AN/0615/2024
Änderungsantrag zur Beschlussvorlage „Kölner Konzept zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit“, Session.-Nr. 4113/2023, TOP 5.1
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Gem. Änderungsantrag nach § 13 (Linke)
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SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Fraktion Die Linke im Rat der Stadt Köln An die Oberbürgermeisterin Frau Henriette Reker An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Herrn Daniel Bauer-Dahm Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: AN/0615/2024 Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren Änderungsantrag zur Beschlussvorlage „Kölner Konzept zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit„, Ds.-Nr. 4113/2023, TOP 5.1 Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgenden Änderungsantrag zur Beschlussvorlage „Kölner Konzept zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit“, Ds.-Nr. 4113/2023, TOP 5.1, auf der Sit- zung des Ausschusses für Soziales und Seniorinnen und Senioren am 18. April 2024 zu set- zen. A) Die vorliegenden drei Beschlusspunkte werden wie folgt geändert (Durchgestri- chenes entfällt, Unterstrichenes wird zugesetzt): 1. Der Rat beschließt das Kölner Konzept zur Bekämpfung von Wohnungs- losigkeit als gesamtstädtisches Rahmenkonzept zur Sicherung der Erfül- lung der gesetzlichen Verpflichtungen zur A bwehr und Bekämpfung von Wohnungslosigkeit entsprechend der gesetzlichen Vorgaben nach dem Ordnungsbehördengesetz Nordrhein-Westfalen (OBG NRW) sowie dem 8. Kapitel des Zwölften Sozialgesetzbuches (SGB XII) zur nachhaltigen Weiterentwicklung der Kölner Wohnungslosenhilfen. Das Rahmenkonzept bildet die Grundlage für künftige Planungen und Entwicklungen. Das Rahmenkonzept verfolgt eine Verhinderung von Wohnungsnotfällen sowie eine Maximierung der Wirkung kommunaler Haushaltsmittel. - 2 - Das Konzept und die darin enthaltenen Maßnahmen stehen unter dem Vorbehalt einer gesicherten Finanzierung im laufenden und den kom- menden Haushalten. Die Kosten- und Finanzübersicht muss in den Punkten 2.4.1 und 2.2.6 vervollständigt werden. Die Oberbürgermeisterin und die Kämmerei werden gebeten, den dann zu bildenden Gesamtbetrag von ca. 5,2 Mio. Euro in ihren Haushaltsent- wurf 2025/26 einzustellen und dem Rat der Stadt Köln im Herbst vorzule- gen. 2. Der Rat beauftragt die Verwaltung mit der Entwicklung geeigneter Umset- zungsmaßnahmen unter Beachtung der Vorgaben aus der Rahmenkon- zeption des Kölner Konzeptes zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit. Hierfür erforderliche Stellenbedarfe sind im Rahmen des regulären Stel- lenplanverfahrens einzubringen. 3. Der Rat beauftragt die Verwaltung auf der Grundlage der Analyse der Defi- zite, auch über 2030 hinaus das Kölner Unterstützungssystem für Menschen in Wohnungs- und Obdachlosigkeit stetig an sich verändernde Rahmenbedin- gungen anzupassen und weiterzuentwickeln. B) Zusätzlich werden folgende vier Beschlusspunkte eingefügt: 4. Der Rat der Stadt Köln begrüßt den Beschluss des Europaparlaments vom 24. November 2020 „dass der Zugang zu Wohnraum ein Grundrecht aller Menschen ist“ und fordert die Beseitigung der Obdachlosigkeit auf der EU- Ebene bis 2030. Die Gründung einer Europäischen Plattform zur Bekämpfung der Obdachlo- sigkeit im Jahre 2021 war der Beginn eines kooperativen Prozesses, um kon- krete Fortschritte bei der Bekämpfung von Obdachlosigkeit in den Mitglied- staaten zu erreichen. 5. Der Rat der Stadt bekräftigt seine grundsätzliche Position, dass jeder Mensch das Recht auf Unterbringung in einem Einzelzimmer hat. 6. Der Rat der Stadt Köln fordert die gesamte Stadtverwaltung auf, Wohnungs- losigkeit und Obdachlosigkeit ganzheitlich zu bekämpfen. Viel mehr Sozial- wohnungen müssen gebaut werden! Wir brauchen auch Wohnungen für Housing First. Wir müssen tagesstrukturierende Angebote für die Menschen verbessern und ausbauen und wohnungslose Menschen in Arbeit bringen. 7. Wir müssen die Ressourcen der betroffenen Menschen, aber auch der Trä- ger und der Verwaltung besser erschließen. Selbstorganisation müssen wir fördern. Wir brauchen eine soziale und ordnungspolitische Sicherheitsarbeit nicht nur - 3 - von Polizei, Ordnungsamt und Streetwork, sondern von der gesamten Stadt- gesellschaft, um wohnungs- und obdachlosen Menschen mit Respekt zu be- gegnen. Begründung: Erfolgt mündlich Mit freundlichen Grüßen Gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender Gez. Michael Weisenstein Fraktionsgeschäftsführer Die Linke
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0615/2024
- Typ
- Gem. Änderungsantrag (Linke)
- Datum
- 18.04.2024
- Erstellt
- 18.04.2024 10:17