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Verbraucherberatung im Quartier: Jahresbericht 2023

Mitteilung Ausschuss 2082/2024 vom 24.07.2024

Stand: Am 07.11.2024 in der Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Dezernat, Dienststelle V/503/1 Vorlagen-Nummer 24.07.2024 2082/2024 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 05.09.2024 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 12.09.2024 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 10.10.2024 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 07.11.2024 Verbraucherberatung im Quartier: Jahresbericht 2023 Im Jahr 2023 hat die Verbraucherberatung im Quartier der Verbraucherzentrale Nordrhein- Westfalen in Köln durch das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 164.600,00 € für die lau- fende Arbeit erhalten. Die Verwaltung gibt in der Anlage 1 den Jahresbericht 2023 über das Beratungsangebot „Ver- braucherberatung im Quartier“ zur Kenntnis. Weitere Informationen über die Beratung im Quartier sind auf der Internetseite der Verbrau- cherzentrale Nordrhein-Westfalen zu finden: Verbraucherberatung im Quartier Die Gremien werden über die weitere Entwicklung der Verbraucherberatung im Quartier infor- miert. Gez. Dr. Rau Anlage – Jahresbericht 2023
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    Jahresbericht 2023 Im Quartier. Für Sie. Da. Verbraucherberatung im Quartier Köln Inhaltsverzeichnis 1 Übergeordnete Ziele der "Verbraucherberatung im Quartier".............................................1 2 Überblick Input/Ressourcen....................................................................................................2 3 Überblick: Outputs/Leistungen nach Ziel...............................................................................5 Übergeordnetes Ziel 1: Niederschwelliger und frühzeitiger Zugang zu rechtlicher Beratung und Vertretung für Bürger:innen, die den Weg nicht oder nur schwer in eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale finden..................................................................5 Übergeordnetes Ziel 2: Kooperative Vernetzung und Synergienutzung vorhandener Strukturen, um die bestehenden Hilfen und Angebote bestmöglich miteinander zu vernetzen und die Maßnahmen bedarfsgerechter, passgenauer und wirkungsvoller auszurichten.......................................................................................................................16 Übergeordnetes Ziel 3: Präventiv tätig werden und durch Bildung und Information dazu beitragen, dass bestimmte Probleme im Verbraucheralltag gar nicht erst auftreten und das Selbsthilfepotential gestärkt wird........................................................................................32 Übergeordnetes Ziel 4: Sensor- und Frühwarnfunktion mit Blick auf verbraucherrechtliche Fallstricke, um diese bereits in der Entstehung zu unterbinden.....35 Übergeordnetes Ziel 5: Entwicklung von Strategie und Ansatzpunkten zur Erhöhung der Reichweite mit dem Ziel, eine präventive Wirkung des aufsuchenden Arbeitsansatzes in allen 15 Kölner Sozialräumen zu entfalten.........................................................................39 Übergeordnetes Ziel 6: Identifizierung von strukturellen Problemlagen, Lücken im Hilfesystem, Handlungsempfehlungen an die Stadt Köln.................................................. 40 "Verbraucherberatung im Quartier": Rückblick 2023 und Ausblick 2024............................41 Seite 1 1 Übergeordnete Ziele der "Verbraucherberatung im Quartier" • Gute Erreichbarkeit per Telefon und Email • Zielgruppengerechte persönliche Ansprache • Jede:r ist erstmal richtig – Lotsenfunktion • Flexible Ausrichtung auf aktuelle Bedarfe • Aufbereitung von Informationen, Musterbriefen und Checklisten zu unseriösen Geschäftspraktiken in einfacher Sprache, teils mehrsprachig • Verbreitung über Infostände / digitale Wege / sonstige Aktionen und Multiplikator:innen • Kontinuierlicher Austausch mit Akteur:innen im Stadtteil • qualifizierte gegenseitige Verweise • Information, inhaltlicher Austausch • Multiplikator:innen-Schulung • Sitzung des Beirats in der Verbraucherzentrale Köln • Auswertung identifizierter Problemlagen und deren Aufbereitung für Handlungsempfehlungen an Politik und Verwaltung • Anknüpfung an integriertes Handlungskonzept • Verbesserte Vernetzung der Hilfs- und Unterstützungsangebote • Nachhaltiger Beitrag zur sozialen Stabilisierung • Bedarf an kommunalen Transferleistungen wird mittelfristig reduziert • Infos und Aktionen da, wo die Menschen sind • niederschwellige Bildung zu Themen praktischer Bedeutung • flexible Ausgestaltung der Bildungs- formate z.B. mit Übersetzung • Vernetzung mit Sozialraumkoordination • Angebotsvorstellung in Sozialraumkonferenzen • Zurverfügungstellung von Frühwarnmaterialien zum Einsatz in allen Sozialräumen • Quartiers-Newsletter Seite 2 2 Überblick Input/Ressourcen Ansatz der „Verbraucherberatung im Quartier“ Mit Mitteln des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein- Westfalen (seit 2015) und der Stadt Köln (seit 2017) hat die Verbraucherzentrale NRW die Möglichkeit in strukturschwachen Stadtquartieren Verbraucher:innen direkt in ihrem Lebensumfeld zu unterstützen. Zentrale Zielgruppen sind Verbraucher:innen, die de n Weg in die Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in der Kölner Innenstadt nur schwer oder gar nicht finden und vielfach multiple Problemlagen haben. Hierzu zählen insbesondere Armu tsbetroffene, Erwerbslose, Menschen mit geringen Deutschkenntnissen, Ältere, Jugendliche od er junge Erwachsene und Menschen mit Beeinträchtigungen. Seit September 2015 bietet die Verbraucherzentrale NRW in Köln neben der Beratungsstelle in der Innenstadt ein Angebot in den Sozialräumen Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord, Höhenberg und Vingst, Kalk sowie Humboldt-Gremberg an. Im direkten Wohnumfeld ist die "Verbraucherberatung im Quartier" niederschwellig a nsprechbar. Beraterinnen mit Rechtsberatungsbefugnis bieten verbraucherrechtlich e Beratungen in wöchentlichen Sprechstunden an und übernehmen die außergerichtlic he rechtliche Vertretung. Präventions- und Bildungsarbeit vor Ort wird geleistet und an Aktion en und Festen teilgenommen. Die "Verbraucherberatung im Quartier" ist in den jeweil igen Sozialräumen gut vernetzt und ein fester Bestandteil der Unterstützungslandschaft. Seit 2020 werden geeignete Strategien und Ansatzpun kte zur Erhöhung der Reichweite mit dem Ziel entwickelt, eine präventive Wirkung in allen Kölner Sozialräumen zu entfalten. Ressourcen und Team der "Verbraucherberatung im Quartier": • eine Planstelle Teamleitung • zwei Planstellen Beratungskraft • eine 0,5 Planstelle Assistenz • zweistündige Honorar-Rechtsanwaltstätigkeit pro Woche • eine ehrenamtliche Verbraucherbegleitung (seit 2021) • nach Bedarf Aushilfen Seite 3 Die Teamleitung ist disziplinarische Personalvorgesetzte für das Team der Verbraucherberatung im Quartier, sie begleitet die strategische Weiterentw icklung der aufsuchenden Verbraucherarbeit in Köln und ist für systematische Auswertung identifiz ierter Problemlagen und deren Aufbereitung für Handlungsempfehlungen an Verwaltung und Politik zus tändig. Ferner obliegt ihr die Reichweitenerhöhung in weitere Sozialräume durch en tsprechende Öffentlichkeitsarbeit und eine gute Vernetzung mit den Sozialraumkoordinator:innen und weiteren Schlüsselpersonen in den Sozialräumen. Auch die Erstellung regelmäßiger News letter mit aktuellen und zielgruppenspezifischen Informationen für Kooperati onspartner:innen und Multiplikator:innen, die überwiegend Angebote insbesondere für verletzlichen Verbraucher:innen vorhalten, gehört zum Aufgabenbereich. Ende 2022 gab es einen Wechsel bei der Teamleitung, daher bedurfte es auch in 2023 zunächst einer guten Einarbeitung. Die Beratungskraftstellen werden durch zwei Teilzeitmitarbeiterinnen und eine Mitarbeiterin in Vollzeit besetzt. Die Mitarbeiterinnen werden in Ch orweiler/Blumenberg/ Seeberg-Nord, Höhenberg/Vingst, Kalk und Humboldt-Gremberg schwer punktmäßig so eingesetzt, dass jeweils eine Verbraucherberaterin "das Gesicht der Verbrauc herzentrale" in einem Sozialraum darstellt. Denn eine präsente Vertrauensperson ist für die Arbeit im Quartier wichtig, da sie die Hemmschwelle der Bewohner:innen zur Angebotsnutzung senkt. Chorweiler/Blumenberg/Seeberg- Nord sowie Höhenberg/Vingst