Anfrage zu mehrsprachigen Gebärdendolmetscher:innen
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates AN/1123/2021 vom 26.05.2021
Stand: Am 01.06.2021 im Integrationsrat beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.
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GOL Anfrage gem. § 4__mehrsprachige Gebärdendolmetschende._Namen
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Grün offene Liste (GOL) Datum 19.05.2021 An den Vorsitzenden des Integrationsrates Herrn Tayfun Keltek An die Geschäftsstelle des Integrationsrates Herrn Andreas Vetter Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Integrationsrates Gremium Datum der Sitzung Integrationsrat 01.06.2021 Anfrage zu mehrsprachigen Gebärdendolmetscher:innen Sehr geehrter Herr Vorsitzender, Seit 2009 übernehmen Integrationslots:innen durch niedrigschwellige Sprach- und Orientierungshilfen eine wichtige Vermittlerrolle zwischen überwiegend neu zugewanderten Migrantinnen und Migranten, sowie Behörden und Einrichtungen. Die Lots:innen begleiten die Menschen zu Ärzten, bei Behördengängen oder anderen Terminen des täglichen Lebens. Sie leisten Hilfe bei Hausaufgaben, dem Ausfüllen von Formularen oder helfen beim Schreiben von Briefen. Zudem vermitteln sie hilfreiche Informationen über soziale und kulturelle Aktivitäten im Stadtteil. Gleichzeitig stellen wir fest, dass viele Gehörlose bzw. Hörgeschädigte mit einer Migrations und Fluchterfahrung in Köln kaum bzw. sehr beschränkt von diesen Angeboten Gebrauch machen können. Das liegt u.a. daran, dass es nur sehr wenige Gebärdendolmetscher:*innen gibt und die Wartezeiten sich bis zu mehreren Monaten hinauszögern können. In Notfällen ist das fatal. Zum anderen entstehen aber auch Verständigungsprobleme, da es in Köln noch weniger mehrsprachige Gebärdendolmetscher:*innen gibt. Bei besonders sensiblen Themen wie gesundheitlichen oder aufenthaltsrechtlichen Fragen, kann dies fatale Folgen für die Betroffenen haben. Eigentlich bräuchte es auch Sprachlots:*innen, die der Gebärdensprache mächtig sind. Diese Kompetenz könnte ggf. mit einer Zusatzqualifikation von den Integrationslots*innen-Anbietern implementiert werden. In diesem Zusammenhang wird um die Beantwortung der folgenden Fragen gebeten: 1. Welche Sprachlotsenprojekte gibt es momentan in der Stadt Köln, die vor allem von der Verwaltung für die Übersetzungshilfen vor Ort angefragt werden? 2. Welche Übersetzungsmöglichkeiten stehen Menschen, die die Gebärdensprache nutzen, zur Verfügung? 3. Gibt es mehrsprachige Gebärdendolmetscher:innen, die die Verwaltung bereits einsetzt? 4. Besteht die Möglichkeit, dass schon engagierte Lots:innen eine entsprechende Zusatzqualifizierung zu Gebärdendolmetschenden finanziert bekommen? Mit freundlichen Grüßen, Elizaveta Khan, Ahmet Edis, Jaroslaw Bak
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