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2015/0091

Protokoll 11. Sitzung Gestaltungsbeirat

Magistratsvorlage 06.03.2015

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2015/0091

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- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.03.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 61 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0091 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
106 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 11. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 06.03.2015  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Das Protokoll der 11. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
Anlagen: Protokoll 11. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 25.03.2015 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.03.2015  
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschloss en (Vorl.-Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 11. Sitzung des Gestaltungsbeirats fand am 23.01.2015 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der V erwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil waren interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung wurde Herr Dr. Tietz als neues Mitglied des Gestaltungsbeira tes 
begrüßt. 
Dann berichtete zunächst die Baudezernentin über den Stand der Projekte der vorangegan -
genen Sitzung sowie über inzwischen umgesetzte Projekte.  
 
Anschließend wurden die Vorhaben „Wohnbebauung an der Erbacher Straße“, „Sanierung/ 
Umbau Wilhelm inenquartier“ sowie „Sozialgebäude auf dem Luisenplatz“ durch die 
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgte eine teilweise lebhafte Diskussion 
mit den wieder zahlreich erschienenen Gästen.  
 
Im Anschluss wurden alle Projekte im nicht -öffentlichen Sitzungsteil mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten diskutiert und besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Cornelia Zuschke  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 06 .03.2015  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

anlage 1

19280 Zeichen

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
1 
Sitzungstag:   23.01.2015 
 
Beginn:   10.00 Uhr 
 
Ende:    17.30 Uhr 
 
Ort:    Darmstadtium, Saal Aurum, Schloßgraben 1 
 
Teilnehmer: 
 
Mitglieder des  Prof. Christa Reicher 
Gestaltungsbeirats  Prof. Rolf Westerheide 
    Dr. Jürgen Tietz 
    S u s a n n e  W a r t z e c k  
     
Magistrat   Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Verwaltung   Jochen Krehbiehl, Referent Dez. III 
Bernd Neubert, Amtsleiter Bauaufsichtsamt 
    Ingrid Pilz, Grünflächenamt 
Norbert Stoll, Straßenverkehrs- und Tiefbauamt 
Dieter von Mackensen, Amtsleiter Stadtplanungsamt 
    Christina Illi, Stadtplanungsamt 
    Christoph Beck, Stadtplanungsamt 
    Tina Klytta, Stadtplanungsamt 
    Stefanie Michels, Stadtplanungsamt 
 
Politik    Ludwig Achenbach tw./ Ctirad Kotoucek tw., CDU 
    Hans Fürst, Bündnis 90/ Die Grünen 
    Katrin Kosub tw., SPD 
    Georg Hang, Uffbasse 
    Martina Hübscher-Paul, Die Linke 
    Hannelore Anthes, Uwiga 
     
 
Entschuldigt   Prof. Ulrike Kirchner 
Jochen Partsch, Oberbürgermeister 
    Claudia Stricker, Piraten 
Ingrid Leist, Denkmalschutz 
 
 
Projekt Wohnbebauung Dr. Kirsten Mensch (Agora Wohnungsbau eG) 
an der Erbacher Straße Erhard Botta (werk.um architekten) 
 
Projekt Sanierung/  Dogan Gülsen (Gülsen Gruppe) 
Umbau Wilhelminen- Werner Munkelt (Projektsteuerung) 
passage    
 
Projekt Sozialgebäude  Wolf-Winhart Krug (K+R Plan), Michael Dirmeier (Heag 
mobilo)

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
2 
Luisenplatz  
Nicht-öffentlicher Teil (10.00 Uhr – 12.30 Uhr) 
 
Ortsbesichtigung: 
Ortsbesichtigung Erbacher Straße (Wohnprojekt Agora), Wilhelminenpassage (Umbau/ 
Sanierung) sowie Luisenplatz (Sozialgebäude Heag) 
 
Frau Illi und Herr Beck erläutern die Situation im Bestand, den Ansatz der jeweiligen 
Entwürfe sowie die stadträumliche Einbindung der Standorte. 
 
