Mandari Insight

2023/0166

Entwicklungskonzept Innenstadt

Magistratsvorlage 05.05.2023

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Gemeinsam die  
Innenstadt gestalten
mittendrin.DA
Entwicklungskonzept Innenstadt
Entwicklungskonzept Innenstadt 
Strategien und Projekte für das Zentrum Darmstadts

INHALT
Das Innenstadtkonzept | 2
Das Innenstadtversprechen | 16
Der Innenstadtcheck | 24
Mission | 52
Zukunftsprojekte | 58
Das Innenstadtkonzept

Ein Jahr lang hat die Darmstädter 
Stadtgesellschaft debattiert und 
nachgedacht, Wissen geteilt, Ideen 
entwickelt und verhandelt. Das Ergebnis 
dieses co-kreativen Arbeitsprozesses 
ist das Entwicklungskonzept 
Innenstadt: eine gemeinschaftlich 
getragene Vision für die Darmstädter 
Stadtmitte. Als inspirierender 
Kompass zeigt es innerstädtischen 
Akteur*innen aus Verwaltung, Politik 
und Wirtschaft, Eigentümer*innen 
sowie zivilgesellschaftlichen Kräften 
Wege auf, wie die Stadt aktuelle und 
kommende Herausforderungen als 
Chancen nutzen kann, um frühzeitig die 
Weichen für eine zukunftsorientierte 
Innenstadtentwicklung zu stellen.
3

Noch ein Konzept?
 
Was das Innenstadtkonzept 
bewirken soll
Darmstadt ist in einer guten Ausgangsla-
ge, um frühzeitig nach vorne zu schauen
Von der Technischen Universität über das Staats-
theater und das Landesmuseum bis hin zum 
historischen Residenzschloss und dem darmstadt-
ium: Darmstadts Stadtmitte überzeugt durch eine 
Vielzahl von Qualitäten. Um dem Ruf eines viel-
seitigen, innovativen und lebenswerten Zentrums 
auch in Zukunft gerecht zu werden, muss sich die 
Wissenschaftsstadt den Trends und Entwicklungen 
stellen, denen Innenstädte allerorts ausgesetzt 
sind. Der wachsende Online-Handel führt seit 
Jahren zu rückläufigen Frequenzen in den Fuß-
gängerzonen. Das Konsum- und Freizeitverhalten 
der Menschen wandelt sich, hinzu kommen neue 
Anforderungen an urbane Mobilität und klimaan-
gepasste Stadträume. Durch die Corona-Pandemie 
und die allgemeine Preissteigerung wird dieser 
Entwicklungsdruck zusätzlich befeuert – wodurch 
die traditionelle Bedeutung der Innenstadt als 
soziales und wirtschaftliches Stadtzentrum zuse-
hends bedroht ist. 
Mit dem Entwicklungskonzept Innenstadt erkennt 
Darmstadt die Chance, frühzeitig zu handeln 
und die Innenstadt mit innovativen Ansätzen und 
neuen Nutzungskonzepten zukunftssicher aufzu-
stellen. Die Bedingungen hierfür sind günstig: Die 
Ambitionen der einstigen Hauptstadt des Groß-
herzogtums Hessen sind groß. Darmstadt ver-
steht sich als Oberzentrum, das weit mehr kann 
als seine Größe andeutet. Als Teil der Metropol-
region Rhein-Main liegt Darmstadt in einer der 
wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Die 
Wirtschaftsleistung der Stadt ist doppelt so hoch 
wie der Bundesdurchschnitt. Darmstadt behei-
matet mehrere Dax-Konzerne, drei Einrichtungen 
der Fraunhofer-Gesellschaft, das Europäische 
Satellitenkontrollzentrum ESOC der ESA sowie die 
europäische Organisation für die Nutzung meteo-
rologischer Satelliten EUMETSAT, eine Technische 
Universität, zwei Hochschulen und zahlreiche 
öffentliche und private Wissenschafts- und For-
schungseinrichtungen. Viele Dinge des Alltags – 
von der Funkuhr bis hin zum ersten Waschmittel 
auf Enzymbasis – wurden hier erfunden. Laut dem 
Forschungs- und Beratungsinstitut Prognos zählt 
Darmstadt im Jahr 2022 zu den Städten mit den 
besten Zukunftschancen in Deutschland. Und 
auch als Kulturzentrum ist Darmstadt bestens 
aufgestellt: Davon zeugt nicht zuletzt die Aus-
zeichnung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe als 
UNESCO-Welterbe.
Darmstadt strahlt als Wissenschafts- und Kulturstadt weit über die Region 
hinaus – die Innenstadt hingegen bleibt als Shopping-City aktuell hinter ihren 
Möglichkeiten zurück. In einem co-kreativen Dialog mit der Stadtgesellschaft 
ergreift Darmstadt die Chance, frühzeitig aktuellen und kommenden Heraus-
forderungen zu begegnen und die Stadtmitte als zukunftsrobustes wirtschaftli-
ches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum mit Aufenthaltsqualität für alle 
Darmstädter*innen zu stärken. Was lockt die Menschen auch noch morgen und 
übermorgen in die Darmstädter Innenstadt? Das Entwicklungskonzept Innenstadt 
schlägt konkrete Projekte vor, die – aufbauend auf relevanten Zukunftsfragen 
– die vorhandenen Energien in der Stadt aufgreifen, lokale Akteur*innen identifi-
zieren, neue Nutzungen etablieren und alte ergänzen – und damit das Darmstäd-
ter „Innenstadtversprechen“ erneuern.
Das Innenstadtkonzept
4

„Der Wandel der Innenstadt  
ist eine einmalige Chance“ 
Viele Krisen sind über die Innenstadt der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt in den 
letzen Monaten und Jahren hineingebro-
chen und haben das bis dato existierende 
Innenstadtbild in Frage gestellt. Diese 
Entwicklungen haben wir rechtzeitig 
erkannt und die Chance ergriffen, ein 
weitreichendes Konzept zu erstellen. 
Unsere Innenstadt braucht eine Zukunft, 
sie braucht eine Vision und sie braucht 
vor allem uns, die Menschen aus Darm-
stadt und Umgebung, die sich freuen in 
die Innenstadt zu kommen.
Gemeinsam haben wir uns in den letzten 
Monaten auf den Weg gemacht, mutige 
Antworten auf die Frage zu geben, was 
die Leute auch morgen und übermorgen 
in unsere Innenstadt lockt. Für unsere 
urbane City liegt uns nun dieses Konzept 
mit wegweisenden Schlüsselprojekten 
vor. Damit beginnt jetzt die Arbeit und 
wir müssen gemeinsam alle Kräfte der 
Stadt aktivieren: Zivilgesellschaft, Ge-
werbetreibende, Kreative, Kulturschaf-
fende, Immobilieneigentümer*innen so-
wie Stadtverwaltung und Politik. Packen 
wir es an mit Elan und langem Atem für 
unser neues Miteinander in der Mitte.
Jochen Partsch
Oberbürgermeister 
Die Innenstadt muss zum Dreh-  
und Angelpunkt der Darmstädter  
Dynamik werden
Angesichts der überregionalen Strahlkraft Darm-
stadts als prosperierende Wissenschafts- und 
Kulturstadt überrascht es, dass diese positiven 
Energien nur vereinzelt in der Innenstadt zu Tage 
treten. Als überwiegende Shopping-City bleibt sie 
hinter der Entwicklung der Gesamtstadt zurück. 
Obwohl die Innenstadt noch immer ein wichtiges 
Versorgungszentrum ist, strauchelt der Einzelhan-
del allmählich auch hier. Jüngstes Beispiel ist die 
geplante Schließung der Kaufhof-Filiale am weißen 
Turm. Eine schwere Entscheidung, die aber auch 
ein enormes Entwicklungspotenzial für die Zukunft 
der City eröffnet. Dazu kommt, dass viele Orte, wie 
etwa das historische Residenzschloss, zwar über 
eine starke bauliche Repräsentativität verfügen, 
allerdings bisher wenig mit der Innenstadt in Re-
sonanz treten und damit mehr schöne Kulisse als 
lebendiger Stadtraum der Zivilgesellschaft sind.
Das Entwicklungskonzept Innenstadt baut auf 
der Annahme auf, dass die Innenstadt in Zukunft 
nicht mehr allein durch den Handel funktioniert. 
Um weiterhin attraktiv für Bewohner*innen, Be-
sucher*innen und Zuziehende zu sein, muss 
Darmstadts City ein besonderes „Innenstadtver-
sprechen“ bieten: 
In der Stadtmitte wird eingekauft, es wird aber 
auch gearbeitet und gewohnt, flaniert und pro-
duziert, gelernt und gefeiert, regiert und reprä -
sentiert, Kultur genossen und Muße getan. Dafür 
braucht es Orte, an denen Menschen unterschied-
lichster Herkünfte und Lebensstile aufeinander-
treffen. Anlässe, die Menschen rund um die Uhr in 
die Innenstadt locken, unabhängig von Alter, Ein-
kommen oder Geschlecht: neue Gastronomie- und 
Einzelhandelskonzepte, konsumfreie Treffpunkte, 
Raum für gesellschaftliches Engagement, Wis-
sen, Arbeit, Produktion und Kultur. Der Anspruch 
des Entwicklungskonzepts Innenstadt ist es, die 
verschiedenen Funktionen der Innenstadt – von 
Wohnen über Arbeit, Mobilität, Teilhabe und Kultur 
– nicht nur zu stärken, sondern sie durch kleinräu-
mige Veränderungen miteinander zu verzahnen. 
Ziel ist eine lebendige Innenstadt – eine gesell-
schaftliche Mitte – die Darmstadt als innovative 
Wissenschafts- und Kulturstadt repräsentiert.
5

Das Entwicklungskonzept Innenstadt  
holt Darmstadts vielfältige Qualitäten  
ins Zentrum
In einem co-kreativen Arbeitsprozess hat die  
Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammen mit 
einem breiten Kreis von Akteur*innen einen Blick 
in die Zukunft gewagt und – aufbauend auf den 
zentralen Zukunftsfragen der Innenstadt –  
konkrete Projekte auf räumlicher und organisatori-
scher Ebene erarbeitet. Sie alle knüpfen an vor-
handene Energien in Darmstadt an, identifizieren 
lokale Mitstreiter*innen und bedienen möglichst 
viele Nutzungen gleichzeitig mit dem Ziel, neu-
artige hybride Orte für alle Darmstädter*innen 
zu schaffen. Darüber hinaus schlägt das Konzept 
neue Kommunikationskanäle und Governance-
Strukturen vor, die die Stadt zur steuernden Akteu-
rin des Wandels machen und zugleich die Kräfte 
der Zivilgesellschaft aktivieren. Das Entwicklungs-
konzept Innenstadt ist somit auch eine Einladung, 
die Zukunft der Stadt gemeinsam und aktiv  
zu gestalten.
„Gemeinsam die Innenstadt  
für die Zukunft entwickeln“ 
Das InnenstadtkonzeptDarmstadts Innenstadt bietet jede Menge 
Potenziale – es ist höchste Zeit, diese zu 
nutzen und „ins Machen“ zu kommen. 
Genauer heißt das: mit vereinten Kräften 
zukunftsweisende Projekte auf den Weg 
bringen und damit die Weiterentwicklung 
der City vorantreiben. In Zeiten sich an-
kündigender Veränderungen im Einzel-
handel gilt es, Herausforderungen als 
Chancen zu begreifen und den Wandel 
der Innenstadt durch mutiges Handeln 
aktiv zu gestalten. Mit dem co-kreativen 
Prozess rund um das Entwicklungskon-
zept Innenstadt haben wir einen stadtge-
sellschaftlichen Diskurs rund um die Zu-
kunft der City angestoßen – darauf wollen 
wir aufbauen. Auch im weiteren Entwick-
lungsprozess werden wir alle Akteur*in-
nen der Stadtgesellschaft zusammenbrin-
gen, um an gemeinschaftlich getragenen 
Lösungen zu arbeiten. Denn die Zukunft 
der Innenstadt geht uns alle etwas an: 
Bewohner*innen, Besucher*innen, Eigen-
tümer*innen und Gewerbetreibende. 
Jeder Mensch hat dabei seine eigene 
Perspektive auf die Innenstadt – und alle 
Perspektiven sollten sich in Darmstadts 
Stadtmitte wiederfinden. Dafür braucht 
es vielfältige Angebote, neue Orte und 
attraktive Anlässe. Lassen Sie uns diese 
zusammen entwickeln.
Michael Kolmer 
Planungsdezernent
6

„Ich wünsche mir für Darmstadts Innenstadt, dass 
sie ein grüner, entspannter, diverser und diskri -
minierungsfreier Ort wird, an dem sich Menschen 
gerne treffen, sich gerne aufhalten und ohne  
Kommerz zusammen feiern.“
Winfried Kändler  
Evangelisches Dekanat Darmstadt
„Leerstände überwinden, die Innenstadt am Leben 
halten und teilweise wiederzubeleben – das sind die 
nächsten Herausforderungen unserer Innenstadt.“
Thilo Hanke 
Vorsitzender DEHOGA Darmstadt-Dieburg
„Für die Darmstädter Innenstadt wünsche ich mir 
die Offenheit der Bürger*innen, Angebote anzu -
nehmen, der eigenen Stadt eine Chance zu geben 
und so die Innenstadt mit ihrer eigenen Persön -
lichkeit zu beleben.“ 
Alexander Gemeinhardt  
Direktor der Schader-Stiftung
„Für die Darmstädter Innenstadt wünsche ich 
mir, dass sie wieder zu einem anregenden Ort 
zum Verweilen wird, in dem ich dann wieder gern 
meine Mittagspause und den Samstagvormittag 
verbringe. Wenn das dann breiten Bevölkerungs -
schichten so geht, kommt die nötige Transforma -
tion ganz von allein.“
Prof. Andreas Pfnür 
Leiter Fachgebiet Immobilienwirtschaft, TU Darmstadt
„Am gemeinsamen Innenstadtentwicklungsprozess 
hat mich am meisten begeistert, dass es – mit Hil -
fe vor allem des Oberbürgermeisters – gelungen 
ist, so viele verschiedene Akteure in dieses Projekt 
zu involvieren. Das Besondere an dem Innen -
stadtentwicklungsprozess ist der Anspruch, viele 
verschiedene Wünsche, Erfordernisse und Gege -
benheiten einzufangen und zu kanalisieren. Die 
Umsetzung der vielen guten Ideen erfordert viel 
Energie, finanzielle Mittel und nicht zuletzt den 
politischen Willen, auch große Ideen zu gestalten.“ 
Dr. Moritz Koch 
Vorsitzender Darmstadt Citymarketing e. V.
„Das Besondere an dem Innenstadtentwicklungs -
prozess ist, dass Akteure aus Wirtschaft, Wissen -
schaft und Zivilgesellschaft einbezogen waren und 
wichtige Impulse für eine lebendigere Innenstadt 
formuliert wurden, wie z. B. die bessere Sicht -
barkeit von Wissenschaft und Raumfahrt und die 
Belebung durch frische Ideen.“  
 
Prof. Klaus-Michael Ahrend  
Vorstand Heag Holding AG
Stimmen aus dem  
Entwicklungsprozess
„Am gemeinsamen Innenstadtentwicklungsprozess 
hat mich am meisten die Vernetzung von Stake -
holdern aus ganz unterschiedlichen Branchen be -
geistert. Die nächsten Herausforderungen unserer 
Innenstadt werden darin bestehen, dem Leerstand 
entgegenzuarbeiten und die Aufenthaltsqualität zu 
erhöhen.“
Dr. Martin Faass 
Direktor Hessisches Landesmuseum Darmstadt
„Das Besondere am Innenstadtentwicklungspro -
zess ist das Ziel eines funktionalen Netzwerkes 
von Wohnen, Geschäften, Gastronomie und Kultur.“
Prof. Ludger Hünnekens 
Kulturreferent der Wissenschaftsstadt Darmstadt
7

Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-Platz
Kasinostraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Hügelstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Eschollbrücker Straße
Heinrichstraße
Rückertstraße
Hoffmanstraße
Mathildenstraße
Martinstraße
Hochstraße
Hoffmannstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Am Alten Landtag
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Sieboldstraße
Julius-Reiber-Straße
Bismarckstraße
Hochschulstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Merckstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Adolf-Spieß-Straße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Riedlingerstraße
Woogsplatz
Lindenhofstraße
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
Das Regierungspräsidium 
ist Verwaltungszentrum 
des Regierungsbezirks 
Darmstadt und zeugt 
zugleich von Darmstadts 
langer Geschichte als  
politisches Zentrum
Das Luisencenter, ein Bau der 1970er und 80er 
Jahre, beherbergt heute ein Shopping Center 
und das neue Bürger- und Ordnungsamt. 
Das Stadthaus steht seit dem Umzug des 
Bürger- und Ordnungsamts in das Luisen-
center leer. Als Gebäude in städtischer 
Hand ist das Stadthaus ein Potenzialort für 
zukünftige Entwicklungen
Das Staatstheater Darmstadt zeigt Opern, 
Tanz, Theater und Konzerte und hat eine 
über 200-jährige Tradition. Heute befindet 
es sich in einem ikonischen Bau der 1970er 
Jahre am Georg-Büchner-Platz.
Seit der Umgestaltung der 
Grafenstraße hat sich hier ein  
lebendiger gastronomischer  
Hotspot entwickelt.
HBF
Die Innenstadt mit ihren repräsentativen Plätzen 
und Gebäuden sowie den bedeutenden Institutionen 
strahlt weit über ihre Grenzen hinaus - sie kann weit 
mehr als nur Shopping-Destination zu sein. Es gibt 
große kulturelle Institutionen wie das Staatstheater 
Darmstadt oder das Hessische Landesmuseum 
Darmstadt - eines der ersten öffentlichen Museen 
Deutschlands! Das Regierungspräsidium ist das 
politische Zentrum des Regierungsbezirks Darmstadt, 
der mehr als die Hälfte der Hessischen Bevölkerung 
umfasst. Mit der Technischen Universität Darmstadt 
(TU) und dem darmstadtium ist auch die Darmstädter 
Forschungslandschaft am Innenstadtrand vertreten. 
Süd-östlich des Luisenplatzes befinden sich mit  
Carree und Luisencenter sowie der Fußgängerzone  
der Shopping-Hotspot der Stadt.
Darmstadts Innenstadt: 
das starke Herz einer 
starken Region
Das Innenstadtkonzept
8

Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-Platz
Kasinostraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Hügelstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Eschollbrücker Straße
Heinrichstraße
Rückertstraße
Hoffmanstraße
Mathildenstraße
Martinstraße
Hochstraße
Hoffmannstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Am Alten Landtag
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Sieboldstraße
Julius-Reiber-Straße
Bismarckstraße
Hochschulstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Merckstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Adolf-Spieß-Straße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Riedlingerstraße
Woogsplatz
Lindenhofstraße
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
An der Technischen Universität 
Darmstadt studiert die Hälfte  
der Darmstädter Studierenden,  
rund 25.000.
UNESCO Welterbe 
Mathildenhöhe Darmstadt
Der Cityring leitet den Verkehr um 
die Innenstadt herum und stellt 
dadurch auch eine Barriere für 
viele Menschen dar.
Um die historische Stadtkirche  
herum gibt es ein Netz von  
gut genutzten Gässchen und  
kleinen Plätzen.
Das historische Residenzschloss ist 
heute der Sitz von Kultureinrichtungen, 
Forschungsinstituten und Gastronomie.
Das Hessische Landesmuseum  
Darmstadt ist ein Universalmuseum  
und eines der ältesten öffentlichen  
Museen in Deutschland.
Das Luisencenter, ein Bau der 1970er und 80er 
Jahre, beherbergt heute ein Shopping Center 
und das neue Bürger- und Ordnungsamt. 
öffentliche Gebäude
9

So ist das Innenstadtkonzept entstanden:
Die Meilensteine des Prozesses
In einem einjährigen co-kreativen Verfahren wurde mit der Darmstäd-
ter Stadtgesellschaft das Entwicklungskonzept Innenstadt erarbeitet. 
Dabei galt es, möglichst viele Perspektiven einzufangen: von Men-
schen, die hier wohnen, arbeiten und einkaufen, sozial oder kreativ 
tätig sind, ein Geschäft betreiben, sich bilden und ihre Freizeit in der 
City verbringen. Von Online-Befragungen, Verwaltungsworkshops und 
Stakeholder-Sessions über die Zukunftswerkstatt bis hin zu Think 
Tanks und der Creators Night: Gemeinsam arbeiteten Bürger*innen,  
Politik, Verwaltung, Gewerbetreibende und weitere Innenstadt-
akteur*innen an zukunftsweisenden Lösungen für die Innenstadt. 
Online-Beteiligung
Verwaltungsworkshops  
& Stakeholdersessions
Think Tank 1
Think Tank 2
In einer Reihe von Verwaltungsworkshops 
und Stakeholder Sessions wurden Menschen 
aus unterschiedlichen Fachbereichen, z.B. 
Kultur, Soziales, Mobilität, Jugendbildung 
etc. eingeladen, ihr Wissen über und ihre  
Vorschläge für die Innenstadt zu teilen.
Über 1000 Personen nahmen mit mehr 
als 3500 Beiträgen an der einmonatigen 
Onlinebefragung teil.
Das Innenstadtkonzept
10

Zukunftswerkstatt
Creators Night
Think Tank 4
Politischer 
Beschluss
Eine Gruppe von über 40 Stakeholder*innen 
entwickelte im November insgesamt 8 Projekte 
für die Innenstadt, die sie anschließend als  
Modell selbst gebaut haben.
Mehr als 150 Menschen diskutierten in der Zu-
kunftswerkstatt, wie man auch in Zukunft noch 
Besucher*innen in die Innenstadt locken kann. 
Sie haben sich intensiv mit Vorschlägen und Ideen 
auseinander gesetzt, die als Ergebnis der ersten 
Co-Kreationsphase entstanden sind.
Think Tank 3
Ein fester Kreis von etwa 25 zentralen Stakehol-
der*innen wurde eingeladen, im Rahmen von vier 
Think Tanks am Innenstadtkonzept mitzuarbeiten. 
An Orten wie der Stadtkirche oder dem Stadthaus 
machte sich der Think Tank erst Gedanken über 
die zentralen Zukunftsfragen und Lösungsansätze 
und entwickelte später eigene Projektideen.
11