werden von je einer Kollegin mit einem halben Stellenanteil betreut. Die Kollegin in Vollzeit kümmert sich vorrangig um die Sozialräume Kalk und Humboldt-Gremberg. Zwischen Höhenberg/Vingst, Humboldt-Gremberg und Kalk gibt es im Stadtbezirk Köln-Kalk übergreifende Strukturen innerhalb der Akteurslands chaft und hinsichtlich diverser Arbeitskreise und -konferenzen. Dahingehende Aktivitäten werden mit dem vollen Stellenanteil abgedeckt. Die Verbraucherberaterinnen vertreten sich nach Mög lichkeit gegenseitig bei Urlaub, Krankheit oder Fortbildungen und unterstützen sich bei besond erer Arbeitsbelastung, um eine verlässliche Erreichbarkeit in den Sprechstunden vorzuhalten, Na chfragen zu bedienen oder Aktionen durch- zuführen. Um eine ausreichende Infostandbesetzung v on mindestens zwei Personen bei Festen sicherzustellen, kommt in der Regel zusätzlich eine teamexterne Aushilfe hinzu. Im September 2023 verließ uns bedauerlicherweise di e Mitarbeiterin in Vollzeit, die Planstelle konnte erst im Januar 2024 neu besetzt werden. Seite 4 Seit 2021 unterstützt eine Ehrenamtlerin stundenweise die hauptamtliche Beratungskraft am Standort Chorweiler. Sie gibt Verbraucher:innen in Rücksprache mit der Verbraucherberaterin praktische Hilfestellungen bei den vielfältigen Anf orderungen des Konsumalltags. Dies kann das Sortieren von Vertragsunterlagen oder das Abschreiben von Musterbriefen sein, um etwa Verträge zu widerrufen. Auch bei Veranstaltungen und Aktione n unterstützt sie engagiert die hauptamtliche Mitarbeiterin. Die Ausweitung des Ehrenamts auf wei tere Sozialräume scheiterte bislang leider an geeigneten Interessent:innen. Ein Honoraranwalt der Verbraucherzentrale NRW übernimmt im Rahmen von bis zu zwei Wochen- stunden vorrangig besonders komplexe Rechtsfälle oder Themen außerhalb der aktuellen Rechtsberatungsbefugnis der Mitarbeiterinnen. Er üb ernimmt dabei die Kommunikation mit der Anbieterseite. Die Verbraucherberaterinnen führen d ie niederschwellige Kommunikation mit den Ratsuchenden und „übersetzen“ komplexe rechtliche S achverhalte, die für den weiteren Beratungsverlauf notwendig sind. Statistische Erfassung Im Vertrag zwischen der Stadt Köln und der Verbrauc herzentrale NRW zur "Verbraucherberatung im Quartier" vom 17.07.2019 wurde in § 5 festgehalt en, dass „ein übersichtliches Erhebungsraster zu noch zu vereinbarenden Kennziffern der "Verbraucherberatung im Quartier" zu entwickeln sei , welches Aussagen zur Erfolgsbilanz der Arbeit und zu deren Wirkungen in den jeweiligen Sozialräumen ermöglicht“. Und dass dieses in den Jahresbericht integriert wird. Die Orientierung an den übergeordneten Zielen 1 bis 6 soll eine Aussage ermöglichen, wie sich die Erfolge der aufsuchenden Verbraucherarbeit in den So zialräumen abbildet und welche strukturellen Problemlagen in den Blick genommen we rden sollten. Grundlage für die Ableitung aus der Praxissicht sind sowohl qualitative als auch quantitative Indikatoren. Verbraucherrechtliche Anliegen werden in einem elek tronischen Statistiksystem der Verbraucher- zentrale NRW erfasst. Die Daten wurden bis Frühjahr 2021 unter "Verbraucherberatung im Quartier Gesamt" eingegeben, danach erfolgte abspra chegemäß mit der Stadt Köln und analog dem verabredeten Erhebungsrasters eine Aufteilung n ach Sozialraum. Die Daten werden von der Gruppe Controlling der Verbraucherzentrale NRW aufb ereitet und auf Plausibilität geprüft. Mit Seite 5 Abschluss eines Verbraucherfalles wird manuell in e iner Übersichtstabelle nach "erfolgreich" oder "nicht erfolgreich/ohne Ergebnis" kategorisiert. Zu den Zielen der "Verbraucherberatung im Quartie r" gehören ferner u. a. der Aufbau und die Pflege einer bedarfsgerechten Verweisstruktur sowie die Bildungs- und Präventionsarbeit. Die Führung und Auswertung einer Aktionstabelle soll da zu beitragen, Aussagen über das Erreichen der Zielsetzung zu treffen. In dieser Tabelle werden Veranstaltungen und Aktionen in den Quartieren und die Beteiligung von Seiten der Verbr aucher:innen und Kooperationspartner:innen festgehalten. 3 Überblick: Outputs/Leistungen nach Ziel Übergeordnetes Ziel 1: Niederschwelliger und frühzeitiger Zugang zu rechtlicher Beratung und Vertretung für Bürger:inne n, die den Weg nicht oder nur schwer in eine Beratungsstelle der Verbraucherzentrale finden Tabelle 1: Anzahl (n) der jeweiligen Anliegen für die "Verbraucherberatung im Quartier" 2023 Anliegen gesamt (n) Chorweiler (n) Kalk, Hum.-Grem. (n) Höhenberg- Vingst (n) Gesamt 1059 385 334 340 Verweis 171 97 63 11 Auskunft 222 75 63 84 Rechtsbesorgung 666 213 208 245 Rechtsberatung 327 108 101 118 Folgeberatung 117 15 42 60 Rechtsvertretung 184 85 46 53 Folgerechtsvertretung 38 5 19 14 Seite 6 Diagramm 1: Rechtsbesorgungen1 (n) nach Thema für "Verbraucherberatung im Quartier" Diagramm 2: Rechtsbesorgungen (%) nach Thema für einzelne Quartiersstandorte 1 "Rechtsbesorgungen" umfassen alle Rechts- und Folg eberatung sowie Rechts- und Folgerechtsvertretung Energie und Wasser Alltagsverträge Telekommunikation und D... Reise/Mobilität Handwerker und Kunden... Finanzierungen Versicherungen Zahlungsverkehr Produkt unbekannt 0 50 100 150 200 250 300 350 400 346 151 111 7 5 1 3 16 26 Rechtsbesorgungen Chorweiler Kalk / Humboldt-Gremberg Höhenberg Vingst Seite 7 Verbraucherberatung im Quartier bleibt eine vielgefragte Anlaufstelle in den Sozialräumen Mit insgesamt 1.059 Verbraucheranliegen wurde die „ Verbraucherberatung im Quartier“ auch im Jahr 2023 von Ratsuchenden stark nachgefragt (in 20 22: 1.142 Verbraucheranliegen; hier muss beachtet werden, dass in 2023 eine 1,0 Planstelle v ier Monate personell nicht besetzt war und diese Vakanz nur sehr bedingt durch Aushilfen ersetzt werden konnte). Insbesondere in der Energiepreiskrise waren zeitnahe Reaktionen und int erdisziplinäre Lösungsansätze gefragt. Die aufsuchende Verbraucherberatung ist auch ein wichti ger Seismograf für drängende Verbraucher- fragen in den Kölner Sozialräumen. Es wurden 444 Rechtsberatungen durchgeführt, davon waren etwa ein Drittel Folgeberatungen. Letztere werden immer dann statistisch erfasst, wen n es im vorliegenden Fall einen neuen Aspekt zu beraten gilt. Abgebildet wird dagegen nicht der Aufwand, den die Aktenbearbeitung nach sich zieht. Jede zweite Rechtsberatung zog eine umfangreiche Rechtsvertretung nach sich. Diagramm 3: Verweis und Auskunft (n) nach Thema für "Verbraucherberatung im Quartier" Energie und Wasser Gesundheit Alltagsverträge Telekommunikation und Digitales Reise/Mobilität Bauen und Wohnen Handwerker und Kundendienste Geldanlage/Altersvorsorge FinanzierungenVersicherungenZahlungsverkehr Sonstiges 0 10 20 30 40 50 60 70 26 10 21 9 8 40 2 6 1 11 37 62 10 57 31 6 13 1 4 7 12 7 12 Verweis Auskunft Seite 8 Verbraucherprobleme in der Energiekrise waren Dauerbrenner in allen Sozialräumen Über Monate meldete das Statistische Bundesamt eine Rekord-Inflation von bis zu acht Prozent. Besonders betroffen von den extremen Teuerungsraten bei Lebenshaltungskosten und Energie- preisen waren Menschen, die ohnehin nur über wenig Geld verfügen. Die Gasspeicher waren voller als erwartet und die Preisbremse bei Strom, Gas und Fernwärme, ein reduzierter Mehrwertsteuersatz sowie fallende Weltmarktpreise haben die Energiekrise zumindest abgefedert. Dennoch erreichte die Verbraucherberatung im Quartier eine Flut an Anfragen zu den unterschiedlichsten Facetten der Energiekrise. Fragen zu Abrechnungen, Preisbremsen und rechtlichen Fallstricken sowie nach Hilfestellungen in finanziellen Notlagen dominierten dabei die Beratun gs- und Präventionsarbeit. Im örtlichen Hilfe- system und für unsere kommunalen Partner waren wir eine wichtige Anlaufstelle: „Gemeinsam durch die Krise" lautete erneut unser Leitmotiv 2023. Die Rechtsvertretungen zu energierechtlichen Anliegen waren dabei durchweg komplex und die Verhandlungen mit dem Energieversorger zogen sich regelmäßig über mehrere Wochen hin. Die Verbraucherberaterinnen tragen mit ihrer rechtlichen und wirtschaftlichen Beratung zur Einsparung bzw. Vermeidung von Transferleistungen durch frühzeitige Krisenintervention und passgenaue Unterstützung zur Optimierung des Hausha ltsbudgets bei. Dies ist gerade in Krisen- zeiten ein unverzichtbares Angebot. Betroffene Mens chen können so vor Überschuldung und Übervorteilung durch die Anbieterseite geschützt we rden – ein wichtiger Beitrag zur kommunalen Daseinsvorsorge und zum sozialen