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2034/2024

Medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen in Köln - Jahresbericht 2023

Mitteilung Ausschuss 12.08.2024

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Anlage 1 - Jahresbericht MMD 2023

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage 1 - Jahresbericht MMD 2023

29683 Zeichen

Mobiler  Medizinischer Dienst  
Medizinische Versorgung 
wohnungsloser Menschen in 
Köln 
 
Jahresbericht 2023 
 
 
 
 
                       Stadt Köln    -    Gesundheitsamt    -    Mobiler medizinischer Dienst         ………….

2 
2 
 
 
 
 
 
 
    I n h a l t   
 
 
1. Grundlegendes in Kürze vorweg    S. 3 
 
 
2. 2023 – Zahlen und Fakten     S. 6 
 
 
3. Anhang: Ergänzende Informationen   S. 17

3 
3 
1. Grundlegendes in Kürze vorweg 
 
Menschen, die wohnungslos und insbesondere obdachlos leben, leiden un-
ter einer erhöhten Krankheitslast. Sowohl körperliche als auch psychiatrische 
Erkrankungen (inkl. Suchtkrankheiten) treten um ein Vielfaches häufiger als 
in der sog. Wohnbevölkerung auf. Darüber hinaus ist ihnen der Zugang zum 
etablierten System der medizinischen Versorgung oft verschlossen oder zu-
mindest erschwert. 
Aus diesem Grund bietet der mobile medizinische Dienst (MMD) des Ge-
sundheitsamtes in Köln bereits seit mehr als 30 Jahren, genauer seit 1993, 
eine medizinische Grundversorgung für diesen Personenkreis an (für die von 
illegalen Drogen abhängigen Menschen bzw. Patientinnen und Patienten in 
Form einer drogentherapeutischen Ambulanz / DTA).  
 
Den betroffenen Menschen wird entsprechend ihr en besonderen Lebensbe-
dingungen und ihrer jeweiligen psychosozialen Situation ein explizit nieder-
schwelliges Behandlungsangebot gemacht. Dieses erfolgt grundsätzlich aus 
einer akzeptierenden Haltung und mit einem Konzept aufsuchender Arbeit, im 
direkten Lebensumfeld, „vor Ort“. Die Sprechstunden finden daher in Behand-
lungsräumen, die verschiedenste Hilfseinrichtungen im gesamten Stadtgebiet 
für den MMD vorhalten , statt. Dieses trägerübergreifende Konzept mit Nut-
zung gewachsener Strukturen hat sich gut bewährt.  
Die Inanspruchnahme ist auf Wunsch anonym, und selbstverständlich unent-
geltlich, d.h. nicht an eine Krankenversicherung gebunden. 
 
Eine erfolgreiche medizinische Hilfe durch den MMD beruht vor allem auf ei-
nem tragfähigen und vertrauensvollen Kontakt, der oft erst nach einer langen 
Kontaktanbahnung in der Lebenswirklichkeit der Betroffenen möglich ist. 
Viele von ihnen begegnen institutioneller Hilfe aufgrund häufiger vorheriger 
negativer Erfahrungen mit einem Grundmisstrauen (vgl.S.7).  
Besonders wichtig ist daher die zuverlässige Erreichbarkeit der Versorgungs-
angebote und die (insbesondere auch personale) Behandlungskontinuität.  
 
In den letzten 20 Jahren wurden auf diese Weise jährlich stets zwischen 
1200 und 1500 verschiedene Menschen erreicht. Ein großer Teil der Patien-
tinnen und Patienten kennt und nutzt den MMD dabei bereits über viele 
Jahre. 
 
Der Rat der Stadt Köln hat im Juni 2023 die Umsetzung eines Konzeptes zum 
Anonymen Krankenschein (AKS Köln) (1195/2023) als Projekt mit einer Lauf-
zeit von 18 Monaten beschlossen. Derzeit ist die Finanzierung bis Dezember 
2024 befristet. Zielgruppe sind Men schen, die sich seit mindestens drei Mo-
naten mittellos und ohne Zugang zur Regelversorgung mit medizinischem Be-
handlungsbedarf in Köln aufhalten. Diese Bedingungen treffen auf viele der-
jenigen, die den MMD konsultieren, zu: Für diesen Personenkreis sind nu n 
Überweisungen an Fachärzte oder Kliniken zu diagnostischen oder therapeu-
tischen Zwecken in einem bestimmten Rahmen möglich, was zu einer sub-
stantiellen Verbesserung des Versorgungsangebotes führt.

4 
4 
Im Rahmen der Sprechstundentätigkeit beruhen die therapeutischen Ent-
scheidungen oft lediglich auf einer genauen und gezielten Anamnese sowie 
einer symptombezogenen körperlichen Untersuchung und setzen ein hohes 
Maß klinischer Erfahrung voraus.  
Ergänzend werden vor Ort bei Bedarf diagnostische Hilfsmittel wie mobile 
Sonographie- und 12-Kanal-EKG-Geräte eingesetzt. Die übliche Teststrei-
fen-Diagnostik (Urin, Blutzucker, Schwangerschaft etc.) ist verfügbar.  
Weitere apparative Diagnostik (Röntgen, Lungenfunktion, Labor) steht im 
Gebäude des Gesundheitsamtes zur Verfügung. Etliche Patientinnen und 
Patienten halten die dort vereinbarten Termine jedoch nicht ein: Bereits die-
ses Angebot ist somit zu hochschwellig.  
 
