2624/2024
Bevölkerungsbewegungen in Köln 2023 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Dezernat, Dienststelle IX/153/1 Vorlagen-Nummer 19.09.2024 2624/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 08.10.2024 Wirtschaftsausschuss 10.10.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.10.2024 Stadtentwicklungsausschuss 07.11.2024 Bevölkerungsbewegungen in Köln 2023 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge Der vorliegende Bericht beleuchtet die jährlichen Bevölkerungsbewegungen, die für die Fort- schreibung der amtlichen Bevölkerungszahl genutzt werden. Der Fokus liegt auf den jüngsten Bewegungen in Köln während des Jahres 2023, jeweils im Vergleich zu den vorangegange- nen zehn Jahren. Im Jahr 2023 starben mehr Menschen in Köln als geboren wurden (-1 482). Die Zahl der Ge- burten sank 2023 im Vergleich zu 2022 weiter auf 9 099 (-7,3 %) während die Sterbefälle leicht auf 10 581 zurückgingen (-0,9 %). Da im Jahr 2023 jedoch mehr Menschen nach Köln zugezogen als von Köln fortgezogen sind, ist die Zahl der Kölnerinnen und Kölner trotz rück- läufiger natürlicher Bevölkerungsentwicklung gestiegen. Die Zuzüge nach Köln insgesamt gin- gen zwar im Vergleich zu 2022 – dem Ausnahmejahr mit vielen Zuziehenden aus der Ukraine – um rund 8 000 deutlich auf 58 189 zurück (-12,3 %) und die Fortzüge blieben mit 53 690 (+0,9 %) relativ konstant, woraus dennoch weiter ein Wanderungsplus von 4 499 resultierte. 2 Grafik 1: Bevölkerungsbewegungen in Köln 2013 bis 2023 Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistik und Informationsmanagement) Mit Blick auf die Altersgruppen waren wie in der Vergangenheit vor allem Wanderungsge- winne bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und unter 30 Jahren (Saldo: +10 106) für das Be- völkerungswachstum in Köln ausschlaggebend. Hinsichtlich der Herkunftsregion sorgten die Zuzüge aus dem Ausland für das Wanderungs- plus. Sie gingen zwar im Vergleich zu 2022 deutlich um fast 7 000 auf 21 244 zurück, übertra- fen aber die die Fortzüge dorthin (7 275) weiter am stärksten (Saldo: +13 969). Die Zahl der nichtdeutschen Zuziehenden sank entsprechend im Jahr 2023 auf 27 880. Die deutschen Zu- ziehenden (30 309) machten damit wieder mehr als die Hälfte der Zuziehenden aus (52,1 %). Die stärkste ausländische Zuzugsgruppe blieben 2023 wie im Vorjahr die Ukrainer*innen (2 893), gefolgt von Türk*innen (2 556) und Syrer*innen (2 193). Im Jahr 2023 gab es mit 3 672 Einbürgerungen einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der eingebürgerten Personen insgesamt ist in Köln weiter angestiegen: 149 536 Personen im Jahr 2023. Die meisten Fortzüge aus Köln erfolgten nicht mehr wie in früheren Jahren in die angrenzende Wohnungsmarktregion (13 576), sondern in weiter entfernte Regionen in Nordrhein-Westfalen (15 715). Der Anteil der Kinder an allen Fortziehenden in die Wohnungsmarktregion war mit 16,1 Prozent überdurchschnittlich hoch (Durchschnitt: 13 %), während es in das übrige Nord- rhein-Westfalen und das übrige Bundesgebiet mit einem Anteil von 40,2 beziehungsweise 43,8 Prozent überdurchschnittlich viele junge Erwachsene zwischen 18 und unter 30 Jahre (Durchschnitt: 36 %) zog. Weiterhin, wenngleich mit sinkender Tendenz, verzeichnete Köln das größte Wanderungsmi- nus mit dem angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (-2 144). Wanderungsgewinne wurden dagegen mit weiter entfernten Kreisen und kreisfreien Städten erzielt. Das stärkste Wanderungsplus gab es mit der Stadt Aachen (+364). 58 189 53 690 4 499 - 20 000 - 10 000 10 000 20 000 30 000 40 000 50 000 60 000 70 000 80 000 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo Zu- und Fortzüge 3 Hinweise zu den Kölner Bevölkerungszahlen Alle Auswertungen in diesem Bericht beziehen sich auf die wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Datengrundlage ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres. Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungsbewegun- gen in Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungsmotiven, Er- werbstätigkeit, Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese Informationen nicht im Melderegister enthalten sind. Auch ist es nicht möglich, die Be- wegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen (Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden. Grundsätzlich muss zwischen der amtlichen Bevölkerungszahl, sowie deren Fortschreibung und der stichtagsbezogenen Auswertung der kommunalen Melderegister unterschieden wer- den. Die amtliche Bevölkerungszahl basiert zwar auf den Einträgen in den Kommunalen Mel- deregistern, wird aber durch regelmäßige Volkzählungen (seit 2011 der Zensus genannt) vali- diert. Die letzte Validierung erfolgte mit dem Zensus 2022. Abweichungen zwischen amtlicher Bevölkerungszahl und stichtagsbezogener Auswertung des Melderegisters sind vor diesem Hintergrund unvermeidlich. Danach lag die amtliche Be- völkerungszahl von Köln, die alle Personen mit Hauptwohnsitz in der Stadt abbildet, zum Stichtag 15. Mai 2022 bei 1 017 355 Einwohnerinnen und Einwohnern; ein Plus von 11 580 Einwohnerinnen und Einwohnern gegenüber dem Zensus 2011. Die amtliche Bevölkerungs- zahl ist seit 2011 also weiter gestiegen, liegt aber um rund 7 Prozent unter der Zahl, die sich aus dem städtischen Melderegister ergibt. Das Ergebnis des Zensus ist die Basis für die Fortschreibung der amtlichen Bevölkerungs- zahl. Auf Basis der im Zensus ermittelten Zahl wird der Bevölkerungsstand monatlich fortge- schrieben, das heißt, Geburten und Zuzüge werden addiert, Sterbefälle und Fortzüge werden abgezogen. Der vorliegende Bericht beleuchtet die jährlichen Bevölkerungsbewegungen, die für die Fortschreibung der amtlichen Bevölkerungszahl genutzt werden. Gez. Haack Anlagen Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik (2024): Bevölkerungsbewegungen in Köln 2023 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge. Kölner Statistische Nachrichten 12/2024.
