1320/2025
Veröffentlichung von Zwischenergebnissen gemäß § 13 Abs. 2 des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG), hier: Eignungsprüfung (§14 WPG), Bestands- (§15 WPG) und Potentialanalyse (§16 WPG)
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VIII/VIII/2 Vorlagen-Nummer 07.05.2025 1320/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 15.05.2025 Stadtentwicklungsausschuss 22.05.2025 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 22.05.2025 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 22.05.2025 Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 23.06.2025 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 23.06.2025 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 26.06.2025 Bezirksvertretung 7 (Porz) 26.06.2025 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 26.06.2025 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 30.06.2025 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 30.06.2025 Veröffentlichung von Zwischenergebnissen gemäß § 13 Abs. 2 des Gesetzes für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (Wärmeplanungsgesetz – WPG), hier: Eignungsprüfung (§14 WPG), Bestands- (§15 WPG) und Potentialanalyse (§16 WPG) Sachstand Der Rat der Stadt Köln hat die Verwaltung in seiner Sitzung vom 21.03.2024 mit der Aufstel- lung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt (0060/2024). Mit der Anlage 1 dieser Mitteilungsvorlage kommt die Verwaltung der rechtlichen Verpflichtung gemäß §13 Absatz 2 WPG nach, die Ergebnisse der Eignungsprüfung (§ 14 WPG) der Be- standsanalyse (§ 15 WPG) sowie der Potentialanalyse (§ 16 WPG) zu veröffentlichen. Der Wärmeplan ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele der Stadt Köln und steht in Einklang mit bereits bestehenden Ratsbeschlüssen (Ratsbeschlüsse „Klimaneut- ralität 2035“ (1377/2021), Gutachten „Köln Klimaneutral“ (2547/2022) und „Aktionsplan Klima- schutz“ (2243/2023)). 2 Rechtliche Grundlagen Das Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze (WPG) ist am 01.01.2024 in Kraft getreten und stellt eine entscheidende Maßnahme dar, um den Weg zu einer dekarbonisierten Wärmeversorgung bis 2045 vorzuzeichnen. Für größere Kommunen, wie die Stadt Köln mit mehr als 100.000 Einwohnern, ergeben sich aus dem WPG rechtliche Verpflichtungen: zum einen ist bis spätestens 30.06.2026 eine Wärmeplanung zu erstellen. Weiterhin sind auf dem Weg dahin Zwischenergebnisse zu veröffentlichen (§13 Abs. 2 WPG) und Akteur*innen sowie die Öffentlichkeit an der Planaufstellung zu beteiligen (§7 WPG). Am 10. Dezember 2024 ist das Gesetz zur Einführung einer kommunalen Wärmeplanung in Nordrhein-Westfalen (Landeswärmeplanungsgesetz NRW – LWPG) in Kraft getreten. Mit §2 Absatz 1 LWPG wurden die Gemeinden als planungsverantwortliche Stellen sowie die An- wendung der Vorgaben des WPG festgelegt. Gemäß § 13 Abs. 2 WPG ist die Veröffentlichung der Eignungsprüfung, der Potential- sowie der Bestandsanalyse zwingend vorgeschrieben („unverzügliche Bekanntmachung“). Konkret ist dort definiert, dass der Öffentlichkeit, den in ihren Aufgabenbereichen berührten Behörden, Trägern öffentlicher Belange und die in § 7 Absatz 2 und 3 genannten Beteiligten (Energiever- sorger, Wärme- und Abwärmeproduzenten) die Möglichkeit der Einsichtnahme zu gewähren ist. Hintergrund Wärmewendestrategie Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist eine strategische Leitplanung, die auf die Kli- maneutralität im Bereich der Gebäudewärme im Stadtgebiet bis zum Jahr 2045 abzielt. Sie liefert Eigentümerinnen und Eigentümern beheizbarer Gebäude eine umfassende Entschei- dungsgrundlage für die Umsetzung einer kostengünstigen, verlässlichen und treibhausgas- neutralen Wärmeversorgung auf Basis erneuerbarer Wärmequellen und unvermeidbarer Ab- wärme. Die kommunale Wärmeplanung bietet im Sinne einer Wärmewendestrategie eine unverbindli- che Orientierung: es besteht für Eigentümerinnen und Eigentümer von Immobilien keine Ver- pflichtung, eine bestimmte Wärmeversorgung zu nutzen. Gegenüber Energieversorgern kann kein Versorgungsanspruch geltend gemacht werden. Der kommunale Wärmeplan ersetzt nicht die projektbezogene Planung. Veröffentlichung Ergebnisse der Eignungsprüfung, Bestands- und Potenzialanalyse Die Aufstellung der Wärmeplanung besteht aus den Prozessschritten Eignungsprüfung, Be- standsanalyse, Potenzialanalyse, Erstellung von Zielszenarien und Einteilung in Versorgungs- gebiete sowie der Entwicklung von Umsetzungsstrategien. Abbildung 1 zeigt eine zeitlich-in- haltliche Übersicht der durchzuführenden Prozessschritte sowie den Arbeitsstand zum zwei- ten Quartal 2025. Der Arbeitsstand ist planmäßig. Im Rahmen der Eignungsprüfung wurde geprüft, ob es Gebiete auf dem Stadtgebiet gibt, die für eine Versorgung durch Wärmenetze oder Wasserstoffnetze nicht geeignet sind (§ 14 WPG). Im nächsten Schritt legte die Verwaltung eine umfassende Datengrundlage zur derzei- tigen Art und Weise der Wärmenutzung und eingesetzten Energieträger, des Gebäudebe- stands sowie vorhandener Wärmeerzeugungsanlagen an (§ 15 WPG). Auch wurden vorhan- dene Potenziale im Stadtgebiet zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien sowie zur möglichen Nutzung von Abwärme in Wärmenetzen ermittelt. (§ 16 WPG). 3 Abbildung 1: Ablauf und Status der KWP-Köln (schematisch), eigene Darstellung. Die Aufstellung der kommunalen Wärmeplanung umfasst weiterhin eine Fachakteursbeteili- gung nach §7 WPG. Diese wird synchron zu den einzelnen Prozessschritten der Wärmepla- nung mit Unterstützung des externen Dienstleisters IFOK GmbH durchgeführt. Die grün hin- terlegte Fläche in Abbildung 1 stellt die Parallelität von Fachakteursbeteiligung und den fort- laufenden planungsschritten schematisch dar. Abbildung 2: Ablaufplan KWP und Konzept der Fachakteursbeteiligung Abbildung 2 stellt das Konzept der Fachakteursbeteiligung dar. Am Beteiligungsprozess sind insgesamt rund 150 Akteurinnen und Akteure aus dem Kreis der im WPG definierten Akteurs- gruppen eingebunden. Das Vorgehen wurde den Akteurinnen in einem gemeinsamen Auftakt- termin im Dezember 2024 vorgestellt und abgestimmt. Die Arbeit erfolgt in Fachgruppen ent- sprechend des jeweiligen Fachplanungsschrittes. Im Zuge der Beteiligung ist die Veröffentli- chung der Zwischenergebnisse als Sachstände der einzelnen Phasen gesetzlich vorgesehen (§ 13, Abs. 2 WPG). Die Stadt Köln veröffentlicht hiermit die Eignungsprüfung sowie die Zwi- schenergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse. Da die Datengrundlage im Bearbei- tungsprozess stetig angepasst und verbessert wird und Erkenntnisse aus den weiteren Pla- nungsphasen iterativ integriert werden, ist die hier vorliegende Veröffentlichung als Sachstand 4 zu betrachten. Die Arbeitsstände sind dieser Mitteilungsvorlage als Anlage 1 beigefügt. Paral- lel erfolgt eine Veröffentlichung von Steckbriefen im Internet auf der Website der Stadt Köln unter www.stadt-koeln.de/kommunale-waermeplanung . Die Ergebnisse der Eignungsprüfung sowie der Bestands- und Potenzialanalyse wurden dem Ausschuss Klima, Umwelt und Grün in seiner Sitzung vom 20.03.2025 durch die Fachverwal- tung vorgestellt. Zusammenfassung der Zwischenergebnisse Datenerhebung und Maßstabsebene Gemäß §10 WPG sind die Kommunen als planungsverantwortliche Stelle berechtigt, Daten von Energieversorgern, Netzbetreibern und auch Schornsteinfegern zu erheben. Dazu wurden verfügbare Daten von Landesbehörden und den kommunalen Ämtern für die Bestands- und Potenzialanalyse und die weitergehenden Berechnungen herangezogen. Die Daten wurden soweit wie möglich auf Ebene der Gebäude erhoben und verarbeitet. Für die kartografischen Darstellungen ist allerdings eine Aggregation auf Baublöcke über statistische Methoden vor- geschrieben. Daher lassen sich Aussagen der KWP für die Baublöcke nicht auf die einzelnen Gebäude übertragen. Eignungsprüfung