Ärztlich verordnete Medikamente werden in geringen Mengen kontrolliert 
ausgegeben, der Therapieverlauf wird überwacht. 
 
Die angebotenen krankenpflegerischen Hilfen gehen in hohem Maße über 
eine eher somatisch ausgerichtete ambulante Grund- und Behandlungs-
pflege hinaus und erfordern neben gezielter Kontaktaufnahme auch psycho-
soziales Krisenmanagement, Einüben lebenspraktischer Fähigkeiten u.a.  
 
Der Zugang zu den Klientinnen und Klienten über die Kombination aus ärztli-
cher und pflegerischer Versorgung erweist sich als äußerst effektiv. Er bietet 
die Möglichkeit, Personengruppen, die bisher vom Hilfesystem nicht erreicht 
wurden, gesundheitlich und psychosozial zu stabilisieren. 
 
Der MMD nutzt die sozialarbeiterische und sozialpädagogische Kompetenz 
der freien Träger im engen Austausch und vernetzt die niedrigschwelligen 
Kontaktangebote der Suchthilfe und der Wohnungslosenhilfe in Köln mit den 
weiteren medizinischen Angeboten des städtischen Gesundheitsamtes (wie 
bspw. Gynäkologie, STI-Ambulanz, Tbc-Beratungsstelle, …), niedergelasse-
ner Ärztinnen und Ärzte und der Krankenhäuser.  
So ist eine bestmögliche Ausschöpfung der psychosozialen und medizini-
schen Ressourcen und auch eine Weiterentwicklung der Behandlungsan-
sätze gewährleistet. Die gewünschten Synergieeffekte können nur im ständi-
gen Diskurs zwischen den Partnern und Partnerinnen in den unterschiedli-
chen Hilfsangeboten sinnvoll genutzt werden. 
 
Ein Ziel der aufsuchenden medizinischen Versorgung ist es, den durch viel-
fältige psychosoziale Probleme belasteten Menschen den Zugang zu der 
auch ihnen grundsätzlich zur Verfügung stehenden medizinischen Regelver-
sorgung (wieder) zu eröffnen. Oft werden erst nach langen Zeiträumen und 
unter enger Begleitung auch weiterführende Kontakte in das etablierte medi-
zinische Hilfesystem möglich.  
 
Trotz aller Bemühungen müssen die Therapieziele in vielen Fällen sehr 
kleinschrittig gewählt und mit großer Geduld verfolgt werden.  
Gemäß dem Konzept der „harm reduction“ geht es oftmals nur darum, zu-
mindest weiteren gesundheitlichen Schaden zu vermeiden oder zu mildern 
sowie noch bestehende Therapie- bzw. Rehabilitationsoptionen möglichst 
lange zu erhalten.

5 
5 
Die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten ist aufgrund ih-
rer multiplen Problemlagen auch auf der Behandlerseite oft schwierig und 
belastend. Sie bedarf regelmäßiger interner Austausche und Absprachen, 
außerdem regelmäßiger Supervision und Förderung persönlicher Resilienz. 
 
Der mobile medizinische Dienst ist Mitglied in der Bundesarbeitsgemein-
schaft Wohnungslosenhilfe (BAG W). 
 
Dem Leiter des MMD ist im Fachgebiet „Allgemeinmedizin“ von der Ärzte-
kammer Nordrhein die Befugnis zur Weiterbildung angehender Fachärztin-
nen und Fachärzte erteilt worden.  
 
Durch die medizinischen Fakultäten der Universität zu Köln sowie der Uni-
versität Witten/Herdecke ist der MMD als Ausbildungspraxis für Studierende 
der Medizin, die hier Blockpraktika absolvieren, anerkannt. 
 
Der MMD hat zudem fachärztlich internistische, psychiatrische, sozialmedizi-
nische und suchtmedizinische Kompetenz.

6 
6 
2. 2023– Zahlen und Fakten 
 
 
 
Patientinnen/Patienten und Behandlungen 
 
 
Im Jahr 2023 wurden in Köln durch den mobilen medizinischen Dienst 
(MMD) des Gesundheitsamtes 1454 verschiedene Menschen behandelt 
bzw. betreut, davon 1208 (83%) Männer und 223 (17%) Frauen.  
Es kam dabei zu 8029 Behandlungskontakten. 
 
Die Zahl der Behandlungskontakte ist seit 2014, seit der vollen Freizügigkeit 
der EU-Bürger und EU-Bürgerinnen auch Osteuropas, angestiegen und liegt 
2023 wieder im langjährigen Mittel dieser letzten Jahre (vgl. Übersichten auf 
Seiten 6,7). 
 
