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1468/2022

Evaluation der kommunalen Seniorenprogramme der Stadt Köln

Mitteilung Ausschuss 09.05.2022

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Mitteilung Ausschuss

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ISG_Eval. Seniorenprogramme_Köln

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Mitteilung Ausschuss

1980 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/503/1 
 
Vorlagen-Nummer  09.05.2022 
 1468/2022 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 10.05.2022 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 12.05.2022 
Gesundheitsausschuss 17.05.2022 
Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender 14.06.2022 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 23.06.2022 
Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik 28.10.2022 
 
Evaluation der kommunalen Seniorenprogramme der Stadt Köln 
Mit dem politischen Veränderungsnachweis für die Haushaltsaufstellung 2020/2021 hat der Rat der 
Stadt Köln beschlossen, dass die kommunalen Programme der Seniorenarbeit extern evaluiert wer-
den sollen. Diese Evaluation soll insbesondere dazu dienen, eine Analyse zur Wirksamkeit der ein-
zelnen Programme durchzuführen, deren Wechselwirkungen festzustellen, gegebenenfalls Doppel-
strukturen zu identifizieren und Vorschläge für Optimierungsmöglichkeiten zu erarbeiten. 
 
Mit dieser Evaluation hat die Verwaltung nach öffentlicher Ausschreibung das ISG, Institut für Sozial-
forschung und Gesellschaftspolitik GmbH, beauftragt. Nunmehr hat das ISG den Abschlussbericht-
vorgelegt. 
 
Begleitet wurde der gesamte Prozess der externen Evaluation von einer Projektsteuerungsgruppe, 
bestehend aus Vertreter*innen verschiedener tangierter Dienststellen der  Verwaltung, der mit der 
Umsetzung der Programme beauftragten Arbeitsgemeinschaft der Spitzenverbände der freien Wohl-
fahrtspflege in Köln (LIGA) und der Sozialbetriebe Köln gGmbH (SBK), der Seniorenvertretung der 
Stadt Köln (SVK) und des Förderkreises Kölner SeniorenNetzwerke e.V. 
 
Den Abschlussbericht inklusive der dort beschriebenen Vorgehensweise, der Ergebnisse der Nut-
zer*innenbefragung aller Programme, einer Beschreibung der Verzahnung und des Zusammenwir-
kens aller Programme und der Handlungsempfehlungen aus wissenschaftlicher Sicht gibt die Verwal-
tung hiermit zur Kenntnis.  
 
Gez. Dr. Rau

ISG_Eval. Seniorenprogramme_Köln

348550 Zeichen

Bericht 
Evaluation der kommunalen Seniorenprogramme  
der Stadt Köln 
 
Christine Maur, Dr. Dietrich Engels 
Köln, 04.05.2022 
ISG - Institut für Sozialforschung  
und Gesellschaftspolitik GmbH  
Weinsbergstraße 190, 50825 Köln  
www.isg-institut.de

1 
Inhalt 
1 Einführung .................................................................................................... 1 
2 Umsetzung der Evaluation ............................................................................ 2 
2.1 Gegenstand der Evaluation ....................................................................... 2 
2.2 Untersuchungsschritte der Evaluation ....................................................... 3 
2.2.1 Dokumentenanalyse...................................................................... 4 
2.2.2 Qualitative Befragung – Sicht der Vertreter*innen der Träger ....... 4 
2.2.3 Schriftliche Befragung – Sicht der Nutzer*innen ........................... 5 
3 SeniorenNetzwerke ...................................................................................... 7 
3.1 Zielsetzung des Programms ...................................................................... 7 
3.2 Umsetzung des Programms ...................................................................... 7 
3.2.1 SeniorenNetzwerke im Aufbau ...................................................... 8 
3.2.2 Selbstorganisierte SeniorenNetzwerke ......................................... 8 
3.2.3 Standortgebundene SeniorenNetzwerke ....................................... 9 
3.3 Inanspruchnahme des Programms ............................................................ 9 
3.4 Förderung des Programms ...................................................................... 25 
3.5 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ............... 25 
3.6 Wirkung des Programms ......................................................................... 26 
3.7 Weiterentwicklung des Programms ......................................................... 39 
4 Haushaltsnahe Dienstleistungen ................................................................ 41

2 
4.1 Zielsetzung des Programms .................................................................... 41 
4.2 Umsetzung des Programms .................................................................... 41 
4.3 Inanspruchnahme des Programms .......................................................... 42 
4.4 Förderung des Programms ...................................................................... 44 
4.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ........... 44 
4.6 Weiterentwicklung des Programms ......................................................... 44 
5 Präventive Hausbesuche ............................................................................ 47 
5.1 Zielsetzung des Programms .................................................................... 47 
5.2 Umsetzung des Programms .................................................................... 47 
5.3 Inanspruchnahme des Programms .......................................................... 48 
5.4 Förderung des Programms ...................................................................... 55 
5.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ........... 55 
5.6 Wirkung des Programms ......................................................................... 56 
5.7 Weiterentwicklung des Programms ......................................................... 63 
6 Seniorenberatung ....................................................................................... 65 
6.1 Zielsetzung des Programms .................................................................... 65 
6.2 Umsetzung des Programms .................................................................... 65 
6.3 Inanspruchnahme des Programms .......................................................... 66 
6.3.1 Unterstützung für „hilflose Personen“ .......................................... 74 
6.4 Förderung des Programms ...................................................................... 75 
6.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ........... 75 
6.6 Wirkung des Programms ......................................................................... 77 
6.7 Weiterentwicklung des Programms ......................................................... 85 
7 Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz und ihre 
Angehörigen ............................................................................................... 87

3 
7.1 Zielsetzung des Programms .................................................................... 87 
7.2 Umsetzung des Programms .................................................................... 87 
7.3 Inanspruchnahme des Programms .......................................................... 91 
7.4 Förderung des Programms ...................................................................... 99 
7.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ........... 99 
7.6 Wirkung des Programms ....................................................................... 100 
7.7 Weiterentwicklung des Programms ....................................................... 110 
8 Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger von 
somatisch Erkrankten durch ehrenamtliche Betreuungsdienste ............... 114 
8.1 Zielsetzung des Programms .................................................................. 114 
8.2 Umsetzung des Programms .................................................................. 114 
8.3 Inanspruchnahme des Programms ........................................................ 116 
8.4 Förderung des Programms .................................................................... 121 
8.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ......... 122 
8.6 Wirkung des Programms ....................................................................... 122 
8.7 Weiterentwicklung des Programms ....................................................... 126 
9 Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz ................. 128 
9.1 Zielsetzung des Programms .................................................................. 128 
9.2 Umsetzung des Programms .................................................................. 129 
9.3 Inanspruchnahme des Programms ........................................................ 130 
9.4 Förderung des Programms .................................................................... 134 
9.5 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ............. 134 
9.6 Wirkung des Programms ....................................................................... 135 
9.7 Weiterentwicklung des Programms ....................................................... 136 
10 Seniorenkoordination im Stadtbezirk ........................................................ 138

4 
10.1 Zielsetzung des Programms .................................................................. 138 
10.2 Umsetzung des Programms .................................................................. 138 
10.3 Förderung des Programms .................................................................... 139 
10.4 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit ............. 139 
10.5 Wirkung des Programms ....................................................................... 144 
10.6 Weiterentwicklung des Programms ....................................................... 150 
11 Aktuelle Modellprojekte für Senior*innen mit Migrationshintergrund ......... 153 
11.1 Modellprojekt: „Guter Lebensabend NRW“ ............................................ 153 
11.2 Modellprojekt „Brückenbauer*innen Palliative Care“ .............................. 154 
12 Verzahnung und Zusammenwirken aller Programme ............................... 156 
13 Handlungsempfehlungen aus wissenschaftlicher Sicht ............................ 159 
14 Anhang ..................................................................................................... 164 
14.1 Literaturverzeichnis ................................................................................ 164 
14.2 Abbildungsverzeichnis ........................................................................... 165

1 
1 Einführung 
Die „Kommunalen Programme der Seniorenarbeit“, bei denen die Stadt Köln die Kon-
zeption und die Finanzierung übernimmt sowie für die Durchführung verantwortlich ist, 
haben im Rahmen der Seniorenpolitik sowie der Altenhilfe- und Pflegeplanung der Stadt 
einen hohen Stellenwert. Die G rundlagen dieser Arbeit wurden in den 1990er Jahren 
gelegt. Die Umsetzung dieser Programme erfolgt in Zusammenarbeit mit den Trägern 
der freien Wohlfahrtspflege und der Sozial -Betriebe-Köln gGmbH. Im Jahr 2015 wurde 
ein Prozess der „Weiterentwicklung der Seniorenarbeit 2015–2025“ initiiert, mit dem sich 
verändernde demografische Rahmenbedingungen und Erkenntnisse über Unterstüt-
zungsbedarfe bestimmter Zielgruppen wie Pflegebedürftiger und demenziell Erkrankter 
berücksichtigt werden sollten. Zugleich wird ein e bessere Koordination seniorenpoliti-
scher Aktivitäten auf der Ebene der Stadtbezirke angestrebt. 
Im Herbst 2020 hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, dass die Kommunalen Pro-
gramme der Seniorenarbeit evaluiert werden sollen. Diese Evaluation soll insbesondere 
dazu dienen, eine Analyse zur Wirksamkeit der einzelnen Programme durchzuführen, 
deren Wechselwirkungen festzustellen, ggf. Doppelstrukturen zu identifizieren und Vor-
schläge für Optimierungsmöglichkeiten zu erarbeiten. 
Das ISG Institut für Sozialfors chung und Gesellschaftspolitik GmbH wurde mit dieser 
Evaluation beauftragt. Der Abschlussbericht der Evaluation wird hiermit vorgelegt. Im 
ersten Kapitel wird die Umsetzung der Evaluation beschrieben. Dies beinhaltet eine Er-
läuterung des Evaluationsgegenstands sowie der Untersuchungsschritte der Evaluation. 
In Kapitel 3 bis 10 folgt die Ergebnisdarstellung der Evaluation. Für jedes der acht unter-
suchten Programme werden die Ergebnisse zur Zielsetzung und Umsetzung sowie zur 
Wirkung und Weiterentwicklung abgebildet. Zwei Modellprojekte, die sich an Menschen 
mit Migrationshintergrund richten1, werden in Kapitel 11 beschrieben. Da sie sich zur Zeit 
der Evaluation noch in der Initiierungsphase befanden, wurden sie nicht in die Evaluation 
eingebunden, sondern deskriptiv dargestellt. Kapitel 12 beinhaltet Ergebnisse zum Zu-
sammenwirken und zur Verzahnung der Programme. Abschließend werden in Kapitel 
13 Handlungsempfehlungen aus wissenschaftlicher Sicht vorgestellt. 
 
1  Der Begriff „Migrationshintergrund“ ist bundesweit gebräuchlich, um den Personenkreis zu 
bezeichnen, der über nichtdeutsche Staatsangehörigkeit hinaus auch Personen mit deut-
scher Staatsangehörigkeit umfasst, die im Ausland geboren und zugewandert sind, ein 
Elternteil mit nichtdeutscher Staatsangehörigkeit haben oder die eingebürgert wurden. Der 
Begriff „Zuwanderungsgeschichte“ ist gleichbedeutend, wird aber nur auf politischer Ebene 
im Land NRW verwendet.

2 
2 Umsetzung der Evaluation 
2.1 Gegenstand der Evaluation 
Die Evaluation umfasst eine Untersuchung von acht kommunalen Programmen der Se-
niorenarbeit der Stadt Köln. Folgende Programme wurden evaluiert: 
(1) SeniorenNetzwerke: Durch eine teilweise zeitlich begrenzte hauptamtliche Koordi-
nation sollen Senior*innen zur Selbstorganisation und Aktivierung weiterer Ressour-
cen angeleitet werden  (Netzwerker*innen). Es sollen vielfältige Angebote für Se-
nior*innen in den Stadtteilen initiiert werden. Die Lebensqualität älterer Menschen 
soll dadurch gesteigert und ein positives Altersbild vermittelt werden.  
(2) Haushaltsnahe Dienstleistungen: Dieses Angebot richtet sich an Ältere, die über ge-
ringe finanzielle Ressourcen verfügen (Einkommen etwas über dem Niveau der 
Grundsicherung), die auf Unterstützung in ihrem Haushalt angewiesen sind und de-
ren Bedarfe nicht über die Pflegeversicherung abgedeckt sind. Insbesondere ältere, 
zum Teil kranke Menschen oder Menschen mit Behinderung, die mit der Haushalts-
führung überfordert sind und bei denen Verwahrlosung droht oder bereits eingetreten 
ist, werden durch hauswirtschaftliche Dienstleistungen unterstützt. 
(3) Präventive Hausbesuche: Im Rahmen dieses Programms wird allen Menschen ab 
75 Jahren (bzw. Migrant*innen ab 70 Jahren) mit einem persönlichen Schreiben der 
Stadt Köln ein Hausbesuch durch Mitarbeiter*innen der Freien Wohlfahrtspflege bzw. 
der Sozial-Betriebe Köln angeboten. In jedem Stadtbezirk gibt es persönliche An-
sprechpartner*innen, die für ältere Menschen eine Beratung zu ihren persönlichen 
Anliegen wie z.B. zu ihrer Wohnsituation, zu finanziellen Fragen, zu Fragen zur 
Pflege oder zu Unterstützungsmöglichkeiten im Haushalt durchführen. 
(4) Seniorenberatung: Seit dem Jahr 2002 wurden in allen Kölner Stadtbezirken Senio-
renberatungsstellen aufgebaut. In jedem Bezirksrathaus i st eine Seniorenberatung 
mit einem Anteil von 0,5 Stellen tätig, die weiteren Seniorenberatungsstellen sind im 
Stadtbezirk flächendeckend präsent. Hier finden die Senior*innen Beratung zu allen 
Themen, die ihren Alltag und ihre Lebenssituation betreffen. 
(5) Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen:  
In allen neun Stadtbezirken steht das Angebot eines häuslichen Unterstützungs-
dienstes zur Verfügung. Er besteht aus einer professionellen Fachkraft, die Be-
troffene und Angehörige berät und begleitet. Sie gewinnt und qualifiziert freiwillige 
Helfer*innen, die die erkrankten Menschen stundenweise betreuen und somit die 
Angehörigen entlasten. Weiterhin werden die seit 2016 bestehenden Demenznetze 
durch die Koordinator*innen der häuslichen Unterstützungsdienste in den Stadtbe-
zirken gesteuert. 
(6) Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger von somatisch 
Erkrankten durch ehrenamtliche Betreuungsdienste: Auch hier wird durch eine pro-

3 
fessionelle Fachkraft ein Betreuungsdienst mit freiwilligen Helfer*innen organisiert 
und koordinie rt. Diese betreuen und unterstützen stundenweise somatisch Er-
krankte. Ebenso berät die Fachkraft bei Bedarf die betreuten Menschen sowie ggf. 
deren Angehörige und vermittelt weiterführende Hilfen. 
(7) Koordinierungsstelle für alleinstehende Menschen mit Demenz: Die Koordinierungs-
stelle richtet sich an alleinlebende ältere Menschen mit leichter bis mittelschwerer 
Demenz, die selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit leben möchten, aber keine 
sich kümmernden Angehörigen haben. Für diese Personengruppe leistet sie umfas-
sende Hilfe, indem sie die zur häuslichen Versorgung notwendigen ambulanten 
Dienstleistungen organisiert, ein möglichst tragfähiges soziales Netzwerk mit den 
Betroffenen aufbaut und im Bedarfsfall für medizinische Hilfe sorgt. 
(8) Seniorenkoordination i m Stadtbezirk:  Seit 2018 hat die Stadt Köln in allen neun 
Stadtbezirken die Seniorenkoordination als neues Programm der kommunalen Se-
niorenarbeit initiiert. Die zentrale Aufgabe der Seniorenkoordinator*innen ist die Be-
standsaufnahme der Versorgungs- und Teilhabeangebote in den Stadtbezirken. Ziel 
ist es, die verschiedenen Leistungen für Senior *innen im Bezirk passgenau aufei-
nander abzustimmen. Hierfür organisiert die Seniorenkoordination regelmäßig einen 
Runden Tisch als zentrales Vernetzungsgremium  und stärkt die Kooperationen im 
Stadtbezirk.  
Darüber hinaus sollte eine Kurzdarstellung der Modellprojekte „Guter Lebensabend 
NRW“ und „Brückenbauer*innen Palliative Care“ erfolgen, die sich an Senior*innen mit 
Migrationsgeschichte richten. 
2.2 Untersuchungsschritte der Evaluation 
Die Evaluation der Kommunalen Programme der Seniorenarbeit erfolgte in mehreren 
Schritten, die aufeinander aufbauen: Im ersten Schritt wurde eine Bestandsaufnahme 
der Programme durchgeführt. Hier wurden die Zielsetzungen, die Umsetzung sowie die 
Inanspruchnahme beschrieben. In einem zweiten Schritt wurden die Wirkungen der Pro-
gramme (einschließlich der Vernetzung) analysiert. Darauf aufbauend wurden Ansätze 
zur Optimierung und Weiterentwicklung herausgearbeitet.  
Verschiedene Perspektiven wurden in die Evaluation eingebunden. So wurde i m Rah-
men von Gruppendiskussionen und qualitativen Interviews die Sichtweise von Vertre-
ter*innen der programmumsetzenden Träger sowie von Programmmitarbeitenden er-
fasst. Des Weiteren wurde im Rahmen einer schriftlichen Befragung die Perspektive der 
Nutzer*innen der Programme eingebunden. 
Um die Erfahrung von kommunalen Expert*innen einzubeziehen, wurde begleitend zur 
Evaluation eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Hier wurden Zwischenergebnisse bera-
ten und diskutiert. Ferner wurden die Arbeitsschritte besprochen und miteinander abge-

4 
stimmt. So war die Steuerungsgruppe beispielsweise in die Entwicklung der Fragebögen 
der Nutzer*innenbefragung eingebunden.  
In Rahmen der Evaluation wurden verschiedene Methoden angewan dt, die im Folgen-
den erläutert werden. 
2.2.1 Dokumentenanalyse 
In einem ersten Schritt wurden die vorhandenen Daten gesichtet und fehlendes Daten-
material angefragt. In die Analyse einbezogen wurden Sach - und Jahresberichte der 
Programme, im Rahmen der Programme erhobene Daten sowie Konzeptionspapiere. 
In einigen Fällen wurde im Laufe der Evaluation deutlich (z.B. im Rahmen der Gruppen-
diskussionen), dass weitere Daten bei den Trägern oder der Stadt Köln vorliegen. An 
anderer Stelle haben erste Auswertungen gezeigt, dass weitere Daten hinzugezogen 
werden müssen, um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können. So wurden auch 
noch im Evaluationsprozess weitere Daten angefragt. 
2.2.2 Qualitative Befragung – Sicht der Vertreter*innen der Träger 
Im Vorfeld der qualitativen Befragung hat sich gezeigt, dass es sowohl bei der themati-
schen Umsetzung als auch bei der personellen Besetzung Überschneidungen zwischen 
den Seniorenprogrammen gibt. So wurde entschieden, anstelle der ursprünglich geplan-
ten qualitati ven Einzelinterviews programmübergreifende teilstrukturierte Gruppendis-
kussionen mit Expert*innen durchzuführen. Diese Expertise wiesen die Fachberater*in-
nen der Träger sowie Projektmitarbeitende auf.  
Folgende Gruppendiskussionen fanden statt: 
(1) SeniorenNetzwerke 
(2) Haushaltsnahe Dienstleistungen und Präventive Hausbesuche 
(3) Seniorenberatung 
(4) Seniorenkoordination 
(5) Häusliche Unterstützungsdienste und Koordinierungsstelle für alleinlebende 
Menschen mit Demenz (einschl. Häusliche Unterstützungsdienste für somatisch 
Erkrankte) 
Die Gruppendiskussionen wurden vom ISG organisiert, moderiert und nachbereitet. 
Im Rahmen der Gruppendiskussionen wurden bisherige Ergebnisse zu den einzelnen 
Programmen präsentiert. So konnte zum einen geprüft werden, ob weitere Daten vorlie-
gen. Zum anderen konnte so die Expertise der Vertreter*innen der Träger in die Inter-
pretation der Ergebnisse eingebunden werden.  
Des Weiteren wurden anhand von Forschungsfragen insbesondere die Themen Vernet-
zung und Querverbindung sowie Wirkung und Weiterentwicklung der Programme ge-
meinsam diskutiert.

5 
2.2.3 Schriftliche Befragung – Sicht der Nutzer*innen 
In die Evaluation wurde auch die Sichtweise der Nutzer*innen der Seniorenprogramme 
einbezogen. Dies erfolgte durch eine schriftliche Befragung der Zielgruppen der Pro-
gramme, die zunächst zu definieren waren. So wurden beim Programm „SeniorenNetz-
werke“ sowohl die Netzwerker*innen als auch die Nutzer*innen befragt. Hier wurden 
zwei Fragebogenvarianten erstellt . In Bezug auf das Programm Seniorenkoordination 
wurden die Akteur*innen, mit denen die Seniorenkoordinator*innen zusammenarbeiten, 
befragt. Hier wurde der Fragebogen von den Seniorenkoordinator*innen als ausfüllbares 
pdf-Dokument per E -Mail an die Teilneh menden des Runden Tisches Seniorenarbeit 
weitergeleitet. Beim Programm „Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit De-
menz und ihre Angehörigen “ wurden in Absprache mit den Vertreter*innen der Träger 
die Angehörigen angeschrieben. Der Fragebogen enthielt einige Fragen, die an die An-
gehörigen gerichtet waren , und Fragen, die sich auf die Situation der an Demenz Er-
krankten bezogen. Beim Programm „Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegen-
der Angehöriger von somatisch Erkrankten durch ehrenamtliche  Betreuungsdienste“ 
wurden hingegen die Erkrankten selbst befragt, da viele Nutzer*innen hier alleinlebend 
sind. Nach Rücksprache mit den Vertreter*innen der Träger sowie der Stadt Köln als 
Auftraggeber wurde im Seniorenprogramm „Haushaltsnahe Dienstleistu ngen“ auf die 
Befragung der Nutzer*innen verzichtet. Zurzeit werden dort nur sehr wenige Haushalte 
unterstützt, so dass eine Befragung nicht mit ausreichender Fallzahl umsetzbar gewesen 
wäre. Ebenso wurden im Seniorenprogramm „Koordinierungsstelle für alle inlebende 
Menschen mit Demenz“ keine Nutzer*innen befragt. Dies war zum einen aufgrund der 
geringen Zahl an Klient*innen und zum anderen aufgrund der besonderen Lebenssitua-
tion und der Befragbarkeit der Betreuten nicht möglich. 
Für jedes Programm wurde ein  eigener Fragebogen entwickelt, der programmspezifi-
sche Fragen enthielt. Neben demografischen Angaben wurden Zugangswege, Inhalte 
der Angebote sowie die Zufriedenheit und Weiterempfehlung erhoben. Es erfolgte eine 
Abstimmung des Fragebogens mit dem Auftraggeber sowie den Mitgliedern der Steue-
rungsgruppe. Um die Expertise der Vertreter*innen der Träger einzubeziehen, erfolgt e 
auch mit ihnen eine Abstimmungsrunde. 
Um die Erreichbarkeit und damit verbunden die Teilnahme an der Befragung zu erhöhen, 
wurden die Befragungsunterlagen über die Vertreter*innen der Träger verteilt. So wur-
den auch keine Adressen oder personenbezogenen Daten an das ISG übermittelt.  Die 
Befragung startete Mitte Dezember 2021. Die Rücklauffrist endete am 21.01.2022 – Fra-
gebögen, die später eingingen, wurden aber ebenso bei der Auswertung berücksichtigt. 
Erfreulicherweise war die Beteiligung an der Nutzer*innenbefragung sehr hoch. 2 Von 
den Nutzer*innen der SeniorenNetzwerke haben sich 77% der angeschriebenen Se-
 
2  Bei jeder Befragung gibt es Zielgruppen, die besser erreicht werden, und Zielgruppen, die 
weniger gut erreicht werden. So kann es sein, dass ausgewählte Gruppen unter den teil-

6 
nior*innen beteiligt, von den Netzwerker*innen 60%. Ebenso lag beim Programm Prä-
ventive Hausbesuche die Rücklaufquote bei knapp 60%. Von den Senior*innen, die im 
Kontext der Seniorenberatung einen Fragebogen erhalten haben, haben sich 73% be-
teiligt. Beim Programm „Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz und 
ihre Angehörigen lag die Rücklaufquote bei 71%. Im Rahmen des Programms „Nied-
rigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger von somatisch Erkrank-
ten durch ehrenamtliche Betreuungsdienste“ ist die Zahl der Klient*innen geringer als in 
den anderen Programmen, so dass hier nur 40 Fragebögen verschickt werden konnten. 
Hier ist die Rücklaufquote mit 45% am geringsten, aber immer noch sehr gut. Aufgrund 
des Gesundheitszustandes der Zielgruppe war mit keiner hohen Rücklaufquote zu rech-
nen, so dass diese höher als erhofft ausfällt. Von den Akteur*innen, die mit der Senio-
renkoordination vernetzt sind, haben sich 124 Akteur*innen beteiligt. Eine Rücklaufquote 
kann hier nicht berechnet werden, da nicht bekannt ist, an wie viele Netzwerkpartner*in-
nen die E-Mail mit Fragebogen weitergeleitet wurde.  Insgesamt konnten 517 von Nut-
zer*innen ausgefüllte Fragebögen in die Auswertung einbezogen werden. 
Tabelle 1: Rücklauf der schriftlichen Befragung 
 
 
nehmenden Nutzer*innen unter - oder überrepräsentiert sind, was Auswirkungen auf die 
Auswertungen der Antworten haben kann. 
Versand Rücklauf Rücklaufquote
SeniorenNetzwerke - Nutzer*innen 108 83 77%
SeniorenNetzwerke - Netzwerker*innen 48 29 60%
Präventive Hausbesuche 140 80 57%
Seniorenberatung 127 93 73%
Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen 
mit Demenz und ihre Angehörigen 126 90 71%
Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger von 
somatisch Erkrankten durch ehrenamtliche Betreuungsdienste 40 18 45%
Seniorenkoordination im Stadtbezirk k.A. 124 k.A.
Summe 517

7 
3 SeniorenNetzwerke  
Die SeniorenNetzwerke sind durch die Initiative der Stadt Köln, der Kölner Wohlfahrts-
verbände, der Sozial-Betriebe-Köln gGmbH sowie der Seniorenvertretung der Stadt Köln 
entstanden. Diese Arbeit wird durch Fördermittel des Amtes für Soziales, Arbeit und Se-
nioren ermöglicht und basiert auf § 71 SGB XII „Altenhilfe“. Altenhilfe soll alten Menschen 
u.a. die Möglichkeit bieten, selbstbestimmt am Leben in der Gemeinschaft teilzunehmen 
und ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe zu stärken. 
3.1 Zielsetzung des Programms 
SeniorenNetzwerke sollen alle interessierten Einwohner*innen aus Köln ansprechen – 
unabhängig von Alter, Bildung, Einkommen, Geschlecht und geistiger sowie körperlicher 
Verfassung. Auch sollen ethnische Herkunft, Nationalität und Religion keine Rolle spie-
len. Die Arbeit der SeniorenNetzwerke ist stadtteilbezogen. Ziel ist es, dass sich Se-
nior*innen in ihrem Stadtteil begegnen und dort für sich und andere aktiv werden. Ver-
treter*innen von Institutionen, Vereinen u nd anderen Akteur *innen aus dem Stadtteil 
können ebenso Teil des Netzwerkes sein – auch wenn ihre Zielgruppe nicht vorrangig 
Senior*innen sind. Durch dieses Programm soll der Stadtteil insbesondere für Ältere le-
benswert sein, Selbstorganisation und bürgerschaftliches Engagement sollen gestärkt 
werden. Darüber hinaus sollen seniorenspezifische Belange im Stadtteil erkannt und 
durch die Zusammenarbeit mit anderen Akteur*innen thematisiert werden. 
Engagierte sollen als Netzwerker*innen gewonnen und beim Aufbau von Angeboten für 
Senior*innen begleitet werden (Anleitung zur Selbstorganisation). Als Multiplikator*innen 
sollen sie weitere Ältere bei der Teilhabe an der Gesellschaft und deren aktiven Gestal-
tung unterstützen. Die Netzwerker*innen bieten ehrenamtlich verschiedene Aktivitäten  
für Senior*innen an oder organisieren diese – u.a. in den Bereichen Bildung (z.B. Com-
puter-Kurs), Kultur (z.B. Malkurs, Musikunterricht), Bewegung (z.B. Yoga, Sitzgymnas-
tik), Beratung, Seniorentreffpunkte, Beschäftigung / Geselligkeit (z.B. Spielgruppe, 
Stadtteilfrühstück), Besuchsdienste und Nachbarschaftshilfen. Darüber hinaus organi-
sieren die SeniorenNetzwerke Ausflüge (z.B. Schiffsfahrt) und verschiedene Veranstal-
tungen, wie z.B. Sommerfest, Weihnachtsfeier, Flohmarkt und Adventsbasar.  
Durch die Inanspruchnahme dieser Angebote werden die soziale Teilhabe der Nutzer*in-
nen gestärkt, ihre Kompetenzen gefördert und somit ihre Lebensqualität erhöht. Im Rah-
men des Engagements der Netzwerker*innen werden auch deren Selbstbestimmung, 
Selbsthilfe und Teilhabe auf persönlicher, institutioneller sowie politischer Ebene ge-
stärkt. 
3.2 Umsetzung des Programms 
Im Jahr 2002 beschloss der Rat der Stadt Köln den Aufbau der ersten zwölf Senioren-
Netzwerke in Köln. Seitdem wurde die Idee der Vernetzung an verschiedenen Standor-
ten umgesetzt und  das Konzept kontinuierlich  weiterentwickelt. Zur Unterstützung der

8 
Kölner SeniorenNetzwerke hat sich 2013 zudem der Förderkreis Kölner SeniorenNetz-
werke e. V. gegründet. Im Jahr 2021 gibt es 66 SeniorenNetzwerke. In den fünf Stadt-
bezirken Innenstadt, Ehrenfeld, Nippes, Mülheim und Kalk besteht in jedem Stadtteil 
mindestens ein SeniorenNetzwerk (Stand Feb. 2020). In den anderen Stadtbezirken ver-
fügen noch nicht alle Stadtteile über ein S eniorenNetzwerk. In insgesamt 20 von 86 
Stadtteilen gibt es bislang noch kein SeniorenNetzwerk. 
Wie bereits beschrieben, basiert die Arbeit der SeniorenNetzwerke auf dem Engage-
ment der Senior*innen, die sich mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen und Ressour-
cen einbringen und die Aktivitäten im SeniorenNetzwerk selbst bestimmen. Somit variiert 
die Ausgestaltung der Arbeit der SeniorenNetzwerke in den einzelnen Stadtteilen, da sie 
insbesondere von den sich dort einbringenden Senior*innen, den Bedürfnissen s owie 
den Gegebenheiten im Stadtteil beeinflusst wird. 
Generell sind drei Varianten der SeniorenNetzwerke zu unterscheiden: SeniorenNetz-
werke im Aufbau, selbstorganisierte SeniorenNetzwerke und standortgebundene Seni-
orenNetzwerke. Diese drei Varianten sollen im Folgenden beschrieben werden. 
3.2.1 SeniorenNetzwerke im Aufbau 
SeniorenNetzwerke im Aufbau werden von einer hauptamtlichen Koordination unter-
stützt. Die Stadt Köln fördert die Netzwerkkoordination im Umfang einer 0,5 Stelle. Diese 
Fachkraft ist bei einem Wohlfahrtsverband bzw. den Sozial -Betrieben Köln angestellt. 
Die Netzwerkkoordination ist zeitlich auf ca. vier Jahre begrenzt.  
Aufgabe der Netzwerkkoordination ist es, Ehrenamtliche zu gewinnen, ihre Potenziale 
zu stärken sowie ihre Selbstorganisation im Stadtteil zu fördern. Die Fachkraft leitet En-
gagierte (sog. Net zwerker*innen) an, ein Angebot im Stadtteil für Senior*innen aufzu-
bauen. Denn nach Ausscheiden der Koordination soll das SeniorenNetzwerk durch die 
Netzwerker*innen selbstständig weitergeführt und weiterentwickelt werden (als selbstor-
ganisiertes SeniorenNetzwerk). 
Im Jahr 2021 gibt es in der Stadt Köln 24 SeniorenNetzwerke im Aufbau.  
3.2.2 Selbstorganisierte SeniorenNetzwerke 
Das selbstorganisierte SeniorenNetzwerk ist im Stadtteil selbstständig aktiv und wird von 
den Netzwerker*innen selbst geführt  ohne hauptamtliche Netzwerkkoordination. In der 
Regel gibt es einen Sprecher rat oder ein ähnliches Gremium. Diese Netzwerker*innen 
kümmern sich beispielsweise um Raumplanungen, Flyer- und E-Mail-Versand sowie die 
Abrechnung. Außerdem bieten sie in einigen SeniorenNetz werken Sprechstunden an 
und sind Ansprechpartner*innen für die verschiedenen Angebote. Der Sprecherrat kann 
durch weitere aktive Netzwerker*innen in seiner Arbeit unterstützt werden. 
Auch die Netzwerker*innen der selbstorganisierten SeniorenNetzwerke benötigen fach-
liche Unterstützung und Begleitung. Diese erhalten sie durch die Servicestellen zur Un-

9 
terstützung selbstorganisierter SeniorenNetzwerke, die bei den am Programm beteilig-
ten Trägern angesiedelt sind. Die Servicestellen stehen in Kontakt zu den SeniorenNetz-
werken und unterstützen sie bei Problemen.  Auch können Institutionen oder Vereine 
eine Art „Patenschaft“ übernehmen und die SeniorenNetzwerke bei der Organisation 
(z.B. Abwicklung der Finanzen) unterstützen. Dies können beispielsweise die Träger der 
ehemaligen Netzwerkkoordination oder Kirchengemeinden sein. 
Im Jahr 2006 gingen die ersten SeniorenNetzwerke im Aufbau in die Selbstorganisation. 
Im Jahr 2021 gibt es 31 selbstorganisierte SeniorenNetzwerke.  
3.2.3 Standortgebundene SeniorenNetzwerke 
Standortgebundene SeniorenNetzwerke sind aus früheren Einrichtungen der offenen 
Seniorenarbeit entstanden; dies können z.B. Altentagesstätten oder Begegnungszen-
tren mit hauptamtlicher Netzwerkkoordination sein. Dadurch können diese Senioren-
Netzwerke meist auf vorhandene Strukturen zurückgreifen (z.B. bestehende Büroaus-
stattung, ggf. weiteres hauptamtliches Personal) und verfügen häufig über eigene Räum-
lichkeiten.3  
Bei den standortgebundenen SeniorenNetzwerken ist kein Übergang in die Selbstorga-
nisation vorgesehen. Trotzdem werden hier die Angebote auch durch Netzwerker*innen 
selbst organisiert. Standortgebundene SeniorenNetzwerke haben insbesondere die 
Hochaltrigen im Blick und bieten hier entsprechende Angebote an. 
Im Jahr 2021 gibt es elf standortgebundene SeniorenNetzwerke. 
3.3 Inanspruchnahme des Programms 
Befragung der Netzwerker*innen und der Nutzer*innen 
An der Befragung im Rahmen des Programms SeniorenNetzwerke haben sich 29 Netz-
werker*innen und 82 Nutzer*innen beteiligt.  
Von den Netzwerker*innen sind 25 Personen weiblich (86%), drei Personen männlich 
(10%) und eine Person divers (3%). 28 Personen besitzen die deutsche und eine Person 
die spanische Staatsbürgerschaft; 26 Personen sind in Deutschland geboren, drei in ei-
nem anderen Land.4 Von den befragten Netzwerker*innen gehören gut 20% der Gruppe 
der 59- bis 69-Jährigen an (6 Befragte). Knapp 60% sind zwischen 70 und 79 Jahren alt 
(17 Befragte). Etwa 20% sind 80 Jahre oder älter (6 Befragte; älteste Person: 87 Jahre). 
 
3  Es wird von den Vertreter*innen der Träger erläutert, dass auch einige SeniorenNetzwerke 
im Aufbau und selbstorgan isierte S eniorenNetzwerke auf durch Trägermittel finanzierte 
Strukturen, wie z.B. Räume, zurückgreifen können.  
4  Auch die Angaben in den Sachberichten geben Hinweise darauf, dass Menschen mit Mig-
rationshintergrund unter den Netzwerker*innen und Nutzer*in nen der SeniorenNetzwerke 
unterrepräsentiert sind.

10 
Eine Person gab an, seit vier Jahren im Stadtbezirk zu leben. 14% der Netzwerker*innen 
leben seit fünf bis 14 Jahren in ihrem Stadtbezirk (4 Befragte). Eine Wohndauer von 15 
bis unter 25 Jahre gaben 16% an  (5 Befragte). Mit knapp 70% lebt die Mehrheit der 
Befragten seit mindestens 25 Jahren in dem Stadtbezirk (19 Befragte). 
Von den Nutzer*innen sind 65 Personen weiblich (84%), 12 Personen männlich (16%). 
76 Personen besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit (96%). Die französische, grie-
chische und spanische Staatsangehörigkeit besitzen jeweils eine Person  (je 1%). 94% 
der Nutzer*innen sind in Deutschland geboren (73 Befragte), fünf Nutzer*innen in einem 
anderen Land (6%). Gut 20% der Nutzer*innen sind jünger als 70 Jahre  (16 Befragte). 
Der Gruppe der 70- bis 79-Jährigen gehören knapp 40% an (29 Befragte). Ebenso viele 
sind zwischen 80 und 89 Jahren alt. 4% der Nutzer*innen sind 90 Jahre oder älter (3 
Befragte). Von den Nutzer*innen leben 9% seit höchstens vier Jahren in ihrem Stadtbe-
zirk (7 Befragte), weitere 6% leben dort seit fünf bis 14 Jahren (5 Befragte). Eine Wohn-
dauer von 15 bis unter 25 Jahren gaben 16% an (13 Befragte). Knapp 70% der befragten 
Nutzer*innen leben seit mindestens 25 Jahren in ihrem Stadtbezirk (55 Befragte). 
Die Akteur*innen der SeniorenNetzwerke versuchen, interessierte Senior*innen über 
verschiedene Wege auf das Angebot der SeniorenNetzwerke und die Möglichkeit de s 
Engagements aufmerksam zu machen. Die Information verläuft vorrangig über Öffent-
lichkeitsarbeit, wie z.B. Presseartikel, Aushänge in Schaukästen im Stadtteil, Informa-
tionsheft, Flyer, Online-Beiträge und Homepage der SeniorenNetzwerke. Die Informati-
onsweitergabe (z.B. Flyer / Plakate) erfolgt auch über Kooperationspartner*innen der 
SeniorenNetzwerke. Des Weiteren sind die SeniorenNetzwerke bei Veranstaltungen und 
Festen vertreten und informieren hier über ihre Arbeit. 
Etwa 60% der befragten Netzwerker*inn en haben durch ihren Freund es- und Bekann-
tenkreis von dem Programm der SeniorenNetzwerke erfahren  (17 Befragte). Gut 40% 
(12 Befragte) gaben die Öffentlichkeitsarbeit als Informationsquelle an (z.B. Zeitung, An-
zeige, Flyer, Internet). Bei anderen Angeboten für Senior*innen haben 14% der Befrag-
ten von dem Angebot der SeniorenNetzwerke erfahren (4 Befragte). Die Homepage der 
SeniorenNetzwerke gaben zwei Personen als Zugangsweg an (7%), die Seniorenbera-
tung gab eine Person an (3%). Fünf Netzwerker*innen gaben andere Informationsquel-
len an (17%). Hier wurde z.B. die Kulturarbeit im Stadtteil oder ein Bürgerverein genannt.

11 
Abbildung 1: Netzwerker*innen: Wie haben Sie von dem Programm der 
SeniorenNetzwerke erfahren? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die häufigsten Informationsquellen sind auch bei den Nutzer*innen der Freundes - und 
Bekanntenkreis sowie die Öffentlichkeitsarbeit. Knapp 60% gaben ihren Freundes- und 
Bekanntenkreis als Zugangsweg an (46 Befragte). Die Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Zei-
tung, Anzeige, Flyer, Internet) wurde von 43% angegeben (34 Befragte). Weitaus selte-
ner wurden andere Angebote für Senior*innen (9%; 7 Befragte) sowie die Homepage 
der SeniorenNetzwerke (6%; 5 Befragte) genannt. Zwei Personen haben durch die Se-
niorenberatung von dem Angebot der SeniorenNetzwerke erfahren, eine Person im Rah-
men der präventiven Hausbesuche. 10% der Nutzer*innen gaben andere Informations-
quellen an (8 Befragte). Hier wurden z.B. Nachbarschaftshilfen, Seniorenvertretung so-
wie Wohlfahrtsverbände genannt.

12 
Abbildung 2: Nutzer*innen: Wie haben Sie von dem Programm der 
SeniorenNetzwerke erfahren? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Beweggründe für freiwilliges Engagement können vielfältig sein. Etwa 70% der befragten 
Netzwerker*innen möchten andere Menschen kennenlernen (20 Befragte). Ebenso viele 
möchten aktiv sein (20 Befragte) oder etwas Sinnvolles tun (20 Befragte). Gut die Hälfte 
der Netzwerker*innen gab an, dass sie sich für andere einbringen möchte (15 Befragte). 
Das Leben im eigenen Stadtteil mitzugestalten, ist ebenso für die Hälfte der Netzwer-
ker*innen ein Beweggrund für ihr Engagement (15 Befragte). 17% engagieren sich, da 
sie sehr viel Zeit haben (5 Befragte).

13 
Abbildung 3: Netzwerker*innen: Aus welchen Gründen engagieren Sie sich in 
den SeniorenNetzwerken? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Umsetzung und die Inhalte der SeniorenNetzwerke sind sehr vielfältig – so wie es 
auch die Stadtteile sind, in denen sie etabliert sind. Das Engagement der befragten Netz-
werker*innen findet dementsprechend in den verschiedensten Bereichen statt. Knapp 
60% der Teilnehmenden engagieren sich im Rahmen geselliger Vera nstaltungen (17 
Befragte). Dies können beispielsweise Seniorenkreise, Unterhaltungs -Cafés, Stammti-
sche oder Seniorenclubs sein. Ebenso viele engagieren sich bei der Organisation von 
Wanderungen, Spaziergängen, Stadtteilführungen oder Besichtigungen (17 Befragte).  
Die SeniorenNetzwerke zeichnen sich durch die Partizipation und die Mitwirkung der 
Engagierten aus. Um dies in der Praxis umzusetzen, gibt es  ein Gremium, in dem sich 
die Engagierten zusammenfinden, um sich zu den Belangen des Netzwerkes auszutau-
schen. Gut die Hälfte der befragten Netzwerker*innen engagier t sich im Team, Len-
kungskreis oder Sprecherrat (15 Befragte). 
Knapp die Hälfte unterstützt das SeniorenNetzwerk durch die Organisation oder Durch-
führung von Veranstaltungen (14 Befragte). Dies können beispielsweise Konzerte oder 
Lesungen sein. Im Rahmen des Stadtteilfrühstücks, das in den meisten SeniorenNetz-
werken regelmäßig angeboten wird, engagieren sich knapp 40% der Befragten (11 Be-
fragte). Ebenso gaben jeweils knapp 40% an, sich im Rahmen von Ausflügen sowie im 
Rahmen von Festen und Feiern zu engagieren (je 11 Befragte). 
Von jeweils vier Befragten wurde Engagement in den Bereichen „Fahrrad -Touren“, 
„Gymnastik, Yoga, Bewegung“, „Fachvorträge“, „Kreative Angebote“ sowie „Digitale An-

14 
gebote“ (z.B. Computerkurse, Schulungen, Treffen) genannt (je 14%). Zwei Befragte ga-
ben an, dass sie sich bei Spieletreffs engagieren (7%). 
Drei Befragte engagieren sich in anderen Bereichen (10%). Hier wurde u.a. die Mitarbeit 
in der Redaktion des regelmäßig erscheinenden Info-Heftes genannt. 
Abbildung 4: Netzwerker*innen: In welchen Bereichen engagieren Sie sich? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Häufigkeit des Engagements der Netzwerker*innen ist ganz unterschiedlich – man-
che engagieren sich regelmäßig, andere eher sporadisch. Fünf Befragte engagieren sich 
einmal (17%), sechs Befragte sogar mehrmals in der Woche (21%). Einmal im Monat

15 
gaben vier Netzwerker*innen an (12%), mehrmals im Monat 12 Netzwerker*innen (41%). 
Zwei Befragte engagieren sich nur sporadisch – einige Male im Jahr (7%). 
Abbildung 5: Netzwerker*innen: Wie häufig engagieren Sie sich im Rahmen 
des SeniorenNetzwerks? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Ziel der SeniorenNetzwerke ist es, dass die Senior*innen die Umsetzung des Seni-
orenNetzwerks selbstständig gestalten und selbstständig organisieren. Hierfür ist es 
wichtig, dass sich die Senior*innen längerfristig engagieren, eine Bindung zu dem Netz-
werk aufbauen und dass es nicht zu  einer zu hohen Fluktuation der Ehrenamtlichen 
kommt. 
Eine befragte Person gab an, sich seit ein paar Wochen im Rahmen des SeniorenNetz-
werks zu engagieren (3%), drei Befragte seit ein paar Monaten (10%). 11 Teilnehmende 
engagieren sich seit ein paar Jahren (38%) und 14 Teilnehmende sogar seit vielen Jah-
ren (48%). Die Mehrheit der befragten Netzwerker*innen engagiert sich seit einer langen 
Zeit; dem Programm ist es gelungen, kontinuierliches Engagement zu fördern.

16 
Abbildung 6: Netzwerker*innen: Seit wann engagieren Sie sich im Rahmen 
des SeniorenNetzwerks? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Nutzer*innen nehmen ganz verschiedene Angebote der SeniorenNetzwerke in An-
spruch. So nehmen jeweils über 60% an geselligen Veranstaltungen (z.B. Senioren-
kreise, Unterhaltungs-Cafés, Stammtische oder Seniorenclubs) sowie am Angebot des 
Stadtteil-Frühstücks teil (52 bzw. 51 Befragte). Mehr als die Hälfte gab an, im Rahmen 
des SeniorenNetzwerks Wanderungen, Spaziergänge, Stadtteilführungen sowie Besich-
tigungen zu machen (46 Befragte). 46% nehmen an Festivitäten und Feiern teil (38 Be-
fragte). Die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen beispielsweise in Form von Le-
sungen oder Konzerten gaben 4 4% der Nutzer*innen an (36 Befragte). Ebenso viele 
nehmen an Ausflügen teil.  
Knapp 30% der Befragten nehmen digitale Angebote ( z.B. Computer-Kurse, Schulun-
gen, Treffen) in Anspruch (24 Befragte). Spieletreffs und Fachvorträge wurden von je-
weils etwa 20% g enannt (19 bzw. 16 Befragte). Angebote im Bereich Bewegung, wie 
z.B. Yoga oder Gymnastik, sowie Angebote im kreativen Bereich nutzen 17% bzw. 15% 
der Befragten (14 bzw. 12 Befragte). Drei Befragte gaben Fahrrad-Touren an (4%). An-
dere Aktivitäten werden von fünf Befragten genutzt (4%): z.B. Gedächtnistraining, Sin-
gen.