Der Innenstadtprozess im Detail -  
Projektfahrplan und Beteiligungsformate
Das Entwicklungskonzept Innenstadt verfolgt den 
Ansatz, co-kreativ – also gemeinsam mit den Men-
schen vor Ort – an der Zukunft der Darmstädter 
Innenstadt zu arbeiten. In einem einjährigen Ver-
fahren eröffneten unterschiedliche Beteiligungs-
formate den Darmstädter*innen die Möglichkeit, 
sich in den Prozess einzubringen. Sowohl online 
als auch in Werkstätten vor Ort waren Bürger*in-
nen gefragt, ihre Expertise zu teilen. Um die  
spezifischen Sichtweisen von Gewerbetreibenden 
und weiteren relevanten Stakeholder*innen  
Innenstadtcheck: 
Grundlagenanalyse
Mit dem Innenstadtcheck wird eine gemeinsame 
Wissensbasis für alle beteiligten Akteur*innen 
geschaffen. Im Fokus steht hierbei die Analyse der 
Innenstadt in Bezug auf ihre Funktionen, deren 
Mischung und räumlich-funktionalen Zusammen-
hänge. Hierfür wurden vorhandene Unterlagen, 
wie Analysen, Kennzahlen und Gutachten ausge-
wertet, und mit aktuellen Trends und Entwicklun-
gen abgeglichen. Darüber hinaus fand eine eigene 
Stadtraumanalyse in Kombination mit Hinter-
grundgesprächen statt. Nicht zuletzt flossen die 
Ergebnisse der öffentlichen Online-Umfrage und 
weiteren Beteiligungsformaten in den Innenstadt-
check mit ein.
Entwurfsphase:  
Vision, Projekte und Raumbild
Die Erkenntnisse aus dem Innenstadtcheck bilden 
zusammen mit den Ergebnissen aus der Beteili-
gung die Grundlage für einen Innenstadtkonzept-
entwurf. Dieser beinhaltet folgende Teilaspekte: 
• Benennung von strategischen Zielen  
und Handlungsansätzen, 
• Beschreibung von Schlüsselprojekten und  
Sofortmaßnahmen zur Zielerreichung,
• Zielbild in Form eines Plans (Raumbild),  
ergänzt um eine narrativ-illustrierte  
Vision der Innenstadt,
• Vorschläge für eine Governance-Struktur  
(Steuerungs- und Regelsystem) sowie  
Empfehlungen zu Umsetzungsinstrumenten. 
einzufangen, waren diese eingeladen, die Zukunft 
der Innenstadt in Think Tanks und Stakeholder-
workshops zu diskutieren. Der Prozess setzt sich 
aus zwei aufeinander folgenden Co-Kreations-
Phasen zusammen. In einem ersten Schritt identi-
fizierten die Beteiligten zunächst die wichtigsten 
Fragen und Problemlagen der Innenstadt (Innen-
stadtcheck), um dann in der anschließenden  
Entwurfsphase an konkreten Lösungen und Pro-
jekten für die Innenstadt zu arbeiten. 
Bürger*innen
Onlinebeteiligung Kinder- und Jugendumfrage
EntwurfsphaseInnnenstadt-Check Umsetzung
Verwaltung und  
andere Stakeholder
Think Tank
März 2022
Think Tank 1
Verwaltungs-  
workshop
Creators Night Verwaltungsumfrage
Zukunftswerkstatt
Think Tank 2 Think Tank 3 Think Tank 4
Stakeholder
Workhshops
Juli Oktober Januar 2023
Der Prozessfahrplan
Das Innenstadtkonzept
12

Bürger*innen-Beteiligung
Als fester Bestandteil des Prozesses erfolgte 
eine Einbindung der Bürgerschaft zu bestimmten 
Fragestellungen der Innenstadtentwicklung. In 
zwei Dialog- und Co-Kreations-Phasen wurde der 
Prozess geöffnet und die Stadtgesellschaft einge -
laden, sich intensiv mit den zentralen Fragestellun-
gen und auch mit möglichen Antworten auseinan-
derzusetzen.  
Online-Beteiligung
Einen Monat lang konnten Interessierte zu den fol-
genden Fragen Orte in der Darmstädter Innenstadt 
auf einer Karte markieren und kommentieren:
• Welcher Ort soll so bleiben?
• Welcher Ort soll sich ändern?
• Was fehlt noch komplett?
Über 1000 Personen nahmen mit mehr als 3500 
Beiträgen an der Umfrage teil, die in den Stadt-
check eingeflossen sind. 
In Ergänzung zur Online-Beteiligung wurde im  
Februar 2023 eine Kinder- und Jugend befragung 
durchgeführt, deren Ergebnisse in die Projekte mit 
eingeflossen sind.
Zukunftswerkstatt
Im September 2022 fand die Zukunftswerkstatt 
für Bürger*innen statt. Hier ging es um die Frage, 
warum wir auch noch morgen und übermorgen in 
die Darmstädter Innenstadt kommen sollen. Über 
150 Darmstädter*innen haben die Gelegenheit ge-
nutzt und kamen ins Foyer des neuen Bürger- und 
Ordnungsamtes im Luisencenter. Sie haben sich 
intensiv mit Vorschlägen und Ideen auseinander 
gesetzt die als Ergebnis der ersten Co-Kreations-
phase entstanden sind und wesentliche Themen 
für die weitere Entwicklung herausgearbeitet.
Kinder- und Jugendbeteiligung: forschende Innenstadtspaziergänge
Besucher*innen der Zukunftswerkstatt diskutieren über die Zukunft ihrer Stadt
13

Verwaltung und andere Stakeholder*innen
Um auch ganz spezifische Sichtweisen, etwa von 
Gewerbetreibenden, Akteur*innen aus kulturellen 
und sozialen Institutionen oder von Schlüssel-
personen der Verwaltung einzufangen, wurden 
gezielt Think Tanks mit Stakeholder*innen sowie  
Online-Workshops mit verschiedenen Fokusgruppen 
durchgeführt. 
Die Creators Night 
Auf der Creators Night im November 2022 entwi-
ckelte eine Gruppe von über 40 Stakeholder*innen 
konkrete Projektideen für die Innenstadt. Die Teil-
nehmenden wurden zu Gruppen zusammengewür-
felt und erarbeiteten dann anhand von Leitfragen 
zukunftsweisende Projekte für die Innenstadt. 
Teil der Aufgabe war es, ein Modell des Projekts 
zu bauen. Nachdem die Gruppen die Modelle 
und Projektideen präsentiert hatten, stimmten 
die Teilnehmenden ab, welche Gruppe einen von 
insgesamt fünf Preisen erhalten sollte. Die Preis-
kategorien: „Quick Win“, „Game Changer“, „Mehr 
DA geht nicht“, „Unmöglich aber Cool“ und „Crea-
tors Choice Award“. Den Hauptpreis des Abends, 
der Creators Choice Award ging an die Gruppe 
„Darmstadt Mittendrin“, die mit ihrem Projekt 
einen zentralen Ort für die Zivilgesellschaft vor-
stellte: Über mehrere Stockwerke hinweg finden an 
zentraler Stelle Kultur, Zivilgesellschaft und Stadt-
politik einen Ort für Austausch und gemeinsames 
„Stadtmachen“. 
Einbeziehung der Verwaltung
Zur Erarbeitung eines tragfähigen und umsetz-
baren Entwicklungskonzepts für die Darmstädter 
Innenstadt, wurden frühzeitig die für den Prozess 
wesentlichen Ämter einbezogen. In mehreren  
Online-Workshops begleiteten Vertreter*innen der 
Verwaltung die Entwicklung des Innenstadtkon-
zepts. In einem „Call to Action“ wurden die Ämter 
darüber hinaus aufgefordert weitere Projektvor-
schläge für die Zukunft der Darmstädter Innen-
stadt einzureichen.
Impressionen der Creators Night im Stadthaus
Das Innenstadtkonzept
14

Impressionen der Creators Night im Stadthaus Impressionen der Think Tanks im Stadthaus und der Stadtkirche
Think Tank Innenstadt 
Ein fester Kreis von etwa 25 zentralen Innenstadt-
akteur*innen wurde eingeladen, sich im Rahmen 
von vier Innenstadt-Workshops intensiv auszutau-
schen und unter Anleitung schrittweise die kon-
zeptionellen Grundlagen und Inhalte des Projekts 
zu erarbeiten. Während der erste und letzte Think 
Tank digital stattfanden, wurde der zweite Termin 
in der Stadtkirche abgehalten. Zum dritten Work-
shop versammelten sich die Teilnehmenden im 
alten Stadthaus. An diesen zentralen Orten in der 
Innenstadt machte sich der Think Tank zunächst 
Gedanken über die zentralen Zukunftsfragen für 
die Innenstadt und entwickelte erste Lösungsan-
sätze für die drängendsten Probleme. Anschlie-
ßend wurden auch hier – wie bei der Creators 
Night – konkrete Projektideen formuliert. Die 
Projektsteckbriefe beschäftigten sich mit Fragen 
zur Finanzierung, wichtigen Meilensteinen oder 
Akteur*innenkonstellationen. 
15

Der Ansatz:
Darmstadts  
Innenstadtversprechen
neu definieren
16

Ausgangspunkt und roter Faden 
des Innenstadt-Konzepts ist das 
Innenstadtversprechen. So wie eine 
Stadt im Ganzen ein „Stadtversprechen“ 
in sich trägt – zum Beispiel auf 
Entfaltungsmöglichkeiten, Teilhabe 
oder urbane „Erlebnisvielfalt“ – so trägt 
auch eine Innenstadt ein „Innenstadt- 
Versprechen“ in sich. Es sind die 
zentralen Orte der Städte, Orte an 
denen die Zivilgesellschaft zusammen 
kommt, Politik und Geschäfte gemacht 
werden, hier wird gewohnt, gearbeitet, 
gelebt. Geraten die Säulen, die dieses 
Versprechen tragen, jedoch aus 
dem Gleichgewicht, müssen wir neu 
definieren was eine Innenstadt für uns 
leisten soll und mit welchen konkreten 
Maßnahmen wir gegensteuern.
17

Der Ausgangspunkt:  
Die sechs Säulen, die das 
Innenstadtversprechen tragen
Das Innenstadtversprechen gliedert sich in sechs Säulen auf, 
die sich aus dem Konzept der sogenannten Daseins-Grundfunk-
tionen ableiten – Bedürfnissen wie Wohnen, Versorgung, Bildung 
etc., die Menschen ganz allgemein haben. Sie alle sollten sich 
in einer europäischen Innenstadt realisieren lassen. Hier wird 
ein idealisiertes Bild des Innenstadtversprechens beschrieben, 
wie es so nicht existiert oder existiert hat. Jede (Innen-)Stadt 
besitzt für sie typische Ausprägungen der Säulen, die in  
ihrer sozialräumlichen und funktionalen Gliederung,  
der geschichtlichen Entwicklung und  
Identität begründet liegen.
Die Innenstadt als Drehscheibe  
und Verkehrsknoten (Mobilität)
Die Innenstadt als Ort  
der Arbeit und der Produktion
Die Innenstadt ist der zentrale Knoten 
des Mobilitätssystems der Stadt. Sie ist 
Start-, Ziel- und Umsteigepunkt für unter-
schiedlichste Formen von Mobilität, vom 
ÖPNV, Fuß- und Radverkehr bis hin zum 
motorisierten Individualverkehr. Die Innen-
stadt muss vielfältigen Ansprüchen genü  gen 
und Konflikten vorbeugen. 
Die Innenstadt ist ein wichtiger Ort der 
Arbeit und Produktion – für verschiedene 
Branchen und nicht nur für die im Handel 
Tätigen. Hier werden Geschäfte gemacht, 
hier konzentrieren sich Dienstleistungen 
und Unternehmen.
Das Innenstadtversprechen
18

Die Innenstadt als Ort  
des Handels und der Versorgung
Die Innenstadt als Ort der Bildung, 
Teilhabe und Repräsentation
Die Innenstadt als Ort  
der Kultur, der Freizeit und  
des Freiraums
Die heutigen Innenstädte sind historisch 
gewachsene, besondere Wohnorte. Erst 
aus der Dichte ihrer Bewohnerschaft und 
Arbeitsstätten konnte sich die Grundstruk -
tur der City bilden. Es gibt die Erwartung 
und Hoffnung vieler Menschen auf ein ge -
wisses Maß an Alltagsleben zu verschiede -
nen Tageszeiten auch in der City.
Die Innenstadt ist ein Ort der Kultur, der 
Muße und der Gemeinschaftlichkeit. Hier 
gibt es große Museen und Theater, man 
kann zu fast allen Tageszeiten essen, trin-
ken, sich auf Plätzen und in Grünanlagen 
treffen und Zerstreuung finden. 
Die Innenstadt ist der zentrale Ort des Han -
dels und der Versorgung in der Stadt. Hier 
bekommt man alles, was eine Stadt bieten 
sollte – insbesondere die Dinge, die über 
den täglichen Bedarf hinausgehen. Das Sor -
timent und die Breite des Warenangebots 
spiegeln den Wohlstand der Stadt wider.
Die Innenstadt ist ein Ort der Bildung, 
Teilhabe und Repräsentation – auf politi-
scher wie individueller Ebene. Hier trifft die 
Stadtgesellschaft aufeinander. Es werden 
wichtige, politische Entscheidungen ge -
troffen, hier zeigt und trifft man sich zum 
privaten, geschäftlichen oder politischen 
Austausch. Schulen oder Universitäten 
setzen die Grundlagen für die Teilhabe am 
gesellschaftlichen Leben. 
Die Innenstadt als Ort  
des Wohnens
19

Wie sich die Ausprägung 
der Säulen über die Zeit 
verschoben hat
Industrialisierung  
und Citybildung –  
die Stadt um 1900
Die Industrialisierung ließ 
auch Darmstadt wachsen 
und führte zu grundlegen-
den Veränderungen in der Innenstadt. Die stei-
gende wirtschaftliche Bedeutung der Innenstädte 
führte zur erhöhten Nachfrage nach Geschäften, 
Banken, Büros und Bildungseinrichtungen. Dies 
führte zu Veränderung des städtischen Boden-
markts und zur Herausbildung eines zentralen 
Geschäftsbezirks (Citybildung) und Gründerzeit-
wohnvierteln wie dem Martinsviertel. Während sich 
der Einzelhandel in Form von Ladengeschäften, 
Passagen und Kaufhäusern in den Innenstädten 
etablierte, wurden kleinere Gewerbe- und Hand-
werksbetriebe schrittweise aus dem Zentrum ver-
drängt. Auch die Wohnnutzung begann unter den 
problematischen Verhältnissen in der mittelalter-
lichen Innenstadt zu bröckeln.
Der Handel wankt  
und neue Konzepte  
finden ihren Platz –  
die 80er und 90er 
Jahre
Die hohe Nachfrage 
nach Citylagen führ-
te zu immer höheren Immobilienpreisen, die in 
zunehmendem Maße nur noch von finanzkräfti-
gen Filialisten und Dienstleistenden aufgebracht 
werden konnten. Mit dem umstrittenen Neubau 
des Luisencenters bekam die Innenstadt ihr erstes 
Shoppingcenter. Gleichzeitig zog sich die Verwal-
tung aus der Innenstadt zurück. Übrig blieb eine 
monofunktionale Stadtmitte, die sich vorrangig 
auf den Konsum und den Einzelhandel fokussierte. 
Dies macht die Darmstädter Innenstadt anfällig 
für Veränderungen im Einzelhandel, wie sie  
heute auftreten.
Wiederaufbau einer  
modernen Stadt –  
die Nachkriegszeit  
der 1950er/60er 
Jahre 
 
Nach dem Zweiten Welt-
krieg lag auch Darm-
stadt in Trümmern. Einige der repräsentativen Ge-
bäude wurden wieder aufgebaut, viele Wohnbauten 
wurden hingegen zugunsten von Straßendurch-
brüchen abgerissen und in modernen Formen neu 
errichtet. In der Innenstadt lag der Fokus auf dem 
Handel, der Versorgung und dem Konsum, wäh-
rend andernorts reine Wohnviertel, Gewerbegebie-
te oder Naherholungsbereiche geschaffen wurden.
Über Jahrhunderte hielten die Städte das Verspre-
chen einer lebendigen und vielseitigen Innenstadt 
intakt. Was heute Innenstadt oder Altstadt ist, 
war vor der Industrialisierung meist die gesamte 
Stadt - so auch in Darmstadt. Hier, innerhalb der 
Stadtmauern, befanden sich sämtliche Nutzungen 
und Angebote, die die Stadt zu bieten hatte. Hier 
wurde auf engstem Raum gewohnt, gearbeitet, 
regiert, gehandelt und gebetet. Mit dem enormen 
Wachstum der Städte während der Industrialisie-
rung begannen erste Tendenzen der räumlichen 
Ausdifferenzierung und Funktionsteilung. Spä-
testens seit der Moderne und dem Wiederaufbau 
dominierten Trends zur Monokultur – Handel  
und Dienstleistungen bestimmten zusehends das 
Bild der Innenstädte.
Das Innenstadtversprechen
20

Altstadt und ihre Erweiterungen. Darmstadt um 1850
Der Marktplatz um 1900
Die Mollerstadt wird als  
Stadterweiterung gebaut.
Darmstadt wächst und wird nach  
Westen erweitert. Luisenplatz,  
Mathildenplatz und Rheinstraße  
werden angelegt.
Nach der Teilung Hessens wird Darm-
stadt zur Residenzstadt. Das Schloss 
wird zur Renaissanceanlage ausgebaut.
Die Industrialisierung sorgt für ein  
enormes Wachstum. Große Unterneh-
men wie Merck werden gegründet und 
die Stadt dehnt sich weiter aus.
Darmstadt litt unter schweren Zerstö-
rungen im Zweiten Weltkrieg. Die re-
präsentativen Gebäude wurden wieder 
aufgebaut, während Teile der Altstadt 
zugunsten einer veränderten Straßen-
führung abgebrochen wurden. Dennoch 
behielt Darmstadt seine Straßenbahn.
Eröffnung Luisencenter & Citytunnel
Eröffnung Centralstation
Eröffnung Bürger- und  
Ordnungsamt im Luisencenter
ab 1945 
1977
1999
2022
1810
1715
1567
1850
Darmstadt ist eine florierende Stadt des 
Handels, der Industrie und der Kunst so-
wie Regierungssitz. 1901 findet die erste 
Ausstellung  der Künstlerkolonie unter 
dem Titel „Ein Dokument deutscher 
Kunst“ auf der Mathildenhöhe statt. In 
dieser Zeit entstehen viele der repräsen-
tativen Gebäude der Stadt, während die 
Altstadt zusehends vernachlässigt wird.
Der erste Weltkrieg und die Wirtschafts-
krise bedeuten für Darmstadt eine 
Stagnation der Entwicklung. 
1901
1920
Wiederaufbau in Darmstadt. Die 50er Jahre
Centralstation im Carree. Darmstadt heute
Meilensteine der 
Innenstadtentwicklung
21

Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-
Platz
Kasinostraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Hügelstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Heinrichstraße
Rückertstraße
Hoffmanstraße
Mathildenstraße
Martinstraße
Hochstraße
Hoffmannstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Riedeselstraße
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Am Alten Landtag
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Dr. Valentin Degen Weg
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Sieboldstraße
Julius-Reiber-Straße
Bismarckstraße
Hochschulstraße
Bismarckstraße
Bismarckstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Merckstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Adolf-Spieß-Straße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Riedlingerstraße
Döngesborngasse
Woogsplatz
Lindenhofstraße
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
Schustergasse
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-
Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
Jüngste Entwicklungen  
in der Innenstadt
Umgestaltung 
Rheinstraße
Neugestaltung
Grafenstraße
In den letzten Jahren hat sich bereits einiges in 
Darmstadts Stadtzentrum getan. Die Maßnahmen 
konzentrieren sich jedoch um das Schloss herum, 
während sich die Innenstadt selbst in den letzten 
Jahren kaum verändert hat. Die Maßnahmen  
umfassen die Aufwertung öffentlicher Räume 
oder die Etablierung neuer Nutzungen in alten 
Strukturen. 
In der Grafenstraße etwa hat die Erhöhung der 
Aufenthaltsqualität die Straße zu einem neuen 
gastronomischen Ziel werden lassen, während die 
Umgestaltung des Schlossgrabens, Friedensplat-
zes und Ernst-Ludwigs-Platzes ganz neue Freiräu-
me eröffnen und alte verbessern konnte. Auch im 
Schloss selbst stehen Veränderungen an: Die neue 
Schlosskirche wird zu einem Veranstaltungsort für 
die Hochkultur und nach Abschluss der Gebäude-
sanierung und Herrichtung des Schlossgrabens zu 
einer öffentlichen Parkanlage wird die Universität  
zusätzliches Leben ins alte Schloss hauchen. 
Mit der Freilegung des Darmbachs fließt nun auch 
Wasser durch die Stadt, wenn auch nur am Rande 
und auf kurzer Strecke. Im Bereich der Mobilität 
zeigen sich erste Änderungen auf der Rheinstra-
ße, wo die Fahrradinfrastruktur ausgebaut wird, 
und auch auf dem Paliplatz, wo aus dem großen 
Parkplatz ein öffentlicher Aufenthaltsort mit Mo-
bilitätshub-Funktion entsteht. Die Sanierung von 
Waben + Umfeld und Hexagon sorgen dafür, dass 
auch erhaltenswerte Gebäude aus der Epoche der 
Nachkriegsmoderne als bauliches Erbe der Stadt 
weiter genutzt werden können. Die Öffnung der 
Stadtkirche als gesellschaftlicher, interkultureller 
Treffpunkt und Veranstaltungsort erzeugt einen 
gemischt genutzten Ort, der das Potenzial hat 
zum gesellschaftlichen Kristallisationspunkt in 
der Innenstadt zu werden. Mit der kürzlich an-
gekündigten Schließung der Kaufhof-Filiale am 
Weißen Turm für 2024 wird ein wichtiger Anker 
des Einzelhandels verschwinden. Für diesen pro-
minenten Standort müssen intelligente Nachnut-
zungskonzepte entwickelt werden. Eine spannende 
Änderung hat sich im Luisencenter ergeben: das 
Bürger- und Ordnungsamt zog aus dem Stadthaus 
hier her und bringt damit wieder mehr städtische 
Verwaltung mit Publikumsverkehr in die Stadtmitte.
Eröffnung Bürger- 
und Ordnungsamt
Das Innenstadtversprechen
22

Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-
Platz
Kasinostraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Hügelstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Heinrichstraße
Rückertstraße
Hoffmanstraße
Mathildenstraße
Martinstraße
Hochstraße
Hoffmannstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Riedeselstraße
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Am Alten Landtag
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Dr. Valentin Degen Weg
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Sieboldstraße
Julius-Reiber-Straße
Bismarckstraße
Hochschulstraße
Bismarckstraße
Bismarckstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Merckstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Adolf-Spieß-Straße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Riedlingerstraße
Döngesborngasse
Woogsplatz
Lindenhofstraße
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
Schustergasse
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-
Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
Umgestaltung  
Altstadtanlage
Öffnung  
Stadtkirche
Angekündigte Schlie-
ßung des Kaufhof
Neubau
International House
Öffnung 
Schlossgraben
Sanierung
Schloss
Sanierung
Hexagon
Umgestaltung  
Friedensplatz
Freilegung
Darmbach
Projekt in Planung Kultur, Freizeit 
und Freiraum
Projekt in Umsetzung Mobilität und 
Verkehr
Umgesetztes Projekt Bildung, Teilhabe 
und Repräsentation
Handel und  
Versorgung
Sanierung  
Ernst-Ludwigs-Platz
Umgestaltung  
Pali(park)platz
26.08.2020
Stadtplanungsamt Darmstadt | 536_Paliplatz | Fahrradparken | 10
BILD 2
Sanierung 
Waben + Umfeld
23

Wo drückt der Schuh?
Der Innenstadtcheck
24

Um zu verstehen, wo angesetzt werden 
muss, um das Stadtversprechen neu 
zu definieren, wurde Darmstadts 
Stadtmitte einem „Innenstadtcheck“ 
unterzogen. Dabei wurden für 
jede der sechs Säulen des 
Innenstadtversprechens gemeinsam mit 
der Stadtgesellschaft Chancen, Risiken 
und Zukunftsfragen formuliert, die 
Problemlagen und Lösungsansätze in 
den Fokus richten. Die Zukunftsfragen 
dienen als Leitschnur für die 
weitere Entwicklung von Zielen und 
Zukunftsprojekten, die die Säulen 
des Innenstadtversprechens wieder in 
Einklang bringen werden.
25

Innenstadt
Die Erkenntnisse aus dem Stadtcheck:  
So steht Darmstadt heute da
Arbeitsort und neue Formen des Arbeitens und 
Produzierens finden sich hier kaum. Die Innen-
stadt verfügt über eine weiträumige Fußgänger-
zone und bietet zugleich eine optimale Vernetzung 
mit zentralen ÖPNV Knotenpunkten am Luisen-
platz und Schloss, sowie Parkmöglichkeiten direkt 
unter der Fußgängerzone. Die Untertunnelung 
stellt Barrieren für die weitere Entwicklung dar. 
Die öffentlichen Räume sind nicht zuletzt des-
halb durch viel Grau und versiegelte Flächen 
geprägt. Obwohl in der Innenstadt auch gewohnt 
wird ist die Wohnfunktion in den umliegenden 
Vierteln dominanter. Insgesamt sind die Säulen 
des Innenstadtversprechens in und um die Innen-
stadt herum gut ausgeprägt und Darmstadt ist 
in einer guten Ausgangslage. Dennoch sind die 
Nutzungen räumlich und funktional noch zu stark 
voneinander getrennt wodurch sich keine Syn-
ergien ergeben können. Was Darmstadt braucht 
sind spannende Orte die an den Schnittstellen der 
Säulen liegen und auch räumlich die Barrieren zur 
restlichen Stadt abbauen.
Die Säulen sind insgesamt gut ausgeprägt aber der Handel dominiert die Innenstadt, mit 
den anderen Nutzungen gibt es kaum Schnittmengen.
Das Zentrum Darmstadts besitzt viele Qualitäten: 
große Kultureinrichtungen, regionale Verwaltung, 
ein breites Einzelhandelsangebot. Doch langsam 
wird sichtbar, dass die Innenstadt der Entwick-
lung der Gesamtstadt hinterher hinkt und auf 
große gesellschaftliche Trendwenden nicht aus-
reichend vorbereitet ist. 
 