Der im Jahr 2021 beobachtete starke Anstieg der Zahl der Menschen, die 
den MMD als Patientinnen oder Patienten in Anspruch nahmen (mit 1527 
Personen erstmals mehr als 1500), ist somit als besonderer und vorüberge-
hender Effekt der SARS-CoV-2-Pandemie, hier insbes. der Notwendigkeit 
von Impfungen (vgl. S. 10), zu beurteilen.  
 
Die Behandlungsfrequenz ist demgegenüber im Jahr 2023 im Wesentlichen 
gleichgeblieben.  
 
 
 
 
 
 
  
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
9000
10000
Behandlungskontakte 2000-2023

7 
7 
Wenn wohnungslose bzw. drogenabhängige Menschen trotz der eingangs 
beschriebenen Probleme das in Deutschland sehr gut ausgebaute und aus-
gestattete medizinische Versorgungssystem aufsuchen, so ist die Akzeptanz 
oft gering: Sie beanspruchen viel Zeit und stören damit die gewohnten Ab-
läufe, manche Mitpatienten und Mitpatientinnen fühlen sich durch das äu-
ßere Erscheinungsbild oder das Verhalten dieser Patientengruppe beein-
trächtigt, mitgeführte Hunde oder andere Tiere können nicht geduldet wer-
den, usw. Viele Patientinnen oder Patienten stehen bei Behandlungsbeginn 
zudem unter dem Einfluss von Alkohol u./o. Drogen, was zu verhaltensbe-
dingten Auffälligkeiten und in der Folge weiter reduzierter Akzeptanz bei-
trägt.  
Vielfach beruhen hierauf im Sinne einer gegenseitigen negativen Verstär-
kung die Vorurteile der Betroffenen gegenüber dem etablierten medizini-
schen System: Im Ergebnis fühlen sie sich mit ihren Beschwerden nicht aus-
reichend akzeptiert und tlw. auch abgelehnt.  
Oft führt aber auch eine gestörte Selbstwahrnehmung, sei es durch psychi-
sche Störungen oder infolge Alkohol- oder Drogenkonsums, zur Bagatellisie-
rung von Krankheitssymptomen und infolge dessen zur Nicht-Inanspruch-
nahme bestehender Angebote. 
 
 
559 Menschen, davon 453 Männer und 105 Frauen, wurden im Jahr 2023 
erstmals vom Mobilen Medizinischen Dienst behandelt; bei 38,4% der insge-
samt behandelten Patientinnen und Patienten handelte es sich somit um Erst-
kontakte. Auch in den Vorjahren machte diese Untergruppe stets ca. ein Drittel 
der gesamten Behandlungsfälle aus.  
 
 
 
 
  
542 586 565 541 493 473 448 450
550 508 572 520 536 580
488 552 521 495 503 566 624
515 552
13541427136913861321128812471224
133412981349129813331405
132714001393136113891376
1527
13981454
0
200
400
600
800
1000
1200
1400
1600
1800
Patientinnen und Patienten gesamt / Erstkontakte
2001-2023

8 
8 
 
Nationalitäten 
 
Von den 2023 durch den MMD Behandelten war ca. die Hälfte (768 / 52,8%) 
deutscher Nationalität.  
 
Wohnungslose EU-Bürgerinnen und -Bürger aus den östlichen Ländern Eu-
ropas, von den baltischen Staaten über Polen bis zu den Staaten des Bal-
kans und Südosteuropas, machen seit 2013 ca. 20% der durch den MMD 
Köln behandelten Patientinnen und Patienten aus, wobei ein langsamer An-
stieg der Patientenzahl aus dieser Subgruppe festzustellen ist. Im Jahr 2023 
handelte es sich um 346 (23,8%) verschiedene Menschen aus dieser Perso-
nengruppe.  
Die zuletzt Genannten haben, von Notfällen abgesehen, in Deutschland kei-
nen Anspruch auf medizinische Regelversorgung. Sie machen in Metropolre-
gionen wie Köln bis zu 50% der Obdachlosen aus1. Es gibt zwar internatio-
nale Abkommen, die die Inanspruchnahme des Gesundheitssystems in an-
deren Ländern regeln, wenn entsprechende Bescheinigungen bzw. Versi-
cherungsnachweise (bspw. EHIC) aus den Herkunftsländern vorgelegt wer-
den können. Diese Möglichkeit ist Jenen entweder unbekannt, oder die Be-
schaffung im Heimatland ist nur schwierig zu bewerkstelligen und/oder mit 
Kosten verbunden. Deshalb, oder aus anderen Gründen, bleiben sie letztlich 
oft ohne Krankenversicherungsschutz. Dieser Personenkreis nutzt daher 
auch die Behandlungsangebote des MMD. 
Aus der Ukraine Geflüchtete haben nur ganz vereinzelt die Hilfe des MMD 
gesucht, da für diesen Personenkreis ein alternatives und gut funktionieren-
des Hilfesystem etabliert ist. 
 
71 (4,9%) der Patientinnen und Patienten stammten aus anderen europäi-
schen Ländern (EU / Nicht-EU), 155 (10,6%) aus nichteuropäischen Län-
dern. Bei 115 Personen liegen keine Angaben zur Nationalität vor. 
 