KSN_12_2024_Bevoelkerungsbewegungen_2023
34593 Zeichen
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Bevölkerungsbewegungen
in Köln 2023
Wanderungsplus trotz Rückgang
der Zuzüge
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Zusammenfassung
Die Entwicklung der Anzahl an Kölnerinnen und Kölnern hängt von den Geburten und Sterbefällen
(natürliche Bevölkerungsbewegungen) in Köln und vor allem von den Wanderungsbewegungen
(Zu- und Fortzüge) ab. Der vorliegende Bericht beleuchtet diese Bewegungen in Köln während des
Jahres 2023 im Detail und im Vergleich zu den letzten zehn Jahren.
2023 starben mehr Menschen in Köln als geboren wurden (-1 482). Die Zahl der Geburten sank
2023 im Vergleich zu 2022 weiter auf 9 099 (-7,3 %) während die Sterbefälle leicht auf 10 581 zu-
rückgingen (-0,9 %). Mit 1,06 Kindern pro Frau lag die zusammengefasste Geburtenziffer auf dem
niedrigsten Wert in Köln seit jeher. Da im Jahr 2023 jedoch mehr Menschen nach Köln zugezogen
als von Köln fortgezogen sind, ist die Zahl der Kölnerinnen und Kölner trotz rückläufiger natürlicher
Bevölkerungsentwicklung gestiegen. Mit Blick auf die Altersgruppen waren wie in der Vergangen-
heit vor allem Wanderungsgewinne bei jungen Erwachsenen zwischen 18 und unter 30 Jahren
(Saldo: +10 106) für das Bevölkerungswachstum in Köln ausschlaggebend.
Die Zuzüge nach Köln insgesamt gingen zwar im Vergleich zu 2022 – dem Ausnahmejahr mit vielen
Zuziehenden aus der Ukraine – um rund 8 000 deutlich auf 58 189 zurück (-12,3 %) und die Fort-
züge blieben mit 53 690 (+0,9 %) relativ konstant, woraus dennoch weiter ein Wanderungsplus von
4 499 resultierte. Ausschlaggebend für dieses Wanderungsplus waren mit Blick auf die Herkunftsre-
gion die Zuzüge aus dem Ausland, die zwar im Vergleich zu 2022 deutlich um fast 7 000 auf 21 244
zurückgingen, aber die die Fortzüge dorthin (7 275) weiter am stärksten übertrafen (Saldo:
+13 969). Die Zahl der nichtdeutschen Zuziehenden sank entsprechend im Jahr 2023 auf 27 880.
Die deutschen Zuziehenden (30 309) machten damit wieder mehr als die Hälfte der Zuziehenden
aus (52,1 %). Die stärkste ausländische Zuzugsgruppe blieben 2023 wie im Vorjahr die Ukrainer*in-
nen (2 893), gefolgt von Türk*innen (2 556) und Syrer*innen (2 193). Im Jahr 2023 gab es mit 3 672
Einbürgerungen einen neuen Höchststand. Auch die Zahl der eingebürgerten Personen insgesamt
ist in Köln weiter angestiegen: 149 536 Personen im Jahr 2023.
Die meisten Fortzüge aus Köln erfolgten nicht mehr wie in früheren Jahren in die angrenzende
Wohnungsmarktregion (13 576), sondern in weiter entfernte Regionen in Nordrhein-Westfalen
(15 715). Der Anteil der Kinder an allen Fortziehenden in die Wohnungsmarktregion war mit 16,1
Prozent überdurchschnittlich hoch (Durchschnitt: 13 %), während es in das übrige Nordrhein-West-
falen und das übrige Bundesgebiet mit einem Anteil von 40,2 beziehungsweise 43,8 Prozent über-
durchschnittlich viele junge Erwachsene zwischen 18 und unter 30 Jahre (Durchschnitt: 36 %) zog.
Weiterhin, wenngleich mit sinkender Tendenz, verzeichnete Köln das größte Wanderungsminus mit
dem angrenzenden Rhein-Erft-Kreis (-2 144). Wanderungsgewinne wurden dagegen mit weiter ent-
fernten Kreisen und kreisfreien Städten erzielt. Das stärkste Wanderungsplus gab es mit der Stadt
Aachen (+364).
