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AN/1379/2025

Verbesserung der Verkehrssicherheit Am Leystapel und Prüfung der Öffnung des Rheinufertunnels für den Radverkehr, gem. Antrag B90/Die Grünen, Die Linke und Volt

Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne) 24.11.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 25.06.2026, TOP 5.1.5

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

5950 Zeichen

B90/Die Grünen 
Die Linke 
Volt 
Frau Bezirksbürgermeisterin 
Julie Cazier 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
Herrn Oberbürgermeister 
Torsten Burmester 
Eingang bei der Bezirksbürgermeisterin:  
AN/1379/2025 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 04.12.2025 
 
Verbesserung der Verkehrssicherheit Am Leystapel und Prüfung der Öffnung des 
Rheinufertunnels für den Radverkehr gem. Antrag B90/Die Grünen, Die Linke & Volt 
Sehr geehrte Frau Bezirksbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, 
wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung der Bezirks-
vertretung Innenstadt zu setzen. 
 
Die Bezirksvertretung Innenstadt beschließt: 
1. Die Verwaltung wird aufgefordert, kurzfristig ihrer Verkehrssicherungspflicht im Be-
reich Am Leystapel nachzukommen und unverzüglich geeignete sowie verhältnismä-
ßige Maßnahmen zu ergreifen, um die derzeit objektiv bestehende Gefährdungssitua-
tion durch die gemeinsame Führung von Fuß- und Radverkehr zu entschärfen. 
2. Die Bezirksvertretung Innenstadt empfiehlt dem Verkehrsausschuss und dem Rat der 
Stadt Köln dringend, dem anstehenden Baubeschluss für die bauliche Verbreiterung 
des Radweges „Am Leystapel“ (1217/2025) zuzustimmen. 
3. Weiterhin empfiehlt die Bezirksvertretung dem Verkehrsausschuss, ein unabhängiges 
Sicherheitsgutachten für die Verlagerung des Radverkehrs in den Rheinufertunnel zu 
beauftragen. Das Gutachten soll insbesondere klären, 
o welche Maßnahmen (u. a. Tempo 30, eindeutige Markierungsführung, die be-
schlossene Videoüberwachung und die beschlossene Sprachalarmierung ge-
mäß Vorlage 3910/2024), 
o in welchen Schritten 
o und in welchem Zeithorizont