Frieden in den Stadtquartieren. Bei den Ratsuchenden fehlt regelmäßig das Basisverständnis für Energielieferverträge. Sie verstehen ihre Pflichten aus dem Vertrag nicht, erkennen beispielsweise ein Schreiben des Energieversorgers nicht als die Ankündigung einer Preiserhöhung und können vielfach ihre Strom- oder Gasabrechnungen weder mit Verständnis lesen noch rechtlich interpretieren. Verletzliche Verbraucher:innen sind darüber hinaus vielfach nicht mit dem System der Abschlags- zahlungen vertraut, sie können schwer nachvollziehen, wie Verträge grundsätzlich zustande gekommen sind und warum Energieanbieter Rückforderu ngen an sie richten oder monatliche Abschläge erhöht werden. Seite 9 Die Verbraucherberaterinnen stehen regelmäßig vor d er immensen Herausforderung, zunächst einmal im Austausch mit den Ratsuchenden die eigent liche Thematik des Anliegens zu durch- dringen und im zweiten Schritt zu erörtern, welche konkreten Probleme vorliegen. Bereits der Umgang mit dem Stromzähler (Ablesen der Zählerständ e) ist für viele Sozialraumbewohner:innen eine zu große Hürde. Nachzuvollziehen, wie sich Ene rgieverbrauch und Energiekosten berechnen - für viele Energiekunden nicht leistbar. Mit vielen Ratsuchenden wird zudem ein Tarifwechsel auf den Weg gebracht, um zukünftig die Energiekosten zu senken - vielfach raus aus der Gru ndversorgung in einen für sie günstigeren Tarif. Verletzliche Verbraucher:innen fallen daneben unser iösen Vertrieblern im Haustürgeschäft oder während eines unerlaubten Telefonanrufs zum Vertragsabschluss (auch unter Vortäuschung falscher Tatsachen) zum Opfer, indem sie gutgläubig direkt unterschreiben. Oder in einem zweiten Schritt den Vertragsschluss im weiteren Telefonat b estätigen, wenn die/der für sie vermeintlich vertrauensvolle Berater:in eines Energieversorgers am Telefon sie dazu auffordert (um sich selber „rechtlich“ abzusichern). Die Fallbearbeitung ist regelmäßig aufwändig: Mitge brachte Unterlagen sind nicht vollständig oder zum Teil nur auf dem Smartphone hinterlegt, manchma l liegen den Ratsuchenden gar keine Unterlagen vor. Oder es geht lediglich durch einen Überweisungsträger der Bank hervor, an welchen Energieanbieter Zahlungen geleistet worden sind. In einer Vielzahl von Fällen bedarf die Klärung eines langen Zeitraumes. Manchmal wird durc h die gut gemeinte Hilfe Dritter mangels geeigneten Fachwissens den betroffenen Verbraucher:innen sogar eher geschadet oder die Rechtslage unnötig verkompliziert. Auch dadurch ergeben sich sehr umfassende Sachverhalte und in vielen Fällen komplexere Problemlagen. Häufig gestaltet sich zudem die Kommunikation mit den Kund:innen schwierig, da aus verschiedensten Gründen auf E-Mails, Briefe und Anrufe nicht bzw. nur zeitverzögert reagiert wird. Auch mehrfach erforderliche Versuche der Kontaktaufnahme ziehen die Bearbeitung in die Länge. Seite 10 Besondere Herausforderungen in der Arbeit mit verletzlichen Verbraucher:innen Auch sprachliche Barrieren führen dazu, dass Ratsuc hende die Anliegen nur schwer schildern können. Mitgebrachten Dolmetscher:innen fehlt aller dings häufig auch entsprechendes Basiswissen zum Energievertrag. Daraus erwächst dan n die Notwendigkeit dem/der Dolmetscher:in das Konzept „Stromvertrag“ derart zu erklären, dass diese:r es korrekt übersetzt. Dabei muss sichergestellt werden, dass bei der Über setzung des Kundenanliegens alle für die qualitätsgesicherte Beratung wesentlichen Punkte mit übersetzt wurden. Teilweise begleiten Sozialberater:innen ihre Klienten zu einem Termin in der Verbraucherzentrale. In diesen Fällen wird die Fallbearbeitung zwar zunächst aufwendiger, weil beide über den Fortgang des Falls informiert werden müssen. Andererseits hat dies den Vorteil, dass die Fälle erfahrungsgemäß langfristig gut abgeschlossen werden, da die Kund:innen von der Sozialberatung im Bedarfsfall weiter zielgerichtet unterstützt wer den. Hier leistet insbesondere die aufsuchende Verbraucherarbeit einen wichtigen nachhaltigen Beitrag zur sozialen Stabilisierung. Der Bedarf an kommunalen Transferleistungen wird mittelfristig reduziert sowie die Konsumkompetenz gestärkt. Seite 11 Darüber hinaus ist es in Einzelfällen erforderlich, dass die Berater:innen fortlaufend sicherstellen, dass von den Ratsuchenden besprochene Aufgaben erledigt und Abläufe (z.B. Zahlungsver- pflichtungen) eingehalten werden, um eine nachhaltige und langfristige Lösung sicherzustellen. Die Bearbeitung von Energierechtsfällen ist in der Regel nicht mit einem Schreiben erledigt. Eine Einigung zwischen der Verbraucherzentrale NRW und d em Energieanbieter kommt vielfach erst nach mehreren Reklamationen zustande. Oft müssen zu dem mehrere Energieanbieter pro Rat- suchendem angeschrieben werden, weil es regelmäßig zwei bis drei Anbieter und einen Netz- betreiber gibt und somit drei bis vier Adressen in nur einem Fall mit entsprechend hohem Rechtsvertretungsaufwand. Letztendlich mit der Konsequenz, dass die Akten lange in der Bearbeitung bleiben. Verbraucherfälle werden teilweise über Wochen und M onate bearbeitet. Viele einzelne Schritte (mehrere Kommunikationswege, Recherchearbeit...) si nd erforderlich. Eine Zielgruppe mit geringem Selbsthilfepotential und multiplen Problemlagen erfordert zudem eine zeitintensive Unterstützung während des Beratungs- und Vertretung svorgangs, u. a. weil die Rechtssuchenden die Korrespondenz mit der Anbieterseite nicht verstehen und der Inhalt des Briefes sowie Handlungsaufforderungen nachvollziehbar erklärt wer den müssen. Häufig müssen sogar Schlüsselpersonen wie Multiplikator:innen, Ehrenamt liche oder etwa ein Familienmitglied des/der Ratsuchenden in den Fallverlauf miteinbezogen werde n, was eine aufwändigere Kommunikation mit allen Beteiligten bedeutet. Der Zeitaufwand für einzelne Bearbeitungsschritte und Betreuungsleistungen wird in der Verbraucherzentrale quantitativ nicht erfasst. Nachfolgende Verbraucherfälle aus der Praxis sollen daher die Intensität und Komplexität der energierec htlichen Beratung und Vertretung veranschaulichen: Exemplarische Fallbeispiele zur energierechtlichen Beratung und -vertretung Fallbeispiel 1: Der Verbraucher Herr M. erhält im Jahr 2021 einen unerlaubten Werbeanruf eines Energielieferanten und weitere Schreiben dieser Fir ma. Dann teilt die Firma ihm mit, dass er seit zwei Monaten von diesem Energielieferanten mit Strom beliefert wird. In der rechtlichen Beratung muss zunächst geprüft werden, ob überhaupt ein Stromliefervertrag zustande gekommen ist, da Bei der Sichtung weiterer Unterlagen wird geprüft, ob es Preisänderungsmitteilungen gab und ob Herr M. zu ei nem späteren Zeitpunkt noch einen Seite 12 neuen Vertrag oder Tarif abgeschlossen hat. Da er a ufgrund der tatsächlichen Belieferung mit Strom zumindest Wertersatz leisten muss, wird a nhand des Jahresverbrauchs und der Preise der Vorlieferanten ein angemessener monatlicher Abschlag errechnet. In einem ersten Schreiben an die Firma wird diese a ufgefordert, die Belieferung und die Abbuchungen vom Konto des Verbrauchers einzustellen . Auch alle anderen rechtlichen Einwendungen gegen Preiserhöhungen und angebliche neu abgeschlossene Tarife werden erhoben. Erst nach einer Erinnerung meldet sich die Firma und kündigt die Einstellung der Belieferung an. Dem Verbraucher wird nun schriftlic h erläutert, welche Konsequenzen die Liefereinstellung hat (Belieferung in der Ersatzver sorgung beim Grundversorger). Herr M. Wird gebeten, den Zählerstand zum Ende der Belieferung abzulesen. Mit Vorliegen des Zählerstandes wird die Firma aufg efordert, eine Abschlussrechnung zum Preis des Vorlieferanten zu erstellen. Da die Firma dieser Aufforderung nicht nachkommt, wird über die Verbraucherzentrale ein Schlichtungsv erfahren bei der Schlichtungsstelle Energie e.V. eingeleitet werden. Die Erstellung des Schlichtungsantrags übernimmt die Beraterin für den Kunden, das Schlichtungsverfahren wird nach ca. vier Wochen eröffnet. Dann meldet sich die Firma wieder bei der Verbraucherzentrale. Da die Abrechnung immer noch nicht stimmte, gibt es eine weitere Erwiderung und erneute Klärung über die Schlichtungsstelle. Letztendlich wird die Abrechnung zu den gewünschten Konditionen erstellt. Herr M. wird aus dem rechtswidrigen Belieferungsverhältnis befreit und hat für den Strom nicht mehr gezahlt als beim Vorlieferanten. Fallbeispiel 2 Bei der Prüfung der Stromrechnung von Frau B. wird festgestellt, dass