Anschließend erfolgt die Vorbesprechung der Projekte. 
 
Frau Zuschke bittet darum, dass sich die Mitglieder des Gestaltungsbeirates vor den 
jeweiligen Sitzungen über Organisatorisches, den Ablauf, Bewertungszuständigkeiten 
u.ä. intern abstimmen können. 
Die Anwesenden stimmen dem zu.  
 
 
Öffentlicher Teil (13.00 Uhr – ca. 15.15 Uhr) : 
Diskussion der Projekte im nicht-öffentlichen Teil (15.30 Uhr – 16.30 Uhr) 
 
 
Begrüßung Cornelia Zuschke, Dezernentin und Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des 
Gestaltungsbeirates  
 
Es folgen eine kurze Mitteilung über den Stand der Projekte aus der vorangegangenen 
Sitzung sowie ein Rückblick auf inzwischen umgesetzte Vorhaben, vorgestellt durch 
Cornelia Zuschke, Dezernentin 
 
Sachstand Projekte 
 
Einzelhandel Ortskern Eberstadt 
Das Konzept befindet sich noch in der Planungsphase beim Investor. Aktuell wird das 
Konzept des Stellplatznachweises und des öffentlichen Parkplatzes geklärt, welches 
für das Vorhaben benötigt wird. Anschließend kann der Antrag auf Einleitung des Bau-
leitplanverfahrens für das Vorhaben gestellt werden.  
Kinder- und Jugendzentrum Pankratiusstraße 
Im Stadtplanungsamt wird zurzeit der Bebauungsplanentwurf mit Begründung für die 
Offenlage ausgearbeitet. Es ist vorgesehen, die Magistratsvorlage mit allen Unterlagen 
in Kürze fertigzustellen. Parallel dazu bearbeitet das beauftragte Architekturbüro die 
Planung für den Bauantrag, der voraussichtlich im März 2015 gestellt werden soll.  
Saladin 
Für das Eckgrundstück Landgraf-Georg-Str. 3 („Saladin-Eck“) ist die Durchführung 
eines Wettbewerbs vorgesehen. Die Auslobung befindet sich derzeit in der Bearbei-
tung.

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
3 
Wella 
Der Aufstellungsbeschluss für das Vorhaben ist herbeigeführt. Für die Offenlage liegen 
noch nicht alle notwendigen Gutachten vollständig vor. Der Investor prüft aufgrund der 
Lärmemissionen geänderte Nutzungsmöglichkeiten. Soweit möglich wird die Begrün-
dung durch das beauftragte Planungsbüro vorbereitet, ein Antrag auf Zielabweichung 
vom RPS 2010 ist in Vorbereitung. 
Prinovis 
Die Anregungen des Gestaltungsbeirates wurden vom Investor aufgegriffen und wer-
den derzeit im Hinblick auf die Umsetzbarkeit geprüft. 
 
Rückblick 
 
Im Rückblick werden Vorher-Nachher-Impressionen der Projekte Neugestaltung Fas-
sade C&A Ludwigsplatz, Büro- und Geschäftshaus Schleiermacherstraße, Studieren-
denwohnheim Neckarstraße, Wohnbebauung an der Robert-Schneider-Straße und Er-
weiterung des Hotels Jagdschloss Kranichstein vorgestellt (s. Anlage). 
 
 
Daran anschließend werden die Projekte der Tagesordnung durch die jeweiligen Archi-
tekten bzw. Bauherren/ Investoren vorgestellt.  
 
Die Empfehlungen des Beirates folgen im Anhang. 
 
