2013/0225
Verkehrsuntersuchungen zur Entwicklung der Konversionsgebiete West und der Erschließung Gewerbegebiet Südwest
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anlage 7
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Hilpertstraße Pupinweg Eifelring 11 24 3 35 6 8 1 2 4 teil H H teil K W S K K K K K K K K Rheinstraße (B26) Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand Rheinstraße Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand 3,00 0,753,25 3,25 1,00 3,00 0,75 3,25 3,25 3,25 1,00 3,00 0,75 3,25 3,25 1,00 Anschluss Anschluss 33 33 Anlage 17 Durth Roos Darmstadt, Mai 2013 Consulting GmbH Variante Nord 11 Gekrümmte Führung westlich Hilpertstraße 35 Lageplan Maßstab 1:1.000 Quelle Luftbild: Stadt Darmstadt Fahrbahn Geh- und Radweg Gehweg Inselflächen / Schutzstreifen / Parkflächen Einfahrt Mulde Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße Grünfläche / Bankett
anlage 4
304 Zeichen
a F: a la E Rt Er Dimensionierung der Anbindung Signalisierung S je vorn ee] verlängerter Eifelring - Rheinstraße - Verkehrsuntersuchung - Anlage 10 Vorzugsvariante Lageplan Maßstab 1:1.000 Planung ____., Fahrbahn RT Nebenflächen Geh- / Radweg Grünflächen Darmstadt, September 2012 Durth Roos
2013/0225
44966 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
10.07.2013
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Straßenverkehrs- und
Tiefbauamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Beschluss-
fassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2013/0225
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 0952010
Kostenstelle: 066-100-1000 Investitionsnummer: 08066-6196
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Verkehrsuntersuchungen zur Entwicklung der Konversionsgebiete West und der Er-
schließung Gewerbegebiet Südwest
Vorlage vom: 04.07.2013
Beschlussvorschlag:
1. Das Konzept der verkehrlichen Rahmenplanung (Anlage 7) wird zur Kenntnis genommen.
2. Die Gutachten und Stellungnahme zur „Erschließung Gewerbegebiet Südwest“ (Anlagen 8 bis
11) werden zur Kenntnis genommen.
3. Der Ausbildung der Nordvariante 11 der „Erschließung Gewerbegebiet Südwest“ zwischen
Rheinstraße und Hilpertstraße und dem hierfür weiterführenden Planungsprozess (Entwurfspla-
nung) wird zugestimmt.
4. Die Ausbildung der Anbindung der „Erschließung Gewerbegebiet Südwest“ nördlich und südlich
der Rheinstraße wird zugestimmt.
5. Es wird zur Kenntnis genommen, dass für den Bereich Süd der “Erschließung Gewerbegebiet
Südwest“ zwischen Hilpertstraße und Eschollbrücker Straße nach Abschluss der
Überarbeitung der Rahmenplanung eine vertiefende und vergleichende Untersuchung zum Ar-
tenschutz für die Varianten Süd 1, 2, 3 und 6 durchgeführt wird.
- 2 -
Anlagen: Anlage_1_Verkehrlicher Rahmenplan
Anlage_2_Prognose_Nullfall
Anlage_3_Variantenvergleich
Anlage_4_Anschluss_Rheinstraße
Anlage_5a_EGSW_Variante_Nord_6
Anlage_5b_EGSW_Variante_Nord_8
Anlage_5c_EGSW_Variante_Nord_11
Anlage_6_EGSW_Variantenmatrix_Nord_Süd
Anlagen auf CD:
Anlage 7 Verkehrsuntersuchung Konversionsflächen Kelly-Baracks/Nathan-Hale Depot
in Darmstadt (10/2012)
Anlage 8 Stellungnahme zu verkehrstechnischen Ausbaumaßnahmen des Planfalls Null
ohne Erschließung Gewerbegebiet Südwest) (4/2013)
Anlage 9 Qualitative Variantenuntersuchung zur Verkehrsanbindung der Konversion
West an die Rheinstraße in Darmstadt (10/2012)
Anlage 10 Dimensionierung der Anbindung verlängerter Eifelring – Rheinstraße
(10/2012)
Anlage 11 Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet
Südwest zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße (5/2013)
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 4. Juli 2013
1. Einführung
Nach Abzug der amerikanischen Streitkräfte sollen die im Westen Darmstadts gelegenen Kon-
versionsflächen Kelly-Baracks und Nathan-Hale-Depot einer gewerblichen Nutzung zugeführt
werden. Die verkehrlichen Voraussetzungen für eine Entwicklung der Konversionsgebiete West
sowie die verkehrlichen Auswirkungen auf ein erweitertes Umfeld sind vom Ingenieurbüro Durth
Roos Consulting GmbH in folgenden Gutachten (siehe Anlage 7 bis 11 als CD) untersucht wor-
den:
(I) Verkehrsuntersuchung Konversionsflächen Kelly-Baracks/Nathan-Hale-Depot in Darmstadt
(10/2012)
(II) Stellungnahme zu verkehrstechnischen Ausbaumaßnahmen des Planfalls Null ohne Erschlie-
ßung Gewerbegebiet Südwest (4/2013)
(III) Qualitative Variantenuntersuchung zur Verkehrsanbindung der Konversion West an die Rhein-
straße (10/2012)
(IV) Dimensionierung der Anbindung verlängerter Eifelring – Rheinstraße (10/2012)
(V) Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest zwischen
Rheinstraße und Eschollbrücker Straße (5/2013)
Die Verkehrsuntersuchung zu den Konversionsflächen-West (I) sowie die Stellungnahme zum
Planfall Null ohne „Erschließung Gewerbegebiet Südwest“ (II) haben die Erfordernis einer leis-
tungsfähigen Ertüchtigung des Verkehrsnetzes deutlich gemacht, insbesondere eine leistungs-
fähige Anbindung der Konversionsflächen an die Rheinstraße und somit zum übergeordneten
Autobahnnetz. Dem Gutachten liegt für die äußere Erschließung der Konversionsflächen eine
Verlängerung des Eifelrings von der Rheinstraße bis zur Escholl-brücker Straße zu Grunde, die
Straße „Erschließung Gewerbegebiet Südwest“ (EGSW).
Für diesen Planungsstand wurde in der Untersuchung „Dimensionierung der Anbindung verlän-
gerter Eifelring - Rheinstraße“ (IV) ein leistungsfähiger Anschluss an die Rheinstraße entwickelt.
Im weiteren Planungsprozess und auf Anregungen aus der Bürgerschaft wurden in der qualitati-
ven Variantenuntersuchung (III) mögliche Alternativtrassen für eine leistungsfähige Westanbin-
dung untersucht und vergleichend der EGSW gegenüber gestellt.
Da alle vorangegangenen Untersuchungen eine Westanbindung in Form der „Erschließung Ge-
werbegebiet Südwest“ als Ergebnis haben, sind in dem letzten, aktuell vorliegenden Gutachten
(V) verschiedene Linienführungen entwickelt worden, mit dem Ziel die Eingriffe in Waldflächen
bzw. einzelne Baumstandorte zu minimieren. Hierbei wird zwischen dem nördlichen Teilab-
schnitt von Rheinstraße bis Hilpertstraße und dem südlichen Teilabschnitt von Hilpertstraße bis
Eschollbrücker Straße sowie der dazwischen liegenden Kontenpunkte unterschieden.
Die vorliegenden Gutachten stellen den Planungsstand von Mai 2013 dar. Überlegungen zu
weiterem Flächenerwerb durch Unternehmen bzw. Investoren können erheblichen Einfluss auf
das städtebauliche und verkehrliche Konzept in Bezug auf die innere und äußere Erschließung
auch im Hinblick auf die Radverkehrsführung haben.
