V/0403/2011
Antrag A-R/0034/2011 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 11.05.2011
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Beschlussvorlage
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V/0403/2011 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Wohnungswesen Betrifft Antrag A-R/0034/2011 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 11.05.2011 "Wohnen in Münster fördern - Baugruppen und Baugemeinschaften mehr Möglichkeiten eröffnen" Beratungsfolge 13.07.2011 Hauptausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: Die Verwaltung wird beauftragt, - über den Sachstand der bisherigen Unterstützung von Baugemeinschaften sowie von priva- ten Wohnprojektinitiativen in Münster zu berichten - unter Berücksichtigung des Antrages der SPD-Fraktion Nr. A-R/0034/2011 konzeptionelle Lösungsansätze zur verstärkten Förderung gemeinschaftsorientierter Wohnformen zu erar- beiten und den politischen Gremien im 3. Quartal 2011 zur Entscheidung vorzulegen. - II. Kosten/Folgekosten Es wird zur Kenntnis genommen, dass mit dem vorstehenden Beschluss unmittelbar keine Kosten entstehen. Begründung: Im Jahr 2008 hat sich ein Interfraktioneller Ar beitskreis vor dem Hintergrund mehrerer wohnungs- politischer Anträge in einigen Arbeitssitzungen intensiv mit zahlreichen wohnungspolitischen As- pekten und der weiteren strategischen Ausrichtung befasst. In der Vorlage V/0244/2009 („Kommu- nale Wohnungspolitik in Münster - ein Politikfeld im steten Wandel; Entwicklungen der sozialen Wohnraumversorgung“) sind die sich daraus ergebenden Handlungserfordernisse und Ansätze dargestellt, um dem im Jahr 2009 gewählten Rat Grundlagen für künftige Entscheidungen zu bie- ten. Neben der Kenntnisnahme dieser Berichte enthielt die Vorlage auch einige an die Verwaltung gerichtete Aufträge. So beauftragte der Rat die Verwaltung mit Beschluss vom 24.06.2009 (vgl. Ziffer 2.6 der Beschlussvorlage V/0244/2009), das bisherige städtische Beratungsangebot zur Un- terstützung neuer und gemeinschaftsorientierter Wohnformen zu intensivieren und künftig auch zur Vorlagen-Nr.: V/0403/2011 Auskunft erteilt: Frau Fahl Ruf: 492 64 80 E-Mail: FahlA@stadt-muenster.de Datum: 31.05.2011 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0403/2011 Förderung des genossenschaftlichen Wohnens einzusetzen. Eine entsprechende Konzeption und eine Darstellung erforderlicher Ressourcen sind von der Verwaltung zu erarbeiten und dem Rat zur Beschlussfassung vorzulegen. Mit diesem Ratsauftrag wurde seinerzeit der Antrag der CDU- Fraktion und FDP-Fraktion an den Rat (A-R 0001/2009) vom 02.02.2009 aufgegriffen. Die weitere Umsetzung auch dieses Beschlusses folgte zunächst vor dem Hintergrund äußerst knapper Ressourcen in dem vom Rat 2009 angestoßenen Konsolidierungsprogramms pragmati- schen Ansätzen im Rahmen vorhandener Möglichkeiten. So konnten einige Projekte erfolgreich begleitet werden. Hier setzt der Antrag der SPD-Fraktion A-R/0034/2011 an, der das Anliegen un- terstützt, in Reaktion auf den demografischen Wandel die Entwicklung neuer Bau- und Wohnfor- men durch selbstorganisierte Baugemeinschaften sowie zugunsten privater Projektinitiativen zu fördern. Die Verwaltung wird im 3. Quartal einen Bericht über den Sachstand der bisherigen Maß- nahmen zur Unterstützung von Baugemeinschaften und gemeinschaftsorientierten Wohngruppen- projekten vorlegen. Die Voraussetzungen und erforderlichen Bausteine zur verstärkten Förderung gemeinschaftsorientierter Wohnformen werden aufgezeigt. Die erarbeiteten konzeptionellen Optio- nen zur Unterstützung dieser Initiativen werden den politischen Gremien zur Entscheidung vorge- legt. Hierbei wird sowohl der o.g. Beschluss des Rates als auch das Anliegen des Antrages der SPD-Fraktion A-R/0034/2011 berücksichtigt. I.V gez. Thomas Paal Stadtrat Anlagen: Antrag A-R 0034/2011 der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster vom 11.05.2011 „Wohnen in Münster fördern – Baugruppen und Baugemeinschaften mehr Möglichkeiten eröffnen“
Antrag SPD-Fraktion im Rat Nr. A-R-0034-2011 vom 11.05.2011
