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V/0717/2007

Hindenburgplatz

Vorlagen 11.09.2007

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Nächste Beratung: Hauptausschuss, Sitzung am 24.10.2007, TOP 7

Anlage 1: Lageplan

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Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 2: Anfrage A-R/0028/2007

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Ansehen

Anlage 1: Lageplan

572 Zeichen

STADT

Anlage 1 zu V/0717/2007

Lageplan M.1:2.000 Schnitt M.1:250
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Neuer Grenzverlauf

er

Neuer Gehweg aus Pflaster

Mulchflächen unter den.

7 Bäume fllr, um die Dominanz
der Promenade zu betonen

Asphallbelag in Pflaglerdscke
umwandeln

Projektnummer:
Plane: 16722 Datum 06.09.2007

Amtsiear Bearbenet, >»

Brune @.0E ‚Amt für

I Cl Grünflächen und
Umweltschutz

Stotet 9.08

Footer Promenade
Hindenburgplatz

Geinaen
n Wiederherstellung nach "Kyril"
Lageplan Entwurf

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Beschlussvorlage

13591 Zeichen

V/0717/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Grünflächen und Umweltschutz 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Hindenburgplatz 
Wiederherstellung der Promenade im Bereich Gerichtsstraße bis Kalkmarkt. 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
16.10.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung 
16.10.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Anhörung 
18.10.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Anhörung 
24.10.2007 Hauptausschuss Entscheidung
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
 
1. Der Planung und Bauausführung der Promenade im Bereich Hindenburgplatz wird entspre- 
    chend des Plan Nr. G 167.132 (Anlage 1) zugestimmt. 
  
2. Der Antrag der SPD-Fraktion an den Rat, Nr. A-R/0028/2007, vom 04.06.2007, „Schloss Müns-
ter: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen“ (Anlage 2) ist damit zum jetzigen Zeitpunkt 
erledigt. 
 
II. Kosten/Folgekosten 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass für die Sachentscheidung Gesamtkosten von 450.000 € 
entstehen. Durch die Verlagerung der Zuständigkeiten innerhalb der Promenade entstehen für die 
Stadt Münster ab 2008 Folgekosten für Pflege und Unterhaltung von derzeit ca. 10.000,-€ jährlich. 
Ferner entstehen mit Abschreibungsbeginn 2008 Folgekosten von jährlich 22.500 €. 
Vorlagen-Nr.: 
V/0717/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Determann 
Ruf: 
492 67 40 
E-Mail: 
Determann@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.09.2007 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0717/2007 
 
III. Finanzierung/Mittelbereitstellung 
 
Es wird zur Kenntnis genommen, dass die Maßnahme unter dem Vorbehalt der Mittelbereitstellung 
durch den Rat im Rahmen der Nachtragssatzung 2007 / Haushaltsansatz 2008 bzw. des Finanz- 
und Investitionsprogramms 2007 – 2011 steht. 
 
Teilfinanzplan - Auszahlungen 
 
Zuordnung im 
Haushalt 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
Grün- und Freiflächen 
 
Sanierung Promena-
de/Hindenburgplatz 
2007 
 
 
 
       5.000 
+ 405.000 
+   20.000 
+   20.000 
Haushaltsansatz 
VE 2007 für 2008 
VE 2007 für 
2009 
VE 2007 für 2010 
 2008  405.000 Haushaltsansatz 
 2009 20.000 Haushaltsansatz 
Produktgruppe 
1301 
Maßnahmenziffer 
4590 
 2010 20.000 Haushaltsansatz 
Insgesamt: 450.000  
 
Teilfinanzplan - Einzahlungen 
 
Zuordnung im 
Haushalt 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
Produktgruppe 
1301 
Maßnahmenziffer 
4590 
Grün- und Freiflächen 
 
Sanierung Promena-
de/Hindenburgplatz 
 
2008 
 
160.000 
 
Zuschuss BLB 
 
 
Insgesamt: 160.000  
 
Teilergebnisplan - Aufwendungen 
 
Zuordnung im 
Haushalt 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
Produktgruppe 
1301 
Grün- und Freiflächen 
 