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2. Verkehrsuntersuchung Konversionsflächen Kelly-Baracks / Nathan-Hale-Depot in Darm-
stadt (Anlage 1 und Anlage 7 auf CD)
Der verkehrliche Rahmenplan, der auf die städtebauliche Konzeption des Gebiets abgestimmt
ist, wurde in einem iterativen Planungsprozess im Austausch mit den städtebaulichen Fachpla-
nern (AG5 Architekten, Darmstadt) sowie den städtischen Fachämtern (Straßenverkehrs- und
Tiefbauamt, Stadtplanungsamt, Grünflächen- und Umweltamt) entwickelt. Entsprechend den
bestehenden und angrenzenden Nutzungen sind vorwiegend gewerbliche Nutzungen geplant,
die sich in Art und Maß der baulichen Nutzung in den Bestand der angrenzenden Quartiers-
strukturen einpassen.
Die vorliegende Untersuchung hat ein leistungsfähiges äußeres und inneres Erschließungssys-
tem unter Berücksichtigung aller Verkehrsarten für den Bereich der Konversionsflächen Kelly-
Baracks / Nathan-Hale-Depot sowie der angrenzenden Gebiete, die in den Rahmenplan mit
einbezogen sind, als Ergebnis. Neben der Erschließung für den Kfz-Verkehr wurde ein beson-
deres Augenmerk auf eine bedarfsgerechte Erschließung durch den ÖPNV sowie für den Fuß-
und Radverkehr gelegt.
Ziel ist eine größtmögliche umweltverträgliche Abwicklung und Organisation des künftigen Ver-
kehrs, u.a. auch zur Einhaltung der Vorgaben des Luftreinhalteplans der Stadt Darmstadt. Die
Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer in einem Gesamtkonzept ist Basis für die Wirksam-
keit eines Standort-Mobilitätsmanagements, welches im Gebiet der Konversionsflächen von An-
fang an implementiert werden soll und damit Pilotcharakter für ein Gewerbegebiet in der Region
Rhein Main haben wird.
2.1 Verkehrsaufkommen
Die Berechnung des Prognoseverkehrsaufkommens für den Planungshorizont 2020 setzt sich
aus dem Grundverkehr (Bestandsverkehr) und dem Gebietsverkehr Konversion (aus den ge-
planten Nutzen) zusammen.
Grundverkehr (Bestandsverkehr):
Für den Grundverkehr wird keine Verkehrszunahme gegenüber den heutigen Verkehrsbelas-
tungen angesetzt, da aktuelle Verkehrszählungen gesamtstädtisch eine Stagnation verzeich-
nen. Verkehrsverlagerungen der bestehenden Verkehre, z.B. der Fa. Döhler durch die geänder-
te Verkehrsführung (z.B. Verlängerung der Riedstraße bis zur Kleyerstraße), sind berücksichtigt.
Der Grundverkehr für das Gebiet der Rahmenplanung beläuft sich somit auf ca. 2.000 Kfz pro
Tag u. Richtung.
Gebietsverkehr Konversion (aus geplanten Nutzungen):
Das zu erwartende Verkehrsaufkommen wurde aus den geplanten Nutzungen (Städtebauliches
Konzept Rahmenplanung, AG 5) auf Basis des Hessischen Leitfadens zur Verkehrserzeugung
("Leitfaden zur Abschätzung der Verkehrserzeugung durch Vorhaben der Bauleitplanung", Hrsg.
Hessisches Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen, HLSV, Juni 1999) und „Hinweise zur
Abschätzung des Verkehrsaufkommens von Gebietstypen“ (FGSV 2006) sowie vergleichbarer
Gebiete prognostiziert.
Über nutzungsspezifische Tagesganglinien wurden die relevanten Spitzenstunden ermittelt, die
der Leistungsfähigkeitsberechnung zugrunde liegen. Weitere Kenngrößen, wie z.B. Mitarbeiter
pro Bruttogeschossflächen (BGF), Modalsplit, Kundenverkehrs- und Wirtschaftsverkehrsanteil,
Krankheits- und Urlaubsstand, ... bilden zusamm en mit den geplanten nutzungsbezogenen Brut-
togeschossflächen die Grundlage für die Ermittlung des Verkehrsaufkommen, das durch die im
Rahmenplan festgelegten Nutzungen auf den Konversionsflächen erzeugt wird.
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Das Entwicklungsgebiet ist in homogene, durch die Straßen und die Nutzungsarten abgegrenzte
Flächen gegliedert. Für jede Fläche wird wie beschrieben die Verkehrserzeugung berechnet
und auf das Straßennetz verteilt. Die Richtungsverteilung der Verkehre ergibt sich aus Analo-
gieschlüssen zu Auswertungen aus den Bestandsverkehren.
Der durch die Planungen entstehende Gebietsverkehr beträgt unter Berücksichtigung eines
Standort-Mobilitätsmanagements 11.200 Kfz pro Tag u. Richtung.
2.2 Verkehrlicher Rahmenplan
Die wichtigsten Elemente der verkehrlichen Rahmenplanung sind in der folgenden Aufstellung
zusammen gefasst:
Betriebliches Mobilitätsmanagement
- Beeinflussung des Verkehrsverhaltens, das an der Entstehung des Verkehrs ansetzt! (z.B.
Mobilitätsberatung, Mobilitätszentralen, Programm Betriebliches Mobilitätsmanagement
Südhessen, u.a.)
- Erhöhung der Anteile des Umweltverbundes (ÖPNV, Rad- und Fußverkehr)
- Effektiver Einsatz von Kfz auf Arbeits- und Dienstwegen (z.B. Fahrgemeinschaften, Fuhr-
parkmanagement, u.a.)
- Einsparungspotential: 5-20% (vgl. Ergebnisse aus der Evaluation von des bundesweiten
Programms „effizient mobil“)
- Im Sinne eines Standort-Mob ilitätsmanagement sollen die Verkehrsarten des Umweltver-
bundes gefördert und das Stellplatzangebot im öffentlichen Straßenraum minimiert und kos-
tenpflichtig bewirtschaftet werden.
Straßennetz / Kfz-Verkehr
- Die Haupterschließungsstraßen werden mit beidseitiger Baumallee und 3-streifigem Quer-
schnitt (mittige Abbiege- oder Grünstreifen) ausgebildet.
- Alle nachgeordneten Erschließungsstraßen werden als Tempo-30-Zone ausgebildet.
- Die Riedstraße bekommt eine neue Lage und kann nur noch als Einbahnstraße aus Rich-
tung Osten befahren werden.
- Die Anbindung über die Scheppallee entfällt zukünftig (Brückenrückbau).
Straßennetz / Ruhender Verkehr
- Es findet eine Minimierung von Stellplätzen im öffentlichen Straßenraum statt. Parken soll
überwiegend auf den Privatgrundstücken stattfinden. (Ausnahme am Exerzierplatz).
- Entlang der Haupterschließungsstraßen werden generell keine Stellplätze vorgesehen.
- Entlang der nachgeordneten Erschließungsstraßen werden punktuelle Bereiche vorgegeben
an denen rückseitig der Gehwege Senkrechtstellplätze angeordnet werden können (Privat-
grundstücke).
Radwegenetz
- Es wird eine wichtige Nord-Süd-Verbindung geschaffen, die von der Heimstättensiedlung
durch das Gebiet zur Hilpertstraße über die T-Online-Allee weiter zur Rheinstraße (geplante
Fuß- und Radwegebrücke) bis zur Weststadt bzw. zum Hauptbahnhof führt.
- Die Ost-West-Verbindung führt von der Bessunger Straße zur Erschließung Gewerbegebiet
Südwest bzw. zum Waldrand.
- Die Haupterschließungsstraße erhält beidseitige Radfahrstreifen.
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- Die Riedstraße erhält entgegen der Einbahnstraße einen Radweg.
- Das übrige Straßennetz ist Tempo-30-Zone (keine gesonderten Radverkehrsanlagen).
ÖPNV-Netz
- Eine Straßenbahnführung durch das Gebiet aus Richtung Norden ist geprüft worden und
nicht realisierbar. Entlang der Eschollbrücker Straße ist eine Straßenbahntrasse auch mit
Verknüpfung der Heimstättensiedlung vorstellbar, allerdings nur mit einem langfristigen Pla-
nungshorizont.
- Kurzfristig soll die Buslinie K von der Kleyerstraße ins Gebiet verlängert (2 neue Haltestel-
len) werden. Variantenuntersuchungen betrachteten auch eine Fortführung der Buslinie K in
die Heimstättensiedlung zur Entlastung der stark frequentierten Linie H.