Legt man das Innenstadtversprechen zugrunde, 
zeichnet sich für Darmstadt ein gemischtes Bild 
ab: Der Einzelhandel ist die dominierende Funk-
tion der Innenstadt. Er funktioniert an und für sich 
gut, dennoch lassen sich erste Abwärtstendenzen 
z.B. durch hohe Fluktuation und erste Leerstän-
de beobachten. Um die Innenstadt herum bieten 
insbesondere das Staatstheater, das Hessische 
Landesmuseum, das darmstadtium und die TU 
Darmstadt vielfältige kulturelle und wissenschaft-
liche Angebote. Sie bieten großes Potenzial für die 
Innenstadt, bisher gibt es jedoch noch zu wenig 
Schnittpunkte. Abgesehen vom Einzelhandel und 
der Verwaltung ist die Innenstadt kein klassischer 
Mobilität
Arbeit und Produktion
Handel und
Versorgung
Bildung, Teilhabe 
und Repräsentation
Kultur, Freizeit  
und Freiraum
Wohnen
Der Innenstadtcheck
26

Wo gibt es Raum 
für New Work und 
neue Formen der 
Produktivität?
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie können der 
Erlebnischarakter 
und die Aufent-
haltsqualität der 
Rheinstraße erhöht 
werden?
Wie können  
Kultur- und  
Wissenschafts-
einrichtungen  
die Innenstadt  
beleben?
Wie gelingt der 
Brückenschlag  
zum Welterbe  
Mathildenhöhe?
Ist es sinnvoll, 
mehr Wohnen in 
die Innenstadt  
zu bringen und 
wenn ja, wo?
Wie können  
Menschen aus  
dem Umland  
einfach und  
nachhaltig in  
die Innenstadt 
kommen?
Wie kann die 
Trennwirkung  
des Cityrings 
minimiert 
werden?
Wie kann der 
innerstädtische 
Radverkehr besser 
integriert werden?
Wie kann der  
Luisenplatz  
entschärft  
werden?
Wo kann man  
sogenannte  
„Dritte Orte“ 
schaffen, in  
denen sich Arbeit, 
Freizeit und Alltag 
überblenden?
Wie kann mehr 
Regionalität, z.B. 
durch regionale 
Produkte, in die 
City kommen?
Was kommt nach 
den großen  
Kaufhäusern?
Wie können die 
zentralen  
Einkaufsstraßen 
als Erlebnisräume 
attraktiver werden?
Wie kann das  
Luisencenter 
weiterentwickelt 
werden?
Wie kann man 
Leerstände  
erfassen und  
systematisch  
weiter nutzen?
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs-
faktor werden?
Wo lassen sich 
Räume und  
Angebote für  
Kinder und  
Jugendliche  
schaffen?
Die wichtigsten Zukunfts-
fragen für die Innenstadt
Aus den Ergebnissen des Innenstadtchecks wur-
den Zukunftsfragen abgeleitet, die für die Entwick-
lung der Innenstadt entscheidend sind. Sie wurden 
mit den Teilnehmenden in den  
Beteiligungsveranstaltungen diskutiert. Diese  
Zukunftsfragen wurden von den Beteiligten für  
am wichtigsten befunden:
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Könnte es in
Darmstadt eine
lebhafte Bibliothek 
nach skandina-
vischem Vorbild 
geben? Und wo?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
27

Darmstadt besitzt eine klassische Shopping-City, die geprägt ist von 
der Dominanz des Einzelhandels. Dies wird durch die Fußgängerzone 
unterstützt, die fast die gesamte Innenstadt umfasst. Obwohl der  
Einzelhandelsstandort insgesamt noch gut funktioniert, lassen sich 
lokal erste Abwärtstendenzen und Fluktuationsraten beobachten.  
Die anstehende Schließung eines ersten großen Kaufhauses stellt ein  
zusätzliches Risiko für den Einzelhandelsstandort Innenstadt dar.
Die Innenstadt als Ort  
des Handels und der Versorgung
Die Innenstadt ist das pulsierende Zentrum für 
Handel und Versorgung und strahlt dabei weit 
über die Grenzen der Stadt hinaus. Hier befinden 
sich die großen Kaufhäuser wie Galeria sowie 
Supermärkte und klassische Filialisten.  
Zeitgenössische Angebote wie eine moderne 
Markthalle im Carree mit einem vielfältigen  
gastronomischen Angebot konnte sich wirtschaft-
lich leider nicht dauerhaft etablieren.
Die Schulstraße bietet mit ihren inhabergeführten 
Geschäften ein Alleinstellungsmerkmal und wird 
durchweg positiv bewertet, sowohl hinsichtlich des 
Warenangebots als auch der Einkaufsatmosphäre.
Auch als Gesundheitsstandort ist die Innenstadt 
von Bedeutung. Hier befinden sich zahlreiche 
Facharztzentren sowie das regional bedeutende 
Klinikum Darmstadt.
Die Mollerstadt fällt durch ihre hohe Nutzungs-
mischung auf. Auch hier befinden sich in den 
Erdgeschossen viele Geschäfte, Restaurants 
und Dienstleister, während in den oberen Etagen 
häufig gewohnt wird. Die Passantenfrequenz ist 
hier jedoch deutlich niedriger als im Bereich der 
Fußgängerzone. 
1
2
3
4
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
28

1
24
Luisencenter
Marktplatz
Klinikum Darmstadt
3
Handel und Versorgung 
(signifikanter Anteil) Kaufhaus, Center, Passage Parken
Klinikum Premiumlage Apotheke / Hausarzt
Fußgängerzone Supermarkt, Discounter, 
Drogerie
Wochenmarkt
29

Wo drückt der Schuh?
Der Handel in der Innenstadt steht vor einer gro-
ßen Transformation, nicht zuletzt durch den On-
linehandel, die coronabedingten Ausfälle sowie die 
zu erwartenden Konsequenzen aus der derzeitigen 
Energie- und Wirtschaftskrise. Auch wenn das 
Warenangebot in der Innenstadt noch zufrieden-
stellend ist, zeichnen sich mit ersten Leerständen 
Abwärtstendenzen ab. Dort, wo der Handel zurück 
weicht, ergeben sich Chancen für eine vielfältigere 
Innenstadt. Es braucht neue Konzepte und An-
ziehungspunkte – auch im konsumfreien Bereich 
– die diese Lücken füllen.
Auch wenn der Handel ein wichtiges Element der 
Innenstadt bleibt, wird Handel, der nur die Versor-
gungsfunktion anspricht, zukünftig weniger Bedeu-
tung haben als bisher. In Zukunft müssen Einkaufen 
und (Stadt-)Erlebnis verknüpft werden, was sowohl 
neue Formate des Handels, als auch ein Zusam-
menspiel zwischen den Handelsangeboten und der 
Qualität der öffentlichen Räume, erfordert. Wichti-
ger wird künftig das Erproben von zukunftsweisen-
den Nutzungen und das Schaffen von Schnittstellen 
zwischen dem Stadterlebnis vor Ort und den Ange-
boten und Möglichkeiten der Online-Sphäre.
Die Vielfalt heutiger Einkaufsbedürfnisse, die 
unterschiedliche Lebensstilgruppen mitbringen, 
wird in der Innenstadt nicht mehr vollständig ab-
gedeckt und immer stärker vom Online-Handel be-
dient. Insbesondere die „neue Einzelhandelswelt“ 
– in Form von aktuellen Markenstores und neuen 
hybriden Formaten von Handel, Aufenthalt, Kultur 
und Gastronomie ist in Darmstadt noch nicht aus-
reichend verankert. So könnten z. B. bestimmte 
Orte und Bereiche identifiziert werden, in denen 
gezielt neue Formate ausprobiert werden könnten.
Große Veranstaltungen wie das Heinerfest, das 
Schlossgrabenfest und der Weihnachtsmarkt sowie 
kleinere Events wie bspw. das Weinfest in der Wil-
helminenstraße oder der Flohmarkt auf dem Karo-
linenplatz ziehen viele Menschen in die Innenstadt. 
Sowohl eine weitere Zunahme in Richtung einer Über-
Eventi sierung der Innenstadt, als auch das schlei-
chende Verbannen von etablierten Veranstaltungen 
könnten schädliche Auswirkungen haben. Für eine 
nachhaltige Belebung der Innenstadt müssen neben 
kommerziellen Events auch weiterhin vielfältige klei-
nere Veranstaltungen und Kulturfeste Raum finden.
Das Luisencenter stellt ein Spannungsfeld im 
Herzen der Innenstadt dar. Mit seiner prominen-
ten Lage und der Vielzahl an Angeboten ist es ein 
zentraler Anziehungspunkt. Gleichzeitig wirkt es 
aufgrund der geschlossenen seitlichen Fassaden 
entlang der Luisenstraße und der Wilhelminen-
straße als trennendes Element im Stadtraum mit 
einer nach außen unbelebten Erdgeschosszone. 
Neu gedacht hat das Luisencenter das Potenzial, 
zum multifunktionalen Magnet im Stadtgefüge zu 
werden. Begriffe wie Öffnung, Durchlässigkeit und 
Lebendigkeit werden hierbei sicher eine zentrale 
Rolle spielen.
Viele Geschäftslagen funktionieren noch, haben 
jedoch keine starke Identität und das Waren-
angebot ist wenig ortsspezifisch. Vor allem die 
stadträumliche Situation kann an vielen Stellen 
aufgewertet werden. Ein gutes Beispiel bietet die 
Schulstraße mit ihren Angeboten aus Nischenseg-
menten, dem inhabergeführten Einzelhandel und 
einem attraktiven Straßenraum. Auch in weiteren 
Teilen der Innenstadt mit ihren Passagen, Plätzen 
und Durchgängen, kann eine neue Art von buntem 
und lebendigem Handelsort und Innenstadtraum 
entstehen.
Der Handel wird in seinem Anteil 
langfristig weiter zurückgehen 
Nur einen Teil der Handelslagen kann
man als attraktiv bezeichnen 
Der Erlebnischarakter der Handelslagen
ist insgesamt zu schwach ausgeprägt 
Innovative Konzepte und „angesagte“
Brandstores sind unterrepräsentiert 
Märkte und Events: Spagat zwischen 
Frequenzbringer und Über-Eventisierung 
Das Luisencenter ist ein Schlüssel 
als Problem- und Potenzialort 
Der Innenstadtcheck
30

Neben dem privat geführten Einzelhandel stellen 
auch die überregionalen Filialisten die Ankerbetrie-
be der Innenstadt dar. Fallen die großen Filialisten 
als Magnete weg, gerät das System Innenstadt als 
Ganzes ins Wanken. Um so wichtiger ist die Rolle 
von lokalen Akteuren als alternative Anker. Auch 
über mögliche Zwischen- und Nachnutzungen 
großer, frei werdender Handelsflächen sollte früh-
zeitig nachgedacht werden.
Die großen Kaufhausketten-Standorte
brauchen einen Plan B 
Vor allem auf der kleinräumigen Maßstabsebene 
sind die Handels lagen in der Darmstädter Innen-
stadt zu monostrukturiert. Dabei hat die Darm-
städter Innenstadt durchaus das Potenzial, solche 
kleinräumigen Mischlagen auszubilden, indem 
bereits bestehende Nutzungen unterschiedlichster 
Art in der engeren und weiteren Innenstadt mit-
einander verwoben werden. Als positiver Impuls 
ist hier das neue Bürger- und Ordnungsamt im 
Luisencenter zu nennen, das einen neuen Anlass 
schafft, den Handelsstandort Luisencenter zu  
besuchen.
Der „Mix im Kleinen“ fehlt 
Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
Wie kann man  
die Alleinstellung  
des Handels  
aufbrechen?
Was kommt nach 
den großen  
Kaufhäusern?
Kann man den  
Klinik- und  
Verwaltungsbereich 
stärker mit der 
Innenstadt  
verknüpfen?
Wie kann man  
Leerstände  
erfassen und  
systematisch  
nutzen?
Wo und wie 
lässt sich der  
Erlebnischarakter 
des Handels durch 
gastro nomische und 
andere Angebote  
erhöhen?
Wo können neue,  
innovative  
Handelsformate 
entstehen?
Wie kann man das 
Luisencenter  
weiterentwickeln?
Wie lassen sich  
Interaktionen  
zwischen Handel 
und den 
Kulturinstitutionen  
stärken?
Wie kann mehr  
Regionalität, z. B. 
durch regionale 
Produkte und  
Akteure, in die City 
kommen?
31

Vor Allem der Nordosten der Innenstadt zeichnet 
sich durch eine große Dichte von kulturellen und 
gemeinschaftlichen Nutzungen aus. Als Beispiele 
der klassischen Hochkultur stehen das Hessische 
Landesmuseum und das Schlossmuseum, sowie 
im Süden das Staatstheater. Auch das darmstadt-
ium, eine Schnittstelle zwischen Wissenschaft, 
Kultur und Wirtschaft ist hier zu nennen.
Es gibt in der Stadt viele Freiräume die einen 
niedrigschwelligen gemeinschaftlichen Aufent-
halt ermöglichen, allen voran das Schlossumfeld 
mit dem Herrngarten. Georg-Büchner-Platz und 
Karolinenplatz sind bei Nachtschwärmer*innen 
insbesondere in der wärmeren Jahreszeit beliebte 
Aufenthaltsorte. Die Nähe von Hoch- und Alltags-
kultur ist eine Stärke der Innenstadt. Subkulturelle 
Orte, die meist besonders spannend und lebendig 
sind, fehlen jedoch.
Auch wenn es einige Bars, Clubs und Veranstal-
tungsorte wie z. B. die Centralstation in der  
Innenstadt gibt, spielt das Nachtleben keine  
herausragende Rolle.
Die Mathildenhöhe ist nicht erst seit der Ernen-
nung zum UNESCO-Welterbe ein Leuchtturm in der 
kulturellen Landschaft der Stadt. Zwischen  
Mathildenhöhe und Kunsthalle sind viele bedeuten-
de Kultureinrichtungen der Stadt aufgereiht.  
Diese Verbindung gilt es zu stärken und noch  
stärker mit der Innenstadt zu verknüpfen.
Neben den zahlreichen Standorten der Gastrono-
mie wie dem Luisenplatz, dem Marktplatz und der 
Wilhelminenstraße, hat sich vor allem die Grafen-
straße seit ihrer Neugestaltung als weiterer Stand-
ort der (Außen)-Gastronomie herausgebildet.
1
2
3
4
5
Darmstadt ist ein Kulturstandort von Weltrang. In der Innenstadt 
selbst befinden sich das Schloss und die Centralstation als größere 
Kultureinrichtungen. Sie werden umgeben von weiteren wichtigen  
Orten wie dem Landesmuseum, dem Staatstheater oder dem  
Herrngarten. Grünflächen und Erholungsorte sucht man jedoch in  
der Innenstadt vergeblich, ebenso wie Angebote für Kinder, Jugend-
liche und Familien. Das so bedeutende UNESCO-Welterbe Mathilden-
höhe Darmstadt ist nicht gut mit der Innenstadt verknüpft.
Die Innenstadt als Ort  
der Kultur, der Freizeit und 
des Freiraums
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
32

Kulturelle Einrichtungen Bar / Club Beliebter Treffpunkt
4
1
2
2
3 
5
Staatstheater Darmstadt
Literaturhaus 
Darmstadt
Festival Kino
 Centralstation
Hessisches 
Landesmuseum 
Darmstadt
Stadtbibliothek 
Darmstadt
darmstadtium
33

Wo drückt der Schuh?
Die Innenstadt hat ein großes, aber ungenutztes 
und zu wenig sichtbares Potenzial als Kultur-
standort – auch als Standort der freien Szene und 
Spielort neuer Kulturformate. Die Bandbreite und 
der Reichtum der Kulturszene in Darmstadt wird 
in der engeren Innenstadt nicht sichtbar bzw. ver-
zahnt sich nicht. Es gibt zwar bedeutende Kultur-
standorte am Rand und in der Innenstadt – sie 
treten mit der Innenstadt jedoch zu wenig in Reso-
nanz und sind nicht spürbar. Hier müssen stärkere 
Brücken geschlagen werden. Insgesamt muss die 
Innenstadt für die Vielfalt der Kulturakteur*innen 
aufgeschlossen werden.
Mit dem Welterbe Mathildenhöhe und der ESA 
gibt es attraktive Anziehungspunkte außerhalb 
der Darmstädter Innenstadt. Durch eine attraktive 
Anbindung dieser Anziehungspunkte und deren 
stärkere Präsenz in der Innenstadt, kann diese von 
Besuchsströmen profitieren.
Eine Innenstadt, in der gelebt, gearbeitet, einge-
kauft und gefeiert wird – und das von möglichst al-
len Alters- und Bevölkerungsgruppen – sollte auch 
ein möglichst vielfältiges Gastronomie angebot 
haben. Vom Imbiss zwischendurch über einen 
third-wave-coffee (qualitativ hochwertiger Kaffee – 
meist aus lokaler Rösterei) bis hin zum gehobenen 
5-Gänge-Menü sollte alles vorhanden sein. In der 
Darmstädter Innenstadt fehlen vor allem innova-
tive Gastronomiekonzepte, die hohe Qualität und 
Lässigkeit kombinieren und ein experimentier-
freudigeres, erlebnisorientiertes Publikum anspre-
chen.
Mit der Centralstation, dem Staatstheater Darm-
stadt und kleineren Veranstaltungsorten wie z. B. 
dem 806 qm, dem Schlosskeller, der Schlossbas-
tion, der Stadtkirche, dem Justus-Liebig-Haus oder 
der Krone sowie der großen Auswahl an Gastro-
nomie gibt es Angebote, die die Innenstadt auch 
in den Abendstunden beleben. Das Programmkino 
Pali hat seinen Betrieb eingestellt und hinterlässt 
eine Lücke in der Abendnutzung der Innenstadt.  
Es besteht die Gefahr einer Abwärtsspirale – ins-
besondere in Kombination mit den pandemie-
bedingten Herausforderungen für die Nachtöko-
nomie, deren Folgen noch nicht abschließend 
abzuschätzen sind, den bereichsweise auftre-
tenden Nutzungskonflikten und den anhaltenden 
Auswirkungen der Energie- und Wirtschaftskrise. 
Die Abendnutzungen sollten unbedingt gesichert 
werden, wobei Nutzungskonflikte gelöst werden 
müssen. Auch eine attraktive und nachhaltige 
Architekturbeleuchtung von Bauten und Räumen 
ist langfristig wünschenswert.
Die Vielzahl der Plätze mit ihrer unterschiedlichen 
Gestaltung und Nutzung ist ein großes Potenzial 
für die künftige Entwicklung der Innenstadt. Ins-
besondere die in den vergangenen Jahren neu ge-
stalteten öffentlichen Räume wie der Georg-Büch-
ner-Platz, der Schlossgraben, der Friedensplatz 
und die Grafenstraße werden gut angenommen. 
Viele weitere Räume haben dagegen noch unge-
nutztes Potenzial. Hierzu zählen manche Straßen 
und heute etwas verborgene Plätze wie auch die 
häufig noch ungenutzten Dächer der Innenstadt. 
Sie werden bisher kaum genutzt und angeeignet – 
weder für soziale noch für ökolo gische Funktionen. 
Der Kulturstandort ist im 
Stadtraum Innenstadt noch immer 
zu wenig verankert 
Die engere Innenstadt ist zu wenig 
mit umliegenden Anziehungspunkten 
der Stadt vernetzt 
Trotz guter Gastrobandbreite gibt es 
zu wenige innovative Angebote 
Die (Innen-) Stadt nach 8 ist in Gefahr 
Es gibt viele versteckte öffentliche 
Räume mit ungenutztem Potenzial 
Der Innenstadtcheck
34

Eine weiträumige Untertunnelung und Unterkel-
lerung öffentlicher Plätze in der Innenstadt er-
schwert eine Begrünung mit Bäumen. Ein hoher 
Versiegelungsgrad der Innenstadt reduziert die 
Aufenthaltsqualität und verstärkt die Auswirkun-
gen von Extremwetterereignissen wie Starkregen 
und Hitze. Darmstadt gilt bereits als eine der hei-
ßesten Städte Hessens. Die dringend notwendige 
Anpassung an den Klimawandel gibt einen Impuls 
für mehr Grün in der Innenstadt – auf Dächern, 
an Fassaden oder als (mobile) Grün- Stationen im 
Stadtraum.
Damit auch in 10 oder 20 Jahren noch Menschen 
in die Innenstadt kommen, muss die Innenstadt 
auch heute schon für diejenigen Menschen attrak-
tiv sein, die sie in Zukunft nutzen werden.  
Der Innenstadt fehlt es jedoch an attraktiven An-
geboten für die jüngeren Generationen. Angebote 
für Kinder können die Aufenthaltsqualität für die 
ganze Familie und damit deren Aufenthaltsdauer 
erhöhen. Für Jugendliche braucht es niedrig-
schwellige Angebote und Aufenthaltsräume ohne 
Konsumzwang und „Kontrolle“ durch Ältere oder 
Autoritätspersonen.
Jugend-, Kinder- und Familienfreund-
lichkeit hat deutlich Luft nach oben 
Viel Grau, wenig Grün: Die Innenstadt 
ist an vielen Orten zu wenig auf den 
Klimawandel vorbereitet 
Wie können  
die zentralen  
Einkaufsstraßen als 
Erlebnisräume  
attraktiver werden?
Wo kann  
die Innenstadt  
grüner und blauer 
werden?
Können einzelne 
Straßen in der  
Mollerstadt zu  
Ausgehstraßen  
werden und so die 
Innenstadt beleben 
und ergänzen?
Wo kann/muss  
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs-
faktor werden?
Wie können die  
Kultur- und  
Wissenschafts-
einrichtungen  
die Innenstadt  
beleben?
Wie kann der  
Ludwigsplatz  
attraktiver  
werden?
Können die zukünf-
tigen Nutzungen im 
Schloss stärker in 
die Innenstadt  
hineinwirken?
Ist der 
Gastronomie bereich 
in der Innenstadt 
ausreichend  
zeitgemäß?
Wie soll sich der 
Bereich rund um  
die Stadtkirche  
entwickeln?
Soll es einen  
neuen Anlauf für 
eine Markthalle  
geben?
Wie lässt sich die 
Attraktivität des  
Georg-Büchner-
Platzes in die  
Innenstadt tragen?
Wo lassen sich  
Räume und  
Angebote für  
Jugendliche und  
für Kinder  
schaffen?
Wo können  
Bewegungs angebote 
in der Innenstadt 
geschaffen werden?
Wie gelingt der  
Brückenschlag 
zum Welterbe 
Mathildenhöhe?
Wie können der  
Erlebnischarakter 
und die  
Aufenthalts qualität 
der Rheinstraße  
erhöht werden?
Wie kann die 
Aufenthalts qualität 
des Luisenplatzes 
erhöht werden?
Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
35

