2018/0177
Neuausrichtung der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG (DSE)
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Punkt 13: Neuausrichtung der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG (DSE) (V-Nr. 2018/0177) Der Ausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Gegenstimmen: Die Linke. Stimmenthaltung: AfD
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Punkt 17: Neuausrichtung der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG (DSE) (V-Nr. 2018/0177) Der Vorlage wird zugestimmt. Gegenstimmen: AfD, Die Linke. und UWIGA sowie 1 Stimme aus UFFBASSE
2018/0177
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
19.06.2018
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat I an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Dezernat IV
Amt: Rechtsamt -
Stadtwirtschaftskoordina
tion
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2018/0177
Magistratsbeschluss-Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 612010
Kostenstelle: 910-020-1000 Investitionsnummer: 15910-9008
Kostenträger: 6120-11 Sachkonto: 1120910
Betreff: Neuausrichtung der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG
(DSE)
Vorlage vom: 15.06.2018
Beschlussvorschlag:
1. Der Neuausrichtung der Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG
(DSE) zum 01.09.2018 wird zugestimmt.
2. Dem Übergang der ausgewählten Projekte aus IDA in die DSE wird zugestimmt.
3. Der Erhöhung der Kapitalrücklage der DSE in Höhe von 900 T€ wird zugestimmt. Die
Deckungsmittel stehen unter der Position „Ersatzmaßnahme Bürgerrathaus“
(SK 0509010/KSt. 910-021-1000/KTr. 6120-11/Inv.Nr. 17910-0002) zur Verfügung.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 15.06.2018
Im Rahmen der Entwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird es zunehmend
notwendiger, eine effiziente Organisationseinheit mit den Aufgaben des strategischen
Portfoliomanagements und des Managements kommunaler Großbauprojekte zu bilden .
Zielsetzung dieser Einheit (Gesellschaft) ist es , ausgewählte Projekte der Stadt zum Erfolg zu
bringen. Diese ausgewählten Projekte benötigen eine ef fiziente und transparente Steuerung.
Weiteres Ziel ist es, ein Portfoliomanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt zu
etablieren, das der wachsenden Stadt hinreichend baulichen Entwicklungsspielraum
ermöglicht.
Die Darmstädter Stadtentwicklungsgesellsch aft GmbH & Co. KG (DSE) stellt als rein
städtische Gesellschaft die richtige Hülle dar, um diese Ziele zeitnah umsetzen zu können.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist alleinige Kommanditistin der Gesellschaft und kann
daher den notwendigen Einfluss zur U msetzung ihrer Interessen ausüben .
Im Einzelnen:
1. Neuausrichtung der DSE (Darmstädter Stadtentwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG)
Gesellschaftszweck
Gegenstand des Unternehmens war bisher die Entwicklung von Konversionsf lächen und
anderen Grundstücken sowie städtischer Immobilien und die Parkraumbewirtschaftung sowie
die Verwaltung von Beteiligungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt an anderen
Unternehmen (letzteres Unternehmensgegenstand der ehemaligen WDB Wissenschaftsst adt
Darmstadt Beteiligungs GmbH & Co KG). Die Parkraumbewirtschaftung als Geschäftsbereich
entfällt und wird zukünftig durch die HEAG Holding erbracht. Die Projektentwicklung, das
Projektmanagement für bauliche Großprojekte sowie die strategische Portfolio entwicklung im
Sinne der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist als Hauptzweck zu verankern. Der Gesellschafts -
vertrag der DSE ist im Sinne dieser Neuausrichtung zu ändern.
Abgrenzung der Aufgaben zu IDA
Die DSE übernimmt die neue Aufgabe der Strategischen Por tfoliooptimierung.
Im Bereich der ausgewählten Projekte wird das eingesetzte Personal auf dem Gebiet des
Projektmanagements spezialisiert und fortgebildet. Im Vergleich zur Integrierten Bearbeitung
bei IDA (Bauherr und Projektsteuerer in Personalunion) wi rd ein übergeordnetes
Projektmanagement ausgeübt, das den Bauherrn (Nutzerdezernat) begleitet, die Planung
und Steuerung moderiert und das Nutzeramt durchgehend und transparent informiert.
Personal
Zur Geschäftsführung und Vertretung der DSE ist ausschlie ßlich die Komplementärin, die
Darmstädter Stadtentwicklungs Verwaltungsgesellschaft mbH (DSE GmbH) , berechtigt und
verpflichtet. Letztere soll zukünftig durch zwei Geschäftsführer in Vollzeit vertreten werden.