17 
Abbildung 7: Nutzer*innen: Welche Angebote nutzen Sie? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Manche Nutzer*innen besuchen die Angebote des SeniorenNetzwerks sehr regelmäßig, 
andere nehmen diese nur ab und zu in Anspruch. Von den befragten Nutzer*innen gaben 
20% an, die Angebote mehrmals in der Woche zu nutzen (16 Befragte), weitere 25% 
nutzen diese einmal in der Woche (20 Befragte). Mehr als 40% nehmen die Angebote 
des SeniorenNetzwerks mehrmals im Monat in Anspruch (32 Befragte), 11% etwa ein-
mal im Monat (9 Befragte). Zwei Befragte gaben an, die Angebote nur einige Male im 
Jahr zu nutzen (3%). 
63%
62%
56%
46%
44%
44%
29%
23%
20%
17%
15%
4%
6%
0% 20% 40% 60% 80%
Gesellige Veranstaltungen
(z.B. Unterhaltungs-Café) (N=52)
Stadtteilfrühstück (N=51)
Wanderungen, Spaziergänge,
Besichtigungen (N=46)
Feste, Feiern (N=38)
Kulturelle Veranstaltungen
(z.B. Konzerte, Lesungen) (N=36)
Ausflüge (N=36)
Digitale Angebote
(z.B. Computerkurse) (N=24)
Spieletreff (N=19)
Fachvorträge (N=16)
Gymnastik, Yoga, Bewegung (N=14)
Kreative Angebote (N=12)
Fahrrad-Touren (N=3)
anderes (N=5)
N=82

18 
Abbildung 8: Nutzer*innen: Wie häufig nutzen Sie die Angebote des 
SeniorenNetzwerks? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Mehrheit der befragten Nutzer*innen kennt die Angebote des SeniorenNetzwerks 
schon sehr lange: 42% nutzen die Angebote seit einigen Jahren (33 Befragte), ebenso 
viele nutzen diese seit vielen Jahren (32 Befragte). 13% der Befragten nehmen die An-
gebote seit einigen Monaten in Anspruch (10 Befragte). Vier Befragte sind ganz neu bei 
den SeniorenNetzwerken und nutzen die Angebote erst seit einigen Wochen (5%) 
mehrmals in 
der Woche 
(N=16); 20%
einmal in der 
Woche 
(N=20); 25%
mehrmals im 
Monat 
(N=32); 41%
einmal im 
Monat (N=9); 
11%
einige Male 
im Jahr 
(N=2); 3%

19 
Abbildung 9: Nutzer*innen: Seit wann nutzen Sie die Angebote des 
SeniorenNetzwerks? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Zufriedenheit mit der Organisation der Angebote wirkt sich auch auf die Zufriedenheit 
mit dem Engagement aus. Knapp 40% der Netzwerker*innen sind mit der Organisation 
sehr zufrieden (11 Befragte), mehr als die Hälfte ist zufrieden (16 Befragte). „Teils / teils“ 
gaben zwei Befragte an (7%). Unzufriedenheit drückte keine*r der Befragten aus.  Die 
Einschätzungen wurden nicht näher begründet. 
seit einigen 
Wochen 
(N=4); 5% seit einigen 
Monaten 
(N=10); 
13%
seit einigen 
Jahren 
(N=33); 
42%
seit vielen 
Jahren 
(N=32); 
41%

20 
Abbildung 10: Netzwerker*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation 
der Angebote? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Unter den Nutzer*innen ist die Zufriedenheit mit der Organisation der Angebote höher, 
vermutlich spielen die Organisationsstrukturen für sie auch eine geringere Rolle. Von 
ihnen gaben knapp 60% an, mit der Organisation der Angebote sehr zufrieden zu sein 
(47 Befragte). Weitere 36% sind zufrieden (29 Befragte). Als Begründung wurde ange-
geben, dass Terminabsagen oder andere Informationen rechtzeitig weitergegeben wer-
den. Darüber hinaus sei die Organisation gut durchdacht. 
6% der Befragten gaben „teils / teils “ an (5 Befragte). Auch unter den Nutzer*innen ist 
niemand unzufrieden mit der Organisation der Angebote. 
sehr 
zufrieden 
(N=11); 38%
zufrieden 
(N=16); 55%
teils / teils 
(N=2); 7%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden nicht an-
gegeben

21 
Abbildung 11: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation der 
Angebote? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Es ist wichtig, die Ehrenamtlichen bei ihrem Engagement zu begleiten und zu unterstüt-
zen, um ihre Zufriedenheit mit ihrem Engagement zu erhöhen und die Kontinuität des 
Engagements zu sichern. Für diese Unterstützung sind zum einen die fachliche Koordi-
nation und zum anderen die Servicestellen zuständig. Die Netzwerker*innen wurden ge-
fragt, wie einfach sie Unterstützung bei konkreten Fragestellungen in der Arbeit im Se-
niorenNetzwerk erhalten. Gut 60% gaben „sehr einfach“ an (17 Befragte), ein weiteres 
Fünftel gab „einfach“ an (6 Befragte). Zwei Befragte begründeten ihre Einschätzung mit 
dem Austausch im Sprecherrat. Eine andere Person nannte hier die Unterstützung durch 
die Servicestellen: „Die Servicestellen im Stadtbezirk und stadtweit sind mit kompeten-
tem und sehr hilfsbereitem Personal besetzt.“ 
Vier Befragte sind hier unentschlossen und beantworteten die Frage mit „teils / teils“ 
(14%). Eine Person gab „gar nicht einfach “ an (4%). Die Kategorie „nicht so einfach“ 
wurde nicht ausgewählt. 
sehr 
zufrieden 
(N=47); 58%
zufrieden 
(N=29); 36%
teils / teils 
(N=5); 6%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden 
nicht angegeben

22 
Abbildung 12: Netzwerker*innen: Wie einfach erhalten Sie Unterstützung bei 
konkreten Fragestellungen in der Arbeit im SenioreNetzwerk? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Mit der Arbeit der Koordination bzw. der Servicestellen sind fast zwei Drittel der befragten 
Netzwerker*innen sehr zufrieden (17 Befragte). Acht Befragte sind zufrieden (31%). Die 
Einschätzung wurde mit der Kompetenz der Fachkräfte sowie der guten Informations-
weitergabe begründet. 
Eine Person gab „teils / tei ls“ an, die Kategorien „nicht zufrieden“ und „gar nicht zufrie-
den“ wurden nicht angegeben. 
sehr einfach 
(N=17); 61%
einfach 
(N=6); 21%
teils / 
teils 
(N=4); 
14%
gar nicht 
einfach 
(N=1); 4%
Kategorie "nicht so einfach" wurde nicht angegeben

23 
Abbildung 13: Netzwerker*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der 
Koordination bzw. der Servicestellen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
In einigen Sachberichten wurde deutlich, dass die weniger gute Erreichbarkeit der An-
gebote bei ihrer Inanspruchnahme ein Hindernis darstellen kann. Dies kann zum einen 
beispielsweise an der nicht vorhandenen Barrierefreiheit liegen, zum anderen kann es 
daran liegen, dass Angebote nicht wohnortnah stattfinden. Um einen Hinweis auf die 
Erreichbarkeit zu erhalten, wurden die Nutzer*innen nach der Zufri edenheit mit dieser 
gefragt. Hier ist zu beachten, dass nur diejenigen gefragt werden können, die die Ange-
bote bereits nutzen und für die die Hindernisse folglich nicht zu groß sind. 
44% der befragten Nutzer*innen sind mit der Erreichbarkeit sehr zufrieden (34 Befragte) 
und 47% zufrieden (37 Befragte). Diese Einschätzung wurde damit begründet, dass die 
Angebote in erreichbarer Nähe stattfinden und fußläufig oder mit dem Fahrrad zu errei-
chen sind. 
Fünf Befragte gaben „teils / teils“ (6%) und zwei Befragte „nicht zufrieden“ (3%) an. Die 
Befragten erläuterten, dass sie aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr gut zu 
Fuß laufen können und die Wege dadurch sehr viel Zeit und Kraft in Anspruch nehmen. 
Eine Befragte gab an, dass sie aus Altersgründen auch kein Auto mehr habe. Eine wei-
tere Person denkt bereits an die Zukunft : „Ich fahre relativ viel in andere Stadtteile und 
würde lieber Angebote vor Ort nutzen. Irgendwann lässt meine Mobilität nach und dann 
wird es mir nicht mehr möglich sein, interessante Ange bote zu erreichen. Es gibt im 
Leben mehr Interessen, als Kaffee trinken.“  
Die Kategorie „gar nicht zufrieden“ wurde nicht ausgewählt.  
sehr 
zufrieden 
(N=17); 65%
zufrieden 
(N=8); 31%
teils / teils 
(N=1); 4%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden"

24 
Abbildung 14: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Erreichbarkeit der 
Angebote? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
SeniorenNetzwerke während der Covid-19-Pandemie 
Auch die Arbeit der SeniorenNetzwerke wurde stark durch die Covid -19-Pandemie be-
einflusst. Während des Lockdowns wurden die Angebote zum größten Teil eingestellt. 
Dennoch war es den Koordinator*innen wichtig, weiterhin Kontakt zu den Netzwerker*in-
nen und Nutzer*innen zu halten. So konnten Bedarfe erkannt und Informationen zu be-
stehenden sowie neu installierten Unterstützungsangeboten vermittelt werden. Auch die 
Senior*innen selbst blieben beispielsweise durch Messenger-Dienste (WhatsApp-Grup-
pen) in Kontakt.  
Nach Einschätzung der Vertreter*innen der Träger haben sich die SeniorenNetzwerke 
als wichtige Anlaufstelle bewährt. Die Netzwerkstrukturen, die aufgebaut wurden, funk-
tionieren auch in Krisensituationen. Die Senior*innen haben die Kontakte genutzt, die 
sie zuvor über die SeniorenNetzwerke aufgebaut haben. Außerdem wurde festgestellt, 
dass Hilfen auch informell, ohne Unterstützung durch die Koordinator*innen umgesetzt 
wurden. Als die Angebote wieder stattfinden konnten, mussten teilweise Konzepte an-
gepasst werden. Manche Gruppenangebote mussten geteilt werden, um die Teilneh-
mendenzahl und somit die Kontakte zu reduzieren. In manchen SeniorenNetzwerken 
mussten neue größere Räume für die Angebote gesucht werden, nach Möglichkeit fan-
den Angebote im Freien statt. 
Unterstützung weiterer Ehrenamtlicher war notwendig, so dass sich die Koordinator*in-
nen bemühten, neue Netzwerker*innen zu gewinnen, was auch in vielen SeniorenNetz-
werken gelang. 
sehr zufrieden 
(N=34); 44%zufrieden 
(N=37); 47%
teils / teils 
(N=5); 6%
nicht zufrieden 
(N=2); 3%
Kategorie "gar nicht zufrieden" wurde nicht angegeben

25 
3.4 Förderung des Programms 
Im Jahr 2021 standen insgesamt 1.756.923 Euro für die Förderung der SeniorenNetz-
werke zur Verfügung.  
Die SeniorenNetzwerke im Aufbau profitieren von einer Förderung für eine 0,5 Stelle der 
Netzwerkkoordination. Im Jahr 2021 erhielten diese 24 SeniorenNetzwerke insges amt 
1.052.568 Euro (43.857 Euro je SeniorenNetzwerk). 
Selbstorganisierte SeniorenNetzwerke erhalten einen Sachmittelzuschuss, dessen 
Höhe abhängig von den vorhandenen Haushaltsmitteln ist. Im Jahr 2021 wurden die 31 
selbstorganisierten SeniorenNetzwerke mit 46.500 Euro gefördert (1.500 Euro je Senio-
renNetzwerk).  
Die vier Servicestellen zur Unterstützung der selbstorganisierten SeniorenNetzwerke er-
halten Finanzmittel für jeweils eine 0,5 Stelle. Im Jahr 2021 waren dies insgesamt 
175.428 Euro (43.857 Euro je Servicestelle). 
Die elf standortgebundenen SeniorenNetzwerke haben im Jahr 2021 eine Förderung 
von 482.427 Euro erhalten (43.857 Euro je SeniorenNetzwerk). Bei standortgebundenen 
SeniorenNetzwerken fließen neben den städtischen Zuschüssen auch Trägermitte l mit 
ein. 
3.5 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Für die Umsetzung des Programms „SeniorenNetzwerke“ sind Kooperationen und Netz-
werkarbeit sehr wichtig. Zum einen sind Kooperationen mit Akteur*innen im Stadtbezirk 
wichtig, um wohnortnahe und vielfältige Angebote anbieten zu können und um die Ziel-
gruppen zu erreichen . Zum anderen muss eine Zusammenarbeit bestehen, wenn auf 
entsprechende Angebotsstrukturen hingewiesen und an sie vermittelt werden soll. 
Intensive Kooperationsbeziehungen beste hen zu den anderen Seniorenprogrammen: 
Seniorenberatung, Präventive Hausbesuche, Häuslicher Unterstützungsdienst für Men-
schen mit Demenz sowie zur Seniorenkoordination. 
Darüber hinaus sind u.a. folgende Akteur*innen in die Arbeit de r SeniorenNetzwerke 
eingebunden (im unterschiedlichen Maße): 
• Gerontopsychiatrische Fachberatung 
• Sozialdienste der Krankenhäuser 
• Städtische Institutionen, wie z.B. Bezirksbürgermeister, Bezirksvertretungen, Be-
zirksarbeitsgemeinschaften, Bürgerämter 
• Seniorenberatung 
• Präventive Hausbesuche 
• Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz 
• Seniorenvertretung 
• Stationäre Pflegeeinrichtungen

26 
• Demenznetze 
• Betreuungsverein 
• Wohnungsbaugenossenschaften / Wohnungsgesellschaften 
• Beratung für Wohnraumanpassung 
• Kirchengemeinden 
• Pflegedienste, ärztliche Praxen, Apotheken 
• Pflegeberatung 
• Nachbarschaftshilfen 
• Vereine (z.B. Sportverein, Schützenverein, Bürgerverein) 
• Bibliotheken 
• Seniorenkoordination 
• Bürgerzentren, Seniorenbegegnungsstätten 
• Schulen, Kindertagesstätten 
• Polizei 
• Politische Parteien 
• Einzelhandel (z.B. Buchhandlung), Banken 
• Andere SeniorenNetzwerke. 
 
Voraussetzungen für funktionierende Kooperationen sind nach Einschätzung der Vertre-
ter*innen der Träger  stabile Strukturen  und gleichbleibende Ansprechpersonen. Um 
diese stabilen Strukturen aufzubauen, seien Hauptamtliche notwendig.  Nur durch Ver-
bindlichkeit und Konstanz könne Zusammenarbeit erfolgreich sein. Es gehe nicht darum, 
möglichst viele Akteur*innen zu erreichen, sondern darum, die erreichten Akteur*innen 
möglichst gut untereinander zu vernetzen. 
3.6 Wirkung des Programms 
Die Vertreter*innen der Träger bewerten das Programm als sehr erfolgreich, da immer 
mehr Menschen erreicht und die Stadtteile lebenswerter für Senior*innen werden. Parti-
zipation zeichne die Arbeit der SeniorenNetzwerke aus: Ein großer Anteil des Angebots 
komme von den Senior*innen selbst, daher seien die Angebote auch so erfolgreich.  
Aus Sicht der Vertreter*innen der Träger sind SeniorenNetzwerke aus der Stadt Köln  
aufgrund ihrer wichtigen Arbeit un d flächendeckenden Verbreitung „nicht mehr wegzu-
denken“. Sie sind niedrigschwellig und haben eine „Türöffnerfunktion“. Die Senior*innen 
erhalten ihrer Einschätzung nach so auch bessere Zugänge zu anderen Leistungen. 
Diesbezüglich gaben gut 70% der Netzwerker*innen (20 Befragte) und knapp 60% der 
Nutzer*innen (45 Befragte) an, durch das SeniorenNetzwerk weitere Beratungs- und Un-
terstützungsangebote kennengelernt zu haben. Bei knapp 30% der Netzwerker*innen (8 
Befragte) und 42% der Nutzer*innen (32 Befragte) ist dies nicht der Fall. Dieser Unter-
schied zwischen den Netzwerker*innen und Nutzer*innen ist darauf zurückzuführen,

27 
dass die Netzwerker*innen intensiver in das Netzwerk eingebunden sind und dort auch 
mehr Kontakte haben. 
Abbildung 15: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk weitere Beratungs- und 
Unterstützungsangebote kennengelernt? 
 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Am häufigsten haben sowohl die Netzwerker*innen (80%; 16 Befragte) als auch die Nut-
zer*innen (75%; 30 Befragte) das Angebot der Seniorenberatung kennengelernt. An 
zweiter Stelle steht bei beiden Gruppen das Angebot der präventiven Hausbesuche (un-
ter den Senior*innen als Hausbesuche für ältere Menschen bekannt). Von den Netzwer-
ker*innen gaben dies sechs Befragte (30%) und von den Nutzer*innen 12 Befragte 
(30%) an.  
Fünf Netzwerker*innen gaben pflegerische Hilfen an (25%), diese Unterstützung nann-
ten nur drei Nutzer*innen (8%). Drei Netzwerker*innen gaben noch Angebote für Men-
schen mit Demenz (15%) und eine Person Angebote zur hauswirtschaftlichen Versor-
gung an (5%). Bei den Nutzer*innen gaben vier Befragte Angebote für Menschen mit 
Demenz an (10%) und drei Befra gte Angebote zur hauswirtschaftlichen Versorgung 
(8%). 
nein 
(N=8); 
29%
ja 
(N=20); 
71%
Netzwerker*innen
nein 
(N=32); 
42%ja 
(N=45); 
58%
Nutzer*innen

28 
Als weitere Angebote wurden u.a. Betreutes Wohnen (Servicewohnen), Nachbarschafts-
hilfe und Angebote für Menschen mit einer Gehbehinderung genannt. 
Abbildung 16: Netzwerker*innen: Welche weiteren Beratungs- und 
Unterstützungsangebote haben Sie kennengelernt? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Abbildung 17: Nutzer*innen: Welche weiteren Beratungs- und 
Unterstützungsangebote haben Sie kennengelernt? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
80%
30%
25%
15%
5%
25%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Seniorenberatung (N=16)
Hausbesuche für ältere
Menschen (N=6)
pflegerische Hilfen (N=5)
Angebote für Menschen mit
Demenz (N=3)
hauswirtschaftliche
Versorgung(N=1)
anderes (N=5)
75%
30%
10%
8%
8%
20%
0% 20% 40% 60% 80%
Seniorenberatung (N=30)
Hausbesuche für ältere
Menschen (N=12)
Angebote für Menschen mit
Demenz (N=4)
hauswirtschaftliche Versorgung
(N=3)
pflegerische Hilfen (N=3)
anderes (N=8)
N=40
N=20

29 
Interessant ist nicht nur die Frage, ob die Netzwerker*innen und Nutzer*innen Bera-
tungs- und Unterstützungsangebote kennengelernt haben, sondern auch die Frage, ob 
sie diese Angebote bereits in Anspruch genommen haben.  
60% der Netzwerker*innen (12 Befragten) und 40% der Nutzer*innen (17 Befragte) ha-
ben die Angebote bereits genutzt. 30% der Netzwerker*innen (6 Befragte) und 52% der 
Nutzer*innen (22 Befragte) haben dies noch nicht getan, ziehen es aber in Erwägung. 
Als Begründung wurden der momentane Gesundheitszustand sowie die Einschränkun-
gen durch die Covid-19-Pandemie genannt. „Leider macht Corona mir einen Strich durch 
die Rechnung.“ Des Weiteren besteht bei manchen zurzeit (noch) kein Bedarf.  
Zwei befragte Netzwerker*innen und drei befragte Nutzer*innen schließen eine Inan-
spruchnahme bereits jetzt aus. Sie begründen dies mit ihrem Gesundheitszustand. 
Die Netzwerker*innen haben die Angebote, die sie im Rahmen ihres Engagements im 
SeniorenNetzwerk kennengelernt haben, bereits häufiger in Anspruch genommen. 
Gründe hierfür können die engere Einbindung und Verbundenheit mit dem Senioren-
Netzwerk – dem Ort der Empfehlung – sein. 
Abbildung 18: Haben Sie diese Angebote auch schon genutzt? 
 
ja (N=12); 
60%
noch nicht, 
aber ich 
überlege es 
mir (N=6); 
30%
nein, werde ich 
auch nicht (N=2); 
10%
Netzwerker*innen

30 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Wie oben dargestellt, ist das Kennenlernen anderer Menschen für die Mehrheit der Netz-
werker*innen ein B eweggrund, sich im SeniorenNetzwerk zu engagieren. Knapp 90% 
der Netzwerker*innen haben bereits durch das SeniorenNetzwerk neue Kontakte ge-
knüpft. Hierunter gaben 28% an, dass sie sehr viele neue Kontakte geknüpft haben (8 
Befragte), und 59% gaben einige Kontakte an (17 Befragte). Die Erwartung, andere Men-
schen durch das Engagement kennenzulernen, konnte folglich bei der Mehrheit der be-
fragten Netzwerker*innen erfüllt werden.  
Eine Person gab die Kategorie „teils / teils“ an und drei Personen die Kategorie „nicht so 
viele“. Die Kategorie „gar keine“ wurde nicht angegeben.  
ja (N=17); 
40%noch nicht, 
aber ich 
überlege es 
mir (N=22); 
52%
nein, werde 
ich auch nicht 
(N=3); 7%
Nutzer*innen

31 
Abbildung 19: Netzwerker*innen: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk neue 
Kontakte geknüpft? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Auch die Mehrheit der befragten Nutzer*innen konnte durch das SeniorenNetzwerk an-
dere Menschen kennenlernen (knapp 80%). Gut 20% gaben an, sehr viele neue Kon-
takte geknüpft zu haben (17 Befragte), knapp 60% gaben einige neue Kontakte an (47 
Befragte). Jeweils etwa 10% wählten die Kategorie „teils / teils“ und die Kategorie „nicht 
so viele“ aus (9 bzw. 8 Befragte). Eine Person gab an, gar keine neuen Kontakte ge-
knüpft zu haben. 
Die Mehrheit der Nutzer*innen hat auch andere Menschen kennengelernt, aber in einem 
etwas geringeren Maße als die Netzwerker*innen. Dieser Unterschied ist vermutlich auf 
die Mitwirkung in verschiedenen Bereichen sowie  auf die engere Einbindung der Netz-
werker*innen zurückzuführen. 
ja, sehr viele 
(N=8); 28%
ja, einige 
(N=17); 59%
teils / teils 
(N=1); 3%
nein, nicht so 
viele (N=3); 
10%
Kategorie "nein, gar keine" wurde nicht angegeben

32 
Abbildung 20: Nutzer*innen: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk neue 
Kontakte geknüpft? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Insbesondere bei den sich engagierenden Senior*innen geht es darum, dass sie ihre 
eigenen Ideen und Vorstellungen sowie ihre individuellen Kompetenzen in die Arbeit des 
SeniorenNetzwerks einbringen können. Sie sollen motiviert werden, gemeinsam mit an-
deren selbstverantwortlich und selbstbestimmt Angebote für Senior*innen aufzubauen 
und zu organisieren (Empowerment). 
Knapp 60% der befragten Netzwerker*innen gaben an, dass sie ihre eigenen Ideen und 
Vorstellungen in die Arbeit des SeniorenNetzwerks einbringen können (16 Befragte). Als 
Beispiel wird die Arbeit im Redaktions-Team eines Info-Hefts angeführt: „Wir entwickeln 
im Team das Info-Heft, die Ideen und Vorschläge eines jeden sind gefragt.“  
Drei Netzwerker*innen gaben „eher ja“ an, sieben Netzwerker*innen „teils / teils“. Eine 
befragte Person ist der Ansicht, dass sie eher nicht ihre eigenen Ideen und Vorstellungen 
einbringen kann. Dass dies gar nicht der Fall ist, gab keine Person an. 
ja, sehr viele 
(N=17); 21%
ja, einige 
(N=47); 57%
teils / teils 
(N=9); 11%
nein, nicht so 
viele (N=8); 
10%
nein, gar 
keine (N=1); 
1%

33 
Abbildung 21: Netzwerker*innen: Können Sie Ihre eigenen Ideen und 
Vorstellungen in die Arbeit des SeniorenNetzwerks einbringen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Hälfte der Netzwerker*innen ist der Ansicht, dass sie ihre eigenen Stärken und Fä-
higkeiten in die Arbeit des SeniorenNetzwe rks einbringen kann (14 Befragte). Gut ein 
Fünftel gab „eher ja“ an (6 Befragte). Die Netzwerker*innen finden es positiv, dass ihre 
eigenen Stärken und Kompetenzen die Arbeit des SeniorenNetzwerks voranbringen 
können: „Ich komme aus der Kultur, und finde im SeniorenNetzwerk immer ein offenes 
Ohr für anstehende Planungen, die natürlich auch den Senior*innen zugutekommen.“ 
Und: „Bei organisatorischen Angelegenheiten kann ich mein ´Vitamin B´ einbringen!“ 
Fünf Netzwerker*innen sind unentschieden, inwiefern sie ihre eigenen Stärken und Fä-
higkeiten einbringen können, und gaben „teils / teils“ an. Drei Befragte sind der Ansicht, 
dass das eher nicht möglich ist. Die Kategorie „nein, gar nicht“ wurde nicht angegeben. 
ja, sehr 
(N=16); 59%
eher ja 
(N=3); 
11%
teils / teils 
(N=7); 26%
eher nicht 
(N=1); 
4%
Kategorie "nein, gar nicht" wurde nicht angegeben

34 
Abbildung 22: Netzwerker*innen: Können Sie Ihre eigenen Stärken und 
Fähigkeiten in die Arbeit des SeniorenNetzwerks einbringen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Im Großen und Ganzen sind die befragten Nutzer*innen zufrieden damit, wie sie ihre 
eigenen Wünsche in die Angebote einbringen können. Knapp 30% gaben an, dass sie 
damit sehr zufrieden sind (21 Befragte), weitere 61% sind damit zufrieden (45 Befragte). 
9% sind diesbezüglich unentschlossen und gaben „teils / teils“ an (7 Befragte). Die Ka-
tegorie „nicht zufrieden“ wurde von einer Person  angegeben, die Kategorie „gar nicht 
zufrieden“ wurde nicht ausgewählt. 
Die Nutzer*innen sind zum einen zufrieden mit der Berücksichtigung ihrer Wünsche bei 
der Auswahl der Themen neuer Angebote: „Die Themen werden sofort aufgegriffen, und 
die Umsetzung geplant. Nach kurzer Zeit erfolgt die Information über d ie Realisierung. 
Wirklich super!“ 
Zum anderen sind sie aber auch zufrieden, inwiefern bei bereits bestehenden Angeboten 
auf ihre Wünsche eingegangen wird: „Der Tablet-Kurs ist großartig. Die Ehrenamtlichen 
gehen auf alle Fragen ein und passen sich dem Lerntempo der Oldies ganz wunderbar 
und geduldig an.“ 
ja, sehr 
(N=14); 50%
eher ja 
(N=6); 21%
teils / teils 
(N=5); 18%
eher nicht 
(N=3); 11%
Kategorie "nein, gar nicht" wurde nicht angegeben

35 
Abbildung 23: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie damit, wie Sie Ihre eigenen 
Wünsche in die Angebote einbringen können? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Durch das E ngagement der Netzwerker*innen und die Einbindung verschiedener Ko-
operationspartner*innen kann den Senior*innen ein vielfältiges Angebot im Rahmen der 
SeniorenNetzwerke angeboten werden. Die Zufriedenheit mit der Vielfalt der Angebote 
ist unter den Netzwerker*innen und Nutzer*innen ähnlich. Jeweils 40% sind mit der Viel-
falt sehr zufrieden (12 bzw. 34 Befragte). Weitere 50% sind zufrieden (14 bzw. 39 Be-
fragte). Von den Netzwerker*innen gaben 4% „teils / teils“ an (1 Befragte), unter den 
Nutzer*innen liegt der Anteil bei 9% (7 Befragte). Des Weiteren gab jeweils eine Person 
an, dass sie nicht zufrieden ist. „Gar nicht zufrieden“ wurde nicht ausgewählt.

36 
Abbildung 24: Wie zufrieden sind Sie mit der Vielfalt der Angebote? 
 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die hohe Zufriedenheit mit der Vielfalt der Angebote führt dazu, dass sich die Mehrheit 
der befragten Netzwerker*innen keine weiteren Angebote wünscht. Acht Befragte wün-
schen sich weitere Angebote (31%). Sie gaben z.B. Sportangebote, Lesekreise, Mitsing-
Nachmittage, Fahrrad-Touren, Besichtigungen sowie Angebote zum Umgang mit Smart-
phone, Computer sowie Tablet an. 
Unter den Nutzer*innen ist der Anteil derjenigen, die sich weitere Angebote wünschen , 
mit 43% höher als unter den Netzwerker*innen (31 Befragte). Sie gaben z.B. Theaterbe-
suche, Tanzangebote, Angebote zum Umgang mit Smartphone, Computer sowie Tablet, 
sehr 
zufrieden 
(N=12); 43%
zufrieden 
(N=14); 50%
teils / teils 
(N=1); 4%
nicht 
zufrieden 
(N=1); 4%
Kategorie "gar nicht zufrieden" wurde nicht angegeben
Netzwerker*innen
sehr 
zufrieden 
(N=34); 42%
zufrieden 
(N=39); 48%
teils / teils 
(N=7); 9%
nicht 
zufrieden 
(N=1); 1%
Kategorie "gar nicht zufrieden" wurde nicht angegeben
Nutzer*innen

37 
Angebote im Bereich Handarbeiten, Chor, Koch -Nachmittage, Diskussionsrunden mit 
Kommunalpolitiker*innen, offe nen Sprechstunden zum Thema Demenz sowie Bera-
tungsangebote zu Wohn- und Betreuungsformen im Alter an. 
Die SeniorenNetzwerke haben zum Ziel, die Senior*innen aktiv zu beteiligen und ihre 
gesellschaftliche Teilhabe zu stärken. Darüber hinaus  soll auch der St adtteil für Se-
nior*innen attraktiver werden. Gut 60% der befragten Netzwerker*innen (18 Befragte) 
haben das Gefühl, die Seniorenarbeit im Stadtteil aktiv mitgestalten zu können (darunter 
41% sehr; 21% eher ja). Knapp 30% gaben „teils / teils“ an (8 Befragte). Zwei Personen 
haben dieses Gefühl eher nicht (7%) und eine Person gar nicht (3%). 
Abbildung 25: Netzwerker*innen: Haben Sie das Gefühl, die Seniorenarbeit im 
Stadtteil aktiv mitgestalten zu können? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Angaben zur Frage, ob die Senior*innen die Angebote des SeniorenNetzwerks so-
wie das dortige Engagement weiterempfehlen würden, geben Hinweise auf die Zufrie-
denheit der Senior*innen. Von den befragten Netzwerker*innen würden 86% das Enga-
gement im SeniorenNetzwerk auf jeden Fall weiterempfehlen (25 Befragte), weitere 10% 
gaben eher ja an (3 Befragte). Sie begründen ihre Einschätzung z.B. mit der sinnvollen 
Zeitgestaltung sowie der Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen: „Sinnvolle Gestaltung 
von zur Verfügung stehender Zeit. Vermeiden von Einsamkeitsgefühlen im zunehmen-
den Lebensalter.“ 
„Kennenlernen von Menschen im gleichen Lebensabschnitt vor Ort; Anregung zu Aktivi-
täten, Gedankenaustausch.“ 
Auch das Gefühl, sich sinnvoll  einzubringen, wird als Begründung angegeben: „Es ist 
immer gut, sich für Senior*innen einzubringen. Ein Erfolg ist es ja schon, wenn die Men-
schen für einige Stunden gute Gespräche führen können.“

38 
Nur eine Person wählte die Kategorie „teils / teils“ aus, d ie Kategorien „eher nicht“ und 
„nein, auf keinen Fall“ wurden nicht angegeben. 
Abbildung 26: Netzwerker*innen: Würden Sie anderen Menschen empfehlen, 
sich auch im SeniorenNetzwerk zu engagieren? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Auch 98% der befragten Nutzer*innen würden die Angebote der SeniorenNetzwerke 
weiterempfehlen (80 Befragte), darunter würden dies 84% auf jeden Fall tun (69 Be-
fragte).  
Zwei Befragte gaben „teils / teils“ an  (2%), die Kategorien „eher nicht“ und „nein, auf 
keinen Fall“ wurden nicht angegeben. 
ja, auf jeden 
Fall (N=25); 
86%
eher ja (N=3); 
10%
teils / teils 
(N=1); 3%
Kategorien "eher nicht" und "nein, auf keinen Fall" wurden nicht angegeben

39 
Abbildung 27: Nutzer*innen: Würden Sie die Angebote der SeniorenNetzwerke 
weiterempfehlen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
3.7 Weiterentwicklung des Programms 
Die SeniorenNetzwerke wurden in den letzten Jahren stetig ausgeweitet. In 20 von 86 
Stadtteilen im Kölner Stadtgebiet gibt es bislang kein SeniorenNetzwerk. Nach Ansicht 
der Vertreter*innen der Träger ist es fraglich, ob in jedem Stadtteil ein SeniorenNetzwerk 
mit einer Koordination im Umfang von einer 0,5 Stelle benötigt wird. Vielmehr müssten 
für die einzelnen Stadtteile passgenaue Lösungen entwickelt und mit den Ak teur*innen 
vor Ort abgestimmt werden. 
Laut Konzept der SeniorenNetzwerke Köln ist die Weiterentwicklung des Programms 
prozesshaft angelegt: Aus Erfahrungen soll gelernt, Betroffene sollen beteiligt, und not-
wendige Veränderungen sollen vorgenommen werden. Die Vertreter*innen der Träger 
sehen diese Flexibilität als eine wichtige Komponente für die erfolgreiche Arbeit der Se-
niorenNetzwerke. Aufgrund der großen Unterschiede zwischen den einzelnen Stadttei-
len muss aus ihrer Sicht das Programm offen gestaltet sein, um auf Besonderheiten oder 
Veränderungen eingehen zu können. Es müsse Vielf alt ermöglicht werden, die in den 
Richtlinien nicht festgelegt sein kann. Die Vertreter*innen der Träger sind der Meinung, 
dass die Akteur*innen des Programms offen dafür sein müssen, das Konzept ggf. anzu-
passen. Die Gesellschaft insgesamt (und damit auch die Zielgruppen) und auch die 
Stadtteile veränderten sich, und dies müsse für die zukünftige Entwicklung in den Blick 
genommen werden. Das bedeute aber auch, dass das Programm regelmäßig zu über-
prüfen und dann auch anzupassen sei. 
Verbesserungsbedarfe sehen die Vertreter*innen der Träger in den Bereichen Qualifi-
zierung und Fortbildung der Ehrenamtlichen und der Hauptamtlichen: Dies sei im Pro-
gramm nicht vorgesehen und müsse aus Eigenmitteln der Träger finanziert werden. 
ja, auf jeden 
Fall (N=69); 
84%
eher ja 
(N=11); 
13%
teils / teils 
(N=2); 
2%
Kategorien "eher nicht" und "nein, auf keinen Fall" wurden nicht angegeben

40 
Ebenso wären zusätzliche Mittel für die Öffentlichkeitsarbeit wünschenswert. Mit zusätz-
lichen Mitteln könnten auch in den Stadtteilen Räume bzw. passendere Räume ange-
mietet werden. Auch wäre es hilfreich, wenn das Programm durch eine Evaluation dau-
erhaft begleitet würde. 
In der Diskussionsrunde mit Vertreter*innen der Träger wurde auch gefragt, welche Aus-
wirkungen eine Kürzung der kommunalen Fördermittel hätte: Dies wäre nach Ansicht 
der Vertreter*innen der Träger  ein „emotionaler Rückschlag für die Senior*innen “, die 
das als mangelnde Wertschätzung wahr nehmen würden. Während der Covid-19-Pan-
demie ist bereits ersichtlich geworden, welche Folgen selbst ein zeitlich befristetes oder 
teilweises Nicht-Stattfinden der Programme hat: Die körperliche und geistige Mobilität 
vieler Nutzer*innen habe in diesem Zeitraum merklich abgenommen. Eine weitere Aus-
wirkung der Mittelkürzung wäre, dass Strukturen im Stadtteil, die schon aufgebaut wur-
den, wegbrechen würden und nur wieder schwer aufzubauen wären. 
Zukünftige Aufgaben sehen die Vertreter*innen der Träger in der Entwicklung von Ange-
boten für neue Zielgruppen. So ist es ein Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund bes-
ser zu erreichen. Weiterhin sollten Angebote für Menschen mit Sinneseinschränkungen 
entwickelt werden, Barrierefreiheit sei hier ein wichtiges Thema. 
Auch die Befragung der Nutzer*innen und Netzwerker*innen hat einige Hinweise zur 
Weiterentwicklung des Programms gegeben. Mehrfach wurde die Gewinnung vor allem 
jüngerer Ehrenamtlicher angesprochen. Insbesondere die Gruppe der 65- bis 75-Jähri-
gen sollte gezielter motiviert werden, um auch zukünftig das Engagement zu sichern: 
„Es fehlen 65- bis 75-Jährige. Unsere Gruppe, die die Gemeinschaft in die Zukunft bringt, 
ist 80 bis 93 Jahre alt.“ 
Nicht nur von den Vert reter*innen der Träger , sondern auch von manchen Befragten  
wurde das Thema Räumlichkeiten angesprochen. Die Zeitfenster für die Nutzung einiger 
Räume seien zu klein. Auch sei die Nutzung der Räume nicht überall mehrmals in der 
Woche möglich. Dies wird bedauert, da sich die Teilnehmenden ein häufigeres Treffen 
wünschen. Ebenso wünscht sich eine Netzwerkerin einen eigen en Raum für die Enga-
gierten: „In unserem SeniorenNetzwerk fehlt ein Raum, in dem wir Sachen deponieren 
können und uns ungestört treffen können.“ Weiterhin wird eine feste Anlaufstelle für die 
Nutzer*innen und Netzwerker*innen der SeniorenNetzwerke angeregt: „Alle Netzwerke 
sollten einen festen Anlaufplatz haben.“ 
Eine Teilnehmerin wünscht sich einen Austausch mit anderen SeniorenNetzwerken, den 
sie als gewinnbringend einschätzt: „Netzwerke könnten sich untereinander besuchen , 
um Anstöße für das eigene Netzwerk zu bekommen.“ 
Zwei befragte Netzwerker*innen haben die personelle Ausstattung angesprochen, sie 
wünschen sich eine Erhöhung des Personals: „Ich wünsche mir, dass die Koordinator*in-
nen mehrere Tage in der Woche anwesend sein können, eine Halbtagsstelle reicht 
nicht.“

41 
4 Haushaltsnahe Dienstleistungen 
Das Seniorenprogramm „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ wurde im Jahr 2012 einge-
führt und soll Senior*innen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Dies erfolgt durch das 
Angebot von niedrigschwelligen Dienstleistungen zur Unterstützung bei der Haushalts-
führung. 
4.1 Zielsetzung des Programms 
Das Programm richtet sich an Senior*innen, die über geringe finanzielle Ressourcen 
verfügen (Einkommen etwas über dem Niveau der Grundsicherung) , die auf Unterstüt-
zung in ihrem Haushalt angewiesen sind und deren Bedarfe nicht über die Pflegeversi-
cherung abgedeckt werden, weil sie nicht pflegebedürftig im Sinne des SGB XI sind. 
Insbesondere ältere, zum Teil kranke Menschen oder Menschen mit Behinderung, die 
mit der Haushaltsführung überfordert sind und bei denen Verwahrlosung droht oder be-
reits eingetreten ist, werden auf diese Weise unterstützt. Hier soll eine Versorgungslücke 
geschlossen werden. 
Ziel ist es, den Senior*innen bei der Bewältigung des Alltags zu helfen und sie zu unter-
stützen, möglichst lange in ihrer eigenen Wohnung zu leben. Durch das Programm soll 
die adäquate Versorgung von unterstützungsbedürftigen Menschen erfolgen. Erhalten 
die Betreuten während der Teilnahme am Programm eine  Anerkennung der Pflegebe-
dürftigkeit nach SGB XI , soll spätestens nach sechs Monaten eine Überleitung in das 
Regelsystem erfolgen. 
Des Weiteren sollen im Rahmen dieses Programms langzeitarbeitslose Menschen qua-
lifiziert und in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung überführt werden.  Denn für 
die Durchführung der haushaltsnahen Dienste sollen Personen gewonnen werden, die 
in mindestens 21 der letzten 24 Monate im SGB-II-Bezug standen und die aufgrund per-
sönlicher Vermittlungshemmnisse nicht unmittelbar in ein reguläres sozialversicherungs-
pflichtiges Arbeitsverhältnis integriert werden können. Hier arbeitet das Projekt mit dem 
Jobcenter zusammen. 
4.2 Umsetzung des Programms 
Die Umsetzung des Programms „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ erfolgt auf Ebene der 
Stadtbezirke und wird von folgenden Trägern durchgeführt: AWO Kreisverband Köln 
e.V., DRK Kreisverband Köln  e.V., Sozial-Betriebe-Köln gGmbH und Synagogen-Ge-
meinde Köln KdöR (seit 2016). 
Die Sozial-Betriebe-Köln übernehmen mit gut 70% die Mehrheit der Einsätze, der AWO 
Kreisverband Köln knapp 20%, der DRK Kreisverband Köln knapp 10% und die Syna-
gogen-Gemeinde Köln 4% der Einsätze (Stand 2019).

42 
Zu den haushaltsnahen Dienstleistungen zählen hauptsächlich Wohnungsreinigung und 
sonstige Unterstützung im Haushalt (z.B. Zubereitung von Mahlzeiten). Die 
Senior*innen, die haushaltsnahe Dienstleistung nutzen, zahlen dafür 9 Euro pro Stunde. 
Die Teilnehmenden der im Rahmen der Evaluation geführten Diskussionsrunde erläu-
terten, dass die Arbeit im Programm „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ kompliziert sei, 
da es zwei Zielgruppen gebe: zum einen die Senior*innen und zum anderen die ehema-
ligen SGB-II-Bezieher*innen. An beiden Stellen gebe es spezifische Herausforderungen. 
Die Zielgruppe der Senior*innen ist nach Ansicht der Teilnehmenden durch die vorgege-
benen Kriterien seh r eng gefasst , so dass man die passenden Kund*innen „suchen 
muss“. Die Senior*innen dürfen keine Grundsicherung beziehen und keinen Anspruch 
auf Leistungen der Pflegeversicherung haben. Senior*innen mit Migrationshintergrund 
würden beispielsweise durch diese Vorgaben oft nicht als Zielgruppe in Frage kommen, 
da sie sich vergleichsweise häufiger im Leistungsbezug der Grundsicherung befinden 
als Senior*innen ohne Migrationshintergrund. 5 Ein Vorschlag der Teilnehmenden der 
Diskussionsrunde wäre, Personen mit Pflegegrad I auch in die Zielgruppe aufzunehmen. 
4.3 Inanspruchnahme des Programms 
Die Kund*innen erfahren durch Mund propaganda, durch die Beratung im Rahmen der 
präventiven Hausbesuche, durch die Seniorenberatung, durch andere Akteur*innen 
(z.B. Kirchengemeinde) sowie durch Öffentlichkeitsarbeit von dem Angebot der haus-
haltsnahen Dienstleistungen. 
Die Zahl der Einsätze lag im Jahr 2015 bei knapp 500, ist in den Folgejahren angestiegen 
und lag in den Jahren 2017 und 2018 bei knapp 800 Einsätzen. Im Jahr 2019 ist die Zahl 
deutlich zurückgegangen und lag nur noch bei 565 Einsätzen. Auch im Jahr 2020 ist die 
Zahl noch einmal auf 257 gesunke n. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Covid -
19-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen zurückzuführen , da 
die haushaltsnahen Dienstleistungen grundsätzlich in Präsenz im Haushalt erbracht 
werden und nicht (wie z.B. Beratungsleistung en) durch telefonische oder video tech-
nische Alternativen ersetzt werden können. 
Auch die Zahl der geleisteten Stunden ist in den Jahren 2016 und 2017 deutlich 
angestiegen. Im Jahr 2015 lag sie noch bei knapp 1.500 Stunden, im Jahr 2017 bei gut 
3.600 Stunden. Danach ist die Zahl der geleisteten Stunden wieder gesunken: über etwa 
3.200 Stunden im Jahr 2018 auf etwa 2.200 im Jahr 2019. Auch hier ist die Zahl von 257 
 
5  Nach dem Kölner Lebenslagenbericht 2020 besaßen im Jahr 2018 etwa 38% der Bezie-
her*innen der Grundsicherung im Alter eine ausländische Staatsangehörigkeit.  Der Anteil 
der Ausländer*innen unter der älteren Bevölkerung ab 65 Jahren lag hingegen bei  knapp 
14%; vgl. Engels, D.; Fakdani, F.; Matta, V.; Albouyeh, A. (2021): 1. Kölner Lebenslagen-
bericht 2020. Sozialbericht im Auftrag der Stadt Köln, S. 219; 232.

43 
Stunden im Jahr 2020 aufgrund der Covid -19-Pandemie für die zeitliche Entwicklung 
nicht aussagekräftig. 
Nach Einschätzung der Teilnehmenden der Diskussionsrunde ist der Rückgang der er-
brachten Leistungen nach dem Jahr 2017 auf die Gesetzesänderungen im Rahmen der 
Pflegeversicherung (SGB XI) und die damit verbundene Erweiterung des Pflegebedürf-
tigkeitsbegriffs zurückzuführen. Damit wurde ein Personenkreis mit eher geringem Pfle-
gebedarf leistungsberechtigt, der vorher zur Zielgruppe des Programms gehört hatte. 
Der Rückgang im Jahr 2020 spiegelt die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie wider. 
Aufgrund der schwierigen Umsetzung des Programms sind auch einige Träger aus dem 
Programm ausgestiegen, was ein weiterer Grund für die rückläufige Entwicklung ist 
(siehe Thema „Weiterentwicklung des Programms“ Kap. 4.6)  
Abbildung 28: Einsätze und geleistete Stunden 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Seit dem Jahr 2018 wird erfasst, ob die Nutzer*innen einen Migrationshintergrund ha-
ben. Nur wenige Menschen mit Migrationshintergrund gehören zu den Nutzer*innen die-
ses Programms. Im Jahr 2018 wurden 27 Einsätze bei Menschen mit Migrationshinter-
grund gezählt, im Jahr 2019 waren es 12 Einsätze und im Folgejahr 18 Einsätze. Im 
Rahmen der Diskussionsrunde wurde erläutert, dass viele der Senior*innen mit Migrati-
onshintergrund staatliche Unterstützungsleistungen erhalten und somit zwar program-
matisch, aber nicht tatsächlich der Zielgruppe des Programms entsprechen. 
Im Jahr 2019 fanden gut 20% der Einsätze bei Senior*innen unter 75 Jahren statt, 
ebenso viele bei 7 5- bis unter 80 -Jährigen. Der größte Anteil der Einsätze entfiel mit

44 
knapp 30% auf die Altersgruppe der 80 - bis unter 85 -Jährigen. Gut 20% der Einsätze 
fanden bei 85- bis unter 90-Jährigen statt und etwa 6% bei 90 -Jährigen und Älteren.  
Somit fokussiert das  Programm auf eine Gruppe im mittleren Seniorenalter, während 
Hochaltrige meist durch das pflegerische Regelsystem versorgt werden. 
4.4 Förderung des Programms 
Im Jahr 2020 betrugen die Fördermittel 451.385 Euro. Die Stadt Köln übernimmt die 
tatsächlichen Personalkosten für die angestellten Mitarbeitenden, die die haushaltsna-
hen Dienstleistungen ausführen. 
Die Programme „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ und „Präventive Hausbesuche“ wer-
den aus einem Fördertopf finanziert. Dies geht auf die ursprüngliche Idee zurü ck, im 
Rahmen der präventiven Hausbesuche die Angebote der haushaltsnahen Dienstleistun-
gen zu vermitteln. Die Teilnehmenden der Diskussionsrunde merkten jedoch an, dass 
dies in der Praxis nur eins der Ziele der präventiven Hausbesuche sei. Einerseits plädie-
ren die Vertreter*innen der Träger für getrennte Fördertöpfe bei diesen Programmen. 
Andererseits merken sie aber auch an, dass bei den präventiven Hausbesuchen Bedarfe 
identifiziert werden können, die durch die haushaltsnahen Dienstleistungen schnell zu 
decken wären, was für eine enge Vernetzung beider Handlungsstrategien spräche. Ak-
tuell sei dies aufgrund der Schwierigkeiten im Programm „Haushaltsnahe Dienstleistun-
gen“ jedoch nicht so schnell möglich. Eine kurzfristige und niedrigschwellige Soforthilfe 
bei Verwahrlosung sei jedoch wichtig. 
4.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Im Stadtbezirk findet eine Vernetzung  insbesondere mit den Programmen „Präventive 
Hausbesuche“ und „Seniorenberatung“ statt. Eine Querverbindung zu weiteren Ak-
teur*innen im Stadtbezirk besteht nicht im größeren Umfang. 
Eine Zusammenarbeit besteht auch mit dem Amt für Soziales , Arbeit und Senioren der 
Stadt Köln sowie dem Jobcenter, das die eingesetzten Helfer*innen vermittelt. 
4.6 Weiterentwicklung des Programms 
Für die Träger ist das Programm in der aktuellen Form finanziell nur schwer umsetzbar. 
Die Anlernung und Qualifizierung der Mitarbeitenden sind sehr zeit- und kostenintensiv. 
Der Aufwand ist höher als bei anderen Mitarbeitenden, da sie einen hohen Anleitungs-
bedarf haben, häufiger krank sind6 und mehr Gesprächs- sowie Dokumentationszeit in 
Anspruch nehmen. Es kommt häufig zu Kündigungen und damit zu Wechseln d es Per-
sonals. Dieser häufige Wechsel belastet nicht nur die Arbeitgeber, sondern auch die 
 
6  Vgl. dazu auch Robert Koch-Institut (2003): Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Gesundheits-
berichterstattung des Bundes Heft 13, Berlin.

45 
Senior*innen, bei denen die Personen eingesetzt waren. Nach Einschätzung der Vertre-
ter*innen der Träger brauchen die Senior*innen eine konstante Unterstützung. 
Eine weitere Schwierigkeit ist die Anforderung, dass die ehemaligen SGB-II-Bezieher*in-
nen eine Vollzeit-Beschäftigung erhalten müssen. Einige SGB-II-Bezieher*innen möch-
ten dies z.B. aufgrund der Vereinbarkeit Beruf – Familie nicht, sondern sind nur an einer 
Teilzeitbeschäftigung interessiert. Weiterhin ist eine Vollzeitstelle nicht immer für die Trä-
ger umsetzbar. Teilzeit-Anstellungen würden hier mehr Flexibilität bieten und den Per-
sonenkreis der potenziellen Mitarbeitenden erweitern.7 
Aufgrund der enggefassten Zielgruppe des Programms und der Schwierigkeit, passende 
Mitarbeitende zu finden, sind mehrere Träger in den vergangenen Jahren aus dem Pro-
gramm ausgestiegen. Die verbleibenden Träger haben nur eine geringe Anzahl an 
Kund*innen und sprechen dem Programm  nicht zuletzt aufgrund der beschriebenen 
Schwierigkeiten eine nachrangige Bedeutung zu.  
Die Vertreter*innen der Träger sehen allerdings eine Notwendigkeit in der hauswirt-
schaftlichen Unterstützung dieser Zielgruppe. Der Bedarf an dieser Leistung gegen ein 
geringes Entgelt sei sehr groß. Eine solche Unterstützung könnte den Senior*innen hel-
fen, im eigenen Wohnumfeld zu bleiben und einen Umzug in eine stationäre Einrichtung 
zu vermeiden. Dafür müsste die Leistung aber eine Art schnelle und niedrigschwellige 
Soforthilfe sein, die bei konkretem Bedarf genutzt werden kann.  
Aufgrund dessen haben die Träger gemeinsam mit dem Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren eine Modifikation des Programm s in einem Eckpunktepapier erarbeitet . Die 
Weiterentwicklung des Programms sieht eine Soforthilfe vor, die bis zur abschließenden 
Klärung von Regelleistungen der hauswirtschaftlichen Versorgung nach dem SGB XI 
und SGB XII für einen Zeitraum von in der Rege l maximal vier Wochen erbracht wird. 
Die Vertreter*innen der Träger beschreiben diese Hilfe als hauswirtschaftliche „Feuer-
wehreinsätze“ bis zur Überführung ins Regelsystem. Die Kund*innen sollen über die prä-
ventiven Hausbesuche, die Seniorenberatung oder Sozialstationen vermittelt werden. 
Die Vertreter*innen der Träger sprechen sich für eine Trennung der Fördertöpfe für die 
Programme „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ und „Präventive Hausbesuche“ aus. 
Für die Umsetzung des Programms „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ sollen die Träger 
einen pauschalen Förderbetrag als Gesamtzuschuss erhalten, der nicht „Mitarbeiter-ge-
bunden“ ist. Bei dieser Umsetzung müssen mindestens 20 Senior*innen monatlich in 
jedem Stadtbezirk die haushaltsnahen Dienstleistungen erhalten. Bei dieser pauschalen 
Förderung würden die Bevölkerungs- und Einkommensstruktur der Stadtbezirke berück-
sichtigt, so dass die Stadtbezirke Innenstadt, Rodenkirchen und Lindenthal einen gerin-
geren Anteil bekämen. Die Einnahmen aus dem Eigenanteil von 9 Euro pro Stunde, die 
 
7  Diese Vorgabe durfte bereits jetzt flexibler umgesetzt werden.

46 
die Senior*innen bezahlen müssen, könnten die Träger zur freien Verfügung nutzen, wie 
z.B. für Qualifizierungsmaßnahmen oder Sachkosten. 
Nach wie vor sollen für dieses Programm Arbeitslose qualifiziert und beschäftigt werden. 
Diese sollen von den Trägern in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis oder in eine ab-
schlussbezogene Qualifizierung bzw. Ausbildung übernommen oder vermittelt werden. 
Hier soll die Dauer der Arbeitslosigkeit nicht mehr vorgegeben sein, auch Arbeitslose mit 
einer kurzen Arbeitslosenzeit sollen ausgewählt werden können.