In der Eignungsprüfung wurden neben dem Vorhandensein von Versorgungsnetzen vor allem die Bebauungsstruktur und die Wärmedichte herangezogen um herauszustellen, in welchen Gebieten die Wahrscheinlichkeit der Wärmenetzversorgung sehr gering ist. Diese Gebiete fal- len unter den Tatbestand gemäß § 14 Absatz 4, wonach Gebiete, die sich nicht für eine lei- tungsgebundene Wärmeversorgung eignen, für die verkürzte Wärmeplanung in Frage kom- men. Abbildung 3: Ergebnis der Eignungsprüfung (rechts) und Betrachtungsgebiet (links) Abbildung 3 zeigt in der rechten Bildhälfte das Ergebnis der Eignungsprüfung. Nur sehr we- nige Gebiete konnten identifiziert werden, die sich nicht für eine leitungsgebundene Wärme- versorgung eignen. Eine separate, verkürzte Betrachtung versprach keine Vereinfachung oder 5 Erleichterung in der Bearbeitung, da die Gebiete aufgrund der hohen Dichte des urbanen Raums nicht isoliert stehen und in die jeweiligen Quartiersstrukturen eingebettet sind. Es wurde daher entschieden, für die weiteren Analysen das gesamte Stadtgebiet, inklusive der Gebiete, die für eine verkürzte Wärmeplanung in Frage gekommen wären, in seiner Gesamt- heit zu betrachten. Bestandsanalyse – Gebäude und Wärmeversorgung Gemäß WPG sind für die Bestandsanalyse alle relevanten Informationen und alle erforderli- chen Daten zur aktuellen Versorgung des beplanten Gebiets mit Wärme systematisch und qualifiziert zu erheben (§ 15 WPG). Erhoben wurden Daten zu den Gebäudezuständen, den Wärmeverbräuchen, den verwendeten Energieträgern und den vorhandenen Netzen. Ziel ist es, den derzeitigen Ist-Zustand der Wärmeversorgung in Köln so gut wie möglich abzubilden. Die Analysedaten stellen die Grundlage für die Simulationen, Prognosen und Projektion für die späteren Planungsphasen der Gebietseinteilung und der Zielszenario-Entwicklung dar. Aus der Analyse der Daten geht hervor, dass in Köln etwa 74% der Gebäude vor 1979 und etwa 10% nach 2000 errichtet wurden. Insgesamt haben etwa 24% der Wohngebäude einen schlechten spezifischen Wärmebedarf und benötigen jedes Jahr mehr als 100 Kilowattstun- den Wärme pro Quadratmeter. 4% der Wohngebäude fallen mit einem jährlichen Wärmebe- darf von mehr als 250 Kilowattstunden pro Quadratmeter sogar in die schlechteste Kategorie. Mit der Darstellung der Wärmever- brauchsdichte zeigen sich Stadtgebiete mit hohem Wärmeverbrauch. Mehr als 1.050 Megawattstunden pro Hektar im Jahr finden sich häufig in der Innen- stadt, in Ehrenfeld, Nippes, Lindenthal, Sülz, dem Zentrum von Mühlheim so- wie in Kalk und Deutz (vgl. Abbildung 4) Die Wärmeversorgung von Köln erfolgt zu 76% mit Erdgas ( vgl. linke Seite der Abbildung 5). Dies ist vergleichbar mit vielen westdeutschen Großstädten. Die Verbreitung der Fernwärmeversor- gung in Köln ist durch drei Fernwärme- netze der RheinEnergie AG lokal ein- gegrenzt und trägt derzeit 16% des Gesamtverbrauchs. Das größte Fern- wärmenetz versorgt vorwiegend Ge- bäude in der Innenstadt und Deutz. Dabei ist die Fernwärmeversorgung nicht flächendeckend, sondern ist pa- rallel zur Erdgasversorgung ausgebaut (vgl. rechte Seite der Abbildung 5). Abbildung 4: Wärmeverbrauchsdichte, QGIS, eigene Darstel- lung 6 Heizöl ist als Energieträger weiterhin verbreitet. Biomasse und Kohle sind als Energieträger vorhanden und stellen meist nicht die Primär-Wärmeversorgung. Die Analyse des Baualters und der Betriebszeiten der Heizkessel zeigt, dass über 37% aller Anlagen älter als 20 Jahre sind, 14% sind älter als 30 Jahre (vgl. Anlage 1). Potenzialanalyse - Wärme aus erneuerbaren Energien und Abwärme Gemäß WPG sind die im Rahmen der Potenzialanalyse ermittelten Potenziale für erneuerbare Wärmequellen und unvermeidbare Abwärme quantitativ und nach Energieträgern sowie räum- lich differenziert kartografisch auszuweisen (§16 WPG). Die Ergebnisse sind vorbehaltlich ge- nauer Untersuchung und Verifizierung der technischen Erschließbarkeit und Wirtschaftlichkeit im konkreten Fall zu betrachten. Ziel ist es, Wärmeversorgern und -verbrauchern möglichst konkrete Anhaltspunkte zu geben, welche Energiequellen sie in vertiefenden Analysen und Planungen genauer untersuchen sollten. Die Analysedaten stellen die Grundlage für die Simu- lationen, Prognosen und Projektion für die Gebietseinteilung und Zielszenario-Entwicklung dar. Abbildung 5: Anteil Erdgas (links) und Wärmenetze (rechts) am Gesamtverbrauch 7 Aus der Analyse der verarbeiteten Daten geht hervor, dass das Wär- mebedarfsreduktionspotenzial in den meisten Stadtgebieten von Köln zwischen 20-40% liegt (vgl. Abbil- dung 6). Diese Wärmebedarfsreduk- tion beschreibt ein theoretisch maxi- mal mögliches Einsparpotenzial aus- gehend von dem Gebäudezustand zum Errichtungszeitpunkt. Es beruht auf den Gebäudemodellen und Sze- narien des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima NRW (LANUK). Bereits umgesetzte Sanierungen und Modernisierungen sind nicht be- rücksichtigt. Die Umweltenergie-Potenziale wer- den als Deckungsgrad dargestellt. Dafür wurde die verfügbare Kapazi- tät je Grundstück theoretisch ermit- telt und in Bezug zu dem aktuellen Verbrauch des Gebäudes gesetzt. Die Ermittlung der verfügbaren Kapazitäten der Umwelte- nergie-Potenziale sind eine Annäherung zur Bestimmung der technischen Potenziale. Sie er- setzen nicht die fachkundige Verifikation der Potenziale in projektspezifischen Untersuchun- gen. Für die dezentrale Versorgung sind insbesondere Potenziale aus der Luft, aus dem Grund- wasser sowie aus oberflächennaher Geothermie (Erdsonden) von großer Bedeutung. Die Po- tenzialanalyse zeigt hinsichtlich der Potenziale für den Einsatz von Luftwärmepumpen Gebiete auf, in denen es aufgrund von Mindestabständen und Lärm-Immissionsbestimmungen mehr oder weniger schwierig ist, Außengeräte aufzustellen. Hier wurden die gesetzlich vorgeschrie- benen Abstände und Bestimmungen der Technischen Anleitung zum Schutz gegen Lärm (TA Lärm) berücksichtigt. Die theoretische Deckung des Wärmebedarfs durch Erdwärmesonden ist deutlich geringer. Da durch die Bohrtiefenbegrenzung in Kölner Stadtgebiet häufig eine Vielzahl an Sonden er- forderlich sind, um den erforderlichen Bedarf zu decken. Das Potenzial für die Grundwas- sernutzung in Köln ist hoch und kann sowohl für die dezentrale Versorgung als auch für Nah- wärmenetze genutzt werden. Abbildung 7 zeigt exemplarisch die Zwischenergebnisse ver- schiedener Umweltwärmepotenziale im Vergleich. Untersuchungsergebnisse zu weiteren Um- weltwärmepotenzialen können der Anlage 1 entnommen werden. Für die Geothermie-Potenziale über Erdsonden oder Grundwassernutzung gilt die Erfordernis Abbildung 6: Wärmereduktionspotenzial 8 Abbildung 7: Vergleich von Umweltwärmepotenzialen (v.l.n.r. Luftwärmepumpen, Grundwasserwärmepumpen, Ab- wasserkanäle/Abwasserwärme) einer Genehmigung durch die Untere Immissionsschutz-, Wasser- und Abfallwirtschaftsbe- hörde (IWA). Zudem sind in der Potenzialermittlung keine Querbeeinflussungseffekte der Po- tenzialnutzung auf die benachbarten Potenziale berücksichtigt. Für die Nutzung von Abwasserwärme aus dem städtischen Kanalnetz wurden Potenziale dar- gestellt für Kanäle mit einem Trockenabfluss von mindestens 15 Litern pro Sekunde und einer räumlichen Nähe von maximal 150 Metern (vgl. rechte Grafik der Abbildung 7). Die Art der Wärmeversorgung gilt erst bei höheren Versorgungsleistungen von 100-150 kW als wirtschaft- lich nutzbar. Auch die Kläranlagen bieten ein erhebliches Potenzial, das als lokale Quelle auch für große Wärmemengen und Wärmenetze nutzbar ist. Theoretische Potenziale für die leitungsgebundene Wärmeversorgung liegen neben der Transformation der Fernwärmeerzeugung auch in der Nutzung von industrieller Abwärme. Die Hebung des tiefengeothermischen Potenzials über der Paffrather Mulde ist mit erheblichen Unsicherheiten verbunden und bedarf weiterer Untersuchungen. Wichtig ist, dass diese