2018/0349
Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung
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Punkt 3: Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung (V-Nr. 2018/0349) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD
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Christoph-Graupner-Schule Datum: 21.11.2018 Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung mit Abt. körperlich-motorische Schulamt_Planungsreferat Wissenschaftsstadt Entwicklung Darmstadt Maßstab 1: 750 7,5 15 22,5m 1cm =7,5m
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Punkt 3: Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung (V-Nr. 2018/0349) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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Wissenschaftsstadt Darmstadt | Schulamt Planungsreferat | Anlage 1 Gesamtaumprogramm Neubau Christop-Graupner-Schule | Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung, Stand 02.10.2018 Anzahl qm NF 1.0 Lern- und Unterrichtsbereiche | Ganztag 29 1545 1.1 Basisraum Klasse 20 60 1200 B+N zw. 50-60 m² Individuell auf Lerngruppe zugeschnitten (auch zur Nachmittagsbetreuung) 1.2 Differenzierung (Time-Out, Therapie, etc.) 4 30 120 1.3 Basisraum Betreuung 2 50 100 1.3 Basisraum Betreuung, Therapie Physio | Logo | Ergo 2 50 100 Doppelnutzung Therapie 3.3 und 3.4 1.4 Nebenraum Betreuung, Teeküche, Büro 1 25 25 2.0 Fachunterrichtsräume (FUR) 530 2.1 Werkraum Ton | Holz | Metall 3 50 150 B 2.2 Maschinenraum + Lager 2 25 50 B 2.3 Gewächshaus Biologie 1 20 20 B Außenraum unbeheizt 2.4 Fachraum Garten 1 50 50 2.5 Kunst | Textiles Gestalten 1 60 60 2.6 Kunst Nebenraum 1 20 20 2.7 IT-Raum | PC 1 50 50 2.8 Bibliothek Schüler | Mediathek | Unterstützte Kommunikation 1 50 50 2.9 Musikraum inkl NR (60 + 20 qm) 1 80 80 3.0 Therapiebereich 120 3.1 Snoezelen 1 40 40 B unbelichtet 3.2 Physiotherapie 2 40 80 3.3 Sprachheilraum | Logopädie | Sehrestförderung 2 25 3.4 Ergotherapie 1 25 3.6 Hygieneraum | WC | Therapiebadewanne B+N 3.7 Sanitär | WC | Duschen B+N Ermittlung über BGF und Schülerzahlen 4.0 Arbeits- und Verwaltungsräume 455 4.1 Pädagogenbereich, Aufenthalt (Lehrer, Teilhabe, FSJler, etc.) 1 100 100 B+N Pädogogenbereich Arbeitsplätze, Stützpunkt 2 50 100 B+N 42 VZ-Lehrerstellen, 22 FSJler, 32 THA 4.2 Schulleiter/in 1 20 20 4.3 Stv. Schulleiter/in 2 20 40 4.4 Stufenleitung 1 15 15 4.5 Sekretariat 1 20 20 4.6.1 Besprechung 1 15 15 4.6.2 Arzt | Erste Hilfe 1 15 15 4.7.1 Beratung BFZ (Beratungs- und Förderzentrum) 1 15 15 4.7.2 Beratung Schulsozialarbeit 1 15 15 4.8 Hausmeisterdienstraum 1 15 15 4.9 Archiv 1 20 20 4.10 Lernmittel | Lehrmittel 1 50 50 4.11 Fotokopieren 1 15 15 5.0 Gemeinschaftsflächen 205 5.1 Regenerierküche | Getränke 1 40 40 B 5.1.2 Lager Küche 1 20 20 B 5.3 Cafeteria | Mensa 1 115 115 B 5.4 Hauswirtschaft Mensa | Nebenraum 1 30 30 B 6.0 Wirtschaftsflächen 185 6.1 Hausmeisterwerkstatt 1 20 20 6.2 Lager | Material 1 30 30 6.3 Reinigungspersonal 1 15 15 6.4 Stuhllager 1 20 20 6.5 Lager Hilfsmittel | Rollstuhl 5 20 100 5 qm (Anteil VF) je Klassenraum für Hilfsmittel/Rollstuhl Aufteilung entwurfsabhängig 7.0 Sportflächen 935 7.1 Physio Bewegungszentrum, reine Bewegungsfläche 1 450 450 B Aula-Funktion, nur schulintern 7.2 Physio Bewegungszentrum, Nebenfläche Geräte, Umkleiden, WC, etc. 1 150 150 B+ WC, Umkleiden, Anpassung an Schülerzahl, NF Geräte 7.3 Warmwasser-Nichtschwimmerbecken, Variante sanierung 1 235 235 B Bestandsbecken, WW-Becken plus Umlaufflächen Warmwasser-Nichtschwimmerbecken, Variante Neubau 1 120 7.4 Multifunktion | Psychomotorik 1 100 100 B Summe Programmfläche Christoph-GraupnerSchule 3975 Anlieferung TK-Kost, Zubereitung über Konvektomat B = Bestand N = Neubau pro Geschosse, Zuordnung Unerrichtsbereich 2 x 25 qm Therapie funktionale Anbindung an Betreuung Pädagogenbereiche sowohl Im Bestand als auch NB vorsehen (konkrete Flächenverteilung noch offen) Schrankelement inkl. Küchenzeile dezentrale Verteilung der Flächen analog Panoramaschule, Wasserfläche 5,00 x 7,00 m plus Umlaufflächen und NR Geräte funktionale Anbindung an IT-Raum? funktionale Anbindung an Bibliothek | Mediathek? BemerkungenChristoph-Graupner-Schule pro Geschoss ein Hygieneraum, mindestens 3 Räume Doppelnutzung Basisraum Betreuung 1.3 Doppelnutzung Basisraum Betreuung 1.3
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Punkt 4: Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung (V-Nr. 2018/0349) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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Punkt 20: Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung (V-Nr. 2018/0349) Der Vorlage wird einstimmig zugestimmt.
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
23.01.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat III
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Schulamt
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0349
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 221010
Kostenstelle: 040-020-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 221011 Sachkonto:
Betreff: Gesamtraumprogramm Christoph -Graupner-Schule,
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau au f-
grund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anford e-
rungen an Ganztag und Betreuung
Vorlage vom: 20.12.2018
Beschlussvorschlag :
1. Der Fortentwicklung des Gesamtraumprogramms für die Christoph -Graupner-Schule wird im
Hinblick auf die kontinuierlich steigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler und Anforde-
rungen an Ganztag und Betreuung zugestimmt.
2. Den Bau- und Projektkosten in Höh e von rd. 17.500.000, -€ (9.500.000,-€ Sanierung und
8.000.000,-€ Neubau) wird zugestimmt.
3. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement wird beauftragt, die wirtschaftliche Sanierung des
Wasserbeckens im Rahmen der Grundlagenermittlung untersuchen zu lassen.
- 2 -
4. Ist eine Sanierung wirtschaftlich nicht zu vertreten, wird ein Warmwasser -
Nichtschwimmerbecken mit reduzierter Wasserfläche im Neubau oder Bestand realisiert.
5. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt wird auf Grundlage des unter 1. b e-
schlossenen Raumprogramms beauftragt, das V ergabeverordnungs -Verfahren (VgV) einzulei-
ten und die notwendigen Planungsschritte zu veranlassen.
6. Der Landkreis Darmstadt -Dieburg ist auf der Grundlage der öffentlich -rechtlichen Vereinb a-
rung vom 09. 02.2014 an den Bau - und Projektkosten zu beteiligen.
Anlagen: CGS_20181121_Orthophoto
CGS_20181025_Anlage 1_Gesamtraumprogramm
CGS_20181025_Anlage 1_Erläuterungen_Anforderungen
CGS_20181119_ Anlage 2_Grobkosten
CGS_20181108_Anlage 3_ Zahlen der Schülerinnen und Schüler
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.12.2018
Schulform
Die Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit
einer Abteilung körperlich-motorische Entwicklung. Auftrag in diesem Förderschwerpunkt ist
es, bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung die kulturelle und gesellschaftliche
Teilhabe anzustreben.
