V/1139/2016
Errichtung der 2. Städtischen Gesamtschule
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Dokumentation der Ergebnisse des Architektenwettbewerbs Gesamtschule Münster-Ost 3 Inhaltsverzeichnis Inhalt Vorwort 5 Luftbild des Plangebiets 6 Aufgabenstellung 7 Das Plangebiet 7 Planungsaufgabe und Ziele 9 Grün- und Freiraum 13 Nachhaltigkeits-anforderungen 14 Wettbewerbsbedingungen 16 Die Teilnehmer 16 Ablauf des Wettbewerbs 17 Besetzung des Preisgerichts 18 Übersicht Wettbewerbsergebnis 20 Modellphotos 25 Der 1. Preis 26 Der 2. Preis 32 Der 3. Preis 36 Anerkennung 40 Anerkennung 42 Anerkennung 44 2. Rundgang 46 1. Rundgang 63 Impressum 67 4 5 Münster ist deutschlandweit die am stärksten wachsende Großstadt. Mehr als 300.000 Menschen leben zur Zeit in Münster, bis zum Jahr 2030 wird die Stadt laut Statistischem Lan- desamt NRW um rund 30.000 Men- schen wachsen. Bei vielen dieser neuen Bürger wird es sich um junge Familien handeln. Münsters vielfältige Bildungsland- schaft deckt die persönlichen und in- dividuellen Bedarfe von Eltern für ihre Kinder bzw. für junge Erwachsene ab. Die Schulentwicklungsplanung in Münster war in den letzten Jahren speziell geprägt durch den Aufbau städtischer Gesamtschulangebote, da der Elternwille bei den Anmelde- verfahren sehr deutlich den Wunsch nach diesen integrierten Systemen dokumentiert hat. In konsequen- ter Fortsetzung soll mit der zweiten städtischen Gesamtschule Münster- Ost der nach wie vor bestehende Anmeldeüberhang für Gesamtschul- plätze abgebaut werden. Mit dem Wettbewerb startet die Pla- nungsphase für die 6-zügige Ge- samtschule Münster Ost. 30 Büros aus Deutschland und dem europäi- schen Ausland, besetzt mit Architekt/ innen und Landschaftsarchitekt/in- nen, haben sich daran beteiligt und Lösungen für die umfassende und komplexe Entwurfsaufgabe vorge- legt. Die Gesamtschule wird im Bereich Manfred-von-Richthofen-Straße/ Andreas-Hofer-Straße in Münster als Neubau und als Einrichtung im umgebauten Bestand der heutigen Fürstin-von-Gallitzin-Schule entste- hen. Eine 4-fach-Sporthalle und eine in die Schule integrierte 2-gruppige Kindertageseinrichtung ergänzen den Bildungscampus auf dem für 1440 Schülerinnen und Schülern die Idee der „Schule als Lebensraum“ umgesetzt werden soll. Erwartet wur- den Entwürfe, die sich an den pä- dagogischen Leitideen der Schule orientieren und so ausgerichtet sind, dass auch bei sich ändernden päd- agogischen Konzeptionen die Funk- tionalität und langfristige Wirtschaft- lichkeit gewährleistet sind. Die Ergebnisse des Wettbewerbs ha- ben deutlich gemacht, dass ein der - artiges Verfahren entscheidend dazu beitragen kann, für diese bedeutende Aufgabe, das größte Schulbauprojekt in Münster, eine qualitativ hochwer - tige Lösung zu finden, die von der Wechselwirkung von Pädagogik und Architektur lebt. Den Teilnehmerinnen und Teilneh- mern des Wettbewerbs und den Mitgliedern des Preisgerichts danke ich für das Gelingen dieses Wett- bewerbs. Ich bin davon überzeugt, dass mit den Ergebnissen eine gute Grundlage für die weitere planerische Diskussion und Umsetzung gelegt worden ist. Vorwort Vorwort Matthias Peck Dezernent für Wohnungs- versorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit, Stadt Münster 6 Luftbild des Plangebiets Die Wettbewerbsaufgabe Manfred-von-Richthofen-Straße Andreas-Hofer-Straße Dortmund-Ems- Kanal Fürstin-von-Gallitzin- Schule Hans-Böckler- Schule Fürstenbergschule 7 Die Stadt Münster hat die Einrich- tung einer 6-zügigen Gesamtschule als Neubau im Bereich der Manfred- von-Richthofen-Straße/Andreas-Ho - fer-Straße und im Bestand der Fürs- tin-von-Gallitzin-Schule in Münster beschlossen. Diese setzt sich aus Lernbereichen für die Sekundarstu- fe I und Sekundarstufe II, einem Be- reich für den gebundenen Ganztags- betrieb, einem Verwaltungsbereich und einer Sporthalle zusammen. Dazu kommen Freiflächen für Schul- hof und Sportanlagen. Außerdem soll eine Kindertagesstätte mit zwei Gruppen in die Gebäude integriert werden, ergänzt durch die zugehöri- gen Freiflächen. Das Plangebiet Östlich der Andreas-Hofer-Straße und südlich der Manfred-von-Richt- hofen-Straße liegt das ca. 35.000 m² große Plangebiet im Südosten des Mauritzviertels. Im Norden der angrenzenden Man- fred-von-Richthofen-Straße liegt das Altenzentrum Klarastift, im Osten die Sportanlage des Vereins Münster SC 08, im Süden das Hans-Böckler- Berufskolleg sowie die Gebäude der denkmalgeschützten Fürstenberg- schule und westlich der angrenzen- den Andreas-Hofer-Straße liegen z.T. noch genutzte Kasernengebäude. In räumlicher Nähe zum Standort der neuen zweiten städtischen Ge- samtschule befinden sich weitere kommunale Sporteinrichtungen: An der Manfred-von-Richthofen-Stra- ße zwei städtische Sporthallen (die Dreifachsporthalle und die Zwei- fachsporthalle Münster Ost) sowie die Sportaußenanlagen am Mauritz- Lindenweg. Hier befindet sich auch das Stadtbad Ost. Außerdem gibt es in der Umgebung drei weitere Be- rufsschulen. Bestandsgebäude Aktuell befinden sich auf dem Wett- bewerbsgrundstück noch das Ge- bäude der Oberfinanzdirektion sowie eine Parkpalette. Diese werden für die Schaffung des Neubaus rück- gebaut. Gleiches gilt für die auf dem Plangrundstück liegende Karate- schule, welche in ein anderes neu zu erstellendes Gebäude an anderer Stelle der Stadt umzieht. Das Bestandsgebäude der Fürstin- von-Gallitzin-Schule soll in die Pla- nung einbezogen, umgebaut und so- weit wie möglich ausgenutzt werden. Die Bausubstanz von Schule und Sporthalle ist in einem guten Zustand, eine Grundsanierung ist in den Jah- ren 2004 bis 2005 erfolgt. Zu erwar - ten sind Maßnahmen zur Herstellung Aufgabenstellung Die Wettbewerbsaufgabe 8 Die Wettbewerbsaufgabe der Barrierefreiheit, zur Ertüchtigung des Brandschutzes sowie Anpassun- gen an ggf. neue Raumzuschnitte. Auch notwendig wird die Sanierung der haustechnischen Anlagen. Im Rahmen der baurechtlichen Mög- lichkeiten kann angebaut oder aufge- stockt werden. Planung- und Baurecht Um eine zügige Errichtung des Ge- samtschulneubaus zu ermöglichen, wird statt Durchführung eines Bebau- ungsplanverfahrens eine Projektent- wicklung auf Basis von § 34 Bauge- setzbuch angestrebt. Voraussetzung für eine Baugenehmigung ist damit die Einfügung in die nähere Umge- bung nach Art und Maß der bauli- chen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll. Bei der baulichen Entwicklung der Gesamtschule Münster-Ost sind Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen, die sich aus den Baudenkmälern im Umfeld des Wett- bewerbsgebietes und aus Verände- rungen in ihrer engeren Umgebung ergeben. Vis-à-vis zum Plangebiet erstreckt sich das ehemalige Luftgau- kommando. Südlich bzw. nordwest- lich gelegen liegen die denkmalge- schützten Gebäude der ehemaligen Fürstenbergschule und des heutigen Anne-Frank-Berufskollegs. Grün- und Freiflächen Das Stadtquartier zeichnet sich durch einen markanten Baumbe- stand entlang der Erschließungsstra- ßen aus. Die Bäume können sich auf Grund des ca. 7 m breiten Abstands der Grenze zur Bebauung großkronig entwickeln. Die Grundstücke sind auf Grund ih- res Alters und ihrer Baustruktur gut durchgrünt. In Verbindung mit dem nahe gelegenen Kanal entsteht ein für innerstädtische Verhältnisse ausge- glichenes Mikroklima. Auf dem Plan- gebiet steht eine Vielzahl an Bäumen unterschiedlichsten Zustandes. Die Asphaltbeläge des Schulhofes der bestehenden Fürstin-von-Gal- litzin-Schule sind in gutem Zustand. Technisch ist eine Überarbeitung der Fläche nicht erforderlich. Sämtliche übrigen Belagsflächen im Planungs- gebiet sind abgängig oder werden durch den Rückbau von Bestandsge- bäuden voraussichtlich so in Mitlei- denschaft gezogen, dass eine Kom- pletterneuerung erforderlich wird. 9 Die Wettbewerbsaufgabe Planungsaufgabe und Ziele Die Stadt Münster plant im Bereich Manfred-von-Richthofen-Straße/ Andreas-Hofer-Straße in Münster die Errichtung einer 6-zügigen Ge- samtschule als Neubau sowie als Einrichtung im Bestand der heutigen Fürstin-von-Gallitzin-Schule. Ergänzt wird der Neubau durch eine 4-fach- Sporthalle und eine in die Schule in- tegrierte 2-gruppige Kindertagesein- richtung. Die Planung der Freianlagen war ebenfalls Bestandteil des Wettbe- werbs. Die Entwicklungen auf der Neubau- fläche mussten bezüglich städtebau- lich-funktionaler, nutzungsfunktiona- ler und gestalterischer Auswirkungen des Gesamtschulprojekts im Sinne eines „Bildungscampus“ auch das städtebauliche Umfeld im Kontext unterschiedlicher Ansprüche und Folgewirkungen im Wettbewerb be- trachten. Neben dem Blick für die pädagogische Arbeit in der Schule galt es auch den „Außenblick“ Rich- tung Stadtteil zu beschreiben sowie die Interaktion zwischen der Schule und den Einrichtungen, Trägern und Orten im Stadtteil. Denn Schulen im Quartier bzw. Sozialraum sind zu be- greifen als Mittelpunkte von Stadt- teilen: Stadträumlich aufgrund der in Anspruch genommenen Fläche und sozial aufgrund ihrer Bedeutung für die Bevölkerung. Neben der hochbaulichen Aufgabe war eine städtebaulich sinnvolle Ge- samtanlage zu schaffen, die sich an der umgebenden Bebauung orientiert und Wege- und Freiflächenbeziehun- gen berücksichtigt und ergänzt. Die Belange der denkmalgeschützten Gebäude in der Umgebung waren angemessen zu berücksichtigen. Die Einbindung in verschiedene Richtungen in das Quartier und die Öffnung des Schulcampus war durch attraktive Wegebeziehungen zu un- terstützen. Aufgabe und Profil der neuen Schule Die neue Gesamtschule Münster-Ost wird als zweite städtische Gesamt- schule das verstärkte Interesse von Eltern aufgreifen, den Schulbesuch ihres Kindes ab der 5. Klasse in einem „integrierten“ System fortzusetzen. Somit entfällt die frühzeitige Festle- gung auf die Bildungsgänge Haupt- schule, Realschule oder Gymnasium und die Schülerinnen und Schüler bleiben im Sinne des gemeinsamen Lernens möglichst lange zusammen. Spezielle Lernformen berücksichti- gen Lerntempo, Fähigkeiten und In- teressen jedes einzelnen Kindes. Die Gesamtschule bietet alle Schul- abschlüsse bis zum Abitur an ohne eine frühzeitige Festlegung auf einen bestimmten Bildungsgang. Schüle- rinnen und Schüler, die das Abitur anstreben, haben im Vergleich zum Gymnasium neun Jahre Zeit (G9). Mit jeweils sechs Zügen in der Se- kundarstufe I und sechs Zügen in der Sekundarstufe II in insgesamt neun Jahrgängen wird diese neue Gesamtschule die größte städtische allgemeinbildende Schule sein. Für ca. 1.400 Schülerinnen und Schüler, davon etwas über 1.000 in der Sek I und knapp 360 in der Sek II, gilt es Pädagogik und Architektur so nach- haltig zu