47 
5 Präventive Hausbesuche 
Im Rahmen des Seniorenprogramms „Präventive Hausbesuche“ wird Senior*innen ab 
75 Jahren eine zugehende Beratung in der häuslichen Umgebung angeboten. Seit Ok-
tober 2019 erhalten Migrant*innen dieses Angebot bereits ab 70 Jahren. Dabei geht es 
um die Information über Unterstützungsmöglichkeiten und die Vermittlung passender 
Hilfen.  
5.1 Zielsetzung des Programms 
Die präventiven Hausbesuche sind eine Einstiegsberatung für Senior*innen, die bisher 
noch keine Informationen über  soziale Dienstleistungen erhalten haben und kaum  an 
der Kommunikation im öffentlichen Raum teilnehmen. Es wird frühzeitig und vorsorglich 
zu allen Fragen zum Thema Gesundheit im Alter sowie zum Beratungs- und Hilfesystem 
in Köln informiert. Ziel ist es, den Zugang zu bestehenden Beratungs- und Unterstüt-
zungsangeboten zu erleichtern („Türöffnerfunktion“) und somit eine längere selbststän-
dige Lebensführung im häusliche n Umfeld zu ermöglichen. Im Rahmen der Beratung 
können Risikofaktoren, wie z.B. offensichtliche Krankheitsbilder oder Pflegedefizite, so-
wie Anzeichen für soziale Isolation, versteckte Armut oder Verwahrlosung frühzeitig er-
kannt werden. 
5.2 Umsetzung des Programms 
Das Seniorenprogramm „Präventive Hausbesuche“ startete im Jahr 2016 und wird von 
den Trägern der freien Wohlfahrtspflege (Liga) und der Sozial -Betriebe-Köln gGmbH 
durchgeführt. Folgende Träger beteiligen sich an der Umsetzung: ASB Köln e.V.  (Lin-
denthal und Rodenkirchen), AWO Kreisverband Köln e.V. (Ehrenfeld), Caritasverband 
für die Stadt Köln e.V. (Mülheim und Porz), Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH 
(Innenstadt), DRK Kreisverband Köln e.V. (Kalk), Sozial-Betriebe-Köln gGmbH (Nippes) 
und Synagogen-Gemeinde Köln KdöR (Chorweiler). Für jeden Stadtbezirk gibt es eine 
Fachkraft, die persönliche Ansprechpartner*in ist und die die Hausbesuche durchführt.  
Die Kontaktaufnahme zu den Senior*innen erfolgt postalisch durch die Stadt Köln in Ab-
sprache mit den Trägern. Die Anschreiben werden gesammelt für einen Stadtteil in ei-
nem Rhythmus von etwa zwei bis vier Jahren versandt. Dabei werden Bürger*innen ab 
75 Jah ren (Migrant*innen ab 70 Jahren) angeschrieben und über das Seniorenpro-
gramm der „Präventiven Hausbesuche“ informiert (einschließlich Bild und Kontaktdaten 
der zuständigen Beratungskraft). Die Senior*innen können dann Kontakt zu den Fach-
kräften aufnehmen u nd einen Hausbesuch vereinbaren. Dieses Beratungsangebot ist 
für die Senior*innen kostenlos. 
Inhalte der Beratung können u.a. sein: Wohnbedingungen (z.B. Barrierefreiheit), Alltags- 
und Freizeitgestaltung, Entlastungs- und Unterstützungsdienste, Anträge und Formulare 
(z.B. Antrag auf Pflegeleistung, Patientenverfügung) , hauswirtschaftliche und pflegeri-
sche Hilfen sowie Sozialhilfe und Grundsicherung.

48 
Etwa ein halbes Jahr nach dem Besuch werden die Senior*innen noch einmal telefonisch 
kontaktiert. Es erfolgt eine Kurzevaluation des Besuchs mittels standardisierter Fragen. 
Oft ergeben sich auch in diesem Telefongespräch Unterstützungsbedarfe, zu denen die 
Senior*innen dann telefonisch oder in einem weiteren Besuch beraten werden.  
Nach vier bis fünf Jahren wird ein Wiederholungsschreiben an die Senior*innen versandt 
(„Ü-80-Wiederholungsschreiben“). Dieses erneute Angebot wird nach Aussage der Ver-
treter*innen der Träger mit einer Quote von über 20% deutlich häufiger genutzt. Grund 
dafür ist das gestiegene Alter der Senior*innen und damit verbunden ein höherer Bera-
tungsbedarf. 
5.3 Inanspruchnahme des Programms 
Befragung der Nutzer*innen 
An der Befragung der Nutzer*innen des Programms „Präventive Hausbesuche“ haben 
sich 80 Senior*innen beteiligt, davon sind 50 Frauen (63%) und 29 Männer (37%). Von 
den Befragten besitzen 74 Personen die deutsche Staatsangehörigkeit (93%), drei Per-
sonen die italienische (4%) und jeweils eine Person die russische, griechische und 
schweizerische (je 1%). Knapp 90% de r Teilnehmenden sind in Deutschland geboren.  
Von den Befragten sind knapp ein Fünftel jünger als 80 Jahre (jüngste Person: 69 Jahre). 
Gut zwei Drittel gehören der Altersgruppe der 80- bis 89-Jährigen an. 15% sind 90 Jahre 
oder älter (älteste Person: 95 Jahre). 
Die absolute Mehrheit der Befragten hat über das Anschreiben der Stadt Köln von dem 
Angebot der präventiven Hausbesuche erfahren (88%; 70 Befragte) . 13% gaben das 
örtliche SeniorenNetzwerk bzw. andere Angebote für Senior*innen als Informations-
quelle an (10 Befragte). 10% wurden durch Mundpropaganda im Freundes- und Bekann-
tenkreis darauf aufmerksam (8 Befragte). Durch Öffentlichkeitsarbeit z.B. in Form von 
Pressemitteilungen in der Zeitung und Anzeigen, oder durch das Internet haben zwei 
Befragte von den präventiven Hausbesuchen erfahren (3%). Eine Person gab eine an-
dere Informationsquelle an, sie nannte eine Mitarbeiterin eines Trägers (1%).

49 
Abbildung 29: Wie haben Sie von dem Angebot der Hausbesuche für ältere 
Menschen erfahren? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Eine Datenauswertung des Amtes für Soziales , Arbeit und Senioren der Stadt Köln für 
die vergangenen Jahre hat ähnliche Ergebnisse zum Zugangsweg ergeben (Anschrei-
ben: 87%; Öffentlichkeitsarbeit: 2%; Sonstiges: 10%). Eine Auswertung differenziert 
nach Migrationshintergrund zeigt jedoch, dass Senior*innen mi t Migrationshintergrund 
das Anschreiben seltener als Zugangsweg angeben, sie geben hingegen häufiger die 
Kategorie „Sonstiges“ an. Dies ist insbesondere für die Jahre 2020 und 2021 festzustel-
len. Seit dem Jahr 2018 werden in manchen Stadtteilen Senior*innen mit Migrationshin-
tergrund bereits ab einem Alter von 70 Jahren angeschrieben. Es ist zu berücksichtigen, 
dass nicht alle Stadtteile in den gleichen Jahren angeschrieben werden. Da sich die An-
teile der Senior*innen mit Migrationshintergrund zwischen den S tadtteilen unterschei-
den, kann sich dieses Verfahren sowohl auf die Anzahl der Beratenen mit Migrationshin-
tergrund als auch auf die Angaben zu den Zugangswegen auswirken. Allerdings ist auch 
anzumerken, dass das Anschreiben nur in deutscher Sprache verfasst ist. 
Im Startjahr des Programms 2016 fanden insgesamt 1.450 Beratungen statt. In den zwei 
darauffolgenden Jahren stieg die Zahl auf 1.832 Beratungen an. Im Jahr 2019 sank sie 
leicht auf 1.618 Beratungen. Die Zahl von 1.372 Beratungen im Jahr 2020 ist aufgrund 
der Covid-19-Pandemie und der damit verbundenen Kontakteinschränkungen nicht aus-
sagekräftig.

50 
Abbildung 30: Anzahl der Beratungen im Zeitverlauf 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Um die Ergebnisse besser interpretieren zu können, wird auch die Zahl der versandten 
Anschreiben, mit denen zu einem Gespräch eingeladen wird, betrachtet. So kann ge-
zeigt werden, bei wie vielen der angeschriebenen Personen ein Hausbesuch stattfand. 
Mit Programmbeginn konnten 6% der angeschriebenen Personen besucht werden, in 
den drei Folgejahren lag der Anteil bei etwa 10%. Im Jahr 2020 ist aufgrund der Covid-
19-Pandemie die Beratungsintensität gestiegen, so dass weniger Anschreiben versandt 
wurden, um die Berater*innen nicht zu überlasten. Hier wurden 18% der angeschriebe-
nen Personen besucht. 
Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde erläutert, dass mit der Zahl der versandten 
Anschreiben auch die Zahl der präventiven Hausbesuche gesteuert wird. Da das Pro-
gramm mit nur jeweils einer 0,5  Stelle pro Stadtbezirk gefördert wird, ist die Zahl der 
möglichen Hausbesuche begrenzt. Zu der eigentlichen Beratungsarbeit fallen weitere 
Aufgaben für die Beratungskräfte an: Terminvereinbarung (hierfür muss auch die telefo-
nische Erreichbarkeit im Büro gewährleistet sein bzw. müssen Anrufer*innen zurückge-
rufen werden), Terminorganisation, Vorbereitung, Nachbereitung  und Dokumentation. 
Darüber hinaus werden die besuchten Personen nach einiger Zeit noch einmal angeru-
fen. 
Der Rückgang der Zahl der versandten Anschreiben im Jahr 2019 hängt nach Einschät-
zung der Teilnehmenden der Diskussionsrunde mit der Auslastung der Berater*innen 
zusammen. Je weniger freie Kapazitäten vorhanden sind, umso weniger Senior*innen 
werden angeschrieben. Nur so könnten alle, die das Angebot nutzen möchten, beraten 
werden. 
Im Jahr 2019 gab es 1.618 Kontakte, davon 1.348 Erstkontakte (83%) und 270 Wieder-
holungskontakte. Trotz der Covid-19-Pandemie ging die Zahl der Kontakte im Jahr 2020 
1.450
1.656
1.832
1.618
1.372
0
200
400
600
800
1.000
1.200
1.400
1.600
1.800
2.000
2016 2017 2018 2019 2020
Anschr.
23.525
6%
Anschr.
15.898
10%
Anschr.
19.594
9%
Anschr.
18.851
9%
Anschr.
7.646
18%

51 
nur geringfügig zurück und lag bei 1.372 Kontakten, davon 1.027 Erstkontakte (75%) 
und 345 Wiederholungskontakte. Im „Pandemie-Jahr“ ist der Anteil der Erstkontakte et-
was geringer als im Vorjahr. Bestehende Kontakte wurden fortgeführt, aber weniger 
neue Kontakte wurden au fgebaut. Von Januar bis Juni 2021 wurden 961 Erstkontakte 
und 250 Wiederholungskontakte erfasst (insgesamt 1.211 Kontakte). 
Gut 60% der Beratungen finden in Form von Hausbesuchen statt. 30% der Kontakte sind 
telefonische Beratungen. Nur ein geringer Teil d er Beratungen findet per E -Mail (5%) 
oder im Büro (3%) statt. Die Verteilung in den Vorjahren unterscheidet sich kaum davon. 
Im Jahr 2020 sind aufgrund der Kontaktbeschränkungen die Möglichkeiten zu persönli-
chen Beratungen eingeschränkt. So waren im Jahr 2020 nur knapp die Hälfte der Bera-
tungen Hausbesuche. Telefonische Beratungen machten hingegen 45% der Kontakte 
aus. 
Abbildung 31: Art der Beratung im Jahr 2019 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Im Jahr 2019 waren 3% der im Erstkontakt beratenen Personen jünger als 75 Jahre. 
Knapp 30% entfielen auf die Altersgruppe der 75 - bis 79-Jährigen. Mit knapp 40% war 
der größte Anteil der Kontaktpersonen zwischen 80 und 84 Jahren alt, ein Fünftel zwi-
schen 85 und 89 Jahren. 11% der Erstkontakte fanden mit einer 90-jährigen oder älteren 
Person statt. In den Jahren 2020 und 2021 ändert sich diese Verteilung nur geringfügig. 
Der Anteil der 75 - bis 79-Jährigen nimmt ab, der Anteil der 80 - bis 84-Jährigen nimmt 
zu.  
telefonische 
Beratung; 30%
Beratung per 
E-Mail; 5%
Beratung im 
Büro; 3%
Hausbesuch; 62%

52 
Abbildung 32: Altersstruktur der Erstkontakte 
 
* Januar bis Juni 2021 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Auswertungen des Amtes für Soziales , Arbeit und Senioren der Stadt Köln haben ge-
zeigt, dass knapp 60% der beratenen Senior*innen keine Leistungen aus der Pflegever-
sicherung beziehen (noch keine Einstufung in einen Pflegegrad). Knapp 10% sind in 
Pflegegrad 1 und gut 20% in Pflegegrad 2 eingestuft. B ei 13% der Senior*innen lieg t 
Pflegegrad 3 oder ein höherer Pflegegrad vor.8 
 
8  In den Vorjahren war die Verteilung ähnlich.

53 
Abbildung 33: Pflegebedürftigkeit nach SGB XI und Pflegegrad der beratenen 
Senior*innen im Jahr 2021 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Im Jahr 2018 wiesen 10% der Beratenen einen Migrationshintergrund auf. Im Jahr 2019 
lag dieser Anteil bei 13%. In den Jahren der Covid-19-Pandemie 2020 und 2021 (Januar 
bis Juni) hat sich der Anteil der Kontaktpersonen mit Migrationshintergrund fast verdop-
pelt und liegt bei 22%. Dies kann vermutlich darauf zurückgeführt werden, dass seit Ok-
tober 2019 Senior*innen mit (im Einwohnermeldedaten -System erkennbarem) Migrati-
onshintergrund bereits ab einem Alter von 70 Jahren angeschrie ben werden. Daneben 
ist wieder zu berücksichtigen, welcher Stadtteil im entsprechenden Jahr angeschrieben 
wurde, da sich die Anteile der Senior*innen mit Migrationshintergrund in den Stadtteilen 
unterscheiden.  
Die Berater*innen sind nur in einigen Fällen mehrsprachig (z.B. in Chorweiler). Die Teil-
nehmenden der Diskussionsrunde erläuterten, dass mehrsprachige Berater*innen mit 
passender beruflicher Qualifikation schwer zu finden sind. Teilweise erfolgen Abspra-
chen zwischen den Berater*innen verschiedener Stadtteile, um Beratung in der Mutter-
sprache zu ermöglichen. 
Tabelle 2: Nutzer*innen mit Migrationshintergrund 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
kein 
Pflegegrad; 
57%
Pflegegrad 1; 
9%
Pflegegrad 2; 
21%
Pflegegrad 3 
und höher; 
13%
Insgesamt
Mit Migrations-
hintergrund 169 9% 209 13% 289 21% 268 22%
1.832 1.618 1.372 1.211
2018 2019 2020 Jan. bis Juni 2021

54 
Die Nutzer*innen der präventiven Hausbesuche wurden im Rahmen der schriftlichen Be-
fragung nach ihrem Beweggrund, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen, gefragt. 
Knapp 80% der Befragten hat das Angebot des Hausbesuchs genutzt, da sie sich allge-
mein informieren wollten (63 Befragte). Gut 40% hatten eine konkrete Frage (35 Be-
fragte). Gut ein Drittel der Senior*innen hat sich gefreut, dass jemand sie besuchen 
kommt und haben deshalb das Angebot des Hausbesuchs angenommen (27 Befragte). 
Knapp 30% der Befragten wo llten wissen, wie ein solcher Hausbesuch abläuft. Zwei 
Befragte gaben einen anderen Grund an (3%). Eine von ihnen nannte folgenden Grund: 
„Da ich keine Kölnerin bin und mich hier nicht auskenne, nie in solcher Großstadt ge-
wohnt habe.“ 
Es wird deutlich, dass die Befragten das Angebot des präventiven Hausbesuchs zur all-
gemeinen Information nutzen, es aber auch bei einer konkreten Frage in Anspruch neh-
men. Im Rahmen der Diskussionsrunde wurde erläutert, dass e inige Senior*innen das 
Anschreiben aufbewahren und sich erst nach längerer Zeit melden, wenn sie Beratungs-
bedarf haben. Manche hätten erst nach einem Jahr ihren ersten Kontakt zu den Bera-
tungskräften. 
Abbildung 34: Warum haben Sie das Angebot eines Hausbesuchs genutzt? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Beratungskräfte erläuterten, dass die Anzahl der Anschreiben auch begrenzt wird, 
um eine schnelle Terminvergabe zu ermöglichen. Lange Wartezeiten könnten die inte-
ressierten Senior*innen ab schrecken. Gut die Hälfte der Befragungsteilnehmenden 
empfand es als sehr einfach, einen Termin für den präventiven Hausbesuch zu bekom-
men. Weitere 44% der Befragten schätzten die Terminvereinbarung als einfach ein.

55 
„Mein Anruf wurde sofort von Frau X ange nommen und der Hausbesuch fand einige 
Tage später statt!“ 
Zwei Personen gaben „teils / teils“ an (3%). Keine*r der Befragten empfand die Termin-
vereinbarung als „schwer“ oder „sehr schwer“ , diese Kategorien wurden nicht angege-
ben. 
Abbildung 35: Wie einfach war es, einen Termin für den präventiven 
Hausbesuch zu bekommen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
5.4 Förderung des Programms 
In jedem Stadtbezirk wird eine 0,5 Stelle gefördert. Somit lag die Förderung im Jahr 2020 
insgesamt bei 300.915 Euro für die neun Stadtbezirke. Hier wird eine Pauschale für die 
Personalkosten gezahlt. Die Teilnehmenden der Gesprächsrunden erläuter ten, dass 
dadurch der Träger bei Berater*inn en mit langjähriger Berufserfahrung zusätzliche ei-
gene Mittel aufwenden muss. Sachkosten werden nicht gefördert. 
5.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Um das Programm „Präventive Hausbesuche“ erfolgreich umzusetzen und auf den indi-
viduellen Bedarf der Senior*innen eingehen zu können, ist eine effektive Vernetzung mit 
den anderen Hilfeangeboten im Stadtbezirk wichtig. Die Angebotslandschaft muss den 
Beratungskräften bekannt sein, um die Senior*innen an die entsprechenden Stellen wei-
tervermitteln zu können.  
Insbesondere mit der Seniorenberatung findet eine sehr enge Zusammenarbeit statt. 
Falls es nötig ist, erfolgt schon beim Hausbesuch eine Vermittlung an die Seniorenbera-
tungsstellen; beide Programme ergänzen sich.  
sehr einfach 
(N=42); 54%
einfach 
(N=34); 44%
teils / teils 
(N=2); 
3%
Kategorien "schwer" und "sehr schwer" wurden nicht angegeben

56 
Auch besteht eine Kooperation mit den anderen Seniorenprogrammen, wie z.B. mit den 
haushaltsnahen Diensten, den häuslichen Unterstützungsdiensten für Menschen mit De-
menz, der Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz sowie mit den 
SeniorenNetzwerken. 
Die Fachkräfte des Programms nehmen an den Runden Tischen Seniorenarbeit aktiv 
teil und arbeiten darüber hinaus mit den Seniorenkoordinator*innen zusammen. 
Auch zu anderen Akteur*innen im Stadtbezirk bestehen Kooperationsbeziehungen. Ei-
nige sind weniger intensiv, können aber bei Bedarf genutzt werden, wie z.B. die zu ver-
schiedenen Dienstleistern (z.B. Pflegedienste, haushaltsnahe Dienste), zu Krankenhäu-
sern und ärztlichen Praxen. In einigen Fällen bestehen auch Kontakte zu ehrenamtlichen 
Organisationen (wie z.B. Nachbarschaftshilfe), da dies von den besuchten Senior*innen 
häufiger angefragt wird. 
Die Teilnehmenden der Gesprächsrunde merken aber auch an, dass Netzwerkarbeit 
Kapazitäten braucht. Gerade der Aufbau neuer Kooperationen sei zeitintensiv: Man 
muss sich proaktiv vorstellen, sich selbst bekannt machen, gemeinsam Formen der Zu-
sammenarbeit entwickeln. Einfacher sei es, von bestehenden Netzwerken zu profitieren. 
5.6 Wirkung des Programms 
Das Programm „Präventive Hausbesuche“ wird von den Teilnehmenden der Diskussi-
onsrunde als essenzieller Baustein in der Seniorenarbeit der Stadt Köln beschrieben. 
Sie unterstreichen den präventiven Charakter des Programms, Bedarfe würden frühzei-
tig erkannt. Es zeichnet sich durch seine Niedrigschwelligkeit aus und ist aus ihrer Sicht 
eine notwendige Unterstützung, durch die die Senior*innen vielfältige Hilfe erfahren. An-
dere Angebote für Senior*innen werden so bekannt gemacht, das Programm ist eine Art 
Bindeglied in der Angebotslandschaft. Das Programm der Hausbesuche ist nach Ein-
schätzung der Vertreter*innen der Träger die Basis für die anderen Hilfen: Die präven-
tiven Hausbesuche sind der Seniorenberatung vorgeschaltet und ein „Türöffner“ für die 
offene Seniorenarbeit. Das Programm hat nach Einschätzung der Teilnehmenden der 
Diskussionsrunde das Potential, alle Seniorenprogramme miteinander zu verknüpfen.  
Darüber hinaus sehen die Teilnehmenden der Diskussionsrunde einen „imagebildenden 
Charakter“ des Programms für die Stadt Köln, da es für andere Kommunen einen Vor-
bildcharakter hat. Ähnliche Maßnahmen werden auch in anderen Kommunen geplant 
und umgesetzt. 
Inwiefern die Besuchten über weitere Unterstützungsangebote informiert werden, sollen 
die folgenden Auswertungen der Nutzer*innenbefragung zeigen. 
Die Teilnehmenden der Nutzer *innenbefragung wurden nach den Gesprächsinhalten 
gefragt. Drei Viertel der Befragten gaben an, dass über das Thema Gesundheit gespro-
chen wurde (60 Befragte). Gut die Hälfte der Senior*innen hat das Thema Hilfe im Haus-
halt, Ma hlzeitendienst sowie das Thema Wohnen angegeben (43 bzw. 41 Befragte).

57 
Knapp die Hälfte der Befragten hat im Rahmen des Hausbesuchs über einen Antrag auf 
Leistungen aus der Pflegeversicherung (Pflegegrad) gesprochen  (37 Befragte). Die 
Pflege (z.B. häusliche Pflege, Pflegeperson) wurde bei knapp 40% und die Vorsorge im 
Alter (z.B. Vollmacht, Patientenverfügung) bei knapp 30% thematisiert (30 bzw. 23  Be-
fragte). Auch Themen bezüglich sozialer Kontakte und gesellschaftlicher Te ilhabe wur-
den angesprochen: 24% gaben das Thema Kontaktmöglichkeiten zu anderen Senior*in-
nen (19 Befragte), 15% das Thema Freizeitangebote (12 Befragte) und 14% das Thema 
Nachbarschaftshilfe (11 Befragte) an. Über finanzielle Unterstützung haben 13% der Be-
fragten gesprochen (10  Befragte). Andere Gesprächsthemen gaben vier Befragte an 
(5%). U.a. wurden hier die Einrichtung eines Hautnotrufs sowie die Information über sta-
tionäre Pflegeeinrichtungen genannt. 
Abbildung 36: Worüber wurde bei dem Besuch gesprochen? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021

58 
Die besprochenen Themen und Inhalte des Beratungsgesprächs sind sehr vielfältig. 
Fast alle Befragten empfanden die besprochenen Themen als ausreichend. 92% gaben 
an, dass alles Wichtige besprochen wurde (67 Befragte). „Sehr umfangreiche, freundli-
che und empathische Beratung.“ 
Über weitere Themen hätten 8% der Senior*innen gerne noch gesprochen (6 Befragte). 
Hier wären z.B. konkretere Informationen zum Betreuten Wohnen, Informationen zur 
hauswirtschaftlichen Unterstützung sowie Informationen zu s tändigen Ansprechperso-
nen wünschenswert gewesen. Eine Befragte gab an, dass sie gerne über ihre psychi-
sche Erkrankung gesprochen hätte. Hier ist die Frage, welche Erwartungshaltung die 
Besuchten an den Hausbesuch hatten und bis zu welchem Umfang diese Erwartung 
erfüllt werden kann. 
Abbildung 37: Haben Ihnen Themen gefehlt? Hätten Sie noch gerne über 
andere Dinge gesprochen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Wie bereits erläutert wurde, soll im Rahmen der präventiven Hausbesuche auch über 
andere Hilfe- und Unterstützungsangebote informiert und bei Bedarf an diese vermittelt 
werden. Mit zwei Dritteln der Befragten wurde über das Angebot der Seniorenberatung 
gesprochen (48 Befragte). Bei mehr als der Hälfte wurden haushaltsnahe Dienstleistun-
gen und Angebote zur hauswirtschaftlichen Versorgung thematisiert (39 Befragte). 45% 
der Befragten gaben das Angebot der ambulanten Pflegedienste an (33  Befragte). Ein 
Drittel der Teilnehmenden erhielt Informationen zu den örtlichen SeniorenNetzwerken 
(24 Befragte), knapp 30% zu anderen Begegnungsstätten für Senior*innen (20  Be-

59 
fragte). Mit einem Viertel der Befragten wurde über Ämter und Behörden gesprochen. 
12% gaben Beratung zu Pflegeheimen an (9 Befragte).9 
Abbildung 38: Über welche weiteren Angebote (z.B. zur Beratung, 
Unterstützung oder Freizeitgestaltung) wurde gesprochen? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Zwei Drittel der Befragten haben durch die Beratung im Rahmen der präventiven Haus-
besuche neue Unterstützungsangebote kennengelernt (48 Befragte). Hier wurden mit 11 
Nennungen am häufigsten haushaltsnahe Dienstleistungen / Hilfen im Haushalt ge-
nannt. An zweiter Stelle wurde das Angebot der Seniorenberatung angegeben (5 Nen-
nungen). Darüber hinaus wurden u.a. Wohnberatung (3 Nennungen), Hausnotruf (2 
Nennungen), SeniorenNetzwerke (2 Nennungen), Pflegedienst (2 Nennungen) und Arzt-
begleitung (1 Nennung) genannt. 
 
9  Auch eine Auswertung der Daten des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt 
Köln zur Vermittlung der Besuchten zeigt, dass am häufigsten an Angebote der Senioren-
beratung sowie der hauswirtschaftlichen Unterstützung vermittelt wird. Nach Alter diffe-
renziert wird deutlich, dass die jüngeren Senior*innen häufiger als die älteren an die Seni-
orenberatung und die älteren häufiger als die jüngeren an die hauswirtschaftlichen 
Dienste vermittelt werden. Differenziert nach Migrationshintergrund zeigt sich, dass Se-
nior*innen mit Migrationshintergrund etwas häufiger an die Seniorenberatung verwiesen 
werden als Senior*innen ohne Migrationshintergrund.  
Bei 7% der Besuchten besteht nach dieser Auswertung kein Bedarf an weiteren Hilfen.

60 
11% gaben „teils / teils“ an (8 Befragte). Gut 20% der Teilnehmenden haben aus ihrer 
Sicht keine neuen Unterstützungsangebote kennengelernt (17 Befragte). 
Abbildung 39: Haben Sie durch den Hausbesuch neue Unterstützungsangebote 
kennengelernt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Indikator für die erfolgreiche Weitervermittlung ist die Nutzung der besprochenen 
Angebote. Die Beratungskräfte möchten die Senior*innen nicht nur über die Angebote 
informieren, sondern möchten sie auch motivieren, die für sie passenden Angebote an-
zunehmen. 
Von den Teilnehmenden haben 44% bereits die Angebote, über die im Rahmen der prä-
ventiven Hausbesuche gesprochen wurde, genutzt (34 Befragte). Gut die Hälfte gab an, 
diese noch nicht in Anspruch genommen zu haben, es sich aber noch zu überlegen. Ein 
Grund kann sein, dass zurzeit noch kein Hilfebedarf besteht: „Noch fühle ich mich gut 
und komme gut zurecht aber irgendwann, wenn die Kräfte nachlassen, dann melde ich 
mich.“ Als Begründung wurde aber auch angegeben, dass kein wohnortnahes Angebot 
besteht: „Weil in meiner Wohngegend keine Möglichkeit besteht.“ Ebenso kann der Ge-
sundheitszustand eine Inanspruchnahme verhindern: „Die Demenz meines Mannes 
schreitet fort.“ Auch die Covid-19-Pandemie wird als Grund einer bisherigen Nicht-Inan-
spruchnahme angegeben. 
Drei Befragte haben die Angebote noch nicht genutzt und planen dies auc h nicht (4%). 
Hier gab eine befragte Person an, dass sie sich nicht ausreichend informiert gefühlt hat.

61 
Abbildung 40: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, später 
auch genutzt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die absolute Mehrheit der Befragten war mit dem Gespräch im Rahmen der präventiven 
Hausbesuche sehr zufrieden, 76% gaben dies an (61 Befragte). Ein weiteres Fünftel war 
zufrieden (17 Befragte). Die Senior*innen begründen ihre Einschätzung mit den I nfor-
mationen, die sie erhielten und mit der Kompetenz der Beratungskräfte. „Das Gespräch 
war sehr informativ und hilfreich.“  Sie haben das Gefühl, eine Antwort auf ihre Fragen 
zu bekommen: „Die Mitarbeiterin war sehr freundlich, hilfsbereit und ging auf alle Fragen 
ein, sie hat mich gut beraten.“ 
Auch der freundliche und zuvorkommende Umgang sowie die herzliche und einfühlsame 
Art der Beratungskräfte – ohne aufdringlich zu sein – werden positiv hervorgehoben: 
„Die Gesprächspartnerin war sehr kompetent, hi lfsbereit, freundlich, intelligent, einfüh-
lend, ermutigend!“  
Und: „Frau X hat sich Zeit genommen, und trotz der widrigen Umstände durch Corona 
(Abstand und Maske) war es ein sehr persönliches Gespräch.“ 
Nur zwei Befragte gaben „teils / teils“ an (3%). Unz ufriedenheit drückte keine*r der Be-
fragungsteilnehmenden aus. Eine Person gab den engen Zeitrahmen als Begründung 
an: „Es geht heute alles im Schnellverfahren.“

62 
Abbildung 41: Wie zufrieden waren Sie mit dem Gespräch? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Mit 83% würde die Mehrheit der Teilnehmenden das Angebot der präventiven Hausbe-
suche auf jeden Fall weiterempfehlen. Weitere 14% gaben „eher ja“ an. Sie begründen 
ihre Einschätzung damit, dass man durch dieses Angebot hilfreiche Hinweise zu Unter-
stützungsmöglichkeiten, die noch nicht bekannt sind, erhält. Außerdem lernen die Se-
nior*innen durch den Besuch eine Kontaktperson im Stadtbezirk kennen, die im Bedarfs-
fall ansprechbar ist: „Es gibt einem alleinlebenden Menschen das gute Gefühl, nicht so 
ganz alleine zu sein.“ Und: „Im Alter bewegen einen viele Fragen, die durch Hausbesu-
che strukturierter werden.“ 
Drei Befragte sind diesbezüglich unentschieden und wählten die Kategorie „teils / teils“ 
aus (4%). Die Kategorien „eher nicht“ und „nein, auf keinen Fall“ wurden nicht ausge-
wählt.

63 
Abbildung 42: Würden Sie das Angebot der Hausbesuche weiterempfehlen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
5.7 Weiterentwicklung des Programms 
Die befragten Senior*innen drücken große Dankbarkeit aus, dass es das Angebot der 
präventiven Hausbesuche gibt. Eine befragte Person wünscht sich häufigere Besuche.  
Im Großen und Ganzen sind die Nutzer*innen sehr zufrieden. Aspekte, aufgrund derer 
die Befragten nur teilweise zufrieden waren (Angaben „teils / teils“), sind auf die indivi-
duelle Gesprächssituation zurückzuführen, nicht auf das Konzept des Programms. 
Die Teilnehmenden an der Diskussionsrunde weisen explizit auf den Präventionscha-
rakter des Programms hin. Das Programm ist sehr niedrigschwellig: Durch die präven-
tiven Hausbesuche besteht ein früher Erstkontakt, andere Maßnahmen können bekannt 
gemacht werden. Die präventiven Hausbesuche haben eine Art Lotsenfunktion im Köl-
ner Hilfesystem. 
Die Vertreter*innen des Programms sind der Ansicht, dass die finanziellen Ressourcen 
für das Programm „Präventive Hausbesuche“ aufgestockt werden sollten. Der Bedarf 
kann mit dem aktuellen Stellenumfang nicht  gedeckt werden, was am Rückgang der 
versandten Anschreiben deutlich wird. Wenn Zeitressourcen fehlen, werden weniger An-
schreiben versandt, um den Rücklauf noch bearbeiten zu können. Außerdem seien eine 
ausreichende Qualifikation der Berater*innen und auch  eine gewisse Berufserfahrung 
wichtig. Dieses Personal sei aber nur bei entsprechender Finanzierung zu finden. Aktuell 
entstehen bei den Trägern Mehrkosten, da nicht die tatsächlichen Personalkosten und

64 
auch keine Sachkosten (wie z.B. Material, Fahrtkosten, Büromiete etc.) erstattet wer-
den.10 
Dabei führe das Programm auf lange Sicht zu Einsparungen, da hier nach dem Motto 
„ambulant vor stationär“ gehandelt würde. Bedarfe würden früh erkannt und dementspre-
chend könnte frühzeitig gegengesteuert werden. Krisen situationen könnten so verhin-
dert werden.  
 
10  Es wird erläutert, dass diejenigen, die die Hausbesuche durchführ en, anfangs keinen be-
sonderen beruflichen Hintergrund haben sollten. Man hat sich vorgestellt, dass dies bei-
spielsweise ehemalige Krankenschwestern machen könnten. Dies wurde im Jahr 2019 an-
gepasst. Eine entsprechende berufliche Qualifikation muss jetzt vorliegen.

65 
6 Seniorenberatung 
Das Programm „Seniorenberatung“ wird in dieser Form seit dem Jahr 2002 gefördert 11 
und wird auf Ebene der einzelnen Stadtbezirke durchgeführt. 
6.1 Zielsetzung des Programms 
Zielgruppe der Seniorenberatung sind Kölner Einwohner*innen, die in der Regel mindes-
tens 60 Jahre alt sind und die einen konkreten Hilfebedarf haben, der auf altersbedingte 
Schwierigkeiten zurückzuführen ist. 
Das Ziel der Seniorenberatung ist es, die Senior*innen zu ihrem Hilfebedarf zu beraten 
und sie bei der Inanspruchnahme weiterer Hilfen und Leistungen zu unterstützen. Ihnen 
soll der Zugang zu weiteren Unterstützungsangeboten erleichtert werden. So soll die 
gesellschaftliche Teilhabe der Senior*innen gefördert und ihnen eine mögl ichst lange 
Selbstständigkeit in ihrem eigenen Wohnumfeld ermöglicht werden.  Ziel ist Prävention 
durch frühzeitige Beratung. 
6.2 Umsetzung des Programms 
Es gibt Seniorenberatungsstellen wohnortnah in den Stadtteilen, es können Hausbesu-
che vereinbart werden, und in den Bezirksämtern ist die Seniorenberatung verortet (auch 
in Trägerschaft der Wohlfahrtsverbände und ihrer Mitgliedsorganisationen). Somit zeich-
net sich die Seniorenberatung durch ihre Niedrigschwelligkeit und ihre aufsuchende Ar-
beit aus. 
Die Seniorenberatung wird in den Stadtbezirken durch die Wohlfahrtsverbände und ihre 
Mitgliedsorganisationen umgesetzt. Folgende Träger sind beteiligt: ASB Köln e.V., AWO 
Kreisverband Köln e.V., Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Diakonisches Werk Köln 
und Region gGmbH, DRK Kreisverband Köln e.V., Johanniter-Unfallhilfe e.V., PariSozial 
gGmbH, Synagogen-Gemeinde Köln KdöR und Zu Huss e.V. 
In den einzelnen Stadtbezirken wird die Seniorenberatung von verschiedenen Trägern 
durchgeführt, um den Ratsuchenden ein möglichst vielfältiges Trägerangebot bieten zu 
können. Die Kund*innen fühlen sich beispielsweise aufgrund von Mitgliedschaften, Reli-
gionszugehörigkeit oder persönlichen Beziehungen durch unterschiedliche Träger ange-
sprochen.  
Durchschnittlich gibt es 3,5 Stellen pro Stadtbezirk (darunter eine 0,5 Stelle in jedem 
Bezirksamt). Davon weichen folgende Stadtbezirke ab:  
 
11  Vergleichbare Formen der Seniorenberatung gab es bereits vor der jetzigen Beauftragung 
durch die Stadt Köln aus dem Jahr 2002.

66 
▪ Mülheim: 4,5 Stellen 
▪ Chorweiler: 2,5 Stellen 
▪ Nippes: 4 Stellen 
▪ Porz: 4 Stellen 
Beratungen finden zu den unterschiedlichsten Anliegen statt. Dies können finanzielle 
Fragen, Fragen zu staatlichen Leistungen (z.B. Grundsicherung) oder zu Leistungen der 
Pflegeversicherung, Fragen zu Unterstützungsangeb oten und Dienstleistungen (z.B. 
ambulanter Pflegedienst), Fragen zum Wohnen im Alter oder zu Freizeit- und Bildungs-
angeboten sein – alle Fragen, die den Alltag und die Lebenssituation der Senior*innen 
betreffen. Bei Bedarf werden die Ratsuchenden an entsprechende Stellen weitervermit-
telt, so dass die Seniorenberatung einen Zugang zum weiterführenden Hilfesystem er-
möglicht.  
6.3 Inanspruchnahme des Programms 
An der Befragung der Nutzer*innen haben im Programm Seniorenberatung 93 Personen 
teilgenommen. Von diesen sind 68 Frauen (74%) und 24 Männer (26%). 86% besitzen 
die deutsche Staatsangehörigkeit (79 Befragte), jeweils 3% die türkische und russische 
(je 3 Befragte). 8% gaben eine andere Staatsbürgerschaft an: griechische (2 Nennun-
gen), österreichische (2 Nennungen), iranische, kroatische und ukrainische  (je 1 Nen-
nung). Gut 70% der Befragten sind in Deutschland geboren (66 Befragte). 
Von den Befragten sind 14% zwischen 62 und 69 Jahren alt. Mit 44% gehört die Mehrheit 
der Gruppe der 70 - bis 79-Jährigen an. Zwischen 80 und 89 Jahren alt sind 37%. 5% 
sind 90 Jahre oder älter (4 Befragte). Die älteste Person ist 96 Jahre alt. 
Im Jahr 2017 wurden 11.953 Kund *innen durch die Seniorenberatungsstellen beraten. 
Im Folgejahr waren es 12.356 Kund*innen und im Jahr 2019 11.989 Kund*innen.12 Hier 
ist zu beachten, dass die Kundenzahl nicht die wiederkehrenden Beratungen abbildet, 
die einen großen Teil der Beratungsleistungen ausmachen. 
Wird die Kundenzahl differenziert nach Stadtbezirk (Durchschnitt etwa 1.332 Kund *in-
nen) betrachtet, ist eine recht gleichmäßige Verteilung erkennbar. Die Vermutung, dass 
die recht konstante Kundenzahl auf die begrenzten Personalkapazitäten zurückzuführen 
ist, hat sich im Rahmen der Diskussionsrunde bestätigt. Die Zahl der Kund*innen ist 
durch die festgelegten Personalkapazitäten begrenzt. Die Berater*innen sind ausgelas-
tet und können mit ihrem Stellenumfang keine weiteren Kund*innen betre uen. Es wird 
von den Vertreter*innen der Träger betont, dass keine ratsuchende Person abgewiesen 
wird. Wer in der Beratung ankommt, wird auch beraten. Allerdings erfolgt aufgrund der 
begrenzten Zeitressourcen bei Auslastung eine schnellere Weitergabe an an dere Stel-
 
12  Im Jahr 2020 wurde die Software der Seniorenberatungsstellen umgestellt. Hier stehen 
keine Daten zur Verfügung.

67 
len. Darüber hinaus ist die Öffentlichkeitsarbeit nur im begrenzten Umfang möglich. Zum 
einen kostet das Zeit, zum anderen würden noch mehr neue Kund*innen die Beratung 
aufsuchen („mehr Öffentlichkeitsarbeit, mehr Vernetzung, mehr Kund*innen “). Das be-
deutet aber auch, dass mit einem größeren Stellenumfang die Öffentlichkeitsarbeit aus-
gebaut und damit mehr Kund*innen erreicht werden könnten. Der Bedarf ist nach Ein-
schätzung der Vertreter*innen der Träger vorhanden. 
Abbildung 43: Anzahl der Kunden nach Stadtbezirk 2019 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Wie bereits erläutert wurde, kann die Seniorenberatung an verschiedenen Orten statt-
finden: an einem Standort im Stadtbezirk, als Hausbesuch oder in den Bezirksämtern. 
Folgende Abbildung zeigt, wo die durchgeführten Beratungen stattfanden. Im Jahr 2017 
wurden 65% der 11.953  Kund*innen im Stadtbezirk beraten  (7.738 Kund*innen), und 
35% wurden im Bezir ksamt beraten (4.215 Kund*innen). Bei 65% derjenigen, die im 
Stadtbezirk beraten wurden, fanden Hausbesuche statt (4.991 Kund*innen). 
Diese Verteilung ist in den Folgejahren vergleichbar. Hier wird deutlich, dass diese ver-
schiedenen Möglichkeiten der Anlaufstellen für die Umsetzung der Seniorenberatung 
wichtig sind. Alle Anlaufstellen werden aufgesucht.  Die Ergebnisse der Diskussions-
runde haben gezeigt, dass die verschiedenen Standorte zu unterschiedlichen Bera-
tungsanlässen aufgesucht werden. So werden die Beratungsangebote in den Bezirks-
ämtern häufig für Beratungen zu Antragstellungen genutzt, wenn beispielsweise die Mit-
arbeitenden der Stadt Köln an die Beratung im gleichen Haus verweis en. Dies wurde 
auch kritisch gesehen, da die Berater*innen hier auch teilweise städti sche Aufgaben

68 
übernehmen müssen, wie z.B. Hilfestellung beim Ausfüllen von Antragsformularen, was 
aus Sicht der Vertreter*innen der Träger auch die Mitarbeitenden der Stadt übernehmen 
müssten (siehe Thema „Vernetzung“ (Kap. 6.5). 
Abbildung 44: Ort der Beratung im Zeitvergleich 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Gut 30% der Senior*innen, die an der schriftlichen Befragung teilgenommen haben, ha-
ben die Seniorenberatung in diesem Jahr zum ersten Mal aufgesucht (27 Befragte). Ein 
weiteres Drittel war in den letzten ein bis drei Jahren zum ersten Mal dort (28 Befragte). 
Vor vier bis zehn Jahren haben 23% der Teilnehmenden das Angebot der Senioren be-
ratung zum ersten Mal genutzt (20 Befragte). Bei 13% der Befragten liegt die erste Be-
ratung schon elf Jahre oder länger zurück (11 Befragte).  
Ein gutes Drittel der Befragungsteilnehmenden hat im Freundes - und Bekanntenkreis 
vom Angebot der Seniorenberatung erfahren (31 Befragte). Knapp 30% gaben das Se-
niorenNetzwerk oder andere Angebote für Senior*innen als Informationsquelle an  (25 
Befragte). 16% der befragten Senior*innen sind durch die Öffentlichkeitsarbeit auf das 
Angebot aufmerksam geworden  (14 Befragte). Dies können Zeitungsartikel, Anzeigen 
oder gedruckte Flyer sein. Ebenso ist hier das Internet zu nennen (z.B. Einträge in den 
Social Media, Website der Seniorenberatung). Durch das Programm „Präventive Haus-
besuche“ (bei den Senior*innen häufig unter dem Namen „Hausbesuche für ältere Men-
schen“ bekannt) sind 11% auf das Beratungsangebot aufmerksam geworden (10 Be-
fragte). Eine Person gab den Besuchsdienst für Menschen mit Demenz und ihre Ange-
hörigen als Informationsquelle an (1%). Andere Informationsquellen gaben 30% der Se-

69 
nior*innen an (27 Befragte). Am häufigsten wurde hier der Sozialdienst von Krankenhäu-
sern oder Reha-Einrichtungen genannt (6 Nennungen). Vier Befragte haben von städti-
schen Ämtern oder Behörden vom Angebot der Seniorenberatung erfahren . Auch die 
Kirchengemeinden wurden als Informationsquelle genannt (3 Nennungen). Arztpraxen 
und Wohlfahrtsverbände wurden von jeweils zwei Befragten angegeben. Weitere Ak-
teur*innen, die auf die Seniorenberatung verwiesen haben, sind: Bestattungsunterneh-
men, Krankenkasse, Polizei, Hausnotruf und Schuldnerberatung (jeweils 1 Nennung). 
Abbildung 45: Wie haben Sie von dem Angebot der Seniorenberatung 
erfahren? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Von den Befragten empfanden es gut 70% als sehr einfach, einen Termin für die Senio-
renberatung zu vereinbaren (67 Befragte). Ein weiteres Viertel empfand dies als einfach 
(22 Befragte). Vier Teilnehmende gaben „teils / teils“ an (4%). Die Kategorien „schwer“ 
und „sehr schwer“ wurden nicht angegeben. 
Ihre Einschätzung begründen die Befragten mit der guten Erreichbarkeit und der schnel-
len Terminvergabe. Auch begrüßen sie, dass eine telefonische Terminvereinbarung 
möglich ist und diese nicht nur über das Internet erfolgen muss. 
„Habe angerufen, bin sofort durchgekommen und habe einen Termin in fünf Tagen be-
kommen.“  
„Anruf, Termin eine Woche später.“ Und „Ich telefonierte und sie antwortete sogar in 
Coronazeit. Sie war immer erreichbar.“

70 
Abbildung 46: Wie einfach war es, einen Termin für die Seniorenberatung zu 
bekommen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Gut ein Drittel der Kontakte sind einmalige Kontakte, in denen es hauptsächlich um In-
formationsweitergabe geht. Die Vertreter*innen der Träger erläuterten in der Gesprächs-
runde, dass diese Kontakte häufig in den Beratungsstellen in den Bezirksrathäusern 
stattfinden. Hier geht es dann um Informationsweitergabe zu Leistungen oder um Unter-
stützung bei der Antragstellung. 
Beratungen, bei denen es zu zwei bis vier Kontakten kommt, werden von den Beratungs-
kräften als einfache Kontakte bezeichnet. Ihr Anteil entspricht 33% und hat von 2017 bis 
2019 um 2 Prozentpunkte abgenommen. 
Bei Neuzugängen oder erschwerten Beratungen kommt es zu vier oder mehr Beratun-
gen. Ihr Anteil beträgt 31% und hat von 2017 bis 2019 um 5 Prozentpunkte zugenom-
men. 
sehr einfach 
(N=67); 72%
einfach 
(N=22); 24%
teils / teils 
(N=4); 
4%
Kategorien "schwer" und "sehr schwer" wurden nicht angegeben

71 
Abbildung 47: Häufigkeit der Kontakte im Zeitvergleich13 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Unter den Befragungsteilnehmenden ist der Anteil derjenigen, die bereits mindestens 
fünf Mal die Seniorenberatung aufgesucht haben, mit knapp zwei Drittel am größten (57 
Befragte). Ein Viertel hat bereits zwei bis vier Mal Unterstützung in der Seniorenberatung 
gesucht (24 Befragte). 11% gaben an, dass sie dort erst ein Mal waren (10 Befragte). 
 
13  Dem ISG liegen hierzu keine absoluten Zahlen vor. 
37%
37%
36%
36%
36%
33%
26%
26%
31%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
2017
2018
2019
nur Information 2 - 4 Kontakte 5 Kontakte und mehr

72 
Abbildung 48: Wie oft haben Sie schon Unterstützung in der Seniorenberatung 
gesucht? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Teilnehmenden wurden gefragt, warum sie das Angebot einer Seniorenberatung ge-
nutzt haben (Mehrfachantworten möglich). Knapp 40% gaben an, dass sie sich allge-
mein informieren wollten (3 5 Befragte). Mehr als die Hälfte hatte konkrete Frage n (51 
Befragte). Diese bezogen sich beispielsweise auf Antragstellungen zur Feststellung ei-
ner Behinderung (Schwerbehindertenausweis) oder auf Leistungen aus der Pflegeversi-
cherung (Anerkennung eines Pflegegrades). Ebenso bestanden Fragen zur Grundsiche-
rung oder Rentenversicherung. Die Befragten berichte ten nicht nur von Unklarheiten 
beim Ausfüllen der Anträge, sondern auch von Verständnisproblemen bezüglich der zu-
gesandten Bescheide. Andere suchten weiter e Hilfsangebote, wie z.B. eine Einkaufs-
hilfe.  
65% der befragten Senior*innen gaben an, dass sie sich in einer Problemlage befunden 
haben (59 Befragte). Diese Problemlagen wurden von manchen Befragten beschrieben. 
So ging es beispielsweise um finanzielle Probleme bis hin zur Insolvenz . „Ich hatte fi-
nanzielle Probleme, deswegen habe ich mich für die Seniorenberatung entschieden.“ 
Auch wurden hier ein bevorstehender Wohnungsumzug oder Ärger mit Vermieter*innen 
genannt. Andere befanden sich aufgrund ihres Gesundheitszustandes (z.B. schwere Er-
krankung) in einer Problemlage.