Seit 2002 ist die Schule zudem regionales, seit 2018 überregionales Beratungs- und Förder-
zentrum für körperbehinderte Schülerinnen und Schüler aus allg. bildenden Schulen und weit e-
ren Förderschulen aus der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Städtebau und Schule
Die Schule liegt im nördlichen Martinsviertel am Rande des Bürgerparks und ist Bestandteil
der „Schulinsel“ Christian-Morgenstern-Schule (Grundschule), Ernst-Elias-Niebergall-Schule
(Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen) und Bernhard-Adelung-Schule (Integrierte Ge-
samtschule). Das sich derzeit in Sanierung befindliche Berufsschulzentrum Nord, die gymnasi-
ale Oberstufe Bertolt-Brecht-Schule und der Neubau des Nordbades mit Hallen- und Freibad
liegen in unmittelbar erreichbarer Nähe.
Eingebettet in eine vielfältige Schullandschaft und in ein gewachsenes Stadtquartier mit Ein-
kaufsmöglichkeiten und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bieten sich der Schule an
diesem Standort viele Synergien und Möglichkeiten der Kooperation mit anderen Schulformen
und außerschulischen Partnern.
Die Schule wurde 1978 von Löwer Architekten aus Darmstadt erbaut und wird seit 1979 als
Ganztagsschule geführt. Es entstand eine Modellschule, die von der baulich-pädagogischen
Konzeption her die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags angemessen ermöglich-
te. Konzipiert wurde sie für 70 - 100 Schülerinnen und Schüler.
Im Schuljahr 2018/2019 werden 130 Schülerinnen und Schüler (plus 14 SuS Bäre n-
stark/HSU)1 in 19 Klassen (plus 2 Klassen Bärenstark /HSU) untergliedert in Grund-, Mittel-,
Haupt-, und Berufsorientierungsstufe bis zu 14 Schuljahre unterrichtet.
47 VZ-Lehrkräfte, 22 Absolvent*innen eines Freiwilligen Sozialen Jahres und 32 Teilhabeassis-
tent*innen arbeiten gemeinsam in multiprofessionellen Teams in der Schule.
Die Schülerinnen und Schüler der Christoph-Graupner-Schule kommen aus dem gesamten
Stadtgebiet Darmstadts sowie aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Beförderung der
Schülerinnen und Schüler erfolgt mit Schulbussen des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben
und Dienstleistungen (EAD) und mit privaten Kleinbusunternehmen.
Auf der Grundlage der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vom 09.10.2014 (gemäß § 140 Hes-
sisches Schulgesetz) zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis Dar m-
stadt-Dieburg werden bis zu max. 30 Kinder aus dem Landkreis an der Schule aufgenommen.
Die Vereinbarung beinhaltet auch die rechtlichen Grundlagen zur Finanzierung von Bauinvest i-
tionen, Unterhaltungs-, und Ausstattungsmaßnahmen.
Bauliche Situation
Die Schule befindet sich in einem erheblich sanierungsbedürftigen Zustand.
Aufgrund der gestiegenen Zahlen der Schülerinnen und Schüler wurden im Laufe der Jahre
sechs Fachräume in Klassenräume umgewandelt, um alle möglichen räumlichen Ressourcen
auszuschöpfen.
In der Quantität und Qualität der Hygieneräume und in Bezug auf die barrierefreie Erschlie-
ßung und möglichen Evakuierung aller Funktionsbereiche der Schule besteht Handlungsbedarf.
1 HSU = Häuslicher Unterricht
Die Einrichtung Bärenstark ist eine stationäre Intensivpflegeeinrichtung für schwerstpflegebedürftige Kinder und Ju-
gendliche in Darmstadt. Die schulpflichtigen Kinder und Jugendliche sind Schülerinnen und Schüler der Christoph-
Graupner-Schule und besuchen diese auch zeitweise in Begleitung von Krankenpflegepersonal. Ein Großteil dieser
Kinder wird jedoch aufgrund ihrer schweren Erkrankung außerschulisch in der Einrichtung unterrichtet.
. . .
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Die Anzahl der Verwaltungsflächen für Schule und Beratungszentrum sind unzureichend und
entsprechen nicht den Schulbauleitlinien der Stadt Darmstadt. Die Arbeit in multiprofes-
sionellen Teams erfordert neben Flächen für Besprechung und Erholung, qualifizierte Lehre r-
arbeitsplätze und Beratungsräume.
Entgegen der ursprünglichen Haltung, das Therapiebad an der Schule zugunsten des neu ent-
stehenden Bewegungsbeckens im Nordbad, aufzugeben, soll eine wirtschaftliche Sanierung
des Bades in situ oberste Priorität haben und steht dadurch als zu überplanende Fläche im
Bestand nicht mehr zur Verfügung.
Beschlüsse
Mit Beschluss der Betriebskommission IDA, 2014/018 vom 04.06.2014, und Magistratsbe-
schluss Nr. 294 vom 16.07.2014 wurde auf Grundlage der Konzeptstudie des Planungsbüros
Thomas Schinkel der Fortführung der Planung Sanierung Christoph-Graupner-Schule und Neu-
bau und der Einleitung eines Vergabeverordnungs-Verfahrens (damals VOF) zugestimmt.
Das Büro a:dk architekten aus Mainz wurde durch den Eigenbetrieb IDA zur Durchführung der
Verfahrensbetreuung beauftragt. Das VgV-Verfahren für die Bestandssanierung mit Neubauer-
weiterung soll kurzfristig veröffentlicht werden.
Die prognostizierten steigenden Zahl der Schülerinnen und Schüler und die priorisierte Sanie-
rung des Therapiebades im Bestand erforderten eine Fortschreibung des Raum programms.
Aufgrund von Flächenmehrungen, einem Zubauvolumen mit deutlich größerer Bruttogeschos s-
fläche und daraus resultierenden gestiegenen Bau- und Projektkosten (s. Anlage 2, IDA) wird
ein aktueller Magistratsbeschluss erforderlich.
Prognose Zahlen der Schülerinnen und Schüler|Fakten und Hintergrund
Auch seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sind die Schülerzahlen an der
Christoph-Graupner-Schule kontinuierlich steigend (s. Anlage 3, Quelle Schulleitung Christoph-
Graupner-Schule).
Die prognostische Annahme, dass die Zahlen der Schülerinnen und Schüler der Christoph-
Graupner-Schule im Zuge der inklusiven Beschulung rückläufig sein könnten, hat sich nicht
bestätigt. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Schulen mit Förderschw erpunkt Geis-
tige Entwicklung als Förderort gerade von Eltern mit komplex beeinträchtigten Kindern und
Jugendlichen und solchen mit herausforderndem Verhalten auch in Zukunft bevorzugt werden.
Eine inklusive Beschulung der Kinder mit komplexen Beeinträchtigungen wird von den Schullei-
tungen und Kollegien der Grund- und weiterführenden Schulen perspektivisch als überfordernd
und unrealistisch angesehen. Die Entfaltung und Förderung dieser Kinder auch im Regeschu l-
bereich muss nach wie vor offensiv verfolgt werden, bedingt aber grundlegende strukturelle
Änderungen im System, auf die die Stadt Darmstadt als Schulträger nur unwesentlich Einfluss
nehmen kann.
Neben dem grundsätzlichen Wachstum der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Zuwanderung
und der damit verbundenen wachsenden Anzahl an Einschulungen ist der kontinuierliche Fort-
schritt im Bereich der Frühgeborenen-Intensivmedizin ein weiterer Faktor für die steigenden
Zahlen der Schülerinnen und Schüler dieser Schulform.