Diese Publikation enthält einen Datenanhang im Excel-Format mit den Zahlen zu allen dargestellten
Grafiken, Tabellen und Karten.
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Grundsätzliches zu den Kölner Bevölkerungszahlen
Alle Auswertungen zu den Bevölkerungsbewegungen in diesem Bericht beziehen sich auf die
wohnberechtigte Bevölkerung (Personen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Köln). Datengrundlage
ist das Melderegister der Stadt Köln mit Stand 31.12. des jeweiligen Jahres.
Der vorliegende Bericht dient der rein deskriptiven Beschreibung der Bevölkerungsbewegungen in
Köln. Es können dabei keine Aussagen zu beispielsweise Wanderungsmotiven, Erwerbs-
tätigkeit, Bildungsabschluss der zu- und fortziehenden Personen getroffen werden, da diese
Informationen nicht im Melderegister enthalten sind.
Auch ist es nicht möglich, die Bewegungsdaten der Stadt Köln mit Daten anderer Quellen
(Beispiel: Bundesagentur für Arbeit) zu verschneiden.
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Amtliche Bevölkerungszahl versus Einwohnerbestand im Melderegister
Grundsätzlich muss zwischen der amtlichen Bevölkerungszahl sowie deren Fortschreibung und
der stichtagsbezogenen Auswertung der kommunalen Melderegister unterschieden werden.
Die amtliche Bevölkerungszahl basiert zwar auf den Einträgen in den kommunalen Melderegistern,
wird aber durch regelmäßige Volkzählungen (seit 2011 Zensus genannt) validiert. Die Validierung
der Melderegister basierte im letzten Zensus, dem Zensus 2022, auf
• Hochrechnungen aus einer Stichprobenbefragung von Haushalten (basierte in Köln auf circa
10 Prozent der Bevölkerung),
• einer Vollerhebung von Personen, die in sogenannten Sonderbereichen (zum Beispiel in
Studierendenwohnheimen oder Pflegeheimen) untergebracht sind,
• sowie einer Prüfung aller Melderegister deutschlandweit auf Mehrfachanmeldungen und
entsprechender Löschung von Duplikaten.
Abweichungen zwischen amtlicher Bevölkerungszahl und stichtagsbezogener Auswertung des
Melderegisters sind daher unvermeidlich. Dennoch bleibt der Einwohnerbestand des Melderegisters
die zentrale Planungs- und Handlungsgrundlage der Verwaltung, da nur das Melderegister klein-
räumige, zum Beispiel stadtteilbezogene, Auswertungen ermöglicht. Eine wichtige Aufgabe des
Meldewesens ist daher die regelmäßige Registerbereinigung, um die Differenz zwischen amtlicher
Bevölkerungszahl und Einwohnerbestand möglichst gering zu halten.
Gut zwei Jahre nach der Durchführung des Zensus 2022 haben das Bundesamt für Statistik und die
statistischen Landesämter am 25. Juni 2024 die ersten Ergebnisse bekanntgegeben.
Danach lag die amtliche Bevölkerungszahl von Köln, die alle Personen mit Hauptwohnsitz in der
Stadt abbildet, zum Stichtag 15. Mai 2022 bei 1 017 355 Einwohnerinnen und Einwohnern; ein
Plus von 11 580 Einwohnerinnen und Einwohnern gegenüber dem Zensus 2011. Die amtliche
Bevölkerungszahl ist seit 2011 also weiter gestiegen, liegt aber um rund 7 Prozent unter der Zahl,
die sich aus dem städtischen Melderegister ergibt. Aufgrund des Volkszählungsurteils des Bundes-
verfassungsgerichtes von 1983 dürfen die im Zensus festgestellten Auffälligkeiten einzelner
Einträge jedoch nicht in das Melderegister übernommen werden (so genanntes Rückspielverbot).
Das Ergebnis des Zensus ist die Basis für die Fortschreibung der amtlichen Bevölkerungszahl.
Auf der im Zensus ermittelten Zahl wird der Bevölkerungsstand monatlich fortgeschrieben, das
heißt, Geburten und Zuzüge werden addiert, Sterbefälle und Fortzüge werden abgezogen. Die
Informationen über die Geburten und Sterbefälle werden von den Standesämtern geliefert und die
Grunddaten der Wanderungsstatistik (also die An- und Abmeldungen) stammen aus dem
kommunalen Melderegister.
Der vorliegende Bericht beleuchtet die jährlichen Bevölkerungsbewegungen, die für die Fort-
schreibung der amtlichen Bevölkerungszahl genutzt werden. Der Fokus liegt auf den jüngsten
Bewegungen in Köln während des Jahres 2023, jeweils im Vergleich zu den vorangegangenen
zehn Jahren.
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Weiter deutlich mehr Sterbefälle als Geburten
Seit 2022 ist ein deutlicher Rückgang der Geburten zu beobachten (Grafik 1). Die Kölner Entwick-
lung entspricht hierbei dem deutschlandweiten Trend, wonach die Geburtenzahl in 2022 im Ver-
gleich zum Vorjahr um 7,1 Prozent und in 2023 im Vergleich zu 2022 um 6,2 Prozent sank.1
• Die Zahl der Geburten in Köln sank 2023 weiter um rund 700 auf 9 099 (-7,3 %).