 
Als weitere Termine für die nachfolgenden Sitzungen des Gestaltungsbeirats sind fol-
gende Termine festgelegt worden: 
 
Fr, 08.05.2015 11:00 – 17.00 Uhr 
Fr, 09.10.2015 11:00 – 17.00 Uhr 
 
 
Endgültige Zeiten können der Einladung zur Sitzung entnommen werden bzw. werden 
unter 
http://www.darmstadt.de/standort/stadtentwicklung-und-
stadtplanung/stadtplanung/gestaltungsbeirat/index.htm 
veröffentlicht. 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. S. Michels 
Geschäftsstelle Gestaltungsbeirat Darmstadt 
Stadtplanungsamt 
Darmstadt, 26.02.2015

P R O T O K O L L 
 
GESTALTUNGSBEIRAT DER STADT DARMSTADT 
 
4 
 
 
 
…………………………………………………………. 
gez. Prof. Christa Reicher 
Vorsitzende Gestaltungsbeirat 
Aachen, 26.02.2015 
 
 
 
 
Anlage: 
 
Empfehlungen des Gestaltungsbeirates zu den Projekten 
 Genossenschaftliches Wohnprojekt an der Erbacher Straße 
 Sanierung/ Umbau Wilhelminenstraße 10 (Wilhelminenpassage) 
 Sozialgebäude auf dem Luisenplatz 
 
Rückblick umgesetzte Projekte

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
Projekt : Erbacher Straße 
Generationenübergreifendes Wohn- und 
Lebensprojekt - Agora 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
11. Sitzung – 23.01.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
 
werk.um architekten, Darmstadt 
 
 
Beschreibung 
 
Bei dem Projekt handelt es sich um eine genossenschaftliche Wohnbebauung mit Tiefgarage, 
Cafe´, Seminar- und Gemeinschaftsräumen in insgesamt 4 Gebäuden. Ziel des Vorhabens ist die 
Realisierung eines gemeinschaftlichen Wohnprojektes und eines Umfeldes, das Menschen 
verschiedener Altersgruppen und unterschiedlicher sozialer und kultureler Herkunft integriert. 
 
Die Gebäude sind auf der Grundlage einer einheitlichen Baustruktur mit modularen Grundrissen 
entwickelt. In der Grundrissorganisation wechselt immer eine Wohnzone („Durchwohnen“ mit 
Küche-Essen-Wohnen) mit einer Zimmerzone (Zimmer-Bad-Zimmer). Die Dachgeschosse sind als 
Staffelgeschosse ausgebildet bzw. verfügen über große Dachterrassen (keine Vollgeschosse). Das 
unterste Geschoß (UG kein Vollgeschoss) befindet sich unter der Erde (Haus D) oder schiebt sich 
in die vorhandene Hangsituation (Haus A, B, C). Dieses Geschoss ist daher von der Hangseite 
nicht sichtbar. Die Erschließung erfolgt über einen barrierefreien, ebenerdigen Zugang im 
Erdgeschoss. Alle Häuser werden über ein zentrales Treppenhaus erschlossen, die Gebäude B 
und C zusätzlich über einen Laubengang. Alle Erschliessungen erfolgen von der Nord-Ost-Seite 
bzw. von Norden. 
Unter Haus C befindet sich eine Tiefgarage, die sich bis an den Keller von Haus B erstreckt. Die 
Zufahrt ist von der Strasse Am Bunsenberg. 
 
Haus A ist um ein Geschoss höher und verfügt in den untersten Geschossen über ein Cafe´und 
Seminarräume. In den oberen Geschossen (2 Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss) sind 
Wohnungen vorgesehen (wie auch bei den Gebäuden B – D). Alle Wohnbereiche sind mit Balkonen 
und Terrassen nach Südwesten bzw. nach Süden orientiert. 
In allen Gebäuden befinden sich  „Gästezimmer“, die entweder vom Treppenhaus oder vom 
Laubengang direkt erschlossen werden. 
 
Gebäude A besteht aus 2 Baukörpern mit jeweils anderen Fassadenoberflächen (Putz, Eternit-
/Holzfassade). Dieser Materialwechsel ist auch Gestaltungsprinzip der anderen Gebäudefassaden. 
Die auskragenden Balkone gliedern die Fassade in der Länge, die Staffelgeschosse bzw. 
Dachterrassen  in der Höhe. Auf der Erschliessungsseite (Haus B und C) springt die Fassade um 
die Tiefe eines Laubengangs zurück und gliedert die Fassade. 
 