   
2008 bis 
2010 
8.000  Teilergebnisplan 
Zeile 13 
Aufwendungen für Sach- und 
Dienstleistungen 
2011ff 10.000  
Teilergebnisplan 
Zeile 14 
Bilanzielle Abschreibungen 2008 ff 22.500  
 
Teilergebnisplan - Erträge 
 
Zuordnung im 
Haushalt 
Bezeichnung Haush.-
jahr 
Betrag 
€ 
Bemerkung 
Produktgruppe 
1301 
Grün- und Freiflächen 
 
   
Teilergebnisplan 
Zeile 2 
Zuwendungen und allgemeine 
Umlagen 
2008 ff 8.000 Auflösung von 
Sonderposten 
 
Zeitnah versucht die Aktion „Bürgerbäume“ Sponsoren für neue Linden auf der Promenade vor 
dem Schloss zu werben. Hier wird mit Einnahmen durch bürgerliches Engagement zu Gunsten der 
Promenade gerechnet. Zum jetzigen Zeitpunkt sind noch keine Angaben über die zu erwartenden 
Einnahmen möglich.

- 3 - 
V/0717/2007 
Begründung: 
 
Zu 1): 
Der Sturm „Kyrill“ hat am 18.01.2007 erhebliche Schäden auf dem Schlossplatz innerhalb des 
Baumbestandes verursacht. Nahezu sämtliche Bäume der Promenade mussten in der Folge ent-
fernt werden. Eine komplette Neupflanzung ist erforderlich. (vgl. Vorlage V/0637/2007)  
 
Ca. 2/3 der Promenade vor dem Schloss liegen bislang im Eigentum des Landes. Es wurden Ge-
spräche mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) über die Wiederherstellung der Promenade 
geführt. Ziel war, eine einheitliche Wiederherstellung der Promenade aus einem Guss sicherzustel-
len. Dabei hat der BLB der Stadt vorgeschlagen, den Promenadenbereich zu übernehmen. 
Als Verhandlungsergebnis wird die Stadt Münster den ca. 22 m breiten Promenadenstreifen auf 
dem Hindenburgplatz vom BLB übernehmen. Der BLB beteiligt sich mit einem Baukostenzu-
schuss. Mit der Übernahme der Flächen wird die Stadt Münster die Zuständigkeit für den gesam-
ten Promenadenverlauf erlangen. 
 
Vor dem Hintergrund noch ausstehender Überlegungen zur weiteren Nutzung des Hindenburgplat-
zes sollen zum jetzigen Zeitpunkt noch keine abschließenden Fakten bezüglich der Raumbezüge 
geschaffen werden. Gleichzeitig soll die Promenade im Winter 2007/2008 neu bepflanzt werden.  
Die Baumpflanzungen im Bereich Schlossachse werden daher so ausgeführt, dass innerhalb der 
nächsten 5 Jahre problemlos ein Versetzen der Bäume innerhalb des Hindenburgplatzes möglich 
ist. So ist gewährleistet, dass auch bei einer Umgestaltung alle Bäume innerhalb des Promena-
denabschnittes ein einheitliches Alter haben. Genauere Begründungen sind unter Punkt 1b) der 
unten folgenden Erörterungen zum Antrag „Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan 
erstellen“ aufgeführt.  
 