• Die Sterbefälle gingen um rund 100 leicht auf 10 581 zurück (-0,9 %).
• Zum zweiten Mal in Folge starben mehr Menschen in Köln als geboren wurden (-1 482), zu-
vor gab es zuletzt im Jahr 2005 mehr Sterbefälle als Geburten.
Grafik 1: Geburten und Sterbefälle 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________________
9 811
9 099
10 682
10 581
- 871
- 1 482
- 4 000
- 2 000
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
12 000
14 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Geburt Sterbefall Saldo
________________________________
________________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
1 Statistisches Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Geburten/geburten-
aktuell.html (abgerufen am 02.08.2024).
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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• Als Folge des Geburtenrückgangs ist in den letzten beiden Jahren auch die zusammen-
gefasste Geburtenziffer2 zurückgegangen (Grafik 2). Sie lag 2023 auf dem niedrigsten Wert
seit jeher in Köln mit 1,06 Kindern pro Frau im Alter zwischen 15 und 49 Jahren.
• Dabei ist die Geburtenziffer sowohl von nichtdeutschen (1,29) als auch deutschen (1,01)
Frauen in 2023 weiter zurückgegangen und ist in den 2020er Jahren angeglichener als
zuvor.
• Die höchste Geburtenziffer insgesamt lag in den letzten zehn Jahren bei 1,40 im Jahr 2016.
Der höchste Wert für die nichtdeutschen Frauen betrug 1,81 im Jahr 2017 und 1,29 für die
deutschen Frauen im Jahr 2015.
Grafik 2: Zusammengefasste Geburtenziffer nach Nationalität 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________________
1,40
1,32
1,15
1,06
1,29 1,28
1,09 1,01
1,81
1,54
1,41
1,29
0,60
0,80
1,00
1,20
1,40
1,60
1,80
2,00
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
insgesamt deutsch nicht-deutsch
________________________________________________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
2 Die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR: total fertility rate) gibt die durchschnittliche Zahl der Kinder an, die eine
Frau vom 15. bis 49. Lebensjahr (lebend) zur Welt bringt. Grundlage sind Frauen mit Hauptwohnung in Köln.
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Zweites Jahr mit Wanderungsplus
Das Bevölkerungsplus der Stadt Köln im Jahr 2023 ist ausschließlich auf die Wanderungen zurück-
zuführen, hier gab es mehr Zuzüge als Fortzüge. Diese Wanderungsbewegungen über die Kölner
Stadtgrenze unterlagen in den letzten zehn Jahren deutlichen Schwankungen (Grafik 3). Dies betraf
vor allem die Zuzüge:
• Die Zuzüge sanken im Vergleich zum Vorjahr um rund 8 000 auf 58 189. 2022 war jedoch
ein Ausnahmejahr mit vielen Zuziehenden aus der Ukraine. So lag denn auch die Zuzugs-
zahl 2023 nur leicht unter dem Schnitt der letzten zehn Jahre (2013 bis 2022: 58 794), der
die hohen Zuzugszahlen von Flüchtlingen in den Jahren 2015 und 2016 sowie 2022 mit um-
fasst.
• Die Fortzüge blieben mit 53 690 im Vergleich zum Vorjahr (53 186) relativ konstant und la-
gen leicht unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre (2013 bis 2022: 54 616), was unter
dem Strich in Köln zu einem Wanderungsplus (mehr Zuzüge als Fortzüge) von 4 499 führte.
Grafik 3: Zuzüge und Fortzüge 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
58 189
53 690
4 499
- 20 000
- 10 000
10 000
20 000
30 000
40 000
50 000
60 000
70 000
80 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo Zu- und Fortzüge
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Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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18- bis unter 30-Jährige stabil mit Wanderungsplus
Wie in den meisten Jahren waren die 18- bis unter 30-Jährigen im Jahr 2023 die einzige Alters-
gruppe mit einem Wanderungsplus (+10 106; Grafik 4)
• Das Wanderungsplus dieser jungen Erwachsenen (18 bis unter 30 Jahre) lag ungefähr im
Mittel der Jahre 2013 bis 2022 (+10 397)
• Ausschließlich in Jahren mit vielen „Flüchtlings-Zuzügen“ (2015, 2016, 2022) gab es ein Plus
bei den Kindern (unter 18 Jahre)
Grafik 4: Wanderungssaldo nach Altersgruppen 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
-672
+10 106
- 2 687
-1.259
-634
-355
- 10 000
- 5 000
5 000
10 000
15 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter
________________________________
________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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• Insgesamt gingen die Zuzüge im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent zurück. Über-
durchschnittlich sank vor allem die Zahl der Zuzüge der 60- bis unter 75-Jährigen (-28,3 %),
der unter 18-Jährigen (-28,0 %) sowie der 45- bis unter 60-Jährigen (-23,6 %). Zu beachten
ist dabei, dass im Jahr 2022 die Zuzüge aufgrund des Ukraine-Kriegs auf einem Höchststand
waren (Tabelle 1).
• Bei insgesamt konstant gebliebenen Fortzügen haben 2023 besonders die 18- bis unter
30-Jährigen verstärkt die Stadt verlassen (+8,2 % im Vergleich zu 2022). Mit 19 327 Fort-
zügen lagen sie jedoch immer noch unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre
(2013 bis 2022: 20 239). Die Fortzüge der Kinder verringerten sich in 2023 im Vergleich zu
2022 um genau 660 (-8,7 %).