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0034/2011 Antrag 11.05.2011 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Wohnen in Münster fördern – Baugruppen und Baugemeinschaften mehr Möglichkeiten eröffnen Das Bauen in Baugemeinschaften und Baugruppen erleb t in vielen Städten einen starken Aufschwung. Die Vorteile des gemeinschaftli chen Bauens liegen nicht nur in den vielfältigen Wohnstrukturen und erreichbaren Ko stenvorteilen, sondern auch im Entstehen von sozial stabilen Nachbarschaften mit e inen erheblichem Identifikationsgrad. Dies ist besonders in Zeiten d es gesellschaftlichen Auseinanderdriftens und der oft überforderten Nachb arschaften ein wichtiges Stabilitätsmoment für die Zukunft der Stadtgesellschaft. Mal ist eine Baugemeinschaft eher pragmatisch an d er Schaffung von preiswertem Wohneigentum interessiert; ein anderes Mal steht vi elleicht neben der Eigentumsbildung der weitergehende Wunsch im Vorder grund, auch in der Nutzungsphase eine Wohngruppe zu bilden und in akti ver Nachbarschaft zu leben – eben gemeinschaftlich zu wohnen. Die Gemeinsamkeit der Lebensvorstellungen, die Ähnlichkeit von Lebensstil und Milieu, die gleiche Altersgruppe oder Lebensphase können ebenso zur Gruppenzusammenstellung führen wi e genau das Gegenteil davon; nämlich der Wunsch, altersgemischt und zum B eispiel mit verschiedenen ethnischen und kulturellen Einflüssen zusammen zu leben. Eine starke Motivation für das gemeinsame Bauen in einer Baugruppe sind die architektonischen, ästhetischen und funktionellen V orstellungen darüber, wie die eigene Wohnung oder das Haus und die Beziehung zur unmittelbaren Nachbarschaft gestaltet sein sollen. Ein weiterer Faktor bei dieser Form des gemeinschaf tlichen Bauens sind die zu erzielenden Kostenvorteile bei der Erstellung eines Wohnprojektes als freie Baugemeinschaft. Die Ansätze der Stadt und der städtischen Wohnungs baugesellschaft Wohn+Stadtbau (W+S) in der Förderung von Baugruppen und Baugemeinschaften zeigen erste Erfolge, auch wenn die im Jahre 2010 a ngebotenen Standorte nur begrenzte Nachfrage fanden. Neben umfassender und vernetzter Beratung sind es i nsbesondere die konkreten Grundstücksangebote, die die Potenziale der Baugrup pen und Baugemeinschaften aktivieren und einem Beitrag zu neuen Wohnformen in Münster leisten können. SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstraße 15 . 48143 Münster Telefon: (0251) 45 314 . Fax : (0251) 511 750 Mail: fraktion@spd-muenster.de www.spd-muenster.de 2 Der Rat der Stadt Münster möge deshalb beschließen: 1. Baugruppen und Baugemeinschaften bilden ein wich tiges und innovatives Potenzial zur Deckung des zukünftigen Wohnbedarfs in Münster. Daher sollen Stadt und Wohn+Stadtbau ihre bisherigen Aktivitäten ausbauen und weitere Akteure der münsterischen Wohnungswirtschaft hierfü r gewinnen und einbinden. 2. Als Grundlage für einen offensiven Umgang mit di esem Zukunftsthema wird die Verwaltung beauftragt, einen Sachstandsbericht zur bisherigen Förderung von Baugruppen und Baugemeinschaften zu geben und e in Konzept zur verstärkten Förderung von Baugruppen und Baugemeins chaften in Münster vorzulegen. 3. Die Verwaltung soll bei der Vermarktung des nich t mehr benötigten städtischen Immobilienbestandes (Liegenschaftsportf olio) insbesondere auch Baugruppen und Baugemeinschaften berücksichtigen.Fü r die Veräußerung von städtischen Liegenschaften an Baugruppen und Ba ugemeinschaften entscheidet der Liegenschaftsausschuss (AFBL) entsp rechend Ratsbeschluss vom 14.11.2001 (Vorlage 954/2001 E1, Ziffer 2). Karl-Heinz Winter Dr. Michael Jung Anne Schu lze Wintzler Wolfgang Heuer Marianne Koch Petra Seyffert h Dr. Fritz Baur Dr. Thorsten Kornblum Beate V ilhjalmsson Thomas Fastermann Gaby Kubig-Steltig Holger W igger Philipp Gabriel Thomas Marquardt Lars Wienek e Beanka Ganser Robert von Olberg Maria Winkel Anne Hakenes Kurt Pölling
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig geändert beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0403/2011
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 31.05.2011
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37