 
Herkunft der Patientinnen und Patienten 2023 
 
Deutschland 768 
Osteuropäische Länder 346 
Übrige europäische Länder 71 
Länder außerhalb Europas 155 
Keine Angabe 115 
 
 
Sprechstundenangebot 
 
Die medizinischen Sprechstunden werden ganz überwiegend in festen 
Räumlichkeiten, d.h. in verschiedenen Kontaktcafés, Kontakt- und Bera-
tungsstellen, Anlaufstellen etc. für unterschiedliche Zielgruppen angeboten, 
                                                           
1 Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) 2020

9 
9 
darunter eine Einrichtung für Jugendliche und junge Erwachsene, zwei Dro-
genkonsumräume und eine Einrichtung im Bereich der mann-männlichen 
Sexarbeit. Mit dem Behandlungsbus werden in drei weiteren Angeboten 
bzw. Einrichtungen für wohnungslose Menschen medizinische Sprechstun-
den angeboten.  
Die Sprechstunden finden mit großer Regelmäßigkeit zu festen Zeiten und 
an festen Orten statt. 
Nach gesonderter Vereinbarung oder auf Veranlassung werden Betroffene 
auch auf der Straße, auf ihrer „Platte“, besucht, oder im Rahmen von „medi-
cal streetwork“ gemeinsam mit Streetworkern und Streetworkerinnen unter-
schiedlicher Träger in der Szene aufgesucht. 
Auch erfolgen nach vorheriger Absprache Hausbesuche im betreuten Woh-
nen, in Notschlafstellen bzw. Obdachlosenhotels, auf Bauwagenplätzen. In 
Einzelfällen werden Betroffene ins Krankenhaus begleitet oder dort besucht. 
 
Im Gesundheitsamt selbst werden bei Bedarf ergänzende Untersuchungen 
durchgeführt (s.u.). 
 
 
 
   Sprechstundenangebot 2023 
 
Beratungsbus B.O.J.E.  
(Auf Achse e.V. / Behandlungsbus) 
2x wöchentlich 
Krankenwohnung Salierring  
(Diakonie) 
2x wöchentlich 
Café Victoria 
(Drogenhilfe Köln e.V.) 
5x wöchentlich 
Wohnheim / Notschlafstelle in der Annostrasse  
(Johannesbund) 
5x wöchentlich 
Drogenkonsumraum Neumarkt  
(Gesundheitsamt) 
3x wöchentlich 
Kontakt- und Beratungsstelle für männliche Sexarbeiter 
(Looks e.V.) 
1x wöchentlich 
Humanitäre Hilfen  
(Sozialdienst kath. Männer, Vorgebirgsstr.) 
2x wöchentlich 
Café Rochus (bis 06/2023) 
(Sozialdienst kath. Männer) 
2x wöchentlich 
Kontakt- und Beratungsstelle für Drogenabhängige 
(Sozialdienst kath. Männer, Hauptbahnhof) 
5x wöchentlich 
Kontakt- und Beratungsstelle für Wohnungslose 
(Sozialdienst kath. Männer, Hauptbahnhof) 
5x wöchentlich 
Krankenwohnung Kosmidion  
(Spiritaner-Stiftung) 
5x wöchentlich 
Kontakt- und Beratungsstelle für Drogenabhängige 
(Vision e.V. / Behandlungsbus) 
1x wöchentlich 
Straßensprechstunde am Appellhofplatz  
(mit Gesundheit für Wohnungslose e.V. / Behandlungsbus) 
2x wöchentlich 
 
 
 
Das Sprechstundenangebot wird im Hinblick auf die Erreichung der Zielgrup-
pen regelmäßig überprüft und dem Bedarf angepasst.

10 
1
0 
Impfungen  
 
Als wichtige präventivmedizinische Maßnahme werden Schutzimpfungen an-
geboten. Im Jahr 2023 wurden insgesamt 119 Personen geimpft. 
 
Impfungen gg. SARS-CoV-2/COVID-19 wurden zwar weiter angeboten, je-
doch wurden diese nach Wegfall des öffentlich-administrativen Drucks nur 
noch in sehr geringem Umfang nachgefragt und in Anspruch genommen.  
 
Auch wurde, wie in jedem Jahr, im Herbst allen Patientinnen und Patienten 
eine Grippeschutzimpfung angeboten. Diese Impfung, die für die vulnerable 
Gruppe der Wohnungslosen u./o. Drogenabhängigen durchweg indiziert ist 
und in allen Sprechstunden beworben wurde, ist 2023 im Vergleich zum Vor-
jahr deutlich seltener durchgeführt worden, da sich trotz intensiver Beratung 
weniger Menschen dazu entschlossen haben. 
 
Selbstverständlich erfolgen bei ungenügendem oder unklarem Impfschutz 
nach Verletzungen Tetanus (Tdap)-Schutzimpfungen. Auch weitere Impfun-
gen (bspw. gg. Hepatitis-A / -B, Pneumokokken, …) werden nach individuel-
ler Absprache vorgenommen. 
 
Die Impfungen wurden tlw. auch nach Absprache mit den entsprechenden 
Trägern vor Ort in Form besonderer Impfaktionen, z.B. für Patientinnen und 
Patienten im „betreuten Wohnen“, im Frauenhaus oder im Umfeld von Sexar-
beit, durchgeführt.