verknüpfen, dass sich dort alle Beteiligten am Schulleben wohl- fühlen und positiv gestimmt dort ler - nen und arbeiten. Folgende pädagogische Eckpunkte werden die schulische Arbeit prägen: - Individuelle Förderung - Individuelle Interessen und Nei- gungen - Inklusion mit dem Förderschwer - punkt „Körperliche und motori- sche Entwicklung“ (KM) - Rhythmisierung - Gebundener Ganztag - Soziales Lernen - Teamarbeit Die Gesamtschule Münster-Ost kann und will räumliche und technische Potentiale bereitstellen, um im Stadt- 10 teil einen Ort des lebenslangen Ler - nens und einen kommunikativen und kulturellen Knotenpunkt zu schaffen. Die Gesamtschule sollte einerseits einen „intimen“ Lern- und Lebensort für gemeinschaftliches Lernen und ganztägige Schulaktivitäten bieten, gleichzeitig sollten auch die Nach- barn, d.h. die Bewohner/innen und Akteure des Stadtteils (z.B. Kirchen, Vereine, Träger etc.) die Möglichkeit haben, Teilflächen der Schule zu nut- zen. Gemeinsam „bespielte“ Räume wie z.B. ein Forum und Angebots- flächen im Ganztag können einher - gehen mit gemeinsamen Aktivitäten und Kooperationen, z.B. im Ganz- tagsbereich und/oder in den Ferien. Hier können sich Formen des for - malen und informellen Lernens, der schulischen Bildung, der Kinder- und Jugendarbeit, des kulturellen und so- zialen Lernens, der Familienbildung, der Gesundheitsbildung sowie der intergenerativen Bildung zusammen- finden. Neben künstlerischen, sport- lichen und Vereinsaktivitäten können Weiterbildungsangebote wahrge- nommen werden oder auch ehren- amtliche Tätigkeiten wie z.B. Paten- funktionen wie Lesepatenschaften stattfinden. Voraussetzung für die Realisierung eines solchen Modells sind zum ei- nen multifunktionale und flexibel zu gestaltende Räumlichkeiten, die auch unabhängig von den Schulöffnungs- zeiten den Ansprüchen unterschied- lichster Nutzergruppen gerecht wer - den und zum anderen Räume, die Platz schaffen für die Umsetzung vielfältiger Lern-, Lehr- und Aus- drucksformen. Funktionale Anforderungen an die Schule Folgende Anforderungen gelten ge- nerell für die Gesamtschule Münster- Ost: - barrierefreie Gestaltung - helle Atmosphäre, lichtdurchflute- te Räume - Offenheit, die Kommunikationsbe- reitschaft fördert - durchgängiges Farb- und Be- leuchtungskonzept - abgestimmtes Leitsystem zur schnellen Orientierung - ökologisch und energetisch zu- kunftsweisende Bauweise Die Lage und Anzahl von Eingängen, Treppenhäusern und Aufzügen er - möglichen kurze Wege und gewähr - leisten in bestimmten Bereichen die Nutzung Dritter auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Die We- geführung im Innen- und Außenraum sollte möglichst übersichtlich ge- staltet werden und ein eindeutiges Flucht- und Rettungswegekonzept besitzen. Durch gute Sichtbeziehun- gen zwischen verschiedenen Berei- chen und Vermeidung von „Angsträu- men“ sollte das Sicherheitsgefühl im Gebäude erhöht werden. Das pädagogische Konzept der Ge- samtschule Münster-Ost und der Förderschwerpunkt „Körperliche und motorische Entwicklung“ im Rah- men der Inklusion ergeben folgende Raumanforderungen: „Allgemeiner Lern- und Unterrichtsbereich“ Sekundarstufe I: Die sechs Parallel- klassen einer Jahrgangsstufe sollten räumlich gebündelt werden. In jedem dieser Raumcluster sollten ebenfalls pro Jahrgangsstufe Differenzierungs- räume verortet sein. Darüber hinaus sollte an jeder Jahrgangsstufe ein Arbeitsraum für das jeweilige Jahr - gangsstufenteam angebunden sein. Die Räume sollten so angeordnet sein, dass eine gemeinsame „päda- gogische Mitte“ als multifunktionaler Erschließungs- und Aufenthaltsbe- reich für jeweils ein Raumcluster ge- nutzt werden kann. Durchgangsver - kehr sollte an dieser Stelle möglichst vermieden werden. Für die innere und äußere Unterrichtsdifferenzie- rung sollte die „pädagogische Mit- te“ im Sinne von „Lerninseln“ auch für Gruppenarbeiten genutzt werden können sowie als Präsentations- und Treffpunktfläche für den jeweiligen Jahrgang. Als weiterer Bestandteil waren in jedem Raumcluster WC- Anlagen für die Schülerinnen und Die Wettbewerbsaufgabe 11 Schüler sowie ein kleiner Medien-/ Lagerraum vorzusehen. Sekundarstufe II: Die Unterrichtsräu- me sollten jeweils mit sechs Räumen pro Jahrgang zusammengefasst und jeweils mit einem Teamraum kombi- niert werden. Als weiterer Bestandteil waren in jedem Raumcluster WC-An- lagen für die Schülerinnen und Schü- ler sowie ein kleiner Medien-/Lager - raum vorzusehen. Separat als eigenständig nutzbarer Raum war ein Selbstlernzentrum für die gesamte Oberstufe nachzuwei- sen, sodass Schülerinnen und Schü- ler dort eigenständig arbeiten kön- nen. Fachräume Neben den naturwissenschaftlichen Fächern Physik, Chemie und Biologie werden auch Fachräume für Technik- und Hauswirtschaftsunterricht sowie Kunst und Musik benötigt. Mensa und Ganztag Die Gesamtschule als gebundene Ganztagsschule benötigt ausrei- chende Flächen für Küche und Men- sa. Ziel ist, dass in der Mittagszeit pro Schicht ca. 400 Personen paral- lel essen können. Der Mensa war ein windgeschützter Außenbereich zuzu- ordnen. Die Mensa sollte, angebunden über das Foyer, in der Nähe des Forums liegen. Die Angebotsflächen für den gebun- denen Ganztag (Spieleräume, Ruhe- raum) sollten bewusst in räumlicher Distanz zur Mensa liegen, um ange- sichts der Schülerzahlen eine Ent- zerrung zu erreichen. Das Schülercafe einschl. Kiosk ist vorrangig für ältere Schüler gedacht. Es sollte in der Nähe der Mensa ver - ortet sein und eine Anbindung zur Frei- bzw. Außenfläche erhalten. Zentrale Funktionen Die Schule wird aus mehreren dezen- tralen Einheiten bestehen. Vor dem Hintergrund gewinnt das zentrale „Herz“ der Schule – das Forum – an zusätzlicher Bedeutung. Mit dem Ar - beitstitel „Forum“ sollte ein päda- gogisches Zentrum entstehen, das während des Schulalltages ganztä- gig vielfältig genutzt werden kann. Hier waren z.B. folgende Nutzungen denkbar: - Pausentreffpunkt - Zusammenkunft Schulgemein- schaft (Aula-Funktion) Die Wettbewerbsaufgabe 12 Die Wettbewerbsaufgabe - Präsentationen - Konferenzraum Lehrerkollegium und pädagogische Mitarbeiter - Aufführungen (Theater/Musik) - Ausstellungen Das Forum sollte in Kombination mit dem Foyer auch für externe Veran- staltungen zur Verfügung stehen. Dies bedingt eine Lage und Anordnung im Gebäude, die eine leichte Erreichbar- keit sicherstellt und verhindern soll- te, dass Besucher andere Teile des Schulgebäudes betreten bzw. betre- ten müssen, um Garderobe und/oder WC-Anlagen zu erreichen. Das Foyer als zentraler Eingangsbe- reich sollte „Empfang“ sein und mit dem Forum ein großes, zusammen- schaltbares Raumgefüge ergeben. Es war Ort der Kommunikation, In- formation, Aktion und dient der Ori- entierung. Vom Foyer aus werden wichtige Funktionsbausteine der Schule zugänglich; so soll das Foyer auch die Nahtstelle zur Mensa bilden und die Schulleitung/Verwaltung soll- te auf kurzem Wege im Sinne „klarer Adressbildung“ gut angebunden und erreichbar sein. Das Sekretariat ist als Anlaufpunkt gedacht für Schülerinnen und Schü- ler, Eltern und Gäste und sollte daher gut erreichbar und auffindbar sein. Funktionale Aufgabenstellung Sporthallen Für die Errichtung einer Sporthal- le ergeben sich 36 Klassen und 18 Oberstufenkurse, somit insgesamt 54 Klassen/Kurse. Somit ergibt sich ein Bedarf von sechs Übungsein- heiten für den Sport. Die bereits vorhandene 2-fach Sporthalle der Fürstin-von-Gallitzin-Schule sollte erhalten bleiben. Sowohl die vorhan- dene 2-fach Sporthalle als auch die neu zu bauende 4-fach Sporthalle werden dem Schul- und Vereinssport zur Verfügung gestellt. Eine autarke Zugänglichkeit und somit ein vom Schulbetrieb unabhängiges Funktio- nieren der Sporthallen war daher zu gewährleisten. Funktionale Aufgabenstellung Kindertageseinrichtung Zu planen war eine 2-gruppige, in die Schule integrierte Kindertages- einrichtung für insgesamt 30 bis 40 Kinder. Die Gruppenräume sollten unmit- telbar an die Außenspielflächen an- gebunden werden. Zu berücksichti- gen war ferner die Vermeidung von gegenseitigen Störungen von Kita (Schlafräume) und Schule (Unter - richtsräume). Um den Kindern ein ausreichendes und regelmäßiges sowie altersge- rechtes Bewegungsangebot zu er - möglichen, sollte die Kita möglichst in enger räumlicher Nähe zu einer Sporthalle liegen. Die Kita sollte unabhängig von den Öffnungszeiten der Schule zugäng- lich sein und daher ggf. über einen eigenen Eingang verfügen. Die Räume der Kindertagesstätte sollten so angeordnet werden, dass sie bestmöglich gegenüber Außen- lärm geschützt sind durch Orientie- rung des Gebäudes und der Nut- zungen (insbesondere der Schlaf-/ Ruheräume) sowie den Öffnungsan- teil und die Ausbildung der Fassaden. Erschließung und ruhender Verkehr Für den gesamten Gebäudekomplex war eine klare Haupteingangssitua- tion mit eindeutiger Adressbildung gewünscht. Alle Eingänge sollten gut gestaltete Übergänge zwischen Au- ßen- und Innenraum bilden. Der von Externen genutzte Eingangsbereich sollte niederschwellig und einladend auch für Gäste und Passanten wir - ken. Fußläufig und fahrradtechnisch soll- te das Schulgelände in verschie- dene Richtungen in das Quartier eingebunden werden. Die interne Erschließung auf dem Gelände war so zu organisieren, dass räumlich 13 Die Wettbewerbsaufgabe strukturierte Wegeverbindungen für die Hauptrichtungen auch im Sinne eines „Schulcampus“ entstehen. Ein Durchstich zwischen Sportanlage und Hans-Böckler-Berufskolleg zur Anbindung an den Kanal erscheint möglich. Für private Fahrdienste durch El- tern war auf dem Grundstück eine Kiss&Drop-Fläche vorzusehen. Da- bei sollten ca. fünf Pkw zeitgleich kurz halten und ohne Rangierauf- wand weiter fahren können. Es war darauf zu achten, dass keine Kinder gefährdet werden. Im Sinne von „In- klusion“ und „Barrierefreiheit“ sollten die Gebäudeeingänge auf kurzem Wege erreichbar sein. Es war eine Mindestanzahl von 120 Pkw-Stellplätzen auf dem Grundstück nachzuweisen. Außer - dem sollten insgesamt 800 Fahrrad- stellplätze vorgesehen werden. Die Fahrradständer waren so anzuord- nen, dass durch die Nähe zu einem Eingang eine Nutzungsakzeptanz zu erwarten ist. In der Schulmensa werden schul- täglich ca. 1.200 Gerichte serviert. In der Nähe der Mensaküche war da- her eine Anlieferungsmöglichkeit für Fahrzeuge mit einer Zulassung von bis zu 7,5 t vorzusehen. Die Anliefe- rung von Schulmaterial sollte ohne Beeinträchtigung des Schulbetriebes möglich sein. Für Sportgeräte war eine temporäre Anliefermöglichkeit vorzusehen. Der Neu- und Umbau für die Gesamt- schule Münster-Ost soll dazu genutzt werden, den Förderschwerpunkt