Tabelle 1: Bewegungen nach Altersgruppen 2023 und 2022
Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo
unter 18 6 285 6 957 - 672 8 735 7 617 +1 118
18 bis unter 30 29 433 19 327 +10 106 30 984 17 864 +13 120
30 bis unter 45 15 187 17 874 -2 687 17 008 18 108 -1 100
45 bis unter 60 4 621 5 880 -1 259 6 046 5 636 + 410
60 bis unter 65 864 1 162 - 298 1 129 1 266 - 137
65 bis unter 75 949 1 285 - 336 1 399 1 323 + 76
75 und älter 850 1 205 - 355 1 061 1 372 - 311
ges amt 58 189 53 690 +4 499 66 362 53 186 +13 176
Altersgruppe
2023 2022
Q
uelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
Kölner Statistische Nachrichten 12/2024 – Wanderungsplus trotz Rückgang der Zuzüge
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Rückgang der Zuzüge aus allen Regionen
In Grafik 5 wird deutlich, dass die Zuzüge aus allen Regionen (Wohnungsmarktregion Köln3,
übriges Nordrhein-Westfalen, übriges Bundesgebiet und Ausland) in 2023 im Vergleich zum Vorjahr
zurückgegangen sind.
• Die Zuzüge aus der Wohnungsmarktregion verzeichneten lediglich einen minimalen Rück-
gang von 0,8 Prozent auf 9 305.
• Aus dem Ausland kam hingegen fast ein Viertel weniger Menschen als im Jahr 2022. Mit
21 244 Zugezogenen lag der Wert dennoch deutlich über dem Schnitt der Jahre 2013 bis
2022 (17 939).
Grafik 5: Zuzüge nach Regionen 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
9 305
14 707
12 933
21 244
5 000
10 000
15 000
20 000
25 000
30 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übrige BRD Ausland
________________________________
________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
3 Zur Wohnungsmarktregion gehören neben Köln: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl,
Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erftstadt, Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen,
Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath,
Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling, Wiehl, Zülpic h.
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Fortzüge in weiteres Nordrhein-Westfalen steigen
Die Fortzüge insgesamt blieben im Jahr 2023 mit 53 690 auf einem fast konstanten Niveau im Ver-
gleich zum Vorjahr (53 186); die Verteilung der Fortzüge auf die Zielregionen entwickelte sich aber
unterschiedlich (Grafik 6):
• Die Zahl der Fortzüge in die angrenzende Wohnungsmarktregion ging im zweiten Jahr in
Folge auf nunmehr 13 576 zurück (-4,5 %). Das ist der niedrigste Wert seit 2015.
• In das weiter entfernte übrige Nordrhein-Westfalen stiegen die Fortzüge dagegen auf 15 715
an.
• Die Fortzüge in das übrige Bundesgebiet befanden sich mit 10 782 auf dem niedrigsten
Stand seit 2004.
Grafik 6: Fortzüge nach Regionen 2013 bis 2022
________________________________________________________________________________________________
13 576
15 715
10 782
7 275
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
12 000
14 000
16 000
18 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Wohnungsmarktregion Köln übriges NRW übrige BRD Ausland
________________________________
________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
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Kinder ziehen mit ihren Familien überdurchschnittlich oft in die Wohnungsmarktregion
• Von allen Kindern, die Köln verließen, blieben über 4 000, also rund zwei Drittel, in Nord-
rhein-Westfalen (inklusive Wohnungsmarktregion). Der Anteil der Kinder an allen Fortziehen-
den in die Wohnungsmarktregion war mit 16,1 Prozent überdurchschnittlich (Durchschnitt
über alle Regionen: 13 %). Gleiches gilt für die Elterngeneration, die 30- bis unter 45-Jähri-
gen, mit 36,3 Prozent (Durchschnitt: 33,3 %) (Grafik 7).
• In das übrige Nordrhein-Westfalen (6 319) und das übrige Bundesgebiet (4 720) zog es da-
gegen mit einem Anteil von 40,2 beziehungsweise 43,8 Prozent überdurchschnittlich viele
junge Erwachsene zwischen 18 und unter 30 Jahren (Durchschnitt: 36 %).
Grafik 7: Fortzüge nach Region und Alter 2023
________________________________________________________________________________________________
2 182 2 161
848 1 072
3 815
6 319
4 720
2 534
4 933
5 168
3 417
2 174
1 558
1 252
1 003
955
655
524
530
403
433
291
264
137
0
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
12 000
14 000
16 000
18 000
Wohnungsmarktregion übriges NRW übrige BRD Ausland
unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter
gesamt: 13 575
gesamt: 10 782
gesamt: 15 715
gesamt: 7 275
________________________________
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Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
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Deutliches Wanderungsminus auch über Wohnungsmarktregion hinaus
• Das größte Wanderungsminus bestand 2023 weiter mit der Wohnungsmarktregion (-4 271).
Es ist aber im Vergleich zum Vorjahr (-4 836) zurückgegangen, was auf die geringere Zahl
der Fortzüge zurückzuführen ist (Tabelle 2).
• Das Wanderungsminus mit dem übrigen Nordrhein-Westfalen (-1 008) ist dagegen im Ver-
gleich zum Vorjahr (-103) am deutlichsten gestiegen.