11 
1
1 
Kostenträger / Versicherungsstatus 
 
Einen wesentlichen Hinderungsgrund, der wohnungslosen Menschen den 
Zugang zu einer medizinischen Versorgung im Regelsystem erschwert, stellt 
vielfach die Kostenträgerfrage dar. So scheitern viele Patientinnen und Pati-
enten bereits an der Annahmetheke einer Arztpraxis oder Anmeldung in ei-
nem Krankenhaus, weil sie keine Versicherungskarte einer gesetzlichen 
Krankenkasse vorlegen können - obwohl in vielen Fällen ein Anspruch ge-
genüber einer gesetzlichen Versicherung oder dem Sozialamt besteht. Um 
die Behandlung trotzdem sicherstellen zu können ist hier eine unbürokrati-
sche Vorgehensweise erforderlich, bei der die aktuelle Erkrankung und kei-
nesfalls die Kostenfrage im Vordergrund stehen darf. 
Gelegentlich ändert sich im Verlauf des Berichtszeitraumes der Versiche-
rungsstatus, bspw. infolge der Inanspruchnahme von Beratungs- und Clea-
ringangeboten etc., weshalb es zu Mehrfachnennungen kommt.  
Von den Patientinnen und Patienten, die im Jahr 2023 in den Sprechstunden 
medizinisch versorgt wurden, hatten 804 (52,5%) Ansprüche gegenüber ei-
ner gesetzlichen Krankenversicherung (davon 11 Betroffene im Basistarif ei-
ner privaten Krankenversicherung). 17 (1,1%) gaben an, über das örtliche 
Sozialamt versichert zu sein. 493 (32,2%) verfügten über keinen Krankenver-
sicherungsschutz. 
 
 
 
Nach Haftentlassung kann es zunächst zu einer „Versicherungslücke“ kom-
men, wenn die Patientinnen oder Patienten sich nicht sofort beim Jobcenter 
oder dem örtlichen Sozialamt melden, um bei einer gesetzlichen Krankenver-
sicherung angemeldet zu werden. 
52,6
1,1
32,2
8,5
5,6
Versicherungsschutz bzw. Kostenträger 2023 (%) [n=1529]
GKV
Sozialamt
keine
k.Angabe
ungeklärt

12 
1
2 
Bei 215 (14,1%) der Menschen fehlt eine Angabe zu ihrem Versicherungs-
status, oder der Versicherungsstatus lässt sich nicht klären. Erfahrungsge-
mäß haben ca. 20% der Patientinnen und Patienten beim Erstkontakt 
Schwierigkeiten ihren Kostenträger zu benennen. Bei mehrfacher Inan-
spruchnahme der medizinischen Versorgung lässt sich häufig doch ein Kos-
tenträger ermitteln. Es ist anzunehmen, dass die Verteilung bei den Fällen 
„ohne Angabe“ oder „ungeklärt“ ähnlich ist wie bei denen, deren Kostenträ-
ger bekannt ist, so dass letztlich davon ausgegangen werden kann, dass ca. 
zwei Drittel derjenigen, die den mobilen medizinischen Dienst konsultieren, 
Ansprüche gegenüber einer gesetzlichen Krankenversicherung oder dem 
Sozialamt haben.  
 
 
Behandlungskontakte 
 
Bei 8029 Behandlungskontakten ergibt sich eine durchschnittliche Zahl der 
Kontakte von 669 Kontakten pro Monat.  
Sie ist im Vergleich zum Vorjahr i. W. unverändert.  
Erneut war im November die Inanspruchnahme der Sprechstunden in den 
verschiedenen Einrichtungen am höchsten (782 Kontakte).  
Die geringste Anzahl mit 573 resp. 574 Kontakten war im April und Dezem-
ber 2023 zu verzeichnen.  
 
 
 
 
 
 
Die Intensität der Kontakte und der Zeitaufwand pro Behandlungskontakt ist 
hoch, da auch viele Patientinnen und Patienten mit tlw. gravierenden chroni-
schen Erkrankungen sowie die Kommunikation tlw. stark beeinträchtigenden 
Verhaltensauffälligkeiten die Sprechstunden in Anspruch nehmen.  
 
757
611
760
574
627
682
615 660 634
754 782
573
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
monatl. Behandlungskontakte 2023 [n=8029]

13 
1
3 
Insbesondere ist die Versorgung von oft großflächigen und superinfizierten 
chronischen Wunden, z.B. nach injektionsbedingten Infektionen oder Abszes-
sen, sehr langwierig und zeitaufwändig. 
 
Dies führt teilweise zu Wartezeiten für Andere, die nicht immer toleriert wer-
den.  
 
 
 
Altersstruktur 
 
Bei der Altersstruktur ergab sich im Jahr 2023 eine Spannweite von 17 bis 88 
Jahren, dabei waren die Frauen im Mittel  44,5 Jahre, die Männer 46,9 Jahre 
alt. Nur 5 Personen waren jünger als 18 Jahre , aber 210 waren älter als 60 
Jahre, davon 56 über 70 Jahre (48 Männer, 8 Frauen) und 7 (6 Männer, eine 
Frau) sogar über 80 Jahre  alt; im Vergleich zu den Vorjahren hat der Anteil 
älterer und hochbetagter Patientinnen und Patienten zugenommen.  
 