 
Räumliche Konzeption / Nutzung 
 
Die Planung sieht vor, die Promenade auch im Bereich Hindenburgplatz / Schloß entsprechend 
der Gestaltung des übrigen Promenadenverlaufes herzustellen. Die typischen Gestaltungselemen-
te werden auf diesen Bereich übertragen: vierreihige Lindenallee, rote Bänke und Papierkörbe, 
Kleimanngitter und Knieholme. Die Wegeführung wird um einen zweiten Fußweg aus gerumpeltem 
Betonstein ergänzt.  
Die Baumpflanzung wird als Allee auf den bestehenden Achsen durchgeführt. Der Abstand der 
Bäume in der Reihe wird auf einen Regelabstand von 9 Metern festgelegt. Geringfügige Abwei-
chungen können sich durch vorhandene Zwangspunkte wie z.B. Leitungstrassen und Wegean-
schlüsse ergeben. Dieser Pflanzabstand entspricht der Pflanzung der letzten Promenadenerneue-
rung im Bereich Fürstenbergstraße und ermöglicht eine optimale Baumentwicklung.  
Um den neu zu pflanzenden Bäumen optimale En twicklungsbedingungen zu bieten, soll eine 
baumverträgliche Befestigung der Fläche mit luft- und wasserdurchlässigen Schottertragschichten 
durchgeführt werden. So soll trotz Großveranstaltungen wie Flohmarkt, Turnier der Sieger und 
Send eine gute Entwicklung der Bäume sichergestellt werden. Die Pflanzstreifen werden mit 
Mulch-Material abgestreut. Auch dieses entspricht der Ausprägung der Promenade im übrigen 
Verlauf.  
Um die Fußgänger- und Radfahr-Ströme zu leiten, werden an verschiedenen Stellen Knieholme 
des Typs „Kleimann“ eingebaut.  
Die neuen Linden werden in der Qualität Alleeb aum mit einem Stamm-Umfang von 25-30 cm und 
einer Höhe von 400-500 cm gepflanzt. Die Neupflanzungen werden mit einem Vierbock gesichert. 
Nach Abschluss der dreijährigen Fertigstellungs- und Entwicklungspflege werden die hölzernen 
Vierböcke abgebaut. Zum Schutz der Bäume werden an den erforderlichen Stellen Poller gesetzt. 
Im Bereich Gerichtsstraße
 wird die Hauptwegeverbindung durch einen Wechsel der Bodenbeläge 
funktional gestärkt. Der aus der Promenadenac hse nach Westen abzweigende Radweg wird mit 
einer bituminösen Deckschicht versehen und somit aufgewertet. Gleichzeitig werden die letzten 
35 Meter der Promenade bis zur Gerichtsstraße zu einem Pflasterbelag umgebaut und damit op-
tisch abgewertet. Diese Veränderung wird den funktionalen Verlauf der Promenade stärken.

- 4 - 
V/0717/2007 
Nördlich der Straße Neutor  wird der eigentliche Promenadenverlauf durch Pflasterlinien innerhalb 
des Rasens kenntlich gemacht. Die gestalterischen Zusammenhänge werden so betont. Die ver-
kehrlichen Bezüge für Fußgänger und Radfahrer bleiben unverändert. 
Der Send ist nur eine der Großveranstaltungen, durch die der Hindenburgplatz im Jahresverlauf 
geprägt wird. Besonders seine Buden und Ständen führen zu erheblichen Belastungen der Baum-
scheiben und angrenzenden Bodenflächen.   
Ein Befahren mit größeren Wagen wird zwischen den Baumreihen wegen der noch niedrigen Kro-
nenansätze der Bäume nicht mehr möglich sein. In der „Budengasse“ auf der Promenade werden 
daher in Zukunft auf der östlichen Seite nur noch Zeltstände angeordnet. Die westliche Seite wird 
weiterhin mit kleineren Wagen vor den Bäumen bewirtschaftet. Diese Nutzung ist mit dem Schau-
stellerverband abgestimmt.  
Aus Baumschutzgründen wird derzeit noch geprüft, ob es für die ersten Jahre möglich ist, den 
Flohmarkt aus der Promenade herauszunehmen und die Stände in die angrenzenden Bereiche 
von Promenade und Hindenburgplatz zu verlegen. Nach kräftiger Entwicklung der Linden kann der 
Markt dann wieder die bisherigen Bereiche nutzen. 
 
Bauzeiten 
 
Die Maßnahme soll noch im Winter 2007/2008 abgeschlossen werden.  
Baubeginn:  Dezember 2007  
Fertigstellung:  Ende März 2008 (zum Frühjahrssend) 
 
Zu 2) 
Erläuterungen zur Anfrage A-R/0028/2007 vom 04.06.2007 
Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen 
 
Im Folgenden werden die im Antrag aufgeführten Aspekte aufgegriffen und beantwortet. 
 