kör- perliche und motorische Entwicklung erstmalig konsequent abzubilden. Hierfür waren alle Flächen der Au- ßenanlagen sowie der Innenräume barrierefrei zu gestalten und vor al- lem die öffentlich zugänglichen Flä- chen und Verwaltungsbereiche soll- ten uneingeschränkt für Jedermann nutzbar sein. Grün- und Freiraum Alle Freibereiche waren so zu ge- stalten, dass eine gute Kontrolle und somit ein subjektiv hohes Sicher - heitsempfinden ermöglicht wird. Un- einsehbare Ecken und „Angsträume“ sollten vermieden werden. Hierzu tragen u.a. gute Sichtbeziehungen, hohe Belebung und eine gute soziale Kontrolle bei. Schulhof Neben den erforderlichen Flächen für Erschließung, Parkplätze und Schulsport waren Schulhofflächen von insgesamt mindestens 7.200 m² erforderlich. Die Positionierung und Raumaufteilung der Gebäudekörper sollte eine funktionale Freianlagen- planung ermöglichen. Die Gestaltung der Freiflächen sollte so erfolgen, dass attraktive Bereiche für die Pau- sengestaltung der Kinder und Ju- gendlichen entstehen. Das Gelände sollte durch Erhalt be- stehender Gehölze aber auch durch Neupflanzungen intensiv durchgrünt sein. Beschattete Belagsflächen soll- ten zum Schutz vor Überhitzung des Gesamtgrundstückes beitragen. Zur Unterstützung des pädagogi- schen Konzeptes sollten ein „Klas- senzimmer im Grünen“ und ein optio- naler Schulgarten entwickelt werden. Im gesamten Stadtquartier besteht derzeit ein Defizit an öffentlichen Spielflächen. Teile der Schulhofflä- chen waren so zu gestalten, dass sie auch außerschulisch insbesondere 14 Die Wettbewerbsaufgabe in den Abendstunden und am Wo- chenende als attraktiver Freiraum für Spiel- und Sportaktivitäten genutzt werden können. Flächen für Sport und Pausenfreizeit In räumlicher Nähe zum Standort der neuen zweiten städtischen Ge- samtschule befinden sich die beiden kommunalen Sportaußenanlagen an der Manfred-von-Richthofen-Straße und am Mauritz-Lindenweg. Auf dem Schulgelände sollten im Außenbe- reich lediglich drei Kleinspielfelder er- richtet werden. Die drei Kleinspielfel- der sollten möglichst nebeneinander liegen, um eine zusammenhängende Großspielfläche zu erreichen. Der Wall zur angrenzenden Sportanla- ge konnte in das Freiflächenkonzept des neuen Komplexes eingebunden werden. Kita-Gelände Der Kita war eine eingefasste Freiflä- che zuzuordnen. Das Gelände war mit den Kita-üblichen Spiel- und Be- wegungsflächen für unter dreijährige und auch über dreijährige Kinder zu gestalten. Nachhaltigkeits- anforderungen Im Rahmen des Wettbewerbs wurde besonderes Augenmerk auf die Be- rücksichtigung der Anforderungen der Nachhaltigkeit in den Entwurfs- beiträgen gelegt. Grundlage der Entwurfsbearbeitung war - die Einhaltung der Gebäudeleit- linien der Stadt Münster und Be- rücksichtigung des vorgegebenen Energiekonzeptes sowie - die Auseinandersetzung mit vor - entwurfsrelevanten Nachhal- tigkeitsanforderungen und die Auseinandersetzung mit den An- forderungen des BNB-Zertifizie- rungsverfahrens, insbesondere den Steckbriefen „Unterrichtsge- bäude“. Für den Neubau wird eine Nachhal- tigkeitszertifizierung nach dem Be- wertungssystem BNB mit der Ge- bäudenote silber angestrebt. Die Teilnehmer am Wettbewerb waren aufgefordert, sich über die Anforderungen eines Zertifizie- rungsverfahren, insbesondere die BNB-Steckbriefe „Unterrichtsgebäu- de“ kundig zu machen und Aussagen zu den folgenden Punkten in Bezug auf Nachhaltigkeit zu machen: - Erschließung - Öffentliche Zugänglichkeit - Barrierefreiheit - Kommunikationsfördernde Flä- chen und Räume - Sicherheit - Schallschutz - Tageslicht - Raumklima - Flächeneffizienz - Nutzungsflexibilität und Aneig- nung durch den Nutzer - Lebenszykluskosten - Vandalismusprävention Wirtschaftlichkeit Die Ausloberin legt hohen Wert auf die Wirtschaftlichkeit des Neubaus wie auch des Umbaus vorhandener Bausubstanz insbesondere in der Bauphase als auch im Betrieb, also bei Betrachtung der Bau- und Le- benszykluskosten. Es wurden Ent- würfe erwartet, die auch bei sich ändernden pädagogischen Konzep- tionen die Funktionalität und langfris- tige Wirtschaftlichkeit gewährleisten. Diese Zielsetzung war bei der Wahl von Materialien und Konstruktionen dringend zu beachten. Insgesamt sollten sich die bauli- chen Lösungen nicht am Maßstab des technisch Machbaren orien- tieren sondern daran, was wirklich notwendig und damit ökonomisch vertretbar ist. Es wurde eine hohe ökonomische, ökologische, soziokul- turelle und funktionale sowie techni- sche Qualität angestrebt, die alle Kri- terien der Nachhaltigkeit ausreichend berücksichtigt. 15 Die Wettbewerbsaufgabe Katasterplan des Plangebiets 16 Wettbewerbsbedingungen Das Wettbewerbsverfahren Ausloberin des Wettbewerbs war die Stadt Münster. Die Organisation und Betreuung des einstufigen nichtoffenen Wettbe- werbs nach RPW 2013 erfolgte durch die assmann GmbH aus Dortmund. Die Teilnehmer Die Gesamtzahl wurde auf 35 Teil- nehmer beschränkt. Neben neun eingeladenen Büros wurden weitere 26 Teilnehmer durch ein vorgeschal- tetes EU-weit ausgeschriebenes Losverfahren gemäß den Regelungen der VOF ermittelt. Der Wettbewerb richtete sich an Teams aus Architek- ten und Landschaftsarchitekten. Folgende neun Büros wurden direkt zur Teilnehme am Wettbewerb zuge- laden: - Andreas Heupel Architekten BDA, Münster mit Freiraumplanung Wolf, Berlin - BOLLES+WILSON GmbH & Co.KG, Münster mit atelier le balto GbR, Berlin - farwick + grote architekten BDA stadtplaner PartmbB, Ahaus mit club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln - h4a Gessert + Randecker + Leg- ner Architekten GmbH, Stuttgart mit Glück Landschaftsarchitektur BDLA, Stuttgart - Hascher Jehle Planen und Bera- ten GmbH, Berlin mit KRAFT.RAUM Landschaftsarchi- tektur und Stadtentwicklung, Kre- feld - kresings architektur GmbH, Müns- ter mit Carla Lo Landschaftsarchitektur, Wien - Marcus Patrias Architekten BDA, Dortmund mit TAMKUS Landschaftsarchitektur, Dortmund - Peter Bastian Architekten BDA, Münster mit Heuschneider Landschaftsarchi- tekten PartGmbB, Rheda-Wie- denbrück - Schilling Architekten, Köln mit Lohaus + Carl GmbH Land- schaftsarchitekten + Stadtplaner, Hannover Die 26 folgenden Büros wurden zur Teilnahme am Wettbewerb ausgelost: - ATELIER 30 Architekten, Kassel mit Gnüchtel - Triebswetter Land- schaftsarchiteken GbR, Kassel - berger röcker architekten, Stutt- gart mit Specht Landschaftsarchitektur, Tübingen - BOCK NEUHAUS PARTNER, Coesfeld DÄRR LANDSCHAFTSARCHI- TEKTEN, Halle (Saale) - Broghammer.Jana.Wohlleber, Zimmern ob Rottweil mit Planstatt Senner, Überlingen - Dietrich / Untertrifaller Architek- ten, Bregenz mit faktorgruen Freie Landschaftsar - chitekten bdla, Rottweil - Hahn Helten + Ass. Architekten GmbH, Aachen mit 3PLUS FREIRAUMPLANER Nor - bert Kloeters und Partner mbB, Aachen - Hartig / Meyer / Wömpner Archi- tekten BDA, Münster mit Frank Kiessling Landschaftsarchi- tekten, Berlin mit Albert Armbruster Büro für Land- schaftsarchitektur, Berlin - Michel+Wolf Architekten GmbH, Stuttgart mit Preuss Freiraumplanungen, Weil der Stadt - müller.architekten, Heilbronn mit Dupper Landschaftsarchitekten BDLA, Bad Friedrichshall - Lamott und Lamott Freie Architek- ten BDA, Stuttgart mit Realgrün Landschaftsarchitekten, München - LECKERT / Architekten, Frankfurt a.M. mit e.voigt architekten bda, Frankfurt a.M. mit Sommerlad-Haase-Kuhli Land- schaftsarchitekten, Gießen 17 Das Wettbewerbsverfahren - LIN Labor Integrativ Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin mit Atelier LOIDL Landschaftsarchi- tekten Berlin GmbH, Berlin - OKF Architekten PartG mbB, Os- nabrück mit Wiebold Landschaftsarchitekten, Osnabrück - Paul Le Quernec, Straßbourg mit Philip Denkinger Landschaftsar - chitekt, Stuttgart - PPAG architects ztgmbH, Wien mit DI Martin Enzinger, Wien - Puppendahl Architektur, Olfen mit Steinberg-Koeppen Architekten, Coesfeld mit Heiner Wortmann, Lüdinghausen - rheinpark_r Ralph Röwekamp Ar - chitekten, Bochum mit [f] landschaftsarchitektur gmbh, Bonn - Schnoklake Betz Architekten BDA, Münster mit SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Münster - Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig mit r + b landschaft s architektur, Dresden - Spengler - Wiescholek Architek- ten Stadtplaner, Hamburg mit Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger, Hamburg - STAUBACH + PARTNER, Fulda mit Heil Landschaftsarchitektur, Fulda - SWS Architekten, Karlsruhe mit ramthun Landschaftsarchitektur, Baden-Baden - walter huber architekten, Stuttgart mit Koeber Landschaftsarchitektur, Stuttgart - Weis & Volkmann Berlin GmbH, Berlin mit bbz landschaftsarchitekten berlin gmbh, Berlin - White arkitekter AB, Göteborg - wulf architekten gmbh, Stuttgart mit JETTER LANDSCHAFTSARCHI- TEKTEN, Stuttgart Ablauf des Wettbewerbs Die Teilnehmer erhielten Ende März 2016 die Planunterlagen. Bereits im Vorhinein fand Mitte März eine Preisgerichtsvorbesprechung statt, in welcher die Jurymitglieder ihre Anregungen in die Auslobung einbringen konnten. Rückfragen und Diskussionen zwischen den Teilneh- mern und Vertretern der Ausloberin sowie den Jurymitgliedern wurden Mitte April in einem Einführungskol- loquium erörtert. 