Der Altersgipfel liegt bei den Frauen zwischen 28 und 40 Jahren, bei den Män-
nern zwischen 41 und 50 Jahren; die Frauen, die den MMD aufsuchen, sind 
tendenziell jünger.  
 
 
 
 
 
 
Überweisung und Vermittlung  
 
In 73 Fällen wurde eine fachärztliche Mit- oder Weiterbehandlung in Praxen 
niedergelassener Ärztinnen und Ärzte veranlasst. 157 Patientinnen und Pati-
enten wurden wegen somatischer Erkrankungen in Krankenhäuser einge-
wiesen. 7 Einweisungen erfolgten in die allgemeine Psychiatrie, 42 in die 
qualifizierte Entzugsbehandlung. Zudem erfolgte zur Einleitung einer neuen

14 
1
4 
Substitutionsbehandlung eine Vermittlung zu einer der Substitutionsambu-
lanzen bzw. zu niedergelassenen substituierenden  Ärztinnen und Ärzten.  
11 Patientinnen und Patienten, bei denen der Verdacht auf eine sexuell 
übertragbare Krankheit bestand, wurden an die STI-Ambulanz des Gesund-
heitsamtes überwiesen. Bei 34 Patientinnen und Patienten ergaben sich aus 
der medizinischen Behandlung heraus Probleme, die eine Sofortvermittlung 
zur Sozialberatung erforderlich machten, um eine adäquate Behandlung erst 
zu ermöglichen. In 13 Fällen erfolgte eine Vermittlung zur zahnmedizini-
schen Akutversorgung. 32 Patienten und Patientinnen wurden in die Sprech-
stunde der Malteser Migranten Medizin weiter verwiesen. 
 
Im Gesundheitsamt wurde immer dann eine weiterführende Diagnostik 
(Röntgenuntersuchung der Lunge, STI-Ambulanz und Gynäkologie, Ultra-
schall, EKG, Labor etc.) durchgeführt, wenn die entsprechende Untersu-
chung zwar erforderlich, aber vor Ort nicht ausführbar bzw. eine Vermittlung 
an niedergelassene Ärztinnen oder Ärzte nicht möglich war (bspw. weil Un-
klarheit über einen Kostenträger bestand), die Art der Erkrankung ein weite-
res Abwarten aber nicht zuließ. 
 
 
 
Ein besonders wichtiges Angebot für wohnungslose oder obdachlose Men-
schen, die aktuell (insbes. bettlägerig) erkranken, aber keiner Krankenhaus-
behandlung bedürfen, sind die Krankenwohnungen, die sich in Trägerschaft 
der Diakonie (Salierring) und der Spiritaner-Stiftung (Kosmidion, Victoria-
straße) befinden. Dorthin können sie, wenn Krankheitsbilder vorliegen, die 
bei einem Leben auf der Straße, „auf der Platte“, nicht ausheilen würden, 
vermittelt werden. Dadurch steht ein kurzfristiges, häuslicher Pflege ver-
gleichbares Angebot zur Verfügung. Im Jahr 2023 ergaben sich bei der Be-
treuung der Patientinnen und Patienten durch den mobilen medizinischen 
Dienst in diesem Setting (Visitentätigkeit) 392 Behandlungskontakte. 
0 20 40 60 80 100 120 140 160 180
Entgiftung Alkohol
EntgiftungDrogen
Krankenhaus
Psychiatrie
Zahnarzt
Sozialarbeiter
Praxis Facharzt
Gesundheitsamt STI Tbc etc.
Malteser MMM
Vermittlungen 2023 [n=419]

15 
1
5 
 
Konsultationsgründe 
Betrachtet man die Konsultationsgründe in den Sprechstunden des Mobilen 
Medizinischen Dienstes nach den Hauptgruppen der „Internationalen statisti-
schen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ 
(ICD-10-GM), so dominieren  
 
 Chirurgische Krankheitsbilder, darunter viele Verletzungen durch Un-
fälle und körperliche Auseinandersetzungen, und 
 
 
 internistische Erkrankungen, wobei zunehmend auch chronische 
Krankheitsbilder auftreten (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atem-
wegserkrankungen, onkologische Krankheitsbilder, Stoffwechsel-
krankheiten…)  
Eine Häufung ist ebenfalls bei  
 
 
 Erkrankungen der Haut festzustellen, worunter i.W. viele teilweise 
großflächige chronische Wunden bzw. Ulcera sowie Parasitosen (Be-
fall mit Kopf- u./o. Kleiderläusen, Krätze, Maden,…) subsummiert 
sind. 
 
