V/0717/2007
Hindenburgplatz
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 1: Lageplan
572 Zeichen
STADT Anlage 1 zu V/0717/2007 Lageplan M.1:2.000 Schnitt M.1:250 Ne - \ 28 NNIATZZERN GEN: 2: A \ hp \W I Ir +“ ge N m — Iu-Weg Bestehender Bi RS P 8 Neuer Grenzverlauf er Neuer Gehweg aus Pflaster Mulchflächen unter den. 7 Bäume fllr, um die Dominanz der Promenade zu betonen Asphallbelag in Pflaglerdscke umwandeln Projektnummer: Plane: 16722 Datum 06.09.2007 Amtsiear Bearbenet, >» Brune @.0E ‚Amt für I Cl Grünflächen und Umweltschutz Stotet 9.08 Footer Promenade Hindenburgplatz Geinaen n Wiederherstellung nach "Kyril" Lageplan Entwurf ZZER 0 EEE
Beschlussvorlage
13591 Zeichen
V/0717/2007
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Grünflächen und Umweltschutz
Betrifft
Hindenburgplatz
Wiederherstellung der Promenade im Bereich Gerichtsstraße bis Kalkmarkt.
Beratungsfolge
16.10.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
16.10.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Anhörung
18.10.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Anhörung
24.10.2007 Hauptausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Der Planung und Bauausführung der Promenade im Bereich Hindenburgplatz wird entspre-
chend des Plan Nr. G 167.132 (Anlage 1) zugestimmt.
2. Der Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0028/2007, vom 04.06.2007, „Schloss Müns-
ter: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen“ (Anlage 2) ist damit zum jetzigen Zeitpunkt
erledigt.
II. Kosten/Folgekosten
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Sachentscheidung Gesamtkosten von 450.000 €
entstehen. Durch die Verlagerung der Zuständigkeiten innerhalb der Promenade entstehen für die
Stadt Münster ab 2008 Folgekosten für Pflege und Unterhaltung von derzeit ca. 10.000,-€ jährlich.
Ferner entstehen mit Abschreibungsbeginn 2008 Folgekosten von jährlich 22.500 €.
Vorlagen-Nr.:
V/0717/2007
Auskunft erteilt:
Herr Determann
Ruf:
492 67 40
E-Mail:
Determann@stadt-muenster.de
Datum:
07.09.2007
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0717/2007
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Maßnahme unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung
durch den Rat im Rahmen der Nachtragssatzung 2007 / Haushaltsansatz 2008 bzw. des Finanz-
und Investitionsprogramms 2007 – 2011 steht.
Teilfinanzplan - Auszahlungen
Zuordnung im
Haushalt
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkung
Grün- und Freiflächen
Sanierung Promena-
de/Hindenburgplatz
2007
5.000
+ 405.000
+ 20.000
+ 20.000
Haushaltsansatz
VE 2007 für 2008
VE 2007 für
2009
VE 2007 für 2010
2008 405.000 Haushaltsansatz
2009 20.000 Haushaltsansatz
Produktgruppe
1301
Maßnahmenziffer
4590
2010 20.000 Haushaltsansatz
Insgesamt: 450.000
Teilfinanzplan - Einzahlungen
Zuordnung im
Haushalt
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkung
Produktgruppe
1301
Maßnahmenziffer
4590
Grün- und Freiflächen
Sanierung Promena-
de/Hindenburgplatz
2008
160.000
Zuschuss BLB
Insgesamt: 160.000
Teilergebnisplan - Aufwendungen
Zuordnung im
Haushalt
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkung
Produktgruppe
1301
Grün- und Freiflächen
2008 bis
2010
8.000 Teilergebnisplan
Zeile 13
Aufwendungen für Sach- und
Dienstleistungen
2011ff 10.000
Teilergebnisplan
Zeile 14
Bilanzielle Abschreibungen 2008 ff 22.500
Teilergebnisplan - Erträge
Zuordnung im
Haushalt
Bezeichnung Haush.-
jahr
Betrag
€
Bemerkung
Produktgruppe
1301
Grün- und Freiflächen
Teilergebnisplan
Zeile 2
Zuwendungen und allgemeine
Umlagen
2008 ff 8.000 Auflösung von
Sonderposten
Zeitnah versucht die Aktion „Bürgerbäume“ Sponsoren für neue Linden auf der Promenade vor
dem Schloss zu werben. Hier wird mit Einnahmen durch bürgerliches Engagement zu Gunsten der
Promenade gerechnet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine Angaben über die zu erwartenden
Einnahmen möglich.
