AN/0358/2026
Änderungsantrag zu TOP 1.3 – Parkplatz-Dashboard
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Volt Änderungsantrag nach § 13
6711 Zeichen
Eingang beim Amt des Oberbürgermeisters: 02.03.2026 AN/0358/2026 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Mobilitätsausschuss 03.03.2026 Änderungsantrag zu TOP 1.3 – Parkplatz-Dashboard Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Hammer, bitten setzen Sie folgenden Änderungsantrag zu TOP 1.3 der Sitzung des Mobilitätsausschusses am 03.03.2026 auf die Tagesordnung: Beschluss: Der Beschlusstext wird um folgende Punkte ergänzt: 2. Direkte Preistransparenz in der Übersicht: Um eine echte Lenkungswirkung zu entfalten, sind die Parktarife (Stunden- und Tagessätze) direkt in der Kartenübersicht und der Ergebnisliste anzuzeigen. Eine Preis-Vergleichbarkeit muss ohne zusätzli- che Klicks auf Unterseiten möglich sein, um preisbewusste Nutzende gezielt in weniger ausgelastete o- der günstigere Parkhäuser zu leiten. 3. Live-Status der E-Ladeinfrastruktur: Für Parkhäuser mit Ladestationen ist der Echtzeit-Belegungsstatus der Ladesäulen (frei/belegt), sofern die Informationen vorliegen, zu integrieren. Die reine Angabe der Existenz von Ladesäulen ist nicht aus- reichend; die Daten müssen dynamisch aus den Systemen der Betreibenden eingespeist werden. 4. Nahtlose Navigationsintegration (Deep-Linking): Das Dashboard ist mit einer direkten Schnittstelle zu gängigen Navigationsdiensten auszustatten. Für jedes Parkhaus und jede P+R-Anlage ist eine prominente Schaltfläche („Route starten“ oder „Navigation An den Oberbürgermeister Herrn Torsten Burmester An den Vorsitzenden des Mobilitätsausschusses Herrn Lino Hammer Ratsfraktion Volt Rathaus Spanischer Bau Rathausplatz , Zi. B 137 50667 Köln Volt@stadt-koeln.de - 2 - öffnen“) zu integrieren. Mit einem Klick muss die Zielführung unter Übergabe der exakten Geokoordina- ten unmittelbar in der vom Nutzenden bevorzugten Navigations-App gestartet werden können, um eine manuelle Adress-Eingabe zu vermeiden. 5. Prädiktive Kapazitätsanzeige (Prognose): Das Dashboard darf nicht nur den Ist-Zustand („Echtzeit“) abbilden, sondern muss unter Nutzung histori- scher Daten und aktueller Ereignisse (Messen, Events) eine Belegungsprognose erstellen. Nutzenden soll angezeigt werden, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, zum voraussichtlichen Ankunftszeitpunkt ei- nen freien Stellplatz vorzufinden. 6. Open Data Initiative & Standard-Schnittstelle: Die Stadt Köln stellt die gesammelten Parkraumdaten nicht nur einzelnen App-Anbietern zur Verfügung, sondern veröffentlicht diese als Open Data über eine standardisierte API-Schnittstelle (z. B. DATEX II oder über das städtische Offene Datenportal). Ziel ist es, dass Navigationsdienste, lokale Start-ups und Mobilitätsplattformen diese Daten in ihre Systeme integrieren können. 7. Multimodale Schnittstellen zu KVB und Sharing-Diensten: Das Dashboard ist um eine multimodale Komponente zu erweitern. Insbesondere bei P+R-Anlagen und Parkhäusern am Stadtrand sind die nächstgelegenen Haltestellen sowie die Verfügbarkeit von Sharing- Angeboten (z.B. von Mobilstationen) direkt einzubinden, um den Umstieg auf den ÖPNV attraktiv zu ge- stalten. Begründung: Die Modernisierung der Plattform „Parken in Köln“ ist weit mehr als eine rein optische Überarbeitung; sie ist ein notwendiger Schritt, um das städtische Parkraummanagement in ein aktives Instrument der