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4016/2019

Köln mit höchstem Produktivitätszuwachs aller deutschen Städte

Mitteilung Ausschuss 20.11.2019

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 21.11.2019, TOP 7.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

9918 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/VI/2 
 
Vorlagen-Nummer  20.11.2019 
 4016/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Wirtschaftsausschuss 21.11.2019 
 
Köln mit höchstem Produktivitätszuwachs aller deutschen Städte 
HWWI-Städtevergleich: Rheinmetropole auf Platz 5 
 
Beim aktuellen HWWI-Berenberg-Ranking der 30 größten deutschen Städte kommt Köln in der Ge-
samtwertung auf Platz 5 und bleibt damit als einzige NRW-Stadt stabil in der Spitzengruppe. Platz 1 
belegt erstmals Berlin, es folgen Leipzig, München und Frankfurt. Die hinter Köln bestplatzierte NRW-
Stadt ist Düsseldorf auf Platz 10. Weitere NRW-Städte in der oberen Hälfte des Ranking sind Wup-
pertal auf Platz 14 und Bonn auf Platz 15. Alle anderen neun NRW-Großstädte, darunter alle Ruhrge-
bietskommunen, liegen bei der diesjährigen Untersuchung zur Wettbewerbsfähigkeit in der zweiten 
Hälfte der Rangfolge. Schlusslicht ist Gelsenkirchen. 
 
Alle zwei Jahre nimmt das Hamburgische Weltwirtschafts-Institut (HWWI) im Auftrag der Berenberg 
Privatbank die deutschen Großstädte mit Blick auf wirtschaftliche und demografische Dynamik und 
verschiedene Standortfaktoren unter die Lupe. In Bezug auf die grundsätzlichen Perspektiven der vier 
größten deutschen Städte kommt die Studie zu folgendem Schluss: „Die Zukunftsaussichten für Köln 
(Rang 5) und Hamburg (Rang 6) sind wie für die beiden anderen Millionenmetropolen Berlin und 
München hervorragend, da sie in allen Bereichen ausgeglichene Bedingungen für Unternehmen und 
Menschen anbieten“. 
 
Das Gesamtergebnis ergibt sich aus den Platzierungen in den drei Bereichen „Trendindex“, „Demo-
grafieindex“ und „Standortindex“. Am besten schneidet Köln im Trendindex ab, hier kommt die 
Rheinmetropole auf Platz 3. Davor liegen Leipzig und Berlin. Im Demografieindex kommt die 
Domstadt dagegen nur auf Rang 11. Alle anderen Metropolen bis auf Stuttgart liegen hier vor Köln. 
Im Standortindex platziert sich Köln auf Rang 6. Spitzenreiter ist hier Frankfurt vor München, Berlin, 
Bonn und Stuttgart. 
 
Die sehr gute Bewertung der Domstadt im „Trendindex“ (Rang 3) beruht auf der exzellenten Entwick-
lung von Kölns Wirtschaft und Arbeitsmarkt in den letzten Jahren. Äußerst positiv war zum einen die 
Entwicklung der Erwerbstätigkeit. Nach einem bereits im Zeitraum 2010 bis 2013 herausragenden 
Zuwachs nahm die Zahl der Kölner Erwerbstätigen auch von 2013 bis 2016 stark überdurchschnittlich 
zu. Im Ranking kommt die Domstadt hier mit einer Zunahme um 4,5% zusammen mit Frankfurt auf 
Platz 4. Nur Berlin, München und Kiel verzeichneten höhere Zuwächse. Noch erfreulicher als die 
ausgezeichnete Performance bei der Erwerbstätigkeit ist die Entwicklung der Produktivität der Kölner 
Wirtschaft. So stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Erwerbstätigem im Zeitraum 2013 bis 2016 
um 13%. Unter allen Vergleichsstädten erzielte nur Dresden (+15%) einen noch höheren Zuwachs. 
Und noch besser: Bei der Gesamtentwicklung des BIP liegt Köln mit +18,6% sogar bundesweit auf 
Platz 1.  
 