Ein öffentlicher Geh- und Radweg stellt eine kurze Verbindung her zwischen der Strasse Am 
Bunsenberg und Erbacher Strasse und dient gleichzeitig der Erschliessung der Gebäude A, B und 
C. Die Freiflächen des Projektes sind größtenteils öffentlich zugänglich. 
  
 
Empfehlung 
 
Der Beirat begrüßt dieses architektonisch und städtebaulich ambitionierte Vorhaben mit der 
Intention  ein Generationenübergreifendes Wohn- und Lebensprojekt der Agora Genossenschaft zu 
realisieren.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Das vorgeschlagene Konzept, barrierefreie Sozialwohnungen in Verbindung mit freifinanzierten 
Wohnungen in ökologisch und energetisch optimierter Bauweise  zu errichten, stellt eine 
gelungene inhaltliche Kombination an einem verkehrsgünstig gelegenen Standort dar. 
Die Integration von Carsharing Angeboten und die funktionale Öffnung durch Café- und 
Kulturabgebote sowie Ausbildungsmöglichkeiten in eigens dafür bereitgestellten Räumen wird 
vom Beirat außerordentlich begrüßt. 
 
Zur Findung einer optimalen städtebaulichen Figur und zur architektonischen Ausgestaltung hätte 
der Beirat sich gewünscht, wenn dieses Projekt schon in einem früheren Stadtium zur Beratung 
vorgelegt worden wäre. Im Verlauf der Präsentation wurde klar, dass in dem schon sehr weit 
fortgeschrittenen Baungenehmigungsverfahren kaum noch Spielraum besteht, über Alternativen 
der baulichen Anordnung und der städtebaulichen Dispositin zu beraten. 
 
Das Café als Herzstück und allgemeiner Treffpunkt sowie Integrationspunkt auch für die schon 
existierende Wohnbevölkerung wird in seiner solitären Positionierung vom Beirat begrüßt. Die 
angestrebte bauliche Dichte sollte beibehalten werden. Die Höhe der Gebäude erscheint dem 
Beirat bis zum Maximum ausgeschöpft. Es wird begrüßt, dass das Café und die 3 Riegel den 
Geländeversprung aufnehmen und zwischen den unterschiedlichen Niveaus vermitteln. 
 
Eine dezente Modellierung der Fassade bei der Vielfalt der angebotenen Nutzungen erscheint 
einleuchtend; die aufgezeigte Materialität - vor allem die Eternitplatten – überzeugen noch nicht. 
Insgesamt sollte zum öffentlichen Weg hin eine größere Ruhe in der Fassadengliederung erzeugt 
werden. Der Architekt sollte überprüfen, inwieweit über eine Zurücknahme der sog. 
Sonnenschutz-Gerüste eine größere Ruhe und Einheitlichkeit im gestalterischen Ausdruck erreicht 
werden kann. 
 
Der Endpunkt des Gebäuderiegels C und die Ausgestaltung der Freiflächen, die zum öffentlichen 
Raum führen, sollten überdacht werden. Der Beirat regt an, die Grün- und Freiflächen auf dem 
Grundstück insgesamt stärker zu vernetzen, so dass der Eindruck von Restflächen vermieden wird  
 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung 
 
Der Beirat hofft, dass die Anregungen noch im Bau- und Gestaltungsprozess berücksichtigt 
werden können, und wünscht diesem genossenschaftlichem Projekt viel Erfolg in der weiteren 
Realisierung. Eine nochmalige Behandlung erscheint in Anbetracht des Fortschritts der 
Bearbeitung nicht sinnvoll zu sein. 
 