Dies spiegelt die Grafik der ansteigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler mit sehr hohem
Unterstützungsbedarf wider.
So ist die Zahl der nicht mobilen Schülerinnen und Schüler und derjenigen, die in nahezu allen
lebenspraktischen Tätigkeiten Unterstützung benötigen, in den letzten Jahren kontin uierlich
gestiegen. Auch hierauf musste im Zuge der Entwicklung das Raumprogramm in einigen Funk-
tionsbereichen angepasst bzw. erweitert werden.
Erläuterungen zum Raumprogramm, Anforderungen Bauaufgabe
In Absprache mit dem Staatlichen Schulamt, den Vertretungen der Schulleitung und dem
Schulträger wird die Organisationsgröße der Schule aufgrund der begrenzten Erweiterung s-
möglichkeiten auf dem vorhandenen Grundstück auf 140 Schülerinnen und Schüler in max. 20
Klassen begrenzt.
Die Schwierigkeit, die Schulgemeinde während der Bauphase in einer adäquaten Interimsun-
terkunft unterzubringen, verbunden mit der Prognose der steigenden Zahlen der Schülerinnen
. . .
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und Schüler ließen im Laufe des Prozesses die Diskussion über einen alternativen Neubau -
standort aufkommen. Die bereits beschriebene Attraktivität des Standortes in der Vogelsber g-
straße hatte jedoch im Rahmen der Diskussion für die Schulgemeinde Priorität. Im R ahmen
des VgV-Verfahrens sollen von den beauftragten Arbeitsgemeinschaften (Architekten und
Fachingenieure) auf Grundlage des zu beschließenden Raumprogramms Vorschläge für eine
A – funktionale Neustrukturierung des Bestandes
B – daraus resultierend Planung des Erweiterungsbaus
C – mögliche Bauabschnittsbildung der Sanierung
erarbeitet werden.
Mit den Projektbeteiligten wurde vereinbart, keine Funktionszuordnungen für den Neubau fes t-
zulegen, um für die Aufgabenstellung unterschiedliche Lösungsansätze als Entscheidungs-
grundlage zu erhalten.
Die erforderlichen Anforderungen für den Neubau, der den 1.Bauabschnitt darstellen wird,
werden in der Veröffentlichung benannt. Eine bauliche Anbindung an den Bestand ist erforde r-
lich. Für alle neu zu planenden Gebäude und Freiflächen ist Barrierefreiheit und eine Gesta l-
tung der Orientierungs- und Informationssysteme nach dem „Mehr-Sinne-Prinzip“ sicherzustel-
len.
Die anschließende, vom Neubau zunächst unabhängige Sanierung, muss in mehreren Bauab-
schnitten erfolgen, um einen laufenden Schulbetrieb zu gewährleisten. Während der Sanierung
steht der erstellte Neubau als Interimsunterkunft zur Verfügung.
Die Frage nach der wirtschaftlichen Sanierung des Therapiebades im Bestand ist im Verfa h-
rensprozess zu klären und bedingt, abhängig von den Untersuchungsergebnissen, ev tl. neue
Flächenanforderungen hinsichtlich Wasserfläche, Umlauf-, Technik- und Nebenflächen.
Die Gesamtkonferenz der Schule hat im November 2018 dem Raumprogramm und der Beibe-
haltung des Schulstandorts Vogelsbergstraße vorbehaltlos zugestimmt.
Das Gesamtraumprogramm für die Christoph-Graupner-Schule (Bestand und Neubau) umfasst
eine Programmfläche vom rd. 3.975 qm (s. Anlage 1).
Stand 10/2018
1.0 Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
2.0 Fachunterricht
3.0 Therapiebereich
4.0 Arbeits- und Verwaltungsflächen
5.0 Gemeinschaftsflächen
6.0 Wirtschaftsflächen
7.0 Sportflächen, inkl. WW-Nichtschwimmerbecken
1.545
530
120
455
205
185
935
Programmfläche in qm, Summe A 3.975
Summe A beziffert die reine Programmfläche in qm der Schule und nicht die Bruttogeschoss-
fläche. Nicht enthalten sind pädagogische Erschließungsflächen, Verkehrsflächen, Technikflä-
chen, Flächen für Sanitär, Hygiene, etc.
Der Grobkostenschätzung liegt eine errechnete Bruttogeschossfläche zugrunde, die über e ine
Indexhochrechnung durch den EB Immobilienmanagement Darmstadt ermittelt wurde.
Demgegenüber steht eine Programmfläche im Bestandsgebäude von rd. 2.725 qm (BGF Be-
stand 4805 qm, ohne Containergebäude?)
Die fehlende Programmfläche von rd. 1.250 qm muss in einem Erweiterungsbau dargestellt
werden.
1.0 Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Aufgrund der Forderung nach einem Interimsstandort für die Sanierung soll der Lern- und Un-
terrichtsbereich weitestgehend im Neubau dargestellt werden. Ein rhythmisierter Unterricht
mit Phasen von Lernen, Entspannung, Bewegung und Ruhe ist Teil des pädagogischen Ko n-
zepts der Schule. Die erforderlichen Räume für den Ganztag sollen soweit als möglich bauli
cher und pädagogischer Bestandteil des Lern- und Unterrichtsbereiches sein, sodass im tägli
. . .
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chen Schulrhythmus größtmögliche Synergien und Mehrfachnutzungen der Räume möglich
sind. In den Vormittagsstunden steht der Bereich Ganztag der Schule zur Verfügung und kann
für Therapien bzw. Differenzierungsangebote o. ä. genutzt werden.
Time-Out-Räume (Differenzierungsräume) sind ebenso dem Lern- und Unterrichtsbereich zu-
zuordnen und sichern Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit einem höheren
Bedarf an Ruhe und Unterstützung, z. B. bei schweren Mehrfachbehinderungen und komple-
xem Assistenzbedarf.
2.0 Fachunterrichtsbereich
Darstellung weitestgehend im Bestand, Rückführung der ursprünglichen Nutzungen .
3.0 Therapiebereich, Physio | Ergo | Logotherapie
Zuordnung zum Bereich Ganztag erwünscht.
4.0 Arbeits- und Verwaltungsflächen
Der Ausbau und die stetige Entwicklung hin zur Ganztagsschule ist eine Antwort auf die verä n-
derten Lebens- und Arbeitswelten von Familien. Der gesellschaftliche Auftrag, Schule als Lern-
und Lebensort zu begreifen, bedingt höhere Präsenzzeiten des Personals an der Schule und
fordert quantitativ und qualitativ verbesserte Flächenangebote im Verwaltungsbereich.
Die täglich erforderliche Arbeit in multiprofessionellen Teams (Förderschullehrer*innen, Päda-
gog*innen, Erzieher*innen, Krankenpflege, Teilhabeassistent*innen, FSJler*innen, etc.) führt im
Vergleich zur Regelgrundschule zu einem deutlich höheren Personalstand an der Christoph -
Graupner-Schule.
5.0 Gemeinschaftsflächen
Das Mittagessenskonzept der Christoph-Graupner-Schule sieht vor, dass in der Regel die Klas-
sen der Berufsorientierung die Cafeteria/Mensa zur Einnahme des Mittagessens nutzen.
Die weiteren Klassenteams nehmen das Mittagessen in ihren Klassenräumen ein. Hierfür ist
eine Regenerierküche vorgesehen, d. h. tiefgekühltes Essen wird angeliefert und mittels Kon-
vektomaten zubereitet. Die Ausgabe der Essen erfolgt dezentral in den Klassenräumen.
Bei der Umstrukturierung der Funktionen und der geplanten Erweiterung ist auf ausreichend
große Bewegungsflächen für nicht mobile Kinder zu achten.
Die im Bestand bereits vorhandenen großzügigen Erschließungsflächen stellen für die Schule
ein großes Nutzungspotential dar (Kommunikation und Pause) und sollen weitestgehend erha l-
ten bleiben.