1a) Städtebauliche Ausweisung eines Pendantgebäudes auf der südlichen Schlossplatzseite zu 
dem ehem. Oberpräsidium im nördlichen Bereich. Damit soll sichergestellt werden, den Platz, 
wie bereits von Schlaun geplant, als Architekturplatz erlebbar herzustellen. 
Der südliche Schlossplatz ist als Standort für eine Musikhalle und ein Hotel vorgeschlagen. Im 
Rahmen der Überlegungen zum Bau dieser Einrichtungen wird ein Bebauungsvorschlag erarbeitet 
werden, der den denkmalpflegerischen Ansprüchen an diesen Ort gerecht wird. Die Ergebnisse 
dieser Planungen werden dann den entsprechenden Gremien vorgelegt werden. 
 
1b) Erhalt und gestalterischer Ausbau der Mittelachse von den Kavalierhäusern bis zur Straße 
Hindenburgplatz. 
Derzeit wird die Mittelachse im Bereich Hindenburgplatz durch eine Kastanienallee definiert. Trotz 
der schwierigen Standortbedingungen und des ungünstigen Gesundheitszustands der Bäume hat 
diese Allee den Sturm Kyrill gut überstanden.  
Der Erhalt der Allee als Mittelachse entspricht nicht dem Inhalt der Antragspunkte 1d), 1e) und 1f). 
Ein umfassender Ausbau der Mittelachse und ggf. eine Öffnung der Promenade im Bereich zwi-
schen den Torhäusern ist nur möglich, wenn die Allee gerodet wird und damit die Sichtachse als 
Ganzes aufgeweitet wird. Eine solch einschneidende Veränderung auf dem Grundstück des BLB 
sollte von der Stadt Münster nur angestrebt we rden, wenn zeitgleich eine einheitliche Neugliede-
rung und Aufwertung des gesamten Hindenburgplatzes in Verbindung mit dem Schlossvorplatz 
erfolgt. Dieses steht wiederum in engem Zus ammenhang mit den unter 1a) dargestellten Überle-
gungen. 
Das Amt für Grünflächen und Umweltschutz hat unterschiedliche Varianten der Baumstellung auf 
dem Hindenburgplatz unter Berücksichtigung der Neupflanzung der Promenade sowie einer mögli-
chen Teilbebauung überprüft. Die Ergebnisse sollen in die Überlegungen im Zusammenhang mit 
den oben aufgeführten Veränderungen einfließen. Bis zur Klärung der offenen Fragen wird die 
frühere Situation wieder hergestellt.

- 5 - 
V/0717/2007 
 
1c) Schlossangemessene Reorganisation der Hi nterbebauung nördlich des Schlosses bis zum 
Gebäude Hindenburgplatz 55. 
Der beschriebene Bereich liegt komplett im Eigentum des BLB. Die sehr inhomogene städtebauli-
che Situation der Hinterbebauung beeinflusst nur sehr wenig das Gesamterscheinungsbild des 
Schlosses. Daher sieht die Verwaltung nicht die Dringlichkeit, hier im Verhandlungswege mit dem 
BLB Veränderungen anzustreben. 
 
1d) Bewahrung der Sichtachse vom Ehrenhof zur historischen Stadtsilhouette.
 
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten. 
 
1e) Erhalt der Sichtachse von der Straße Hindenburgplatz auf das Schlossensemble. 
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten. 
 
1f) Beibehaltung der jetzt freien Durchsicht für die vorgenannte Sichtachse auf dem begrenzten 
Bereich zwischen den Kavalierhäusern. 
Die Beantwortung ist sinngemäß in der Antwort zur Frage 1b) enthalten. 
 
1g) Beachtung der zunehmenden Freizeitnutzung der Grünanlagen durch die Bürgerschaft und der 
verstärkten Inanspruchnahme durch Großveranstaltungen und deren Auswirkungen auf den 
Bereich. 
Bei der Neupflanzung der Promenade wird durch einen geeigneten Ausbaustandard auf die hohe 
Nutzungsdichte in diesem Bereich reagiert. Der Send wird seine Wagen und Zelte in diesem Ab-
schnitt umorganisieren, damit eine gute Entwicklung der frisch gepflanzten Jungbäume möglich ist. 
Die Verwaltung prüft derzeit noch, ob eine Verlagerung des Flohmarktes auf andere Bereiche des 
Schlossumfeldes in den ersten Jahren nach der Pflanzung erforderlich und möglich ist. Grundsätz-
lich könnte ein Teil der Einschränkungen auch im Bereich Kalkmarkt aufgefangen werden. 
Es ist geplant, nur stabile und bewährte Ausstattungselemente in diesem Bereich zu verwenden. 
 