Ver- kehrssteuerung zu verwandeln. Während der Ursprungsantrag die Grundlage für eine bessere Bekannt- machung und Datenlage legt, zielen die hier vorgeschlagenen Ergänzungen darauf ab, die Plattform zu einem echten „Mobilitäts-Assistenten“ für die Bürgerinnen und Bürger sowie für Gäste der Stadt Köln auszubauen. Ein entscheidender Faktor für die Akzeptanz eines solchen digitalen Angebots ist die nahtlose Integra- tion in den Alltag der Nutzenden. Ein bloßes Informationsportal ohne direkte Verknüpfung mit der Navi- gation führt im mobilen Einsatz zu unnötigen Medienbrüchen und Ablenkungen. Durch die Implementie- rung von Deep-Linking-Funktionen, die mit nur einem Klick die Route in gängigen Navigations-Apps starten, wird das Dashboard zu einer funktionalen Schaltzentrale, die den Parksuchverkehr ohne Um- wege und Suchvorgänge direkt ans Ziel leitet. Um eine echte Lenkungswirkung im Sinne der Verkehrsvermeidung zu entfalten, muss das System zu- dem die ökonomischen Anreize sofort sichtbar machen. Die derzeitige Praxis, Preise erst nach mehre- ren Klicks auf Unterseiten anzuzeigen, verhindert einen schnellen Vergleich. Erst wenn Tarife direkt in der Kartenübersicht transparent gegenübergestellt werden, können preisbewusste Autofahrende gezielt in weniger ausgelastete oder günstigere Parkhäuser in Randlagen gesteuert werden. Dies entlastet die hochfrequentierten Kernbereiche der Innenstadt massiv. Technisch muss das Dashboard den Sprung von der reinen Ist-Zustands-Beschreibung hin zur voraus- schauenden Planung vollziehen. Da sich die Belegungssituation während der Anfahrt zum Zielort ändern kann, ist eine KI-gestützte Prognosefunktion unerlässlich. Nur wenn Nutzende bereits vor der Abfahrt sehen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen freien Platz zum Ankunftszeitpunkt ist, entsteht echte Planungssicherheit. Dies gilt in besonderem Maße für die Elektromobilität: Die bloße Information über das Vorhandensein von Ladesäulen ist ohne einen dynamischen Echtzeit-Belegungsstatus für E-Auto- Fahrende wertlos. Eine Integration dieser Daten verhindert unnötige Fahrten zu besetzten Ladepunkten und steigert die Effizienz der städtischen Ladeinfrastruktur. - 3 - Darüber hinaus darf die Stadt Köln nicht nur auf bilaterale Kooperationen mit einzelnen App-Anbietern setzen. Die Bereitstellung sämtlicher Parkraumdaten als Open Data über standardisierte Schnittstellen stellt sicher, dass diese Informationen diskriminierungsfrei in alle modernen Mobilitätssysteme einfließen können. Dies fördert Innovationen und stellt sicher, dass Köln als Smart City die Hoheit über die Daten behält, während der Markt für die bestmögliche Verbreitung sorgt. Schließlich muss das Dashboard die Brücke zum öffentlichen Nahverkehr schlagen, um den Umstieg vom PKW auf die Schiene attraktiver zu gestalten. Eine Verknüpfung der Parkdaten mit den Echtzeit- Abfahrtszeiten der KVB sowie der Verfügbarkeit von Sharing-Angeboten an P+R-Anlagen ist essenziell. Nur wenn die „letzte Meile“ in die Stadt hinein lückenlos und ohne App-Wechsel planbar ist, wird die multimodale Mobilitätswende für die Menschen in Köln und der Region im Alltag spürbar und nutzbar. Mit freundlichen Grüßen gez. Lucas Sickmöller Geschäftsführer Volt-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Rathausplatz
- Markt
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0358/2026
- Typ
- Volt Änderungsantrag nach § 13
- Datum
- 02.03.2026
- Erstellt
- 02.03.2026 10:47