Po- tenziale oftmals nicht in vollem Umfang genutzt werden können, denn für die Anlagen werden Flächen für Infrastruktur benötigt, die nur begrenzt zur Verfügung und teilweise auch in Kon- kurrenz zueinanderstehen. Aufgrund der stark begrenzten Verfügbarkeit, der hohen Kosten und des schlechten Wir- kungsgrads bei der Herstellung von Wasserstoff wird dieser in der aktuellen KWP (Beschluss 2026, Geltungsdauer bis 2031) nur als Baustein der zukünftigen Erzeugung der Fernwärme und Versorgung für industrielle Prozesse berücksichtigt. Weiteres Vorgehen Die Öffentlichkeit, die in ihren Aufgabenbereichen berührten Behörden, Träger öffentlicher Be- lange und die in § 7 Absatz 2 und 3 WPG genannten Beteiligten haben bis 15.06.2025 23:59 Uhr die Möglichkeit der Stellungnahme. Stellungnahmen sind zu richten an waremepla- nung@stadt-koeln.de . Parallel wird die Verwaltung anhand der vorliegenden Daten bis Sommer 2025 an der Ent- wicklung eines Zielszenarios arbeiten. Darauf basierend erfolgt die Einteilung in Wärmever- sorgungsgebiete, um für alle Teilgebiete der Stadt die technisch-wirtschaftlich am besten ge- eignete Wärmeversorgungsart zu ermitteln. Die dabei entstehenden kartografischen Darstel- lungen werden zeigen, für welche Gebiete eine zentrale Wärmeversorgung über Fern- oder 9 Nahwärme geeignet ist und in welchen Gebieten eher eine dezentrale Wärmeversorgung – meist über Wärmepumpen – zu empfehlen ist. Im letzten Schritt ist von der Verwaltung eine Umsetzungsstrategie mit von ihr unmittelbar selbst zu realisierenden Umsetzungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Umsetzungsmaßnahmen müssen geeignet sein, das Ziel der Versorgung mit ausschließlich aus erneuerbaren Energien oder aus unvermeidbarer Abwärme erzeugter Wärme bis zum Zieljahr 2045 zu unterstützen. Das WPG fordert eine Beschlussfassung ist bis zum 30.06.2026. Die Verwaltung wird dem Rat der Stadt Köln und den Ausschüssen die Beschlussvorlage Anfang 2026 vorlegen. Gez. Wolfgramm
Anlage 1: Bestands- und Potenzialanalyse
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Kommunale Wärmeplanung Entwürfe für die Bestands- und Potenzialanalyse (Stand Mai 2025) Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Einleitung 2 Wie geht die Stadt Köln bei der Aufstellung der KWP vor? • Das Bundesgesetz für die Wärmeplanung und Dekabonisierun g der Wärmenetze (WPG) ist seit 01.01.2024 in Kraft. Das entsprechende Landesgesetz (LWPG-NRW) ist seit 20.12.2024 in Kraft. Die Erstellung der KWP in Köln stützt sich auf die Vorgaben des WPG und LWPG- NRW. Zudem orientiert sich die Stadt Köln am Leitfaden Wärmeplanung des BMWK und BMWSB. • Für die effiziente Bearbeitung und Kommunikation mit den befassten Dienststellen der Verwaltung wurde eine Projektstruktur etabliert, die einen Lenkungskreis als Kontrollgremium und ein Koordinierungsgremium als Austausch- und Abstimmungsplattform beinhalten. • Die KWP besteht aus den Teilen Eignungsprüfung, Bestan dsanalyse, Potenzialanalyse, Erstellung von Zielszenarien und Einteilung in Versorgungsgebiete sowie der Entwicklung von Umsetzungsstrategien. Diese Teile werden schrittweise bis Ende 2025 erarbeitet und durch die Fachakteur-Beteiligung nach §13 WPG mit Energieversorgern, Netzbetreibern und weiteren relevanten Akteuren der Wärmewende besprochen und ausgearbeitet. • Nach Abschluss der Fachakteur-Beteiligung wird der Bericht und alle Ergebnisse für eine Offenlegung vorbereitet und die Möglichkeit der öffentlichen Stellungnahmen gegeben. • Bis zum 30.06.2026 wird die KWP den Politische Gremien der Stadt Köln zur Verabschiedung vorgelegt. • Abschließend wird der Wärmeplan nach Beendigung und B eschluss durch den Stadtrat an das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) zur Prüfung übermittelt. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wer ist für die kommunale Wärmeplanung (KWP) verantwortlich? • Die Kommunen sind als planungsverantwortliche Stellen i n dem Bundesgesetz für die Wärmeplanung und Dekabonisierung der Wärmenetze (WPG) benannt. Die Stadt Köln stellt die KWP als Trägerin der Planung in der Koordinationsstelle Klimaschutz der Stadt Köln auf. Einleitung 3Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Aktueller Stand der KWP • Mit dem Aufstellungsbeschluss vom Rat der Stadt Köln am 2 1.03.2024 wurde die Stadtverwaltung beauftragt die KWP aufzustellen. • Die KWP basiert dabei auf den Studien zur Energienut zungsplanung, welche im Zuge des Beschlusses zum Klimanotstand und dem Beschluss der Klimaneutralität im Jahr 2023 durchgeführt wurden. • Auf Basis der Anforderungen durch das Wärmeplanungsgeset z wurde zunächst eine Bestands- und Potentialanalyse durchgeführt. Parallel dazu wurde der Austausch mit dem lokalen Energieversorger RheinEnergie AG geführt und eine Projektstruktur in der Verwaltung etabliert. • Im Dezember 2024 wurde mit die Stakeholder-Beteiligu ng nach §7 WPG gestartet. Im Februar 2025 fand die Fachakteurs-Beteiligung zur Datengrundlage und den Ergebnissen der Bestands- und Potenzialanalyse statt. Die Steckbriefe für die Bestands- und Potenzialanalyse umfassen die aktuellen Stand der KWP unter Berücksichtigung Ergebnisse der Fachakteur-Beteiligung. Wie geht’s weiter? • Auf Basis der Datengrundlage und der Bestands- und Pot enzialanalyse werden Szenarien entwickelt für eine klimaneutrale Wärmeversorgung in 2045. • Auf Basis der Szenarien-Berechnungen werden die Wärmeve rsorgungsgebiete ermittelt: für das Zieljahr 2045, sowie für die Stützjahre 2030, 2035 und 2040. • Abschließend werden Umsetzungsstrategien und Maßnahmen a usgearbeitet und in Form von Maßnahmensteckbriefen der KWP hinzugefügt. • Nach Beschluss der KWP durch den Rat der Stadt Köln bis sp ätestens zum 30.06.2026 erfolgt eine Fortschreibung der KWP alle 5 Jahre bis 2041. Anmerkung und Hinweise 4 Wo kann ich mich weiter Informieren? • Auf der Homepage der Stadt Köln: Fragen und Antwor ten zur kommunalen Wärmeplanung (KWP) o www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/klima-umwelt-tiere/klima/fragen-antworten-zur-kommunalen-waermeplanung-kwp Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wieso werden die Daten so dargestellt, wie sie dargestellt werden? • Gemäß WPG werden Daten der KWP so zusammengefasst, dass R ückschlüsse auf Personen ausgeschlossen sind. Zusätzlich werden die Ergebnisse in Baublöcken dargestellt, wodurch diese wenig konkrete Rückschlüsse auf einzelne Häuser zulassen. • Die Baublöcke des LANUK-Layers wurden um weitere Baubl öcke ergänzt, um einen Datenverlust durch fehlende Adressen zu vermeiden. Was bedeuten die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse für mich als Bürger*in von Köln? • Die kommunale Wärmeplanung für Köln erzeugt keine Ver pflichtungen für die Umsetzung einer Wärmeversorgung oder den Anspruch auf einen Anschluss an bestimmte Versorgungsarten. • Die hier aufgeführten Ergebnisse der Bestands- und Pot enzialanalyse stellen die Grundlage für die Entwicklung von Zielszenarien und Umsetzungsstrategien dar. Planungen für einzelne Häuser lassen sich daraus nicht ableiten. Wofür werden die Daten verwendet? • Die Daten und Ergebnisse können von der Kommune in der vom Gesetz festgeschriebenen Form verwendet werden und somit in zukünftigen Planungen berücksichtigt werden. Abkürzungen/Begriffserklärungen 5Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften KWP Kommunale Wärmeplanung WPG Bundesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisie rung von Wärmenetzen LWPG NRW-Landesgesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarb onisierung von Wärmenetze LANUK Landesamt für Natur, Umwelt und Klima des Landes NRW IWA Untere Immissionsschutz-, Wasser- und Abfallwirtschaftsbehör de der Stadt Köln UNB Untere Naturschutzbehörde der Stadt Köln FfE Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH L-WP Luft-Wasser-Wärmepumpe / Luft-Luft-Wärmepumpen WW-WP/ GW-WP