Votum 
 
 
gez.:  Rolf Westerheide

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt: Wilhelminenquartier 
Sanierung Wilhelminenstraße  
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
11. Sitzung – 23.01.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
Entwurfsverfasser 
 
IFBW, Ingenieurbüro für Brandschutz Wuppertal GmbH  
 
 
Beschreibung / Städtebauliche Rahmenbedingungen 
 
Das Bestandsgebäude markiert die östliche Ecke der Kreuzung Wilhelminen- und Hügelstraße. 
Sowohl durch seine Abmessungen als auch durch seine Lage im Stadtraum kommt ihm eine 
hohe städtebauliche, architektonische und gestalterische Bedeutung für die Darmstädter 
Innenstadt und ihre künftige Entwicklung zu. 
Die besondere städtebauliche Rolle beruht auf der Gelenkfunktion des Gebäudes zwischen zwei 
Stadtbausteine. Das ist einerseits der Wilhelminenplatz mit seiner zurückhaltenden 
Nachkriegsbebauung, die sich der Dominanz der katholischen Kirche St. Ludwig unterordnet, 
und dem erst jüngst neu gestalteten Georg-Büchner-Platz mit dem Staatstheater. Der andere 
Stadtbaustein ist die Fußgängerzone der Wilhelminenstraße selbst, die in diesem Bereich 
vorwiegend durch die gleichmäßige Taktung von fünfziger Jahre Bauten gekennzeichnet wird, 
die jeweils durch eine sanfte Dachneigung abgeschlossen werden. 
Dass der Zukunft des „Wilhelminenquartiers“ auch in der Darmstädter Bevölkerung eine 
wichtige Rolle beigemessen wird, drückte sich für den Gestaltungsbeirat sehr nachdrücklich in 
dem Wunsch nach einem Architektenwettbewerb für das Gebäude aus, der während der 
öffentlichen Präsentation vom Publikum geäußerten wurde. 
 
Das aktuelle Erscheinungsbild des Gebäudes ist unbefriedigend. Die Passage, die von der 
Wilhelminenstraße aus erschlossen wird, ist durch Leerstände gekennzeichnet.  
 
 
Empfehlung 
 
Angesichts des schlechten Erscheinungsbildes des Gebäudes begrüßt der Gestaltungsbeirat 
die Bestrebungen zu Umbau und Revitalisierung des Hauses. Er unterstützt das Engagement 
des Investors, mit dem „Wilhelminenquartier“ 100 Wohneinheiten zu verwirklichen und damit 
das innerstädtische Wohnen in Darmstadt zu stärken und dies mit einer gewerblichen Nutzung 
in der Erdgeschosszone zu verbinden. 
 
Die ebenso herausragende wie sensible städtebauliche Lage des Hauses als Gelenk zur 
Wilhelminenstraße fordert jedoch eine angemessene städtebauliche, architektonische und 
gestalterische Qualität.  
 
Der Begriff der gestalterischen Qualität beschränkt sich dabei nicht auf Fassadenkosmetik, 
sondern umfasst ein ganzheitliches Konzept in dem sich Funktion und Form verbinden. 
Der Gestaltungsbeirat ist der Überzeugung, dass es dem Investor durch eine solche 
qualitätvolle Gestaltung gelingen kann, eine Visitenkarte für sich und die Darmstädter 
Innenstadt zu verwirklichen. 
 
Die vorgestellten Planungsansätze lassen eine der Bauaufgabe angemessene städtebauliche, 
architektonische und gestalterische Qualität bisher nicht erkennen. Dies betrifft die 
Formfindung insgesamt, die Ablesbarkeit der Funktionen, die Fassadengestaltung und die 
Frage der Materialität.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Daher empfiehlt der Gestaltungsbeirat im Einzelnen - sofern es nicht doch noch zu einem 
wünschenswerten Architektenwettbewerb kommt - sich von der vorhandenen Kleinteiligkeit des 
Bestandsgebäudes als Referenzgröße zu lösen, um so zu einer gleichermaßen 
zurückhaltenden wie beruhigten Gesamtstruktur des Gebäudes zu gelangen, die eine klare 
Ablesbarkeit von Funktionsbereichen ermöglicht und sich in den städtebaulichen 
Zusammenhang einfügt.  
 
Die vorhandene Dachschräge ist zwingend zu bewahren. Sie erklärt sich aus dem historischen 
Gegenüber des „Wilhelminenquartiers“ und gibt die Traufhöhe vor. 
 