- Die Nähe der Konversionsgebiete zum Südbahnhof soll genutzt werden. Zur Attraktivitäts-
steigerung ist die Herstellung eines Zugangs von der westlichen Bahnhofsseite sinnvoll.
Die Rahmenplanung sieht perspektivisch den Gesamtausbau der "Erschließung Gewerbegebiet
Südwest" zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße vor. Die Situation rund um den Kno-
tenpunkt Eschollbrücker Straße / Haardtring / Riedstraße erfordert aufgrund der veränderten
künftigen verkehrlichen Randbedingungen eine Überplanung des Knoten-punktes, der sich
dementsprechend auf die Dimensionierung des Brückenneubaus auswirkt.
3. Stellungnahme zu verkehrstechnischen Ausbaumaßnahmen des Prognose-Nullfalls
ohne Erschließung Gewerbegebiet Südwest (Anlage 2 und Anlage 8 auf CD)
Das Untersuchungsgebiet des Rahmenplans (I) umfasste lediglich das unmittelbare Umfeld des
Rahmenplanes einschließlich der Hilpertstraße, Haardtring und Eschollbrücker Straße. Nicht
enthalten war der Knotenpunkt Rheinstraße / Am Kavalleriesand / Zweifalltorweg, welcher aber
heute bereits in der nachmittäglichen Spitzenzeit überlastet ist. Regelmäßig sind größere Rück-
stauerscheinungen zu beobachten (Qualitätsstufe E). Die Unterteilung in Qualitätsstufen A bis F
ist mit den Schulnoten 1 bis 6 vergleichbar. Qualitätsstufe D ist mindestens für eine gerade noch
leistungsfähige Abwicklung des Verkehrs erforderlich.
Anhand mittlerweile aktuell vorliegender Zähldaten und der Annahme, dass die gezählten Ana-
lyseverkehrsbelastungen dem künftigen Prognosegrundverkehr im Prognose-Nullfall (Planfall
Null) entsprechen, also keine Änderungen im Verkehrsaufkommen und im Wegenetz entstehen
(d.h. auch keine Erschließung Gewerbegebiet Südwest), wurde der Neuverkehr der Nutzungen
des Rahmenplanes zum heute vorhandenen Verkehr hinzu addiert und als Prognosebelastung
angenommen.
Für den Prognose-Nullfall wird weiterhin zugrunde gelegt, dass die Einmündung der Maria-
Goeppert-Straße in die Rheinstraße nachmittags ebenfalls nicht leistungsfähig und daher zu
signalisieren und für die Prognose mit Entwicklung des Gewerbegebiets Südwest auszubauen
ist (vgl. "Dimensionierung der Anbindung Verlängerter Eifelring - Rheinstraße" (Durth Roos
Consulting, Oktober 2012). Mit diesen Randbedingungen lassen sich in der nachmittäglichen
Spitzenstunde bis zu 120 Fahrten, die heute über die Mina-Rees-Straße, den Kavalleriesand
und die Rheinstraße in Richtung Autobahnen bzw. Griesheim fahren, auf die Route Pupinweg -
Eifelring - Maria-Goeppert-Straße verlagern. Der Linksabbieger aus dem Kavalleriesand in die
Rheinstraße verringert sich dadurch entsprechend, was aber nicht ausreicht, um im Prognose-
Nullfall eine ausreichende Verkehrsqualität zu schaffen.
Rechnet man den Verkehr der Nutzungen des Rahmenplanes hinzu, sinkt die Verkehrs-
qualität auf Qualitätsstufe F, der Verkehr am Knotenpunkt Rheinstraße/Am Kavallerie-
sand/Zweifalltorweg kann nicht mehr abgewickelt werden. Durch den Bau einer leistungs-
fähigen Erschließungsstraße im Westen wird der Knotenpunkt hingegen nicht zusätzlich
belastet werden und ist mit dem heutigen Ausbau noch leistungsfähig (Qualitätsstufe D).
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Noch nicht berücksichtigt ist hierbei das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch die Er-
weiterungen im Gebiet TZ - Rhein Main (siehe auch Seite 9).
Um beim Prognose-Nullfall eine ausreichende Verkehrsqualität im bestehenden Straßennetz zu
erreichen, müssen an verschiedenen Stellen folgende Ausbaumaßnahmen ergriffen werden:
Die Rheinstraße westlich des Knotenpunktes Rheinstraße/Am Kavalleriesand/Zweifalltorweg
müsste von heute 6 auf 9, östlich des Knotenpunktes von heute 4 auf 6 und der Kavalleriesand
von 4 auf 6 Fahrstreifen verbreitert werden. Dies wäre mit einem erheblichen Eingriff in die ne-
benliegenden Flächen (Grün mit altem Baumbestand, Gehwege, Rad-/Gehwege, Straßenbahn-
trasse, Grunderwerb Maritim Hotel) verbunden. Die Schaffung zusätzlicher Querungshilfen für
die Fußgänger am Knotenpunktarm Kavalleriesand ist erforderlich, die Situation für die Fußgän-
ger verschlechtert sich trotzdem.
Neben den beschriebenen Maßnahmen im Bereich des Knotenpunktes Rheinstraße / Am Kaval-
leriesand / Zweifalltorweg wären zur leistungsfähigen Ausbildung des Verkehrsnetzes ohne eine
westliche Erschließungsachse für das Gewerbegebiet Südwest noch folgende Ausbauten erfor-
derlich:
- Ein zusätzlicher dritter Fahrstreifen auf der Stirnwegbrücke (im Vergleich zur Variante A der
Sanierungsplanung zu den Brücken Hilpertstraße und Stirnweg, die eine Stirnwegbrücke mit
zwei Fahrstreifen vorsieht)
- Ein zusätzlicher Fahrstreifen im Kavalleriesand zwischen Stirnweg und Hilpertstraße mit Ein-
griff in das seitliche Grün mit Baumbestand
- Signalisierung des Knotenpunktes Kavalleriesand / Hilpertstraße
- Ein weiterer zusätzlicher Fahrstreifen im Kavalleriesand in der Zufahrt zum Knotenpunkt mit
der Hilpertstraße (Länge: 100 m) mit Eingriff in das seitliche Grün mit Baumbestand
- Zusätzlicher Fahrstreifen (Länge: 120 m) in der Hilpertstraße vom Kavalleriesand in Rich-
tung Westen für die Verflechtung mit Eingriff in das seitliche Grün mit Baumbestand
- Zusätzlicher vierter Fahrstreifen auf der Brücke Hilpertstraße (im Vergleich zur Variante A
der Sanierungsplanung zu den Brücken Hilpertstraße und Stirnweg, die eine Hilpertstraßen-
brücke mit drei Fahrstreifen vorsieht)
- Linksabbiegefahrstreifen (Länge: 80 m) im Haardtring aus Richtung Süden in Richtung Hil-
pertstraße mit Eingriff in die Böschung entlang der DB-Strecke (Verlegung der Haltestelle
erforderlich).
Die erforderlichen Ausbaumaßnahmen und die Auswirkungen auf das Straßenbegleitgrün ha-
ben zur Folge, dass in dem gesamten Bereich ca. 100 Bäume entfallen müssten (vergleiche An-
lage 2).
Neben diesen erheblichen Eingriffen in die Randnutzungen weist der Prognose-Nullfall eine hö-
here Verkehrsarbeit auf, als die Varianten mit EGSW. Die Strecke vom Gewerbegebiet zur Au-
tobahn ist ca. 500 m und in der Gegenrichtung ca. 800 m länger. Bei ca. 3.500 Kfz-Fahrten pro
Tag im Ziel- und Quellverkehr durch die Neuflächen des Gewerbegebietes führt dies zu ca.
5.000 Kfz-km pro Tag an zusätzlicher Verkehrsarbeit und zu der daraus folgenden Umweltbe-
lastung.