Technische Universität und Forschungseinrichtun-
gen sowie zahlreiche Schulen machen die Innen-
stadt zu einem bedeutenden Bildungsstandort. 
Vor Allem im Osten der Innenstadt zieht sich ein 
„Bildungsband“ in Nord-Südrichtung durch die 
Stadt.
Auf den zentralen Plätzen findet traditionell das 
öffentliche Leben statt. Hier treffen sich die Men-
schen auf Festen oder abends zum Ausgehen. 
Außerdem dienen sie als Orte der politischen Wil-
lensbildung, denn hier finden auch Kundgebungen 
und Demonstrationen statt.
Der Cityring stellt mit seinem starken Verkehr eine 
Barriere in der Innenstadt dar. Die angrenzenden 
Plätze bilden teilweise keine klaren Raumkanten 
und schaffen somit eine Distanz zwischen der 
Innenstadt und den umliegenden Vierteln und 
verhindern zusätzliche ein Zusammenwachsen. So 
haben die Räume entlang des Cityrings nicht die 
Bedeutung für die Stadtgesellschaft, die sie durch 
ihre zentrale Lage und die umliegenden Institutio-
nen haben könnten.
1
2
3
4
Darmstadt ist Sitz des Regierungspräsidiums der 
Region Südhessen mit den vier kreisfreien Städten 
Darmstadt, Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden. 
Darmstadt ist somit ein bedeutender Verwaltungs-
standort in einer der wirtschaftsstärksten und  
wohlhabendsten Regionen Deutschlands mit über  
4 Millionen Bewohner*innen.
Zwischen Luisen- Mathilden- und Karolinenplatz 
befinden sich mit dem Regierungspräsidium, der 
Staatsanwaltschaft, dem Polizeirevier und den 
Landes- und Amtsgerichten wichtige Einrichtungen 
der staatlichen Organisation.
Die Innenstadt kann als Ort der Bildung, Teilhabe und Repräsentation 
punkten, wobei einige Orte als „Blackbox“ funktionieren und noch 
nicht gut mit der Stadt verzahnt sind. Mit dem Regierungspräsidium 
und Schloss sind Orte der staatlichen und gesellschaftlichen Reprä-
sentation mit langer Geschichte in der Innenstadt vertreten. Im Osten 
befindet sich ein Bildungsband aus Schulen, Stadtbibliothek und TU, 
die nach der Sanierung des Schlosses und der Schaffung neuer, auch 
durch die Öffentlichkeit nutzbarer Räume ihre Fühler in die Innenstadt 
ausstreckt. Die großen kulturellen und Bildungseinrichtungen sind 
jedoch vom Cityring von der Innenstadt getrennt.
Die Stadt als Ort  
der Bildung, Teilhabe und Repräsentation
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
36

3
Residenzschloss 
Darmstadt
Landgericht Darmstadt
Amtsgericht Darmstadt
Regierungspräsidium 
Darmstadt
Staatsanwaltschaft 
Darmstadt
Technische 
Universität 
Darmstadt
2
1
3
3
3
4
Justus-Liebig-Schule
 Eleonorenschule
Alice-Eleonoren-Schule
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Orte der Bildung, Teilhabe 
und Repräsentation
Identitätsstiftende Gebäude
Stadtbibliothek 
Darmstadt
Hessisches 
Landesmuseum 
Darmstadt
darmstadtium
Staatstheater Darmstadt
37

Wo drückt der Schuh?
Die Innenstadt als Ort der Gemeinschaft und ge-
sellschaftlichen Teilhabe funktioniert heute nur 
im Bereich einzelner Anziehungspunkte, wie dem 
neuen Bürger- und Ordnungsamt im Luisencenter, 
der Centralstation oder dem darmstadtium. Das 
Schloss, das Justus-Liebig-Haus mit Stadtbiblio-
thek und VHS, das Haus der Geschichte oder das 
Stadthaus in der Grafenstraße könnten weitere An-
ziehungspunkte für die Öffentlichkeit sein. Beson-
ders im Zusammenspiel der Institutionen liegt die 
Chance, die Innenstadt zu einer „Agora“ des 21. 
Jahrhunderts, also dem zentralen Ort der Stadt-
gesellschaft, zu entwickeln.
Die Neugestaltung und Öffnung des Schlossgra -
bens und des Schlossgartens haben das Schloss 
und das angrenzende Umfeld bereits wahrnehm-
bar aufgewertet. Trotz seiner baulichen Reprä-
sentativität und potenziellen Strahlkraft trat das 
Schloss – nicht zuletzt durch die langjährigen 
Sanierungsarbeiten – wenig in Interaktion mit der 
Innenstadt. Nach den Umbaumaßnahmen kann 
hier ein zentraler Anziehungspunkt der Innenstadt 
mit unterschiedlichen Nutzungen entstehen. Als 
Eigentümerin kommt der Technischen Universität 
hierbei eine zentrale Rolle zu.
Die Technische Universität nimmt als große 
Bauherrin und wichtige Frequenzbringerin eine 
Schlüsselrolle bei der Belebung der Innenstadt 
ein. Von engen Abstimmungen und Kooperatio-
nen zwischen Technischer Universität und Stadt 
können beide Seiten profitieren. Mit den Umbau-
maßnahmen auf dem Innenstadt-Campus hat sich 
die Technische Universität in der Vergangenheit 
immer mehr der Innenstadt geöffnet. Die Errich-
tung des Service- und Begegnungszentrums für 
internationale Studierende und Forschende auf 
dem „Saladin-Eck“ ist ein weiterer Schritt in die 
richtige Richtung, auf den weitere folgen sollten.
Leerstände in Handelslagen eignen sich u.a.  
gut als Veranstaltungsorte oder als Treffpunkte 
für Vereine und andere Communities. Die Innen -
stadt sollte im Rahmen des Leerstandsmanage -
ments gezielt zivilgesellschaftlichen Akteuren 
Raum geben.
Das Haus der Geschichte interagiert trotz seiner 
repräsentativen Erscheinung und städtebaulich 
imposanten Lage am Karolinenplatz nur marginal 
mit dem umliegenden Stadtraum. Die Geschichte 
im Innern des Hauses sowie des Hauses selbst 
bleiben von außen unsichtbar. Das Potenzial liegt 
in der Öffnung und Inszenierung als musealer 
Ort, an dem die Geschichte der Stadt erlebbar 
wird - ggf. in Kooperation mit dem Hessischen  
Landesmuseum.
Die vielen öffentlichen Einrichtungen sind
ein noch zu wenig genutztes Potenzial 
Das Schloss erwacht aus dem
„Dornröschenschlaf“ 
Die Technische Universität kann 
zum wichtigen Treiber der 
Innenstadtbelebung werden 
Wo heute Handel ist, können morgen 
Gemeinschaftsorte entstehen 
Blackbox Staatsarchiv: 
Die Geschichte sollte in der Stadt
erlebbarer werden 
Der Innenstadtcheck
38

Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
Wie kann der  
Bereich zwischen  
Regierungspräsidium, 
Darmstadt und  
Mathildenplatz mit 
seinen öffentlichen 
Einrichtungen  
lebendiger werden?
Kann das  
Luisencenter zur 
zentralen  
Anlaufstelle für 
Bürger*innen  
werden?
Können sich der 
Universitäts-Cam-
pus Darmstadt  
Mitte und das 
darmstadtium stär-
ker für die Stadtge-
sellschaft öffnen?
Wie kann der  
Bereich um das 
Justus-Liebig-Haus 
weiterentwickelt 
werden?
Wo spielt das  
Thema Sicherheit 
und Sicherheits-
gefühl in Zukunft 
eine Rolle?
Wo können  
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wie kann sich  
die kulturelle  
Vielfalt der Stadt  
in der Innenstadt 
abbilden?
Könnte es in  
Darmstadt eine  
lebhafte Bibliothek 
skandinavischen 
Vorbilds geben? 
Und wo? (Bsp.: 
Oodi in Helsinki) 
39

Die Wohnnutzung, die früher stark in den Innenstädten vertreten war, 
spielt heute eine untergeordnete Rolle. Es ist jedoch zu beobachten, 
dass die Obergeschosse erster Gewerbeimmobilien zu Wohnraum  
umfunktioniert werden, eine hohe Wohnqualität aufgrund der bau-
lichen Dichte jedoch nicht immer gegeben ist. In den umliegenden 
Quartieren wie der Mollerstadt ist Wohnen präsenter.
Die Innenstadt als Ort  
des Wohnens
Im engeren Innenstadtbereich wird in den oberen 
Etagen auch gewohnt. Von einem Wohnquartier 
kann jedoch keine Rede sein – hier dominiert der 
Handel. Allerdings finden bereits Umwandlungen 
von Handelsflächen in den oberen Etagen in Wohn-
nutzungen statt. Diese Entwicklungen gilt es zu 
steuern, um den Handelsstandort Innenstadt zu 
stärken und gleichzeitig eine gute Wohnqualität 
sicherzustellen.
Die Mollerstadt fällt durch ihre fast durchgängige 
Mischnutzung mit Wohnanteil auf. Sie bietet das 
Potenzial, die Innenstadt auch über die Laden-
schlusszeiten hinaus zu beleben. Gleichzeitig 
bedeutet es, dass man die Innenstadt nicht als 
reinen Einkaufs- und Tourismusstandort betrach-
ten darf, sondern die Bedürfnisse der ansässigen 
Wohnbevölkerung mitdenken muss.
Die Wohngebiete am Innenstadtrand sind relativ 
homogen. Sie sind durch den Cityring klar von 
der Innenstadt abgetrennt, sodass es wenige 
Verknüpf  ungspunkte der Teilbereiche gibt. Die vor-
handenen Unter- und Überführungen können die 
Trennwirkung nur bedingt aufheben. Diese Orte 
werden häufig als Angsträume wahrgenommen 
und sind für mobilitätseingeschränkte Personen 
nur bedingt hilfreich.
Das „Bildungsband“ und das Klinikum grenzen 
vielerorts die innerstädtischen Wohngebiete von 
den umgrenzenden Vierteln wie dem Martins- und 
Johannesviertel ab. So entsteht ein „Wohnvakuum“ 
am Innenstadtrand.
1
2
3
4
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
40

Gebiete mit überwiegen-
der Wohnnutzung
Studierendenwohnheim Spielplatz
Mischnutzung mit 
Wohnanteil
Wochenmarkt Apotheke/Hausarzt
Kita / Schule Supermarkt, Discounter, 
Drogerie
Seniorenresidenz
1
2
3
3
4
Justus-Liebig-Schule
Eleonorenschule
Alice-Eleonoren-Schule
Ludwig-Georgs-Gymnasium
Volkshochschule
41

Wo drückt der Schuh?
Im Kern der Innenstadt zwischen Wilhelminen-
straße und City-Ring wird bisher wenig gewohnt, 
auch wenn die Tendenz leicht steigend ist. In um-
liegenden Quartieren wie der westlich gelegenen 
Mollerstadt, gibt es hingegen viele Wohnungen. 
„Spillover“-Effekte aus den Wohnquartieren in 
die Innenstadt und Synergien untereinander sind 
jedoch schwach ausgeprägt (z.B. Bewohner*in-
nen nutzen die Innenstadt als ihren erweiterten 
„Kiez“). Eine stärkere Profilierung und funktionale 
Anreicherung der Innenstadt mit einem stärkeren 
Nutzungsmix in den oberen Etagen könnte zu 
einer Belebung auch zu den Tagesrandzeiten bei-
tragen und Lücken, die durch den Rückgang des 
Innenstadthandels entstehen, schließen.
Innenstädte sind vielfach auch gut geeignet, um 
neuen Wohnformen Raum zu geben. In der Darm-
städter Innenstadt sind alternative Wohnmodelle 
und -formen praktisch nicht vorhanden. Beispiels-
weise fehlen genossenschaftliche Wohnprojekte 
mit engagierten Menschen, die sich aktiv in die 
Entwicklung ihres Wohnumfelds einbringen. Im 
Leerstand sind bereits teilweise Umnutzungen von 
Gewerbe- zu Wohnräumen zu beobachten. Eine  
abschließende Bewertung dieser Prozesse ist der-
zeit noch nicht möglich. 
Die Mollerstadt ergänzt den engeren Bereich der 
Innenstadt als Wohnviertel und ist ohne größere 
Barrieren mit diesem verbunden. Hier gibt es 
noch ein Entwicklungspotenzial – insbesondere 
wenn künftig mehr Familienwohnungen geschaffen 
werden als in der Vergangenheit – das eine große 
Auswirkung auch auf die alltägliche Nutzung der 
Innenstadt haben und diese beleben kann.
Der Bereich zwischen Rheinstraße und Bismarck-
straße ist wenig belebt und trennt das Johannes-
viertel von der Innenstadt ab. Durch eine Belebung 
der Erdgeschosse und eine höhere Aufenthaltsqua-
lität in den Außenbereichen könnte eine Verknüp-
fung der Innenstadt mit den nördlichen Wohnvier-
teln erfolgen.
Wohnen ist bisher nur Rand-Erscheinung
und entfaltet zu wenig Synergien mit 
der engeren Innenstadt 
Die Innenstadt könnte zum Experimen-
tier  feld für neue Wohnformen und 
-typologien werden 
Die Mollerstadt muss ihr Profil als 
Wohnquartier weiterentwickeln 
Der bisher etwas unbelebte nördliche
Rand der Innenstadt kann durch Wohnen 
belebt werden 
Der Innenstadtcheck
42

Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
Ist es sinnvoll,  
mehr Wohnen in 
den engeren  
City-Bereich zu 
bringen – wo und 
wie?
Welche besonderen 
Wohnformen,  
die in Darmstadt 
unterrepräsentiert 
sind, könnten  
in der Innenstadt 
integriert werden?
Wo gibt es Grenzen 
des Wohnens und 
wie bekommt man 
Konflikte in den 
Griff?
Wie kann die  
Quartiersidentität 
der Innenstadt  
gestärkt werden? 
(Community-Bildung)
Wie kann der  
nördliche Innen-
stadtrand zwischen 
Rheinstraße und 
Bismarckstraße  
wohnlicher und  
belebter werden?
Wie kann der  
Bezug der südlich 
und östlich  
angrenzenden  
Quartiere zur  
Innenstadt  
gestärkt werden?
Was braucht es,  
damit die  
Mollerstadt zur  
Belebung der Innen-
stadt beiträgt?
Wie kann die Wohn-
qualität für die  
Bewohnenden der  
Innenstadt gestärkt 
werden?
Kann Studierenden-
wohnen zur  
Belebung der 
Innenstadt 
beitragen?
43

Der Luisenplatz ist der zentrale Ankunfts- und  
Umsteigeort in der Innenstadt. Hier verkehrt eine 
hohe Anzahl an Bussen, Straßenbahnen und Men-
schen, die zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren. 
Während der Platz von vielen als im positiven 
Sinne lebendig und urban wahrgenommen wird, 
sind die Nutzungskonflikte trotz objektiv geringer 
Unfallzahlen deutlich spürbar.
Darmstadt besitzt eine ausgedehnte Fußgängerzone 
im gesamten engeren Innenstadtbereich und ist da-
mit vielen Städten voraus. Ermöglicht wird sie durch 
den Cityring und zahlreiche gut erschlossene Tiefga-
ragen und Parkhäuser in zentraler Innenstadtlage.
Beim Ausbau der Radinfrastruktur besteht weiter 
Handlungsbedarf. Auf vielen Abschnitten der offi-
ziellen Radrouten gibt es nur unzureichende oder 
keine Radverkehrsanlagen, was vor allem auf den 
Hauptachsen zu erhöhtem Konfliktpotenzial führt 
und die Verkehrswende verlangsamt.
Der Cityring stellt durch die Dominanz des moto -
risierten Verkehrs eine große Barriere zwischen 
Innenstadt und den angrenzenden Stadtvierteln 
dar. Zum Überqueren sind in großen Teilen nur 
Unter- und Überführungen vorgesehen. Zudem 
gibt es eine hohe Lärm- und Feinstaubbelastung.
Die östliche Rheinstraße als zentrale Achse der 
Innenstadt dient heute als Verkehrsraum – vor allem 
für Auto, Bus und Straßenbahn. Grünelemente  
gibt es nicht und die Geh- und Radwege sind wenig 
attraktiv. Nur die stadteinwärts führende „Protectet 
Bikelane“ in der mittleren Rheinstraße ist gut aus-
gebaut. Auf ihrer gesamten Länge bietet die Rhein-
straße das Poten  zial, zu einem attraktiven Boule-
vard zwischen Bahnhof und Innenstadt zu werden.
Darmstadt verfügt über eine Vielzahl von unter-  
und oberirdischen Parkgaragen. Die zentrale Lage 
der Parkhäuser ermöglicht es, Autos aus der  
engeren Innenstadt herauszuhalten. Die Garagen 
bieten stets freie Plätze.
Darmstadt verfügt über ein leistungsfähiges Stra -
ßenbahnnetz. Dieses effiziente und umweltfreund-
liche Verkehrsmittel hat das Potenzial in Zukunft 
noch mehr Menschen bei der Bewältigung Ihrer 
Alltagsmobilität zu unterstützen. Insbesondere die 
Anbindung der Landkreiskommunen von Weiter-
stadt im Westen bis Groß-Zimmern im Osten ist 
hier von großer Bedeutung.
Grafenstraße, Schulstraße und Schützenstraße sind 
die einzigen Straßen in der engeren Innenstadt, die 
mit dem Auto befahren werden können. Gleichzeitig 
gilt die Schulstraße als attraktive Einkaufsstraße.
1
2
3
4
5
6
7
8
Die Innenstadt ist optimal mit dem Rest der Stadt und der Region 
verbunden. Zwar liegt der Hauptbahnhof nicht in Gehweite, Darmstadt 
besitzt jedoch ein ausgezeichnetes ÖPNV-Sytem. Cityring und  
Rheinstraße verbinden die Stadt mit der Region, stellen aber auch 
starke Barrieren im Stadtraum dar. Obwohl Darmstadt beste  
Voraussetzungen für eine Fahrradstadt besitzt, ist die Radinfra -
struktur noch ausbaufähig.
Die Innenstadt als  
Drehscheibe und Verkehrsknoten (Mobilität)
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
44

Fußgängerzone Fahrradroute Carsharing/Bikesharing
Straßenbahn Fahrradroute mit unzu-
länglicher Infrastruktur
Haltestelle Airliner
Buslinie Parkplatz, Tiefgarage, 
Parkhaus
Straßenunterführung/ 
-überführung
2
3
1
7
8
6
4
Rheinstraße
Fußgängerzone
Cityring
Luisenplatz
5
45

Wo drückt der Schuh?
Der Luisenplatz ist Knotenpunkt und zentraler 
Ankunftsort der Innenstadt mit dem ÖPNV. Ein 
hohes Aufkommen an Straßenbahnen und Bus-
sen machen ihn zu einem pulsierenden Mobili-
tätsort und einem faktischen „shared space“. In 
den Ergebnissen der Beteiligung wird er zwar im 
positiven Sinne als urban gewürdigt, aber auch 
als gefährlicher und stressiger Ort eingeschätzt. 
Soll der Luisenplatz Aufenthaltsort oder zentraler 
Mobilitätshub der Stadt sein?
Die Rheinstraße setzt als direkte Achse auf den 
Luisenplatz städtebauliche Akzente. Diese Funk-
tion wird jedoch nur von wenigen repräsentativen 
straßenbegleitenden Nutzungen wie dem Literatur-
haus im John-F.-Kennedy-Haus oder der Kunsthalle 
gestützt. Die Rheinstraße wirkt durch ihren Fokus 
auf den Auto- und Tramverkehr als unattraktive 
Barriere, anstatt als einladendes Eingangstor Men-
schen in die Innenstadt zu leiten. Im Sinne einer 
guten Hinführung zur Innenstadt sollte die Rhein-
straße als Eingangssituation neu gedacht werden.
Der Cityring stellt eine wichtige Zubringerachse 
zur Darmstädter Innenstadt dar und entlastet 
diese vom motorisierten Durchgangsverkehr. Als 
städtebauliche Schneise entfaltet er aber auch 
eine Trennwirkung von den umliegenden Gebieten 
und Nutzungen und stellt eine Barriere für Fuß-
und Radverkehr dar. An einigen Stellen schafft er 
für Gastronomie und Handel zudem eine unattrak -
tive Rückseite der Innenstadt. Im Zuge der Innen -
stadtentwicklung sollten Wege geprüft werden, 
diese Barrierewirkung zu minimieren.
Die ausgewiesenen Fahrradrouten sind als solche 
teilweise nicht erkennbar und das Erreichen, Um- 
und Durchfahren der Innenstadt führt zu Konflik-
ten zwischen Rad- und Fußverkehr. Darüber hinaus 
fehlen sichere Abstellplätze für Fahrräder und Las-
tenräder an zentralen Orten. Die Planungen einer 
Fahrradabstellanlage am Pali-Platz werden die 
Situation in diesem Bereich verbessern. Bereits 
jetzt positiv hervorzuheben ist das Projekt Heiner-
bike mit seinen über die Stadt und die Innenstadt 
verteilten Ausleihstationen für Lastenräder.
Die Innenstadt ist von fast allen Bereichen Darm -
stadts in 15 Minuten mit dem Fahrrad oder dem 
ÖPNV zu erreichen. Viele Anziehungspunkte 
in und um die Innenstadt liegen in fußläufiger 
Distanz zueinander. Die Ausgangslage für eine 
nachhaltige Mobilität ist also günstig. Jedoch be -
steht vor Allem beim Ausbau der Rad  infrastruktur 
weiterhin Handlungsbedarf und ÖPNV sowie neue 
Mobilitätsangebote (z. B. shared mobility) sollten 
stärker ausgebaut und gefördert werden.
Der Knotenpunkt Luisenplatz 
muss entschärft werden 
Die Rheinstraße wird ihrer Rolle als
Eingangstor zur Innenstadt nicht gerecht 
Cityring bildet einen „Graben“ 
um die Innenstadt 
Das Potenzial als fahrradfreundliche
Innenstadt ist noch nicht 
ausreichend genutzt 
Trotz guter Voraussetzungen spielen 
„neue Mobilitätsangebote“ noch 
eine zu kleine Rolle 
Der Innenstadtcheck
46

Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
Wie kann man für 
alle die Orientie-
rung verbessern 
und Zugangshürden 
abbauen?
Kann die  
Rheinstraße zum  
Eingangstor  
werden?
Wie kann das  
Umland attraktiv 
und zukunftsfähig  
in die Innenstadt 
kommen?
Wie kann der  
Knotenpunkt  
Luisenplatz  
entschärft und 
attraktiver für das 
Verweilen der  
Menschen werden?
Wie kann der  
innerstädtische 
Radverkehr besser 
integriert werden?
Wie kann die  
Trennwirkung 
des Cityrings  
minimiert  
werden?
Wie können  
neue Mobilitäts-
formen wie z. B.  
Sharing-Angebote  
gestärkt werden?
47

Die Innenstadt ist zwar ein Ort des Handels und der Verwaltung, 
abseits dieser Funktion gibt es jedoch wenige Angebote im Bereich 
der Arbeit und Produktion. Hier sitzen keine Konzernzentralen oder 
Repräsentanzen die das Wirtschaftsprofil der Stadt spiegeln könnten, 
auch findet hier keine (urbane) Produktion z.B. durch Kunsthandwerk 
oder Manufakturen statt. Auch moderne Formen des Arbeitens wie  
Co-Working findet man hier nicht.
Die Innenstadt als Ort  
der Arbeit und der Produktion
Die Innenstadt ist ein Zentrum der Arbeit und 
damit über Pendelbeziehungen stark mit dem 
Umland verknüpft. Klassische Produktionsbetriebe 
befinden sich hier keine, dafür wartet die Innen-
stadt neben dem Handel und kundennahen Dienst-
leistungen mit einem großen Angebot an akademi-
schen und wissensintensiven Arbeitsplätzen auf.
Im engeren Innenstadtbereich sorgt die Konzen-
tration von Einzelhandel und kundennahen Dienst-
leistungen für eine hohe Dichte an Arbeitsplätzen. 
Insgesamt gibt es aber einen hohen Anteil an 
reinen Gewerbeimmobilien, auch wenn in Teilberei-
chen Wohnnutzung das Bild aufweicht.
In den Bereichen nördlich der engeren Innenstadt 
gibt es einen Schwerpunkt von wissensbasierten 
Berufen: Der große Krankenhausstandort, die 
Institutionen der Verwaltung und Justiz sowie die 
wissenschaftlichen Einrichtungen der Technischen 
Universität sind von großer, regionaler Bedeutung.
Südlich der Hügelstraße beginnen die Wohnviertel. 
Arbeitsorte – ausgenommen aus den Bereichen 
Bildung und Nahversorgung – dünnen hier schnell 
aus. Der Cityring hat hier eine große Trennwirkung 
zwischen der Innenstadt und den umliegenden 
Vierteln.
Die schon heute stark ausgeprägte Nutzungsmi-
schung macht die Mollerstadt zu einem spannen-
den Potenzialort für eine Weiterentwicklung der 
Arbeits- und Produktionsstrukturen in der Stadt. 
Kleinteilige urbane Produktion oder New Work 
könnten hier ein Zuhause finden.
1
2
3
4
5
Innenstadt
Der Innenstadtcheck
48

Mischnutzung mit überwiegend  
privatwirtschaftlichen Arbeitgebern
Große Arbeitgeber
Städtische Behörden & VerwaltungÖffentlichkeitsorientierte Arbeitgeber 
(Behörden, Bildung, Gesundheit)
1
5
2
4
3
Luisencenter
Regierungspräsidium 
Darmstadt
Technische 
Universität 
Darmstadt
Staatstheater Darmstadt
Klinikum Darmstadt
49

Wo drückt der Schuh?
In der Innenstadt dominieren Handelsbetriebe und 
kundenorientierte Dienstleistungen den Arbeits-
markt. Andere Arbeitsformen wie Handwerk und 
(emissionsarme urbane) Produktion in Werkstätten 
oder Manufakturen, die man früher in einer Innen-
stadt fand, sind heute unterrepräsentiert oder 
schlicht nicht vorhanden. Umbrüche im stationä-
ren Handel bieten die Möglichkeit, solche Nutzun-
gen in der Innenstadt zu verankern. Die bereits 
vorhandenen Handwerksbetriebe sollten gestärkt 
und sichtbarer werden.
Wissenschaft, Raumfahrt und Pharma: Darmstadt 
ist in vielen Bereichen Vorreiterin. Die engere 
Innenstadt ist jedoch in erster Linie eine Shopping-
Destination und spiegelt nur begrenzt die Vielfalt 
und Dynamik der Wissenschaftsstadt wider. Hier 
finden sich weder Showrooms, in denen sich zen-
trale Unternehmen und Institutionen präsentieren, 
noch beleben Technologie- und Gründerzentren 
mit Co-Working-Angeboten für Spin-offs und Start-
ups die Innenstadt. Eine attraktive Innenstadt ist 
zudem ein wichtiger Standort faktor im Wettbe-
werb um qualifizierte Arbeitskräfte.
Moderne Arbeitsformen und -orte finden sich 
kaum in der City. Dabei ergeben sich durch die 
vielen wissensbasierten Arbeitgeber*innen in 
Darmstadt große Potenziale für die Etablierung 
von zeitgenössischen Formen und Orten des  
Arbeitens in der Innenstadt, die den Ansprüchen 
der jüngeren Generationen an ihre Arbeit  
gerecht werden.
Der Fokus der Aufmerksamkeit bei der Betrach-
tung der Innenstädte richtet sich auf die Han-
delsflächen und hier insbesondere auf die Erd-
geschosszonen. Eher unbemerkt vollzieht sich 
jedoch auch eine Krise der Obergeschosse. Die 
fortschreitende Automatisierung und Digitalisie-
rung – und in Zukunft die Auswirkungen künst-
licher Intelligenz – werden auch Veränderungen in 
der Arbeitsweise klassischer City-Dienstleistungen 
(z.B. Anwaltskanzleien und Sprachschulen) mit 
sich bringen, die auch Folgen für die Raumbedarfe 
dieser Branchen haben. Die Veränderungen in die-
sem Sektor müssen tiefer analysiert werden und 
es müssen rechtzeitig neue Raumangebote oder 
Umnutzungsstrategien entwickelt werden.
„Third Places“ sind Orte, die zwischen Arbeit und 
anderen Nutzungen überblenden. Das können 
Cafés sein, in denen gearbeitet wird, halb-öffent-
liche Eingangsbereiche von Co-Working-Spaces, 
in denen man sich trifft oder öffentliche Orte wie 
die an vielen Orten entstehenden Bibliotheken 
nach skandinavischem Modell, die ausdrücklich 
zum „abhängen“, sich austauschen und Kaffee 
trinken einladen. „Third Places“ sind Treffpunkte 
und Orte des Austauschs für die Stadtgesellschaft, 
die unbedingt auch in der Darmstädter Innenstadt 
entwickelt werden sollten.
Städtische Ämter und Abteilungen mit Publikums-
verkehr sind aus dem renovierungsbedürftigen 
Stadthaus in das Luisencenter gezogen – andere 
Fachämter mit weniger Publikumsverkehr wurden 
u. a. an den Stadtrand in die Telekom-City ver-
legt. Die Stadt sollte bei Standortentscheidungen 
neben Dependencen in den Stadtteilen die Innen-
stadt mitdenken. Eine Stadtverwaltung sollte im 
Sinne einer erfolgreichen Repräsentation und 
Identifikation perspektivisch ins Zentrum und an 
den „Puls der Stadt“ rücken. Zudem sind auch die 
in der Verwaltung Arbeitenden ein wichtiger Teil 
einer Innenstadt-Nutzerschaft, die zur Belebung 
beiträgt.
Die Innenstadt könnte deutlich 
mehr Raum für Handwerk und urbane
Produktion bieten
Eine Stadtverwaltung gehört
auch in die Innenstadt 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird 
in der Innenstadt nicht spürbar 
Moderne Formen des Arbeitens sucht
man in der Innenstadt vergeblich 
Es gibt eine verdeckte Krise der 
Obergeschosse 
„Third Places“ fehlen weitgehend 
Der Innenstadtcheck
50

Aus den Befunden abgeleitete Zukunftsfragen
Wo gibt es Raum  
für New Work und 
neue Formen der 
Produktivität?
Kann die  
Rheinstraße 
zur gefragten 
Unternehmens-
adresse werden?
Welches Profil  
soll/kann die  
Mollerstadt als  
Arbeitsort haben? 
Welche Rolle  
spielen dabei die 
Erdgeschosse?
Wo kann man  
sogenannte „dritte 
Orte“ schaffen, in 
denen sich Arbeit, 
Freizeit und Alltag 
überblenden?
Welche Konzepte 
neben Wohnen gibt 
es für leerfallende 
Obergeschosse  
im engeren  
Handelsbereich?
Wie können die in 
den öffentlichen 
Einrichtungen  
Arbeitenden zu  
Innenstadt-Nutzen-
den werden?
Wie können die in 
Wissenschaft und 
Kultureinrichtungen 
Arbeitenden zu  
Innenstadt-Nutzen-
den werden?
51

Die Mission:
Darmstadts Innenstadt 
zum Kristallisationsort 
der Vielfalt und Dynamik 
der Stadt machen – mit 
innovativen, lebendigen 
und hybriden Orten, die 
die stadtweiten Energien 
ins Schwingen bringen und 
die Innenstadt heute schon 
fit für die Zukunft machen.
52

Die Mission beschreibt, ausgehend von 
den Befunden des Innenstadtchecks 
und den identifizierten Zukunftsfragen, 
in welche Richtung sich die Innenstadt 
entwickeln muss: Darmstadt muss 
sein Innenstadtversprechen erneuern 
– durch die kleinräumige Verzahnung 
seiner sechs Säulen. Dazu benennt 
das Kapitel drei grundlegende 
Strategien. Ein ergänzendes Raumbild 
illustriert räumliche Ansatzpunkte 
für die Umsetzung dieser Strategien. 
Die im weiteren Prozess erarbeiteten 
Zukunftsprojekte sind der Schlüssel, um 
die Mission zu erreichen.
53

Die Energien der Stadt  
in die Mitte holen
Eine vielfältige Kulturszene, zukunftsweisende Unternehmen, renommierte Forschungs-
einrichtungen und ein reichhaltiges Warenangebot: Darmstadt hat eine Menge zu bieten. 
Die Vielfalt der stadtweiten Qualitäten ist im Stadtzentrum allerdings kaum sichtbar. Die 
vorhandenen Energien treten zu wenig in Resonanz, sie sind nicht spürbar. Zentrale Stell-
schraube für die Erneuerung des Innenstadtversprechens ist demnach die kleinräumige 
Verzahnung der sechs Säulen der Innenstadt. Um dies zu erreichen, gilt es, Brücken zu 
schlagen – mit neuen nutzungsgemischten Orten und Angeboten, die verschiedene Nutzun -
gen integrieren. Durch das Zusammenspiel dreier grundlegender Strategien gelingt es,  
die Innenstadt zum Kristallisationsort der Vielfalt und Dynamik der Stadt zu machen.
Darmstadts Innenstadt heute: 
Die unterschiedlichen Facetten 
einer guten Innenstadt sind 
nicht miteinander verbunden
Darmstadts erneuerte Innenstadt: 
Durch gezielte Projekte werden  
die Energien rund um die Innen-
stadt in die Mitte gebracht
Innenstadt
+
+
+
+
+
+
+
+
Mission
Innenstadt
Mobilität
Arbeit und 
Produktion
Handel und 
Versorgung
Bildung, Teilhabe  
und Repräsentation
Neues Projekt
Kultur, Freizeit  
und Freiraum
Wohnen
54

Grundlegende 
Strategien
Hybride Orte als Schlüssel schaffen
Hybride Orte sind Räume, an denen unterschiedliche Stadtfunktionen 
zusammentreffen, sich überlagern und gegenseitig befruchten. Die 
zentrale Strategie ist es, solche Orte neu zu schaffen und bestehende 
Orte in diese Richtung zu entwickeln. Dies erfordert, Räume neu zu 
denken, gewohnte Pfade zu verlassen und Experimente zu wagen. Die 
Innenstadt muss zu einem Ort werden, der zu allen Tageszeiten belebt 
ist und für möglichst viele Menschen attraktiv ist. Nur wenn vielfältige 
Anlässe zum Besuch geboten werden, kann die Stadt eine Bandbreite 
von Stadtbedürfnissen erfüllen und so zum Zentrum der gesamten 
Stadtgesellschaft werden.
Den Wandel durch mutige Steuerung gestalten
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt tritt bei der Weiterentwicklung der 
Innenstadt als aktive und selbstbewusste Akteurin auf und steht an 
zentraler vermittelnder und leitender Stelle. Sie überlässt die Entwick-
lungen weder Marktkräften, noch belässt sie es bei der reinen Verschö -
nerung der öffentlichen Räume. Vielmehr betreibt sie ein aktives Ma-
nagement der Innenstadtakteur*innen: Sie scheut nicht davor zurück, 
zentrale Immobilien und Flächen zu kaufen oder selbst zu nutzen bzw. 
zu vermieten und tritt in manchen Fällen auch als Bauherrin für zentrale 
Projekte auf. Das besondere Städtebaurecht hält für diese Fälle viele 
Werkzeuge bereit.
Die Stadtgesellschaft zur Mitstreiterin machen 
Die Innenstadt mit neuen Energien aufzuladen ist eine Gemeinschafts-
aufgabe. Um eine attraktive und zukunftsrobuste Innenstadt für die 
gesamte Stadtgesellschaft zu schaffen, müssen lokale Akteur*innen zu 
Mitstreiter*innen des Wandels werden. Indem die Stadt Spielräume für 
engagierte Anwohnende, Gewerbetreibende, Unternehmen und Eigen -
tümer*innen schafft, können sie eigene Impulse setzen und Verant-
wortung für Projekte zur Belebung der Innenstadt übernehmen. Mit 
ihrem Wissen, ihren Kompetenzen und Netzwerken gelingt es, Orte und 
Projekte zu schaffen, die unterschiedliche Bedürfnisse erfüllen und ver-
schiedenste Menschen ansprechen. 
55

Hier werden die 
Energien der Stadt 
zusammengeführt
Die Innenstadt Darmstadts besitzt schon heute viele unterschiedliche Räume 
und Qualitäten, die es zu stärken und weiterzuentwickeln gilt. Da sich die sechs 
Säulen der Innenstadt in den Teilräumen unterschiedlich stark ausprägen, unter-
scheiden sie sich nicht nur in ihrer Dynamik, sondern stehen auch vor ganz  
eigenen Herausforderungen, die unterschiedliche Herangehensweisen erfordern.
Urbane Mitte
Die Urbane Mitte ist Darmstadts Entrée in die Innenstadt: Sie vereint kontrast-
reiche Stadträume mit großstädtischen Nutzungen. Das pulsierende Quartier ist 
geprägt von repräsentativen Achsen, dem quirligen Luisenplatz und einem breit 
gefächerten Mobilitätsangebot. Hier, wo viele Menschen aufeinandertreffen, wird 
es auch mal laut und wuselig, mitunter kann es auch zu Reibungen kommen. 
Gleichzeitig ist Darmstadt nirgendwo lebendiger, an keinem Ort mutet die Stadt 
großstädtischer an. Hier darf man mutig sein und moderne Großstadtarchitektur 
wagen, hier ist Platz für Überraschendes, wie etwa ungewöhnliche Nutzungskon-
zepte in großen Kaufhausgebäuden.
Innere Stadt
Die Innere Stadt ist die Herzkammer der City: Sie bildet das ruhige Gegenstück 
zur Urbanen Mitte. Kleingroßstädtische Heimeligkeit trifft hier auf besondere 
Erlebnisorte. Die Innere Stadt lädt zum Flanieren ein. Hier gibt es kleine Gassen, 
kleinteiligen Einzelhandel und gastronomische Angebote. Die Innere Stadt hat das 
Zeug zum Wohnzimmer der Stadt: Nach dem Einkaufsbummel trifft man sich hier 
gerne zum Essen unter freiem Himmel oder auf einen Plausch mit der Nachbar-
schaft. Durch kleinteilige, temporäre Interventionen im öffentlichen Raum, eine 
strategische Kuratierung der Erdgeschosszonen und Gestaltungssatzungen für 
Neu- und Umbauten wird dieser Charakter gezielt weiterentwickelt.
Schlossumfeld
Das Schlossumfeld ist die große Bühne der Stadt: ein Ort der Repräsentation, wo 
Feste, Bildung und Kultur vor beeindruckender Kulisse stattfinden. Umringt von 
großzügigen Freiräumen, die Austragungsorte von Heinerfest und Schlossgraben -
fest sind, haben hier die Universität, das Schloss und das Landesmuseum ihren 
Sitz. Die zentrale Herausforderung des Schlossumfelds ist die Barrierewirkung des 
Cityrings. Hier gilt es, Lösungen zu entwickeln, die die Innenstadt in Zukunft noch 
besser mit den umliegenden Vierteln verknüpfen.
Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-
Platz
Kasinostraße
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Havelstraße
Riedeselstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Heinrichstraße
Martinstraße
Hochstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Riedeselstraße
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Dr. Valentin Degen Weg
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Adelungstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Hochschulstraße
Bismarckstraße
Bismarckstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Woogsplatz
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
Schustergasse
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Hügelstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-
Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
 Rheinstraße
Luisenplatz
Marktplatz
Cityring
Stadtkirche Justus-Liebig-Haus / 
Stadtbibliothek
Galeria
Stadthaus
Luisencenter
Urbane Mitte
Innere Stadt
Schlossumfeld
Mission
56

Nieder-Ramstädter Straße
Brandt-Platz
Willy-
Marion-
Grä/f_in-
Dönhoff-
Platz
Kasinostraße
Hindenburgstraße
Riedeselstraße
Sandstraße
Hügelstraße
Landgraf-Philipps-Anlage
Hindenburgstraße
Havelstraße
Riedeselstraße
Rückertstraße
Heinrichstraße
Heinrichstraße
Martinstraße
Hochstraße
Mathildenplatz
Luisenplatz
Riedeselstraße
Wilhelminenplatz
Wilhelm-Glässing-Straße
Wilhelminenstraße
Heidelberger Straße
Rheinstraße
Neckarstraße
Neckarstraße
Heinrichstraße
Hölgesstraße
Schützenstraße
Hölgesstraße
Wilhelm-Glässing-Straße
Ludwigsplatz
Elisabethenstraße
Schützenstraße
Hügelstraße
Wilhelminenplatz
Dr. Valentin Degen Weg
Weyprechtstraße
Stauffenbergstraße
Elisabethenstraße
Hügelstraße
Marienplatz
Elisabethenstraße
Georg-Büchner-Platz
Kennedyplatz
Adelungstraße
Kröhweg
Hügelstraße
Sandstraße
Riedeselstraße
Elisabethenstraße
Saalbaustraße
Saalbaustraße
Zimmerstraße
Adelungstraße
Rheinstraße
Grafenstraße
Adelungstraße
Grafenstraße
Grafenstraße
Kasinostraße
Friedrichstraße
Bleichstraße
Bleichstraße
Kasinostraße
Saalbaustraße
Gustav-Lorenz-Straße
Bleichstraße
Rheinstraße
Wilhelminenstraße
Luisenstraße
Luisenstraße
Schuchardstraße
Zeughausstraße
Mathildenplatz
Mathildenplatz
Hochschulstraße
Gustav-Lorenz-Straße
Schleiermacherstraße
Wilhelm-Leuschner-Straße
Hochschulstraße
Bismarckstraße
Bismarckstraße
Magdalenenstraße
Benglerweg
Mauerstraße
Magdalenenstraße
Ballonplatz
Karlstraße
Soderstraße
Landgraf-Georg-Straße
Mühlstraße
Kapellplatz
Kirchstraße
An der Stadtkirche
Alexanderstraße
Karlstraße
Rundeturmstraße
Holzstraße
Erich-Ollenhauer-Promenade
Woogsplatz
Alexanderstraße
Pädagogstraße
Mühlstraße
Kapellplatz
Karolinenplatz
Mühlstraße
Landgraf-Georg-Straße
Hochstraße
Am Kleinen Woog
Kaplaneigasse
Große Bachgasse
Würthweg
Kaplaneigasse
Ludwigs-
Schlossgraben
Schustergasse
passage
Ludwigstraße
Schustergasse
Riedlingerstraße
Hochstraße
Kiesstraße
Kirchstraße
Ludwigstraße
Ernst-Ludwigs-Platz
Ernst-Ludwig-Straße
Ernst-Ludwig-Straße
Friedensplatz
Karlstraße
Hügelstraße
Schulstraße
Hoffmannstraße
Hoffmannstraße
Kiesstraße
Mathildenplatz
Fraunhoferstraße
Platz
Nagasaki-
Hiroshima-
Wittmann-
Hanne-
Platz
Karl-
Roth-
Platz
Alexander-von-Humboldt-Platz
Gagernstraße
 Rheinstraße
Luisenplatz
Marktplatz
Cityring
Stadtkirche Justus-Liebig-Haus / 
Stadtbibliothek
Galeria
Stadthaus
Luisencenter
Urbane Mitte
Innere Stadt
Schlossumfeld
57

Zukunftsprojekte: 
Bausteine für
die Innenstadt der Zukunft
58

Herzstück des Entwicklungskonzepts 
Innenstadt sind 12 Projekte auf 
räumlicher und organisatorischer Ebene 
– sie sind der Schlüssel, um die sechs 
Säulen des Innenstadtversprechens 
zu stärken und enger miteinander 
zu verzahnen. Sie alle folgen der 
Grundidee, Orte und Angebote zu 
schaffen, die mehr als nur eine Sache 
können und damit unterschiedliche 
Bedürfnisse der Darmstädter*innen 
erfüllen. Indem die Projekte möglichst 
viele Nutzungen bedienen, neue 
Akteur*innen zusammenbringen 
und vorhandene Energien bündeln, 
entstehen neue lebendige und hybride 
Orte, die helfen, Darmstadts Mission 
zu erreichen: die Innenstadt zum 
Kristallisationsort der Vielfalt und der 
Dynamik der Stadt zu machen. 
59

60

61

Zukunftsprojekte
Wie sieht die Innenstadt 
in Zukunft aus?
Wenn wir in Darmstadts nicht all zu ferne Zukunft 
blicken, sehen wir eine lebendige, bunte und  
offene Innenstadt, die vielfältige Anreize für 
einen Besuch schafft. Egal bei welchem Wetter: 
 Drinnen und draußen gibt es Angebote, die dazu 
einladen, Freund*innen zu treffen, sich zu enga-
gieren, zu arbeiten oder einzukaufen. Darmstadt 
hat den Mut, große Projekte anzugehen und die 
Weitsicht, auch im Kleinen kontinuierlich an 
Verbesserungen zu arbeiten. Die Stadt ist eine 
zentrale und selbstbewusste Akteurin in der 
Innenstadt, die engagiert vorangeht und eigene 
Projekte entwickelt. 
Im Dialog mit der Stadtgesellschaft sind in einem 
einjährigen, co-kreativen Prozess 12 Projekte er-
arbeitet worden, die auf den Qualitäten der Innen-
stadt aufbauen. Sie dienen als Schlüssel, um die 
vorhandenen Energien in der Stadt im Zentrum 
zu bündeln und damit das Versprechen der Innen-
stadt zu erneuern. 
Wie sind die Projekte entstanden?
Viele der hier vorgestellten Projekte wurden so 
oder in ähnlicher Form im Rahmen der Creators 
Night und des Think Tanks entwickelt. Viele Vor-
schläge haben sich etwa mit der Beruhigung des 
Cityrings auseinandergesetzt. Auch das Luisen-
center-Karstadt-Gebäude befand sich für einige 
Gruppen in einem unzufriedenstellenden Zustand. 
Die Ideen reichten hier vom Komplettabriss bis 
zum behutsamen Umbau samt Dachgarten. 
Einigen Gruppen, insbesondere bei der Creators 
Night, fehlte es an zivilgesellschaftlichen Orten, 
die vielfältige Nutzungen und unkommerzielle 
Angebote vereinen. Die auf der Creators Night 
ausgezeichnete Projektidee „Mittendrin“ – ein zivil-
gesellschaftliches Zentrum in einem leer stehen-
den Kaufhausgebäude – diente als Inspiration für 
das Projekt „Darmstadthaus“. Andere Projekte 
befassten sich mit Dachnutzungen, der Nutzung 
öffentlicher Räume oder der Verbesserung der An-
gebote für Kinder und Jugendliche. All diese Ideen 
flossen in dieses Konzept ein und finden sich in 
den unterschiedlichen Projekten wieder. Sie wur-
den zusammengetragen, aufeinander abgestimmt 
und ergänzt, um ein kohärentes und ganzheitliches 
Programm für die Darmstädter Innenstadt zu ent-
wickeln. Mit dem folgenden Projektkatalog wird ein 
Zukunftsbild der Darmstädter Innenstadt entworfen 
und konkrete Vorschläge zur Begegnung der zent-
ralen Zukunftsfragen gemacht. Er gliedert sich in 
Rahmenprojekte, Langfristprojekte und Quick Wins. 
Rahmenprojekte dienen als konzeptionelle Grund-
lage und wirken flächendeckend und langfristig. 
Sie haben meist noch keine direkten baulichen 
Veränderungen zur Folge, sondern rahmen die 
übrigen Entwicklungen in der Innenstadt ein und 
geben ihnen eine klare Richtung. Dazu gehören 
beispielsweise ein Mobilitätskonzept zur Förderung 
der Erreichbarkeit oder ein Innenstadtmanage-
ment, das innerstädtische Leerstände kuratiert. 
 