18 Das Wettbewerbsverfahren Die Planunterlagen mussten bis zum 23. Juni 2016 eingereicht werden, die Modelle zwei Wochen später. Am 25. und 26. August 2016 tagte das unabhängige Preisgericht zur Beurteilung der Arbeiten. Die Jury setzte sich aus den nach- folgend genannten Personen zusam- men. Besetzung des Preisgerichts Stimmberechtigte Preisrichter - Prof. Christl Drey, Architektin und Stadtplanerin, Köln - Georg Fehlauer, CDU-Fraktion, Münster - Franz-Jörg Feja, Architekt und Stadtplaner, Recklinghausen - Dr. Matthias Fuchs, Architekt, Darmstadt - Nina Gabriel, Architektin, Amt für Immobilienmanagement, Stadt Münster - Gerhard Joksch, Bürgermeister, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Münster - Georg Mümken, Architekt, Abtei- lungsleiter, Amt für Immobilienma- nagement, Stadt Münster - Thomas Paal, Dezernent für Bil- dung, Jugend und Familie, Stadt Münster - Matthias Peck, Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit, Stadt Münster - Hartwig Schultheiß, Architekt, Stadtdirektor, Dezernent für Pla- nung, Bau, Wirtschaft und Marke- ting, Stadt Münster - Dieter Sumbeck, FDP-Fraktion, Münster - Reiner Thiel, Landschaftsarchi- tekt, Münster - Robert von Olberg, SPD-Fraktion, Münster Stellvertretende Preisrichter - Klaus Ehling, Leiter des Amtes für Schule und Weiterbildung, Stadt Münster - Prof. Dirk Junker, Landschaftsar - chitekt, Georgsmarienhütte - Andreas Nienaber, Leiter des Am- tes für Immobilienmanagement, Stadt Münster - Bernd Schirwitz, Leiter des Sport- amtes, Stadt Münster - Siegfried Thielen, Architekt, De- zernent für Planungs- und Bauko- ordination, Stadt Münster 19 Das Wettbewerbsverfahren 20 Preise und Anerkennungen 1. Preis Architektur: farwick + grote architekten BDA stadtplaner PartmbB, Ahaus Landschaftsarchitektur: club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln 2. Preis Architektur: Broghammer.Jana.Wohlleber Freie Architekten BDA, Zimmern o. R. Landschaftsarchitektur: Planstatt Senner, Überlingen 3. Preis Architektur: wulf architekten gmbh, Stuttgart Landschaftsarchitektur: Jetter Landschaftsarchitekten BDLA, Stuttgart Anerkennung Architektur: HARTIG / MEYER / WÖMPNER Architekten BDA, Münster Landschaftsarchitektur: Frank Kiessling Landschaftsarchitek- ten mit Albert Armbruster, Berlin Anerkennung Architektur: h4a, Gessert+Randecker+Legner Architekten GmbH, Düsseldorf Landschaftsarchitektur: Glück Landschaftsarchitektur BDLA, Stuttgart Anerkennung Architektur: Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig Landschaftsarchitektur: r+b landschaft s architektur, Dresden Das Ergebnis Übersicht Wettbewerbsergebnis 21 2. Rundgang 2. Rundgang Architektur: SWS Architekten, Karlsruhe Landschaftsarchitektur: ramthun Landschaftsarchitektur, Baden-Baden 2. Rundgang Architektur: puppendahlarchitektur, Olfen Landschaftsarchitektur: Heiner Wortmann Landschaftsarchitekt, Lüdinghausen 2. Rundgang Architektur: Arge LECKERT / Architekten, Frankfurt am Main und e.voigt architekten bda, Frankfurt am Main Landschaftsarchitektur: Sommerlad-Haase-Kuhli Landschaftsarchitekten Partnerschaft, Gießen 2. Rundgang Architektur: Marcus Patrias Architekten BDA, Dortmund Landschaftsarchitektur: TAMKUS Landschaftsarchitektur, Dortmund 2. Rundgang Architektur: Spengler - Wiescholek Freie Architekten und Stadtplaner, Hamburg Landschaftsarchitektur: Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger BDLA, Hamburg 2. Rundgang Architektur: Andreas Heupel Architekten BDA, Münster Landschaftsarchitektur: Freiraumplanung Wolf, Berlin Das Ergebnis - Übersicht 22 Das Ergebnis - Übersicht 2. Rundgang Architektur: Schilling Architekten, Köln Landschaftsarchitektur: Lohaus + Carl GmbH Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Hannover 2. Rundgang Architektur: ATELIER 30 Architekten GmbH, Kassel Landschaftsarchitektur: Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten GbR, Kassel 2. Rundgang Architektur: Schnoklake Betz Architekten BDA, Münster Landschaftsarchitektur: SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Münster 2. Rundgang Architektur: BOCK NEUHAUS PARTNER GBR, Coesfeld Landschaftsarchitektur: Därr Landschaftsarchitekten, Halle (Saale) 2. Rundgang Architektur: Kresings Architektur GmbH, Münster Landschaftsarchitektur: Carla Lo Landschaftsarchitektur, Wien 2. Rundgang Architektur: Lamott+Lamott Freie Architekten BDA, Stuttgart Landschaftsarchitektur: realgrün Landschaftsarchitekten, München 23 Das Ergebnis - Übersicht 2. Rundgang Architektur: Weis & Volkmann Berlin GmbH Architekten, Berlin Landschaftsarchitektur: bbz landschaftsarchitekten berlin gmbH, Berlin 2. Rundgang Architektur: Michel + Wolf Architekten GmbH, Stuttgart Landschaftsarchitektur: Preuss Freiraumplanungen, Weil der Stadt 2. Rundgang Architektur: Hascher Jehle Planen und Beraten GmbH, Berlin Landschaftsarchitektur: Rene Rheims Landschaftsarchitekt, Düsseldorf 2. Rundgang Architektur: rheinpark_r ralph röwekamp architekten, Bochum Landschaftsarchitektur: [f] landschaftsarchitektur gmbh, Bonn 2. Rundgang Architektur: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Wien Landschaftsarchitektur: faktorgruen Landschaftsarchitekten bdla, Rottweil 1. Rundgang 1. Rundgang Architektur: BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG Freie Architekten, Münster Landschaftsarchitektur: atelier le balto, Landschaftsarchitekten, Berlin 24 1. Rundgang Architektur: paul le quernec / architectes, Strasbourg Landschaftsarchitektur: Philip Denkinger Landschaftsarchitekt, Stuttgart 1. Rundgang Architektur: Ohnesorge Klostermann Faßbender OKT Architekten PartGmbB, Osnabrück Landschaftsarchitektur: Wiebold LandschaftsArchitektur GmbH, Hannover 1. Rundgang Architektur: Peter Bastian Architekten BDA, Münster Landschaftsarchitektur: Heuschneider Landschaftsarchitek- ten PartGmbB, Rheda-Widenbrück 1. Rundgang Architektur: LIN Labor Integrativ GmbH, Berlin Landschaftsarchitektur: Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin 1. Rundgang Architektur: White arkitekter AB, Göteborg Landschaftsarchitektur: White Arkitekter AB, Göteborg 1. Rundgang Architektur: Staubach + Partner Architekten Ingenieure, Fulda Landschaftsarchitektur: Heil Landschaftsarchitektur, Fulda Das Ergebnis - Übersicht 25 Modellphotos Das Ergebnis - Übersicht 26 rechts: Lageplan Der 1. Preis links: Modellphoto von Nordwesten rechts: Modellphoto von Südosten oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen Der 1. Preis Das Ergebnis 27 Der 1. Preis Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers Schwarzplan Die Gesamtschule Münster Ost ist als ein in das Stadtquartier eingebun- dener städtebaulicher Schwerpunkt konzipiert, der sich den Bürgern und Schülern als Identität stiftende Bil- dungs-, Versammlungs- und Begeg- nungseinrichtung präsentiert. Diese strahlt Offenheit aus, wirkt einladend und verleiht Orientierung. Durch die Formung eines prägnanten Baukör - perensembles wird die Adressbil- dung unterstützt und die Identifikati- on der Schüler, Lehrer und Eltern mit ihrer Schule gestärkt. Leitidee des Konzepts der Schule ist die bauli- che Unterstützung des Schulideals „Schule als Lebensraum – Leben in der Gemeinschaft“. Unter Einbeziehung der Bauten der Fürstin-von-Gallitzin-Schule ist ein Schulensemble entwickelt, welches sich in den Bauvolumina maßvoll in den Kontext einbindet, ohne auf ein kraftvolles Erscheinungsbild zu ver - zichten. Angemessene Gebäude- längen und die Differenzierung der Baukörper nach Süden zur Fürsten- bergschule verankern die neue Schu- le stadträumlich in den Kontext. Zur Kreuzung Manfred-von-Richthofen- Straße und Andreas-Hofer-Straße wird ein Vorplatz freigegeben, der die Adressbildung und die Verknüpfung zum Quartier unterstützt. Der Neubau des Schulgebäudes ist in Holzbauweise vorgesehen. Die ge- wählte Konstruktion zeigt insbeson- dere unter dem Gesichtspunkt der CO 2-Speicherung nachhaltig Verant- wortung. Die Materialität setzt sich konsequent im äußeren und inneren Erscheinungsbild fort, wodurch der Nachhaltigkeitsaspekt auch für die Schüler erlebbar und nachvollziehbar wird und der Schule eine adäquate, angenehme und warme Lernatmo- sphäre verliehen wird. Architektur: farwick + grote architekten BDA stadtplaner PartmbB, Ahaus Verfasser: Heiner Farwick, Dagmar Grote Mitarbeiter: Christine Sibbing, Stefan Ascheberg, Bernd Thies, Helena Kara, Jana Tenspolde Landschaftsarchitektur: club L94 Landschaftsarchitekten GmbH, Köln Verfasser: Frank Flor, Jörg Homann, Götz Klose, Burkhard Wegener Mitarbeiter: Anne Heidorn Das Ergebnis - 1. Preis 28 Der 1. Preis Grundriss Erdgeschoss Das Ergebnis - 1. Preis 29 Der 1. Preis Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisgerichts Grundrissausschnitt Cluster der Sekundarstufe I Unter der Leitidee „Schule als Le- bensraum – Leben in der Gemein- schaft“ entwickeln die Verfasser ein durchgehend zweigeschossiges Ge- bäudeensemble, das mit den beste- henden Schulen ein in jeder Hinsicht städtebaulich überzeugendes Schul- quartier erwarten lässt. Das diffe- renzierte Freiraumkonzept lässt eine Durchlässigkeit in alle Richtungen zu und lädt von außen ein, die vielfälti- gen und qualitätvollen Grünräume in Benutzung zu nehmen. Der Haupt- eingang im Eckbereich der Manfred- von-Richthofen-Straße und Andreas- Hofer-Straße ist richtig positioniert. Insgesamt sind die unterschiedlichen Nutzungszuordnungen und -anforde- rungen überzeugend gelöst. Insbe- sondere die Lerncluster, denen über eine Loggia und auf kurzem Wege erreichbar jeweils gut proportionier - te Innenhöfe zugeordnet sind, lassen hohe Innenraumqualitäten erwarten. Die Sporthalle wird ebenso wie die übrigen Baukörper wie selbstver - ständlich an der richtigen Stelle vor - geschlagen. Die vorgeschlagene Kita im Bestandsgebäude ist in Verbin- dung mit der angebotenen Freifläche insgesamt stimmig. Vor dem Hinter - grund der vorgeschlagenen und res- sourcenschonenden Holzbauweise ist die gewählte Architektursprache folgerichtig und überzeugt in ihrer konsequenten Haltung. Sie wird der Schulnutzung in emotionaler Hinsicht umso mehr gerecht, da hiervon auch das innere Erscheinungsbild geprägt sein wird. Insgesamt handelt es sich um einen Beitrag, welcher der ge- stellten Aufgabe in besonderer Hin- sicht gerecht wird. Hier wird Schule in Anbetracht der Frei- und Innen- raumqualitäten zu einem zukunftsfä- higen Lernort. Gleichzeitig wird dem gesamten Stadtquartier eine identi- tätsstiftende Mitte gegeben, die es sich lohnt in Besitz zu nehmen. Das Ergebnis - 1. Preis 30 Der 1. Preis Das Ergebnis - 1. Preis Grundriss Obergeschoss 31 Der 1. Preis Fassadenschnitt und -ansicht Das Ergebnis - 1. Preis Sek. II Sek. II Kita Sek. I Fachräume Sek. I Sek. I Sek. I Forum Selbstlern. Sek. I FachräumeGanztagsbereich Sporthalle Sek. II Sek. II Fachräume Sek. I Sek. I Fachräume Sek. I Sek. I Verwaltung Sek. I Fachräume Sporthalle Sek. II Fachräume Sek. II Fachräume Sporthalle Schwarzplan 1:2000 Mensa/Hauswirtschaft/Fachklassen HaupteingangSek II Andreas-Hofer-Straße Lageplan 1:500 Ansicht Nord 1:200 Mensa Forum Selbstlernzentrum Lerncluster Lernlandschaft Galerien und Flurbereiche mit Sitznischen und offenen Lernbereichen Pädagogische Mitte/Lernlandschaften 312403 Gesamtschule Münster Ost II II II Lernhaus 1 Lernhaus 2 Lernhaus 3 Sporthalle Sporthalle II III Pausenhof Andreas-Hofer-Straße Manfred-von-Richthofen-Straße Kita Schule als Lebensraum - Leben in der Gemeinschaft Kommunikationsförderung Funktionsschema EG 1. OG 2. OG Lageplan 1:500 32 rechts: Lageplan rechts: Modellphoto von Südosten links: Modellphoto von Nordwesten Der 2. Preis Das Ergebnis oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen 33 Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers Schwarzplan Architektur: Broghammer.Jana.Wohlleber Freie Architekten BDA, Zimmern o. R. Verfasser: D. Broghammer, H. Jana, W. Wohlleber Mitarbeiter: Dongkyu Kim, Serpil Turan Landschaftsarchitektur: Planstatt Senner, Überlingen Verfasser: Johann Senner Mitarbeiter: Kerstin Winandi, Herr Fang Das umfangreiche Raumprogramm