Mandari Insight

V/0062/2022

Variantenuntersuchung zur Verbesserung der Radverkehrsführung am Aegidiitor

Vorlagen 02.03.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Verkehr und Mobilität, Sitzung am 30.03.2022, TOP 6.4

Anlage A

· application/pdf

Ansehen

Anlage 2: Lagepläne zur Variantenuntersuchung

· application/pdf

Ansehen

Anlage 1: Prüfergebnis

· application/pdf

Ansehen

Beschlussvorlage

· application/pdf

Ansehen

Anlage A

1842 Zeichen

Anlage A zur V/0062/2022
Kurzüberblick
Die Variantenuntersuchung „Aegidiitor“ stellt mehrere Planungsvarianten gegenüber um die
bestmögliche und komfortable Wegeverbindung zwischen Bismarckallee und Promenade sowie
im weiteren Verlauf der Promenade herauszustellen.
Ziele/Teilziele/Zielerreichung
 Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität
weiterentwickeln:
 mit hoher Umwelt- und Naturqualität
 mit breitem Freizeit- und Sportangebot
 mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft
Finanzierung
Produktgruppe: 1201 Bereitstellung von Verkehrsflächen und -anlagen
Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja X Nein
Auswirkungen auf den Finanzplan Ja X Nein
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja X Nein teilw.
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan 2023 enthalten? Ja X Nein teilw.
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja X Nein
Bereits veranschlagt? Ja X Nein
Pflichtigkeitsgrad
Die Maßnahme/Leistung ist vollständig
pflichtig
überwiegend
pflichtig
X überwiegend
freiwillig
vollständig
freiwillig
Rechtliche Grundlagen:
Grundgesetz (GG), Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Bundesfernstraßengesetz (FStrG),
Straßen- und Wegegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen (StrWG NRW)
Beeinflussbarkeit der finanziellen Auswirkungen:
Eine Reduzierung der finanziellen Auswirkungen ist nicht möglich bzw. ist der in der Vorlage
aufgeführten Reduktionsvariante zu entnehmen.
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)
Die Querschnittsthemen Klimaschutz und Demographie sind durch geplante
Radverkehrsmaßnahmen maßgeblich berührt, denn Radverkehrsförderung ist ein zentrales
Instrument zur Stärkung von Klimafreundlicher Mobilität bei gleichzeitig steigenden
Bevölkerungszahlen.

Anlage 2: Lagepläne zur Variantenuntersuchung

1259 Zeichen

11.03.2022 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
ANLAGENTEIL  
 
 
Variantenuntersuchung 
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer 
Allee / Bismarckallee in Münster

PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
 
 
 
 
 
Auftraggeber 
Stadt Münster 
Albersloher Weg 33 
48155 Münster 
 
 
Verfasser 
nts Ingenieurgesellschaft mbH 
Hansestraße 63 
48165 Münster 
T. 025 01  27 60 – 0 
F. 025 01  27 60 – 33 
info@nts-plan.de 
www.nts-plan.de 
 
 
Ansprechpartner 
Olaf Timm  
T. 025 01 27 60 – 20 
olaf.timm@nts-plan.de  
 
 
 
 
 
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gl eichzeitige Verwendung der Sprachformen 
männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. S ämtliche Personenbezeichnungen gelten 
gleichermaßen für alle Geschlechter. 
 
 
 
 
O:\Münster, Stadt\Aegidiitor\16 Dokumentation\05 Berichte\2022-03-10_VU_Aegidiitor_Anlagenteil.docx

Anlagenteil zur Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster 2 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Anlagenverzeichnis  
 
1. Lageplan Bestand 
2. Lageplan Variante 1 
3. Lageplan Variante 2 
4. Lageplan Variante 3  
5. Lageplan Variante 4 
6. Lageplan Variante 5 
7. Lageplan Variante 6 
8. Lageplan Variante 7 
9. Lageplan Variante 8

Anlage 1: Prüfergebnis

71768 Zeichen

11.03.2022 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Variantenuntersuchung 
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer 
Allee / Bismarckallee in Münster

PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
 
 
 
 
 
Auftraggeber 
Stadt Münster 
Albersloher Weg 33 
48155 Münster 
 
 
Verfasser 
nts Ingenieurgesellschaft mbH 
Hansestraße 63 
48165 Münster 
T. 025 01  27 60 – 0 
F. 025 01  27 60 – 33 
info@nts-plan.de 
www.nts-plan.de 
 
 
Ansprechpartner 
Olaf Timm  
T. 025 01 27 60 – 20 
olaf.timm@nts-plan.de  
 
 
 
 
 
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen 
männlich, weiblich und divers (m/w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten 
gleichermaßen für alle Geschlechter. 
 
 
 
 
O:\Münster, Stadt\Aegidiitor\16 Dokumentation\05 Berichte\2022-03-10_VU_Aegidiitor.docx

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster 2 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Inhalt  
1. Ausgangssituation .................................................................................................................... 5 
2. Aufgabenstellung .................................................................................................................... 11 
3. Prämissen für die Planung ..................................................................................................... 12 
4. Verkehrsdaten ........................................................................................................................ 14 
4.1. Ermittlung einer Prognosebelastung 2035 Prognose-0-Fall .................................................. 16 
5. Unfalldaten ............................................................................................................................. 18 
6. Alternative Wegeverbindungen und Lösungen ...................................................................... 20 
7. Planungsvarianten .................................................................................................................. 29 
8. Vergleich der Varianten .......................................................................................................... 42 
9. Fazit ........................................................................................................................................ 46 
10. Literaturverzeichnis ................................................................................................................ 49

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  3 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Abbildungen 
Abbildung 1: Übersichtskarte mit Kennzeichnung des Untersuchungsgebietes [1]  ............................. 6 
Abbildung 2: Untersuchungsgebiet [1] .................................................................................................. 7 
Abbildung 3: Untersuchungsgebiet Aegidii Bestand ............................................................................. 8 
Abbildung 4: Verkehrsbeobachtung Aegidii Bestand (Blick Richtung Süden) ...................................... 9 
Abbildung 5: Überlagerung einer historischen Karte mit einer Grundkarte [1]  ..................................... 9 
Abbildung 6: Visualisierung einer Radwegebrücke über die Weseler Straße  .................................... 10 
Abbildung 7: Radverkehrsmatrix Rad/24h [2] korrigierte Fassung ..................................................... 14 
Abbildung 8: Verkehrsbelastung Stadt Münster Analyse 2019 ........................................................... 15 
Abbildung 9: Buslinienplan Stadt Münster 2021 [7] ............................................................................ 17 
Abbildung 10: Unfalldaten Aegidiistraße/Promenade 2018-2020 [8] .................................................. 18 
Abbildung 11: Unfalldaten 2021 Aegidiistraße/Promenade [8] ........................................................... 19 
Abbildung 12: Unfalldaten Weseler Straße/Aegidiistraße 2021 [8] ..................................................... 19 
Abbildung 13: Zusätzliche Radwegeverbindung von der Promenade Ost zur Bismarckallee [1]  ....... 20 
Abbildung 14: Konflikt mit Nutzung als Spielfläche und ortsprägenden Solitärbäumen  ..................... 21 
Abbildung 15: Konflikt mit Nutzung als Aufenthalts- und Erholungsfläche ......................................... 21 
Abbildung 16: Konflikt mit vorhandener Treppenanlage ..................................................................... 22 
Abbildung 17: Wegeverbindung über historische Promenadenführung [1]  ........................................ 22 
Abbildung 18: Nutzung einer vorhandenen Treppenanlage ............................................................... 23 
Abbildung 19: Wegeführung durch die Gräfte [1] ................................................................................ 24 
Abbildung 20: vorhandene Wegeführung durch die Gräfte mit 3,2 m Höhendifferenz ....................... 24 
Abbildung 21: Konflikte mit dem Baumbestand .................................................................................. 25 
Abbildung 22: Zusätzliche Verbindung zur Aegidiistraße [1] .............................................................. 25 
Abbildung 23: Vorhandene Treppenanlage von der Promenade Ost zur Wallgasse  ......................... 26 
Abbildung 24: Zusätzliche Wegeverbindung durch die Grünfläche [1] ............................................... 26 
Abbildung 25: Zusätzliche Wegeverbindung durch die Grünfläche .................................................... 27 
Abbildung 26: Querungsbedingungen für Fußgänger......................................................................... 28 
Abbildung 27: Rückbau der Weseler Straße auf 4 Fahrspuren .......................................................... 29 
Abbildung 28: Makroskopische Auswirkungen der Variante 1 ............................................................ 31 
Abbildung 29: Rückbau der Weseler Straße auf 5 Fahrspuren .......................................................... 32 
Abbildung 30: Rückbau der Weseler Straße auf 6 Fahrspuren .......................................................... 33 
Abbildung 31: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Adenauerallee wie im 
Bestand ........................................................................................................................ 34 
Abbildung 32: Variante 5, Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Optimierung der 
Promenade ................................................................................................................... 35

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  4 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Abbildung 33: Variante 6, Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Signalanlage 
Bismarckallee ............................................................................................................... 35 
Abbildung 34: Optimierung des Bestandes und Signalisierung der Promenade über die Aegidiistraße
 ..................................................................................................................................... 36 
Abbildung 35: Begradigung und Signalisierung der Promenade über die Aegidiistraße  .................... 36 
Abbildung 36: Optimierung des Bestandes und Flyover ..................................................................... 39 
 
 
Tabellen 
Tabelle 1: Verkehrsbelastungen, Analyse 2019 (Summe der zufließenden Verkehre am 
Knotenpunkt) ................................................................................................................ 15

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  5 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
1. Ausgangssituation  
Der Bereich Aegidiitor in Münster ist einer der am höchsten belasteten Knotenpunkte in Münster. Die 
Summe der zufließenden Verkehr e liegt bei 3 5.000 Kfz/24h , 30.000 Rad/24h und 20.000 
Fußgänger/24h.  
 
Der Promenadenring in Münster hat al s ehemaliger Befestigungswall der Altstadt von Münster heute 
auch eine hohe Bedeutung für den Radverkehr. Insbesondere in den östlichen Abschnitten hat der 
Promenadenring mit teilweise über 20.000 Rad/24h eine wichtige Verteilungs - und 
Verbindungsfunktion für den Radverkehr  und somit für den Gesamtverkehr der Stadt . Der westliche 
Promenadenring hat für den Radverkehr eine deutlich geringere Bedeutung. Der bis vor zwei Jahren 
als Bundesstraße klassifizierte Straßenzug Weseler Straße / Am Stadtgraben als eine von zwei 
Sekanten des Promenadenrings hat eine trennende Wirkung für den Radverkehr im Bereich des 
Aegidiitors und im Bereich des Neutors. Die Weseler Straße und die Straße „Am Stadtgraben“ wurden 
nun als Kreisstraße zurückgestuft. 
 