- 3 -
V/0717/2007
Begründung:
Zu 1):
Der Sturm „Kyrill“ hat am 18.01.2007 erhebliche Schäden auf dem Schlossplatz innerhalb des
Baumbestandes verursacht. Nahezu sämtliche Bäume der Promenade mussten in der Folge ent-
fernt werden. Eine komplette Neupflanzung ist erforderlich. (vgl. Vorlage V/0637/2007)
Ca. 2/3 der Promenade vor dem Schloss liegen bislang im Eigentum des Landes. Es wurden Ge-
spräche mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) über die Wiederherstellung der Promenade
geführt. Ziel war, eine einheitliche Wiederherstellung der Promenade aus einem Guss sicherzustel-
len. Dabei hat der BLB der Stadt vorgeschlagen, den Promenadenbereich zu übernehmen.
Als Verhandlungsergebnis wird die Stadt Münster den ca. 22 m breiten Promenadenstreifen auf
dem Hindenburgplatz vom BLB übernehmen. Der BLB beteiligt sich mit einem Baukostenzu-
schuss. Mit der Übernahme der Flächen wird die Stadt Münster die Zuständigkeit für den gesam-
ten Promenadenverlauf erlangen.
Vor dem Hintergrund noch ausstehender Überlegungen zur weiteren Nutzung des Hindenburgplat-
zes sollen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Fakten bezüglich der Raumbezüge
geschaffen werden. Gleichzeitig soll die Promenade im Winter 2007/2008 neu bepflanzt werden.
Die Baumpflanzungen im Bereich Schlossachse werden daher so ausgeführt, dass innerhalb der
nächsten 5 Jahre problemlos ein Versetzen der Bäume innerhalb des Hindenburgplatzes möglich
ist. So ist gewährleistet, dass auch bei einer Umgestaltung alle Bäume innerhalb des Promena-
denabschnittes ein einheitliches Alter haben. Genauere Begründungen sind unter Punkt 1b) der
unten folgenden Erörterungen zum Antrag „Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan
erstellen“ aufgeführt.
Räumliche Konzeption / Nutzung
Die Planung sieht vor, die Promenade auch im Bereich Hindenburgplatz / Schloß entsprechend
der Gestaltung des übrigen Promenadenverlaufes herzustellen. Die typischen Gestaltungselemen-
te werden auf diesen Bereich übertragen: vierreihige Lindenallee, rote Bänke und Papierkörbe,
Kleimanngitter und Knieholme. Die Wegeführung wird um einen zweiten Fußweg aus gerumpeltem
Betonstein ergänzt.
Die Baumpflanzung wird als Allee auf den bestehenden Achsen durchgeführt. Der Abstand der
Bäume in der Reihe wird auf einen Regelabstand von 9 Metern festgelegt. Geringfügige Abwei-
chungen können sich durch vorhandene Zwangspunkte wie z.B. Leitungstrassen und Wegean-
schlüsse ergeben. Dieser Pflanzabstand entspricht der Pflanzung der letzten Promenadenerneue-
rung im Bereich Fürstenbergstraße und ermöglicht eine optimale Baumentwicklung.
Um den neu zu pflanzenden Bäumen optimale En twicklungsbedingungen zu bieten, soll eine
baumverträgliche Befestigung der Fläche mit luft- und wasserdurchlässigen Schottertragschichten
durchgeführt werden. So soll trotz Großveranstaltungen wie Flohmarkt, Turnier der Sieger und
Send eine gute Entwicklung der Bäume sichergestellt werden. Die Pflanzstreifen werden mit
Mulch-Material abgestreut. Auch dieses entspricht der Ausprägung der Promenade im übrigen
Verlauf.
Um die Fußgänger- und Radfahr-Ströme zu leiten, werden an verschiedenen Stellen Knieholme
des Typs „Kleimann“ eingebaut.
Die neuen Linden werden in der Qualität Alleeb aum mit einem Stamm-Umfang von 25-30 cm und
einer Höhe von 400-500 cm gepflanzt. Die Neupflanzungen werden mit einem Vierbock gesichert.
Nach Abschluss der dreijährigen Fertigstellungs- und Entwicklungspflege werden die hölzernen
Vierböcke abgebaut. Zum Schutz der Bäume werden an den erforderlichen Stellen Poller gesetzt.