73 
Abbildung 49: Warum haben Sie das Angebot einer Seniorenberatung genutzt? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Seniorenberatung während der Covid-19-Pandemie 
Auch auf die Arbeit der Seniorenberatung hat die Covid-19-Pandemie starke Auswirkun-
gen. Zu Beginn der Pandemie konnte aufgrund der Notwendigkeit, Kontakte zu be-
schränken, nur telefonische Beratung angeboten werden. In den meisten Fällen war dies 
sehr zeitintensiv. So war eine zielführende Beratung häufig mit gegenseitigem Post-
wechsel zwischen Ratsuchenden und Beratungsstelle verbunden ( z.B. Formulare für 
Antragstellungen). Hinzu kommt, dass zwar eine Beratung am Telefon stattfinden kann, 
aber persönliche Eindrücke der Beratungskraft zu weiteren Problemlagen (z.B. Gesund-
heitszustand oder Verwahrlosung) nicht gewonnen werden können – im Gegensatz zur 
Möglichkeit im persönlichen Gespräch. 
Im weiteren Verlauf der Pandemie wurde eine Terminsprechstunde ermöglicht, die offe-
nen Sprechstunden können nach wie vor noch nicht angeboten werden. Hausbesuche 
konnten anfangs gar nicht bzw. nur sehr eingeschränkt stattfinden. Der Kontakt zu Rat-
suchenden war mit der Einhaltung von Hygiene maßnahmen verbunden. Insbesondere 
das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hat in der Beratung von Senior*innen mit ei-
ner Seh- oder Hörbeeinträchtigung zu Verständigungsproblemen geführt, da die Stimme 
schwer zu verstehen und Lippenlesen nicht möglich ist. 
Die Beratungskräfte stellen Belastungen bei den Senior*innen fest, die sie auf die Aus-
wirkungen der Covid-19-Pandemie zurückführen. So haben die städtischen Institutionen 
den Publikumsverkehr eingestellt, so dass die den Se nior*innen bekannten Wege, die 
Ämter und Behörden zu erreichen und Anträge zu stellen, nicht mehr gegeben waren. 
Hier war eine noch stärkere Unterstützung seitens der Beratungskräfte notwendig. 
Die Problemlagen im psychosozialen Bereich haben sich nach Einschätzung der Bera-
tungskräfte verstärkt. Die Vereinsamung hat zugenommen, soziale Kontakte fehlen. 
Ebenso wurden niedrigschwellige Unterstützungsangebote zumindest zeitweise einge-
38%
56%
65%
0% 20% 40% 60% 80%
Ich wollte mich allgemein
informieren.(N=35)
Ich hatte eine konkrete Frage.
(N=51)
Ich habe mich in einer
Problemlage befunden. (N=59)
N=91

74 
schränkt, Freizeitangebote fanden nicht statt. Ebenso stellen die Fachkräfte eine höhere 
Belastung für (pflegende) Angehörige fest. Darüber hinaus hat sich nach Einschätzung 
der Vertreter*innen der Träger die Problemlage der Verwahrlosung verschärft. 
Einige Senior*innen haben im weiteren Verlauf der Covid -19-Pandemie Hilfeangebote 
oder Unterstützungsdienste aus Angst vor Ansteckung nicht mehr genutzt, so dass sich 
Probleme verstärkt haben oder verschleppt wurden.  
6.3.1 Unterstützung für „hilflose Personen“ 
Erscheint eine Person hilfebedürftig und fällt durch Verwirrtheit, Vernachlässigung oder 
Verwahrlosung auf, gibt es zur Unterstützung der hilflosen Personen eine zentrale An-
laufstelle der Stadt Köln, an die sich beispielsweise das Umfeld telefonisch wenden 
kann. Die Maßnahmen, die die Lage der betroffenen Person verbessern sollen, werden 
von der Clearingstelle im Amt für Soziales , Arbeit und Senioren zentral koordiniert. Es 
wird sichergestellt, dass die Hinweise über hilflose Personen (sogenannte „Hilo-Fälle“) 
unmittelbar an die zuständigen Dienststellen und Hilfeeinrichtungen weitergele itet wer-
den.  
Hilflose Personen können aus unterschiedlichen Personenkreisen stammen (z.B. Ob-
dachlose, Kinder, Senior*innen). Handelt es sich bei den hilfebedürftigen Personen um 
Senior*innen, werden die Seniorenberatungsstellen eingeschaltet, denn hier si nd die 
Hilo-Beauftragten angesiedelt (pro Stadtbezirk 1 Beauftragung). 
Dies stellt für die Seniorenberater*innen eine Mehrbelastung dar, da hier eine schnelle 
Bearbeitung erfolgen muss. Hilo-Einsätze erfordern oft mehr Beratungsaufwand, da sie 
fast immer mit Hausbesuchen verbunden sind und es sich um gravierendere Fälle han-
delt, die teilweise zunächst noch zur Annahme von Hilfe motiviert werden müssen . Zu-
sätzlich besteht der Anspruch, dass die Hilfe innerhalb der ersten fünf Werktage nach 
Eintreffen der Meldung tätig werden sollte. Des Weiteren ist es ein anderes Arbeiten, da 
die betroffene Person die Beratung nicht aus eigener Motivation aufgesucht hat, sondern 
über Dritte vermittelt wurde. 
Da die Bearbeitung der Hilo-Fälle im Rahmen des normalen Stellenumfangs stattfindet, 
stellt sie eine deutliche Mehrbelastung dar. Hinzu kommt, dass diese Fälle in den letzten 
Jahren deutlich zugenommen haben. Im Jahr 2017 erfolgten insgesamt 582 Meldungen, 
von denen 171 Meldungen an die Seniorenberatung weitergeleitet wurden (29%). Die 
Zahl der Meldungen stieg bis zum Jahr 2021 kontinuierlich an und lag im Jahr 2021 bei 
657 Fällen, was einer Zunahme um 13% entspricht.  
Die Zahl der hilflosen Senior*innen ist sogar noch in einem weitaus stärkeren Maße ge-
stiegen. Im Jahr 2017 wurden 171 Senior*innen, die Hilfe benötigten, registriert. Im Jahr 
2019 lag diese Zahl schon bei 207 Fällen und im Jahr 2021 bei 245 Fälle n. Dies ent-
spricht einer Zunahme um 43%. Der Anteil der Senior*innen an allen hilflosen Personen 
ist dementsprechend gestiegen und lag im Jahr 2021 bei 37%.

75 
Tabelle 3: Anzahl der Hilo-Fälle im Zeitvergleich 
 
Quelle: Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln 
Wie bereits oben beschrieben, ist auch in der Seniorenberatung insgesamt eine Ver-
schärfung der Problemlage der Verwahrlosung bei Senior*innen festzustellen. Diese Se-
nior*innen erreichen die Seniorenberatung nicht nur  als sogenannte „Hilo -Fälle“, son-
dern auch wenn sich beispielsweise Bekannte direkt an die Seniorenberatung wenden.  
6.4 Förderung des Programms 
Im Jahr 2020 betrugen die Fördermittel 2.975.000 Euro. Pro Stadtbezirk werden im 
Durchschnitt 3,5 Personalstellen f ür die Seniorenberatung gefördert (darunter eine 0,5 
Stelle im Bezirksrathaus). Die tatsächlichen Personalkosten werden übernommen. Zu-
dem werden eine Sachkostenpauschale pro Personalstelle und Verwaltungskosten in 
Höhe von 10% der tatsächlichen Personalkosten von der Stadt Köln gezahlt. Dadurch , 
dass die tatsächlichen Personalkosten übernommen werden, können auch erfahrene 
Berater*innen mit langjähriger Berufserfahrung angestellt werden . Es wird seitens der 
Teilnehmenden der Diskussionsrunde angemerkt, dass die Sachkostenpauschale aller-
dings seit mehr als zehn Jahren nicht erhöht wurde. 
6.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Aufgrund der „Türöffnerfunktion“ müssen die Seniorenberatungsstellen sehr gut vernetzt 
und über die Angebote der anderen Akteur*innen gut informiert sein. Nur so können sie 
die Senior*innen auf adäquate Hilfsangebote hinweisen und an die entsprechenden An-
laufstellen vermitteln. 
Die Teilnehmenden der Diskussionsrunde geben an, gut vernetzt zu sein. Kooperationen 
bestehen mit allen Angeboten im Bereich Seniorenhilfe (und oft darüber hinaus). Die 
Vernetzung innerhalb der Stadtbezirke wird als sehr gut beschrieben; die Berater*innen 
kennen ihre Stadtbezirke und die dort tätigen Institutionen und Akteur*innen.  
2017 582 171 29%
2018 623 198 32%
2019 614 207 34%
2020 638 237 37%
2021 657 245 37%
Veränderung
 2017-2021 +13% +43%
Jahr Mitteilungen 
insgesamt
davon an die 
Seniorenberatung Anteil

76 
Schwierigkeiten und Probleme werden bei Kooperationen mit einigen Akteursgruppen 
beschrieben: mit den städtischen Stellen sowie mit den Krankenhäusern und „Versor-
gungsdiensten“ (z.B. hauswirtschaftliche Versorgung, Tagespflege, Kurzzeitpflege, Pfle-
gedienst). Hier wird allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dies nicht in allen 
Stadtbezirken der Fall ist.  
In der Zusammenarbeit mit städtischen Stellen führen lange Bearbeitungszeiten seitens 
der Ämter und Behörden zu Schwierigkeiten bei den betroffenen Senior*innen. So kön-
nen beispielswe ise Vergünstigungen mit einem Schwerbehindertenausweis aufgrund 
der langen Bearbeitungsdauer erst verspätet in Anspruch genommen werden, was zu 
finanziellen Mehrbelastungen führt. Weiterhin wird die schlechte Kommunikation mit ei-
nigen städtischen Stellen angesprochen. So sind manche Stellen telefonisch auch für 
die Beratungsstellen kaum erreichbar. Auch den Beratungskräften stehen keine Durch-
wahlen zur Verfügung, sie müssen die allgemeinen Rufnummern nutzen. Dies ver-
braucht viele zeitliche Ressourcen der Beratungskräfte, ohne dass die entsprechende 
Ansprechperson erreicht wurde. Des Weiteren werden in vielen Fällen keine Eingangs-
bestätigungen für schriftliche oder per E-Mail gestellte Anfragen versandt.  
Die Seniorenberatungen übernehmen nach Ansicht der Vertreter*innen der Träger teil-
weise städtische Aufgaben. So werden die Senior*innen, die beim Ausfüllen der Antrags-
formulare Probleme haben, aufgrund knapper Kapazitäten von den Mitarbeitenden der 
Ämter an die Seniorenberatung verwiesen, obwohl dabei die städtischen Mitarbeitenden 
Unterstützung leisten müssten. Dies wird insbesondere in den Seniorenberatungen, die 
in den Bezirksrathäusern angesiedelt sind, festgestellt. Hier wird allerdings auch ange-
merkt, dass bei den Kund*innen in der Beratung meist noch weitere Problemlagen sicht-
bar werden, zu denen die Ratsuchenden dann auch Unterstützung erhalten. 
Während der Covid-19-Pandemie hat sich dieses Kooperationsproblem verschärft; die 
Träger befinden sich diesbezüglich bereits im Gespräch mit dem Amt für Soziales, Arbeit 
und Senioren der Stadt Köln. 
Bezüglich der Kooperation mit Krankenhäusern wurde angemerkt, dass teilweise Pati-
ent*innen ohne Begleit ung aus dem Krankenhaus entlassen werden. Die Begleitung 
nach einer bzw. bei einer Erkrankung bedarf aus Sicht der Vertreter*innen der Träger 
einer besseren Abstimmung der beteiligten Akteur*innen. Hier wäre ein Unterstützungs-
system zur Patientenbegleitung (nach dem Case Management-Konzept14)  nach der Ent-
lassung wünschenswert.15 
Hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den Versorgungsdiensten wurde darauf hingewie-
sen, dass bei der hauswirtschaftlichen Versorgung sowie im Pflegebereich (Tages-
 
14  Wendt, W.R. (2010): Case Management im Sozial- und Gesundheitswesen. Freiburg i.Br., 
5. Auflage 2010. 
15  Ein entsprechendes Projekt der Caritas wurde eingestellt, da es nicht refinanzierbar war.

77 
pflege, Kurzzeitpflege und Pflegedienst) freie Kapazitäten fehlen. Weiterhin wird über 
freie Plätze nicht ausreichend informiert. Die Senior*innen sind häufig selbst aktiv und 
informieren sich. Sie finden jedoch keinen freien Platz und wenden sich dann an die 
Seniorenberatung, die allerdings auch nur begrenzt weiterhelfen kann. 
Die Vertreter*innen der Träger erläuterten jedoch, dass auch für die anderen Akteur*in-
nen Vernetzung aufgrund knapper Zeitressourcen nur begrenzt möglich ist (z.B. für am-
bulante Pflegedienste). Bei fehlenden Zeitkapazitäten gehöre Netzwerkarbeit zu den Ar-
beitsbereichen, die als erste reduziert werden. 
Die Seniorenberatungsstellen sind Teilnehmende der „Runden Tische Seniorenarbeit“. 
Seit der Einführung des Programms „Seniorenkoordination“ übernehmen die Senioren-
koordinator*innen die Organisation der Runden Tische, was die Seniorenberatung, die 
die Aufgabe zuvor übernahm, sehr entlastet.  
6.6 Wirkung des Programms 
Die Seniorenberatung informiert und berät, sie unterstützt die Ratsuchenden z.B. bei der 
Beantragung verschiedener Leistungen und vermittelt an weitere Stellen. 
Die Beratungsinhalte richten sich nach der Lebenssituation und Problemlage der Se-
nior*innen und sind sehr vielfältig. Nach Einschätzung der Bratungskräfte haben in den 
letzten Jahren die Beratungen zur Wohnungssuche, zum Wohnberechtigungsschein, zu 
drohendem Wohnungsverlust sowie zu Verschuldung und finanziellen Problemen stark 
zugenommen. 
Auch benötigen viele Ratsuchende Unterstützung bei der Suche nach Pflege- und Haus-
wirtschaftsdiensten sowie bei der Suche nach einem Pflegeplatz (Kurzzeitpflege, Tages-
pflege und Pflegeheim). Diese Vermittlung ist schwierig, da es zu wenig Angebote gibt 
bzw. freie Kapazitäten nicht immer kommuniziert werden. 
Auch die Befragungsteilnehmenden wurden nach den Beratungsinhalten gefragt . Fast 
zwei Drittel der Befragten haben im Rahmen der Seniorenberatung über den Antrag auf 
Leistungen der Pflegeversicherung gesprochen (59 Befragte). Bei knapp 60% der Se-
nior*innen ging es um das Thema Gesundheit (53 Befragte). Dies kann auch eine Bera-
tung zum Antrag zur Feststellung einer Behinderung sein (Schwerbehindertenausweis). 
Das Thema Pflege (z.B. häusliche Pflege, Pflegekraft, Situation von pflegenden A nge-
hörigen) wurde bei der Hälfte der Teilnehmenden besprochen (45 Befragte). Das Thema 
finanzielle Unterstützung gaben 44% der Senior*innen an (40 Befragte). Dies beinhaltet 
vor allem die Hilfe bei der Antragstellung auf finanzielle Leistungen. Bei 43% der Befrag-
ten war das Thema „Wohnen“ Beratungsinhalt (39 Befragte). Hier kann es beispiels-
weise um die Barrierefreiheit in der eigenen Wohnung oder um Unterstützung bei einem 
bevorstehenden Umzug gehen. Ebenso gaben 43% das Thema „Hilfe im Haushalt, 
Mahlzeitendienst bzw. Essensservice“ an (39 Befragte).

78 
Die folgenden Themenbereiche wurden seltener genannt: Den Themenbereich „Vor-
sorge im Alter“ (z. B. Vollmacht, Patientenverfügung) gaben 23% der Befragten an (21 
Befragte). Über Familie haben 19% der Senior*innen und über die niedrigschwellige Hilfe 
in Form von Nachbarschaftshilfe 14% der Senior*innen gesprochen (17 bzw. 13 Be-
fragte). Auch die Themenbereiche „Kontaktmöglichkeiten zu anderen Senior*innen“ und 
„Freizeitangebote“, die die gesellschaftliche Teilhabe und soziale Kontakte stärken könn-
ten, wurden im Vergleich seltener besprochen. Diese Inhalte gaben 14% bzw. 11% der 
Befragten an (13 bzw. 10 Befragte). Sechs Befragungsteilnehmende wählten die Kate-
gorie „andere Beratungsinhalte“ aus. Hier wurde beispielsweise das Thema „Betreutes 
Wohnen“ genannt. 
Abbildung 50: Worüber wurde in der Beratung gesprochen? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
N=91

79 
Die absolute Mehrheit der Befragungsteilnehmenden ist der Ansicht, dass in ihre m Be-
ratungsgespräch alles für sie Wichtige besprochen wurde (92%; 81 Befragte). 8% hätten 
gerne noch weitere Themen besprochen (7 Befragte).  Hier wurden insbesondere The-
men im Gesundheitsbereich genannt, wie z.B. Erkrankungen im Alter, Situation von Se-
nior*innen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Pflege und Sterbehilfe. 
Abbildung 51: Haben Ihnen Themen gefehlt? Hätten Sie noch gerne über 
andere Dinge gesprochen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Nutzer*innen der Seniorenberatung wurden auch gefragt, über welche Angebote im 
Rahmen der Beratung gesprochen wurde. Dies können beispielsweise andere Bera-
tungs- oder Unterstützungsangebote oder Angebote zur Freizeitgestaltung sein. Bei vie-
len Senior*innen ging es in der Beratung um Antragstellungen. Aufgrund dessen wurde 
auch mit knapp 80% der Befragten über die zuständigen Ämter und Behörden gespro-
chen (70 Befragte).  
Im Rahmen der Evaluation wurde immer wieder angesprochen, dass das Angebot haus-
haltsnaher Dienstleistungen und Angebote zur hauswirtschaftlichen Versorgung gerin-
ger seien als die Nachfrage. Diese Angebote wurden bei gut der Hälfte der Teilnehmen-
den thematisiert (48 Befragte). 30% der Befragten sprachen mit den Beratungskräften 
über das Angebot eines ambulanten Pflegedienstes (27 Befragte). Auch hier wird immer 
wieder von Versorgungslücken bzw. langen Wartezeiten gesprochen. 
Über das Angebot der örtlichen SeniorenNetzwerke wurde mit einem Viertel der Befrag-
ten gesprochen. Die SeniorenNetzwerke bieten Angebote und Aktivitäten für Senior*in-
nen, die von ehrenamtlichen Senior*innen organisiert werden (siehe Kapitel 3). 22% der

80 
Teilnehmenden gaben an, dass sie über Stiftungen für finanzielle Unterstützung infor-
miert wurden (20 Befragte).  
Auf das Angebot von Seniorenclubs und Begegnungsstätten, die soziale Kontakte und 
gesellschaftliche Teilhabe fördern, wurden knapp 20% der Befragten hingewiesen (17 
Befragte). Über Angebote von stationären Einrichtungen, wie z.B. Pflegeheimen, wurden 
12% der Senior*innen informiert (11 Befragte). 
Mit einigen wurde auch über Angebote für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen 
gesprochen. So gaben fünf Befragte an, über Besuchsdienste für Menschen mit Demenz 
und ihre Angehörigen informiert worden zu sein (6%). Zwe i Befragte sprachen mit den 
Beratungskräften über die Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit De-
menz. Diese beiden Angebote sind auch kommunale Seniorenprogramme, die von der 
Stadt Köln gefördert werden (siehe Kapitel 7 und 9). 
Über weitere Angebote wurde mit sieben Befragten gesprochen. Hier wurden beispiels-
weise Angebote genannt, die das Thema Wohnen betreffen (z.B. Wohnberatung). Auch 
wurde über therapeutische Angebote informiert (z.B. Ergotherapie).

81 
Abbildung 52: Über welche weiteren Angebote (z.B. zur Beratung, 
Unterstützung oder Freizeitgestaltung) wurde gesprochen? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Ziel der Seniorenberatung ist es, den Hilfebedarf der Ratsuchenden zu besprechen, 
die Ratsuchenden über weitere Unterstützungsangebote zu informieren sowie an diese 
zu vermitteln. 
Durch die Seniorenberatung hat die Mehrheit der Befragten neue Unterstützungsange-
bote kennengelernt; knapp drei Viertel der Befragten sagten das aus (65 Befragte). 16% 
der Teilnehmenden gaben „teils / teils“ an (14 Befragte). 11% haben nichts über neue 
Angebote erfahren (10 Befragte). 
Neue Angebote, die kennengelernt wurden, waren vor allem solche, die den Alltag in 
dem eigenen Wohnumfeld erleichtern. Beispielhaft sind hier zu nennen: Pflegedienste 
(8 Nennungen), hauswirtschaftliche Dienste / Haushaltshilfen (8 Nennungen), Nachbar-

82 
schaftshilfe (3 Nennungen), häuslicher Unterstützungsdienst für Menschen mit Demenz 
und ihre Angehörigen ( 2 Nennungen),  Wohnberatung (2 Nennungen),  Hausnotruf (1 
Nennung), Mahlzeitenservice (1 Nennung)  und Einkaufshilfe (1 Nennung). Im Freizeit-
bereich gaben die Senior*innen Angebote der SeniorenNetzwerke (3 Nennungen) und 
von anderen Seniorenbegegnungsstätten (2 Nennungen) sowie Seniorenreisen (2 Nen-
nungen) an. Ebenso lernten die Befragten durch die Seniorenberatung die gerontopsy-
chiatrische Tagesklinik, Pflegeheime und Angebote des Servicewohnens kennen (je 1 
Nennung). 
Abbildung 53: Haben Sie durch die Seniorenberatung neue 
Unterstützungsangebote kennengelernt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Seniorenberatung sollte nicht nur auf mögliche Unterstützungsangebote hinweisen, 
sondern die Ratsuchenden auch motivieren, die se anzunehmen. Durch die Beratung 
können die Senior*innen so passgenau über die Angebote informiert werden, dass 
Hemmschwellen, diese Angebote anzunehmen, im besten Fall bereits beseitigt werden: 
die „Türen“ in die weiterführenden Hilfen sollen „geöffnet“ werden. Ein Hinweis darauf, 
ob dies gelingt, kann die Antwort auf die Frage „Haben Sie die Angebote, über die ge-
sprochen wurde, später auch genutzt?“ geben. Die absolute Mehrheit der Befragten ha-
ben die Angebote, über die sie informiert wurden, bereits gen utzt; 78% gaben dies an 
(67 Befragte). Ein Fünftel der Befragten hat die Angebote noch nicht genutzt, zieht dies 
aber in Betracht (17 Befragte). Zwei Befragte gaben an, dass sie die Angebote bisher 
nicht genutzt haben und dies auch zukünftig nicht tun möchten.

83 
Abbildung 54: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, später 
auch genutzt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Es wird deutlich, dass die Mehrheit der Befragten durch die Seniorenberatung über für 
sie neue Angebote informiert wurde. Diese Information war effektiv, denn die Mehrheit 
hat die Angebote, über die gesprochen wurde, später auch genutzt. 
Insgesamt waren die Befragten sehr zufrieden mit der Hilfe durch die Seniorenberatung: 
87% waren sehr zufrieden (77 Befragte) und 12% zufrieden (11 Befragte). Die Befragten 
begründen ihre Einschätzung mit der Kompetenz und Erfahrung der Berater*innen sowie 
der Hilfe, die sie durch die Beratung erfahren haben. Gerade in der Zusammenarbeit mit 
den Behörden empfinden die Senior*innen das Beratungsangebot als sehr entlastend. 
„Ich bin froh, dass die Seniorenberatung mir bei meinem Schriftkram hilft.“ 
„Es ist schier unmöglich, die Ämter telefonisch zu erreichen. Und wenn, dann reden die 
sehr ungehalten. Die amtliche Sprache ist sehr schwer zu verstehen. Die Seniorenbera-
tung unterstützt mich und beantwortet meine Fragen.“ 
„Ich kann fragen, wie und was ich machen muss. Das ist eine große Last gewesen. Zu-
hause kann ich noch alles allein bewältigen. Ich will es schaffen!“  
Ebenso werden die gute Erreichbarkeit, die kurzfristige Terminvergabe und schnelle Be-
arbeitung genannt. „Sie hat sich sofort um meine Angelegenheiten gekümmert.“  
„Ich kann zu jeder Zeit anrufen, wenn ich Hilfe brauche.“ Und: „Wenn ich Not hatte und 
anrief, waren sie immer für mich da.“  
Aber auch die angenehme Gesprächsathmosphäre, der freundliche Umgang und die 
Empathie der Beratungskräfte führen zu dieser hohen Zufriedenheit: „Vor allem der Res-
ja (N=67); 
78%
noch nicht, 
aber ich 
überlege es 
mir (N=17); 
20%
nein, werde ich auch 
nicht (N=2); 2%

84 
pekt mir gegenüber hat mir gut gefallen.“ Und: „Offen für alle Themen, gute Ratgeberin 
auch in Situationen, die mich überfordern.“ 
„Die Seniorenberaterin hört sich alles an, ist fürsorglich und zuvorkommend. Ich kann 
mein Herz ausschütten. Hilfe in schwierigen Situationen, angenehme Atmosphäre, auf-
bauend, einfühlsam.“  
Ferner haben die Ratsuchenden das Gefühl, dass sich die Beratungskräfte viel Zeit für 
sie nehmen und sie mit sehr viel Geduld beraten werden. 
Eine Person gab „teils / teils“ an (1%).  Sie begründete ihre Einschätzung nicht weiter. 
Keine*r der Teilnehmenden war mit der Seniorenberatung unzufrieden. 
Abbildung 55: Wie zufrieden waren Sie mit der Seniorenberatung? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Von den Befragten würden 96% das Angebot der Seniorenberatung auf jeden Fall wei-
terempfehlen (86 Befragte). Weitere 3% gaben „eher ja“ (3 Befragte) und 1% „teils / teils“ 
an (1 Befragte*r). 
Die Befragten würden die Seniorenberatung weiterempfehlen, da sie sich dort gut auf-
gehoben fühlen. Dort wird ihrer Einschätzung nach denjenigen geholfen, die Probleme 
und Fragen haben; man bekommt Unterstützung und Hilfestellungen. Einige merkten an, 
dass sie das Angebot der Seniorenberatung bereits mehrfach im Freundes- und Bekann-
tenkreis weiterempfohlen haben. 
sehr zufrieden 
(N=77); 87%
zufrieden 
(N=11); 
12%
teils / teils (N=1); 
1%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden nicht angegeben

85 
Abbildung 56: Würden Sie die Seniorenberatung weiterempfehlen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Vertreter*innen der Träger sehen in der Seniorenberatung eine erfolgreiche Unter-
stützung für Senior*innen. Seniorenberatung ist oft das erste Instrument und eine zent-
rale Schnittstelle zwischen sämtlichen Angeboten der Seniorenhilfe; sie korrespondiert 
mit anderen Programmen. Darüber hinaus bietet die Seniorenberatung den Ratsuchen-
den Kontinuität: Dadurch, dass die Kund*innen bei den gleichen Beratungskräften blei-
ben, wird ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, und eine persönliche Betreuung und Be-
ratung kann stattfinden. Nach Einschät zung der Vertreter*innen der Träger werden 
durch das frühe Erkennen der Problemlagen Kosten eingespart, Mehrkosten würden 
entstehen, wenn nicht präventiv gearbeitet würde. 
6.7 Weiterentwicklung des Programms 
Um die Netzwerkarbeit weiterzuentwickeln und Kooperation en auf- und auszubauen, 
müsste nach Einschätzung der Vertreter*innen der Träger ein größerer Anteil der Zeit-
ressourcen in die Zusammenarbeit investiert werden. Da Netzwerkarbeit nur bei Konti-
nuität funktioniert, schätzen die Expert*innen die Ressourcen hier als zu gering ein. 
Einige Beratungsstellen möchten die Öffentlichkeitsarbeit weiter verstärken, um die Ziel-
gruppe über das vielfältige Angebot der Seniorenberatung zu informieren. 
Als weitere zukünftige Herausforderung sehen die Vertreter*innen der Träger die Nach-
wuchsförderung und den Wissenstransfer. Sie machen die Erfahrung, dass die Stellen 
nur schwer mit qualifiziertem Personal zu besetzen sind. Sollen die Bewerber*innen wei-
tere Merkmale, wie z.B. speziell e Fremdsprachenkenntnisse, aufweisen, wird es noch 
schwieriger. 
ja, auf jeden 
Fall (N=86); 
96%
eher ja (N=3); 
3%
teils / teils 
(N=1); 1%
Kategorien "eher nicht" und "nein, auf keinen Fall" wurden nicht angegeben

86 
Das Merkmal Fremdsprachenkenntnisse bei potentiellen Bewerber*innen gibt einen Hin-
weis auf eine weitere zukünftige Aufgabe der Seniorenberatung: Die Beratungssituation 
für Menschen mit Migrationshintergrund muss verbessert werden. Momentan ist diese 
Zielgruppe unter den Ratsuchenden unterrepräsentiert. Der Zugang auf „herkömmlichen 
Wegen“ schlägt nach Einschätzung der Vertreter*innen der Träger oft fehl. Als Grund 
werden vorrangig Sprachbarrieren in der Beratungssituation genannt. Beratung über 
Sprachvermittler*innen reicht oft nicht aus, da es sich bei den Beratungsthemen häufig 
um sensible Themen handelt, die kaum passgenau übersetzt werden können. Außer-
dem erfordert dies aufwändige Terminabsprachen, ein niedrigschwelliges Angebot ist 
dann nicht mehr gegeben. Positive Erfahrungen wurden bei der Zusammenarbeit mit der 
Migrationsberatung und den Migrationsdiensten gemacht. Eine stärkere Zusammenar-
beit ist jedoch auch hier abhängig von verfügbaren Kapazitäten. 
Generell wird vermutet, dass der (ungedeckte) Beratungsbedarf von Senior*innen mit 
Migrationshintergrund groß ist. Dies äußert sich z.B. in Fällen, in denen es eine Bera-
tungskraft mit Migrationshintergrund gibt, die dann von Senior*innen aus dem gleichen 
Sprach- und Kulturraum häufig kontaktiert wird. Aus Sicht der Vertreter*innen der Träger 
wäre eine Art Springer -System wünschenswert, das  stadtweit die gängigsten Fremd-
sprachen durch Berater*innen abdeckt. Dies ist jedoch aufgrund von fehlenden qualifi-
zierten Fachkräften schwierig umzusetzen. 
Die Beratung von alleinlebenden an Demenz erkrankten Senior*innen stellt eine beson-
dere Herausforderung für die Beratungskräfte dar. Die Seniorenberatung hat nicht die 
Kapazitäten, die an Demenz erkrankten Menschen kontinuierlich zu betreuen. Die Arbeit 
durch die Koordinierungsstelle für alleinleb ende Menschen mit Demenz ist entlastend. 
Allerdings müsste hier eine personelle Aufstockung erfolgen, um den tatsächlichen Be-
darf zu decken. 
Ebenso ist die Beratung von Personen, die zwar eine langfristige Unterstützung benöti-
gen, um den Lebensalltag zu be wältigen, bei denen aber die gesetzliche Betreuung 
(noch) nicht in Frage kommt, herausfordernd. Nach Einschätzung einiger Beratungs-
kräfte nimmt die Anzahl dieser Personen zu. Es kann allerdings auf keine passgenaue 
Hilfeleistung zurückgegriffen werden. Auc h in der Diskussionsrunde wurde dieses 
Thema angesprochen. Die Vertreter*innen der Träger erläuterten, dass eine spezifische 
Unterstützung, die zwischen Beratung und Betreuungssystem verortet ist, fehlt. Möglich-
erweise ändert sich dies durch die „erweiterte Unterstützung“ im neuen Betreuungsrecht 
(ab 2023). 16 
 
16  Die „Erweiterte Unterstützung“ wurde mit § 8 Abs. 2 Betreuungsorganisationsgesetz 
(BTOG) eingeführt.

87 
7 Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz 
und ihre Angehörigen 
Dieses Seniorenprogramm beinhaltet einen Betreuungsdienst für Menschen mit De-
menz, um ihre Angehörigen zu entlasten. Teilweise werden auch an Demenz Erkrankte 
ohne Angehörige unterstützt, um drohender Isolation und Vereinsamung vorzubeugen. 
7.1 Zielsetzung des Programms 
Nach dem Zweiten Bericht zur kommunalen Pflegeplanung leben in der Stadt Köln knapp 
20.000 Menschen mit Demenz.17 Menschen mit Demenz und insbesondere ihre Ange-
hörigen sind die Zielgruppe des Entlastungsangebots „Häusliche Unterstützungs-
dienste“. Zielsetzung ist es, durch die Entlastung der Angehörigen die Pflege- und Le-
benssituation zu verbessern und ihre Pflegebereitschaft zu erhalten. Weiterhin soll den 
an Demenz Erkrankten durch den Kontakt zu den Ehrenamtlichen Teilhabe am sozialen 
Leben ermöglicht werden. Alltagskompetenzen und Fähigkeiten sollen gestärkt werden; 
die Selbstständigkeit der an Demenz Erkrankten im eigenen Wohnumfeld soll möglichst 
lange gewahrt werden. Im besten Fall kann so ein Umzug in eine stationäre Einrichtung 
herausgezögert werden. 
Inhalt des Programms sind die stundenweise Unterstützung und Förderung der erkrank-
ten Person durch geschulte freiwillige Helfer*innen, die einige Stunden Zeit in der Woche 
anderen Menschen zur Verfügung stellen möchten. Eine Fachkraft übernimmt die Koor-
dination, Beratung und Begleitung der Familien und der Ehrenamtlichen. 
7.2 Umsetzung des Programms 
Mit den ersten Hausbesuchen ist das Programm im Februar 2002 als Modellprojekt ge-
startet und wurde sukzessive ausgeweitet, bis 2016 in jedem Stadtbezirk eine Stelle mit 
einer Fachkraft besetzt war. 
Das Programm wird durch die Träger der freien Wohlfahrtspflege und die Sozial -Be-
triebe-Köln umgesetzt. Folgende Träger sind beteiligt: ASB Köln e.V. gemeinsam mit der 
Kölner Freiwilligen Agentur e.V., AWO Kreisverband Köln e.V., Caritasverband für die 
Stadt Köln e.V., Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH, DRK Kreisverband Köln 
e.V., Malteser Hilfsdienst e.V., SBK Sozial-Betriebe Köln gGmbH und Vinzentinerinnen 
Köln gGmbH. Teilweise wird das Programm von den Trägern unter einem eigenen Na-
men umgesetzt (z.B. DRK: „Das andere Leben begleiten.“ oder Vinzentinerinnen: „Zick 
für Dich“).  
Eine zentrale Aufgabe der Koordination ist die Gewinnung sowie die individuelle Bera-
tung und Begleitung von freiwilligen Helfer*innen. Hierzu zählen die Auswahl neuer Eh-
 
17  Engels, D.; Breuer, P. (2021): Zweiter Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung der Stadt 
Köln. S.35.

88 
renamtlicher, die Organisation und Durchführung von Qualifizierungskursen sowie die 
Durchführung von Reflexionsgesprächen (Einzel- oder Gruppengespräche), Fortbildun-
gen und Fallbesprechungen. 
Eine weitere Aufgabe ist die bedarfsorientierte Begleitung und Beratung der Familien. 
Nach Kontaktaufnahme findet ein Erstbesuch zur Feststellung des individuellen Hilfebe-
darfs der Familie statt. Hier kann neben der Beratung zum häuslichen Unterstützungs-
dienst auch auf andere passende Hilfeleistungen hingewiesen werden. Auch kann eine 
Aufklärung zum Krankheitsbild Demenz und zum Umgang mit der Krankheit erfolgen. 
Einige Koordinator*innen berichten, dass in diesen Gesprächen sichtbar wird, dass An-
gehörige in vielen  Fällen nicht ausreichend über entsprechende Unterstützungs- und 
Freizeitangebote informiert sind, die sich an Menschen mit Demenz und ihre Angehöri-
gen richten, und einen hohen Gesprächs- und Beratungsbedarf haben. Ein Grund dafür 
könnte die Belastungssituation vieler Angehöriger sein, die keine Ressourcen (sowohl 
Zeit als auch Kraft) haben, um sich eigenständig über mögliche Unterstützung zu infor-
mieren. Die Beratung und psychosoziale Unterstützung bei den Hausbesuchen, am Te-
lefon oder per E-Mail nimmt einen immer größeren Teil der Arbeit der Koordinator*innen 
ein. 
Entsprechend den Bedürfnissen und Interessen des an Demenz Erkrankten werden pas-
sende Helfer*innen vermittelt; ein gemeinsamer Hausbesuch bei der Familie wird ver-
einbart. Auch während der Betreuung durch die freiwilligen Helfer*innen findet eine Be-
gleitung der Familie durch die Fachkraft statt. Dies können z.B. motivierende Gespräche, 
Gespräche zur Stärkung der Autonomie der pflegenden Angehörigen oder Beratungs - 
und Vermittlungsgespräche zu weiteren Unterstützungsangeboten sein. Die Möglichkeit 
dieser Beratung zeigt nach Einschätzung der Vertreter*innen der Träger die Nied-
rigschwelligkeit des Unterstützungsdienstes. Auch bei Fragen oder Problemen und Be-
schwerden steht die Fachkraft zur Verfügung und unterstützt bei deren Klärung. Darüber 
hinaus übernehmen die Koordinator*innen die Organisation der Betreuungseinsätze so-
wie die Abrechnung der erbrachten Leistungen. 
Neben diesen wesentlichen Kernaufgaben ist die Fachkraft für das Angebot von Betreu-
ungsgruppen für an Demenz Erkrankte zuständig, die die sozialen Kontakte fördern so-
wie Alltagskompetenzen stärken und somit ein Stück Lebensqualität erhalten . Angehö-
rige werden während dieser Zeit entlastet. Teilweise werden auch Gruppenangebote für 
Angehörige organisiert.  
Weitere Aufgaben der Fachkräfte sind die Gremien- sowie Netzwerkarbeit und die Kon-
taktpflege zu anderen Institutionen. Sie sind für die Öffentlichkeitsarbeit und den Aufbau 
der Demenznetze zuständig. Die Demenznetze sind träger- und einrichtungsübergrei-
fende Zusammenschlüsse von Beratungsstellen, ambulanten Diensten und Einrichtun-
gen auf Ebene der Stadtbezirke.  Diese Zusammenarbeit soll dazu dienen, das Thema 
Demenz in der Stadt bekannter zu machen  und die Sensibilität für dieses Thema zu 
erhöhen. Hier geht es vor allem um die Öffentlichkeitsarbeit (einheitliches Logo, Home-

89 
page) und darum, die bestehenden Angebote bekannt zu machen.  Ebenso sollen an 
Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen beraten und unterstützt werden. 
Allerdings erläuterten die Teilnehmenden der Gesprächsrunden, dass die Aufgabe der 
Koordination hinsichtlich der Demenznetze in der Beauftragung durch die Stadt Köln nur 
sehr knapp formuliert ist. Diese Aufgabe kommt bei den bereits knappen Zeitressourcen 
noch „on top“. Die Koordinator*innen verfügen folglich nicht über hinreichende Kapazi-
täten, um viel Zeit in die Arbeit der Demenznetze zu investieren.  In den Stadtbezirken, 
in denen die anderen Netzwerkpartner*innen der Demenznetze selbst auch sehr aktiv 
sind, scheint die Arbeit des Demenznetzes intensiver zu sein. 
Die Schulung und die Begleitung der freiwilligen Helfer*innen sind für die erfolgreiche 
Umsetzung des Programms sehr wichtig. Hier sollen Kenntnisse vermittelt und Probleme 
gemeinsam gelöst werden. Es soll aber auch das freiwillige Engagement gefördert und 
eine möglichst hohe Zufriedenheit mit der freiwilligen Tätigkeit gesichert werden. Die 
Träger haben hierzu ein Konzept für eine 40-stündige Schulung erarbeitet. Hier erfolgt 
eine Auseinandersetzung mit dem Krankheitsbild „Demenz“, die Entwicklung von Ver-
ständnis und Einfühlungsvermögen für die Betroffenen und ihre Angehörigen, die Stär-
kung der kommunikativen Kompet enz sowie das Kennenlernen von Beschäftigungs-
möglichkeiten für an Demenz Erkrankte. Durch die Schulung können zum einen die Frei-
willigen selbst besser einschätzen, ob sie sich die Arbeit mit an Demenz Erkrankten zu-
trauen. Zum anderen lernt die Fachkraft di e freiwilligen Helfer*innen kennen und kann 
einschätzen, ob sie für den Einsatz im Betreuungsdienst geeignet sind und wo ihre Stär-
ken und Interessen liegen. Dies erleichtert die passgenaue Vermittlung an die betroffe-
nen Familien. 
Zu den Schulungsinhalten g ehört das Kennenlernen der Teilnehmenden, ihrer Erwar-
tungen und Wünsche und ihrer bisherigen Erfahrungen. Das Thema „Alter und älter wer-
den“ greift gesellschaftliche Aspekte, die Rechte von Menschen und Veränderungen im 
Alter auf. Weiterhin geht es darum, die Krankheit „Demenz“ kennenzulernen. Die Teil-
nehmenden erhalten Informationen über das Krankheitsbild (einschließlich Ursachen, 
Symptome und Krankheitsverlauf), über das Persönlichkeitsbild von Menschen mit De-
menz sowie über erste Anzeichen der Erkrankung. Sie lernen, den Menschen hinter der 
Krankheit zu sehen, und besprechen dazu Ansätze und Methoden der Biografiearbeit. 
Ebenso werden Übungen zum kommunikativen Umgang durchgeführt, um die Ge-
sprächsführung mit den an Demenz Erkrankten zu verbessern. Außer dem erhalten sie 
Hinweise zur Aktivierung der Erkrankten (z.B. Spiele, Übungen zur Bewegung, Beschäf-
tigungsmöglichkeiten), um ihre Alltagskompetenzen zu fördern. Auch das soziale Umfeld 
und die pflegenden Angehörigen sind Thema bei der Schulung. Hier geht es um Res-
sourcen der Bezugspersonen und um den Ausbau des Hilfesystems. Dazu werden die 
Freiwilligen über rechtliche Grundlagen (z.B. Pflegeversicherung, gesetzli che Betreu-
ung) informiert und lernen weitere Unterstützungsangebote kennen, auf die sie die be-
troffenen Familien aufmerksam machen können. Ebenso erlernen sie pflegerische

90 
Grundlagen (z.B. Hilfen bei der Mobilität, beim Essen und Trinken und Hilfestellung beim 
Toilettengang und der Hygiene) und richtiges Verhalten in Notfallsituationen (Erste Hilfe-
Maßnahmen). Auch die Themen Selbstmanagement und Reflexion werden in der Schu-
lung aufgegriffen und Aspekte wie z.B. Nähe und Distanz, Abgrenzung, Möglichkeiten 
der Konfliktlösung, eigene Rolle als Helfende*r besprochen. 
Diese Themen spielen auch bei der weiteren fachlichen Begleitung der Ehrenamtlichen 
eine große Rolle. So gibt es regelmäßige Treffen zur Reflexion, Fortbildungen und eine 
kontinuierliche Praxisbegleitung. Dies ist aus Sicht der Vertreter*innen der Träger sehr 
wichtig, denn die ehrenamtlichen Helfer*innen werden von den Familien häufig als erste 
Ansprechperson mit bestimmten Themen oder Problemen konfrontiert. Hier sind ein en-
ger Austausch zwischen Koordination und Ehrenamtlichen sowie eine regelmäßige Be-
gleitung der Ehrenamtlichen durch die Koordination wichtig, damit sich die freiwilligen 
Helfer*innen nicht überfordert fühlen. Darüber hinaus finden regelmäßig Feste und Fei-
ern für die Ehrenamtlichen statt. Die intensive Begleitung und Betreuung der Ehrenamt-
lichen sollen auch zur langfristigen Bindung und zur Identifikation mit dem Engagement 
beitragen. Die freiwilligen Helfer*innen sollen sich mit ihrem Einsatz wertgeschätzt fühlen 
und sollen möglichst zufrieden mit ihrem Engagement sein.  
Die Ehrenamtlichen repräsentieren eine recht große Vielfalt: es engagieren sich Frauen 
und Männer, junge Menschen wie z.B. Student*innen, Senior*innen und Menschen mit 
unterschiedlichen Interessen. Dies vereinfacht die Vermittlung der Freiwilligen, da eine 
passgenaue Vermittlung und entsprechende Betreuung möglich sind. 
Die Betreuungs- und Einsatzzeiten richten sich grundsätzlich nach dem Bedarf der Fa-
milien, aber meist gibt es einen regelmäßigen, z.B. wöchentlichen T ermin, an dem die 
Ehrenamtlichen die an Demenz erkrankte Person betreuen. In einigen Fällen werden die 
Familien von mehreren Ehrenamtlichen unterstützt. 
Die Ehrenamtlichen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 7,50 Euro pro Stunde. 
Die Familien zahlen für die Leistung 10 Euro pro Stunde, da eine Servicepauschale von 
2,50 Euro eingerechnet wird, mit der Fortbildungs- und Verwaltungskosten des Trägers 
abgedeckt werden . Diese Kosten können über die Pflegeversicherung als Verhinde-
rungspflege (§ 39 SGB XI)18 oder über den Entlastungsbetrag (§ 45b SGB XI) abgerech-
net werden. Zumeist übernehmen die Koordinator*innen diese Abrechnung mit der Pfle-
geversicherung, da die Angehörigen diese Aufgabe gerne abgeben. Daraus resultiert 
ein bürokratischer und kommunikative r Aufwand. Einige Koordinator*innen können die 
Arbeit an Verwaltungskräfte abgeben. Die Verdienst-Obergrenze liegt für die Ehrenamt-
lichen bei 3.000  Euro pro Jahr  (dies entspricht der steuerfreien „Übungsleiterpau-
schale“). Die freiwilligen Helfer*innen werden durch Anzeigen, Flyer, Aushänge, Presse-
mitteilungen sowie Meldungen in den sozialen Medien für den häuslichen Unterstüt-
 
18  Dafür muss mindestens Pflegegrad 2 vorliegen.

91 
zungsdienst gewonnen. Viele werden auch durch mündliche Empfehlungen und Mund-
propaganda auf diesen Engagementbereich aufmerksam. 
7.3 Inanspruchnahme des Programms 
Befragung der Nutzer*innen 
Von den 90 an Demenz Erkrankten, die in die Befragung eingebunden waren, sind 61% 
Frauen (N=55) und 39% Männer (N=35). Die jüngste Person ist 54 Jahre alt. Fünf Be-
fragte sind zwischen 60 und 69 Jahren alt (6%). In die Altersgruppe der 70- bis 79-Jäh-
rigen fallen 12 Personen (14%), in die der 80 - bis 89-Jährigen 55 Personen (63%). 15 
Teilnehmende sind zwischen 90 und 95 Jahren alt (17%). Eine an Demenz erkrankte 
Person besitzt die türkische Staatsangehörigkeit, die restlichen Befragungsteilnehmen-
den die deutsche.  
Bei etwa 50% der an Demenz Erkrankten leben Angehörige im gleichen Haushalt (44 
Personen). Bei 36 von diesen Befragten sind das die Ehe - oder Lebenspartner*innen 
(82%), bei sechs Befragten (Schwieger-) Söhne und / oder (Schwieger-) Töchter (14%) 
und bei zwei Befragten die Schwestern (5%). 
Drei Befragte nutzen den häuslichen Unterstützungsdienst schon seit zehn Jahren oder 
länger (längste Zeit: 15 Jahre). Neun Befragte (10%) werden seit fünf oder sechs Jahren 
betreut, weitere vier Befragte seit vier Jahren (5%). Elf Familien nutzen den Entlastungs-
dienst seit drei Jahren (13%), 19 Familien seit zwei Jahren (22%). Seit einem Jahr wer-
den 20 an Demenz Erkrankte betreut (23%). 21 Befragte gaben an, seit 2021 die Unter-
stützung zu nutzen (24%). 
Im Jahr 2019 wurden mehr als 600 an Demenz Erkrankte und ihre Angehörigen betreut 
(Stichtagszahl im Dezember19). Einige Träger haben sehr viele Betreute und damit auch 
viele freiwillige Helfer*innen. Andere Träger setze n den Unterstützungsdienst eher im 
kleineren Umfang um. Bei den einzelnen Trägern liegen die Zahlen zwischen 32 Betreu-
ten bei dem Malteser Hilfsdienst über 66 Betreute bei dem Caritasverband für die Stadt 
Köln bis zu 90 Betreuten bei dem DRK Kreisverband Köln.20 
Die Besuche übernahmen im Jahr 2019 560 freiwillige Helfer*innen, von denen 71 neu 
qualifiziert waren. Mit 22 freiwilligen Helfer*innen ist die Zahl beim Malteser Hilfsdienst 
am geringsten und mit 137 Ehrenamtlichen beim Besuchsdienst DUO (in Trägerschaft 
vom ASB und der Kölner Freiwilligenagentur) am höchsten  (vgl. Anmerkung Fußnote 
 
19  Bei der Betrachtung von Stichtagszahlen im Vergleich zu Jahres werten werden Schwan-
kungen durch Zu- und Abgänge vermieden. 
20  Die Gesamtzahl der besuchten Familien im Jahr 2019 liegt bei dem Besuchsdienst DUO, 
in Trägerschaft des ASB und der Kölner Freiwilligenagentur, bei 150. Stichtagszahlen im 
Dezember liegen hier nicht vor.