Ausreichend Abstellflächen und Lagermöglichkeiten für Rollstühle und andere technische Un-
terstützungssysteme sind auf allen Ebenen in unmittelbarer Nähe zu den Unterrichtsbereichen
nachzuweisen.
Auf allen Ebenen müssen ausreichend Hygiene- und Sanitärbereiche für Schülerinnen und
Schüler mit gravierenden Beeinträchtigungen und einem erhöhtem Assistenzbedarf bei der
Körperpflege sein. Auch hier sei auf die steigende Zahl der nicht mobilen Kinder mit hohem
Unterstützungsbedarf hingewiesen.
7.0 Sportflächen
Die im Raumprogramm bezifferten Sportflächen sind Bestandsflächen, deren Erhalt und Sanie-
rung Priorität hat, jedoch im weiteren Planungsprozess auf eine wirtschaftliche und funktionale
Lösung hin zu untersuchen ist.
Insbesondere die Frage nach der Sanierung des Warmwasser-Nichtschwimmerbeckens im Be-
stand ist im Planungsprozess zu klären und bedingt, abhängig von den Untersuchungs -
ergebnissen, möglicherweise neue Flächenangaben hinsichtlich einer reduzierten Wasserfläche,
Umlaufflächen, Neben- und Technikflächen.
Angestrebte Kooperationen
Im Hinblick auf die wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit erheblichem Förderbe -
darf und dem Anspruch auf Inklusion im Regelschulbereich ist die Schule im Prozess, Koopera -
. . .
- 7 -
tionsmodelle mit weiterführenden Schulen und Berufsschulen zu entwickeln.
Hierzu fanden bereits Gespräche mit Staatlichem Schulamt und Schulleitung der Kooperat i-
onsschule statt. Konkrete Ergebnisse und ein Rahmenkonzept zur zeitlichen Umsetzung kö n-
nen zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.
Finanzierung (s. Anlage 3)
Die im Mag.-Beschluss Nr. 294 vom 16.07.2014 bewilligten Kosten in Höhe von rd.
7.200.000,-€ Baubeginn 2015
sind aus den vorstehend geschilderten Gründen nicht zu halten.
Schon heute würden sich die Kosten bei Baubeginn 2020 und einkalkulierten Baukostensteige-
rungen und Risikozuschlägen bei Umsetzung der Raumprogrammvorlage Stand 2014 auf rd.
11.000.000,- € Baubeginn 2020
belaufen.
Unter Berücksichtigung der Fortentwicklung des Raumprogramms (Stand 2018), der priorisie r-
ten Sanierung des Bades und der erhöhten Zubaufläche ist laut Aussage des Eigenbetriebs
Immobilienmanagement Darmstadts eine Kostenentwicklung von bis zu
17.500.000,- € Baubeginn 2020
(Sanierung ca. 9.500.000,-€, Neubau ca. 8.000.000,-€)
zu erwarten.
Im Wirtschaftsplan Immobilienmanagement (IDA) stehen als Planungsmittel und Anschubfi-
nanzierung folgende Mittel zur Verfügung:
Haushaltsjahr 2018 560.000,- €
Haushaltsjahr 2019 500.000,- €
Haushaltsjahr 2019 900.000,- € (als VE)
Diese Mittel sind auskömmlich für notwendige Grundlagenermittlungen, die Durchführung des
VgV-Verfahrens und die mögliche Beauftragung der ersten Planungsstufe (LPH 1-3). Nach Ab-
schluss der LPH 3 kann eine Kostenberechnung vorgelegt werden. Nach Beschlussfassung der
Gremien über die Planung und Gesamtkosten erfolgt eine Etatisierung der Jahresansätze im
Wirtschaftsplan IDA.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist bei baulichen Investitionen und Grundausstattungen auf
der Grundlage der öffentlich-rechtlichen Beteiligung vom 9.10.2014 gem. § 2 Finanzierung, zu
Investitionszuschüssen im Verhältnis der Gastschülerzahl zur Gesamtschülerzahl verpflichtet.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg erhält die Vorlage zur Kenntnis und weiteren Veranlassung
innerhalb der eigenen Organisation.
Darmstadt, 20. Dezember 2018
-40-, PLR, Zi
Dezernat I Dezernat II Dezernat III
Jochen Partsch Rafael Reißer Dr. Barbara Bozcek
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 6
20227 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
23.01.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat III
Dezernat IV
Dezernat V
Amt: Schulamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 10.1 65
II 40 52
III 61
IV 20 70
V Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0349
Magistratsbeschluss -Nr.
47
Internetfähig
Produkt-Nr.: 221010
Kostenstelle: 040-020-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 221011 Sachkonto:
Betreff: Gesamtraumprogramm Christoph -Graupner-Schule,
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau
aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener
Anforderungen an Ganztag und Betreuung
Vorlage vom: 20.12.2018
Beschlussvorschlag :
1. Der Fortentwicklung des Gesamtraumprogramms für die Christoph -Graupner-Schule wird im
Hinblick auf die kontinuierlich steigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler und
Anforderungen an Ganztag und Betreuung zugestimmt.
2. Den Bau- und Projektkosten in Höh e von rd. 17.500.000, -€ (9.500.000,-€ Sanierung und
8.000.000,-€ Neubau) wird zugestimmt.
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3. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement wird beauftragt, die wirtschaftliche Sanierung des
Wasserbeckens im Rahmen der Grundlagenermittlung untersuchen zu lassen.
4. Ist eine Sanierung wirtschaftlich nicht zu vertreten, wird ein Warmwasser -
Nichtschwimmerbecken mit reduzierter Wasserfläche im Neubau oder Bestand realisiert.
5. Der Eigenbetrieb Immobilienmanagement Darmstadt wird auf Grundlage des unter 1.
beschlossenen Raumprogramms beauftragt, das V ergabeverordnungs -Verfahren (VgV)
einzuleiten und die notwendigen Planungsschritte zu veranlassen.
6. Der Landkreis Darmstadt -Dieburg ist auf der Grundlage der öffentlich -rechtlichen
Vereinbarung vom 09.02.2014 an den Bau - und Projektkosten zu beteiligen.
Anlagen: CGS_20181121_Orthophoto
CGS_20181025_Anlage 1_Gesamtraumprogramm
CGS_20181025_Anlage 1_Erläuterungen_Anforderungen
CGS_20181119_ Anlage 2_Grobkosten
CGS_20181108_Anlage 3_ Zahlen der Schülerinnen und Schüler
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 30.01.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.12.2018
Schulform
Die Christoph-Graupner-Schule ist eine Schule mit Förderschwerpunkt geistige Entwicklung mit
einer Abteilung körperlich-motorische Entwicklung. Auftrag in diesem Förderschwerpunkt ist
es, bei Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung die kulturelle und gesellschaftliche
Teilhabe anzustreben.
Seit 2002 ist die Schule zudem regionales, seit 2018 überregionales Beratungs- und
Förderzentrum für körperbehinderte Schülerinnen und Schüler aus allg. bildenden Schulen und
weiteren Förderschulen aus der Stadt Darmstadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg.
Städtebau und Schule
Die Schule liegt im nördlichen Martinsviertel am Rande des Bürgerparks und ist Bestandteil
der „Schulinsel“ Christian-Morgenstern-Schule (Grundschule), Ernst-Elias-Niebergall-Schule
(Förderschule mit Förderschwerpunkt Lernen) und Bernhard-Adelung-Schule (Integrierte
Gesamtschule). Das sich derzeit in Sanierung befindliche Berufsschulzentrum Nord, die
gymnasiale Oberstufe Bertolt-Brecht-Schule und der Neubau des Nordbades mit Hallen- und
Freibad liegen in unmittelbar erreichbarer Nähe.