Da laufende Projekte überführt werden sollen, ist es ratsam, die jeweiligen Projektleiterinnen
und Projektleiter aus IDA zu übernehmen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von IDA sollen auf freiwilliger Basis von der DSE eingestellt
werden. Sie werden auf Wunsch nach § 28 TVÖD für die Tätigkeit in der DSE beurlaubt.
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Für das Bearbeiten des projektbezogenen Rechnungseingangs und buchhalterische Aufgaben
auf der Bauherrenseite werden Stellenanteile bis zu 1,0 VZÄ aus dem Fachbereich
Rechnungswesen von IDA in die Finanzverwaltung verlagert.
2. Definition und Übergang der ausgewählten Projekte von IDA in die DSE
Folgende Aufgaben sind bisher für den Übergang von IDA in die DSE zur Bearbeitung und
Umsetzung vorgesehen:
- Berufsschulzentrum Nord (BSZN) – Neubau und Sanierung
- Heinrich-Hofmann-Schule – Neubau inkl. Kindertagesstätte
- Lincoln Siedlung – Neubau Schule und Kindertagestätte
- Nordbad – Neubau
- Mathildenhöhe – Sanierung Ausstellungshalle
- Mathildenhöhe – Gesamtbetrachtung (Sanierung Künstlerhäuser,
Weltkulturerbeantrag)
- Besucherzentrum Mathildenhöhe – Neubau
- Hauptwache Berufsfeuerwehr – Neubau
Diese Liste ist nicht abschließend zu verstehen, weitere Projekte können und sollen in der
DSE bearbeitet werden.
Der notwendige Übergang der gennannten Projekte ist jeweils in Abhängigkeit zur aktu ellen
Projektphase individuell abzustimmen. Die vorhandenen Vertr äge, Rechte und Pflichten des
Eigenbetriebs IDA mit externen Projektbeteiligten ist mit Unterstützung des Rechtsamtes in
die DSE zu übertragen. Die bei IDA im Wirtschaftsplan 2019 ff. einges tellten
projektbezogenen Mittel werden in den Kernhaushalt verlagert.
3. Finanzierung
Für das laufende Jahr ergibt sich für die DSE ein Finanzierungsvolumen von rd. 1,1 Mio. €.
Diese Summe ergibt sich in der Hauptsache durch die entstehenden Personalkoste n sowie
durch von der DSE beauftragte Leistungen Dritter, die erstmalige Ausstattung der
einzurichtenden Arbeitsplätze sowie allgemeine Betriebskosten.
Die Finanzierung erfolgt durch eine entsprechende Zuführung in die Kapitalrücklage durch
den Gesellschafter in Höhe von 900 T€. Deckungsmittel stehen bei der Position
„Ersatzmaßnahmen Bürgerrathaus“ zur Verfügung. Der verbleibende Differenzbetrag von rd.
200 T€ wird über eine Darlehensaufnahme der DSE finanziert.
Die vorgenannten Mittel stehen im Kernhausha lt und den Wirtschaftsplänen zur Verfügung,
eine Ausweitung der Mittel des Kernhaushaltes und der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe
ergibt sich hieraus nicht. Mehrkosten entstehen wg. Einsparungen be i Personal- und
Sachkosten im Eigenbetrieb IDA ebenfalls nicht.
Ab den Jahren 2019 ff. erfolgt die Finanzierung der DSE in der Hauptsache durch deren
Rechnungslegung gegenüber den Bauherren sowie durch einen Betriebskostenzuschuss in
Höhe der nicht konkreten Baumaßnahmen zuordenbaren Kosten. Die Aufwendungen d er DSE
bestehen überwiegend aus Personalkosten und zu einem geringen Anteil durch das
Beauftragen externer Leistungen. Diese Aufwendungen würden ohne die Neustrukturierung
der DSE weiterhin bei IDA bzw. auf der Bauherrenseite anfallen. Die notwendigen Mitt el
werden im Kernhaushalt sowie den Wirtschaftsplänen der Eigenbetriebe zur Verfügung
gestellt.
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Da die HEAG Holding AG von Anfang an der Neuausrichtung der DSE beteiligt war unterbleibt
eine Stellungnahme der HEAG.
Der Personalrat und die zuständige Frauen - und Gleichstellungsbeauftragte haben keine
Einwände zur Vorlage innerhalb der gesetzlichen Frist nach dem HPVG und HGlG
vorgebracht.
Darmstadt, den 15.06.2018
Jochen Partsch Andre Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (2)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2018/0177
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 15.06.2018
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00