 
 Psychiatrische Erkrankungen wurden ebenfalls häufig in den Sprech-
stunden des MMD diagnostiziert, meist als Komorbidität. Bei dem 
überwiegenden Anteil der psychiatrischen Erkrankungen (ca. 2/3) 
handelte es sich dabei erwartungsgemäß um Abhängigkeitserkran-
kungen, zudem wurden häufig andere psychiatrische Krankheitsbil-
der, darunter viele chronische Psychosen (die wegen fehlender 
Krankheitseinsicht meist unbehandelt sind), diagnostiziert - oft zusam-
men mit einer gravierenden Suchterkrankung als sog. Doppeldiagno-
sen.  
 
 
In 17 Fällen war die Sofortbehandlung vital bedrohlicher akuter Notfälle (ins-
bes. Drogennotfälle) notwendig.

16 
1
6 
 
 
 
Bei Betrachtung der absoluten Zahlen ist evident, dass viele Patientinnen 
und Patienten Mehrfacherkrankungen an verschiedenen Organsystemen 
aufwiesen.  
 
 
 
 
  
93
3185
60
1285
280
2212
246
420
1212
102
158
0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500
Augen
Chirurgie
Gynäkologie
Haut
HNO
Innere Medizin
Neurologie
Orthopädie
Psychiatrie
Urologie
Zahnmedizin
Behandlungen nach Fachgebiet 2023 [n=9253]

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3. Anhang:  Ergänzende Informationen 
 
Detailliertere Angaben zur Tätigkeit in tabellarischer Form 
 
 
Erschwerende Faktoren bei der medizinischen Versorgung Wohnungslo-
ser 
 Häufig schlechte Körper- und Kleidungshygiene 
 Verändertes Krankheitsbewusstsein durch Suchtmittel oder Entzugssymp-
tome, dadurch erschwerte Diagnostik und Behandlung 
 Fremd- und eigenaggressives Verhalten – oft aus denselben Gründen 
 Misstrauen der Betroffenen gegenüber institutioneller Hilfe 
 Häufige Sprachbarriere 
 Vor Ort Unruhe, hoher Geräuschpegel, tlw. Arbeit in einem Behandlungs-
bus - und noch gelegentlich Zigarettenrauch 
 Beengte räumliche Be handlungsbedingungen, tlw.  alternierend gemein-
same Raumnutzung mit anderen Diensten 
 Verschiedene Einsatzorte mit z.T. längeren Anfahrtszeiten  
 Arbeit innerhalb unterschiedlicher Teamstrukturen 
 
 
Beratung und Vermittlung im Erkrankungsfall 
 Beratung zur Inanspruchnahme der Hilfen medizinischer Regelleistungen 
 Beratung und Vermittlung zur Suchtmittelentgiftung und Langzeitentwöh-
nung 
 Vermittlung zur Inanspruchnahme von Sozialberatung in den entsprechen-
den Einrichtungen (Clearingstellen), aber auch zu Ämtern (u.a. Sozialamt, 
Jobcenter) 
 Terminabsprachen und Vermittlung zu weitergehender Diagnostik und Be-
handlung in Krankenhäuser, Praxen, Gesundheitsamt (Röntgen/Tuberku-
loseüberwachung, STI-Ambulanz, Schwangerschaftskonfliktberatung etc.) 
 Begleitung zu Fachärztinnen/Fachärzten 
 Krankenhausbesuche 
 Seit 07/2023: Ausstellung von sog. Anonymen Krankenscheinen (AKS) 
 
 
Präventive Maßnahmen 
 Impfungen, bspw. gg. Influenza, Tetanus/Diphterie/Keuchhusten (Td, 
Tdap), Hepatitis A, Hepatitis B etc., seit 2021 auch  gg. SARS-CoV-2 / 
COVID-19 und – bei Ausbrüchen – auch gg. MPox 
 Ernährungsberatung 
 Hygieneberatung (Körperhygiene, Hygiene des Schlafplatzes, Kleidungs-
hygiene, „safer use“ bei i.v.-Drogenabhängigkeit, Nahrungshygiene, etc.) 
 Venenpflege / Beratung zur Injektionstechnik bei i.v.-Drogenabhängigen 
 Aufklärung zur Vermeidung von übertragbaren Krankheiten (u.a. STI, He-
patitiden, HIV, Tuberkulose; „safer sex“ bei Sexarbeit)

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 Problematisierung lebenslagenspezifischer Verhaltensweisen bezüglich 
ihrer gesundheitlichen Relevanz (bspw. Umgang mit Drogenkonsum nach 
erzwungener Abstinenz durch Haft / veränderte Opiattoleranz; Unterblei-
ben erforderlicher Dauerbehandlung chronischer Erkrankungen wie Hyper-
tonie, Diabetes mell., COPD, Psychosen mit sich hieraus ergebenden Kon-
sequenzen; Alkoholkonsum / Entzugssymptomatik etc.) 
 Rehabilitation nach schweren Erkrankungen (z.B. Unfall- oder Operations-
folgen wie bspw. Amputationen, Stomaversorgung etc.) 
 