die Zählerstände geschätzt wurden und im Laufe des Abrechnungsjahres ein neuer Stromzähler eingebaut wurde. Der Verbraucherin liegen selbst keine abgele senen Zählerstände vor. Weiterhin wurde zum 01.01.2023 der Strompreis erheblich erhöh t, so dass in den Unterlagen der Verbraucherin nach einer Preisänderungsmitteilung gesucht wird. Bei der Prüfung der (gefundenen) Preisänderungsmitteilung stellt sich heraus, dass diese den gesetzlichen Anforderungen im Hinblick auf das Transparenzgebot nicht entspricht. Seite 13 Es wird des Weiteren geprüft, ob alle geleisteten A bschlagszahlungen in der Stromrechnung berücksichtigt wurden. Hierzu muss di e Verbraucherin alle Abbuchungen oder Überweisungen an die Firma sichten, da in Bezug auf die Berechnung der Strompreisbremse der Fehler in der Regel bei einer falschen Jahresverbrauchsprognose liegt. Der Rechnung kann entnommen werden, dass der Verbrauch für die Jahres- verbrauchsprognose für die Berechnung der Preisbremse zu niedrig angesetzt war. Zur Klärung der fehlenden Zählerstände und des Ausbauzählerstandes des alten Stromzählers wird zusätzlich die Rheinische Netzges ellschaft angeschrieben. Diese kann tatsächlich Ablesewerte mitteilen, der Ausbauzählerstand ist korrekt erfasst. Als nächstes wird die Firma angeschrieben und zur R echnungskorrektur aufgefordert. Es müssen die Zählerstände und die Erstattungen aus de r Preisbremse korrigiert werden. Die Preiserhöhung darf nicht abgerechnet werden. Da die Firma auf das erste Schreiben mit einer Rechnungskorrektur auch nach erfolgter Erinne rung nicht reagiert, schließt sich das Schlichtungsverfahren an. Letztendlich wird der Fall für Frau B. erfolgreich abgeschlossen. Sie erhält eine deutlich niedrigere Abrechnung. Die Verbrauchsschät zung, zu dem der alte Strompreis abgerechnet wurde, war viel zu hoch ange setzt. Aus der Preisbremse wird mehr Geld erstattet. Fallbeispiel 3: Herr B. versteht die Erhöhung der Abschlagszahlung nicht und kann diese in der Höhe finanziell auch nicht leisten. Ihm liegen weder ein Stromvertrag noch eine Abrechnung vor. Die Verbraucherberaterin setzt sich mit dem Energielieferanten in Verbindung, um die erforderlichen Vertrags- und Rechnungsunterlagen zu erhalten. Die Prüfung ergibt eine Falschberechnung. Durch weitere Rechtsvertretungen wird eine Neuberechnung der Jahresabrechnung sowie eine Rechnungskorrektur erreicht. Da Herr B. die Thematik der Abschlagszahlungen nich t versteht, wird ihm diese präventiv erläutert, damit er diese zukünftig nachvollziehen kann. Da er zudem einen für ihn ungünstigen Stromtarif hat, wird ein Tarifwechsel i ns Gespräch gebracht und angestrebt. Seite 14 Die Kommunikation mit Herrn B. verzögert sich immer wieder, da er auf Mails verspätet reagiert. Er erfasst die Problematik weiterhin nur schwer und kann nötige Handlungsschritte nicht selbst herleiten. Schlussendlich dauert es 10 Monate, bis die Angeleg enheit ein erfolgreiches Ende findet. Dem Kunden wird eine höhere dreistellige Su mme zurückerstattet. Herr B. wird ferner in einen günstigen Sondervertrag geleit et und zahlt für seinen Stromverbrauch angemessene Abschläge. Erfolgskennzahlen der rechtlichen Vertretung Durchsetzung von Verbraucheransprüchen gegenüber dem Anbieter In 75 Prozent der in 2023 aufgenommenen Fälle konnt en die Verbraucheransprüche im Rahmen der Rechtsbesorgung erfolgreich durchgesetzt werden. Die Verbraucher:innen zogen direkten wirtschaftlichen Nutzen aus Erstattungen, Einsparun gen, abgewehrten Forderungen oder stornierten Verträgen. Insgesamt 19.890 Euro verbli eben Verbraucher:innen dank erfolgreicher Rechtsvertretungen. Sie bekamen von den Unternehmen entweder Geld zurück oder mussten deren Forderung nicht begleichen bei Beträgen bis zu 1.680 Euro. Hinzu kamen Erstattungen aus Reklamationen bzw. dem Austausch von Haushalts- und Elektrogeräten während der Gewährleistungszeit oder das Nachbessern von Handwerker- leistungen. Diese Ersparnisse können nicht genau be ziffert werden. In weiteren Fällen profitierten Ratsuchende von der Klärung der Rechtslage, auch wenn die Forderung der Gegenseite berechtigt war. Kostenintensive Mahn- und Inkassove rfahren konnten gestoppt und potentielle Schuldenfallen abgewehrt werden, indem Verbraucher:innen zu einem weiteren nachhaltigen Umgang mit ihrer individuellen, wirtschaftlichen Situation beraten wurden (Prüfung leistbarer Ratenzahlungsvereinbarungen, keine Zahlungen aus de m Unpfändbaren...). Existenzbedrohende Notlagen wie Stromsperren, Kontopfändungen sowie Vo llstreckungsmaßnahmen wurden verhindert. Dadurch konnte vielfach der Teufelskrei s aus immer weiteren Gebührenforderungen und noch mehr Vertragsfallen unterbrochen und betro ffene Haushalte stabilisiert werden. Mit Blick auf das soziale Sicherungssystem führt dies mittelfristig zu einer Entlastung der öffentlichen Kassen. Seite 15 Zusätzlich ist davon auszugehen, dass durch die Rec htsberatung und -vertretung – unabhängig von deren Ausgang – weitere Folgekosten vermieden w erden, da für kostenintensive Gerichts- verfahren keine Notwendigkeit mehr besteht. Dies en tlastet die Rechtssuchenden vom Prozess- kostenrisiko und die öffentliche Hand von Aufwendungen für die Prozesskostenhilfe. In 15 Prozent der Fälle stand das Ergebnis zum Zeit punkt der Berichtserstellung noch aus, da die Verhandlungen mit Anbietern noch im Gange waren. Di e übrigen Fälle (9 Prozent) wurden ohne Ergebnis abgeschlossen, da entweder der/die Verbrau cher:in im Fallverlauf nicht mehr erreichbar war oder eine Reaktion der Anbieterseite trotz mehrfacher Kontaktversuche in Namen der Verbraucherzentrale ausblieb. Hier musste im Einzelfall auch für weitere Erfolgsaussichten auf den gerichtlichen Klageweg verwiesen werden. Nicht zuletzt wurden in den Beratungssituationen Präventionsarbeit und Hilfe zur Selbsthilfe geleistet, um bestärkte Verbraucher:innen in die La ge zu versetzen, verbraucherrechtlichen Fallen auszuweichen oder frühzeitig rechtlichen Rat einzuholen. Dankesnachrichten von Verbraucher:innen und Multiplikator:innen nach erfolgter Verbraucherberatung Herzlichen Dank für Ihre umfangreiche und zugewandte Unterstützung! Herzlichen Dank für diese guten Informationen und Ihre zuvorkommende und fachliche Beratung in diesem Fall. Ich bedanke mich vom ganzen Herzen .dass Sie mir immer gerne helfen haben . Sie hat der Himmel geschickt !!!!! Vielen, vielen Dank!!! Euer Angebot beim Nachbarschasfestes hat sehr, sehr gute Rückmeldungen … bekommen. Vielen Dank, dass Sie sich immer so schnell zurück- melden und uns und unseren Teilnehmenden so unkompliziert weiterhelfen! DANKESCHÖN Hi, gut morgen, I received the money from Vodafone. And I want to thank you so much for your tremendous effort thank you ! Seite 16 Übergeordnetes Ziel 2: Kooperative Vernetzung und Synergienutzung vorhandener Strukturen, um die bestehenden Hilfen und Angebote bestmöglich miteinander zu vernetzen und die Maßnahmen bedarfsgerechter, passgenauer und wirkungsvoller auszurichten Tabelle 2: Kooperationen und Maßnahmen Zielgruppe: Alle Sozialraumbewohner:innen Kalk und Humboldt-Gremberg Kooperationen Angebote und Maßnahmen Außenstelle des Interkulturellen Dienstes (IKD) zweiwöchentliche persönliche Sprechstunden bzw. durchgehende telefonische und elektronische Erreichbarkeit Lotsenfunktion, thematischer Austausch und funktionierende Verweisstruktur zu Beratungs- und Bildungsangeboten vor Ort Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen durch Plakataushang und Flyerauslage Sozialraumkoordination Kalk Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage; mediale Streuung durch Homepage- Einträge, E-Mail-Verteiler und Newsletter der Sozialraumkoordination; regelmäßige Verbrauchertipps auf der Homepage der Sozialraumkoordination Sozialraumkoordination Humboldt-Gremberg Einmal monatlich Sprechstunde im Raum³ Infostände an Markttagen und Stadtteilfesten Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage; mediale Streuung durch Homepage- Einträge, E-Mail-Verteiler und Newsletter der Sozialraumkoordination; regelmäßige Verbrauchertipps auf der Homepage der Sozialraumkoordination GAG Quartierstreff Einmal monatlich Sprechstunde Seite 17 Kontaktaufnahme zur Nachbarschaft und Bewerbung des Angebotes Stadtteilkonferenz Kalk Teilnahme am Runden Tisch Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Runder Tisch Humboldt-Gremberg Teilnahme am Runden Tisch Bewerbung von Veranstaltungen