wird in ablesbare, Identität stiften- de Jahrgangscluster gegliedert und über den großen Pausenhof mit den Bestandsgebäuden der Fürstin-von- Gallitzin-Schule zu einem neuen En- semble zusammengefasst. Analog zur Fürstenbergschule und der Hans- Böckler-Schule entsteht ein intro- vertierter, geschützter und räumlich klar definierter Ort für die Pausen. Nach außen zum Blockrand neh- men die Cluster die Maßstäblichkeit der Fürstin-von-Gallitzin-Schule und der anderen Nachbarbauten auf und zeigen sich als einzelne Häuser mit drei Geschossen. Nach innen zur be- stehenden Sporthalle und der Fürs- tenbergschule zeigt sich die neue Sporthalle durch die Absenkung um ein Geschoss mit minimalem Volu- men nur ein- bis zweigeschossig. Im Kreuzungsbereich von Manfred-von- Richthofen- und Andreas-Hofer-Stra- ße entsteht durch die Negativecke des Baukörpers die eindeutige Ad- resse der neuen Schule als einladen- der Vorplatz Richtung Quartier und Stadt. Herz der Schule ist das Forum mit dem vorgelagerten Foyer bzw. der Halle. Hier treffen sich alle Wege und hier sind alle Geschosse räum- lich miteinander verbunden. Das Fo- rum ist als Pausenhalle, Aula oder als großes Raumgefüge zusammen mit dem Foyer und der an das Fo- yer anschließenden Mensa varia- bel und vielfältig nutzbar, auch für externe Veranstaltungen außerhalb der Schulzeiten. Die Jahrgangshäu- ser selbst sind als „Lernheimat“ der Schüler ringförmig um ein Atrium und die „pädagogische Mitte“ organisiert, sodass überall eine helle und freund- liche Tageslichtatmosphäre und gute Sichtbeziehungen von den einzelnen Unterrichts- und Teamräumen in die Clustermitte bestehen. Der 2. Preis Das Ergebnis - 2. Preis 34 Das Ergebnis - 2. Preis Grundriss Erdgeschoss 35 Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisgerichts Das Ergebnis - 2. Preis Der 2. Preis Es wird ein dreigeschossiger Baukör- per entlang der Andreas-Hofer-Stra- ße und der Manfred-von-Richthofen- Straße angeordnet. Er wächst über den großen Innenhof mit dem Be- standsgebäude zu einem neuen En- semble zusammen. Es entsteht ein geschützter und klar definierter Pau- senhof. Nach außen zum Blockrand zeichnen sich die drei Jahrgangshäu- ser ab, die nicht nur die Maßstäb- lichkeit der Nachbarbebauung auf- nehmen und die Fassade gliedern, sondern auch die Möglichkeit bieten, straßenseitig begrünte Innenhöfe anzulegen. Das Schulgebäude wird über einen Vorplatz dem Stadtvier - tel zugewandt und mit dem dortigen Haupteingang mit einer eindeutigen Adressbildung erschlossen. Das sich anschließende Forum mit vorgelager- tem Foyer bildet eine gut angelegte Verteilerebene mit guten Orientie- rungsmöglichkeiten. Die Jahrgangs- cluster verfügen über eine große päd- agogische Mitte, sind schulisch sehr gut nutzbar und über einen Lichthof ausreichend mit Tageslicht versorgt. Die Sporthalle ist als zweigeschossi- ger Baukörper dem Schulbau direkt angegliedert und sowohl über das zentrale Foyer als auch im reinen Sportbetrieb separat erschlossen. Die Kita ist in Bestandsräumen sinn- voll untergebracht. Für die Fassaden- gestaltung wird in Anlehnung an die Nachbarbebauung eine Klinkerfassa- de gewählt, wobei die vorgeschlage- ne Bandstruktur der Fensterelemente in Bezug auf die Maßstäblichkeit und die aufzunehmende Schulnutzung kontrovers diskutiert wird. Insgesamt bietet der Entwurf eine attraktive Lö- sung für die gestellte Aufgabe. Die Arbeit setzt als Architekturentwurf sowohl die schulischen Anforderun- gen an einen reibungslosen Schul- betrieb als auch die Entwicklung in das städtebauliche Umfeld und das Stadtviertel erfolgreich um. Grundrissausschnitt Cluster der Sekundarstufe I 36 rechts: Lageplan rechts: Modellphoto von Südwesten links: Modellphoto von Nordwesten Der 3. Preis Das Ergebnis oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen 37 Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers Schwarzplan Leitidee und Entwurfskonzept sind die Bildung eines Schulcampus im Park, die Durchdringung von Innen- und Außenräumen, die Anordnung von organischen Raumfolgen als Identifikationsfaktor und kommu- nikativen Raumgruppierungen zur Clusterbildung sowie die Schaffung von Nachhaltigkeit durch Kompakt- heit und zeitlose Architektursprache. Der vorhandene Schulcampus wird durch eine ungezwungene Baufigur identitätsbildend ergänzt. Die geglie- derte Bauform ermöglicht eine starke Durchgrünung des Areals unter Er - halt der vorhandenen Bäume. Es ent- steht der Eindruck einer Schulanlage im Park. Dabei wir die Adressbildung über einen eindeutig zur nordwestli- chen Straßenkreuzung orientierten Eingangsvorplatz sichergestellt. Der neue Schulhof bildet eine räumliche Ergänzung zum bestehenden Schul- hof. Der kleine Solitärbau der Kita bietet dabei einen Nukleus im Zent- rum des Areals. Der Neubau ist maß- stäblich in die Umgebungsbebauung eingebunden und höhenmäßig zum Schulhof hin abgestuft. Die Schleifenform des neuen Schul- baus bildet die Cluster der Lernhäu- ser ab und ermöglicht in den Oberge- schossen eine starke Identifizierung der Schüler mit ihrem Lernort. Die Fachklassen sind auf den Geschos- sen entlang der Mittelachse sowie im Dachgeschoss angeordnet und somit von den allgemeinen Unterrichtsbe- reichen auf kurzem Weg erreichbar. Die äußere Gestalt des Neubaus ist von Zurückhaltung und Einfügung in den Kontext geprägt. Klinkerfassa- den mit Fenstern in angemessener Größe sowie ein ruhiger Volumenauf- bau bestimmen das Erscheinungs- bild. Architektur: wulf architekten gmbh, Stuttgart Verfasser: Prof. Tobias Wulf Mitarbeiter: Lisa Eppel, Petra Marton, Oleksandra Kolesova, Felix Berger, Hendrik Nagel, Hairuo Wang, Ja Young Park Landschaftsarchitekturbüro: Jetter Landschaftsarchitekten BDLA, Stuttgart Verfasser: Frank Jetter Sonderfachleute: Béla Berec, Architektur-Modellbau- Gestaltung, Esslingen a.N. Der 3. Preis Das Ergebnis - 3. Preis 38 Das Ergebnis - 3. Preis Grundriss Erdgeschoss 39 Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisgerichts Dem Verfasser gelingt es mit einem polygonal geformten Baukörperen- semble eine interessante Struktur der Außenräume zu erzeugen. Zur Stadt entstehen angemessene Ein- gangsplätze, nach innen wird in Ver - bindung mit dem Bestand ein guter Schulhof formuliert. Die Baustruktur lässt eine gute N/S-Durchwegung des Geländes zu, die O/W-Durch- wegung erscheint unattraktiv. Die Außenanlagen sind detailliert durch- gearbeitet und setzen die baulichen Raumkanten durch unterschiedliche schollenartige Elemente fort. Sehr erfreulich sind die großen Innenhöfe. Sie bieten viel Potential für eine Nut- zung aus den einzelnen Bereichen und sind nicht einfach nur Lichthöfe. Das Bauvolumen korrespondiert gut mit der Anordnung der wesentlichen Funktionen: Der Haupteingang ist richtig platziert, die zentralen Berei- che sind gut auffindbar und struk- turiert, die Orientierung ist gegeben und die Sporthalle sinnvoll angebun- den. Die formale Aussage des po- lygonalen Baukörpers wird jedoch kontrovers diskutiert. Auch die Höhe des Neubaus wird hinterfragt, sie ba- siert jedoch auf unnötig übergroßen Geschosshöhen. Die gute Struktu- rierung der Schule im Innern setzt sich in den Obergeschossen fort: Die Cluster bieten die gewünschte Grö- ße und Qualität, die Fachräume sind entlang der Mittelachse den Clustern zugeordnet. Die KiTa ist richtig plat- ziert. Die Fahrradtiefgarage wird an- gesichts der vielen Aufstelloptionen oberirdisch als unattraktiv bewertet. Anders als die fast expressive städte- bauliche Figur sind die Fassaden zu- rückhaltend ausgebildet. Insgesamt überzeugt die Arbeit vor allem durch eine gute innenräumliche Funktio- nalität. Sie kann aber aufgrund der städtebaulich schwierigen Struktur und der fehlenden Durchwegbarkeit nicht endgültig überzeugen. Der 3. Preis Das Ergebnis - 3. Preis Grundrissausschnitt Cluster der Sekundarstufe I 40 rechts: Lageplan rechts: Modellphoto von Südosten links: Modellphoto von Nordwesten Anerkennung Das Ergebnis oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen 41 Schwarzplan Architektur: HARTIG / MEYER / WÖMPNER Architekten BDA, Münster Verfasser: Ralf Wömpner, Arno Meyer, Jochen Hartig Mitarbeiter: Sabine Kannenbäumer, Tilman Müngersdorf, Dorit Niemeyer Landschaftsarchitektur: Frank Kiessling Landschafts- architekten mit Albert Armbruster, Berlin Verfasser: Frank Kiessling Mitarbeiter: Elena Ferrari, Alba Peréz Montero Sonderfachleute: W+W Sachverständige und Ingenieure für Brandschutz, Everswinkel Die Leitidee des Entwurfes ist ein offener, durchgrünter Campus mit einer Schule in einzelnen Häusern. Ein gut proportionierter Entreeplatz im Nord-Osten schafft eine eindeuti- ge Adresse. Der Platz ist Trittbrett in den Stadtteil und lädt ein, den Cam- pus und das zentrale Forumshaus zu betreten. Zwischen den Häusern entstehen vielfältige und interessante Außenräume und Sichtbeziehungen. Der mittige „Schulhof“ als großer Ge- meinschaftsbereich überzeugt. Er ist ein Forum im Freien und „Knoten“ im Netz der Wege. Wie beiläufig setzt sich der Freiraum in das Forum fort. Nach Auffassung der Jury bildet die geringe Höhe der Sporthalle trotz ih- rer interessanten Fassade und Ein- sehbarkeit städtebaulich keine ad- äquate Ecke aus. Der Baumbestand im Schulhof erscheint freiraumpla- nerisch zu dicht. Kritisiert werden auch die großflächigen Stellplatz- anlagen. Alle übrigen Bausteine des Campus überzeugen funktional und architektonisch: Die Gemeinschafts- nutzungen im Forumshaus und de- ren Zuordnung entsprechen ebenso den pädagogischen Konzepten der Schule wie die sehr gut organisierten und gestalteten Cluster-Häuser mit ihren Innen- und Außenräumen. Die einfache aber klar und angemessen gestaltete Fassade hält dieses Ni- veau. Trotz der Überzeugungskraft dieses starken Entwurfes für eine offene Schullandschaft wird der „of- fene Campus“ mit seinen Pavillons gerade auch aus Sicht des Schulall- tages kontrovers diskutiert bzw. hin- terfragt. So erscheinen z.B. die Wege sehr lang, der Bezug zum Forums- haus und den Lernhäusern ist nicht vorhanden. Insgesamt bietet der Ent- wurf mit seinen Einzelelementen eine gut funktionierende Schule, welche im Alltag aber für die hohe Schüler - zahl aufgrund der langen Wege nicht gänzlich überzeugen kann. Auszüge aus dem Beurteilungstext des Preisgerichts Anerkennung Das Ergebnis - Anerkennung 42 rechts: Lageplan links: Modellphoto von Nordwesten rechts: Modellphoto von Südosten Anerkennung Das Ergebnis oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen 43 Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers Schwarzplan Die Neubaukörper zeigen eine gelun- gene Positionierung