92 
21). Insgesamt wurden mehr als 42.400 Betreuungsstunden und mehr als 11.000 Ein -
sätze bei den an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen geleistet. 
Im Jahr 2020 spiegeln sich die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie in den Zahlen zur 
Umsetzung des Unterstützungsdienstes wider. So war die Zahl der an Demenz Erkrank-
ten und ihrer Angehörigen, die Unterstützungsbesuche erhielten, mit etwa 550 geringer 
als im Vorjahr. Bei einigen Trägern unterscheiden sich die Zahlen zwischen den Jahren 
2019 und 2020 stärker (z.B. AWO: 2019: 44 Besuchte; 2020: 24 Besuchte), bei anderen 
sind sie gleich geblieben (z.B. Malteser). 
Die Zahl der freiwilligen Helfer*innen ist im Jahr 2020 um 40 Personen zurückgegangen 
und lag bei 520, weiterhin konnten auch weniger Ehrenamtliche neu qualifiziert werden 
(knapp 60). Aufgrund der Covid-19-Pandemie konnten im Jahr 2020 weitaus weniger 
Betreuungsstunden und Einsätze geleistet werden als im Jahr 2020. Die Betreuung 
durch die freiwilligen Helfer*innen wurde zwischenzeitlich eingestellt. In den ersten Wo-
chen wurden während des Lockdowns nur „Notbetreuungen“ durchgeführt.  
Die Aufrechterhaltung des Kontakts zwischen den Koordinator*innen und den freiwilligen 
Helfer*innen sowie den betreuten Familien war in dieser Zeit wichtig, damit der Unter-
stützungsdienst auch nach dem Lockdown weiterbestehen konnte. Aber auch die Eh-
renamtlichen hielten regelmäßig Kontakt zu den Besuchten, was von beiden Seiten im 
Nachhinein als sehr wichtig empfunden wurde. Als Besuche noch nicht möglich waren, 
haben sich die Ehrenamtlichen mit den Betreuten beispielsweise zum Spaziergang oder 
zu einem „Talk am Fenster“ getroffen. Einige freiwillige Helfer*innen haben E-Mails oder 
Postkarten an die Familien verschickt. 
Die Belastung der Angehörigen hat während der Covid -19-Pandemie sehr zugenom-
men, da weitere Entlastungsangebote, wie z.B. Tagespflegeeinrichtungen, Betreuungs-
gruppen oder Beschäftigungsangebote außerhalb der Familien, nicht genutzt werden 
konnten. Dies bedeutete für viele Angehörige eine kontinuierliche Betreuung der an De-
menz erkrankten Familienmitgliedern ohne Auszeit. Außerdem berichteten einige Ange-
hörige, wie sehr die Betreuten die Besuche vermissten und dass auch ein Rückgang 
einiger Kompetenzen festzustellen war. „Es fiel fast alles aus: u.a. die Weihnachtsfeier, 
Karneval. Die Unterhaltung fehlte. Sie hatte kaum Ansprache. Der Sprachfluss meiner 
Mutter ging zurück.“ Der Bedarf für die Unterstützung durch den Betreuungsdienst war 
folglich auch während der Covid-19-Pandemie sehr hoch. 
Die Besuche der freiwilligen Helfer*innen wu rden daher von einigen Familien schnell 
wieder eingefordert. Sukzessive wurden die Betreuungen wieder aufgenommen. Hierzu 
wurden Hygienekonzepte für die Begleitungen entwickelt und den Beteiligten erläutert 
sowie Handdesinfektionsmittel und Schutzmasken zur Verfügung gestellt.

93 
Tabelle 4: Umsetzung des Unterstützungsdienstes differenziert nach Träger in 
den Jahren 2019 und 202021 
 
Quelle: Jährliche Sachberichte der Träger 
Anmerk.: In einigen Sachberichten werden keine Angaben zu r Zahl der geleisteten Betreuungs-
stunden und Einsätze gemacht. Hier sollte geprüft werden, ob eine einheitliche Darstellung zu-
künftig möglich ist. 
 
21  Der häusliche Unterstützungsdienst DUO des ASB und der Kölner Freiwilligenagentur ist 
in zwei Stadtbezirken tä tig. Aufgrund dessen sind die Zahlen der besuchen Familien und  
freiwilligen Helfer*innen im Vergleich höher. 
 Die Spalte „Besuchte Familien (Gesamt)“ gibt die Gesamtzahl aller im Kalenderjahr be-
suchten Familien wieder. Die Spalte „Besuchte Familien (Stand Dez.)“ zeigt Stichtagszah-
len aus dem Monat Dezember , die verwendet werden, um Schwankungen durch Zu - und 
Abgänge zu vermeiden und somit einen Vergleich zwischen verschiedenen Jahren zu er-
möglichen. 
Besuchte 
Familien 
(Gesamt)
Besuchte 
Familien 
(Stand Dez.)
Freiwillige 
Helfer*innen
Neu 
qualifizierte 
Helfer*innen
Betreuungs-
stunden Einsätze
ASB + Kölner 
Freiw.agentur 150 k.A. 137 14 9.271 3.807
AWO 44 26 11 3.398 1.236
Caritas 93 66 77 14 8.312 k.A.
Diakonisches 
Werk 87 71 11 k.A. k.A.
DRK 90 51 k.A. 6.504 2.548
Malteser 32 22 7 k.A. k.A.
SBK 98 70 109 14 6.909 2.985
Vinzentinerinnen 89 k.A. 67 k.A. 7.962 3.435
Summe 430 389 560 71 42.356 14.011
ASB + Kölner 
Freiw.agentur 147 k.A. 136 11 5.661 k.A.
AWO 24 20 5 1.990 763
Caritas 78 52 69 14 6.042 k.A.
Diakonisches 
Werk 67 74 11 5.070 k.A.
DRK 80 48 7 4.744 1.922
Malteser 33 21 4 k.A. k.A.
SBK 84 63 87 5 4.780 2235
Vinzentinerinnen 92 k.A. 65 k.A. 5.428 2.387
Summe 401 319 520 57 33.715 7.307
2019
2020

94 
Für die Kommunikation wurden digitale Formate getestet und umgesetzt. Die Konzepte 
der Schulungen, Fortbildungen und Reflexionstreffen wurden überarbeitet und teilweise 
digital durchgeführt. Insgesamt stellen die Koordinator*innen fest, dass die Kommunika-
tion während der Covid-19-Pandemie – sowohl mit den freiwilligen Helfer*innen als auch 
den betroffenen Familien – zeitintensiver und herausfordernder geworden ist. 
Teilweise wird von einem Einbruch der Anfragen berichtet, der ein Hinweis auf die Ver-
unsicherung der Familien ist. Aber auch bei den freiwilligen Helfer*innen kam es zur 
Verunsicherung, so dass einige pausierten oder ihr Engagement einstellten. Manche 
Träger konnten nicht alle neu geschulten Ehrenamtlichen einsetzen. 
Die Träger der häuslichen Unterstützungsdienste möchten durch gezielte Öffentlich-
keitsarbeit Familien und Frei willige gewinnen. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit er-
scheinen beispielsweise Presseartikel in verschiedenen Medien und werden Einträge in 
sozialen Medien veröffentlicht sowie Flyer gedruckt. Des Weiteren sind die häuslichen 
Unterstützungsdienste bei Informationsveranstaltungen, Messen oder auf Wochenmärk-
ten vertreten. Häufiger Zugangsweg ist nach Einschätzung der Koordinator*innen auch 
die Mundpropaganda im Freundeskreis. Vermittlungen erfolgen aber auch über Multipli-
kator*innen oder Netzwerkpartner*inne n, wie z.B. über die Pflegedienste, gerontopsy-
chiatrische Fachberatungen, Seniorenberatungen, präventiven Hausbesuche sowie 
über die Nachbarschaftshilfe Kölsch Hätz. 
Auch die Teilnehmenden der Befragung der Nutzer*innen wurden nach dem Zugangs-
weg zum häuslichen Unterstützungsdienst gefragt. Ein gutes Viertel der Befragten hat 
von diesem Angebot im Freundes- und Bekanntenkreis erfahren (21 Teilnehmende). Je-
weils ein Fünftel der Familien hat über die Pflegeberatung, über die SeniorenNetzwerke 
bzw. über andere Angebote für Senior*innen sowie über Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Zei-
tungsartikel, Anzeigen, Flyer, Internet) von dem häuslichen Unterstützungsdienst erfah-
ren. Etwa 16% gaben die Seniorenberatung als Informationsquelle an (14 Befragte). Vier 
Teilnehmende wurden bei den Hausbesuchen für ältere Menschen auf den Unterstüt-
zungsdienst aufmerksam gemacht. 
Etwa ein Fünftel haben weitere Informationsquellen genannt (17 Befragte): Die geron-
topsychiatrischen Zentren und die entsprechenden Fachberatungen nannten fünf Per-
sonen, Krankenhäuser vier Personen. Andere Akteur*innen, wie z.B. Wohlfahrtsver-
bände, werden von vier Personen angegeben. Drei Personen haben Kurse oder Ange-
bote für Angehörige von an Demenz Erkrankten genannt.

95 
Abbildung 57: Wie haben Sie von dem Angebot der häuslichen 
Unterstützungsdienste erfahren? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Aktivitäten, die die freiwilligen Helfer*innen mit den an Demenz erkrankten Men-
schen unternehmen, sind vielfältig, und von den Interessen und insbesondere dem Ge-
sundheitszustand der Besuchten abhängig. In den Jahresberichten wird von verschie-
denen Tätigkeiten berichtet, denen die freiwilligen Helfer*innen gemeinsam mit den an 
Demenz erkrankten Menschen nachgehen. Das Hauptanliegen ist es, den Menschen 
Zeit zu spenden, Gesellschaft zu leisten und Ablenkung zu bieten. Je nach Gesundheits-
zustand sind Spaziergänge und leichte Bewegungsübungen möglich. Einige Ehrenamt-
liche spielen Gesellschaftsspiele oder bieten leichtes Gedächtnistraining an. Andere un-
ternehmen kleine Ausflüge oder begleiten die Betreuten zu Terminen. Auch bei alltägli-
chen Tätigkeiten im Haushalt können die ehrenamtlichen Helfer*innen unterstützen. 
Auch die Befragungsergebnisse zeigen die vielfältigen Aktivitäten der Helfenden: Fast 
90% der Befragten gaben an, dass sich die Ehrenamtlichen mit den Senior*innen unter-
halten (79 Befragte). Knapp 70% der Besuchten gehen mit ihren freiwilligen Helfer*innen 
spazieren (61 Befragte). Sofern der Gesundheitszustand das zulässt, machen 44% der 
Befragten auch kleine Ausflüge mit den Ehrenamtlichen (40 Befragte). Das können Spa-
ziergänge im Park, Ausflüge in  den Zoo oder Besuche im Café sein. Knapp 40% der 
Teilnehmenden machen Spiele mit den freiwilligen Helfer*innen, gut 20% bekommen 
vorgelesen (34 bzw. 19 Befragte). Bei 14% der besuchten Senior*innen übernehmen die 
Ehrenamtlichen kleine Haushaltstätigkeiten, wie z.B. kochen (13 Befragte). 13% der Be-
fragten gaben an, dass die freiwilligen Helfer*innen für sie oder gemeinsam mit ihnen 
einkaufen gehen (12 Befragte). Andere Aktivitäten gaben 30% der Teilnehmenden an  
26%
21%
20%
19%
16%
4%
19%
0% 5% 10% 15% 20% 25% 30%
Freundes- und Bekanntenkreis (N=21)
Pflegeberatung (N=19)
beim örtlichen SeniorenNetzwerk / bei
Angeboten für Senior*innen (N=18)
Zeitung, Anzeige, Flyer, Internet
(N=17)
Seniorenberatung (N=14)
Hausbesuche für ältere Menschen
(N=4)
anderes (N=17)
N=89

96 
(27 Befragte). Hier wurde beispielsweise Ferns ehen, Singen, Musik hören, Fotos an-
schauen, Bewegungsübungen, Stricken, Kaffee trinken, Süßigkeiten essen, Fingernägel 
lackieren, Gartenarbeit, Werkeln, Botengänge (z.B. Apotheke)  genannt. Die Beispiele 
aus der Kategorie „anderes“ verdeutlichen, dass es bei den Besuchen um die Interessen 
und Vorlieben der Besuchten geht – und dass ihnen hier ein Stück Normalität und ge-
sellschaftliche Teilhabe geboten werden kann. 
Abbildung 58: Wenn die freiwillige Helferin oder der freiwillige Helfer zu Ihrem 
Angehörigen zu Besuch kommt: Was machen die beiden? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Angehörigen, die mit den an Demenz erkrankten Menschen in einem Haushalt leben, 
wurden gefragt, was sie in der Zeit tun, wenn die freiwilligen Helfer*innen die Senior*in-
nen betreuen. Von diesen 44 Befragten gaben zwei Drittel an, die Zeit für Erledigungen 
außer Haus zu nutzen (29 Befragte). Gut 40% pflegen in dieser Zeit soziale Kontakte, 
z.B. treffen Bekannte oder nutzen Gruppenangebote (19 Befragte). Ebenso viele nutzen 
die Zeit für sich, z.B. zur Entspannung, oder gehen ihrem Hobby nach. Hier wurden auch 
längere Spaziergänge oder Spielen eines Musikinstrumentes als Beispiele angegeben. 
Knapp 40% erledigen in der Zeit, in der ihre Angehörigen durch die freiwilligen Helfer*in-
nen betreut werden, Tätigkeiten im Haushalt  (17 Befragte). Fünf Befragte nutzen die 
gewonnene Zeit für kleine Unternehmungen, wie z.B. für einen Kino- oder Museumsbe-
such. Die Kategorie „Anderes“ wählten neun Befragte aus (20%). Fünf von diesen Be-
88%
68%
44%
38%
21%
14%
13%
30%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
sich unterhalten (N=79)
spazieren gehen (N=61)
kleine Ausflüge machen (z.B. in den
Park, in den Zoo, ins Café) (N=40)
Spiele (N=34)
vorlesen (N=19)
kochen oder andere kleine
Haushaltstätigkeiten (N=13)
einkaufen gehen (N=12)
anderes (N=27)
N=90

97 
fragten gaben an, dass sie berufstätig sind und in dieser Zeit arbeiten. Auch wurde Bü-
roarbeit genannt, wie z.B. die B earbeitung des Schriftverkehrs oder Begleichen von 
Rechnungen. 
Auch einige Angehörige, die nicht mit der an Demenz erkrankten Person in einem Haus-
halt leben, haben angemerkt, dass sie auch von der Zeit, in der die freiwilligen Helfer*in-
nen die Person betre uen, profitieren und die Unterstützung als entlastend empfinden . 
So wurde beispielsweise erläutert, dass die Angehörigen neben der Berufstätigkeit ihre 
Familienmitglieder so oft wie möglich besuchen. An dem Tag, an dem die freiwilligen 
Helfer*innen die Familienmitglieder unterstützen, müssen sie nicht unbedingt bei ihnen 
vorbeikommen.  
Abbildung 59: Und Sie selbst? Was machen Sie in dieser Zeit? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Diese Auswertung berücksichtigt die Angaben der Angehörigen, die mit dem an Demenz erkrank-
ten Familienmitglied in einem Haushalt leben. 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Wie bereits beschrieben, begleiten die Koordinator*innen die an Demenz erkrankten 
Menschen und ihre Angehörigen und stehen bei Beratungsbedarf zur Verfügung. Auch 
hinsichtlich organisatorischer Angelegenheiten stehen sie in Kontakt zu den Familien. 
Von den Befragungsteilnehmenden sind 85% mit der Beratung und Organisation durch 
die Koordinator*innen sehr zufrieden (75 Befragte), weitere 14% sind zufrieden (12 Be-
fragte). Als Begründung erläuterten hier einige Angehörige, dass sie bereits beim ersten 
66%
43%
41%
39%
11%
20%
0% 20% 40% 60% 80%
Erledigungen außer Haus (N=29)
soziale Kontakte pflegen (z.B.
Bekannte treffen,
Gruppenangebote nutzen) (N=19)
Zeit für mich (z.B. Entspannung,
Hobbys nachgehen) (N=18)
Erledigungen im Haushalt (N=17)
kleine Unternehmungen (z.B. ins
Kino, ins Museum) (N=5)
anderes (N=9)
N=44

98 
Gespräch einen positiven Eindruck hatten : „Schon im ersten Telefonat fühlte ich mich 
verstanden und sofort entlastet.“ Auch wurden das Gespür und die richtige Einschät-
zung, wer zueinander passt, erwähnt: „Sie hat sehr genau zugehört, als ich über meinen 
Vater erzählt habe, seine Persönlichkeit, seine Eigenheiten, seine Krankheiten, sein Le-
ben etc. Sie hat sich sehr bemüht, jema nd Passenden für ihn zu finden.“  Es werden 
außerdem die hohe Hilfsbereitschaft, Lösungsorientiertheit und Kompetenz der Koordi-
nator*innen genannt: „Nehmen sich Zeit bei Fragen oder Problemen / Sorgen.“ Und: „Sie 
kennen sich gut aus.“ Ebenso schätzen die Teilnehmenden die passgenaue Weiterver-
mittlung an andere Hilfsangebote: „Hilfsbereit und immer bereit, Kontakte zu nennen und 
zu beraten.“ Die Koordinator*innen sind gut erreichbar; die Angehörigen bekommen bei 
Bedarf zeitnah ein Gesprächsangebot. „Immer ein offenes Ohr.“ Einige Befragte berich-
ten, dass sie in regelmäßigen Abständen angerufen werden und sich die Koordinator*in-
nen erkundigen, ob es Gesprächs - oder Beratungsbedarf gibt. Eine Person fasst die 
Zusammenarbeit mit den Koordinator*innen so zusammen:  „All mein Wissen und Um-
gang mit Demenz habe ich Tandem [Anmerk.: Name des häuslichen Unterstützungs-
dienstes] zu verdanken, meine Fragen wurden umgehend beantwortet – ich war anfangs 
oft überfordert, konnte jederzeit anrufen – hier wurde mir wirklich gehol fen, ich wurde 
getröstet und aufgebaut, ich fühle mich bis heute bei dieser Organisation gut aufgeho-
ben.“ 
Abbildung 60: Wie zufrieden sind Sie mit der Beratung und Organisation durch 
die Koordinatorin bzw. den Koordinator? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
sehr 
zufrieden 
(N=75); 85%
zufrieden 
(N=12); 
14%
teils / teils 
(N=1); 1%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden nicht 
angegeben

99 
Nur eine Person ist unentschieden und gab „teils / teils“ an. Als Begründung wurde an-
gegeben, dass wenig Feedback gegeben wird, wenn die betroffene Pe rson nicht nach-
fragt. Unzufriedenheit drückte keine*r der Befragten aus; die Kategorien „nicht zufrieden“ 
und „gar nicht zufrieden“ wurden nicht angegeben. 
7.4 Förderung des Programms 
In jedem Stadtbezirk wird durch die Stadt Köln eine Vollzeitstelle für die Koordination 
gefördert. Hier werden die tatsächlichen Personalkosten sowie ein Verwaltungsgemein-
kostenzuschlag und eine Sachkostenpauschale (6.900 Euro pro Vollzeitstelle) übernom-
men. Im Jahr 2019 wurde das Programm mit 646.441,40 Euro gefördert. 
7.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Die Koordinator*innen der häuslichen Unterstützungsdienste haben sich gemeinsam mit 
der Stadt Köln und einigen anderen Akteur*innen zu einer Arbeitsgemeinschaft zusam-
mengeschlossen und treffen sich regelmäßig. Diese Treffen dienen der engen Zusam-
menarbeit, dem Austausch über Praxiserfahrungen und der Planung gemeinsamer Ver-
anstaltungen. 
Weiterhin nehmen die Koordinator*innen an den Runden Tischen Seniorenarbeit teil. Sie 
haben zu einer Vielzahl von Akteur*innen Kooperationsbeziehungen – insbesondere zu 
denjenigen, deren Zielgruppe auch Menschen mit Demenz sind. Einige dieser Akteur*in-
nen beteiligen sich an der Zusammenarbeit im Rahmen der Demenznetze . Die Netz-
werkarbeit ist zum einen relevant, um die anderen Akteur*innen über das e igene Pro-
gramm zu informieren, damit diese auf das Angebot verweisen können und die Erreich-
barkeit für die Zielgruppen gegeben ist. Zum anderen ist die Netzwerkarbeit relevant, um 
die Familien auf weiterführende passende Hilfsangebote hinweisen zu können. 
Zu folgenden Akteur*innen besteht beispielsweise Kontakt: 
• Seniorenkoordinator*innen,  
• Seniorenberatungsstellen,  
• Gerontopsychiatrische Zentren und Fachberatungen,  
• Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz,  
• Seniorenbegegnungsstätten und Selbsthilfegruppen,  
• ambulante Pflegedienste,  
• Kirchengemeinden,  
• Sozialdienst der Krankenhäuser,  
• stationäre Pflegeeinrichtungen sowie Tages- und Kurzzeitpflegeeinrichtungen,  
• Sozialraumkoordinator*innen,  
• niedergelassene Fachärzt*innen,  
• Seniorenvertretung,  
• Beratungsstelle für Wohnraumanpassung.

100 
Einige Koordinator*innen sehen in der Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen und An-
bieter*innen von Angeboten für pflegende Angehörige einen besonderen Stellenwert. 
Die Angehörigen sind häufig übe rlastet, benötigen entsprechende Beratung und einen 
Austausch mit Menschen in der gleichen Situation. In fehlen häufig die Ressourcen, sich 
selbst über diese Angebote zu informieren. 
7.6 Wirkung des Programms 
Das Programm trägt dazu bei, dass die pflegenden An gehörigen – zumindest stunden 
weise – entlastet werden. Die häusliche Pflegesituation kann stabilisiert werden, um ei-
nen Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung zu vermeiden bzw. hinauszuzögern. 
Durch den Kontakt zu den freiwilligen Helfer*innen können Isolierung und Vereinsamung 
begrenzt werden. Eine gewisse Teilhabe am Leben in der Gesellschaft wird gefördert , 
die Lebensqualität erhöht. 
Die Expert*innen, die an der Diskussionsrunde teilgenommen haben, sind der Meinung, 
dass das Programm u.a. so erfolgr eich ist, da die Koordination zu den Familien pas-
sende Helfer*innen auswählt. Selten sind die Kund*innen unzufrieden. Persönliche Um-
stände, wie z.B. zeitliche Kapazitäten, Interessen, Alter, Wohnort werden berücksichtigt. 
Es kann auch schon mal vorkommen, dass interessierte Ehrenamtliche nicht geschult 
bzw. eingesetzt werden können. In einem ersten persönlichen Gespräch fallen dann be-
reits Differenzen oder eine mangelnde Eignung auf. Dies ist auch ein Grund, warum die 
Schulungen aus Sicht der Träger nicht nur online konzipiert sein sollten, sondern zumin-
dest zum größten Teil in Präsenz stattfinden sollten. Nur so könne man die Ehrenamtli-
chen näher kennenlernen (zwischenmenschliche Komponente); dies sei für die Zutei-
lung sehr wichtig.  
Auch die Ergebnisse der  Befragung der Nutzer*innen zeigen eine hohe Zufriedenheit 
der Besuchten mit den freiwilligen Helfer*innen. Von den Befragten gaben 91% an, dass 
ihnen die Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der freiwillige Helfer mit dem an Demenz 
erkrankten Familienmitglied begegnet, sehr gut gefällt (82 Befragte). Weitere 9% (8 Be-
fragte) gaben hier die Einschätzung „eher gut“ ab. Die Kategorien „teils / teils“, „eher 
nicht gut“ und „gar nicht gut“ wurden nicht angegeben. 
Als Begründung werden hier die Geduld , Offenheit und Freundlichkeit der freiwilligen 
Helfer*innen sowie ihre respektvolle, wertschätzende und liebevolle Umgangsweise ge-
nannt. Auch sind die Ehrenamtlichen sehr engagiert und zuverlässig. Ebenso werden 
die Empathie und das Einfühlungsvermögen besonders he rvorgehoben. „Es ist eine 
wertschätzende Begegnung, respektvoll und wie ein guter Freund.“ „Großes Fachwis-
sen, hohes Empathievermögen, der Helfer ist einfach mit dem Herzen bei der Sache.“ 
Und „Sie ist fester, sehr willkommener und sicherer Mensch in der Welt meiner Schwes-
ter. Ebenso bei allen Zugehörigen.“ 
Die freiwilligen Helfer*innen gehen auf die Bedürfnisse der an Demenz Erkrankten, ihre 
Situation und ihre Wünsche ein; sie sind sehr verständnisvoll und umsichtig. „Hohe Ak-

101 
zeptanz der individuellen Eigenheiten.“ Und „Er geht sehr sensibel auf meinen Mann ein, 
kennt inzwischen seine Lebensgeschichte und Lieblingsthemen und spricht daher über 
Vielfältiges mit ihm, was sehr angenehm und aufmunternd ist.“  
Die Befragten beschreiben die Ehrenamtlichen als zuverlässig, vertrauenswürdig und 
gewissenhaft. Ebenso werden auch ihre Kenntnisse und ihr Fachwissen betont: „Insge-
samt gut ausgebildet.“ Und „Es sind geschulte Helfer, die wissen wie man mit an Demenz 
erkrankten Menschen umgeht, die meine Mama nicht überfordern oder unterfordern. “ 
Auch der gute kommunikative Umgang mit den an Demenz erkrankten Personen und 
den Angehörigen wird gelobt. 
Außerdem wird angemerkt, dass es gewinnbringend ist, dass jemand außerhalb der Fa-
milie Kontakt zu der an Demenz erkrankten Person hat: „Es ist gut, wenn Personen au-
ßerhalb des eigenen Haushaltes die Tagesroutine unterbrechen.“ Und „Wenn die an De-
menz erkrankte Person Vertrauen zur Hilfe gefunden hat, kann sie [die Hilfe] auch vieles 
leiten. Sie nehmen dies besser an als von Personen aus der eigenen Familie. Das hilft.“ 
Abbildung 61: Wie gefällt Ihnen die Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der 
freiwillige Helfer Ihrem an Demenz erkrankten Familienmitglied 
begegnet? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Mehr als 80% der Befr agten beschreiben das Verhältnis zwischen ihren Familien und 
den freiwilligen Helfer*innen als sehr gut (72 Befragte). Ein weiteres Fünftel als eher gut 
(17 Befragte). Die Kategorien „teils / teils“, „eher nicht gut“ und „gar nicht gut“ wurden 
von den Teilnehmenden nicht angegeben. 
Die Befragungsteilnehmenden begründen ihre Bewertung damit, dass ein gutes Vertrau-
ensverhältnis zwischen den freiwilligen Helfer*innen und ihrer Familie besteht. Einige 
sehr gut 
(N=82); 91%
eher gut 
(N=8); 9%
Kategorien "teils/teils" "eher nicht gut" und "gar nicht gut" wurden 
nicht angegeben

102 
beschreiben das Verhältnis sogar als freundschaftlich, liebevoll und familiär . „Gehört 
ganz selbstverständlich in den Alltag, wie sehr gute Bekannte.“  Und „Er ist inzwischen 
ein guter „alter“ liebenswerter Bekannter. Für meinen Mann ist er ein Freund, auf den er 
sich schon morgens freut.“ Die Befragten begründen ihre Einschätzung mit der Sympa-
thie, die sie für die Ehrenamtlichen empfinden, und dem höflichen Umgang, den die Eh-
renamtlichen mit i hren Familien haben. Auch die Zuverlässigkeit der Ehrenamtlichen 
wird hier angesprochen ; Absprachen werden eingehalten.  Die gute Erreichbarkeit der 
freiwilligen Helfer*innen wird an dieser Stelle ebenso erwähnt.  
Zwischen den Familien und den Ehrenamtlichen findet ein regelmäßiger Austausch statt 
– auch wenn die Angehörigen nicht mit dem an Demenz erkrankten Familienmitglied in 
einem Haushalt leben. Außerdem wird hier positiv angemerkt, dass die freiwilligen Hel-
fer*innen sachlich bleiben und nicht wertend gegenüber den Familien auftreten; der Um-
gang ist respektvoll. „Guter aber diskreter Austausch.“ 
Es wird deutlich, dass auch die pflegenden Angehörigen ein gutes Verhältnis zu den 
freiwilligen Helfer*innen haben und von diesen sozialen Kontakten profitieren: „Mein Va-
ter, der sich um meine Mutter kümmert, selbst 91 Jahre, genießt die Abwechslung sehr.“ 
Und: „Der Gedankenaustausch mit den Helferinnen ist auch für mich ein Gewinn.“ 
Abbildung 62: Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Familie und der 
freiwilligen Helferin bzw. dem freiwilligen Helfer beschreiben? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Angehörigen sind ein Teil der Zielgruppe des Besuchsdienstes. Sie sollen durch die 
gewonnene Zeit entlastet werden. Die Mehrheit der Befragungsteilnehmenden kann dies 
auch bestätigen: Auf 83% trifft es voll und ganz zu, dass sie sich durch die freiwilligen 
sehr gut 
(N=72); 81%
eher gut 
(N=17); 19%
Kategorien "teils/teils" "eher nicht gut" und "gar nicht gut" wurden 
nicht angegeben

103 
Helfer*innen entlastet fühlen (73 Befragte). Auf weitere 15% trifft dies eher zu  (13 Be-
fragte); 2% gaben „teils / teils“ an (2 Befragte).  
Die pflegenden Angehörigen, die mit ihrem an Demenz erkrankten Familienmitglied in 
einem Haushalt leben, wurden gefragt, inwiefern die Zeit der Betreuung für sie selbst 
wertvolle Zeit ist. Auf 88% der Befragten trifft es voll und ganz zu  (38 Befragte), dass 
diese Zeit für sie selbst wertvoll ist, auf weitere 9% trifft dies eher zu  (4 Befragte). Eine 
befragte Person gab „teils / teils“ an (2%). 
Neben der Entlastung der Angehörigen soll en der Kontakt zu den Ehrenamtlichen und 
die gemeinsamen Aktivitäten den an Demenz Erkrankten soziale Teilhabe ermöglichen. 
So wurde die Zustimmung zu der Aussage „Mein an Demenz erkrank tes Familienmit-
glied genießt die Zeit mit der freiwilligen Helferin bzw. dem freiwilligen Helfer.“ erfasst. 
74% der Teilnehmenden stimmten dieser Aussage „voll und ganz zu“ (64 Befragte), wei-
tere 21% stimmten eher zu (18 Befragte). „Teils / teils“ gaben vi er Personen (5%) und 
„trifft eher nicht zu“ eine Person (1%) an. Diese Person erläuterte, dass der Besuchte 
der Ansicht ist, keine Betreuung zu brauchen. 
Weiter oben wurde bereits deutlich, dass sowohl die an Demenz Erkrankten als auch die 
Familienangehörigen von dem sozialen Austausch mit den freiwilligen Helfer*innen pro-
fitieren. Der Aussage „Wir freuen uns über den zusätzlichen sozialen Kontakt“ stimmten 
93% der Befragten zu (85 Befragte), darunter 85% voll und ganz (74 Befragte). 2% ga-
ben „teils / teils an. „Sehr positiver sozialer Kontakt, regelmäßiger Termin ist wichtig für 
Mutter, Kontakt gibt ihr Sicherheit und bietet Abwechslung, wirkt weiterer Vereinsamung 
entgegen. Sehr empathischer Umgang!“ Auch wurde in einem Fall angemerkt, dass dies 
der einzige soziale Kontakt sei – außer dem Kontakt zu dem pflegenden Familienmit-
glied. 
Der Betreuungsdienst soll die Pflege - und Lebenssituation aller Beteiligten im eigenen 
Wohnumfeld erleichtern. Auf 85% der Teilnehmenden trifft es voll und ganz zu, dass die 
Unterstützung ihre Situation erleichtert (76 Befragte). Auf 9% trifft dies eher (8 Befragte) 
und auf 3% teils / teils zu (3 Befragte). „Dieses Angebot ist maßgeschneidert für unsere 
Situation und speziell für die Mama; und wir möchten das auf keinen Fall entbehren!“ 
Die Zustimmung zur Aussage „Ohne diese Unterstützung wäre die Pflege zu Hause 
kaum möglich.“ wurde ebenso erfasst. Von den Befragten stimmten 27% dieser Aussage 
voll und ganz (23 Befragte), weitere 29% eher zu (24 Befragte). Mehr als die Hälfte der 
Befragten sehen in dem Besuchsdienst folglich eine Unterstützung, die die weitere 
Pflege zu Hause ermöglicht. Eine Person merkt an: „Ohne diese Unterstützung wäre die 
Pflege zu Hause gar nicht möglich!“

104 
Abbildung 63: Inwiefern treffen folgende Aussagen auf Sie und Ihr an Demenz 
erkranktes Familienmitglied zu? 
 
* Hier wurden die Aussagen der Angehörigen berücksichtigt, die mit ihrem an Demenz erkrankten 
Familienmitglied in einem Haushalt leben. 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
„Teils / teils“ gaben 19% an (16 Befragte). 17% sind der Ansicht, dass diese Aussage 
auf sie eher nicht zutrifft (14 Befragte), 8%, dass sie gar nicht zutrifft (7 Befragte). Hierzu 
wird erläutert, dass professionelle Hilfe durch ehrenamtliche nicht ersetzt, sondern sinn-
voll ergänzt werden kann: „Die Pflege benötigt wesentlich mehr Aufwand, als dies von 
den freiwilligen Helfer*innen geleistet werden kann. Es ist aber unverzichtbarer Bestand 
in der Versorgung.“  Auch wird erklärt, dass eine Betreuung einer Demenz erkrankten 
Person ohne dauerhafte Präsenz einer Person vor Ort kaum zu bewältigen ist. Dennoch 
helfen die Besuche durch den Unterstützungsdienst sehr. „Über jede Stunde, die meine 
Mutter betreut wird, bin ich froh und sie entlastet mich. Allerdings sind 2 Stunden in der 
Woche nicht ausschlaggebend, ob eine Pflege zu Hause möglich ist. Bei uns ist es der 
83%
88%
74%
85%
87%
27%
15%
9%
21%
13%
9%
29%
2%
2%
5%
2%
3%
19%
1%
17% 8%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Ich fühle mich durch die freiwillige
Helferin bzw. den freiwilligen Helfer
entlastet. (N=88)
Die  Zeit dieser Betreuung ist für mich
wertvolle Zeit. (N=43)*
Mein an Demenz erkranktes
Familienmitglied genießt  die Zeit mit
der freiwilligen Helferin bzw. dem
freiwilligen Helfer. (N=87)
Wir freuen uns über den zusätzlichen
sozialen Kontakt. (N=87)
Die Unterstützung erleichtert unsere
Situation. (N=87)
Ohne diese Unterstützung wäre die
Pflege zu Hause kaum möglich. (N=84)
trifft voll und ganz zu trifft eher zu trifft teils / teils zu
trifft eher nicht zu trifft gar nicht zu

105 
Mix aus: 2 Mal in der Woche Tagespflege, Senio-Ass, Kölsch Hätz, Verhinderungspflege 
und der Einsatz von mir, meinem Bruder und unseren Familien! “ Diese Aussage ver-
deutlicht, dass der Unterstützungsdienst ein wesentlicher Baustein in der Hilfe für pfle-
gende Angehörige ist und die Pflegesituation im eigenen Wohnumfeld erleichtert. Aller-
dings sind auch weitere Unterstützungen notwendig, so dass der Unterstützungsdienst 
allein den Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung vermutlich nicht verhindern kann. 
Dennoch zeigen die Befragungsergebnisse deutlich, dass die Unterstützung für die An-
gehörigen entlastend und für die an Demenz Erkrankten bereichernd wirkt. 
„Gut, dass es diese Möglichkeit gibt – so können meine Eltern weiterhin zuhause ver-
bringen und ich kann Zeit für mich gewinnen. Gegen die Einsamkeit tagsüber, wenn ich 
arbeiten bin. Mentales Training und Abwechslung, Highlights, um die Woche zu struktu-
rieren.“ 
Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass sich die sorgfältige Auswahl der Ehrenamtlichen 
sowie die intensive Schulung und Begleitung der freiwilligen Helfer*innen positiv auswir-
ken. Die Fähigkeiten und Kompetenzen der freiwilligen Helfer*inn en, die durch die im 
Schulungskonzept genannten Inhalte gestärkt werden, werden von den Befragten als 
positiv wahrgenommen und tragen zu ihrer positiven Einschätzung der Unterstützung im 
starken Maße bei. Für eine erfolgreiche Umsetzung des Unterstützungsd ienstes ist 
diese intensive Schulung und Fortbildung sehr wichtig. Die Stärkung dieser Kompeten-
zen ist für die freiwilligen Helfer*innen nicht nur im Rahmen ihres Engagements im Un-
terstützungsdienst, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten gew innbrin-
gend. 
Eine Aufgabe der Koordinator*innen ist es, die betreuten Familien zu begleiten, auch zu 
beraten sowie bei Bedarf an weitere Hilfen zu vermitteln. So kommt ihnen eine Art „Tür-
öffnerfunktion“ zu. Aber auch die freiwilligen Helfer*innen haben eine Funktion als Multi-
plikator*innen, wenn sie bei ihren Besuchen von weiteren Angeboten berichten.  
Zwei Drittel der Befragten haben durch die Beratung im Rahmen des häuslichen Unter-
stützungsdienstes neue Unterstützungsangebote kennengelernt (56 Befragte). Ein Drit-
tel verneint dies (29 Befragte).

106 
Abbildung 64: Haben Sie durch die Beratung im Rahmen der häuslichen 
Unterstützung neue Unterstützungsangebote kennengelernt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Mehr als 60% der Befragten, die von weiteren Hilfen erfahren haben, nannten hier wei-
tere Angebote für Menschen mit Demenz (34 Befragte). Jeweils knapp 30% gaben An-
gebote der SeniorenNetzwerke sowie pflegerische Hilfen an (16 bzw. 15 Befragte). Ein 
Viertel wurde auf das Angebot der Seniorenberatung hingewiesen (14 Befragte). 20% 
gaben Unterstützung im hauswirtschaftlichen Bereich an (11 Befragte). Sechs Befragte 
wurden auf die präventiven Hausbesuche (11%) aufmerksam gemacht. Neun Befragte 
gaben andere Unterstützungsangebote an und nannten hier vor allem Selbsthilfegrup-
pen, Kurse und Schulungen für pflegende Angehörige. Ebenso wurde über Angebote, 
die die an Demenz erkrankten Personen gemeinsam mit ihren Angehörigen nutzen kön-
nen, informiert (z.B. auch Urlaubsreisen). Auch eine Unterstützung in Form einer Arzt-
begleitung wurde angegeben. 
nein (N=29); 
34%
ja (N=56); 
66%

107 
Abbildung 65: Welche Unterstützungsangebote haben Sie kennengelernt? 
(Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Hinweis darauf, wie erfolgreich die an Demenz Erkrankten und ihre Angehörigen an 
weiterführende Unterstützungsangebote vermittelt werden, kann die Inanspruchnahme 
dieser Angebote geben. 
Die Teilnehmenden wurden gefragt, ob sie Angebote, über die im Rahmen der häusli-
chen Unterstützungsdienste gesprochen wurde, auch genutzt haben. 46% der Befragten 
(30 Teilnehmende) haben diese Angebote schon genutzt. Als Beispiele werden hier die 
Tagespflege, hauswirtschaftliche Unterstützung, Angebote für pflegende Angehörige, 
Einrichtung eines Hausnotrufs genannt. „Frau S. gibt immer wieder Tipps oder Hinweise 
in verschiedenen Belangen. Oft sind sie hilfreich, und ich gehe dem nach.“ 
Ebenso haben 46% der Befragten die Angebote zwar noch nicht genutzt, aber sie über-
legen es sich noch  (30 Befragte) . Als Begründung werden hier beispielsweise die 
schlechte Mobilität aufgrund des Gesundheitszustands oder Einschränkungen aufgrund 
der Covid-19-Pandemie angeführt. Fünf Befragte gaben an, dass sie die Angebote nicht 
genutzt haben und dies auch zukünftig nicht tun werden (8%).  Dies wird z.B. mit der 
fortgeschrittenen Demenz und dem Gesundheitszustand der erkrankten Person begrün-
det. 
62%
29%
27%
25%
20%
11%
16%
0% 20% 40% 60% 80%
Angebote für Menschen mit
Demenz (N=34)
Angebote der SeniorenNetzwerke
(N=16)
pflegerische Hilfen (N=15)
Seniorenberatung (N=14)
hauswirtschaftliche Versorgung
(N=11)
Hausbesuche für ältere
Menschen (N=6)
anderes (N=9)
N=55

108 
Abbildung 66: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, auch 
genutzt? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Als Indikator für die Zufriedenheit wurde gefragt, ob die Angehörigen das Angebot des 
häuslichen Unterstützungsdienstes weiterempfehlen würden. Alle 90 Befragten würden 
das Angebot weiterempfehlen: 98% gaben „ja, auf jeden Fall“ an, die restlichen 2% ga-
ben „eher ja“ an. Die Teilnehmenden begründen dies mit der Entlastung für die pflegen-
den Angehörigen sowie der Bereicherung für die an Demenz Erkrankten: „Für den pfle-
genden Angehörigen sowie für die pflegebedürftigen Personen hat es nur Vorteile. Eine 
kleine „Auszeit“ tut beiden Beteiligten sehr, sehr gut.“ Und: „Weil dadurch für mich etwas 
notwendiger Freiraum und Abstand entsteh en. Für meinen Mann sind die Impulse von 
außen wichtig.“ Auch die Förderung der Kompetenzen wurde angesprochen: „Ich merke, 
dass me ine Mutter wieder geistig mobiler geworden ist. Da sie sich gerne unterhält , 
wurde ihr Sprachfluss auch gefördert. Sie freut sich jede Woche auf den Unterstützungs-
dienst.“ Auch die gute Organisation wird als Begründung angeführt: „Ich empfand alles 
von Beginn an als zugewandt und unkompliziert. Dadurch konnte ich das Angebot über-
haupt nur annehmen. Ich war nicht noch zusätzlich belastet!“ Und: „Sehr gute Organisa-
tion, kompetente Beratung.“ 
ja (N=30); 
46%noch nicht, 
aber ich 
überlege es 
mir (N=30); 
46%
nein, werde 
ich auch 
nicht (N=5); 
8%

109 
Abbildung 67: Würden Sie das Angebot des häuslichen Unterstützungsdienstes 
weiterempfehlen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
In der Diskussionsrunde wurden die Teilnehmenden gefragt, welche Folgen eine Kür-
zung der Fördermittel mit sich bringen würde. Die Teilnehmenden verweisen auf die Er-
fahrungen, die während der Covid-19-Pandemie gewonnen wurden. Während des Lock-
downs wurden die Besuche eingeschränkt, den Besuchten und ihren Familien ging es 
damit nicht gut, die Kontakte fehlten. Bei einigen wurden Folgen der Isolation de utlich. 
Eine Teilnehmende der Befragung der Nutzer*innen bekräftigt diese Erfahrung: „Als 
Corona ausbrach und kein Helfer kommen durfte, baute meine Mama in kurzer Zeit sehr 
schnell ab. Sie konnte nicht verstehen, warum sie au ßer mir keinen „Besuch“ mehr be-
kam. Sie hat ihr e „zwei Helferlein“ unendlich vermisst. Auch ich kam nach mehreren 
Wochen alleine mit meiner Mama an meine Grenzen. Ich weiß jetzt, dass ohne Hilfe eine 
Pflege zu Hause nicht möglich ist.“ 
Einige Angehörige beschreiben in der Befragung der Nutzer*innen sehr eindrücklich die 
Entlastung und den Gewinn durch die Besuche des Unterstützungsdienstes. Abschlie-
ßend sollen hier einige Zitate die Wirkungsanalyse beispielhaft zum Ausdruck bringen:  
„Der freiwillige Helfer kommt nun seit 2015 und begegnet meinem Lebensgefährten em-
pathisch, mit Respekt und Geduld. Mittlerweile sind nur noch Spaziergänge mit Rollstuhl 
möglich. Der freiwillige Helfer ist für mich eine große Entlastung und für meinen Lebens-
gefährten eine große Bereicherung seines mittlerweile schwer eingeschränkten Lebens. 
Ohne den Helfer wäre unser Leben viel eintöniger.“ 
„Der Helfer ist ein enger Freund für meinen Vater geworden, er zeigt stets Respekt und 
einen ernst gemeinten freundschaftlichen Umgang. Er zaubert ein Lachen aus meinem 
Vater und schafft es, dass noch etwas Kommunikation erfolgt.“ 
ja, auf jeden 
Fall (N=88); 
98%
eher ja (N=2); 
2%
Kategorien "teils / teils" "eher nicht" und "nein, auf keinen Fall"
wurden nicht angegeben

110 
„Der Helfer ist ein Anker und ein guter Freund – immer auf Augenhöhe – für mich eine 
riesige Entlastung.“ 
„Da meine Helfer bereits seit mehr als zwei Jahren meine Mutter betreuen und den Ver-
lauf ihrer Krankheit miterleben konnten, hat sich ein freundschaftliches Verhältnis entwi-
ckelt. Ohne ihre Hilfe wäre ich nicht in der Lage , meine Mutter weiterhin zu Hause zu 
pflegen.“ 
7.7 Weiterentwicklung des Programms 
Die Nutzer*innen des häuslichen Unterstützungsdienstes wurden in der Befragung nach 
ihren Verbesserungsvorschlägen bezüglich des Angebots gefragt. Drei Viertel der Be-
fragungsteilnehmenden haben keine Verbesserungsvorschläge. Ein Viertel sieht As-
pekte, die verbessert werden könnten: Hier wünschen sich acht Befragte die Möglichkeit, 
die Besuchsstunden aufzustocken, so dass die freiwilligen Helfer*innen häufiger oder 
länger kommen können. Drei Personen würden begrüßen, wenn mehr freiwillige Hel-
fer*innen gewonnen werden könnten. Sie sehen dann auch die Möglichkeit, mal auf an-
dere Ehrenamtliche auszuweichen, wenn die freiwilligen Helfer*innen verhindert sind. 
Von zwei Teilnehmenden werden hier auch Besuche in den Abendstunden oder am Wo-
chenende genannt, damit beispielsweise ein Theater- oder Konzertbesuch für die Ange-
hörigen möglich wäre. Eine Person fände es gut, wenn zusätzlich zu den Besuchen re-
gelmäßige Telefongespräche zwischen den Ehrenamtlichen und den an Demenz er-
krankten Menschen möglich wären. Drei Befragte wünschen sich eine bessere Bezah-
lung für die freiwilligen Helfer*innen. 
Vier Befragte wünschen sich eine bessere Kommunikation. Hier werden eine (noch) bes-
sere Erreichbarkeit sowie regelmäßige Telefonate, um als Angehörige eine Rückmel-
dung zu erhalten, genannt. Auch ein aktives Feedback wird gewünscht. 
Eine Person wünscht sich eine bessere Abrechenbarkeit der Kosten für den Unterstüt-
zungsdienst durch die Pflegeversicherung. Hier wurde von einer weiteren Person ange-
regt, dass sich die Summe, die abgerech net werden kann, mit der Einstufung in einen 
höheren Pflegegrad auch erhöhen sollte.

111 
Abbildung 68: Gibt es etwas, was Sie an dem häuslichen Unterstützungsdienst 
gerne verbessern würden? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die weitere Gewinnung von freiwilligen Helfer*innen nennen auch die Koordinator*innen 
als weiteres Ziel ihrer Arbeit. In der Diskussionsrunde wurde angemerkt, dass teilweise 
Schwierigkeiten bestehen, Ehrenamtliche zu find en, da die Aufwandsentschädigung 
nicht ausreichend sei. So gibt es einen Diskurs, ob das Programm dahingehend verän-
dert werden sollte, dass es ein Dienst mit Festanstellung wird. Die Vertreter*innen der in 
der Diskussionsrunde anwesenden Träger befürworten aber die Arbeit mit den Ehren-
amtlichen. Eine Umstellung auf Angestellte wäre deutlich kostenintensiver und bekäme 
auch einen anderen Charakter . Aus ihrer Sicht gibt es keine Probleme bei der Umset-
zung des Unterstützungsangebots mit Ehrenamtlichen. Allerdings wird auch beschrie-
ben, dass die Nachfrage größer ist als das Angebot. 
Weiterhin möchten die Koordinator*innen auch in Zukunft die Netzwerkarbeit vorantrei-
ben, weiterentwickeln und intensivieren. Dies gilt auch für die Arbeit der Demenznetze 
in den Stadtbezirken. 
Einige Koordinator*innen möchten die Beratungsangebote für Angehörige ausweiten. 
Aus ihrer Sicht ist hier der Bedarf in den letzten Jahren immer größer geworden. Die 
Beratung der Angehörigen hat in der Arbeit der Koordinator*innen an Bedeutung gewon-
nen. 
Die Öffentlichkeitsarbeit möchten viele Koordinator*innen weiter ausbauen. Vor allem 
Menschen mit Migrationshintergrund sollen hierüber besser erreicht werden. In der Dis-
kussionsrunde erläuterten die Teilnehmenden, dass Menschen mit Migrationshint er-
grund bisher nicht gut erreicht werden. Die Einbeziehung dieser Zielgruppe gehört zu 
den zukünftigen Herausforderungen des Programms. Fehlende Sprachkenntnisse und 
kulturelle Unterschiede im Umgang mit dem Thema „Demenz“ sind hier nach Einschät-
zung der G esprächspartner*innen die größten Hürden. In einigen Kulturkreisen gelte 
Demenz als Tabu-Thema. Es gibt bereits Bemühungen, die Zielgruppe der Menschen 
mit Migrationshintergrund besser zu erreichen. Beispielsweise wurden Schulungen für 
nein (N=62); 
74%
ja (N=22); 
26%

112 
freiwillige Helfer*innen mit Migrationshintergrund entwickelt; einige Ehrenamtliche mit 
Migrationshintergrund konnten schon qualifiziert werden.  
Eine weitere Herausforderung für die Weiterentwicklung des Programms wird die Zu-
nahme der Zahl der Alleinlebenden sein. Diese Entw icklung muss b ei der Umsetzung 
des Programms berücksichtigt werden. 
Die Teilnehmenden der Diskussionsrunde erläuterten, dass der Stellenumfang der Ko-
ordinator*innen begrenzt ist und somit auch nur eine gewisse Kundenzahl betreut wer-
den kann. Würden die Fördermittel aufgestockt werden, könnten z.B. mehr Familien be-
treut werden, würden mehr Ressourcen für die Gewinnung von freiwilligen Helfer*innen 
zur Verfügung stehen oder könnten mehr Kapazitäten für die Erreichbarkeit von Men-
schen mit Migrationshintergrund genutzt werden. Das Hilfesystem, das durch die Unter-
stützungsdienste besteht, ist eine wichtige und hilfreiche Arbeit für die betroffenen Fa-
milien. Allerdings sind nach Aussage der Teilnehmenden der Diskussionsrunde in man-
chen Stadtbezirken die Kapazitätsgrenzen erreicht; neue Kund*innen können dort mo-
mentan nicht aufgenommen werden. 
Beratungs- und Unterstützungsdienst „Veedel für Alle – Semtimiz Ehrenfeld“ so-
wie Gemeinschaftsprojekt „Demenz & Migration“ 
Es wurde die Beobachtung gemacht, dass  türkischstämmige Senior*innen die existie-
renden Beratungsangebote kaum in Anspruch nehmen und nicht ausreichend über be-
stehende Unterstützungsangebote oder ihnen zustehende Leistungen informiert sind.  
Obwohl Bedarf besteht, werden die Angebote von Senior* innen mit Migrationshinter-
grund kaum genutzt. Aufgrund dessen wurde der Beratungs- und Unterstützungsdienst 
„Veedel für Alle – Semtimiz Ehrenfeld“ von de m AWO Kreisverband Köln e.V. initiiert. 
Dieses Projekt wird von der Stadt Köln gefördert. 
Das Ziel des Projekts ist es, Senior*innen, die aus der Türkei stammen, zu unterstützen 
und ihre Teilhabe zu stärken.  Dies soll durch muttersprachliche Beratung und mit Hilfe 
von ehrenamtlichen Multiplikator*innen geschehen. Eine muttersprachliche Fachkraft 
übernimmt die Koordination des Projekts, sie schult und vermittelt zweisprachige ehren-
amtliche Begleiter*innen. Die Ehrenamtlichen werden im Rahmen eines 30-stündigen 
Qualifizierungskurses geschult und sollen als Multiplikator*innen das Beratungsangebot 
bei türkischen Senior*innen und ihren Familien bekanntmachen sowie über das deut-
sche Hilfesystem und ortsansässige Unterstützungsangebote im Bereich der Senioren-
arbeit informieren. Sie sollen die Familien motivieren, Unterstützung anzunehmen und 
sollen den Kontakt zu d en Koordinator*innen des muttersprachlichen Dienstes herstel-
len. Weiterhin sollen sie die Senior*innen zum monatlich stattfindenden Gesprächskreis 
begleiten, um sozialer Isolation entgegenzuwirken.22 
 
22  Die Ehrenamtlichen des Projekts „Veedel für Alle“ erhalten keine Aufwandsentschädigung.

113 
Die Projektumsetzung ist mit Schwierigkeiten verbunden. Zum einen lassen sich nicht 
so viele Ehrenamtliche wie gewünscht schulen. Die Vertreter*innen der Träger führen 
das darauf zurück, dass die Schulung eher etwas abschreckend wirkt und sich die Auf-
gabe der Multiplikator*innen nicht konkret genug darstellen lässt. Weiterhin bestehen bei 
den Familien häufig multiple und existenzielle Problemlagen, zu denen die Ehrenamtli-
chen nicht beraten können, so dass in den meisten Fällen Beratung und Unterstützung 
durch die muttersprachliche Fachkraft gewünscht wird und auch erforderlich ist. Darüber 
hinaus gibt es nach Einschätzung der Vertreter*innen des Projekts nur wenige kultur-
sensible Angebote, an die weitervermittelt werden kann. 
Der regelmäßig stattfindende Gesprächskreis für türkischsprachige Senior*innen bietet 
thematisch passende Vorträge von türkischsprachigen Referent*innen an. Dieses offene 
Angebot wird von den Senior*innen sehr gut angenommen und gut besucht. 
Zusätzlich zu dem Beratungsangebot haben sich die Projekte „Veedel für alle“ und „Bau-
stein“ (im Rahmen des kommunalen Seniorenprogramms angebotene häusliche Unter-
stützungsdienst für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen des AWO Kreisver-
bandes Köln) zum Gemeinschaftsprojekt „Demenz & Migration“ zusammengeschlossen. 
Hier werden wie bei den anderen häuslichen Unterstützungsangeboten türkischspra-
chige freiwillige Helfer*innen geschult, die eine stundenweise häusliche Betreuung von 
an Demenz erkrankten Senior*innen übernehmen. Bis Ende 2020 konnten 75 freiwillige 
Helfer*innen ausgebildet und passgenau in türkische Familien mit an Demenz erkrank-
ten Angehörigen vermittelt werden. 
Weiterhin findet ein betreutes Gruppenangebot für Menschen türkischer Herkunft mit 
Demenz statt, das von ehrenamtlichen zweisprac higen Helfer*innen in Begleitung der 
Koordinator*innen betreut wird. Ebenso können sich türkischsprachige Angehörige von 
Menschen mit Demenz im Rahmen einer Selbsthilfegruppe über ihre Situation austau-
schen. 
Die Vertreter*innen dieses Projekts bewerten die Umsetzung als sehr positiv. Durch die 
freiwilligen Helfer*innen erhalten auch die Fachkräfte Zugang zu den Familien und kön-
nen sie über weitere Hilfe informieren. Demenz sei in türkischen Familien häufig ein 
tabuisiertes Thema. Diesbezüglich bedarf es aus  Sicht der Expert*innen noch weitere r 
kultursensibler Aufklärungsarbeit. Es wird noch einmal betont, dass hier der gleiche kul-
turelle Hintergrund der Fachkräfte und der ehrenamtlichen Helfer*innen wichtig sei, die 
Arbeit von Dolmetscher*innen reiche hier nicht aus, um Zugang zu den Familien zu er-
halten. Aufgrund des Erfolgs des Projekts wäre ein stadtweiter Ausbau wünschenswert. 
Auch sollte dieses Angebot in anderen Sprachen (z.B. russisch) aufgebaut werden.

