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AN/1007/2017

Klimapartnerschaft mit einer indigenen Gemeinde in Peru

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne) 29.06.2017

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 11.07.2017, TOP 3.1.9

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)

4174 Zeichen

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln 
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat 
Ratsgruppe GUT 
 
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker 
 
Historisches Rathaus 
 
 
 
 
 
Eingang beim Büro der Oberbürgermeisterin: 29.06.2017 
 
AN/1007/2017 
 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Rat 11.07.2017 
 
Klimapartnerschaft mit einer indigenen Gemeinde in Peru 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
 
die Antragstellenden möchten Sie bitten, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Ratssit-
zung am 11. Juli 2017 aufzunehmen: 
 
 
Beschluss: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt, im Rahmen ihrer Aktivitäten für Klimapartnerschaften im 
Klima-Bündnis der europäischen Städte und Gemeinden eine weitere Klimapartnerschaft mit 
einer indigenen Gemeinde im Amazonasgebiet Feconau/Yarinacocha in der Provinz Pucall-
pa in Peru aufzubauen. Mit dieser Klimapartnerschaft soll die indigene Gemeinschaft in ih-
rem Engagement für den Erhalt des Regenwaldes und ihrer Lebensgrundlagen unterstützt 
werden. Die Klimapartnerschaft soll mit der „Servicestelle Kommunen in der Einen Welt“ 
(SKEW) sowie mit dem „Klimabündnis in der Einen Welt“ und mit Beteiligung von in Köln 
bereits aktiven bürgerschaftlichen Initiativen (NGOs) und Institutionen, wie z.B. dem Institut 
für Ökologie und Aktions-Ethnologie (INFOE), entwickelt werden. 
 
Der Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen/Vergabe/Internationales und der 
Ausschuss Umwelt und Grün werden über die weitere Umsetzung informiert bzw. ihnen wer-
den notwendige Beschlussvorlagen zugeleitet. 
 
 
Begründung: 
 
Seit mehr als 25 Jahren arbeiten Mitgliedskommunen des Klima-Bündnisses partnerschaft-
lich mit indigenen Völkern der Regenwälder gemeinsam für das Weltklima. Köln ist langjähri-
ges Mitglied im Klima-Bündnis. Mit über 1.700 Mitgliedskommunen aus 26 europäischen 
Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweite größte Städtenetzwerk, das sich dem Klima-
schutz widmet und es ist das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Mitgliedskommune des

- 2 - 
 
Klima-Bündnisses hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn 
Prozent zu reduzieren.  
In Anerkennung des Einflusses unserer Lebensstile auf besonders bedrohte Völker und Orte 
dieser Welt verbinden wir lokales Handeln mit globaler Verantwortung.  
 
Die Stadt Köln hat gute Erfahrungen mit den Klimapartnerschaften mit ihren Partnerstädten 
Corinto/El Realejo und Rio de Janeiro gemacht, die weiterhin fortgesetzt werden. Bei diesen 
Klimapartnerschaften wurden alle vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenar-
beit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Programme zur Förderung des bürgerschaftlichen 
und kommunalen Engagements in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit gebündelt. Ziel 
der Klimapartnerschaften ist ein Austausch zu Klimaschutz und zur Anpassung an den Kli-
mawandel sowie das Erarbeiten von jeweils lokal umzusetzenden Handlungsprogrammen.  
 
Eine solidarische Klimapartnerschaft trägt durch praktische Unterstützung zum Erhalt des 
Regenwaldes bei und mildert so auch das Auftreten von Wetterextremem und Klimaver-
schlechterung aktiv ab. Das ist Prävention und kommunale Daseinsvorsorge, die langfristig 
hilft. Die indigenen Gemeinschaften im Amazonasbecken schützen durch ihre Lebensweise 
den Regenwald und damit nützen sie der Weltgemeinschaft. Die indigenen Territorien sind 
durch die Unternehmen, die das Amazonasbecken als Geldquelle sehen, bedroht. 
 
Das Gebiet der Federacíon de Comunidades Nativas del Ucayali y Afluentes (Feconau) ist 
zum Beispiel durch großflächige Abholzung des Regenwaldes für Palmölplantagen bedroht. 
Anderenorts sind es der Soja-Anbau oder die Ausbeutung von Öl- und Goldvorkommen, die 
zur irreversiblen Vernichtung des Regenwaldes und damit zur Zerstörung der Lebensgrund-
lagen der indigenen Gemeinden führen und damit auch das Weltklima massiv beeinträchti-
gen. Hier zu handeln ist ein zentraler Baustein zum weltweiten Klimaschutz. 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
gez. Niklas Kienitz     gez. Jörg Frank    
CDU-Fraktionsgeschäftsführer   GRÜNE-Fraktionsgeschäftsführer  
 
gez. Thor Zimmermann 
Ratsgruppe GUT

Beratungsverlauf (1)

11.07.2017 Rat
TOP 3.1.9 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

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Details

Aktenzeichen
AN/1007/2017
Typ
Gem. Antrag nach § 3 (Grüne)
Datum
29.06.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27