im städtischen Raum und formulieren somit einen Vorplatz als Adresse am Kreuzungs- bereich. Die Baukörper nehmen Be- züge zum Bestand auf, das Gemein- schaftshaus schiebt sich hervor und markiert so deutlich den zukünftigen Eingang. Die Zuwegung und Durch- lässigkeit ist gut gegeben und ver - zahnt sich sinnvoll mit den angren- zenden Schulen. Insgesamt bleibt der Verfasser im Bereich der Au- ßenraumgestaltung wage und zeigt mit einem verbindenden Teppich ein kraftvolles Bild, das aber wenig Diffe- renzierung in der Nutzung und räum- lichen Qualität erkennen lässt. Ein Gemeinschaftshaus als zentrale An- laufstelle für alle Nutzer zu installieren ist eine grundsätzlich gute Idee. Die Ausformulierung bleibt jedoch deut- lich hinter seinem Potential und wird als ständiger Nutzraum nur schwer in den täglichen Ablauf integrierbar. Es fehlt ein Verbindungsbaukörper zwischen den Neubauten, der eine empfangende und lenkende Funkti- on übernehmen kann. Das Gemein- schaftshaus ist nur in der Mittagszeit durch die Mensa belebt, das Forum wird durch seine dezentrale Lage kaum Mittelpunkt und zusätzlich durch einen Verkehrsfläche zerteilt. Der Lehrbaukörper kann durch sei- ne zwei Eingänge die Schülerströme sinnvoll lenken und entzerren. Die Cluster sind in sich funktional und gut nutzbar. Die Lichthöfe scheinen zur Belichtung der anliegenden Bereiche zu klein. Eine Teilung der Sporthalle in eine 3-fach- und eine an die Kita angeschlossene 1-fach-Halle ent- spricht nicht den Anforderungen der Nutzung. Die Fassadengestaltung aus gefärbtem Beton erscheint inter- essant und solide. Insgesamt handelt es sich um eine Arbeit mit guten An- sätzen aber auch einigen wesentli- chen funktionalen Schwächen. Architektur: h4a, Gessert+Randecker+Legner Architekten GmbH, Düsseldorf Verfasser: Prof. Klaus Legner, Albrecht Randecker, Martin Gessert Mitarbeiter: Leslie Kuhn, Mike David, Julia Fehre, Theresa Mörz, Nadja Bonde, Nico Henn Landschaftsarchitektur: Glück Landschaftsarchitektur BDLA, Stuttgart Verfasser: Michael Glück Mitarbeiter: Edith Vollmer Sonderfachleute: - Gertec GmbH, Essen (TGA) - Dr. Heims & Partner, Kleve (Brandschutz) Anerkennung Das Ergebnis - Anerkennung 44 rechts: Lageplan links: Modellphoto von Nordwesten rechts: Modellphoto von Südosten Anerkennung Das Ergebnis oben: Ansichten der Zufahrtsstraßen 45 Auszüge aus dem Erläuterungstext des Verfassers Schwarzplan Basierend auf der plausiblen Idee des Weiterbauens bildet der nördliche ringförmige Bestandsbaukörper den Auftakt für den Neubau. Entlang der Manfred-von-Richthofen-Straße fü- gen sich drei ringförmige Baukörper an und schaffen an der Kreuzung zur Andreas-Hofer-Straße ein überzeu- gendes Entree. Während die Propor- tionen, die Höhenentwicklung, der Rhythmus und die Verzahnung des Gesamtensembles eine stimmige städtebauliche Figur erzeugen, ist die Durchlässigkeit in Nord-Süd-Rich- tung nicht gegeben. Vom Vorplatz betritt man die Schule durch den gut auffindbaren Haupteingang. Daran schließen funktional sinnfällig das Foyer und das Forum an, die aller - dings zu klein dimensioniert wirken. Die „zentrale Lernstraße“ ermöglicht eine sehr gute Übersichtlichkeit und bietet ein anregendes Wechselspiel und differenzierte Bezüge zu den Innenhöfen und den Außenflächen. Die großzügigen Höfe stellen in den Lernclustern eine förderliche Tages- lichtversorgung sicher und bieten für die Nutzer ein identitätsstiften- des Lernumfeld. Die Anordnung von Klassenräumen ist vorbildlich ge- löst, wobei die pädagogische Mitte als etwas zu klein erachtet wird. Die Außenanlagengestaltung nimmt die bauliche Raumkonfiguration auf und entwickelt angemessene Nutzungs- qualitäten auf dem Vorplatz, dem kleinen und dem großen Hof. An das Konzept des Weiterbauens knüpfen auch die Materialwahl und Fassa- denausbildung an. Der homogene Klinker ist ortsbildprägend und für die Bauaufgabe hinlänglich robust. Insgesamt stellt der Entwurf insbe- sondere in Bezug auf die Funktionen eine überzeugende Lösung dar. Den Anspruch an einen offenen Bildungs- campus kann das in Teilen introver - tiert wirkende Raumgefüge allerdings nicht uneingeschränkt einlösen. Architektur: Schulz und Schulz Architekten GmbH, Leipzig Verfasser: Prof. Ansgar Schulz, Prof. Benedikt Schulz Mitarbeiter: Anne Gelhaar, Masafumi Oshiro, Lucas Schrader, Sebastian Attelmann, Taina Puyn Landschaftsarchitektur: r+b landschaft s architektur, Dresden Verfasser: Jens Rossa, Sonja Rossa-Banthien Mitarbeiter: Anja Dzikowski Anerkennung Das Ergebnis - Anerkennung 46 Das Ergebnis Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan 2. Rundgang Architektur: SWS Architekten, Karlsruhe Verfasser: Jürgen Strolz Landschaftsarchitektur: ramthun Landschaftsarchitektur, Baden-Baden Verfasser: Bernd Ramthun Mitarbeiter: Corina De Leo 47 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: puppendahlarchitektur, Olfen Verfasser: Marius Puppendahl Landschaftsarchitektur: Heiner Wortmann Landschaftsarchitekt, Lüdinghausen Verfasser: Heiner Wortmann Mitarbeiter: Christian Vennemann, Therese Strieder, Finn Niemayer, Simon Böhler 48 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Arge LECKERT / Architekten, Frankfurt am Main und e.voigt architekten bda, Frankfurt am Main Verfasser: Andreas Leckert, Prof. Eberhard Voigt Landschaftsarchitektur: Sommerlad-Haase-Kuhli Landschaftsarchitekten Partnerschaft, Gießen Verfasser: Raimund Haase Sonderfachleute: - Rieser - Wessel Brandschutzsach- verständige GbR, Wächtersbach - Frankfurt a.M. (Brandschutz) - Architektur-Modellbau Michalke- Vieler, Florstadt (Modellbau) - LCEE Life Cycle Engineering Ex- perts GmbH, Darmstadt (Energie) Das Ergebnis - 2. Rundgang 49 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Marcus Patrias Architekten BDA, Dortmund Verfasser: Marcus Patrias Mitarbeiter: Katharina Lauer, Dennis Hartung, Thomas Kosny Landschaftsarchitektur: TAMKUS Landschaftsarchitektur, Dortmund Verfasser: Christiane Tamkus Mitarbeiter: Olga Zubrizki 50 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Spengler - Wiescholek Freie Architekten und Stadtplaner, Hamburg Verfasser: Ingrid Spengler, Fredo Wiescholek Mitarbeiter: Esteban Analuiza, Maren Kupferschmidt, Yvonne Raschke, Jens Tepel Landschaftsarchitektur: Landschaftsarchitektur+ Felix Holzapfel-Herziger BDLA, Hamburg Verfasser: Felix Holzapfel-Herziger Mitarbeiter: Jane Heidemann, Christian Ostermann Das Ergebnis - 2. Rundgang 51 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Andreas Heupel Architekten BDA, Münster Verfasser: Andreas Heupel Architekt Landschaftsarchitektur: Freiraumplanung Wolf, Berlin Verfasser: Matthias Wolf Mitarbeiter: Florian Stolz, Joscha Lenz, Aleksan- dra Nieduzak, Maximilian Karstens Sonderfachleute: - Arup GmbH, Berlin - Dipl.-Ing Phys. Arwid Theuer- Kock, 1plus GmbH, Köln 52 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang Architektur: Schilling Architekten, Köln Verfasser: Prof. Johannes Schilling Mitarbeiter: Norbert Meis, Marcel N. Braun, Amar Basic Landschaftsarchitektur: Lohaus + Carl GmbH Landschaftsarchitekten und Stadtplaner, Hannover Verfasser: Prof. Irene Lohaus, Peter Carl Mitarbeiter: Sören Meyer 53 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: ATELIER 30 Architekten GmbH, Kassel Verfasser: Ole Creutzig, Thomas Fischer Landschaftsarchitektur: Gnüchtel Triebswetter Landschaftsarchitekten GbR, Kassel Verfasser: Michael Triebswetter Mitarbeiter: Yunus Coskun, Gani Llijazi, Lena Klotzsche 54 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang Architektur: Schnoklake Betz Architekten BDA, Münster Verfasser: Bernd Schnoklake, Dirk Betz Mitarbeiter: Klaus Dömer, Benedict Wahlbrink Landschaftsarchitektur: SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Münster Verfasser: Stephan Bracht Mitarbeiter: Hendrik Stroth, Lea Wintermann Sonderfachleute: - Ingenieurbüro Nordhorn GmbH & Co. KG, Münster (Haustechnik) - ahw Ingenieure GmbH, Münster (Tragwerksplanung, Akustik) 55 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: BOCK NEUHAUS PARTNER GBR, Coesfeld Verfasser: Meinhard Neuhaus, Ulrich Bock Mitarbeiter: Britta Richter, Silke Sicking Landschaftsarchitektur: Därr Landschaftsarchitekten, Halle (Saale) Verfasser: Matthias Därr Mitarbeiter: Franziska Krüger, Daniela Henze 56 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang Architektur: Kresings Architektur GmbH, Münster Verfasser: K. Kresing, R.M. Kresing Mitarbeiter: Kai Binnewies, Kyra Manegold, Stefan Pflips, Adam Fiegler Landschaftsarchitektur: Carla Lo Landschaftsarchitektur, Wien Verfasser: Carla Lo Mitarbeiter: Scra Stojakovic Sonderfachleute: - BKK Brandschutz, Warendorf 57 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Lamott+Lamott Freie Architekten BDA, Stuttgart Verfasser: Caterina Lamott, Prof. Ansgar Lamott Landschaftsarchitektur: realgrün Landschaftsarchitekten, München Verfasser: Wolf D. Auch Mitarbeiter: Julius Winklhofer, Lukas Rückauer Sonderfachleute: - Schreiber Ingenieure, Stuttgart (Tragwerksplanung) - TRANSSOLAR Energietechnik GmbH, Stuttgart (Energie) 58 Modellphoto oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansicht des Neubaus von Osten Architektur: Weis & Volkmann Berlin GmbH Architekten, Berlin Verfasser: Gabriele Weis, Gunnar Volkmann Mitarbeiter: Dennis Wagner, Anna-Sophia Koetzing, Ernst Scharf Landschaftsarchitektur: bbz landschaftsarchitekten berlin gmbH, Berlin Verfasser: Timo Herrmann Mitarbeiter: Martin Mengs, Matthias Bierschenk Sonderfachleute: - Ingo Andernach Architekt, Berlin (Energiekonzept) 59 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: Michel + Wolf Architekten GmbH, Stuttgart Verfasser: M. Michel Landschaftsarchitektur: Preuss Freiraumplanungen, Weil der Stadt Verfasser: Wolfgang Preuss Mitarbeiter: Pierre Keller-Psatopoulos, Martin Auchter 60 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang Architektur: Hascher Jehle Planen und Beraten GmbH, Berlin Verfasser: Prof. Rainer Hascher, Prof. Sebastian Jehle Landschaftsarchitektur: Rene Rheims Landschaftsarchitekt, Düsseldorf Verfasser: Rene Rheims Mitarbeiter: Robert Kiesewetter, Fleur Keller, Aixin Xuan, Sunhild Munier Sonderfachleute: - TRANSSOLAR Energietechnik GmbH, Stuttgart (Energie) - hhpberlin Ingenieure für Brand- schutz GmbH, Berlin (Brandsch.) - RSP Remmel + Sattler Ingenieur - gesellschaft GmbH, Frankfurt a.M. (Statik) 61 Modellphoto Das Ergebnis - 2. Rundgang links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Architektur: rheinpark_r ralph röwekamp architekten, Bochum Verfasser: Ralph Röwekamp Mitarbeiter: Nils Deneser, Denis Flöthke, Hannes Merl