114 
8 Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegender 
Angehöriger von somatisch Erkrankten durch 
ehrenamtliche Betreuungsdienste 
Das Grundprinzip des Programms „Niedrigschwelliges Angebot zur Entlastung pflegen-
der Angehöriger von somatisch Erkrankten durch ehrenamtliche Betreuungsdienste“ äh-
nelt dem Programm „ Häusliche Unterstützungsdienste für Menschen mit Demenz und 
ihre Angehörigen“ (vgl. Kapitel 7). Auch bei diesem niedrigschwelligen Angebot werden 
die erkrankten Menschen durch freiwillige Helfer*innen stundenweise betreut. 
8.1 Zielsetzung des Programms 
Das Programm startete Anfang des Jahres 2009 und bietet eine Unterstützung im Alltag 
für Menschen mit somatischen Erkrankungen . Diese Unterstützung soll pflegende An-
gehörige entlasten, richtet sich aber auch an alleinlebende Menschen. Die Lebensqua-
lität der Erkrankten soll durch die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben verbessert wer-
den. Bei Alleinlebenden kann der Vereinsamung und Isolation entgegengewirkt werden. 
Abhängig vom Gesundheitszustand können die freiwilligen Helfer*innen Angebote ma-
chen, die die Alltagskompetenz verbessern und vorhandene Fähigkeiten erhalten. Ein 
Beitrag zum längeren Verbleib im eigenen Wohnumfeld kann g eleistet werden. Falls 
pflegende Angehörige durch die stundenweise Betreuung entlastet werden, verbessert 
sich auch ihre Lebensqualität, was sich positiv auf die häusliche Lebens- und Pflegesi-
tuation auswirkt sowie die Pflegebereitschaft erhält und eine Aufnahme in eine stationäre 
Pflegeeinrichtung hinauszögern kann. 
8.2 Umsetzung des Programms 
Das Programm wird durch zwei Träger umgesetzt: Das linksrheinische Stadtgebiet über-
nehmen die SBK Sozial-Betriebe-Köln gGmbH und das rechtsrheinische der Deutsche 
Rote Kreuz Kreisverband Köln e.V. Auch bei diesem Programm haben die Träger ihren 
Unterstützungsdiensten eigene Namen gegeben: Die SBK setzen das Programm unter 
dem Namen „SenioASS – ehrenamtliche Assistenz“ und das DRK unter dem Namen 
„Das andere Leben begleiten“ um. 
Vor ihrem Einsatz werden die freiwilligen Helfer*innen durch eine Basisschulung qualifi-
ziert. Das Schulungskonzept umfasst 40 Stunden und wird durch vielfältige Methoden 
(z.B. theoretische Wissensvermittlung, praktische Übungen, Gruppenarbeit, Medienein-
satz) umgesetzt. Themenschwerpunkte sind u.a. das Leben im Alter, typische Alterser-
krankungen, Lebenssituation pflegender Angehöriger sowie Kommunikation und Ge-
sprächsführung, deren Veränderung im Alter, Übungen für den kommunikativen Um-
gang. Darüber hinaus wird der Umgang mit Hilfsmitteln (z.B. Rollator, Rollstuhl) geübt 
und Verhalten in Notfallsituationen erlernt. Ein weiteres wesentliches Thema ist die 
Selbstreflexion sowie Abgrenzung und damit zusammenhängend Nähe und Distanz. Zu

115 
den Inhalten wird eine Schulungsmappe ausgehändigt, so dass die Lerninhalte zu Hause 
nachgelesen und vertieft werden können. 
Auch während ihres Einsatzes werden die freiwilligen Helfer*innen fachlich begleitet. 
Dazu gehören ein enger persönlicher Kontakt zu den Koordinator*innen (verlässliche 
Erreichbarkeit) und Hilfestellungen  (insbesondere in Krisensituationen wie z.B. Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes), die Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildun-
gen sowie das Angebot von regelmäßigen Treffen zur Reflexion und zum A ustausch 
über die Praxis. 
Ziele dieser Schulung und intensiven Begleitung sind zum einen eine möglichst hohe 
Zufriedenheit mit der freiwilligen Tätigkeit und somit die Förderung des (weiteren) frei-
willigen Engagements. Zum anderen sollen Kenntnisse vermittelt und somit die Qualität 
der Betreuung gesichert werden. Darüber hinaus soll so eine gemeinsame Problemlö-
sung sichergestellt werden, damit sich die freiwilligen Helfer*innen nicht überfordert und 
allein gelassen fühlen.  
Durch gezielte Akquise (z.B. Aushänge, Presseartikel) konnte kontinuierlich ein Stamm 
an ehrenamtlichen Betreuer*innen aufgebaut werden. Im Jahr 2019 standen insgesamt 
116 freiwillige Helfer*innen zur Verfügung, davon wurden zehn Helfer*innen neu ge-
schult. Im Jahr 2020 waren es 121 freiwi llige Helfer*innen, von denen neun an der Ba-
sisschulung teilgenommen hatten. Trotz der Covid-19-Pandemie ist es gelungen, dass 
sich die freiwilligen Helfer*innen im Jahr 2020 weiterhin engagiert haben; es sind sogar 
noch Ehrenamtliche hinzugekommen. 
Tabelle 5: Freiwillige Helfer*innen in den Jahren 2019 und 2020 
 
Quelle:  Jährliche Sachberichte der Träger 
Freiwillige 
Helfer*innen
Neu 
qualifizierte 
Helfer*innen
DRK 48 6
SBK 68 4
Summe 116 10
DRK 53 5
SBK 68 4
Summe 121 9
2019
2020

116 
Auch bei diesem Programm ist die Gruppe der freiwilligen Helfer*innen hinsichtlich des 
Alters, der sozialen Schicht, der Berufssparte, ihrer Herkunft und ihrer Interessen vielfäl-
tig. So sind unter ihnen z.B. jüngere Menschen, Rentner*innen, Akademiker*innen, Ar-
beiter*innen, Frauen und Männer  sowie einige mit Migrationshintergrund 23 vertreten. 
Dies ermöglicht es, die untersch iedlichen Bedarfe bei den Pflegebedürftigen sehr gut 
abzudecken und passgenaue Betreuung zu vermitteln.  Vermittlungen sind besonders 
stabil, wenn die Profile der Erkrankten und der Ehrenamtlichen stimmig sind. Diese pas-
senden „Paare“ können gefunden werden, wenn es vorab intensive Gespräche über Er-
wartungen und Wünsche sowie Einschätzungen zu Kompetenzen und Eigenschaften 
gab. Viele der freiwilligen Helfer*innen engagieren sich über einen längeren Zeitraum, 
einige seit vielen Jahren. 
Die freiwilligen Helfer *innen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 7,50 Euro pro 
Stunde. Den Familien als Leistungsempfängerinnen werden 10 Euro pro Stunde für die 
Betreuungsleistung in Rechnung gestellt. Die zusätzlichen 2,50 Euro dienen der De-
ckung von Verwaltungskosten, die für die Träger anfallen. Hat die betreute Person einen 
Pflegebedarf nach SGB XI, können die Kosten über die Pflegeversicherung abgerechnet 
werden. 
8.3 Inanspruchnahme des Programms 
Befragung der Nutzer*innen 
Im Rahmen der Nutzer*innenbefragung wurden 40 Fragebögen weitergegeben, 18 Nut-
zer*innen haben sich beteiligt. Zehn Nutzer*innen leben in einem linksrheinischen Stadt-
bezirk und acht in einem rechtsrheinischen. Unter den Befragten sind 16 Frauen und 
zwei Männer. Zum Zeitpunkt der Befragung waren drei betreu te Personen 75 Jahre alt 
oder jünger (jüngste Person: 59 Jahre). Fünf Personen waren zwischen 76 und 85 Jah-
ren alt. In die Gruppe der 86 - bis 95-Jährigen fallen neun Befragte (älteste Person: 95 
Jahre). Alle Teilnehmenden besitzen die deutsche Staatsangehö rigkeit und sind in 
Deutschland geboren. Vier der Befragten leben mit ihrer / ihrem Ehe - oder Lebens-
partner*in im Haushalt, zwölf Befragte leben alleine.  
Die Kund*innen werden durch Kontakte zu anderen Akteur*innen, wie z.B. Seniorenbe-
ratungsstellen, SeniorenNetzwerke und Sozialdienste der Krankenhäuser,  gewonnen. 
Auch durch Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Presseartikel, Informationsstand auf Wochen-
märkten oder Seniorenmessen) wird über die Unterstützungsmöglichkeit informiert und 
potenzielle Interessent*innen angesprochen. Häufig melden sich die Betroffenen auch 
 
23  Zum Migrationshintergrund der freiwilligen Helfer*innen liegen Angaben von einem Träger 
vor. Bei diesem hatten im Jahr 2019 7 von 48 Helfende (15%) und im Jahr 2020 6 von 53 
(11%) Helfende einen Migrationshintergrund.

117 
selbst bei den Trägern oder den Koordinator*innen. Nach Einschätzung der Vertreter*in-
nen der Träger besteht bei der Zielgruppe ein hohes Selbsthilfepotential. 
Die Befragung der Nutzer*innen zeigt ähnliche Ergebnisse bezüglich der Zugangswege. 
Fünf Befragte gaben an, durch ihren Freundes- und Bekanntenkreis von dem häuslichen 
Unterstützungsdienst erfahren zu haben. Ebenso g aben jeweils fünf Befragte die örtli-
chen SeniorenNetzwerke / andere Angebote für Senior*innen und die Pflegeberatung 
als Informationsquelle an. Vier Teilnehmende wurden durch die Seniorenberatung auf 
den Unterstützungsdienst aufmerksam. Eine Person gab die Hausbesuche für ältere 
Menschen (präventive Hausbesuche) an. Unter „anderes“ wurde n eine Krankenkasse 
sowie ein Wohlfahrtsverband genannt. 
Abbildung 69: Wie haben Sie von dem Angebot der häuslichen Unterstützungs-
dienste erfahren? (Mehrfachantworten möglich – Angabe von 
absoluten Zahlen) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Nach der Kontaktaufnahme findet ein Erstbesuch bei der erkrankten Person durch die 
Koordinator*innen statt, bei dem der Hilfebedarf erfasst und auf mögliche Unterstüt-
zungsangebote hingewiesen wird. Kommt eine Unterstützung durch den Betreuungs-
dienst in Frage, erläuter n die Koordinator*innen das Angebot. Bei einem Zweitbesuch 
erfolgt das Kennenlernen zwischen den freiwilligen Helfer*innen und den zu betreuen-
den Personen und ggf. weiteren Angehörigen. 
Wie auch bei dem häuslichen Unterstützungsdienst für Menschen mit Demenz und ihre 
Angehörigen stehen die Koordinator*innen auch bei diesem Programm in regelmäßigen 
Kontakt zu den Betreuten und ggf. zu ihren Angehörigen. Die Koordinator*i nnen sind 
Ansprechpartner*innen bei Fragen oder Problemen, zu denen sie beraten und unterstüt-
zen und bei Bedarf an weitere Unterstützungsangebote vermitteln. Des Weiteren erhal-
5
5
5
4
1
2
0 2 4 6
Freundes- und Bekanntenkreis
beim örtlichen SeniorenNetzwerk /
bei Angeboten für Senior*innen
Pflegeberatung
Seniorenberatung
Hausbesuche für ältere Menschen
anderes
N=18

118 
ten die Kund*innen Unterstützung zur Abrechnung des Besuchsdienstes mit den Pflege-
kassen; in vielen Fällen wird dies auch durch die Koordinator*innen übernommen. 
Im Jahr 2019 wurden insgesamt 144 Menschen mit somatischen Erkrankungen (und ihre 
Angehörigen) betreut (DRK: 66; SBK: 78). Unter Berücksichtigung d erjenigen, die im 
Laufe des  Jahres nicht mehr unterstützt wurden, werden im Dezember 2019 99 Be-
suchte gezählt. Im Jahr 2020 liegt die Jahresgesamtzahl bei 122 Menschen und Familien 
(DRK: 46; SBK: 76) und die Stichtagzahl im Dezember bei 87 betreuten Personen. Die 
freiwilligen Helfer*innen erbrachten im Jahr 2019 insgesamt 9.914 Betreuungsstunden 
(DRK: 4.466; SBK: 5.448), im Jahr 2020 insgesamt 7.671 Stunden (DRK: 2.663; SBK: 
5.008). Die Zahl der geleisteten Einsätze lag im Jahr 2019 bei insgesamt 4.414 (DRK: 
2.087; SBK: 2.327), im Jahr 2020 bei 3.383 Einsätzen (DRK: 1.279; SBK: 2.104). Insbe-
sondere beim DRK werden die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie anhand der Zah-
len deutlich. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich diese Zahlen wieder an die der 
Vorjahre anpassen werden, da, wie  oben gezeigt, nach wie vor Ehrenamtliche bereit 
sind, die Erkrankten zu betreuen. 
Tabelle 6: Inanspruchnahme in den Jahren 2019 und 2020 
 
Quelle:  Jährliche Sachberichte der Träger 
Während der Covid-19-Pandemie fanden weniger Einsätze der freiwilligen Helfer*innen 
statt. Es konnten nur eingeschränkt persönliche Kontakte und Begleitungen erfolgen. 
Während des Lockdowns fand die Unterstützung stattdessen in Form von Spaziergän-
gen, Botengängen und Einkäufen sowie durch Telefongespräche statt. Als Betreuungen 
wieder in der häuslichen Umgebung stattfinden konnten, wurde ein Hygienekonzept er-
Jahres-
gesamtzahl Stand Dez.
DRK 66 39 4.466 2.087
SBK 78 60 5.448 2.327
Summe 144 99 9.914 4.414
DRK 46 28 2.663 1.279
SBK 76 59 5.008 2.104
Summe 122 87 7.671 3.383
2019
2020
Unterstützte Menschen mit 
somatischen Erkrankungen 
und ihre Angehörigen Betreuungs-
stunden Einsätze

119 
stellt, zu dem die freiwilligen Helfer*innen geschult wurden. Des Weiteren wurden die 
freiwilligen Helfer*innen mit FFP2-Masken und Handdesinfektionsmittel ausgestattet. In 
der zweiten Jahreshälfte 2020 stieg die Nachfrage nach Betreuungen stark an, so dass 
sich die Zahlen im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 2019 insgesamt kaum veränderten. 
Während der Covid-19-Pandemie bestand sowohl bei den Besuchten als auch bei den 
freiwilligen Helfer*innen großer Beratungsbedarf (z.B. Fragen zu den Besuchen, Fragen 
zu Angeboten während der Pandemie, allgemeiner Gesprächsbedarf zur Pandemie), so 
dass in dieser Zeit der Kontakt der Koordinator*innen zu allen am Programm Beteiligten 
sehr zeitaufwändig und intensiv war. 
Sind die Nutzer*innen mit der Betreuung und Unterstützung zufrieden und lässt es ihr 
Gesundheitszustand sowie ihre Lebenssituation zu, werden einige über einen langen 
Zeitraum betreut. Jeweils  zwei Teilnehmende der Nutzer*innenbefragung gaben an, 
dass sie seit dem Jahr 2014 bzw. dem Jahr 2018 den häuslichen Unterstützungsdienst 
nutzen. Sechs Teilnehmende tun dies seit dem Jahr 2019. Die Mehrheit (8 Befragte) 
gaben das Jahr 2020 an. 
Zu den Aufga ben der freiwilligen Helfer*innen gehören beispielsweise die Motivation 
bzw. Anleitung zu Aktivitäten; dies können Gesellschaftsspiele, Spiele zum Gedächtnis-
training oder Bewegungsübungen sein. Weiterhin begleiten einige freiwillige Helfer*in-
nen die Betreuten zu Aktivitäten (z.B. Freizeitangebote, Zoobesuche, Museumsbesuche, 
Café) oder zu Spaziergängen. Aber auch (gemeinsame) Einkäufe oder gemeinsame Es-
senszubereitung gehören zu den Aufgaben. Einige Betreute werden zu Arztterminen be-
gleitet. In vielen Fällen geht es auch darum, als Gesprächspartner*in zur Verfügung zu 
stehen und einfach nur zuzuhören.  
Einige freiwillige Helfer*innen pflegen auch regelmäßigen telefonischen Kontakt zu ihren 
Klient*innen. Während der Covid-19-Pandemie wurde die Unterstützung zeitweise auch 
als „Telefonbesuchsdienst“ erbracht. 
In einigen Fällen besuchten die freiwilligen Helfer*innen die betreuten Personen auch 
bei einem längeren Krankhausaufenthalt. Dies erfolgte auch ohne Aufwandsentschädi-
gung.24 
Darüber hinaus stehen die freiwilligen Helfer*innen in engem Austausch mit den Koordi-
nator*innen und geben bei Bedarf Fragen zu weiterführenden Hilfen an diese weiter. 
Dies können insbesondere Fragen zu den Themen Hausnotruf, Mahlzeitenservice oder 
Pflegedienst sein. 
Die Nutzer*innen wurden im Rahmen der Befragung um Angaben zu den gemeinsamen 
Aktivitäten mit den Ehrenamtlichen gebeten. Fast alle Teilnehmenden haben angege-
 
24  Hier wäre auch eine Rückerstattung durch die Pflegeversicheru ng nicht möglich, da diese 
bei einem Krankenhausaufenthalt für diese Leistung nicht aufkommt.

120 
ben, dass sie sich mit den freiwilligen Helfer*innen unterhalten (16 Befragte). 25 Der so-
ziale Austausch scheint eine  sehr große Rolle zu spielen. Neun Teilnehmende gehen 
regelmäßig gemeinsam mit den Ehrenamtlichen spazieren. Acht Personen haben „ein-
kaufen“ angegeben. Damit kann zum einen gemeinsames Einkaufen gemeint sein, zum 
anderen haben aber auch während der Covid-19-Pandemie einige freiwillige Helfer*in-
nen das Einkaufen für die erkrankten Personen übernommen, um das Ansteckungsrisiko 
zu reduzieren. Bei sechs Personen übernehmen die Ehrenamtlichen kleine Haushaltstä-
tigkeiten (z.B. kochen). Fünf Befragte gaben an, dass sie gemeinsam mit den freiwilligen 
Helfer*innen Spiele machen. Bei vier Unterstützungen machen die Erkrankten gemein-
sam mit den freiwilligen Helfer*innen kleine Ausflüge (z.B. in den Park, in den Zoo). Nur 
eine Person gab „vorlesen“ als gemeinsame Aktivität an. Unter der Kategorie „anderes“ 
wurden Botengänge und kleine Erledigungen angegeben (3 Nennungen; z.B. Apotheke, 
Rezept in der Arztpraxis abholen). Diese Unterstützung hat während der Covid-19-Pan-
demie sicherlich zugenommen. Unter „anderes“ wurden darüber hinaus „schriftliche Tä-
tigkeiten“, „Hilfestellungen – z.B. Telefonnummer wählen“ sowie „kleine handwerkliche 
Tätigkeiten“ genannt. 
 
25  Mehrfachantworten waren möglich.

121 
Abbildung 70: Wenn die freiwillige Helferin oder der freiwillige Helfer zu Ihnen zu 
Besuch kommt: Was machen Sie beide? (Mehrfachantworten 
möglich – Angabe von absoluten Zahlen) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Vier Befragungsteilnehmende gaben an, dass ihr*e Ehe - bzw. Lebenspartner*in mit im 
Haushalt lebt. Es wurde gefragt, was die Angehörigen in der Zeit machen, wenn die 
freiwilligen Helfer*innen die erkrankte Person betreuen (Mehrfachantworten möglich). 
Die Befragten gaben an, dass die Angehörigen dann Erledigungen außer Haus (3 Nen-
nungen) oder Erledigungen im Haushalt (2 Nennungen) machen. Zwei Befragte gaben 
an, dass die Partner*innen, die Zeit für sich nutzen (z.B. Entspannung, Hobbys nachge-
hen). 
8.4 Förderung des Programms 
Je Träger wird eine 2/3 Stelle mit jeweils einer Summe von 60.000 Euro gefördert. Die-
sen Betrag betrachten die Vertreter*innen der Träger als nicht ausreichend. Aufgrund 
der weitaus geringeren Kapazitäten kann in dem Unterstützungsdienst für somatisch Er-
krankte nicht die gleiche Arbeit geleistet werde n wie im Programm „Häuslicher Unter-
stützungsdienst für Menschen mit Demenz“. Aufgrund des großen Zuständigkeitsgebiets 
ist eine adäquate wohnortnahe Versorgung hier nicht gegeben. 
16
9
8
6
5
4
1
4
0 5 10 15 20
sich unterhalten
spazieren gehen
einkaufen gehen
kochen oder andere
kleine Haushaltstätigkeiten
Spiele
kleine Ausflüge machen
(z.B. in den Park, in den Zoo,
ins Schwimmbad, ins Café)
vorlesen
anderes
N=18

122 
8.5 Querverbindungen zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Nach Einschätzung der Träger ist das Programm gut in bestehende Hilf enetzwerke für 
Senior*innen eingebunden. Das Programm ist bei den Runden Tischen der Seniorenar-
beit vertreten und somit bei zentralen Multiplikator*innen (z.B. Seniorenberater*innen , 
Akteur*innen der SeniorenNetzwerken) bekannt. Engere Zusammenarbeit besteht zu 
den Seniorenkoordinator*innen, den Seniorenberatungsstellen, den häuslichen Pflege-
diensten und zum Programm „Präventive Hausbesuche“. Darüber hinaus werden Kon-
takte u.a. zu den Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzt*innen sowie zur Kölner Frei-
willigen Agentur e.V. gepflegt. 
Das Programm präsentiert sich bei unterschiedlichen Veranstaltungen (z.B. Kölner Eh-
renamtstag) oder auf Wochenmärkten und ist in verschiedenen Netzwerken vertreten. 
8.6 Wirkung des Programms 
Die Rückmeldungen, die die Träger von den Besuchten und ihren Angehörigen erhalten, 
sind sehr positiv. Sie empfinden den Besuch als hilfreich im Hinblick auf die vielfältigen 
Anregungen und die praktische Unterstützung durch die freiwilligen Helfer*in nen. Sie 
schätzen den Besuch sehr als Abwechslung und zur Vermeidung von Vereinsamung. 
Dies wurde insbesondere während des Lockdowns im Rahmen der Covid-19-Pandemie 
deutlich, als die Besuche weggefallen sind. 
Die freiwilligen Helfer*innen schenken Zeit und  bauen Beziehungen zu den Besuchten 
auf. Somit ermöglichen sie ihnen mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und brin-
gen ein Stück Normalität in den Alltag. Dies verbessert die Lebensqualität der Erkrank-
ten. Die Koordinator*innen beschreiben die Freiwilligen als sehr motiviert und engagiert. 
Sie überlegen sich im Vorfeld, welche Aktivitäten den Besuchten Freude bereiten könn-
ten. Hinsichtlich der Terminplanung sind sie sehr zuverlässig; müssen sie einen Besuch 
absagen, bemühen sie sich, einen Ersatztermin zu finden. 
Von den Befragungsteilnehmenden gaben 94% an (16 Teilnehmende), dass ihnen die 
Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der freiwillige Helfer ihnen begegnet, sehr gut gefällt. 
Eine weitere Person gab „eher gut“ an. Als Begründung wurden hier die Freundlichkeit, 
Zuverlässigkeit und Kommunikationsfreude der freiwilligen Helfer*innen genannt. Auch 
das Gefühl, dass jemand erreichbar ist, wurde als Begründung angegeben: „Angebot, 
sie täglich anzurufen, wenn Not am Mann ist.“ und „Sie ist immer für mich da.“  
Die Kategorien „teils / teils“, „eher nicht gut“ und „gar nicht gut“ wurden nicht angegeben.

123 
Abbildung 71: Wie gefällt Ihnen die Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der 
freiwillige Helfer Ihnen begegnet? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Wie dargestellt wurde, stehen auch die Koordinator*innen in regelmäßige m Kontakt zu 
den Betreuten. So wurden die Teilnehmenden auch gefragt, wie zufrieden sie mit der 
Beratung und Organisation durch die Koordinator*innen sind. Neun Befragte (53%) sind 
damit sehr zufrieden, weitere sieben Befragte (41%) zufrieden. Ein*e Teilnehmer*in gab 
„teils / teils“ an. Die Befragten gaben hier keine Begründungen an. Unzufriedenheit mit 
der Beratung und Organisation durch die Koordinator*innen drückte niemand aus. 
sehr gut 
(N=16); 94%
eher gut (N=1); 
6%
Kategorien "teils / teils", "eher nicht gut" und "gar nicht gut" wurden nicht 
angegeben

124 
Abbildung 72: Wie zufrieden sind Sie mit der Beratung und Organisation durch 
die Koordinatorin bzw. den Koordinator? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Ziel des Unterstützungsdienstes ist es, die Besuchten zu entlasten. Die Aussage „Ich 
fühle mich durch die freiwillige Helferin bzw. den freiwilligen Helfer entlastet.“ trifft auf 12 
Befragte (71%) voll und ganz und auf weitere drei Befragte (18%) eher zu. Zwei Perso-
nen gaben an, dass diese Aussage auf sie „teils / teils“ zutrifft. Keiner der Befragten gab 
an, dass diese Aussage nicht zutrifft. 
Die Besuche sollen Abwechslung in den Alltag der Klient*innen bringen und durch den 
sozialen Austausch die gesellschaftliche Teilhabe stärken. So kann die Lebensqualität 
der Besuchten erhöht werden. Auf 15 Befragte (83%) trifft die Aussage „Ich genieße die 
Zeit mit der freiwilligen Helferin bzw. dem freiwilligen Helfer.“ voll und ganz zu. Drei Be-
fragte gaben an, dass diese Aussage eher zutrifft. Auch stimmen alle Nutzer*innen der 
Aussage „Ich freue mich über den zusätzlichen sozialen Kontakt.“ zu. (17 Personen „voll 
und ganz“ und 1 Person „eher“). 
Auch scheint die Unterstützung durch die freiwilligen Helfer*innen di e Situation der Kli-
ent*innen zu erleichtern. Der entsprechenden Aussage „Die Unterstützung erleichtert 
meine Situation.“ stimmten alle Befragungsteilnehmenden zu  (17 Personen „voll und 
ganz“ und 1 Person „eher“). 
Durch die Besuche der Ehrenamtlichen soll d ie Pflegesituation im häuslichen Umfeld 
gestärkt und ein Umzug in eine stationäre Pflegeeinrichtung verhindert bzw. hinausge-
zögert werden. Die Aussage „Ohne diese Unterstützung wäre die Pflege zu Hause kaum 
möglich.“ trifft auf fünf von 14 Befragten voll u nd ganz zu (36%). Eine weitere Person 
gab „trifft eher zu“ an. Für drei Befragte ist diese Aussage teilweise zutreffend. Auf drei 
sehr 
zufrieden 
(N=9); 53%
zufrieden 
(N=7); 41%
teils / teils 
(N=1); 6%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden nicht 
angegeben

125 
Befragte trifft diese Aussage eher nicht zu und auf zwei Befragte gar nicht. Die Angaben 
zu dieser Aussage machen deutlich, da ss die Unterstützung durch den Betreuungs-
dienst die Pflegesituation im eigenen Wohnumfeld zu erleichtern scheint – für einige 
auch im starken Maße. Die Unterstützung ist jedoch nur einer von mehreren Bausteinen, 
und sie alleine kann einen Umzug in eine stationäre Einrichtung vermutlich nicht verhin-
dern – ebenso würde der Wegfall der Unterstützung nicht zwingend für alle Befragten 
einen Umzug in eine stationäre Einrichtung herbeiführen. 
Tabelle 7: Inwiefern treffen folgende Aussagen auf Sie zu? (absolute 
Nennungen) 
  
Trifft voll 
und ganz 
zu 
Trifft eher 
zu 
Trifft 
teils / 
teils zu 
Trifft 
eher 
nicht zu 
Trifft gar 
nicht zu 
Ich fühle mich durch die  
freiwillige Helferin bzw. den 
freiwilligen Helfer entlastet. 
12 3 2 0 0 
Ich genieße die Zeit mit der 
freiwilligen Helferin bzw. 
dem freiwilligen Helfer. 
15 3 0 0 0 
Ich freue mich über den zu-
sätzlichen sozialen Kon-
takt. 
17 1 0 0 0 
Die Unterstützung erleich-
tert meine Situation. 17 1 0 0 0 
Ohne diese Unterstützung 
wäre die Pflege zu Hause 
kaum möglich. 
5 1 3 3 2 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ein Ziel des Unterstützungsdienstes ist es auch, dass die Betroffenen über weitere für 
sie passende Hilfeangebote informiert werden. Die Mehrheit der Befragten (12 von 16 
Befragten; 75%) gab jedoch an, durch die Beratung im Rahmen der häuslichen Unter-
stützung keine neuen Unterstützungsangebote kennengelernt zu haben. Bei vier Befrag-
ten war dies jedoch der Fall, sie wurden über die Seniorenberatung (2 Nennungen), pfle-
gerische Hilfen (1 Nennung) und Nachbarschaftshilfen (1 Nennung) informiert. Drei von 
ihnen haben die Angebote bereits genutzt bzw. kontaktiert.26 Eine Person hat dies noch 
nicht getan, überlegt es sich aber noch. 
 
26  Hier wurde angemerkt, dass der Nachbarschaftshilfe Helfer*innen fehlen und somit noch 
niemand kam.

126 
Zur Abfrage der allgemeinen Zufriedenheit wurden die Nutzer*innen gefragt, ob sie das 
Angebot des häuslichen Unterstützungsdienstes weiterempfehlen würden. Alle Befrag-
ten würden das Angebot weiterempfehlen. 17 Klient*innen gaben an, dass sie den Be-
treuungsdienst auf jeden Fall weiterempfehlen würden, eine Person gab „eher ja“ an.  
Dieses Ergebnis zeigt, dass die Besuchten sehr zufrieden mit dem Angebot des Betreu-
ungsdienstes sind. 
Abbildung 73: Würden Sie das Angebot des häuslichen Unterstützungsdienstes 
weiterempfehlen? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Das Programm des Betreuungsdienstes trägt nach Einschätzung der Träger dazu bei, 
dass die Erkrankten länger in ihrer eigenen Wohnung und in ihrem gewohnten Wohnum-
feld bleiben können. Das Hilfesystem, das durch die Unterstützungsdienste besteht, ist 
eine wichtige und hilfreiche Arbeit für die betroffenen Familien. Allerdings sind die Kapa-
zitätsgrenzen erreicht; neue Kund*innen können momentan nicht aufgenommen wer-
den. 
8.7 Weiterentwicklung des Programms 
Die mit der Umsetzung beauftragten Träger möchten die Öffentlichkeitsarbeit verstär-
ken, um den Bekanntheitsgrad des Betreuungsdienstes in der Kölner Bevölkerung – ins-
besondere in der Zielgruppe des Dien stes – zu erhöhen. Dazu so llen beispielsweise 
Presseartikel verfasst werden. Darüber hinaus sind die Kontaktpflege zu Multiplikator*in-
nen sowie ggf. der Aufbau neuer Kooperationen Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung 
des Programms.  
ja, auf jeden 
Fall (N=16); 
94%
eher ja (N=1); 
6%
Kategorien "teils / teils", "eher nicht" und "nein, auf keinen Fall" wurden 
nicht angegeben

127 
Von den befragten Nutzer*innen haben fünf Personen Verbesserungsvorschläge: Eine 
Ausweitung der Anzahl der Stunden, die über die Pflegeversicherung abrechenbar sind, 
wird gewünscht. Eine bessere Bezahlung für die freiwilligen Helfer*innen wird ebenso 
angeregt. Eine andere Verbesserung betrifft den Versiche rungsschutz der freiwilligen 
Helfer*innen. Die befragte Person würde gerne im Auto ihrer freiwilligen Helferin mitfah-
ren, was ihrer Aussage nach aus versicherungstechnischen Gründen nicht möglich ist 
und die Unterstützung dadurch einschränkt. 
In der Diskussionsrunde mit Vertreter*innen der Träger wurde deutlich, dass die Themen 
„Zunahme der Zahl der Alleinlebenden“ und „Verbesserung der Erreichbarkeit der Men-
schen mit Migrationshintergrund“ zukünftig die wesentlichen Herausforderungen sein 
werden und dementsprechend das Programm weiterentwickelt werden muss.  
Der Bedarf und die Nachfrage für Betreuungen für Menschen mit somatischen Erkran-
kungen sind hoch. Daher soll die Akquise freiwilliger Helfer*innen weiterverfolgt werden. 
Hier soll der Schwerpunkt auf Stadtbezirke gelegt werden, aus denen vermehrt Anfragen 
kommen, die bisher nicht bedient werden konnten. Allerdings wird deutlich, dass bei der 
derzeitigen Förderung die Kapazitätsgrenzen der Koordinator*innen erreicht sind und 
die Betreuungszahlen kaum gesteigert werden können. 
Da der hohe Bedarf zurzeit nicht in allen Stadtbezirken gedeckt werden kann, sprechen 
sich die Koordinator*innen und die Träger für einen Ausbau des geförderten Angebots 
aus. Sie würden hier auch eine Aufteilung nach Stadtbezirken begrüßen (vgl. Programm 
„Häuslicher Unterstützungsdienst für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen“).  
Das große Zuständigkeitsgebiet kann dazu führen, dass der Wohnort der interessierten 
Ehrenamtlichen vom Wohnort der Kund*innen zu weit entfernt liegt. Weite Anfahrtswege 
können ein Vermittlungshemmnis darstellen; Vermittlungen kommen nicht zustande und 
es ergeben sich Wartezeiten für die interessierten Kund*innen.

128 
9 Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit 
Demenz 
Im Prozess zur Weiterentwicklung der ambulanten Hilfen für Menschen mit Demenz, an 
dem Verbände, Träger und das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren beteiligt sind, hat 
sich im Rahmen der Bedarfsfeststellung gezeigt, dass die Zielgruppe alleinlebender 
Menschen mit Demenz, die selbstbestimmt zu Hause leben möchten, unterversorgt ist. 
Die Zielgruppe konnte durch die bis dahin vorhandenen Angebote nicht bedarfsgerecht 
unterstützt werden, da den dort tätigen Fachkräften für diese besonders betreuungsin-
tensive Gruppe die zeitlichen Ressourcen fehlten. Aufgrund dessen wurde im Jahr 2018 
die Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz als spezielle Hilfeform 
zur häuslichen Versorgung eingerichtet. 
9.1 Zielsetzung des Programms 
Das Angebot der Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen richtet sich an Men-
schen mit leichter bis mittelschwerer Demenz, in der Regel 60 Jahre und älter, die keine 
sich kümmernden Angehörigen haben. In der Praxis bedeutet das, dass auch erkrankte 
Menschen aufgenommen werden, deren Angehörige weiter entfernt leben oder die kein 
gutes Verhältnis zu ihren Angehörigen haben. Weiterhin sollte zu Beginn der Hilfe noch 
keine gesetzliche Betreuung mit umfassenden Aufgabenbereichen eingerichtet sein. 
Es sollen die Alleinlebenden mit Demenz unterstü tzt werden, für die die Beratungs -, 
Hilfe- und Unterstützungsleistungen durch die Fachkräfte der Fachberatungen der Ge-
rontopsychiatrischen Zentren und de r häuslichen Unterstützungsdienste für Menschen 
mit Demenz nicht ausreichen. 
Die Koordinierungsstelle unterstützt die alleinlebenden Menschen mit Demenz bei dem 
Wunsch, weiterhin selbstbestimmt in ihrer Wohnung bzw. in ihrem Haus zu leben. Hierzu 
wird von den Vertreter*innen der Koordinierungsstellen erläutert, dass nur Senior*innen 
mit leichter bis mittelschwerer Demenz betreut werden können; eine Mindestbereitschaft 
zur Mitarbeit muss außerdem vorhanden sein. 
Gemeinsam mit der erkrankten Person werden die für die häusliche Versorgung notwen-
digen ambulanten Dienstleistungen eingerichtet und koordiniert. Somit sollen die häusli-
che Versorgung und Selbstständigkeit der an Demenz erkrankten Menschen im eigenen 
Wohnraum möglichst lange erhalten bleiben. 
Der alleinlebende Mensch wird von der Koordinierungsste lle so lange begleitet, bis ein 
Umzug in eine stationäre  Einrichtung nötig wird oder es zu einer Bestellung eines ge-
setzlichen Betreuers gekommen ist und dieser seine Aufgaben übernommen hat. Hierzu 
wird von den Berater*innen der Koordinierungsstelle erläutert, dass auch diejenigen be-
treut werden, bei denen klar wird, dass eine gesetzliche Betreuung notwendig ist. Denn 
die Einrichtung der Betreuung dauert in der Regel einige Monate, eine Zeit, in der aber 
Unterstützung benötigt wird.

129 
9.2 Umsetzung des Programms 
Dieses Angebot für alleinlebende Menschen mit Demenz gibt es seit dem Jahr 2018, es 
wird durch die LVR -Klinik Köln als Träger der Gerontopsychiatrischen Zentren (GPZ) 
Mülheim und Chorweiler mit Anbindung an das GPZ Chorweiler sowie durch die Alexia-
ner Köln GmbH als Träger des GPZ Rodenkirchen mit Anbindung an das GPZ Rodenkir-
chen durchgeführt. Somit erhalten die Fachkräfte der Koordinierungsstelle jederzeit Un-
terstützung (auch in Notfällen, wie z.B. bei einer Krankenhauseinweisung) durch die 
Fachärzt*innen. Das Stadtgebiet ist unter beiden Trägern aufgeteilt. So betreut die Ko-
ordinierungsstelle der Alexianer zurzeit die Stadtbezirke Lindenthal, Porz, Rodenkirchen 
und Innenstadt. Aktuell werden auch einige Fälle aus Ehrenfeld betreut. Die Stadtbezirke 
Chorweiler, Nippes, Kalk, Mülheim, Innenstadt und Ehrenfeld werden durch die Koordi-
nierungsstelle des LVR abgedeckt. 
Der Zugang zu dem Programm erfolgt über unterschiedliche Wege. Die Fachkräfte der 
Koordinierungsstelle erhalten Anfragen von Krankenhäusern, von den Gerontopsychiat-
rische Fachberatungen, von Seniorenberatungen, von Pflegediensten, von den häusli-
chen Unterstützungsdiensten oder von hausärztlichen Praxen. Des Weiteren kommt es 
vor, dass sich Dienste von Ehrenamtler*innen, die die Person bereits betreu en, oder 
Nachbar*innen bei der Koordinierungsstelle melden, wenn sich die Person „auffällig ver-
hält“.  
Die Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es, die an Demenz erkrankte Person zu beraten 
sowie die benötigten ambulanten Dienstleistungen und medizinischen Hilfen im Einzel-
fall zu organisieren und zu steuern. So soll ein tragfähiges soziales Netzwerk aufgebaut 
werden. Die Unterstützung wird über die Methode des Case Management s und damit 
als bedarfsgerechte, auf den Einzelfall zugeschnittene Hilfeleistung er bracht; sie findet 
aufsuchend statt. Konkret bedeutet das, dass die Berater*innen zusammen mit der an 
Demenz erkrankten Person entscheiden, welche Hilfen nötig und auch passend sind. 
Diese Hilfen werden dann installiert und die Aufgaben an die passenden Ak teur*innen 
abgegeben. Die administrativen Aufgaben verbleiben bei den Koordinierungsstellen. 
Darüber hinaus wird in regelmäßigen Abständen der Bedarf an Hilfen und Unterstützung 
analysiert, um zu prüfen, ob die bestehenden Hilfen nach wie vor ausreichen od er ggf. 
angepasst werden müssen. So haben die Betreuten das Gefühl, einen verlässlichen 
Partner zu haben, was ihnen Sicherheit gibt und sie unterstützt , weiterhin im eigenen 
Wohnumfeld zu bleiben. 
Zu Beginn der Unterstützung ist der Umgang mit der Erkrankung ein wesentliches Bera-
tungsthema. Dazu werden aufklärende Informationen gegeben. Häufig ist es auch sinn-
voll, mit dem sozialen Umfeld der Person (z.B. Vermieter*innen, Nachbar*innen) über 
das Krankheitsbild „Demenz“ zu sprechen, damit mögliche Auffälligkeiten, sozial inadä-
quates Verhalten oder Fehlleistungen der Erkrankung und nicht der Person zugeordnet 
werden. So können die Mitarbeitenden der Koordinierungsstelle im Vorfeld bereits Kon-
flikte entschärfen und das alltägliche Leben der Betroffenen erleichtern.

130 
9.3 Inanspruchnahme des Programms 
Die Berater*innen der Koordinierungsstellen arbeiten in Form des Case Managements 
und betreuen in der Regel jeweils 16 Fälle zur gleichen Zeit.  Erste Erfahrungen hatten 
gezeigt, dass es ohne Begrenzung der Fälle zu quanti tativen und qualitativen Defiziten 
in der Betreuung kommt. 
Im Jahr 2019 konnten insgesamt 64 Personen durch die Koordinierungsstelle für allein-
lebende Menschen mit Demenz unterstützt werden und somit in ihrem eigenen häusli-
chen Umfeld wohnen bleiben. Im Jahr 2020 erhielten insgesamt 54 Personen dauerhaft 
Hilfe durch die Koordinierungsstelle. 
Durch die Alexianer Köln GmbH konnten im Jahr 2019 36 Personen erreicht werden. 
Von ihnen konnten 29 Personen durch die Hilfen der Koordinierungsstelle weiter in ihrem 
häuslichen Umfeld wohnen, bei zwei Personen reichte die Hilfe der Koordinierungsstelle 
nicht aus, hier war eine stationäre Unterbringung notwendig. Fünf Personen entsprachen 
nicht der Zielgruppe der Koordinierungsstelle.  
Durch die Koordinierungsstelle der LVR-Klinik Köln-Chorweiler konnten 35 Personen im 
Case Management betreut werden. Bei allen konnte die Versorgung und Pflege zu-
nächst im eigenen häuslichen Umfeld gewährleistet werden. Bei 16 Personen konnte 
der Heimaufenthalt um mindestens sechs Monate verzögert werden. 
Die Mehrheit der Betreuten im Jahr 2019 waren 80 Jahre oder älter  (70%). Von den 
betreuten Personen waren 39 Personen zwischen 8 1 und 90 Jahre alt (61%), sechs 
Personen waren 91 Jahre oder älter (9%). Zwischen 70 und 80 Jahren waren 14 Perso-
nen (22%). Jünger als 70 Jahre waren fünf Betreute (8%). 
Aufgrund des höheren weiblichen Anteils unter der älteren Gesamtbevölkerung ist es 
nicht erstaunlich, dass mehr Frauen als Männer betreut werden. Die Koordinierungs-
stelle unterstützte im Jahr 2019 18 Männer (29%) und 44 Frauen (71%). 
Zu 59 der im Jahr 2019 unterstützten Personen liegen Angaben zum Migrationshinter-
grund vor. Von diesen haben elf Personen einen Migrationshintergrund (19%). 
Im Jahr 2020 bestand durch die Koordinierungsstelle der Alexianer Kontakt zu 41 an 
Demenz erkrankten Personen. Der Verbleib im eigenen Wohnraum konnte bei 26 Per-
sonen ermöglicht werden. Bei sechs Personen reichte die Unterstützung der Koordinie-
rungsstelle nicht aus, und neun Personen entsprachen nicht der Zielgruppe.27 .  
 
27  Die Koordinierungsstelle der Alexianer hat dem ISG mitgeteilt, dass im Jahr 2021 zu 32 
Personen mit Demenz Kontakt bestand. Die Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr zurück, 
da einige Personen länger betreut wurden ( sog. „Erhaltfälle“) und die Koordination dem-
entsprechend ausgelastet war.