Wasser-Wasser-Wärmepumpe /Grundwasser-Wärmepu mpe EWS Erdwärmesonden Layer Sichtebene bestimmter Daten Trockenwetterabfluss Die Menge Abwasser, welche mindestens du rch einen Kanal fließt, auch wenn es nicht regnet StEB Stadtentwässerungsbetriebe Köln IWU Institut für Wohnen und Umwelt RE RheinEnergie AG RNG RheinNetz GmbH Eignungsprüfung (gemäß §14 WPG) Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 6 Arbeitsstand Mai 2025 Eignungsprüfung 7Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Methodik - Auswahl über Kriterien o Nähe zu Gas- und Wärmenetz o Siedlungstypologie o Wärmebedarfsdichte Was fordert das Gesetz? (§ 14 WPG) Frühzeitig zu klären, ob sich ein Gebiet nicht für eine leitungsgebundene Wärmeversorgung eignet, um diese später nicht weiter betrachten zu müssen. Dies passiert über eine Bewertung als „sehr wahrscheinlich nicht geeignet“, noch bevor die Bestandsanalyse abgeschlossen wurde. Was ist zu sehen? • Gebiete, die nach vorläufiger Betrachtung als nicht rel evant für eine Wärmenetzversorgung erscheinen, müssen nicht zwingend in der KWP betrachtet werden. • In Köln werden diese Gebiete dennoch mitbetrachtet und es findet kein Ausschluss von Gebieten statt. • Die Regelung gilt als Vereinfachung für kleine Flächenko mmunen und stellen daher keine Vereinfachung für die Stadt Köln dar. • Die Darstellung entspricht nicht der Gebietseinteilung (§19) in Gebiete mit dezentraler Wärmeversorgung und Wärmenetzen. Eignungsprüfung (§14 WPG) 8 Was ist dargestellt? • Das Ergebnis der ersten Prüfung zur nicht-Eignung für d ie Versorgung mit Wärmenetzen. • Die Entscheidungskriterien sind hauptsächlich die Nähe zu Bestandsnetze, die Wärmedichte und Bebauungsstruktur der Baublöcke. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die identifizierten Gebiete können theoretisch für die Analyse von möglichen Wärmenetzgebieten außer acht gelassen werden • Es wurde jedoch entschieden, zunächst keine Gebiete auszuschließen, da es für die Erhebung und Auswertung der Daten keine Vereinfachung darstellt und das Stadtgebiet unnötig fragmentiert. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Betrachtungsgebiet 9 Was ist dargestellt? • Alle grauen Flächen (Baublöcke) werden im Rahmen der Kommunalen Wärmeplanung der Stadt Köln berücksichtigt. Die hellen Bereiche werden aus der Betrachtung im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung ausgeschlossen. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die Karte dient lediglich der Visualisierung der Betrachtungsgrenzen. • Alle hellen Flächen finden zum jetzigen Zeitpunkt keine Berücksichtigung, da auf diesen kein Wärmebedarf anfällt. • In weiteren Phasen der KWP können jedoch auch Flächen a us dem hellen Bereich relevant werden. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Bestandsanalyse (gemäß §15 WPG) Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 10 Arbeitsstand Mai 2025 Bestandsanalyse 11 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Datengrundlage − Baublöcke und Gebäudedaten vom Wärmealtas des LANUK − Verbrauchsdaten von RheinEnergie AG und RheinNetz GmbH (RNG) − Energieerzeuger-Daten durch die Kehrdaten der Bezirks-Schornsteinfeger − Großenergieerzeugeranlagen und Netzdaten von RheinEnergie AG und RheinNetz GmbH (RNG) − Weitere Datenquellen werden auf den jeweiligen Folien benannt Was fordert das Gesetz? (§ 15 WPG) Im Rahmen der Bestandsanalyse ermittelt die planungsverantwortliche Stelle als Grundlage für das Zielszenario nach § 17, für die Einteilung des beplanten Gebiets in voraussichtliche Wärmeversorgungsgebiete nach § 18 Absatz 1, für die Darstellung von Gebieten nach § 18 Absatz 5 und für die Darstellung der Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr nach § 19 1. den derzeitigen Wärmebedarf oder Wärmeverbrauch innerhalb des beplanten Gebiets einschließlich der hierfür eingesetzten Energieträger, 2. die vorhandenen Wärmeerzeugungsanlagen und 3. die für die Wärmeversorgung relevanten Energieinfrastrukturanlagen. Weitere Informationen - Im Rahmen der Bestandsaufnahme ist die planungsverantwo rtliche Stelle befugt, die für die Wärmeplanung relevanten Informationen und notwendigen Daten zur aktuellen Wärmeversorgung des geplanten Gebiets systematisch und qualifiziert zu sammeln. Dabei kann sie gemäß Wärmeplanungsgesetzes unter anderem Daten bei den Schornsteinfegern oder den lokalen Energieversorgungsunternehmen erheben. Wärmeverbrauch 12 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 15 WPG) Wärmeverbrauchsdaten als ortbezogene Darstellung in Kartenform auf der Basis von Baublöcken - Wärmeverbrauchsdichte - Wärmeliniendichte - Lage der Großverbraucher Zusätzlich statistische Auswertungen zu - Endenergieverbrauch und THG Emissionen nach Energi eträger und Sektoren - Anteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch nach Energieträger und Sektoren - Endenergieverbrauch und THG Emissionen für leitung sgebundene Wärme nach Energieträger und Sektoren - Anteil erneuerbarer Energie am Endenergieverbrauch für leitungsgebundene Wärme nach Energieträger und Sektoren Methodik - Summe der gebäude-spezifischen Verbräuche im Baubl ock werden auf die Fläche des Baublocks bezogen. - Verbrauchsdaten wie sie für die Simulationen der Z ielszenarien verwendet werden. o Leitungsgebundene Wärmeversorgung (Fernwärme und Erdgas) vom Energieversorger o Nicht-leitungsgebundene Wärmeversorgung ermittelt über den Energiebedarf der Gebäude - Aufteilung der Sektoren noch in der Abstimmung - THG-Faktoren sind noch in der Abstimmung Wärmeverbrauchsdichte 13 Was ist dargestellt? • Die Wärmeverbrauchsdichte gibt den Raumwärmeverbrauch un d Warmwasserwärmeverbrauch in MWh pro Hektar und Jahr an. • Farblich visualisiert ist die Gesamt-Wärmeverbrauchsdichte p ro Baublock. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbrauch: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy Welche Schlüsse können gezogen werden? • In der Regel zeichnen sich Stadtgebiete mit hoher Wärmeverbrauchsdichte durch Gebäude mit hohem spezifischen Bedarf und/oder hoher Bebauungsdichte aus • Eine hohe Wärmeverbrauchdichte ist ein Positiv-Kriteriu m für die Einschätzung der Eignung für ein Wärmenetz, da hier mit kurzen Leitungen viel Wärme verkauft werden kann (Absatzmöglichkeit). Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wärmeliniendichte 14 Was ist dargestellt? • Farblich visualisiert ist die Wärmeliniendichte der Straßenabschnitte. Diese gibt den Wärmeverbrauch in MWh pro Meter Straßenlänge und Jahr an. Woher kommen die Daten? • Baublöcke und Straßenabschnitte: LANUK und Stadt Köln • Endenergieverbrauch: RNG / RE, Kehrdaten • Wärmebedarf in Datenlücken: conıenergy Welche Schlüsse können gezogen werden? • Eine hohe Wärmeliniendichte ist ein Positiv-Kriterium für die Einschätzung der Eignung für ein Wärmenetz, da hier mit kurzen Leitungen viel Wärme verkauft werden kann. • Die Wärmeliniendichte ist ein genaueres Kriterium als die Wärmeverbrauchsdichte, da die Leitungen zumeist in den Straßen verlegt werden und diese direkt in die Bewertung einfließen. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Anteil EE am Endenergieverbrauch 15 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Anteil erneuerbarer Energien (EE) und unvermeidbarer Abwärme am jährlichen Endenergieverbrauch Wärme nach Energieträgern Hinweis: • Solarthermie wird noch nicht im Modell berücksichtig. Quelle: conıenergy Gebäudemodell und LANUK Energieträger Anteil [%] Biomasse 1,3% Wärmepumpen (Umweltwärme & Strom) 0,7% Solarthermie 0,1% Leitungsgebunder Endenergieverbrauch 16 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Jährlicher Endenergieverbrauch leitungsgebundener Wärme nach Energieträgern Der jährliche Endenergieverbrauch leitungsgebundener Wärme im Jahr 2022 war nach Energieträgern: Erdgas: 6.951 GWh Wärmenetze: 1.460 GWh Hinweis: Das Modell berechnet Durchschnitte von 2020- 2022 Quelle: RheinEnergie AG, RheinNetz GmbH (RNG) durch conıenergy Gebäudemodell 6.952 1.460 - 1.000 2.000 3.000 4.000 5.000 6.000 7.000 8.000 Erdgas Wärmenetze RE Jährliche Endenergieverbrauch leitungsgebundener Wärme nach Energieträgern für das Jahr 2022 (GWh) Anteil EE am leitungsgebunden Endenergieverbrauch 17 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Anteil erneuerbarer Energien und unvermeidbarer Abwärme am jährlichen Endenergieverbrauch leitungsgebundener Wärme nach Energieträgern. Die prozentualen Anteile der eingesetzten Energieträger in allen vier Fernwärmenetzen der RheinEnergie AG waren im Jahr 2022: Erdgas: 76% Braunkohle: 16% Abfall (Abwärme) 4% Heizöl: 3% Antriebstrom: 1% Hinweis: • Information gem. FFVAV § 5 (1) 2. a) • Die oben genannten Werte entsprechen nur den Fernwärmenetzen der RheinEnergie AG. • Biomethan wird auch in kleinen KWK-Anlagen eingesetzt, ca. 20% Anteil der Nahwärmenetze Quelle: RheinEnergie AG 76% 16% 4% 3% 1% Prozentualen Anteil der eingesetzten Energieträger in alle Wärmenetze Erdgas Braunkohle Abfall Heizöl Antriebstrom Bestandsanalyse (gemäß §15 WPG) 18 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Anzahl dezentraler Wärmeerzeuger , einschließlich Hausübergabestationen , nach Art der Wärmeerzeuger, einschließlich eingesetztem Energieträger Der aktuelle Anzahl dezentraler Wärmeerzeuger nach Energieträger: Erdgas: 169.926 Biomasse: 33.404 Heizöl: 14.344 Wärmenetze (Adressen): 8.196 Kohle: 1.752 Gesamt: 227.622 Quelle: RheinEnergie AG, RheinNetz GmbH (RNG) und Kehrdaten 169.926 33.404 14.344 8.196 1.752 - 20.000 40.000 60.000 80.000 100.000 120.000 140.000 160.000 180.000 Erdgas Biomasse Heizöl Wärmenetze Kohle Anzahl dezentraler Wärmeerzeuger Wärmeerzeugung und -speicherung 19 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 15 WPG) Wärmeerzeugerdaten als ortbezogene Darstellung in Karten für Baublöcke - Anzahl dezentraler Wärmeerzeugungsanlagen nach Energiet räger hier Anteil am Endenergieverbrauch nach Energieträger - Lage von Groß-Wärmeverbraucher - Lage von Wärme- und Gasspeicher Gasspeicher zählen zur kritischen Infrastruktur und werden daher nicht dargestellt - Lage von H2-Erzeugungsanlagen bisher keine Daten vorhanden Methodik - Basis sind die Verbrauchsdaten, wie sie für die Si mulation der Zielszenarien verwendet werden. - Die Summe des Wärmeverbrauchs jedes Energieträgers im Baublock wurde auf den gesamten Wärmeverbrauch im Baublocks bezogen, um Anteile zu bestimmen. - Lage der Groß-Wärmeverbraucher vom Netzbetreiber u nd Marktstammdatenregister Lage Großverbraucher Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 20 Was ist dargestellt? • Bestehende Großverbraucher (Verbrauch von über 2,5 GWh/ a) von Wärme (Rot) und Gas (Blau) in Form einer standortbezogenen Darstellung. BHKW Anlagen mit einer Leistung über 1 MW sind in Grün dargestellt. Woher kommen die Daten? • Marktstammdatenregister (MaStR), RheinEnergie AG und RheinNetz GmbH Welche Schlüsse können gezogen werden? • Großverbraucher können als Anker für Wärmenetze dienen, da durch diese große Wärmemengen über wenig Anschlusspunkte abgegeben werden. Sie können damit die Realisierungschance eines Wärmenetzes erhöhen. Anteil Erdgas am Gesamtverbrauch 21 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Erdgas am jährlichen Wärmeverbrauch pro Baublock. Je dunkler die Farbe, desto höher der Anteil der Wärmeversorgung über Erdgas. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten Welche Schlüsse können gezogen werden? • Gesamtstädtisch überwiegt die Nutzung von Erdgas. • Der geringere Anteil in der Innenstadt und Deutz ist auf die Verbreitung der Fernwärme in diesen Gebieten zurückzuführen. Hier befindet sich aktuell eine Doppelversorgungsstruktur. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Anteil Wärmenetze am Gesamtverbrauch 22 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Wärmenetzen am jährlichen Wärmeverbrauch pro Baublock. Je dunkler die Farbe, desto höher der Anteil der Wärmeversorgung über Wärmenetze. • In die Auswertung fließen bisher ausschließlich die Verbrauchsdaten aus Netzen der RheinEnergie AG ein. Welche Schlüsse können gezogen werden? • Zu erkennen sind die Wärmenetze der RheinEnergie • Im innerstädtischen Wärmenetz sind die Versorgungsanteile in den Baublöcken zum Teil recht gering. Hier liegt das Gasnetz vollflächig als Doppelstruktur vor. • Die restlichen Wärmenetze erreichen häufig deutlich höh ere Versorgungsanteile in den einzelnen Baublöcken. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten Anteil Heizöl am Gesamtverbrauch 23 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Heizöl am jährlichen Wärmeverbrauch pro Baublock. Je dunkler die Farbe, desto höher der Anteil der Wärmeversorgung über Heizöl. Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die Nutzung von Heizöl ist über das gesamte Stadtgebiet verteilt, wenn auch meist nur mit geringen Anteilen. • In den äußeren Wohnbezirken, sowie im Bereich der Indu strie gibt es jedoch auch Gebiete mit hohen Anteilen an Heizöl. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten Anteil Kohle am Gesamtverbrauch 24 Welche Schlüsse können gezogen werden? • Es gibt noch immer zahlreiche Kohle-Öfen zur Wärmeversorg ung von Gebäuden in Köln, wenn auch überall nur sporadisch verteilt. • In Simergy ist Kohle als Energieträger für den Gebäud ebereich nicht separat erfasst. Daher ist die tatsächliche Verbreitung von Kohleöfen höher und wird zukünftig über einen Abgleich mit den Kehrdaten (Schornsteinfeger-Daten) ermittelt. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was ist dargestellt? • Der Anteil von Kohle am jährlichen Wärmeverbrauch pro Baublock. Je dunkler die Farbe, desto höher der Anteil der Wärmeversorgung über Kohle. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten Anteil Biomasse am Gesamtverbrauch 25 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Biomasse in Prozent am jährlichen Gesamtendenergieverbrauch für Wärme, in Form einer baublockbezogenen Darstellung. • Je dunkler die Farbe, desto hoher der Anteil der Wärmeversorgung über Biomasse am Gesamtendenergieverbrauch. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die Nutzung von Biomasse ist über das gesamte Stadtgebiet verteilt, wenn auch meist nur mit geringen Anteilen. • Biomasse wird oft ergänzend genutzt, was zu einer Überschätzung der Anteile führen kann. Diese ergänzende Nutzung ist in dieser Darstellung nicht enthalten. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten Anteil Wärmepumpe am Gesamtverbrauch 26 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Wärmepumpenstrom in Prozent am jährlich en Gesamtendenergieverbrauch für Wärme, in Form einer baublockbezogenen Darstellung. Umweltenergie ist in der Bilanzierung nicht enthalten. • Je dunkler die Farbe, desto hoher der Anteil der Wärmeversorgung über Wärmepumpen. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die Wärmeversorgung über Wärmepumpen ist in Köln bere its weit verbreitet. Da hier nur der Stromanteil in die Darstellung eingeflossen ist, sind tatsächliche Anteile höher. • Es gibt bisher wenig Gebiete, in denen vorwiegend übe r Wärmepumpen geheizt wird. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten und RNG Anteil Strom (direkt) am Gesamtverbrauch 27 Was ist dargestellt? • Der Anteil von Nachtspeicherheizungen in Prozent am jähr lichen Gesamtendenergieverbrauch für Wärme, in Form einer baublockbezogenen Darstellung. • Je dunkler die Farbe, desto hoher der Anteil der Wärmeversorgung über elektrische Wärmeerzeuger (z.B. Nachtspeicherheizungen) am Gesamtendenergieverbrauch. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Welche Schlüsse können gezogen werden? • Auch die Nutzung von Nachspeicherheizungen sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt. • Es gibt nur sehr wenige Baublöcke mit einem höheren An teil Nachtspeicherheizungen am Gesamtendenergieverbrauch. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Wärmeverbräuche: RNG / RE • Wärmebedarf in Datenlücken: Gebäudemodell conıenergy • Energieträger in Datenlücken: Kehrdaten und RNG Gebäude 28 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 15 WPG) Die planungsverantwortliche Stelle ist berechtigt gebäudebezogene Daten und Informationen zu erheben. Bei Mehrfamilienhäusern ist dies adressbezogen möglich, bei Einfamilienhäusern nur aggregiert. Gebäudebezogene Daten umfassen die Lage, die Art der Nutzung, die Nutzungsfläche sowie das Baujahr. Für das geplante Gebiet ist kartografisch in Form einer baublockbezogenen Darstellung der überwiegende Gebäudetyp sowie die überwiegende Baualtersklasse der Gebäude abzubilden. Methodik und Grundlage Daten wie sie für die Simulationen der Zielszenarien verwendet werden. - Gebäudetyp Daten des Wärmeatlas vom LANUK - Gebäudealtersklasse Überwiegender Gebäudetyp 29 Was ist dargestellt? • Überwiegender Gebäudetyp je Baublock • Die verschiedenen vorwiegenden Gebäudetypen (Einfamilienhaus, Reihenhaus, Mehrfamilienhaus, Großes Mehrfamilienhaus, Industrie, Gewerbe-Handel-Dienstleistungen) sind farblich markiert. • Sobald ein Gebäude, auch nur teilweise, als Nichtwohnge bäude ( Gewerbe / Handel / Dienstleistungen / Industrie) genutzt wird, wird das Gebäude in dieser Kategorie geführt Woher kommen die Daten? • Baublöcke und Typologie: LANUK und Stadt Köln • Gebäudetyp: conıenergy Welche Schlüsse können gezogen werden? • Da der Gebäudetyp, die Bauweise der Gebäude beschreib t, kann auf die Bebauungsstruktur geschlossen werden Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Welche Schlüsse können gezogen werden? • Da der Gebäudetyp, die Bauweise der Gebäude beschreib t, kann auf die Bebauungsstruktur geschlossen werden. • Über den Gebäudetyp und die Baualtersklasse berechnen d ie Studien des LANUK und IWU den spezifischen Wärmebedarf eines Gebäudes. Überwiegende Baualtersklasse 30 Was ist dargestellt? • Überwiegende Baualtersklasse je Baublock • Farblich abgestuft sind die Baualtersklassen dargestellt • Einteilung nach TABULA (IWU) Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Baualter: LANUK Welche Schlüsse können gezogen werden? • Von den Baualtersklassen kann auf die Bauart/Energieeff izienz des Gebäudes zurückgeschlossen werden. • Über den Gebäudetyp und die Baualtersklasse berechnen d ie Studien des LANUK und IWU den spezifischen Wärmebedarf eines Gebäudes. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wärmeversorgungsnetze 31 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 15 WPG) Die planungsverantwortliche Stelle ist berechtigt Daten und Informationen zu bereits bestehenden, konkret geplanten oder bereits genehmigten Wärmenetzen, Gasnetzen, Stromnetzen sowie Abwassernetzen zu erheben. Es bedarf einer kartografischen Darstellung zu: − bestehende, geplante und genehmigte: − Wärmenetze und -leitungen (Informationen zu: Lage; Art: Wasser oder Dampf; Jahr der Inbetriebnahme; Temperatur; gesamten Trassenlänge; Gesamtanzahl an Anschlüssen) − Gasnetze mit Informationen (Informationen zu: flächenhaften Lage, also baublock- und nicht leitungsbezogen; Art: Methan, Wasserstoff; Jahr der Inbetriebnahme; gesamten Trassenlänge; Gesamtanzahl an Anschlüssen) − Abwassernetze und -leitungen mit Informationen zum Trockenwetterabfluss − jede bestehende, geplante oder genehmigte Wärmeerzeugungsanlage, einschließlich Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen, die in ein Wärmenetz einspeist, mit Informationen zur abgabeseitigen Nennleistung, zum Jahr der Inbetriebnahme und zum Energieträger in Form einer standortbezogenen Darstellung Methodik und Datengrundlage Quelle: − RheinEnergieAG − OVE GmbH & Co. KG − LANUK − Stadt Köln − RheinNetz GmbH − GVG • Die Lage der Gasnetze sind zum Schutz der kritischen Infrast ruktur aus der Veröffentlichung ausgeschlossen. • Das Abgebildete Gasnetz wird mit Erdgas und das Fernwär menetz mit Heißwasser betrieben. • Aktuelle Daten zu Jahr der Inbetriebnahme, Trassenlänge und Temperatur (bei Fernwärme) liegen noch nicht vor. Wärmenetze 32 Was ist dargestellt? • Aktuell existierende Wärmenetze (RheinEnergie AG, sowie Standorte von Netzen der OVE und GAG). • Gebäudenetze (mit <16 Gebäude) werden nicht dargestel lt. • Wärmenetze Stadtwerke Hürth stehen noch aus. Woher kommen die Daten? • Wärmenetze: RheinEnergie AG, OVE GmbH & Co. KG, GAG Welche Schlüsse können gezogen werden? • Mögliche Nachverdichtungen oder Erweiterungen von Wärmenetzen erfolgen meist in unmittelbarer Näher zu diesen. Die Nähe zu einem Wärmenetz ist jedoch noch keine Garantie auf einen Anschluss da dieser von vielen Faktoren abhängt, wie zum Beispiel der Wärmelieferverordnung, der Kapazität des Netzes, etc. • Die Nähe zum Wärmenetz wird als positives Kriterium für die Einteilung als Wärmenetzgebiet genutzt. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Gasnetz 33 Was ist dargestellt? • Baublöcke, in denen ein Gasnetz liegt sind farblich marki ert, solche ohne bleiben grau • Farblich visualisiert ist das gemittelte Baujahr der uml iegenden Gasleitungen. Einzelne Gasleitungen oder Teilabschnitte können dementsprechend älter oder jünger sein. Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Gasnetz: RheinNetz GmbH, GVG Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je älter das Gasnetz ist, desto größer ist die Wahrscheinli chkeit, dass einzelne Leitungen zeitnah erneuert werden müssen. • Die kalkulatorische Nutzungsdauer von Gasleitungen liegt zwischen 30 und 55 Jahren (Baujahre bis 1969). Ob eine Leitung dann getauscht wird, hängt jedoch noch von weiteren Faktoren ab – es können längere Lebensdauern erreicht werden. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Abwassernetz 34 Was ist dargestellt? • Relevante Abwasserkanäle zur Nutzung von Abwasserwärme. • Farbe und Größe sind nach dem dort vorhandenen, minim alen Trockenwetterabfluss visualisiert. Woher kommen die Daten? • Abwassernetz: Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) Welche Schlüsse können gezogen werden? • Kanäle mit sehr großen Strömungen (in Lila) werden im Altstadt/Nord, Nippes, Riehl, Mülheim, Stammheim, etc. beobachtet. Kanäle mit mindesten 15 l/s können für die Nutzung von Abwasser als Wärmerückgewinnung interessant sein. • Mögliche Entzugsleistungen können grob als Faktor 10 vom Trockenwetterabfluss überschlagen werden, wobei sich Nutzungen gegenseitig einschränken. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wärmeerzeugungsanlagen von Wärmenetzen 35 Was ist dargestellt? • Standorte bzw. einzelne Wärmeerzeuger, die in ein Wär menetz einspeisen. • Eine leitungsgebundene Struktur wird als Wärmenetz ein gestuft, sobald mindestens 16 Gebäude oder 100 Wohneinheiten versorgt werden. Woher kommen die Daten? • Wärmeversorgungsanlagen: RheinEnergie AG Welche Schlüsse können gezogen werden? • Diese Wärmeerzeugungsanlagen sind meist Heizkraftwerke (Fernwärme) oder Blockheizkraftwerke (BHKW, Nahwärme) für die im Zuge der Umrüstung auf GEG-konforme Wärmeerzeugung die Ausweitung des Wärmenetzes geprüft werden kann. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Wärmespeicher 36 Was ist dargestellt? • Standorte bzw. einzelne bestehende Wärmespeicher, die m it einem Wärmenetz verbunden sind. Informationen zur Kapazität, Betriebsart, max. Temperatur, etc. wurden von jeder Anlage erfasst, sind jedoch nicht dargestellt. Woher kommen die Daten? • Wärmespeicher: RheinEnergie AG Welche Schlüsse können gezogen werden? • Wärmespeicher erlauben die zeitliche Verschiebung der Wärmeerzeugung und des Wärmebedarfs. Damit steigt die Effizienz eines Wärmenetzes. Außerdem unterstützen Wärmespeicher die Integration erneuerbarer Energie und Abwärme. • Die erfassten Informationen ermöglichen eine bessere Einschätzung, zu den Möglichkeiten der zukünftigen Umgestaltung der Wärmenetze. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Potenzialanalyse (gemäß §16 WPG) Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 37 Arbeitsstand Mai 2025 Beschränkungen 38 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 16 WPG) - Im Rahmen der Potenzialanalyse ermittelt die planung sverantwortliche Stelle quantitativ und räumlich differenziert die im beplanten Gebiet vorhandenen Potenziale zur Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien, zur Nutzung von unvermeidbarer Abwärme und zur zentralen Wärmespeicherung. - Bekannte räumliche, technische, rechtliche oder wirtschaftl iche Restriktionen für die Nutzung von Wärmeerzeugungspotenzialen sind zu berücksichtigen. Ausschlussgebiete wie Wasserschutzgebiete oder Heilquellengebiete sind räumlich differenziert auszuweisen. Die gesetzlichen Grundlagen finden sich in § 16 Absatz 1 WPG. - Darüber hinaus sind gemäß § 16 Absatz 2 WPG die Potenzia le zur Energieeinsparung durch Wärmebedarfsreduktion in Gebäuden und industriellen oder gewerblichen Prozessen abzuschätzen. Methodik und Datengrundlage - Quelle: Bezirksregierung Köln und Luftwärme-Studie (F fE) - Die Potenziale werden bezogen auf die theoretische Ersch ließbarkeit (gesetzliche Regelung) durch die gängigen Technologien ermittelt und auf den Wärmebedarf des Gebäudes auf dem Grundstück bezogen und somit Deckungsgrad ermittelt. - Die technische Erschließbarkeit der Umweltenergien sind n icht berücksichtigt und müssen im Vorfeld der Nutzung von Fachkundigen geprüft werden und ggf. von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Schutzgebiete 39 Was ist dargestellt? • Nach Anlage 2 zu §23 WPG definierte „Ausschlussgebiete“ • Hierzu gehören in Köln: Wasserschutzzonen I-III, Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete Woher kommen die Daten? • Wasserschutzzonen: Bezirksregierung Köln • Landschafts- und Naturschutzgebiete: Bezirksregierung Köln Welche Schlüsse können gezogen werden? • In diesen Gebieten können Einschränkungen oder Verbote zu Eingriffen in die Umwelt gelten, bedeuten jedoch nicht, dass Vorhaben pauschal ausgeschlossen sind. Es sind Abstimmungen mit den zuständigen Behörden erforderlich (IWA, UNB, BezReg). Lediglich in Wasserschutzzonen I und II gelten Ausschlüsse bestimmter Technologien. • Die Karte hilft dabei die entsprechenden Gebiete bei Planungen für die Nutzung von Umweltwärme zu berücksichtigen. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Unvermeidbare Abwärme 40 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 16 WPG) - Im Wärmeplan sind als Ergebnis der Potenzialanalyse für das beplante Gebiet die ermittelten Potenziale quantitativ und nach Energieträgern sowie räumlich differenziert kartografisch auszuweisen. - Die Darstellung der Potenziale im Wärmeplan erfolgt mit dem Ziel, Wärmeversorgern und -verbrauchern möglichst konkrete Anhaltspunkte zu geben, welche Energiequellen sie in vertiefenden Analysen und Planungen genauer untersuchen sollten. Datengrundlage Quelle - Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) - Plattform für Abwärme Bundesamt für Wirtschaft und Au sfuhrkontrolle (BAFA) - LANUK - Stadt Köln - Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) Abwassernetze 41 Was ist dargestellt? • Räumliches Potenzial: Flächen entlang von Abwasserkanälen, bei denen die Abwasserwärme wirtschaftlich genutzt werden kann. Die Abwasserkanäle sind groß genug, um einen Wärmetauscher einzubauen und besitzen mindestens 15 l/s Trockenwetterabfluss (inkl. Druckrohrleitungen und Abläufe aus Kläranlagen). Woher kommen die Daten? • Abwasserwärmepotenzial: Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) Welche Schlüsse können gezogen werden? • Wenn sich ein Baublock in oder angrenzend an die ausgewiesenen Flächen befindet, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Abwasserwärme wirtschaftlich genutzt werden kann. • Die Nutzung von Abwasserwärme wird von den StEB Köln für größere Liegenschaften ab 100-150 kW Heizlast, empfohlen. Die Anlagen sind aufgrund hoher Investitionen erst dann wirtschaftlich. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Industrielle Abwärme 42 Woher kommen die Daten? • Plattform für Abwärme Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Was ist dargestellt? • Die Standorte aller Unternehmen mit einem Gesamtendenergieverbrauch von mehr als 2,5 Gigawattstunden pro Jahr und Abwärmepotenzial. • Farblich abgestuft wird die maximale thermische Leistung in kW th angezeigt Welche Schlüsse können gezogen werden? • Industrielle Abwärmequellen können Gebäudenetze oder g rößere Wärmenetze versorgen. • Es handelt sich um ein theoretisches Potenzial. Das Temperaturniveau, die tägliche Verfügbarkeit und der Abstand zu relevanten Wärmesenken sind weitere Faktoren, die für die Wirtschaftlichkeit der Wärmequellenutzung relevant sind. Dies ist projektspezifisch zu prüfen. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Umweltenergie 43 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 16 WPG) - Im Wärmeplan sind als Ergebnis der Potenzialanalyse für das beplante Gebiet die ermittelten Potenziale quantitativ und nach Energieträgern sowie räumlich differenziert kartografisch auszuweisen. - Die Darstellung der Potenziale im Wärmeplan erfolgt mit dem Ziel, Wärmeversorgern und -verbrauchern möglichst konkrete Anhaltspunkte zu geben, welche Energiequellen sie in vertiefenden Analysen und Planungen genauer untersuchen sollten. Methodik und Datengrundlage - Die Potenziale werden bezogen auf die theoretische Ersch ließbarkeit (gesetzliche Regelung) durch die gängigen Technologien ermit telt und auf den Wärmebedarf des Gebäudes auf dem Grundstück bezogen und somit Deckungsgrad ermittelt. - Die technische Erschließbarkeit der Umweltenergien sind n icht berücksichtigt und müssen im Vorfeld der Nutzung von Fachkundigen geprüft werden und ggf. von den zuständigen Behörden genehmigt werden. - Quelle • Stadtentwässerungsbetriebe Köln (StEB Köln) • Plattform für Abwärme Bundesamt für Wirtschaft und Au sfuhrkontrolle (BAFA) • LANUK • Stadt Köln • Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE) Erschließungshindernis für Luftwärme 44 Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Prüfung der Aufstellung von Wärmepumpen-Außengeräte: FfE Welche Schlüsse können gezogen werden? • Die Karte zeigt, wo die Möglichkeiten der Aufstellung von Wärmepumpen-Außengeräten wahrscheinlich problematisch ist und der Wärmebedarf nicht voll gedeckt werden kann. • Je höher die Werte sind, desto unproblematischer ist die Aufstellung von Luftwärmepumpen-Außengeräten aufgrund von Mindestabständen und immissionsschutzrechtlichen Gründen. • Abgaben sind für den Baublock zusammengefasst und gelten nicht für jedes Gebäude in dem Baublock. Was ist dargestellt? • Die prozentuale Möglichkeit der Deckung des Wärmebedarfs der Gebäude eines Baublocks durch die Nutzung von Luftwärmepumpen • Farblich abgestuft wird der Deckungsgrad (Bedarf) in Pr ozent angezeigt Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Luftwärme - Berechnungsgrundlagen 45 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Einhaltung der Richtwerte für Schallimmissionen nach TA Lärm Berücksichtigte Effekte: • Ausbreitung im freien Feld • Abschirmung von Gebäuden • Reflexion an Gebäuden • Schallbeugung Nicht berücksichtigt: • 3D • Abschirmung durch Vegetation o.