A-R/0003/2016
Für mehr Lebensqualität: ÖPNV stärken und Attraktivität emmissionsfreier Fortbewegung erhöhen!
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a-r-0003-2016-Für mehr Lebensqualität-ÖPNV stärken
3184 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0003/2016
Weseler Str. 19-21
48151 Münster
Tel. 0251 76026743
Fax 0251 76023830
gruppe@orange-ratms.de
Ratsantrag
Münster, den 28.01.2016
Für mehr Lebensqualität:
ÖPNV stärken und Attraktivität emmissionsfreier Fortbewegung
erhöhen!
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, zusammen mit den Stadtwerken Münster
Maßnahmen zu entwickeln, welche geeignet sind, den stark zunehmenden
motorisierten individuellen Verkehr (MIV) in die Münsteraner Innenstadt (Pendler)
zum Umstieg auf den ÖPNV oder emissionsfreie Fortbewegungsmittel zu bewegen.
Hierbei sind insbesondere
a) die Einführung einer Umweltabgabe für Unternehmen
sowie
b) die Einführung eines verpflichtenden Umweltbustickets für Pendler
als auch
c) die Einführung einer Umweltabgabe auf öffentliche und private Kunden- bzw.
Mitarbeiter-Stellplätze
unter dem Aspekt der Kompensation von Schäden z.B. durch erhöhte Schadstoff-
und Lärmemissionen auf ihre rechtliche und finanzielle Umsetzbarkeit hin zu prüfen.
Ziel ist es, zusätzliche finanzielle Mittel zu generieren, um die Umweltbelastung
insgesamt z.B. durch Verbesserung des Regionalbusverkehrs, durch vermehrten
Einsatz von Elektrobussen und durch die Steigerung der Attraktivität des
Radwegenetzes zu senken.
Begründung:
Derzeit nutzen die Münsteraner zu rund 71% die Angebote des Umweltverbundes,
während die Pendler zu 81% mit ihren privaten Kfz die Innenstadt ansteuern.
Laut Aussage der Stadtwerke macht sich überdies der Preisverfall bei Benzin und
Diesel bei der weiteren Zunahme der Pendlerströme im Motorisierten
Individualverkehr (MIV) und dem Rückgang der Nutzer im ÖPNV deutlich bemerkbar.
Dies geht einher mit einer weiteren Zunahme der Belastung der Innenstadt mit allen
Risiken, die vom MIV ausgehen.
Dies erfordert im Sinne des Erhaltes der Lebensqualität in der Stadt ein Umsteuern
und die stärkere Beteiligung der Pendler an den Kosten der Umstrukturierung. Die
zusätzlich generierten Einnahmen sollen ausschließlich in eine Verbesserung der
Infrastruktur des Umweltverbundes in Münster, aber auch in der Region fließen.
Auch in Münster gibt es Messstellen, an denen die Schadstoffbelastung der Luft hoch
ist und Grenzwerte überschritten werden (Beispiele Weseler Str. & Bült).
Aber auch ohne Grenzwerte zu überschreiten, bedeutet jede zusätzliche Belastung
eine Minderung der Lebensqualität der Einwohner dieser Stadt.
Angesichts leerer Kassen und der erheblichen Vorleistungen, welche unsere
Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten erbracht hat, ist es an der Zeit für den
Erhalt der Lebensqualität in Münster finanzielle Mittel nach dem Verursacherprinzip
einzufordern.
Sollten, und das erwarten wir, geeignete Maßnahmen gefunden werden, den MIV zu
mindern, dient das am Ende nicht nur den Münsteranern, sondern auch den
verbleibenden Pendlern, die auf die Benutzung ihres Kfz nicht verzichten wollen,
bzw. angewiesen sind: Auch bei ihnen steigt die Lebensqualität durch Zeitersparnis
und Nervenschonung.
Gez.
Piraten – Ratsherr Johannes Schmanck
ÖDP – Ratsherr Franz Pohlmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Weseler Straße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0003/2016
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 28.01.2016
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37