 
2) Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, mit dem BLB NRW Gespräche zur Übernahme der 
Schlosspromenade am Hindenburgplatz durch die Stadt zu führen. 
Die Verwaltung hat Gespräche mit dem BLB NRW geführt. Die Verträge zur Übernahme der Pro-
menade in einer Breite von ca. 22 Metern durch die Stadt Münster werden derzeit ausgearbeitet. 
Nach Vertragsabschluß wird der gesamte Promenadenring im Eigentum und in der Obhut der 
Stadt Münster liegen. 
 
i. V. 
 
gez. 
 
Thomas Paal 
Stadtrat 
 
Unterschrift 
 
Anlagen: 
Anlaeg 1:  Lageplan  
Anlage 2:  Anfrage A-R/0028/2007 vom 04.06.2007 
Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan erstellen

Anlage 2: Anfrage A-R/0028/2007

5224 Zeichen

ANLAGE 2 Zu V/orAn/z0or

SPD-Fraktion Antrag Nr.: A-R/0028/2007
im Rat der Stadt Münster ’

SPD-Fraktion

im Rat der Stadt Münster

Antrag 4

04.06.2007 Münzstr. 15

48143 Münster
Telefon: 0251/ 45 314
Fax: 0251/ 511 750
spdfrak@muenster.de
www.spd-muenster.de

Schloss Münster: Blickfeld bewahren und Rahmenplan
erstellen

Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:

Die Verwaltung wird beauftragt, in Abstimmung mit dem Bau- und
Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), der Universität und der staatlichen
Denkmalpflege einen Rahmenplan „Schlossachse“ aufzustellen. Der Rahmenplan
soll den Ehrenhof, den Schlossplatz sowie die Mittelachse von den Kavalierhäusern
bis zur Straße Hindenburgplatz umfassen.

1. Folgende Gesichtspunkte sollen für den Rahmenplan besonders
berücksichtigt werden:

a. Städtebauliche Ausweisung eines Pendantgebäudes auf der südlichen
Schlossplatzseite zu dem ehem. Oberpräsidium im nördlichen Bereich,
Damit soll sichergestellt werden, den Platz, wie bereits von Schlaun
geplant, als Architekturplatz erlebbar herzustellen.

b. Erhalt und gestalterscher Ausbau der mMittelachse von den
Kavalierhäusern bis zur Straße Hindenburgplatz;

c. Schlossangemessene Reorganisation der Hinterbebauung nördlich des
Schlosses bis zum Gebäude Hindenburgplatz 55;

d. Bewahrung der Sichtachse vom Ehrenhof zur historischen Stadtsilhouette;

e. Erhalt der Sichtachse von der Straße Hindenburgplatz auf das
Schlossensemble;

f. Beibehaltung der jetzt freien Durchsicht für die vorgenannte Sichtachse auf
dem begrenzten Bereich zwischen den Kavalierhäusern;

g. Beachtung der zunehmenden Freizeitnutzung der Grünanlagen durch die
Bürgerschaft und der verstärkten Inanspruchnahme durch
Großveranstaltungen und deren Auswirkungen auf den Bereich.

2. Die Verwaltung wird weiterhin beauftragt, mit dem BLB NRW Gespräche zur
Übernahme der Schlosspromenade am Hindenburgplatz durch die Stadt zu
führen.

1

Begründung:

Die Autoren Matzner und Schulze schreiben 1995 in ihrem Werk „Barock in
Westfalen“ zum münsterschen Schloss: „Wenig vorteilhaft präsentiert die Stadt heute
ihr bedeutendstes Bauwerk des Spätbarock, das Residenzschloß, abgetrennt durch
eine verkehrsreiche Autostraße und einen vorgelagerten großen Parkplatz, der sich
in die Blickachse zwischen Innenstadt und Schloß schiebt.“ Dem ist auch zwölf Jahre
später nicht viel hinzuzufügen.