Einen weiteren sehr wichtigen Aspekt betrifft die Fuß- und Radwegebrücke am Mozartturm. Bei
einer Verbreiterung der Rheinstraße gemäß dem Prognose-Nullfall wird die Brücke länger und
teurer. Die Platzverhältnisse wären noch zu prüfen.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass im bestehenden Straßennetz keine geeigneten
Ausbaumaßnahmen möglich bzw. mit nicht vertretbaren Auswirkungen verbunden sind,
um den künftigen Verkehr ohne EGSW leistungsfähig abzuwickeln. Daraus entsteht die
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Anforderung, dass der Bereich Haardtring - Kavalleriesand - Rheinstraße zu entlasten ist.
Hierfür ist eine leistungsfähige zusätzliche Verbindung im Westen erforderlich.
4. Qualitative Variantenuntersuchung zur Verkehrsanbindung der Konversion West an die
Rheinstraße (Anlage 3 und Anlage 9 auf CD)
Im Laufe des Planungsprozesses wurde deutlich, dass die „Erschließung Gewerbegebiet Süd-
west“ in ihrer geplanten Form auf Kritik stößt. Hauptaspekt dabei sind die Eingriffe in die Wald-
gebiete. Im Raum steht die Frage, ob über eine entsprechende Ertüchtigung des vorhandenen
Straßennetzes auf die EGSW sogar verzichtet werden kann und bestehende Netzelemente
nach Ausbau die Funktion einer Westverbindung übernehmen können. Der Untersuchungs-
raum für die Trassenfindung wird durch die Rheinstraße und die Eschollbrücker Straße im Nor-
den und Süden sowie die geplante Trasse "Erschließung Gewerbegebiet Südwest" und den
Haardtring im Westen bzw. Osten begrenzt.
Unter Berücksichtigung von Maßnahmen des Standort-Mobilitätsmanagements, welche bei der
Gebietsentwicklung festgeschrieben werden sollen, ergibt sich ein zusätzliches Verkehrsauf-
kommen von ca. 11.200 Kfz pro Tag und Richtung. Der verkehrliche und städtebauliche Rah-
menplan für die Konversionsflächen West sieht daher eine "Erschließung Gewerbegebiet Süd-
west" vor, die eine neue Verbindung zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße darstellt.
Für diese Straße wurde unter Berücksichtigung einer Vollentwicklung der Konversionsflächen
ein täglicher Verkehr von ca. 9.000 Kfz pro Tag und Richtung im nördlichen bzw. ca. 6.000 Kfz
pro Tag und Richtung im südlichen Abschnitt prognostiziert.
Zweck einer Westverbindung
- Anbindung des Entwicklungsgebietes „Konversion West“
- Entlastung des Knotenpunktes Rheinstraße / Kavalleriesand
- Verbesserung der Anbindung des Gebietes TZ Rhein-Main
- Entlastung des Knotenpunktes Haardtring /Eschollbrücker Straße
- Entlastung des Bereichs Eschollbrücker Straße / Heimstättensiedlung
- Verbesserung der Anbindung der Heimstättensiedlung
Die Untersuchung umfasst eine qualitative Beurteilung der zu erwartenden Auswirkungen von
acht verschiedenen Trassen anhand eines Kriterienkatalogs und einen Vergleich der Varianten.
Die Bewertung der verkehrlichen Aspekte kann nur qualitativ bzw. kleinräumig erfolgen, da Ü-
berlagerungen von geplanten und vorhandenen Strömen und die Einbindung neuer Netzele-
mente mit Verbindungsfunktion nur durch makroskopische Verkehrsumlegungen detailliert
quantifizierbar sind. Durch neue Netzelemente ist generell mit Verdrängungs- und Verlage-
rungseffekten zu rechnen, da sich der Verkehr im Netz nach dem Bestwegverfahren hinsicht-
lich der optimalen Reisezeit gleichmäßig verteilt. Solche Auswirkungen können nur durch ein
neues Verkehrsmodell für die Gesamtstadt, welches sich derzeit noch in der Entwicklung be-
findet (Fertigstellung Ende 2013), abgebildet werden.
Dem Verdrängungseffekt entgegen wirkt jedoch eine weitere Zunahme des Verkehrsaufkom-
mens im Untersuchungsgebiet durch die zu erwartende Steigerung der Arbeitsplatzzahlen im
Gebiet TZ Rhein-Main. Das TZ-Gebiet ist ursprünglich von einem Ansatz mit ca. 6.500 Arbeits-
plätzen ausgegangen. Diese Zahl ist mittlerweile schon überschritten. Nach Aussagen von Si-
reo wird in den nächsten Jahren mit einem Zuwachs auf 10.000 Arbeitsplätze gerechnet. Au-
ßerdem wird mit weiteren Zuwächsen an Arbeitsplätzen bei Eumetsat gerechnet. Diese Zu-
wächse sind in den Verkehrsaufkommensberechnungen bisher noch nicht enthalten.
Untersuchungskriterien
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- Straßenfunktion (Überlagerung von Verbindungs und Erschließungsfunktion)
- Straßenraumgestalt (unterschiedliche Nutzeransprüche, Grüngestaltung, Trennwirkung, er-
forderliche Straßenraumbreiten, Stadtbild)
- Umfeldverträglichkeit (Lage der Trasse zu bebauten Gebieten bzw. zu betroffenen Umfeld-
nutzungen, Flächeninanspruchnahme, Eingriff in vorhandene Grünflächen, weitere umwelt-
fachliche Aspekte sind nicht Inhalt dieser Untersuchung)
- Verkehrssicherheit
- Verkehrsablauf
- Ausreichende, verkehrliche Wirksamkeit (Grundvoraussetzung)
Variantenvergleich
Von den betrachteten acht Varianten können nur zwei Varianten das zusätzliche Verkehrsauf-
kommen leistungsfähig abwickeln (Variante 1 bzw. 2: Erschließung Gewerbegebiet Südwest
(EGSW); Variante 4: Telekom- bzw. T-Online-Allee).
Die Variante 1 bzw. 2 (EGSW) weist folgende Vorteile auf:
- Hohe verkehrliche Wirksamkeit
- Vollständige Trennung von Verbindungs- und Erschließungsfunktion
- Keine konkurrierenden Nutzungsansprüche anderer Verkehrsteilnehmer
- Direkte, umwegfreie Führung
Von Nachteil sind die Eingriffe in die Waldflächen.
Variante 4 mit Ausbau der Telekom- bzw. T-Online-Allee und plangleicher Anbindung an die
Rheinstraße weist folgende Vorteile auf:
- Verkehrliche Wirksamkeit ist gegeben
- Keinen Eingriff in die Waldflächen
Die Nachteile sind:
- Überlagerung von Verbindungs- und Erschließungsfunktion (Schwerverkehr zu den Konver-
sionsflächen wird komplett über die Telekom- bzw. T-Online-Allee geführt)
- Straßenraumverbreiterung von 2 auf 4 ggf. 5 Fahrstreifen, was starke Eingriffe in Privat-
grundstücke und den Wegfall der Baumallee zur Folge hat.
- Veränderung des Gebietscharakters TZ Rhein-Main: Zerschneidung, Aufhebung Tempo-30-
Zone,.
- Zahlreiche konkurrierende Nutzungsansprüche u. a. Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV und
Parkhauszufahrten
- Konfliktpotential hinsichtlich Verkehrssicherheit (zahlreiche Fußgängerquerungen, heute
Campuscharakter)
- Eichenbestand in der Rheinstraße ist betroffen.
Basierend auf der qualitativ vergleichenden Betrachtung der Varianten kann im Ergebnis fest-
gestellt werden, dass die Varianten 1 bzw. 2 mit einer "Erschließung Gewerbegebiet Südwest"
trotz ihres Eingriffs in Waldflächen aus verkehrlicher und städtebaulicher Sicht positiv zu be-
werten sind. Variante 4 mit Ausbau der T-Online Allee und Anschluss an die Rheinstraße kann
ggf. eine ähnliche verkehrliche Wirksamkeit entfalten, allerdings ausschließlich für den Kfz-
Verkehr. Bei Variante 4 entfallen die Eingriffe in Waldflächen, es entstehen jedoch erhebliche
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Nachteile in anderen Bereichen, insbesondere im Gebiet TZ-Rhein-Main; hier insbesondere
auch durch die Inanspruchnahme von Privatflächen.