Die Stadtregion Münster plant zurzeit ein Velorouten-Netz, welches die Umlandgemeinden sternförmig 
mit dem Promadenring verbindet. Ziel ist es, unterhalb von Radschnellwegen (die es in Münster noch 
nicht gibt) aber oberhalb von Hauptrouten und Nebenrouten des Radverkehrs eine zusätzliche 
Netzhierarchie einzuführen. Kompromisse in den Ausbaustandards gegenüber Radschnellwegen 
sollen zu einer höheren Umsetzungsgeschwindigkeit führen und dennoch attraktive 
Reisegeschwindigkeiten für den Radverkehr ermöglichen. Der Radfahrer i n Münster legt heute im 
Mittel Entfernungen um 3,5 km zurück. Ziel dieser Planungen ist, Entfernungen von bis zu 10 km und 
darüber hinaus zu ermöglichen. Damit solche Wege in 30 Minuten zurückgelegt werden können, 
müssen mittlere Reisegeschwindigkeiten von 20 km/h erreicht werden . Die Verlustzeiten an 
Knotenpunkten müssen entsprechend gering ausfallen.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  6 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
  
Abbildung 1: Übersichtskarte mit Kennzeichnung des Untersuchungsgebietes [1] 
Die Achsen Annette -AlleeHimmelreichalleePromenade-Ost und Bismarckallee -Promenade-Ost 
haben für den Radverkehr eine wichtige Verbindungsfunktion von den östlichen Stadtteilen und dem 
Zentrum zu den universitären Einrichtungen im Westen de r Stadt.  Die Bismarckallee ist bereits 
Bestandteil der Veloroute Münster-Senden. Durch die Umsetzung der Fahrradstraßen-Standards 2.0 
wurde hier eine höhere Verbindungsqualität für den Radverkehr geschaffen.  Weitere 
Streckenabschnitte bis nach Senden werden folgen. Auch die Weseler Straße (Veloroute Münster -
Ascheberg und Münster-Drensteinfurt) und die Promenade (als Ziel aller Velorouten) haben zukünftig 
den Status einer Veloroute.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  7 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 2: Untersuchungsgebiet [1] 
 
Aufgrund der historischen Situation des Promenadenrings als ehemalige Befestigungsanlage der 
Altstadt und den Nachfolgenutzungen sind im Untersuchungsgebiet Bau -, Boden - und 
Gartendenkmäler sowie geschützte Flächen der Altstadtsatzung zu finden. Die Promenade gilt heute 
als prägende historische Parkanlage mit zum Teil raumprägenden Solitärbäumen. Die Flächen dienen 
als Ruheraum, Aktionsraum und auch als Spielflächen. Es sind zahlreiche fußläufige 
Wegeverbindungen zu finden. 
 
Der westlich angrenzende Aasee hat eine wichtige Funktion für die Naherholung. Der Aasee und die 
Freianlagen stellen eine wichtige Frischluftschneise für die Innenstadt dar.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  8 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 3: Untersuchungsgebiet Aegidii Bestand 
Die Aegidiistraße ist eine der wichtigen Einfallstraßen der Altstadt . Neben dem durch die WBI 
betriebenen Aegidiiparkhaus wird ein Teil der Altstadt auch für den Busverkehr über die Aegidiistraße 
erschlossen. Mit ca. 7.200 Rad/24h ist hier der Radverkehr die dominierende Verkehrsart.  
 
Im Rahmen einer ergänzenden Verkehrsbeobachtung mittels Drohne wurden die verschiedenen 
Verkehrsteilnehmer identifiziert und getrackt  (siehe Abbildung 4). Auffallend sind die diffusen 
Wegebeziehungen sowie die zahlreichen Radfahrer die entlang der Promenade am Kanonengraben 
vorbei, dann eine Treppenanlage hinunter bis zur Weseler Straße fahren. Nicht ortskundige Radfahrer 
werden durch die Führung der Promenade Ost in die Irre geführt. Neben dieser nicht repräsentativen 
Verkehrsbeobachtung wurde durch das Büro DTV-Verkehrsconsult eine Verkehrszählung des 
Radverkehrs durchgeführt, die die Grundlage für die weiteren Überlegungen darstellt.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  9 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
  
Abbildung 4: Verkehrsbeobachtung Aegidii Bestand (Blick Richtung Süden) 
Das eigentliche Aegidiitor als Stadttor ist ursprünglich westlich der Weseler Straße und südlich der 
Adenauer-Allee, also auf den heutigen Aasee -Wiesen verortet. Dies erklärt auch den Verlauf der 
Promenade entlang des Kanonengrabens, welcher für die Radfahrer heute in eine Sackgasse führt. 
 
 
Abbildung 5: Überlagerung einer historischen Karte mit einer Grundkarte [1]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  10 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Durch die Verwaltung wurde ein Vorschlag mit einem Brückenbauwerk für Radfahrer über die Weseler 
Straße ausgearbeitet. Das Brückenbauwerk hatte u.a. zum Ziel, die Achse Bismarckallee - Promenade 
für den Radverkehr zu stärken. Die Radfahrer in dieser Achse könn ten dann konfliktfrei und ohne 
Verlustzeiten diesen neuralgischen Punkt passieren.  
Zusätzlich sollen plangleiche Varianten, die zu einer Verbesserung der R adverkehrsverbindung 
Aegidiitor - Bismarckallee führen, untersucht werden . Restriktionen ergeben sich durch den 
Denkmalschutz, den Grünbestand und verkehrliche Rahmenbedingungen.  
 
 
Abbildung 6: Visualisierung einer Radwegebrücke über die Weseler Straße

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  11 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
2. Aufgabenstellung 
Folgende Arbeitsschritte wurden durchgeführt:  
 
Bereits zu einem frühen Zeitpunkt w urde ein Abstimmungstermin mit den Entscheidungsträgern der 
Verwaltung durchgeführt. Ziel dieses ersten Abstimmungstermins war u.a. die Feststellung der „Roten 
Linien“, die aufgrund von Denkmalschutz, Grünerhalt oder verkehrlichen Rahmenbedingungen nicht 
überschritten werden können. Es wurden Ziele der Planung definiert und eine Entscheidungsmatrix 
abgestimmt. Im Anschluss w urden Ideen und Anregungen der Stakeholder von Münster im Rahmen 
eines kurzen Workshops gesammelt. 
 
Es wurden einige Varianten in der Entwurfstiefe eines sehr vereinfachten Vorentwurfs erstellt. Die 
Bandbreite der Vorschläge reicht e dabei von bestandsorientiert en Minimallösungen bis hin zu 
radikalen verkehrlichen Lösungen mit Verdrängung des Durchgangsverkehrs oder baulichen 
planfreien bzw. plangleichen Detaillösungen. Auch geänderte Anbindungen für die untergeordneten 
Straßenzüge wie Bismarckallee, Adenaueralle e und Aegidiistraße w urden in die Überlegungen mit 
einbezogen. 
 
In einem Abstimmungstermin mit der Verwaltung w urden einige der aufgezeigten Varianten, die 
sachlogisch als nicht oder nur schwierig umsetzbar gelten, verworfen. Drei der verbliebenen Varianten 
wurden dann in einem weiteren Iterationsschritt optimiert. 
 
Die vorhandene Radverkehrsmatrix w urde in den Prognosezielhorizont 2035 gesetzt. Dabei w urden 
Teile aus der Kfz-Matrix des Verkehrsmodells der Stadt mit relevanten Entfernungen von 3,5 -10 km 
unter Berücksichtigung der Veloroutenplanungen auf den Radverkehr umgelegt. Die Kfz-Matrix wurde 
für den Zielhorizont 2035 berücksichtigt. Für die verbliebenen Varianten w urden dann die Wirkungen 
im Netz, z.B. Mehrbelastungen in anderen Straßenzügen, aufgezeigt und abgestimmt.  
 
Diese Varianten w urden im Rahmen einer mikroskopischen Verkehrsflusssimulation untersucht und 
hinsichtlich Reisezeiten und Verlustzeiten ausgewertet. Für alle Verkehrsarten und Ströme w urde die 
Verkehrsqualitäten ermittelt.  
 
Unter Ber ücksichtigung der zuvor abgestimmten Ziele und der Bewertungsmatrix w urden die 
Varianten vergleichend gegenübergestellt und im Rahmen eines kurzen Erläuterungsberichtes 
zusammengefasst.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  12 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
3. Prämissen für die Planung 
Für das Untersuchungsgebiet kommen z ahlreiche Nutzungen zusammen, die alle wichtig für eine 
funktionierende Stadt sind. Ziel einer Planung für eine Umgestaltung des Bereichs Aegidii muss es 
daher sein, diese Nutz ungen zu stärken und auszubauen und gleichzeitig die Belange des 
Klimaschutzes zu berücksichtigen. Für die weiteren Planungen werden folgende Prämissen verfolgt:  
 
Vision Zero:  
Keine Verletzten und Getöteten im Straßenverkehr. Im Untersuchungsgebiet treffen ca. 100.000 
Verkehrsteilnehmer jeden Tag aufeinander. Neben 35.000 Kfz sind da s vor allem die „schwächeren“ 
Verkehrsteilnehmer, das heißt 30.000 Radfahrer und 20.000 Fußgänger, sowie geschätzte 15.000 
Busfahrgäste. Der Bereich Aegidii kann daher als einer der wichtigsten Orte für die „Vis ion Zero“ in 
Münster angesehen werden. 
 
Stärkung der Innenstadt:  
Der Innenstadt des Oberzentrums Münster im ländlich geprägtem Münsterland kommt eine besondere 
Bedeutung zu. 1.500.000 Menschen sind auf die Strukturen und Angebote der Innenstadt und der 
Altstadt angewiesen. Eine Erreichbarkeit d er Innenstadt für alle Mensc hen muss weiterhin gegeben 
sein und insbesondere im Bereich der nachhaltigen Mobilität ausgebaut werden.  
 
Barrierefreiheit und das 2-Sinne-Prinzip:  
An so einem für die Stadt wichtigen Ort darf niemand ausgegrenzt werden. Ein hoher Standard in der 
Barrierefreiheit und eine konsequente Umsetzung des 2 -Sinne-Prinzips sind ein wichtiges Ziel in der 
Planung. 
 
Stärkung des Fußverkehrs und der Barrierefreiheit  
Die am häufigsten unterschätzte Verkehrsart ist der Fußverkehr. Jeder Men sch wird als Fußgänger 
geboren. In Münster leben 320.000 Fußgänger. Die Altstadt von Münster innerhalb des 
Promenadenrings ist nahezu perfekt für den Fußverkehr ausgelegt. Hier kann jeder Punkt mühelos zu 
Fuß innerhalb von 15 Minuten erreicht werden.  
 
Stärkung des Radverkehrs:   
Die für die Einwohnerzuwächse geplanten großen Wohngebiete in Münster entstehen u.a. in 
Albachten. Ein wichtiges Ziel ist es daher, auch die Stadtteile über die Velorouten an das Zentrum 
anzubinden. Geringe Verlustzeiten an den Knotenpunkten und damit verbunden attraktive Reisezeiten 
von maximal 30 Minuten für Strecken bis zu 10 Kilometer sind das Ziel.  
  
Verträgliche Abwicklung des vorhandenen motorisierten Individualverkehrs :   
Das Straßenverkehrsnetz in Münster hat seit einigen Jahren die Grenzen der Leistungsfähigkeit 
erreicht. In den Nullerjahren konnten durch Optimierungen Reserven in den Kapazitäten gefunden 
werden. Heute sind die Möglichkeiten der Optimierung weitestgehend  ausgeschöpft. Tendenziell 
sinken die Kapazitäten an einigen Knotenpunkten, um Sicherheitsdefizite zu eliminieren . Ein Ausbau 
des Verkehrsnetzes zur Erhöhung der Kapazitäten hätte weitreichende städtebauliche Auswirkungen 
zur Folge, da auch im Bereich der Lärmvorsorge die Grenzen erreicht sind.  
Neben Knoten punkten mit Radwegen oder Radfahrstreifen und Radfahrertaschen für indirektes 
Linksabbiegen wurden in Münster jahrzehntelang Knotenpunkte vergleichbar mit geschützten 
Kreuzungen nach niederländischem Vorbild gebaut. Die zu erstellenden Planungen sollten si ch an

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  13 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
diesen Vorbildern orientieren. Die Kapazitäten der zu planenden Knotenpunkte sollten in einer mit dem 
Bestand vergleichbaren Größenordnung liegen. 
 