 
 
Vernetzung, Koordination und Kommunikation 
 Teamsitzungen und Supervisionen mit den Kooperationspartnern sowie  
dienstintern 
 Teilnahme an unterschiedlichen Arbeitskreisen und Planungsgruppen 
(z.B. PSAG -Sitzungen, Planungsgruppen auf kommunaler und Landes-
ebene, Dienstbesprechungen innerhalb des Gesundheitsamts) 
 Mitglied des Arbeitskreises „Anonymer Krankenschein Köln“ 
 Kooperation mit ehrenamtlich tätigen Initiativen und Vereinen 
 Kooperation mit anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens in ambu-
lanter und stationärer Versorgung 
 Kooperation mit Einrichtungen des Sozialhilfewesens 
 Vernetzung mit vergleichbaren Projekten un d Initiativen in anderen Kom-
munen 
 Mitgliedschaft und Mitarbeit in der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungs-
losenhilfe (BAG W) 
 Weiterentwicklung des Konzeptes, Anpassung an Änderungen der jeweili-
gen Rahmenbedingungen 
 Kommunikation mit Medien und interessierter Öffentlichkeit zur Positionie-
rung der Arbeit im Hilfesystem und im städtischen Umfeld 
 Weiterbildung externer Helferinnen und Helfer in medizinischen Fragen  
 Vorträge bzw. Vorlesungen für Studierende der Sozialen Arbeit und der 
Medizin, und für andere interessierte Gruppen 
 Betreuung von Praktika u. Famulaturen für Studierende der Medizin 
 Ausbildungsabschnitte von Auszubildenden der Gesundheits- und Kran-
kenpflege 
 
 
 
Administrative Tätigkeiten 
 Behandlungsdokumentation  
 Ausstellung von Bescheinigungen u. Attesten für Behörden, Versicherun-
gen u.ä. 
 Kurze medizinische Gutachten

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Logistik 
 Vorratshaltung von medizinischem Verbrauchsmaterial (Medikamente, 
Verbandsstoffe u. ä.)  
 Instrumentenpflege und -aufarbeitung 
 Bestandhaltung im Behandlungsfahrzeug 
 Fahrten zu verschiedenen Einsatzorten 
 Fahrzeuglogistik und Fahrzeugunterhaltung 
 
 
 
Fortbildung und Supervision 
 Teilnahme an regionalen und überregionalen Kongressen und Tagungen 
zu relevanten Themen  (gesundheitliche Folgen von Wohnungslosigkeit, 
Abhängigkeit von legalen und illegalen Suchtmitteln, …) 
 Interne Fortbildung mit Schwerpunkt auf zielgruppenspezifischen Behand-
lungsstrategien 
 Monatliche Fallsupervisionen

Mitteilung Ausschuss

2157 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
V/53 
 
Vorlagen-Nummer 12.08.2024 
 2034/2024 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 05.09.2024 
Gesundheitsausschuss 10.09.2024 
Medizinische Versorgung wohnungsloser Menschen in Köln - Jahresbericht 2023 
  
Der Mobile Medizinische Dienst (MMD) des Gesundheitsamtes der Stadt Köln bietet 
bereits seit 1993 eine medizinische Grundversorgung für wohnungslose und/oder dro-
genabhängige Menschen an.  
 
Im Jahr 2023 wurden durch den MMD 1.454 (1.398 in 2022) verschiedene Menschen 
behandelt bzw. betreut. 
559 Patient*innen waren zum ersten Mal in Behandlung, ein großer Teil der Pati-
ent*innen kennt und nutzt den MMD darüber hinaus über viele Jahre. 2023 erfolgten 
in Kooperation insgesamt 8029 Behandlungskontakte an 11 verschiedenen Sprech-
stundenorten und den Krankenwohnungen am Salierring und der Victoriastraße.  
 
Seit Mitte des Jahres 2023 partizipiert der MMD auch an der Umsetzung des Konzep-
tes zum Anonymen Krankenschein (AKS Köln). Zielgruppe sind Menschen, die sich 
seit mindestens drei Monaten mittellos und ohne Zugang zur Regelversorgung mit 
medizinischem Behandlungsbedarf in Köln aufhalten. Für diesen Personenkreis sind 
nun auch durch den MMD Überweisungen an Fachärzte oder Kliniken zu diagnosti-
schen oder therapeutischen Zwecken in einem bestimmten Rahmen möglich, was zu 
einer substantiellen Verbesserung des Versorgungsangebotes führt. Die Finanzierung 
des Anonymen Krankenscheins (1195/2023) ist bis Ende 2024 befristet. 
 
Neben der unmittelbaren Behandlung ist der MMD in der gesundheitspflegerischen 
und medizinstudentischen Ausbildung engagiert. Der MMD ist Kooperationspartner 
der medizinischen Fakultäten der Universität zu Köln sowie der Universität Wit-
ten/Herdecke. Studierende der Medizin absolvieren hier Blockpraktika. Weiterhin er-
folgt ein gesundheitspolitisches Engagement durch aktive Mitgliedschaft in der Bun-
desarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW). 
 
Der Jahresbericht 2023 des MMD zur „Medizinischen Versorgung wohnungsloser Menschen 
in Köln“ befindet sich in der Anlage. 
 
Gez. Dr. Rau 
 
Anlage

Beratungsverlauf (2)

05.09.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
10.09.2024 Gesundheitsausschuss
TOP 6.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2034/2024
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
12.08.2024
Erstellt
24.06.2024 10:25