Eingebettet in eine vielfältige Schullandschaft und in ein gewachsenes Stadtquartier mit
Einkaufsmöglichkeiten und Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bieten sich der Schule
an diesem Standort viele Synergien und Möglichkeiten der Kooperation mit anderen
Schulformen und außerschulischen Partnern.
Die Schule wurde 1978 von Löwer Architekten aus Darmstadt erbaut und wird seit 1979 als
Ganztagsschule geführt. Es entstand eine Modellschule, die von der baulich-pädagogischen
Konzeption her die Umsetzung des Bildungs- und Erziehungsauftrags angemessen
ermöglichte. Konzipiert wurde sie für 70 - 100 Schülerinnen und Schüler.
Im Schuljahr 2018/2019 werden 130 Schülerinnen und Schüler (plus 14 SuS
Bärenstark/HSU)1 in 19 Klassen (plus 2 Klassen Bärenstark /HSU) untergliedert in Grund-,
Mittel-, Haupt-, und Berufsorientierungsstufe bis zu 14 Schuljahre unterrichtet.
47 VZ-Lehrkräfte, 22 Absolvent*innen eines Freiwilligen Sozialen Jahres und 32
Teilhabeassistent*innen arbeiten gemeinsam in multiprofessionellen Teams in der Schule.
Die Schülerinnen und Schüler der Christoph-Graupner-Schule kommen aus dem gesamten
Stadtgebiet Darmstadts sowie aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg. Die Beförderung der
Schülerinnen und Schüler erfolgt mit Schulbussen des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben
und Dienstleistungen (EAD) und mit privaten Kleinbusunternehmen.
Auf der Grundlage der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung vom 09.10.2014 (gemäß § 140
Hessisches Schulgesetz) zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg werden bis zu max. 30 Kinder aus dem Landkreis an der Schule
aufgenommen. Die Vereinbarung beinhaltet auch die rechtlichen Grundlagen zur Finanzierung
von Bauinvestitionen, Unterhaltungs-, und Ausstattungsmaßnahmen.
Bauliche Situation
Die Schule befindet sich in einem erheblich sanierungsbedürftigen Zustand.
Aufgrund der gestiegenen Zahlen der Schülerinnen und Schüler wurden im Laufe der Jahre
sechs Fachräume in Klassenräume umgewandelt, um alle möglichen räumlichen Ressourcen
auszuschöpfen.
1 HSU = Häuslicher Unterricht
Die Einrichtung Bärenstark ist eine stationäre Intensivpflegeeinrichtung für schwerstpflegebedürftige Kinder und
Jugendliche in Darmstadt. Die schulpflichtigen Kinder und Jugendliche sind Schülerinnen und Schüler der Christoph-
Graupner-Schule und besuchen diese auch zeitweise in Begleitung von Krankenpflegepersonal. Ein Großteil dieser
Kinder wird jedoch aufgrund ihrer schweren Erkrankung außerschulisch in der Einrichtung unterrichtet.
. . .
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In der Quantität und Qualität der Hygieneräume und in Bezug auf die barrierefreie
Erschließung und möglichen Evakuierung aller Funktionsbereiche der Schule besteht
Handlungsbedarf.
Die Anzahl der Verwaltungsflächen für Schule und Beratungszentrum sind unzureichend und
entsprechen nicht den Schulbauleitlinien der Stadt Darmstadt. Die Arbeit in multiprofes-
sionellen Teams erfordert neben Flächen für Besprechung und Erholung, qualifizierte
Lehrerarbeitsplätze und Beratungsräume.
Entgegen der ursprünglichen Haltung, das Therapiebad an der Schule zugunsten des neu
entstehenden Bewegungsbeckens im Nordbad, aufzugeben, soll eine wirtschaftliche Sanierung
des Bades in situ oberste Priorität haben und steht dadurch als zu überplanende Fläche im
Bestand nicht mehr zur Verfügung.
Beschlüsse
Mit Beschluss der Betriebskommission IDA, 2014/018 vom 04.06.2014, und
Magistratsbeschluss Nr. 294 vom 16.07.2014 wurde auf Grundlage der Konzeptstudie des
Planungsbüros Thomas Schinkel der Fortführung der Planung Sanierung Christoph -Graupner-
Schule und Neubau und der Einleitung eines Vergabeverordnungs-Verfahrens (damals VOF)
zugestimmt.
Das Büro a:dk architekten aus Mainz wurde durch den Eigenbetrieb IDA zur Durchführung der
Verfahrensbetreuung beauftragt. Das VgV-Verfahren für die Bestandssanierung mit
Neubauerweiterung soll kurzfristig veröffentlicht werden.
Die prognostizierten steigenden Zahl der Schülerinnen und Schüler und die priorisierte
Sanierung des Therapiebades im Bestand erforderten eine Fortschreibung des
Raumprogramms.
Aufgrund von Flächenmehrungen, einem Zubauvolumen mit deutlich größerer
Bruttogeschossfläche und daraus resultierenden gestiegenen Bau- und Projektkosten (s.
Anlage 2, IDA) wird ein aktueller Magistratsbeschluss erforderlich.
Prognose Zahlen der Schülerinnen und Schüler|Fakten und Hintergrund
Auch seit Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention sind die Schülerzahlen an der
Christoph-Graupner-Schule kontinuierlich steigend (s. Anlage 3, Quelle Schulleitung Christoph-
Graupner-Schule).
Die prognostische Annahme, dass die Zahlen der Schülerinnen und Schüler der Christoph-
Graupner-Schule im Zuge der inklusiven Beschulung rückläufig sein könnten, hat sich nicht
bestätigt. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Schulen mit Förderschwerpunkt
Geistige Entwicklung als Förderort gerade von Eltern mit komplex beeinträchtigten Kindern und
Jugendlichen und solchen mit herausforderndem Verhalten auch in Zukunft bevorzugt werden.
Eine inklusive Beschulung der Kinder mit komplexen Beeinträchtigungen wird von den
Schulleitungen und Kollegien der Grund- und weiterführenden Schulen perspektivisch als
überfordernd und unrealistisch angesehen. Die Entfaltung und Förderung dieser Kinder auch
im Regeschulbereich muss nach wie vor offensiv verfolgt werden, bedingt aber grundlegende
strukturelle Änderungen im System, auf die die Stadt Darmstadt als Schulträger nur
unwesentlich Einfluss nehmen kann.
Neben dem grundsätzlichen Wachstum der Wissenschaftsstadt Darmstadt, der Zuwanderung
und der damit verbundenen wachsenden Anzahl an Einschulungen ist der kontinuierliche
Fortschritt im Bereich der Frühgeborenen-Intensivmedizin ein weiterer Faktor für die
steigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler dieser Schulform.
Dies spiegelt die Grafik der ansteigenden Zahlen der Schülerinnen und Schüler mit sehr hohem
Unterstützungsbedarf wider.
So ist die Zahl der nicht mobilen Schülerinnen und Schüler und derjenigen, die in nahezu allen
lebenspraktischen Tätigkeiten Unterstützung benötigen, in den letzten Jahren kontinuierlich
gestiegen. Auch hierauf musste im Zuge der Entwicklung das Raumprogramm in einigen
Funktionsbereichen angepasst bzw. erweitert werden.
Erläuterungen zum Raumprogramm, Anforderungen Bauaufgabe
In Absprache mit dem Staatlichen Schulamt, den Vertretungen der Schulleitung und dem
Schulträger wird die Organisationsgröße der Schule aufgrund der begrenzten
- 6 -
Erweiterungsmöglichkeiten auf dem vorhandenen Grundstück auf 140 Schülerinnen und
Schüler in max. 20 Klassen begrenzt.