Ermöglichung von Ausbaureserven für den ÖPNV:  
Münster ist die größte Stadt in Deutschland ohne Straßenbahn. Der vorhandene Busverkehr stellt ein 
gutes Basisnetz dar. Er deckt mit sehr kleinteiligen und ausgewogenen Linienführungen und dichten 
Haltestellenabständen von 300 m große Bereiche der Stadt ab . Die Aegidiistraße wird aktuell durch 
vier Buslinien befahren. In der Planung wird berücksichtigt, dass zukünftig auch Fahrte n über die 
Achse Weseler Straße  Am Stadtgraben möglich wären. 
 
Stärkung der Aufenthalts- und Begegnungsfunktion von Promenade und Aasee:   
Die Promenade gilt heute als prägende historische Parkanlage mit zum Teil raumprägenden 
Solitärbäumen. Die Flächen dienen als Ruheraum, Aktionsraum und auch als Spielflächen. Es sind 
zahlreiche fußläufige Wegeverbindungen zu finden. Im hoch verd ichteten Innenstadtbereich sind 
Grünflächen für die Naherholung, als Raum für Begegnung und zur Verbesserung des Stadtklimas 
besonders wertvoll und müssen gestärkt werden. 
 
Denkmalschutz 
Der Denkmalschutz hat in der historischen Stadt Münster einen hohen S tellenwert und wird auch in 
den anstehenden Planungen berücksichtigt.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  14 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
4. Verkehrsdaten 
Für den Radverkehr wurde im Jahre 2019 eine umfangreiche Verkehrserhebung durch das Büro 
DTV-Verkehrsconsult [2] durchgeführt und ausgewertet. 
 
Abbildung 7: Radverkehrsmatrix Rad/24h [2] korrigierte Fassung

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  15 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Durch die Stadt Münster wurde n darüber hinaus Knotenstrombelastungspläne für die maßgeblichen 
Knotenpunkte zur Verfügung gestellt. [3] 
Tabelle 1: Verkehrsbelastungen, Analyse 2019 (Summe der zufließenden Verkehre am Knotenpunkt) 
Knoten Name Morgenspitze [Kfz/h] Nachmittagsspitze 
[Kfz/h] 
1 Weseler Straße / Bismarckallee  2.242 
(11:00 bis 12:00 Uhr) 
2.568 
(17:00 bis 18:00 Uhr) 
2 
Weseler Straße / Aegidiistraße / 
Adenauer-allee / Am Stadtgraben 
2.292 
(11:00 bis 12:00 Uhr) 
2.590 
(17:00 bis 18:00 Uhr) 
 
Für makroskopische Betrachtungen steht außerdem das Verkehrsmodell der Stadt Münster zur 
Verfügung. 
 
 
Abbildung 8: Verkehrsbelastung Stadt Münster Analyse 2019 
  
>25.000 Kfz/24h 
10.000 -15.000 Kfz/24h 
5.000 -10.000 Kfz/24h 
15.000 -20.000 Kfz/24h 
0 - 5.000 Kfz/24h

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  16 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
4.1. Ermittlung einer Prognosebelastung einer Prognosebelastung 
2035, Prognose-0-Fall 
Der Prognose-0-Fall beschreibt die zukünftig zu erwartende verkehrlich e Entwicklung bis zum Jahre 
2035 auf Grundlage der allgemeinen strukturellen Entwicklung in Münster. Die Prognose-0 wird in der 
Regel für die nächsten 10 bis 15 Jahre betrachtet, sodass eine Planungssicherheit für zukünftige 
Entwicklungen erreicht werden kann.  
 
Bezüglich einer Netzbetrachtung werden zurzeit zahlreiche Maßnahmen diskutiert, von denen im 
Moment nicht realistisch gesagt werden kann, welche wann umgesetzt werden. Für dieses räumlich 
begrenzte Projekt wird daher das bestehende Netz angenommen. 
Pkw-Verkehr 
Zur Ermittlung eines für Münster typischen Prognosefaktor s im Pkw -Verkehr werden 
Bevölkerungsvorausberechnungen vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen 
(IT.NRW) [4] herangezogen. Insgesamt ist bis 203 5 eine zunehmende Bevölkerungsentwicklung von 
ca. 316.541 Einwohnern (01.01.2019 ) auf ca. 349.857  Einwohner (01.01.203 5) zu erwarten.  Mit 
Annahme eines gleichbleibenden Verkehrsverhaltens (Anzahl Wege und Verkehrsmittelwahl) der 
Bevölkerung ergäben sich bis 2035 etwa 10,5 % mehr Pkw-Fahrten in Münster als heute. Es ist jedoch 
nicht davon auszugehen, dass  die Bevölkeru ngszunahme zu einer Zunahme im m otorisierten 
Individualverkehr (MIV) in gleicher Größenordnung führt. Die Stadt Münster strebt u.a. durch die 
Einführung der Velorouten eine Erhöhung des Radverkehrsanteils von heute 40 % auf zukünftig 50 % 
an. [5] Damit verbunden ist eine Reduktion des MIV-Anteils. Es wird daher angenommen, dass der im 
Untersuchungsgebiet nicht weiter zunimmt.  
Schwerlastverkehr 
Gemäß der Verflechtungsprognose 2030 [6] ist für die Bundesfernstraßen deutschlandweit zukünftig 
ein immenser Anstieg des Schwerlastverkehrs (> 40  %) bis 2030 zu erwarten. Für die Stadt Münster 
wird dagegen ein vergleichsweise geringer Anstieg des  Transportaufkommens zwischen 0  % und 
10 % im Zeitraum von 2010 bis 2030 erwartet. Dieser wird sich vornehmlich auf die Bundesstraßen 
und Autobahnen konzentrieren. Für das aktuelle Untersuchungsgebiet ist davon auszugehen , dass 
der Schwerlastverkehr nicht zunimmt. 
Radverkehr 
Gemäß dem Radverkehrskonzept der Stadt Münster soll als Ziel der Radverkehrsanteil von 40 auf 50 
% steigen. Das entspricht einer stadtweiten Zunahme von ca. 25 %. [5] Es wird angenommen, dass 
sich die Zunahme eher auf die Velorouten und weniger auf die Haup t- und Nebenrouten des 
Radverkehrs konzentriert. Die Zunahme für Bismarckallee, Wes eler Straße , Promenade Ost,  
Promenade West und Aegidiistraße wird mit ca. 50 % angenommen, in den übrigen Zufahrten wird 
eine Zunahme von ca. 10 % angenommen. Die Aegidiistraße wird zwar keine Veloroute. Die Altstadt 
ist jedoch ein wichtiges Ziel der Velorouten.  In der Summe erhöht sich unter den zuvor genannten 
Annahmen die Radverkehrsmatrix für das Untersuchungsgebiet um 25 %.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  17 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
ÖPNV 
Für den ÖPNV sind zahlr eiche Verbesserungen des Angebotes in der Planung . Es wird davon 
ausgegangen, dass die Verkehrsleistung des ÖPNVs weiter zunimmt, damit der motorisierte 
Individualverkehr trotz Steigerung der Einwohnerzahlen nicht weiter steigt.  Für die Achse Weseler 
Straße, Am Stadtgraben und Schlossplatz werden zusätzliche ÖV-Fahrten angenommen. 
 
 
Abbildung 9: Buslinienplan Stadt Münster 2021 [7]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  18 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
5. Unfalldaten 
Eine aktuelle Unfalldatenauswertung, die uns die Stadt Münster zur Verfügung gestellt hat, zeigt auf, 
dass insbesondere die Promenadenquerung im Bereich der Aegidiistraße problematisch ist. Hier sind 
zahlreiche Unfälle unter anderem zwischen Fußgängern und  Radfahrern zu verzeichnen. In allen 
anderen Bereichen des Untersuchungsgebietes ist das Unfallgeschehen unauffällig bzw. es wurde 
durch eine Entscheidung der Unfallkommission bereits behoben. Da fast alle Fahrbeziehungen 
konfliktfrei geschaltet sind, ist hier auch für die Zukunft keine Veränderung zu erwarten. 
 
   
Abbildung 10: Unfalldaten Aegidiistraße/Promenade 2018-2020 [8]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  19 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 11: Unfalldaten 2021 Aegidiistraße/Promenade [8] 
 
Abbildung 12: Unfalldaten Weseler Straße/Aegidiistraße 2021 [8]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  20 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
6. Alternative Wegeverbindungen und Lösungen 
Im Rahmen einer Ortsbegehung wurden alternative Wegeverbindungen untersucht und hinsichtlich 
ihrer Ausbaumöglichkeiten geprüft. In der in Abbildung 13 aufgezeigten Wegeverbindung bestehen 
Konflikte mit angrenzenden Spiel- und Aufenthaltsflächen, die nicht verkehrssicher zu lösen wären. 
 
 
Abbildung 13: Zusätzliche Radwegeverbindung von der Promenade Ost zur Bismarckallee [1]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  21 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
In der gestrichelt dargestellten Variante ergibt sich zusätzlich eine Höhendifferenz von 2,8 m über 48 
m. Diese für Radfahrer zu steile Neigung , ließe sich nur durch einen Eingriff in das Gewässer 
Kanonengraben entschärfen. Die Bestandssituation ist in den nachfolgenden Abbildungen dargestellt. 
  
 
Abbildung 14: Konflikt mit Nutzung als Spielfläche und ortsprägenden Solitärbäumen 
 
 
Abbildung 15: Konflikt mit Nutzung als Aufenthalts- und Erholungsfläche

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  22 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 16: Konflikt mit vorhandener Treppenanlage 
Bei der in Abbildung 17 dargestellten Wegeverbindung über die historische Promenadenführung ist 
eine Höhendifferenz von 2,3 m über eine Strecke von 40 m zu überwinden, die heute über eine 
Treppenanlage gestaltet ist.  Für Radfahrer oder mobilitätseingeschränkte Menschen ist die sich 
daraus ergebende Neigung zu steil. 
 
 
Abbildung 17: Wegeverbindung über historische Promenadenführung [1]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  23 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 18: Nutzung einer vorhandenen Treppenanlage 
 
Ebenfalls bei der in Abbildung 19 dargestellten Wegeführung durch die Gräfte westlich eines 
vorhandenen Biergartens ergeben sich Höhendifferenzen von 3,2 m. Diese sind für Radfahrer zu steil. 
Um die Wege für Radfahrer zu verbreitern , müsste in den prägenden Baumbestand eingegriffen 
werden.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  24 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 19: Wegeführung durch die Gräfte [1] 
 
Abbildung 20: vorhandene Wegeführung durch die Gräfte mit 3,2 m Höhendifferenz

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  25 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 21: Konflikte mit dem Baumbestand 
Bei der in Abbildung 22 dargestellten Verbindung von der Promenade Ost zur Wallgasse gilt es heute 
eine Treppenanlage zu überwinden. Bei dem Umbau der Treppenanlage zu einer Rampe ergäbe sich 
eine Neigung von 8,7 %, die für Radfahrer nicht geeignet ist. 
 