für Verbraucher:innen, Lotsenfunktion, Einbringen von Themen, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen. Gemeinwesenarbeit Veedel e. V. funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Evangelische Kirche Kalk-Humboldt Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch mit Pfarrer:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Aktionsstand auf dem Kalkfest zu „Onlineshopping“, „Energie sparen“ Nachbarschaftstreff; Pavillon e.V. Funktionierende Verweisstruktur und fachlicher Austausch; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen. Aktionsstand zum „Allgemeines Verbraucherrecht“ Diakonie Michaelshoven BerMico und BeWo Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch über Energiepreiskrise Teilnahme an der Eröffnungsfeier zum gegenseitigen Kennenlernen Bezirksbürgermeisterin Austausch im Rahmen der Energiepreiskrise und Vorstellung der passgenauen Angebote Seite 18 Campus Gesundheit, AWO / CSH Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und möglicher Workshops 1 x Multiplikator:innenschulung „Allgemeines Verbraucherrecht“ Caritas, Chancen geben 1 x Aktionsstand zu aktuellen Themen in der Energiepreiskrise 1 x Aktionsstand „Allgemeines Verbraucherrecht“ Diakonie Jugendarbeit Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten GAG Pavillon e.V. Gemeinwesenbüro Kalk Nord Veedel e.V. 1 x Aktionsstand „Allgemeines Verbraucherrecht“ Gesundheitsamt Ambulantes Suchtclearing Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten, Verteilung von Flyern InVia Diakonie Michaelshoven, bermico Gemeinwesenbüro Kalk-Nord Informeller Austausch zu Armutssituation aufgrund von Mieterhöhungen Kölner Freiwilligen Agentur Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten Lebensmittelausgabe Kalk Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten 1 x Aktionsstand „Allgemeines Verbraucherrecht“ Seite 19 Nachbarschaftstreff GAG, Loestr Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten 1 x Workshop Allgemeines Verbraucherrecht Pavillon e.V. Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und gegenseitige Vernetzung zu möglichen Angeboten SKM – Kontakt u. Beratungsstelle „vor Ort“ Aktionsplanung zu aktuellen Themen im Rahmen der Vernetzung 1 x Multiplikator:innenschulung „Allgemeines Verbraucherrecht“ solimed Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und Planung der weiteren Zusammenarbeit Seniorennetzwerk Koordinator Humboldt- Gremberg Stadtteilaktion – Begehung mit Infofahrrad zum Thema „Allgemeines Verbraucherrecht“ Höhenberg und Vingst Kooperationen Angebote und Maßnahmen Bürgerzentrum Vingst/ Vingster Treff wöchentliche persönliche Sprechstunde bzw. durchgehende telefonische und elektronische Erreichbarkeit Lotsenfunktion, thematischer Austausch und funktionierende Verweisstruktur zu Beratungs- und Bildungsangeboten vor Ort Bekanntmachung des Angebots auf der Homepage, durch Plakataushang und Flyerauslage Veranstaltungs- und Aktionsdurchführungen Stadtteiltreffen Höhenberg und Vingst Teilnahme am Stadtteiltreffen Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur, thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Seite 20 Stadtteilwohnung Passauer Str. 2 Feste mit Möglichkeit zur spontanen Energieberatung Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch Sozialraumkoordination Höhenberg-Vingst 1 x Aktion "Infobox" auf dem Vingster Markt zum Thema Passwortsicherheit 1 x Aktion „Infobox“ auf dem Vingster Markt zum Thema „Gut essen mit wenig Geld“ Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage; mediale Streuung durch Homepage- Einträge, E-Mail-Verteiler, Ausgabe von Material (Karten zur Messung des Raumklimas) Vingster Treff Campus Arbeit 2 x Bildungseinheit „Stromkosten im Griff“ 1 x Bildungseinheit „Versicherungen“ GAG Sozialmanagement 1 x Info- und Aktionsstand beim Stadtteilfest zu aktuellen Themen Veedel e.V. Absprachen zur Kooperation mit dem Ziel den Stadtteilbewohner:innen zielgerichtet zu finanziellen Hilfen zu verhelfen Sozialraumübergreifend Kalk, Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst (Bezirk 8) Kooperationen Angebote und Maßnahmen AK Beratung Sozialraumkoordination 1 x Multiplikator:innenveranstaltung zu Themen der Energiepreiskrise für Multiplikator:innen aus dem Bezirk Kalk 1 x Multiplikator:innenveranstaltung zu Umgang mit Geld Seite 21 Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord Kooperationen Angebote und Maßnahmen Kulturbrücke wöchentliche persönliche Sprechstunden bzw. durchgehende telefonische und elektronische Erreichbarkeit Lotsenfunktion und funktionierende Verweisstruktur zu Beratungsangeboten vor Ort; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen durch Plakataushang und Flyerauslage Ehrenamtsprojekt „Ordnung im Ordner“ Sozialraumkoordination Chorweiler Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage; mediale Streuung durch Homepage- Einträge, E-Mail-Verteiler 2 x Aktions- und Infostand auf Stadtteil- und Bezirksfest Chorweiler Stadtteilkonferenz Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord Teilnahme an den Konferenzen Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen AK Beratung/ Fiz e. V. Regelmäßige Teilnahme Vernetzung insbesondere mit dem Jobcenter, fachlicher Austausch und Aufrechterhaltung eines funktionierenden Verweissystems GAG Immobilien AG Gemeinsame Infoaktionen rund um steigende Energiepreise und hohe Kosten dieKümmerei Teilnahme an Planungstreffen; Vernetzung und Aufbau eines funktionierendes Verweissystems und Angebotsetablierung in den neuen Räumen der dieKümmerei 1 x Bildungseinheit “Ernährung“ 1 x Bildungseinheit „Stromrechnung verstehen“ Seite 22 Mieterkontaktstelle und Stromsparcheck Vernetzung zum Energiearmutsprojekt der Verbraucherzentrale NRW und Stromsparcheck der Caritas zum thematischen Austausch "Lücke im Hilfesystem bei Energiearmutsproblematiken" Gemeinsame Infostände zu Energie Zug um Zug Campus Arbeit 3 x Workshop zu Kaufverträgen und Stromrechnungen SKF Schuldenberatung Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zu Überschuldung Verschiedene Kooperationspartner:inn en im Quartier Verteilaktion der Broschüre „Energie sparen in leichter Sprache“ zur Sensibilisierung für das Thema Sozialraumübergreifend Kooperationen Angebote und Maßnahmen IN VIA Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und Austausch über Auswirkungen Energiepreiskrise; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen AK Prävention Teilnahme am Arbeitskreis und Vorstellung der Angebote der aufsuchenden Verbraucherarbeit Aktion Nachbarschaft 1 x Workshop „Stromkosten im G riff“ in Bickendorf Bürgerzentrum Finkenberg 1 x Workshop „Stromkosten im Griff“ Caritas Chancen geben 1 x Aktionsstand „Energie“ un d „VZ als Arbeitgeber“ Seite 23 GAG Sozialmanagement 1 x Aktionsstand „Energie“ in Bilderstöckchen Papageientreff SKM 1 x Aktion Bauchladen zu Themen der Energiepreiskrise Seniorenkoordination Stadtbezirk Kalk Vorstellung der Angebote in der AG Interkulturelle Senior:innen- Arbeit Sozialraumkonferenz Porz Mitte / Urbach Vorstellung der Angebote der aufsuchenden Verbraucherarbeit Sozialraumkoordination Bickendorf/Ossendorf Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherberatung und Angebote der Verbraucherzentrale NRW 1 x Infostand zu „Energie“ 1 x Multiplikator:innenschulung „Umgang mit der Energiekrise“ Sozialraumkoordinator: innen Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherberatung und Austausch über Bedarfe und Angebote SRK Höhenhaus 1 x Workshop zur Energierechnung und Tipps Straßenwächter e.V. Vernetzung und Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherberatung Seite 24 Zielgruppe: Menschen mit Migrationshintergrund Kalk und Humboldt-Gremberg Kooperationen Angebote und Maßnahmen Interkultureller Dienst (IKD) Lotsenfunktion und gegenseitige Verweisstruktur, inhaltlicher Austausch Stadt Köln und Ceno e.V. Austausch zu Unterstützungsmöglichkeiten für Geflüchtete aus der Ukraine Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur Stadt Köln Sozialdienst für Geflüchtete Austausch zur Situation in Kalker Geflüchtetenunterkünften. Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur Caritas Perspektivberatung Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen AK Geflüchtete Teilnahme am Runden Tisch Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen und der Sprechstunde Dialog der Kulturen Teilnahme am Runden Tisch Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen; Bekanntmachung von Veranstaltungen und der Sprechstunde Caritas „Willkommen und Ankommen in Köln“ Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch AKAD FM-FM Vernetzung und Planungstreffen für Workshops Vorstellung der Verbraucherberatung im Quartier und 2 x Workshop „Verbraucherrecht allgemein“ Seite 25 Campus Gesundheit Vorstellung der Verbraucherberatung im Quartier und 1 x Bildungseinheit „Verbraucherrecht allgemein“ sowie „Rechte und Pflichten aus dem Kaufvertrag“ Digitalprojekt IKD; Pavillon e.V. Vorstellung der Verbraucherberatung im Quartier und Bewerbung Sprechstunde 1 x Bildungseinheit Workshop INKA Planungen Sprechstunde; Schuldenproblematik de r Ratsuchenden In-Haus , Migrafrafrica 1 x Info- und Aktionsstand b ei Job fair! Connect Willkommensinitiative Kalk Vorstellung der Verbraucherberatung im Quartier und 1 x Bildungseinheit „Verbraucherrecht allgemein“ sowie 1 x Multiplikator:innenworkshop Sozialraumübergreifend Kalk, Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst (Bezirk 8) Kooperationen Angebote und Maßnahmen Fachdienst für Integration und Migration Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Case Management des Kommunalen Integrations- managements Lotsenfunktion, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord Kooperationen Angebote und Maßnahmen Caritas Migrationsberatung Austausch und Vernetzung Frauen gegen Erwerbslosigkeit 1 x Workshop zu Verträge und Stromrechnungen Seite 26 Zielgruppe: Familien und Kinder Kalk und Humboldt-Gremberg Kooperationen Angebote und Maßnahmen Fröbel Familienzentrum Taunuspänz Lotsenfunktion und funktionierende Verweisstruktur; Bekanntmachung von Veranstaltungen, Sprechstunden und aktuellen Themen Bekanntmachung des Angebots auf der Homepage, durch Plakataushang und Flyerauslage Kinderschutzbund, KIWI Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch Vorstellung der Angebote im Elterncafé 1 x Multiplikator:innen-Schulung: Vorstellung Diakonie Michaelshoven 1 x Multiplikator:innenschulung: Rund um die Energiepreiskrise für Beratende Kita St. Engelbert Familienzentrum 1 x Workshop: Energierechnung und Tipps GGS Grünebergstr. Planung der Themen für das Eltern café Höhenberg und Vingst Kooperationen Angebote und Maßnahmen Vingster Treff 1 x Bildungseinheit zu Ernährung für Eltern mit Kindern Höviland 1 x Bauchladen „Geld sparen bei Strom“ 1 x Bauchladen „Das sichere Passwort“ Seite 27 Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord Kooperationen Angebote und Maßnahmen Familienhaus SKF 1 x Workshop im Elterncafé zu Energie Vermittlung Workshop Ernährungsarmut Seite 28 Zielgruppe: Jugendliche und junge Erwachsene Kalk und Humboldt-Gremberg Kooperationen Angebote und Maßnahmen Pavillon e.V. Vernetzung und Angebotsvorstellung, Lo tsenfunktion Adolph-Kolping-Schule Austausch, Planung möglicher P räventionseinheiten 180° Wende Austausch, Planung 1x Workshop: Allgemeines Verbraucherrecht mit dem Schwerpunkt Smartphoneverträge 1 x Multiplikator:innenschulung: Vorstellung der aufsuchenden Verbraucherarbeit und Allgemeines Verbraucherrecht Abenteuer Beruf 1 x Info- und Aktionsstand bei Beruf und Informationsmesse, Thema Kreditkarte / Konto Höhenberg und Vingst Kooperationen Angebote und Maßnahmen Jugendwohnen St. Gereon Lotsenfunktion und funktionierende Verweisstruktur Seite 29 Zielgruppe: Senior:innen Kalk und Humboldt-Gremberg Kooperationen Angebote und Maßnahmen Gremberger Treff Vernetzung und Angebotsvorstellung, Lotsenfunktion Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage, mediale Streuung über Social-Media- Plattform Seniorennetzwerk Humboldt-Gremberg Vernetzung und Angebotsvorstellung, Lotsenfunktion Bekanntmachung von Informationen und Frühwarnmaterialien durch Plakataushang und Flyerauslage Info- und Aktionsstand beim Sommerfest Höhenberg und Vingst Kooperationen Angebote und Maßnahmen Seniorennetzwerk Höhenberg Angebotsvorstellung und Informationen in der monatlichen Seniorenzeitung "Wat läuf?" Seniorenberatung der Johanniter Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur Vingster Treff 1 x Workshop „Leitungswasser“ Seite 30 Sozialraumübergreifend Kalk, Humboldt-Gremberg, Höhenberg, Vingst (Bezirk 8) Kooperationen Angebote und Maßnahmen Runder Tisch Seniorenarbeit Kalk Vernetzung, funktionierende Verweisstruktur und thematischer Austausch zwischen teilnehmenden Akteur:innen Bekanntmachung von Informationen, Veranstaltungen und der Sprechstunden Seniorenkoordination Kalk Lotsenfunktion; Bekanntmachung von Informationen (u. a. Überblick digitaler Angebote der Verbraucherzentrale NRW für Senior:innen) und Frühwarnmaterialien, Veranstaltungen und der Sprechstunde; Infostreuung über Email-Verteiler Chorweiler, Blumenberg und Seeberg-Nord Kooperationen Angebote und Maßnahmen Seniorenkoordination Chorweiler Lotsenfunktion; Bekanntmachung von Informationen (u. a. Überblick digitaler Angebote der Verbraucherzentrale NRW für Senior:innen) und Frühwarnmaterialien, Veranstaltungen und der Sprechstunde, Infostreuung über Email-Verteiler 1 x Info- und Aktionsstand VielfALT Internationale Seniorenmesse Alt im Quartier, AWO, Parea 1 x Workshop Haustürgeschäfte Sozialraumübergreifend Kooperationen Angebote und Maßnahmen Senior:innen Frühstück Vorstellung der Angebote de Verbraucherzentrale NRW und der Verbraucherberatung im Quartier Seite 31 "Verbraucherberatung im Quartier" ist fester Bestandteil in der Unterstützungslandschaft Die Verbraucherberatung im Quartier" wird in den Arbeitsgruppen und Konferenzen für ihre Expertise und Impulse geschätzt. Durch ihre vielfäl tigen Aktionen, Festteilnahmen und Veranstaltungen wird sie als wichtige und verlässli che Partnerin in der örtlichen Präventions- und Bildungsarbeit angesehen. Die rund 100 kooperativen Organisationen, Institutionen, örtlichen Akteur:innen und Vereine in Tabelle 2 zeigen, dass die Zielgruppen der "Verbraucherberatung im Quartier" mehrfach erreicht werden. Jährlich kommen neue Kooperationen dazu. Darüber hinaus können Ratsuchende dank etablierter und gut gepflegter Vernetzungsstrukturen zielgerichtet innerhalb der Sozialräume und der kom munalen Hilfs- und Unterstützungsstrukturen vermittelt werden. Nur in engem Schulterschluss mit unseren kommunalen Netzwerkpartner:innen lassen sich viele Verbraucherprobleme frühzeitig er kennen und zusammen adressatengerecht lösen. Seite 32 Übergeordnetes Ziel 3: Präventiv tätig werden und durch Bildung und Information dazu beitragen, dass bestimmte Probleme im Verbraucheralltag gar nicht erst auftreten und das Selbsthilfepotential gestärkt wird Tabelle 3: Präventions- und Bildungsarbeit vor Ort für Quartier Gesamt und je Sozialraum Art des Angebots Sozialraum Aktionen (n) Teilnehmende (n) Vorträge, Bildungseinheiten Gesamt 27 216 Chorweiler 8 76 Höhenberg-Vingst 5 66 Kalk, Hum.-Grem. 10 40 Sozialraumübergreifend 4 34 Ehrenamtliche Unterstützung für Verbraucher:innen Gesamt 6 8 Chorweiler 6 8 Info- und Aktionsstand Gesamt 30 1.443 Chorweiler 3 722 Höhenberg-Vingst 7 224 Kalk, Hum.-Grem. 15 394 Sozialraumübergreifend 5 103 Infovortrag,Schulung für Multiplikator:innen Gesamt 9 78 Chorweiler 0 0 Höhenberg-Vingst 0 0 Kalk, Hum.-Grem, 7 53 Sozialraumübergreifend 2 25 Sonstige Aktionsformate 1 Gesamt 4 73 Chorweiler 1 8 Höhenberg-Vingst 0 0 Kalk, Hum.