Die Langfristprojekte sind bauliche Veränderun-
gen im Stadtraum oder Nutzungsanpassungen, 
die großformatig sind, viele Akteur*innen betref-
fen und daher längere Zeit für die Vorbereitung 
und Umsetzung benötigen. Dies ist zum Beispiel 
beim Projekt Darmstadthaus „mittendrin“ der 
Fall, einem Ort in dem Zivilgesellschaft, Wirtschaft 
und Wissenschaft zusammen kommen. Durch den 
langfristigen Umbau einer großen Bestandsimmo-
bilie entsteht ein neuer Kristallisationspunkt für 
die Stadtgesellschaft, der sich mit der Zeit wan-
deln und entwickeln kann.
Bei den Quick Wins handelt es sich um Projekte 
die relativ schnell und einfach umzusetzen sind 
und keine langfristigen Genehmigungs- und Bau-
phasen zur Folge haben. Sie können sowohl tem-
porär als auch dauerhaft im Stadtraum umgesetzt 
werden. Das Projekt „Pop-Up-Playground“ etwa 
umfasst eine temporäre Bespielung öffentlicher 
Plätze und Straßenräume als Kinderspielplatz mit 
mobilen Spielgeräten.
Viele der Projekte verweisen aufeinander, da 
relevante Konzepte und Akteur*innen des einen 
Zukunftsprojekte62

Projekts auch federführend bei der Umsetzung 
eines anderen sein können. Dies ist zum Beispiel 
bei dem Projekt „Quartiersmanagement“ der Fall, 
das auch für die Durchführung des „Pop-Up-Play- 
grounds“ mitverantwortlich ist. Gleichzeitig do-
cken die Projekte an bestehende Konzepte und 
Strukturen an. 
Förderprojekte 
Darmstadt war in den vergangenen Jahren nicht 
untätig. Im Gegenteil: Die Stadt gestaltet den Wan-
del der Innenstadt bereits aktiv. Es gibt eine Reihe 
von Projekten, die durch das Landesprogramm 
„Zukunft Innenstadt“ sowie das Bundesprogramm 
„Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ staat-
lich gefördert und teilweise auch schon umgesetzt 
werden. Einige dieser Projekte, wie das CityLab, 
wurden in dem vorliegenden Konzept aufgegriffen 
und mit neuen Projektideen verknüpft. Andere Pro-
jekte, wie das Innenstadt-Quartiersmanagement, 
wurden übernommen und weiter ausgeführt, da 
sie für die Entwicklung der Innenstadt von zentra-
ler Bedeutung sind. Der vorliegende Projektkatalog 
ist damit nicht in Konkurrenz zu bereits laufenden 
Förderprojekten zu sehen, sondern unterstützt 
und ergänzt diese, wo es sinnvoll ist. Das erarbei-
tete Raumbild setzt die Projekte in einen räumlich-
planerischen Zusammenhang.
Lieblingsorte
Lokales Bündnis 
Innenstadt
Kultur braucht 
Plätze
Transformations-
prozess gestalten
City-Newcomer  
gesucht
Projekte aus dem Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“
Vertiefungskonzept 
zum Thema  
„Zukunftsfähige  
Nutzungsmischung“
Verfügungsfonds
Doppelstandort 
Karstadt / Kaufhof 
(Gutachten)
Aufbau eines  
Innenstadt-Quartiers- 
managements
Innenstadtmarketing 
und Öffentlichkeitsarbeit
Nachnutzung 
Stadthaus Grafenstraße
Anmietung von 
Leerstand (CityLab)
Baulich investive 
Maßnahmen
Projekte aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“
Aufwertung Luisen-
centerfassade durch 
Begrünung (Planung)
63

Rahmenprojekte
Klimafitte Mitte
Mobil in die Mitte
Aus Leer mach toll
Second Level 
Quartiersmanagement im CityLab
ZukunftsprojekteZukunftsprojekte64

Langfristprojekte
Quick Wins
Darmstadthaus „mittendrin“ Heiner Crossing
Boulevard RheinstraßeWilhelmine und Luise
Frei-Deck
Pop-Up-Playground
City Paten
65

Zukunftsprojekte
Klimafitte Mitte
Ein Klimawandelanpassungskonzept 
speziell für die Innenstadt
10 Uhr und bereits über 25 Grad im Schatten? 
In der Innenstadt ist das nicht der Fall! Viele 
Fassaden der großen Waren- und Parkhäuser 
sind mit rankenden Pflanzen begrünt. Auf den 
Flachdächern laden weitläufige Grünflächen zum 
Entspannen und Gärtnern ein und an Orten, an 
denen keine feste Begrünung möglich ist, stehen 
mobile Grüninseln. Kinder laufen barfuß durch 
begehbare Wasserspiele und wer Durst hat, füllt 
seine Wasserflasche an einem der vielen Trink -
wasserbrunnen auf. Das Klimawandelanpassungs-
konzept bereitet die Innenstadt gut auf die  
Gefahren des Klimawandels vor.
Was an heißen Tagen kühlt, nützt aber auch im Falle 
der immer häufiger auftretenden Starkregen. Begrün -
te Flachdächer und entsiegelte Flächen saugen das 
Regenwasser wie Schwämme auf. Das Ablaufen des 
Wassers wird auf diese Weise entschleunigt und Über -
schwemmungen in den Tiefgeschossen verhindert. 
Für die Begrünung wurden Pflanzen gewählt, die mög -
lichst widerstandsfähig sind und die Artenvielfalt von 
Flora und Fauna bereichern – eine der besten Möglich -
keiten, um auch dem Artensterben zu begegnen.
Darmstadt konnte für das Klimawandelanpassungskon -
zept auf viele vorhandene Ressourcen zurückgreifen. 
Ein Gründach- und Entsiegelungskataster existierte 
bereits – genau wie Klimaanpassungskonzepte für
die Gesamtstadt, die nur noch auf die spezifischen 
Herausforderungen und Anforderungen der Innenstadt 
zugeschnitten werden mussten. Das zentrale Credo 
lautete hierbei: Klimawandelanpassung ist immer auch 
eine Chance, die Aufenthaltsqualität und den Erlebnis -
charakters der Innenstadt zu steigern – eine Win-win-
Situation für alle.
„
“
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
Projekttyp: 
Rahmenprojekt
66

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
Potentiale für Dach- und 
Fassadenbegrünung 
identifizieren (Nutzung des 
Dachflächenkatasters)
Standorte für Trinkwas -
serbrunnen für mög -
lichst flächendeckende 
Versorgung bestimmen 
(begehbare Wasser-
spiele zur Kühlung mit-
denken)
Potentialflächen für größt-
mögliche Entsiegelung der 
Innenstadt identifizieren 
und Art der Entsiegelung 
bestimmen (Biodiversität 
mitdenken)
• Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung
• Eigentümer*innen
• Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
• Stadtplanungsamt
• Grünflächenamt
• Umweltamt
“
Sammeln und sichten vorhandener Ressourcen: 
Gründach- und Entsiegelungskataster + 
Klimaanpassungskonzepte
Priorisierung und schrittweise 
Umsetzung von Maßnahmen
Ausschreibung Klimawandel-
anpassungskonzept
Pilotprojekt: Begrünungskonzept Luisencenter 
(aus Bundesförderungs-Programm)
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs -
faktor werden?
Wie kann die 
Trennwirkung des 
Cityrings mini-
miert werden?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie kann das Lui-
sencenter weiter-
entwickelt werden?
Wie kann der 
Luisenplatz ent-
schärft werden?
Wie können der 
Erlebnischarakter 
und die Aufent-
haltsqualität der 
Rheinstraße er-
höht werden?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Kann die Rhein-
straße zum Ein-
gangstor werden?
67

Zukunftsprojekte
Quartiersmanagement im CityLab
Die zentrale Vernetzungs- und Anlaufstelle 
in der Innenstadt
Das Quartiersmanagement (QM) in der Innenstadt 
ist die zentrale Vernetzungs- und Schnittstelle 
zwischen Stadtverwaltung, Gewerbetreibenden, 
öffentlichen Institutionen, Eigentümer*innen und 
Bürger*innen geworden. Denn ein grundlegender 
Wandel braucht Begleitung, Beratung, Unter -
stützung und einen Ort, an dem er sichtbar und 
diskutierbar wird. Deshalb wurde das CityLab auch 
in einem leer stehenden Ladenlokal in der Innen -
stadt eingerichtet. 
Das Spektrum der Aktivitäten im CityLab reicht von Ver-
netzungstreffen, Ideen-Speeddatings und Diskussionen 
an einer großen Innenstadt-Karte über eine Übersicht 
aktueller Ladenleerstände und Nutzungsmöglichkeiten 
bis hin zur Beratung von Finanzierungsoptionen und einer 
Mobilitätsberatung Gewerbetreibender. Das QM ist so im -
mer am Puls des Geschehens vor Ort – meldet Entwick -
lungen und Ideen an Politik und Verwaltung und kommu -
niziert Entwürfe und Entscheidungen an die Öffentlichkeit.
Neben der Durchführung von Beteiligungsformaten zu 
den unterschiedlichen Maßnahmen im Kontext der Innen -
stadtentwicklung ist das Ladenflächenmanagement eine 
der zentralen Aufgaben des QMs. Vor allem die Gewerbe -
flächen werden im Auge behalten, um bei negativen Ent -
wicklungen gegensteuern zu können. Durch den Kontakt 
zu Eigentümer*innen und möglichen neuen Mieter*innen 
bildet das Ladenflächenmanagement die Schnittstelle 
zwischen den Akteur*innen. Durch Zwischennutzung 
und gezielte Ansiedlungen etwa aus dem kreativen oder 
sozialen Bereich, von neuen gastronomischen Angeboten 
und neuartigen Handels- und Dienstleitungskonzepten 
werden die Entwicklungen gesteuert und die Identität der 
Innenstadt kuratiert und gestärkt. 
Darüber hinaus ist das QM aktiv an der Umsetzung der 
sogenannten Quick-Win-Projekte beteiligt (siehe S. 84-89) 
und begleitet damit auch die Bespielung der öffentlichen 
Räume und die Verbesserung der Aufenthaltsqualität in 
der Innenstadt insgesamt. 
„
“
Projekttyp: 
Rahmenprojekt
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
68

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
ppp (Public-private-partnership)
“
Vernetzungsarbeit zwischen 
unterschiedlichen Innenstadt -
akteur*innen betreiben
Monitoring und ggf. Manage -
ment von leerstehenden 
Ladenflächen
Durchführung von Beteili -
gungsformaten zum Thema 
Innenstadtentwicklung
Kommunikationsarbeit, 
Informationskampagnen 
und Beratung für Bürger*in -
nen, Gewerbetreibende und 
Eigentümer*innen
Verwaltung eines Verfü -
gungsfonds und Unterstüt -
zung bei der Antragsstellung
• Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 
• Darmstadt Citymarketing e. V.
• alle städtischen Ämter
Ausschreibung Innenstadt-
Quartiersmanagement
Entwicklung von Infomaterialien 
und Beratungsangeboten
fortlaufende Vernetzungs-, Beteiligungs- 
und Beratungsarbeit
Anmietung eines  
geeigneten Leerstands
Umsetzung von  
Quick-Win-Maßnahmen
Wie kann der 
Luisenplatz ent-
schärft werden?
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Wie kann man 
Leerstände erfas -
sen und systema-
tisch nutzen?wer-
den?
Wie kann mehr 
Regionalität z.B. 
durch regionale 
Produkte in die 
City kommen?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wo kann man so-
genannte „Dritte 
Orte“ schaffen, in 
denen sich Arbeit, 
Freizeit und Alltag 
überblenden?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wie können Kul-
tur- und Wissen-
schaftseinrichtun -
gen die Innenstadt 
beleben?
69

Zukunftsprojekte
Second Level
Dachnutzungsstrategie zur Aktivierung 
ungenutzter Flächenpotenziale
Die Menschen genießen eine neue Ebene der 
Stadt: auf den Dächern ruhen sie sich vom Ein -
kaufsbummel aus, treffen sich nach der Arbeit 
und zum Sport und genießen an klaren Tagen 
den Blick bis nach Frankfurt und auf die von der 
Abendsonne angestrahlte Mathildenhöhe. 
Die Vorgaben zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung 
machten eine Erschließung ungenutzter Dachflächen 
für Begrünung und Solarpanele langfristig ohnehin er -
forderlich. Die Frage lag auf der Hand: Wieso die neu 
zu erschließenden Flächen nicht gleich auch öffentlich 
zugänglich machen und für Nutzungen öffnen, die bisher 
in der Innenstadt fehlen?
Mit der zukzessiven Erschließung der Dächer folgt 
Darmstadt einem Trend, der anderswo längst baulich  
präsent ist. Rooftop-Nutzungen in jeder Form sind pul-
sierende Orte urbanen Lebens, insbesondere wenn der 
Publikumsverkehr nicht durch allzu hochpreisige Gastrono-
miekonzepte exklusiv gehalten wird.
Um das Interesse der Darmstädter*innen, von Gewerbe-
treibenden und Eigentümer*innen zu wecken, wurden mit 
temporären Aktionen erste Dächer zugänglich gemacht 
und potenzielle Orte getestet. Im Vorfeld wurden geeig-
nete Orte identifiziert, in einem Dachflächenkataster fest -
gehalten und passende Akteur*innen für Dachnutzungen 
aktiviert. Auch bei der Umsetzung spielte die Stadt eine 
begleitende Rolle.
Blickt man von oben auf die Innenstadt, sieht man nur 
noch wenig ungenutzte graue Flachdächer. Das Bild wird 
bunter – vor allem grüner – und belebter.
Geeignete Dachflächen identifizieren
Neue Nutzungen festlegen
Dächer umbauen
„
“
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
Projekttyp: 
Rahmenprojekt
70

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
Dachflächenkataster mit  
Nutzungspotenzialen erstellen
Pilotprojekt: (temporäre) aktivierende 
Dachnutzung starten 
gezielte Ansprache von Eigentümer*in -
nen und Akteur*innen
Förderprogramm 
entwickeln
Erstellung eines Dachflä -
chenkatasters mit beson -
der Berücksichtigung von 
Flachdächern die sich für 
neue Nutzungen eigenen
Durchführung eines 
Pilotprojektes
Kontakt zu Eigen-
tümer*innen suchen 
und Gespräche über 
mögliche Nutzungen 
führen (Aufklärung und 
Netzwerkarbeit)
Neue Nutzungen identifizieren 
(z.B. Aufenthalt, Begrünung, 
Energieproduktion...)
• Stadtplanungsamt
• Eigentümer*innen
• diverse Akteure (Gastronomie, Kultur, Sport)
• Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung
• Bauaufsichtsamt
“
Wo kann die  
Innenstadt  
grüner und blauer 
werden?
Wo können 
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Was kommt  
nach den großen 
Kaufhäusern?
Wie kann die 
Wohnqualität für 
die Bewohnenden 
der Innenstadt  
gestärkt werden?
Ist es sinnvoll, 
mehr Wohnen in 
die Innenstadt zu 
bringen und wenn 
ja, wo?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wie kann das Lui-
sencenter weiter-
entwickelt werden?
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs -
faktor werden?
Wo kann man so-
genannte „Dritte 
Orte“ schaffen für 
Arbeit, Freizeit und 
Alltag?
71

Zukunftsprojekte
Darmstadt ist eine echte 15-Minuten-Stadt! Durch 
die Umsetzung des neuen Mobilitätskonzeptes 
gibt es ein dichtes Netz umweltschonender Alter -
nativen, die für die breite Masse attraktiv sind. 
Dabei gibt es unterschiedliche Lösungen für Besu -
cher*innen und Beschäftigte, für den Wirtschafts- 
sowie den Lieferverkehr. Die neu eingerichtete 
Mobilitätsberatung gibt dazu Hilfestellungen bei 
der Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte.
Die zentralen Fragen, die sich im Rahmen des Mobili-
tätskonzepts  stellten, lauten: Wie lässt sich die Erreich-
barkeit der Innenstadt für alle Verkehrsteilnehmenden 
weiter verbessern? Welche Infrastrukturen und Angebote 
braucht es hierfür? Außerdem stand schon seit langem 
die Frage im Raum, welche Lösungen es für die immer 
wieder aufkommenden Konflikte zwischen Radfahrenden 
und Fußgänger*innen geben kann. Wie lassen sich die 
Lieferketten – insbesondere auf der sogenannten letzten 
Meile – in der Innenstadt organisieren und bündeln? Das 
Ziel des Mobilitätskonzeptes war die smarte Verknüpfung 
unterschiedlicher Mobilitätsangebote und die Schaffung 
neuer nachhaltiger Infrastrukturen wie durchgängiger 
Mobil in die Mitte
Mobilitätskonzept und Mobilitätsberatung  
für die Innenstadt
Radschnellwege, um die Mobilitätswende effektiv umzu -
setzen, und das ist gelungen. 
Die Projekte Boulevard Rheinstraße und Heiner Crossing 
sind zu wichtigen Bausteinen des Konzepts geworden..
Mit der Mobilitätsberatung  für Gewerbetreibende und 
größere kulturelle und städtische Institutionen wurden 
diese befähigt, ihren Angestellten, Kund*innen und 
Gästen attraktive Angebote zu machen. Die Palette an 
Möglichkeiten ist groß: Mit Fahrradleasing, sicheren und 
nahegelegenen Fahrradabstellanlagen, (kostenlosen) 
Ladestationen und Umkleiden werden Anreize zum Rad -
fahren in der Belegschaft geschaffen. Und mit einem 
Jobticket wird die ÖPNV-Nutzung attraktiver. Für Kund*in-
nen werden größere Einkäufe und Onlinebestellungen 
direkt nach Hause geliefert und bedeutende kulturelle 
und städtische Institutionen kooperieren mit den Mobili -
tätsanbieter*innen. 
 
Mit diesem Doppelpack ist die Innenstadt gut gerüstet 
für wiedererstarkte Menschen- und Warenströme und 
macht sie fit für die Zukunft. 
„
“
Projekttyp: 
Rahmenprojekt
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
72

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
Einrichtung Mobilitätsberatung 
im Quartiersmanagement
Abstimmung Mobilitätskonzept mit 
Maß nahmen am Cityring und der 
Rheinstraße
Ausschreibung  
Mobilitätskonzept
Kontinuierliche Umsetzung 
erarbeiteter Maßnahmen
Evaluation: Wirkung  
Beratung und Konzept
Konzepte für nach-
haltigen Liefer- und 
Wirtschaftsverkehr (z.B. 
Last-Mile-Lieferung)
Anbindungslücken im 
ÖPNV schließen, evtl. 
durch Sharing-Angebote
Sharingkonzepte und 
andere neuartige Mobili -
tätsformen testen und 
etablieren
Beratungsangebot für Um -
setzung neuer Mobilitäts-
konzepte etablieren (z.B. 
für Arbeitgeber*innen)
• Mobilitätsamt
• Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
• Gewerbetreibende
• Quartiersmanagement
• HEAG mobilo
• Verkehrsinitiativen (Radentscheid etc.)
• IHK
“
Wie gelingt der 
Brückenschlag 
zum Welterbe 
Mathildenhöhe?
Wie kann der 
innerstädtische 
Radverkehr besser 
integriert werden?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie kann das 
Umland attraktiv 
und zukunftsfähig 
in die Innenstadt 
kommen?
Wie können der 
Erlebnischarakter 
und die Aufent-
haltsqualität der 
Rheinstraße er-
höht werden?
Wie kann der  
Luisenplatz  
entschärft werden?
Wie kann die 
Trennwirkung des 
Cityrings mini-
miert werden?
Kann die  
Rheinstraße  
zum Eingangstor 
werden?
Radschnellwegnetz um -
setzen und begleitende 
Infrastruktur zur Verfügung 
stellen (abschließbare 
Stellplätze, Reparatur-
stationen...)
73

Zukunftsprojekte
Aus leer mach toll
Nachnutzungsstrategie für leer  
stehende Warenhäuser
Um mögliche große Leerstände zu vermeiden, hat 
die Stadt ein Nachnutzungskonzept für große  
Warenhäuser entwickelt, deren Zukunft in Zeiten 
sich ändernder Konsummuster ungewiss wenn 
nicht sogar angezählt ist.
 