 
Abbildung 22: Zusätzliche Verbindung zur Aegidiistraße [1]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  26 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
 
Abbildung 23: Vorhandene Treppenanlage von der Promenade Ost zur Wallgasse 
Die in der Abbildung 24 dargestellte Wegeverbindung durch eine vorhanden e Grünfläche ist mit dem 
prägenden Baumbestand nicht vereinbar. 
 
 
Abbildung 24: Zusätzliche Wegeverbindung durch die Grünfläche [1]

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  27 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 25: Zusätzliche Wegeverbindung durch die Grünfläche 
Zusammenfassend kann gesagt werden,  dass die alternativen Wegeverbindungen nicht über das 
heutige Maß hinaus ausgebaut werden können, ohne erheblich in den Baumbestand oder eine 
bestehende Nutzung wie Spielen oder Aufenthalt einzugreifen. 
 
Es wurden im Umfeld auch planfreie Lösungen für den  Fuß- und Radverkehr gesucht. Eine Variante 
wäre eine Tunnellösung für den Fuß - und Radverkehr. Aufgrund der einzuhalten barrierefreien 
Rampenneigungen mit 4 -6 % konnten hier keine Ansätze gefunden  werden, die nicht einen 
erheblichen Eingriff in die Grünstrukturen mit sich gebracht hätten. 
 
Durch einen Tunnel für den Kfz -Verkehr entlang der Weseler Straße, der den Durchgangsverkehr 
aufnimmt, könnte der Kfz-Verkehr oberirdisch reduziert werden. Grundsätzlich würden im Tunnel zwei 
Fahrspuren ohne den Widerstand einer Signalanlage ausreichen. Mit einer Rampenneigung von 10 % 
über eine Länge von 60 m könnten zwei Fahrspuren um -6,0 m ab gesenkt werden . Die 
Rampenneigung würde von der Scharnhorststraße bis zur Bismarckallee bzw. von der Promenade bis 
zur Aabrücke reichen. Von den 2.600 Kfz/h im Querschnitt zwischen Bismarckallee und Aegidiistraße 
wären dann nur noch 700 Kfz/h sichtbar. Das wären nur die ein - und abbiegenden Verkehre der 
Nebenstraßen. Eine Lichtsignalanlage zur Regelung der Querungen wäre dennoch no twendig, so 
dass Aufwand und Nutzen einer Tunnellösung nicht in einem ausgewogenen Verhältnis st ünden.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  28 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 26: Querungsbedingungen für Fußgänger

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  29 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
7. Planungsvarianten 
Mit dem Ziel, die Wartezeiten und Querungsbedingungen für die Fußgänger und Radfahrer insgesamt 
zu verbessern werden plangleiche Varianten entwickelt. In allen Planvarianten sind Entwurfselemente 
zu finden, die mit Elementen anderer Varianten zu kombinieren sind. 
 
Variante 1: Rückbau der Weseler Straße auf vier Fahrspuren 
 
Abbildung 27: Rückbau der Weseler Straße auf 4 Fahrspuren 
Das Grundprinzip der Variante  
In der Variante 1 werden die äußeren Fahrspuren der heute sieben Fahrspuren zurückgebaut, so dass 
nur noch zwei Fahrspuren je Richtung verbleiben. Durch den gewonnenen Raum wird auf der Ostseite 
der Weseler Straße ein 5,0 m breiter 2 -Richtungsradweg erstellt. Dieser Zweirichtungsradweg würde 
die Achsen Promenade -Ost, Aegidiistraße, Bismarckallee und Weseler Straße für den Radverkehr 
verknüpfen. Die Belastung läge bei ca. 8.000 Rad/24h. Die Einrichtungsradwege erhalten eine Breite 
von 3,0 m. Zwei nebeneinander fahrende Radfahrer können dabei noch durch einen dritten Radfahrer 
überholt werden. Auch die Gehwege erhalten eine komfortable Breite von mindestens 3,0 m. Vor den 
Querungsstellen wird ein 3,0 m breiter Aufstellbereich für Fußgänger und Radfahrer geschaffen, der 
sich im weiteren Verlauf der Weseler Straße als 3,0 m breiter Grünst reifen zwischen Fahrbahn und 
Radweg fortsetzt. Alle Querungsstellen werden mit Fußgängerschutzanlagen geregelt. Sie werden mit

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  30 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
halbierter Umlaufzeit (45 s) betrieben. Dadurch bleiben die Signalanlagen im Koordinierungstakt der 
Weseler Straße. Auch die Quer ung Promenade über die Aegidiistraße wird mit einer 
Fußgängerschutzanlage geregelt, da die Promenade hier ein Gefälle zur Aegidiistraße aufweist und 
die Geschwindigkeit der Radfahrer entsprechend hoch ist.  
Die Querung der Radwege für die Fußgänger erfolgt in dieser Variante mit Fußgängerüberwegen, die 
dann entsprechend beleuchtet werden müssen.  Es wäre auch denkbar, die Fußgänger wie in der 
Variante 7 in die Signalisierung mit einzubeziehen. 
 
Auswirkungen für den Fußverkehr 
Für die Fußgänger als „schwächste“ Verkehrsteilnehmer ergeben sich wegen der 
Fußgängerschutzanlagen und der damit verbundenen geringen Umlaufzeiten sehr geringe 
Wartezeiten. Dadurch, dass die Fußgänger durch die Signalanlage vollständig abgesichert sind, ergibt 
sich ein hohes Sicherheitsniveau. Wegen der abgesetzten Furten ergeben sich kleinere Umwege für 
die Fußgänger. 
 
Auswirkungen für den Radverkehr 
Auch für die Radfahrer ergeben sich sehr geringe Wartezeiten. Es stellt sich an allen Furten die 
Qualitätsstufe A mit Wartezeite n < 30 Sekunden ein. Durch die Absetzung der Furten werden die 
müssen die Radfahrer die Geschwindigkeit etwas reduzieren. Im Bereich der 
Promenade/Aegidiistraße entsteht ein Verflechtungsbereich, in dem sich viele Radfahrer zu beachten 
haben. Das bedingt eine Signalisierung dieser Furt. 
 
Auswirkungen auf den ÖPNV 
Die nun fehlenden Fahrbeziehungen stellen einen empfindlichen Eingriff in das ÖPNV -Basisnetz dar. 
Für die Linien 2, 4, 10 und 14 müssten neue Linienverläufe, z.B. über die Universitätsstraße gefunden 
werden. Hier wäre mit erheblichen Abstimmungs - und Umstellungsbedarf zu rechnen. Es müsste 
geprüft werden, ob die Universitätsstraße zusätzliche Busverkehre in diesem Umfang aufnehmen 
kann. 
 
Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr 
Die Adenauerallee und die Aegidiistraße sind nur noch über „Rechts-Rein-Rechts-Raus“ angebunden. 
Dies hat zur Folge, dass von der Weseler Straße nicht mehr in die Adenauerallee links abgebogen 
werden kann. Hierdurch entstehen Umwege und Mehrbelastungen z.B. a uf der Gerichtsstraße. 
Durch die fehlenden Fahrbeziehungen ergibt sich eine Entlastung von Aegidiistraße und 
Adenauerallee sowie eine Mehrbelastung für die Gerichtsstraße, die Scharnhorststraße und den 
Kolde-Ring. Diese Mehrbelastungen wären innerhalb der bestehenden Verkehrsanlagen 
verkehrstechnisch regelbar.  Die Leistungsfähigkeit für den motorisierten fließenden Verkehr kann 
rechnerisch und auch im Rahmen der Mikrosimulation nachgewiesen werden.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  31 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 28: Makroskopische Auswirkungen der Variante 1 
 
Auswirkungen auf Städtebau, Grünflächen und Denkmalschutz 
Durch den Rückbau ergeben sich keine Eingriffe in den Grünflächenbestand. Auch der Denkmalschutz 
ist nicht betroffen. 
Variante 2: Rückbau der Weseler Straße auf fünf Fahrspuren 
 
Das Grundprinzip der Variante  
Die Variante 2 basiert auf der Variante 1, allerdings werden hier für die Adenauerallee und die 
Aegidiistraße alle Fahrbeziehungen ermöglicht. Die Fußgängersignalanlagen werden so geschaltet, 
dass feindliche Ströme verriegelt werden. Der rechnerische Leistungsfähigkeitsnachweis hatte eine 
Funktionsfähigkeit zum Ergebnis. Um die konkrete Funktionsweise eines solchen Systems zu 
überprüfen, wurde eine ergänzende Mikrosimulation aufgebaut. Auch nach mehreren Iterationsläufen 
und Optimierungen an den Signalprogrammen, konnte hier kein funktionsfähiger sicherer Ablauf 
gefunden werden. Diese Variante wird daher nicht weiterverfolgt.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  32 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 29: Rückbau der Weseler Straße auf 5 Fahrspuren 
 
Variante 3: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Aegidiistraße wie im Bestand 
 
Das Grundprinzip der Variante  
Die Variante 3 basiert ebenfalls auf der Variante 1. Die Aegidiistraße wird in der Variante so gestaltet 
wie im Bestand und erhält zusätzlich einen Zweirichtungsradweg. Der Zweirichtungsradweg wird 
östlich der Weseler Straße bis zum Knotenpunkt Weseler Straße / Bismarckallee fortgesetzt. In dieser 
Variante wird de r Knotenpunkt Weseler Straße  / Aegidiistraße / Adenauerallee über eine 
Vollsignalanlage geschaltet. 
 
In der Variante konnte kein verkehrssicherer bzw. leistungsfähiger Ablauf für die Rechtsabbieger aus 
der Adenauerallee in die Weseler Straße gefunden werden. Der gewünschte Komfort und die 
Sicherheit des Radverkehrs sind nicht mehr gegeben. Die Außenkante  des Gehweges östlich der 
Weseler Straße liegt um ca. 3 m versetzt in der Grünfläche und damit näher am Denkmal. 
 
Aus vorgenannten Gründen kann die Variante nicht weiterentwickelt werden.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  33 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 30: Rückbau der Weseler Straße auf 6 Fahrspuren  
 
Variante 4: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Adenauerallee wie im Bestand,  
Variante 5: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Optimierung der Promenade,  
Variante 6: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Signalanlage Bismarckallee 
Die Variante 4 sieht einen Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren vor. Im Vergleich zur 
Variante 3 wird hier ebenfalls die Adenauerallee wie im Bestand gelassen. Es ist  ein 
Zweirichtungsradweg auf der östlichen Seite vorgesehen. In der Variante 5 sind die gleichen 
Maßnahmen angesetzt. Es wird zusätzlich die Promenade im Bereich der Aegidiistraße und der 
Straße Am Kanonengraben begradigt. Die Variante 6 baut wiederum auf der Variante 5 auf, es ist 
allerdings eine Änderung im Bereich des Knotenpunkte Weseler Straße / Bismarckallee vorgesehen. 
Hier könnte die Lichtsignalanlage zurückgebaut werden und der Verkehr ausschließlich über eine 
Lichtsignalanlage geregelt werden.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  34 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 31: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Adenauerallee wie im Bestand 
Beim Aufb au der Mikrosimulation für die  Variante 4 wurde festgestellt, dass die sich kreuzenden 
Radfahrerströme im südöstlichen Quad ranten des Knotenpunktes Weseler Straße  / 
Adenauerallee / Aegidiistraße ohne Signalisierung und weitere Regelungen nicht verkehrssicher 
abgebildet werden können. Nur mit einer sehr aufwändigen Signalisierung ließen sich die Rad - und 
Fußgängerströme regeln. Dabei entstehen in der Summe so hohe Verlustzeiten, dass der eigentliche 
Vorteil des Zweirichtungsradweges nicht mehr gegeben ist. Die Variante wird daher nicht 
weiterverfolgt. Das gilt auch für die Varianten 5 und 6, die auf einer ähnlichen Grundlage bas ieren.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  35 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Abbildung 32: Variante 5, Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Optimierung der Promenade 
 
 
Abbildung 33: Variante 6, Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und Signalanlage Bismarckallee

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  36 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Variante 7: Bestandsoptimierung und Neugestaltung Promenade 
 
Abbildung 34: Optimierung des Bestandes und Signalisierung der Promenade über die Aegidiistraße 
 
Abbildung 35: Begradigung und Signalisierung der Promenade über die Aegidiistraße 
Das Grundprinzip der Variante  
In der Varianten 7 werden alle Wege- und Fahrbeziehungen wie im Bestand angeboten. Die Querung 
der Promenade über die Aegidiistraße wird mit einer Umlaufzeit von 45 s signalisiert. Der Knotenpunkt

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  37 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Weseler Straße / Aegidiistraße wird weiterhin mit einer Umlaufzeit von 90 s Sekunden signalisiert. Die 
Signalanlagen bleiben also im heutigen Koordinierungstakt. 
 
