4169/2023
Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen im Rahmen der Evaluation des Drogenhilfekonzeptes
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Anlage 1_Abschlussbericht FOGS, Kapitel 4, Umsetzung Handlungsempfehlungen Drogenhilfekonzept
7972 Zeichen
Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzeptes – Abschlussbericht von FOGS 1 Kapitel 4. Zusammenfassende Bewertung und weiterführende Handlungsempfehlungen Handlungsempfehlungen Planung, Stand und Diskussion der Handlungsempfehlungen 18.12.2023 4.1 Leitlinien für die Weiterentwicklung der Kölner Sucht- und Drogenhilfe: Leitlinien: a. Konzept für alle Menschen mit Suchtgefährdung und suchtbezogenen Problemlagen; Prävention und Frühintervention integrieren, integrierter Gesamtversorgungsansatz b. Systematische Planung und Steuerung unter der Maßgabe der Ziel- und Bedarfsgerechtigkeit c. Ziel- und datenbasiertes sowie konzeptgesteuertes, vorrausschauendes Handeln d. Orientierung am aktuellen Stand der Fachlichkeit e. Personenzentrierte und umfassende Teilhabe f. Ziel und praxisorientierte Verknüpfung aller Beteiligten sowie die Zusammenarbeit der Akteure, Betroffenen und Angehörigen g. (fallbezogene und institutionelle) Kooperation der Hilfen h. Größere Bedeutung der Wirkungsorientierung i. Partizipation, Mitwirkung und Mitbestimmung Betroffener verstärken. Planung Die Leitlinien werden adaptiert und konkret definiert (2024). Das Drogenhilfekonzept wird zu einem Suchthilfekonzept weiterentwickelt, in das Suchtprävention und Frühintervention integriert werden (2025/2026). Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzeptes – Abschlussbericht von FOGS 2 4.2 Schaffung von Steuerungs- und Planungsgremien Stand: Weiterführung des Steuerungsgremiums Suchthilfe mit zwei Sitzungen im Jahr Weiterführung des Beirats Suchthilfe mit vier Sitzungen im Jahr Weiterführung der AG Daten Suchthilfe mit zwei bis vier Sitzungen im Jahr Weiterführung des Partizipationsgremiums „Direkter Draht“ mit sechs Treffen im Jahr Die Lenkungsgruppe zur ämterübergreifenden Abstimmung und Vorbereitung des Steuerungsgremiums mit zwei bis vier Treffen jährlich wird aufgrund begrenzter Kapazitäten der Verwaltung nicht wiederaufgenommen. Planung: Aufgaben, Inhalte und Schnittstellen der Gremien (Zusammenarbeit, Beauftragung, Grad der Mitwirkung, Sprecherfunktion, Informationsweitergabe) werden konkreter definiert (2023). Bestehende Arbeitsgruppen (z.B. Dienstagsrunde, AK Substitution) werden in die Gremienstruktur integriert. Bei Bedarf werden neue Arbeitsgruppe (z.B. AG Streetwork) initiiert. (2024) 4.3 Verbesserung der Datengrundlage und Berichtstruktur Stand: Weitere Verwendung der Sachberichtsstruktur Diskussion und Interpretation der Daten im Steuerungsgremium Suchthilfe, Beirat Suchthilfe und der AG Daten Suchthilfe Bilaterale Qualitätsgespräche mit den Trägern Planung: Bei entsprechender Qualität der Daten werden die Daten jährlich an die Ausschüsse übermittelt (ab 2024) Die noch händische Datenübertragung in eine Excel-Datei wird professionalisiert und damit weniger fehleranfällig und zeitaufwändig (2024). Anpassung der Dokumentation im niedrigschwelligen Bereich (2024). Diskussion Ausgewogenheit zwischen Machbarkeit/Kosten und Nutzen sowie Erforderlichkeit der Datenquantität prüfen (2025). Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzeptes – Abschlussbericht von FOGS 3 4.4 Weiterentwicklung bestehender und Schaffung neuer Angebote Stand und Planung Ausbau der Drogenkonsumräume Ausweitung der Öffnungszeiten DKR Neumarkt (2024) Sanierung DKR Hbf (2024) Inbetriebnahme DKR Kalk (2024) Standort- und Betreibersuche DKR Mülheim (2024/2025) Fachliche Ausrichtung der Kontaktläden Workshops mit Trägern (2023) für Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes im Zuge des Förderprogramms (2024) Weiterentwicklung der psychosozialen Betreuung (PSB) Workshops mit Trägern (2024) für Erarbeitung eines Rahmenkonzeptes im Zuge des Förderprogramms (2024) Schaffung/Ausweitung von Aufenthaltsmöglichkeiten (Tagesbetten/24-Stunden-Ruhebetten) Bedarf an Tagesruhebetten wurde durch die Open Drug Scene Cologne Survey (ODSC)-Studie am Neumarkt bestätigt. Das Gesundheitsamt und das Amt für Soziales, Arbeit und Senioren stehen im fachlichen Austausch. Finanzielle Mittel und Immobilen sind nicht vorhanden. Eröffnung eines Nachtcafés durch das Gesundheitsamt durch nächtliche Öffnung eines Kontaktladens für Wohnungslose (2024) Auf-/Ausbau von pflegerischen Angeboten Eröffnung eines Angebotes für wohnungslose Menschen mit Pflegebedarf durch das Gesundheitsamt (2024/2025). Das Angebot ist aktuell nicht für drogenabhängige Menschen zugänglich Konzeptionelle Anpassung von Krankenwohnung und