungsförderungsmöglic hkeiten erreicht werden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn hierfür zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt werden. Ungeachtet dessen ist die erfolgreiche Arbeit des Integrationsteams bei personen-, verhal- tens- oder betriebsbedingten Schwierigkeiten im Arbeitsverhältnis ausdrücklich hervor zu heben. In Vertretung Dr. Heinrichs Anlagen: Anlage 1 Anlage 2
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Vorlagen-Nr.
- V/0298/2009
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.05.2009
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37