- 2 - 
 
umgesetzt werden können, um die objektiv gefährliche Führung des Rad- und Fußverkehrs 
auf der Promenade zwischen Deutzer Brücke und Hohenzollernbrücke absehbar aufzulösen. 
4. Dies gilt umso mehr vor dem Hintergrund einer möglichen Olympiabewerbung, in der 
Köln mit seinem im Bau befindlichen Radstadion, auch für die Straßenradrennen vor-
gesehen ist. Das Rheinufer würde voraussichtlich – wie bereits heute bei Rund um 
Köln – Teil der Rennstrecken sein. Eine sichere und attraktive Nord-Süd-Radachse 
am Rheinufer wäre hierfür ein zentraler Beitrag zur internationalen Sichtbarkeit und 
sollte daher jetzt angegangen werden. 
5. Das Gutachten soll zudem die Möglichkeit eines schrittweisen Pilotbetriebs prüfen. 
6. Im Rahmen des Sicherheitsgutachtens ist ergänzend eine Betriebsvariante zu unter-
suchen, bei der 
o der motorisierte Individualverkehr vollständig in der rheinabgewandten Tun-
nelröhre geführt wird und 
o die rheinseitige Tunnelröhre perspektivisch dem Radverkehr und dem öffentli-
chen Personennahverkehr vorbehalten wird. 
Dabei ist auch zu untersuchen, ob die ohnehin anstehende Tunnelsanierung in Gänze oder 
in Teilen nicht deutlich vorgezogen werden kann. 
Begründung: 
Der Rheinuferbereich Am Leystapel – von der Drehbrücke bzw. dem Schokoladenmuseum 
über die Hohenzollernbrücke hinaus bis zur Trankgassenwerft – zählt zu den am stärksten 
von Fußgänger*innen frequentierten Bereichen der Kölner Innenstadt. Zugleich bildet er die 
einzige linksrheinische durchgehende Nord-Süd-Verbindung der Innenstadt für den Radver-
kehr. Seine Bedeutung wird im Radverkehrskonzept für den Stadtbezirk Innenstadt 
(1171/2016) besonders herausgehoben. 
Die hohen Fußgängerfrequenzen ergeben sich aus der besonderen Attraktivität der Prome-
nade, des Rheingarten und der Altstadt, den vielen Angeboten der Reedereien für Fähr- und 
Tagesfahrten, den Museen im Rheinauhafen sowie aus touristischen Strömen an Wochen-
enden. Weitere saisonale Anziehungspunkte sind der Weihnachtsmarkt am Tauzieher und 
regelmäßige Märkte an der Trankgassenwerft oder im Rheinauhafen. Hinzu kommt der deut-
liche Anstieg von Flusskreuzfahrtgästen, deren Besucher*innen zunehmend mit dem Fahr-
rad Köln erkunden. 
Die Radstation trägt dem Rechnung und betreibt neben ihrem Hauptstandort am Hauptbahn-
hof eine weitere Verleihstation in Höhe der Deutzer Brücke. Beide Rheinufer sind zudem Teil 
des internationalen Rheinradwegs 15, der Köln mit seiner Partnerstadt Rotterdam verbindet. 
Der Deutsche Tourismusverband stellt fest: „Der Fahrradtourismus in Deutschland erfährt ei-
nen regelrechten Boom“ und hat deswegen eine Studie in Auftrag gegeben.* 
Aus diesen unterschiedlichen und weiter anwachsenden Nutzungen entstehen Flächenkon-
kurrenzen und damit Konflikte zwischen Fuß- und Radverkehr, deren nachhaltige Entschär-
fung in der Verantwortung der Stadt liegt, aber bisher nicht angegangen wurde. 
Im Zuge der Sanierung der Kragplatte wurde jedoch auf der Fahrbahn ein provisorischer 
Radweg eingerichtet, der die Situation – zumindest zwischen Drehbrücke und dem Bereich 
kurz vor dem Rheinufertunnel – deutlich entspannte. 
Vor wenigen Tagen wurde dieser provisorische Radweg leider mit Verweis auf den Ab-
schluss der Kragplatten-Sanierung zurückgebaut. Dadurch entsteht bis zur Umsetzung der 
Maßnahme „bauliche Verbreiterung des Radweges Am Leystapel“ (1217/2025) ein sicher-
heitskritischer Übergangszustand.

- 3 - 
 
Rad- und Fußverkehr werden erneut ungetrennt geführt: auf der engen Promenade und – 
aufgrund der hohen Besucherzahlen – faktisch auch im nicht erlaubten Mischverkehr auf 
dem baulichen Radweg. 
Die Öffnung des Rheinufertunnels für den Radverkehr, wie im Radverkehrskonzept Innen-
stadt vorgesehen, würde die derzeit unzumutbare und gefährliche Situation auf dem gesam-
ten Abschnitt erheblich verbessern. Allerdings ist diese Maßnahme bislang nicht einmal in 
Ansätzen geplant. Sie muss aber jetzt – nicht mit Blick auf eine Olympiabewerbung – drin-
gend angegangen werden. 
*Grundlagenuntersuchung Fahrradtourismus des Deutschen Tourismusverbandes: 
 
 
Reinhold Goss  Friederike Stolle  Nadine Gareis 
B90/Die Grünen  Die Linke   Volt

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Foto: Am Leystapel

Beratungsverlauf (1)

25.06.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.1.5 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (7)

  • Hohenzollernbrücke
  • Am Leystapel
  • Rheinufertunnel
  • Trankgassenwerft
  • Deutzer Brücke
  • Am Tauzieher
  • Am Rheinufer

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Details

Aktenzeichen
AN/1379/2025
Typ
Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne)
Datum
24.11.2025
Erstellt
24.11.2025 10:46