Die Schwierigkeit, die Schulgemeinde während der Bauphase in einer adäquaten
Interimsunterkunft unterzubringen, verbunden mit der Prognose der steigenden Zahlen der
Schülerinnen
. . .
und Schüler ließen im Laufe des Prozesses die Diskussion über einen alternativen Neubau -
standort aufkommen. Die bereits beschriebene Attraktivität des Standortes in der
Vogelsbergstraße hatte jedoch im Rahmen der Diskussion für die Schulgemeinde Priorität. Im
Rahmen des VgV-Verfahrens sollen von den beauftragten Arbeitsgemeinschaften (Architekten
und Fachingenieure) auf Grundlage des zu beschließenden Raumprogramms Vorschläge für
eine
A – funktionale Neustrukturierung des Bestandes
B – daraus resultierend Planung des Erweiterungsbaus
C – mögliche Bauabschnittsbildung der Sanierung
erarbeitet werden.
Mit den Projektbeteiligten wurde vereinbart, keine Funktionszuordnungen für den Neubau
festzulegen, um für die Aufgabenstellung unterschiedliche Lösungsansätze als
Entscheidungsgrundlage zu erhalten.
Die erforderlichen Anforderungen für den Neubau, der den 1.Bauabschnitt darstellen wird,
werden in der Veröffentlichung benannt. Eine bauliche Anbindung an den Bestand ist
erforderlich. Für alle neu zu planenden Gebäude und Freiflächen ist Barrierefreiheit und eine
Gestaltung der Orientierungs- und Informationssysteme nach dem „Mehr-Sinne-Prinzip“
sicherzustellen.
Die anschließende, vom Neubau zunächst unabhängige Sanierung, muss in mehreren
Bauabschnitten erfolgen, um einen laufenden Schulbetrieb zu gewährleisten. Während der
Sanierung steht der erstellte Neubau als Interimsunterkunft zur Verfügung.
Die Frage nach der wirtschaftlichen Sanierung des Therapiebades im Bestand ist im
Verfahrensprozess zu klären und bedingt, abhängig von den Untersuchungsergebnissen, evtl.
neue Flächenanforderungen hinsichtlich Wasserfläche, Umlauf-, Technik- und Nebenflächen.
Die Gesamtkonferenz der Schule hat im November 2018 dem Raumprogramm und der
Beibehaltung des Schulstandorts Vogelsbergstraße vorbehaltlos zugestimmt.
Das Gesamtraumprogramm für die Christoph-Graupner-Schule (Bestand und Neubau) umfasst
eine Programmfläche vom rd. 3.975 qm (s. Anlage 1).
Stand 10/2018
1.0 Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
2.0 Fachunterricht
3.0 Therapiebereich
4.0 Arbeits- und Verwaltungsflächen
5.0 Gemeinschaftsflächen
6.0 Wirtschaftsflächen
7.0 Sportflächen, inkl. WW-Nichtschwimmerbecken
1.545
530
120
455
205
185
935
Programmfläche in qm, Summe A 3.975
Summe A beziffert die reine Programmfläche in qm der Schule und nicht die
Bruttogeschossfläche. Nicht enthalten sind pädagogische Erschließungsflächen,
Verkehrsflächen, Technikflächen, Flächen für Sanitär, Hygiene, etc.
Der Grobkostenschätzung liegt eine errechnete Bruttogeschossfläche zugrunde, die über eine
Indexhochrechnung durch den EB Immobilienmanagement Darmstadt ermittelt wurde.
Demgegenüber steht eine Programmfläche im Bestandsgebäude von rd. 2.725 qm (BGF
Bestand 4805 qm, ohne Containergebäude?)
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Die fehlende Programmfläche von rd. 1.250 qm muss in einem Erweiterungsbau dargestellt
werden.
1.0 Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag
Aufgrund der Forderung nach einem Interimsstandort für die Sanierung soll der Lern- und
Unterrichtsbereich weitestgehend im Neubau dargestellt werden. Ein rhythmisierter Unterricht
mit Phasen von Lernen, Entspannung, Bewegung und Ruhe ist Teil des pädagogischen
Konzepts der Schule. Die erforderlichen Räume für den Ganztag sollen soweit als möglich bauli
cher und pädagogischer Bestandteil des Lern- und Unterrichtsbereiches sein, sodass im tägli
. . .
chen Schulrhythmus größtmögliche Synergien und Mehrfachnutzungen der Räum e möglich
sind. In den Vormittagsstunden steht der Bereich Ganztag der Schule zur Verfügung und kann
für Therapien bzw. Differenzierungsangebote o. ä. genutzt werden.
Time-Out-Räume (Differenzierungsräume) sind ebenso dem Lern- und Unterrichtsbereich
zuzuordnen und sichern Rückzugsmöglichkeiten für Schülerinnen und Schüler mit einem
höheren Bedarf an Ruhe und Unterstützung, z. B. bei schweren Mehrfachbehinderungen und
komplexem Assistenzbedarf.
2.0 Fachunterrichtsbereich
Darstellung weitestgehend im Bestand, Rückführung der ursprünglichen Nutzungen.
3.0 Therapiebereich, Physio | Ergo | Logotherapie
Zuordnung zum Bereich Ganztag erwünscht.
4.0 Arbeits- und Verwaltungsflächen
Der Ausbau und die stetige Entwicklung hin zur Ganztagsschule ist eine Antwort auf die
veränderten Lebens- und Arbeitswelten von Familien. Der gesellschaftliche Auftrag, Schule als
Lern- und Lebensort zu begreifen, bedingt höhere Präsenzzeiten des Personals an der Schule
und fordert quantitativ und qualitativ verbesserte Flächenangebote im Verwaltungsbereich.
Die täglich erforderliche Arbeit in multiprofessionellen Teams (Förderschullehrer*innen,
Pädagog*innen, Erzieher*innen, Krankenpflege, Teilhabeassistent*innen, FSJler *innen, etc.)
führt im Vergleich zur Regelgrundschule zu einem deutlich höheren Personalstand an der
Christoph-Graupner-Schule.
5.0 Gemeinschaftsflächen
Das Mittagessenskonzept der Christoph-Graupner-Schule sieht vor, dass in der Regel die
Klassen der Berufsorientierung die Cafeteria/Mensa zur Einnahme des Mittagessens nutzen.
Die weiteren Klassenteams nehmen das Mittagessen in ihren Klassenräumen ein. Hierfür ist
eine Regenerierküche vorgesehen, d. h. tiefgekühltes Essen wird angeliefert und mittels
Konvektomaten zubereitet. Die Ausgabe der Essen erfolgt dezentral in den Klassenräumen.
Bei der Umstrukturierung der Funktionen und der geplanten Erweiterung ist auf ausreichend
große Bewegungsflächen für nicht mobile Kinder zu achten.
Die im Bestand bereits vorhandenen großzügigen Erschließungsflächen stellen für die Schule
ein großes Nutzungspotential dar (Kommunikation und Pause) und sollen weitestgehend
erhalten bleiben.
Ausreichend Abstellflächen und Lagermöglichkeiten für Rollstühle und andere technis che
Unterstützungssysteme sind auf allen Ebenen in unmittelbarer Nähe zu den
Unterrichtsbereichen nachzuweisen.
Auf allen Ebenen müssen ausreichend Hygiene- und Sanitärbereiche für Schülerinnen und
Schüler mit gravierenden Beeinträchtigungen und einem erhöhtem Assistenzbedarf bei der
Körperpflege sein. Auch hier sei auf die steigende Zahl der nicht mobilen Kinder mit hohem
Unterstützungsbedarf hingewiesen.
7.0 Sportflächen
Die im Raumprogramm bezifferten Sportflächen sind Bestandsflächen, deren Erhalt und
Sanierung Priorität hat, jedoch im weiteren Planungsprozess auf eine wirtschaftliche und
funktionale Lösung hin zu untersuchen ist.