5. Dimensionierung der Anbindung verlängerter Eifelring – Rheinstraße
(Anlage 4 und Anlage 10 auf CD)
Die Ergebnisse der für die Konversionsflächen-West durchgeführten Verkehrsuntersuchung (I)
zeigen, dass durch die Westverbindung und die Gebietsentwicklung erhebliche verkehrliche
Auswirkungen auf den nördlichen Anschlussbereich an den Eifelring und die Rheinstraße ent-
stehen. Die bestehenden Knotenpunkte können die neuen Verkehrsmengen nicht mehr leis-
tungsfähig abwickeln.
Es stellen sich die beiden folgenden, künftig verkehrlich nicht ausreichend leitungsfähigen Be-
reiche heraus:
Rheinstraße Nordseite mit den überlasteten Knotenpunkten
- Maria-Goeppert-Straße / Robert-Bosch-Straße
- Maria-Goeppert-Straße / Rheinstraße
Rheinstraße Südseite mit
- der nicht ausreichenden Verflechtungslänge für den Verkehr aus Richtung der BAB A 672
mit dem Verkehr aus Richtung der B 26;
- der nur bedingt sicheren Querung des Geh-/Radweges über die Südrampe Eifelring
- dem überlasteten Knotenpunkt Pupinweg / Südrampe Eifelring und
- dem bisher geplanten, aber nicht leistungsfähigen Kreisel Eifelring / Südrampe zur Rhein-
straße.
Es wurden verschiedene Knotenpunktsformen hinsichtlich ihrer generellen Machbarkeit unter
Berücksichtigung der örtlichen Randbedingungen (Knotenpunktsabstände, Verflechtungslän-
gen, Straßenbahn, Bauwerke, etc.) untersucht. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei der An-
bindung der Rheinstraße von und nach Westen. In beiden Fahrtrichtungen stellt sich bereits
heute die Nähe zu den Ein- und Ausfahrten der B 26 in Überlagerung mit den Fahrbeziehungen
zur BAB A 672 als schwierig dar.
Zur Schaffung einer auch künftig verkehrlich ausreichenden Situation hinsichtlich der Verknüp-
fung des Eifelrings mit der nördlichen Rheinstraße wird folgendes Maßnahmenpaket empfoh-
len:
- Bau eines dritten Fahrstreifens mit einer Länge von 110 m in der Zufahrt der Maria-
Goeppert-Straße in Richtung Rheinstraße
- Signalisierung des Knotenpunktes Maria-Goeppert-Straße / Rheinstraße unter Einbezie-
hung der Straßenbahn- sowie der Geh-/Radwegquerung, die parallel zur Rheinstraße ver-
laufen
- Signalisierung des Knotenpunktes Maria-Goeppert-Straße / Robert-Bosch-Straße und Ko-
ordinierung mit dem Nachbarknoten an der Rheinstraße
Der Eingriff in die Randflächen der bestehenden Verkehrsanlagen ist im Vergleich zu mögli-
chen planfreien Varianten sehr gering.
Für die leistungsfähige Verbindung des verlängerten Eifelrings mit der südlichen Rheinstraße
wurden fünf Varianten betrachtet, die sich vornehmlich mit der Zuführung des aus Westen über
die BAB A 672 und die B 26 kommenden Verkehrsströme in Richtung Eifelring und in das Ge-
biet TZ Rhein Main befassen. Bei vier Varianten wurden planfreie Lösungen bzw. Führungen
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im Bereich der Waldflächen entwickelt, so dass unter Berücksichtigung der Kriterien Flächen-
verbrauch (vornehmlich Waldflächen) und Kosten die Variante empfohlen wird, bei der ein
- Verbot des Linksabbiegens von der Süd-Rampe in den Pupinweg
- Ausbau des Knotenpunktes Eifelring / Südost-Rampe als signalgeregelter Knotenpunkt
erfolgen soll. Die Linksabbieger können über Ausfahrt zur Telekomallee in das Gebiet TZ Rhein
Main gelangen.
6. Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest
zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße (Anlagen 5a, 5b, 5c, 6 und
Anlage 11 auf CD)
Der qualitative Variantenvergleich (3) ergab für den nördlichen Abschnitt zwischen Rhein-straße
und Hilpertstraße, dass die Verlängerung des Eifelrings nach Süden als am besten zu bewerten
ist. Hierfür liegt bereits eine Entwurfsplanung vor, die nun im Hinblick auf die Linienführung und
Eingriffe in die Waldflächen im Allgemeinen und die Betroffenheit schützenswerter Baumstandorte
im Besonderen zu optimieren ist. Dabei ist eine Ab-rückung nach Osten in den Bereich der
bestehenden und geplanten Gewerbenutzungen (Bebauungsplan W23) zu prüfen, um auch die
Trennwirkung der Straße in Bezug auf vorhandene Wegebeziehungen und die Austauschfunktion
für die Tierwelt (Artenschutz) und damit verbundene Ausgleichsflächen zu reduzieren.
Im südlichen Abschnitt ist eine Verbindung zwischen Eschollbrücker Straße und Hilpertstraße er-
forderlich, die mit dem nördlichen Abschnitt direkt verbunden ist. Hierüber werden die Verkehre
der Konversionsflächen gebündelt und von und zur Rheinstraße geführt. Die bisherigen Planun-
gen sehen vor, die Erschließung Gewerbegebiet Südwest in direkter Verlängerung des nördlichen
Abschnitts entlang des Waldrandes bzw. in Lage der heutigen Bergschneise zwischen Hilpert-
straße und Eschollbrücker Straße fortzuführen. Im Sinne einer optimalen Trennung von Erschlie-
ßungs- und Verbindungsfunktion ist dieses Konzept Grundlage für die Rahmenplanung der Kon-
versionsflächen-West (1) und dort eingeflossen. Auch hier sind Eingriffe in bestehenden Waldflä-
chen und Auswirkungen auf den Artenschutz wesentliche Kritikpunkte.
In Hinblick auf die Schonung des bestehenden Waldrandes nördlich der Bergschneise werden
Lösungen diskutiert, die anstelle einer direkten Verlängerung der geplanten EGSW nach Süden
eine Fortführung über die Kleyerstraße und weiter partiell durch das Gebiet der
Konversionsflächen vorsehen. Hierbei wurde auch die Zusammenführung der Waldfläche am
Südwestrand der Konversionsflächen mit dem restlichen, westlich gelegenen Waldge-biet
untersucht. Das bestehende Konzept der städtebaulichen Rahmenplanung wurde bei den
Variantenbetrachtungen so weit wie möglich berücksichtigt.
Generell ist darauf hinzuweisen, dass die Bearbeitung der Themen der Landschaftspflege und des
Artenschutzes nicht Inhalt der vorliegenden verkehrlichen Untersuchung sind. Die Auswirkungen
der entwickelten Varianten wurden hier grob abgeschätzt und sind im Weiteren gesondert zu un-
tersuchen.
6.1 Variantenbetrachtung Nord
Für den Nordbereich zwischen Rheinstraße und Hilpertstraße sind drei Varianten vertiefend
betrachtet worden, die der ursprünglichen Westvariante (Variante 1) vergleichend
gegenübergestellt worden sind.
Variante Nord 6 (westlich Hilpertstraße 35, geradlinige Führung, vgl. Anlage 5a)
Diese Variante beinhaltet eine direkte, klare und eindeutige Linienführung, die vom Charakter dem
bestehenden Eifelring im Norden sowie der angedachten Fortführung im Süden entspricht. Die
besonders zu schützenden Bäume werden erhalten.
Variante Nord 8 (östlich Hilpertstraße 35, vgl. Anlage 5b)
Bei Variante Nord 8 wird die Trasse auf einer Achse westlich des Grundstücks Hilpertstraße 33,
vollständig auf dem Grundstück Hilpertstraße 35 gelegen, relativ geradlinig geführt. Durch die Be-
rücksichtigung aller Ströme und Erschließungsansprüche (Zufahrt zu drei Grundstücken und zum
Waldparkplatz) entsteht ein vergleichsweise komplexer signalisierter Knotenpunkt mit der Hilpert-
straße. Eine Ausbildung des Knotenpunktes als Kreisverkehrsplatz ist aufgrund der Ungleichver-
teilung der Verkehrströme in den Knotenpunktarmen nicht leistungsfähig möglich.