• Seit dem Jahr 2019 gibt es innerhalb Deutschlands insgesamt mehr Fortzüge aus Köln als
Zuzüge nach Köln. Das liegt vor allem an den Wanderungsverflechtungen Kölns innerhalb
Nordrhein-Westfalens. Nur mit dem übrigen Bundesgebiet außerhalb Nordrhein-Westfalens
gab es 2023 ein Wanderungsplus (+2 151).
• Die Wanderungsüberschüsse mit dem Ausland sorgten auch 2023 für eine positive Gesamt-
wanderungsbilanz (+13 969)
Tabelle 2: Bewegungen nach Regionen 2023 und 2022
Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo
Wohnungsmarktregion Köln 9 305 13 576 -4 271 9 377 14 213 -4 836
übriges NRW 14 707 15 715 -1 008 15 253 15 356 - 103
übrige BRD 12 933 10 782 +2 151 13 763 11 195 +2 568
Ausland 21 244 7 275 +13 969 27 969 6 734 +21 235
unbekannt 0 6 342 -6 342 0 5 688 -5 688
ges amt 58 189 53 690 +4 499 66 362 53 186 +13 176
Region
20222023
Quel
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Wanderungsplus zumeist am stärksten mit anderen Großstädten
Wanderungsgewinne wurden 2023 aus Kölner Sicht eher mit weiter entfernten Kreisen und kreis-
freien Städten erzielt (Karte 1). Das höchste Wanderungsminus nach allen Kreisen und kreisfreien
Städten war 2023 dagegen, wie auch in der Vergangenheit, zu großen Teilen in der näheren Umge-
bung von Köln zu beobachten (vergleiche Karte 2).
• Außerhalb Nordrhein-Westfalens überstiegen am deutlichsten die Fortzüge nach Berlin die
Zuzüge von dort (-144). Das größte Plus konnte dagegen mit der Region Hannover erzielt
werden (+114).
Karte 1: Wanderungssaldo mit den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten 2023
Quel
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• Weiterhin das größte Wanderungsminus verzeichnete Köln mit dem Rhein-Erft-Kreis (-2 144).
Der negative Saldo hat sich im Vergleich zum Vorjahr (-2 340) leicht abgeschwächt, blieb aber
konstant über -2 000. Mehr als -1 000 betrug der Wanderungssaldo mit dem Kreis Euskirchen
(-1 071).
• Das stärkste Wanderungsplus erzielte Köln mit der Stadt Aachen (+364), gefolgt vom Kreis
Siegen-Wittgenstein (+229) und der Stadt Bonn (+214).
Karte 2: Wanderungssaldo mit den nordrhein-westfälischen Kreisen und kreisfreien Städten 2023
Q
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Angrenzende Gemeinden profitieren am stärksten
Besonders die direkten Anrainergemeinden links- und rechtsrheinisch verzeichneten deutlich mehr
Zuzüge aus Köln als Fortzüge dorthin (Karte 3).
• Das stärkste Wanderungsminus bestand mit der Stadt Leverkusen, was sich im Vergleich
zum Vorjahr von -316 auf -775 erhöhte. Es folgt das linksrheinische Pulheim aus dem bereits
erwähnten Rhein-Erft-Kreis mit -536.
• Vor allem ab dem zweiten Ring um Köln, in Richtung Bergisches Land war die Wanderungs-
bilanz ausgeglichener. Mit sechs Gemeinden der Wohnungsmarktregion (alle rechts-
rheinisch) bestand jeweils ein sehr leichtes Wanderungsplus. An der Spitze standen
Siegburg (+39), Kürten (+24) und Gummersbach (+20; siehe auch Tabelle A1 im Anhang).
Karte 3: Wanderungssaldo mit den Gemeinden der Wohnungsmarktregion 2023
Quel
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Deutlich weniger nichtdeutsche Zuziehende als im Vorjahr
Insgesamt sind die Zuzüge im Vergleich zum Vorjahr um rund 12 Prozent zurückgegangen. Das lag
vor allem an den Zuzügen von Menschen ohne deutschen Pass (-19,9 %). Deutsche zogen um fast
vier Prozent weniger nach Köln (Grafik 8 und Tabelle 3).
• Die Zahl der deutschen Zuziehenden ist in der Vergangenheit relativ konstant zurück-
gegangen und lag im Jahr 2023 bei 30 309.
• Der Zuzug von Nichtdeutschen erfolgte in Wellen. Die Ereignisse der letzten Jahre lassen
sich in Grafik 8 ablesen („Flüchtlings-Krise“ 2015 und 2016, Corona-Pandemie 2020 und
2021, Ukraine-Krieg 2022 und 2023). Mit einer Zahl von 27 880 kamen im Jahr 2023 jedoch
immer noch deutlich mehr Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit nach Köln als im
zehnjährigen Mittel (2013 bis 2022: 24 719).
Grafik 8: Zuzüge von Deutschen und Nichtdeutschen 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
30 309
27 880
5 000
10 000
15 000
20 000
25 000
30 000
35 000
40 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Deutsche Nichtdeutsche
________________________________________________________________________________________________
Quelle: Stadt Köln - Amt für Stadtentwicklung und Statistik (Statistisches Informationssystem)
Tabelle 3: Bewegungen nach Nationalität 2023 und 2022
Zuzüge Fortzüge Saldo Zuzüge Fortzüge Saldo
deutsch 30 309 32 450 -2 141 31 552 34 707 -3 155
nichtdeutsch 27 880 21 240 +6 640 34 810 18 479 +16 331
ges
amt 58 189 53 690 +4 499 66 362 53 186 +13 176
Nationalität
2023 2022
Quel
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Tabelle 4 zeigt die stärksten Zuzüge nach Nationalität sowie nach Kontinent im Jahr 2023.