131 
Von der Koordinierungsstelle des LVR wurden im Jahr 2020 28 alleinlebende Menschen 
mit Demenz unterstützt. Aufgrund der Covid-19-Pandemie und dem damit erhöhten Be-
ratungs- und Zeitaufwand wurden zeitgleich nur 13 statt wie bisher16 Personen betreut. 
Von den im Jahr 2020 unterstützten an Demenz Erkrankten waren 37 Frauen (69%) . 
Sieben Personen hatten einen Migrationshintergrund. 
Auch im Jahr 2020 waren die meisten Betreuten 81 Jahre oder älter (59%). Der Anteil 
fällt allerdings etwas geringer aus als im Vorjahr. Der Anteil der 70- bis 80-Jährigen lag 
bei 30% und damit etwas höher als im Jahr 2019. Sechs Personen unter 70 Jahren 
wurden durch die Koordinierungsstelle betreut (11%). 
Die Fachkraft der Koordinierungsstelle führt den etwas höheren Anteil an jüngeren Se-
nior*innen im Jahr 2020 darauf zurück, dass aufgrund der Covid-19-Pandemie andere 
Angebote weggefallen sind, die in de m Vorjahr für die Unterstützung der jüngeren an 
Demenz Erkrankten ausreichten (z.B. Mittagstische, Gruppenangebote). 
Folgende Tabelle zeig t die soziodemografischen Merkmale derjenigen, die durch die 
Unterstützung der Koordinierungsstellen in ihrem häuslichen Umfeld bleiben konnten. 
Tabelle 8: Demografische Merkmale28 der betreuten Personen durch die 
Koordinierungsstelle der Alexianer Köln GmbH  und der 
Koordinierungsstelle der LVR-Klinik Köln-Chorweiler 
 
Quelle:  Jährliche Sachberichte der Träger 
 
28  Aufgrund unterschiedlicher Kategorisierung der Altersgruppen bei den Trägern der Koor-
dinierungsstelle ist die zusammengefasste Darstellung nur begrenzt möglich; es kann zu 
kleinen Abweichungen in den tatsächlichen Fallzahlen kommen.  Es sollte geprüft werden, 
ob dies zukünftig vereinheitlicht werden kann, um eine Darstellung für das gesamte Stadt-
gebiet zu erleichtern. 
64 100% 54 100%
unter 70 Jahre 5 8% 6 11%
70 bis 80 Jahre 14 22% 16 30%
81 bis 90 Jahre 39 61% 29 54%
91 Jahre und älter 6 9% 3 6%
männlich 18 29% 17 31%
weiblich 44 71% 37 69%
mit 11 19% 7 13%
ohne 48 81% 47 87%
2019 2020
Gesamt
Alter
Geschlecht
Migrations-
hintergrund

132 
Vermittelte Hilfen 
Am häufigsten wird bei den Klient*innen hausärztliche medizinische Hilfe installiert. An 
zweiter Stelle stehen Pflegedienst und fachärztliche medizinische Hilfe. In den meisten 
Fällen sind zu Beginn hausärztliche und fachärztliche Termine eine Voraussetzung, um 
weitere Hilfen installieren zu können (z.B. Diagnostik, Verordnungen, Rezepte).  
Hauswirtschaftliche Hilfen sowie niedrigschwelliger Betreuungsdienst werden etwas sel-
tener als Unterstützung hinzugezogen . Nur vereinzelt werden weitere Hilfen wie z.B. 
Nachbarschaftshilfe genannt. Diese Leistungen können in einigen Fällen ausreichen, um 
ein bereits vorhandenes Netzwerk zu erweitern oder anzupassen (z.B. Möglichkeiten der 
Freizeitgestaltung durch Begleitung eines ehrenamtlichen Dienstes – wie z.B. Café-Be-
such, Spaziergänge). 
Auch werden kleine Dienstleistungen, wie z.B. Apotheken -Lieferdienst, Fußpflege oder 
Handwerker*innen vermittelt. Ebenso können  im Freizeitbe reich Angebote vermittelt 
werden. Hierzu werden abhängig von den Interessen der Kund*innen Angebote recher-
chiert, Kontakte hergestellt und ggf. zu den Terminen begleitet.  
Großer Bestandteil der Arbeit der Koordinierungsstelle mit den Klient*innen sind adm i-
nistrative Aufgaben (z.B. Sichten des Posteingangs, Antragstellung, Schuldenklärung, 
Begleichung von Rechnungen). Ebenso sind hier Behördenkontakte zu nennen. 
Die Vertreter*innen der Koordinierungsstellen erläutern, dass man die Betroffenen in ad-
ministrativen Dingen unterstützen kann; wenn sie aber die Situation selbst überhaupt 
nicht mehr überblicken und verstehen können, sollte besser eine gesetzliche Betreuung 
eingerichtet werden. 
Werden die Hilfeleistungen von den Betroffenen nicht angenommen und verweigert, ist 
eine Unterstützung durch die Koordinierungsstelle kaum möglich. Kommen dann zu der 
Demenz noch weitere Erkrankungen hinzu, wie z.B. Alkohol- oder Medikamentenabhän-
gigkeit oder paranoide Schizophrenie, ist die Betreuung durch die Koordinierungsst elle 
nicht mehr möglich. In diesen und anderen Fällen, bei denen die Unterstützung der Ko-
ordinierungsstelle nicht ausreicht, erfolgt eine Überleitung zu anderen Hilfeformen. Dies 
können beispielsweise Ambulant Betreutes Wohnen, die Einrichtung einer gesetzlichen 
Betreuung oder der Umzug in eine stationäre Einrichtung sein. 
Die Fachkräfte erläutern, dass bei ihrer Arbeit sehr viel Fingerspitzengefühl notwendig 
ist, um den Zugang zu manchen Erkrankten zu finden und vor allem zu halten. Einige 
Kund*innen empfinden den kontinuierlichen Kontakt als übergriffig oder als massiven 
Eingriff in die Privatsphäre. Hier muss entsprechend rücksichtsvoll reagiert werden, um 
die Vertrauensbasis aufzubauen und aufrechtzuerhalten.  
Die Anzahl der Termine, die mit den zu unterstützenden Personen monatlich stattfinden, 
kann sehr unterschiedlich sein. Bei Neuaufnahmen sind beispielsweise häufig viele Eins-
ätze innerhalb eines kurzen Zeitraums notwendig. Bei längerfristigen Unterstützungen

133 
sind die Termine hingegen weniger zeitaufwendig, in größeren Zeitabständen und auch 
planbarer. Im Jahr 2020 sind aufgrund der Covid-19-Pandemie Unterschiede zum Jahr 
2019 erkennbar. Es wird von den Fachkräften festgestellt, dass durch die Vereinsamung 
die an Demenz Erkrankten ihre Probleme und Krisen als dramatischer wahrnehmen, so 
dass bei vielen ein wöchentlicher Hausbesuch notwendig wurde, um die sich destabili-
sierende Situation aufzufangen. Hier waren zuvor Hausbesuche im Abstand von 14 Ta-
gen oder ein monatlicher Termin ausreichend.  Dementsprechend gab es im Jahr 2020 
nur wenige Betreute, bei denen nur ein Termin pro Monat ausreichte. Bei der Mehrheit 
waren vier Treffen im Monat nötig. Es musste auch viel telefonisch betreut und geregelt 
werden, was von den Fachkräften als aufwendig und zeitintensiv beschrieben wird. 
Auslastung der Kapazitäten 
Die Beraterin der Koordinierungsstelle in Trägerschaft der Alexianer kann die Anfragen 
zeitnah bearbeiten, so dass es keine langen Wartezeiten gibt. Allerdings muss sie dafür 
auch eine Priorisierung vornehmen. Fälle, in denen noch gar keine Unterstützung vor-
handen ist, werden dann vorgezogen. Die Beraterin führt aber auch aus, dass man „mit 
Herzblut dabei sein müsse, da man immer am Limit arbeite.“ 
Aufgrund höherer Bedarfe – insbesondere im Stadtbezirk Chorweiler – wird bei der Ko-
ordinierungsstelle in Trägerschaft des LVR seit Juni 2019 eine Warteliste geführt. Der 
Bedarf an Betreuungen durch die Koordinierungsstelle ist so hoch, dass dies mit einer 
halben Stelle nicht zu realisieren ist. Auf der W arteliste befinden sich durchschnittlich 
vier bis sechs Wartende. 
Besondere Auswirkungen der Covid-19-Pandemie 
Die Arbeit der Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz ist eine auf-
suchende Arbeit, die überwiegend im Haushalt der Menschen s tattfindet – einer Ziel-
gruppe mit hohem Risiko, einen schweren Verlauf einer Covid-19-Infektion zu haben. 
Aufgrund dessen wurden in der ersten Zeit der Pandemie die Face-to-Face-Kontakte 
eingeschränkt und viele Angelegenheiten telefonisch geregelt, um dire kte Kontakte zu 
vermeiden. Wenn Hausbesuche stattfanden, musste n gewisse Hygienestandards ein-
gehalten werden. Dabei wurden Alltagsmasken und Handschuhe getragen, vorher fan-
den Anrufe statt, um die Symptomfreiheit abzufragen. Es wurden Kontaktprotokolle der 
Klient*innen erstellt, um ggf. Infektionsketten nachvollziehen zu können. Einige Klient*in-
nen, die kognitiv stark eingeschränkt sind, waren nicht in der Lage , die Notwendigkeit 
der Schutzmaßnahmen zu erkennen und einzuhalten. Hier war die Einhaltung der Hygi-
enevorschriften eine besondere Herausforderung für die Fachkräfte im Umgang mit den 
an Demenz Erkrankten. 
Weiterhin mussten die Fachkräfte sich darüber informieren, welche Hilfe und Unterstüt-
zung noch angeboten w urden bzw. welche Änderungen zu beachten waren und sie

134 
mussten sich um neue Hilfen bemühen. Hier sind als Beispiele kontaktlose Einkaufshil-
fen oder telefonische Besuchsdienste zu nennen. Auch fanden mit den bestehenden 
Kooperationspartner*innen Gespräche st att, um unter Berücksichtigung der Covid-19-
Pandemie das weitere Vorgehen zu besprechen und neue Absprachen zu treffen.  In 
dieser Zeit konnten keine neuen Kund*innen aufgenommen werden. 
Ab Ende April 2020 fanden mit der ersten Lockerung wieder regelmäßige Hausbesuche 
bei den Kund*innen statt. Es gab eine Hygieneschulung durch den Träger, der auch 
Schutzausrüstung bereitstellte. Auf der Warteliste konnten wieder Interessierte aufge-
nommen werden. 
Aufgrund der Covid-19-Pandemie sind Kontakte aus dem privaten U mfeld (z.B. Nach-
bar*innen, Freund*innen) und die Möglichkeit zur Teilnahme an Freizeitangeboten deut-
lich zurückgegangen. So hatte sich die psychische Situation der Betreuten destabilisiert 
und zusätzliche Betreuung durch die Koordinierungsstelle wurde notwendig. Allerdings 
wird von den Fachkräften die nachbarschaftliche Hilfsbereitschaft während der Covid-
19-Pandemie, z.B. in Form von Hilfe bei Einkäufen, als sehr positiv dargestellt.  
9.4 Förderung des Programms 
Da das Programm im Laufe des Jahres startete, wurden für das Jahr 2018 anteilsmäßig 
Haushaltsmittel in Höhe von 21.220 Euro für dieses Seniorenprogramm zur Verfügung 
gestellt. Seit dem 01.01.2019 beträgt die Förderung jährlich 84.850 Euro (zzgl. der Ta-
rifkostensteigerungen) für eine Vollzeit-Stelle. Diese wird zurzeit zu gleichen Teilen auf 
die beiden Träger aufgeteilt (je 0,5 Stelle).  
9.5 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Eine gute Vernetzung ist für die Koordinierungsstelle sehr wichtig, um die passenden 
Hilfen schnell einrichten zu können. Beim Start der Arbeit der Koordinierungsstelle war 
die Netzwerkarbeit sehr zeitaufwändig. Durch gezielte Gremienarbeit wurde erfolgreich 
über die Aufgaben der Koordinierungsstelle für alleinlebende Menschen mit Demenz in-
formiert. Nach Aussage der Berater*innen sind die Koordinierungsstellen nun bei den 
anderen Netzwerkpartner*innen bekannt. Die Vernetzung besteht zu den Akteur*innen 
der demenzspezifischen Seniorenarbeit und läuft gut. Diese Akteur*innen sind z.B. So-
zialdienste, Krankenhäuser, ambulante Einrichtungen, Beratungsstellen, Entlastungsan-
gebote sowie medizinische und therapeutische Praxen. 
Schwierigkeiten in der Arbeit der Koordinierungsstelle ergeben sich aus Engpässen bei 
Dienstleistern, wie z.B. Pflegedienste, Ergotherapeut*innen, Physiotherapeut*innen, 
Ärzt*innen, mit denen zusammengearbeitet wird. Häufig ist es zeitaufwendig , ein pas-
sendes Angebot mit freien Kapazitäten zeitnah zu finden. Dementsprechend ist es auch 
schwierig, bei Unzufriedenheit ein Angebot zu wechseln. 
In den Sachberichten aus dem Jahr 2019 wünschten sich die Fachkräfte, dass sich mehr 
Pflegedienste bedarfsgerechter und zeitintensiver um die Zielgruppe Menschen mit De-

135 
menz kümmern könnten. Dies beinhalte eine passende Schulung für die Mitarbeitenden 
sowie Flexibilität und Zeit bei den Pflegetätigkeiten. Zwar gebe es durch den Entlas-
tungsbetrag nach §  45b SGB XI die Möglichkeit, dass ambulante Pflegedienste bei-
spielsweise Betreuungsleistungen oder Leistungen zur Hilfe bei der Haushaltsführung 
erbringen. Viele Pflegedienste hätten allerdings aufgrund des fehlenden Personals keine 
Kapazitäten, um diese Leistungen zu übernehmen. 
Dies scheint sich im Folgejahr gebessert zu haben bzw. es wurden entsprechende Pfle-
gedienste als Partner gefunden. So wurde im Sachbericht 2020 beschrieben, dass ver-
lässliche Pflegedienste zur Verfügung standen und in den meisten Fällen schnellstmög-
lich und unkompliziert erste ambulante Unterstützungsangebote installiert werden konn-
ten. Die Absprachen und der Informationsaustausch zwischen den Fachkräften und den 
Pflegediensten verliefen sehr gut und zuverlässig. 
Außerdem wird die gute Zusammenarbeit mit den Betreuungsdiensten beschrieben, de-
ren Versorgung flexibel und bedarfsgerecht auf Menschen mit einer dementiellen Er-
krankung zugeschnitten ist. 
Informationen über das Programm bei den Krankenhäusern haben dazu geführt, dass 
dieses bei einigen Krankenhäusern fester Bestandteil des Entlassungsmanagements ist. 
Erfolgt der Zugang über die Krankenhäuser, sind häufig bereits erste Maßnahmen (z.B. 
medikamentöse Einstellung, Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung) erfolgt, so 
dass ein Unterstützungsnetz schneller aufgebaut werden kann. Für den an Demenz er-
krankten Menschen bedeutet die Unterstützung der Koordinierungsstelle, dass er nach 
seiner Krankenhausentlassung nicht auf sich allein gestellt ist, sondern Hilfe durch einen 
verlässlichen Partner erhält.  
Neben Krankenhäusern erfolgt der Zugang auch häufig über die Fachberatungen in den 
GPZ und über die Seniorenberatung , so dass hier auch eine Kooperation besteht. 
Ebenso wenden sich Pflege- und Betreuungsdienste an die Koordinierungsstelle, wenn 
bei ihren Klient*innen die ambulanten Hilfen z.B. für aufwändigere administrative Ange-
legenheiten nicht ausreichen. 
9.6 Wirkung des Programms 
Die demografische Entwicklung macht deutlich, dass die Zahl der Alleinlebenden zuneh-
mend steigen wird – insbesondere in einer Großstadt wie Köln. Die Vertreter*innen der 
Koordinierungsstellen bewerten das Programm als sehr gut, der Bedarf sei da. Alleinle-
bende ohne Unterstützung würden oft durch das Raster fallen. Aber gerade sie bräuch-
ten mehr Unterstützung und Hilfe. 
Das Programm zeigt, dass mit der passgenauen Unterstützung der Umzug in eine stati-
onäre Einrichtung für eine gewisse Zeit hinausgezögert ggf. sogar verhindert werden 
kann. In der Regel leben die Betreuten noch mindestens ein Jahr oder je nach Gesund-
heitszustand auch länger in ihrem eigenen Wohnumfeld. Die Mitarbeitenden der Koordi-

136 
nierungsstelle machen deutlich, dass es sich bei dem Programm nicht um eine kurzfris-
tige Übergangslösung handelt. 
9.7 Weiterentwicklung des Programms 
Nur wenige Menschen mit Migrationshintergrund werden durch die Arbeit der Koordinie-
rungsstelle unterstützt. Nach Einschätzung der Vertreter*innen der Koordinierungsstelle 
wird diese Zielgruppe nicht erreic ht. Zum einen sind fehlende Sprachkenntnisse eine 
große Barriere, zum anderen sind die Menschen mit Migrationshintergrund häufig nicht 
über die Angebote informiert. Ihrer Ansicht nach müssten die Angebote passgenauer 
und speziell auf die Zielgruppe zugeschnitten sein. Hier wären zusätzliche Kolleg*innen 
mit einem ähnlichen kulturellen Hintergrund und den entsprechenden Sprachkenntnis-
sen wünschenswert. 
Die Fachkräfte der Koordinierungsstellen weisen auf den langen Beantragungsprozess 
von Leistungen der Pflegeversicherung hin. Zum einen würden sie sich hier eine schnel-
lere Bearbeitung wünschen. Zum anderen könnte die Beantragung vereinfacht werden, 
wenn auch die Fachkraft diese Leistungen beantragen sowie die Begutachtungstermine 
koordinieren und begleiten kön nte. Es wäre wünschenswert, dass eine Beantragung 
durch die Fachkraft schnell abgewickelt werden könnte – ähnlich wie es den Sozialen 
Diensten der Krankenhäuser und Reha -Einrichtungen möglich ist, um den Prozess zu 
beschleunigen und die passenden Hilfen schnell installieren zu können. 
Im Sachbericht der Koordinierungsstelle wird erläutert, dass die strenge Schweigepflicht 
in den Hilfesystemen eine Hürde für die Fachkräfte darstellen kann. Insbesondere bei 
der Einrichtung erster Hilfen oder der Versorgung mi t dem Notwendigsten nach einer 
Krankenhausentlassung seien hier die Abläufe sehr kompliziert und bürokratisch. Die 
Koordinierungsstelle müsste hier aus Sicht der Fachkraft als eine Institution angesehen 
werden, die insbesondere in Notsituationen handeln kann. Stärkeres Bekanntmachen 
der Koordinierungsstelle – insbesondere im Gesundheits- und Rettungssystem – würde 
nach Einschätzung der Fachkraft helfen. Eine Möglichkeit wäre ggf. eine Art Ausweisdo-
kument für die Fachkraft. 
Würden mehr Fördermittel zur Verfügung stehen, könnten mehr alleinlebende Menschen 
mit Demenz betreut werden. Der Bedarf wäre nach Einschätzung der Vertreter*innen 
der Koordinierungsstelle da ; der Hilfebedarf für alleinlebende Menschen mit Demenz 
steigt stetig an. Vor allem könnten weitere Fachkräfte eingestellt werden. Das würde die 
Arbeit vereinfachen, da man sich in prekären Fällen kollegial austauschen oder einen 
Termin gemeinsam wahrnehmen könnte. Dieser kollegiale Austausch ist für die Refle-
xion, Lösungssuche und die Bearbeitung der Fälle sehr wichtig. Zurzeit findet der Aus-
tausch mit anderen Fachkräften des Trägers statt, die aber nicht in diesem Programm 
tätig sind.  
Die Öffentlichkeitsarbeit zum Thema „Demenz“ sollte aus Sicht der Mitarbeitenden der 
Koordinierungsstelle vorangetrieben werden, um die Sensibilität zu diesem Thema zu

137 
steigern. Akzeptanz und Verständnis für an Demenz Erkrankte müssten in der Gesell-
schaft gestärkt werden, um Probleme im Zusammenleben zu verringern. Die Mitarbei-
tenden sind der Meinung, dass dies auch dazu beitragen könnte, die Lebenssituation 
der an Demenz Erkrankten zu stabilisieren, die Selbstständigkeit im eigenen Umfeld zu 
stärken und einen Umzug in eine stationäre Einrichtung zu verzögern. In diesen Bereich 
fällt auch die Forderung der Fachkräfte der Koordinierungsstelle, in Notaufnahmen adä-
quater auf „verwirrte“ Menschen einzugehen. Obwohl Krankenhäuser für das Thema 
Demenz sensibilisiert sind, müssen an Demenz Erkrankte in den Notaufnahmen häufig 
sehr lange unbeaufsichtigt warten.

138 
10 Seniorenkoordination im Stadtbezirk 
Das Programm „Seniorenkoordination im Stadtbezirk“ ist ein Bestandteil der Weiterent-
wicklung der bezirklichen Seniorenarbeit. Die Aufgabe der Seniorenkoordination ist es, 
die verschiedenen Angebote der Seniorenarbeit im Stadtbezirk zu vernetzen und zu op-
timieren. Das Programm besteht seit August 2018 und wurde sukzessive bis März 2019 
ausgebaut. 
10.1 Zielsetzung des Programms 
Durch die strukturelle programm- und angebotsübergreifende Betrachtung der Senioren-
arbeit in den Stadtbezirken soll diese weiterentwickelt werden. Durch die intensivierte 
Zusammenarbeit mit den Akteur*innen sollen Bedarfe festgestellt und entsprechende 
Angebotsstrukturen modifiziert oder aufgebaut werden. Niedrigschwellige Zugänge sol-
len geschaffen bzw. weiterentwickelt werde n. Eine Informations- und Wissensvermitt-
lung findet sowohl auf Ebene der Netzwerkpartner*innen als auch (indirekt) auf Ebene 
der Senior*innen statt. 
Durch die Arbeit der Seniorenkoordination soll im Stadtbezirk eine nachhaltige Struktur 
an Dienstleistungen und Angeboten geschaffen werden, die den Grundsätzen von Teil-
habe, Selbstbestimmung und Prävention folgen und den Bedarfen der Senior*innen ent-
sprechen. Ebenso sollen die Senior*innen über die Angebote informiert und ein nied-
rigschwelliger Zugang für sie möglich sein. 
10.2 Umsetzung des Programms 
Die Umsetzung des Programms erfolgt durch die Träger der freien Wohlfahrtspflege und 
die Sozial-Betriebe-Köln gGmbH im Auftrag der Stadt Köln. Folgende Träger sind betei-
ligt: AWO Kreisverband Köln e.V. (Porz und Mülheim), Caritasverband für die Stadt Köln 
e.V. (Chorweiler und Kalk), Diakonisches Werk Köln und Region gGmbH  (Lindenthal), 
DRK Kreisverband Köln e.V. (Ehrenfeld), Johanniter -Unfall-Hilfe e.V. (Rodenkirchen), 
PariSozial gGmbH (Innenstadt) und Sozial-Betriebe-Köln gGmbH (Nippes). 
Die Seniorenkoordination agiert auf struktureller Ebene im Stadtbezirk mit den dort täti-
gen haupt- und ehrenamtlichen Akteur*innen der Seniorenarbeit. Zu ihren Aufgaben ge-
hört die Bestandsaufnahme der Lebenssituation der Senior*innen  sowie eine Darstel-
lung der Versorgungs- und Teilhabeangebote im Stadtbezirk. So sollen die tatsächliche 
Angebotslage in den Stadtbezirken abgebildet, der tatsächliche Bedarf ermittelt und 
eventuelle Lücken in der Angebotsstruktur aufgezeigt werden. Die Stärkung der Öffent-
lichkeitsarbeit zu den Angeboten für Senior*innen fällt ebenso in den Aufgabenbereich 
der Seniorenkoordination. 
In diesem Zusammenhang wurde die von der Stadt Köln entwickelte Datenbank zur Be-
standserfassung der Sozialen Infrastruktur den Seniorenkoordinator*innen im November 
2020 vorgestellt und zur Verfügung gestellt. In diese Datenbank werden Daten und Kon-
takte zu seniorenspezifischen Programmen und Angeboten aus den Stadtbezirken auf-

139 
genommen und bei Änderungen aktualisiert. Die Seniorenkoordinator*innen sehen diese 
Datenbank bereits als Gewinn – auch wenn die Erprobungsphase noch nicht abge-
schlossen ist und noch nicht alle Daten eingefügt sind. 
Eine weitere wesentliche Aufgabe der Seniorenkoordination ist die Förderung der Kom-
munikation zwischen den Akteur*innen: So soll die Kommunikation zwischen den haupt- 
und ehrenamtlichen Akteur*innen im Stadtbezirk gefördert und die Kommunikation zur 
„Bezirksarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik“, zu den Gremien in den Stadtteilen , zum 
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren sowie zu den Fachebenen der Verbände sicher-
gestellt werden. Die Gestaltung von Kooperationsabsprachen zwischen den Akteur *in-
nen soll unterstützt werden. 
Des Weiteren übernimmt die Seniorenkoordination die Geschäftsführung des „Runden 
Tisches Seniorenarbeit“, zu dem sich die haupt - und ehrenamtlichen Akteur *innen im 
Stadtbezirk zusammengeschlossen haben. Dieser findet  in der Regel vier Mal im Jahr 
statt. Der „Runde Tisch Seniorenarbeit“ wird als das zentrale Informations-, Austausch- 
und Vernetzungsgremium für die Seniorenarbeit im Stadtbezirk angesehen. 
Zu beachten ist, dass einige Stadtbezirke sehr heterogen sind und sich die Stadtteile 
innerhalb des Stadtbezirks stark unterscheiden – sowohl hinsichtlich der Bevölkerungs-
struktur als auch im Hinblick auf die Angebote und Infrastruktur für Senior*innen. Dies 
führt dazu, dass sich auch die Arbeit der Seniorenkoordinator*innen unterscheiden kann. 
10.3 Förderung des Programms 
Im Jahr 2020 wurden Fördermittel in Höhe von 417.826 Euro zur Verfügung gestellt. Pro 
Stadtbezirk wird eine halbe Stelle finanziert (insgesamt 4,5 Stellen). 
In einigen Stadtbezirken ist es zu personelle n Wechseln der Seniorenkoordination ge-
kommen. Diese Wechsel führen dazu, dass sich die neue Fachkraft zunächst in die 
neuen Aufgaben einarbeiten und den Stadtbezirk mit seinen Akteur*innen kennenlernen 
muss. 
10.4 Querverbindung zu anderen Programmen und Netzwerkarbeit 
Aufgrund der Zielsetzung des Programms ergeben sich zahlreiche Schnittstellen in der 
Zusammenarbeit der Seniorenkoordination mit den kommunalen Seniorenprogrammen 
und anderen Angeboten. Darüber hinaus besteht eine Querverbindung zu weiteren Gre-
mien in den Stadtbezirken (z.B. Stadtteilkonferenz).  
Runder Tisch Seniorenarbeit 
Eine Vernetzung findet zu den in der Seniorenarbeit agierenden Akteur*innen und Insti-
tutionen im Stadtbezirk statt, insbesondere zu den Akteur *innen des Runden Tisches 
Seniorenarbeit. Diese Runden Tische zeichnen sich durch eine große Vielfalt der Teil-
nehmenden und ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit aus. Hier nehmen u.a. Vertre-
ter*innen (teilweise unregelmäßig)

140 
• der Betreuungsstelle,  
• der Bürgerämter und der Stadtverwaltung,  
• der Bürgerzentren,  
• der Demenznetzwerke,  
• der ehrenamtlichen Besuchsdienste und der Nachbarschaftshilfen,  
• der (fach-) ärztlichen und therapeutischen Praxen sowie der Sanitätshäuser,  
• des Fachdiensts für Pflegebedürftige,  
• der häuslichen Unterstützungsdienste und der präventiven Hausbesuche,  
• der ambulanten Hospizdienste,  
• der Kirchengemeinden, der Moscheegemeinde sowie der Synagogengemeinde,  
• der interkulturellen Zentren,  
• der Sozialdienste der Krankenhäuser,  
• der Pflegeberatungen und der Seniorenberatungen,  
• der ambulanten Pflegedienste und der stationären Pflegeeinrichtungen,  
• der SeniorenNetzwerke,  
• der Seniorenvertretungen,  
• des Sozialpsychiatrischen Dienstes,  
• der Sozialraumkoordination,  
• der Vereine für Freizeitangebote,  
• der Wohnberatungen und der Wohnungsgenossenschaften teil. 
 
Befragung der Nutzer*innen 
Diese Vielfalt der Teilnehmenden des Runden Tisches spiegelt sich auch unter den Teil-
nehmenden der Befragung wider. Insgesamt haben 124 Personen an der Befragung zur 
Seniorenkoordination teilgenommen. Neben Vertreter*innen der SeniorenNetzwerke 
(einschl. Servicestellen; 21  Nennungen) haben sich Vertreter*innen von Wohneinrich-
tungen für Senior*innen und von Pflegeheimen (13 Nennungen) häufig beteiligt. Elf Teil-
nehmende gaben „Wohlfahrtsverband“ als Einrichtung / Organisation an, in der sie tätig 
sind. Ebenso haben sich Mitarbeitende der anderen kommunalen Seniorenprogramme 
an der Befragung zur Seniorenkoordination beteiligt: Seniorenberatung (15 Nennungen), 
Unterstützungsdienst Demenz (3 Nennungen), Unterstützungsdienst für Menschen mit 
somatischen Erkrankungen (2 Nennungen), Präventive Hausbesuche (1 Nennung), 
Haushaltsnahe Dienstleistungen (1 Nennung). Darüber hinaus beteiligten sich ambu-
lante Pflegedienste (2 Nennungen), ambulanter Hospizdienst (1 Nennung), Betreuungs-
dienst (1 Nennung) und ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe (1 Nennung). Aus dem Be-
reich Wohnen (z.B. Wohnungsgenossenschaft, Beratungsstelle Wohnen) haben sich 
neun Akteur*innen beteiligt. Sechs Vertreter*innen der Sozialraumkoordination oder von 
Quartiersprojekten und fünf Vertreter*innen von Begegnungszentren / Bürgerzentren ha-
ben an der Befragung teilgenommen. Weitere Teilnehmende waren Krankenhäuser (2 
Nennungen) sowie Krankenkassen und Pflegeberatungen (4 Nennungen). Ebenso ha-

141 
ben sich kirchliche Gemeinden (2 Nennungen) und ein interkulturelles Zentrum beteiligt. 
Akteur*innen aus Stadtverwaltung und Politik finden sich auch unter den Teilnehmen-
den: z.B. Seniorenvertretung (1 N ennung) und Stadt Köln (1 Nennung). Die restlichen 
Befragungsteilnehmenden vertreten Beratungsstellen für besondere Zielgruppen, Ver-
eine, Sportverbände, VHS und Bibliotheken. 
Einige Seniorenkoordinator*innen geben in ihren Sachberichten an, dass manche Ak-
teur*innen am Runden Tisch noch fehlen. Beispielhaft werden hier Apotheken, Sanitäts-
häuser, haus- und fachärztliche Praxen, Polizei, Vereine für Menschen mit Migrations-
hintergrund und private Pflegedienste genannt.  Es wird darauf hingewiesen, dass dies 
auf fehlende Zeitkapazitäten bei den Akteur*innen zurückzuführen ist , dass aber teil-
weise dennoch ein Austausch mit diesen Akteur*innen stattfindet. 
Die grobe Struktur der Tagesordnung der Runden Tische ist im Qualitätsstandard vor-
gegeben, wobei auch Raum und Zeit gegeben ist, Bedarfe und Probleme anzusprechen 
und dementsprechend Schwerpunkte zu setzen. Es  werden Grundsatzthemen, aber 
auch spezifische Themen besprochen. Einige Seniorenkoordinator*innen merken an, 
dass die Heterogenität der Teilnehmenden am Runden Tisch die thematische Auswahl 
erschwert, da diese den Interessen der Mehrheit der Teilnehmenden  gerecht werden 
soll. In einigen Stadtbezirken haben sich innerhalb des Runden Tisches einzelne Ar-
beitsgruppen etabliert, die zu spezifischen Themen zusammenarbeiten, z.B. zur Öffent-
lichkeitsarbeit oder zur Mobilität. 
Es wird seitens der Seniorenkoordination erläutert, dass der Runde Tisch nicht nur eine 
Sitzung mit informierendem Charakter ist, sondern ein aktiv mitgestaltetes Netzwerk. 
Dazu gibt es im Rahmen der Runden Tische partizipative Elemente und Raum für akti-
ven Austausch (z.B. Inputs durch Akteur*innen, Vorstellung der Angebote / Projekte).  
In einem Sachbericht wird dargestellt, dass die Seniorenkoordination auf ein „tragfähiges 
Beziehungsnetz zu den Akteur*innen im Bezirk angewiesen  (ist). Dabei ist es zentral, 
dass diese Beziehungsanlässe sowohl der rei nen Kontaktpflege und einem wertschät-
zenden Umgang (beispielsweise der Besuch von Eröffnungsfeiern von Einrichtungen, 
Teilnahme an Veranstaltungen nach Einladung etc.) entsprechen als auch anlassbezo-
gen seitens der Seniorenkoordination initiiert werden.“  Weiterhin wird erläutert, dass 
durch eine tragfähige Vernetzung die Bereitschaft der Akteur*innen steigt, sich am Run-
den Tisch aktiv zu beteiligen sowie das Angebot der Seniorenkoordination als Informa-
tions- und Vernetzungsstelle zu nutzen. 
Die Zusammenarbeit mit der Seniorenkoordination basiert auf verschiedenen Zielen:  
Knapp 90% der befragten Akteur*innen erlangen durch die Zusammenarbeit Informatio-
nen über Angebote. 85% geht es um die (Weiter -) Entwicklung von Kooperationen und 
Kommunikation. Bei gut 70% geht es um die (Weiter -) Entwicklung von Angeboten – 
sowohl auf struktureller als auch inhaltlicher Ebene. Knapp 70% arbeiten mit dem Ziel 
der Ermittlung der Bedarfslagen von Senior*innen mit der Seniorenkoordination zusam-

142 
men. Etwa 65% gaben die (Weiter-) Entwicklung niedrigschwelliger Zugänge als Arbeits-
ziel an. Hier geht es um die bessere Erreichbarkeit der Zielgruppen. 
Abbildung 74: Mit welchem Ziel arbeiten Sie mit der Seniorenkoordination 
zusammen? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Knapp 70% der befragten Akteur*innen arbeiten im Themenbereich Freizeitangebote mit 
der Seniorenkoordination zusammen. Den Themenbereich „Gesundheit“ gaben 56% 
und den Themenbereich „Pflege“ 47% der Befragten an. Bei 45% besteht eine Zusam-
menarbeit zum Thema „Nachbarschaftshilfe“, bei 44% zum Thema „Wohnen“. Vorsorge 
im Alter betrifft die Zusammenarbeit von einem Viertel der befragten Kooperations-
partner*innen. Knapp ein Fünftel gab den Themenbereich „Mobilität / Fahrdienste“ an. 
Im Bereich „finanzielle Unterstützung / Leistung“ besteht die Zusammenarbeit bei 16% 
der Befragten und im Bereich „Familie“ bei 10%. Ein Fünftel der Befragten gab weitere 
Themenbereiche an. Mit 11 Nennungen wurde hier am häufigsten das Thema „Digitali-
sierung“ genannt. Weiterhin wurden die Themen „Ehrenamt“ (4 Nennungen), „Zielgruppe 
Menschen mit Migrationshintergrund / Migration“ (3 Nennungen) und „Verwaltung / Poli-
tik“ (3 Nennungen) genannt.  
89%
85%
73%
69%
64%
0% 20% 40% 60% 80% 100%
Informationen über Angebote (N=110)
(Weiter-) Entwicklung der
Kooperationen und der Kommunikation
(N=105)
(Weiter-) Entwicklung von
Angebotsstrukturen und Inhalten
(N=90)
Ermittlung der Bedarfslagen (N=86)
(Weiter-) Entwicklung
niedrigschwelliger Zugänge zu den
Angeboten (N=79)
N=124

143 
Abbildung 75: In welchemThemenbereich arbeiten Sie mit der 
Seniorenkoordination zusammen? (Mehrfachantworten möglich) 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Ebenso werden durch die Arbeit der Seniorenkoordination Querverbindungen für die 
tägliche Arbeit der Netzwerkpartner*innen geschaffen. Hierzu zählt auch der Versand 
eines Newsletters an die Akteur*innen im Stadtbezirk durch die Seniorenkoordination. 
Diese Infomail wird als Möglichkeit genutzt, Informationen schnell und unkompliziert an 
einen großen Verteiler zu versenden. Durch dieses Medium können auch Informationen 
zu aktuellen Änderungen hinsichtlich der Angebote oder bestehenden Regeln während 
der Covid-19-Pandemie schnell weitergegeben werden. 
Die Seniorenkoordinator*innen aller Stadtbezirke kommen gemeinsam mit Vertreter*in-
nen der LIGA / SBK in dem Austauschgremium AG Seniorenkoordination zusammen. 
Seit der Implementierungsphase des Programms werden in regelmäßigen Treffen In-
halte besprochen, die sich aus der Praxis der Seniorenkoordinator*innen ergeben. Diese 
Treffen zur Vertiefung der inhaltlichen Fragen und mit Rückbindung an die Fachberatun-
gen werdem von den Seniorenkoordinator*innen als hilfreich eingeschätzt. 
Weiterhin kommt das Fachteam Seniorenkoordination (Zusammenarbeit der Senio-
renkoordinator*innen der verschiede nen Stadtbezirke) zu sogenannten Bedarfskonfe-
68%
56%
47%
45%
44%
25%
18%
16%
10%
20%
0% 20% 40% 60% 80%
Freizeitangebote (N=83)
Gesundheit (N=68)
Pflege (N=57)
Nachbarschaftshilfe (N=55)
Wohnen (N=54)
Vorsorge im Alter (Vollmacht,
Patientenverfügung) (N=30)
Mobilität / Fahrdienste (N=22)
finanzielle Unterstützung /
Leistungen (N=19)
Familie (N=12)
anderes (N=24)
N=122

144 
renzen zusammen. Im Rahmen dieser Arbeitstreffen werden die von den Akteur*innen 
genannten Themen und Wünsche analysiert, um zu bewerten, ob sich daraus Bedarfe 
ergeben, die dann an die Fachplanung weitergegeben werden. Hierzu wurden ein stan-
dardisierter Erfassungsbogen sowie ein Workflow zur weiteren Bearbeitung der erfass-
ten Bedarfe entwickelt. Um die stadtbezirksübergreifende Zusammenarbeit mit anderen 
Partner*innen zu verbessern, wurden weitere Kontak tpersonen aus der Seniorenarbeit 
in das Fachteam eingeladen. 
Des Weiteren ist die Seniorenkoordination in ihrer Funktion  seit Mitte 2021  ständiges 
beratendes Mitglied der Bezirksarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik. Das Gremium 
tagt mindestens zwei Mal im Jahr und besteht aus Vertreter*innen der Bezirksvertretung, 
der Seniorenvertretung sowie der Bürgeramtsleitung, aus Vertreter*innen der Wohl-
fahrtsverbände und der Seniorenkoordination. Hier werden verschiedene Themen und 
wichtige Anliegen auf höhere Ebenen, wie z.B. auf die Ebene der Stadtverwaltung, trans-
portiert. Die Seniorenkoordination platziert hier Themen aus dem Runden Tisch Senio-
renarbeit. 
10.5 Wirkung des Programms 
Die Seniorenkoordinator*innen bringen Akteur*innen mit gleichen Vorhaben oder glei-
chen Zielgruppen zusammen und intensivieren so die Netzwerkarbeit im Stadtbezirk. 
Nach Ansicht der Seniorenkoordinator*innen wurde während der Covid-19-Pandemie 
deutlich, wie gut die Vernetzung in den Stadtbezirken aufgebaut wurde. Gerade in dieser 
Zeit wurde gerne auf das Netzwerk zurückgegriffen. Die Herausforderungen der Covid-
19-Pandemie haben aus Sicht der Seniorenkoordinator*innen dazu geführt, dass die 
Vernetzung unter den Akteur*innen eher intensiviert wurde und dass neue Kooperatio-
nen entstanden sind. 
Die Seniorenkoordinator*innen sehen das Programm von zentraler Bedeutung für die 
Stärkung des ambulanten Bereichs, da diese Aufgaben der Koordination und Vernet-
zung aufgrund der Heterogenität der Stadtbezirke, Akteur*innen und Bedarfe nicht auf 
gesamtstädtischer Ebene bewältigt werden können. Die Seniorenkoordinator*innen ha-
ben eine zentrale Rolle beim Informationsfluss sowie bei der Steuerung bezirksübergrei-
fender Themen – sowohl von der Ebene der Stadtbezirke zur gesamtstädtischen Ebene 
als auch in die umgekehrte Richtung. Die Fachkräfte sehen die Seniorenkoordination als 
Knotenpunkt zur Informationsvermittlung und Vernetzung. Sie besitzen eine Schnittstel-
lenfunktion. 
 
Sicht der Nutzer*innen 
Eine zentrale Aufgabe der Seniorenkoordination ist es, neue Kontakte herzustellen oder 
bestehende Kooperationen auszubauen. Dazu wurden die Akteur*innen der Runden Ti-
sche im Rahmen der schriftlichen Befragung befragt. 85% gaben an, dass sie durch die

145 
Arbeit der Seniorenkoordination neue Kontakte zu anderen Akteur*innen knüpfen konn-
ten bzw. dass sie bestehende Kontakte intensivieren konnten. 12% gaben an, dass dies 
nur „teils / teils“ zutrifft; drei Befragte (2%) gaben an, dass dies nicht zutrifft. Von diesen 
merkte eine Person an, dass dies aber auf die eige nen fehlenden Zeitressourcen und 
nicht auf die Seniorenkoordination zurückzuführen ist. 
Abbildung 76: Konnten Sie durch die Arbeit der Seniorenkoordination neue 
Kontakte zu anderen Akteuren knüpfen bzw. konnten Sie 
bestehende Kontakte intensivieren? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Teilnehmenden der Runden Tische wurden gefragt, wie hilfreich die fachlichen In-
puts der Runden Tische für die eigene Arbeit sind. Gut 60% der Befragten gaben an, 
dass die fachlichen Inputs „sehr hilfreich“ sind, knapp ein Viertel gab „hilfreich“ an.  
Diese Einschätzung begründen die Akteur*innen z.B. mit den Partizipationsmöglichkei-
ten: Die Teilnehmenden der Runden Tische legen Inhalte und Themen gemeinsam fest. 
Aus ihrer Sicht werden Impulse gesetzt und fachlich vertieft, neues Wissen wird vermit-
telt. Die Teilnehmenden der Runden Tische  erhalten vielfältige Informationen über be-
stehende Hilfsangebote, aber auch zu anderen ggf. auch neuen Akteur*innen im Stadt-
bezirk. Außerdem wird die Vielfalt der Teilnehmenden und die Möglichkeit zur Netzwerk-
arbeit als Begründung angegeben: „Nur in diesem Gremium kommen so viele Akteur*in-
nen der lokalen Seniorenarbeit zusammen. Hier kann man einfach Kontakte knüpfen 
und Zusammenarbeit aufnehmen.“ Angemerkt wird auch, dass der eigene Bekanntheits-
grad erhöht wird. 
Von den Befragungsteilnehmenden gaben 14% an, dass die fachlichen Inputs der Run-
den Tische „teils / teils“ für die eigene Arbeit hilfreich sind. Als Begründung wurde hier 
angeführt, dass die Themen nicht immer die eigene Arbeit betreffen bzw. für die eigene 
Arbeit weniger hilfreich sind (z.B. Seniorenberatung und Klinik). 
ja (N=104)
85%
teils / teils 
(N=15) 12%
nein (N=3)
2%

146 
Für drei Befragte (3%) sind die fachlichen Inputs „nicht so hilfreich“. Diese Einschätzung 
wurde mit einer sich verändernden Zusammensetzung des Runden Tisches begründet: 
„(…) Die für die Einzelfallhilfe hilfreichen Kooperationspartner*innen (z.B. Pflegedienste, 
Altenheime) kommen nicht mehr. Vielleicht wäre hier eine Untergruppe „Pflege und Be-
treuung“ mit entsprechenden Themenschwerpunkten hilfreich.“  
Die Kategorie „gar nicht hilfreich“ wurde nicht angegeben. 
Abbildung 77: Wie hilfreich sind die fachlichen Inputs der Runden Tische für Ihre 
Arbeit? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Knapp 60% der Befragten bewerten die zusammengefassten Informationen, die im Rah-
men des Newsletters durch die Seniorenkoordination versendet werden, als sehr hilf-
reich für die eigene Arbeit. Begründet wird diese Einschätzung damit, dass die Akteur*in-
nen die wichtigsten aktuellen Informationen zusammengefasst erhalten. Dies erspart viel 
Arbeit und Zeit. Zudem können diese Informationen schneller an die Senior*innen und 
andere Zielgruppen weitergegeben werden. Außerdem wird positiv angemerkt, dass die 
Informationen nicht einfach ungefiltert weitergeleitet werden, sondern fachlich priorisiert 
werden und nur die für das Netzwerk relevanten Informationen weitergegeben werden. 
Ein weiteres Drittel gab die Kategorie „hilfreich“ an. Hier wurde auf die Fülle der Informa-
tionen sowie auf die Doppelung von Informationswegen hingewiesen, da die Akteur*in-
nen in mehreren E-Mail-Verteilern aufgenommen sind. 
Zehn Prozent bewerten den Newsletter in Teilen hilfreich für die eigene Arbeit und gaben 
die Kategorie „teils / teils“ an. Auch hier wurde die Einschätzung mit der Fülle an Infor-
mationen begründet. Einschränkend wurde darauf hingewiesen, dass die Informationen 
für die Seniorenberatung nicht so relevant sind.  
sehr hilfreich 
(N=73) 61%
hilfreich 
(N=27) 23%
teils / teils 
(N=17) 14%
nicht so 
hilfreich (N=3)
3%
Kategorie "gar nicht hilfreich" wurde nicht angegeben

147 
Die Kategorien „nicht so hilfreich“ und „nicht hilfreich“ wurden nicht angegeben. 
Abbildung 78: Wie hilfreich sind die zusammengefassten Informationen für Ihre 
Arbeit, die im Rahmen des Newsletters durch die Senioren-
koordination versendet werden? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Akteur*innen wurden nach ihrer Zufriedenheit mit der Zusammenarbeit mit der Se-
niorenkoordination gefragt. Von 114 Befragten gaben 77% an, sehr zufrieden zu sein. 
Knapp 20% sind zufrieden. Begründet wurde diese Einschätzung mit der Kompetenz, 
dem Engagement, der Offenheit, der Zuverlässigkeit und der guten Organisation der 
Seniorenkoordination. Ebenso wurden die gute und kontinuierliche Zusammenarbeit so-
wie der enge und wertschätzende Austausch angegeben. Auch schätzen die Befragten 
die gute Erreichbarkeit der Seniorenkoordination sowie die schnelle und vor allem ver-
bindliche Rückmeldung. „Die Anliegen werden zuverlässig bearbeitet.“ 
Nur 4% gaben „teils / teils“ an  (4 Befragte). Diese Befragten begründen ihre Einschät-
zung mit dem personellen Wechsel der Seniorenkoordination. Hier gab es wenig Gele-
genheiten zum Austausch; die Zusammenarbeit sei ausbaufähig. In einem Fall wird von 
gelegentlichen Unstimmigkeiten z.B. bezüglich der Weitergabe von Informationen ge-
sprochen. Unzufriedenheit („nicht zufrieden“ bzw. „gar nicht zufrieden“) drückte keine der 
befragten Personen aus. 
sehr hilfreich 
(N=69) 58%
hilfreich 
(N=39) 33%
teils / teils 
(N=12) 10%
Kategorien "nicht so hilfreich" und "gar nicht hilfreich" wurden nicht 
angegeben

148 
Abbildung 79: Wie zufrieden sind Sie mit der Zusammenarbeit mit der 
Seniorenkoordination? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Über 90% der Befragten sind mit der Vernetzung im Rahmen der Seniorenarbeit im ei-
genen Stadtbezirk zufrieden, darunter sind 43% sehr zufrieden.  Ihre Zufriedenheit be-
gründen die Akteur*innen damit, dass alle Beteiligten in die Arbeit miteinbezogen wer-
den. Man steht in Kontakt, und neue Akteur*innen werden zeitnah kennengelernt. Auch 
konstruktive und intensive Zusammenarbeit sowie ein wertschätzendes Verhältnis unter 
den Netzwerkpartner*innen werden als Gründe angegeben. Es wird darauf hingewiesen, 
dass die Seniorenkoordination die V ernetzung gestärkt hat. Allerdings stellt ein*e Ak-
teur*in auch klar, dass die gute Vernetzung nicht gegen den grundsätzlichen Mangel im 
Versorgungssystem hilft. Weiterhin wird erläutert, dass die Vernetzung während der Co-
vid-19-Pandemie sich als schwierig darstellt und dass erfolgreiche Vernetzung zeitauf-
wändig ist. „Auch bestehende Verbindungen müssen stetig lebendig gehalten werden.“ 
Des Weiteren wird darauf hingewiesen, dass noch einige Akteur*innen fehlen oder ver-
einzelt „unter sich bleiben“ und ihre Angebote kaum nach außen transparent machen. 
Sieben Prozent der Teilnehmenden (8 Befragte) gaben bezüglich ihrer Zufriedenheit mit 
der Vernetzung die Kategorie „teils/teils“ an. Diese Befragten sehen zum einen Perso-
nalwechsel und fehlenden Informationsfluss, zum anderen auch die Covid-19-Pandemie 
als Faktoren, die die Vernetzung negativ beeinflussen. „Pandemiebedingt ist die Vernet-
zung m. E. eher rückläufig. E -Mails mit Infos können eine Vernetzung, wie sie durch 
persönliche Begegnungen entstehen, nicht ersetzen.“ 
Keine*r der Befragten ist mit der Vernetzung unzufrieden.  
sehr 
zufrieden 
(N=88) 77%
zufrieden 
(N=22) 19%
teils / teils 
(N=4) 4%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" 
wurden nicht angegeben.

149 
Abbildung 80: Wie zufrieden sind Sie mit der Vernetzung im Rahmen der 
Seniorenarbeit in Ihrem Stadtbezirk? 
 
Quelle: Nutzer*innenbefragung des ISG 2021 
Die Akteur*innen wurden gefragt, welche positiven Wirkungen es in ihrem Stadtbezirk in 
den letzten Jahren im Hinblick auf die Seniorenarbeit gab. Sehr viele nannten hier die 
verstärkte Vernetzung und die intensivere Zusammenarbeit unter den Akteur*innen. Die 
Austauschmöglichkeiten haben sich verbessert und der Informationsaustausch ist sehr 
gut. Es gibt gefestigte Strukturen und Kontinuität in der Netzwerkarbeit. Es wurde erläu-
tert, dass das kollegiale Verhältnis unter den Akteur*innen auch einen positiven Einfluss 
auf die eigene Arbeit hat. Die Vernetzung hat sich insbesondere während der Covid-19-
Pandemie bewährt. Außerdem haben sich themenspezifische Arbeitsgruppen gebildet , 
und die Gremienarbeit hat sich verbessert. 
Damit zusammenhängend nennen einige Befragte die Einführung des Seniorenpro-
gramms „Seniorenkoordination“ als positive Wirkung im Bereich der Seniorenarbeit. So 
konnte die Vernetzung im Stadtbezirk strukturell gestärkt werden. Außerdem gibt es jetzt 
für die Netzwerkpartner*innen eine feste Ansprechperson im Stadtbezirk für den Bereich 
Seniorenarbeit.  
An zweiter Stelle wird der Ausbau von Angeboten als positive Wirkung genannt. In den 
letzten Jahren sind  vermehrt passgenaue und bedarfsgerechtere Angebote mit nied-
rigschwelligem Zugang entstanden. Auch Angebote mit aufsuchendem Charakter wur-
den entwickelt. Gerade während der Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung der Nied-
rigschwelligkeit der Unterstützung noch einmal zugenommen. Hier wird auch der Ausbau 
der SeniorenNetzwerke als positive Entwicklung herausgestellt. 
Die zunehmende Digitalisierung und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit haben sich nach 
Ansicht der Befragten ebenso in den letzten Jahren weiterentwickelt. 
sehr zufrieden 
(N=51) 43%
zufrieden 
(N=61) 51%
teils / teils 
(N=8) 7%
Kategorien "nicht zufrieden" und "gar nicht zufrieden" wurden nicht 
angegeben

150 
Einige Befragte sind der Ansicht, dass eine Stärkung der kultursensiblen Seniorenarbeit 
stattgefunden hat und die Seniorenarbeit sich interkulturell öffnet. Ebenso ist eine Sen-
sibilisierung für Vereinsamungstendenzen und Verarmungstendenzen festzustellen. 
Auch das Thema Demenz und entsprechende Angebote sind in den letzten Jahren in 
den Fokus gerückt. Gleiches gilt für das Thema Wohnungsnot und das Thema Pflege-
notstand. 
Zwei Befragte machen deutlich, dass sie keine positiven Entwicklungen in den letzten 
Jahren feststellen können. Dies wird vor allem auf die Covid-19-Pandemie zurückge-
führt, aufgrund derer viele Vorhaben und Projekte nicht umgesetzt werden konnten. 
 