Der Demografieindex (Köln auf Rang 11) setzt sich aus den vier Indikatoren „Entwicklung der Ge-
samtbevölkerung 2017 bis 2030 (in %)“, „Entwicklung der unter 20-jährigen Bevölkerung 2017 bis 
2030 (in %)“, „durchschnittliche Fertilitätsrate der Jahre 2015, 2016 und 2017“ und „Entwicklung der

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Erwerbspersonen 2017 bis 2030 (in %)“ zusammen. Die Bevölkerungsprognosen wurden vom CIMA 
Institut für Regionalwirtschaft in Zusammenarbeit mit dem Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwick-
lung erstellt. Bei der „Entwicklung der Gesamtbevölkerung 2017 bis 2030 (in %)“ erwarten die For-
scher für Köln einen Zuwachs um 8%. Damit liegt die Domstadt (gemeinsam mit Stuttgart und Dres-
den) auf Platz 8. Vorne liegt hier Leipzig, auch für München, Frankfurt, Berlin und Hamburg werden 
höhere Zuwächse erwartet. Ganz hinten liegen hier die Ruhrgebietsstädte Gelsenkirchen und Duis-
burg, für die ein Bevölkerungsrückgang von 3,2% erwartet wird. Bei der „Entwicklung der unter 20-
jährigen Bevölkerung 2017 bis 2030 (in %)“ kommt Köln (gemeinsam mit Essen) mit einem prognosti-
zierten Zuwachs von 17,7% auf Platz 8. Auch hier erwarten die Forscher für die zuvor genannten 
Metropolen (und auch für Düsseldorf) höhere Werte. Ganz hinten liegen hier Aachen und Duisburg 
mit einem Zuwachs von unter 5%. Bei der „durchschnittlichen Fertilitätsrate der Jahre 2015, 2016 und 
2017“ liegt Köln mit einem Wert von 1,39 auf Rang 23. Den höchsten Wert erzielte mit 1,68 Chemnitz, 
den niedrigsten Stuttgart und Kiel mit 1,3. Die Prognose „Entwicklung der Erwerbspersonen 2017 bis 
2030 (in %)“ ergibt für Köln bei einem Wert von 1,9% Platz 10. Weit vorne liegt hier Leipzig mit 
10,5%, gefolgt von Dresden und München mit 6,7%. Auch Frankfurt, Berlin, Hamburg und Stuttgart 
liegen vor Köln. Insgesamt wirft in der HWWi-Studie der „Demografieindex“ die meisten Fragen be-
züglich der Stichhaltigkeit der genutzten bzw. prognostizierten Daten. Die Aussagekraft der „Fertili-
tätsrate 2015 bis 2017“ für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung eines Standorts ist begrenzt. Die 
Prognosen zur Bevölkerungsentwicklung sind mit großen Unsicherheiten behaftet. In Frage steht hier, 
inwieweit es bei den demografischen Prognosemodellen möglich war, die durch den Flüchtlingszu-
strom der letzten Jahre entstandenen Sondereffekte herauszurechnen. 
 
Unter der Begrifflichkeit „Standortindex“ werden in der HWWI-Studie die drei Faktoren „Bildung und 
Innovationsfähigkeit“, „Internationalität“ und „Erreichbarkeit“ zusammengefasst. Beim Standortindex 
kommt Köln auf Platz 6. Vorne liegt hier Frankfurt vor München, Berlin, Bonn und Stuttgart. Bei der 
Messung von „Bildung und Innovationsfähigkeit“ werden fünf Indikatoren berücksichtigt, die im Index 
gleich gewichtet werden. Erster Faktor ist der jeweilige „Anteil der Schulabgänger ohne Hauptschul-
abschluss (2017)‘“. Der Durchschnittswert aller 30 Städte liegt bei 7,2%. Erfreulich für Köln: Die 
Domstadt kommt hier mit niedrigen 4,6% auf Platz 2, nur in Bonn (4,3%) ist dieser Wert noch gerin-
ger. Beim „Anteil der Schulabgänger mit Hochschulreife 2017“ landet Köln dagegen mit 46,6% ledig-
lich auf Platz 10. Ganz vorn liegt hier Hamburg mit 57,5%, gefolgt von den NRW-Städten Münster 
(54,8%) sowie Aachen und Bonn (jeweils 54,4%). Weiterer Faktor ist der „Anteil der Beschäftigten mit 
Fachhochschul- oder Hochschulabschluss an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Ar-
beitsort (2017)“. Hier kommt Köln mit 23,7% auf Platz 8. Spitzenreiter ist München mit 33,5%, dane-
ben kommt nur Stuttgart mit 30,5% über die 30%-Marke. Ganz hinten liegen hier die NRW-Städte 
Gelsenkirchen (10,5%), Mönchengladbach (11,8%) und Duisburg (12,8%). Beim „Anteil der Beschäf-
tigten in wissensintensiven Wirtschaftszweigen an allen Beschäftigten (2018)“ liegt Köln mit 38,2% 
auf Platz 7. Mit 50,4% bzw. 49,2% weit vorne liegen hier die beiden süddeutschen Metropolen Mün-
chen und Stuttgart. Schlusslichter sind Duisburg (21,8%) und Gelsenkirchen (23%). Mit 1,1% auf 
Platz 10 landet Köln beim „Anteil der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung an allen Beschäf-
tigten (2018)“. 
  