- 12 -
Variante Nord 11 (westlich Hilpertstraße 35, geschwungene Führung, vgl. Anlage 5c)
Variante Nord 11 stellt eine unter verkehrlichen Aspekten vertretbare, weitere Reduzierung der
Eingriffe in den Waldbereich gegenüber Variante Nord 6 dar. Es ist die Befahrbarkeit ausgehend
von einer Entwurfsgeschwindigkeit von 50 km/h (Radien mit 80 m) gewährleistet. Eine trassie-
rungstechnische Optimierung des Schwenks im Bereich des Grundstücks Hilpertstraße 35 ist un-
ter Beanspruchung der vorhandenen Grundstücksflächen denkbar und wäre in der weiteren Pla-
nung zu prüfen.
Variantenvergleich Nord:
Bei allen Varianten kann der Bereich des abgetrennten Waldbereichs gegenüber der ursprüngli-
chen Variante Nord 1 wesentlich reduziert werden, die schützenswerten Bäume bleiben bei allen
Lösungen weitgehend erhalten.
Variante Nord 6 ist unter verkehrlichen und stadtplanerischen Aspekten die optimale und zu emp-
fehlende Lösung. Sie ermöglicht bei Schonung eines Großteils der schützenswerten Bäume eine
klare und direkte Trassierung und Führung der Verkehre. Insbesondere bei einer Gesamtbetrach-
tung mit dem Südteil (s. u.) ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.
Unter dem Aspekt, die Eingriffe in den Wald gegenüber der Variante Nord 1 noch stärker zu redu-
zieren, kann Variante Nord 11 unter verkehrlichen Aspekten ebenfalls empfohlen werden. Ge-
samtbild und Orientierung sind allerdings nicht so stimmig wie in Variante Nord 6.
Variante Nord 8 ermöglicht die stärkste Reduzierung der Eingriffe in den Wald und schafft die
größten zusammenhängenden Waldbereiche. Von Nachteil ist jedoch die Trassenführung mit Ein-
griffen in Privatgrundstücke, verbunden mit entsprechend höheren Grunderwerbskosten. Die An-
bindung der vorhandenen angrenzenden Grundstücke wird in Verbindung mit einem vergleichs-
weise unübersichtlichen, signalisierten Knotenpunkt erschwert. Eine Fortführung nach Süden ist
nicht sinnfällig und nicht direkt.
Die hier festgestellten Eingriffe der untersuchten Varianten werden generell deutlich geringer als
in der ursprünglichen Variante Nord 1 eingeschätzt. In einer ergänzenden Untersuchung zum Ar-
tenschutz sind die Auswirkungen der Variante Nord 1 gegenüberzustellen.
6.2 Variantenbetrachtung Süd
Innerhalb des südlichen Untersuchungsraumes befinden sich die Flächen des Rahmenplans der
Konversionsflächen West, für die bereits ein ämterintern abgestimmtes städtebauliches und ver-
kehrliches Konzept vorliegt (1). Rund um die Kleyerstraße befindet sich vorhandene Bebauung,
die vorwiegend gewerblich geprägt ist, die weiteren Flächen innerhalb der Konversionsflächen
sind derzeit weitgehend ungenutzt. Die vier vertiefend betrachteten Südvarianten sind in der Vari-
antenmatrix in Anlage 6 dargestellt.
Variante Süd 1
Variante Süd 1 stellt die bisher angedachte und dem Rahmenplan für die Konversionsflächen
West zugrunde gelegte Lösung dar. Sie befindet sich im Süden in Lage der heutigen Bergschnei-
se, im Norden führt sie westlich der vorhandenen Bebauung durch den heutigen Waldrand.
Mit den vertiefend untersuchten Varianten Süd 2, 3 und 6 werden Lösungen aufgezeigt, die keine
Eingriffe in den Wald nördlich der bestehenden Bergschneise mit sich ziehen und dabei weitge-
hend vorhandene oder geplante Straßen nutzen.
Variante Süd 2
Bei Variante Süd 2 erfolgt die Führung von Norden kommend über die Hilpertstraße. Nach einem
90°-Knick erfolgt die weitere Führung über die Kleyerstraße. Die Kleyerstraße wird bis an die E-
schollbrücker Straße geradlinig verlängert und bindet dort westlich des Pulverhäuserwegs an. Der
östlich der Bergschneise gelegene „Waldpark“ ist am östlichen Rand durch die Variante Süd 2 be-
troffen.
Variante Süd 3
Die Zuführung von Norden erfolgt analog zur Variante 2 über die Hilpertstraße und die Kleyerstra-
ße. Im weiteren Verlauf wird die Straßenstruktur des Rahmenplans aufgenommen, die Haupt-
fahrtbeziehung knickt südlich der Kleyerstraße nach Osten ab. Die weitere Führung erfolgt in Lage
der geplanten Planstraße West 2, die Anbindung an die Eschollbrücker Straße erfolgt gegenüber
den Einmündungen Am Pelz und Pulverhäuser Weg. Der Waldpark ist durch Variante Süd 3 nicht
betroffen.
- 13 -
Variante Süd 6
Die Variante Süd 6 stellt eine Kombination aus Variante Süd 2 bzw. 3 im Bereich Kleyerstraße
und Süd 1 in Lage der Bergschneise in der südlichen Fortführung dar. Es erfolgt von Norden
kommend zunächst eine Führung über die Hilpertstraße und die Kleyerstraße. Anschließend
schwenkt die Trasse über die Planstraße Mitte 1 bzw. 2 (siehe Anlage 1) auf die Lage der heuti-
gen Bergschneise. Die Bergschneise ist entsprechend Variante Süd 1 dem künftigen Bedarf an-
gepasst auszubauen, ohne jedoch in den Waldrand einzugreifen.
Variantenvergleich Süd:
Die Variante Süd 1 ist unter verkehrlichen und stadtplanerischen Aspekten die optimale und zu
empfehlende Lösung. Auf einem Teil der Strecke nutzt sie die vorhandene Bergschneise, auf 400
m Länge im nördlichen Anschluss bis zur Hilpertstraße führt sie in Lage eines bestehenden 4 m
breiten Waldweges durch den heutigen Waldrand. Die Eingriffe sind im Weiteren umweltfachlich
zu untersuchen und zu bewerten.
Insbesondere bei einer Gesamtbetrachtung mit dem Nordteil ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild
mit der Variante Süd 1. Die Varianten Süd 2, 3 und 6 sind dagegen im Gesamtbild vergleichswei-
se umwegig.
Durch Variante Süd 3 können Eingriffe in Waldbereiche einschl. des Waldparks vollständig ver-
mieden werden, in Variante Süd 2 ist der Waldpark tangiert.
Die hinsichtlich der Eingriffe günstige Lage der Variante Süd 3 führt allerdings durch die nach Os-
ten verschobene Lage der Anbindung an die Eschollbrücker Straße zu Nachteilen für die Bewoh-
ner der Heimstättensiedlung. Während in den Varianten Süd 1 und 2 der Anbindungspunkt außer-
halb des bebauten Bereichs in Gegenlage zu den Sportanlagen liegt, wird hier der Verkehr weiter
nach Osten gezogen. Der Knotenpunkt mit dem Pulverhäuser Weg muss aufgrund des geringen
Abstands bei dieser Variante signalisiert werden, die Verkehrsqualität der Knotenpunkte sinkt ge-
genüber allen anderen Varianten.
Bei den Varianten 2, 3 und 6 muss der Bestandsquerschnitt in der Kleyerstraße um einen Fahr-
streifen verbreitert werden und geht damit über die bestehenden Grenzen des öffentlichen Stra-
ßenraumes hinaus (ca. 20 m Breite). Die vorhandenen Baumreihen sowie die vorhandenen öffent-
lichen Längs- und Senkrechtstellplätze entfallen bzw. können nicht mehr angefahren werden. Die
Bäume müssen an den Querschnitt angepasst neu gesetzt werden. Durch Reduzierung der Sei-
tenräume und Setzung der Bäume in Baumscheiben innerhalb des Gehweges ist es auch mög-
lich, den Querschnitt außerhalb der privaten Grundstücke darzustellen.