Auswirkungen für den Fußverkehr 
Die Fußgänger im Zuge der Aegidiistraße werden in die Signalisierung mit einbezogen, um Konflikte 
zwischen den Fußgängern und Radfahrern zu vermeiden.  Die Sicherheit für den Fußverkehr wird 
dabei deutlich erhöht. Die Grünzeiten für den Fußverkehr werden so eingestellt, dass sich die 
Qualitätsstufe D einstellt.  Das entspricht einer maximalen Wartezeit von weniger als 70 s. Für die 
Querung der Aegidiistraße ergibt sich die Qualitätsstufe A, also eine maximale Wartezeit von weniger 
als 30 Sekunden. 
 
Auswirkungen für den Radverkehr 
Die Radwege erhalten e ine einheitliche Breite von 2,5  m zzgl. 0,5  m Sicherheitstrennstreifen. Zwei 
Radfahrer können bequem nebeneinander fahren und miteinander kommunizieren. Die Radfahrer 
können überall ohne Signal frei rech ts abbiegen. Nur die rechtsabbiegenden Radfahrer aus der 
Promenade in die Aegidiistraße und in die Straße „Am Stadtgraben“ sowie die von der Aegidiistraße 
in die Promenade abbiegenden Radfahrer sind aufgrund der engen räumlichen V erhältnisse in die 
Signalisierung mit einbezogen. Für alle linksabbiegenden Radfahrer wird ein indirektes Linksabbiegen 
mit Radfahrertaschen angeboten. Die Aegidiistraße wird als Fahrradstraße eingerichtet. Sie endet an 
der Promenade. Für die Radfahrer, die aus der Aegidiistraße au sfahren wird wie im Bestand eine 
Radfahrerschleuse angeboten. Der Querschnitt der Promenade Ost und West wird fortgeführt. Die 
Fahrbahn für Radfahrer erhält eine Breite von 4,5 m. Die Fahrbahn wird auf beiden Seiten durch eine 
Allee mit Linden und einen Gehweg mit einer Breite ≥ 2,5 m eingefasst. Im Bereich von Aegidiistraße 
und Am Stadtgraben wird die den Radfahrer n vorbehaltene Fahrbahn auf 6,0  m verbreitert.  Der 
Querschnitt ist hier als 3-streifiger Querschnitt mit innenliegender Linksabbiegespur ausgelegt.  
Die Radfahrer von der Promenade-Ost fahren mit einem Gefälle in Richtung Aegidiistraße und es sind 
hier höhere Geschwindigkeiten im Radverkehr zu beobachten.  Die Führung der Radfahrer wird 
dahingehend geändert, dass die Radfahrer nicht meh r in Richtung Kanonengraben in die Sackgasse 
geleitet werden, sondern direkt zur Aegidiistraße.  Die Radfahrer , die von der Promenade West in 
Richtung Promenade Ost bei Grünbeginn losfahren, können ohne Halt durchfahren. In umgekehrter 
Fahrtrichtung gilt dies nur bei jeder 2. Grünphase. Die sich dann ergebenden W artezeiten liegen bei 
ca. 43 s.  
 
Die Radfahrer, die aus der Marks-Haindorf-Stiege kommen, werden in dieser Variante über die Straße 
„Am Kanonengraben“ bis zur Weseler Straße geführt. Eine direkte Führung zur Aegidiistraße ist nicht 
mehr vorgesehen, da zu viele Konflikte mit Fußgängern, Erholungssuchenden und spielenden Kindern 
gesehen werden. 
 
Im Bereich der Bismarckallee wird die Dreiecksinsel zurückgebaut, um den Radfahrern und 
Fußgängern eine dire kte und komfortable Führung anbieten zu können. Die rechtsabbiegenden Kfz 
werden dabei getrennt signalisiert. Die Führung der sonstigen Radfahrer und Fußgänger im Bereich 
der Bismarckallee wird aus dem Bestand übernommen. 
 
Auswirkungen auf den ÖPNV 
 
Für di e bestehenden Buslinien ergeben sich in dieser Variante keine Einschränkungen. Auch 
möglicherweise zukünftige Buslinien im Zuge der Weseler Straße stehen nicht im Wide rspruch zu 
dieser Variante.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  38 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
 
Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr 
Zur Sicherstellung der Verkehrsqualität der Fußgänger und Radfahrer werden die Grünzeiten für die 
Fußgänger und Radfahrer über die Weseler Straße erhöht. Das führt zu einer etwas schlechteren 
Verkehrsqualität für die Weseler Straße gegenüber dem Bestand. 
 
Grundsätzlich werden in dieser Variante alle Rechtsabbieger getrennt signalisiert. Eine Ausnahme 
stellt hier nur der Rechtsabbieger aus der Straße „Am Stadtgraben“ in die Adenauerallee dar, da hier 
kein Raum für eine getrennte Rechtsabbiegespur zur Verfügu ng steht. Allerdings sind hier praktisch 
keine Rechtsabbieger zu beobachten und die Situation ist unfalltechnisch unauffällig.  
 
 
Auswirkungen auf Städtebau, Grünflächen und Denkmalschutz 
 
Durch die breiteren Nebenanlagen liegt die zukünftige Außenkante Gehweg um ca. 1-1,5 m weiter in 
der Grünfläche östlich wie westlich der Weseler Straße. Zur Kompensation werden die 
Rechtsabbiegespuren in die Aegidiistraße und in die Bismarckallee auf ihr verkehrstechnisches 
Mindestmaß zurückgebaut und als Grünfläche ang elegt. Aus Sicht des Denkmalschutzes ergeben 
sich keine Einschränkungen. Für die Promenade wird im Bereich der Aegidiistraße gestalterisch eine 
Lücke geschlossen, wenn auch nicht in der historischen Lage.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  39 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Variante 8: Bestandsoptimierung, Neugestaltung der Promenade und Flyover 
In der Variante 8 wird die zuvor beschriebene Variante 7 mit dem Flyover kombiniert.  
 
 
Abbildung 36: Optimierung des Bestandes und Flyover 
Das Grundprinzip der Variante  
In der Variante 8 wird die Varia nte 7 mit dem Flyover kombiniert. Grundsätzlich lassen sich alle 
Varianten mit dem Flyover kombinieren. Der Zweirichtungsradweg auf der Ost seite der Weseler 
Straße in den Varianten 1-6 stellt eine ebenerdige Alternative dar. Hier fallen nur geringe Verlustzeiten 
an den Fußgängerschutzanlagen an, so dass ein zusätzlicher Flyover in den Varianten 1-6 entbehrlich 
wäre. Die Linienführung der Bismarckallee muss in der Variante 8 nach Süden verschoben werden, 
um dem Brückenbauwerk auszuweichen. Die Linienführung des Flyover (Vorlage V/0261/2021 ) [9] 
sollte auf den zwischenzeitlich eingemessenen Baumbestand hin optimiert werden. 
 
Auswirkungen für den Fußverkehr 
Für alle Gehbeziehungen ändert sich nichts gegenüber der Variante 7 bzw. es ergeben sich 
geringfügig geringere Wartezeiten gegenüber dem Bestand. 
 
Auswirkungen für den Radverkehr 
Die Auswirkungen für den Radverkehr sind die gleichen wie für den Fußverkehr. Die Wegebeziehung 
Promenade-Ost  Bismarckallee profitiert von dem Flyover.  Unmittelbar können ungefähr 4.000 
Radfahrer den Flyover konfliktfrei und ohne Zeitverlust nutzen. Die ersten Ergebnisse der

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  40 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Fahrradnetzplanung bestätigen, dass die Steigerung des Fahrkomforts und der Sicherheitsgewinn für 
die Radfahrer aller Altersgruppen  einen weiteren Schub zur Nutzung auslösen kann und von mittel - 
bis langfristig mindestens von einer Verdopplung der Fahrten in der Wegebeziehung auszugehen ist, 
so dass zukünftig mit einem Potenzial für den Radverkehr von 5.500 bis 6.000 Fahrten pro Tag z u 
rechnen sein kann. 
 
Auswirkungen auf den ÖPNV 
Die Aegidiistraße im Einmündungsbereich Weseler Straße wird durch den Flyover um die 
Verkehrsbelastung der Radfahrer Promenade-Ost  Bismarckallee entlastet. Der Verkehrsablauf für 
den Busverkehr würde sich hier entsprechend verbessern. 
 
Auswirkungen auf den motorisierten Individualverkehr 
Das für den Busverkehr gesagte ergibt sich im übertragenden Sinne auch für den motorisierten 
Individualverkehr. Ansonsten ergeben sich keine Änderungen gegenüber Variante 7. Für den 
Fahrverkehr ergibt sich insgesamt die Qualitätsstufe D. 
 
Auswirkungen auf Städtebau, Grünflächen und Denkmalschutz 
Die städtebaulichen Auswirkungen sind sehr stark von dem Brückenentwurf des planenden 
Architekten abhängig. Im Rahmen des beabsich tigten Wettbewerbsverfahrens werden dem 
Städtebau, die Integration in die Grünflächen sowie dem Denkmalschutz hohe Bedeutung 
beigemessen. Die Auswirkungen können ohne Kenntnis des Siegerentwurfs nicht bewertet werden.  
 
Während die Varianten 1 – 7 im Wesentlichen Veränderungen der Oberflächengestaltung zur Folge 
haben, die insgesamt den vorhandenen Raumeindruck nur geringfügig überprägen , stellt der Flyover 
der Variante 8 eine deutlich wahrnehmbare Veränderung des erlebbaren Stadtraumes dar.  
 
Innerhalb der historischen Struktur de s Promenadenrings mit deutlich  erkennbaren Relikten der  
mittelalterlichen Stadtbefestigung wird eine neue, moderne Struktur installiert, die unter anderem über 
die Sichtachse der Weseler bereits von W eitem wahrnehmbar sein werden. F ür die Besucher und 
Spaziergänger der Promenade, auch vom Kanonengraben kommend und Richtung Aasee schauend, 
wird das Brückenbauwerk hingegen etwas abseits liegend unauffälliger sein.  
 