Abwarten, bis ein größerer Leerstand die Nachbarschaft 
und die gesamte Innenstadt belastet, war keine Option. 
Die Stadt wollte vorbereitet sein, um im Fall der Fälle 
schnell reagieren zu können und vernetzte sich daher 
proaktiv mit Eigentümer*innen von großen Handelsimmo -
bilien und möglichen Nach- und Zwischennutzer*innen. 
Der Einfluss der Stadt bleibt jedoch nicht auf eine Ver -
mittlungsposition beschränkt. Wird ein Leerstand abseh -
bar, ist ein mehrstufiger Prozess vorgesehen:
Je nachdem, wie aufgeschlossen die Eigentümer*innen 
sind, kann die Stadt als Vermittlerin auftreten, leerfal -
lende Warenhäuser anmieten oder sogar ankaufen. Bis 
Eigentumsverhältnisse neu geregelt, neue Mieter*innen 
gefunden und Umbaumaßnahmen durchgeführt werden, 
können bei großen Handelsimmobilien Monate bis Jahre 
vergehen. Pop-up- und Zwischennutzungen können dabei 
eine gute Option sein, um längere Leerstände zu vermei-
den. Die Stadtgesellschaft und zuvor aktivierte Akteur*in -
nen werden zum Experimentieren und Testen von neuen 
Ideen eingeladen und beleben das Gebäude. Parallel hier -
zu wird ermittelt, welche Nutzungen tragfähig sind und 
verstetigt werden können, welche neuen Akteur*innen 
von außen dazu kommen können und welche Umbaumaß -
nahmen notwendig sein werden.  
Das neu eingerichtete Quartiersmanagement im Citylab 
(siehe S. 68–69) ist als zentrale Anlaufstelle in der Innen -
stadt mit unterschiedlichen Akteur*innen und Strukturen 
der Innenstadt vertraut und spielt eine wichtige Rolle bei 
der Umsetzung des Konzeptes.
„
“
Projekttyp: 
Rahmenprojekt
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
74

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
Entwicklung eines Aktions -
fahrplanes der greift, wenn 
große Einzelhandelsgebäude 
leerzufallen drohen
Klärung, ob die Stadt große 
Immobilien kaufen oder an -
mieten kann
Suche nach möglichen  
Zwischennutzungen
Kommunikation mit 
Eigentümer*Innen
• Stadtplanungsamt
• Citymarketing
• Eigentümer*innen
• kulturelle und zivilgesellschaftliche Akteur*innen
• Quartiersmanagement
“
Vernetzung mit Eigentümer*innen  
und Akteur*innen
Verständigung über Ziele des 
Nachnutzungskonzepts
Zwischennutzung
als Option prüfen
Nachnutzung
Identifizierung möglicher 
Leerstandskandidaten
Ankauf/Miete bei  
anstehendem Leerstand
Verstetigungsoptionen prüfen
Wie kann man 
Leerstände erfas -
sen und systema-
tisch nutzen?
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Wie kann das  
Luisencenter 
weiterentwickelt 
werden?
Ist es sinnvoll, 
mehr Wohnen in 
die Innenstadt zu 
bringen und wenn 
ja, welche Wohn-
formen und wo?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Ist es sinnvoll, 
mehr Wohnen in 
die Innenstadt zu 
bringen und wenn 
ja, wo?
Wie können  
die zentralen 
Einkaufsstraßen 
als Erlebnisräume 
attraktiver  
werden?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wie können  
Kultur- und  
Wissenschafts -
einrichtungen 
die Innenstadt 
beleben?
75

Zukunftsprojekte
Darmstadthaus „mittendrin“
Ein multifunktionaler Stadtbaustein für Bildung, 
Engagement, Erlebnis und Kreativität
Wo geht man hin, wenn man Darmstadt zeigen 
und die Stadt spürbar machen möchte? Ins Darm -
stadthaus! Hier kommen Gesellschaft, Wissen -
schaft, Verwaltung und Wirtschaft an einem 
einmaligen Ort zusammen, der vor Leben und 
spannenden Angeboten strotzt. Die Mitte der 
Darmstädter Gesellschaft – sie ist hier!
Der große, einladende Foyerbereich macht schon von 
Weitem deutlich – hier sind alle willkommen! Neben 
Einzelhandel erstreckt sich ein belebter Café- und Gastro -
bereich bis in den Außenraum. Große Unternehmen und 
Forschungsinstitutionen nutzen den Ausstellungsbereich 
im Erdgeschoss als Showroom und die Stadt diskutiert 
ihre Zukunftspläne bei Debattenabenden an einem  
großen Stadtmodell.
Eine Etage höher befindet sich der Kern und Anker des 
Hauses: eine Bibliothek nach skandinavischem Vorbild 
und mittlerweile begehrte Adresse für Co-Working in 
Darmstadt. Bücher, digitale Medien und kulturelle  
Angebote bilden den Hintergrund für Bildung, soziales  
Miteinander und zivilgesellschaftliches Engagement.  
Vor allem für letzteres gibt es offene und flexible  
Arbeitsräume, die das Darmstadthaus zu einer Art  
Social-Startup-Hub in der Region gemacht haben.
Ein Spiel- und Bewegungsbereich für Kinder und Erwach -
sene schafft Abwechslung und ein Betreuungsangebot 
ermöglicht Eltern die Angebote des Darmstadthauses 
und der Innenstadt zu nutzen. Der grüne Dachgarten 
mit Bistro lädt darüber hinaus zum Ausruhen ein – wer 
möchte kann hier sogar gärtnerisch tätig werden. 
Der Stadt gelang es, eine große leerfallende Handels -
immobilie anzukaufen oder anzumieten, wodurch der 
Leerstand in der Innenstadt kurz- und langfristig reduziert 
wurde. Die Trägerschaft des Darmstadthauses gelang 
im Dreiklang aus städtischem Betrieb, einer privatwirt -
schaftlich finanzierten Stiftung und dem zivilgesellschaft -
lichen „Verein Darmstadthaus“ als zentraler Kümmerer 
und Mitgestalter des Hauses.
Das Darmstadthaus ist ein lebendiger Organismus in 
ständiger Bewegung und Anpassung. Nutzungen über -
lagern sich, befruchten sich gegenseitig und werden zu 
etwas Neuem.
„
“
Projekttyp: 
Langfristprojekt
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
76

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
öffentliche Bibliothek
Öffentlicher Dachgarten und 
Gastronomie / Markthalle / 
Food Court
Co-Working und 
Veranstaltungsräume
Bewegungs und Spiel-
landschaften (mit 
Betreuungsangeboten)
Öffentliches Foyer als 
Agora mit Stadtmodell und 
Ausstellungsbereich
• Stadtplanungsamt
• Stadtbibliothek Darmstadt
• Volkshochschule Darmstadt
• Zivilgesellschaft
• öffentliche Institutionen (Hochschulen etc.)
• Wirtschaft (große Unternehmen aus DA)
“
Konzeptentwicklung und 
Gründung eines Fördervereins
Ermittlung potenziell  
geeigneter Immobilien
aktivierende Zwischennut -
zung des Gebäudes bis zur 
Umgestaltung
Aktivierung weiterer (auch privat-
wirtschaftlicher) Akteur*innen
Sicherung von  
Flächen
Eröffnungsfeier
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Wo kann man so-
genannte „Dritte 
Orte“ schaffen, in 
denen sich Arbeit, 
Freizeit und Alltag 
überblenden?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wie können  
Kultur- und  
Wissenschafts -
einrichtungen 
die Innenstadt 
beleben?
Wo gibt es Raum 
für New Work und 
neue Formen der 
Produktivität
Was kommt nach 
den großen Kauf-
häusern?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
Könnte es in
Darmstadt eine
lebhafte Bibliothek 
nach skandina-
vischem Vorbild 
geben? Und wo?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
77

Zukunftsprojekte
Heiner Crossing
Verbesserung der Anbindung der umliegenden  
Wohngebiete und der Mathildenhöhe an die Innenstadt
„
“
Projekttyp: 
Langfristprojekt
Der Cityring hat sich schrittweise von einer Barrie -
re zu einem verbindenden Stadtraum gewandelt, 
wodurch sich die Nutzung und Erreichbarkeit der 
Innenstadt entschieden verbessert hat. Der motori -
sierte Individualverkehr musste dafür nicht wei -
chen, sondern wurde lediglich den anderen 
Verkehrsteilnehmenden gleichgestellt, damit die 
Erreichbarkeit der Innenstadt für alle gut und 
sicher möglich wurde und die Qualität der öffent-
lichen Räume erheblich verbessert wurde.
Das Ziel war klar: Eine bessere Anbindung der umliegen-
den Wohngebiete und der Mathildenhöhe mit der Innen -
stadt sowie die Aufwertung der öffentlichen Räume ent-
lang des Cityrings. Um dies umzusetzen gab es mehrere 
Maßnahmen: Die Einfachste bestand in der Aufwertung 
der vorhandenen Unter- und Überführungen des Cityrings 
durch attraktive Beleuchtung und hochwertige (künstleri-
sche) Gestaltung dieser Orte. Die vorhandenen 
ebenerdigen Übergänge – wie beispielsweise zwischen 
Schloss und darmstadtium konnten künstlerisch gestaltet 
werden und so die Verbindung auch zur Mathildenhöhe 
optisch hervorheben. 
Ein neuer, ebenerdiger Übergang im Bereich der Stadtkir-
che über den Cityring war eine weitreichendere Verbesse-
rung der Anbindung mit den umliegenden Quartieren.
Langfristig werden der Cityring und v. a. die Kreuzungs-
bereiche umgestaltet werden. Bisher sind sie weite, graue 
und versiegelte Verkehrsräume die sich unangenehm  
anfühlen und sich im Sommer enorm erhitzen. So ent-
steht mehr Raum für Entsiegelung und Fuß- und Radver-
kehr. Welche Maßnahmen genau ergriffen werden, z.B. 
begrünte Straßenbahngleisbetten oder Begrünung von 
Verkehrsinseln, soll in co-kreativen Verfahren z. B.  
im CityLab entwickelt und von Verkehrsversuchen oder  
Pop-Up-Maßnahmen begleitet werden.
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
78

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
• Mobilitätsamt
• Stadtplanungsamt
• HEAG mobilo
• Umweltamt
• Grünflächenamt
• Amt für Klimaschutz und  
Klimaanpassung
“
Prüfung rechtlicher 
Möglichkeiten/Hürden 
(Bundesstraße)
Verbesserung der 
Querungsoptionen
Verstetigung baulicher 
Veränderung
Temporäre Intervention für 
Veränderung der Fahrspuren, 
Kreuzungen
Analyse und Planung 
Verkehrsversuch
Durchführung Co-Kreatives 
Verfahren zur Umgestaltung 
des Cityrings
Ausreichend sichere Fuß- 
und Radverbindungen entlang 
des Cityrings und über den 
Cityring hinweg einrichten
Künstlerische Gestaltung 
der Übergänge durch 
lokale Akteur*innen
Ko-Kreatives Verfahren für 
die Gestaltung des City-
rings durchführen (z.B. 
Beteiligung oder Werkstatt -
verfahren)
Verkehrsversuch zur  
Erprobung verbesserter 
Querungsmöglichkeiten
Wie kann der 
innerstädtische 
Radverkehr besser 
integriert werden?
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs -
faktor werden?
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie kann die 
Trennwirkung des 
Cityrings mini-
miert werden?
Wie kann der  
Bezug der angren -
zenden Quartiere 
zur Innenstadt  
gestärkt werden?
Wie können Kul-
tur- und Wissen-
schaftseinrichtun -
gen die Innenstadt 
beleben?
Wie gelingt der 
Brückenschlag 
zum Welterbe 
Mathildenhöhe?
Wie kann der  
Bereich um das 
Justus-Liebig-Haus 
weiterentwickelt 
werden?
Wie kann das 
Umland attraktiv 
und zukunftsfähig 
in die Innenstadt 
kommen?
79

Zukunftsprojekte
Wilhelmine und Luise
Belebung der Erdgeschosszone  
entlang der Wilhelminen- und Luisenstraße
Das Luisencenter stellt eine städtebauliche Her -
ausforderung dar - aber auch eine große Chance!  
Durch die Umgestaltung der Straßenräume und 
Erdgeschosszonen wurde die Dominanz des Ge -
bäuderiegels entschärft und eine spannende 
Kleinteiligkeit zurück auf die Straße gebracht. 
Auch für etwaige bauliche Veränderungen am 
Gebäude selbst ist die Stadt im Kontakt mit den 
Eigentümer*innen.
Für die Aktivierung und Aufwertung des öffentlichen 
Stadtraums entlang des Luisencenters brauchte es 
jeweils eigene Ansätze. Die Luisenstraße ist schmal und 
schattig. Was im Winter weniger gemütlich ist, wird an 
heißen Sommertagen attraktiv. Nach dem Vorbild der 
lebendigen und schmalen Laneways aus Melbourne 
mit von Markisen überdachten Straßencafés, Bars und 
Streetart wurde die Enge als Qualität herausgearbeitet.  
Mit der Idee einer „urbanen Klamm“ wurden große  
Bereiche der grauen Betonfassade mit Moosen und 
Farnen begrünt und damit „belebt“.
Auf der anderen Gebäudeseite wurde nach dem Vor -
bild der Londoner Sayer Street eine lebendige Erdge -
schosszone vor das Luisencenter gesetzt. Kleine bunte 
Holzhäuser wechseln sich mit grünen Hochbeeten und 
gemütlichen Sitzbereichen ab. In den Häuschen befinden 
sich Bistros, Cafés, ein Blumenladen und Räume für 
unterschiedliche Pop-up-Nutzungen in denen auch neue 
Einzelhandelskonzepte getestet werden können. Insge-
samt ein neuartiges Stadterlebnis, das sich positiv auf 
die gesamte Umgebung auswirkt und auch in den Abend -
stunden mit seiner Beleuchtung diesem Stadtraum einen 
lebendigen Charakter gibt.
Die Umgestaltungen haben den Stadtraum entlang des 
Luisencenters deutlich aufgewertet – für weitere Verbes-
serungen gibt es bereits Ideen, auch den Gebäudekörper 
selbst anzugehen. Zugängliche Dächer, Nutzung des Bal-
kons in der ersten Etage oder den Durchbruch von der 
Adelung- zur Schuchardtstraße. Für dieses große Projekt 
ist das Quartiersmanagement bereits in Gesprächen mit 
den Eigentümer*innen des Luisencenters getreten.
„
“
Projekttyp: 
Langfristprojekt
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
80

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
“
Luisenstraße als Innenstadt -
gasse aufwerten 
- mit kleinteiligen Gastro -
angeboten oder begrünten 
Fassaden
Wilhelminenstraße 
beleben durch neue grüne 
Aufenthaltsflächen und Ge -
schäftsräume in bunten nach -
haltigen Holzgebäuden
Kooperation mit Eigen-
tümer*innen des Luisen-
center um etwaige 
bauliche Anpassungen 
abzustimmen
• Stadtplanungsamt
• Grünflächenamt
• Eigentümer*innen
• Gastronomie
• Quartiersmanagement
bauliche Vorhaben mit Eigentümer*in 
Luisencenter/Karstadtgebäude abstimmen
architektonisches Konzept und 
Design für Straßenraum erstellen
aktive Ansprache  
geeigneter Akteur*innen
Umsetzung Maßnahmen 
im Straßenraum
Umsetzung Maßnahmen 
am Luisencenter
Wo kann man so-
genannte „Dritte 
Orte“ schaffen, in 
denen sich Arbeit, 
Freizeit und Alltag 
überblenden?
Wie kann das Lui-
sencenter weiter-
entwickelt werden?
Wie kann das Lui-
sencenter weiter-
entwickelt werden?
Wo und wie lässt 
sich der Erleb-
nischarakter des 
Handels durch 
neue Angebote  
erhöhen?
Wie kann mehr 
Regionalität z.B. 
durch regionale 
Produkte in die 
City kommen?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wie kann sich  
die kulturelle  
Vielfalt der Stadt  
in der Innenstadt 
abbilden?
81

Zukunftsprojekte
Boulevard Rheinstraße
Das Eingangstor zur Innenstadt wird zur ersten Adresse Projekttyp: 
Langfristprojekt
„
“
Seitdem die Rheinstraße von einer reinen Ver -
kehrsachse zum großstädtischen Boulevard um -
gestaltet wurde, ist sie wieder das repräsentative 
Entree zur Innenstadt. Die Rheinstraße ist die 
zentrale Verbindung zwischen Hauptbahnhof und 
Innenstadt und lädt Gäste und Besucher geradezu 
ein, in die Innenstadt zu kommen. Nicht nur des -
halb ist sie vor allem bei Unternehmen als erste 
und gut zu erreichende Adresse begehrt.
Ausgangspunkt der Umgestaltung war ein mehrtägiges 
Werkstattverfahren, bei dem eingeladene Fachplaner*in-
nen aus den Bereichen Mobilität, öffentlicher Raum, 
Architektur und Städtebau vor Ort Testplanungen für 
die Rheinstraße zwischen Kennedyplatz und Luisenplatz 
entwarfen. Dabei wurden zunächst zwei grundlegende 
Fragen diskutiert: Welche Art von Stadterlebnis soll die 
Rheinstraße zukünftig bieten? Und: Welche Funktionen soll 
die Rheinstraße in Zukunft für Darmstadt als Verkehrs-
raum erfüllen?
Mit Probeentwürfen wurden Möglichkeiten einer Neuorga -
nisation und Umgestaltung des Straßenraums ausgelotet. 
Die Teams machten nicht nur Aussagen zum Straßen-
raum, sondern auch zum Städtebau, zur Architektur, zur 
Fassaden gestaltung sowie zur Nutzung der Gebäude.  
Die Vorschläge reichten von der kompletten Sperrung 
der Straße für den motorisierten Individualverkehr bis zur 
Einführung eines Shared Spaces, sowie vom Bau neuer 
Hochpunkte am Kennedyplatz als „Tor“ in die Stadt bis 
zur durchgehenden Begrünung der Fassaden. Manche 
Teams ließen sich von Paris inspirieren und seinen um -
fassenden und international beachteten Maßnahmen zur 
Begrünung und Verkehrsberuhigung. 
Diese Testplanungen wurden im nächsten Schritt öffentlich 
vorgestellt und diskutiert. Ziel war es, die besten Elemente 
aus den unterschiedlichen Arbeiten herauszufiltern und an-
schließend in einem Entwurf zusammenzufassen, der am 
besten zu Darmstadt passt. Das Ergebnis wird nicht nur 
den Anforderungen an eine innerstädtische Straße mit Bus-
spuren und Straßenbahntrasse gerecht, sondern auch den 
Bedürfnissen an einen repräsentativen Freiraum mit hoher 
Aufenthaltsqualität. Vor der eigentlichen Ausführungspla-
nung konnten Teilaspekte des Entwurfs durch Pop-up-Maß-
nahmen temporär getestet und der finale Entwurf dadurch 
weiter geschärft werden.
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
82

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
“
Veranstaltung eines Werk-
stattverfahrens zur Ermitt -
lung von Entwicklungsop -
tionen (Testplanung)
Definition von Entwick -
lungskriterien für die 
Rheinstraße. Welche 
Funktion und Bedeutung 
soll sie haben?
• Stadtplanungsamt
• Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 
• Mobilitätsamt 
• Fachplaner*innen: (Verkehr/Mobilität,  
Städtebau/Architektur, Freiraum)
• Eigentümer*innen / HEAG mobilo
Anforderungen an den 
Öffentlichen und privaten 
Verkehr im Zentrum und 
Umland klären (Mobilitäts -
konzept)
Durchführung eines 
öffentlichen Dialogpro -
zesses zur Diskussion 
der Werkstattergebnisse 
und der Umsetzung der 
Maßnahmen
Konzeption und 
Durchführung Werkstatt-
verfahren
Erarbeitung eines 
Entwurfs mit konkreten 
Maßnahmen
Umsetzung von  
Maßnahmen
Testplanungen öffentlich 
präsentieren/diskutieren
ggf. Durchführung von 
Tests/Pop-up-Maßnahmen
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie können  
Erlebnis und 
Aufenthalt in der 
Rheinstraße  
verbessert werden?
Wie kann das 
Umland attraktiv 
und zukunftsfähig 
in die Innenstadt 
kommen?
Wie kann der 
innerstädtische 
Radverkehr besser 
integriert werden?
Kann die Rhein-
straße zum Ein-
gangstor werden?
Wie kann der 
Luisenplatz ent-
schärft werden?
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs -
faktor werden?
Kann die  
Rheinstraße 
zur gefragten 
Unternehmens-
adresse werden?
Welches Profil  
soll die Moller- 
stadt als Arbeits -
ort haben? Welche 
Rolle spielen EG‘s?
83

Zukunftsprojekte
City Paten
Ein Akteursnetzwerk zur Innenstadtbelebung in Eigenregie Projekttyp: 
Quick Win
„
“
Seitdem sich auf der Creators Night – einem Work-
shop des Entwicklungskonzepts Innenstadt – eine 
Initiative von Akteur*innen rund um den Stadtkirch-
platz als „City Paten“ zusammengetan hat, lebt 
die Innenstadt ganz neu auf. Bei den City Paten 
handelt es sich um ein Netzwerk von Menschen, 
die sich für ihre Stadt und die Belebung des öf-
fentlichen Raums einsetzen. Geschäftstreibende, 
Vereine oder Kultureinrichtungen, wie die Stadt-
kirche, übernehmen eine Mitverantwortung für den 
öffentlichen Raum, veranstalten zusammen kleine 
Events, wie Filmvorführungen oder Konzerte, und 
kümmern sich um den Freiraum. So bekommt zum 
einen die Zivilgesellschaft mehr Raum, und zum 
anderen profitieren die ansässigen Akteur*innen 
in der Innenstadt auch wirtschaftlich von der  
Belebung.
Die City Paten kuratieren die Veranstaltungen und Konzep-
te selbst, sie stimmen sich gegenseitig ab, kooperieren 
und profitieren voneinander. Dafür stellen sie zum Bei-
spiel auch Tische, Bänke oder Catering zur Verfügung. 
Die Stadt steht ihnen dabei unterstützend zur Seite, etwa 
durch das Quartiersmanagement das bei inhaltlichen 
Fragen oder zu Formaten beraten kann, oder indem sie 
durch den Verfügungsfonds finanzielle Mittel für konkrete 
Projekte zur Verfügung stellt.
Seit dem die City Paten als festes Netzwerk in der Innen-
stadt etabliert sind, gibt es ein stärkeres Verantwortungs-
gefühl der ansässigen Akteur*innen für Ihre Stadt. Durch 
die Eigeninitiative werden Projekte schnell umgesetzt und 
Neues ausprobiert. Von diesem Engagement profitiert die 
gesamte Stadt, denn die neue Aktivität strahlt weit über 
die Grenzen der Innenstadt hinaus. Die Beteiligten selbst 
profitieren nicht zuletzt auch wirtschaftlich, sodass  
der Standort Innenstadt heute auf breiteren Füßen steht 
als früher.
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
84

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
“
• lokale Gewerbetreibende
• lokale Gastronomie
• Kultureinrichtungen und Vereine (z. B. Stadtkirche) 
• Anwohnende
• Quartiersmanagement
• Bürger- und Ordnungsamt
Organisation und Durch-
führung von Veranstal -
tungen zur Belebung des 
öffentlichen Raumes, 
z.B. Filmvorführungen, 
Konzerte, Picknicks etc. 
Kooperation mit der 
Stadt (Abstimmung Ver-
anstaltungen, evtl. 
Teilfinanzierung z.B. 
durch Verfügungsfonds)
Aufwertung und Pflege 
des öffentlichen Raumes
Kommunikation und Netz-
werkarbeit der Beteiligten 
untereinander und mit der 
Stadtgesellschaft allgemein
informeller Zusam-
menschluss von 
Akteur*innen
ggf. Unterstützung 
durch Quartiers-
management
Planung und Durchführung 
erster gemeinsame Veran -
staltung in Eigeninitiative
Erweiterung  
Akteursnetzwerk
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Lässt sich der  
Erlebnischarakter 
des Handels durch 
gastro nomische 
und andere Ange-
bote erhöhen?
Wie kann die 
Wohnqualität für 
die Bewohnenden 
der Innenstadt  
gestärkt werden?
Wie kann die  
Quartiersidentität 
der Innenstadt  
gestärkt werden? 
Wo können  
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wo spielt das  
Thema Sicherheit 
und Sicherheits-
gefühl in Zukunft 
eine Rolle?
Wie lassen sich 
Interaktionen zwi -
schen Handel und 
den Kulturinstitu-
tionen stärken?
Wie können  
Kultur und  
Wissenschaft  
die Innenstadt  
beleben?
Wo kann man  
sogenannte „Dritte 
Orte“ schaffen  
für Arbeit, Freizeit  
und Alltag?
85