10.6 Weiterentwicklung des Programms 
Digitalisierung 
Aus den Sachberichten der Seniorenkoordinator*innen und aus der Befragung der Nut-
zer*innen geht hervor, dass die Digitalisierung ein wichtiges Thema für die Weiterent-
wicklung des Programms ist. Zum einen werden hier die digitalen Kompetenzen der Se-
nior*innen genannt, zum anderen die Digitalisierung in der Zusammenarbeit der Ak-
teur*innen. Die Kontaktbeschränkungen im Rahmen der Covid-19-Pandemie haben 
dazu geführt, dass Treffen beispielsweise von Arbeitsgemeinschaften oder des Runden 
Tisches gezwungenermaßen digital stattfanden. Einige der Akteur*innen sahen  hier 
auch Vorteile, da die Teilnahme vereinfacht wurde. Einigkeit besteht aber auch  darin, 
dass der informelle Austausch bei einem Treffen per Videokonferenz geringer ausfällt. 
Zukünftig kann man sich vorstellen, dass einige Treffen in Präsenz s tattfinden und zu-
sätzliche Gesprächsrunden (z.B. Arbeitskreise in kleinerer Besetzung zu speziellen The-
men) digital angeboten werden. Sowohl für die Angebote der Senior*innen als auch für 
die Netzwerkarbeit gilt es, ein passendes Maß an analogen und digitalen Angeboten zu 
finden, um möglichst viele Nutzer*innen zu erreichen. 
Diese Einschätzung spiegeln auch die Ergebnisse der Befragung der Nutzer*innen wi-
der: Von einer / einem Teilnehmenden wird der Ausbau von digitalen Angeboten für 
Netzwerktreffen und die Runden Tische gewünscht. Ein*e andere*r plädiert für die Run-
den Tische als Präsenzveranstaltung.  
Ein weiterer Punkt der Digitalisierung betrifft die Öffentlichkeitsarbeit der Seniorenkoor-
dination. So soll die Arbeit der Seniorenkoordination auch im Internet z.B. d urch eine 
Homepage bekannter gemacht werden. 
Angebote und Bedarfe 
In einem Stadtbezirk wird angeregt, dass die Senior*innen angeschrieben werden, um 
die Sorgen und Wünsche zu erfassen und dementsprechend agieren zu können. Außer-
dem wird gewünscht, dass es auch eine stadtteilbezogene Aufstellung der für die Seni-

151 
orenarbeit relevanten Angebote gibt.29 Des Weiteren sollte in einer aktuellen Datenbank 
über freie Kapazitäten im Bereich der ambulanten Dienste informiert werden. 
Hinsichtlich der Vernetzung allgemein wird darauf hingewiesen, dass muttersprachliche 
Angebote, insbesondere türkischsprachige, fehlen. 
Arbeitsgruppen und Vernetzung 
Einige der befragten Akteur*innen nennen als Verbesserungsvorschläge Initiierung und 
Begleitung von weiteren Arbeitsgruppen. Als Beispiele werden hier Themen wie Digita-
lisierung und Migration, Austausch über Arbeits- und Personalsituation in der Pflege ge-
nannt. Auch sollten kleinere stadtteilbezogene Treffen stattfinden.  
Andere möchten die fachbereichs-übergreifenden Ansätze vertiefen und wünschen sich 
auch eine engere Vernetzung beispielsweise mit der Jugendarbeit und Familienhilfe.  
Manche wünschen sich eine stärkere Präsenz und inhaltliche Sichtbarkeit der Senioren-
koordination. Andere würden die Zusammenarbeit gerne noch intensivieren. 
Hinsichtlich der Vernetzung allgemein im Stadtbezirk befürworten die Befragten einen 
stärkeren persönlichen und informellen Austausch. Dies sei aufgrund der Covid-19-Pan-
demie kaum mehr möglich.  Auch müssten die noch fehlenden Partner*innen erreicht 
werden. Hier werden insbesondere die Pflegeheime, Pflegedienste und der Sozialpsy-
chiatrische Dienst genannt. Es wird angemerkt, dass die Zielausrichtung ggf. angepasst 
werden müsste, um die privaten Leistungserbringer zu mehr Beteiligung zu motivieren. 
Für diese Gruppe „liegen die Treffen eher zeitlich ungünstig und haben keinen unmittel-
baren Nutzen. Ein positives Get-together mit eher informellem Charakter könnte helfen, 
diese Zielgruppe zu erreichen, z.B. Sektempfang mit Ehrung von ein bis zwei gelunge-
nen Projekten / Marktneulingen und etwas Rahmenprogramm o.ä.“ 
Stellenaufstockung und finanzielle Mittel 
In den Sachberichten wird deutlich, dass die zeitlichen Ressourcen einer 0 ,5 Stelle für 
intensive Netzwerkarbeit im Stadtbezirk begrenzt sind. Es wird erläutert, dass Netzwerk-
arbeit nicht mit einem Kontaktaufbau abgeschlossen ist. Vielmehr ist ein stetiger Aus-
tausch mit den Akteur*innen nötig, um sich über bestehende Angebote zu  informieren 
und Versorgungslücken zu erkennen. Auch in der Diskussionsrunde mit den Senioren-
koordinator*innen wurden die zeitlichen Einschränkungen angesprochen. Weitere Auf-
gaben, die über die definierten Qualitätsstandards hinausgehen, werden zwar angegan-
gen, können aber aufgrund der knappen Zeitressourcen nicht so erfüllt werden, wie es 
sich die Seniorenkoordinator*innen wünschen würden. 
 
29  Die neue Datenbank „Soziale Infrastruktur“ der Stadt Köln erfasst die Angebote nach Stadt-
bezirk, Stadtteil und Stadtviertel.

152 
Auch unter den Teilnehmenden der Befragung der Nutzer*innen war eine Stellenaufsto-
ckung Thema. Gefragt nach gewünschten Verbesserungen hinsichtlich der Seniorenko-
ordination haben neun Befragte eine Stundenaufstockung angegeben. So könnten wei-
tere Aktivitäten unterstützt und notwendige Entwicklungen angestoßen werden; die Ver-
netzung könnte weiter intensiviert werden. Auch könnten weitere moderierte Arbeits-
gruppen zu Themen wie Wohnen, Mobilität, Freizeit, stadtteilbezogenen Angebotsstruk-
turen und Öffentlichkeitsarbeit initiiert werden. 
Drei Befragte wünschen sich mehr Konstanz bei der Stellenbesetzung der Seniorenko-
ordination. Hier wird angemerkt, dass längerfristige Arbeitsverträge einem Personal-
wechsel vorbeugen könnten. 
Auch wird eine Ausstattung mit finanziellen Mitteln für die Umsetzung von gemeinwe-
senrelevanten Projekten angeregt.  
Zusammenarbeit mit der politischen Ebene 
Nach möglichen Verbesserungen im Hinblick auf die Vernetzung im Stadtbezirk allge-
mein gefragt, wird auch die Vernetzung mit der Politik genannt. Zum einen werden mehr 
Einflussmöglichkeiten der Seniorenkoordination auf politischer Entscheidungsebene be-
fürwortet. Zum anderen wünscht man sich aber auch eine stärkere Transparenz durch 
die Seniorenkoordination in Bezug auf politische Beschlüsse, die Einfluss auf die Seni-
orenarbeit haben. Hier wird diesbezüglich ein eigener Tagesordnungspunkt beim Run-
den Tisch angeregt.30  
  
 
30  Laut Qualitätsstandard ist der Punkt „Themen für / aus Bezirksarbeitsgemeinschaft Senio-
renpolitik“ ein vorgegebener Inhaltspunkt für die Runden Tische.

153 
11 Aktuelle Modellprojekte für Senior*innen mit 
Migrationshintergrund 
Auch im Rahmen der vorliegenden Evaluation der Programme für Senior*innen wurde 
deutlich, dass die Angebote für Senior*innen die Menschen mit Migrationshintergrund 
nicht so gut erreichen wie andere Senior*innen und dass Menschen mit Migrationshin-
tergrund diese Angebote seltener wahrnehmen.  In den Gruppendiskussionen, die mit 
Vertreter*innen der Seniorenprogramme geführt worden, wurde die bessere Erreichbar-
keit von Menschen mit Migrationshintergrund immer wieder als zukünftige Herausforde-
rung genannt. Es wurde aber auch erläutert, dass bereits an Ideen und Konzepten sowie 
deren Umsetzung gearbeitet wird.  
Im Folgenden werden zwei Modellprojekte be schrieben, die zurzeit in der Stadt Köln 
umgesetzt werden und deren Zielgruppe n Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte 
sind. Da diese Projekte gerade angelaufen sind bzw. noch umgesetzt werden, war eine 
Einbindung in die vorliegende Evaluation nicht möglich. 
11.1 Modellprojekt: „Guter Lebensabend NRW“ 
Das Modellprojekt „Guter Lebensabend NRW“ verfolgt das Ziel, die besonderen Bedürf-
nisse von Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte  und ihrer Angehörigen in der Al-
tenhilfe und Altenpflege zu berücksichtigen.31 Die Kultursensibilität in der Altenhilfe und 
Altenpflege soll gestärkt und Regelangebote sollen interkulturell geöffnet werden. Im 
Rahmen des Förderprogramms des Ministeriums für Kinder, Familie, Flüchtlinge und 
Integration des Landes Nordrhein-Westfalen wird 22 Modellkommunen bis zum Ende 
des Jahres 2022 die Möglichkeit gegeben, Zugangsbarrieren abzubauen und Senior*in-
nen mit Zuwanderungsgeschichte den Zugang zu bestehenden Regelangeboten zu er-
leichtern. Die Modellkommunen erhalten dabei Unterstützung durch eine wissenschaft-
liche Begleitung. 
Das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren kooperiert in dem Projekt mit dem Amt für 
Integration und Vielfalt der Stadt Köln. Strategische Partner*innen für die Projektumset-
zung sind außerdem die Sozial-Betriebe-Köln (SBK), der Deutsch-Türkische Verein Köln 
und die AWO Mittelrhein. Die Zusammenarbeit mit weiteren Kooperationspartner*innen 
und Akteur*innen ist ebenso Bestandteil des Projekts. Gemeinsam sollen Konzepte zur 
kultursensiblen Altenhilfe und -pflege entwickelt, umgesetzt und nachhaltig etabliert wer-
den. Start des Projekts war im April 2021; zum Jahresende 2022 wird es abschließen. 
Die Projektarbeit gliedert sich in drei Schritte : In dem Schritt „Transparenz“ (1) geht es 
zu Projektbeginn um die Erfassung des Handlungsfeldes. Die aktuelle Fachdiskussion  
 
31  Der Entwicklungsbedarf in diesem Bereich wurde auch im Zweiten Bericht zur kommunalen 
Pflegeplanung der Stadt Köln (2021) thematisiert, siehe dort Kapitel 8.1 Workshop „Pfle-
gebedürftige mit Migrationshintergrund und kultursensible Pflege“, S. 121 ff.

154 
im Bereich Seniorenpolitik und wissenschaftliche Erkenntnisse zur Situation von Se-
nior*innen mit Migrationshintergrund sollen analysiert werden. Zudem erfolgt eine Aus-
wertung vorliegender Daten und Dokumente zur älteren Bevölkerung mit Zuwande-
rungsgeschichte. Des Weiteren sollen Bedarfe der Zielgruppe und der Akteur*innen der 
Altenhilfe und Altenpflege sowie strukturelle Bedarfe herausgearbeitet  werden. Auf 
Grundlage dieser Bedarfsanalyse erfolgt die Priorisierung von Arbeitsschritten im Rah-
men des Umsetzungsprozesses. 
Im Arbeitsschritt „Vernetzung“ (2) sollen strukturelle Voraussetzungen für die Stärkung 
der Kultursensibilität im Handlungsfeld Altenhilfe und Altenpflege geschaffen und Mitwir-
kende als Schlüsselpersonen und Multiplikator*innen gewonnen werden. Ebenso wird 
die Etablierung eines Beratergremiums angestrebt, um die Expertise weiterer Träger der 
Altenhilfe und der Altenpflege in die Ausgestaltung des Projekts einzubinden. 
Der Arbeitsschritt „strategische Steuerung der Strukturen und Prozesse“ (3) hat die Ent-
wicklung und Umsetzung eines Handlungskonzeptes zum Ziel. Hier sollen adäquate 
Maßnahmen entwickelt werden, die durch ein dauerhaftes Monitoring überprüft und be-
darfsorientiert optimiert werden sollen. 
11.2 Modellprojekt „Brückenbauer*innen Palliative Care“ 
Schwerstkranke Menschen verlieren oft durch die Erkrankung die Fähigkeit, in der dazu 
gelernten Zweitsprache zu kommunizieren. Fehlende Sprachkenntnisse und Kommuni-
kationsbarrieren sind häufig e Gründe für die Nicht -Inanspruchnahme von Leistungen 
aus dem Gesundheitssystem, so auch in der Hospizarbeit und Palliativversorgung. Häu-
fig fehlen niedrigschwellige Informationen über Angebote der entsprechenden Institutio-
nen. Das Projekt „Brückenbauer*innen Palliative Care“ möchte mit Hilfe von geschulten 
Sprach- und Kulturmittler*innen die Versorgungssituation für Menschen mit Zuwande-
rungsgeschichte verbessern. Ihnen soll unter anderem der Zugang zur Hospiz- und Pal-
liativversorgung erleichtert werden, indem Informations- und Kommunikationsbarrieren 
abgebaut werden. 
Hierzu werden „Brückenbauer*innen“ mit unterschiedlichen Herkunftssprachen zu The-
men der Hospizarbeit und Palliativversorgung sowie der Pflegeberatung ausführlich ge-
schult. Als Sprach- und Kulturmittler*innen unterstützen sie anschließend „brückenbau-
end“ Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie Fachkräfte der Senioren- und Pfle-
geberatung sowie Einrichtungen im Bereich Hospiz- und Palliativversorgung. 
Die Fachkräfte aus dem Gesundheitssystem und die betroffenen Personen selbst haben 
die Möglichkeit, Muttersprachler*in nen aus dem Team „Brückenbauer*innen Palliative 
Care“ bei Bedarf mit hinzuziehen. Dies ist  ein kostenfreies Angebot. Die Brücken-
bauer*innen unterliegen der Schweigepflicht. 
Durch die Zusammenarbeit mit den Brückenbauer*innen sollen auch die Fachkräfte der 
Gesundheitsversorgung in den Bereichen Sprache und Kultur sensibilisiert und ihre kul-

155 
turellen Kompetenzen gestärkt werden, um Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und 
ihre Angehörigen entsprechend beraten und versorgen zu können. Durch geeignete Zu-
gangswege werden Eingewanderte und ihre Angehörigen niedrigschwellig über pallia-
tive Angebote und Versorgungsmöglichkeiten informiert. 
Im April 2021 fand die Auftaktveranstaltung zum Modellprojekt statt. Von September 
2021 bis Februar 2022 fanden  die Schulungen der Brückenbauer*innen statt, danach 
gibt es weitere Fortbildungen. In Köln werden acht Personen zu „Brückenauer*innen“ 
ausgebildet. Das Modellprojekt wird durch das Bundesministerium für Gesundheit geför-
dert und in den Städten Berlin und Köln durch das Diakonische Werk umgesetzt.

156 
12 Verzahnung und Zusammenwirken aller Programme 
Für eine erfolgreiche offene Seniorenarbeit in den Kommunen ist es wichtig, dass die 
geförderten Programme miteinander verzahnt sind, zusammenwirken und nicht nur ne-
beneinander arbeiten. Folgende Abbildung zeigt die wesentlichen Bausteine der kom-
munalen Seniorenarbeit, bei der es um Prävention, gesellschaftliche Teilhabe sowie 
um Selbstbestimmung und Partizipation geht, und deren Umsetzung in den Kölner Se-
niorenprogrammen.  
Abbildung 81: Bausteine der kommunalen Seniorenarbeit 
 
 
Der Baustein „Beratung und Information“ beinhaltet die beratende Unterstützung der 
Senior*innen. Hier gilt es, die Zielgruppe über passgenaue Angebote und Leistungen zu 
informieren. Dieser Baustein wird insbesondere in den kommunalen Programmen „Se-
niorenberatung“ und „Präventive Hausbesuche“ umgesetzt.  
Ein weiterer Bestandteil der offenen Seniorenarbeit ist die Bereitstellung von vielfältigen 
Angeboten zur Unterstützung und Teilhabe . Dies können Angebote im Freizeit be-
reich sein, die die gesellschaftliche und soziale Teilhabe fördern. Solche Aktivitäten wer-
den im Rahmen des Programms „SeniorenNetzwerk“ angeboten. Darüber hinaus kön-
nen hierunter aber auch Angebote gefasst werden, die Unterstützung im häuslichen Um-
feld bieten und somit einen Umzug in eine stationäre Einrichtung herauszögern können. 
Dies ist bei den Programmen „Haushaltsnahe Dienstleistungen“, „Koordinierungsstelle 
für Alleinlebende mit Demenz“ sowie „Häuslicher Unterstützungsdienst“ der Fall. 
Weitere Bausteine der kommunalen Seniorenarbeit sind freiwilliges Engagement und 
Partizipation. Möglichkeiten zur Mitwirkung und zum Engagement werden von den Se-

157 
nior*innen genutzt, um selbstbestimmt ihr Lebensumfeld mitgestalten zu könne n. Dies 
ist insbesondere beim Programm „SeniorenNetzwerk“ möglich, das durch ehrenamtliche 
Netzwerker*innen aufgebaut und organisiert wird. 
Die Evaluation hat gezeigt, dass die Netzwerkarbeit für die erfolgreiche Umsetzung der 
kommunalen Seniorenprogramme von großer Bedeutung ist. Nur durch Vernetzung kön-
nen die Programme der Seniorenarbeit zielführend umgesetzt werden. Schnittstellen 
müssen bekannt sein. Dementsprechend spielt dieser Baustein auch in allen Program-
men eine wesentliche Rolle.  Es wird Zeit investiert, um bestehende Netzwerke auszu-
bauen und zu festigen und um neue Kooperationsbeziehungen aufzubauen. 
Bei vielen Trägern ist auch eine räumliche Vernetzung der einzelnen Programme gege-
ben. So befinden sich die Büros der Mitarbeitenden verschiedener Programme in einem 
Haus. Im DRK-Servicezentrum in Neuehrenfeld sind beispielsweise die Seniorenkoordi-
nation für den Stadtbezirk Ehrenfeld, die DRK Seniorenberatung Ehrenfeld und die Bü-
roräume des häuslichen Unterstützungsdienstes für Menschen mit Demenz angesiedelt. 
Durch die räumliche Nähe können die Zusammenarbeit und der thematische Austausch 
untereinander vereinfacht werden. 
Weitere zentrale Bausteine der Seniorenarbeit sind die Planung und Koordination der 
Angebots- und Versorgungsstruktur: Bedarfe müssen ermittelt und thematisiert, Versor-
gungslücken identifiziert werden, bestehende und neu zu initiierende Angebote müssen 
koordiniert werden. Mit der Förderung des Programms „Seniorenkoordination“ wird dies 
berücksichtigt. 
Die Öffentlichkeitsarbeit spielt eine große Rolle: Durch sie werden die Zielgruppen der 
Seniorenarbeit angesprochen und die relevanten Akteur*innen erreicht. Außerdem kann 
durch die Öffentlichkeitsarbeit ein positives Bild des Alterns in der Gesellschaft gefördert 
werden. Diese Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit  ist den Vertreter*innen aller Pro-
gramme bewusst, ihren Ressourcen entsprechend sind sie hier aktiv. 
Es wird deutlich, dass die dargestellten Bausteine der kommunalen Seniorenarbeit durch 
die geförderten Programme der Stadt Köln umgesetzt werden. Darüber hinaus wurde 
deutlich, dass die Seniorenprogramme untereinander gut verzahnt sind. In den einzel-
nen Programmen wird im Rahmen der Beratungsarbeit auf weitere Unterstützungsange-
bote und auf die Angebote der anderen Seniorenprogramme hingewiesen.  In den Dis-
kussionsrunden wurde erläutert, dass die Stadt Köln insgesamt mit ihren Seniorenpro-
grammen gut aufgestellt ist. Es gibt eine große Vielfal t an Angeboten, die Unterstüt-
zungsstrukturen sind miteinander gut vernetzt.  
Die Fachberatung der Programme leistet einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen 
Vernetzung und Verzahnung. Die Fachberater*innen haben nicht nur die Fachaufsicht 
über die Mitarbeitenden der Programme, sondern übernehmen auch die übergeordnete 
Steuerung aller Programme.

158 
Die Fachberater*innen arbeiten trägerübergreifend zusammen, nehmen an verschiede-
nen Gremien teil und entwickeln die Programme in enger Zusammenarbeit mit dem Amt 
für Soziales, Arbeit und Senioren konzeptionell stetig weiter. Die Fachberatungen sehen 
sich als Bindeglied zwischen Kostenträger und den Mitarbeitenden in den Programmen 
und sorgen für den entsprechenden Informationsfluss. 
Dadurch, dass die Fachberater*innen für mehrere Seniorenprogramme in verschiede-
nen Stadtbezirken zuständig sind, besitzen sie einen guten gesamtstädtischen Überblick 
über die unterschiedlichen Angebotsstrukturen sowie die Programmumsetzung. So kön-
nen Versorgungslücken oder Probleme bei der Umsetzung schnell erkannt und in der 
gemeinsamen Arbeitsgruppe bearbeitet werden. Dadurch ist ein effizientes Zusammen-
wirken der Träger und der verschiedenen Programme gewährleistet. Aus Sicht der Ver-
treter*innen der Träger kann so eine hohe Arbeitsqualität gesichert und eine fortlaufende 
konzeptionelle Weiterentwicklung der Programme vorgenommen werden. 
Die Arbeit der Fachberatung ist ein wesentlicher Baustein in der erfolgreichen Umset-
zung der einzelnen Programme. Die Vertreter*innen der Träger haben dargestellt, dass 
die Arbeit der Fachberatung in den letzten Jahren zugenommen hat, die Aufgaben und 
Themen sind komplexer geworden und die Zahl der zu begleitenden Mitarbeitenden ist 
erheblich angestiegen. Zu Beginn wurden zwei Programme betreut, inzwischen sind wei-
tere Programme hinzugekommen, so dass die Fachberater*innen teilweise bis zu fünf 
Programme begleiten. Die 0,5 Stelle der Fachberatung, mit der im Jahr 2002 gestartet 
wurde, wurde jedoch nicht angepasst. Aufgrund dessen wünschen sich die Vertreter*in-
nen der Träger hier, dass die aktuelle Förderung überdacht wird und die personellen 
Kapazitäten bzw. finanziellen Mittel aufgestockt werden. Dies sei gerade in Bezug auf 
die bevorstehenden Herausforderungen, wie z.B. die demografische Entwicklung, wich-
tig.

159 
13 Handlungsempfehlungen aus wissenschaftlicher Sicht 
Zukünftig wird die Zahl der älteren Menschen zuneh men, und die Menschen werden 
immer älter werden. So wurde im Rahmen des Kölner Lebenslagenbericht für die Alters-
gruppe der Personen ab 65 Jahren eine starke Zunahme von 27% errechnet.32 
Darüber hinaus wird es mehr Ein -Personen-Haushalte und mehr alleinsteh ende Se-
nior*innen geben. Dabei ist das selbstständige Leben in der eigenen Wohnung ein wich-
tiger Bestandteil der Lebenslage von Senior*innen. Viele Senior*innen wünschen sich, 
möglichst lange im eigenen Wohnumfeld bleiben zu können. Um dies zu ermöglichen, 
können Hilfe- und Unterstützungsangebote notwendig werden, die von niedrigschwelli-
gen Hilfen im Haushalt über Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz bis hin 
zu Angeboten der Pflege reichen können. 
Die hier evaluierten Seniorenprogramme der Stadt K öln sind fester Bestandteil dieser 
Unterstützungsstrukturen. Sie bieten vorgelagerte und präventive Unterstützung, die als 
Vorstufe zur Pflege oder als deren Ergänzung in Anspruch genommen werden kann. So 
vielfältig und unterschiedlich diese Programme auch sind, alle haben gemeinsam, dass 
sie den Lebensalltag der Senior*innen verbessern, die soziale Teilhabe stärken, ihre 
Selbstständigkeit erhalten und ihre Lebensqualität erhöhen sollen. Eine bessere Lebens-
qualität kann sich positiv auf die Lebenszufriedenheit und die Gesundheit der Senior*in-
nen auswirken – Faktoren, die zu einem Verbleib in dem eigenen Wohnumfeld beitragen 
und einen Umzug in eine stationäre Einrichtung hinauszögern können. 
Die Umsetzung der kommunalen Seniorenprogramme verläuft sehr erfolgreich. Die Eva-
luation konnte zeigen, dass die Programme sehr wirkungsvoll umgesetzt werden. Die 
Einschätzungen der Nutzer*innen der Programme sind sehr positiv, ihre Zufriedenheit  
mit der Unterstützung ist sehr hoch. Die Ergebnisse der Evaluation geben Hinweise auf 
Möglichkeiten der Weiterentwicklung der Programme , die auch schon von den Vertre-
ter*innen der Träger sowie den Programmmitarbeitenden erkannt wurden. Aus wissen-
schaftlicher Sicht ergeben sich Handlungsempfehlungen zur Weiterentwicklung, die das 
ISG Institut für Sozialforschung im Folgenden darstellt: 
(1) Das Seniorenprogramm „Haushaltsnahe Dienstleistungen“ ist das einzige  der 
untersuchten Programme, das in der aktuellen Form nicht wirkungsvoll umgesetzt wer-
den kann. Hier bedarf es mehrerer Veränderungen. Die beteiligten Akteur*innen haben 
bereits ein entsprechendes Konzept erarbeitet, so dass Senior*innen mit geringem Ein-
kommen schnell und niedrigschwellig gegen ein geringes Entgelt haushaltsnahe Dienst-
leistungen erhalten. Insbesondere bei Alleinstehenden, bei denen Verwahrlosung droht, 
soll diese Unterstützung möglich sein. Aufgrund der Zunahme der Ein -Personen-Haus-
halte und der Problemlage der sozialen Isolation sowie der Verwahrlosung, ist dieser 
 
32  1. Kölner Lebenslagenbericht (2021), S. 32.

160 
Ansatz sicherlich richtig. Die Details zur Umsetzung können im Rahmen dieser Evalua-
tion nicht beurteilt werden. 
 
(2) Viele Vertreter*innen der Seniorenprogramme möchten die Öffentlichkeitsarbeit 
weiter ausbauen, um ihre Zielgruppen in einem (noch) stärkeren Maße zu erreichen und 
weitere Nutzer*innen zu gewinnen. Im Rahmen der Nutzer *innenbefragung gehört die 
Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Presseartikel in der Zeitung, Flyer, Internetauftritt) zu den häu-
fig genannten Zugangswegen. Über diesen Weg scheint man die Senior*innen  gut zu 
erreichen. So ist es auch aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll, hier weiterhin Kapazitä-
ten zu investieren. 
Dabei ist zum einen eine themenspezifische Öffentlichkeitsarbeit, z.B. zum Thema De-
menz, und zum anderen eine zielgruppenspezifische Öffentlichkeitsarbeit, z.B. für Se-
nior*innen mit Migrationshintergrund, in den Blick zu nehmen. Hier geht es nicht nur da-
rum, deutschsprachige Beiträge oder Pressemitteilungen in eine andere Sprache zu 
übersetzen, sondern auch darum, kultursensible Öffentlichkeitsarbeit zu den Program-
men und seniorenspezifische Themen zu stärken. 
 
(3) Das Thema Digitalisierung ist mit der Covid-19-Pandemie zu einem sehr präsenten 
Thema geworden und betrifft zum einen die Zusammenarbeit mit den S enior*innen als 
auch die Zusammenarbeit mit Netzwerkpartner*innen. Das Thema Digitalisierung ist als 
eine der zukünftigen Herausforderungen anzusehen. Hier gilt es für alle Zielgruppen , 
das passende Format zu finden: Ein Teil der Netzwerkpartner*innen, aber auch der Nut-
zer*innen wünscht sich vermehrt digitale Angebote, andere begrüßen die analoge Form. 
Die Zusammenarbeit mit Senior*innen zeigt, dass die zunehmende Digitalisierung für 
einen großen Teil eine Hürde darstellt. Als Beispiel sind hier Sprachansagen oder On-
line-Formulare von städtischen Behörden zu nennen. Diese Problematik nimmt bei Ver-
schlechterung des Gesundheitszustandes zu (z.B. bei Demenz). Aufgrund dessen wird 
empfohlen, die Nutzung von digitalen Zugängen und neuen Medien in die Angebote für 
gesunde und jüngere Senior*innen verstärkt aufzunehmen, damit diese den Umgang 
erlernen und auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen können.  Hier ist anzumerken, 
dass dies bereits bei vielen Angeboten (z.B. bei den SeniorenNetzwerken) erfolgt. 
 
(4) Die Vertreter*innen der Träger der Seniorenprogramme sollten gemeinsam mit dem 
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren der Stadt Köln überprüfen – sofern nicht schon 
geschehen –, welche einheitlichen Daten im Rahmen der Programme erfasst werden 
sollten. Die Evaluation hat ergeben, dass im Wesentlichen die relevanten Indikatoren 
erfasst werden, hier besteht nur an manchen Stellen noch Ergänzungsbedarf. Wichtig 
wäre aber, die Daten nach einheitlichen Kriterien, Definitionen und Spezifizierungen zu

161 
erheben. Eine Vereinheitlichung würde zukünftig eine Evaluierung der Programme (z.B. 
Auswertungen zur Nutzerstatistik) vereinfachen.  
 
(5) Es wurde deutlich, dass Senior*innen mit Migrationshintergrund mit den jetzigen 
Konzepten der Seniorenprogramme nicht ausreichend erreicht werden. Dieses Problem 
ist bekannt und wird bereits von den Vertreter*innen der Träger gemeinsam mit der Stadt 
Köln als zukünftige Herausforderung in den Blick genommen. Es wurden bereits Projekte 
zur besseren Erreichbarkeit dieser Zielgruppe entwickelt und umgesetzt  (z.B. Projekt 
„Veedel für alle“ und Gemeinschaftsprojekt „Demenz und Migration“). Auch die in Kapitel 
11 beschriebenen Modellprojekte richten sich an diese Zielgruppe. Es wird empfoh len, 
zu analysieren, wie erfolgreich die Umsetzung dieser Projekte ist und inwiefern sie die 
Teilhabe der Senior*innen mit Migrationshintergrund ermöglichen. Bei Bedarf sind die 
Konzepte weiterzuentwickeln. Ergebnisse können auch auf andere Programme übertra-
gen werden. 
Weiterhin sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Programme in ihrer Umsetzung 
alle Senior*innen erreichen, die erreicht werden sollen, oder ob es für bestimmte Grup-
pen Zugangsbarrieren gibt. Sollten bestimmte Personenkreise nicht gut erreicht werden, 
können Konzepte angepasst oder zusätzliche Angebote entwickelt werden. 
 
(6) Die Netzwerkarbeit zwischen den Vertreter*innen der Seniorenprogramme unterei-
nander und auch mit anderen Akteur*innen im Stadtbezirk verläuft sehr gut. Teilweise 
kommt es bei der Zusammenarbeit mit städtischen Ämtern und Einrichtungen zu Prob-
lemen (insbesondere lange Bearbeitungszeit, schlechte Erreichbarkeit). Es wird emp-
fohlen, gemeinsam mit Vertreter*innen der Stadt Kö ln zu prüfen, welche Verbesserun-
gen hier helfen würden und inwiefern eine Umsetzung möglich wäre. 
Einige Akteur*innen merkten an, dass Kooperationen mit einigen Dienstleistern, wie z.B. 
ambulanten Pflegediensten oder ärztlichen Praxen, ausgebaut werden müssten. Aller-
dings wird hier zu bedenken gegeben, dass bei vielen Akteur*innen – insbesondere den 
selbstständig Tätigen – die zeitlichen Ressourcen fehlen. Es wird empfohlen, zu prüfen, 
welche notwendigen Akteur*innen in den Netzwerken fehlen und wie diese z ur Teil-
nahme motiviert werden können. Reicht ggf. schon eine zeitliche Verlegung der Treffen 
in die frühen Abendstunden aus? Sollten Konzepte der Netzwerktreffen verändert wer-
den, um die Teilhabe interessanter oder weniger zeitaufwändig zu machen (z.B. digitales 
Format)? 
Zu prüfen ist auch, ob weitere Akteur*innen, die Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit 
Randgruppen haben, für die Zusammenarbeit gewonnen werden können. Dies können 
spezifische Beratungsstellen, Vereine oder andere Gruppen sein, die die entsprechende 
Expertise für diese Zielgruppen aufweisen, so dass deren Bedürfnisse in die Senioren-
arbeit eingebracht werden können.

162 
Bezüglich der Runden Tische wurde von einigen befragten Akteur*innen angemerkt, 
dass nicht alle besprochenen Themen ihre Arbeit betreffen. In einigen Stadtbezirken fin-
den bereits Treffen von kleineren Arbeitsgruppen statt, um bestimmte Themen intensiver 
zu bearbeiten. Diese Arbeitstreffen in kleineren Rahmen (ggf. auch digital) könnten für 
alle Stadtbezirke eine weitere Möglichkeit der intensiveren Zusammenarbeit sein. 
Im Rahmen der Evaluation wurde deutlich, dass Netzwerkarbeit sehr zeitintensiv ist. Er-
folgreiche Netzwerkarbeit zeichnet sich durch Kontinuität aus, ein einmaliges Treffen 
reicht nicht aus. Bei zeitlich begrenzten Re ssourcen muss die Zeit für Netzwerkarbeit 
gekürzt werden, um noch ausreichende Kapazitäten für eine qualitativ hochwertige in-
haltliche Arbeit zu haben. Die Evaluation hat aber auch gezeigt, wie wichtig die Koope-
rationen für eine erfolgreiche Umsetzung der Programme ist. Aufgrund dessen sollte 
seitens der Stadt Köln die Förderung im Hinblick auf die Netzwerkarbeit überprüft wer-
den. Wünschenswert wäre eine zusätzliche Förderpauschale für Netzwerkarbeit, wie es 
sie z.B. für Sachkosten oder Verwaltungsarbeit gibt. 
 
(7) Auch sollte die Stadt Köln die personelle Ausstattung der Seniorenprogramme 
überprüfen. Viele Vertreter*innen der Träger und Projektmitarbeitende sind der Ansicht, 
dass mehr Senior*innen erreicht und unterstützt werden könnten, wenn die personellen 
Ressourcen erhöht werden würden. So kann beispielsweise mit einem begrenzten Stel-
lenumfang auch nur eine begrenzte Zahl an Senior*innen beraten oder begleitet werden. 
In einigen Programmen könnte eine zusätzliche Fachkraft auch die Qualität der Arbeit 
aufgrund des möglichen kollegialen Austauschs in Form von Fallbesprechungen erhö-
hen (z.B. Koordinierungsstelle für Alleinlebende mit Demenz). Weiterhin könnten mehr 
Ressourcen für weitere Aufgaben, wie z.B. Netzwerkarbeit oder Öffentlichkeitsarbeit, ge-
nutzt werden. 
Bei der Überprüfung der personellen Ausstattung sind nicht nur die einzelnen Senioren-
programme, sondern auch die programmübergreifende Fachberatung in den Blick zu 
nehmen. Diese leistet einen wesentlichen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung der Pro-
gramme. 
 
(8) Im Rahmen dieser Überprüfung muss berücksichtigt werden, dass in allen Program-
men eine Förderung der tatsächlichen Personalkosten angestrebt werden sollte. Wird 
nur eine Pauschale für die Personalkosten übernommen, führt das dazu, dass die Träger 
der Seniorenprogramme bei der Anstellung von langjährigen und damit erfahrenen Mit-
arbeitenden, einen Anteil selbst finanzieren müssen. Ggf. führt die pauschale Förderung 
dazu, dass die Stellen weniger attraktiv sind, Fachkräfte ohne Erfahrung eingesetzt wer-
den und es zu einer hohen personellen Fluktuation kommt.

163 
(9) Während des Evaluationszeitrau ms wurde die Arbeit der Seniorenprogramme teil-
weise einschneidend durch die Covid-19-Pandemie beeinflusst. Insbesondere persön-
liche Beratungsformate, Gruppenaktivitäten und Hausbesuche wurden in Phasen mit 
Kontakteinschränkungen reduziert oder sogar vorübergehend ganz ausgesetzt. Es gibt 
Berichte darüber, dass ältere Menschen infolgedessen Rückschritte in ihrer Entwicklung 
bis hin zu Vereinsamungstendenzen erlebten. Im Hinblick auf mögliche zukünftige Pan-
demien sind vorausschauend Alternativen zu entwickeln  (z.B. in Form digitaler Bera-
tungsformate) und Handlungsstrategien vorzubereiten, um ggf. ohne Zeitverzug eine 
wirksame Seniorenarbeit so gut fortsetzen zu können, wie es unter einschränkenden 
Rahmenbedingungen möglich ist.

164 
14 Anhang 
14.1 Literaturverzeichnis 
Aner, K.; Karl, U. (Hrsg., 2020): Handbuch Soziale Arbeit und Alter, 2. Aufl. Springer, 
Wiesbaden 
Engels, D.; Fakdani, F.; Matta, V.; Albouyeh, A. (202 1): 1. Kölner Lebenslagenbericht 
2020. Sozialbericht im Auftrag der Stadt Köln. 
Engels, D.; Breuer, P. (2021): Zweiter Bericht zur Kommunalen Pflegeplanung der Stadt 
Köln. 
Robert Koch-Institut (2003): Arbeitslosigkeit und Gesundheit, Gesundheitsberichterstat-
tung des Bundes Heft 13, Berlin. 
Wendt, W.R. (2010): Case Management im Sozial - und Gesundheitswesen. Freib urg 
i.Br., 5. Auflage 2010.

165 
14.2 Abbildungsverzeichnis 
Abbildung 1: Netzwerker*innen: Wie haben Sie von dem Programm der 
SeniorenNetzwerke erfahren? (Mehrfachantworten möglich) ............... 11 
Abbildung 2: Nutzer*innen: Wie haben Sie von dem Programm der 
SeniorenNetzwerke erfahren? (Mehrfachantworten möglich) ............... 12 
Abbildung 3: Netzwerker*innen: Aus welchen Gründen engagieren Sie sich in den 
SeniorenNetzwerken? (Mehrfachantworten möglich) ........................... 13 
Abbildung 4: Netzwerker*innen: In welchen Bereichen engagieren Sie sich? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ...............................  14 
Abbildung 5: Netzwerker*innen: Wie häufig engagieren Sie sich im Rahmen des 
SeniorenNetzwerks? ................................ ................................ ............ 15 
Abbildung 6: Netzwerker*innen: Seit wann engagieren Sie sich im Rahmen des 
SeniorenNetzwerks? ................................ ................................ ............ 16 
Abbildung 7: Nutzer*innen: Welche Angebote nutzen Sie? ................................ ....... 17 
Abbildung 8: Nutzer*innen: Wie häufig nutzen Sie die Angebote des 
SeniorenNetzwerks? ................................ ................................ ............ 18 
Abbildung 9: Nutzer*innen: Seit wann nutzen Sie die Angebote des 
SeniorenNetzwerks? ................................ ................................ ............ 19 
Abbildung 10: Netzwerker*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation der 
Angebote? ................................ ................................ ........................... 20 
Abbildung 11: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Organisation der 
Angebote? ................................ ................................ ........................... 21 
Abbildung 12: Netzwerker*innen: Wie einfach erhalten Sie Unterstützung bei konkreten 
Fragestellungen in der Arbeit im SenioreNetzwerk? ............................. 22 
Abbildung 13: Netzwerker*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Arbeit der 
Koordination bzw. der Servicestellen?................................ .................. 23 
Abbildung 14: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie mit der Erreichbarkeit der 
Angebote? ................................ ................................ ........................... 24 
Abbildung 15: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk weitere Beratungs- und 
Unterstützungsangebote kennengelernt? ................................ ............. 27 
Abbildung 16: Netzwerker*innen: Welche weiteren Beratungs- und 
Unterstützungsangebote haben Sie kennengelernt? (Mehrfachantworten 
möglich) ................................ ................................ ...............................  28 
Abbildung 17: Nutzer*innen: Welche weiteren Beratungs- und Unterstützungsangebote 
haben Sie kennengelernt? (Mehrfachantworten möglich) ..................... 28 
Abbildung 18: Haben Sie diese Angebote auch schon genutzt? ................................ . 29 
Abbildung 19: Netzwerker*innen: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk neue 
Kontakte geknüpft? ................................ ................................ .............. 31 
Abbildung 20: Nutzer*innen: Haben Sie durch das SeniorenNetzwerk neue Kontakte 
geknüpft? ................................ ................................ ............................. 32 
Abbildung 21: Netzwerker*innen: Können Sie Ihre eigenen Ideen und Vorstellungen in 
die Arbeit des SeniorenNetzwerks einbringen? ................................ .... 33

166 
Abbildung 22: Netzwerker*innen: Können Sie Ihre eigenen Stärken und Fähigkeiten in 
die Arbeit des SeniorenNetzwerks einbringen? ................................ .... 34 
Abbildung 23: Nutzer*innen: Wie zufrieden sind Sie damit, wie Sie Ihre eigenen 
Wünsche in die Angebote einbringen können? ................................ .... 35 
Abbildung 24: Wie zufrieden sind Sie mit der Vielfalt der Angebote? .......................... 36 
Abbildung 25: Netzwerker*innen: Haben Sie das Gefühl, die Seniorenarbeit im Stadtteil 
aktiv mitgestalten zu können? ................................ ..............................  37 
Abbildung 26: Netzwerker*innen: Würden Sie anderen Menschen empfehlen, sich 
auch im SeniorenNetzwerk zu engagieren? ................................ ......... 38 
Abbildung 27: Nutzer*innen: Würden Sie die Angebote der SeniorenNetzwerke 
weiterempfehlen? ................................ ................................ ................. 39 
Abbildung 28: Einsätze und geleistete Stunden ................................ .......................... 43 
Abbildung 29: Wie haben Sie von dem Angebot der Hausbesuche für ältere Menschen 
erfahren? (Mehrfachantworten möglich) ................................ ............... 49 
Abbildung 30: Anzahl der Beratungen im Zeitverlauf ................................ .................. 50 
Abbildung 31: Art der Beratung im Jahr 2019 ................................ ............................. 51 
Abbildung 32: Altersstruktur der Erstkontakte ................................ ............................. 52 
Abbildung 33: Pflegebedürftigkeit nach SGB XI und Pflegegrad der beratenen 
Senior*innen im Jahr 2021 ................................ ................................ ... 53 
Abbildung 34: Warum haben Sie das Angebot eines Hausbesuchs genutzt? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ...............................  54 
Abbildung 35: Wie einfach war es, einen Termin für den präventiven Hausbesuch zu 
bekommen? ................................ ................................ ......................... 55 
Abbildung 36: Worüber wurde bei dem Besuch gesprochen? (Mehrfachantworten 
möglich) ................................ ................................ ...............................  57 
Abbildung 37: Haben Ihnen Themen gefehlt? Hätten Sie noch gerne über andere 
Dinge gesprochen? ................................ ................................ .............. 58 
Abbildung 38: Über welche weiteren Angebote (z.B. zur Beratung, Unterstützung oder 
Freizeitgestaltung) wurde gesprochen? (Mehrfachantworten möglich) . 59 
Abbildung 39: Haben Sie durch den Hausbesuch neue Unterstützungsangebote 
kennengelernt? ................................ ................................ .................... 60 
Abbildung 40: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, später auch 
genutzt? ................................ ................................ ...............................  61 
Abbildung 41: Wie zufrieden waren Sie mit dem Gespräch? ................................ ....... 62 
Abbildung 42: Würden Sie das Angebot der Hausbesuche weiterempfehlen? ............ 63 
Abbildung 43: Anzahl der Kunden nach Stadtbezirk 2019 ................................ .......... 67 
Abbildung 44: Ort der Beratung im Zeitvergleich ................................ ......................... 68 
Abbildung 45: Wie haben Sie von dem Angebot der Seniorenberatung erfahren? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ...............................  69 
Abbildung 46: Wie einfach war es, einen Termin für die Seniorenberatung zu 
bekommen? ................................ ................................ ......................... 70

167 
Abbildung 47: Häufigkeit der Kontakte im Zeitvergleich ................................ .............. 71 
Abbildung 48: Wie oft haben Sie schon Unterstützung in der Seniorenberatung 
gesucht? ................................ ................................ ..............................  72 
Abbildung 49: Warum haben Sie das Angebot einer Seniorenberatung genutzt? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ...............................  73 
Abbildung 50: Worüber wurde in der Beratung gesprochen? (Mehrfachantworten 
möglich) ................................ ................................ ...............................  78 
Abbildung 51: Haben Ihnen Themen gefehlt? Hätten Sie noch gerne über andere 
Dinge gesprochen? ................................ ................................ .............. 79 
Abbildung 52: Über welche weiteren Angebote (z.B. zur Beratung, Unterstützung oder 
Freizeitgestaltung) wurde gesprochen? (Mehrfachantworten möglich) . 81 
Abbildung 53: Haben Sie durch die Seniorenberatung neue Unterstützungsangebote 
kennengelernt? ................................ ................................ .................... 82 
Abbildung 54: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, später auch 
genutzt? ................................ ................................ ...............................  83 
Abbildung 55: Wie zufrieden waren Sie mit der Seniorenberatung? ............................ 84 
Abbildung 56: Würden Sie die Seniorenberatung weiterempfehlen? ........................... 85 
Abbildung 57: Wie haben Sie von dem Angebot der häuslichen Unterstützungsdienste 
erfahren? (Mehrfachantworten möglich) ................................ ............... 95 
Abbildung 58: Wenn die freiwillige Helferin oder der freiwillige Helfer zu Ihrem 
Angehörigen zu Besuch kommt: Was machen die beiden? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ...............................  96 
Abbildung 59: Und Sie selbst? Was machen Sie in dieser Zeit? (Mehrfachantworten 
möglich) ................................ ................................ ...............................  97 
Abbildung 60: Wie zufrieden sind Sie mit der Beratung und Organisation durch die 
Koordinatorin bzw. den Koordinator? ................................ ................... 98 
Abbildung 61: Wie gefällt Ihnen die Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der freiwillige 
Helfer Ihrem an Demenz erkrankten Familienmitglied begegnet? ...... 101 
Abbildung 62: Wie würden Sie das Verhältnis zwischen Ihrer Familie und der 
freiwilligen Helferin bzw. dem freiwilligen Helfer beschreiben? ........... 102 
Abbildung 63: Inwiefern treffen folgende Aussagen auf Sie und Ihr an Demenz 
erkranktes Familienmitglied zu? ................................ ......................... 104 
Abbildung 64: Haben Sie durch die Beratung im Rahmen der häuslichen Unterstützung 
neue Unterstützungsangebote kennengelernt? ................................ .. 106 
Abbildung 65: Welche Unterstützungsangebote haben Sie kennengelernt? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ............................. 107 
Abbildung 66: Haben Sie die Angebote, über die gesprochen wurde, auch genutzt? 108 
Abbildung 67: Würden Sie das Angebot des häuslichen Unterstützungsdienstes 
weiterempfehlen? ................................ ................................ ............... 109 
Abbildung 68: Gibt es etwas, was Sie an dem häuslichen Unterstützungsdienst gerne 
verbessern würden? ................................ ................................ ........... 111

168 
Abbildung 69: Wie haben Sie von dem Angebot der häuslichen Unterstützungsdienste 
erfahren? (Mehrfachantworten möglich – Angabe von absoluten  
Zahlen) ................................ ................................ ...............................  117 
Abbildung 70: Wenn die freiwillige Helferin oder der freiwillige Helfer zu Ihnen zu 
Besuch kommt: Was machen Sie beide? (Mehrfachantworten möglich – 
Angabe von absoluten Zahlen) ................................ .......................... 121 
Abbildung 71: Wie gefällt Ihnen die Art, wie die freiwillige Helferin bzw. der freiwillige 
Helfer Ihnen begegnet? ................................ ................................ ...... 123 
Abbildung 72: Wie zufrieden sind Sie mit der Beratung und Organisation durch die 
Koordinatorin bzw. den Koordinator? ................................ ................. 124 
Abbildung 73: Würden Sie das Angebot des häuslichen Unterstützungsdienstes 
weiterempfehlen? ................................ ................................ ............... 126 
Abbildung 74: Mit welchem Ziel arbeiten Sie mit der Seniorenkoordination zusammen? 
(Mehrfachantworten möglich) ................................ ............................. 142 
Abbildung 75: In welchemThemenbereich arbeiten Sie mit der Seniorenkoordination 
zusammen? (Mehrfachantworten möglich) ................................ ......... 143 
Abbildung 76: Konnten Sie durch die Arbeit der Seniorenkoordination neue Kontakte 
zu anderen Akteuren knüpfen bzw. konnten Sie bestehende Kontakte 
intensivieren? ................................ ................................ ..................... 145 
Abbildung 77: Wie hilfreich sind die fachlichen Inputs der Runden Tische für Ihre 
Arbeit? ................................ ................................ ...............................  146 
Abbildung 78: Wie hilfreich sind die zusammengefassten Informationen für Ihre Arbeit, 
die im Rahmen des Newsletters durch die Seniorenkoordination 
versendet werden?................................ ................................ ............. 147 
Abbildung 79: Wie zufrieden sind Sie mit der Zusammenarbeit mit der 
Seniorenkoordination? ................................ ................................ ....... 148 
Abbildung 80: Wie zufrieden sind Sie mit der Vernetzung im Rahmen der 
Seniorenarbeit in Ihrem Stadtbezirk? ................................ ................. 149 
Abbildung 81: Bausteine der kommunalen Seniorenarbeit ................................ ........ 156

Beratungsverlauf (6)

14.06.2022 Stadtarbeitsgemeinschaft Lesben, Schwule und Transgender
TOP 7.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.06.2022 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 3.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
16.08.2022 Integrationsrat
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
22.09.2022 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.09.2022 Gesundheitsausschuss
TOP 6.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
28.10.2022 Stadtarbeitsgemeinschaft Seniorenpolitik
TOP 6.2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1468/2022
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
09.05.2022
Erstellt
02.05.2022 13:57