• Im Jahr 2022 gab es erstmals mehr nichtdeutsche als deutsche Zuziehende. Im Jahr 2023
machten Deutsche dagegen wieder knapp mehr als die Hälfte aus (52,1 %). Es folgen
Personen mit asiatischer Nationalität (ohne Türkei) (14,5 %) und mit Nationalitäten des
sonstigen Europas (12,1 %).
• Die stärkste ausländische Zuzugsgruppe blieben 2023 wie im Vorjahr die Ukrainer*innen,
obwohl ihre Zuzüge deutlich von 11 539 auf 2 893 zurückgingen.
Es folgen Türk*innen (2 556) und Syrer*innen (2 193). Diese beiden Nationalitäten erfuhren
deutliche Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr (+27,7 % beziehungsweise +44,9 %).
• Die Zahl der Albaner*innen konnte sich auf 1 374 Zuziehende mehr als verdreifachen
(Rang 4). Auch mehr als doppelt so viele Nordmazedonier*innen zogen 2023 im Vergleich
zu 2022 nach Köln (819 Personen; Rang 9).
• Das größte Wanderungsplus (mehr Zu- als Fortzüge) verzeichneten 2023 die Ukrainer*innen
(+1 279), gefolgt von Albaner*innen (+920) und Iraner*innen (+520) (siehe auch Tabelle A2
im Anhang).
• Besonders viele Türk*innen (2 274; Vorjahr: 1 697) und Syrer*innen (2 056; Vorjahr: 1 164)
verließen Köln. Bei beiden Nationalitäten stieg die Zahl der Fortzüge deutlich; da auch die
Zuzüge zunahmen, ergab sich unter dem Strich ein Wanderungsplus.
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Tabelle 4: Stärkste Zuzüge nach Nationalität 2023 und Durchschnitt 2018 bis 2022
absolut % absolut %
Deutschland 30 309 52,1 32 177 57,8
Ausland 27 880 47,9 23 527 42,2
davon
EU-Ausland 6 069 10,4 7 321 13,1
darunter
Bulgarien 997 1,7 1 233 2,2
Italien 971 1,7 1 122 2,0
Rumänien 766 1,3 1 001 1,8
Polen 680 1,2 964 1,7
Türkei 2 556 4,4 1 576 2,8
Sonstiges Europa 7 044 12,1 4 998 9,0
darunter
Ukraine 2 893 5,0 2 516 4,5
Asien 8 429 14,5 6 369 11,4
darunter
Syrien 2 193 3,8 1 053 1,9
Iran 1 078 1,9 830 1,5
Indien 972 1,7 775 1,4
Afghanistan 781 1,3 470 0,8
Afrika 2 113 3,6 1 650 3,0
Amerika 1 500 2,6 1 432 2,6
Sonstige 169 0,3 181 0,3
ges amt 58 189 100,0 55 704 100,0
Nationalität
2023 Durchschnitt
2018-2022
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Nichtdeutsche mit Wanderungsplus über fast alle Altersgruppen
Grafik 9 zeigt das deutlich unterschiedliche Wanderungsverhalten nach Alter von Deutschen und
Nichtdeutschen (vergleiche Grafik 4, Seite 8).
• Die Deutschen verzeichneten 2023 ausschließlich für die 18- bis unter 30-Jährigen einen
positiven Wanderungssaldo (+6 344). Vor allem bei den 30- bis unter 45-Jährigen gab es mit
-4 006 einen deutlichen Wanderungsverlust. Insgesamt ging das Wanderungsminus der
Deutschen im Vergleich zum Vorjahr jedoch von -3 155 auf -2 141 zurück.
• In der Gruppe Menschen ohne deutschen Pass gab es für fast jede Altersgruppe mehr
Zuzüge nach Köln als Fortzüge aus Köln heraus. Lediglich bei den ab 75-Jährigen gab es
ein Wanderungsminus (-47). Auch bei den Nichtdeutschen verzeichneten die 18- bis unter
30-Jährigen das deutlichste Wanderungsplus (+3 762), gefolgt von den minderjährigen
Kindern mit +1 434.
Grafik 9: Wanderungssaldo nach Nationalität und Alter 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
-47
-15 000
-10 000
-5 000
0
5 000
10 000
15 000
20 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
unter 18 18 bis unter 30 30 bis unter 45 45 bis unter 60 60 bis unter 75 75 und älter
Deutsche Nichtdeutsche
Saldo
ges amt
-2 141
Saldo
ges amt
+6 640
-8 485
+6 687
+6 344
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Deutlicher Anstieg bei den Einbürgerungen
Im Jahr 2023 gab es mit 3 672 Einbürgerungen einen neuen Höchststand (Grafik 10).
• Die jährliche Zahl der Einbürgerungen in Köln stieg im Vergleich zum Vorjahr (3 297) um
11,4 Prozent an. Im Verlauf der letzten Jahre war mit Ausnahme der „Corona-Jahre“ ein
stetiger Anstieg zu verzeichnen.