- 8 -
Insbesondere die Frage nach der Sanierung des Warmwasser-Nichtschwimmerbeckens im
Bestand ist im Planungsprozess zu klären und bedingt, abhängig von den Untersuchungs-
ergebnissen, möglicherweise neue Flächenangaben hinsichtlich einer reduzierten Wasserfläche,
Umlaufflächen, Neben- und Technikflächen.
Angestrebte Kooperationen
Im Hinblick auf die wachsende Zahl von Schülerinnen und Schülern mit erheblichem Förderbe-
darf und dem Anspruch auf Inklusion im Regelschulbereich ist die Schule im Prozess, Koopera -
. . .
tionsmodelle mit weiterführenden Schulen und Berufsschulen zu entwickeln.
Hierzu fanden bereits Gespräche mit Staatlichem Schulamt und Schulleitung der
Kooperationsschule statt. Konkrete Ergebnisse und ein Rahmenkonzept zur zeitlichen
Umsetzung können zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht genannt werden.
Finanzierung (s. Anlage 3)
Die im Mag.-Beschluss Nr. 294 vom 16.07.2014 bewilligten Kosten in Höhe von rd.
7.200.000,-€ Baubeginn 2015
sind aus den vorstehend geschilderten Gründen nicht zu halten.
Schon heute würden sich die Kosten bei Baubeginn 2020 und einkalkulierten
Baukostensteigerungen und Risikozuschlägen bei Umsetzung der Raumprogrammvorlage
Stand 2014 auf rd.
11.000.000,- € Baubeginn 2020
belaufen.
Unter Berücksichtigung der Fortentwicklung des Raumprogramms (Stand 2018), der
priorisierten Sanierung des Bades und der erhöhten Zubaufläche ist laut Aussage des
Eigenbetriebs Immobilienmanagement Darmstadts eine Kostenentwicklung von bis zu
17.500.000,- € Baubeginn 2020
(Sanierung ca. 9.500.000,-€, Neubau ca. 8.000.000,-€)
zu erwarten.
Im Wirtschaftsplan Immobilienmanagement (IDA) stehen als Planungsmittel und
Anschubfinanzierung folgende Mittel zur Verfügung:
Haushaltsjahr 2018 560.000,- €
Haushaltsjahr 2019 500.000,- €
Haushaltsjahr 2019 900.000,- € (als VE)
Diese Mittel sind auskömmlich für notwendige Grundlagenermittlungen, die Durchführung des
VgV-Verfahrens und die mögliche Beauftragung der ersten Planungsstufe (LPH 1-3). Nach
Abschluss der LPH 3 kann eine Kostenberechnung vorgelegt werden. Nach Beschlussfassung
der Gremien über die Planung und Gesamtkosten erfolgt eine Etatisierung der Jahresansätze
im Wirtschaftsplan IDA.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist bei baulichen Investitionen und Grundausstattungen auf
der Grundlage der öffentlich-rechtlichen Beteiligung vom 9.10.2014 gem. § 2 Finanzierung, zu
Investitionszuschüssen im Verhältnis der Gastschülerzahl zur Gesamtschülerzahl verpflichtet.
Der Landkreis Darmstadt-Dieburg erhält die Vorlage zur Kenntnis und weiteren Veranlassung
innerhalb der eigenen Organisation.
Darmstadt, 20. Dezember 2018
-40-, PLR, Zi
Dezernat I Dezernat II Dezernat III
Jochen Partsch Rafael Reißer Dr. Barbara Bozcek
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadträtin
Dezernat IV Dezernat V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 8
422 Zeichen
Punkt 5: Gesamtraumprogramm Christoph-Graupner-Schule, Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung Sanierung des Bestandsgebäudes inkl. Therapiebad und Erweiterungsneubau aufgrund steigender Zahlen der Schülerinnen und Schüler und gewachsener Anforderungen an Ganztag und Betreuung (V-Nr. 2018/0349) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD-Fraktion
anlage 4
1847 Zeichen
Eigenbetrieb Immobilienmanagement
Fachbereich Bauunterhaltung und Projektsteuerung
- 1 -
Anlage 2 19.11.2018
Vergleich der Kosten -Sanierung BK-Vorlage 19.5.2014 Variante 2 VGV Verfahren 2018- Baubeginn 2020
Christoph Graupner-Schule
Weitere ntwicklung in situ
incl. Therapiebad
Ermittlung über cbm/ umbauter Raum Ermittlung über Qm /BGF
2014 wurde fiktiv der gesamte Therapie
und Technik- bereich mit Nutzungen be-
legt und die Kostenansätze für den hier
relativ kleinen Zubau wurden über um-
bauten Raum ermittelt. Bei Erhalt des
Therapiebades(Weiterentwicklung 2018)
muß für das nun erforderliche wesent-
lich größere Zubauvolumen über qm
/BGF gerechnet werden.
Masse
umbauter
Raum in
cbm
BKI faktor
€/cbm
300+400+700
brutto
Ermittelte
Grob-Kosten
Baubeginn
2015 €
Variante 2
Baubeginn.2020
indiziert mit Baukos-
tensteigerung 25%
und Risiko:
Bestand 32%
Neubau 10%
BGF -
Faktor
HNF*
1,79
Faktor
BKI
2015 auf
2018
indiziert
300+400
netto
qm/
BGF in €
Kgr
300+400
indiziert mit
Nebenkosten
Kgr 700 Neu-
bau 25%
Sanier. 30%
Programmfläche Schulamt 3975 qm
Rechnerische BGF 7115
BGF Bestand 4805 1.610 € 7.690.403 € 9.973.739 €
Zubau Variante 2 /Kubikmeter 2920 460 € 1.343.200 € 1.813.320 €
BGF Zubau voller Ansatz VGV 2238 2.549 € 5.703.388 € 7.528.329 €
Sanierungkosten 300/400/700 19760 296 € 5.848.960 € 9.650.784 €
300/400/700 ohne Außenanlagen und Interim
7.192.160 € 11.464.104 € 17.502.067 €
7.200.000 €
11.465.000 € 17.500.000 €
anlage 3
6376 Zeichen
Wissenschaftsstadt Darmstadt | Schulamt Planungsreferat | Anlage 1 Anforderungen Wettbewerb | Erläuterungen zum Raumprogramm, Stand 11.9.2018 Das Gesamtraumprogramm für die Christoph-Graupner-Schule umfasst eine Programmfläche von rd. 3975 qm Diese gliedert sich in den Lern- und Unterrichtsbereich | Ganztag 1545 Fachunterricht 530 Therapiebereich 120 Arbeits- und Verwaltungsflächen 455 Gemeinschaftsflächen 205 Wirtschaftsflächen 185 Sportflächen 935 Programmfläche Gesamt 3975 Nebenflächen, wie Sanitär-, Hygieneräume, Technikflächen und auch pädagogische Erschließungsflächen sind unberücksichtigt. Anforderungen an die Planung | Bauaufgabe | Funktionszuordnungen Für die Umsetzung des Raumprgramms sollen im Rahmen des Wettbewerbs Vorschläge für A - eine funktionale Neustrukturierung des Bestandes B - daraus resultierend Planung des Erweiterungsbaus C - mögliche Bauabschnittsbildungen der Sanierung erarbeitet werden. Folgende Anforderungen sind hierbei zu erfüllen: Die geplante Erweiterung sollte aus diesem Grund im wesentlichen die Funktionen Lern- und Unterrichtsbereich beinhalten. Eine räumliche Anbindung des Erweiterungsbaus an den Bestand ist erforderlich. Die anschließende vom Neubau zunächst unabhängige Sanierung muss in mehreren Bauabschnitten erfolgen, um einen laufenden Schulbetrieb zu gewährleisten. Mögliche funktionale Szenarien: Ein mögliches Szenario ist, die bereits im Bestand umgenutzten Fachräume zu Unterrichtsräumen ihrer ursprünglichen Nutzung im weiteren Planungsprozess auf eine funktionale und wirtschaftliche Lösung hin zu untersuchen ist. 1.1 Lern- und Unterrichtsbereiche | Ganztag Anforderungen Die Organisationsgröße der Schule wird auf max. 140 SuS festgelegt. Barrierefreie Nutzbarkeit aller Funktionsbereiche der Schule. Gestaltung der Informations- und Orientierungssysteme nach dem "Mehr-Sinne-Prinzip 1.1 Lern- und Unterrichtsbereich / Basis (LuB) Darstellung weitestgehend im Neubau / Erweiterung Funktionale Aussattung Klassenraum, inkl. Küchenzeile Wie sieht ein "Klassenraum der Zukunft" für Kinder mit Einschränkunen aus? 1.2 Ganztag | Betreuung Die erforderlichen Räume für Betreuung sollen integraler Bestandteil des gesamten Schulkomplexes werden, so dass im täglichen Schulrhythmus größtmögliche Synergien und Mehrfachnutzungen der Räume möglich sind. In den Vormittagsstunden steht der Bereich Ganztag der Schule zur Verfügung und kann für Therapien bzw. Differenzierungsangebote o.