-Grem. 2 50 Sozialraumübergreifend 1 15 Gesamt 76 1.818 1 Zu sonstigen Aktionsformaten zählen Aktionen, die sich sonst keiner der übrigen Kategorien zuordnen lassen, z. B. gezielte Plakataktionen in Hausfluren, Infomaterialstreuung über Lebensmittelausgaben oder Verteilung von Infotaschen. Seite 33 Im Berichtsjahr konnten 76 Angebote realisiert werden, mit denen 1.818 Menschen erreicht wurden. Der Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf Themen in der Energiepreiskrise. Wirksame Präventionsarbeit ist am effektivsten in bestehenden Gruppen durch zu führen – so die Erfahrung. Angebotsbeispiele: Multiplikator:innenworkshop zum Thema Energie für den Bezirk Kalk In Zusammenarbeit mit der Sozialraumkoordination un d dem Arbeitskreis Beratung wurde eine Veranstaltung für Multiplikator:innen aus dem Bezirk Kalk zum Thema Energie angeboten. In der sehr erfolgreichen Veranstaltung wurde dargestellt, auf was geachtet werden sollte, wenn Klienten sich mit Beschwerden z u Energielieferverträgen an den/die Multiplikator:in wenden. Ausführlich und beispielha ft wurden rechtliche Grundlagen zum Energievertrag, zur Energiepreisbremse und zur Stromsperre vermittelt. Workshop für Verbraucher:innen „Stromkosten im Griff“ - in Zusammenarbeit mit dem Vingster Treff „Campus: Arbeit“ Schon bei der Einladung zum Workshop wurde gebeten, eigene Stromverträge, Abrechnungen und Zählerstände mitzubringen. Im Work shop wurden die Teilnehmenden zur Energierechnung, dem Energievertrag und Energie preisbremsen informiert. Es gab die Möglichkeit, Fragen zum eigenen Vertrag zu stellen und die eigene Abrechnung zu prüfen. Das aktive Mitmachen führte zu vielen positiven Aha-Erlebnissen. Info und Aktionsstand auf dem Nachbarschaftsfest Passauer Straße Auf dem Fest wurde mit vielen Quizfragen rund ums Thema Strom und mithilfe von anschaulichen Bildern das Interesse geweckt. Viele Besucher:innen brachten sogar ihre Unterlagen mit oder holten diese extra von zu Hause , um sofort eine kurze Beratung zu erhalten. Dieses niederschwellige Beratungsangebot wertschätzten Multiplikator:innen und Ratsuchende sehr. Workshop „Gut essen mit wenig Geld“ beim SKF-Familientreffen Chorweiler-Nord Die Inflation wirkt sich vor allem auf die Lebensmittelpreise aus. Doch gutes Essen darf keine Frage des Geldbeutels sein. Wie günstig, gesund und vielfältig Mahlzeiten gestaltet werden können, vermittelten die Ernährungsreferent:innen des Bundesprojektes anschaulich und interaktiv. Seite 34 Info und Aktionsstand zum Thema „Kreditkarte / Konto“ auf der Berufs- und Informationsmesse in Kooperation mit Abenteuer Beruf Info- und Aktionsstand beim "Fest der Kulturen" in Chorweiler Workshop "Held vom Feld" für Familien mit Kindern im Víngster Treff Workshop "Stromrechnung verstehen" in Kooperation mit SRK Höhenhaus und „Café and friends“ Verteilaktion von Weihnachtskarte und Energiespar- Broschüren an Multiplikator:innen in den Quartieren Seite 35 Übergeordnetes Ziel 4: Sensor- und Frühwarnfunktion mit Blick auf verbraucherrechtliche Fallstricke, um diese bereits in der Entstehung zu unterbinden Auffallend ist immer wieder, dass bestimmte Verbrauchergruppen bevorzugt für unseriöse Haustürgeschäfte umworben werden. Hier ist ein enges Zusammenspiel mit anderen Akteuren in den Sozialräumen besonders wichtig, um schneller Abzockmaschen zu erkennen und tätig werden zu können. Eine verbraucherpolitische Aufgabe der "Verbraucherberatung im Quartier" ist es, verbrauch er- rechtliche Fallstricke und dubiose Geschäftspraktik en frühzeitig zu erkennen und die Sozialraumbewohner:innen zeitnah zu informieren. Di e Problematiken fallen entweder gehäuft in den Sprechstunden auf oder werden von Multiplikator :innen gemeldet. Die "Verbraucherberatung im Quartier" erstellt daraufhin zielgruppenspezifische Präventionsmaterialien und gibt den Fachreferenten der Verbraucherzentrale entsprechend e Rückmeldungen zur Marktbeobachtung. Komplexe Themen werden in einfacher Sprache aufbere itet, um die enthaltenen Informationen einer möglichst breiten Bevölkerungsgruppe zugänglich machen. Die Präventionsmaterialien werden an Infoständen und bei anderen Aktionsformaten vor Ort verteilt und/oder über die Kanäle der Kooperationsp artner:innen und Multiplikator:innen verbreitet. (vgl Vernetzungsstruktur). Über viele verschiedene, nicht einzeln nachzuhaltende Kanäle verbreiten die Sozialraumakteur:innen die präventiv en Informationen analog (über Aushänge in örtlichen Schaukästen und an Schwarzen Brettern in Hauseingängen, über Briefkasteneinwürfe, Flyerverteilung, Abdrucke in Newslettern...). Multi plikator:innen drucken sich benötigte Infoblätter Seite 36 selbst aus oder werden bei Bedarf mit Druckexemplaren von der "Verbraucherberatung im Quartier" beliefert. Materialien um Themen der Energiepreiskrise standen im Berichtsjahr besonders im Fokus. Die Verbraucherberatung im Quartier warnte aber auch vor voreiligen Vertragsabschlüssen fürs Internet, da zum Beispiel im Hausflur einer GAG-Wohnung der Telekommunikationsanbieter NetCologne suggerierte, dass ein Wechsel zu Glasfaser erfolgen müsste. Multiplikator:innen und Ratsuchende wurden anhand von adressatengerechten Handzetteln und dem Hinweis auf die Homepage der Verbraucherzentrale zum Thema Glasfaser sensibilisiert. Es wurden Materialien zu den Themen „Datenschutz und Passwortsicherheit“ erstellt und verteilt, da viele Sozialraumbewohner:innen zu unbedarft mit ihren Daten - insbesondere online - umgehen. Auch Materialien bezüglich „Dos und Dont´s zu Passwortsicherheit“ wurden entwickelt und fanden regen Einsatz bei verschiedenen Aktionen. Ergänzende zielgruppenspezifische Materialien zu Passwortsicherheit Spiel zu Passwortsicherheit des Bundesprojektes „Verbraucher stärken im Quartier“ wurde für Einsatz bei Info-und Aktionsständen in den Kölner Sozialräumen überarbeitet Seite 37 Der bereits im Vorjahr etablierte Zählercheck (Hilfsmittel um Zählerstände aufzuschreiben und Stromverbrauch zu ermitteln) wurde fortlaufend zielgruppengerecht überarbeitet. Ein Comic in Form eines Plakates zum Thema "Schufafreier Kredit" wurde speziell für die Zielgruppe der Ratsuchenden in den Sozialräumen angepasst. Seite 38 Broschüre: Stromsperre - Was nun? Broschüre: Energie sparen im Alltag, Tipps für Verbraucher:innen in einfacher Sprache Seite 39 Übergeordnetes Ziel 5: Entwicklung von Strategie und Ansatzpunkten zur Erhöhung der Reichweite mit dem Ziel, eine präventive Wirkung des aufsuchenden Arbeitsansatzes in allen 15 Kölner Sozialräumen zu entfalten Der Abbau von Zugangshürden und die Sicherstellung von Teilhabe sind in der aufsuchenden Verbraucherarbeit in Köln besondere Anliegen. Gerade angesichts unterschiedlicher Bildungs- und Sprachniveaus sowie kultureller Hintergründe der Me nschen in der Kommune setzen wir auf eine adressatengerechte Ansprache. Die Art und Weise, wie politische Rahmensetzungen häufig kommuniziert werden, macht es nicht einfacher, sich im Verbraucheralltag entsprechend zu verhalten. Die vorgestellten Frühwarnmaterialien der "Verbraucherberatung im Quartier" wurden zum Einsatz für alle Kölner Sozialräumen zur Nutzung durch Sozi alraumakteur:innen aufbereitet und stadtweit zur freien Verfügung gestellt. Neben den Präventivinformationen wurde darin auch auf die Beratungsmöglichkeiten der Kölner Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW sowie das generelle Unterstützungsangebot der Verbraucherzent rale NRW hingewiesen. Sozialraum- koordinator:innen oder auch Seniorenkoordinationen und -netzwerke der Stadt Köln wurden mit Frühwarnmaterialien versorgt, die zur weiteren Stre uung ihrerseits die Verbreitung über unterschiedliche Kommunikationswege vornehmen konnt en. Die besonderen Maßnahmeneffekte der Reichweitenerhöhung sind quantitativ valide nicht zu evaluieren. Zudem wurden Infomaterialien und Veranstaltungshinw eise der Fachgruppen der Verbraucher- zentrale NRW (u. a. Ernährung, Energie, Gesundheit und Pflege) und weiterer Projekte der Verbraucherzentrale NRW gezielt zur Verfügung gestellt. Als ein prominentes Beispiel sei hier der Versand der mehrsprachigen Broschüre "Energiesparti pps in einfacher Sprache" an zahlreiche Kooperationspartner:innen in Köln genannt. Online-Schulungen zu aktuellen Themen werden regelm äßig in allen Sozialräumen insbesondere über den quartalsmäßigen Newsletter der Verbraucherberatung im Quartier vorgestellt und beworben. Neben der Dauerbrenner-Thematik Energiepreiskrise wurde beispielsweise im Berichtsjahr sozialraumübergreifend eine Online-Schulung zu den Fallen von unseriösen Kreditvermittlung angeboten. „Kredit ohne Schufa“, „unbürokratischer Sofortkredit“ werden als vermeintliche Lösung für finanzielle Engpässe offensiv beworben. Die Problematik war deshalb Schwerpunkt des Seite 40 Weltverbrauchertages in 2023. Unsere Beratungskräft e machten hier auch die Erfahrung, dass insbesondere neu zugewanderte Menschen den Lockange boten unseriöser Kreditvermittler auf den Leim gehen. Bei dem Versuch einen SCHUFA-freien Kredit zu beantragen, tappen sie beispielsweise in die Nachnahme-Falle. Sie erhalte n in diesem Fall per Post eine „nutzlose“ Prepaid-Kreditkarte, für die hohe Gebühren per Nach nahme fällig werden. Anstatt den erhofften Kredit zu erhalten, werden die betroffenen Menschen lediglich mit hohen Kosten belastet. Um kompetent vor Betrug durch unseriöse Kreditvermittler zu bewahren , gab es ein breit angelegtes Schulungsangebot, um auch Multiplikator:innen zu sensibilisieren und fit zu machen. Durch