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RAT/427/2025

Bericht aus der Kleinen Kommission Kö-Bogen & KAP

Berichtsvorlage 04.12.2025

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.12.2025, TOP 6

Berichtsvorlage

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Berichtsvorlage

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RAT/427/2025
 
 X  öffentlich      nicht öffentlich 
Bericht
Betrifft:
Bericht aus der Kleinen Kommission Kö-Bogen & KAP
Fachbereich:
03/0 - Dezernat für Planen, Bauen, Wohnen und Grundstückswesen
Dezernentin / Dezernent:
Beigeordnete  Cornelia Zuschke
Beratungsfolge:
Gremium Sitzungsdatum Beratungsqualität
Rat 11.12.2025 Kenntnisnahme
 
Sachdarstellung:
 
Berichtszeitraum: 09. Oktober 2025– 10. Dezember 2025
 
Der Ratsbeschluss vom 13.12.2007 über die Bildung einer Kleinen Kommission Kö-
Bogen sieht neben der Einsetzung dieser Kommission auch die Berichterstattung in
jeder Ratssitzung vor. Durch Ratsbeschluss vom 07.05.2024 ist der Aufgabenbereich
der Kleinen Kommission Kö-Bogen um den Konrad-Adenauer-Platz (KAP) erweitert
worden (Rat/123/2024). 
 
Im Berichtszeitraum hat die Kommission einmal zum TOP Hansahaus im Rahmen
der KK Radverkehr getagt, nämlich am 30. Oktober 2025. Die Sitzung wurde hybrid
durchgeführt.
 
TOP Hansahaus
Ausgangslage
Die beiden Projekte Gesundheitsamt und Fahrradgarage wurden bisher an
unabhängigen Standorten als Einzelprojekte bearbeitet: das Gesundheitsamt sollte
einen Neubau in der Kölner Straße 180 erhalten, die Fahrradgarage sollte als Teil der
Planung Konrad-Adenauer-Platz als Unterirdische Fahrradgarage in einem
ehemaligen Bunker unter dem Konrad-Adenauer-Platz untergebracht werden, die über
die Bismarckstraße erschlossen und durch ein Mittelbauwerk unter den
Straßenbahngleisen angeschlossen werden sollte.

Seite 2
 
Zum Ende des Jahres 2024 wurde der Landeshauptstadt Düsseldorf bekannt, dass
der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW die Liegenschaft Konrad-Adenauer-Platz 13
/Harkortstraße 2-4 („Hansahaus“) am Bahnhof zum Verkauf anbieten wird. Es wurde
an die IPM eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben mit dem Ziel, die Ausnutzung
des Grundstücks sowie die Möglichkeiten zur Unterbringung der Fahrradgarage im
Erd- und Untergeschoss sowie des Gesundheitsamtes am Standort Konrad-Adenauer-
Platz 13 / Harkortstraße 2-4 zu überprüfen. 
 
Mit der Option, das Hansahaus zu erwerben, eröffnete sich die Möglichkeit, die oben
beschriebenen bedeutenden, bislang voneinander unabhängigen und an
unterschiedlichen Standorten vorgesehenen Projekte sinnvoll an einem Standort
miteinander zu verbinden, daraus entstehende Synergien zu schöpfen und beide
Projekte in einer zentralen und verkehrlich sehr gut angeschlossenen Lage zu
vereinigen. 
Darüber hinaus wird in der Folge eine städtische Wohnbaufläche an der Kölner Straße
180 aktivierbar, die zuvor für die Realisierung des Projektes Neubau Gesundheitsamt
vorgehalten wurde. Im Weiteren erhält der Bahnhofvorplatz durch die geplante
öffentliche Nutzung an der südwestlichen Flanke des Konrad-Adenauer-Platz 13 /
Harkortstraße 2-4 eine städtebauliche Aufwertung mit nachhaltiger Perspektive. Mit
der Umsetzung des Gesamtprojektes ist eine höhere soziale Belebung und Frequenz
verbunden, die den Platz attraktiver und sicherer machen und mehr Öffentlichkeit
erzeugen wird.
 