Als 1984 das Land NRW den stadtseitigen Außenbereich des Schlosses umfassend
gestaltete, wurde der Schlossplatz erstmals als Architekturraum erlebbar. Die
Aschenwege und Trampelpfade aus Kriegs- und Nachkriegszeit wurden durch eine
gepflasterte Mittelachse und zwei Rasenparterre abgelöst. Über die neu errichteten
Viertelkreismauern wurden die räumlichen Bezüge zwischen Schloss, ehem.
Oberpräsidium und Kavalierhäusern hergestellt. In der Gestaltung des Platzes wurde
die Errichtung eines Pendantgebäudes zum ehem. Oberpräsidium in späteren Zeiten
auf der Südseite des Schlossplatzes berücksichtigt. Aus fiskalischen Gründen fand
die Gestaltung des Schlossplatzes an der Schlosspromenade ein Ende. Die
Weiterführung der Platzmittelachse in der vorhandenen gestalterischen Qualität über
den Hindenburgplatz hinweg sollte planerisch gesichert und baldmöglichst
ausgeführt werden.

Die Sturmschäden im Stadtgebiet durch den Orkan Kyrill haben den Bereich des
Schlosses besonders getroffen. Vom Kalkmarkt bis zum Amtsgericht fehlen nun die
Alleebäume der Promenade. Ein Zustand, zu dessen Behebung die SPD-Fraktion
bereits an anderer Stelle Vorschläge vorgelegt hat. In Folge der Sturmschäden
wurde jedoch auch die Sichtachse zwischen Schloss und historischer Innenstadt im
Bereich zwischen den Kavalierhäusern wieder erlebbar. Die Sichtbarriere, die die
Jahrzehntealten Promenadenbäume in diesem Bereich bildeten, ist seitdem entfallen.
Die Stadtsilhouette mit ihren markanten Kirchtürmen ist jetzt dem Blick freigegeben.
Dieser Stadtblick sollte auch für künftige Generationen erhalten bleiben.

Diese Situation nach den Sturmschäden hat sich auch in Anregungen der
Bürgerschaft niedergeschlagen, wie der Vorschlag zur Errichtung von Obelisken in
der Mittelachse des Schlossvorplatzes zeigt,

Die Architektur der 70er Jahre wurde oft zu Recht geschölten. Doch hatte sie
durchaus noch einen Bezug zur Stadtgestaltung und der überkommenen
Stadtsilhouette. So wurde im Wettbewerb für das Hörsaalgebäude am
Hindenburgplätz den teilnehmenden Architekten vorgegeben, mit ihrer Lösung nicht
die Traufenhöhe der Gebäude an der Wilmergasse zu überschreiten. Damit sollte
vom Hindenburgplatz aus die Sicht auf die Stadtsilhouette gesichert werden. In dem
von Prof. Krämer aus Braunschweig entworfenem Gebäude ist das, unterstrichen
durch die transparente Baukörpergestaltung, hervorragend gelungen.

Schloss, Dom, Rathaus und die Silhouette der historischen Altstadt sind nicht nur
kunsthistorisch, sondern auch ökonomisch wichtig. Dass zeigen gerade Jüngste
Erhebungen zum Tourismus in den nordrhein-westfälischen Städten. Münsters starke
Position in der Beliebtheit der Touristen wird gerade mit der Erlebbarkeit eines
historischen Städtgefüges begründet. Dies bedeutet auch eine Kaufkraftbindung für
Münster, Folgerichtig hat der Rat am 26. Mai 2004 zu den Zielen und der

2

Beratungsverlauf (4)

16.10.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 5.10 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
16.10.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen
TOP 4.5 Anhörung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung
18.10.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 8.1 Anhörung Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung
24.10.2007 Hauptausschuss
TOP 7 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (9)

  • Lindenallee
  • Gerichtsstraße
  • Kastanienallee
  • Münzstraße 15
  • Wilmergasse
  • Schlossplatz
  • Fürstenbergstraße
  • Promenade
  • Neutor

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Details

Vorlagen-Nr.
V/0717/2007
Typ
Vorlagen
Datum
11.09.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37