Die Aufenthaltsbereiche der Aaseewiese werden nur am Rande tangiert, der Spielplatz am 
Kanonengraben läge zukünftig  jedoch im Nahbereich des Fly overs. Rückzugsorte wären damit aus 
der H öhe einsehbar, Bewegungsachsen liegen unmittelbar neben Aufenthaltsflächen – für den 
städtischen Kontext und zunehmend verdichtetes Bauen keine ungewöhnliche Situation. 
 
Die Grünflächen des Altstadtringes werden durch die alte Lindenallee und die vorgelagerten Bäume 
der Parkflächen geprägt. Die Bäume prägen die Wegeachsen und schaffen einen grünen Raum der 
Erholung im Kontrast zum weitgehend befestigten Zentrum der Altstadt. Mit dem Flyover kann sensibel 
durch die Stützenanordnung auf Baumstandorte und Wurzelbereiche reagiert werden und trotzdem 
wird ein neues Element im Raum installiert, das allein aufgrund seiner Höhe die Wirkung der 
Baumstandorte auf die Grünflächen insgesamt verändern wird. 
 
Eine Radwegeverbindung als Brückenkonstruktion wird neben der Fernwirkung in den Sichtachsen 
vor allem im Nahbereich der Brücke Auswirkungen haben. Unter anderem Verschattung, 
wahrnehmbare Stützenkonstru ktionen, veränderte Vegetationsbedingungen unterhalb der Brücke

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  41 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
oder auch sich in den Rasenflächen abzeichnender Tropfenschlag werden eine veränderte 
Wahrnehmung des Raumes nach sich ziehen. 
 
Das Brückenbauwerk als technische Konstruktion wird den Raum, wi e die Münsteraner ihn aktuell 
erleben und schätzen , neu prägen . Das kann kritisch gesehen werden, es bietet aber auch die 
Chance, einen neuen „Hingucker“ der Fahrradstadt Münster zu schaffen. Dabei ist die Linienführung 
der Radwegeverbindung unerheblich, alleine die architektonische Qualität des Bauwerks wird darüber 
entscheiden, ob der Flyover ein neues, bereicherndes Stadtmotiv von Münster sein wird.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  42 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
8. Vergleich der Varianten 
In der Variante 1 wurde eine ebenerdige Alternative für den Flyover mit einem Zweirichtungsradweg 
auf der Ostseite der Weseler Straße geprüft. Hier ergeben sich jedoch Restriktionen für den Kfz -
Verkehr sowie für den Busverkehr. In den Varianten 2 -6 wurde die grundsätzliche Entwurfsidee 
übernommen und geprüft, ob die  Restriktionen vermieden werden können.  Die damit verbundenen 
Nachteile hinsichtlich Verkehrssicherheit und Verkehrsablauf waren jeweils so groß, dass keine der 
Varianten 2-6 weiterverfolgt werden kann. In der Gegenüberstellung werden daher die Varianten 1, 7 
und 8 mit dem Bestand hinsichtlich der Planungsziele verglichen.  
 
Vision Zero 
Im Bestand stellen insbesondere die Promenadenquerungen über die Aegidiistraße und über die 
Straße am Stadtgraben ein Problem dar. Hier sind regelmäßig Konflikte zwischen den Radfahrern, 
zwischen Radfahrern und Fußgängern und auch zum Kfz -Verkehr zu beobachten. Aufgrund der 
Gefällesituation zur Aegidiistraße ist das Geschwindigkeitsniveau des Radverkehrs teilweise zu hoch. 
In den Varianten 1, 7 und 8 sind die Promenadenquerungen jeweils signa lisiert, so dass sich hier ein 
höheres Sicherheitsniveau einstellt. In der Variante 8 werden ca. 4.000 Radfahrer über den Flyover 
abgewickelt. Diese tauchen als Konflikt an den Signalanlagen nicht mehr auf, so dass das 
Sicherheitsniveau nochmals höher eingeschätzt werden kann. 
 
Stärkung der Innenstadt 
Im Bestand und in den Varianten 7 und 8 werden die bestehenden Erschließungsfunktionen 
vollständig abgebildet. In der Variante 1 ergeben sich Umwege für die Erschließung der Aegidiistraße 
und damit verbunden auch für das Aegidiiparkhaus. Besucher, die aus Süden in die Innenstadt fahren, 
müssen über die Universitätsstraße die Innenstadt verlassen. Im Busv erkehr müssten für die 
Variante 1 insgesamt 4 Buslinien verlegt werden. Das betrifft somit wesentliche Teile  der Altstadt. Ob 
das am Ende umsetzbar wäre, kann im Rahmen dieses Projektes nicht abschließend beurteilt werden.  
 
Stärkung Fußverkehr und Barrierefreiheit 
Im Zuge der Promenadenquerungen sind die Fußgänger im Bestand nicht signalisiert. Dies führt 
immer wieder zu Konflikten mit dem Radverkehr, dem Kfz -Verkehr und dem ÖPNV, auch hinsichtlich 
der Barrierefreiheit. In den Varianten 1, 7 und 8 wurden die Konfliktstellen zum Kfz -Verkehr überall 
konfliktfrei bzw. konfliktarm signalisiert. Es ergibt sich somit ein bessere Begreifbarkeit für den 
Fußverkehr, der sich im Bestand dem Stärkerem  unterordnet. Durch den Einsatz von 
Fußgängerschutzanlagen ergeben sich für den Fußverkehr und die Mobilitätseingeschränkten in der 
Variante 1 deutlich kürzere Wartezeiten. Hier wird der Fußverkehr deutlich gestärkt. Jeder Fußgänger 
hat in der Variante 1 eine durchschnittliche Wartezeit von 11 s zu erwarten. In der Variante 7 ergeben 
sich Wartezeiten von etwa 53 s und in der Variante 8 liegen die durchschnittlichen Wartezeiten b ei 
47 s. In der Variante 1 werden dem Fußgänger wegen der abgesetzten Furten Umwege zugemutet.  
 
Stärkung des Radverkehrs 
Für den Radverkehr ergeben sich in der Variante 1 die gerin gsten Verlust- bzw. Wartezeiten, siehe 
Erläuterungen zum Fußverkehr.  Im Best and sind die Wartezeiten für den Radverkehr teilweise so 
hoch, dass sich die Qualitätsstufe E, d.h. ein Mangelhaft, ergibt. In den Varianten 7 und 8 konnten die 
Wartezeiten über die Signalisierung so optimiert werden, dass sich die Qualitätsstufe D (ausreichend) 
einstellt. Auch die in den Varianten 7 und 8 geschaffenen Aufstellflächen und Abbiegemöglichkeiten 
stellen eine deutliche Verbesserung für den Verkehrsablauf und die Verkehrssicherheit des

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  43 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Radverkehrs dar. Durch den Flyover wird zusätzlich in der Va riante 8 die Fahrbeziehung 
Bismarckallee - Promenade Ost, d.h. die Veloroute Münster - Senden beschleunigt und der Radfahrer 
in dieser Fahrbeziehung gefördert.  Durch die Begradigung der Promenadenführung und eine 
Verbreiterung der Promenadenquerungen ergib t sich in allen Varianten eine deutliche Verbesserung 
auch hinsichtlich der Verkehrssicherheit.  Die Radfahrer müssen in der Variante 1 wegen der 
abgesetzten Furten die Geschwindigkeit reduzieren. 
 
Ausbaureserven für den ÖPNV 
In der Variante 1 sind einige F ahrbeziehungen nicht mehr möglich, die ebenfalls dem ÖPNV auch 
nicht mehr zur Verfügung stehen. Das gilt auch für mögliche zukünftige Entwicklungen wie z.B. On -
Demand-Dienste für die Altstadt. Es ist nicht sicher, ob die Universitätsstraße ersatzweise 
Busverkehre der Aegidiistraße alternativ aufnehmen kann. In den Varianten 7 und 8 ergeben sich 
keine Einschränkungen auch für zukünftige Entwicklungen. In der Variante 8 werden 4.000 Radfahrer 
von der Aegidiistraße zum Flyover verlagert, wodurch sich eine Verb esserung für den Busverkehr in 
dieser Fahrbeziehung ergibt. Für den Straßenzug Weseler Straße - Am Stadtgraben ergeben sich in 
allen Varianten gleichermaßen Ausbaureserven für den ÖPNV. 
 
Stärkung der Aufenthalts- und Begegnungsfunktion 
In der Variante 1 si nd nur vier Fahrspuren für die Weseler Straße vorgesehen. Zwischen dem Geh - 
und Radweg und der Fahrbahn ist außerdem noch ein 3,0 m breiter Grünstreifen geplant. Die 
trennende Wirkung der Weseler Straße sinkt dadurch. Die parallel zur Weseler Straße geführ ten 
Gehwege haben einen um 3 -4 m gr oßen Abstand zur Fahrbahn, wodurch  die Aufenthaltsqualität 
steigt. In der Variante 7 ändert sich hinsichtlich der Begegnungs - und Aufenthaltsfunktion gegenüber 
dem Bestand wenig. Die Nebenanlagen werden etwas breiter und somit auch komfortabler für den 
Fuß- und Radverkehr. Die Außenkante Gehweg verschiebt sich dabei um ca. 1,0-1,5 m in die heutige 
Grünfläche. Mit flankierenden Maßnahmen wie z.B. Wurzelbrücken im Kronen-Trauf-Bereich kann das 
umgesetzt werden, ohne dass Bäu me zu Schaden kommen.  Als Kompensation werden außerdem 
die Rechtsabbiegespuren zurückgebaut und entsiegelt, so dass die trennende Wirkung der Weseler 
Straße reduziert wird. In der Variante 8 werden die Aufenthalts - und Ruhemöglichkeiten durch den 
Flyover hauptsächlich im Bereich des Kanonengrabens gestört. In allen anderen Bereichen wäre es 
die Aufgabe der konkreten Brücken- und Architektenplanung die weiteren Funktionen wie z.B. Spielen 
oder den Baumschutz in die Planung zu integrieren. 
 
Denkmalschutz 
Die Varianten 1 und 7 haben keine Auswirkungen auf den Denkmalschutz. Alle Varianten bieten 
vielmehr die Chance, einen Lückenschluss für die Promenade vorzunehmen, wenn auch nicht in der 
historischen Lage. In der Variante 8 kommt der Flyover der ursprüngli chen Bastion und der Gräfte 
(Kanonengraben) sehr nahe. Auch hier wäre die Frage, wie ein Architekt in einer konkreten Planung 
verantwortungsvoll mit der Situation umgeht.  
 
Verträgliche Abwicklung des MIV 
In den Varianten 7 und 8 sind der Verkehrsablauf und die Leistungsfähigkeit für den MIV vergleichbar 
mit dem Bestand. Durch die deutlich großzügigeren Fuß - und Radverkehrsanlagen und die 
zusätzlichen Aufstellbereiche und Radfahrertaschen für indirektes Linksabbiegen ergibt sich eine 
bessere Verträglichkeit mit dem Fuß - und Radverkehr. In der Variante 1 stellt sich rechnerisch eine 
höhere Leistungsfähigkeit für den MIV ein. Allerdings ergibt sich durch die 3 hintereinanderliegenden 
Fußgängerschutzanlagen ein beruhigter und geschwindigkeitsdämpfender Verkehrs ablauf für den 
MIV. Insgesamt lässt sich sagen, dass der MIV hier verträglicher mit den sonstigen Nutzungen

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  44 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
abgewickelt wird. Durch die reduzierte Anbindung von Adenauerallee und Aegidiistraße ergeben sich 
aber Mehrbelastungen z.B. für die Scharnhorststraß e und die Gerichtsstraße  und entsprechende 
Umwege für die Verkehrsteilnehmer . Die Belastungen durch den motorisierten fließenden Verkehr 
werden in der Variante 1 verlagert in Richtung Scharnhoststraße oder Gerichtsstraße bzw. 
Wilhelmstraße. Aus diesem Grun d werden die Varianten 1, 7 und 8 als gleichrangig hinsichtlich der 
verträglichen Abwicklung des MIV angesehen. 
 