Landschaftsarchitektur: [f] landschaftsarchitektur gmbh, Bonn Verfasser: Gunter Fischer Mitarbeiter: K. Katsika, A. Georgieva 62 Modellphoto links: Ansichten der Zufahrtsstraßen oben: Lageplan Das Ergebnis - 2. Rundgang Architektur: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Wien Verfasser: Michael Untertrifaller Landschaftsarchitektur: faktorgruen Landschafts- architekten bdla, Rottweil Verfasser: Jürgen Pfaff Mitarbeiter: Martin Gass, Michael Porath, Josef Schwendinger, Matthias Schurer, Florian Knoll Sonderfachleute: - Ellertmann. Piehl, Schmitz Archi- tekten PartG mbB, Münster - teamgmi Ingenieurbüro Liechten- stein AG, Schaan, - nees Ingenieure – Beratende In- genieure und Sachverständige Brandschutz, Münster 63 oben: Modellphoto unten: Lageplan oben: Modellphoto unten: Lageplan Das Ergebnis Architektur: paul le quernec / architectes, Strasbourg Verfasser: Paul Le Quernec Landschaftsarchitektur: Philip Denkinger Landschaftsarchitekt, Stuttgart Verfasser: Philip Denkinger Mitarbeiter: Héléne Gouvion, Marion Herrmann Architektur: BOLLES+WILSON GmbH & Co. KG Freie Architekten, Münster Verfasser: Prof. Julia B. Bolles-Wilson, Peter L. Wilson Landschaftsarchitektur: atelier le balto, Landschaftsarchitekten, Berlin Verfasser: Véronique Faucheur, Marc Pouzol Mitarbeiter: Stephanie Eickelmann, Till Griesemann, Julian Heinen, Christoph Lammers, Omar Enzo Martello, Sebastian Neimeier, Friederike Poth, Jonathan Wiederin Sonderfachleute: nees Ingenieure GmbH, Münster (Brandschutz) 1. Rundgang 64 Das Ergebnis - 1. Rundgang oben: Modellphoto unten: Lageplan oben: Modellphoto unten: Lageplan Architektur: Peter Bastian Architekten BDA, Münster Verfasser: Peter Bastian Landschaftsarchitektur: Heuschneider Landschaftsarchitekten PartGmbB, Rheda-Widenbrück Verfasser: Laura Heuschneider Mitarbeiter: Andrea Hülsheger, Sandra Wosnica, Ann-Lena Fleck, Jana Wissmann, Viktor Schulz, Timo Panzer, Benjamin Droll, Stefanie Heers, Piet Fröhlich Architektur: Ohnesorge Klostermann Faßbender OKT Architekten PartGmbB, Osnabrück Verfasser: Jakob Faßbender Mitarbeiter: Saskia Klostermann, Wilfried Ohnesorge Landschaftsarchitektur: Wiebold LandschaftsArchitektur GmbH, Hannover Verfasser: Klaus Wiebold Mitarbeiter: Beate Czernohous 65 Das Ergebnis - 1. Rundgang oben: Modellphoto unten: Lageplan oben: Modellphoto unten: Lageplan Architektur: LIN Labor Integrativ GmbH, Berlin Verfasser: Prof. Finn Geipel Mitarbeiter: Matthias Krebs, Davide Favaron, Maja Lesnik, Joanna Orlowska, Clara Berthaud, Vesta Nele Zareh Landschaftsarchitektur: Atelier LOIDL Landschaftsarchitekten Berlin GmbH, Berlin Verfasser: Bernd Joosten Mitarbeiter: Nina Dvorak, Martin Schmitz Architektur: White arkitekter AB, Göteborg Verfasser: Johan Lundin Landschaftsarchitektur: White Arkitekter AB, Göteborg Verfasser: Anika Meincke Mitarbeiter: Jens Niehues, Claudia Laarmann, Joan Melgaard Rasmussen, Christoph Duckart, Egil Bloom 66 Das Ergebnis - 1. Rundgang oben: Modellphoto unten: Lageplan Architektur: Staubach + Partner Architekten Ingenieure, Fulda Verfasser: Andreas Staubach Landschaftsarchitektur: Heil Landschaftsarchitektur, Fulda Verfasser: Tatjana Heil Mitarbeiter: Julian Stallknecht, Julius Stark 67 Herausgeber und Wettbewerbsauslober Stadt Münster Vertreten durch das Amt für Immobilienmanagement Albersloher Weg 33 48145 Münster Projektleiterin: Ingrid Kremer Fon: 0251 / 492 - 2415 Fax: 0251 / 492 - 7942 Mail: kremeringrid@stadt-muenster.de Web: www.muenster.de Allgemeines Impressum Wettbewerbsbetreuung und Dokumentation assmann GmbH Baroper Straße 237 44227 Dortmund Ansprechpartnerin: Christine Dern Fon: 0231 / 75445 - 333 Fax: 0231 / 75445 - 5333 Mail: dern@assmanngruppe.com Web: www.assmanngruppe.com Wettbewerbsbetreuung: Christine Dern, Detlef Nitsch Dokumentation Redation, Layout und Satz: Christine Dern Fotonachweis: assmann GmbH, Stadt Münster
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Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) Systemvariante Unterrichtsgebäude, Modul Neubau (UN) - Version 2013 Nachhaltigkeitskriterien 72,5% Ökologische Qualität 60,0% Wirkungen auf die globale und lokale Umwelt 1.1.1 Treibhauspotenzial (GWP) 70,0 2,363% 1.1.2 Ozonschichtabbaupotenzial (ODP) 70,0 0,788% 1.1.3 Ozonbildungspotenzial (POCP) 70,0 0,788% 1.1.4 Versauerungspotenzial (AP) 70,0 0,788% 1.1.5 Überdüngungspotenzial (EP) 70,0 0,788% 1.1.6 Risiken für die lokale Umwelt 25,0 0,844% 1.1.7 Nachhaltige Materialgewinnung / Holz 80,0 0,900% Ressourceninanspruchnahme 1.2.1 Primärenergiebedarf nicht erneuerbar (PEne) 65,0 2,194% 1.2.2 Gesamtprimärenergiebedarf (PEges) u. Anteil erneuerbare Primärenergie (PEe) 70,0 1,575% 1.2.3 Trinkwasserbedarf und Abwasseraufkommen 60,0 1,350% 1.2.4 Flächeninanspruchnahme 50,0 1,125% Ökonomische Qualität 67,3% Lebenszykluskosten 2.1.1 Gebäudebezogene Kosten im Lebenszyklus 65,0 7,313% Wertentwicklung 2.2.1 Drittverwendungsfähigkeit (Umnutzungsfähigkeit) 57,0 4,275% 2.2.2 Vandalisprävention 95,0 3,563% Soziokulturelle und funktionale Qualität 76,1% Gesundheit, Behaglichkeit und Nutzerzufriedenheit 3.1.1 Thermischer Komfort im Winter 60,0 0,900% 3.1.2 Thermischer Komfort im Sommer 45,0 0,675% 3.1.3 Innenraumlufthygiene 75,0 1,688% 3.1.4 Akustischer Komfort 72,0 1,080% 3.1.5 Visueller Komfort 70,0 1,050% 3.1.6 Einflussnahme des Nutzers 90,0 1,350% 3.1.7 Aufenthaltsmerkmale im Außenraum 70,0 1,050% 3.1.8 Sicherheit und Störfallrisiken 65,0 0,488% 3.1.9 Innenraumqualität 70,0 1,050% 3.1.10 Nutzungsflexibilität und Aneignung des Nutzers 100,0 2,250% Funktionalität 3.2.1 Barrierefreiheit 75,0 1,125% 3.2.4 Zugänglichkeit 90,0 1,350% 3.2.5 Fahrradkomfort 100,0 0,750% Sicherung der Gestaltungsqualität 3.3.1 Gestalterische und städtebauliche Qualität 100,0 2,250% 3.3.2 Kunst am Bau 10,0 0,075% Technische Qualität 81,3% technische Ausführung 4.1.1 Schallschutz (zurückgestellt) 4.1.2 Wärme- und Tauwasserschutz 86,0 6,450% 4.1.3 Reinigung und Instandhaltung 93,0 6,975% 4.1.4 Rückbau, Trennung und Verwertung 65,0 4,875% Prozessqualität 84,6% Planung 5.1.1 Projektvorbereitung 65,0 0,929% 5.1.2 Integrale Planung 100,0 1,429% 5.1.3 Komplexität und Optimierung der Planung 95,0 1,357% 5.1.4 Ausschreibung und Vergabe 75,0 0,714% 5.1.5 Vorraussetzungen für eine optimale Bewirtschaftung 87,0 0,829% Bauausführung 5.2.1 Baustelle / Bauprozess 74,0 0,705% 5.2.2 Qualitätssicherung der Bauausführung 100,0 1,429% 5.2.3 Systematische Inbetriebnahme 75,0 1,071% Gesamterfüllungsgrad GS MS Ost: Zielvorgaben (vorab, optional) 01.07.2016 Punktzahl Gesamt- bewertung © BMVBS 08.07.2016 1/1
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Vorlage V/1139/2016 – Anlage 3
Beschlussvorlage
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V/1139/2016 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Immobilienmanagement Betrifft Errichtung der 2. Städtischen Gesamtschule - Ergebnis des Wettbewerbes für Architekten und Landschaftsarchitekten - Durchführung einer Zertifizierung nach den Kriterien des „Bewertungssystems Nachhaltiges Bauen (BNB)„ des Bundesbauministeriums Beratungsfolge 24.01.2017 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Vorberatung 09.02.2017 Sportausschuss Vorberatung 14.02.2017 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 15.02.2017 Ausschuss für Kinder, Jugendliche und Familien Vorberatung 16.02.2017 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung 22.02.2017 Haupt- und Finanzausschuss Vorberatung 22.02.2017 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Das Ergebnis des nicht offenen Architektenwettbewerbes zur Erlangung eines Vorplanungskon- zeptes für die Errichtung der 2. Städtischen Gesamtschule im Bereich der Manfred-von- Richthofen Str. / Andreas-Hofer Str. wird zur Kenntnis genommen (s. Anlage 1 - Wettbewerbs- dokumentation). 2. Die Verwaltung wird beauftragt, für die Neubauten, Schulgebäude und Sporthalle, der 2. Städti- schen Gesamtschule eine Zertifizierung nach den Kriterien des „Bewertungssystems Nachhalti- ges Bauen (BNB)“ des Bundesbauministeriums durchzuführen mit dem Ziel, die Gebäudenote „Silber“ zu erlangen. II. Finanzielle Auswirkungen: 3. Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Maßnahme Finanzmittel (Baukosten und Beschaf- fungen) in Höhe von 50.150.000 € zur Verfügung stehen. Der Sperrvermerk an der u. g. Finanzstelle wird aufgehoben und die Haushaltsmittel werden zur Auszahlung freigegeben. Vorlagen-Nr.: V/1139/2016 Auskunft erteilt: Frau Kremer Ruf: 492-2415 E-Mail: KremerIngrid@stadt-muenster.de Datum: 16.01.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/1139/2016 4. Zur Begleitung des Bauvorhabens wird eine ‚Baubegleitende Kommission‘ eingesetzt, über deren Zusammensetzung der Rat entscheidet. Ihre Aufgabe ist ein stetiges Controlling der Baukosten. Eine nachträgliche Veränderung von Raumprogrammen währe nd der Bauphase wird ausg e- schlossen. 5. Die o. g. Sachentscheidung ist wie folgt zu finanzieren: II. Finanzielle Auswirkungen: Teilfinanzplan Nr. Bezeichnung HH Jahr Betrag € Bemerkun- gen Produktgrup- pe 0301 Leistungen für Schulen Investitions- maßnahme 4490 Zweite städtische Gesam t- schule Auszahlungen für Ba u- maßnahmen bereit- gestellt bis inkl. 2016 1.500.000 2017 13.800.000 2018 15.600.000 2019 15.400.000 2020 1.200.000 gesamt 47.500.000 Auszahlungen für den E r- werb von beweglichem Anlagevermögen bereit- gestellt bis inkl. 2016 350.000 2017 700.000 2018 1.000.000 2019 600.000 gesamt 2.650.000 Auszahlungen für Bau- maßnahmen gesamt 47.500.000 Auszahlungen für den Erwerb von beweglichem Anlagevermögen gesamt 2.650.000 Maßnahme insgesamt 50.150.000 - 3 - V/1139/2016 Begründung: Mit der Vorlage V/0778/2014 wurde dem Ausschuss für Schule und Weiterbildung am 21.10.2014 ein Sachstandsbericht zur Projektentwicklung der 2. Städt. Gesamtschule vorgelegt. Anhand einer Mas- senstudie des Amtes für Immobilienmanagement wurde dargelegt, dass das für eine 6-zügige Ge- samtschule erforderliche Raumprogramm unter Einbeziehung der Gebäude der Fürstin-von-Gallitzin Schule sowie des Grundstücks der Oberfinanzdirektion und weiterer, dazwischen liegender städti- scher Flächen (Karateschule Shotokan) realisierbar ist. Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 25.03.2015 (Vorlage V/0016/2015) in Grundzü- gen die Errichtung einer zweiten städtischen Gesamtschule mit sechs Zügen am Standort Manfred- von-Richthofen Str. / Andreas-Hofer Str. zum Schuljahr 2016/2017 beschlossen und die Verwaltung u. a. beauftragt, die Auslobung eines Architektenwettbewerbes im 1. Quartal 2016 vorzubereiten. In seiner Sitzung am 11.11.2015 hat der Rat der Stadt Münster den Beschluss zu den Rahmenbedi n- gungen für den Aufbau der 2. Städtischen Gesamtschule gefasst (Vorlagen V/0807/2015 und V/0807/2015/1). Der Rat hat in seiner Sitzung am 16.12.2015 (Vorlagen V/0830/2015, V/0830/2015/1 und V/0830/2015/2) beschlossen, zur Erlangung eines Vorplanungskonzeptes für den Neubau der 2. Städtischen Gesamtschule sowie einer 2-gruppigen in die Schule integrierten Kita in Münster im Be- reich der Manfred-von-Richthofen Str. / Andreas-Hofer Str. einen nicht offenen Architektenwettbewerb nach der RPW 2013 (Richtlinie für Planungswettbewerbe) durchzuführen. Der Wettbewerb richtete sich an Architektinnen und Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Land- schaftsarchitektinnen bzw. Landschaftsarchitekten. Es wurde zur Kenntnis genommen, dass die Preisträger des Wettbewerbes zur Teilnahme an einem Vergabeverfahren zur Beauftragung der Leistungen der Architekten und Landschaftsarchitekten entsprechend der Verdingungsordnung für Freischaffende (VOF) aufgefordert werden. Die durch die zusätzliche Integration der zweigruppigen Kita in den Baukomplex der Gesamtsch ule, einschließlich der erforderlichen Außenanlagen, ausgelösten Kosten in Höhe von 1.320.000 € wurden zur Kenntnis genommen. Zu 1: Ergebnis des Wettbewerbsverfahrens Aufgrund der europaweiten Veröffentlichung des Wettbewerbs gingen 105 Bewerbungen zur Teil- nahme fristgerecht ein. Hiervon wurden 26 Büros ausgelost, die neben den 9 von Seiten der Stadt Münster vorab gesetzten Büros (Vorlagen V/0831/2015, V/0831/2015/1) zur Teilnahme aufgefordert wurden. 30 Arbeiten wurden eingereicht. Das Preisgericht hat in seinen Sitzungen am 25.und 26.08.2016 den 1. Preis an die Arbeitsgemein- schaft des Architekturbüros Farwick und Grote aus Ahaus mit dem Büro Club L94 Landschaftsarchi- tekten vergeben und empfohlen, diese mit den Planungen zu beauftragen. Der Wettbewerbsentwurf sieht ein zweigeschossiges Schulgebäude in Holzbauweise vor. Vorge- schlagen wird eine semi-industrielle Vorfertigung der Bauelemente, die eine hohe Fertigungsqualität ermöglichen und Bauzeit reduzieren soll. Die Materialität setzt sich im äußeren und inneren Erschei- nungsbild fort, um den Nachhaltigkeitsaspekt auch für die Schülerinnen und Schüler erlebbar und nachvollziehbar zu machen und der Schule eine adäquate, angenehme und warme Lernatmosphäre zu verleihen. Die Kita wird im Bestandsgebäude der Fürstin-von Gallitzin Schule angeordnet. Weitere Hinweise zum Wettbewerb sind der Anlage 1 - Wettbewerbsdokumentation zu entnehmen. Zum Ergebnis des o. g. Vergabeverfahrens und zur Beauftragung der Architekten und Landschaftsar- chitekten wird eine gesonderte, nicht öffentliche Vorlage vorgelegt. - 4 - V/1139/2016 Zu 2: Durchführung einer BNB-Zertifizierung Entsprechend den Gebäudeleitlinien der Stadt Münster kann für Bauvorhaben mit öffentlicher Nut- zung eine Zertifizierung nach den Kriterien des „Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB)“ des Bundesbauministeriums durchgeführt werden. Die demnach im Zuge des Errichtungsbeschlusses zu treffende Entscheidung wird mit dieser Vorlage eingeholt. Ziel ist die Zertifizierung der Neubauten der Gesamtschule mit der Gebäudenote „Silber“ nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) für den Bau von Unterrichtsgebäuden. Das Bewertungssystem umfasst die Hauptkriteriengruppen „Ökologische Qualität“ (22,5%), „Ökono- mische Qualität“ (22,5%), „Soziokulturelle und funktionale Qualität“ (22,5%), „Technische Qualität“ (22,5%) und „Prozessqualität“ (10%). (siehe Anlage 3: Bewertungsscala, Schutzziele) Zertifizierte Gebäude werden allgemein als „Green Buildings“ bezeichnet. Darunter sind Gebäude zu verstehen, bei denen im Vergleich zu herkömmlichen Gebäuden die Ressourceneffizienz in den Be- reichen Energie, Wasser und Materialeinsatz erhöht ist, wobei gleichzeitig die schädlichen Auswir- kungen auf Umwelt und Gesundheit reduziert werden. Eine ganzheitliche Gebäudeoptimierung soll im gesamten Lebenszyklus erreicht werden. Die besondere Bedeutung der Nachhaltigkeit gerade für Schulgebäude formuliert das Bundesministe- rium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unter dem Aspekt des nachhaltigen Planens und Bauens wie folgt: „Gelungene Unterrichtsgebäude unterstützen die Lehre und befördern das baukulturelle Verständnis. Als prägende Bestandteile in den Quartieren sowie als Lern- und Lebensräume für eine Vielzahl von Menschen haben sie eine hohe gesellschaftliche Relevanz. Deshalb ist für Unterrichtsgebäude eine hochwertige Gebäudequalität außerordentlich bedeutsam, um eine langfristige und qualitativ hoch- wertige Nutzung unter Berücksichtigung ökologischer, ökonomischer und soziokultureller Ziele zu ermöglichen.“ Mit der Zertifizierung für die Neubauten der 2. Städtischen Gesamtschule greift die Stadt Münster als Bauherr die Vorbildfunktion des Bundes auf, die Nachhaltigkeit in komplexen Planungsprozessen erfolgreich in öffentliche Gebäude umzusetzen. Es wird die Chance genutzt, Schülerinnen und Schü- lern während ihres Schullebens in „ihrer Schule“ das Prinzip der Nachhaltigkeit, nach dem nicht mehr verbraucht werden darf, als jeweils nachwachsen, sich regenerieren, künftig wieder bereitgestellt werden kann, nahe zu bringen. In Münster wurden bereits ein Gebäude der Stadtwerke (Items-Gebäude, Hafenweg, Note „Gold“) sowie das Gebäude „Portal 10“ eines privaten Investors am Albersloher Weg mit Erfolg zertifiziert. Um das nachhaltige Planen, Bauen, Nutzen und Betreiben voran zu bringen, hat das BMUB Quali- tätsvorgaben erarbeitet, die im Leitfaden Nachhaltiges Bauen (BNB) für den Bau von Unterrichtsge- bäuden und insbesondere in Steckbriefen, dargelegt sind. Bereits im Wettbewerbsverfahren wurden die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass ein Zertifizie- rungsverfahren mit der Gebäudenote „Silber“ angestrebt wird und darum gebeten, sich über die An- forderungen eines entsprechenden Verfahrens, insbesondere die BNB-Steckbriefe „Unterrichtsge- bäude“ kundig zu machen sowie sich u. a. den Aspekten Wirtschaftlichkeit , Ansprüche der künftigen Nutzer an Gesundheit, Behaglichkeit und Komfort, Energieeffizienz, Einsatz innovativer Baustoffe und Techniken, öffentliche Zugänglichkeit, Barrierefreiheit, Sicherheit, Schallschutz, Tageslicht, Raumkli- ma, Flächeneffizienz, Nutzungsflexibilität, Lebenszykluskosten, Vandalismus-Prävention und städte- bauliche Integration zu widmen. Im Rahmen von verwaltungsinternen Workshops im April und Juli 2016 wurden unter der Leitung einer externen BNB - Auditorin anhand der o. g. BNB-Steckbriefe Zielgrößen für die Gebäudenote „Silber“ definiert. Aufgrund der Erfahrungen der beteiligten Mitarbeiter städtischer Fachämter wurde der Fokus darauf gelegt, die Ziele bei angemessenem und leistbarem Aufwand realistisch erreichen zu können (Zielgrößentabelle siehe Anlage 2) und daher die Gebäudenote „Silber“ anzustreben (mög- liche Noten: Bronze, Silber, Gold). Für die Gebäudenote „Silber“ müsste gemäß der Bewertungsscala (Anlage 3) ein Gesamterfüllungsgrad von mindestens 65 % erreicht werden. Angestrebt werden zu- - 5 - V/1139/2016 nächst 72,5 % (siehe Zielgrößentabelle in Anlage 2) falls Einzelkriterien nicht oder nur mit unverhält- nismäßig großem Aufwand in dem jeweils angesetzten Grad erfüllt werden können. Zugrunde gelegt wurde der bei den Neubaumaßnahmen bereits definierte Standard gemäß den Ge- bäudeleitlinien. Der besondere Aufwand für die Projektbeteiligten ergibt sich insbesondere durch die erforderlichen Prüfungen, Nachweise und Simulationen zur Erfüllung der in den Zielvorgaben definierten Nachhal- tigkeitskriterien. Zu 3: Finanzierung und Kosten Das Zertifizierungsverfahren wird durch eine/n Auditor/in begleitet, der/die u. a. die Abstimmung mit der Zertifizierungsstelle übernimmt. Die Honorarkosten in Höhe von ca. 45.000 € sind in den zur Ver- fügung stehenden Finanzmitteln in Höhe von 50.150.000 € enthalten. Besondere Gebäudestandards aufgrund der üblichen Anwendung der Gebäudeleitlinien für Neubau- ten wurden in der Schätzung der Bauwerkskosten bereits berücksichtigt. Von wesentlichen ggf. dar- über hinausgehende Investitionskostenerhöhungen durch die Zertifizierung (z. B. höherwertige Baumaterialien, erhöhter Standard der thermischen Behaglichkeit …) ist z. Zt. nicht auszugehen. Mit dem Beschluss des Rates am 11.11.2015 zur Vorlage V/0807/2015/1 wurden gem. Pkt. 6.3 die Mittel für die Gesamtschule für die Haushaltsjahre 2017 ff. mit einem S perrvermerk versehen. Nach Abschluss des Architektenwettbewerbs und des VOF – Verfahren sollten auf Basis des ausgewäh l- ten Entwurfs Varianten zur Kostenreduzierung (keine Alternativplanungen) erarbeitet werden. Im Rahmen des Architektenwettbewerbes wurden durch die teilnehmenden Büros 30 Entwürfe vo r- gelegt, die auf der Grundlage der Aufgabenstellung Varianten aufzeigen, u. a. zur Wirtschaf tlichkeit. Im Nachgang zum Wettbewerb wurde eine gutachterliche Kostenermittlung für die Entwürfe der ers- ten drei Preist räger erstellt. Der Entwurf (1. Preis) des Büros Farwick und Grote, Architekten, und des Büros Club L94, Landschaftsarchitekten, ist im Vergleich der Kennzahlen der wirtschaftlichste. Er zeichnet sich im Vergleich zu den anderen Entwürfen insbesondere au fgrund seiner sparsamen Bemessung der Bruttogeschossflächen unter Berücksichtigung des g eforderten Raumprogramms aus und lässt eine wirtschaftliche Realisierung erwarten. Die Bearbeitung weiterer Varianten ist d a- rum nicht zie lführend. Die Konkretisierung der Entwurfsplanung erfolgt u. a. unter dem Aspekt der weiteren Kostenoptimierung. Zu 4. Nach der Entscheidung des Rates bzw. des Hauptausschusses zu den Vorlagen bzgl. der Zusti m- mung zum Wettbewerbsergebnis und der Entsche idung zur Nachhaltigkeitszertifizierung (diese Vo r- lage) und zur Architektenbeauftragung (Vorlage V/0028/2017) ist die Einrichtung der „Baubegleite n- den Kommission“ (Beschluss zur Vorlage V/0807/2015/1) vorgesehen in Abstimmung mit den Frakt i- onen und Vertretern der Verwaltung. I. V. gez. Peck Stadtrat Anlagen Anlage 1 – Wettbewerbsdokumentation Anlage 2 – Zielvorgaben BNB Zertifizierung Anlage 3 – Schutzziele, Bewertungsscala
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ohne Beschlussfassung geschoben
Zur SitzungOrte (5)
- Andreas-Hofer-Straße
- Mauritz-Lindenweg
- Hafenweg
- Albersloher Weg 33
- Manfred-von-Richthofen-Straße
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Details
- Aktenzeichen
- V/1139/2016
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 22.12.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37