Notschlafstellen Workshop mit Trägern und dem Gesundheitsamt (2024) zur Überarbeitung des Konzeptes für Notschlafstellen (2024) Ausweitung niedrigschwelliger Tagesstruktur- und Beschäftigungsangebote Siehe Antrag Aktionsplan Sucht – Säule 1: „Teilhabe und Entstigmatisierung durch niedrigschwellige Beschäftigung und Kulturaktionen“ (ab 2024) Diskussion: Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzeptes – Abschlussbericht von FOGS 4 Eigenanteil der Förderprogramme sind für die Träger schwer zu realisieren Eine längerfristige, mehrjährige Planung ermöglicht Drittmittelakquise 4.5 Verbesserung der fallbezogenen Kooperation und der Qualität der Hilfeerbringung Stand: Aktionsplan Sucht – Säule 2: „Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität durch Case- Management“ (ab 2024) Verbesserung der Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und an den Schnittstellen zur Wohnungslosenhilfe und Schuldnerberatung. 4.6 Partizipation für die künftige Ausrichtung der Sucht- und Drogenhilfe Stand: Weiterführung und Weiterentwicklung des Partizipationsgremiums „Direkter Draht“. Einbindung vom „Direkten Draht“ bei fachlichen Entwicklungen (z.B. DKR Kalk, Workshop zu Regeln in niedrigschwelligen Einrichtungen) Austausch von 50 und 53 bezüglich der Entwicklung partizipativer Strukturen im UAK Partizipation Planung: Die Vermittlung von mehr Anerkennung und Wertschätzung der Arbeit des Direkten Drahts sowie die Rückkopplung vom Nutzen dessen, was erarbeitet wurde (2023). Antrag Aktionsplan Sucht – Säule 3: „Teilhabe durch Partizipation und Kommunikation“ (ab 2024) Aufwandsentschädigung für diejenigen, die sich beteiligen (ab 2024). Beteiligung von Selbstvertreter*innen, z.B. durch die Einladung in den Suchthilfebeirat (2024). Fachgespräch mit Trägern und Nutzer*innen zu Möglichkeiten der Partizipation in den Einrichtungen/Angeboten (2024) Partizipation als Anforderung/Qualitätsmerkmal im Förderprogramm aufnehmen (2024) Diskussion: Ist eine Verständigung auf verschiedenen Stufen von Partizipation erforderlich? Sollen Beteiligungsformate einen repräsentativen Charakter haben, da es zu Verzerrungen kommen könnte, wenn aus Einzelgesprächen oder Kleingruppen Rückschlüsse auf Gesamt- Bedarfe gezogen wird? Oder sind qualitativ zu bewerten? Wieviel Befragung/Beteiligung wollen Klient*innen? Wissenschaftliche Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzeptes – Abschlussbericht von FOGS 5 4.7 Entstigmatisierung Planung: Antrag Aktionsplan Sucht – Säule 1: „Teilhabe und Entstigmatisierung durch niedrigschwellige Beschäftigung und Kulturaktionen“ (ab 2024) Diskussion: Gibt es die Möglichkeit an Kampagnen/Statements mitzuwirken (als Beirat, als Verwaltung)? Gibt es Möglichkeiten der Akquise finanzieller Mittel für Maßnahmen, die zur Entstigmatisierung beitragen? Wie können Maßnahmen der Entstigmatisierung gemeinsam mit den Trägern umgesetzt werden? 4.8 Künftige Aufgaben und personelle Ausstattung des Gesundheitsamtes im Bereich der Steuerung und Planung von Sucht- und Drogenhilfe Planung: Prüfung der Realisierbarkeit von zusätzlichen Fachstellen im Bereich der Suchtkoordination für Haushalt 2025 ff, da die aktuelle Personalausstattung nicht ausreichend erscheint Definition der konkreten Aufgaben (2024)
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle V/53 Vorlagen-Nummer 12.01.2024 4169/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Gesundheitsausschuss 16.01.2024 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 18.01.2024 Jugendhilfeausschuss 30.01.2024 Stand der Umsetzung der Handlungsempfehlungen im Rahmen der Evaluation des Drogenhilfekonzeptes Zum Abschluss der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation des Drogenhilfekonzeptes durch die Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich (FOGS GmbH) wurde den Fachausschüssen im März 2023 der Ergebnisbericht mit einer zu- sammenfassenden Bewertung und weiterführenden Handlungsempfehlungen vorgelegt (s. Mitteilung Nr. 0589/2023). Das Gesundheitsamt hat bezogen auf die im Kapitel 4 des Abschlussberichts genannten acht Handlungsempfehlungen die aktuellen Sachstände, Planungen und offene Diskussionspunkte der Umsetzung zusammengetragen (s. Anlage). Die fachliche Abstimmung erfolgte im Sucht- hilfebeirat mit den Suchthilfeträgern und im Steuerungsgremium Suchthilfe mit der Verwal- tung. Die Politik war über das am 23.10.2023 stattgefundene Fachgespräch eingebunden. Der Prozess der Umsetzung der Handlungsempfehlungen wird sich bis 2025/2026 erstrecken. Über den Verlauf wird die Verwaltung weiterhin informieren. Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4169/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 12.01.2024
- Erstellt
- 21.12.2023 13:28