In der Anlage 1 sind alle signaltechnischen Berechnungen für die Varianten 1, 7 und 8 sowie für den 
Bestand zu finden. Darüber hinaus wurde für  die Varianten 1, 7 und 8 jeweils eine Mikroskopische 
Verkehrsflusssimulation durchgeführt und ausgewertet. Die jeweiligen Ergebnisse liegen in etwa in 
einer gleichen Größenordnung. Nur über eine verkehrstechnische Berechnung mit ergänzender 
Mikrosimulation kann die Funktionsfähigkeit mit vielen kausalen Abhängigkeiten nachgewiesen 
werden. In der Anlage 2 wurde eine Auswertung der Wartezeiten der Fußgänger und Radfahrer 
vorgenommen.

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  45 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  46 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
9. Fazit 
Der Bereich Aegidiitor in Münster ist einer der am höchsten belasteten Knotenpunkte in Münster. 
35.000 Kfz/24h treffen hier auf 30 .000 Radfahrer/24h und geschätzte 20.000 Fußgänger/24h. Auch 
der Busverkehr spielt hier eine maßgebliche Rolle für die  Erschließung der Innenstadt. Durch das in 
der Planung und Umsetzung befindliche Veloroutennetz und den damit verbundenen höheren 
Reisegeschwindigkeiten werden auch die Ortsteile und das Umland an die Innenstadt angebunden. 
Der Radverkehr wird hier tendenziell weiter zunehmen. 
 
Die Promenade ist heute eine historische Parkanlage mit raumprägenden Bäumen. Die umliegenden 
Flächen werden für Naherholung oder als Spielflächen genutzt. Der Aasee mit seinen umliegenden 
Freiflächen hat eine ähnliche Funktion. Die Weseler Straße war bis vor zwei Jahren als Bundesstraße 
klassifiziert und weist noch immer ein entsprechendes Verkehrsaufkommen auf. Die Weseler Straße 
hat daher eine trennende Wirkung für die Promenade aber auch zum Aasee und den umliegenden 
Freiflächen. 
 
Der eigentliche Verlauf der Promenade entlang des Kanonengrabens erklärt sich durch die historische 
Lage des Aegidiitors welche in den heutigen Aaseewiesen westlich der Weseler Straße verortet ist. 
Diese Führung führt zu Irritationen bei nicht ortskundige n Radfahrern, die dann in einer Sackgasse 
landen. 
 
Die Verwaltung der Stadt Münster hatte einen Vorschlag für ein Brückenbauwerk über die Weseler 
Straße namentlich Flyover in die Gremien eingebracht. In der Abstimmung mit der Politik gab es den 
Wunsch, ebe nerdige Alternativen /Ergänzungen im Rahmen einer Variantenuntersuchung 
aufzuzeigen. 
 
Es wurden folgende Ziele für die Planung der Umgestaltung des Bereichs festgehalten: 
 
- Vision Zero, keine Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr 
- Stärkung der Innenstadt 
- Förderung des Fußverkehrs und der Barrierefreiheit 
- Stärkung des Radverkehrs 
- Verträgliche Abwicklung des vorhandenen motorisierten Individualverkehrs  
- Ausbaureserven für den ÖPNV 
- Stärkung der Aufenthalts- und Begegnungsfunktion von Promenade und Aasee 
- Denkmalschutz 
 
Durch die Stadt Münster wurden umfangreich Verkehrsdaten zur Verfügung gestellt. Neben dem 
Verkehrsmodell der Stadt Münster waren das Knotenstrombelastungspläne sowie eine umfangreiche 
Radverkehrsmatrix aus dem Jahre 2019. 
 
Eine aktuelle Unfalldatenauswertung, die uns die Stadt Münster zur Verfügung gestellt hat, zeigt auf, 
dass insbesondere die Promenadenquerung im Bereich der Aegidiistraße problematisch ist. Hier sind 
zahlreiche Unfälle unter anderem zwischen Fußgängern und Radfahrern zu verzeichnen. 
 
Im Bereich der historischen Parkanlagen wurden zahlreiche Vorschläge für alternative oder 
auszubauende Wegebeziehungen untersucht. Eine Umsetzbarkeit war hier nicht gegeben, da 
Konflikte mit spielenden Kindern, dem Baumschutz oder der Barrieref reiheit festgestellt wurden. Es 
wurde außerdem untersucht, ob 2 Fahrspuren in Tieflage den Durchgangsverkehr der Weseler Straße

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  47 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
aufnehmen können. Das verblieben de und sichtbare Verkehrsaufkommen wäre aber immer noch so 
hoch, dass weiterhin Lichtsignalanlag en für die Fußgängerquerungen notwendig wären, so dass 
Aufwand und Nutzen in keinem guten Verhältnis stünden. 
 
Für die weitere Planung wurden insgesamt 8 Varianten erstellt. 
 
In der Variante 1 wurde die Weseler Straße auf 4 Fahrspuren reduziert. Die Querungen der Fußgänger 
und Radfahrer werden durch Fußgängerschutzanlagen geregelt. Durch den gewonnenen Raum wird 
eine 5 m breite Radwegetrasse für den Zweirichtungsverkehr auf der östlichen Seite der Weseler 
Straße von der Aegidiistraße bis zur Bismarckallee g eschaffen. Mit der bestehenden 
Radverkehrsmatrix würden auf dieser Achse dann ca.  8.000 Radfahrer/24h fahren. Die Aegidiistraße 
und die Adenauerallee wären nur noch über rechts -rein-rechts-raus angebunden. Der Busverkehr 
müsste umgelegt werden, was einen e rheblichen Abstimmungsaufwand mit Politik und Bürgern mit 
sich bringen würde. Im Prinzip wäre das eine Fragestellung, die an den Masterplan Verkehr 2035 
zurückgespielt werden müsste, da die Frage beantwortet werden muss, wie die Altstadt zukünftig für 
den ÖPNV erschlossen werden soll. Für das Aegidiiparkhaus mit hohen Anteil an Besucherverkehren 
der Altstadt ergibt sich eine ungünstigere Erschließungssituation. Die Verkehrsteilnehmer müssen 
Umwege in Kauf nehmen. Die Beschilderung müsste wegen unterschiedlicher Routen bei Hin - und 
Rückfahrt angepasst werden. 
 
In den Varianten 2 -6 wurde der Versuch unternommen, die grundsätzliche Entwurfsidee des 
Zweirichtungsradweges zu übernehmen und die Nachteile der Variante 1 zu vermeiden. Über die 
ergänzenden Mikrosimulationen dieser Varianten oder durch sachlogische Überlegungen ergaben 
sich jeweils Sachzwänge, die dazu führten, dass die Varianten nicht weiterverfolgt werden konnten. 
 
In der Variante 7 wurde der Bestand optimiert. Die Promenadenquerungen wurden begradigt und in 
ihrem historischen Erscheinungsbild nachempfunden. Die Promenadenquerung mit der Aegidiistraße 
wurde signalisiert, deutlich verbreitert und die Fußgä nger wurden im Signalisierungskonzept 
berücksichtigt, so dass hier das Unfallgeschehen zukünftig vermieden werden sollte. An allen 
Querungsstellen wurden Aufstellbereiche und Radfahrertaschen für indirektes Linksabbiegen 
geschaffen. Die Radwege werden mit 2,5 m Breite zzgl. eines Sicherheitstrennstreifens deutlich 
komfortabler gestaltet. Insgesamt kann der Knotenpunkt Weseler Straße/ Aegidiistraße so optimiert 
werden, dass sich die Qualitätsstufe von E (mangelhaft) auf D (ausreichend) verbessert.  
 
In der Variante 8 wurde zusätzlich zur Variante 7 der Flyover berücksichtigt. Dieser  stärkt die Achse 
Promenade Ost - Bismarckallee und entlastet die Einmündung der Aegidiistraße in die Weseler 
Straße. Hiervon profitiert auch der Busverkehr, der weniger Radfahrer zu beachten hat. 
 
Den größten verkehrlichen Nutzen für den Fuß - und Radverkehr hat die V ariante 1. Hier fallen nur 
sehr geringe Wartezeiten für den Fuß - und Radverkehr an. Eine Umsetzung ist jedoch zurzeit nicht 
möglich werden, da sich für den ÖPNV und auch  für die Erschließung des Aegidiiparkhauses 
Restriktionen ergeben, die an den Masterplan Verkehr 2035 zurückgespielt werden müssen. Die 
Probleme durch den motorisierten fließenden Verkehr werden wegen der fehlenden 
Abbiegebeziehungen in andere Straßenzüge verdrängt und schaffen hier neue Probleme. 
 
Von den ebenerdigen Varianten wird die Variante 7 zur Umsetzung empfohlen, die um die 
Radverkehrsbrücke Flyover ergänzt werden kann (Variante 8). Sie sind geeignet, das

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  48 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
Radverkehrsaufkommen in seiner Quantität un ter Berücksichtigung der Verkehrssicherheit 
aufzunehmen. 
 
Münster, 11.03.2022

Variantenuntersuchung   
Weseler Straße / Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster  49 
 
PN07210001 ▪ 11.03.2022 nts Ingenieurgesellschaft 
10. Literaturverzeichnis  
 
[1]  Datenlizenz Deutschland, „tim-online.nrw - Version 2.0,“ 2020. [Online]. Available: 
www.govdata.de/dl-de/by-2-0. [Zugriff am 25 02 2020]. 
[2]  DTV-Verkehrsconsult GmbH, Verkehrserhebung Aegidiitor, 2019.  
[3]  Stadt Münster, Verkehrsdaten Universitätsstraße / Am Stadtgraben, Weseler Straße / 
Adenauerallee, Weseler Straße / Bismarckallee, Weseler Straße / Moltkestraße, 2017 - 2019.  
[4]  Landesbetrieb für Informationen und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), „Landesdatenbank 
NRW,“ 2020. [Online]. Available: https://www.landesdatenbank.nrw.de/ldbnrw/online/. [Zugriff 
am 25 02 2020]. 
[5]  Stadt Münster, Radverkehrskonzept Münster 2025, 2016.  
[6]  Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Verkehrsverflechtungsprognose 2030, 
2014.  
[7]  Stadtwerke Münster GmbH, Liniennetzplan Bereich Aegidii, 2021.  
[8]  Stadt Münster, Unfalldaten Aegidiistraße / Promenade 2018 - 2020, 2020.  
[9]  Stadt Münster, Amt für Mobilität und Tiefbau, V/0261/2021 Öffentliche Beschlussvorlage, 
Radverkehrsinfrastrukturmaßnahme "Flyover Aegidiitor", Münster, 2021.