derartige Informationsvermittlungen, Schulun gen und Angebotsvernetzung profitieren die Kölner Sozialräume und ihre Bewohner:innen von deutlich mehr Hilfs- und Unterstützungs- leistungen der Verbraucherzentrale NRW als über den städtischen Haushalt oder anderweitige kommunale Mittel finanziert werden. Übergeordnetes Ziel 6: Identifizierung von strukturellen Problemlagen, Lücken im Hilfesystem, Handlungsempfehlungen an die Stadt Köln Lücken im Hilfesystem Nach wie vor wurden strukturelle Hürden in der Hilf s- und Unterstützungslandschaft beobachtet: Termine bei behördlichen Anlaufstellen (vor allem J obcenter, Wohngeldstelle und Ausländeramt) waren oft mit extrem langen Wartezeiten verbunden. Langwierige Bearbeitungen bei anfallenden Zahlungsfristen, auslaufenden Leistungen oder Aufenthaltserlaubnissen belasteten Betroffene sehr. Verbraucher:innen liefen teilweise unverschul det Gefahr, in vertragliche Schwierigkeiten zu geraten oder ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen zu können. Die Bearbeitung von Leistungsanträgen/Transferleist ungen dauerte zu oft viel zu lang für die Leistungsempfänger:innen und führte zu zwischenzeit lichen existentiellen Einkommenslücken. So zieht sich beispielsweise die Bearbeitung von Wohngeldanträgen häufig bis zu sechs Monaten hin. Aber auch die Antragstellung und Bearbeitung verkom pliziert sich für einen Teil der Menschen durch die Digitalisierung, um beispielsweise Unterlagen, Kontoauszüge u.ä. zu übermitteln. Seite 41 Bei finanziellen Engpässen können Rechnungen, Miete n, etc. nicht fristgerecht beglichen werden, dies führt zu Mahnungen und weiteren Problematiken. Auch durch stark gestiegen Mietpreise in Flüchtlingsunterkünften kamen einige Menschen in finanzielle Notlagen. Es häuften sich Anfragen zur Wohnraumversorgung und Beschwerden zum Beispeil gegen Vermieter ZBVV in Chorweiler über katastrophale Wohnbedingungen. Die extrem schlechte Erreichbarkeit des Ausländeramtes hat Auswirkungen auf Arbeitsverhältnisse und führt zu existenziellen Notlagen. "Verbraucherberatung im Quartier": Rückblick 2023 und Ausblick 2024 Das Jahr 2023 stand im Rahmen der Energiepreiskrise und stark gestiegenen Lebensmittelpreisen – mit entsprechender Brisanz für die soziale Lage der Sozialraumbewohner:innen. Die befristete Stellenaufstockung - dank kommunaler Zusatzmittel für die Bearbeitung energie- rechtlicher Anliegen - half, mehr komplexe Fälle zu bearbeiten, zeitnah Präventionsmaterialien zielgerichtet zu überarbeiten und vermehrt Aktionsstände durchzuführen. Durch die personelle Vakanz der Beratungskraftstelle ab Herbst 2023 verdichteten sich aber Arbeitspakete bei den anderen Mitarbeiterinnen, so dass u.a. Aktionen und Vernetzungsaktivitäten zurückgestellt werden mussten. Bei der Personaleinsatzplanung hatte die Besetzung der wöchentlichen Sprechstunden höchste Priorität. Im ersten Halbjahr des Berichtsjahres musste die ne ue Teamleitung eingearbeitet und mit den vielfältigen Angeboten und Themen der Verbraucherzentrale und insbesondere der aufsuchenden Verbraucherberatung vertraut gemacht werden. Leider steht in 2024 ein erneuter Wechsel bei der Teamleitung an, den Fachkräftemangel bekommen auch wir als Verbraucherzentrale stark zu spüren. Wir hoffen sehr, die Stelle zeitnah kompete nt besetzen zu können. Der Aufgabenbereich der Teamleitung soll um die Rechtsbesorgung erweite rt werden, um hier nachfragegerechter die Seite 42 Beratungsbedarfe ohne längere Wartezeiten bedienen und Vertretungssituationen im Team abzufedern zu können. Im Januar 2024 konnte erfreulicherweise die Beratun gskraftstelle erfolgreich nachbesetzt werden. Die neue Mitarbeiterin war bereits sehr vertraut mi t den Belangen der sozialräumlichen Arbeit und wird nun sukzessive bei der Verbraucherzentrale NRW eingearbeitet. Für die eigenständige Bearbeitung verbraucherrechtlicher Anliegen muss aber zunächst ein Fernlehrgang Recht absolviert werden. Die einjährige rechtliche Zusatzausbildung wird vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) durchgeführt und beginnt im Sommer 2024. Eine zielführende Lösungswegberatung für Verbraucher:innen, die Durch führung von Präventions- und Bildungseinheiten, die Gestaltung von Infomaterialien oder die Teilnahme an Aktionen in den Sozialräumen u.v.m. ist aber bereits Arbeitsalltag für das neue Teammitglied. Der hohe Beratungsbedarf rund um Energiepreise, Abrechnungen u.a. wird auch in 2024 weiterhin die Themenpalette der Verbraucherberatung im Quartier dominieren. Um noch bedarfsgerechter auf die Wünsche der Kooper ationspartner:innen eingehen zu können, gab es seitens der Verbraucherberatung im Quartier eine online Abfrage. Aus möglichen Angeboten der Verbraucherzentrale konnte gewählt we rden, welche Themen besonders in den Sozialräumen priorisiert werden sollten. Verstärkt werden deshalb die Bildungseinheiten rund um die Thematik „Energierechnung lesen und verstehen“ angeboten werden. Geplant sind darüber hinaus Präventions- und Bildungseinheiten zum Thema: „Buy now – Inkasso later“, sowohl für Multiplikator:innen als auch Verbraucher:innen. Online-Shopping ist beliebter denn je und Dienstlei ster im Internet bieten unterschiedliche Zah- lungsmöglichkeiten an. Angebote wie "Buy now - Pay later" animieren Verbraucher:innen zum schnellen Kauf. Doch was so unkompliziert scheint, birgt Risiken, die im schlimmsten Fall zu Über- schuldung führen. Nicht nur, aber vor allem junge E rwachsene lassen sich gerne zu ungeplantem Konsum auf Raten verführen. Davon zeugen u. a. auch Posts in den sozialen Medien, insbeson- dere auf TikTok, in denen stolz veröffentlicht wird, wie viele Konsumschulden man bereits angehäuft hat. Dabei machen es Online-Bezahldienste häufig schwer, den Überblick über die getätigten Käufe zu behalten. So werden z. B. die e inzelnen Kauf-Transaktionen nicht angezeigt, man bekommt nur die insgesamt beim Bezahldienstleister offene Forderung mitgeteilt. Die oft sehr Seite 43 kleinen Raten, die manchmal schon bei einfachen Kau faktionen angeboten werden, verschleiern die Schuldenlast, die sich im Hintergrund aufbaut. Wer keine finanzielle Erfahrung und nur wenig Bildung in diesem Bereich hat, kann kaum abschätzen , wie lange eine vollständige Rückzahlung dauern wird bzw. ob diese angesichts der oft hohen Kreditkosten mit Kleinstraten überhaupt realistisch ist. Auch das Dreiecksverhältnis Verbra ucher – Unternehmer – Zahlungsdienstleister kann die Lösung von Problemen erschweren, beispielsweise bei Streit über eine erfolgte rechtzeitige Rücksendung der Ware oder eines Teils hiervon. Gerade in Zeiten zunehmender existenzieller Notlagen ist Schuldenprävention wichtiger denn je. Wie in den Vorjahren bleiben wir im engen, konstruk tiven und vertrauensvollen Austausch mit unseren lokalen Akteuren, um Synergieeffekte auszub auen, Doppelstrukturen zu vermeiden und adressatengerechte kompetente Verbraucherarbeit zu leisten. Verbraucherzentrale NRW e.V. Verbraucherberatung im Quartier Köln Frankenwerft 35 (Eingang Mauthgasse) 50667 Köln Ansprechpartnerinnen: Beate Fackeldey, Tel.: 0211 913801474 Diana Meschke, Tel: 0221 846188 09 E-Mail: koeln.quartier@verbraucherzentrale.nrw www.verbraucherzentrale.nrw/koelnquartier Impressum: Herausgeber: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen e. V. Mintropstraße 27 - 40215 Düsseldorf Fax: 0211-380 92 16 - www.verbraucherzentrale.nrw Text: Beate Fackeldey Layout: Kathrin Ercklentz © Fotos: Verbraucherzentrale NRW e. V. © Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, 2024. Die auszugsweise Wiedergabe für wissenschaftliche und schulische Zwecke ist gestattet. Grafiken und Fotos unterliegen dem Urheberrecht. Eine Reproduktion – gleich welcher Art – ist nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch die Copyright-Inhaber (s. o.) gestattet.

Beratungsverlauf

  1. 05.09.2024

    Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren

    TOP 12.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  2. 12.09.2024

    Ausschuss Klima, Umwelt und Grün

    TOP 7.7, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  3. 10.10.2024

    Bezirksvertretung 8 (Kalk)

    TOP 10.2.4, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen
  4. 07.11.2024 zuletzt

    Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)

    TOP 10.2.3, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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