Einer zusätzlichen Verdichtung – gerade im Dachbereich - steht der Gestaltungsbeirat 
ablehnend gegenüber, da bereits der Bestandsbau seiner Einschätzung nach das für den Ort 
verträgliche Maß an Dichte überschreitet.  
Zudem droht sie das Erscheinungsbild weiter zu verunklären. 
 
 
Weiteres Vorgehen 
 
Angesichts der erläuterten Bedeutung des Projektes für die Darmstädter Innenstadt freut sich 
der Gestaltungsbeirat darauf, die Überarbeitung mit vertiefenden Aussagen zur Beratung 
vorgelegt zu bekommen. 
 
 
Votum 
 
 
gez. Dr. Jürgen Tietz

Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Gemeinsame Empfehlung 
 
 
Projekt:  
Sozialgebäude auf dem Luisenplatz 
 
 
 
 
 
Gestaltungsbeirat  
Darmstadt 
11. Sitzung – 23.01.2015

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Entwurfsverfasser:  
 
K+R Plan, Architekt Krug 
Im Auftrag von: HEAGmobilo 
 
Beschreibung: 
 
Entstehen soll ein Aufenthaltsbereich für max. 15 Personen (ca. 250 / Tag), ein Sanitär-
bereich sowie eine Teeküche. 
Im Sanitärbereich sind unterzubringen: WC Damen mit Vorraum und 2 Toiletten sowie WC 
Herren mit Vorraum und 2 Toiletten und 2 Urinalen. 
Der Aufenthaltsbereich muss die Unterbringung ermöglichen von: Sitzplätzen für 15 Mit-
arbeiter, Spinde für 18 Taschenfächer, Hängeflächen für Aushangtafeln, Infoterminal, 
Eimer für Fundsachen, Kaffeeautomat, Speisenautomat, Wasserspender, Getränkeauto-
mat, Küchenzeile mit Kühlschrank und Spüle, Standplatz für Mikrowelle, Leergut. 
Außerdem müssen ein Lüfter, ein Server-Schrank, ein Zählerschrank und ein Klimagerät 
auf dem Dach möglich sein. 
 
Auf Grund der Geräuschentwicklung der Einbauteile soll der Aufenthaltsbereich räumlich 
von den Geräten getrennt sein. 
Eine Einsicht von außen in den Aufenthaltsbereich ist nicht gewünscht. Entsprechende 
Maßnahmen sind für die Fensterbereiche vorzusehen. 
Der Zugang soll nicht vom Platz aus erfolgen. 
 
Die Grundrisskonzeption des Gebäudes erfolgt nach Vorgabe des Stadtplanungsamtes: 
eine Achteck-Konstruktion analog der vorhandenen Wartebereiche in Abstimmung mit 
Systemherstellern als Fertigteilkonstruktion. 
Sie wird hergestellt in 3 Bauteilen: Stahlkonstruktion als Sandwichelementen, Flachdach, 
Außenfassade Glas, Sockelbereich „massiv“ (Trespa oder ähnlich) 
Durchmesser des Gebäudes: 8,70m oder geringer;  Höhe 2,80m oder nach minimierten 
konstruktiven Möglichkeiten / technischen Vorgaben 
 
 
Empfehlung 
 
Der Gestaltungsbeirat steht dem Neubau eines Sozialraumes auf dem Luisenplatz sehr kritisch 
gegenüber.  
Wenngleich die Notwendigkeiten und Ansprüche an die Organistion und Funktionalität eines 
Sozialraumes für die Bahn- und Busfahrer(innen) nachvollziehbar sind, ist der Standort auf 
dem Platz, einem besonderen, historischen Ort nicht naheliegend. 
Sollte der Standort, aufgrund fehlender Alternativen, dennoch weiter verfolgt werden müssen, 
wird zu einer grundlegenden Überarbeitung des Entwurfs geraten. 
Der Gestaltungsbeirat empfiehlt der Stadt Darmstadt die Chance zu nutzen und ein selbst-
verständliches, unprätentiöses Gebäude als Baustein einer durchgängigen Stadtmöblierung zu 
entwickeln.