• Fast jede*r fünfte in 2023 Eingebürgerte hatte vorher die syrische Staatsangehörigkeit
(20,5 %). Es folgen Personen mit vormals irakischer (14,5 %) und türkischer (13,0 %) Staats-
angehörigkeit.
• Auch die Zahl der eingebürgerten Kölnerinnen und Kölner insgesamt ist im Jahr 2023 weiter
auf 149 536 angestiegen.
Grafik 10: Bestand der Eingebürgerten und jährliche Einbürgerungen 2013 bis 2023
________________________________________________________________________________________________
149 536
3 672
0
20.000
40.000
60.000
80.000
100.000
120.000
140.000
160.000
500
1 000
1 500
2 000
2 500
3 000
3 500
4 000
2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023
Bestand der Eingebürgerten zum 31.12. jährliche Zahl der Einbürgerungen*
*Personen, bei denen im Jahresverlauf laut Einwohnermelderegister die Staatsangehörigkeit in deutsch geändert wurde. Kinder unter 1 Jahr sind nicht berücksichtigt.
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Anhang
Tabelle A1: Zuzüge, Fortzüge und Wanderungssaldo nach den Gemeinden der Wohnungsmarktregion 2023
Bedburg 90 165 -75
Bergheim 347 506 - 159
Bergisch Gladbach 1 200 1 540 -340
Bornheim 251 309 -58
Brühl 340 652 -312
Dormagen 314 409 -95
Elsdorf 65 108 -43
Engelskirchen 69 114 -45
Erftstadt 243 362 -119
Euskirchen 178 429 -251
Frechen 619 889 -270
Gummersbach 173 153 +20
Hennef (Sieg) 131 184 -53
Hürth 972 1 317 -345
Kerpen 389 534 -145
Kürten 102 78 +24
Leverkusen 816 1 591 -775
Lindlar 72 104 -32
Lohmar 134 205 -71
Muc h 57 77 -20
Neunkirchen-Seelscheid 85 83 +2
Niederkassel 290 380 -90
Nümbrecht 43 60 -17
Odenthal 104 92 +12
Overath 178 223 -45
Pulheim 586 1 122 -536
Rommerskirchen 49 100 -51
Rösrath 312 460 -148
Siegburg 218 179 +39
Troisdorf 398 448 -50
Weilersw ist 73 119 -46
Wesseling 282 422 -140
Wiehl 80 78 +2
Zülpich 45 84 -39
Wohnungsmarktregion 9 305 13 576 -4 271
Gemeinde Zuzüge Fortzüge Saldo
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Tabelle A2: Bewegungen nach TOP 20 Nationalitäten 2023 und 2022 (sortiert nach Wanderungssaldo)
Saldo Zuzüge Fortzüge Sa ldo Zuzüge Fortzüge
Ukraine +1 279 2 893 1 614 + 10 331 11 539 1 208
Albanien + 920 1 374 454 + 220 454 234
Iran + 520 1 078 558 + 597 1 078 481
Nordmazedonien + 474 819 345 + 48 373 325
Indien + 369 972 603 + 457 997 540
Türkei + 282 2 556 2 274 + 304 2 001 1 697
Irak + 179 683 504 + 181 833 652
Republik Serbien + 144 525 381 - 27 297 324
Syrien + 137 2 193 2 056 + 349 1 513 1 164
China (Volksrepublik) + 132 466 334 + 6 355 349
Afghanistan + 131 781 650 + 473 1 006 533
Marokko + 126 362 236 + 152 362 210
Vietnam + 116 241 125 + 111 214 103
Bangladesch + 114 226 112 + 90 194 104
Russische Föderation + 109 486 377 + 311 632 321
Bulgarien + 90 997 907 + 285 1 210 925
Spanien + 83 502 419 + 71 546 475
Chile + 82 140 58 + 39 76 37
Brasilien + 79 281 202 + 121 325 204
Ghana + 78 167 89 + 64 138 74
…
Mauritius - 3 5 8 - 5 4 9
Saudi-Arabien - 3 10 13 - 7 6 13
Algerien - 5 114 119 + 30 125 95
Island - 5 4 9 - 1 6 7
Lettland - 5 33 38 - 8 29 37
Libyen - 6 12 18 - 32 14 46
Großbritannien - 7 160 167 - 28 191 219
Kongo - 7 14 21 + 9 25 16
Estland - 8 6 14 - 2 9 11
Libanon - 8 73 81 + 30 94 64
Somalia - 8 71 79 + 4 80 76
Litauen - 9 50 59 - 5 59 64
Italien - 11 971 982 + 33 1 035 1 002
Zypern (griechisch) - 15 7 22 - 18 9 27
Serbien und Montenegro - 18 3 21 - 26 0 26
Burundi - 23 14 37 + 27 30 3
Rumänien - 27 766 793 + 250 840 590
Griechenland - 39 264 303 + 34 338 304
Kroatien - 40 192 232 + 28 240 212
Polen - 77 680 757 - 85 733 818
2023 2022
Nationalität
Q
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Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
ISSN 2192-9726 © Nachdruck (auch
auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/15/0/08.2024
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E-Mail: statistik@stadt-koeln.de
www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2624/2024
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 19.09.2024
- Erstellt
- 28.08.2024 11:14