Im Bereich Gerichtsstraße
wird die Hauptwegeverbindung durch einen Wechsel der Bodenbeläge
funktional gestärkt. Der aus der Promenadenac hse nach Westen abzweigende Radweg wird mit
einer bituminösen Deckschicht versehen und somit aufgewertet. Gleichzeitig werden die letzten
35 Meter der Promenade bis zur Gerichtsstraße zu einem Pflasterbelag umgebaut und damit op-
tisch abgewertet. Diese Veränderung wird den funktionalen Verlauf der Promenade stärken.
- 4 -
V/0717/2007
Nördlich der Straße Neutor wird der eigentliche Promenadenverlauf durch Pflasterlinien innerhalb
des Rasens kenntlich gemacht. Die gestalterischen Zusammenhänge werden so betont. Die ver-
kehrlichen Bezüge für Fußgänger und Radfahrer bleiben unverändert.
Der Send ist nur eine der Großveranstaltungen, durch die der Hindenburgplatz im Jahresverlauf
geprägt wird. Besonders seine Buden und Ständen führen zu erheblichen Belastungen der Baum-
scheiben und angrenzenden Bodenflächen.
Ein Befahren mit größeren Wagen wird zwischen den Baumreihen wegen der noch niedrigen Kro-
nenansätze der Bäume nicht mehr möglich sein. In der „Budengasse“ auf der Promenade werden
daher in Zukunft auf der östlichen Seite nur noch Zeltstände angeordnet. Die westliche Seite wird
weiterhin mit kleineren Wagen vor den Bäumen bewirtschaftet. Diese Nutzung ist mit dem Schau-
stellerverband abgestimmt.
Aus Baumschutzgründen wird derzeit noch geprüft, ob es für die ersten Jahre möglich ist, den
Flohmarkt aus der Promenade herauszunehmen und die Stände in die angrenzenden Bereiche
von Promenade und Hindenburgplatz zu verlegen. Nach kräftiger Entwicklung der Linden kann der
Markt dann wieder die bisherigen Bereiche nutzen.
Bauzeiten
Die Maßnahme soll noch im Winter 2007/2008 abgeschlossen werden.
Baubeginn: Dezember 2007
Fertigstellung: Ende März 2008 (zum Frühjahrssend)
Zu 2)
Erläuterungen zur Anfrage A-R/0028/2007 vom 04.06.2007
Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen
Im Folgenden werden die im Antrag aufgeführten Aspekte aufgegriffen und beantwortet.
1a) Städtebauliche Ausweisung eines Pendantgebäudes auf der südlichen Schlossplatzseite zu
dem ehem. Oberpräsidium im nördlichen Bereich. Damit soll sichergestellt werden, den Platz,
wie bereits von Schlaun geplant, als Architekturplatz erlebbar herzustellen.
Der südliche Schlossplatz ist als Standort für eine Musikhalle und ein Hotel vorgeschlagen. Im
Rahmen der Überlegungen zum Bau dieser Einrichtungen wird ein Bebauungsvorschlag erarbeitet
werden, der den denkmalpflegerischen Ansprüchen an diesen Ort gerecht wird. Die Ergebnisse
dieser Planungen werden dann den entsprechenden Gremien vorgelegt werden.
1b) Erhalt und gestalterischer Ausbau der Mittelachse von den Kavalierhäusern bis zur Straße
Hindenburgplatz.
Derzeit wird die Mittelachse im Bereich Hindenburgplatz durch eine Kastanienallee definiert. Trotz
der schwierigen Standortbedingungen und des ungünstigen Gesundheitszustands der Bäume hat
diese Allee den Sturm Kyrill gut überstanden.
Der Erhalt der Allee als Mittelachse entspricht nicht dem Inhalt der Antragspunkte 1d), 1e) und 1f).
Ein umfassender Ausbau der Mittelachse und ggf. eine Öffnung der Promenade im Bereich zwi-
schen den Torhäusern ist nur möglich, wenn die Allee gerodet wird und damit die Sichtachse als
Ganzes aufgeweitet wird. Eine solch einschneidende Veränderung auf dem Grundstück des BLB
sollte von der Stadt Münster nur angestrebt we rden, wenn zeitgleich eine einheitliche Neugliede-
rung und Aufwertung des gesamten Hindenburgplatzes in Verbindung mit dem Schlossvorplatz
erfolgt. Dieses steht wiederum in engem Zus ammenhang mit den unter 1a) dargestellten Überle-
gungen.
Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat unterschiedliche Varianten der Baumstellung auf
dem Hindenburgplatz unter Berücksichtigung der Neupflanzung der Promenade sowie einer mögli-
chen Teilbebauung überprüft. Die Ergebnisse sollen in die Überlegungen im Zusammenhang mit
den oben aufgeführten Veränderungen einfließen. Bis zur Klärung der offenen Fragen wird die
frühere Situation wieder hergestellt.