Die Varianten Süd 2 und Süd 3 führen verkehrlich zu erheblichen Auswirkungen auf die vorhan-
denen und geplanten Nutzungen zwischen Hilpertstraße und Eschollbrücker Straße und deren Er-
schließungssituation. Die Anbindung der vorhandenen Grundstücke wird verschlechtert, da in der
Hauptverkehrszeit kein leistungsfähiges Linkseinbiegen auf die Hauptachse bzw. die Kleyerstraße
möglich bzw. verkehrlich zulässig ist. Einbiegende Fahrzeuge können nur rechts einbiegen und
nur durch Blockumfahrungen oder Wenden an Kreiseln in die gewünschte Richtung gelangen. Für
die geplanten Grundstücke ist aus diesem Grund eine aufwändige rückwärtige Erschließung vor-
zusehen. Die beschriebenen Auswirkungen beschränken sich in der Variante Süd 6 auf die vor-
handenen Nutzungen im Zuge der Kleyerstraße.
Die Rahmenplanung für die Konversionsflächen West ist in den Varianten Süd 2 und 3 zu überar-
beiten, da sich eine veränderte Hierarchie des Verkehrsnetzes ergibt. In Verlängerung der Kleyer-
straße werden Verbindungs- und Erschließungsfunktionen überlagert, im Gebiet selbst fehlt hin-
gegen die städtebauliche "Mitte".
Variante Süd 6 hat hingegen nur geringe Auswirkungen auf das eigentliche Gebiet der Konversi-
onsflächen; es ist lediglich der westliche Teil der Planstraße Mitte anzupassen. Die städtebauli-
chen und funktionalen Netzstrukturen können weitgehend erhalten werden. In Variante Süd 6
werden die Vorteile bezüglich des Erhalts des Rahmenplans wie in Variante Süd 1 und der Entfall
des Eingriffs in den Waldrand im Norden durch Führung über die Kleyerstraße wie in den Varian-
ten Süd 2 und 3 kombiniert.
Der Anschluss an den Bereich Nord gestaltet sich in der Variante Süd 1 deutlich günstiger. Hier
kann am westlichen Ende der Hilpertstraße ein Kreisverkehr als Verteiler dienen, die Anbindung
der Grundstücke entlang der Hilpertstraße ist problemlos. In den Varianten Süd 2, Süd 3 und Süd
6 überlagert sich der gesamte Verkehr mit den verschiedenen Grundstückseinfahrten und -
ausfahrten.
- 14 -
Zusammenfassend werden unter dem Aspekt, dass eine Gebietsneuplanung stattfindet, die ver-
kehrlichen Problempunkte und die städtebaulichen Konflikte in den Varianten Süd 2 und Süd 3 kri-
tisch gesehen. Die entstehenden Lösungen reduzieren die Qualität des zu entwickelnden Gebie-
tes erheblich. Die verkehrlichen Problempunkte in Variante Süd 6 beschränken sich im Wesentli-
chen auf die Kleyerstraße, auf den Bereich der Konversionsflächen hat diese keine Auswirkungen.
Die Variante ist jedoch vergleichsweise umwegig, vermeidet dadurch jedoch direkte Eingriffe in
den Waldbereich wie bei Variante Süd 1. Die Variante Süd 6 kann daher als Konsenslösung zwi-
schen den Varianten Süd 2 bzw. 3 und Süd 1 gesehen werden.
7. Fazit / Ausblick
Nachdem alle vorangegangen Untersuchungen zur Entwicklung der Konversionsgebiete die Er-
fordernis einer leistungsfähigen Verkehrsanbindung an die Rheinstraße für die weitere Entwick-
lung des Gesamtgebiets Südwest verdeutlicht haben, sind in der vertiefenden Variantenuntersu-
chung (V) für den Nord- und für den Südabschnitt Varianten mit dem Ziel einer Minimierung des
Eingriffs in die Waldbereiche entwickelt worden.
Die vertiefend untersuchten Varianten Nord 6, 8 und 11 sowie Süd 1, 2, 3 und 6 wurden im Sinne
einer Gesamtbetrachtung in einer Matrix zusammengeführt (siehe Anlage 6). Grundsätzlich sind
alle Lösungen miteinander kombinierbar, so dass sich insgesamt 12 mögliche Gesamtlösungen
ergeben.
Bei den Nordvarianten wird aus Sicht der Verkehrs- und Stadtplanung sowie der Wirtschaftsförde-
rung Variante 6 präferiert, Grün- und Umweltplanung bevorzugen Variante 8 mit einem Minimal-
eingriff in die Waldflächen. Alle Fachplaner können sich als Konsenslösung jedoch Variante 6 vor-
stellen.
Bei den Südvarianten wird von Seiten der der Verkehrs- und Stadtplanung sowie der Wirtschafts-
förderung Variante 1 (Westrandlage) empfohlen, während die Grün- und Umweltplanung die Vari-
anten durch das Gebiet bevorzugen. Die Varianten Süd 2 und 3 haben durch die Überlagerung
von Verbindungs- und Erschließungsfunktion erhebliche Auswirkungen auf die städtebaulichen
und verkehrlichen Strukturen im Bereich der Konversionsflächen. Insbesondere vor dem Hinter-
grund, dass es sich hier um eine Gebietsneuplanung handelt, können diese Varianten für eine
Gesamtlösung nicht empfohlen werden. Zu den negativen Auswirkungen durch die Funktionsüber-
lagerung südlich der Hilpertstraße kommen Nachteile in der Gesamtlinienführung.
Ob Variante Süd 6 als Konsenslösung durch Reduzierung der Auswirkungen auf den Wald und
Artenschutz im Vergleich zur verkehrlichen Vorzugslösung Variante Süd 1 in Frage kommt, muss
noch geprüft werden. Die sich dabei ergebenden Nachteile durch die Umwegigkeit und für die Er-
schließungssituation in der Kleyerstraße sind im Weiteren dagegen abzuwägen. Die Nachteile
sind jedoch deutlich geringer als in den Varianten Süd 2 und 3.
Da für das Untersuchungsgebiet derzeit noch keine landschaftspflegerische Begleitplanung im Be-
reich der möglichen Varianten vorliegt, muss zur weiteren Beurteilung der hier durchgeführten
Trassenfindung nach Abschluss der Überarbeitung der Rahmenplanung zunächst eine Prüfung
des Artenschutzes durchgeführt werden.