ä. genutzt werden 1.3 Time-Out | Rückzug und Ruhe Zuordnung zu dem Lern- und Unterrichtsbereich / pro Geschoss Abgeschirmte Räume für Schüler mit einem höheren Bedarf an Ruhe- und Rückzugszeiten, z.B. bei schweren Mehrfachbehinderungen und komplexem Assistenzbedarf 2.0 Fachunterrichtsbereich Darstellung der Fachunterrichtsräume weitestgehend im Bestand 3.0 Therapiebereich Physio | Logo | Ergotherapie Zuordnung der Therapieräume zu dem Bereich Ganztag erwünscht Teilweise Doppelnutzung der geplanten Räume Physio | Bewegungszentrum Bestand Therapiebad Sanierung im Bestand ist zu untersuchen, evtl neue Flächenanforderungen Medizinische Versorgung Erste-Hilfe-Raum zur Lagerung von Arzneimitteln für SuS mit spezieller Arzneimittelversorgung Demgegenüber steht eine Programmfläche im Bestandsgebäude von ca. 2725 qm (ohne Containergebäude) Die im Raumprogramm bezifferten Sport- und Freiflächen sind Bestandsflächen, deren Erhalt und Sanierung Priorität hat, jedoch Insbesondere die Frage nach der Sanierung des Therapiebades im Bestand ist im Planungsprozess zu klären und bedingt, abhängig von den Untersuchungsergebnissen, möglicherweise neue Flächenanforderungen, hinsichtlich Wasserfläche, Umlaufflächen, Neben-, und Technikflächen. als Fachraum zurückgeführt werden, so dass im sanierten Bestand zukünftig der Fachraumtrakt verortet wäre. Eine weitere Überlegung ist, die Räume der Verwaltung ebenso im Bestand zu verorten und, wenn funktional möglich durch einen Lehrerstützpunkt mit Arbeitsplätzen zu erweitern. Ein Lehrerstützpukt sollte bei allen Lösungen auch im NB sein. Der Neubau hat oberste Priorität muss für den Zeitraum der anschließenden Bestandssanierung als Interimsgebäude dienen. CGS_20181025_Raumprogramm _Erläuterungen Wissenschaftsstadt Darmstadt | Schulamt Planungsreferat | Anlage 1 4.0 Arbeits- und Verwaltungsräume Die Entwicklung hin zu Ganztag erfordert auch für das Personal höhere Präsenz- zeiten an der Schule und erfordert quantitativ und qualitativ veränderte Flächen- bedarfe im Verwaltungsbereich. Erweiterung des Verwaltungsbereiches um einen Lehrerstützpunkt mit Arbeitsplätzen, 42 VZ-Stellen, 22 FSJler. 32 THA im SJ 2018/2019 5.0 Gemeinschaftsflächen 5.1 Cafeteria | Mensa Die Schülerinnen und Schüler essen in der Regel mit ihrem Team in den Klassenräumen, 3 Klasse der BO-Stufe essen derzeit in der Mensa 5.2 Regenerierküche Das momentane Küchenkonzept sieht eine Regenerierküche vor, d.h. tiefgekühltes Essen wird angeliefert und mittels Konvektomaten zubereitet. Die Ausgabe der Essen erfolgt dezentral an die Klassenräume. Ausreichend Lagerfläche für TK-Kost ist vorzusehen. Bewegungsflächen | Erschließungsflächen Bei der Umstrukturierung der Funktionen und der geplanten Erweiterung ist auf ausreichend große Bewegungsflächen für nicht mobile Kinder zu achten. Durch Aktivierung von Erschließungsflächen sollen Synergien und multifunktionale Nutzungen geschaffen werden (z.B. zusätzliche Rückzugsbereiche, etc.) Die im Bestand vorhandenen großzügigen Erschließungsflächen stellen ein großes Nutzungspotential für die Schule dar (Kommunikation und Pause) und sollen weitestgehend erhalten bleiben. Ausreichend Abstellflächen für Rollstühle oder andere technische Unterstützungs- systeme auf allen Geschossen in unmittelbarer Nähe zu den Klassenräumen Hygiene Spezifische Sanitäranlagen für SuS mit gravierenden Beeinträchtigungen und einem erhöhtem Assistenzbedarf bei der Körperpflege / pro Geschoss In jedem Geschoss müssen ausreichend Sanitär-, und Hygienebereiche vorhanden sein, möglichst nicht innenliegend. WC´s, Dusche, Liege, Waschbecken, 1x Therapiebadewanne im SJ 2018/2019 133 SuS 36 SuS, nicht mobil (Rollstuhl oder andere Hilfssysteme) 61 SuS, erhöhter Hygienebefdarf (Wickeln) 39 SuS, erhöhter Bedarf LPF (Hilfe beim Essen) 11 SuS, erhöhter Bedarf LPF (Sondieren) 30 SuS, herausforderndes Verhalten CGS_20181025_Raumprogramm _Erläuterungen
anlage 5
1390 Zeichen
Anlage 3 Schulleitung Christoph-Graupner-Schule, 2018-08 1 1 2 2 2 17 18 18 18 18 18 18 18 19 20 0 5 10 15 20 25 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 Entwicklung der Anzahl der Klassen Bärenstark/HSU CGS 18 17 18 18 18 19 19 20 21 22 4 2 1 1 1 3 2 15 12 12 5 17 5 9 14 9 15 7 7 0 2 4 6 8 10 12 14 16 18 20 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13/14 Schüler*innen im Schulbesuchsjahr ... Bärenstark/HSU CGS Anlage 3 Schulleitung Christoph-Graupner-Schule, 2018-08 30 30 30 33 33 27 26 29 27 29 90 93 91 95 98 103 105 109 117 123 121 123 121 128 131 130 131 138 144 152 2 2 2 2 3 3 3 3 4 2 5 7 9 11 13 1 4 7 8 8 0 20 40 60 80 100 120 140 160 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 2019/20 Entwicklung der Schüler*innenzahlen an der Christoph-Graupner-Schule Landkreis Stadt Darmstadt HSU Bärenstark Flüchtlinge Anlage 3 Schulleitung Christoph-Graupner-Schule, 2018-08 35 42 38 37 40 42 49 57 61 21 26 26 25 24 24 31 37 39 17 21 18 22 24 24 27 35 36 12 14 16 21 21 28 30 29 30 3 2 3 2 3 6 3 10 11 0 10 20 30 40 50 60 70 2010/11 2011/12 2012/13 2013/14 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18 2018/19 Entwicklung der Unterstützungsbedarfe an der Christoph-Graupner-Schule Wickeln Füttern Rollstühle herausforderndes Verhalten Sonde
Beratungsverlauf (6)
Orte (1)
- Vogelsbergstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0349
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.12.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00