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3300/2018

Angebote der Winterhilfe 2018/2019 für wohnunglose Menschen

Mitteilung Ausschuss 24.10.2018

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 27.11.2018, TOP 6.2

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

5997 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/502/7 
 
Vorlagen-Nummer 24.10.2018 
 3300/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Soziales und Senioren 06.11.2018 
Gesundheitsausschuss 27.11.2018 
 
Angebote der Winterhilfe 2018/2019 für wohnunglose Menschen 
Seit mittlerweile 22 Jahren bietet die Stadt Köln während der Winterzeit besondere Hilfen für woh-
nungslose Menschen an.  
Dabei sollen besonders diejenigen, die auch bei Kälte im Freien schlafen und das ganzjährige Rege-
langebot des Hilfesystems ablehnen, motiviert werden, Übernachtungs- und Beratungsangebote an-
zunehmen. Auch richtet sich die Winterhilfe an Menschen, die sich in Köln aufhalten und kein Ein-
kommen oder keine Sozialleistungsansprüche haben und humanitärer Unterstützung bedürfen.  
Im Zeitraum vom 01.10.2018 bis zum 01.04.2019 stellt die Sozialverwaltung wieder besondere Vor-
sorgemaßnahmen zur Verfügung. Der konkrete Start und das Ende können witterungsbedingt vom 
Zeitrahmen abweichen.  
Die Winterhilfe umfasst folgende Hilfsangebote:  
 
Zusätzliche Notschlafplätze 
Die Stadt Köln bietet das ganze Jahr über verschiedene, auf unterschiedliche Bedürfnisse von Woh-
nungslosen ausgerichtete, Beratungs- Wohn- und Unterbringungsangebote an.  
Dabei werden insgesamt 61 Plätze in Notschlafstellen vorgehalten. Im Bereich des Betreuten Woh-
nens stehen 381 Plätze und im stationären Bereich 228 Plätze zur Verfügung. Ordnungsbehördliche 
Unterbringungen machen die größte Anzahl mit 760 Plätzen für Wohnungslose aus.  
Während der Winterhilfe stocken die Diakonie Michaelshoven e.V. und der Sozialdienst katholischer 
Frauen e.V. ihre Angebote für Frauen um jeweils zwei Plätze auf.  
 
Tiere 
Das Amt für Wohnungswesen der Stadt Köln bietet vier zusätzliche Plätze in der Einrichtung des In-
ternationalen Bundes für Wohnungslose mit Hunden an. Frauen mit Tieren werden in der Notschlaf-
stelle „Comeback“ des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. aufgenommen.  
Der Kölner Tierschutzverein in Köln- Zollstock bietet in diesem Jahr erneut Plätze zur Übernachtung 
der Hunde von wohnungslosen Menschen an. Besonders im  Fokus stehen dabei die Übernachter/ 
Übernachterinnen der ordnungsbehördlichen Unterbringung in der Vorgebirgsstraße. Für Hunde ste-
hen zehn Plätze pro Nacht zur Verfügung. Die Hundebesitzer können die Hunde abends bis 18.00 
Uhr oder in der Zeit zwischen 20.00 bis 21.00 Uhr bringen. Die Hunde übernachten in einem beheiz-
ten Zwinger (Fußbodenheizung) und werden mit Futter und Wasser versorgt. Jeweils morgens kön-
nen die Hunde ab 7.00 Uhr wieder abgeholt werden.  
 
Meldungen über Wohnungslose, die auf der Straße schlafen – 24- Stunden Hotline 
Wie schon seit vielen Jahren bietet der Träger „ Haus Rupprechtstraße“, eine stationäre Unterbrin-
gung der Straffälligenhilfe, durch die Mitarbeiter der Pforte eine 24-stündige Hotline an. Hier können 
Bürgerinnen und Bürger sich melden, wenn sie wohnungslose Menschen sehen, die sich bei winterli-
chen Temperaturen an ihren Schlafplätzen aufhalten. Täglich werden die Meldungen an die Sozial-
amt weitergegeben.

2 
 
Die Nummer der Hotline lautet:  
0221/ 474 555 45 
Bürgerinnen und Bürger können sich auch per E-Mail direkt an die Sozialverwaltung wenden:  
sozialamt.resodienste@stadt-koeln.de 
Die Annahme von Kleiderspenden können unter dieser E-Mail Adresse ebenfalls vermittelt werden.  
 
Kältegänge 
Bei länger anhaltenden Kälteperioden werden von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Träger 
der freien Wohlfahrtspflege und der Stadtverwaltung Kältegänge unternommen.  
Dabei werden in den Abendstunden die bekannten und/ oder die über die Hotline gemeldeten Schlaf-
plätze wohnungsloser Menschen aufgesucht. Die Kältegängerinnen und Kältegänger informieren und 
beraten diese Menschen über Übernachtungsmöglichkeiten.  
Wie auch im vergangenen Winter werden die Kältegänge tagsüber durch die seit Juli 2017 eingestell-
ten Streetworker, die den Hotline- Meldungen auch bei milderen Temperaturen nachgehen, unter-
stützt.  
Die Maßnahmen und Angebote der Winterhilfe werden immer eng mit Polizei, den Kölner Verkehrs-
betrieben und dem Ordnungsamt kommuniziert.  
 
Ordnungsbehördliche Unterbringung von Personen zum Schutz vor der Winterkälte 
Die Verwaltung hat in enger Kooperation mit dem Sozialdienst Katholischer Männer Köln e.V. (SKM 
Köln) am 22. Oktober 2018 ein ganzjähriges Übernachtungsangebot im Rahmen der humanitären 
Hilfen für wohnungslose Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung in der Vorgebirgstraße 
eröffnet. Das niederschwellige Angebot richtet sich an Personen, für die das bestehende Hilfesystem 
keine Angebote vorhält, zum Beispiel wegen fehlender Leistungsansprüche oder sprachlich-kultureller 
Hürden. Für dieses Angebot stehen vor Ort bis zu 90 Plätze zur Verfügung. Das tägliche Übernach-
tungsangebot ist täglich von 19 Uhr bis morgens um 8 Uhr geöffnet.  
 
Zusätzlich wird die Verwaltung in enger Kooperation mit dem SKM Köln im Rahmen der Winterhilfe 
wie in den letzten Jahren auch die niedrigschwellige Übernachtungsmöglichkeit in der Vorgebirgstra-
ße für wohnungslose Menschen erweitern, die Hilfen im bestehenden Regelsystem nicht annehmen. 
Die aufgestockte Übernachtungsmöglichkeit mit weiteren 80 Plätzen wird ab Dezember 2018 be-
triebsbereit sein. Insgesamt stehen dann Plätze für bis zu 170 Frauen und Männer zur Verfügung, die 
innerhalb des Hauses flexibel belegt werden können.  
 
Eröffnungstermin und Endtermin der Winterhilfe werden wetterabhängig festgelegt. Es handelt sich 
um ein Angebot, das ausschließlich der Übernachtung täglich zwischen abends 19:00 Uhr und mor-
gens 08:00 Uhr dient und wird ebenso wie das ganzjährige Übernachtungsangebot durch den SKM 
Köln betreut. Diese spezielle Winterhilfe ist frei zugänglich und kann aber durch Weiterleitung über 
die Träger der Wohlfahrtspflege, Polizei, KVB, Bahnhofsmission, das Amt für öffentliche Ordnung 
oder andere Notschlafstellen vermittelt werden. 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

06.11.2018 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
27.11.2018 Gesundheitsausschuss
TOP 6.2 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3300/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
24.10.2018
Erstellt
11.10.2018 10:16