Gemeinsame Empfehlung des Gestaltungsbeirats Darmstadt  23.01.2015 
 
 
 
Stadtplanungsamt Darmstadt 
 
 
Da die zusätzliche Ausstattung öffentlicher Plätze durch Wartebereiche, öffentlichen WC’s usw. 
an vielen Stellen im Stadtbereich notwendig ist, wäre es wünscheswert diese Bausteine in der 
Qualität einer Visitenkarte für die Stadt durchgängig zu gestalten. 
Der Gestaltungsbeirat begrüßt die Offenheit und Bereitschaft des Planers und des Bauherrn in 
den Diskurs mit dem Stadtplanungsamt und in eine neue Entwurfsphase einzutreten. 
 
Zusammenfassung der Rückmeldung:   
 
Eine Wiedervorstellung nach intensiver Überarbeitung ist wünschenswert. 
 
 
Votum:  
 
aufgestellt: Susanne Wartzeck

2015/0091

2666 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
17.03.2015 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlu ng 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl . 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2015/0091 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: Protokoll 11. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Vorlage vom: 06.03.2015  
 
Beschlussvorsch lag: 
 
Das Protokoll der 11. Sitzung des Gestaltungsbeirates wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
 
Anlagen: Protokoll 11. Sitzung Gestaltungsbeirat  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 06.03.2015 
 
 
Im Dezember 2011 hat der Magistrat bzw. die Stadtverordnetenversammlung die Einrichtung 
eines Gestaltungsbeirates beschlossen (Vorl. -Nr. 2011/ 0491).  
 
Die 11. Sitzung des Gestaltungsbeirats  fand am 23.01.2015 statt.  
 
An der Sitzung nahmen die Mitglieder des Beirates, die Baudezernentin, Vertreterinnen und 
Vertreter der politischen Parteien, Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung sowie die 
Geschäftsstelle teil.  
Im öffentlichen Teil ware n interessierte Bürgerinnen und Bürger anwesend, ebenso waren 
Interessengruppen und Verbände vertreten.  
 
 
Zu Beginn der Sitzung wurde Herr Dr. Tietz als neues Mitglied des Gestaltungsbeirates 
begrüßt. 
Dann berichtete zunächst die Baudezernentin über den Stand der Projekte der vorangegan -
genen Sitzung sowie über inzwischen umgesetzte Projekte.  
 
Anschließend wurden die Vorhaben „Wohnbebauung an der Erbacher Straße“, „Sanierung/ 
Umbau Wilhelminenquartier“ sow ie „Sozialgebäude auf dem Luisenplatz“ durch die 
jeweiligen Architekten bzw. Bauherren vorgestellt; es folgte eine teilweise lebhafte Diskussion 
mit den wieder zahlreich erschienenen Gästen.  
 
Im Anschluss wurden alle Projekte im nicht -öffentlichen Sitzungs teil mit den jeweiligen 
Bauherren und den Architekten diskutiert und besprochen.   
 
 
Der Stellungnahmen des Beirates zu den Projekten sind im anliegenden Protokoll ersichtlich.  
Das Protokoll wird im Internet veröffentlicht.  
 
 
 
Die Dezernentin III  
 
 
 
 
Cornelia Zuschke  
Stadträtin  
 
Darmstadt, den 06 .03.2015  
61.1.0 mi 
Nst. 2590

Beratungsverlauf (1)

TOP 106

Orte (12)

  • Erbacher Straße
  • Neckarstraße
  • Robert-Schneider-Straße
  • Hügelstraße
  • Wilhelminenstraße 10
  • Luisenplatz
  • Schlossgraben 1
  • Ludwigsplatz
  • Wilhelminenplatz
  • Pankratiusstraße
  • Landgraf-Georg-Straße 3
  • Schleiermacherstraße

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Details

Vorlagen-Nr.
2015/0091
Typ
Magistratsvorlage
Datum
06.03.2015
Erstellt
29.09.2026 00:00