- 5 -
V/0717/2007
1c) Schlossangemessene Reorganisation der Hi nterbebauung nördlich des Schlosses bis zum
Gebäude Hindenburgplatz 55.
Der beschriebene Bereich liegt komplett im Eigentum des BLB. Die sehr inhomogene städtebauli-
che Situation der Hinterbebauung beeinflusst nur sehr wenig das Gesamterscheinungsbild des
Schlosses. Daher sieht die Verwaltung nicht die Dringlichkeit, hier im Verhandlungswege mit dem
BLB Veränderungen anzustreben.
1d) Bewahrung der Sichtachse vom Ehrenhof zur historischen Stadtsilhouette.
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten.
1e) Erhalt der Sichtachse von der Straße Hindenburgplatz auf das Schlossensemble.
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten.
1f) Beibehaltung der jetzt freien Durchsicht für die vorgenannte Sichtachse auf dem begrenzten
Bereich zwischen den Kavalierhäusern.
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten.
1g) Beachtung der zunehmenden Freizeitnutzung der Grünanlagen durch die Bürgerschaft und der
verstärkten Inanspruchnahme durch Großveranstaltungen und deren Auswirkungen auf den
Bereich.
Bei der Neupflanzung der Promenade wird durch einen geeigneten Ausbaustandard auf die hohe
Nutzungsdichte in diesem Bereich reagiert. Der Send wird seine Wagen und Zelte in diesem Ab-
schnitt umorganisieren, damit eine gute Entwicklung der frisch gepflanzten Jungbäume möglich ist.
Die Verwaltung prüft derzeit noch, ob eine Verlagerung des Flohmarktes auf andere Bereiche des
Schlossumfeldes in den ersten Jahren nach der Pflanzung erforderlich und möglich ist. Grundsätz-
lich könnte ein Teil der Einschränkungen auch im Bereich Kalkmarkt aufgefangen werden.
Es ist geplant, nur stabile und bewährte Ausstattungselemente in diesem Bereich zu verwenden.
2) Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, mit dem BLB NRW Gespräche zur Übernahme der
Schlosspromenade am Hindenburgplatz durch die Stadt zu führen.
Die Verwaltung hat Gespräche mit dem BLB NRW geführt. Die Verträge zur Übernahme der Pro-
menade in einer Breite von ca. 22 Metern durch die Stadt Münster werden derzeit ausgearbeitet.
Nach Vertragsabschluß wird der gesamte Promenadenring im Eigentum und in der Obhut der
Stadt Münster liegen.
i. V.
gez.
Thomas Paal
Stadtrat
Unterschrift
Anlagen:
Anlaeg 1: Lageplan
Anlage 2: Anfrage A-R/0028/2007 vom 04.06.2007
Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen
Anlage 2: Anfrage A-R/0028/2007
5224 Zeichen
ANLAGE 2 Zu V/orAn/z0or SPD-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0028/2007 im Rat der Stadt Münster ’ SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Antrag 4 04.06.2007 Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 spdfrak@muenster.de www.spd-muenster.de Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), der Universität und der staatlichen Denkmalpflege einen Rahmenplan „Schlossachse“ aufzustellen. Der Rahmenplan soll den Ehrenhof, den Schlossplatz sowie die Mittelachse von den Kavalierhäusern bis zur Straße Hindenburgplatz umfassen. 1. Folgende Gesichtspunkte sollen für den Rahmenplan besonders berücksichtigt werden: a. Städtebauliche Ausweisung eines Pendantgebäudes auf der südlichen Schlossplatzseite zu dem ehem. Oberpräsidium im nördlichen Bereich, Damit soll sichergestellt werden, den Platz, wie bereits von Schlaun geplant, als Architekturplatz erlebbar herzustellen. b. Erhalt und gestalterscher Ausbau der mMittelachse von den Kavalierhäusern bis zur Straße Hindenburgplatz; c. Schlossangemessene Reorganisation der Hinterbebauung nördlich des Schlosses bis zum Gebäude Hindenburgplatz 55; d. Bewahrung der Sichtachse vom Ehrenhof zur historischen Stadtsilhouette; e. Erhalt der Sichtachse von der Straße Hindenburgplatz auf das Schlossensemble; f. Beibehaltung der jetzt freien Durchsicht für die vorgenannte Sichtachse auf dem begrenzten Bereich zwischen den Kavalierhäusern; g. Beachtung der zunehmenden Freizeitnutzung der Grünanlagen durch die Bürgerschaft und der verstärkten Inanspruchnahme durch Großveranstaltungen und deren Auswirkungen auf den Bereich. 2. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, mit dem BLB NRW Gespräche zur Übernahme der Schlosspromenade am Hindenburgplatz durch die Stadt zu führen. 1 Begründung: Die Autoren Matzner und Schulze schreiben 1995 in ihrem Werk „Barock in Westfalen“ zum münsterschen Schloss: „Wenig vorteilhaft präsentiert die Stadt heute ihr bedeutendstes Bauwerk des Spätbarock, das Residenzschloß, abgetrennt durch eine verkehrsreiche Autostraße und einen vorgelagerten großen Parkplatz, der sich in die Blickachse zwischen Innenstadt und Schloß schiebt.“ Dem ist auch zwölf Jahre später nicht viel hinzuzufügen. Als 1984 das Land NRW den stadtseitigen Außenbereich des Schlosses umfassend gestaltete, wurde der Schlossplatz erstmals als Architekturraum erlebbar. Die Aschenwege und Trampelpfade aus Kriegs- und Nachkriegszeit wurden durch eine gepflasterte Mittelachse und zwei Rasenparterre abgelöst. Über die neu errichteten Viertelkreismauern wurden die räumlichen Bezüge zwischen Schloss, ehem. Oberpräsidium und Kavalierhäusern hergestellt. In der Gestaltung des Platzes wurde die Errichtung eines Pendantgebäudes zum ehem. Oberpräsidium in späteren Zeiten auf der Südseite des Schlossplatzes berücksichtigt. Aus fiskalischen Gründen fand die Gestaltung des Schlossplatzes an der Schlosspromenade ein Ende. Die Weiterführung der Platzmittelachse in der vorhandenen gestalterischen Qualität über den Hindenburgplatz hinweg sollte planerisch gesichert und baldmöglichst ausgeführt werden. Die Sturmschäden im Stadtgebiet durch den Orkan Kyrill haben den Bereich des Schlosses besonders getroffen. Vom Kalkmarkt bis zum Amtsgericht fehlen nun die Alleebäume der Promenade. Ein Zustand, zu dessen Behebung die SPD-Fraktion bereits an anderer Stelle Vorschläge vorgelegt hat. In Folge der Sturmschäden wurde jedoch auch die Sichtachse zwischen Schloss und historischer Innenstadt im Bereich zwischen den Kavalierhäusern wieder erlebbar. Die Sichtbarriere, die die Jahrzehntealten Promenadenbäume in diesem Bereich bildeten, ist seitdem entfallen. Die Stadtsilhouette mit ihren markanten Kirchtürmen ist jetzt dem Blick freigegeben. Dieser Stadtblick sollte auch für künftige Generationen erhalten bleiben. Diese Situation nach den Sturmschäden hat sich auch in Anregungen der Bürgerschaft niedergeschlagen, wie der Vorschlag zur Errichtung von Obelisken in der Mittelachse des Schlossvorplatzes zeigt, Die Architektur der 70er Jahre wurde oft zu Recht geschölten. Doch hatte sie durchaus noch einen Bezug zur Stadtgestaltung und der überkommenen Stadtsilhouette. So wurde im Wettbewerb für das Hörsaalgebäude am Hindenburgplätz den teilnehmenden Architekten vorgegeben, mit ihrer Lösung nicht die Traufenhöhe der Gebäude an der Wilmergasse zu überschreiten. Damit sollte vom Hindenburgplatz aus die Sicht auf die Stadtsilhouette gesichert werden. In dem von Prof. Krämer aus Braunschweig entworfenem Gebäude ist das, unterstrichen durch die transparente Baukörpergestaltung, hervorragend gelungen. Schloss, Dom, Rathaus und die Silhouette der historischen Altstadt sind nicht nur kunsthistorisch, sondern auch ökonomisch wichtig. Dass zeigen gerade Jüngste Erhebungen zum Tourismus in den nordrhein-westfälischen Städten. Münsters starke Position in der Beliebtheit der Touristen wird gerade mit der Erlebbarkeit eines historischen Städtgefüges begründet. Dies bedeutet auch eine Kaufkraftbindung für Münster, Folgerichtig hat der Rat am 26. Mai 2004 zu den Zielen und der 2
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Lindenallee
- Gerichtsstraße
- Kastanienallee
- Münzstraße 15
- Wilmergasse
- Schlossplatz
- Fürstenbergstraße
- Promenade
- Neutor
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0717/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 11.09.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37