Zukunftsprojekte
Frei-Deck
Ein von und mit Jugendlichen entwickelter 
Freizeitort in der Innenstadt.
Projekttyp: 
Quick Win
„
“
Auf einem ehemals grauen (Park-)Hausdach in der 
Innenstadt ist ein bunter Freizeitort entstanden: für 
Jugendliche zum Sport treiben, um Freund*innen 
zu treffen, oder einfach um zu Chillen. Innerhalb 
kürzester Zeit hat sich das Frei-Deck zu einem der 
angesagtesten Orte in Darmstadt entwickelt und 
lockt Jugendliche und junge Erwachsene in die 
Innenstadt. Ein Verein ist verantwortlich für die 
Bespielung und Gestaltung des Ortes.
Das Frei-Deck wurde in einem mehrstufigen Beteiligungs-
prozess gemeinsam mit den Jugendlichen vor Ort entwor-
fen und gebaut. Vor allem die Tatsache, dass Jugendliche 
nun einen Ort in der Innenstadt haben, an dem sie sich 
ungestört aufhalten können und nicht der Kontrolle von 
Erwachsenen ausgesetzt sind, macht diesen Ort für sie 
interessant. Neben überdachten Sitzgelegenheiten und 
Begrünung gibt es Möglichkeiten für Sport und Bewe-
gung. Es gibt überdachte Bereiche für Yoga, Körbe und 
Markierungen für Basketball, Tischtennisplatten sowie 
kleine Rampen und Rails zum Skateboarden. Auf Graffiti-
flächen entsteht ständig neue Streetart und auf einer 
Bühne können Bands und DJs auftreten oder Poetry Slams 
veranstaltet werden. Ein besonderes Highlight ist der Blick 
vom Dach über die Innenstadt. All diese Faktoren prägen 
die einzigartige Atmosphäre dieses Ortes: Das Frei-Deck 
ist bunt, jung, wild und kreativ chaotisch und damit der 
neue „instagrammable place“ in Darmstadt. Das Quartiers-
management stieß initiativ die Entwicklung an, während 
sich nun ein Verein um die Gestaltung, Instandhaltung und 
Veranstaltungskoordinierung kümmert. 
So könnte das Projekt in Zukunft aussehen:
86

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
“
Konzeptentwicklung mit 
Jugendlichen und Eigentü -
mer*innen
Umbau und Gestal-
tung der Fläche
EröffnungVereinsgründung
Identifizierung  
geeigneter Flächen
Fortlaufende Kuratierung, 
Kümmererschaft und 
Pflege klären
• Jugendamt
• Sportamt
• Jugendliche 
• V.I.P.eers (aufsuchende Jugendarbeit)
• Eigentümer*innen
• Quartiersmanagement
• Stadtplanungsamt
Sportanlagen für Ball -
sportarten, Körpertraining, 
Skaten
Café/Kiosk, Grünele -
mente verschiedene 
Sitzsituationen, Büh -
ne/Podest
Initiierung und Koordinie -
rung zwischen Akteur*in -
nen durch das Innenstadt -
management
Streetart:  
Graffiti-Flächen
Gründung eines Vereins 
zur Koordinierung, Um-
setzung und Pflege des 
Ortes
Einrichten von Infrastruktur: 
Strom, WC, Wasserspender, 
W-Lan, Ladestationen für 
Mobilgeräte
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Wo kann / muss 
Klimaanpassung 
zum Gestaltungs -
faktor werden?
Wo kann die Innen-
stadt grüner und 
blauer werden?
Wie kann das Lui-
sencenter weiter-
entwickelt werden?
Wo kann man so-
genannte „Dritte 
Orte“ schaffen für 
Arbeit, Freizeit und 
Alltag?
Wie kann die 
Wohnqualität für 
die Bewohnenden 
der Innenstadt ge -
stärkt werden?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wo können
kreative Freiräume 
niedrigschwellig 
verfügbar gemacht 
werden?
Wie kann man  
die Alleinstellung  
des Handels  
aufbrechen?
87

Zukunftsprojekte
Pop-Up Playground
Ein mobiler Spielplatz belebt wechselnde Standorte in der Innenstadt Projekttyp: 
Quick Win
„
“
Am Freitag Nachmittag oder Samstag Vormittag 
mit der Familie in die Innenstadt? Na klar! Zwischen 
Einkaufsbummel und einem leckeren Mittagessen 
in einem der vielen Lokale können sich die Kinder 
am Pop-up-Spielplatz austoben und ausprobieren. 
Währenddessen können sich die Eltern aussuchen, 
ob sie mitspielen, einen Kaffee in einem der Lie-
gestühle genießen oder sich aufteilen um weitere 
Erledigungen zu machen.
Da es in der Innenstadt keinen Spielplatz gibt, war klar, 
dass es ein Angebot für Kinder und Familien zum Spielen, 
Bewegen, sich Treffen und Erholen braucht. Die wenigen 
öffentlichen Flächen in der Innenstadt sind durch eine 
hohe Taktung von Veranstaltungen sehr begehrt. Daher 
kam die Idee auf, die Innenstadt regelmäßig an wechseln-
den Orten zu bespielen und damit immer neue Erlebnisse  
zu schaffen. 
Gerade kleine Zwischenräume und Restflächen können 
mit etwas Fantasie neu entdeckt und belebt werden. Rund 
um den Brunnen am Ludwigsplatz, zwischen den Bäumen 
auf dem Stadtkirchplatz oder auf der öffentlich zugäng-
lichen Empore am Karstadt entlang der Wilhelminenstraße: 
solche Orte laden ein zum Spielen und Entdecken und sind 
viel spannender als ein großer, freier Platz. Durch eine 
Kooperation mit dem „Rotzfrechen Spielmobil“ konnten 
vorhandene Strukturen und Kompetenzen genutzt und er-
weitert werden. Das Repertoire an Spielgeräten wurde für 
die Innenstadt-Spielplätze erweitert und auch mobile Sitz-
gelegenheiten angeschafft, in denen Eltern sich Ausruhen 
und Getränke aus der umliegenden Gastronomie oder von 
einem Coffe-Bike genießen. 
Da das Angebot so gut angenommen wird, gibt es bereits 
Überlegungen, die Belebung der Innenstadt durch Familien 
auch an kalten und regnerischen Tagen zu stärken. Ein 
Pop-up-Spielplatz kann auch einen Ladenleerstand füllen! 
Und mit etwas Unterstützung und Querfinanzierung durch 
Gewerbetreibende wäre in Zukunft auch ein Indoorspiel-
platz mit Betreuungsangebot ein wichtiger Baustein für 
eine Innenstadt für Alle.
So könnte sich das Projekt in Zukunft anfühlen:
88

Aus welchen Bausteinen besteht das Projekt?
öffentlich
ppp (Public-private-partnership)
privat
Welche zentralen Meilensteine gibt es?
Welche Säulen des Innenstadt- 
 versprechens bedient das Projekt?
Wohnen
Handel, 
Versorgung
Bildung, Teilhabe,  
Repräsentation
Mobilität
Kultur, 
Freizeit,
Freiraum
Arbeit, 
Produktion
Wer sollte beteiligt werden? Wie wird das Projekt finanziert?
Welche Zukunftsfragen beantwortet das Projekt 
unter anderem?
“
• Quartiersmanagement
• Jugendamt
• Spielmobil
• Grünflächenamt
Anschaffung von hoch -
wertigem Spielgerät und 
Mobiliar
Bespielung  
erster Flächen
Kooperation/Rahmenvertrag 
mit Spielmobil
Prüfung: Bespielung  
Leerstände & Betreuungsangebote
Kuratierung durch das 
Quartiersmanagement 
(Flächensuche, Bespielung, 
Genehmigungen einholen)
mobile Spielgeräte (Rutsche, 
Kisten, Balancierbalken, 
Autoreifen, Fahrgeräte, etc.), 
Sitzgelegenheiten für Eltern
Kooperation mit dem 
„Rotzfrechen Spielmobil“
Wie kann sich
die kulturelle
Vielfalt der Stadt
in der Innenstadt 
abbilden?
Wo können  
Bewegungs-
angebote in der 
Innenstadt ge-
schaffen werden?
Wie soll sich der 
Bereich rund um  
die Stadtkirche  
entwickeln?
Wo lassen sich 
Räume und An-
gebote für Kinder 
und Jugendliche 
schaffen?
Wie kann die 
Wohnqualität für 
die Bewohnenden 
der Innenstadt ge -
stärkt werden?
Wie kann der  
Ludwigsplatz  
attraktiver  
werden?
Wie können die 
zentralen Einkaufs -
straßen als Erleb-
nisräume attrakti -
ver werden?
89

City-Entwicklungsgesellschaft
Eine städtische Entwicklungsgesellschaft als 
impulsgebende Entwicklungsträgerin: Sie ko -
ordiniert und plant die notwendigen Schritte 
– von Machbarkeitsstudien bis hin zur Initiie -
rung und Umsetzung notwendiger Baumaß -
nahmen. Dabei ist sie nicht nur in der Lage, 
öffentliche und private Gelder zu mobilisieren, 
sondern auch selbst Investitionen zu tätigen. 
City Improvement District
Als öffentlich-private Partnerschaften zielen 
sie darauf ab, die Lebensqualität in der Innen -
stadt zu fördern. Mittels einer selbst auferlegten 
Abgabe können innerstädtische Akteur*innen 
Mittel und Ressourcen bündeln, um Projekte zu 
realisieren, die sonst schwierig oder unmöglich 
zu finanzieren wären.
Flächenpool / Community Land Trust
Darmstadt hat die Möglichkeit, gezielt Flächen 
und Schlüsselgrundstücke zur Bildung eines 
Flächenpools anzukaufen. Auch die Anmietung 
von Erdgeschossen und Schlüsselimmobilien, 
wie etwa großen Kaufhäusern, ist denkbar.
Neue Organisationseinheiten
Co-Kreative Partnerschaften
Materielle Ressourcen
Leitplanken
Das Entwicklungskonzept Innenstadt schafft eine 
solide Grundlage für die strategische Weiter-
entwicklung der Darmstädter Innenstadt. Ein 
Konzept ist allerdings nur etwas wert, wenn auch 
die Ebene der Umsetzung mit bedacht wird. Um 
die gemeinsam mit der Stadtgesellschaft er-
arbeiteten Projekte zu realisieren, braucht es 
auch einen strategischen Steuerungsrahmen. Im 
Zentrum steht die Stadt als steuernde Akteurin 
– die öffentliche Hand ist aber nicht allein verant-
wortlich. Um Darmstadts Mitte fit für die Zukunft 
zu machen, braucht es den Schulterschluss aller 
lokalen Kräfte: ob Eigentümer*innen, Gewer-
betreibende, zivilgesellschaftliche Initiativen, 
Anwohnende, öffentliche Verwaltung, Politik oder 
Kulturschaffende. Es braucht einen langfristig 
tragfähigen und stabilen Rahmen für einen Ent-
wicklungsprozess, in dem die Umsetzung der 
Zukunftsprojekte und das Zusammenwirken aller 
Kräfte gesichert werden kann. Der Rahmen be-
steht aus vier Ebenen: Ausreichend materiellen 
Ressourcen, neuen, geeigneten Organisations-
einheiten, Leitplanken für die Entwicklung sowie 
co-kreativen Entwicklungspartnerschaften. 
Mit diesen Strukturen ist Darmstadt gewappnet, 
um frühzeitig aktuellen und kommenden Heraus-
forderungen zu begegnen und die Stadtmitte als 
zukunftsrobustes wirtschaftliches, kulturelles 
und gesellschaftliches Zentrum mit Aufenthalts-
qualität für alle Darmstädter*innen  
zu stärken.
Wie können die Projekte  
umgesetzt werden?
Empfehlungen für Governancestrukturen  
und Prozesse
Wie können die Projekte 
umgesetzt werden?
 
Empfehlungen für Governancestrukturen  
und Prozesse
ZukunftsprojekteZukunftsprojekte90

Kollaborative Projektentwicklung
Die Stadtgesellschaft sollte auch in den wei -
teren Prozess der Projektentwicklung einge -
bunden werden: Mit ihrem Expert*innenwissen 
können sie wichtige Impulse setzen, Verantwor -
tung bei der Umsetzung von Schlüsselprojekten 
übernehmen und zu „Kümmer*innen“ werden.
City Zukunftsfonds
Als zentraler Fördertopf für Innenstadtprojekte 
ermöglicht ein Zukunftsfonds finanzielle Mittel 
zu bündeln und für das Gemeinwohl einzuset -
zen. Wer eine gute Idee hat, kann Fördergelder 
beantragen, egal ob Eigentümer*innen, Gewer -
betreibende, sozialer Verein oder Anwohnende.
Ein starker  
kommunikativer Rahmen
Eine starke Marke und eine proaktive 
Kommunikationsstrategie sind Vor -
aussetzung, um den Prozess in der 
Stadtgesellschaft sichtbar zu machen 
und über Teilerfolge zu informieren. 
Prozessfahrplan
Ein klar strukturierter Prozessfahrplan 
inklusive Evaluationsphasen bietet 
Projektpartner*innen und Stakhol -
der*innen eine gute Übersicht über den 
Prozessfortschritt. Die Roadmap sollte 
einen Zeithorizont von zehn Jahren 
umfassen. 
Besonderes Städtebaurecht
Mithilfe des besonderen Städtebaurechts 
eröffnet sich Darmstadt die Chance, seine 
Steuerungsmöglichkeiten zu optimieren 
– durch Vorkaufsrecht, Genehmigungsvor -
behalte, Qualifizierungsverfahren oder durch 
städtebauliche Verträge. 
91

Impressum
Herausgeber
Der Magistrat der  
Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stadtplanungsamt
Mina-Rees-Straße 12
64295 Darmstadt
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung
Im Carree 1
64283 Darmstadt
Darmstadt Marketing GmbH
Elisabethenstr. 20-22
64283 Darmstadt 
in Zusammenarbeit mit:
Darmstadt Citymarketing e. V. 
Elisabethenstraße 20-22
64283 Darmstadt
www.darmstadt.de/damittendrin
Bearbeitung
Strategie, Prozess, Redaktion, Gestaltung
urbanista
Stadtentwicklung, Stadtforschung  
und Partizipation
Springeltwiete 4
20095 Hamburg
www.urbanista.de
Illustrationen 
Ramón Springer
Fotografien
S. 11 oben links und oben rechts: Rüdiger Dünker, unten: urbanista
S. 13 oben: Stadtsache, unten: Rüdiger Dünker
S. 14 alle: Rüdiger Dünker
S. 15 oben: urbanista, untere drei: Stadt Darmstadt
S. 21 oben: lizenzfrei, Mitte oben: Stadtarchiv Darmstadt, 
 Mitte unten: HEAG mobilo, unten: Stadt Darmstadt
S. 22 Darmstadt Marketing GmbH
S. 23 oben links: netzwerkarchitekten, oben rechts: Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 unten links: WerkStadt Architekten und Stadtplaner, 
 unten rechts: studioinges Architektur und Städtebau
92

anlage 2

231 Zeichen

Punkt 10: Entwicklungskonzept Innenstadt 
 (V-Nr. 2023/0166) 
 
Der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften empfiehlt 
der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: FDP-Fraktion

2023/0166

7620 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
10.05.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat III 
 
Amt: Amt für Wirtschaft 
und Stadtentwicklung   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0166 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511010 
Kostenstelle:  015-002-1000 Investitionsnummer:   
Kostenträger:  5110-11 Sachkonto: 6779300 
 
Betreff: Entwicklungskonzept Innenstadt  
 
Vorlage vom: 05.05.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
1. Der Magistrat beschließt das Entwicklungskonzept Innenstadt. Es bildet die Basis für die 
kommunalpolitische Diskussion und Entscheidungsfindung und dient als Strategiepapier für die 
zukunftsfähige Weiterentwicklung der Innenstadt. 
 
2. Zur Umsetzung von Maßnahmen aus dem Entwicklungskonzept Innenstadt, welche nicht bereits 
über das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ finanziert werden, sind 
die erforderlichen Mittel durch das jeweilige Fachamt anzumelden sowie die notwendigen 
Gremienbeschlüsse im Vorfeld einzuholen. 
 
3. Die verwaltungsinterne Steuerung der Umsetzung des Entwicklungskonzepts Innenstadt und 
das Monitoring der Umsetzung erfolgen in gemeinsamer Federführung durch das Amt für 
Wirtschaft und Stadtentwicklung und das Stadtplanungsamt. Die fachliche Begleitung erfolgt 
durch das bestehende Projektteam aus Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, 
Stadtplanungsamt, Darmstadt Marketing GmbH und Darmstadt Citymarketing e.V.

- 2 - 
 
Anlagen:  230503_Entwicklungskonzept_Innenstadt_Einzelseiten_FINAL  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

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Begründung zur Magistratsvorlage vom  
 
 
Bereits seit geraumer Zeit hatte die Darmstädter City, wie andere deutsche Innenstädte, mit 
abnehmenden Frequenzen, sinkender Zentralität und punktuellen Trading-Down-Prozessen zu 
kämpfen. Starke Zuwächse des Onlinehandels sowie die Dauerkrise der großen Kaufhäuser 
hatten dort bereits ihre Spuren hinterlassen. Die Corona-Pandemie hat bestehende 
Entwicklungen verschärft, obwohl auch festzustellen ist, dass die Darmstädter Innenstadt eine 
gute Robustheit aufweist. Trotz dieser Robustheit hat sich die Stadt frühzeitig dem Thema der 
Attraktivierung angenommen und schon in 2020 beschlossen, ein Entwicklungskonzept 
Innenstadt mit breiter Beteiligung der Gewerbetreibenden, weiterer Stakeholder und vor allem 
der Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten (Vorlage-Nr. 2020/0288). 
 
Weiterhin hat sich die Stadt erfolgreich um Fördermittel aus dem Landesprogramm „Zukunft 
Innenstadt“ des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen 
beworben. Mit diesen Fördermitteln wurde auch das Entwicklungskonzept Innenstadt 
teilfinanziert (Vorlage-Nr. 2021/0316). 
 
Auch die Bewerbung um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Zukunftsfähige Inn enstädte 
und Zentren“ war erfolgreich. Hier stehen in der Projektlaufzeit bis August 2025 rund 2,9 Mio. 
€ Fördermittel bereit, mit denen konkrete Handlungsansätze zur Gestaltung des 
Transformationsprozesses der Darmstädter City hin zu einer multifunktionalen, resilienten und 
kooperativen Innenstadt umgesetzt werden können. Bausteine sind u.a. die Erarbeitung eines 
Vertiefungskonzeptes für eine zukunftsfähige Nutzungsmischung sowie die Einrichtung eines 
interkulturellen Innenstadt-Quartiersmanagements (Vorlage-Nr. 2022/0289). 
 
Warum sollten Menschen auch noch morgen und übermorgen in die Darmstädter Innenstadt 
kommen?  
 
Das ist die zentrale Frage aller Bemühungen und auch die zentrale Frage für das 
Entwicklungskonzept Innenstadt. Das Entwicklungskonzept Innenstadt liefert eine Grundlage 
für die Sicherung der Attraktivität der Darmstädter Innenstadt. Welche Angebote und 
spannende Anlässe braucht es, damit die Innenstadt auch in 10 bis 20 Jahren möglichst viele 
Menschen anzieht und ihre Funktion als gesellschaftliche wie räumliche Mitte der Stadt erfüllen 
kann? 
 
Die richtigen Ansätze und Projekte hierzu konnten nur gemeinsam mit der gleichen Vielfalt an 
Menschen, die regelmäßig in der Innenstadt unterwegs ist, ob beruflich oder in der Fre izeit, 
gefunden werden. Deshalb ist das Entwicklungskonzept Innenstadt als co-kreativer Prozess 
erarbeitet worden. In zwei definierten Phasen des Prozesses wurde gemeinsam mit Fachleuten 
und Bürgerinnen und Bürgern analytisch und konzeptionell an den Herausforderungen für die 
Innenstadt gearbeitet. 
 
Im März 2022 startete der Beteiligungsprozess für das Entwicklungskonzept Innenstadt. Über 
1000 Bürgerinnen und Bürger haben sich an einer mehrwöchigen Onlinebefragung beteiligt 
und Ihre Anregungen und Ideen eingereicht. Darauf aufbauend wurde mit rund 90 
Stakeholdern (Schlüsselpersonen) aus den Themenbereichen Handel, Wirtschaft, Mobilität, 
Soziales, Kultur und Wissenschaft über die Innenstadt diskutiert.

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Im September 2022 fand eine Zukunftswerkstatt mit Bürgerinnen und Bürgern statt. Hier ging 
es um die Frage, warum wir auch noch morgen und übermorgen in die Darmstädter Innenstadt 
kommen sollen. Über 150 Darmstädterinnen und Darmstädter haben die Gelegenheit genutzt 
und kamen ins Foyer des neuen Bürger- und Ordnungsamtes im Luisencenter. Sie haben sich 
intensiv mit Vorschlägen und Ideen auseinander gesetzt und wesentliche Themen für die 
weitere Entwicklung herausgearbeitet. Darüber hinaus wurde ein Think Tank mit Akteuren der 
Stadtgesellschaft aus verschiedenen Bereichen (z.B. Wissenschaft, Handel, Kultur, Wirtschaft, 
etc.) gegründet in dem die Ergebnisse aus der Onlinebefragung, verschiedener Onlinesessions 
und einer detaillierten Standortanalyse kontinuierlich diskutiert wurden. 
 
In Form einer „Creators Night“ ging es Anfang November 2022 in die letzte interaktive 
Veranstaltung des Entwicklungskonzeptes Innenstadt. Auf Basis der Ergebnisse aus der 
Zukunftswerkstatt wurden gemeinsam mit rund 40 Innenstadtakteuren verschiedene Projekte 
entwickelt. Ziel war es, in Kleingruppen erste mögliche Projekte und Visionen zu kreieren, die 
Darmstadts Innenstadt nachhaltig verändern und positive Impulse für die Zukunft setzen 
könnten. Die Teilnehmenden diskutierten im ehemaligen Bürger- und Ordnungsamt in der 
Grafenstraße darüber, wie sie gerne die Innenstadt verändern würden. 
 
Das zum Beschluss stehende Entwicklungskonzept Innenstadt ist das Ergebnis dieses 
intensiven Beteiligungsprozesses. Es ist die Grundlage dafür, frühzeitig aktuellen und 
kommenden Herausforderungen zu begegnen und die Stadtmitte als zukunftsrobustes 
wirtschaftliches, kulturelles und gesellschaftliches Zentrum mit Aufenthaltsqualität für alle 
Darmstädterinnen und Darmstädter zu stärken. Das Entwicklungskonzept Innenstadt  bildet 
den Ausgangspunkt für künftige Impulse aus Bürgerschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtpolitik, 
die in einer möglichst dauerhaften Entwicklung die Innenstadt Darmstadts sich ändernde 
Rahmenbedingungen anpassen sollen. 
 
Der Prozess der Erarbeitung des Innenstadtentwicklungskonzeptes und seine Ergebnisse 
werden in einer Broschüre ausführlich dargestellt. Diese wird allen Interessierten wahlweise 
digital oder in gedruckter Form zugänglich gemacht. 
 
 
 
Dezernat I    Dezernat III     
 
 
 
Jochen Partsch   Michael Kolmer     
Oberbürgermeister   Stadtrat

anlage 3

237 Zeichen

Punkt 3: Entwicklungskonzept Innenstadt 
 (V-Nr. 2023/0166) 
 
Der Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Digitalisierung 
empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: AfD-Fraktion

anlage 4

207 Zeichen

Punkt 16: Entwicklungskonzept Innenstadt 
 (V-Nr. 2023/0166) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, 
der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltung: SPD, Die Linke. und AfD

Beratungsverlauf (4)

TOP 16
TOP 3
TOP 10
TOP 10

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Details

Vorlagen-Nr.
2023/0166
Typ
Magistratsvorlage
Datum
05.05.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00