Beschlussvorlage

8909 Zeichen

V/0062/2022
V/0062/2022
Öffentliche Beschlussvorlage
Betrifft
Variantenuntersuchung zur Verbesserung der Radverkehrsführung am Aegidiitor
Beratungsfolge
22.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf der Grundlage der Variantenuntersuchung „Weseler Straße /
Aegidiistraße / Adenauer Allee / Bismarckallee in Münster“ eine Bürger*innenbeteiligung
durchzuführen.
II. Finanzielle Auswirkungen:
Es entstehen keine finanziellen Auswirkungen.
Begründung:
1. Voraussetzungen
Im Juli 2021 wurde das ortsansässige Planungsbüro nts Ingenieurgesellschaft mbH mit einer
Untersuchung verschiedener Varianten für den Bereich des Aegidiitors beauftragt. Es sollten
Varianten erarbeitet werden, die den Radverkehrskomfort auf den Wegebeziehungen
Promenade/Bismarckallee und entlang des Promenadenringes steigern.
Mit der Vorlage V/0261/2021/1 Radverkehrsinfrastrukturmaßnahme „Flyover Aegidiitor“ wurde mit
dem Beschlusspunkt 4 die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für den Knotenpunkt Aegidiitor
beschlossen. Die Variantenuntersuchung und die im Rahmen der Planungsdiskussion eingegangen
Vorschläge bildeten die Grundlage für den weiteren Planungsprozess für den gesamten Bereich des
Aegidiitores.
Amt für Mobilität und Tiefbau
Ihr/e Ansprechpartner/in:
Herr Rüller
T elefon:492-6920
Rueller@stadt-muenster.de

- 2 -
V/0062/2022
2. Beschreibung der Varianten
Unter Berücksichtigung der Kriterien:
- Denkmalschutz
- Grünflächenerhaltung
- Verkehrssicherheit
- Stärkung der Innenstadt
- Stärkung des Fußverkehrs und Barrierefreiheit
- Stärkung des Radverkehrs
- Ausbaureserven für den ÖPNV
- Stärkung der Aufenthalts- und Begegnungsfunktion
- prognostizierte steigende Verkehrszahlen
hat das Planungsbüro mehrere Varianten betrachtet, die im Folgenden kurz erläutert werden.
Variante 1: Rückbau der Weseler Straße auf 4 Fahrspuren
In der Variante 1 werden die äußeren Fahrspuren der Weseler Straße zurückgebaut sodass das
Linksabbiegen aus allen Fahrtrichtungen unterbunden ist. Es verbleiben nur noch zwei Fahrspuren je
Richtung. Auch die Geradeausverbindung Adenauerallee/Aegidiistraße wird unterbunden. Der
Radverkehr wird über einen Zweirichtungsradweg auf der Ostseite der Weseler Straße abgewickelt.
Durch diese Führung sind in der Beziehung Promenade/Bismarckallee weniger Abbiegungen und die
Wartezeiten werden somit verringert. Dafür entsteht ein neuer Konfliktpunkt im Bereich
Aegidiistraße/Promenade. Dort treffen zwei Zweirichtungsradwege aufeinander und dies kann zu
einem erhöhten Unfallrisiko führen.
Diese Variante bedingt eine Verlagerung des ÖPNV aus der Aegidiistraße. Die Anbindung des ÖPNV
über die Aegidiistraße an die Innenstadt ist aber zwingend erforderlich und unverzichtbar.
Variante 2: Rückbau der Weseler Straße auf 5 Fahrspuren
Die Variante 2 ähnelt der ersten Variante mit dem Unterschied, dass alle Abbiegebeziehungen
beibehalten bleiben. Die Fußgänger- und Radfahrerfurten sind jeweils über eine eigene
Lichtsignalanlage gesichert. Nach einer Simulation des Verkehrsablaufs stellte sich heraus, dass
diese Variante nicht leistungsfähig umsetzbar ist. Es ist nicht möglich die Verkehrsmengen für alle
Verkehrsarten sicher abzuwickeln. Aus diesem Grund wird die Variante 2 nicht weiterverfolgt.
Variante 3: Rückbau der Weseler Straße auf 6 Fahrspuren
Als Basis für die Variante 3 dient die zweite Variante mit einer angepassten Lichtsignalanlage. Hier ist
die Aegidiistraße am derzeitigen Bestand orientiert und sieht eine Fahrradschleuse im
Knotenpunktbereich vor. Im Vergleich zu den vorherigen Varianten ist der Knotenpunkt wie im
Bestand mit einer Vollsignalisierung versehen. Anhand der Simulation des Verkehrsablaufes ist
festzustellen, dass auch hier ein sicherer und leistungsfähiger Ablauf nicht möglich ist. Aus diesem
Grund wird die Variante 3 nicht weiterverfolgt.
Variante 4-6: Rückbau der Weseler Straße auf sechs Fahrspuren und (4) Adenauerallee wie im
Bestand | (5) Optimierung der Promenade | (6) Signalanlage Bismarckallee
Diese Varianten basieren auf der Variante 3 und zeigen in den Knotenpunkten den jeweiligen
Unterschied. Bei der Variante 4 wird für die Adenauerallee der Bestand angenommen. Eine
Optimierung an der Querung Promenade/Aegidiistraße ist durch einen zusätzlichen
Fußgängerüberweg in der Variante 5 vorgesehen. Der Knotenpunkt Weseler Straße/Bismarckallee ist
in der Variante 6 um zwei zusätzliche Radfahrerfurten ergänzt.
Variante 7: Bestandsoptimierung und Neugestaltung Promenade
Die Variante 7 ist bestandsorientierter und hat im Vergleich zu den vorherigen Varianten keinen
Zweirichtungsradweg. Die Promenade wird im Bereich des Aegidiitors verbreitert und erhält eine
zusätzliche Lichtsignalanlage an der Querung über die Aegidiistraße. Dies begünstigt eine sichere
Aufteilung der Wegebeziehungen und vermindert das Konfliktrisiko zwischen Radfahrenden und
kreuzenden Zufußgehenden oder Radfahrenden. Die vorhandenen Nebenanlagen werden verbreitert
und erhöhen somit den Rad- und Fußverkehrskomfort. Eine optimierte Lichtsignalschaltung sorgt für

- 2 -
V/0062/2022
minimale Wartezeiten.
Variante 8: Bestandsoptimierung, Neugestaltung der Promenade und Flyover
In der Variante 8 wird die Variante 7 um die Radverkehrsbrücke Flyover ergänzt. Diese stärkt die
Verbindung Bismarckallee/Promenade als Bestandteil der Veloroute 6 Münster-Senden, da sich dort
keine Wartezeiten ergeben. Der Promenadenverlauf wird, wie bereits in Variante 7 beschrieben,
verkehrssicherer ausgebaut. Die Verkehrssicherheit wird durch den Bau des Flyovers noch gestärkt
(Entlastung des Knotenpunktes Promenade / Aegidiistraße)
Fazit der Variantenuntersuchung
Das Planungsbüro nts hat insgesamt 8 Varianten für das Aegidiitor erarbeitet, gegenübergestellt und
bewertet. In allen Varianten sind eine Promenadenbegradigung sowie eine verbesserte Querungshilfe
der Aegidiistraße vorgesehen. Die Varianten 1 bis 6 haben einen Zweirichtungsradweg und
unterscheiden sich maßgeblich in der Knotenpunktgestaltung. Bei diesen Varianten zeichnet sich
nach mikro- oder makroskopischer Betrachtung ab, dass diese nicht umsetzbar sind.
Das Planungsbüro nts schlägt vor, von den ebenerdigen Varianten die Variante 7 umzusetzen. Durch
auskömmliche Breiten und verringerte Wartezeiten, stellt diese Variante eine Verbesserung der
Wegebeziehungen Promenade/Bismarckallee und Promenade/Promenade dar. Die Variante eröffnet
zudem die Möglichkeit, den Flyover (Variante 8) im weiteren Verlauf der Planung noch zu ergänzen.
Alle Varianten sehen grundsätzlich die Möglichkeit vor, dass die Aegidiistraße als Fahrradstraße
ausgebildet und an die vorgesehenen Verkehrsführungen angebunden werden kann. Der aktuelle
Stand der Fahrradnetzplanung weist für die Aegidiistraße eine hohe Bedeutung für den Radverkehr
aus. Im Zuge des weiteren Prozesses zur Erarbeitung des Fahrradnetzes 2.0 erfolgt eine
Konkretisierung der für die Einstufung empfohlenen Führungsformen des Radverkehrs. Insofern wird
der Beschlusspunkt 2 der Vorlage V/0261/2021/1 berücksichtigt.
Beteiligung
Der gesamte Bereich des Aegidiitores ist aufgrund der vielfältigen Nutzungs-, Denkmal- und
Grünanforderungen ein städtebaulich prägender, wichtiger und sensibler Raum im Stadtgebiet
Münster. Gleichzeitig handelt es sich um einen wichtigen Verkehrsraum, in dem viele Verknüpfungen
unterschiedlicher Verkehrsarten und –beziehungen zusammentreffen. Somit bestehen neben den im
Rahmen des Gutachtens betrachteten komfortsteigernden Aspekten für den Radverkehr, sehr hohe
Anforderungen an eine verständliche, verkehrssichere und leistungsfähige, aber auch städtebaulich
geeignete Gestaltung.
Für die Ausgestaltung und Überplanung dieses Verkehrsraumes ist die Einbeziehung der
unterschiedlichen Interessenslagen und Erfahrungswerte der Nutzenden von hoher Bedeutung. Die
Verwaltung schlägt daher vor, die Ergebnisse der Variantenuntersuchung (alle Varianten) mit
Bürger*innen in analogen und digitalen Beteiligungsformaten zu erörtern und den politischen Gremien
das Ergebnis zur Beratung vorzulegen.
3. Beiträge Dritter/Zuschüsse
Es wird angestrebt, für die anfallenden Umbaukosten Fördermittel zu beantragen. Die Verwaltung
steht hierzu in Kontakt mit den relevanten Stellen von Land und Bund.
Zum jetzigen Zeitpunkt wurde auf eine Kostenschätzung verzichtet. Die Verwaltung geht davon aus,
dass der Umbau entsprechend der „Variante 7“ voraussichtlich nach FöRi-kom-Stra förderfähig ist. Es
wird eine Förderung von 70% der zuwendungsfähigen Kosten erwartet. Inwieweit noch eine höhere
Förderung aus dem Fördertopf „Innovative Radwegeprojekte“ (wie für den Flyover vorgesehen)
möglich ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend zu klären.

- 2 -
V/0062/2022
i.V.
gez.
Denstorff
Stadtbaurat
Anlage:
Anlage 1: Prüfergebnis Variantenuntersuchung
Anlage 2: Lagepläne zum Prüfergebnis

Beratungsverlauf (2)

22.03.2022 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.6 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich abgelehnt

Zur Sitzung
30.03.2022 Ausschuss für Verkehr und Mobilität
TOP 6.4 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (21)

  • Weseler Straße
  • Aegidiistraße 2021
  • Bismarckallee 2
  • Hansestraße 63
  • Wallgasse
  • Himmelreichallee
  • Scharnhorststraße
  • Universitätsstraße
  • Adenauerallee
  • Gerichtsstraße
  • Lindenallee
  • Wilhelmstraße
  • Moltkestraße
  • Albersloher Weg 33
  • Kolde-Ring
  • Am Stadtgraben 2
  • Am Kanonengraben
  • Marks-Haindorf-Stiege
  • Annette-Allee
  • Schlossplatz
  • Promenade 2018

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0062/2022
Typ
Vorlagen
Datum
02.03.2022
Erstellt
24.01.2022 07:27