Darmstadt; den 9. Juli 2013
III-66/4 saa-br-
Nst. 2820
Die Dezernentin III:
Brigitte Lindscheid
Stadträtin
anlage 5
893 Zeichen
Hilpertstraße Pupinweg (B Eifelring 22 35 6 8 1 2 4 9 H H K W S K K K K K K K K Rheinstraße (B26) Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand Rheinstraße Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand 3,00 0,75 3,25 3,25 1,00 3,00 0,75 3,25 3,25 3,25 1,00 3,00 0,75 3,25 3,25 1,00 Anschluss 33 3472700 3472800 3472900 5525300 5525400 5525500 5525600 5525700 5525800 5525900 5525100 5525200 3472700 3472800 3472900 5525800 5525500 5525900 5525200 5525400 5525100 5525700 5525600 5525300 Anlage 14 Durth Roos Darmstadt, Mai 2013 Consulting GmbH Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße Variante Nord 6 Gradlinige Führung westlich Hilpertstraße 35 Lageplan Maßstab 1:1.000 Quelle Luftbild: Stadt Darmstadt Fahrbahn Geh- und Radweg Gehweg Inselflächen / Schutzstreifen Einfahrt Grünfläche / Böschung
anlage 2
2102 Zeichen
17 18 19 22 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 101 102 103 104 105 158a159159a160161161a162163164164a166a166b167168a169170171172 173175176 165 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 15 16 82 50 51 55 56 57 58 59 60 131 132133 134 135 136 137138 139140 141 142143 144 145146147148 149 150153155 67 166 160a 6 7 8 9 1011 12 13 14 15 16 17 1819 20 21 22 23 24 2526 27 2829 3022a 80 86 177178 179180181182 70 7172 7374 7576 77 78 79 80 79a 81 8283 8485 8687 88 91 9293 94 93a 9596 97 99 102 116 117 118 119 120 121 122123126 127 125 128 129 130 131132 133 130a131a 81 128a 8990 124 101100a 100 98 112 106109110 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 353637 38 3940 41 42 43 4748 49 53 616263 64 65 151152 154 156 157 158159 160161163164166169 170 171 172 173174175176177 165 165168 75 76 77 78 79 82 123 1 2 3 4 5 2 3 4 5 1 46 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 1 2 3 4 5 6 7 8 17 18 19 22 23 24 25 26 27 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 49 50 51 52 53 54 55 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 1 2 3 4 5 6 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 46 47 48 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 90 91 92 93 42 43 44 45 81 23 45 67101112131414a 15161718 19 20 21 2324 25 2627 28 29 31 32 333435 363839 40 41 42 4345 46474849 50 51 52 5354 5556 57 21 22 23 24 94 9596 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 15 16 11a 11 12 Durth Roos Consulting GmbH Darmstadt, 22.04.2013 Verkehrsuntersuchung Konversionsflächen Kelly-Barracks / Nathan-Hale-Depot in Darmstadt Anlage1 zur Stellungnahme vom 22.04.2013 Übersichtsplan Erforderliche Ausbaumaßnahmen im Planfall 0 Maßstab 1: 1.000 zusätzlicher Fahrstreifen Baum im Straßenraum mit Nr. Haardtring neue Brücke Ha ardtring Am KavalleriesandAm Kavalleriesand Rheinstraße StirnwegStirnweg Holzhofallee Hilpertstraße Rheinstraße Zweifalltorweg
anlage 3
1948 Zeichen
Nathan-Hale-DepotNathan-Hale-Depot TZ Rhein-MainTZ Rhein-Main Kelly-BarracksKelly-Barracks Variante 1 / 2 Variante 3 Variante 4 Variante 5a Variante 5b Variante 6 Variante 7 Variante 2 RheinstraßeRheinstraße Id a-Rhod es-S tra ße Id a-Rhod es-S tra ße Heinrich-Hertz-S tra ße Heinrich-Hertz-S tra ße M ina-Rees-Straße M ina-Rees-Straße Robe rt-B osch-S traße Robe rt-B osch-S traße Zweifallertorweg Dornheimer W eg Bisma rkstraße Mornewegstraße Maria-Göppert -Straße Maria-Göppert -Straße T-Online-Allee T-Online-Allee Deutsche-Telekom-Allee Deutsche-Telekom-Allee PupinwegPupinweg Eifelrin g Eifelrin g BAB A 67 2 B 26 Rhein stra ße Rhein straß e HaardtringHaardtring Berliner Allee Berliner Allee Goebelstraße Am Kavalleriesand Groß-Gerauer Weg Holz hofa lle e Holz hofa lle e Brücke Stirnweg Heinrichstraße Sch eppAllee Sch eppAllee Neckarstraße Hindenburgstraße Es chollbrü cker S traß e Rüde sh eimer Stra ße Landskro nstra ße Karlsruher Straße Bessu nger Straße Moltk estra ße Am PelzAm Pelz Pla nstra ße Exerzierp latz Pla nstra ße Exerzierp latz Es chollbrü cker Straß e Es chollbrü cker Straß e Planstraß e N ord Planstraß e N ord Planstraß e M itte Planstraß e M itte Rieds traß e Rieds traß e Hilperts traß e Hilperts traß e KleyerstraßeKleyerstraße Erschließung Gewerbege 1)b eiet tufSüdwest (S Erschließung Gewerbegebiet Südwest (Stufe 2) Schlepp Allee Schlepp Allee Planstra ßeSüd Planstra ßeSüd Plans traße O st Plans traße O st Planstraße West Planstraße West Pulverhäuserweg Pulverhäuserweg HeimstättenwegHeimstättenweg Donnersbergring Heidelberger Straße Heimstätten Siedlung Heimstätten Siedlung Weststadt Hauptbahnhof Darmstadt Luisen- platz DB-Strecke Heidelberg - Frankfurt a.M.DB-Strecke Heidelberg - Frankfurt a.M. Darmstadt, September 2012 Maßstab 1:5.000 Durth Roos Consulting GmbH Qualitative Variantenuntersuchung zur Verkehrsanbindung der Konversion-West an die Rheinstraße in Darmstadt Anlage 3 Übersicht Varianten 1-7
anlage 6
916 Zeichen
Hilpertstraße Pupinweg (B26) 22 35 6 8 1 2 4 9 H H W K W S K K K K K K K K Rheinstraße (B26) Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand Rheinstraße Anschluss an Bestand Anschluss an Bestand Eifelring Anschluss 2,49 0,75 3,25 3,25 3,25 1,00 3,00 0,753,25 3,25 1,00 Befahrbarkeit Ladehof und Durchfahrt sind gewährleistet 33 3472700 3472800 3472900 5525300 5525400 5525500 5525600 5525700 5525800 5525900 5525100 5525200 3472700 3472800 3472900 5525800 5525500 5525900 5525200 5525400 5525100 5525700 5525600 5525300 Anlage 15 Durth Roos Darmstadt, Mai 2013 Consulting GmbH Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße Variante Nord 8 Führung zwischen Hilpertstraße 33 und 35 mit Einmündung Lageplan Maßstab 1:1.000 Quelle Luftbild: Stadt Darmstadt Fahrbahn Geh- und Radweg Gehweg Inselflächen / Schutzstreifen Einfahrt
anlage 8
317 Zeichen
Durth Roos Consulting GmbH Darmstadt, Mai 2013 Maßstab 1:10.000 Erschließung Gewerbe- gebiet Südwest Vertiefende Variantenuntersuchung für die Erschließung Gewerbegebiet Südwest zwischen Rheinstraße und Eschollbrücker Straße Anlage 37 Variantenmatrix Abschnitte Nord und Süd Nord 6 Nord 8 Nord 11 Süd 6Süd 3Süd 2Süd 1
anlage 1
744 Zeichen
4.00 3.00 3.00 Geh- / Radweg Grünstreifen Grünstreifen 10.00 2.00 2.00 3.25 3.25 3.25 3.25 2.00 2.00 2.50 2.50 2.50 2.50 Gehweg Gehweg Parken Parken Fahrbahn Fahrbahn Gehweg Gehweg Parken Parken 15.50 15.50 3.50 2.00 2.00 2.00 Gehweg Radfahr- streifen Fahrbahn Gehweg 9.50 3.00 3.25 3.00 3.25 3.00 1.85 1.85 2.00 2.00 Gehweg Grünstreifen Fahrbahn Gehweg Grünstreifen Radfahrstreifen Radfahrstreifen 23.20 3.25 3.25 2.50 2.50 Gehweg Fahrbahn Gehweg 11.50 3.25 3.25 2.50 2.50 5.00 Gehweg Parken (privat) Parken (privat) Fahrbahn Gehweg 11.50 5.00 Grünfläche (privat) von Bebauung freihalten Grünfläche (privat) von Bebauung freihalten 7.50 2.50 2.50 0.50 1.50 Böschung Fahrbahn Mulde Böschung Geh- / Radweg 14.50
Beratungsverlauf (4)
Orte (29)
- Rheinstraße
- Hilpertstraße 33
- Eschollbrücker Straße
- Kleyerstraße
- Bessunger Straße
- Riedstraße
- Mina-Rees-Straße
- Maria-Goeppert-Straße
- Robert-Bosch-Straße
- Mornewegstraße
- Deutsche-Telekom-Allee
- Karlsruher Straße
- Haardtring
- Eifelring 11
- Zweifalltorweg
- Stirnweg
- Pupinweg
- Donnersbergring
- Am Kavalleriesand
- Am Pelz
- Groß-Gerauer Weg
- Heidelberger Straße
- Holzhofallee
- Bergschneise
- Berliner Allee
- Goebelstraße
- Heinrichstraße
- Neckarstraße
- Pulverhäuserweg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2013/0225
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 04.07.2013
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00