Die Zusammenführung der beiden Projekte am Standort Hansahaus reduziert
ursprünglich erforderliche infrastrukturelle Eingriffe für die geplante Unterirdische
Fahrradgarage im Umfeld des Hauptbahnhofes und generiert umfangreiche
Synergien. 
Wichtigste Vorgabe der Studie war, dass die beiden Bausteine miteinander verbunden
am Grundstück Hansahaus untergebracht werden und darüber die Bedingung des
BLB nach einer zwingend öffentlichen Nutzung erfüllt werden kann.
 
 
Inhalte und Ergebnisse der Machbarkeitsstudie
Bezogen auf die Fahrradgarage ging die Studie von der Annahme aus, dass
mindestens die Anforderungen an die Fahrradgarage im Bunker angesetzt werden
müssen, also die Unterbringung von ca. 1.900 Standardfahrrädern. Diese Anforderung
lässt sich am Standort Hansahaus umsetzen. In entworfenen Grundrissszenarien
lassen sich die Fahrräder auf zwei Etagen, im Erdgeschoss und im Untergeschoss
unterbringen. Vorgesehen sind beispielhaft vier Optionen für eine erdgeschossige
Erschließung. Die Fassade zur Platzseite übernimmt dabei eine klar erkennbare
Eingangsfunktion für die fußläufige Erschließung der Fahrradgarage, gut sichtbar und
attraktiv gestaltet.
 
In der inneren Abwicklung des Grundrissszenarios sind Rampen zum Schieben von
Fahrrädern mit einer maximalen Neigung von 6% sowie Treppenhäuser und Aufzüge
für die fußläufige Nutzung vorgesehen. Die Stellplätze Sonderräder wurden ebenerdig
angeordnet. Zusätzliche Nutzungsoptionen wurden im beispielhaften
Grundrissszenario entlang des „Harkortstraßen-Boulevards“ (gegenüber Hotels) für

Seite 3
Sondernutzungen entwickelt: denkbar wäre dort die Umsetzung einer Fahrrad-
Werkstatt als zusätzliches Angebot zu der Werkstatt in der Radstation am Bertha-von-
Suttner-Platz und eines Cafés (z. B. Fahrradcafé). Die Radstation am Bertha-von-
Suttner-Platz, die derzeit durch die Zukunftswerkstatt Düsseldorf GmbH (ZWD)
bewirtschaftet wird, soll auch zukünftig am heutigen Standort, in ihrer aktuellen
Ausprägung und im Betrieb dort verbleiben. Die neue Fahrradgarage wir ein
Zusatzangebot darstellen. Die Machbarkeitsstudie hat im Hinblick auf die
Fahrradgarage das Ergebnis gebracht, dass hinsichtlich Erschließung und Anbindung
an das Radhauptnetz, Gestaltung und Nachhaltigkeit, dem Potential für
Zusatznutzungen sowie bezüglich Zeit und Kosten der Standort Hansahaus besser
abschneidet als die Fahrradgarage unter dem Konrad-Adenauer-Platz. 
Dies gilt auch für die Betrachtung des Gesamtprojektes Neubau Gesundheitsamt und
Fahrradgarage am Standort Hansahaus.
 
 
Zeitplanung
Die nach jetzigem Stand geschätzte zeitliche Abfolge des Gesamtprojektes ist - sehr
grob geplant - der Ausführungs- und Finanzierungsbeschluss im 4. Quartal 2027,
Baubeginn / Leistungsphase 8 (Objektüberwachung) im 2. Quartal 2028 und Bauende
im 4. Quartal 2030. Insgesamt wird eine Fertigstellung des Neubaus Hansahaus vor
dem Beginn der Realisierung des Umbaus des Konrad-Adenauer-Platzes angestrebt
mit erheblichen Vorteilen für einen optimalen Bauablauf für beide Projekte.
Aus der Kommission gibt es einige Nachfragen zu dem Vorhaben und der
verkehrlichen Anbindung des Hansahauses, die durch die Verfasser der
Machbarkeitsstudie und Mitglieder der Verwaltung beantwortet werden. Die
Kommission verständigt sich darauf, das schriftliche Anmerkungen oder Hinweise
nach der Sitzung kurzfristig eingereicht werden können
 
 
Die nächste Sitzung der KK Kö-Bogen & KAP wird derzeit noch terminiert.
 
 
 
Cornelia Zuschke

Beratungsverlauf (1)

11.12.2025 Rat
TOP 6 Kenntnisnahme Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
RAT/427/2025
Typ
Berichtsvorlage
Datum
04.12.2025
Erstellt
28.11.2025 15:26