Ein zweiter Schwerpunkt des Standortindexes liegt auf der Bewertung der Internationalität einer 
Stadt. Hierzu heißt es in der Studie: „In einer international ausgerichteten Volkswirtschaft wie 
Deutschland haben jene Städte einen Vorteil, die als international attraktiver Standort anerkannt sind, 
da in diesen u.a. auch ausländische Arbeitnehmer ohne größere Hemmnisse in den regionalen Ar-
beitsmarkt eingebunden werden können.“ Der Faktor Internationalität wird mit Hilfe dreier Indikatoren 
gemessen, die zu gleichen Teilen in den Index einfließen: Beim „Anteil ausländischer sozialversiche-
rungspflichtig Beschäftigter an allen Beschäftigten am Arbeitsort 2018“ kommt Köln mit 14,0% auf 
Platz 11. Die höchsten Anteile haben hier München mit 22,4% und Frankfurt mit 20,7%. Schlusslicht 
ist Chemnitz mit 4,3%. Beim „Anteil ausländischer Studierender an allen Studierenden im Winterse-
mester 2017/2018“ kommt Köln mit 11,7% nur auf Rang 21. Mit weitem Abstand vorn liegen hier 
Chemnitz mit 25,9% und Berlin mit 24,7%, ganz hinten liegen Münster mit 6,7% und Bielefeld mit 
7,1%. Bei der „Anzahl der ausländischen Übernachtungen im Fremdenverkehr je Einwohner 2017“ 
kommt Köln mit einem Wert von 2,0 auf Platz 6. Deutlich vorn liegen hier Frankfurt mit 5,6 und Mün-
chen mit 5,3, gefolgt von Berlin mit 3,9, Düsseldorf mit 3,2 und Nürnberg mit 2,2.

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„Erreichbarkeit“ ist ein weiterer Faktor im Standortindex. Hier wurden die drei Indikatoren „durch-
schnittliche Pkw-Fahrzeit zum nächsten IC/EC/ICE-Bahnhof (2016)“, „durchschnittliche Pkw-Fahrzeit 
zur nächsten BAB-Anschlussstelle (2016)“ und „durchschnittliche Pkw-Fahrzeit zum nächsten interna-
tionalen Flughafen (2016)“, jeweils in Minuten, gleich gewichtet bewertet. Köln kommt hier auf einen 
Gesamtwert von 30 Minuten, Bremen als bester Standort kommt auf 21 Minuten, München auf Rang 
22 auf 41 Minuten. Insgesamt sind hier die Unterschiede eher marginal, so dass die Aussagekraft 
dieses Standortfaktors als gering anzusehen ist. 
Mit Blick auf den Wirtschaftsstandort Köln verdeutlicht die HWWI-Studie  – trotz leichter methodischer 
Schwächen – die gute Positionierung der Rheinmetropole gegenüber wichtigen Vergleichsstädten. 
Harte Zahlen zur Arbeitsmarktentwicklung oder zur Entwicklung der Unternehmensumsätze unter-
mauern die Positivbewertung, die sich insbesondere aus dem „HWWI-Trendindex“ ergibt. So hat die 
Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vom Frühjahr 2006 bis zum Frühjahr 2019 quasi 
kontinuierlich von 432.000 um über 147.000 auf 579.000 zugenommen. Dies entspricht einem Zu-
wachs um 34%. Der Umsatz der Kölner Unternehmen stieg von 2006 bis 2017 sogar um 56% - von 
111 Milliarden auf über 173 Milliarden Euro. 
 
 
gez. Greitemann

Beratungsverlauf (1)

21.11.2019 Wirtschaftsausschuss
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
4016/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
20.11.2019
Erstellt
15.11.2019 14:47