ä. Grundlage: Gebietstypen nach Flächennutzungsplan Luftwärme - Berechnungsgrundlagen 46 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften • Definition von Aufstellorten in gleichmäßigen Abständen um das Gebäude und Begrenzung auf Grundstücke • Vergleich von Abständen zwischen Aufstellorten und schutzbedürftigen Orten (= Wohngebäude, Bürogebäude, Schulen) • Malus für reflexionsanfällige Standorte (rote Schraffur) • Ermittlung des limitierenden Abstands und Berechnung des Potenzials für den optimalen Aufstellort (keine Aussage möglich, ob der optimale Standort immer realisierbar ist) Erschließungshindernis - Erdwärmesonden 47 Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Erdwärmesonden-Potenzial: Stadt Köln Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je höher die Werte sind, desto wahrscheinlicher ist es, sei nen Wärmebedarf mithilfe von Erdwärmesonden decken zu können • Es gibt Einschränkungen, wie zum Beispiel erforderliche Abstände für die erforderlichen Bohrungen, welche das Potenzial limitieren • Hinweis: Für die Nutzung von Geothermie ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich • Abgaben sind für den Baublock zusammengefasst und gelten nicht für jedes Gebäude in dem Baublock. Was ist dargestellt? • Die prozentuale Deckung des Wärmebedarfs eines Baublocks durch die Nutzung von Erdwärmesonden • Innerhalb von WSZ I/II wurde das Potenzial auf Null g esetzt • Farblich abgestuft wird der Deckungsgrad (Bedarf) in Pr ozent angezeigt Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Quartärbasis als Bohrtiefenbegrenzung 48 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was ist dargestellt? • Die Quartärbasis des Grundwasserträgers als Abstand in Met ern von der Geländeoberkante. • Die Quartärbasis bestimmt i.d.R. die Borhtiefenbegren zung Woher kommen die Daten? • Quartärbasis: Geologischer Dienst NRW Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je tiefer die Quartärbasis, desto tiefer können Sonden gebohrt werden. • Vorherrschend sind maximale Tiefen von 20 bis 40 m. • Tiefere Bohrungen sind nur vorbehaltlich der Genehmig ung mit Auflagen möglich. Erdwärmesonden - Berechnungsgrundlagen 49 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften • Auf der Basis von Flurstücken mit „gepufferten“ Grenzen und Gebäuden • Quartärbasis in Meter unter Gelände-Oberkante wird an jedem Flurstück als mögliche Bohrtiefe abgefragt • Zufällige Punkte mit Mindestabstand von 6m untereinander • Als Entzugsleistung werden 30 W/m angesetzt • Vegetation und Aufbauten auf den Flurstücken sind nicht berücksichtigt. Vereinfachte, beispielhafte Abbildung Erschließungshindernis - Grundwasserwärme 50 Woher kommen die Daten? • Baublöcke: LANUK und Stadt Köln • Grundwasserwärmepumpen-Potenzial: Stadt Köln Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je höher die Werte sind, desto wahrscheinlicher ist es, sei nen Wärmebedarf mithilfe von GW-WP decken zu können • Auch wenn das technische Potenzial für die Grundwassernutzu ng in Köln hoch ist, gibt es Einschränkungen die mit der zuständigen Behörden abgeklärt werden müssen • Hinweis: Für die Nutzung von Geothermie ist eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich • Abgaben sind für den Baublock zusammengefasst und gelten nicht für jedes Gebäude in dem Baublock. Was ist dargestellt? • Die prozentuale Deckung des Wärmebedarfs eines Baublocks durch die Nutzung von Grundwasserwärmepumpen (GW-WP) • Innerhalb von WSZ I/II wurde das Potenzial auf Null g esetzt • Farblich abgestuft wird der Deckungsgrad (Bedarf) in Pr ozent angezeigt Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Grundwasser Mächtigkeit 51 Was ist dargestellt? • Die minimale Mächtigkeit des ersten Grundwasser-Leiters i m Kölner Stadtgebiet in Metern. Woher kommen die Daten? • Grundwassermächtigkeit: Stadt Köln (Ermittelt mit der Quartärbasis vom Geologischen Dienst NRW und den Grundwassergleichen der RheinEnergie) Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je größer die Mächtigkeit des Grundwassers ist, desto mehr Energie kann unter Berücksichtigung weiterer Faktoren (z. B. Durchlässigkeit des Untergrundes) theoretisch mittels Grundwasserwärmepumpen zur Verfügung gestellt werden • Die Mächtigkeit geht in die Berechnung des Grundwasser- Potenzials ein. • Die Karte kann nicht als Planungsgrundlage dienen, sond ern nur als erste Schätzung, ob sich die Nutzung von Grundwasser vor Ort lohnt. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Grundwasserwärme- Berechnungsgrundlagen 52 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften • Auf der Basis von Flurstücken mit „gepufferten“ Grenzen und Gebäuden • Mächtigkeit wird an jedem Flurstück abgefragt • Maximaler Abstand von zwei Bohrungen auf dem Flurstück • Mögliche Förderleistung wird in Abhängigkeit der Mächtigkeit und einem kf-Wert (Durchlässigkeit) von 0,0005 (konservativ) pro Flurstück iterativ berechnet • Zulässige Absenkungen werden dabei berücksichtigt • Vegetation und Aufbauten auf den Flurstücken sind nicht berücksichtigt. Beispielhafte Abbildung Vergleich der Nutzbarkeit der Energiequellen 53 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften 54 Woher kommen die Daten? • Stadtteile: Stadt Köln • Paffrather Mulde: Geologischer Dienst NRW Welche Schlüsse können gezogen werden? • Aus der Mächtigkeit lässt sich eine theoretische Ergiebigkei t ableiten. Jedoch ist diese zum jetzigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen, da die Durchlässigkeit und Ergiebigkeit noch kaum untersucht sind. • Potenziale ergeben sich für die Wärmeversorgung von Schwimmbädern und für größere Wärmenetze. Was ist dargestellt? • Die Paffrather Mulde – eine Gesteinsformation aus Massen kalk, die sich in bis zu etwa 1000 m Tiefe unterhalb Kölns befindet. Das in Hohlräumen geführte Wasser hat Temperaturen von etwa 30°C. Dieses kann als tiefe Geothermie genutzt werden. • Dargestellt ist die durch den geologischen Dienst NRW er mittelte Mächtigkeit des Massenkalks in Metern. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Tiefengeothermie - Paffrather Mulde Energieeinsparung 55 Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Was fordert das Gesetz? (§ 16 WPG) - Die abgeschätzten Potenziale zur Energieeinsparung durch Wärmebedarfsreduktion in Gebäuden und industriellen und gewerblichen Prozessen werden räumlich differenziert dargestellt. Methodik und Datengrundlage - Annäherung an technischen Potenzialen durch Eingrenzung der theoretischen Potenziale. - Vorbehaltlich der Verifizierung Untersuchungen zur techn ischen und wirtschaftlichen Nutzbarkeit/Erschließbarkeit der Potenziale - Der Wärmebedarf wird über den theoretischen Gebäudea ufbau nach Baujahr und Gebäudetyp nach Wärmeatlas ermittelt und stellte den theoretischen maximalen Wärmebedarf der Gebäude im Jahr der Errichtung dar. - Davon ausgehend werden die möglichen Einsparungen durch Sanierung (IWU Tabula-Studie) ermittelt. - Bereits umgesetzte Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahm en sind nicht betrachtet. - Quelle: • LANUK • Stadt Köln Wärmebedarfsreduktionspotenzial 56 Woher kommen die Daten? • Baublöcke und Wärmebedarfe: LANUK und Stadt Köln Was ist dargestellt? • Das maximale Energieeinsparpotenzial, welches sich aus der Prognose des Wärmebedarfs des Jahres 2045 im Vergleich zum aktuellen Wärmebedarf ergibt • Farblich abgestuft wird das theoretisch maximale Einsparpotenzial in Prozent angezeigt Welche Schlüsse können gezogen werden? • Je höher das maximale Einsparpotenzial dargestellt ist, d esto mehr kann der Wärmebedarf theoretisch reduziert werden • Dies kann beispielsweise durch Sanierungen erzielt werden • In den meisten Teilen von Köln ist das Einsparpotenzial größer als 20 Prozent. Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften LANUK Bedarfsmodell 57 LANUK Wärmeatlas Daten + IWU Gebäudetypologie + U -Wert-Berechnung Koordinationsstelle Klimaschutz (VIII/2) | Dezernat VIII für Klima, Umwelt, Grün und Liegenschaften Durch die Wärmestudie des LANUK wurden die ermittelten Sanierungspotenziale bereitgestellt und für die KWP verwendet. Die Berechnungen wurden nicht von der Stadt Köln oder beauftragten Dienstleistern durchgeführt.
Beratungsverlauf (11)
Beschluss: Kenntnis genommen
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1320/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.05.2025
- Erstellt
- 30.04.2025 10:02